[0001] Die Erfindung betrifft ein Segmentrad einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Wie z. B. aus der
WO 2012/148576 A1 bekannt ist, werden in der Verpackungsindustrie in einer Vorrichtung zur Dekoration
von jeweils eine zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern zumeist mehrere
Druckwerke verwendet. Dabei überträgt jedes dieser Druckwerke jeweils eine Druckfarbe
auf ein von diesen Druckwerken gemeinsam verwendetes Drucktuch. Die Mantelfläche des
betreffenden Hohlkörpers wird dann durch eine Relativbewegung zwischen der Mantelfläche
des betreffenden Hohlkörpers und dem zuvor insbesondere mehrfarbig eingefärbten Drucktuch,
insbesondere durch ein Abrollen der Mantelfläche des betreffenden Hohlkörpers auf
diesem Drucktuch, mit einem z. B. mehrfarbigen Druckmotiv dekoriert.
[0003] Eine derartige Vorrichtung zum Bedrucken oder zur Dekoration von insbesondere jeweils
eine vorzugsweise zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern wird z. B. in
Verbindung mit einer i. d. R. mehrere Arbeitsstationen aufweisenden Anlage zur Fertigung
solcher Hohlkörper verwendet, wobei das Bedrucken bzw. die Dekoration der Hohlkörper
durch ein Druckverfahren erfolgt, weshalb diese Hohlkörper allgemein auch als Druckprodukte
bezeichnet werden können. In einer solchen Anlage werden die zu bedruckenden Hohlkörper
in einer Massenfertigung mit z. B. mehreren hundert oder gar einigen tausend Stück
pro Minute, z. B. zwischen 1.500 und 3.000 Stück pro Minute gefertigt. Derartige Hohlkörper
werden z. B. aus Metall, insbesondere aus Stahl oder Aluminium, oder aus einem Kunststoff
gefertigt. Derartige Hohlkörper aus Metall werden z. B. als Getränkedosen oder als
Aerosoldosen verwendet. Derartige Hohlkörper aus Kunststoff werden z. B. in Form von
thermoplastischen Formkörpern hergestellt und z. B. als Becher zur Verpackung z. B.
von flüssigen oder pastösen Lebensmitteln, insbesondere von Molkereierzeugnissen oder
von Getränken verwendet. Der jeweilige Hohlkörper kann aber auch ein entweder aus
einem Kunststoff oder aus Aluminium gefertigter runder Tubenkörper sein, wobei unter
einer Tube ein längliches, festes, aber formbares Behältnis verstanden wird, welches
zum Befüllen mit einer insbesondere pastenartigen Substanz vorgesehen ist. Tuben aus
Aluminium werden z. B. in einem Rückwärtsfließpressverfahren hergestellt. Tuben aus
Kunststoff werden z. B. mittels Extrusion jeweils als nahtlose Tuben hergestellt.
Eine weitere Art von in einer vorgenannten Vorrichtung zu bedruckenden Hohlkörpern
können aus Glas gefertigte vorzugsweise zylindrische Behälter oder Gefäße sein, z.
B. Flaschen oder Flakons.
[0004] Getränkedosen werden vorzugsweise aus Aluminium gefertigt und sind i. d. R. so genannte
Zweiteildosen, bei denen ein zirkularer Boden zusammen mit einem vorzugsweise geraden
Zylindermantel jeweils aus einem einzigen Werkstück, d. h. aus einem so genannten
Butzen (engl. Slugs) oder aus einer Ronde, d. h. einer kreisrunden Scheibe, in einem
Umformverfahren, z. B. in einem Kaltfließpressverfahren oder in einem Zugdruckumformverfahren,
vorzugsweise durch Tiefziehen, insbesondere durch Abstrecktiefziehen, zu einem einseitig
offenen Hohlkörper, d. h. zu einer so genannten Rohdose gefertigt werden und wobei
in einem letzten Fertigungsschritt ein zirkularer Deckel auf den Zylindermantel aufgesetzt
und durch Umbördelung mit dem Zylindermantel luftdicht verbunden wird.
[0005] Eine weitere Dosenart sind Weißblechdosen. Weißblech ist ein verzinntes Stahlblech.
Zur Herstellung von Weißblechdosen beträgt die Dicke des Stahlblechs z. B. 0,15 mm
bis 0,49 mm, die Dicke der Zinnschicht z. B. 0,2 µm bis 0,8 µm, wobei der Zinnüberzug
dem Korrosionsschutz dient. Bei Weißblechdosen handelt es sich um so genannte Dreiteildosen.
Um den Mantel einer Weißblechdose herzustellen, wird ein rechteckiger Streifen aus
Stahlblech zu einem vorzugsweise geraden Zylindermantel gebogen, wobei die Enden dieses
zu einem Zylindermantel gebogenen Streifens in einem Stumpfstoß verschweißt werden.
Anschließend werden ein zirkularer Boden und ein zirkularer Deckel auf den Zylindermantel
aufgesetzt und die Ränder umgebördelt. Um für die betreffende Weißblechdose eine höhere
Festigkeit gegen Eindrücken zu erhalten, besitzen z. B. alle drei Teile, d. h. der
Zylindermantel, der Boden und der Deckel vorzugsweise ein Wellenprofil.
[0006] Eine Aerosoldose, die auch als Sprühdose oder Spraydose bezeichnet wird, ist eine
Metalldose zum Versprühen von Flüssigkeiten. In einer Aerosoldose steht die eingefüllte
Flüssigkeit unter Druck, wobei als Treibgas zum Ausbringen der betreffenden Flüssigkeit
aus der betreffenden Dose z. B. Propan, Butan, Dimethylether oder Gemische daraus
oder auch komprimierte Luft oder Stickstoff zum Einsatz kommt.
[0007] Die vorgenannte
WO 2012/148576 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Dekoration von Dosen, wobei eine Anordnung von mehreren
Druckwerken mit jeweils einem Farbwerk zur mehrfarbigen Dekoration einer Vielzahl
von Dosen vorgesehen ist, wobei jedes der zu einem der Druckwerke gehörenden Farbwerke
jeweils einen Farbkasten zur Bereitstellung von Druckfarbe aufweist, wobei in jedem
Farbkasten jeweils eine Farbkastenwalze zur Aufnahme der Druckfarbe aus dem betreffenden
Farbkasten vorgesehen ist, wobei in jedem Farbwerk jeweils ein Farbduktor vorgesehen
sind, wobei der Farbduktor jeweils Druckfarbe von der betreffenden Farbkastenwalze
aufnimmt, wobei in einem in dem betreffenden Farbwerk dem jeweiligen Farbduktor nachfolgenden
Walzenzug mehrere changierende Farbreiberwalzen und mehrere jeweils mit mindestens
einer der Farbreiberwalzen zusammenwirkende Farbübertragungswalzen vorgesehen sind,
wobei für jedes Farbwerk jeweils ein Plattenzylinder mit mindestens einer Druckplatte
vorhanden ist, wobei mit dem jeweiligen Plattenzylinder zum Auftragen der Druckfarbe
jeweils nur eine einzige Farbauftragswalze zusammenwirkt.
[0008] Durch die
US 5,233,922 A ist ein Segmentrad einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern bekannt, wobei
am Umfang dieses Segmentrades mehrere Segmente ausgebildet sind, wobei an mindestens
einem Segment jeweils ein Drucktuch zum Bedrucken der Hohlkörper angeordnet ist, wobei
das Segmentrad einen Grundkörper aufweist, wobei jedes Segment relativ zu dem Grundkörper
schwenkbar angeordnet ist.
[0009] Auch die
DE 1 225 201 B betrifft ein Segmentrad einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern, wobei am
Umfang dieses Segmentrades mehrere Segmente ausgebildet sind, wobei an mindestens
einem Segment jeweils ein Drucktuch zum Bedrucken der Hohlkörper angeordnet ist, wobei
das Segmentrad einen Grundkörper aufweist, wobei jedes Segment relativ zu dem Grundkörper
schwenkbar angeordnet ist. Die Segmente können ein- oder mehrteilig ausgeführt sein.
Im Fall einer zweiteiligen Ausführung sind die beiden Teile des betreffenden Segmentes
mittels Schrauben miteinander verbunden. Die Segmente sind über ein Drehlager mit
dem Grundkörper verbunden.
[0010] Durch die nachveröffentlichte
DE 10 2016 201 137 A1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern mit einem an seinem Umfang mehrere
Segmente aufweisenden Segmentrad bekannt, wobei an mindestens einem Segment des Segmentrades
jeweils ein Drucktuch zum Bedrucken der Hohlkörper angeordnet ist.
[0011] Durch die
WO 2004/109581 A2 ist eine Vorrichtung zur Ausführung eines kontaktlosen Digitaldruckverfahrens, z.
B. eines Inkjet-Druckverfahrens bekannt, um runde Objekte, insbesondere Zweiteildosen,
ohne Verwendung eines Drucktuchs bedarfsweise individuell zu bedrucken, wobei vorzugsweise
mehrere Druckköpfe vorgesehen sind, die jeweils eine einzige Druckfarbe verdrucken.
[0012] Durch die
DE 10 2006 004 568 A1 ist ein Kurzfarbwerk für eine Druckmaschine bekannt, enthaltend einen Druckformzylinder,
eine mit dem Druckformzylinder zusammenwirkende Farbauftragswalze und eine die Farbauftragswalze
kontaktierende Rasterwalze, der eine Einrichtung zur Farbzuführung zugeordnet ist,
wobei mindestens eine Egalisierwalze zwischen dem Ort der Farbzuführung und dem Berührungsspalt
zwischen der Rasterwalze und der Farbauftragswalze, bezogen auf die Drehrichtung der
Rasterwalze, angeordnet ist, wobei die Einrichtung zur Farbzuführung als eine Kammerrakel
ausgebildet ist.
[0013] Durch die
DE 101 60 734 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, welche mindestens eine Druckform, ein Feuchtwerk
zum Einfeuchten der Druckform mit einem Feuchtmittel, ein Farbwerk zum Einfärben der
Druckform mit einer Druckfarbe und eine Entfeuchtungseinrichtung mit einer Heizwalze
(Temperierwalze) zum Verringern eines zusammen mit der Druckfarbe geförderten Anteiles
des Feuchtmittels umfasst, wobei das Farbwerk als ein heberloses Kurzfarbwerk ausgebildet
ist, wobei eine Farbwerkswalze des Farbwerkes eine erste Abrollkontaktstelle aufweist,
an welcher die Farbwerkswalze mit der Heizwalze in Abrollkontakt steht, wobei die
Farbwerkswalze eine zweite Abrollkontaktstelle aufweist und wobei ein kürzester Förderweg
der Druckfarbe von der Farbwerkswalze zur Druckform durch höchstens eine Zwischenwalze
vorgegeben ist.
[0014] Durch die
DE 32 32 780 A1 ist ein Farbwerk für Offsetdruckmaschinen zum Bedrucken von Bogen oder Bahnen mit
einem Plattenzylinder bekannt, der die benötigte Farbe von höchstens zwei Farbauftragwalzen
mit elastischer Oberfläche erhält, die mit einem Farbzylinder zusammenwirken, dem
die Farbe über ein Farbzuführsystem zugeführt wird, das einen kontinuierlichen Farbfilm
erzeugt, wobei dem Farbzylinder eine Farbauftragswalze mit nahezu gleichem Durchmesser
wie der Plattenzylinder nachgeordnet ist, wobei dem Farbzylinder ein Feuchtwerk mit
mindestens einer das Feuchtmittel übertragenden Walze zugeordnet ist und wobei die
Übertragung des Feuchtmittels auf den Farbzylinder in Drehrichtung desselben nach
dem Farbauftrag und vor dessen Kontaktstelle mit der Farbauftragswalze erfolgt.
[0015] Durch die
DE 10 2006 048 286 A1 ist ein Verfahren zum Antreiben eines Druckwerks mit einem Kurzfarbwerk in einer
Verarbeitungsmaschine mit einer Rasterwalze und einer zugeordneten Rakeleinrichtung
und einer der Rasterwalze nachgeordneten Farbauftragswalze bekannt, welcher in Farbflussrichtung
ein Platten-/Formzylinder nachgeordnet ist, wobei der Platten-/Formzylinder mit einem
Gummituchzylinder und der Gummituchzylinder mit einem den Bedruckstoff führenden Druckzylinder
in Wirkverbindung ist, wobei die Rasterwalze mit einem Einzelantrieb angetrieben wird,
wobei im Druck-/Lackierbetrieb vom Hauptantrieb ein Eintrieb auf ein Antriebsrad des
Druckzylinders und ein Antriebsrad des Gummituchzylinders und ein zweites und erstes
Antriebsrad des Platten-/Formzylinders sowie ein Antriebsrad der Farbauftragswalze
und ein Antriebsrad der Rasterwalze eingespeist wird, wobei der Einzelantrieb der
Rasterwalze inaktiv ist, und wobei im Rüstbetrieb die Antriebsverbindung zum Hauptantrieb
zwischen ersten Antriebsrad und zweiten Antriebsrad des Platten-/ Formzylinders getrennt
wird, der Einzelantrieb der Rasterwalze aktiviert wird und mittels Einzelantrieb ein
Antriebsmoment auf das Antriebsrad der Rasterwalze und das Antriebsrad der Farbauftragswalze
und das erste Antriebsrad des Platten-/Formzylinders eingebracht wird.
[0016] Durch die
DE 196 24 440 A1 ist eine Einrichtung zum Füllen von Vertiefungen eines Zylinders einer Druckmaschine
mit einer Flüssigkeit bekannt, wobei an dem Zylinder mindestens zwei Rakeleinrichtungen
zum Füllen von Vertiefungen des Zylinders mit der Flüssigkeit angeordnet sind, wobei
eine mit einem Fördersystem verbundene Auftragsvorrichtung für die Flüssigkeit und
eine dieser in Drehrichtung des Zylinders nachgeordnete Arbeitsrakel vorgesehen sind,
wobei die Rakeln an einem Balken befestigt sind, wobei die abgerakelte Flüssigkeit
zu einer Auffangwanne abgeleitet wird.
[0017] Durch die
DE 89 12 194 U1 ist ein Farbwerk zum Einsatz in einer Druckmaschine mit einem an eine Rasterwalze
anstellbaren Arbeitsrakelmesser sowie einer Farbwanne mit Farbfördermitteln bekannt,
wobei das Arbeitsrakelmesser, die Farbwanne und die Mittel zum Fördern der Farbe zur
Rasterwalze zu einer Baueinheit zusammengefasst sind und die Baueinheit an einem an
der Druckmaschine gelagerten Träger lösbar befestigbar ist.
[0018] Durch die
DE 10 2007 052 761 A1 ist ein Anilox-Druckwerk bekannt, welches als Farbwerkswalzen eine Farbauftragswalze
und eine Rasterwalze aufweist, wobei die Rasterwalze an Schwenkhebeln gelagert ist,
wobei die Rasterwalze und die Farbauftragswalze jeweils Schmitzringe aufweisen, wobei
eine zum Andrücken der Schmitzringe der einen an die Schmitzringe der anderen Farbwerkswalze
angeordnete Einrichtung Federn zum Ausgleichen von fertigungstoleranzbedingten Durchmesserdifferenzen
aufweist.
[0019] Durch die
DE 43 00 683 A1 ist ein Farbwerk einer Rotationsdruckmaschine mit einer Farbauftragswalze mit in
ihrer Mantelfläche ausgebildeten Ringnuten bekannt.
[0020] Durch die
US 516,620 ist eine Reibwalze mit mehreren in Axialrichtung nebeneinander angeordneten elastischen
Ringen bekannt.
[0021] Durch die
DE 28 51 426 A1 ist eine Vorrichtung zum Bedrucken jeweils einer Mantelfläche von Hohlkörpern bekannt,
wobei eine die zu bedruckenden Hohlkörper um eine Rotationsachse transportierende
Transporteinrichtung vorgesehen ist, wobei mehrere Druckwerke vorgesehen sind, wobei
jeder zu bedruckende Hohlkörper mit der Transporteinrichtung in einen Druckbereich
von mindestens einem der Druckwerke transportierbar ist, wobei zumindest eines der
Druckwerke einen Druckformzylinder und ein Farbwerk mit einer einzigen Farbauftragswalze
aufweist.
[0022] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Segmentrad einer Vorrichtung zum Bedrucken
von Hohlkörpern zu schaffen, mit dem eine Produktionsanpassung an ein verändertes
Format der Hohlkörper wirtschaftlich ausführbar ist. Auch kleinere Losgrößen, die
aufgrund des nach kurzer Produktionsdauer anstehenden Dekorwechsels zu einem häufigen
Umrüsten der Produktionsanlage führen, sollen wirtschaftlich und effizient produziert
werden können.
[0023] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Segmentrad mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen
der gefundenen Lösung.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher beschrieben. Mit der Erfindung erzielbare Vorteile sind in Verbindung
mit dem Ausführungsbeispiel erwähnt.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils eine Mantelfläche aufweisenden
Hohlkörpern;
- Fig. 2
- ein Farbwerk insbesondere für die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung in einer ersten
Betriebsstellung;
- Fig. 3
- das Farbwerk insbesondere für die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung in einer zweiten
Betriebsstellung;
- Fig. 4
- ein Kammerrakelsystem insbesondere für das in den Fig. 2 und 3 dargestellte Farbwerk;
- Fig. 5
- einen Plattenwechsler in einer ersten Betriebsstellung;
- Fig. 6
- den Plattenwechsler der Fig. 5 in einer zweiten Betriebsstellung;
- Fig. 7
- eine Speichereinrichtung für Drucktücher;
- Fig. 8
- eine Einrichtung für einen senkrechten Transport der Speichereinrichtung gemäß der
Fig. 7;
- Fig. 9
- eine Einrichtung für einen waagerechten Transport von jeweils einem der Drucktücher
zwischen der Speichereinrichtung gemäß der Fig. 7 und einem Montageort an einem Segmentrad
in der Vorrichtung gemäß der Fig. 1;
- Fig. 10
- die Speichereinrichtung der Fig. 7 in ihrem an der für ihren senkrechten Transport
vorgesehenen Einrichtung angeordneten Betriebszustand;
- Fig. 11
- die Einrichtung für einen waagerechten Transport von jeweils einem der Drucktücher
gemäß Fig. 9 im Querschnitt mit einem aufgestellten Spachtel zum Abnehmen eines gebrauchten
Drucktuchs vom Segmentrad;
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung der Einrichtung für einen waagerechten Transport
von jeweils einem der Drucktücher gemäß Fig. 9 mit dem aufgestellten Spachtel;
- Fig. 13
- die Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils eine Mantelfläche aufweisenden
Hohlkörpern gemäß der Fig. 1 mit einer schematischen Darstellung der Segmente des
Segmentrades;
- Fig. 14
- eine perspektivische Einzeldarstellung des Segmentrades mit seiner Welle;
- Fig. 15
- eine perspektivische Einzeldarstellung des das Segmentrad rotativ antreibenden Antriebs;
- Fig. 16
- eine Schnittdarstellung des Segmentrades mit seinem Antrieb im in der Vorrichtung
zum Bedrucken von Hohlkörpern angeordneten Zustand;
- Fig. 17
- eine Produktionsabfolge zur Herstellung von einem Farbverlauf an einem Hohlkörper;
- Fig. 18
- eine hybride Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern;
- Fig. 19
- das Segmentrad mit auswechselbaren Segmenten;
- Fig. 20
- ein einzelnes wechselbares Segment.
[0026] Das Bedrucken insbesondere der Mantelfläche eines Hohlkörpers mit einem z. B. mehrfarbigen
Druckmotiv, d. h. mindestens einem Druckbild, erfolgt in einer bevorzugten Ausführung
in einem Hochdruckverfahren. Alternative Druckverfahren sind z. B. ein Siebdruckverfahren
oder ein Offsetdruckverfahren oder ein druckformloses Digitaldruckverfahren. Im Folgenden
wird die Erfindung beispielhaft in Verbindung mit einem Hochdruckverfahren beschrieben.
Zur Ausführung des Hochdruckverfahrens wird als Druckform ein Druckklischee auf einer
Mantelfläche eines Plattenzylinders angeordnet. Das für den Druckprozess einsatzfertige
Druckklischee ist eine Druckform mit einem Druckrelief, wobei dieses Druckrelief das
für den Druckprozess vorgesehene Druckbild gespiegelt wiedergibt, wobei in einem störungsfreien
Druckbetrieb nur das Druckrelief an der Übertragung der dem Plattenzylinder vom Farbwerk
zugeführten Druckfarbe auf das Drucktuch beteiligt ist. Die Druckform bzw. das Druckklischee
weist einen plattenförmigen vorzugsweise biegsamen Träger endlicher Länge z. B. aus
einem Stahlblech auf, wobei auf diesem Träger ein insbesondere flexibler Druckkörper
angeordnet ist. Zumindest die in Umfangsrichtung des Plattenzylinders gegenüberliegenden
Enden des Trägers können z. B. entsprechend der Krümmung der Mantelfläche des Plattenzylinders
vorgebogen oder auch abgewinkelt sein, um eine leichtere Montage der Druckform, d.
h. hier insbesondere des Druckklischees auf dem Plattenzylinder zu ermöglichen. Der
Träger der Druckform bzw. des Druckklischees hat eine Dicke im Bereich von z. B. 0,2
mm bis 0,3 mm. Das Druckklischee hat einschließlich seines Trägers eine Gesamtdicke
im Bereich von z. B. 0,7 mm bis 1,0 mm, vorzugsweise etwa 0,8 mm. Der Druckkörper
ist z. B. aus einem Kunststoff gebildet. Der Druckkörper wird zur Herstellung des
für den Druckprozess einsatzfähigen Druckklischees z. B. mit einem das Druckbild wiedergebenden
Negativfilm belichtet, wobei nicht belichtete Stellen anschließend vom Druckkörper
z. B. durch Auswaschen oder mittels eines Lasers entfernt werden.
[0027] Eine Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von insbesondere jeweils eine
vorzugsweise zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern weist vorzugsweise
mehrere, z. B. acht oder zehn oder noch mehr Druckwerke - auch Druckstationen genannt
- auf, wobei mindestens eines dieser Druckwerke, in der bevorzugten Ausführung alle
diese Druckwerke jeweils einen rotierbaren Druckformzylinder, insbesondere einen als
Plattenzylinder ausgebildeten Druckformzylinder aufweisen. Dabei sind die Druckwerke
oder Druckstationen und gegebenenfalls auch die Druckformzylinder in dieser Vorrichtung
jeweils in einem Gestell gelagert und können in demselben Druckprozess verwendet werden,
um auf demselben Hohlkörper ein entsprechend der Zahl der beteiligten Druckwerke bzw.
Druckformzylinder mehrfarbiges Druckmotiv auszubilden. Die Lagerung der Druckformzylinder
bzw. Plattenzylinder ist jeweils vorzugsweise als eine fliegende Lagerung ausgebildet,
wobei der betreffende Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder an einer seiner Stirnseiten
jeweils z. B. auf einem vorzugsweise konischen Zapfen gelagert ist. An der Mantelfläche
jeden Plattenzylinders ist i. d. R. jeweils nur ein einziges Druckklischee angeordnet,
wobei der Träger des Druckklischees den Umfang des betreffenden Plattenzylinders vollständig
oder zumindest größtenteils, insbesondere zu mehr als 80% umspannt. Eine in Umfangsrichtung
des betreffenden Plattenzylinders gerichtete Länge des Druckkörpers des Druckklischees
ist vorzugsweise kürzer ausgebildet als der Umfang des betreffenden Plattenzylinders.
Die Druckform bzw. das Druckklischee ist mittels seines Trägers insbesondere magnetisch
an der Mantelfläche eines jeden Plattenzylinders angeordnet oder zumindest anordenbar,
d. h. die Druckform bzw. das Druckklischee wird dort vorzugsweise magnetisch, d. h.
mittels einer magnetischen Haltekraft gehalten. In einer alternativen oder ergänzenden
Ausführungsvariante der Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils
eine vorzugsweise zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern ist mindestens
eines der Druckwerke oder es sind auch mehrere dieser Druckwerke jeweils als ein in
einem Digitaldruckverfahren druckformlos druckendes Druckwerk ausgebildet, wobei ein
solches Druckwerk insbesondere mindestens einen Inkjetdruckkopf oder einen Laser aufweist.
[0028] Die insbesondere gleichzeitige Übertragung von mehreren Druckfarben insbesondere
auf die Mantelfläche des betreffenden Hohlkörpers erfordert, dass diese Farbübertragung
registerhaltig erfolgt, um im Druckprozess eine gute Druckqualität zu erzielen. Für
eine registerhaltige Anordnung der Druckform bzw. des Druckklischees auf der Mantelfläche
des betreffenden Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders sind in der bevorzugten
Ausführung an der Mantelfläche des betreffenden Druckformzylinder bzw. Plattenzylinders
vorzugsweise mehrere z. B. in ihrer jeweiligen Position jeweils einstellbare Passstifte
vorgesehen, welche in korrespondierende an der Druckform bzw. an dem Druckklischee
ausgebildete Aussparungen greifen und der Druckform bzw. dem Druckklischee dadurch
bei ihrer bzw. seiner Anordnung auf der Mantelfläche des betreffenden Druckformzylinders
bzw. Plattenzylinders dort eine definierte Position geben. In einer bevorzugten Ausführung
hat jeder Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder jeweils einen Durchmesser im Bereich
zwischen 100 mm und 150 mm, insbesondere zwischen 120 mm und 130 mm, wobei eine axiale
Länge des betreffenden Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders jeweils z. B. zwischen
200 mm und 250 mm, insbesondere zwischen 200 mm und 220 mm beträgt. Das auf der Mantelfläche
des betreffenden Plattenzylinders anzuordnende Druckklischee hat eine in Axialrichtung
des betreffenden Plattenzylinders gerichtete Breite im Bereich von 150 mm bis 200
mm, vorzugsweise etwa 175 mm.
[0029] Jeder der im Druckprozess verwendeten z. B. als Plattenzylinder ausgebildeten Druckformzylinder
überträgt mit seiner Druckform bzw. mit seinem Druckklischee jeweils eine bestimmte
Druckfarbe auf ein Drucktuch. Bei den verwendeten Druckfarben handelt es sich i. d.
R. um vorgemischte, insbesondere kundenspezifische Sonderfarben, die hinsichtlich
ihrer jeweiligen Verdruckbarkeit in besonderer Weise auf den Werkstoff des zu bedruckenden
Hohlkörpers abgestimmt sind, je nachdem, ob eine Oberfläche z. B. aus Aluminium, einem
Weißblech oder einem Kunststoff bedruckt wird. In einer bevorzugten Ausführung einer
Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils z. B. eine zylindrische
Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern ist eine Druckfarbe von der Druckform bzw. dem
Druckklischee auf die Mantelfläche des betreffenden Hohlkörpers übertragende Einrichtung
vorgesehen. Diese Druckfarbe übertragende Einrichtung ist vorzugsweise als ein um
eine insbesondere horizontale Achse rotierendes Segmentrad ausgebildet, wobei an der
Peripherie dieses Segmentrades, d. h. an seinem Umfang hintereinander vorzugsweise
mehrere, z. B. acht, zehn, zwölf oder noch mehr Drucktücher angeordnet oder zumindest
anordenbar sind. Die Druckfarbe übertragende Einrichtung kann als Alternative zum
Segmentrad je nach verwendetem Druckverfahren aber auch als eine Dekorationstrommel
oder als ein Drucktuchzylinder oder als ein Übertragungszylinder ausgebildet sein,
die zumindest beim Drucken jeweils um eine Rotationsachse rotierbar sind. Die Anordnung
der Drucktücher am Umfang des Segmentrades erfolgt bislang dadurch, dass die Drucktücher
am Umfang des Segmentrades jeweils z. B. durch eine stoffschlüssige Verbindung, vorzugsweise
durch eine Klebung angebracht sind. Die vorzugsweise mehreren Druckformzylinder bzw.
Plattenzylinder sind jeweils radial an die an dem Umfang des betreffenden Segmentrades
angeordneten Drucktücher angestellt oder zumindest anstellbar. In einer besonders
bevorzugten Ausführung einer Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils
eine z. B. zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern ist am Umfang des Segmentrades
hintereinander eine größere Anzahl von Drucktücher angeordnet, als jeweils an das
Segmentrad radial angestellte oder zumindest anstellbare Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder
vorgesehen sind. Die vorzugsweise karussellartig ausgebildete Druckfarbe übertragende
Einrichtung, insbesondere das Segmentrad hat einen Durchmesser von z. B. 1.400 mm
bis 1.600 mm, vorzugsweise etwa 1.520 mm bis 1.525 mm, und weist bei z. B. acht zugeordneten
Druckformzylindern bzw. Plattenzylindern an seinem Umfang hintereinander z. B. zwölf
Drucktücher auf. Die Oberfläche eines jeden Druckklischees ist vorzugsweise mit einer
größeren Härte ausgebildet als die Härte der jeweiligen Oberfläche der Drucktücher.
Die Oberfläche der Drucktücher ist vorzugsweise plan, d. h. ohne eine Profilierung
ausgebildet. In einem Betriebszustand, in dem die an dem Druckprozess beteiligten
Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder jeweils an die Drucktücher des rotativ angetriebenen
Segmentrades radial angestellt sind, rollen die jeweiligen Druckformen dieser Druckformzylinder
bzw. die jeweiligen Druckklischees dieser Plattenzylinder auf den mit dem Segmentrad
bewegten Drucktüchern ab, wobei die Druckklischees zumindest ihr Druckrelief jeweils
z. B. 0,2 mm bis 0,25 mm tief in das jeweilige Drucktuch eindrücken und dadurch in
dem betreffenden Drucktuck eine sich in Axialrichtung des Segmentrades erstreckende
Abplattung, d. h. einen Walzenstreifen erzeugen. Eine Intensität der Abplattung ist
z. B. vor oder zu Beginn eines Druckprozesses z. B. mittels einer Fernbetätigung durch
eine Einstellung einer von dem betreffenden Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder
auf das betreffende Drucktuch des Segmentrades ausgeübten Anpresskraft einstellbar
bzw. wird derart eingestellt.
[0030] Die hier beispielhaft zu bedruckenden Hohlkörper, z. B. die zu bedruckenden Zweiteildosen,
werden z. B. mittels einer die zu bedruckenden Hohlkörper vorzugsweise entlang zumindest
eines Teils einer Kreisbahn, d. h. eines Kreisbogens um eine Rotationsachse transportierenden
Transporteinrichtung, vorzugsweise mittels eines Zuführrades, insbesondere mittels
eines Mandrelrades kontinuierlich oder in einem eingestellten Takt an jeweils zumindest
eines der zur Vorrichtung zum Bedrucken jeweils einer Mantelfläche von Hohlkörpern
gehörenden Druckwerke herangeführt und damit in einen Druckbereich von mindestens
einem dieser Druckwerke transportiert. Beispielsweise werden die zu bedruckenden Hohlkörper
mittels der z. B. als Zuführrad ausgebildeten Transporteinrichtung an jeweils zumindest
eines der z. B. auf dem Segmentrad angeordneten Drucktücher herangeführt, oder die
zu bedruckenden Hohlkörper werden mittels dieser Transporteinrichtung jeweils direkt
und unmittelbar, d. h. ohne Zuhilfenahme einer z. B. als Segmentrad ausgebildeten
Druckfarbe übertragenden Einrichtung in den jeweiligen Druckbereich von mindestens
einem dieser Druckwerke transportiert, was der Fall ist, wenn das betreffende Druckwerk
in einem Direktdruckverfahren, z. B. in einem Inkjetdruckverfahren druckt.
[0031] Das wie z. B. das Segmentrad gleichfalls um eine vorzugsweise horizontale Achse rotierende
Zuführrad oder Mandrelrad weist konzentrisch zu seiner Umfangslinie in vorzugsweise
äquidistanter Verteilung mehrere, z. B. 24 oder 36 Halter z. B. jeweils in Form eines
aus einer Stirnseite des Mandrelrades auskragenden Aufspanndorns oder einer Spindel
auf, wobei von jedem Halter jeweils einer der zu bedruckenden Hohlkörper gehalten
wird oder zumindest gehalten werden kann. Eine als Mandrelrad ausgebildete Transporteinrichtung
wird mitunter auch als ein Drehtisch mit Spindeln bezeichnet. Ein Mandrelrad ist z.
B. in der
EP 1 165 318 A1 beschrieben. Eine Beschreibung geeigneter Halter, Spindeln bzw. Aufspanndorne findet
sich z. B. in der
WO 2011/156052 A1. Im Folgenden wird jeder Aufspanndorn kurz als Dorn bezeichnet. Eine Längsachse jeden
Dorns ist dabei parallel zur Achse des Mandrelrades gerichtet. Im Fall von jeweils
z. B. als eine Zweiteildose ausgebildeten zu bedruckenden Hohlkörpern wird jeder dieser
Hohlkörper z. B. mittels einer Fördereinrichtung, z. B. eines Bandförderers, an die
z. B. als Mandrelrad ausgebildete Transporteinrichtung herangeführt und dort an einer
Übergabestation z. B. mittels Unterdruck saugend auf einen der Dorne des Mandrelrades
aufgestülpt und dann von dem betreffenden Dorn gehalten, während die als Mandrelrad
ausgebildete Transporteinrichtung den jeweiligen zu bedruckenden Hohlkörper z. B.
zu dem mit mindestens einem Drucktuch belegten Segmentrad und damit in Richtung zu
mindestens einem der Druckwerke transportiert oder in einer alternativen Ausführung
z. B. ohne Segmentrad direkt zu mindestens einem der Druckwerke transportiert. I.
d. R. werden dem Mandrelrad mit der Fördereinrichtung in rascher Folge aufeinanderfolgend
eine größere Menge an zu bedruckenden Hohlkörpern zugeführt. Eine solche Fördereinrichtung
ist z. B. in der
EP 1 132 207 A1 beschrieben.
[0032] Zwischen einer Innenwandung des jeweiligen zu bedruckenden Hohlkörpers und der Oberfläche
des betreffenden Dorns des Mandrelrades ist vorzugsweise ein Spalt mit einer Weite
von weniger als 1 mm, z. B. von 0,2 mm ausgebildet, so dass der zu bedruckende Hohlkörper
nicht durch eine Pressung auf dem betreffenden Dorn gehalten wird. Jeder Dorn ist
z. B. mittels eines Motors um seine jeweilige Längsachse rotierbar und insbesondere
auf eine bestimmte Umfangsgeschwindigkeit einstellbar, so dass jeder von einem Dorn
gehaltene zu bedruckende Hohlkörper zusätzlich zur Rotation des Mandrelrades durch
eine eigenständig vom Dorn ausgeführte oder zumindest ausführbare Rotation rotierbar
ist. Das Aufstülpen des zu bedruckenden Hohlkörpers auf einen der Dorne des Mandrelrades
erfolgt vorzugsweise während einer Stillstandsphase des betreffenden Dorns, wobei
der betreffende Dorn während seiner Stillstandsphase keine Drehbewegung um seine eigene
Längsachse ausführt. Die Belegung eines jeden Dorns mit einem zu bedruckenden Hohlkörper
wird vorzugsweise überprüft, z. B. berührungslos mit einem Sensor. Bei einer fehlenden
Belegung eines Dorns mit einem zu bedruckenden Hohlkörper wird das Mandrelrad z. B.
derart bewegt, dass ein Kontakt des betreffenden freien Dorns mit einem Drucktuch
des Segmentrades zuverlässig vermieden wird.
[0033] Zu bedruckende Zweiteildosen werden vor ihrer Zuführung z. B. zum Mandrelrad in einer
dem Mandrelrad vorgelagerten Bearbeitungsstation hergestellt, z. B. aus einer Ronde
tiefgezogen. In einer weiteren Bearbeitungsstation wird an jeder Zweiteildose ihr
Rand an ihrer offenen Stirnseite beschnitten. Jede Zweiteildose wird in weiteren Bearbeitungsstationen
z. B. gewaschen, insbesondere ihr Inneres ausgewaschen, gegebenenfalls werden die
Innenwandung und der Boden der betreffenden Zweiteildose auch lackiert. Zumindest
die äußere Mantelfläche einer jeden Zweiteildose wird z. B. grundiert, insbesondere
mit einer weißen Grundierung. Nach dem Bedrucken ihrer Mantelfläche wird jede Zweiteildose
von ihrem jeweiligen Halter z. B. am Mandrelrad z. B. durch Druckluft oder durch einen
vorzugsweise schaltbaren Magneten abgenommen und mindestens einer dem Mandrelrad nachgeordneten
Bearbeitungsstation zugeführt, z. B. einer Lackierstation zum Lackieren der äußeren
Mantelfläche einer jeden bedruckten Zweiteildose und/oder einer Randbearbeitungsstation.
Die bedruckten Zweiteildosen durchlaufen insbesondere einen Trockner, z. B. einen
Heißlufttrockner, um die mindestens eine auf ihre jeweilige Mantelfläche aufgebrachte
Druckfarbe auszuhärten.
[0034] Der Druckprozess zum Bedrucken insbesondere der jeweiligen Mantelfläche von z. B.
an dem Mandrelrad gehaltenen Hohlkörpern, insbesondere Zweiteildosen, beginnt damit,
dass alle für das auf der jeweiligen Mantelfläche des Hohlkörpers zu druckende Druckbild
erforderlichen Druckfarben jeweils z. B. von dem jeweiligen Druckklischee der z. B.
an das Segmentrad angestellten Plattenzylinder auf dasselbe von einem der am Umfang
des Segmentrades angeordneten Drucktücher aufgetragen werden. Das betreffende derart
mit allen erforderlichen Druckfarben eingefärbte Drucktuch überträgt sodann in einem
Berührungskontakt zwischen Drucktuch und der Mantelfläche des zu bedruckenden Hohlkörpers
diese Druckfarben gleichzeitig während einer einzigen Umdrehung des auf einem der
Dorne des Mandrelrades gehaltenen zu bedruckenden Hohlkörpers um seine Längsachse
auf die Mantelfläche dieses Hohlkörpers. Während der Übertragung der Druckfarben vom
Drucktuch auf die Mantelfläche des Hohlkörpers rotiert der z. B. von einem der Dorne
des Mandrelrades gehaltene zu bedruckende Hohlkörper mit einer betragsgleichen Umfangsgeschwindigkeit
wie das betreffende z. B. am Umfang des Segmentrades angeordnete Drucktuch. Die jeweiligen
Umfangsgeschwindigkeiten von Hohlkörper und Drucktuch bzw. Segmentrad sind demnach
miteinander synchronisiert, wobei der z. B. auf einem der Dorne des Mandrelrades gehaltene
zu bedruckende Hohlkörper z. B. beginnend ab seiner ersten Kontaktstelle mit dem betreffenden
Drucktuch während des Abrollens seiner Mantelfläche auf einer Strecke von den ersten
z. B. 50 mm von der Umfangslänge des Drucktuches aus seinem Stillstand insbesondere
bis zum Erreichen der Umfangsgeschwindigkeit z. B. des Segmentrades entsprechend beschleunigt
wird. Das das betreffende Drucktuch tragende Segmentrad gibt demnach die z. B. an
dem jeweiligen Dorn des Mandrelrades einzustellende Umfangsgeschwindigkeit vor. Auch
die Umfangsgeschwindigkeit des die Druckform tragenden Druckformzylinders oder des
das Druckklischee tragenden Plattenzylinders wird oder ist vorzugsweise in Abhängigkeit
von der Umfangsgeschwindigkeit z. B. des Segmentrades eingestellt. Das Mandrelrad
und das Segmentrad können z. B. von einem selben zentralen Maschinenantrieb angetrieben
und gegebenenfalls mechanisch z. B. über ein Getriebe miteinander gekoppelt. In der
erfindungsgemäßen Ausführungsform sind das Mandrelrad und das Segmentrad jeweils jedoch
durch einen eigenen Antrieb einzeln angetrieben und von einer Steuereinheit in ihrem
jeweiligen Rotationsverhalten gesteuert oder geregelt.
[0035] Insbesondere mit Bezug auf die bisher beschriebene Vorrichtung zum Bedrucken bzw.
zur Dekoration insbesondere von jeweils eine z. B. zylindrische Mantelfläche aufweisenden
Hohlkörpern werden nachfolgend beispielhaft noch verschiedene Einzelheiten erläutert.
Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung vereinfacht und beispielhaft eine
gattungsgemäße Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von insbesondere jeweils
eine vorzugsweise zylindrische Mantelfläche aufweisenden Hohlkörpern 01, z. B. Zweiteildosen
01, wobei diese Hohlkörper 01 mit einer Fördereinrichtung z. B. sequentiell der z.
B. als rotierendes oder zumindest rotierbares Zuführrad, insbesondere als Mandrelrad
02 ausgebildeten Transporteinrichtung zugeführt und dort an dieser Transporteinrichtung
einzeln jeweils an einem Halter gehalten werden. Im Folgenden wird aufgrund des gewählten
Ausführungsbeispiels für die Druckmaschine bzw. der Vorrichtung zum Bedrucken von
Hohlkörpern davon ausgegangen, dass diese Transporteinrichtung vorzugsweise als ein
Mandrelrad 02 ausgebildet ist. Mit dem Mandrelrad 02 wirkt vorzugsweise eine Druckfarbe
übertragende Einrichtung, z. B. ein rotierendes oder zumindest rotierbares Segmentrad
03 zusammen, entlang deren bzw. dessen Umfang hintereinander mehrere Drucktücher angeordnet
sind. In Zuordnung zum beispielhaft genannten Segmentrad 03 sind entlang dessen Umfangslinie
mehrere radial an dieses Segmentrad 03 angestellte oder zumindest anstellbare Druckformzylinder,
insbesondere Plattenzylinder 04 vorgesehen, wobei auf der jeweiligen Mantelfläche
dieser Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 jeweils eine Druckform, insbesondere
ein Druckklischee angeordnet ist, wobei dieses Druckklischee insbesondere zur Ausführung
eines Hochdruckverfahrens geeignet ist. Jedem der Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder
04 wird zur Einfärbung seiner Druckform bzw. seines Druckklischees mittels eines Farbwerks
06 jeweils eine bestimmte Druckfarbe zugeführt. Im Folgenden wird beispielhaft davon
ausgegangen, dass die Druckformzylinder jeweils als ein mindestens ein Druckklischee
tragender Plattenzylinder 04 ausgebildet sind.
[0036] Fig. 2 und 3 zeigen in einer vereinfachten schematischen Darstellung einige Details
des jeweils mit einem Plattenzylinder 04 zusammenwirkenden Farbwerks 06, welches z.
B. zur Verwendung in der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zum Bedrucken bzw. zur
Dekoration insbesondere von jeweils eine vorzugsweise zylindrische Mantelfläche aufweisenden
Hohlkörpern 01 vorgesehen ist. Das hier vorgeschlagene Farbwerk 06 weist für den Farbtransport
von einem Farbreservoir zu dem betreffenden Plattenzylinder 04 in vorteilhafter Weise
einen sehr kurzen, d. h. aus nur wenigen, vorzugsweise maximal aus fünf Walzen bestehenden,
insbesondere zweiwalzigen Walzenzug auf. Im Fall des zweiwalzigen Walzenzuges besteht
dieser Walzenzug nur aus einer einzigen Farbauftragswalze 07 und einer Rasterwalze
08. Ein Farbwerk 06 mit einem maximal aus fünf Walzen bestehenden Walzenzug gehört
zur Gattung der Kurzfarbwerke. Fig. 2 zeigt beispielhaft ein (Kurz-)Farbwerk 06 mit
einem zweiwalzigen Walzenzug in einer ersten Betriebsstellung, bei der die Farbauftragswalze
07 und die Rasterwalze 08 aneinander angestellt, die Farbauftragswalze 07 an den Plattenzylinder
04 angestellt und auch der Plattenzylinder 04 radial an die Druckfarbe vom Plattenzylinder
04 an die Mantelfläche des jeweiligen Hohlkörpers 01 übertragende Einrichtung, insbesondere
an das Segmentrad 03 angestellt sind. Fig. 3 zeigt hingegen für das in der Fig. 2
dargestellte Farbwerk 06 eine zweite Betriebsstellung, bei der die Farbauftragswalze
07 und die Rasterwalze 08 voneinander abgestellt, die Farbauftragswalze 07 vom Plattenzylinder
04 abgestellt und auch der Plattenzylinder 04 von der Druckfarbe übertragenden Einrichtung,
insbesondere von dem Segmentrad 03 abgestellt sind. Auf den An- und Abstellmechanismus
wird später noch eingegangen.
[0037] Der Plattenzylinder 04 und die Rasterwalze 08 sind z. B. jeweils eigenständig jeweils
von einem Motor 11; 12 rotativ angetrieben, insbesondere bei dem bevorzugt verwendeten
in den Fig. 2 und 3 dargestellten Farbwerk 06, wobei der betreffende Motor 11; 12
z. B. in seiner jeweiligen Drehzahl von einer z. B. elektronischen Steuereinheit insbesondere
geregelt oder zumindest regelbar ist. Die z. B. als Segmentrad 03 ausgebildete Druckfarbe
übertragende Einrichtung ist in der bevorzugten Ausführung durch einen eigenen Antrieb
oder in einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform durch einen zentralen Maschinenantrieb
rotativ angetrieben. Die Farbauftragswalze 07 ist bzw. wird z. B. von der Rasterwalze
08 durch Friktion oder ebenfalls eigenständig durch einen Motor rotativ angetrieben.
In der bevorzugten Ausführung sind ein Außendurchmesser d07 der Farbauftragswalze
07 und ein Außendurchmesser d04 des mindestens eine Druckform, insbesondere mindestens
ein Druckklischee tragenden Plattenzylinders 04 betragsmäßig gleich. Auf der Mantelfläche
des Plattenzylinders 04 ist mindestens ein Druckklischee angeordnet oder zumindest
anordenbar, so dass bei der Ausführungsform mit gleichen Außendurchmessern d04; d07
der das Druckklischee tragende Plattenzylinder 04 und die Farbauftragswalze 07 jeweils
eine identische Umfangslänge aufweisen. In der bevorzugten Ausführung sind in der
ersten Betriebsstellung des mit dem Plattenzylinder 04 zusammenwirkenden Farbwerks
06, bei der die Farbauftragswalze 07 und die Rasterwalze 08 aneinander angestellt,
die Farbauftragswalze 07 an den Plattenzylinder 04 angestellt und auch der Plattenzylinder
04 an das Segmentrad 03 angestellt sind, zumindest die jeweiligen Zentren vom Plattenzylinder
04, der Farbauftragswalze 07 und der Rasterwalze 08 entlang einer selben Geraden G
angeordnet. Zur Erfassung der Rotation der Farbauftragswalze 07 ist eine Erfassungseinrichtung
z. B. in Form eines Drehgebers vorgesehen, wobei dieser Drehgeber insbesondere starr
mit einer Welle der Farbauftragswalze 07 verbunden ist. Das vom Drehgeber bei einer
Rotation der Farbauftragswalze 07 generierte Signal wird von der Steuereinheit dazu
verwendet, die Drehzahl der Farbauftragswalze 07 mittels der Rotation der Rasterwalze
08 derart einzustellen oder im Bedarfsfall derart nachzuführen, dass sich ein Gleichlauf
zwischen dem Plattenzylinder 04 und der Farbauftragswalze 07 einstellt bzw. eingestellt
ist, so dass die Umfangsgeschwindigkeit der Farbauftragswalze 07 mit der Umfangsgeschwindigkeit
des Plattenzylinders 04 innerhalb zuvor festgelegter zulässiger Toleranzgrenzen übereinstimmt.
Zur Erreichung dieses Ziels kann vorgesehen sein, dass die Steuereinheit vorzugsweise
während der von ihr ausgeführten Einstellphase die Umfangsgeschwindigkeit der Rasterwalze
08 derart einstellt, dass diese gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit des Plattenzylinders
04 insbesondere kurzzeitig - und damit nicht dauerhaft - eine Vor- oder Nacheilung
aufweist. Durch die Ausgestaltung von Plattenzylinder 04 und Farbauftragswalze 07
mit jeweils betragsmäßig gleicher Umfangslänge und durch die Einstellung des Gleichlaufs
zwischen dem Plattenzylinder 04 und der Farbauftragswalze 07 wird der der Druckqualität
abträgliche Effekt des Schablonierens weitgehend vermieden. Das hier beschriebene
Antriebskonzept mit einer friktionsgetriebenen Farbauftragswalze 07 hat zudem den
Vorteil, dass für die Farbauftragswalze 07 ein eigener Antrieb nicht erforderlich
ist, was Kosten spart und zudem wegen der einfacheren mechanischen Konstruktion z.
B. bei Wartungs- oder Reparaturarbeiten einen Austausch der Farbauftragswalze 07 erleichtert.
Die Farbauftragswalze 07 weist in ihrer bevorzugten Ausführung eine geschlossene,
vorzugsweise gummierte Mantelfläche auf. Die Rasterwalze 08 weist eine z. B. mit einer
Keramik beschichtete Mantelfläche auf, wobei in der Keramikschicht eine Haschur von
z. B. 80 Linien pro Zentimeter axialer Länge der Rasterwalze 08 oder eine Näpfchenstruktur
ausgebildet ist. Um mit der Rasterwalze 08 mit jeder ihrer Umdrehungen jeweils eine
Einspeisung einer möglichst großen Menge an Druckfarbe in den Walzenzug des Farbwerks
06 zu ermöglichen, ist der Außendurchmesser d08 der Rasterwalze 08 vorzugsweise größer
ausgebildet als der Außendurchmesser d07 der Farbauftragswalze 07. Die Rasterwalze
08 soll demnach ein möglichst großes Fördervolumen aufweisen. In der Fig. 2 ist die
jeweilige Drehrichtung vom Segmentrad 03, dem Plattenzylinder 04, der Farbauftragswalze
07 und der Rasterwalze 08 jeweils durch einen Drehrichtungspfeil angedeutet.
[0038] In der bevorzugten Ausführung weist zumindest die Rasterwalze 08 eine Temperiereinrichtung
auf, mit deren Hilfe die Mantelfläche der Rasterwalze 08 temperiert wird. Die Temperiereinrichtung
der Rasterwalze 08 arbeitet z. B. mit einem in das Innere der Rasterwalze 08 eingeleiteten
Temperierfluid, wobei das Temperierfluid z. B. Wasser oder ein anderes flüssiges Kühlmittel
ist. Mit der Temperiereinrichtung der Rasterwalze 08 ist das Fördervolumen der Rasterwalze
08 beeinflussbar, da damit die Viskosität der vom Farbwerk 06 zu transportierenden
Druckfarbe beeinflusst wird. Das Fördervolumen der Rasterwalze 08 und die Viskosität
der vom Farbwerk 06 zu transportierenden Druckfarbe beeinflussen ihrerseits letztlich
eine Farbdichte der auf die zylindrische Mantelfläche des zu bedruckenden Hohlkörpers
01 aufzutragenden Druckfarbe. Eine Dicke eines auf der zylindrische Mantelfläche des
zu bedruckenden Hohlkörpers 01 aufzutragenden, durch die Druckfarbe gebildeten Farbfilms
liegt z. B. bei weniger als 10 µm, insbesondere bei etwa 3 µm.
[0039] Das Farbreservoir des Farbwerks 06 ist z. B. als ein in Verbindung mit der Rasterwalze
08 wirkendes Kammerrakelsystem 09 ausgebildet. In vorteilhafter Weise bilden bei diesem
Kammerrakelsystem 09 zumindest eine Farbwanne, ein achsparallel an die Rasterwalze
08 angestellter oder zumindest anstellbarer Rakelbalken und vorzugsweise auch eine
Pumpe zur Förderung der Druckfarbe eine einzige Baueinheit. Dabei ist dieses Kammerrakelsystem
09 im Farbwerk 06, d. h. an einem Gestell des Farbwerks 06 vorzugsweise nur einseitig
z. B. durch eine Aufhängung gehalten bzw. gelagert, so dass diese Baueinheit auf einfache
Weise nach ihrem Lösen vom Gestell des Farbwerks 06 seitlich, d. h. durch eine achsparallel
zur Rasterwalze 08 gerichtete Bewegung, z. B. durch ein Ziehen an einem an dieser
Baueinheit angeordneten Griff aus dem Farbwerk 06 entfernbar und damit austauschbar
ist. Diese Baueinheit des Kammerrakelsystems 09 bildet vorzugsweise einen Kragarm
an einem Seitengestell des Farbwerks 06. Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Darstellung
das als eine einzige Baueinheit ausgebildete Kammerrakelsystem 09 im Zusammenwirken
mit der Rasterwalze 08 des Farbwerks 06.
[0040] Nachdem die Rasterwalze 08 Druckfarbe vom Farbreservoir, d. h. insbesondere von dem
Kammerrakelsystem 09 aufgenommen hat, transportiert die Rasterwalze 08 diese Druckfarbe
unmittelbar und direkt oder über weitere Walzen des zum Farbwerk 06 gehörenden Walzenzuges
zu der vorzugsweise nur einen Farbauftragswalze 07. In einem in Drehrichtung der Rasterwalze
08 dem an die Rasterwalze 08 angestellten Kammerrakelsystem 09 nachfolgenden Bereich
zwischen dem Kammerrakelsystem 09 und der Farbauftragswalze 07 ist vorzugsweise eine
Reiterwalze 13 an die Rasterwalze 08 angestellt oder zumindest anstellbar, um den
Farbtransport der Rasterwalze 08 zu verbessern. Die Reiterwalze 13 ist achsparallel
zur Rasterwalze 08 angeordnet. Die Reiterwalze 13 wird nicht als zum Walzenzug des
Farbwerks 06 gehörend betrachtet, da sie keine Druckfarbe von der Rasterwalze 08 an
eine andere Walze überträgt. Die von der Rasterwalze 08 z. B. durch Friktion rotativ
angetriebene Reiterwalze 13 weist z. B. eine gummierte Mantelfläche auf. Die an die
Rasterwalze 08 angestellte Reiterwalze 13 saugt bei ihrem Abrollen auf der Mantelfläche
der Rasterwalze 08 einen Teil der von der Rasterwalze 08 vom Kammerrakelsystem 09
aufgenommenen Druckfarbe aus der Haschur oder den Näpfchen der Rasterwalze 08 und
legt diese Druckfarbe zumindest teilweise auf an der Mantelfläche der Rasterwalze
08 ausgebildeten Stegen ab. Dadurch bewirkt die auf der Rasterwalze 08 abrollende
Reiterwalze 13, dass die Rasterwalze 08 eine größere Menge an Druckfarbe an die Farbauftragswalze
07 abgibt. In einer weiteren Folge wird bei einer z. B. eine Temperiereinrichtung
aufweisenden Rasterwalze 08 auch die Wirksamkeit einer Steuerung der Farbdichte dadurch
verbessert, dass die auf der Rasterwalze 08 abrollende Reiterwalze 13 zur Bereitstellung
einer größeren Menge an Druckfarbe beiträgt. Die auf der Rasterwalze 08 abrollende
Reiterwalze 13 reduziert somit ungeachtet der konkreten Ausgestaltung der Rasterwalze
08, d. h. mit oder ohne einer Temperiereinrichtung, sowohl Dichteunterschiede, die
durch Fertigungstoleranzen der Rasterwalze 08 entstehen können, als auch das Risiko
einer Sichtbarkeit der Haschur oder Näpfchen der Rasterwalze 08 auf dem Bedruckstoff,
d. h. hier auf der Mantelfläche des zu bedruckenden Hohlkörpers 01 infolge eines zumindest
stellenweise zu geringen Farbauftrags.
[0041] In einer sehr vorteilhaften Ausbildung der Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
ist vorzugsweise in fester Zuordnung z. B. zu jedem Druckformzylinder, insbesondere
Plattenzylinder 04 jeweils ein Plattenwechsler 14 vorgesehen, mit welchem die für
den betreffenden Druckformzylinder bestimmte Druckform oder das für den betreffenden
Plattenzylinder 04 bestimmte Druckklischee innerhalb z. B. der betreffenden Vorrichtung
zum Bedrucken bzw. zur Dekoration von jeweils eine insbesondere zylindrische Mantelfläche
aufweisenden Hohlkörpern 01 vorzugsweise automatisiert auswechselbar ist. Die Fig.
5 und 6 zeigen in einer perspektivischen Darstellung eine bevorzugte Ausführung eines
sehr vorteilhaft ausgebildeten Plattenwechslers 14 in zwei verschiedenen Betriebsstellungen
zur Ausführung eines in sehr kurzer Rüstzeit vorzugsweise automatisiert, zuverlässig
und vorzugsweise auch registerhaltig vollziehbaren Plattenwechsels bzw. Druckformwechsels.
Fig. 5 zeigt eine erste Betriebsstellung, in der axial seitlich neben dem Druckwerk
am Druckformzylinder bzw. Plattenwechsler 14 z. B. ein Druckklischee vorgelegt oder
vom Plattenwechsler 14 entnommen werden kann. Fig. 6 zeigt eine zweite Betriebsstellung,
in der unmittelbar vor dem Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 längs zu diesem
vom Plattenwechsler 14 aus z. B. ein Druckklischee direkt an dem zugeordneten Plattenzylinder
04 aufgelegt oder ein Druckklischee vom Plattenzylinder 04 abgenommen und mit dem
Plattenwechsler 14 in dessen erste Betriebsstellung abgeführt werden kann. Der Plattenwechsler
14 weist eine insbesondere plane, z. B. tischförmige Auflagefläche 16 auf, auf welcher
z. B. ein an dem Plattenzylinder 04 angeordnetes oder anzuordnendes Druckklischee
vorzugsweise vollständig aufgelegt werden kann. Die Auflagefläche 16 ist vorzugsweise
linear längs eines Transportweges, insbesondere längs zur Rotationsachse des zugeordneten
Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders 04 zwischen mindestens zwei definierten Positionen
bidirektional bewegbar, d. h. hin- und herbewegbar angeordnet. In einer seitlich neben
dem Druckwerk befindlichen ersten Position der Auflagefläche 16 nimmt der Plattenwechsler
14 seine erste Betriebsstellung ein, in einer unmittelbar vor dem Druckformzylinder
bzw. Plattenzylinder 04 längs zu diesem befindlichen zweiten Position der Auflagefläche
16 seine zweite Betriebsstellung. In der ersten Betriebsstellung befindet sich die
Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 zumindest teilweise vor einer Stirnseite
des betreffenden Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders 04. In der zweiten Betriebsstellung
befindet sich die Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 vorzugsweise zumindest
teilweise unterhalb der Mantelfläche des Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders
04. Die Bewegung der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 erfolgt z. B. entlang
einer längs zum Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 angeordneten Traverse 17.
Die Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 hat somit einen mit Bezug auf den betreffenden
Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 axialen Verfahrweg. An den die erste oder
die zweite Betriebsstellung des Plattenwechslers 14 definierenden Positionen ist die
Bewegung der Auflagefläche 16 z. B. jeweils durch einen Anschlag begrenzt. Zumindest
der Träger des betreffenden Druckklischees ist z. B. durch einen insbesondere unter
Verwendung von Passermarken ausgeführten Beschnitt derart ausgebildet, dass das betreffende
Druckklischee auf der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 registerhaltig angeordnet
werden kann. Dazu werden zumindest zwei in einem rechten Winkel zueinander angeordnete
Kanten des Trägers des betreffenden Druckklischees in einen Berührungskontakt zu an
der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 angeordneten, insbesondere von Registerstiften
gebildeten Anschlägen gebracht, wobei eine erste Kante des Trägers des betreffenden
Druckklischees an einen ersten Registerstift und eine zur ersten Kante orthogonale
zweite Kante des Trägers des betreffenden Druckklischees an einen zweiten Registerstift
anschlägt, wobei einer dieser beiden Registerstifte in seiner Position veränderbar
und vorzugsweise einstellbar ist. Durch die Einstellung des in seiner Position veränderbaren
Registerstiftes ist z. B. das betreffende Druckklischee registerhaltig ausrichtbar.
Die Einstellung des in seiner Position veränderbaren Registerstiftes kann manuell
oder automatisiert erfolgen. Da das Druckklischee dem betreffenden Plattenzylinder
04 registerhaltig zugeführt wird, ist am Plattenzylinder 04 z. B. kein Zentrierstift
und auch keine andere Registereinrichtung vorgesehen.
[0042] Der Plattenwechsler 14 weist in seiner bevorzugten Ausführung außer der Auflagefläche
16 zur Aufnahme eines z. B. dem Plattenzylinder 04 insbesondere registerhaltig zuzuführenden
Druckklischees z. B. ein Fach auf, in welches z. B. ein vom Plattenzylinder 04 abgenommenes
Druckklischee abgelegt werden kann. Ein z. B. mittels seines Trägers insbesondere
magnetisch an der Mantelfläche des betreffenden Plattenzylinders 04 gehaltenes Druckklischee
wird z. B. mittels eines tangential zur Druckform geführten Werkzeugs, z. B. mittels
eines zwischen den Träger des Druckklischees und der Mantelfläche des betreffenden
Plattenzylinders 04 geführten Spachtels von der Mantelfläche des betreffenden Plattenzylinders
04 abgehoben oder ist von dort zumindest abhebbar. Das von der Mantelfläche des betreffenden
Plattenzylinders 04 abgehobene eine Ende des betreffenden Druckklischees wird durch
eine Drehung des betreffenden Plattenzylinders 04 in das betreffende Fach des Plattenzylinders
04 eingeführt. Durch eine Fortsetzung dieser Drehung des betreffenden Plattenzylinders
04 wird dann das gesamte von der Mantelfläche des betreffenden Plattenzylinders 04
gelöste Druckklischee in das betreffende Fach des Plattenwechslers 14 eingeschoben.
[0043] Ein dem betreffenden Plattenzylinder 04 vorzugsweise registerhaltig zuzuführendes
Druckklischee wird insbesondere nach seiner registerhaltigen Ausrichtung durch eine
magnetische Haltekraft auf der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 gehalten.
Es ist mindestens ein Stempel, vorzugsweise sind zwei in Längsrichtung des betreffenden
Plattenzylinders 04 beabstandet angeordnete Stempel jeweils mit einer der magnetischen
Haltekraft entgegen gerichteten, zur Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 z. B.
im Wesentlichen orthogonalen Wirkrichtung vorgesehen, mit welchem mindestens einen
Stempel zumindest ein dem betreffenden Plattenzylinder 04 zugewandtes Ende des an
der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 gehaltenen Druckklischees von dieser
Auflagefläche 16 lösbar und aufgrund einer Hubbewegung des mindestens einen Stempels
an den betreffenden Plattenzylinder 04 übergebbar ist. Der mindestens eine Stempel
wird z. B. pneumatisch betätigt oder ist zumindest derart betätigbar. Zum Halten der
Druckform bzw. des Druckklischees an der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14
oder auf der Mantelfläche des Plattenzylinders 04 werden jeweils Magnete verwendet,
wobei diese Magnete vorzugsweise jeweils als ein Dauermagnet ausgebildet sind. Die
zuvor beschriebene Ausgestaltung des Plattenzylinders 04 hat den Vorteil, dass eine
Fördereinrichtung für das Übergeben des Druckklischees an den betreffenden Plattenzylinder
04 oder für das Abnehmen des Druckklischees von dem betreffenden Plattenzylinder 04
nicht erforderlich ist und der Plattenwechsler 14 daher sehr kostengünstig realisiert
werden kann. Insbesondere ist ein Plattenwechsel mit dem zuvor beschriebenen Plattenwechsler
14 automatisiert ausführbar.
[0044] Die jeweilige Anstellung und/oder Abstellung von Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder
04, Farbauftragswalze 07 und/oder Rasterwalze 08 und/oder eine Einstellung einer von
ihnen jeweils ausgeübten Anpresskraft erfolgt mit einem beispielhaft in den Fig. 2
und 3 dargestellten An- und Abstellmechanismus, der nun näher beschrieben wird. In
der bevorzugten Ausführung ist der Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 insbesondere
beidendig an einem Lastarm einer aus einem Kraftarm und dem Lastarm bestehenden vorzugsweise
einseitigen ersten Hebelanordnung 18 gelagert, wobei der Kraftarm und der winkelfest
zum Kraftarm angeordnete Lastarm dieser ersten Hebelanordnung 18 gemeinsam um eine
achsparallel zum Plattenzylinder 04 gerichtete erste Drehachse 19 schwenkbar sind.
In einer Wirkverbindung zum Kraftarm der ersten Hebelanordnung 18 ist zur Ausübung
eines Drehmomentes um die erste Drehachse 19 ein vorzugsweise von einer Steuereinheit
steuerbarer erster Antrieb 21 z. B. in Form eines hydraulischen oder pneumatischen
Arbeitszylinders angeordnet, wobei bei einer Betätigung dieses ersten Antriebs 21
je nach dessen Wirkrichtung der am Lastarm dieser ersten Hebelanordnung 18 angeordnete
Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 entweder von einem Drucktuch z. B. des Segmentrades
03 abgestellt oder an selbiges angestellt wird. Zur Begrenzung der vom Druckformzylinder
bzw. Plattenzylinder 04 gegen das betreffende Drucktuch z. B. des Segmentrades 03
ausgeübten Anpresskraft ist beispielsweise für den Kraftarm der ersten Hebelanordnung
18 ein erster Anschlag 22 vorgesehen, mittels welchem ein durch die Schwenkbewegung
des Druckformzylinders bzw. Plattenzylinders 04 gegen das Segmentrad 03 zurückgelegter
Weg begrenzt wird. Mit dem ersten Antrieb 21 ist die vom Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder
04 gegen das Segmentrad 03 ausgeübten Anpresskraft einstellbar.
[0045] In der bevorzugten Ausführung ist auch die Farbauftragswalze 07 insbesondere beidendig
an einem Lastarm einer aus einem Kraftarm und dem Lastarm bestehenden vorzugsweise
einseitigen zweiten Hebelanordnung 23 gelagert, wobei der Kraftarm und der Lastarm
dieser zweiten Hebelanordnung 23 gemeinsam um die achsparallel zum Plattenzylinder
04 gerichtete erste Drehachse 19 schwenkbar sind. Ebenso ist in der bevorzugten Ausführung
auch die Rasterwalze 08 insbesondere beidendig an einem Lastarm einer aus einem Kraftarm
und dem Lastarm bestehenden vorzugsweise einseitigen dritten Hebelanordnung 24 gelagert,
wobei der Kraftarm und der Lastarm dieser dritten Hebelanordnung 24 gemeinsam um eine
achsparallel zur Rasterwalze 08 gerichtete zweite Drehachse 26 schwenkbar sind, wobei
die zweite Drehachse 26 der dritten Hebelanordnung 24 an der zweiten Hebelanordnung
23 angeordnet ist, wobei die zweite Drehachse 26 an der zweiten Hebelanordnung 23
ortsfest ausgebildet ist. Am Lastarm der ersten Hebelanordnung 18 ist ein bei seiner
Betätigung auf den Kraftarm der zweiten Hebelanordnung 23 wirkender vorzugsweise steuerbarer
zweiter Antrieb 27 angeordnet, mittels welchem die Farbauftragswalze 07 je nach Wirkrichtung
des zweiten Antriebs 27 an den Plattenzylinder 04 anstellbar oder von diesem abstellbar.
Am Lastarm der zweiten Hebelanordnung 23 ist ein bei seiner Betätigung auf den Kraftarm
der dritten Hebelanordnung 24 wirkender vorzugsweise steuerbarer dritter Antrieb 28
angeordnet, mittels welchem die Rasterwalze 08 vorzugsweise mitsamt dem Kammerrakelsystem
09 je nach Wirkrichtung des dritten Antriebs 28 an die Farbauftragswalze 07 anstellbar
oder von dieser abstellbar. Der zweite Antrieb 27 und/oder der dritte Antrieb 28 sind
jeweils z. B. auch in Form eines hydraulischen oder pneumatischen Arbeitszylinders
ausgebildet. Es kann vorgesehen sein, dass der zweite Antrieb 27 und der dritte Antrieb
28 z. B. gemeinsam und vorzugsweise auch gleichzeitig betätigt werden oder zumindest
betätigbar sind. Die Schwenkbewegung des Lastarms der zweiten Hebelanordnung 23 ist
z. B. durch ein vorzugsweise einstellbares, insbesondere durch einen Exzenter einstellbares
erstes Anschlagssystem 29 begrenzt, wodurch auch die von der Farbauftragswalze 07
gegen den Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 ausgeübte Anpresskraft begrenzt
oder zumindest begrenzbar ist. Die Schwenkbewegung des Lastarms der dritten Hebelanordnung
24 ist z. B. durch ein vorzugsweise einstellbares, insbesondere durch einen Exzenter
einstellbares zweites Anschlagssystem 31 begrenzt, wodurch auch die von der Rasterwalze
08 gegen die Farbauftragswalze 07 ausgeübte Anpresskraft begrenzt oder zumindest begrenzbar
ist. Fig. 2 zeigt beispielhaft einen ersten Betriebszustand, bei dem der erste Antrieb
21 und der zweite Antrieb 27 und der dritte Antrieb 28 jeweils unbetätigt oder in
ihrem Ruhezustand sind, wodurch die Rasterwalze 08 an die Farbauftragswalze 07 und
die Farbauftragswalze 07 an den Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 und der
Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 an das Segmentrad 03 jeweils angestellt
sind. Fig. 3 zeigt beispielhaft einen zweiten Betriebszustand, bei dem der erste Antrieb
21 und der zweite Antrieb 27 und der dritte Antrieb 28 jeweils betätigt oder in ihrem
Arbeitszustand sind, wodurch die Rasterwalze 08 von der Farbauftragswalze 07 und die
Farbauftragswalze 07 vom Druckformzylinder bzw. Plattenzylinder 04 und der Druckformzylinder
bzw. Plattenzylinder 04 vom Segmentrad 03 jeweils abgestellt sind. Der jeweilige Kraftarm
und/oder Lastarm der drei vorgenannten Hebelanordnungen 18; 23; 24 ist bzw. sind jeweils
z. B. als ein Paar von gegenüber stehenden Hebelstangen oder Seitengestellwänden ausgebildet,
zwischen denen in der jeweiligen zuvor beschriebenen Zuordnung entweder der Druckformzylinder
bzw. Plattenzylinder 04 oder die Farbauftragswalze 07 oder die Rasterwalze 08 angeordnet
ist. Die drei vorgenannten Hebelanordnungen 18; 23; 24 sind jeweils in unterschiedlichen
voneinander beabstandeten vertikalen Ebenen angeordnet, so dass sie sich in ihrer
jeweiligen Schwenkbarkeit nicht gegenseitig behindern.
[0046] Wie bereits beschrieben und in Fig. 13 dargestellt, sind am Umfang des Segmentrades
03 hintereinander i. d. R. mehrere, z. B. acht bis zwölf Drucktücher 33 angeordnet,
wobei im Druckprozess während der Rotation dieses Segmentrades 03 um eine Rotationsachse
34 Druckformen der Druckformzylinder bzw. Druckklischees der Plattenzylinder 04 auf
den mit diesem Segmentrad 03 bewegten Drucktüchern 33 abrollen. Während des Abrollens
drücken die Druckklischees zumindest ihr Druckrelief jeweils z. B. 0,2 mm bis 0,25
mm tief in das jeweilige Drucktuch 33 ein, wodurch die Drucktücher einem Verschleiß
unterliegen und in Abhängigkeit von ihrer Beschaffenheit und insbesondere mechanischen
Beanspruchung nach einer gewissen Anzahl von Drucken, z. B. nach 50.000 bedruckten
Hohlkörpern 01 erneuert werden müssen. Wenn in einer dieses Segmentrad 03 aufweisenden
Vorrichtung zum Bedrucken oder zur Dekoration von Hohlkörpern 01, d. h. in einem sogenannten
Dekorator, in einer Massenfertigung z. B. mehrere hundert oder gar einige tausend
Stück dieser Hohlkörper 01 pro Minute, z. B. zwischen 1.500 und 3.000 Stück pro Minute
gefertigt werden, dann steht die Erneuerung der am Umfang des Segmentrades 03 angeordneten
Drucktücher 33 recht häufig an, unter Umständen halbstündlich oder circa nach jeder
dreiviertel Stunde. Um die Produktivität einer solchen Vorrichtung zum Bedrucken oder
zur Dekoration von Hohlkörpern 01 hoch zu halten, wird nach einer Lösung gesucht,
die erforderliche Erneuerung der am Umfang des Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher
33 mit einer möglichst kurzen Rüstzeit durchzuführen.
[0047] Daher wird vorgeschlagen, in Zuordnung zu dem Segmentrad 03 eine Vorrichtung zum
automatischen Wechseln der Drucktücher 33 vorzusehen. In der bevorzugten Ausführung
ist ein jedes dieser an dem Segmentrad 03 anzuordnenden Drucktücher 33 jeweils auf
einem vorzugsweise flachen tafelförmigen Metallträger mit einer Materialstärke von
z. B. 0,2 mm stoffschlüssig, insbesondere durch eine Klebung aufgebracht. Der jeweilige
vorzugsweise magnetisierbare Metallträger wird dann mitsamt dem auf ihm angeordneten
Drucktuch 33 auf einem der Segmente 32 am Umfang des Segmentrades 03 z. B. durch mindestens
einen dort am Umfang für jedes Drucktuch 33 bzw. dessen Träger vorgesehenen Haltemagneten
81 insbesondere positionsrichtig angeordnet. Um die positionsrichtige Anordnung des
jeweiligen Metallträgers auf dem betreffenden Segment 32 am Umfang des Segmentrades
03 zu unterstützen, ist z. B. an der in Drehrichtung des Segmentrades 03 vorlaufenden
Kante 37 des jeweiligen Metallträgers jeweils ein spitzwinklig abgewinkelter Einhängeschenkel
38 vorgesehen, wobei dieser Einhängeschenkel 38 bei der Anordnung des jeweiligen Metallträgers
auf einem der Segmente 32 am Umfang des Segmentrades 03 in eine am Umfang dieses Segmentrades
03 parallel zu dessen Rotationsachse 34 gerichtete z. B. als eine Nut ausgebildete
Aussparung 36 greift und an einer in Drehrichtung des Segmentrades 03 vorlaufenden
Kante 39 der betreffenden Aussparung 36 insbesondere formschlüssig zur Anlage kommt.
Die Drucktücher 33 sind jeweils vorzugsweise als ein Gummituch ausgebildet. Die während
des Druckprozesses ausgeführte Drehrichtung des Segmentrades 03 ist in der Fig. 13
durch einen Drehrichtungspfeil angedeutet. Die vom um die Rotationsachse 41 rotierenden
Mandrelrad 02 jeweils auf einem Aufspanndorn an das Segmentrad 03 herangeführten Hohlkörper
01 werden im Druckprozess durch eine vornehmlich radiale Bewegung des betreffenden
Aufspanndorns einzeln und nacheinander kurzzeitig, d. h. i. d. R. für eine einzige
Umdrehung des zu bedruckenden Hohlkörpers 01 an das betreffende aktuell druckende
Drucktuch 33 angedrückt.
[0048] Die Vorrichtung zum automatischen Wechseln der Drucktücher 33 ist vorzugsweise modular
aufgebaut und weist - wie in den Fig. 7 bis 12 beispielhaft dargestellt - als Module
z. B. eine Speichereinrichtung 42 für mehrere, z. B. bis zu zwölf Drucktücher 33 auf
(Fig. 7) sowie eine Einrichtung 43 für einen senkrechten Transport der vorgenannten
Speichereinrichtung 42 (Fig. 8) und eine Einrichtung 44 für einen waagerechten Transport
von jeweils einem der Drucktücher 33 zwischen der Speichereinrichtung 42 und einem
Montageort an dem Segmentrad 03 (Fig. 9). Die Fig. 10 zeigt die Speichereinrichtung
42 in ihrem an der für ihren senkrechten Transport vorgesehenen Einrichtung 43 angeordneten
Betriebszustand. Die Speichereinrichtung 42 weist in einem vorzugsweise quaderförmigen
Gehäuse mehrere vertikal übereinander angeordnete Fächer auf, in denen jeweils ein
einzelnes Drucktuch 33 rücklings, d. h. auf seinem Träger liegend vorzugsweise jeweils
in horizontaler Ausrichtung gespeichert oder zumindest speicherbar ist, wobei in dem
Gehäuse z. B. mindestens so viele Fächer vorgesehen sind, wie das zugeordnete Segmentrad
03 an seinem Umfang Segmente 32 für Drucktücher 33 aufweist. Die Fächer sind jeweils
z. B. zumindest an einer ihrer Längsseiten offen, um an der offenen Seite des jeweiligen
Faches eine Zufuhr oder Entnahme des jeweiligen Drucktuchs 33 zu ermöglichen. Diese
Speichereinrichtung 42 ist vorzugsweise auf oder an einem Träger der Einrichtung 43
für den senkrechten Transport dieser Speichereinrichtung 42 als ein leicht, z. B.
werkzeuglos austauschbares Modul befestigt oder zumindest befestigbar. Die Einrichtung
43 für den senkrechten Transport der Speichereinrichtung 42 ist z. B. eine Hubbewegung
ausführend ausgebildet, wobei der vertikale Stellweg z. B. etwa 200 mm beträgt. Die
Hubbewegung der Einrichtung 43 für den senkrechten Transport der Speichereinrichtung
42 wird z. B. mittels einer vorzugsweise von einem Elektromotor angetriebenen Trapezgewindespindel
ausgeführt. Um die einzelnen Drucktücher 33 zwischen der Speichereinrichtung 42 und
einem Montageort an einem Segment 32 des Segmentrades 03 zu transportieren, ist eine
Einrichtung 44 für den waagerechten Transport dieser Drucktücher 33 vorgesehen. Diese
Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 weist z. B. einen
zwischen zwei Endpunkten bidirektional insbesondere linear verfahrbaren Schlitten
46 auf, wobei mit dem Schlitten 46 jeweils ein einzelnes Drucktuch 33 transportiert
wird oder zumindest transportierbar ist. Ein aus der Speichereinrichtung 42 automatisch
entnommenes Drucktuch 33 wird auf dem Schlitten 46 vorzugsweise rücklings liegend
an einen sich z. B. unter dem Segmentrad 03 befindenden Montageort transportiert und
dort von einem Segment 32 des Segmentrades 03 aufgenommen. Ein von einem Segment 32
des Segmentrades 03 abzunehmendes Drucktuch 33 wird vorzugsweise mit einem an das
betreffende Segment 32 angestellten oder dort zumindest anstellbaren Spachtel 47 von
dem betreffenden Segment 32 abgeschält und von seinem Demontageort am Umfang des Segmentrades
03 z. B. auf dem Schlitten 46 liegend zur Speichereinrichtung 42 transportiert, wobei
der in einem spitzen Winkel oder tangential an das betreffende Segment 32 des Segmentrades
03 angestellte Spachtel 47 in Verbindung mit einer gegen den Spachtel 47 gerichteten
Drehbewegung des Segmentrades 03 in der bevorzugten Ausführung jeweils den insbesondere
magnetisch am Umfang des Segmentrades 03 gehaltenen Metallträger des betreffenden
Drucktuches 33 vom betreffenden Segment 32 und damit vom Umfang dieses Segmentrades
03 abhebt. In der Fig. 11 ist der Spachtel 47 sowohl in einer an das betreffende Segment
32 des Segmentrades 03 angestellten Betriebsstellung als auch in einer abgestellten
Betriebsstellung dargestellt, wobei diese Betriebsstellungen alternativ eingenommen
werden.
[0049] Die Erneuerung oder der Wechsel von mindestens einem der am Umfang des Segmentrades
03 angeordneten Drucktücher 33 wird dann vorzugsweise folgendermaßen durchgeführt:
Das Segmentrad 03 befördert durch seine Rotation ein an seinem Umfang angeordnetes
abzunehmendes Drucktuch 33 in eine Position, an der mit der Vorrichtung zum automatischen
Wechseln der Drucktücher 33 eine Demontage dieses Drucktuches 33 ausführbar ist. Der
Schlitten 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33
fährt entlang seines Stellweges bis zu demjenigen Endpunkt, der dem Demontageort des
abzunehmenden Drucktuches 33 am nächsten liegt. Diese Position des Schlittens 46 ist
vorzugsweise sensorisch und/oder durch ein erstes Schaltelement 48 überwacht, z. B.
durch einen induktiven oder kapazitiven Näherungsschalter. Danach wird der Spachtel
47 vorzugsweise an der in Drehrichtung des Segmentrades 03 nachlaufenden Kante 37
des Metallträgers des betreffenden abzunehmenden Drucktuches 33 angestellt. Durch
eine zumindest kurzzeitige Drehbewegung des Segmentrades 03 entgegen seiner während
des Druckprozesses ausgeführten Drehrichtung wird das vorzugsweise magnetisch am Umfang
des Segmentrades 03 gehaltene abzunehmende Drucktuch 33 vom Umfang dieses Segmentrades
03 abgeschält, d. h. der Metallträger des Drucktuchs 33 wird von seiner Auflage auf
dem Segmentrad 03 abgehoben. Sodann wird der Spachtel 47 wieder vom Umfang des Segmentrades
03 abgestellt. Das vom betreffenden Segment 32 des Segmentrades 03 gelöste Drucktuch
33 fällt aufgrund der Schwerkraft dann entweder direkt in eine Speichereinrichtung
für verschlissene Drucktücher 33 oder wird mittels des Schlittens 46 der Einrichtung
44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 zu dieser Speichereinrichtung
für verschlissene Drucktücher transportiert.
[0050] In mindestens einem Fach, vorzugsweise in allen Fächern der für mehrere neue Drucktücher
33 vorgesehenen Speichereinrichtung 42 ist jeweils ein neues auf einem Metallträger
aufgeklebtes Drucktuch 33 eingelegt, wobei diese Speichereinrichtung 42 durch die
Einrichtung 43 für deren senkrechten Transport vorzugsweise in einer angehobenen oberen
Position angeordnet ist. Der Schlitten 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten
Transport von jeweils einem der Drucktücher 33 zwischen der Speichereinrichtung 42
und dem Montageort an dem Segmentrad 03 ist unterhalb des Faches mit dem neuen Drucktuch
33 angeordnet. Durch ein von der Einrichtung 43 für den senkrechten Transport ausgeführtes
Absenken dieser Speichereinrichtung 42 wird das neue Drucktuch 33 auf dem Schlitten
46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport abgelegt. Es wird vorzugsweise
sensorisch und/oder durch ein zweites Schaltelement 49, z. B. durch einen induktiven
oder kapazitiven Näherungsschalter, überwacht, ob das neue Drucktuch 33 tatsächlich
auf dem Schlitten 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport abgelegt worden
ist. Falls dem nicht so ist, ergeht eine Fehlermeldung. Andernfalls, also im fehlerfreien
Zustand, fährt der Schlitten 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport
der Drucktücher 33 entlang seines Stellweges bis zu demjenigen Endpunkt, der dem Montageort
des neuen Drucktuches 33 am nächsten liegt, wobei diese Position des Schlittens 46
wiederum vorzugsweise sensorisch und/oder durch ein drittes Schaltelement 51 überwacht
ist, z. B. durch einen induktiven oder kapazitiven Näherungsschalter. Auch das Segmentrad
03 befindet sich bereits in einer zur Aufnahme des neuen Drucktuches 33 geeigneten
Drehwinkelposition, wobei sich diese Drehwinkelposition z. B. am Fußpunkt des Segmentrades
03 oder in seiner Nähe befindet. In der bevorzugten Ausführung wird das neue Drucktuch
33 durch einen Stoß gegen mindestens Anschlag 52 in seiner Lage zumindest registerhaltig
ausgerichtet, bevor es am Umfang des Segmentrades 03 montiert wird. Zum Verfahren
des Schlittens 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher
33 ist ein Antrieb vorgesehen, wobei dieser Antrieb z. B. als ein Druckluftzylinder
ausgebildet ist. Um das neue Drucktuch 33 am Umfang des Segmentrades 03 zu montieren,
dreht dieses Segmentrad 03 in seine während des Druckprozesses ausgeführte Drehrichtung
und nimmt dabei das neue Drucktuch 33 an seinem Umfang auf. Danach wird der Schlitten
46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 wieder zu
der Speichereinrichtung 42 für die mehreren neuen Drucktücher 33 gefahren, um gegebenenfalls
ein weiteres neues Drucktuch 33 zu holen.
[0051] Um Rüstzeiten zu verringern, ist es vorteilhaft, eine Vorrichtung zum Bedrucken von
Hohlkörpern 01 derart auszubilden, dass diese Vorrichtung ein um eine Rotationsachse
34 rotierbares Segmentrad 03 aufweist, wobei das Segmentrad 03 an seinem Umfang hintereinander
mehrere Segmente 32 jeweils zur Aufnahme von einem Drucktuch 33 aufweist, wobei zumindest
eines der auf einem der Segmente 32 angeordneten Drucktücher 33 auf dem zu bedruckenden
Hohlkörper 01 abrollend oder zumindest abrollbar angeordnet ist, wobei mehrere Druckwerke
vorgesehen sind, wobei mindestens eines der Druckwerke an mindestens eines der am
Umfang des Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33 angestellt oder zumindest anstellbar
ist, wobei zumindest eines der Druckwerke einen Druckformzylinder 04 aufweist, wobei
in Zuordnung zu dem betreffenden Druckformzylinder 04 ein Plattenwechsler 14 zum automatischen
Wechseln einer Druckform an diesem Druckformzylinder 04 angeordnet ist und wobei in
Zuordnung zu dem Segmentrad 03 eine Vorrichtung zum automatischen Wechseln von mindestens
einem der am Umfang dieses Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33 angeordnet
ist. Dabei weist der Plattenwechsler 14 vorzugsweise eine Auflagefläche 16 auf, auf
welcher die an dem Druckformzylinder 04 anzuordnende oder angeordnete Druckform auflegbar
ist, wobei diese Auflagefläche 16 längs eines Transportweges zwischen mindestens zwei
definierten Positionen bidirektional bewegbar ist. Die dem betreffenden Druckformzylinder
04 zuzuführende Druckform ist z. B. durch eine magnetische Haltekraft auf der Auflagefläche
16 des Plattenwechslers 14 gehalten. Die Vorrichtung zum automatischen Wechseln der
Drucktücher 33 ist insbesondere modular aufgebaut, wobei sie als Module eine Speichereinrichtung
42 für mehrere Drucktücher 33 sowie eine Einrichtung 43 für einen senkrechten Transport
dieser Speichereinrichtung 42 und eine Einrichtung 44 für einen waagerechten Transport
von jeweils einem der Drucktücher 33 zwischen der Speichereinrichtung 42 und einem
der Segmente 32 des Segmentrades 03 aufweist. Die Speichereinrichtung 42 weist in
einem Gehäuse mehrere vertikal übereinander angeordnete Fächer auf, in denen jeweils
ein einzelnes Drucktuch 33 gespeichert oder zumindest speicherbar ist. Die Drucktücher
33 sind in der Speichereinrichtung 42 jeweils vorzugsweise rücklings liegend und/oder
in einer horizontalen Ausrichtung gespeichert. Die Einrichtung 43 für den senkrechten
Transport der Speichereinrichtung 42 ist z. B. eine Hubbewegung ausführend ausgebildet
und/oder die Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 weist
einen zwischen zwei Endpunkten bidirektional verfahrbaren Schlitten 46 auf, wobei
mit dem Schlitten 46 jeweils ein einzelnes Drucktuch 33 transportiert wird oder zumindest
transportierbar ist. Der Plattenwechsler 14 und die Vorrichtung zum automatischen
Wechseln der Drucktücher 33 sind z. B. jeweils von einer Steuereinheit gesteuert,
wobei der Plattenwechsler 14 und die Vorrichtung zum automatischen Wechseln der Drucktücher
33 jeweils insbesondere gleichzeitig aktiv sind und ihren jeweiligen Wechsel einer
Druckform bzw. eines Drucktuches 33 z. B. während einer selben Produktionsunterbrechung
dieser Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern 01 ausführen. Die an dem Druckformzylinder
04 anzuordnende Druckform ist auf der Auflagefläche 16 des Plattenwechslers 14 hinsichtlich
ihrer Montageposition auf dem Druckformzylinder 04 vorzugsweise registerhaltig angeordnet
und/oder das am Umfang des Segmentrades 03 anzuordnende Drucktuch 33 ist auf dem Schlitten
46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 hinsichtlich
seiner Montageposition auf einem Segment 32 des Segmentrades 03 positionsrichtig angeordnet.
Ein Druckfarbe zum Druckformzylinder 04 transportierendes Farbwerk 06 ist vorzugsweise
als ein eine Rasterwalze 08 aufweisendes Kurzfarbwerk ausgebildet.
[0052] Hinsichtlich einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern 01, welche ein um eine
Rotationsachse 34 rotierbares Segmentrad 03 aufweist, wobei das Segmentrad 03 an seinem
Umfang hintereinander mehrere Segmente 32 jeweils zur Aufnahme von einem Drucktuch
33 aufweist, wobei zumindest eines der auf einem der Segmente 32 angeordneten Drucktücher
33 auf dem zu bedruckenden Hohlkörper 01 abrollend oder zumindest abrollbar angeordnet
ist, wobei benachbarte Segmente 32 jeweils durch eine parallel zur Rotationsachse
34 des Segmentrades 03 gerichtete Aussparung 36 voneinander getrennt sind, ist es
auch vorteilhaft, dass jedes der Drucktücher 33 jeweils auf einem plattenförmigen
metallischen Träger angeordnet ist, wobei der Träger mitsamt dem auf ihm angeordneten
Drucktuch 33 als solcher im Ganzen wechselbar an einem der Segmente 32 des Segmentrades
03 angeordnet oder zumindest anordenbar ist, wobei der an einem der Segmente 32 des
Segmentrades 03 angeordnete Träger auf diesem Segment 32 in einem Formschluss und/oder
in einem Kraftschluss gehalten ist. Dabei ist jeder Träger eines Drucktuches 33 an
seiner in Drehrichtung des Segmentrades 03 vorlaufenden Kante 37 vorzugsweise spitzwinklig
abgekantet, wobei diese Abkantung 38 im auf einem Segment 32 des Segmentrades 03 angeordneten
Betriebszustand dieses Trägers an eine in Drehrichtung des Segmentrades 03 vorlaufende
Kante 39 der betreffenden am Umfang des Segmentrades 03 ausgebildeten Aussparung 36
angelegt ist, wobei die Abkantung 38 des Trägers an dieser Kante 39 der Aussparung
36 in einem Formschluss angeordnet oder zumindest anordenbar ist. Der plattenförmige
metallische Träger ist insbesondere biegsam ausgebildet und bildet mitsamt dem auf
ihm angeordneten Drucktuch 33 z. B. ein Metalldrucktuch. Der an einem der Segmente
32 des Segmentrades 03 angeordnete Träger ist auf diesem Segment 32 durch eine magnetische
Kraft gehalten. Am Umfang des Segmentrades 03 sind in vorzugsweise äquidistanter Verteilung
hintereinander z. B. acht bis zwölf Segmente 32 jeweils zur Aufnahme von einem Drucktuch
33 angeordnet. In Zuordnung zu dem Segmentrad 03 ist z. B. eine Vorrichtung zum automatischen
Wechseln der Drucktücher 33 vorgesehen, wobei die Vorrichtung zum automatischen Wechseln
der Drucktücher 33 vorzugsweise modular aufgebaut ist und als Module eine Speichereinrichtung
42 für mehrere Drucktücher 33 sowie eine Einrichtung 43 für einen senkrechten Transport
der vorgenannten Speichereinrichtung 42 und eine Einrichtung 44 für einen waagerechten
Transport von jeweils einem der Drucktücher 33 zwischen der Speichereinrichtung 42
und einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 aufweist. Die Speichereinrichtung 42
weist in einem Gehäuse insbesondere mehrere vertikal übereinander angeordnete Fächer
auf, in denen jeweils ein einzelnes Drucktuch 33 gespeichert oder zumindest speicherbar
ist. In dem Gehäuse der Speichereinrichtung 42 sind z. B. mindestens so viele Fächer
vorgesehen, wie das zugeordnete Segmentrad 03 an seinem Umfang Segmente 32 für Drucktücher
33 aufweist. In der bevorzugten Ausführung ist die Einrichtung 43 für den senkrechten
Transport der Speichereinrichtung 42 eine Hubbewegung ausführend ausgebildet und/oder
die Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 weist einen zwischen
zwei Endpunkten bidirektional verfahrbaren Schlitten 46 auf, wobei mit dem Schlitten
46 jeweils ein einzelnes Drucktuch 33 transportiert wird oder zumindest transportierbar
ist.
[0053] Es ergibt sich auch ein Verfahren zum Betrieb einer ein Segmentrad 03 aufweisenden
Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern 01, wobei an mindestens einem Segment 32
des an seinem Umfang hintereinander mehrere Segmente 32 aufweisenden Segmentrades
03 jeweils ein Drucktuch 33 angeordnet wird, wobei mindestens ein auf einem der Segmente
32 angeordnetes Drucktuch 33 bei einer Rotation des Segmentrades 03 auf dem zu bedruckenden
Hohlkörper 01 abrollt, wobei eine in Zuordnung zu dem Segmentrad 03 vorgesehene Vorrichtung
zum automatischen Wechseln von Drucktüchern 33 zufolge eines an ihre Steuereinheit
gegebenen Befehls das an dem betreffenden Segment 32 des Segmentrades 03 anzuordnende
Drucktuch 33 selbsttätig einer Speichereinrichtung 42 entnimmt und zu dem betreffenden
Segment 32 des Segmentrades 03 transportiert. Die Vorrichtung zum automatischen Wechseln
von Drucktüchern 33 weist eine Einrichtung 44 für einen waagerechten Transport der
Drucktücher 33 mit einem verfahrbaren Schlitten 46 auf, wobei die zu transportierenden
Drucktücher 33 jeweils auf dem Schlitten 46 liegend transportiert werden. Dabei wird
ein auf dem Schlitten 46 liegendes Drucktuch 33 hinsichtlich einer Montageposition
auf einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 vorzugsweise positionsrichtig angeordnet.
In der Speichereinrichtung 42 werden insbesondere mehrere Drucktücher 33 gespeichert,
wobei die Drucktücher 33 jeweils einzeln eines nach dem anderen auf dem Schlitten
46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport der Drucktücher 33 abgelegt und
nacheinander zu einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 transportiert werden. Ein
auf einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 anzuordnendes Drucktuch 33 wird insbesondere
durch einen bei einer Rotation dieses Segmentrades 03 zwischen dem betreffenden Segment
32 und dem Drucktuch 33 hergestellten Formschluss auf dem betreffenden Segment 32
angeordnet. Ein auf einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 angeordnetes Drucktuch
33 wird vorzugsweise durch einen z. B. magnetischen Kraftschluss auf dem betreffenden
Segment 32 gehalten. Ein von einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 abgenommenes
Drucktuch 33 wird gleichfalls vorzugsweise mit der Einrichtung 44 für den waagerechten
Transport der Drucktücher 33 von dem betreffenden Segmentrad 03 abtransportiert. Es
ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Einrichtung 44 für den waagerechten Transport
der Drucktücher 33 abwechselnd ein von einem der Segmente 32 des Segmentrades 03 abgenommenes
Drucktuch 33 abtransportiert und ein neues, d. h. unbenutztes Drucktuch 33 aus der
Speichereinrichtung 42 zu einem freien Segment 32 des Segmentrades 03 transportiert,
d. h. zu einem Segment 32, an dem aktuell kein Drucktuch 33 angeordnet ist. Mittels
eines Schaltelementes 49 wird z. B. überwacht, ob ein aus der Speichereinrichtung
42 zu entnehmendes oder entnommenes Drucktuch 33 tatsächlich und/oder positionsrichtig
auf dem Schlitten 46 der Einrichtung 44 für den waagerechten Transport abgelegt worden
ist.
[0054] Fig. 14 zeigt in einer perspektivischen Darstellung nochmals das Segmentrad 03 der
Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern 01, wobei am Umfang dieses Segmentrades
03 hintereinander mehrere, z. B. zwölf Segmente 32 zur Aufnahme von jeweils einem
Drucktuch 33 angeordnet sind. Dieses Segmentrad 03 ist vorzugsweise aus einem Gießwerkstoff
gefertigt, z. B. aus Gusseisen, und weist eine Masse z. B. von mehr als 500 kg, insbesondere
von etwa 1.000 kg oder mehr auf. Das Segmentrad 03 hat einen Außendurchmesser im Bereich
von z. B. 1.400 mm bis 1.600 mm. Das Segmentrad 03 ist mit seiner Welle 53 in einem
Gestell 66 dieser Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern 01 vorzugsweise beidendig
z. B. jeweils in insbesondere doppelreihigen Wälzlagern 63 gelagert und von einem
Antrieb rotativ angetrieben. Dieser das Segmentrad 03 rotativ antreibende Antrieb
ist als ein elektrischer Motor 58 mit einem Stator 61 und einem eine Hohlwelle 54
aufweisenden Rotor 62 ausgebildet, wobei die Hohlwelle 54 koaxial zur Welle 53 des
Segmentrades 03 angeordnet oder zumindest anordenbar ist. Im in der Vorrichtung zum
Bedrucken von Hohlkörpern 01 angeordneten Zustand - wie der Schnittdarstellung der
Fig. 16 dargestellt - ragt die Welle 53 des Segmentrades 03 in den Bauraum des Motors
58 und die Welle 53 des Segmentrades 03 und der Rotor 62 des Motors 58 sind starr
miteinander verbunden. Das Segmentrad 03 ist vorzugsweise beidseitig z. B. mittels
Klemmelementen 67 mit seiner Welle 53 starr verbunden und dadurch auf der Welle 53
fixiert. Der für den rotativen Antrieb des Segmentrades 03 vorgesehene Motor 58 ist
vorzugsweise als ein hochpoliger, elektrischer Direktantrieb mit einer Polzahl z.
B. größer zwanzig und/oder als ein permanenterregter bürstenloser Gleichstrommotor
ausgebildet und beispielhaft in der Fig. 15 perspektivisch dargestellt. Dieser Motor
58 weist z. B. eine Kühleinrichtung auf oder ist zumindest mit einer solchen verbunden,
wobei die Kühleinrichtung als eine Flüssigkeitskühlung ausgebildet ist. Fig. 15 zeigt
zwei am Gehäuse 59 des Motors 58 ausgebildete Anschlüsse für diese Flüssigkeitskühlung,
nämlich einen Anschluss für den Kühlmittelzufluss 56 und einen anderen Anschluss für
den Kühlmittelabfluss 57. In einer vorteilhaften Ausführung ist dieser Motor 58 als
ein Torquemotor ausgebildet. Für diesen Motor 58 ist eine ihn steuernde oder regelnde
vorzugsweise digitale Steuereinheit vorgesehen, wobei durch die Steuereinheit durch
eine Positionierung der Welle 53 des Segmentrades 03 im Stator des Motors 58 eine
Position am Umfang dieses Segmentrades 03 relativ zu einer Position an der Mantelfläche
eines zu bedruckenden Hohlkörpers 01 vorzugsweise mit einer Positioniergenauigkeit
von unter 0,1 mm eingestellt oder zumindest einstellbar ist. Gleichfalls ist auch
z. B. am dem Motor 58 gegenüberliegenden Ende der Welle 53 ein Drehgeber 64 vorgesehen,
wobei der Drehgeber 64 eine hohe Winkelauflösung von z. B. 27 Bit aufweist und eine
Drehwinkelposition der Welle 53 des Segmentrades 03 erfasst und einen mit der Drehwinkelposition
der Welle 53 des Segmentrades 03 korrespondierenden Messwert der den Motor 58 steuernden
oder regelnden Steuereinheit zur Verfügung stellt. Der Motor 58 und/oder der Drehgeber
sind vorzugsweise jeweils über einen Steuerbus mit der den Motor 58 steuernden oder
regelnden Steuereinheit verbunden.
[0055] Die vorgenannte Ausführungsform des rotativen Antriebs des Segmentrades 03 hat den
Vorteil, dass dieser Antrieb dezentral sowie getriebelos und kupplungslos ausgebildet
ist. Damit ist dieser Antrieb des Segmentrades 03 spielfrei und kompakt. In Verbindung
mit der Steuereinheit dieses Antriebs lässt sich eine Position am Umfang dieses Segmentrades
03 relativ zu einer Position an der Mantelfläche eines zu bedruckenden Hohlkörpers
01 ohne weiteres mit einer Positioniergenauigkeit von unter 0,1 mm einstellen, was
sich sehr vorteilhaft auf die erzielbare Druckqualität auswirkt. Ebenso ergibt sich
i. V. m. der doppelreihigen Lagerung des Segmentrades 03 ein sehr guter Rundlauf dieses
Segmentrades 03, wodurch eine gleichmäßige Farbübertragung von den jeweiligen Farbwerken
06 auf die betreffenden am Umfang des Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33
sichergestellt ist. Mit der hier beschriebenen Lösung sind für das Segmentrad 03 auch
eine hohe Beschleunigung und damit kurze Hochlaufzeiten von 10 s oder weniger realisierbar.
Der vorgeschlagene Antrieb für das Segmentrad 03 hat darüber hinaus noch den Vorteil,
geräuscharm und wartungsarm zu sein. In Summe ergibt sich somit ein sehr effizienter
Antrieb für das Segmentrad 03.
[0056] Fig. 19 zeigt nochmals das bereits i. V. m. den Fig. 14 und 16 beschriebene Segmentrad
03, hier jedoch in einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung. Das im Druckprozess
im Gestell 66 der Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern gelagerte Segmentrad 03
weist einen vorzugsweise aus einem metallischen Werkstoff, z. B. aus einer Schweißkonstruktion
oder aus Gusseisen gefertigten Grundkörper 76 auf, wobei mehrere, z. B. zwölf Segmente
32 entlang des Umfangs des Grundkörpers 76 jeweils an einer Fügestelle 77 insbesondere
jeweils beabstandet voneinander angeordnet oder zumindest anordenbar sind. Das Segmentrad
03 ist demnach nicht einteilig ausgebildet, mit bereits angeformten Segmenten 32,
sondern diese Segmente 32 bilden jeweils ein vom Grundkörper 76 trennbares eigenes
Maschinenelement und sind am Grundkörper 76 wechselbar angeordnet. Jedes dieser Segmente
32 ist - wie zuvor in gleicher Weise - geeignet, jeweils ein Drucktuch 33 in der bereits
beschriebenen Weise aufzunehmen.
[0057] Ein Vorteil am Segmentrad 03 wechselbarer Segmente 32 besteht darin, dass z. B. bei
einer Umstellung der Maschinenanordnung auf eine Produktion von Hohlkörpern 01 anderen
Formats, z. B. auf Dosen mit einer im Vergleich zur aktuellen Produktion kürzeren
oder längeren Dosenhöhe und/oder eines anderen Dosendurchmessers, auch eine Anpassung
im Format der zum Drucken erforderlichen Drucktücher 33 leichter und schneller möglich
ist. In einer Maschinenanordnung mit einem Segmentrad 03 mit bereits angeformten Segmenten
32 ist bei einer Umstellung der Produktion auf Hohlkörper 01 anderen Formats jeweils
das gesamte Segmentrad 03 auszutauschen, was in Anbetracht der üblichen Größe mit
einem Außendurchmesser im Bereich von z. B. 1.400 mm bis 1.600 mm und/oder der üblichen
Masse des Segmentrades 03 von z. B. mehr als 500 kg, insbesondere mehr als 1.000 kg
einen beträchtlichen Aufwand und unvertretbar lange Rüstzeiten bedeuten.
[0058] Um im Druckprozess auf Hohlkörpern 01 ein Druckbild hoher Druckqualität zu erzeugen,
muss ein Segmentrad 03 sehr hohe Anforderungen an seinen Rundlauf erfüllen, was dazu
führt, dass ein solches Segmentrad 03 hochgenau, d. h. mit geringen zulässigen Fertigungstoleranzen
zu bearbeiten ist. Dies ist bei einem Segmentrad 03 mit bereits angeformten Segmenten
32 aufgrund des relativ großen Außendurchmessers im Bereich von z. B. 1.400 mm bis
1.600 mm sehr aufwendig und teuer. Was bei einer Erstfertigung noch mittels eher seltener
und teurer Großbearbeitungsmaschinen machbar ist, ist im Falle einer Beschädigung
der Segmente 32 oder anderer Teile des Segmentrades 03 nur über sehr teure sowie in
der Maschinenanordnung äußerst schwierig ausführbare Reparaturmaßnahmen wie Richten,
Zerspanen, Aufschweißen und Überschleifen der Schadstelle oder durch einen Austausch
des kompletten Segmentrades 03 möglich. Dies bedeutet für den Betreiber einer solchen
Maschinenanordnung neben hohen Reparaturkosten auch einen langen Produktionsausfall,
da die gesamte Maschinenanordnung für die Dauer der Reparaturmaßnahme still steht.
Letztendlich ist bei einteiligen Segmenträdern 03 auch keine Variation in den verwendeten
Werkstoffen z. B. zur Verringerung der Trägheit des betreffenden Segmentrades 03 möglich.
[0059] Ein Segmentrad 03 mit mehreren entlang des Umfangs seines Grundkörpers 76 jeweils
an einer Fügestelle 77 insbesondere jeweils beabstandet voneinander angeordneten und
damit wechselbaren Segmenten 32 vereinfacht die Fertigung des betreffenden Segmentrades
03 und erleichtert aufgrund seines modularen Aufbaus seine Anpassung an verschiedene
von der jeweiligen Produktion abhängige Formate sowie gegebenenfalls eine in der Maschinenanordnung
auszuführende Reparatur schadhafter Stellen an diesem Segmentrad 03, insbesondere
an seinen Segmenten 32.
[0060] In der Ausgestaltung des Segmentrades 03 gemäß Fig. 19 sind die einzelnen, jeweils
wechselbaren Segmente 32 bevorzugt endbearbeitet ausgebildet (Fig. 20). Das bedeutet,
dass die endbearbeiteten Segmente 32 nur in ihrer jeweiligen Oberflächenkrümmung dem
gewünschten Außendurchmesser des betreffenden Segmentrades 03 mit einer hohen Genauigkeit
entsprechen müssen. Die restlichen Geometrien spielen toleranztechnisch eine untergeordnete
Rolle. Ebenso sind beim Grundkörper 76 des Segmentrades 03 die Fertigungstoleranzen
der äußeren Geometrie von untergeordneter Bedeutung. Das in der Fig. 20 beispielhaft
dargestellte einzelne Segment 32 weist z. B. mindestens einen Haltemagneten 81 auf,
um nach der Montage dieses Segmentes 32 am Grundkörper 76 des Segmentrades 03 ein
einen magnetisierbaren Metallträger aufweisendes Drucktuch 33 am Umfang dieses Segmentrades
03 insbesondere positionsrichtig zu halten.
[0061] Die notwendige hohe Genauigkeit der jeweiligen Lauffläche der betreffenden Drucktücher
33 bezüglich Rundlauf und Radius wird durch einen z. B. mit Hilfe einer insbesondere
längs des Umfangs des Segmentrades 03 verfahrbaren Reiterlehre 79 (Fig. 14) ausgeführten
Ausrichtvorgang der Segmente 32 bei in der Maschinenanordnung angeordnetem Grundkörper
76 des Segmentrades 03 erreicht und z. B. durch ein Vergießen eines Ausgleichsspaltes
fixiert. Denn an der betreffenden Fügestelle 77 zwischen dem jeweiligen Segment 32
und dem Grundkörper 76 ist jeweils ein Ausgleichsspalt mit einem in dem betreffenden
Ausgleichsspalt angeordneten Trennfugenbelag ausgebildet, wobei der Trennfugenbelag
vorzugsweise als ein z. B. niedrigviskoser Gießwerkstoff oder als eine Spachtelmasse
ausgebildet ist. Die jeweiligen Segmente 32 werden an ihrer Fügestelle 77 zum Grundkörper
76 des Segmentrades 03 somit jeweils insbesondere passgenau vergossen. Der Ausgleichsspalt
weist an der betreffenden Fügestelle 77 eine Spaltweite von z. B. mindestens 1 mm
bis zu z. B. 5 mm auf. Zudem sind die Segmente 32 jeweils z. B. durch mindestens ein
Verbindungselement 78 an dem Grundkörper 76 fixiert und/oder mit dem Grundkörper 76
lösbar verbunden. Das mindestens eine das jeweilige Segment 32 jeweils mit dem Grundkörper
76 des Segmentrades 03 verbindende Verbindungselement 78 ist z. B. als eine Zylinderschraube
oder als ein Kegelstift ausgebildet.
[0062] Ein Trennfugenbelag wird zum Anpassen und Einpassen von Maschinenteilen mit höchsten
Genauigkeitsanforderungen eingesetzt. Er gestattet ein Anpassen im µm-Bereich ohne
aufwendige mechanische Vor- und Nacharbeit. Er weist eine hohe statische Druckfestigkeit
von z. B. 100 N/mm
2 und/oder einen Traganteil von z. B. 100% auf. Ein Trennfugenbelag besitzt eine sehr
hohe Haftkraft und härtet ohne technisch relevanten Schwund aus. Ein derartiger Trennfugenbelag
wird z. B. von der Fa. SKC Gleittechnik GmbH in D-96469 Rödental angeboten.
[0063] In vorteilhafter Weise lässt sich mit der zuvor beschriebenen Vorrichtung zum Bedrucken
von Hohlkörpern 01 ein sogenannter "fliegender Produktionswechsel" ausführen, d. h.
es wird ohne Unterbrechung der Produktion von einem ersten Druckprozess zu einem zweiten
Druckprozess gewechselt. Sofern ein Drucktuchwechsel nicht erforderlich ist, wird
die Produktion umgestellt, während das Segmentrad 03 fortgesetzt, d. h. ununterbrochen
weiter rotiert und fortlaufend Hohlkörper 01 bedruckt. Bei einer Maschinenanordnung,
in der einige tausend Stück dieser Hohlkörper 01 pro Minute, z. B. zwischen 1.500
und 3.000 Stück pro Minute gefertigt werden, bedeutet ein unterbrechungsfreier Produktionswechsel
eine enorme Effizienzsteigerung. Und selbst wenn mit dem Produktionswechsel auch ein
Wechsel von mindestens einem der Drucktücher erforderlich ist, lassen sich die Rüstzeiten
für den Dekorator durch folgendes Verfahren erheblich verkürzen.
[0064] So wird ein Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
01 vorgeschlagen, wobei diese Vorrichtung ein um seine Achse 34 rotierendes Segmentrad
03 mit mehreren an seinem Umfang hintereinander angeordneten Drucktüchern 33 und in
vorzugsweise sternförmiger Zuordnung zu diesem Segmentrad 03, d. h. an dessen Peripherie
mehrere jeweils eine Druckform oder ein Druckklischee 68 tragende Plattenzylinder
04 aufweist, wobei jedem dieser Plattenzylinder 04 zur Einfärbung seiner Druckform
oder seines Druckklischees 68 jeweils mittels eines vorzugsweise als ein Kurzfarbwerk
ausgebildeten Farbwerks 06 mit einem insbesondere zweiwalzigen Walzenzug jeweils eine
bestimmte Druckfarbe zugeführt wird. In Abhängigkeit von einem zum Bedrucken der Hohlkörper
01 auszuführenden Druckprozess werden eine ausgewählte Menge von Plattenzylindern
04 an das Segmentrad 03 z. B. radial angestellt oder von diesem Segmentrad 03 abgestellt.
In einem ersten Druckprozess überträgt eine erste Teilmenge von jeweils eine eingefärbte
Druckform oder ein eingefärbtes Druckklischee 68 tragenden an das rotierende Segmentrad
03 angestellten Plattenzylindern 04 jeweils Druckfarbe auf mehrere der an diesem Segmentrad
03 angeordnete Drucktücher 33. Am Ende des ersten Druckprozesses werden zumindest
ein Teil der im ersten Druckprozess an das Segmentrad 03 angestellten Plattenzylinder
04 von diesem rotierenden Segmentrad 03 abgestellt. Bei fortgesetzter ununterbrochener
Rotation des Segmentrades 03 wird nun zur Ausführung eines vom ersten Druckprozess
verschiedenen zweiten Druckprozesses eine zweite Teilmenge von jeweils eine eingefärbte
Druckform oder ein eingefärbtes Druckklischee 68 tragenden Plattenzylindern 04 an
dieses Segmentrad 03 insbesondere radial angestellt, so dass diese Plattenzylinder
04 jeweils Druckfarbe auf mehrere der an diesem Segmentrad 03 angeordnete Drucktücher
33 übertragen. Die Drucktücher 33 übertragen ihrerseits die jeweilige Druckfarbe jeweils
auf an das rotierende Segmentrad 03 z. B. mittels eines Mandrelrades 02 herangeführte
zu bedruckende Hohlkörper 01.
[0065] In einer bevorzugten Ausführung werden mit einer Beendigung des ersten Druckprozesses
diejenigen Farbwerke 06, die im ersten Druckprozess der ersten Teilmenge von Plattenzylindern
04 jeweils Druckfarbe zugeführt haben, von dieser ersten Teilmenge von Plattenzylindern
04 jeweils abgestellt. Zudem werden mit Beginn des zweiten Druckprozesses diejenigen
Farbwerke 06, die im zweiten Druckprozess der zweiten Teilmenge von Plattenzylindern
04 jeweils Druckfarbe zuführen, an diese zweite Teilmenge von Plattenzylindern 04
jeweils angestellt.
[0066] Das Segmentrad 03 wird - wie zuvor beschrieben - vorzugsweise eigenständig, d. h.
zumindest unabhängig von den Plattenzylindern 04 und/oder den Farbwerken 06, von einem
z. B. als Direktantrieb ausgebildeten Motor 58 rotativ angetrieben. Auch die jeweils
an das Segmentrad 03 angestellten oder zumindest anstellbaren Plattenzylinder 04 werden
jeweils eigenständig, d. h. zumindest unabhängig vom Segmentrad 03, von einem Motor
11 rotativ angetrieben. Die Farbwerke 06 weisen jeweils genau eine an den betreffenden
Plattenzylinder 04 angestellte oder anstellbare oder von diesem Plattenzylinder 04
abgestellte oder abstellbare Farbauftragswalze 07 und z. B. eine jeweils Druckfarbe
zu der betreffenden Farbauftragswalze 07 fördernde Rasterwalze 08 auf, wobei die jeweilige
Farbauftragswalze 07 und gegebenenfalls die betreffende Rasterwalze 08 jeweils eigenständig,
d. h. separat von einem Motor 12 rotativ angetrieben werden. Alternativ kann die jeweilige
Farbauftragswalze 07 z. B. von der jeweiligen im selben Farbwerk 06 angeordneten Rasterwalze
08 jeweils durch Friktion rotativ angetrieben werden. Die genannten separaten Antriebe
11; 12; 58, d. h. der das Segmentrad 03 eigenständig rotativ antreibende Motor 58
und/oder der jeweilige den jeweiligen Plattenzylinder 04 eigenständig rotativ antreibende
Motor 11 und/oder der die jeweilige Farbauftragswalze 07 und/oder die Rasterwalze
08 jeweils eigenständig rotativ antreibende Motor 12 wird bzw. werden vorzugsweise
jeweils von einer Steuereinheit unabhängig voneinander und vorzugsweise einzeln gesteuert
oder geregelt. Auch die jeweilige Anstellung und/oder Abstellung der betreffenden
Plattenzylinder 04 und/oder der betreffenden Farbwerke 06 wird vorzugsweise jeweils
von der Steuereinheit unabhängig voneinander jeweils in Abhängigkeit vom auszuführenden
Druckprozess gesteuert.
[0067] Zur Verkürzung der Rüstzeiten wird auf mindestens einem an dem laufenden Druckprozess
unbeteiligten, d. h. aktuell nicht an das rotierende Segmentrad 03 angestellten Plattenzylinder
04 die jeweilige Druckform oder das jeweilige Druckklischee 68 während dieses laufenden
Druckprozesses jeweils unter Verwendung eines z. B. zuvor beschriebenen Plattenwechslers
14 vorzugsweise automatisiert gewechselt. Zum Wechsel mindestens eines der am Segmentrad
03 angeordneten Drucktücher 33 wird das Segmentrad 03 zum Stillstand gebracht und
mindestens ein auf diesem Segmentrad 03 angeordnetes Drucktuch 33 wird vorzugsweise
unter Verwendung einer Vorrichtung zum automatischen Wechseln der Drucktücher 33 automatisiert
gewechselt.
[0068] Des Weiteren ist mit der zuvor beschriebenen Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
01 ein Verfahren zum Bedrucken von Hohlkörpern 01 ausführbar, bei dem auf jeden der
Hohlkörper 01 Druckfarbe jeweils von einem der hintereinander am Umfang eines um seine
Achse 34 rotierenden Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33 übertragen wird,
bei dem mindestens zwei in Rotationsrichtung des Segmentrades 03 nacheinander angeordnete
jeweils ein Druckklischee 68 tragende Plattenzylinder 04 verwendet werden, bei dem
eine von einem an einem ersten Plattenzylinder 04 angestellten ersten Farbwerk 06
auf dessen Druckklischee 68 aufgetragene erste Druckfarbe auf ein erstes Drucktuch
33 der am Umfang des Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33 übertragen und von
dort auf das Druckklischee 68 eines dem ersten Plattenzylinder 04 in Rotationsrichtung
des Segmentrades 03 nachgeordneten zweiten Plattenzylinders 04 rückgespalten, d. h.
durch Rückspaltung übertragen wird. Mit einem am zweiten Plattenzylinder 04 angestellten
zweiten Farbwerk 06 wird auf dessen Druckklischee 68 eine von der ersten Druckfarbe
verschiedene zweite Druckfarbe aufgetragen. Die erste durch Rückspaltung und die zweite
vom zweiten Farbwerk 06 jeweils auf dem Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders
04 aufgetragene Druckfarbe werden sodann gemeinsam auf ein zweites Drucktuch 33 der
am Umfang des Segmentrades 03 angeordneten Drucktücher 33 übertragen. Dabei werden
die verschiedenen auf dem Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders 04 aufgetragenen
Druckfarben auf diesem Druckklischee 68 in verschiedenen aneinander angrenzenden Bereichen
aufgetragen, wobei sich die auf dem Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders
04 aufgetragenen Druckfarben in ihrem jeweiligen Grenzbereich 71 vermischen. Sie auf
dem Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders 04 aufgetragenen Druckfarben 69
werden sodann unter Abbildung ihrer in ihrem jeweiligen Grenzbereich 71 erfolgten
Vermischung auf das zweite Drucktuch 33 übertragen.
[0069] Zum Einfärben der Druckklischees 68 wird z. B. jeweils ein an den jeweiligen Plattenzylinder
04 angestelltes Kurzfarbwerk, d. h. ein Farbwerk 06 mit einem aus maximal fünf Walzen
bestehenden Walzenzug oder in der bevorzugten Ausführung ein Farbwerk 06 mit einem
zwei Walzen 07; 08 bestehenden Walzenzug verwendet, wobei dem jeweiligen Plattenzylinder
04 jeweils nur eine einzige Farbauftragswalze 07 zugeordnet ist. In den jeweiligen
Farbwerken 06 wird insbesondere jeweils eine Farbauftragswalze 07 verwendet, deren
Umfangslänge der Umfangslänge des jeweiligen Plattenzylinders 04 entspricht. In der
bevorzugten Ausführung sind demnach der Außendurchmesser d04 des das betreffende Druckklischee
68 tragenden Plattenzylinders 04 und der Außendurchmesser d07 der an diesen Plattenzylinder
04 angestellten Farbauftragswalze 07 betragsmäßig gleich.
[0070] Zur Einfärbung des ersten Plattenzylinders 04 wird z. B. eine vollflächig ummantelte
Farbauftragswalze 07 verwendet. Zur Einfärbung des zweiten Plattenzylinders 04 wird
z. B. eine vollflächig ummantelte Farbauftragswalze 07 oder vorzugsweise eine beschichtete
Farbauftragswalze 07 mit an ihrer Mantelfläche eingebrachten Vertiefungen verwendet,
wobei diese Vertiefungen insbesondere in Abhängigkeit vom zu druckenden Druckbild
und/oder z. B. in Axialrichtung und/oder in Umfangsrichtung ausgebildet sind. Zum
Bedrucken der Hohlkörper 01 können z. B. Drucktücher 33 mit eingebrachten Vertiefungen
verwendet werden. Die Vertiefungen in der Mantelfläche der zur Einfärbung des zweiten
Plattenzylinders 04 verwendeten Farbauftragswalze 07 und/oder in den zum Bedrucken
der Hohlkörper 01 verwendeten Drucktüchern 33 werden dabei jeweils z. B. durch eine
mechanische Gravur oder durch Fräsen oder durch Lasern eingebracht.
[0071] In der bevorzugten Ausführung färbt das erste Farbwerk 06 mindestens eine auf dem
Druckklischee 68 des ersten Plattenzylinders 04 ausgebildete flächige erste Druckbildstelle
ein und das zweite Farbwerk 06 färbt mindestens eine auf dem Druckklischee 68 des
zweiten Plattenzylinders 04 ausgebildete flächige zweite Druckbildstelle ein. Dabei
umfasst die auf dem Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders 04 ausgebildete
zweite Druckbildstelle aufgrund ihrer Position und Größe denjenigen Bereich, in den
jeweils Druckfarbe von der jeweiligen Fläche der mindestens einen auf dem Druckklischee
68 des ersten Plattenzylinders 04 ausgebildeten ersten Druckbildstelle übertragen
oder rückgespalten wird. Und die das Druckklischee 68 des zweiten Plattenzylinders
04 einfärbende Farbauftragswalze 07 des zweiten Farbwerks 06 weist in ihrer Mantelfläche
an der jeweiligen mit der mindestens einen ersten Druckbildstelle des auf dem ersten
Plattenzylinder 04 angeordneten Druckklischees 68 korrespondierenden Fläche jeweils
eine Vertiefung in der zuvor beschriebenen Weise auf.
[0072] Die jeweiligen Umfangsgeschwindigkeiten sowohl vom ersten Plattenzylinder 04 und
von der das auf diesem ersten Plattenzylinder 04 angeordneten Druckklischee 68 einfärbenden
Farbauftragswalze 07 als auch die jeweiligen Umfangsgeschwindigkeiten vom zweiten
Plattenzylinder 04 und von der das auf diesem zweiten Plattenzylinder 04 angeordneten
Druckklischee 68 einfärbenden Farbauftragswalze 07 werden z. B. von einer Steuereinheit
insbesondere im Hinblick auf einen gemeinsamen Bezugspunkt jeweils synchron zueinander
eingestellt. Plattenzylinder 04 und zugehörige Farbauftragswalze 07 befinden sich
demnach jeweils im Gleichlauf. Zur Herstellung der beabsichtigten Farbverläufe muss
dieser Gleichlauf für alle an der Produktion beteiligten Druckwerke 73 und Farbwerke
06 zu jedem Zeitpunkt des betreffenden Produktionsprozesses gegeben sein, also auch
unmittelbar nach einem Maschinenstopp. Zusätzlich sind auch die jeweiligen Umfangsgeschwindigkeiten
der zu bedruckenden Hohlkörper 01 und des Segmentrades 03 miteinander synchronisiert.
[0073] Mit diesem Verfahren werden bei der Ausführung eines Hochdruckverfahrens Farbverläufe,
so genannte Irisdruck-Effekte hergestellt, mit denen sich die im Druck erzielbare
Gestaltungstiefe erhöhen und/oder auch Sicherheitsmerkmale herstellen lassen. Mit
gezielt eingesetzten Farbverläufen lassen sich an Hohlkörpern 01 in deren Axialrichtung
und/oder Umfangsrichtung ganz neuartige Dekore herstellen. Dies gelingt mit dem beschriebenen
Verfahren sogar unter Verwendung von Kurzfarbwerken, auch solchen mit einem z. B.
nur zweiwalzigen Walzenzug.
[0074] Fig. 17 zeigt in drei Phasen eine Produktionsabfolge zur Herstellung von einem Farbverlauf
an einem Hohlkörper 01, wobei in dieser Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
01 mindestens zwei Farbwerke 06 jeweils mit einer Farbauftragswalze 07 verwendet werden,
deren jeweilige Umfangslänge jeweils der gestreckten Länge des in demselben Farbwerk
06 verwendeten Druckklischees 68 entspricht. In einer ersten Produktionsphase (Fig.
17a) wird in einem ersten Farbwerk 06 mit einer ersten z. B. vollflächig ummantelten
Farbauftragswalze 07 eine erste Druckfarbe 69 auf ein erstes auf einem ersten Plattenzylinder
04 angeordneten Druckklischee 68 aufgetragen. Auf einem mit dem ersten Plattenzylinder
04 zusammenwirkenden auf dem um seine Achse 34 rotierenden Segmentrad 03 angeordneten
ersten Drucktuch 33 ergibt sich nach einem Abrollen des ersten Druckklischees 68 auf
diesem ersten Drucktuch 33 der in der Fig. 17a sowohl in einem Schnitt als auch in
einer Draufsicht dargestellte Farbauftrag. In einer zweiten Produktionsphase (Fig.
17b) wird in einem zweiten Farbwerk 06 mit einer zweiten z. B. eine Vertiefung in
Umfangsrichtung aufweisenden Farbauftragswalze 07 eine zweite Druckfarbe 69 auf ein
zweites auf einem zweiten Plattenzylinder 04 angeordneten Druckklischee 68 aufgetragen.
Auf einem mit dem zweiten Plattenzylinder 04 zusammenwirkenden gleichfalls auf dem
rotierenden Segmentrad 03 angeordneten zweiten Drucktuch 33 ergibt sich nach einem
Abrollen des zweiten Druckklischees 68 auf diesem zweiten Drucktuch 33 der in der
Fig. 17b sowohl in einem Schnitt als auch in einer Draufsicht dargestellte Farbauftrag.
Fig. 17c zeigt beispielhaft eine dritte Produktionsphase, in welcher auf dem auf dem
zweiten Plattenzylinder 04 angeordneten Druckklischee 68 sowohl die erste Druckfarbe
69 als auch die zweite Druckfarbe 69 in jeweils aneinander angrenzenden Bereichen
aufgetragen sind, wobei die erste Druckfarbe 69 durch Rückspaltung auf das zweite
Druckklischee 68 aufgetragen worden ist. Durch eine gemeinsame Übertragung beider
Druckfarben 69 auf das zweite mit dem zweiten Plattenzylinder 04 zusammenwirkende
Drucktuch 33 ergibt sich der in der Fig. 17c sowohl in einem Schnitt als auch in einer
Draufsicht dargestellte Farbauftrag, wobei sich im jeweiligen Grenzbereich 71 der
beiden auf das zweite Drucktuch 33 aufgetragenen Druckfarben 69 jeweils eine rückspaltungsbedingte
Farbmischung und damit ein Farbverlauf bzw. ein Irisdruck-Effekt ausbildet. Dieser
Farbverlauf kann nun weiter auf die zu bedruckenden Hohlkörper 01 übertragen werden.
[0075] Ein weiteres sehr vorteilhaftes Verfahren zum Bedrucken von Hohlkörpern weist die
Verfahrensschritte auf, dass auf jeden der Hohlkörper 01 Druckfarbe 69 jeweils von
einem der hintereinander am Umfang eines um seine Achse 34 rotierenden Segmentrades
03 angeordneten Drucktücher 33 übertragen wird, wobei von mehreren entlang des Umfangs
des Segmentrades 03 angeordneten Druckwerken 72; 73 jeweils Druckfarbe 69 auf das
betreffende Drucktuch 33 aufgetragen wird. Dabei trägt in Drehrichtung des Segmentrades
03 eine erste Teilmenge der Druckwerke 73 Druckfarbe 69 in einem Kontaktverfahren,
vorzugsweise in einem Hochdruckverfahren oder auch in einem Siebdruckverfahren oder
in einem Offsetdruckverfahren auf das betreffende Drucktuch 33 auf und eine zweite
Teilmenge der Druckwerke 72 trägt Druckfarbe 69 jeweils in einem Digitaldruckverfahren
druckformlos auf das betreffende Drucktuch 33 auf, wobei alle von den jeweiligen Druckwerken
72; 73 letztlich auf den betreffenden Hohlkörper 01 zu übertragenden Druckfarben 69
zunächst auf dem betreffenden Drucktuch 33 gesammelt und dann von dem betreffenden
Drucktuch 33 gemeinsam auf den betreffenden Hohlkörper 01 übertragen werden. Dabei
wird das mindestens eine Druckfarbe 69 jeweils in einem Digitaldruckverfahren druckformlos
auf das betreffende Drucktuch 33 auftragende Druckwerk 72 mit Bezug auf den Zenit
des Segmentrades 03 vorzugsweise innerhalb eines Winkelbereiches ϕ von ±45° und damit
in einem oberen Bereich dieses Segmentrades 03 angeordnet. Für das mindestens eine
Druckfarbe 69 jeweils in einem Digitaldruckverfahren druckformlos auf das betreffende
Drucktuch 33 auftragende Druckwerk 72 wird vorteilhafterweise mindestens ein Inkjetdruckkopf
74 oder ein Laser verwendet. Besonders vorteilhaft ist es, wenn für das mindestens
eine Druckfarbe 69 jeweils in einem Digitaldruckverfahren druckformlos auf das betreffende
Drucktuch 33 auftragende Druckwerk 72 jeweils ein Double Array verwendet wird, also
ein Druckwerk 72, bei dem zwei vorzugsweise jeweils die gleiche Druckfarbe auf das
betreffende Drucktuch 33 auftragende Druckeinrichtungen, z. B. zwei Inkjetdruckköpfe
74 in Umfangsrichtung des Segmentrades 03 hintereinander angeordnet sind. Alternativ
zum Double Array kann ein Single Array oder ein anderes Mehrfach-Array verwendet werden.
So wird von dem mindestens einen Druckfarbe 69 jeweils in einem Digitaldruckverfahren
druckformlos auf das betreffende Drucktuch 33 auftragenden Druckwerk 72 insbesondere
mindestens eine der Druckfarben Cyan und/oder Magenta und/oder Yellow und/oder Schwarz
aufgetragen. Von einem jeden der Druckfarbe 69 in einem Hochdruckverfahren oder in
einem Siebdruckverfahren oder in einem Offsetdruckverfahren auf das betreffende Drucktuch
33 auftragenden Druckwerke 73 wird jeweils vorzugsweise eine bestimmte vorgemischte,
z. B. kundenspezifische oder produktspezifische Sonderfarbe aufgetragen. Für eine
präzise Winkellagesteuerung des Segmentrades 03 ist es vorteilhaft, wenn das Segmentrad
03 von einem als Motor 58 ausgebildeten Direktantrieb rotativ angetrieben wird. Wie
zuvor beschrieben, werden die zu bedruckenden Hohlkörper 01 in der bevorzugten Ausführung
von einem gegenläufig zum Segmentrad 03 um eine Achse 41 rotierenden Mandrelrad 02
an das rotierende Segmentrad 03 herangeführt, wobei das betreffende Drucktuch 33 mit
den darauf gesammelten Druckfarben 69 zur Übertragung dieser Druckfarben 69 auf dem
betreffenden Hohlkörper 01 abrollt. Ferner kann zur Verkürzung von Rüstzeiten mindestens
ein auf dem Segmentrad 03 angeordnetes Drucktuch 33 unter Verwendung einer Vorrichtung
zum automatischen Wechseln der Drucktücher 33 automatisiert gewechselt werden. Die
erste Teilmenge der z. B. in einem Hochdruckverfahren druckenden Druckwerke 73 verwendet
jeweils ein an den jeweiligen Plattenzylinder 04 angestelltes Farbwerk 06 mit einem
aus maximal fünf Walzen bestehenden Walzenzug, d. h. vorzugsweise ein Kurzfarbwerk.
Alternativ oder zusätzlich verwendet die erste Teilmenge der z. B. in einem Hochdruckverfahren
druckenden Druckwerke 73 jeweils ein an den jeweiligen Plattenzylinder 04 angestelltes
Farbwerk 06 mit jeweils nur einer einzigen Farbauftragswalze 07.
[0076] Fig. 18 zeigt in einer schematischen Darstellung die Vorrichtung zum Bedrucken von
Hohlkörpern 01 mit einem mehrfarbig, z. B. vierfarbig jeweils in einem Digitaldruckverfahren
druckformlos druckenden Druckwerk 72 und mit mehreren, z. B. sechs jeweils in einem
Hochdruckverfahren oder in einem Siebdruckverfahren oder in einem Offsetdruckverfahren
druckenden Druckwerken 73. Im Ergebnis ergibt sich eine hybride Vorrichtung zum Bedrucken
von Hohlkörpern 01, mit der in sehr vorteilhafter Weise auch kleinere Auflagenhöhen
oder Losgrößen von Hohlkörpern 01, die in der Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern
01 einen häufigeren Dekorwechsel nach sich ziehen, effizient produziert werden können.
Bezugszeichenliste
[0077]
- 01
- Hohlkörper; Zweiteildose
- 02
- Mandrelrad
- 03
- Segmentrad
- 04
- Plattenzylinder
- 05
- -
- 06
- Farbwerk
- 07
- Farbauftragswalze
- 08
- Rasterwalze
- 09
- Kammerrakelsystem
- 10
- -
- 11
- Motor
- 12
- Motor
- 13
- Reiterwalze
- 14
- Plattenwechsler
- 15
- -
- 16
- Auflagefläche
- 17
- Traverse
- 18
- Hebelanordnung, erste
- 19
- Drehachse, erste
- 20
- -
- 21
- Antrieb, erster
- 22
- Anschlag, erster
- 23
- Hebelanordnung, zweite
- 24
- Hebelanordnung, dritte
- 25
- -
- 26
- Drehachse, zweite
- 27
- Antrieb, zweiter
- 28
- Antrieb, dritter
- 29
- Anschlagssystem, erstes
- 30
- -
- 31
- Anschlagssystem, zweites
- 32
- Segment (03)
- 33
- Drucktuch
- 34
- Rotationsachse (03)
- 35
- -
- 36
- Aussparung
- 37
- Kante (33)
- 38
- Einhängeschenkel (33)
- 39
- Kante (36)
- 40
- -
- 41
- Rotationsachse (02)
- 42
- Speichereinrichtung
- 43
- Einrichtung
- 44
- Einrichtung
- 45
- -
- 46
- Schlitten
- 47
- Spachtel
- 48
- Schaltelement, erstes
- 49
- Schaltelement, zweites
- 50
- -
- 51
- Schaltelement, drittes
- 52
- Anschlag
- 53
- Welle
- 54
- Hohlwelle
- 55
- -
- 56
- Anschluss für den Kühlmittelzufluss
- 57
- Anschluss für den Kühlmittelabfluss
- 58
- Motor
- 59
- Gehäuse
- 60
- -
- 61
- Stator
- 62
- Rotor
- 63
- Wälzlager
- 64
- Drehgeber
- 65
- -
- 66
- Gestell
- 67
- Klemmelement
- 68
- Druckklischee
- 69
- Druckfarbe
- 70
- -
- 71
- Grenzbereich
- 72
- Druckwerk (Digitaldruckverfahren)
- 73
- Druckwerk (Hochdruck-, Siebdruck- oder Offsetdruckverfahren)
- 74
- Inkjetdruckkopf
- 75
- -
- 76
- Grundkörper (03)
- 77
- Fügestelle
- 78
- Verbindungselement
- 79
- Reiterlehre
- 80
- -
- 81
- Haltemagnet
- d04
- Außendurchmesser
- d07
- Außendurchmesser
- d08
- Außendurchmesser
- G
- Gerade
- ϕ
- Winkelbereich
1. Segmentrad (03) einer Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern (01), mit mehreren
an seinem Umfang ausgebildeten Segmenten (32), wobei an mindestens einem Segment (32)
jeweils ein Drucktuch (33) zum Bedrucken der Hohlkörper (01) angeordnet oder zumindest
anordenbar ist, wobei das Segmentrad (03) einen Grundkörper (76) aufweist, wobei der
Grundkörper (76) aus einem metallischen Werkstoff ausgebildet ist, wobei die Segmente
(32) entlang des Umfangs des Grundkörpers (76) jeweils an einer Fügestelle (77) angeordnet
sind, wobei die Segmente (32) jeweils lösbar mit dem Grundkörper (76) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (32) derart am Grundkörper (76) wechselbar sind, dass das Segmentrad
(03) an verschiedene von der jeweiligen Produktion abhängige Formate der Hohlkörper
(01) anpassbar ist, wobei die verschiedenen Formate der Hohlkörper (01) eine im Vergleich
zur aktuellen Produktion kürzere oder längere Hohlkörperhöhe und/oder einen anderen
Hohlkörperdurchmesser betreffen.
2. Segmentrad (03) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der betreffenden Fügestelle (77) zwischen dem jeweiligen Segment (32) und dem
Grundkörper (76) ein Ausgleichsspalt mit einem Trennfugenbelag ausgebildet ist, wobei
der Trennfugenbelag als ein Gießwerkstoff ausgebildet ist.
3. Segmentrad (03) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trennfugenbelag als ein ohne technisch relevanten Schwund aushärtender Gießwerkstoff
ausgebildet ist.
4. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Segmente (32) an ihrer Fügestelle (77) zum Grundkörper (76) des Segmentrades
(03) jeweils passgenau vergossen sind und/oder dass der Ausgleichsspalt an der betreffenden
Fügestelle (77) eine Spaltweite im Bereich von mindestens 1 mm bis zu 5 mm aufweist.
5. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (32) jeweils durch mindestens ein Verbindungselement (78) an dem Grundkörper
(76) fixiert sind.
6. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Segmentrad (03) einen Außendurchmesser im Bereich von 1.400 mm bis 1.600 mm und
eine Masse von mehr als 500 kg aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (32) jeweils endbearbeitet ausgebildet sind, wobei die endbearbeiteten
Segmente (32) in ihrer jeweiligen Oberflächenkrümmung dem gewünschten Außendurchmesser
des betreffenden Segmentrades (03) entsprechen.
8. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (76) des Segmentrades (03) aus Gusseisen oder als eine Schweißkonstruktion
ausgebildet ist.
9. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das betreffende Segment (32) oder jedes der Segmente (32) jeweils mindestens einen
Haltemagneten zum Halten jeweils eines einen magnetisierbaren Metallträger aufweisenden
Drucktuches (33) aufweist.
10. Segmentrad (03) nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4 oder 5 oder 6 oder 7 oder 8 oder
9, dadurch gekennzeichnet, dass das Segmentrad (03) an seinem Umfang in äquidistanter Verteilung hintereinander acht
bis zwölf Segmente (32) aufweist.
11. Vorrichtung zum Bedrucken von Hohlkörpern (01), mit einem an seinem Umfang mehrere
Segmente (32) aufweisenden Segmentrad (03) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, dass das Segmentrad (03) mit seiner Welle (53) in einem Gestell (66) dieser Vorrichtung
gelagert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Segmentrad (03) durch einen mit der Welle (53) verbundenen Direktantrieb rotativ
angetrieben ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Direktantrieb als ein permanenterregter bürstenloser Gleichstrommotor oder als
ein Torquemotor (58) ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (53) des Segmentrades (03) in dem Gestell (66) beidendig jeweils in doppelreihigen
Wälzlagern (63) gelagert ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12 oder 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Segmentrad (03) beidseitig mittels Klemmelementen (67) mit seiner Welle (53)
starr verbunden und dadurch auf der Welle (53) fixiert ist.
1. A segmented wheel (03) for a device for printing on hollow bodies (01), having a plurality
of segments (32) formed on its periphery, wherein a printing blanket (33) for printing
on the hollow bodies (01) is or at least can be arranged on at least one segment (32),
wherein the segmented wheel (03) has a main body (76), wherein the main body (76)
is made of a metallic material, wherein each of the segments (32) along the periphery
of the main body (76) is arranged at a joint (77), wherein the segments (32) are each
detachably connected to the main body (76), characterized in that the segments (32) are changeable on the main body (76) in such a way that the segmented
wheel (03) can be adapted to different formats of the hollow bodies (01), which are
dependent upon the respective production run, wherein the different formats of the
hollow bodies (01) refer to a shorter or taller hollow body height and/or to a different
hollow body diameter from that of the current production run.
2. The segmented wheel (03) according to claim 1, characterized in that at the relevant joint (77) between the respective segment (32) and the main body
(76), a compensation gap having a joint face coating is formed, wherein the joint
face coating is embodied as a casting material.
3. The segmented wheel (03) according to claim 2, characterized in that the joint face coating is embodied as a casting material that cures without technically
relevant shrinkage.
4. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3, characterized in that each of the respective segments (32) is cast to fit precisely at its joint (77) with
the main body (76) of the segmented wheel (03) and/or that the compensation gap at
the relevant joint (77) has a gap width ranging from at least 1 mm to 5 mm.
5. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3 or 4, characterized in that each of the segments (32) is fixed to the main body (76) by at least one connecting
element (78).
6. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5, characterized in that the segmented wheel (03) has an outer diameter ranging from 1400 mm to 1600 mm and
a weight of more than 500 kg.
7. The device according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6, characterized in that the segments (32) are each embodied as finished, wherein the respective surface curvature
of the finished segments (32) corresponds to the desired outer diameter of the relevant
segmented wheel (03).
8. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7, characterized in that the main body (76) of the segmented wheel (03) is made of cast iron or is configured
as a welded structure.
9. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8,
characterized in that the relevant segment (32) or each of the segments (32) has at least one holding magnet
for holding one printing blanket (33) per segment, said printing blanket having a
magnetizable metal substrate.
10. The segmented wheel (03) according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or
9, characterized in that the segmented wheel (03) has eight to twelve segments (32), spaced equidistant from
one another, in a row along its periphery.
11. A device for printing on hollow bodies (01), having a segmented wheel (03) that has
a plurality of segments (32) along its periphery, according to at least one of claims
1 to 10, characterized in that the segmented wheel (03) is mounted on its shaft (53) in a frame (66) of said device.
12. The device according to claim 11, characterized in that the rotation of the segmented wheel (03) is driven by a direct drive connected to
the shaft (53).
13. The device according to claim 12, characterized in that the direct drive is configured as a permanently energized brushless DC motor or as
a torque motor (58).
14. The device according to claim 11 or 12 or 13, characterized in that the shaft (53) of the segmented wheel (03) is mounted in the frame (66) at both ends
of said shaft, each end in double-row roller bearings (63).
15. The device according to claim 11 or 12 or 13 or 14, characterized in that the segmented wheel (03) is connected rigidly to its shaft (53) on both sides by
means of clamping elements (67), and is thereby fixed on the shaft (53).
1. Roue segmentée (03) d'un dispositif d'impression de corps creux (01), avec plusieurs
segments (32) conçus sur sa périphérie, dans laquelle un blanchet d'impression (33)
respectif pour imprimer les corps creux (01) est agencé contre au moins un segment
(32), dans laquelle la roue segmentée (03) présente un corps de base (76), dans laquelle
le corps de base (76) est conçu dans un matériau métallique, dans laquelle les segments
(32) sont agencés le long de la périphérie du corps de base (76) respectivement contre
un point de jonction (77), dans laquelle les segments (32) sont reliés respectivement
de façon amovible au corps de base (76), caractérisée en ce que les segments (32) sont échangeables au niveau du corps de base (76) de telle sorte
que la roue segmentée (03) soit adaptable à des formats différents des corps creux
(01) en fonction de la production respective, dans laquelle les formats différents
des corps creux (01) concernent une hauteur de corps creux plus courte ou plus longue
par rapport à la production en cours et/ou un autre diamètre de corps creux.
2. Roue segmentée (03) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une fente de compensation avec une garniture de jointure de séparation est conçue
contre le point de jonction (77) concerné entre le segment (32) respectif et le corps
de base (76), dans laquelle la garniture de jointure de séparation est conçue sous
forme de matériau de moulage.
3. Roue segmentée (03) selon la revendication 2, caractérisée en ce que la garniture de jointure de séparation est conçue sous forme de matériau de moulage
durcissant sans contraction techniquement pertinente.
4. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3, caractérisée en ce qu'au niveau de leur point de jonction (77) les segments (32) respectifs sont coulés
respectivement de façon ajustée contre le corps de base (76) de la roue segmentée
(03) et/ou en ce que la fente de compensation au niveau du point de jonction (77) concerné présente une
largeur de fente dans la plage d'au moins 1 mm et jusqu'à 5 mm.
5. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4, caractérisée en ce que les segments (32) sont fixés contre le corps de base (76) respectivement par au moins
un élément de liaison (78).
6. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5, caractérisée en ce que la roue segmentée (03) présente un diamètre extérieur dans la plage de 1 400 mm à
1 600 mm et une masse supérieure à 500 kg.
7. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6, caractérisée en ce que les segments (32) sont conçus respectivement avec une finition, dans laquelle les
segments (32) avec finition correspondent dans leur courbure de surface respective
au diamètre extérieur souhaité de la roue segmentée (03) concernée.
8. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7, caractérisée en ce que le corps de base (76) de la roue segmentée (03) est conçu en fonte ou sous forme
de construction soudée.
9. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8, caractérisée en ce que le segment (32) concerné ou chacun des segments (32) présente respectivement au moins
un aimant de maintien pour maintenir respectivement un blanchet d'impression (33)
qui présente un support métallique aimantable.
10. Roue segmentée (03) selon la revendication 1 ou 2 ou 3 ou 4 ou 5 ou 6 ou 7 ou 8 ou
9, caractérisée en ce que la roue segmentée (03) présente sur sa périphérie huit à douze segments (32) qui
se succèdent dans une distribution équidistante.
11. Dispositif d'impression de corps creux (01), avec une roue segmentée (03) qui présente
plusieurs segments (32) sur sa périphérie selon au moins l'une des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que la roue segmentée (03) est montée avec son arbre (53) dans un bâti (66) de ce dispositif.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la roue segmentée (03) est entraînée en rotation par un entraînement direct relié
à l'arbre (53).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'entraînement direct est conçu sous forme de moteur à courant continu sans balai
à excitation permanente ou de moteur-couple (58).
14. Dispositif selon la revendication 11 ou 12 ou 13, caractérisé en ce qu'au niveau des deux extrémités, l'arbre (53) de la roue segmentée (03) est monté dans
le bâti (66) respectivement dans des paliers à rouleau (63) à double rangée.
15. Dispositif selon la revendication 11 ou 12 ou 13 ou 14, caractérisé en ce que des deux côtés la roue segmentée (03) est reliée rigidement à son arbre (53) au moyen
d'éléments de serrage (67) et ainsi fixée sur l'arbre (53).