[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehschrauber nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Bei derartigen Drehschraubern weist der Antriebsteil zumeist einen Handgriff und
eine Schalteinrichtung auf. Während eines Schraubvorgangs wird der Drehschrauber von
dem Bediener über den Haltegriff gehalten. Über das Drehgelenk sind das Antriebsteil
und somit auch der Haltegriff gegenüber dem Transmissionsteil frei drehbar, so dass
das Antriebsteil nach dem Aufsetzen des Drehschraubers auf eine Schraubverbindung
beliebig gegenüber dem Abtriebsteil drehbar ist. Dadurch lässt sich das Antriebsteil
nach dem Aufsetzen des Drehschraubers auf eine Schraubverbindung in eine Bedienposition
verdrehen, in der die Position des Antriebsteils für den Bediener angenehm ist.
[0003] Ein derartiger Drehschrauber nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 ist beispielsweise
aus
DE 10 2013 218 190 A1 der Anmelderin bekannt.
[0004] Aufgrund des Drehgelenkes zwischen Abtriebsteil und Antriebsteil muss der Bediener
das in der Teilungsebene des Drehgelenks auftretende Drehmoment während des Schraubvorgangs
als Haltemoment aufbringen, das aufgrund des durch die Schraubverbindung hervorgerufenen
Gegendrehmoments entsteht. Das von dem Bediener aufzubringende Haltemoment entspricht
dem im Wesentlichen von dem Antriebsteil auf den Abtriebsteil übertragenen Drehmoment.
Bei häufig verwendeten Universalmotoren beträgt dieses Moment ca. 2 Nm. Ein derartiges
Drehmoment ist ohne Probleme durch einen Bediener zu halten. Bei einem Antriebsteil,
das eine Antriebsvorrichtung mit einem höheren Drehmoment aufweist, kann das Aufbringen
des notwendigen Haltemoments zu erheblichen Belastungen des Bedieners führen und kann
ein Sicherheitsrisiko darstellen.
[0005] DE 10 2013 218 190.6 der Anmelderin offenbart einen Drehschrauber der eingangs genannten Art, bei dem
der Bediener vor dem Verschraubvorgang des Drehgelenks über eine Feststellvorrichtung
blockieren und somit feststellen kann. Dadurch wird erreicht, dass zunächst das Antriebsteil
gegenüber dem Abtriebsteil drehbar ist, so dass nach dem Aufsetzen des Drehschraubers
auf eine Schraubverbindung der Antriebsteil in eine Bedienposition gegenüber dem Abtriebsteil
verdreht werden kann. Anschließend wird das Drehgelenk durch den Bediener blockiert
und es wird verhindert, dass bei dem anschließenden Schraubvorgang in der Teilungsebene
des Drehgelenks ein Drehmoment auftritt, das von dem Bediener gehalten werden muss.
Der Schraubvorgang kann somit ohne Belastungen des Bedieners durchgeführt werden.
[0006] Die vorbekannten Drehschrauber haben sich in der Praxis als recht zuverlässig herausgestellt,
jedoch kann es im Gebrauch vorkommen, dass ein Bediener vergisst die Feststellvorrichtung
zu betätigen, so dass bei einem Schraubvorgang ungewollt ein hohes Haltemoment von
dem Bediener auszubringen ist, wobei sogar aufgrund des übertragenen Drehmoments,
mit dem der Bediener nicht rechnet, ein Sicherheitsrisiko entstehen kann.
[0007] Aus
DE 10 2015 111 570 A1 ist ein weiteres Drehgelenk bekannt, bei dem ein Betätigungsring der Feststellvorrichtung
durch eine Feder rückgestellt wird. Eine derartige Lösung erleichtert die Bedienung
jedoch nicht.
[0008] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Drehschrauber der eingangsgenannten
Art zu schaffen, bei dem bei einer vereinfachten Bedienung eine hohe Sicherheit gewährt
ist und Fehlbedienungen vermieden werden.
[0009] Der erfindungsgemäße Drehschrauber ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs
1.
[0010] Der erfindungsgemäße Drehschrauber weist eine Antriebsvorrichtung aufweisenden Antriebsteil
und einen Transmissionsteil auf, wobei das Transmissionsteil eine Drehbewegung der
Antriebsvorrichtung an eine Ausgangswelle überträgt. Das Antriebsteil ist über ein
Drehgelenk mit dem Transmissionsteil verbunden, wobei das Antriebsteil über das Drehgelenk
drehbar gegenüber dem Transmissionsteil ist. Das Drehgelenk weist eine Feststellvorrichtung
auf, über die das Drehgelenk blockierbar ist, sowie einen Eingangswellenstutzen und
eine Abtriebswelle. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellvorrichtung
ein Betätigungselement aufweist, das den Eingangswellenstutzen mit der Abtriebswelle
verbindet, wobei beim Überschreiten eines Schwellenwertes eines an der Abtriebswelle
anliegenden Gegendrehmoments das Betätigungselements die Feststellvorrichtung zum
Blockieren betätigt.
[0011] Über das Drehgelenk ist genauso wie bei dem Drehschrauber gemäß dem Stand der Technik
die Möglichkeit geschaffen, das Antriebsteil gegenüber dem Transmissionsteil zu drehen,
so dass nach dem Aufsetzen des Drehschraubers auf eine Schraubverbindung der Antriebsteil
in eine Bedienposition gegenüber dem Transmissionsteil verdreht werden kann. Die Bedienposition
ist eine Position des Antriebsteils, die für den Bediener, der den Antriebsteil hält,
angenehm und sicher ist, das heißt, dass das Verletzungsrisiko in dieser Position
minimiert ist. Die Feststellvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein
Betätigungselement auf, das den Eingangswellenstutzen mit der Abtriebswelle verbindet.
Bei der Durchführung des Schraubvorgangs entsteht an der Ausgangswelle ein durch die
Schraubverbindung hervorgerufenes Gegendrehmoment, das von der Ausgangswelle über
das Transmissionsteil auf die Abtriebswelle übertragen wird. Bei Überschreiten eines
Schwellenwertes des Gegendrehmoments, das auf die Abtriebswelle übertragen wird, betätigt
das Betätigungselement die Feststellvorrichtung zum Blockieren des Drehgelenks. Bei
der vorliegenden Erfindung erfolgt somit das Blockieren des Drehgelenks über die Feststellvorrichtung
automatisch ab einem bestimmten Gegendrehmoment. Durch das Vorsehen des Betätigungselementes
als Verbindung zwischen den Eingangswellenstutzen und der Antriebswelle kann in vorteilhafter
Weise eine beispielsweise geringfügige Verdrehung zwischen der Abtriebswelle und dem
Eingangswellenstutzen beim Überschreiten des Schwellenwertes des an der Abtriebswelle
anliegenden Gegendrehmoments für die Betätigung der Feststellvorrichtung genutzt werden.
[0012] Der erfindungsgemäße Drehschrauber hat den besonderen Vorteil, dass die Feststellvorrichtung
bei Überschreiten des Schwellenwertes des Gegendrehmoments automatisch betätigt wird.
Dadurch werden Fehlbedienungen vermieden und der erfindungsgemäße Drehschrauber ist
für den Bediener besonders komfortabel und sicher verwendbar.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Feststellvorrichtung ein Federelement aufweist,
wobei das Betätigungselement die Feststellvorrichtung zum Blockieren entgegen einer
Rückstellkraft des Federelements betätigt. Über das Federelement lässt sich somit
in vorteilhafter Weise einen Schwellenwert des Gegendrehmoments einstellen und es
wird verhindert, dass bereits bei dem Verdrehen des Antriebsteils gegenüber dem Transmissionsteil
zum Einstellen der Bedienposition die Feststellvorrichtung betätigt wird. Der Schwellenwert
des Gegendrehmoments wird ferner durch die in der Feststellvorrichtung vorherrschenden
Reibkräfte mitbestimmt. Das Federelement kann ferner die Feststellvorrichtung bei
Unterschreiten eines Schwellenwertes des an der Abtriebswelle anliegenden Gegendrehmoments
in die Freigabestellung betätigen. Hierzu kann beispielsweise das Betätigungselement
über das Federelement zurückgeführt werden. Dies hat den besonderen Vorteil, dass
nach Beendigung des Schraubvorgangs, wenn kein Gegendrehmoment an der Abtriebswelle
anliegt, die Feststellvorrichtung automatisch in die Freigabestellung betätigt wird
und somit das Drehgelenk freigegeben wird, so dass bei einem nachfolgenden weiteren
Schraubvorgang ohne weiteres Zutun des Bedieners ein Verdrehen des Antriebsteils gegenüber
dem Transmissionsteil zum Einstellen der Bedienposition ermöglicht werden kann. Die
Feststellvorrichtung des erfindungsgemäßen Drehschraubers funktioniert somit vollkommen
automatisch, das heißt, dass ohne Zutun des Bedieners ein Blockieren und Freigeben
des Drehgelenks bei Vorliegen entsprechender Gegendrehmomenten erfolgt. Somit ist
ein Verschrauben mittels des erfindungsgemäßen Drehschraubers mit hoher Sicherheit
und hohem Komfort möglich.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Feststellvorrichtung ein Halteelement und ein
Blockierelement aufweist, wobei das Blockierelement beim Blockieren des Drehgelenks
formschlüssig in das Halteelement eingreift. Über eine formschlüssige Verbindung des
Blockierelements mit dem Halteelement zum Blockieren des Drehgelenks ist eine besonders
vorteilhafte und stabile Blockierung des Drehgelenks möglich. Grundsätzlich ist auch
eine reibschlüssige Verbindung zwischen Halteelement und Blockierelement möglich.
[0015] Es kann vorgesehen sein, dass die Betätigungsvorrichtung zum Blockieren der Verstellvorrichtung
das Blockierelement und das Halteelement in axialer Richtung des Drehgelenks zueinander
verstellt. Beispielsweise kann die Betätigungsvorrichtung das Blockierelement zum
Blockieren der Verstellvorrichtung verschieben. Das Blockierelement kann beispielsweise
mit einem ersten Teil des Drehelements drehfest verbunden sein und das Halteelement
mit einem zweiten Teil des Drehgelenks drehfest verbunden sein.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement als Wellenelement ausgebildet
ist, wobei der Eingangswellenstutzen und die Abtriebswelle das Wellenelement radial
lagern, wobei vorzugsweise der Eingangswellenstutzen und/oder die Abtriebswelle des
Wellenelements bei Überschreiten des Schwellenwertes des an der Abtriebswelle anliegenden
Gegendrehmoments in axialer Richtung verschiebt. Das Betätigungselement ist somit
auf konstruktiv einfache Art und Weise verwirklichbar. Ferner wird auf einfache Art
und Weise eine für die Betätigung der Feststellvorrichtung verwendbare Bewegung des
Betätigungselementes erzeugt, indem dieses bei Überschreitung des Schwellenwertes
in axialer Richtung verschoben wird.
[0017] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Eingangswellenstutzen über mindestens einen
ersten Zapfen mit dem Wellenelement zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist
und die Abtriebswelle über mindestens einen zweiten Zapfen mit dem Wellenelement zur
Übertragung eines Drehmoments verbunden ist, wobei der erste Zapfen in einem ersten
Langloch und der zweite Zapfen in einem zweiten Langloch geführt ist und wobei das
erste und/oder das zweite Langloch in axialer Richtung des Drehgelenks eine Steigung
aufweist. Bei einem Verdrehen des Eingangswellenstutzens und der Abtriebswelle zueinander
kann mittels einer Steigung des ersten und/oder des zweiten Langlochs eine Verschiebung
des Wellenelements in axialer Richtung erreicht werden. Grundsätzlich können beide
Langlöcher eine Steigung aufweisen. Es ist jedoch auch möglich, dass nur eines der
beiden Langlöcher eine Steigung aufweist und das andere Langloch in axialer Richtung
verläuft. Dadurch wird sichergestellt, dass bei einem Verschieben des Wellenelements
in axialer Richtung die Bewegung entsprechend durchgeführt werden kann, ohne dass
der Eingangswellenstutzen oder die Abtriebswelle mitgezogen werden. Dies ist insbesondere
bei Ausführungen des Erfindungsgemäßen Drehschraubers wichtig, bei denen der Eingangswellenstutzen
und die Abtriebswelle in axialer Richtung eine feste Lagerung aufweisen.
[0018] Anstelle einer Verbindung eines der Zapfen mit einem Langloch mit Steigung ist auch
eine Gewindeverbindung, die vorzugsweise nicht selbsthemmend ist, möglich. Bei einer
Ausführungsform mit einem eine Steigung aufweisenden Langloch kann anstelle der Verbindung
zwischen Zapfen und dem anderen Langloch auch eine Keilwellenverbindung vorgesehen
sein.
[0019] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement als Hohlwelle ausgebildet
ist und der Eingangswellenstutzen und die Abtriebswelle in das Betätigungselement
eingeführt sind. Das Betätigungselement in Form eines Wellenelements ist somit als
eine Art Hülse ausgebildet, die den Eingangswellenstutzen und die Abtriebswelle verbindet.
Eine derartige Ausgestaltung des Betätigungselements hat sich als besonders vorteilhaft
herausgestellt, da eine Verbindung zu dem Eingangswellenstutzen und der Abtriebswelle
auf einfache Art und Weise ermöglicht werden kann und darüber hinaus, dass der Eingangswellenstutzen
und Antriebswelle als Vollwellen und somit besonders stabil ausgeführt werden können.
[0020] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Bestätigungselement einen umlaufenden Vorsprung
ausweist, der das Blockierelement verschiebt. Der Vorsprung ermöglicht auf konstruktiv
einfache Art und Weise ein Betätigungsteil des Betätigungselementes, mit dem das Betätigungselement
an dem Blockierelement angreifen kann.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Blockierelement und das Halteelement jeweils
eine Kronradform aufweisen, wobei vorzugsweise zwischen dem Betätigungselement und
dem Blockierelement ein Axiallager angeordnet ist. Das Axiallager kann beispielsweise
zwischen dem umlaufenden Vorsprung und dem Blockierelement angeordnet sein. Die Ausbildung
des Blockierelements und des Halteelements mit einer Kronenradform hat den besonderen
Vorteil, dass in einer nahezu beliebigen Drehposition des Blockierelements und des
Halteelements zueinander diese ineinandergreifen können, um das Drehgelenk zu blockieren.
Ferner ist durch eine derartige Ausgestaltung der Erfindung eine besonders stabile
Ausbildung der Verstellvorrichtung möglich. Da das Betätigungselement mit den Eingangswellenstutzen
und der Abtriebswelle verbunden ist, dreht dieses bei dem Schraubvorgang mit dem Eingangswellenstutzen
und der Abtriebswelle mit. Über das Axiallager kann somit erreicht werden, dass das
Betätigungselement dauerhaft an dem Blockierelement anliegen kann und somit stets
eine Betätigung möglich ist, ohne dass es aufgrund der Relativbewegung zwischen dem
Betätigungselement und dem Blockierelement zu einem übermäßigen Verschleiß kommen
kann.
[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Federelement zwischen dem Blockierelement und
dem Halteelement angeordnet ist. Somit kann auf konstruktiv einfache Art und Weise
erreicht werden, dass das Blockierelement bei dem Lösen der Feststellvorrichtung von
dem Halteelement weggedrückt wird und somit aus dem Eingriff zu dem Halteelement bewegt
wird.
[0023] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der erste Zapfen als Bolzen ausgebildet ist, der
in den Eingangswellenstutzen eingreift und/oder dass der zweite Zapfen als Bolzen
ausgebildet ist, der in die Abtriebswelle eingreift. Eine derartige Ausgestaltung
ermöglicht eine konstruktiv einfache Verbindung zwischen Eingangswellenstutzen bzw.
Abtriebswelle und Betätigungselement, indem der als Bolzen ausgebildete erste oder
zweite Zapfen in den Eingangswellenstutzen bzw. die Abtriebswelle eingeschoben ist
und in das Betätigungselement, beispielsweise in das entsprechende Langloch des Betätigungselements
eingreift.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Betätigungselement für die jeweils als Bolzen
ausgebildeten ersten und zweiten Zapfen jeweils zwei gegenüber liegende Langlöcher
aufweist, wobei der entsprechende Bolzen durch entsprechende Durchgangsbohrungen des
Eingangswellenstutzen bzw. der Abtriebswelle hindurchgeführt ist und beidseitig in
das entsprechende Langloch des Betätigungselements eingreift.
[0025] Das eine Steigung ausweisende Langloch des Betätigungselements kann auch die Form
eines Polygons aufweisen, so dass zwei oder mehrere Flanken mit Steigung gebildet
sind, an denen der entsprechende Zapfen oder Bolzen entlang geführt ist, um die Betätigungsbewegung
hervorzurufen. Dadurch kann das Betätigungselement bei einer Drehung in beide möglichen
Drehrichtungen die Feststellvorrichtung betätigen.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Blockierelement über eine Gleitlagerung gelagert
ist. Die Gleitlagerung kann beispielsweise aus Stäben bestehen, die in eines der Teile
des Drehgelenks eingreifen.
[0027] Das Blockierelement kann auch aus einem Führungsteil mit mehreren Kugeln bestehen,
die an dem Führungsteil gelagert sind, wobei das Halteelement mehrere an die Kugeln
angepasste Vertiefung aufweist. Über die Kugeln lässt sich in vorteilhafter Weise
eine formschlüssige Verbindung zwischen Blockierelement und Halteelement erzeugen,
indem die Kugeln in die Vertiefung in dem Halteelement eingreifen. Ferner ermöglichen
die in dem Führungsteil gelagerten Kugeln, dass in der Freigabestellung des Drehgelenks
des Blockierelements über das Halteelement gleiten kann, indem die Kugeln auf dem
Halteelement abrollen. Die Anzahl der Vertiefungen in dem Halteelement können wesentlich
größer sein, als die Anzahl der Kugeln des Führungsteils. Über das Betätigungselement
können zum blockieren der Feststellvorrichtung die Kugeln in die Vertiefungen gedrückt
werden, so dass es zu der formschlüssigen Verbindung zwischen Blockierelement und
Halteelement kommt. Dies kann beispielsweise in axialer Richtung erfolgen, indem beispielsweise
das Betätigungselement mit einem umlaufenden Vorsprung die Kugeln zum Blockieren in
axiale Richtung drückt. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
eine Kegelstumpfform aufweist, über die die Kugeln zum Blockieren in radialer Richtung
gedrückt werden.
[0028] Der erfindungsgemäße Drehschrauber kann insbesondere eine Antriebsvorrichtung verwendet
werden, die verglichen mit den üblicherweise verwendeten Universalmotoren, ein wesentlich
höheres Drehmoment aufbringt. Beispielsweise ist es möglich, dass als Antriebsteil
des erfindungsgemäßen Drehschraubers ein handelsüblicher akkubetriebener Bohrschrauber
verwendet wird, der beispielsweise ein Drehmoment von bis zu 60 Nm und mehr erzeugt.
Der erfindungsgemäße Drehschrauber ist für den Bediener auf angenehme Art und Weise
verwendbar, wobei gleichzeitig eine hohe Sicherheit für den Bediener während des Schraubvorgangs
mit dem erfindungsgemäßen Drehschrauber besteht.
[0029] Bei dem erfindungsgemäßen Drehschrauber kann vorgesehen sein, dass an dem Transmissionsteil
ein Stützfuß vorgesehen ist, über den das Transmissionsteil und somit der Drehschrauber
an einem ortsfesten Widerlager abgestützt werden kann.
[0030] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Antriebsvorrichtung als Elektromotor ausgebildet
ist. Alternativ kann die Antriebsvorrichtung als Druckmittel betriebener Motor, beispielsweise
als Pneumatik- oder Hydraulikmotor, ausgebildet sein.
[0031] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der Elektromotor
als ein Universalmotor oder als ein Gleichstrommotor ausgebildet ist.
[0032] Der Antriebsteil kann einen Energiespeicher für elektrische Energie zur Versorgung
des Elektromotors aufweisen, beispielsweise einen Akkumulator. Auf diese Weise ist
eine von einem Stromnetz unabhängige Verwendung des Drehschraubers möglich.
[0033] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen,
dass das Drehgelenk aus einem ersten Flansch besteht, der mit dem Antriebsteil verbunden
ist und aus einem zweiten Flansch, der mit dem Transmissionsteil verbunden ist, wobei
der erste und der zweite Flansch über ein Drehlager drehbar verbunden sind. Der erste
Flansch kann beispielsweise den ersten Teil des Drehgelenks, der mit dem Blockierelement
drehfest verbunden ist, bilden und er der zweite Flansch den zweiten Teil des Drehgelenks,
der mit dem Halteelement drehfest verbunden ist.
[0034] Ein derartiges Drehgelenk ist auf konstruktiv einfache Art und Weise realisierbar,
wobei gleichzeitig eine Verbindung des Drehgelenks mit dem Antriebsteil und dem Transmissionsteil
in vorteilhafter Weise möglich ist.
[0035] Die Erfindung sieht ferner ein Verfahren zum Durchführen eines Schraubvorgangs mit
einem vorzugsweise erfindungsgemäßen Drehschrauber mit einem eine Antriebsvorrichtung
aufweisenden Antriebsteil und mit einem Transmissionsteil, wobei das Transmissionsteil
eine Drehbewegung der Antriebsvorrichtung an eine Ausgangswelle überträgt und das
Antriebsteil über ein Drehgelenk mit dem Transmissionsteil verbunden ist, und wobei
das Drehgelenk eine Feststellvorrichtung aufweist, über die das Drehgelenk blockierbar
ist, mit folgenden Schritten vor:
- a) Aufsetzen des Drehschraubers auf eine Schraubverbindung
- b) Positionieren des Antriebsteils in eine Bedienposition
- c) Durchführung der Verschraubung, wobei beim bei Überschreiten eines Schwellenwertes
eines an der Ausgangswelle anliegenden Gegendrehmoments die Feststellvorrichtung zum
Blockieren des Drehgelenk automatisch betätigt wird.
[0036] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann vorgesehen sein, dass vor Schritt c) folgender
Schritt durchgeführt wird:
- Setzen eines an dem Transmissionsteil angeordneten Stützfußes gegen ein Widerlager.
[0037] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Drehschraubers
- Fig. 2
- eine schematische Schnittdarstellung des Drehgelenkes eines erfindungsgemäßen Drehschraubers
und
- Fig. 3
- eine schematische Explosionsdarstellung des Eingangswellenstutzens, des Betätigungselements
und der Abtriebswelle des in Fig. 2 dargestellten Drehgelenks
[0038] Fig. 1 zeigt einen Drehschrauber schematisch in einer Seitenansicht. Der Drehschrauber
1 weist einen Antriebsteil 3 auf, der eine Antriebsvorrichtung, beispielsweise einen
Elektromotor, besitzt. Der Antriebsteil 3 ist über ein Drehgelenk 5 mit einem Transmissionsteil
7 verbunden. Das Transmissionsteil 7 weist einen Drehmomentwandler, beispielsweise
ein Planetengetriebe, und eine Ausgangswelle 9 auf. Auf die Ausgangswelle 9 kann beispielsweise
eine Schlüsselnuss aufgesetzt werden.
[0039] Das Antriebsteil 3 weist einen Energiespeicher 11 für elektrische Energie, beispielsweise
einen Akkumulator, auf, der die als Elektromotor ausgebildete Antriebsvorrichtung
mit elektrischer Energie versorgt. Dadurch ist der erfindungsgemäße Drehschrauber
1 unabhängig von einem Stromnetz betreibbar. Über einen Schalter 13 ist die Antriebsvorrichtung
regelbar. Ferner weist das Antriebsteil 3 einen Haltegriff 15 auf, über den der Bediener
den Drehschrauber 1 halten kann.
[0040] Der Drehmomentwandler des Transmissionsteils 7 wird durch das von der Antriebsvorrichtung
des Antriebsteils 3 erzeugte Drehmoment verstärkt und anschließend auf die Ausgangswelle
9 übertragen. Ferner weist das Transmissionsteil 7 einen Stützfuß 17 auf, über den
das Transmissionsteil 7 und somit der Drehschrauber 1 sich im Betrieb gegen ein nicht
dargestelltes ortsfestes Widerlager abstützen kann.
[0041] Über das Drehgelenk 5 ist das Antriebsteil 3 drehbar mit dem Transmissionsteil 7
verbunden. Auf diese Weise lässt sich der Drehschrauber 1 in vorteilhafter Weise auf
eine Schraubverbindung aufsetzen, wobei der Antriebsteil 3 anschließend in eine Bedienposition,
die für den Bediener bequem und sicher ist, verdreht werden kann. Auch ist es möglich,
den Drehschrauber 1 auf eine Schraubverbindung aufzusetzen und anschließend die Antriebsvorrichtung
zu betätigen. Das Transmissionsteil 7 kann sich aufgrund des Drehgelenkes 5 gegenüber
dem Antriebsteil 3 frei drehen. Beim Einschalten des Antriebsteils dreht sich der
Transmissionsteil somit um seine Längsachse und schwenkt den Stützfuß 17 langsam,
bis dieser gegen ein ortsfestes Widerlager trifft.
[0042] Bei einem nun anschließenden Schraubvorgang, bei dem die Schraubverbindung gedreht
wird, kann aufgrund des durch die Schraubverbindung an der Ausgangswelle 9 hervorgerufenen
Gegendrehmoments in der Teilungsebene des Drehgelenkes 5 ein von der Antriebsvorrichtung
des Antriebsteils 3 erzeugtes Drehmoment entstehen, das von dem Bediener an dem Antriebsteil
zu halten wäre. Um dies zu verhindern und somit die Belastung des Bedieners zu reduzieren,
weist das Drehgelenk 5 eine in Fig. 2 näher erläuterte Feststellvorrichtung 19 auf,
über die das Drehgelenk 5 blockierbar ist. Dadurch kann verhindert werden, dass das
Drehmoment in der Teilungsebene des Drehgelenks 5 auf den Bediener übertragen wird.
[0043] In Fig. 2 ist das Drehgelenk 5 schematisch in der Schnittdarstellung dargestellt.
Das Drehgelenk 5 besteht aus einem ersten Flansch 21, der mit dem Antriebsteil 3 drehfest
verbunden ist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Antriebsteil 3 als
handelsüblicher akkubetriebener Bohrschrauber ausgeführt. In dem ersten Flansch 21
ist eine Aufnahmeöffnung 23 vorgesehen, in die das Antriebsteil 3 eingeführt werden
kann. Über ein Drehlager 25 ist der erste Flansch 21 mit einem zweiten Flansch 27
verbunden. Der zweite Flansch 27 ist drehfest mit dem Transmissionsteil 7 verbindbar.
[0044] Ferner weist der erste Flansch 21 einen Eingangswellenstutzen 29 auf, der mit dem
Abtrieb des Antriebsteils 3 verbindbar ist. Der Eingangswellenstutzen 29 ist in dem
ersten Flansch 21 gelagert. Das Drehgelenk 5 weist ferner abtriebsseitig eine Abtriebswelle
31 zur Anbindung an den Drehmomentwandler des Transmissionsteils 7 auf. Die Abtriebswelle
31 ist in dem zweiten Flansch 27 gelagert.
[0045] Zwischen dem ersten Flansch 21 und dem zweiten Flansch 27 ist die Feststellvorrichtung
19 angeordnet. Diese besteht aus einem Halteelement 35, das mit dem ersten Flansch
21 drehfest verbunden ist und einem Blockierelement 37, das drehfest mit dem zweien
Flansch 27 verbunden ist. Das Halteelement 35 ist über eine Schraubverbindung 35a
an dem ersten Flansch 21 befestigt. Ferner ist in dem Halteelement 35 ein Lager 39
für die Drehlagerung des Eingangswellenstutzens 29 angeordnet.
[0046] Das Halteelement 35 und das Blockierelement 37 weisen eine Kronradform auf, wobei
das Halteelement 35 auf der dem Blockierelement 37 zugewandten Seite erste Vorsprünge
35b und das Blockierelement 37 auf der dem Halteelement 35 zugewandten Seite zweite
Vorsprünge 37b aufweisen. Die ersten und zweiten Vorsprünge 35b,37b können ineinander
greifen und einen Formschluss zwischen dem Blockierelement 37 und dem Halteelement
35 bilden.
[0047] Das Blockierelement 37 ist über ein Gleitlager 41 an dem zweiten Flansch 27 gelagert.
Das Gleitlager 41 erlaubt eine Bewegung des Blockierelements 37 in axialer Richtung
des Drehgelenks und ist durch Stäbe 41a, die in Bohrungen 41b aufgenommen sind, gebildet.
[0048] Die Feststellvorrichtung 19 weist ferner ein Betätigungselement 45 auf. Das Betätigungselement
45 verbindet den Eingangswellenstutzen 29 und die Abtriebswelle 31. Das Betätigungselement
45 ist als Wellenelement in Form einer Hohlwelle ausgebildet. Der Eingangswellenstutzen
29 greift auf der einen Seite in das Betätigungselement 45 ein und ist mittels eines
ersten Zapfens 47, der als Bolzen ausgebildet ist mit dem Betätigungselement 45 verbunden.
Die Abtriebswelle 31 greift auf der anderen Seite in das Betätigungselement 45 ein
und ist mit einem zweiten Zapfen 49 in Form eines Bolzens mit dem Betätigungselement
45 verbunden.
[0049] Die Verbindung zwischen Eingangswellenstutzen 29, Betätigungselement 45 und Ausgangswelle
31 ist in der Fig. 3 schematisch in einer Explosionsdarstellung gezeigt. Wie es aus
Fig. 3 ersichtlich ist, ist der erste Bolzen in eine Durchgangsbohrung 29a in dem
Eingangswellenstutzen 29 eingeführt und greift in erste Langlöcher 47a in dem Betätigungselement
45 ein. Der zweite Bolzen 49 ist durch eine Durchgangsbohrung 31a in der Ausgangswelle
31 geführt und greift in zweite Langlöcher 49a in dem Betätigungselement 45 ein. Die
zweiten Langlöcher 49a sind als Polygon ausgebildet. Die Flanken des zweiten Langlochs
49a weisen in axialer Richtung des Drehgelenks eine Steigung auf, wodurch eine relative
Drehung zwischen dem Eingangswellenstutzen 29 und der Abtriebswelle 31 um einen kleinen
Winkel von etwa 10° ermöglicht wird.
[0050] Durch das an der Ausgangswelle 9 durch die Schraubverbindung hervorgerufene Gegendrehmoment
kann es zu dem Verdrehen zwischen dem Eingangswellenstutzen 29 und der Abtriebswelle
31 kommen. Dabei rutscht der zweite Zapfen 49 entlang einiger der Flanken der Langlöcher
49a. Dadurch wird das Betätigungselement 45 in axialer Richtung des Drehgelenks 5
verschoben. Diese Bewegung wird durch das erste Langloch 47a zugelassen, ohne dass
der Eingangswellenstutzen 29 in axialer Richtung bewegt werden muss. Die Ausgestaltung
der Langlöcher 49a in Polygonform hat den Vorteil, dass die Feststellvorrichtung 19
in beide Drehrichtungen des Eingangswellenstutzens 29 funktioniert und somit der erfindungsgemäße
Drehschrauber auch bei Schraubverbindungen mit Linksgewinden einsetzbar ist.
[0051] Das Betätigungselement 45 weist einen umlaufenden Vorsprung 45a auf, bei der Bewegung
des Betätigungselements 45 in axialer Richtung drückt das Betätigungselement 45 mit
dem umlaufenden Vorsprung 45a gegen das Blockierelement 37 und bewegt dieses in axialer
Richtung zum Eingriff in das Halteelement 35. Da das _Betätigungselement 45 zusammen
mit dem Eingangswellenstutzen 29 und der Ausgangswelle 31 weiterhin eine Drehbewegung
ausüben und das Blockierelement 37 drehfest mit dem zweiten Flansch 27 verbunden ist,
ist zwischen dem Vorsprung 45a und dem Blockierelement 37 ein Axiallager 51 angeordnet,
der eine Drehbewegung zwischen dem Vorsprung 45a und dem Blockierelement 37 erlaubt.
[0052] Zwischen dem Blockierelement 37 und dem Halteelement 35 ist ferner ein Federelement
53 angeordnet. Das Blockierelement 37 ist somit nur entgegen der Federkraft des Federelements
53 in die Blockierstellung bewegbar. Dies hat den Vorteil, dass bei Unterschreiten
eines Schwellenwertes des an der Abtriebswelle 31 anliegenden Gegendrehmoments des
Blockierelements 37 automatisch von den Federelement 53in die Freigabestellung gedrückt
wird, so dass die Feststellvorrichtung 19 und somit das Drehgelenk 5 freigegeben wird.
[0053] Die Federkraft des Federelements 53 sowie die in der Feststellvorrichtung 19 entstehenden
Reibkräfte, insbesondere die Reibkräfte zwischen dem zweiten Zapfen 49 und dem zweiten
Langloch 49a bestimmen die Größe des Schwellenwertes des Gegendrehmoments, bei dem
die Feststellvorrichtung 19 bestätigt wird bzw. freigegeben wird.
[0054] Der erfindungsgemäße Drehschrauber 1 kann auf folgende Art und Weise verwendet werden.
Zunächst wird der Drehschrauber 1 mittels einer an der Ausgangswelle 9 befestigten
Schlüsselnuss auf eine Schraubverbindung aufgesetzt. Anschließend wird das Antriebsteil
3 in eine Bedienposition durch Drehen gegenüber dem Transmissionsteil 7 positioniert.
Beim Verschraubungsvorgang wird die Feststellvorrichtung 19 des Drehgelenkes 5 über
das Betätigungselement 45 automatisch blockiert, sobald an der Ausgangswelle 9 ein
durch die Schraubverbindung hervorgerufenes Gegendrehmoment von bestimmte Größe hervorgerufen
wird.
[0055] Vor oder nach dem Blockieren des Drehgelenkes 5 kann das Transmissionsteil 7 mit
dem Stützfuß 17 gegen ein Widerlager gesetzt werden, so dass eine Abstützung des Drehschraubers
1 erfolgen kann.
[0056] Der erfindungsgemäße Drehschrauber 1 kann anstelle eines akkubetriebenen Antriebsteils
selbstverständlich auch mit einem netzgebundenen Antriebsteil betrieben werden. Selbstverständlich
können auch anstelle von elektrisch betriebenen Antriebsteilen druckmittelbetriebene
Antriebsteile, wie beispielsweise pneumatisch oder hydraulisch betriebene Antriebsteile,
verwendet werden.
1. Drehschrauber (1) mit einem eine Antriebsvorrichtung aufweisenden Antriebsteil (3)
und mit einem Transmissionsteil (7), wobei das Transmissionsteil (7) eine Drehbewegung
der Antriebsvorrichtung an eine Ausgangswelle (9) überträgt und wobei das Antriebsteil
(3) über ein Drehgelenk (5) mit dem Transmissionsteil (7) verbunden ist, über das
der Antriebsteil (3) drehbar gegenüber dem Transmissionsteil (7) ist, wobei das Drehgelenk
(5) eine Feststellvorrichtung (19) aufweist, über die das Drehgelenk (5) blockierbar
ist, und das Drehgelenk (5) einen Eingangswellenstutzen (29) und eine Abtriebswelle
(31) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Feststellvorrichtung (19) ein Betätigungselement (45) aufweist, das den Eingangswellenstutzen
(29) mit der Abtriebswelle (31) verbindet, wobei bei Überschreiten eines Schwellenwertes
eines an der Abtriebswelle (31) anliegenden Gegendrehmoments das Betätigungselement
(45) die Feststellvorrichtung (19) zum Blockieren betätigt.
2. Drehschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Festellvorrichtung (19) eine Federelement (53) aufweist, wobei das Betätigungselement
(45) die Feststellvorrichtung (19) zum Blockieren entgegen einer Rückstellkraft des
Federelements (53) betätigt.
3. Drehschrauber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (53) die Feststellvorrichtung (19) bei Unterschreiten eines Schwellenwertes
des an der Abtriebswelle (31) anliegenden Gegendrehmoments in die Freigabestellung
betätigt.
4. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellvorrichtung (19) ein Halteelement (35) und ein Blockierelement (37)
aufweist, wobei das Blockierelement (37) beim Blockieren des Drehgelenks (5) formschlüssig
in das Halteelement (35) eingreift.
5. Drehschrauber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtung (41) zum Blockieren der Feststellvorrichtung (19) das
Blockierelement (43) und das Halteelement (35) in axialer Richtung des Drehgelenks
(5) zueinander verstellt.
6. Drehschrauber nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (45) als Wellenelement ausgebildet ist, wobei der Eingangswellenstutzen
(29) und die Abtriebswelle (31) das Wellenelement radial lagern, wobei der Eingangswellenstutzen
(29) und/oder die Abtriebswelle (31) das Wellenelement bei Überschreiten des Schwellenwertes
des an der Abtriebswelle (31) anliegenden Gegendrehmoments in axialer Richtung verschiebt.
7. Drehschrauber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingangswellenstutzen (29) über mindestens einen ersten Zapfen (47) mit dem Wellenelement
zur Übertragung eines Drehmoments verbunden ist und die Abtriebswelle (31) über mindestens
einen zweiten Zapfen (49) mit dem Wellenelement zur Übertragung eines Drehmoments
verbunden ist, wobei der erste Zapfen (47) in einem ersten Langloch (47a) und der
zweite Zapfen (49) in einem zweiten Langloch (49a) geführt ist und wobei das erste
und/oder zweite Langloch (47a,49a) in axialer Richtung des Drehgelenks (5) eine Steigung
aufweist.
8. Drehschrauber nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (45) als Hohlwelle ausgebildet ist und der Eingangswellenstutzen
(29) und die Abtriebswelle (31) in das Betätigungselement (45) eingeführt sind.
9. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (45) einen umlaufenden Vorsprung (45a) aufweist, der das Blockierelement
(37) verschiebt.
10. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (37) und das Halteelement (35) jeweils eine Kronenradform aufweisen
und zwischen dem Betätigungselement (45) und dem Blockierelement (37) ein Axiallager
(51) angeordnet ist.
11. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (53) zwischen dem Blockierelement (37) und dem Halteelement (35)
angeordnet ist.
12. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zapfen (47) als Bolzen ausgebildet ist, der in den Eingangswellenstutzen
(29) eingreift, und/oder das der zweite Zapfen (49) als Bolzen ausgebildet ist, der
in die Abtriebswelle (31) eingreift.
13. Drehschrauber nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (37) über eine Gleitlagerung (41) gelagert ist.
14. Verfahren zum Durchführen eines Schraubvorgangs mit einem Drehschrauber (1) mit einem
eine Antriebsvorrichtung aufweisenden Antriebsteil (3) und mit einem Transmissionsteil
(7), wobei das Transmissionsteil eine Drehbewegung der Antriebsvorrichtung an eine
Ausgangswelle (9) überträgt und das Antriebsteil (3) über ein Drehgelenk (5) mit dem
Transmissionsteil (7) verbunden ist, und wobei das Drehgelenk (5) eine Feststellvorrichtung
(19) aufweist, über die das Drehgelenk (5) blockierbar ist, mit folgenden Schritten:
a) Aufsetzen des Drehschraubers (1) auf eine Schraubverbindung
b) Positionieren des Antriebsteils (3) in eine Bedienposition
c) Durchführung der Verschraubung, dadurch gekennzeichnet, dass bei Uberschreiten eines Schwellenwertes eines an der Ausgangswelle (9) anliegenden
Gegendrehmoments die Feststellvorrichtung (19) zum Blockieren des Drehgelenks automatisch
betätigt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass vor Schritt c) folgender Schritt durchgeführt wird:
- Setzen eines an dem Transmissionsteil (7) angeordneten Stützfußes (17) gegen ein
Widerlager.
1. A power screwdriver (1) comprising a drive part (3) having a drive device, and comprising
a transmission part (7), wherein the transmission part (7) transmits a rotary movement
of the drive device to an output shaft (9), and wherein the drive part (3) is connected
to the transmission part (7) via a rotary joint (5) via which the drive part (3) is
rotatable relative to the transmission part (7), wherein the rotary joint (5) comprises
a locking device (19) via which the rotary joint (5) is blockable, and the rotary
joint (5) comprises an input shaft nozzle (29) and a driven shaft (31),
characterized in that
the locking device (19) comprises an actuating element (45) which connects the input
shaft nozzle (29) to the driven shaft (31), wherein, when exceeding a threshold value
of a counter-torque applied to the driven shaft (31), the actuating element (45) actuates
the locking device (19) for blocking.
2. The power screwdriver according to claim 1, characterized in that the locking device (19) comprises a spring element (53), wherein the actuating element
(45) actuates the locking device (19) for blocking against a restoring force of the
spring element (53).
3. The power screwdriver according to claim 2, characterized in that the spring element (53) actuates the locking device (19) into the release position
when the counter-torque applied to the driven shaft (31) falls below a threshold value.
4. The power screwdriver according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the locking device (19) comprises a holding element (35) and a blocking element (37),
wherein, when the rotary joint (5) is blocked, the blocking element (37) engages the
holding element (35) in a form-locking manner.
5. The power screwdriver according to claim 4, characterized in that, for blocking the locking device (19), the actuating device (41) adjusts the blocking
element (43) and the holding element (35) relative to each other in axial direction
of the rotary joint (5).
6. The power screwdriver according to claim 5, characterized in that the actuating element (45) is configured as a shaft element, wherein the input shaft
nozzle (29) and the driven shaft (31) radially mount the shaft element, wherein, when
exceeding the threshold value of the counter-torque applied to the driven shaft (31)
the input shaft nozzle (29) and/or the driven shaft (31) shifts the shaft element
in axial direction.
7. The power screwdriver according to claim 6, characterized in that the input shaft nozzle (29) is connected to the shaft element via at least a first
pin (47) for transmitting a torque, and the driven shaft (31) is connected to the
shaft element via at least a second pin (49) for transmitting a torque, wherein the
first pin (47) is guided in a first oblong hole (47a), and the second pin (49) is
guided in a second oblong hole (49a), and wherein the first and/or the second oblong
hole (47a,49a) has a slope in axial direction of the rotary joint (5).
8. The power screwdriver according to claim 5 or 6, characterized in that the actuating element (45) is configured as a hollow shaft, and the input shaft nozzle
(29) and the driven shaft (31) are inserted into the actuating element (45).
9. The power screwdriver according to any one of claims 5 to 8, characterized in that the actuating element (45) has a circumferential projection (45a) which shifts the
blocking element (37).
10. The power screwdriver according to any one of claims 5 to 9, characterized in that the blocking element (37) and the holding element (35) each have a crown gear shape,
and an axial bearing (51) is arranged between the actuating element (45) and the blocking
element (37).
11. The power screwdriver according to any one of claims 5 to 10, characterized in that the spring element (53) is arranged between the blocking element (37) and the holding
element (35).
12. The power screwdriver according to any one of claims 7 to 11, characterized in that the first pin (47) is configured as a bolt which engages the input shaft nozzle (29)
and/or that the second pin (49) is configured as a bolt which engages the driven shaft
(31).
13. The power screwdriver according to any one of claims 5 to 12, characterized in that the blocking element (37) is mounted via a plain bearing (41).
14. A method for performing a screwing operation using a power screwdriver (1) comprising
a drive part (3) having a drive device, and comprising a transmission part (7), wherein
the transmission part transmits a rotary movement of the drive device to an output
shaft (9), and the drive part (3) is connected to the transmission part (7) via a
rotary joint (5), and wherein the rotary joint (5) comprises a locking device (19)
via which the rotary joint (5) is blockable, the method comprising the following steps:
a) placing the power screwdriver (1) in engagement with a screw connection
b) positioning the drive part (3) into an operating position
c) conducting the screwing
characterized in that
when exceeding a threshold value of a counter-torque applied to the output shaft (9),
the locking device (19) is automatically actuated for blocking the rotary joint.
15. The method according to claim 14,
characterized in that, prior to step c), the following step is performed:
- setting a support foot (17) arranged on the transmission part (7) against an abutment.
1. Visseuse (1) dotée d'une partie d'entraînement (3) comportant un dispositif d'entraînement
et d'une partie de transmission (7), dans laquelle la partie de transmission (7) transmet
à un arbre de sortie (9) un mouvement de rotation du dispositif d'entraînement et
dans laquelle la partie d'entraînement (3) est reliée à la partie de transmission
(7) par le biais d'une articulation rotative (5), par le biais de laquelle la partie
d'entraînement (3) peut être mise en rotation par rapport à la partie de transmission
(7), dans laquelle l'articulation rotative (5) comporte un dispositif de verrouillage
(19) par le biais duquel l'articulation rotative (5) peut être bloquée et l'articulation
rotative (5) comporte un raccord pour arbre d'entrée (29) et un arbre entraîné (31),
caractérisée en ce que
le dispositif de verrouillage (19) comporte un élément d'actionnement (45), lequel
relie le raccord pour arbre d'entrée (29) à l'arbre entraîné (31), dans laquelle en
cas de dépassement d'une valeur seuil d'un couple de réaction s'exerçant sur l'arbre
entraîné (31) l'élément d'actionnement (45) actionne le dispositif de verrouillage
(19) pour blocage.
2. Visseuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (19) comporte un élément de ressort (53), dans laquelle
l'élément d'actionnement (45) actionne le dispositif de verrouillage (19) pour blocage
contre une force de rappel de l'élément de ressort (53).
3. Visseuse selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément de ressort (53) actionne le dispositif de verrouillage (19) vers la position
de libération en cas de sous-dépassement d'une valeur seuil du couple de réaction
s'exerçant sur l'arbre entraîné (31) .
4. Visseuse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le dispositif de verrouillage (19) comporte un élément de maintien (35) et un élément
de blocage (37), dans laquelle l'élément de blocage (37) s'engage en complémentarité
de formes dans l'élément de maintien (35) lors du blocage de l'articulation rotative
(5) .
5. Visseuse selon la revendication 4, caractérisée en ce que le dispositif d'actionnement (41), afin de bloquer le dispositif de verrouillage
(19), déplace l'élément de blocage (43) et l'élément de maintien (35) l'un par rapport
à l'autre dans la direction axiale de l'articulation rotative (5).
6. Visseuse selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement (45) est réalisé comme élément d'arbre, dans laquelle le
raccord pour arbre d'entrée (29) et l'arbre entraîné (31) supportent radialement l'élément
d'arbre, dans laquelle le raccord pour arbre d'entrée (29) et/ou l'arbre entraîné
(31) déplace dans la direction axiale l'élément d'arbre en cas de dépassement de la
valeur seuil du couple de réaction s'exerçant sur l'arbre entraîné (31).
7. Visseuse selon la revendication 6, caractérisée en ce que le raccord pour arbre d'entrée (29) est relié par le biais d'au moins un premier
tenon (47) à l'élément d'arbre afin de transmettre un couple et l'arbre entraîné (31)
est relié par le biais d'au moins un deuxième tenon (49) à l'élément d'arbre afin
de transmettre un couple, dans laquelle le premier tenon (47) est guidé dans un premier
trou oblong (47a) et le deuxième tenon (49) est guidé dans un deuxième trou oblong
(49a) et dans laquelle le premier et/ou deuxième trou oblong (47a, 49a) comporte une
pente dans la direction axiale de l'articulation rotative (5).
8. Visseuse selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement (45) est réalisé comme arbre creux et le raccord pour arbre
d'entrée (29) et l'arbre entraîné (31) sont introduits dans l'élément d'actionnement
(45).
9. Visseuse selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement (45) comporte une saillie périphérique (45a), laquelle déplace
l'élément de blocage (37).
10. Visseuse selon l'une des revendications 5 à 9, caractérisée en ce que l'élément de blocage (37) et l'élément de maintien (35) comportent une forme de couronne
dentée et un support axial (51) est respectivement disposé entre l'élément d'actionnement
(45) et l'élément de blocage (37).
11. Visseuse selon l'une des revendications 5 à 10, caractérisée en ce que l'élément de ressort (53) est disposé entre l'élément de blocage (37) et l'élément
de maintien (35).
12. Visseuse selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que le premier tenon (47) est réalisé comme boulon, lequel s'engage dans le raccord pour
arbre d'entrée (29), et/ou en ce que le deuxième tenon (49) est réalisé comme boulon, lequel s'engage dans l'arbre entraîné
(31).
13. Visseuse selon l'une des revendications 5 à 12, caractérisée en ce que l'élément de blocage (37) est supporté par le biais d'un palier lisse (41).
14. Procédé de mise en œuvre d'une opération de vissage avec une visseuse (1) dotée d'une
partie d'entraînement (3) comportant un dispositif d'entraînement et d'une partie
de transmission (7), dans lequel la partie de transmission transmet à un arbre de
sortie (9) un mouvement de rotation du dispositif d'entraînement et dans lequel la
partie d'entraînement (3) est reliée à la partie de transmission (7) par le biais
d'une articulation rotative (5), et dans lequel l'articulation rotative (5) comporte
un dispositif de verrouillage (19) par le biais duquel l'articulation rotative (5)
peut être bloquée, avec les étapes suivantes :
a) placement de la visseuse (1) sur un raccordement à vis
b) positionnement de la partie d'entraînement (3) dans une position de fonctionnement
c) mise en œuvre du vissage, caractérisé en ce qu'en cas de dépassement d'une valeur seuil d'un couple de réaction s'exerçant sur l'arbre
de sortie (9) le dispositif de verrouillage (19) est automatiquement actionné pour
blocage de l'articulation rotative.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que l'étape suivante est mise en œuvre avant l'étape c) :
- placement contre un contre-appui d'un pied de support (17) disposé sur la partie
de transmission (7) .