[0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt alkoxylierte Amine als Kraftstoffadditive zur
Verringerung von Injektorablagerungen in direkteinspritzenden Benzinmotoren.
[0002] Aus
EP 700985 A1 ist bekannt, butoxylierte Polyetheramine von Mono- oder Polyaminen als Additive in
Kraftstoffen für Ottomotoren zu verwenden. Die Polyetheramine zeigen eine Verringerung
von Ablagerungen an den Einlaßventilen. Die Herstellung der Polyetheramine erfolgt
durch Butoxylierung von Alkanolen gefolgt von reduktiver Aminierung der erhaltenen
Produkte mit Mono- oder Polyaminen. Die Polyetheramine tragen daher keine freien Hydroxygruppen,
sondern alkylgekappte Butylenoxidketten.
[0003] Aus
WO 2011/076949 ist die Verwendung gemischt ethoxylierter/propoxylierter Polyetheramine von Monoaminen
in alkoholhaltigen Ottokraftstoffen zur Verbesserung von Kraftstoffverbrauch und/oder
Verringerung von Ablagerungen an Einlaßventilen und/oder Einspritzdüse bekannt.
[0004] Aus
DE 10316871 A1 und
EP 310875 A1 ist es bekannt, Polyetheramine wie Tridecanol- oder Isotridecanol propoxylat und/oder-butoxylat
Ammoniak Umsetzungsprodukte in Kraftstoffen einzusetzen.
[0006] EP 905217 A beschreibt den Einsatz von Ethergruppen-enthaltenden Verbindungen in Benzin für direkteinspritzende
Ottomotoren zur Verringerung von Emissionen. Zur weiteren Reduzierung von Injektorablagerungen
oder Brennkammerablgerungen sollten dem Kraftstoff Polyalkylamine oder Polyetheramine
beigemischt werden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, Verbindungen zur Verfügung zu stellen,
mit denen in direkteinspritzenden Ottomotoren die Bildung von Ablagerungen an Einspritzdüsen
vermieden oder verringert und/oder bestehende Ablagerungen entfernt werden können.
[0008] Die Aufgabe wurde gelöst durch die Verwendung von Verbindungen (A) ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus

und Formel (II)

worin
R einen zweibindigen organischen Rest, bevorzugt einen 2 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisenden
Alkylenrest,
R1, R2, R3, R4, R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen einbindigen organischen Rest oder einen
Rest -[-Xi-]n-H oder R1 und R2 gemeinsam und zusammen mit dem Stickstoffatom einen fünf- bis siebengliedrigen Ring
bilden können, bevorzugt Wasserstoff, einen 1 bis 20 Kohlenstoffatome aufweisenden
Alkylrest oder einen Rest -[-Xi-]n-H,
w eine positive ganze Zahl und
x, y und z unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl
bedeuten,
- worin n eine positive ganze Zahl bedeutet, und
- worin jedes Xi für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
-CH2-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -C H2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O- und -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O -, -CH(C2H5)-CH2-O- und -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O
- und -CH(C2H5)-CH2-O-, ganz besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O- und -CH(CH3)-CH2-O-, und insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH2-CH(CH3)-O- und -CH(CH3)-CH2-O-, mit der Maßgabe, daß
- die Summe aus x, y und z ungleich Null ist
- mindestens einer der Reste R1, R2, R3, R4, R5 und R6 nicht Wasserstoff ist und
- mindestens einer der Reste R1, R2, R3, R4, R5 und R6 einen Rest -[-Xi-]n-H darstellt,
in Ottokraftstoffen zur Vermeidung und/oder Verringerung der Bildung von Ablagerungen
an Einspritzdüsen in direkteinspritzenden Ottomotoren und/oder Entfernung und/oder
Verringerung von bestehenden Ablagerungen an Einspritzdüsen in direkteinspritzenden
Ottomotoren.
[0009] Unter diesen sind die Verbindungen der Formel (I) bevorzugt.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform erfüllen die Verbindungen die Formel (III)

worin
R1, R2 und Xi die oben genannten Bedeutungen haben und
p und q unabhängig voneinander eine positive ganze Zahl bedeuten.
[0011] Darin bedeuten R
1, R
2, R
3, R
4, R
5 und R
6 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen einbindigen organischen Rest oder R
1 und R
2 können gemeinsam und zusammen mit dem Stickstoffatom einen fünf- bis siebengliedrigen
Ring bilden.
[0012] Bevorzugt einbindige organische Reste sind C
1- bis C
20-Alkyl, C
5- bis C
12-Cycloalkyl, C
6- bis C
12-Aryl oder einen Rest -[-X
i-]
n-H, besonders bevorzugt C
1- bis C
10-Alkyl, C
5- bis C
6-Cycloalkyl, C
6- bis C
12-Aryl oder einen Rest -[-X
i-]
n-H, ganz besonders bevorzugt besonders bevorzugt C
1- bis C
4-Alkyl, insbesondere Methyl.
[0013] Bevorzugt sind R
1 und R
2 beide gleich und jeweils C
1- bis C
4-Alkyl und besonders bevorzugt Methyl.
[0014] Weiterhin ist es möglich, daß R
1 und R
2 gemeinsam und zusammen mit dem Stickstoffatom einen fünf- bis siebengliedrigen Ring
bilden, besonders einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring und besonders bevorzugt einen
sechsgliedrigen Ring.
[0015] Dabei gilt die Maßgabe, mindestens einer der Reste R
1, R
2, R
3, R
4, R
5 und R
6 nicht Wasserstoff ist und mindestens einer der Reste R
1, R
2, R
3, R
4, R
5 und R
6 einen Rest -[-X
i-]
n-H darstellt, bevorzugt sind mindestens zwei der Reste R
1, R
2, R
3, R
4, R
5 und R
6 ein Rest -[-X
i-]
n-H.
[0016] R bedeutet einen zweibindigen organischen Rest, bevorzugt einen 2 bis 10 Kohlenstoffatome
aufweisenden Alkylenrest, bevorzugt einen 2 bis 6 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkylenrest,
besonders bevorzugt einen 2 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkylenrest, ganz
besonders bevorzugt einen 2 oder 3 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkylenrest und insbesondere
einen 3 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkylenrest.
[0017] Bevorzugt ist R 1,2-Ethylen, 1,2-Propylen, 1,3-Propylen, 1,2-Butylen, 1,3-Butylen,
1,4-Butylen, 1,5-Pentylen, 1,6-Hexylen, 1,8-Octylen oder 1,10-Decylen, besonders bevorzugt
1,2-Ethylen, 1,2-Propylen, 1,3-Propylen, 1,2-Butylen, 1,4-Butylen oder 1,6-Hexylen,
ganz besonders bevorzugt 1,2-Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,3-Propylen und für Verbindungen
der Formel (I) oder (III) insbesondere 1,3-Propylen und für Verbindungen der Formel
(II) insbesondere 1,2-Ethylen oder 1,3-Propylen, speziell 1,2-Ethylen.
[0018] Ferner bedeutet w eine positive ganze Zahl, bevorzugt 1, 2, 3 oder 4, besonders bevorzugt
1, 2 oder 3, ganz besonders bevorzugt 1 oder 2 und insbesondere 1.
[0019] Ferner bedeuten x, y und z unabhängig voneinander positive ganze Zahlen, bevorzugt
1, 2, 3 oder 4, besonders bevorzugt 1, 2 oder 3, ganz besonders bevorzugt 1 oder 2
und insbesondere 1.
[0020] Dabei gilt die Maßgabe, daß die Summe aus x, y und z ungleich Null ist, bevorzugt
ist die Summe aus x, y und z mindestens 2, besonders bevorzugt mindestens 3.
[0021] Bevorzugt ist die Summe aus x, y und z nicht größer als 10, besonders bevorzugt nicht
größer als 8, ganz besonders bevorzugt nicht größer als 6 und insbesondere nicht größer
als 5.
[0022] Ferner ist jedes X
i für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
-CH
2-CH
2-O-, -CH
2-CH(CH
3)-O-, -CH(CH
3)-CH
2-O-, -CH
2-C(CH
3)
2-O-, -C(CH
3)
2-CH
2-O-, -C H
2-CH(C
2H
5)-O-, -CH(C
2H
5)-CH
2-O- und -CH(CH
3)-CH(CH
3)-O-, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH
2-CH(CH
3)-O-, -CH(CH
3)-CH
2-O-, -CH
2-C(CH
3)
2-O-, -C(CH
3)
2-CH
2-O-, -CH
2-CH(C
2H
5)-O -, -CH(C
2H
5)-CH
2-O- und -CH(CH
3)-CH(CH
3)-O-, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH
2-CH(CH
3)-O-, -CH(CH
3)-CH
2-O-, -CH
2-C(CH
3)
2-O-, -C(CH
3)
2-CH
2-O-, -CH
2-CH(C
2H
5)-O - und -CH(C
2H
5)-CH
2-O- und ganz besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH
2-CH(C
2H
5)-O-, -CH(C
2H
5)-CH
2-O-, -CH
2-CH(CH
3)-O- und -CH(CH
3)-CH
2-O-, und insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus -CH
2-CH(CH
3)-O- und -CH(CH
3)-CH
2-O-.
[0023] Dabei ist zu beachten, daß in jeder in den Verbindungen vorkommende Kette -[-X
i-]
n- die Einheiten X
i statistisch verteilt sein können, so daß sowohl die Länge der Ketten als auch die
Verteilung der Einheiten X
i innerhalb der Ketten verschieden sein kann.
[0024] Ferner bedeuten n, p und q unabhängig voneinander eine positive ganze Zahl von 1
bis 50, bevorzugt von 1 bis 25, besonders bevorzugt von 2 bis 20 und ganz besonders
bevorzugt von 5 bis 15.
[0025] Die Summe aus p und q beträgt bevorzugt von 2 bis 50, besonders bevorzugt von 5 bis
40, ganz besonders bevorzugt von 10 bis 30 und insbesondere von 12 bis 27.
[0026] Beispiele für C
1- bis C
20-Alkyl sind Methyl, Ethyl,
iso-Propyl, n-Propyl, n-Butyl,
iso-Butyl,
sek-Butyl,
tert-Butyl, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, n-Decyl, 2-Propylheptyl, n-Dodecyl, n-Tetradecyl,
n-Hexadecyl, n-Octadecyl und n-Eicosyl.
[0027] Beispiele für C
1- bis C
10-Alkyl sind Methyl, Ethyl,
iso-Propyl, n-Propyl, n-Butyl,
iso-Butyl,
sek-Butyl,
tert-Butyl
, n-Hexyl, n-Heptyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, n-Decyl und 2-Propylheptyl.
[0028] Beispiele für C
1- bis C
4-Alkyl sind Methyl, Ethyl,
iso-Propyl, n-Propyl, n-Butyl,
iso-Butyl,
sek-Butyl und
tert-Butyl
, bevorzugt Methyl, Ethyl und n-Butyl, besonders bevorzugt Methl und Ethyl und ganz
besonders bevorzugt Methyl.
[0029] Beispiele C
5- bis C
12-Cycloalkyl sind Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl, Cyclooctyl, Cyclodecyl und
Cyclododecyl, bevorzugt sind Cyclopentyl und Cyclohexyl.
[0030] Beispiele für C
6- bis C
12-Aryl Phenyl, Tolyl, Ethylphenyl, Benzyl, Phenethyl, Xylyl und Naphthyl.
[0031] Folgende Verbindungen der Formel (I) stellen bevorzugte Ausführungsformen dar:
(la) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 bis R3 Methyl und R4 eine Kette -[-Xi-]n-H.
(Ib) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(Ic) R sei 1,2-Propylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(Id) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(Ie) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 Ethyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(If) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 n-Butyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(Ig) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 bis R4 eine Kette -[-Xi-]n-H.
[0032] Unter diesen sind Verbindungen (Id) besonders bevorzugt.
[0033] Folgende Verbindungen der Formel (II) sind bevorzugt:
(IIa) R sei 1,2-Ethylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 und R6 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(IIb) R sei 1,2-Propylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 und R6 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H.
(IIc) R sei 1,3-Propylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H und R6 C1- bis C20-Alkyl.
[0034] Unter diesen sind Verbindungen (IIa) besonders bevorzugt.
[0035] Folgende Verbindungen der Formel (III) sind bevorzugt:
- (IIIa)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 Methyl
- (IIIb)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 Ethyl
- (IIIc)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 n-Butyl
- (IIId)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
- (IIIe)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette
- (IIIf)
- R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
- (IIIg)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 Methyl
- (IIIh)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 Ethyl
- (IIIi)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 n-Butyl
- (IIIj)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
- (IIIk)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette
- (IIII)
- R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
- (IIIm)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 Methyl
- (IIIn)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 Ethyl
- (IIIo)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 n-Butyl
- (IIIp)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
- (IIIq)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette
- (IIIr)
- R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
[0036] Unter diesen sind Verbindungen (IIIg) besonders bevorzugt.
[0037] Besonders bevorzugt sind die Umsetzungsprodukte von 1,2-Ethylendiamin, Diethylentriamin,
Triethylentetramin oder 3-(Dimethylamino)propylamin, bevorzugt Diethylentriamin oder
3-(Dimethylamino)propylamin und besonders bevorzugt 3-(Dimethylamino)propylamin mit
10 bis 30, bevorzugt 12 bis 27 und besonders bevorzugt 15 bis 25 Äquivalenten Propylenoxid
und/oder 1,2-Butylenoxid.
[0038] Die beschriebenen Verbindungen werden erfindungsgemäß verwendet, um beim Betrieb
von direkteinspritzenden Ottomotoren mit Ottokraftstoffen die Bildung von Ablagerungen
an direkteinspritzenden Einspritzdüsen zu vermeiden oder zu verringern und/oder bestehende
Ablagerungen zu entfernen oder zu verringern.
[0039] Es stellt einen Vorteil der beschriebenen Verbindungen dar, daß diese alternativ
oder zusätzlich zu dieser beschriebenen Verwendung als Trägeröl wirken können, so
daß man die Menge an Trägeröl in den Additivpaketen (siehe unten) verringern kann.
[0040] Es stellt einen weiteren Vorteil der beschriebenen Verbindungen dar, daß diese alternativ
oder zusätzlich zu diesen beschriebenen Verwendungen als Demulsifier wirken können.
[0041] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Kraftstoffadditivkonzentrate
gemäss Anspruch 14.
[0043] Üblicherweise erfolgt die Alkoxylierung von Aminen und Polyaminen zweistufig: Zunächst
wird soviel Alkylenoxid eingesetzt, dass ein durchschnittlicher Alkoxylierungsgrad
von 0,5 bis 1,5, bevorzugt von 0,75 bis 1,25 mol Alkylenoxid pro NH-Funktion erreicht
wird. Dieser Schritt wird üblicherweise in Gegenwart von Wasser (bevorzugt 0,5-10,0
Gew-% bezogen auf das eingesetzte Amin) durchgeführt, kann aber auch in Abwesenheit
von Wasser erfolgen. Die Umsetzung erfolgt üblicherweise bei einer Temperatur von
50°C bis 180°C, bevorzugt 90°C bis 160°C. Das Alkylenoxid wird bevorzugt in einem
Zeitraum von 1 bis 10 h dosiert.
[0044] Der weitere Aufbau von Polyalkylenoxidketten erfolgt unter Basenkatalyse nach Entfernung
des Lösungsmittels, insbesondere Wasser. Als basische Katalysatoren werden beispielsweise
eingesetzt: Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliummethanolat oder Natriummethanolat,
bevorzugt Kaliumhydroxid oder Natriumhydroxid.
[0045] Der Aufbau der alkoxylierten Amine kann aber auch einstufig erfolgen, wobei als mögliche
Katalysatoren Kaliumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliummethanolat, Natriummethanolat,
Kaliumacetat oder Natriumacetat eingesetzt werden können.
[0046] Die Umsetzung kann prinzipiell aber auch ohne Katalysator erfolgen, da das eingesetzte
Amin selbst die Alkoxylierung katalysieren kann (siehe Mihail Ionescu, Chemistry and
Technology of Polyols for Polyurethanes, Rapra Technology Limited, 2005).
[0047] Die Alkyenoxide enthalten in der Regel 2 oder mehr Kohlenstoffatome, bevorzugt 2
bis 20 Kohlenstoffatome, insbesondere von 2 bis 12 Kohlenstoffatomen. Mögliche Alkylenoxide
sind Ethylenoxid, Propylenoxid, iso-Butylenoxid, 1,2-Butylenoxid, 2,3-Butylenoxid,
1,2-Pentenoxid, 1,2-Dodecenoxid, Styroloxid. Mögliche Alkylenoxide umfassen auch Glycidylether,
beispielsweise 2-Ethylhexylglycidylether. Besonders bevorzugt sind Propylenoxid und
1,2-Butylenoxid.
[0048] Wurde ein metallhaltiger Katalysator verwendet wird das Metall für eine Anwendung
in Kraft- oder Schmierstoffen vorteilhafterweise aus dem Produkt entfernt. Diese Methoden
sind prinzipiell bekannt und sind beschrieben in Mihail Ionescu, Chemistry and Technology
of Polyols for Polyurethanes, Rapra Technology Limited, 2005. So können Alkali- oder
Erdalkalimetalle durch Adsorption an Magnesiumsilikaten (Handelsprodukte Ambosol
® oder Magnesol
®) entfernt werden. Kaliumionen können durch Fällung mit Phosphorsäure als Kaliumhydrogenphosphat
und anschließender Filtration entfernt werden. Alkali- oder Erdalkalimetalle können
auch mit Hilfe von regenerierbaren lonentauschern entfernt werden, wobei das alkoxylierte
Amin auch in einem Lösungsmittel gelöst werden kann.
B) Weitere Additivkomponenten
[0049] Die erfindungsgemäßen Verbindungen (A) können den zu additivierenden Kraftstoffen
einzeln oder im Gemisch mit weiteren wirksamen Additivkomponenten (Co-Additiven) zugesetzt
werden.
B1) Detergensadditive
[0050] Als Beispiele können Additive mit Detergenswirkung und/oder mit Ventilsitzverschleißhemmender
Wirkung (im folgenden bezeichnet als Detergensadditive) genannt werden. Dieses Detergensadditiv
besitzt mindestens einen hydrophoben Kohlenwasserstoffrest mit einem zahlengemittelten
Molekulargewicht (Mn) von 85 bis 20 000 und mindestens eine polare Gruppierung ausgewählt
aus:
- (a) Mono- oder Polyaminogruppen mit bis zu 6 Stickstoffatomen, wobei mindestens ein
Stickstoffatom basische Eigenschaften hat;
- (b) Nitrogruppen, ggf. in Kombination mit Hydroxylgruppen;
- (c) Hydroxylgruppen in Kombination mit Mono- oder Polyaminogruppen, wobei mindestens
ein Stickstoffatom basische Eigenschaften hat;
- (d) Carboxylgruppen oder deren Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzen;
- (e) Sulfonsäuregruppen oder deren Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzen;
- (f) Polyoxy-C2- bis C4-alkylengruppierungen, die durch Hydroxylgruppen, Mono- oder Polyaminogruppen, wobei
mindestens ein Stickstoffatom basische Eigenschaften hat, oder durch Carbamatgruppen
terminiert sind;
- (g) Carbonsäureestergruppen;
- (h) aus Bernsteinsäureanhydrid abgeleiteten Gruppierungen mit Hydroxy- und/oder Amino-
und/oder Amido- und/oder Imidogruppen; und/oder
- (i) durch Mannich-Umsetzung von substituierten Phenolen mit Aldehyden und Mono- oder
Polyaminen erzeugten Gruppierungen;
[0051] Der hydrophobe Kohlenwasserstoffrest in den obigen Detergensadditiven, welcher für
die ausreichende Löslichkeit im Kraftstoff sorgt, hat ein zahlengemitteltes Molekulargewicht
(Mn) von 85 bis 20,000, insbesondere von 113 bis 10000, vor allem von 300 bis 5000.
Als typischer hydrophober Kohlenwasserstoffrest, insbesondere in Verbindung mit den
polaren Gruppierungen (a), (c), (h) und (i), kommen der Polypropenyl-, Polybutenyl-
und Polyisobutenylrest mit jeweils Mn = 300 bis 5000, insbesondere 500 bis 2500, vor
allem 700 bis 2300, in Betracht.
[0052] Als Beispiele für obige Gruppen von Detergensadditiven seien die folgenden genannt:
Mono- oder Polyaminogruppen (a) enthaltende Additive sind vorzugsweise Polyalkenmono-
oder Polyalkenpolyamine auf Basis von Polypropen oder konventionellem (d.h. mit überwiegend
mittenständigen Doppelbindungen) Polybuten oder Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000.
Geht man bei der Herstellung der Additive von Polybuten oder Polyisobuten mit überwiegend
mittenständigen Doppelbindungen (meist in der beta-und gamma-Position) aus, bietet
sich der Herstellweg durch Chlorierung und anschließende Aminierung oder durch Oxidation
der Doppelbindung mit Luft oder Ozon zur Carbonyl- oder Carboxylverbindung und anschließende
Aminierung unter reduktiven (hydrierenden) Bedingungen an. Zur Aminierung können hier
Amine, wie z.B. Ammoniak, Monoamine oder Polyamine, wie Dimethylaminopropylamin, Ethylendiamin,
Diethylentriamin, Triethylentetramin oder Tetraethylenpentamin, eingesetzt werden.
Entsprechende Additive auf Basis von Polypropen sind insbesondere in der
WO-A-94/24231 beschrieben.
[0053] Weitere bevorzugte Monoaminogruppen (a) enthaltende Additive sind die Hydrierungsprodukte
der Umsetzungsprodukte aus Polyisobutenen mit einem mittleren Polymerisationsgrad
P = 5 bis 100 mit Stickoxiden oder Gemischen aus Stickoxiden und Sauerstoff, wie sie
insbesondere in
WO-A-97/03946 beschrieben sind.
[0054] Weitere bevorzugte Monoaminogruppen (a) enthaltende Additive sind die aus Polyisobutenepoxiden
durch Umsetzung mit Aminen und nachfolgender Dehydratisierung und Reduktion der Aminoalkohole
erhältlichen Verbindungen, wie sie insbesondere in
DE-A-196 20 262 beschrieben sind.
[0055] Nitrogruppen (b), ggf. in Kombination mit Hydroxylgruppen, enthaltende Additive sind
vorzugsweise Umsetzungsprodukte aus Polyisobutenen des mittleren Polymerisationsgrades
P = 5 bis 100 oder 10 bis 100 mit Stickoxiden oder Gemischen aus Stickoxiden und Sauerstoff,
wie sie insbesondere in
WO-A-96/03367 und
WO-A-96/03479 beschrieben sind. Diese Umsetzungsprodukte stellen in der Regel Mischungen aus reinen
Nitropolyisobutenen (z.B. alpha, beta-Dinitropolyisobuten) und gemischten Hydroxynitropolyisobutenen
(z.B. alpha-Nitro-betahydroxypolyisobuten) dar.
[0056] Hydroxylgruppen in Kombination mit Mono- oder Polyaminogruppen (c) enthaltende Additive
sind insbesondere Umsetzungsprodukte von Polyisobutenepoxiden, erhältlich aus vorzugsweise
überwiegend endständige Doppelbindungen aufweisendem Polyisobuten mit Mn = 300 bis
5000, mit Ammoniak, Mono- oder Polyaminen, wie sie insbesondere in
EP-A-476 485 beschrieben sind.
[0057] Carboxylgruppen oder deren Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze (d) enthaltende
Additive sind vorzugsweise Copolymere von C
2-C
40-Olefinen mit Maleinsäureanhydrid mit einer Gesamt-Molmasse von 500 bis 20 000, deren
Carboxylgruppen ganz oder teilweise zu den Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalzen
und ein verbleibender Rest der Carboxylgruppen mit Alkoholen oder Aminen umgesetzt
sind. Solche Additive sind insbesondere aus der
EP-A-307 815 bekannt. Derartige Additive dienen hauptsächlich zur Verhinderung von Ventilsitzverschleiß
und können, wie in der
WO-A-87/01126 beschrieben, mit Vorteil in Kombination mit üblichen Kraftstoffdetergenzien wie Poly(iso)butenaminen
oder Polyetheraminen eingesetzt werden.
[0058] Sulfonsäuregruppen oder deren Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze (e) enthaltende
Additive sind vorzugsweise Alkalimetall- oder Erdalkalimetallsalze eines Sulfobernsteinsäurealkylesters,
wie er insbesondere in der
EP-A-639 632 beschrieben ist. Derartige Additive dienen hauptsächlich zur Verhinderung von Ventilsitzverschleiß
und können mit Vorteil in Kombination mit üblichen Kraftstoffdetergenzien wie Poly(iso)butenaminen
oder Polyetheraminen eingesetzt werden.
[0059] Polyoxy-C
2-C
4-alkylengruppierungen (f) enthaltende Additive sind vorzugsweise Polyether oder Polyetheramine,
welche durch Umsetzung von C
2-C
60-Alkanolen, C
6-C
30-Alkandiolen, Mono- oder Di-C
2-C
30-alkylaminen, C
1-C
30-Alkylcyclohexanolen oder C
1-C
30-Alkylphenolen mit 1 bis 30 mol Ethylenoxid und/oder Propylenoxid und/oder Butylenoxid
pro Hydroxylgruppe oder Aminogruppe und, im Falle der Polyetheramine, durch anschließende
reduktive Aminierung mit Ammoniak, Monoaminen oder Polyaminen erhältlich sind. Derartige
Produkte werden insbesondere in
EP-A-310 875,
EP-A-356 725,
EP-A-700 985 und
US-A-4 877 416 beschrieben. Im Falle von Polyethern erfüllen solche Produkte auch Trägeröleigenschaften.
Typische Beispiele hierfür sind Tridecanol- oder Isotridecanolbutoxylate, Isononylphenolbutoxylate
sowie Polyisobutenolbutoxylate und -propoxylate sowie die entsprechenden Umsetzungsprodukte
mit Ammoniak.
[0060] Carbonsäureestergruppen (g) enthaltende Additive sind vorzugsweise Ester aus Mono-,
Di- oder Tricarbonsäuren mit langkettigen Alkanolen oder Polyolen, insbesondere solche
mit einer Mindestviskosität von 2 mm
2/s bei 100°C, wie sie insbesondere in
DE-A-38 38 918 beschrieben sind. Als Mono-, Di- oder Tricarbonsäuren können aliphatische oder aromatische
Säuren eingesetzt werden, als Esteralkohole bzw. -polyole eignen sich vor allem langkettige
Vertreter mit beispielsweise 6 bis 24 C-Atomen. Typische Vertreter der Ester sind
Adipate, Phthalate, iso-Phthalate, Terephthalate und Trimellitate des iso-Octanols,
iso-Nonanols, iso-Decanols und des iso-Tridecanols. Derartige Produkte erfüllen auch
Trägeröleigenschaften.
[0061] Aus Bernsteinsäureanhydrid abgeleitete Gruppierungen mit Hydroxy- und/oder Amino-
und/oder Amido- und/oder Imidogruppen (h) enthaltende Additive sind vorzugsweise entsprechende
Derivate von Polyisobutenylbernsteinsäureanhydrid, welche durch Umsetzung von konventionellem
oder hochreaktivem Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000 mit Maleinsäureanhydrid auf
thermischen Wege oder über das chlorierte Polyisobuten erhältlich sind. Von besonderem
Interesse sind hierbei Derivate mit aliphatischen Polyaminen wie Ethylendiamin, Diethylentriamin,
Triethylentetramin oder Tetraethylenpentamin. Derartige Ottokraftstoffadditive sind
insbesondere in
US-A-4 849 572 beschrieben.
[0062] Durch Mannich-Umsetzung von substituierten Phenolen mit Aldehyden und Mono- oder
Polyaminen erzeugte Gruppierungen (i) enthaltende Additive sind vorzugsweise Umsetzungsprodukte
von polyisobutensubstituierten Phenolen mit Formaldehyd und Mono- oder Polyaminen
wie Ethylendiamin, Diethylentriamin, Triethylentetramin, Tetraethylenpentamin oder
Dimethylaminopropylamin. Die polyisobutenylsubstituierten Phenole können aus konventionellem
oder hochreaktivem Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000 stammen. Derartige "Polyisobuten-Mannichbasen"
sind insbesondere in der
EP-A-831 141 beschrieben.
[0063] Zur genaueren Definition der einzelnen aufgeführten Ottokraftstoffadditive wird hier
auf die Offenbarungen der obengenannten Schriften des Standes der Technik ausdrücklich
Bezug genommen.
B2) Trägeröle und weitere Komponenten:
[0064] Die erfindungsgemäßen Additiv-Formulierungen können darüber hinaus mit noch weiteren
üblichen Komponenten und Additiven kombiniert werden. Hier sind in erster Linie Trägeröle
ohne ausgeprägte Detergenswirkung zu nennen.
[0065] Geeignete mineralische Trägeröle sind bei der Erdölverarbeitung anfallende Fraktionen,
wie Brightstock oder Grundöle mit Viskositäten wie beispielsweise aus der Klasse SN
500 - 2000; aber auch aromatische Kohlenwasserstoffe, paraffinische Kohlenwasserstoffe
und Alkoxyalkanole. Brauchbar ist ebenfalls eine als "hydrocrack oil" bekannte und
bei der Raffination von Mineralöl anfallende Fraktion (Vakuumdestillatschnitt mit
einem Siedebereich von etwa 360 bis 500°C, erhältlich aus unter Hochdruck katalytisch
hydriertem und isomerisiertem sowie entparaffiniertem natürlichen Mineralöl). Ebenfalls
geeignet sind Mischungen oben genannter mineralischer Trägeröle.
[0066] Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare synthetische Trägeröle sind ausgewählt
unter: Polyolefinen (Polyalphaolefine oder Polyinternalolefine), (Poly)estern, (Poly)alkoxylaten,
Polyethern, aliphatischen Polyetheraminen, alkylphenolgestarteten Polyethern, alkylphenolgestarteten
Polyetheraminen und Carbonsäureester langkettiger Alkanole.
[0067] Beispiele für besonders geeignete synthetische Trägeröle sind alkoholgestartete Polyether
mit etwa 5 bis 35 C
3- bis C
6-Alkylenoxideinheiten, meist ausgewählt unter Propylenoxid-, n-Butylenoxid- und iso-Butylenoxid-Einheiten
oder Gemischen davon. Nichtlimitierende Beispiele für hierfür geeignete Starteralkohole
sind langkettige Alkanole oder mit langkettigem Alkyl substituierte Phenole, wobei
der langkettige Alkylrest insbesondere für einen geradkettigen oder verzweigten C
6- bis C
18-Alkylrest steht. Als bevorzugte Beispiele sind hierfür Tridecanol, Heptadecanol und
Nonylphenol zu nennen.
[0068] Durch den Einsatz der erfindungsgemäßen Verbindungen (A) kann oftmals der Einsatz
von Trägerölen verringert werden.
[0069] Beispiele für geeignete Polyolefine sind Olefinpolymerisate mit Mn = 400 bis 1800,
vor allem auf Polybuten- oder Polyisobuten-Basis (hydriert oder nicht hydriert).
[0070] Beispiele für geeignete Polyether oder Polyetheramine sind vorzugsweise Polyoxy-C
2-C
4-alkylengruppierungen enthaltende Verbindungen, welche durch Umsetzung von C
2-C
60-Alkanolen, C
6-C
30-Alkandiolen, Mono- oder Di-C
2-C
30-alkylaminen, C
1-C
30-Alkylcyclohexanolen oder C
1-C
30-Alkylphenolen mit 1 bis 30 mol Ethylenoxid und/ oder Propylenoxid und/oder Butylenoxid
pro Hydroxylgruppe oder Aminogruppe und, im Falle der Polyetheramine, durch anschließende
reduktive Aminierung mit Ammoniak, Monoaminen oder Polyaminen erhältlich sind. Derartige
Produkte werden insbesondere in
EPA-310 875,
EP-A-356 725,
EP-A-700 985 und
US-A-4,877,416 beschrieben. Beispielsweise können als Polyetheramine Poly-C
2-C
6-Alkylenoxidamine oder funktionelle Derivate davon verwendet werden. Typische Beispiele
hierfür sind Tridecanol- oder Isotridecanolbutoxylate, Heptadecanol- oder Isoheptadecanolbutoxylate,
Isononylphenolbutoxylate sowie Polyisobutenolbutoxylate und -propoxylate sowie die
entsprechenden Umsetzungsprodukte mit Ammoniak.
[0071] Beispiele für Carbonsäureester langkettiger Alkanole sind insbesondere Ester aus
Mono-, Di- oder Tricarbonsäuren mit langkettigen Alkanolen oder Polyolen, wie sie
insbesondere in der
DE-A-38 38 918 beschrieben sind. Als Mono-, Di- oder Tricarbonsäuren können aliphatische oder aromatische
Säuren eingesetzt werden, als Esteralkohole bzw. -polyole eignen sich vor allem langkettige
Vertreter mit 6 bis 24 C-Atomen. Typische Vertreter der Ester sind Adipate, Phthalate,
iso-Phthalate, Terephthalate und Trimellitate des Isooctanols, Isononanols, Isodecanols
und des Isotridecanols, wie z.B. Di-(n- oder Iso-tridecyl)-phthalat oder Di-( Iso-heptadecyl)-phthalat.
[0073] Beispiele für besonders geeignete synthetische Trägeröle sind alkoholgestartete Polyether
mit etwa 5 bis 35, bevorzugt etwa 5 bis 30, besonders bevorzugt 7 bis 25, C
3-C
6-Alkylenoxideinheiten, wie z.B. ausgewählt unter Propylenoxid-, n-Butylenoxid- und
i-Butylenoxid-Einheiten, oder Gemischen davon, bevorzugt ausgewählt unter Propylenoxid-
und i-Butylenoxid-Einheiten. Nichtlimitierende Beispiele für geeignete Starteralkohole
sind langkettige Alkanole oder mit langkettigem Alkyl substituierte Phenole, wobei
der langkettige Alkylrest insbesondere für einen geradkettigen oder verzweigten C
6-C
18-Alkylrest steht. Als bevorzugte Beispiele für Alkanole sind zu nennen Decanol, Tridecanol,
Heptadecanol und Nonylphenol, besonders bevorzugt verzweigte Decanol, Tridecanol und
Heptadecanol.
[0074] Weitere geeignete synthetische Trägeröle sind alkoxylierte Alkylphenole, wie sie
in der
DE-A-10 102 913 beschrieben sind
B3) Weitere Co-Additive
[0075] Weitere übliche Additive sind Korrosionsinhibitoren, beispielsweise auf Basis von
zur Filmbildung neigenden Ammoniumsalzen organischer Carbonsäuren oder von heterocyclischen
Aromaten im Falle von Buntmetallkorrosionsschutz; bevorzugte Korrosionsinhibitoren
sind Mono-, Di- und Polycarbonsäuren, die mindestens 12 Kohlenstoffatome, bevorzugt
mindestens 14, besonders bevorzugt mindestens 16 und ganz besonders bevorzugt mindestens
18 Kohlenstoffatome aufweisen und bevorzugt außer Kohlenwasserstoffresten und Carboxylgruppen
keine weiteren Funktionalitäten aufweisen. Beispiele dafür sind Fettsäuren, Dimerfettsäuren,
Alkyl- und Alkenylbernsteinsäuren sowie hydrolysierte Olefin-Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
bevorzugt sind Dodecansäure (Laurinsäure), Tridecansäure, Tetradecansäure (Myristinsäure),
Pentadecansäure, Palmitinsäure (Hexadecansäure), Margarinsäure (Heptadecansäure),
Stearinsäure (Octadecansäure), Nonadecansäure, Arachinsäure (Eicosansäure), Behensäure
(Docosansäure), Tetracosansäure (Lignocerinsäure), Cerotinsäure (Hexacosansäure),
Triacontansäure (Melissinsäure), Palmitoleinsäure [(9Z)-Hexadec-9-ensäure], Ölsäure
[(9Z)-Octadec-9-ensäure], Elaidinsäure [(9E)-Octadec-9-ensäure], Erucasäure [(13Z)-Docos-13-ensäure],
Linolsäure [(9Z,12Z)-Octadeca-9,12-diensäure], Linolensäure [(9Z,12Z,15Z)-Octadeca-9,12,15-triensäure]
und Elaeostearinsäure [(9Z,11E,13E)-Octadeca-9,11,13-triensäure], dimere Ölsäure (
CAS: 61788-89-4), Dodecenylbernsteinsäure, Dodecylbernsteinsäure, Hexadecenylbernsteinsäure, Hexadecylbernsteinsäure,
Polyisobutenylbernsteinsäure und deren Derivate, in denen der Polyisobutenrest ein
Molekulargewicht von 250 bis 2300, bevorzugt von 350 bis 2000, besonders bevorzugt
von 500 bis 1500 und ganz besonders bevorzugt von 700 bis 1100 aufweist, sowie hydrolysierte
Copolymere von 12 bis 30 Kohlenstoffatomen aufweisenden α-Olefinen und Maleinsäureanhydrid,
wie sie z.B. in WO 2015/114029 beschrieben sind.
[0076] Weiterhin zu nennen sind Antioxidantien oder Stabilisatoren, beispielsweise auf Basis
von Aminen wie p-Phenylendiamin, Dicyclohexylamin oder Derivaten hiervon oder von
Phenolen wie 2,4-Di-tert.-butylphenol oder 3,5-Di-tert.-butyl-4-hydroxyphenylpropionsäure;
Demulgatoren; Antistatikmittel; Metallocene wie Ferrocen; Methylcyclopentadienylmangantricarbonyl;
Schmierfähigkeitsverbesserer (andere als die erfindungsgemäßen Triazole) wie bestimmte
Fettsäuren, Alkenylbernsteinsäureester, Bis(hydroxyalkyl)fettamine, Hydroxyacetamide
oder Ricinusöl; sowie Farbstoffe (Marker). Gegebenenfalls werden auch Amine zur Absenkung
des pH-Wertes des Kraftstoffes zugesetzt.
[0077] Beispiele für Lösungsmittel sind beispielsweise Aromaten, wie Solvent Naphtha, bevorzugt
Naphthalin-abgereichertes Solvent Naphtha, Benzol, Toluol, Xylol, Kerosin mit einem
Aromatengehalt unter 50 Vol%, einem Schwefelgehalt unter 10 mg/kg und einen Flammpunkt
nach DIN EN ISO 13736: 2000-04 über 60 °C sowie höhere Alkohole, die einen Flammpunkt
nach DIN EN ISO 13736: 2000-04 über 60 °C aufweisen, bevorzugt 2-Ethylhexanol oder
2-Propylheptanol.
[0078] Die Komponenten bzw. Additive können dem Kraftstoff einzeln oder als vorher zubereitetes
Konzentrat (Additivpaket) zusammen mit der erfindungsgemäßen Verbindung (A) zugegeben
werden.
[0079] Die genannten Detergensadditive (B1) mit den polaren Gruppierungen (a) bis (i) werden
dem Kraftstoff üblicherweise in einer Menge von 50 bis 1000 Gew.-ppm, zugegeben. Die
sonstigen erwähnten Komponenten und Additive werden, wenn gewünscht, in hierfür üblichen
Mengen zugesetzt. raftstoffadditivkonzentrate enthalten
(A) mindestens eine Verbindung der Formel
(B1) mindestens eine Verbindung (B1a), bei der es sich um ein Polyisobutenamin handelt,
erhältlich durch Hydroformylierung und anschließender reduktiver Aminierung, ganz
besonders bevorzugt mit Ammoniak, von Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000,
(B2) mindestens ein Trägeröl, sowie
(B3) mindestens einen Korrosionsinhibitor. Kraftstoffadditivkonzentrate sind zusammengesetzt
wie folgt,
(A) 1 - 50 Gew%, bevorzugt 2 - 40 Gew%, besonders bevorzugt 5 - 30 Gew%,
(B1) 20 - 96,75 Gew%, bevorzugt 40 - 94,5 Gew%, besonders bevorzugt 60 - 89 Gew%,
(B2) 2 - 30 Gew%, bevorzugt 3 - 25 Gew%, besonders bevorzugt 5 - 20 Gew%, sowie
(B3) 0,25 - 10 Gew%, bevorzugt 0,5 - 7,5 Gew%, besonders bevorzugt 1 - 5 Gew%, sowie
optional weitere Coadditive,
mit der Maßgabe, daß die Summe aller Komponenten immer 100 Gew% ergibt.
C) Kraftstoffe
[0080] Die erfindungsgemäßen Additivzusammensetzungen sind in allen herkömmlichen Ottokraftstoffen,
wie sie beispielsweise in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5. Aufl.
1990, Band A16, S. 719 ff. beschrieben sind, verwendbar.
[0081] Daher stellen einen weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung Kraftstoffzusammensetzungen
gemäss Anspruch 15 dar.
[0082] Der Ottokraftstoff ist bevorzugt mindestens ein Ottokraftstoff gemäß DIN EN 228.
[0083] Zum Beispiel ist die Verwendung in einem Ottokraftstoff mit einem Aromatengehalt
von maximal 60, wie z.B. maximal 42 oder maximal 35 Vol.-% und/oder einem Schwefelgehalt
von maximal 2000, wie z.B. maximal 150 oder maximal 10 Gew.-ppm möglich.
[0084] Der Aromatengehalt des Ottokraftstoffes beträgt beispielsweise10 bis 50, wie z.B.
30 bis 42 Vol.-%, insbesondere 32 bis 40 Vol.-%, oder maximal 35 Vol.-%. Der Schwefelgehalt
des Ottokraftstoffes beträgt beispielsweise 2 bis 500, wie z.B. 5 bis 100Gew.-ppm,
oder maximal10 Gew.-ppm.
[0085] Weiterhin kann der Ottokraftstoff beispielsweise einen Olefingehalt bis zu 50 Vol.-%,
wie z.B. von 6 bis 21 Vol.-%, insbesondere 7 bis 18 Vol.-%; einen Benzolgehalt von
bis zu 5 Vol.-%, wie z.B. 0,5 bis 1,0 Vol.-%, insbesondere 0,6 bis 0,9 Vol.-% und/oder
einen Sauerstoffgehalt von bis zu 25 Vol.-%, wie z.B. bis zu 10 Gew.-% oder 1,0 bis
2,7 Gew.-%, insbesondere von 1,2 bis 2,0 Gew.-%, aufweisen.
[0086] Insbesondere können solche Ottokraftstoffe beispielhaft genannt werden, welche gleichzeitig
einen Aromatengehalt von maximal 38 oder 35 Vol.-%, einen Olefingehalt von maximal
21 Vol.- %, einen Schwefelgehalt von maximal 50 oder 10 Gew.-ppm, eine Benzolgehalt
von maximal 1,0 Vol.-% und eine Sauerstoffgehalt von 1,0 bis 2,7 Gew.-% aufweisen.
[0087] Der Gehalt an Alkoholen und Ethern im Ottokraftstoff kann über einem weiten Bereich
variieren. Beispiele typischer maximaler Gehalte sind für Methanol 15 Vol.-%, für
Ethanol 85 Vol.-%, für Isopropanol 20 Vol.-%, für tert.-Butanol 15 Vol.-%, für Isobutanol
20 Vol.-% und für Ether mit 5 oder mehr C-Atomen im Molekül 30 Vol.-%.
[0088] Der Sommer-Dampfdruck des Ottokraftstoffes beträgt üblicherweise maximal 70 kPa,
insbesondere 60 kPa (jeweils bei 37°C).
[0089] Die ROZ des Ottokraftstoffes beträgt in der Regel 75 bis 105. Ein üblicher Bereich
für die entsprechende MOZ liegt bei 65 bis 95.
[0090] Die genannten Spezifikationen werden nach üblichen Methoden bestimmt (DIN EN 228).
[0091] Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung stellen Kraftstoffzusammensetzungen
dar, enthaltend,
(A) mindestens eine Verbindung der Formel (III),
(B1) mindestens eine Verbindung (B1a), bei der es sich um ein Polyisobutenamin handelt,
erhältlich durch Hydroformylierung und anschließender reduktiver Aminierung, ganz
besonders bevorzugt mit Ammoniak, von Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000,
(B2) mindestens ein Trägeröl,
(B3) mindestens einen Korrosionsinhibitor,
(C) mindestens einen Ottokraftstoff, sowie
optional mindestens einen Alkohol, bevorzugt mindestens ein C1-C4-Alkanol, besonders bevorzugt Methanol oder Ethanol, ganz besonders bevorzugt Ethanol.
[0092] Die Dosierung erfolgt so, daß die erfindungsgemäße Verbindung (A) im Kraftstoff in
Mengen von 20 - 2000 Gew.ppm, besonders bevorzugt in Mengen von 30 - 1000 Gew.ppm,
ganz besonders bevorzugt in Mengen von 40 - 500 Gew.ppm, insbesondere in Mengen von
50 - 300 Gew.ppm und speziell in Mengen von 10 - 100 Gew.ppm anwesend ist.
[0093] Die Gehalte der anderen Co-Additive im Kraftstoff ergeben sich aus den oben für die
Kraftstoffadditivkonzentrate angegebenen Mengen im Verhältnis zur Komponente (A).
[0094] Die in diesem Dokument angegebenen Prozent- und ppm-Mengen beziehen sich, soweit
nicht anders angegeben, auf Gew.% und Gew.ppm.
[0095] Die Erfindung wird durch die nachfolgend beschriebenen Beispiele näher erläutert,
ohne darauf beschränkt zu sein.
Beispiele
[0096] Abkürzungen, Analytik und eingesetzte Chemikalien
OHZ: Hydroxylzahl, bestimmt nach DIN 53240-1
Gesamtaminzahl: Bestimmt nach DIN EN 13716:2001
Mn: Zahlenmittleres Molekulargewicht nach DIN 55672-1
Mw: Massenmitleres Molekulargewicht nach DIN 55672-1
D: Polydispersität nach DIN 55672-1
Kaliumgehalte: Bestimmt durch ICP-OES
DMAPA: 3-(Dimethylamino)propylamin (CAS 109-55-7) der Fa. BASF SE
PO: Propylenoxid (CAS 75-56-9) der Fa. BASF SE
BuO: 1,2-Butylenoxid (CAS 106-88-7) der Fa. BASF SE
Quadrol L® der Firma BASF SE: Ethylendiamin×4PO
N,N,N',N'-Tetrakis(2-Hydroxypropyl)ethylendiamin, CAS 102-60-3
DETA: Diethylentriamin der Fa. BASF SE, CAS 111-40-0
Isotridecanol N der BASF SE, CAS 27458-92-0
Ambosol®: Hydratisiertes Magnesiumsilikat der Fa. PQ Corporation.
Viskositäten und Dichten wurden mit einem Stabinger-Viskosimeter nach ASTM D7042 bestimmt.
Synthesebeispiele
Synthesebeispiel 1: DMAPA×2PO
[0097] In einem 3,5 l Druckautoklaven mit Schrägblattrührer wurden DMAPA (408,8 g; 4,0 mol)
und Wasser (4,1 g, vollentsalzt) vorgelegt und der Rührer wurde eingeschaltet. Der
Reaktor wurde mit Stickstoff inertisiert, anschließend wurde auf 130°C erhitzt und
mit Stickstoff ein Druck von 2,0 bar absolut eingestellt. Propylenoxid (465 g; 8,0
mol) wurde über einen Zeitraum von 6 h zudosiert. Man ließ 6 h bei 130°C nachreagieren,
kühlte auf 50°C ab, spülte den Reaktor mit Stickstoff und ließ das Produkt ab. Anschließend
wurde das Produkt am Rotationsverdampfer (90°C/10 mbar/2 h) von Niedrigsiedern befreit.
[0098] 1H-NMR-Analytik in CDCl
3 bestätigte die Struktur.
Synthesebeispiel 2: DMAPA×25PO
[0099] In einem 3,5 l Druckautoklaven mit Schrägblattrührer wurden das Produkt aus Synthesebeispiel
1 (339 g; 1,55 mol) und 50%ige wässrige KOH-Lösung (14,5 g) vorgelegt und der Rührer
wurde eingeschaltet. Anschließend wurde auf einen Druck von 10 mbar evakuiert und
für 2 h auf 105°C erhitzt, um das in der Startermischung enthaltene Wasser abzudestillieren.
Der Reaktor wurde mit Stickstoff inertisiert, anschließend wurde auf 130°C erhitzt
und mit Stickstoff ein Druck von 2,0 bar absolut eingestellt. Propylenoxid (2075 g,
35,7 mol) wurde über einen Zeitraum von 7 h zudosiert. Man ließ 10 h bei 130°C nachreagieren,
kühlte auf 80°C ab, spülte den Reaktor mit Stickstoff und ließ das Produkt ab. Das
Produkt wurde am Rotationsverdampfer (90°C/10 mbar/2 h) von Niedrigsiedern befreit.
Anschließend wurde das Produkt mit 73 g Ambosol
® versetzt, 2 h bei 80°C gerührt und mit Hilfe einer Druckfilternutsche filtriert (Filtermedium
Seitz K 150 Tiefenfilter). Man erhielt 2412 g des Produktes (99,9% der Theorie) in
Form eines gelben Öls.
[0100] OHZ 76,3 mg KOH/g, Gesamtaminzahl 67,9 mg KOH/g, DMAPA-Gehalt nach Flüssigchromatographie
< 0,005%, Kaliumgehalt < 10 ppm, M
n 1658 g/mol, M
w 1891 g/mol, D 1,14, kin. Viskosität bei 40°C 113,4 mm
2/s.
Synthesebeispiel 3: DMAPA×15 PO
[0101] In analoger Weise zu Synthesebeispiel 2 wurde DMAPA×15 PO erhalten.
[0102] OHZ 99,9 mg KOH/g, M
n 1026, M
w 1185 g/mol, D 1,15, Kaliumgehalt < 10 ppm.
Synthesebeispiel 4: Ethylendiamin×25 PO
[0103] In analoger Weise zu Synthesebeispiel 2 wurde Ethylendiamin×25 PO durch Umsetzung
von Quadrol L (Ethylendiamin×4PO) mit 21 Äquivalenten PO erhalten.
[0104] OHZ 121,3 mg KOH/g, Gesamtaminzahl 72,2 mg KOH/g, M
n 1804 g/mol, M
w 1902 g/mol, D 1,05, Kaliumgehalt < 10 ppm, dyn. Viskosität bei 40°C 198,4 mPas.
Synthesebeispiel 5: DETA5PO
[0105] In analoger Weise zu Synthesebeispiel 1 wurde DETA×5 PO durch Propoxylierung von
DETA erhalten.
Synthesebeispiel 6: DETA25 PO
[0106] In analoger Weise zu Synthesebeispiel 2 wurde DETAx25 PO durch Propoxylierung von
DE-TA×5 PO (Synthesebeispiel 5) erhalten.
Synthesebeispiel 7: DMAPA×2BuO
[0107] In einem 3,5 l Druckautoklaven mit Schrägblattrührer wurde DMAPA (408,8 g; 4,0 mol)
vorgelegt und der Rührer wurde eingeschaltet. Der Reaktor wurde mit Stickstoff inertisiert,
anschließend wurde auf 120°C erhitzt und mit Stickstoff ein Druck von 2,0 bar absolut
eingestellt. 1,2-Butylenoxid (577 g; 8,0 mol) wurde über einen Zeitraum von 15 h zudosiert.
Man ließ 6 h bei 120°C nachreagieren, kühlte auf 50°C ab, spülte den Reaktor mit Stickstoff
und ließ das Produkt ab. Anschließend wurde das Produkt am Rotationsverdampfer (90°C/10
mbar/2 h) von Niedrigsiedern befreit.
[0108] 1H-NMR-Analytik in CDCl
3 bestätigte die Struktur.
Synthesebeispiel 8: DMAPA×25BuO
[0109] In einem 2 l Druckautoklaven mit Schrägblattrührer wurden das Produkt aus Synthesebeispiel
7 (130 g; 0,528 mol) und 50%ige wässrige KOH-Lösung (6,0 g) vorgelegt und der Rührer
wurde eingeschaltet. Anschließend wurde auf einen Druck von 10 mbar evakuiert und
für 2 h auf 95°C erhitzt, um das in der Startermischung enthaltene Wasser abzudestillieren.
Der Reaktor wurde mit Stickstoff inertisiert, anschließend wurde auf 140°C erhitzt
und mit Stickstoff ein Druck von 2,5 bar absolut eingestellt. 1,2-Butylenoxid (875
g, 12,1 mol) wurde über einen Zeitraum von 14 h zudosiert. Man ließ 4 h bei 140°C
nachreagieren, kühlte auf 80°C ab, spülte den Reaktor mit Stickstoff und ließ das
Produkt ab. Das Produkt wurde am Rotationsverdampfer (90°C/10 mbar/2 h) von Niedrigsiedern
befreit. Anschließend wurde das Produkt mit 30 g Ambosol
® versetzt, 2 h bei 80°C/100 mbar gerührt und mit Hilfe einer Druckfilternutsche filtriert
(Filtermedium Seitz K 900 Tiefenfilter). Man erhielt das Produkt in Form eines gelben
Öls.
[0110] OHZ 63,7 mg KOH/g, Gesamtaminzahl 49,7 mg KOH/g, M
n 2374 g/mol, M
w 2550 g/mol, D 1,07.
[0111] Anwendungsbeispiele
[0112] Es wurde folgende Additivpaketformulierungen hergestellt:
| |
PIBA* [%] |
Trägeröl** [%] |
Coadditive*** [%] |
Synthesebeispiel 2 [%] |
Synthesebeispiel 3 [%] |
| Formulierung 1 |
44,22 |
26,61 |
29,17 |
- |
- |
| Formulierung 2 |
44,22 |
18,36 |
29,17 |
8,25 |
- |
| Formulierung 3 |
44,22 |
18,36 |
29,17 |
- |
8,25 |
| Formulierung 4 |
47,24 |
9,73 |
27,03 |
16,00 |
- |
[0113] Die Formulierungen waren einphasig und zeigten bei Lagerung über 6 Wochen bei -10
°C, sowie bei Lagerung über -5 °C über 3 Monate keine Phasentrennungen oder Ausfällungen.
| |
PIBA* [%] |
Trägeröl**** [%] |
Synthesebeispiel 8 [%] |
Synthesebeispiel 2 [%] |
| Formulierung 5 |
64,52 |
35,48 |
- |
- |
| Formulierung 6 |
64,52 |
18,06 |
17,42 |
- |
| Formulierung 7 |
64,52 |
18,06 |
- |
17,42 |
| |
PIBA* [%] |
Trägeröl** [%] |
Lösungsmittel, Korrosionsinhibitor |
Synthesebeispiel 2 [%] |
Synthesebeispiel 3 [%] |
| Formulierung 8 |
30,86 |
18,57 |
50,57 |
- |
- |
| Formulierung 9 |
30,01 |
18,06 |
49,15 |
2,78 |
- |
| Formulierung 10 |
30,01 |
18,06 |
49,15 |
- |
2,78 |
* durch Hydroformylierung und Aminierung mit Polyisobuten mit einem Mn von 1000 erhältliches
Detergensadditiv
** PO/BuO basiertes Trägeröl
*** Friction Modifier, Lösungsmittel und Korrosionsinhibitor
****PO basiertes Trägeröl |
Motorentests
[0114] Einsatz als Trägeröl:
Ventilklebetest im Motor VW Wasserboxer (CEC F-016-96) bei -18°C:
Die Überprüfung des Verhaltens beim Ventilkleben wurde durch Untersuchungen im VW-Wasserboxer-Test
nach CEC F-16-T-96 vorgenommen. Als Grundkraftstoff diente ein Eurosuper-Kraftstoff
gemäß EN 228. Geprüft wurde nach den Kriterien der Testvorschrift, ob ein "Pass" (kein
Ventilkleben in drei aufeinander folgenden Testläufen) oder ein "Fail" (Ventilkleben
im ersten, zweiten oder dritten der aufeinander folgenden Testläufe) erfolgte. Das
Ventilkleben macht sich hierbei dadurch bemerkbar, dass sich der Motor nur mit Verzögerung
oder gar nicht mehr starten lässt. Um eine Differenzierung zu ermöglichen, wurde absichtlich
im Grenzbereich des zu erwartenden Ventilklebens getestet. Die angegebenen Dosiermengen
der jeweiligen Additive in Gew.-ppm (angegeben als Reinsubstanz-Gehalt, ohne Lösungsmittel)
beziehen sich jeweils auf die Gesamtmenge der eingesetzten Ottokraftstoff-Formulierung.
Kraftstoff: MIRO 95 OKTAN E10
Formulierung 4 mit 1000 mg/kg: 3 × pass
Formulierungen 5-7 mit 2325 mg/kg: 3 × pass
Verringerung von Injektorablagerungen
[0115] Der Motorentest wurde durchgeführt, wie beschrieben in
WO 2014/023853, Seite 22, Zeile 20 bis Seite 23, Zeile 5 beschrieben.
[0116] Dazu wurde nach einer internen Methode ein kommerziell verfügbarer, aufgeladener
Vierzylinder Ottomotor (1,6 L Hubraum) mit Direkteinspritzung mit einem E0 Benzin,
enthaltend 7 Vol% sauerstoffhaltige Verbindungen.
[0117] Der Kraftstoff wurde mit 80 Gew.ppm der angegebenen Produkte aus den Synthesebeispielen
oder Formulierungen versetzt und über die Laufzeit der FR-Wert bestimmt. Der FR-Wert
ist ein Parameter, der von der Motorsteuerung erstellt wird und entspricht der Einspritzzeit
des Kraftstoffs in den Verbrennungsraum. Wenn sich der FR-Wert im Verlauf des Testlaufs
erhöht, deutet dies auf Ablagerungen an der Einspritzdüse hin, je größer die Erhöhung
ist, desto mehr Ablagerungen haben sich gebildet. Bleibt der FR-Wert hingegen konstant
oder sinkt sogar im Verlauf eines Restlaufs, bleibt die Einspritzdüse frei von Ablagerungen.
[0118] Gleichzeitig werden die Brennraumablagerungen bestimmt (Ablagerungen an der Kolbenoberseite:
PTD, Ablagerungen im Zylinderkopf: CHD).
Testlauf 1: Grundwert ohne Additiv
Startend mit 0 sinkt der FR-Wert zunächst ab um nach ca. 30 Stunden wieder 0 zu erreichen
und erreicht nach 50 Stunden Laufzeit einen Endwert von +2,60.
Testlauf 2: Zusatz von 80 Gew.ppm der Verbindung aus Synthesebeispiel 2 in den Kraftstoff
Startend mit 0 sinkt der FR-Wert dauerhaft ab und erreicht nach 50 Stunden Laufzeit
einen Endwert von -2,00.
Testlauf 3: Zusatz von 80 Gew.ppm der Verbindung aus Synthesebeispiel 3 in den Kraftstoff
Startend mit 0 sinkt der FR-Wert dauerhaft ab und erreicht - zuletzt wieder leicht
ansteigend - nach 50 Stunden Laufzeit einen Endwert von -1,58.
Testlauf 4: Vergleich zu EP 700985
Startend mit 0 mit einem unadditivierten Kraftstoff erreicht der FR-Wert nach 80 h
einen Wert von 7,0 (dirty-up). Danach werden dem Kraftstoff 65 ppm PIBA und 55 ppm
Polyetheramin gemäß Herstellungsbeispiel B der EP700985 (iso-C13H27O(CH2CHEtO)21-(CH2CHEt)-NH2) zugesetzt. Nach weiteren 20 h Laufzeit wird ein FR-Wert von 4,1 erreicht (clean-up).
Der relative clean-up beträgt damit 41%.
Testlauf 5: Zusatz von Synthesebeispiel 2
Startend mit 0 mit einem unadditivierten Kraftstoff steigt der FR-Wert und erreicht
nach 60 h einen Wert von 6,8 (dirty-up). Danach werden dem Kraftstoff 65 ppm PIBA,
55 ppm Trägeröl und 55 ppm Synthesebeispiel 2 zugesetzt. Nach weiteren 20 h Laufzeit
wird ein FR-Wert von 2,0 erreicht (clean-up). Der relative clean-up beträgt damit
71%.
[0119] Reduktion von Brennraumablagerungen in einem M111 (PFI) Motor:
Kraftstoff MIRO E10, 95 Oktan; Test nach CEC F-020-98
| |
Dosierung [mg/kg] |
PTD1) |
CHD2) |
| Formulierung 1 |
365 |
2819 |
1609 |
| Formulierung 2 |
365 |
2036 |
1071 |
| Formulierung 3 |
365 |
2244 |
1051 |
| 1) Piston top deposit; 2) cylinder head deposit |
[0120] Reduktion von Brennraumablagerungen in einem M111 (PFI) Motor:
Kraftstoff MIRO E10, 95 Oktan; Test nach CEC F-020-98
| |
Dosierung [mg/kg] |
PTD1) |
CHD2) |
| Formulierung 8 |
1400 |
4912 |
1152 |
| Formulierung 9 |
1440 |
4720 |
940 |
| Formulierung 10 |
1440 |
4768 |
1007 |
| 1) Piston top deposit; 2) cylinder head deposit |
1. Verwendung von Verbindungen (A) ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

und Formel (II)

worin
R einen zweibindigen organischen Rest, bevorzugt einen 2 bis 10 Kohlenstoffatome aufweisenden
Alkylenrest,
R1, R2, R3, R4, R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff oder einen einbindigen organischen Rest oder einen
Rest -[-Xi-]n-H oder R1 und R2 gemeinsam und zusammen mit dem Stickstoffatom einen fünf- bis siebengliedrigen Ring
bilden können, bevorzugt Wasserstoff, einen 1 bis 20 Kohlenstoffatome aufweisenden
Alkylrest oder einen Rest -[-Xi-]n-H,
w eine positive ganze Zahl und
x, y und z unabhängig voneinander Null oder eine positive ganze Zahl
bedeuten,
- worin n eine positive ganze Zahl bedeutet, und
- worin jedes Xi für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O- und -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH( C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O- und -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH( C2H5)-O- und -CH(C2H5)-CH2-O- und ganz besonders bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O- und -CH(CH3)-CH2-O-, und insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(CH3)-O- und -CH(CH3)-CH2-O-,
mit der Maßgabe, daß
- die Summe aus x, y und z ungleich Null ist
- mindestens einer der Reste R1, R2, R3, R4, R5 und R6 nicht Wasserstoff ist und
- mindestens einer der Reste R1, R2, R3, R4, R5 und R6 einen Rest -[-Xi-]n-H darstellt,
in Ottokraftstoffen zur Vermeidung und/oder Verringerung der Bildung von Ablagerungen
an Einspritzdüsen in direkteinspritzenden Ottomotoren und/oder Entfernung und/oder
Verringerung von bestehenden Ablagerungen an Einspritzdüsen in direkteinspritzenden
Ottomotoren.
2. Verwendung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus 1,2-Ethylen, 1,2-Propylen,
1,3-Propylen, 1,2-Butylen, 1,3-Butylen, 1,4-Butylen, 1,5-Pentylen, 1,6-Hexylen, 1,8-Octylen
und 1,10-Decylen.
3. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß R1, R2, R3, R4, R5 und R6, soweit sie nicht einen Rest-[-Xi-]n-H darstellen, unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus
Wasserstoff oder einen 1 bis 12 Kohlenstoffatome aufweisenden Alkylrest.
4. Verwendung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß R1, R2, R3, R4, R5 und R6, soweit sie nicht einen Rest -[-Xi-]n-H darstellen, unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus
Methyl, Ethyl, iso-Propyl, n-Propyl, n-Butyl, sek-Butyl und tert-Butyl.
5. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Verbindung um eine Verbindung der Formel (I) handelt.
6. Verwendung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß x = 1 oder 2 und R 1,2-Ethylen, 1,2-Propylen oder 1,3-Propylen ist.
7. Verwendung gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß R1 und R2 jeweils unabhängig voneinander C1- bis C4-Alkyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander ein Rest -[-Xi-]n-H sind.
8. Verwendung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Xi für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
-CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH( C2H5)-O- und -CH(C2H5)-CH2-O-,
9. Verwendung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung (A) die Formel (III) erfüllt,

worin
R1, R2 und Xi die oben genannten Bedeutungen haben und
p und q unabhängig voneinander eine positive ganze Zahl bedeuten.
10. Verwendung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe aus p und q von 2 bis 50 beträgt.
11. Verwendung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Reste in Formel (I) folgende Bedeutungen haben:
(la) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 bis R3 Methyl und R4 eine Kette -[-Xi-]n-H
(Ib) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H
(Ic) R sei 1,2-Propylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H
(Id) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 Methyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H
(Ie) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 Ethyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H,
(If) R sei 1,3-Propylen, w = 1, R1 und R2 n-Butyl und R3 und R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H, und
(Ig) R sei 1,2-Ethylen, w = 1, R1 bis R4 eine Kette -[-Xi-]n-H.
12. Verwendung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Reste in Formel (II) folgende Bedeutungen haben:
(IIa) R sei 1,2-Ethylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 und R6 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H
(IIb) R sei 1,2-Propylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 und R6 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H, sowie
(IIc) R sei 1,3-Propylen, x und y 1, z = 0 und R1 bis R4 jeweils unabhängig voneinander eine Kette -[-Xi-]n-H und R6 C1- bis C20-Alkyl.
13. Verwendung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Reste in Formel (III) folgende Bedeutungen haben:
(IIIa) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 Methyl
(IIIb) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 Ethyl
(IIIc) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 n-Butyl
(IIId) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
(IIIe) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette
(IIIf) R sei 1,2-Ethylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
(IIIg) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 Methyl
(IIIh) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 Ethyl
(IIIi) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 n-Butyl
(IIIj) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
(IIIk) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette
(IIII) R sei 1,2-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
(IIIm) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 Methyl
(IIIn) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 Ethyl
(IIIo) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 n-Butyl
(IIIp) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,4-Butylenkette
(IIIq) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 1,5-Pentylenkette, sowie
(IIIr) R sei 1,3-Propylen und R1 und R2 gemeinsam eine 3-Oxa-1,5-pentylenkette
14. Kraftstoffadditivkonzentrate, enthaltend,
(A) 1 - 50 Gew% mindestens einer Verbindung der Formel (I), (II), oder (III), wie
beschrieben in einem der Ansprüche 1 bis 13,
worin jedes Xi für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH( C2H5)-O- und -CH(C2H5)-CH2-O-, und
worin die Verbindung (A) die Formel (III) erfüllt,

worin
R1, R2 und Xi die oben genannten Bedeutungen haben und
p und q unabhängig voneinander eine positive ganze Zahl bedeuten,
(B1) 20 - 96,75 Gew% mindestens einer Verbindung (B1a), bei der es sich um ein Polyisobutenamin
handelt, erhältlich durch Hydroformylierung und anschließender reduktiver Aminierung,
ganz besonders bevorzugt mit Ammoniak, von Polyisobuten mit Mn = 300 bis 5000,
(B2) 2 - 30 Gew% mindestens eines Trägeröls, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
Polyolefinen, (Poly)estern, (Poly)alkoxylaten, Polyethern, aliphatischen Polyetheraminen,
alkylphenolgestarteten Polyethern, alkylphenolgestarteten Polyetheraminen und Carbonsäureestern
von 6 bis 24 C-Atomen aufweisenden Alkanolen, sowie
(B3) 0,25 - 10 Gew% mindestens eines Korrosionsinhibitors, ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus mindestens 12 Kohlenstoffatome aufweisenden Mono-, Di- und Polycarbonsäuren,
Ammoniumsalzen organischer Carbonsäuren und heterocyclischen Aromaten,
mit der Maßgabe, daß die Summe aller Komponenten immer 100 Gew% ergibt.
15. Kraftstoffzusammensetzungen, enthaltend,
(A) 20 bis 2000 Gew.-ppm mindestens einer Verbindung der Formel (I), (II) oder (III),
wie beschrieben in einem der Ansprüche 1 bis 13,
worin jedes Xi für i = 1 bis n unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH( C2H5)-O- und -CH(C2H5)-CH2-O-, und
worin die Verbindung (A) die Formel (III) erfüllt,

worin
R1, R2 und Xi die oben genannten Bedeutungen haben und
p und q unabhängig voneinander eine positive ganze Zahl bedeuten,
(B1) 50 bis 1000 Gew.-ppm mindestens einer Verbindung (B1a), bei der es sich um ein
Polyisobutenamin handelt, erhältlich durch Hydroformylierung und anschließender reduktiver
Aminierung, ganz besonders bevorzugt mit Ammoniak, von Polyisobuten mit Mn = 300 bis
5000,
(B2) mindestens ein Trägeröl, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyolefinen,
(Poly)estern, (Poly)alkoxylaten, Polyethern, aliphatischen Polyetheraminen, alkylphenolgestarteten
Polyethern, alkylphenolgestarteten Polyetheraminen und Carbonsäureestern von 6 bis
24 C-Atomen aufweisenden Alkanolen,
(B3) mindestens einen Korrosionsinhibitor, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
mindestens 12 Kohlenstoffatome aufwei-senden Mono-, Di- und Polycarbonsäuren, Ammoniumsalzen
organischer Carbonsäuren und heterocyclischen Aromaten,
(C) mindestens einen Ottokraftstoff, sowie
optional mindestens einen Alkohol, bevorzugt mindestens ein C1-C4-Alkanol, besonders bevorzugt Methanol oder Ethanol, ganz besonders bevorzugt Ethanol.
1. The use of compounds (A) selected from the group consisting of

and formula (II)

in which
R is a divalent organic radical, preferably an alkylene radical having 2 to 10 carbon
atoms,
R1, R2, R3, R4, R5 and R6 are independently hydrogen or a monovalent organic radical or a -[-Xi-]n-H radical or R1 and R2 collectively and together with the nitrogen atom may form a five- to seven-membered
ring, preferably hydrogen, an alkyl radical having 1 to 20 carbon atoms or a -[-Xi-]n-H radical,
w is a positive integer and
x, y and z are independently zero or a positive integer,
- in which n is a positive integer, and
- in which each Xi for i = 1 to n is independently selected from the group consisting of -CH2-CH2-O-, - CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, - C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O- and
- CH(CH3)-CH(CH3)-O-, preferably selected from the group consisting of -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O-,
- CH(C2H5)-CH2-O- and -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, more preferably selected from the group consisting of - CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, - C (CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- and -CH(C2H5)-CH2-O- and most preferably selected from the group consisting of -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O-, - CH2-CH(CH3)-O- and -CH(CH3)-CH2-O-, and especially selected from the group consisting of -CH2-CH(CH3)-O- and -CH(CH3)-CH2-O-,
with the proviso that
- the sum total of x, y and z is non-zero,
- at least one of the R1, R2, R3, R4, R5 and R6 radicals is not hydrogen and
- at least one of the R1, R2, R3, R4, R5 and R6 radicals represents a -[-Xi-]n-H radical,
in gasoline fuels for avoidance and/or reduction of the formation of deposits at injection
nozzles in direct injection gasoline engines and/or removing and/or reducing existing
deposits at injection nozzles in direct injection gasoline engines.
2. The use according to claim 1, wherein the R radical is selected from the group consisting
of 1,2-ethylene, 1,2-propylene, 1,3-propylene, 1,2-butylene, 1,3-butylene, 1,4-butylene,
1,5-pentylene, 1,6-hexylene, 1,8-octylene and 1,10-decylene.
3. The use according to any of the preceding claims, wherein R1, R2, R3, R4, R5 and R6, if they do not represent a -[-Xi-]n-H radical, are independently selected from the group consisting of hydrogen and an
alkyl radical having 1 to 12 carbon atoms.
4. The use according to claim 3, wherein R1, R2, R3, R4, R5 and R6, if they do not represent a -[-Xi-]n-H radical, are independently selected from the group consisting of methyl, ethyl,
isopropyl, n-propyl, n-butyl, sec-butyl and tert-butyl.
5. The use according to any of the preceding claims, wherein the compound is a compound
of the formula (I) .
6. The use according to claim 5, wherein x = 1 or 2 and R is 1,2-ethylene, 1,2-propylene
or 1,3-propylene.
7. The use according to claim 5 or 6, wherein R1 and R2 are each independently C1- to C4-alkyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H radical.
8. The use according to claim 7, wherein each Xi for i = 1 to n is independently selected from the group consisting of -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- and - CH(C2H5)-CH2-O-.
9. The use according to any of the preceding claims, wherein the compound (A) satisfies
the formula (III)

in which
R1, R2 and Xi have the definitions given above and
p and q are independently a positive integer.
10. The use according to claim 9, wherein the sum total of p and q is from 2 to 50.
11. The use according to claim 1, wherein the radicals in formula (I) are defined as follows:
(Ia) R is 1,2-ethylene, w = 1, R1 to R3 are methyl and R4 is a -[-Xi-]n-H chain
(Ib) R is 1,2-ethylene, w = 1, R1 and R2 are methyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain
(Ic) R is 1,2-propylene, w = 1, R1 and R2 are methyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain
(Id) R is 1,3-propylene, w = 1, R1 and R2 are methyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain
(Ie) R is 1,3-propylene, w = 1, R1 and R2 are ethyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain,
(If) R is 1, 3-propylene, w = 1, R1 and R2 are n-butyl and R3 and R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain, and
(Ig) R is 1,2-ethylene, w = 1, R1 to R4 are a -[-Xi-]n-H chain.
12. The use according to claim 1, wherein the radicals in formula (II) are defined as
follows:
(IIa) R is 1,2-ethylene, x and y are 1, z = 0 and R1 to R4 and R6 are each independently a -[-Xi-]n-H chain
(IIb) R is 1,2-propylene, x and y are 1, z = 0 and R1 to R4 and R6 are each independently a -[-Xi-]n-H chain, and
(IIc) R is 1,3-propylene, x and y are 1, z = 0 and R1 to R4 are each independently a -[-Xi-]n-H chain, and R6 is C1- to C20-alkyl.
13. The use according to claim 9, wherein the radicals in formula (III) are defined as
follows:
(IIIa) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are methyl
(IIIb) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are ethyl
(IIIc) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are n-butyl
(IIId) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are collectively a 1,4-butylene chain
(IIIe) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are collectively a 1,5-pentylene chain
(IIIf) R is 1,2-ethylene and R1 and R2 are collectively a 3-oxa-1,5-pentylene chain
(IIIg) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are methyl
(IIIh) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are ethyl
(IIIi) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are n-butyl
(IIIj) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are collectively a 1,4-butylene chain
(IIIk) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are collectively a 1,5-pentylene chain
(IIIl) R is 1,2-propylene and R1 and R2 are collectively a 3-oxa-1,5-pentylene chain
(IIIm) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are methyl
(IIIn) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are ethyl
(IIIo) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are n-butyl
(IIIp) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are collectively a 1,4-butylene chain
(IIIq) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are collectively a 1,5-pentylene chain, and
(IIIr) R is 1,3-propylene and R1 and R2 are collectively a 3-oxa-1,5-pentylene chain.
14. A fuel additive concentrate comprising
(A) 1-50% by weight of at least one compound of the formula (I), (II) or (III) as
described in any of claims 1 to 13,
in which each Xi for i = 1 to n is independently selected from the group consisting of -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- and -CH(C2H5)-CH2-O-, and
in which the compound (A) satisfies the formula (III)

in which
R1, R2 and Xi have the definitions given above and
p and q are independently a positive integer,
(B1) 20-96.75% by weight of at least one compound (B1a) which is a polyisobuteneamine
obtainable by hydroformylation and subsequent reductive amination, most preferably
with ammonia, of polyisobutene with Mn = 300 to 5000,
(B2) 2-30% by weight of at least one carrier oil selected from the group consisting
of polyolefins, (poly)esters, (poly)alkoxylates, polyethers, aliphatic polyetheramines,
alkylphenol-started polyethers, alkylphenol-started polyetheramines and carboxylic
esters of alkanols having 6 to 24 carbon atoms, and
(B3) 0.25-10% by weight of at least one corrosion inhibitor selected from the group
consisting of mono-, di- and polycarboxylic acids having at least 12 carbon atoms,
ammonium salts of organic carboxylic acids and heterocyclic aromatics, with the proviso
that the sum total of all components is always 100% by weight.
15. A fuel composition comprising
(A) 20 to 2000 ppm by weight of at least one compound of the formula (I), (II) or
(III) as described in any of claims 1 to 13,
in which each Xi for i = 1 to n is independently selected from the group consisting of -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- and -CH(C2H5)-CH2-O-, and
in which the compound (A) satisfies the formula (III)

in which
R1, R2 and Xi have the definitions given above and
p and q are independently a positive integer,
(B1) 50 to 1000 ppm by weight of at least one compound (B1a) which is a polyisobuteneamine
obtainable by hydroformylation and subsequent reductive amination, most preferably
with ammonia, of polyisobutene with Mn = 300 to 5000,
(B2) at least one carrier oil selected from the group consisting of polyolefins, (poly)esters,
(poly)alkoxylates, polyethers, aliphatic polyetheramines, alkylphenol-started polyethers,
alkylphenol-started polyetheramines and carboxylic esters of alkanols having 6 to
24 carbon atoms, (B3) at least one corrosion inhibitor selected from the group consisting
of mono-, di- and polycarboxylic acids having at least 12 carbon atoms, ammonium salts
of organic carboxylic acids and heterocyclic aromatics,
(C) at least one gasoline fuel, and
optionally at least one alcohol, preferably at least one C1-C4-alkanol, more preferably methanol or ethanol, most preferably ethanol.
1. Utilisation de composés (A) choisis dans le groupe constitué par la formule (I)

et la formule (II)

dans lesquelles
R signifie un radical organique divalent, préférablement un radical alkylène présentant
2 à 10 atomes de carbone, R1, R2, R3, R4, R5 et R6 signifient indépendamment les uns des autres hydrogène ou un radical organique monovalent
ou un radical -[-Xi-]n-H ou R1 et R2 peuvent former conjointement et ensemble avec l'atome d'azote un cycle à cinq à sept
chaînons, préférablement signifient hydrogène, un radical alkyle présentant 1 à 20
atomes de carbone ou un radical -[-Xi-]n-H.
w signifie un nombre entier positif et
x, y et z signifient indépendamment les uns des autres zéro ou un nombre entier positif,
- dans lequel n signifie un nombre entier positif, et
- dans lequel chaque Xi pour i = 1 à n, indépendamment les uns des autres, est choisi dans le groupe constitué
par -CH2-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH (C2H5)-CH2-O- et -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, préférablement choisi dans le groupe constitué par -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-,
- CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O-, - CH(C2H5)-CH2-O- et -CH(CH3)-CH(CH3)-O-, plus préférablement choisi dans le groupe constitué par -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- et -CH(C2H5)-CH2-O- et le plus préférablement choisi dans le groupe constitué par -CH2-CH(C2H5)-O-, -CH(C2H5)-CH2-O-, -CH2-CH(CH3)-O- et -CH(CH3)-CH2-O-, et en particulier choisi dans le groupe constitué par -CH2-CH(CH3)-O- et -CH(CH3)-CH2-O-
à la condition que
- la somme de x, y et z soit différente de zéro
- au moins l'un des radicaux R1, R2, R3, R4, R5 et R6 ne soit pas hydrogène et
- au moins l'un des radicaux R1, R2, R3, R4, R5 et R6 représente un radical -[-Xi-]n-H,
dans des essences pour éviter et/ou diminuer la formation de dépôts au niveau de buses
d'injection dans des moteurs à essence à injection directe et/ou pour l'élimination
et/ou la diminution de dépôts présents au niveau de buses d'injection dans des moteurs
à essence à injection directe.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le radical R est choisi dans le groupe constitué par le 1,2-éthylène, le 1,2-propylène,
le 1,3-propylène, le 1,2-butylène, le 1,3-butylène, le 1,4-butylène, le 1,5-pentylène,
le 1,6-hexylène, le 1,8-octylène et le 1,10-décylène.
3. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que R1, R2, R3, R4, R5 et R6, dès lors qu'ils ne représentent pas un radical -[-Xi-]n-H, sont choisis indépendamment les uns des autres dans le groupe constitué par hydrogène
et un radical alkyle présentant 1 à 12 atomes de carbone.
4. Utilisation selon la revendication 3, , caractérisée en ce que R1, R2, R3, R4, R5 et R6, dès lors qu'ils ne représentent pas un radical-[-Xi-]n-H, sont choisis indépendamment les uns des autres dans le groupe constitué par méthyle,
éthyle, iso-propyle, n-propyle, n-butyle, sec-butyle et tert-butyle.
5. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le composé est un composé de formule (I).
6. Utilisation selon la revendication 5, caractérisée en ce que x = 1 ou 2 et R est 1,2-éthylène, 1,2-propylène ou 1,3-propylène.
7. Utilisation selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que R1 et R2 sont à chaque fois indépendamment l'un de l'autre C1-4 alkyle et R3 et R4 sont à chaque fois indépendamment l'un de l'autre un radical -[-Xi-]n-H.
8. Utilisation selon la revendication 7, caractérisée en ce que chaque Xi pour i = 1 à n, indépendamment les uns des autres, est choisi dans le groupe constitué
par -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- et -CH(C2H5)-CH2-O-.
9. Utilisation selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le composé (A) satisfait à la formule (III),

dans laquelle
R1, R2 et Xi possèdent les significations mentionnées ci-dessus et
p et q signifient indépendamment l'un de l'autre un nombre entier positif.
10. Utilisation selon la revendication 9, caractérisée en ce que la somme de p et q est de 2 à 50.
11. Utilisation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les radicaux dans la formule (I) possèdent les significations suivantes :
(Ia) R est 1,2-éthylène, w = 1, R1 à R3 sont méthyle et R4 est une chaîne -[-Xi-]n-H
(Ib) R est 1,2-éthylène, w = 1, R1 et R2 sont méthyle et R3 et R4 sont chacun indépendamment l'un de l'autre une chaîne -[-Xi-]n-H
(Ic) R est 1,2-propylène, w = 1, R1 et R2 sont méthyle et R3 et R4 sont chacun indépendamment l'un de l'autre une chaîne -[-Xi-]n-H
(Id) R est 1,3-propylène, w = 1, R1 et R2 sont méthyle et R3 et R4 sont chacun indépendamment l'un de l'autre une chaîne -[-Xi-]n-H
(Ie) R est 1,3-propylène, w = 1, R1 et R2 sont éthyle et R3 et R4 sont chacun indépendamment l'un de l'autre une chaîne -[-Xi-]n-H
(If) R est 1,3-propylène, w = 1, R1 et R2 sont n-butyle et R3 et R4 sont chacun indépendamment l'un de l'autre une chaîne -[-Xi-]n-H et
(Ig) R est 1,2-éthylène, w = 1, R1 à R4 sont une chaîne - [-Xi-]n-H.
12. Utilisation selon la revendication 1,
caractérisée en ce que les radicaux dans la formule (II) possèdent les significations suivantes :
(IIa) R est 1,2-éthylène, x et y sont 1, z = 0 et R1 à R4 et R6 sont chacun indépendamment les uns des autres une chaîne -[-Xi-]n-H
(IIb) R est 1,2-propylène, x et y sont 1, z = 0 et R1 à R4 et R6 sont chacun indépendamment les uns des autres une chaîne -[-Xi-]n-H, et
(IIc) R est 1,3-propylène, x et y sont 1, z = 0 et R1 à R4 étant chacun indépendamment les uns des autres une chaîne -[-Xi-]n-H et R6 est C1- à C20-alkyle.
13. Utilisation selon la revendication 9,
caractérisée en ce que les radicaux dans la formule (III) possèdent les significations suivantes :
(IIIa) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont méthyle
(IIIb) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont éthyle
(IIIc) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont n-butyle
(IIId) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,4-butylène
(IIIe) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,5-pentylène
(IIIf) R est 1,2-éthylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 3-oxa-1,5-pentylène
(IIIg) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont méthyle
(IIIh) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont éthyle
(IIIi) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont n-butyle
(IIIj) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,4-butylène
(IIIk) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,5-pentylène
(IIIl) R est 1,2-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 3-oxa-1,5-pentylène
(IIIm) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont méthyle
(IIIn) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont éthyle
(IIIo) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont n-butyle
(IIIp) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,4-butylène
(IIIq) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 1,5-pentylène, et
(IIIr) R est 1,3-propylène et R1 et R2 sont ensemble une chaîne 3-oxa-1,5-pentylène.
14. Concentrés d'additifs pour carburant, contenant,
(A) 1 à 50 % en poids d'au moins un composé de formule (I), (II) ou (III), tels que
décrits dans l'une quelconque des revendications 1 à 13,
dans lesquelles chaque Xi pour i = 1 à n, indépendamment les uns des autres, est choisi dans le groupe constitué
par -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- et -CH(C2H5)-CH2-O-, et
le composé (A) satisfait à la formule (III),

dans laquelle
R1, R2 et Xi possèdent les significations mentionnées ci-dessus et
p et q signifient indépendamment l'un de l'autre un nombre entier positif
(B1) 20 à 96,75 % en poids d'au moins un composé (B1a), qui est une polyisobutèneamine,
qui peut être obtenue par hydroformylation et amination réductrice ultérieure, tout
particulièrement préférablement avec de l'ammoniac, de polyisobutène doté d'un Mn
= 300 à 5 000,
(B2) 2 à 30 % en poids d'au moins une huile porteuse, choisie dans le groupe constitué
par des polyoléfines, des (poly)esters, des (poly)alcoxylates, des polyéthers, des
polyétheramines aliphatiques, des polyéthers amorcés par un alkylphénol, des polyétheramines
amorcées par un alkylphénol et des esters d'acides carboxyliques d'alcanols présentant
de 6 à 24 atomes de C, ainsi que (B3) 0,25 à 10 % en poids d'au moins un inhibiteur
de corrosion, choisi dans le groupe constitué par des acides monocarboxyliques, des
acides dicarboxyliques et des poly(acide carboxylique), des sels d'ammonium d'acides
carboxyliques organiques et des composés aromatiques hétérocycliques, présentant au
moins 12 atomes de carbone,
à la condition que la somme de tous les composants totalise toujours 100 % en poids.
15. Compositions de carburant, contenant,
(A) 20 à 2 000 ppm en poids d'au moins un composé de formule (I), (II) ou (III), tels
que décrits dans l'une quelconque des revendications 1 à 13,
dans lesquelles chaque Xi pour i = 1 à n, indépendamment les uns des autres, est choisi dans le groupe constitué
par -CH2-CH(CH3)-O-, -CH(CH3)-CH2-O-, -CH2-C(CH3)2-O-, -C(CH3)2-CH2-O-, -CH2-CH(C2H5)-O- et -CH(C2H5)-CH2-O-, et
le composé (A) satisfait à la formule (III),

dans laquelle
R1, R2 et Xi possèdent les significations mentionnées ci-dessus et
p et q signifient indépendamment l'un de l'autre un nombre entier positif,
(B1) 50 à 1 000 ppm en poids d'au moins un composé (B1a), qui est une polyisobutèneamine,
qui peut être obtenue par hydroformylation et amination réductrice ultérieure, tout
particulièrement préférablement avec de l'ammoniac, de polyisobutène doté d'un Mn
= 300 à 5 000,
(B2) au moins une huile porteuse, choisie dans le groupe constitué par des polyoléfines,
des (poly)esters, des (poly)alcoxylates, des polyéthers, des polyétheramines aliphatiques,
des polyéthers amorcés par un alkylphénol, des polyétheramines amorcées par un alkylphénol
et des esters d'acides carboxyliques d'alcanols présentant de 6 à 24 atomes de C,
(B3) au moins un inhibiteur de corrosion, choisi dans le groupe constitué par des
acides monocarboxyliques, des acides dicarboxyliques et des poly(acide carboxylique),
des sels d'ammonium d'acides carboxyliques organiques et des composés aromatiques
hétérocycliques, présentant au moins 12 atomes de carbone,
(C) au moins une essence ainsi que
éventuellement au moins un alcool, préférablement au moins un alcanol en C1-4, particulièrement préférablement le méthanol ou l'éthanol, tout particulièrement
préférablement l'éthanol.