Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem ersten und einem zweiten jeweils
in einer Verwahrstellung in einem Gehäuse angeordneten und aus diesem in eine Gebrauchsstellung
verlagerbarem Werkzeug.
[0002] Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung mit einem länglichen als Griff
verwendbaren Gehäuse, das eine Einstecköffnung aufweist, in der in einer Verwahrstellung
ein Werkzeug steckt, das aus der Einstecköffnung entnehmbar und umgewendet in einer
Gebrauchsstellung wieder in die Einstecköffnung steckbar ist.
Stand der Technik
[0003] Vorrichtungen, insbesondere Cuttermesser mit zwei parallel zueinander angeordneten,
jeweils in einer Kammer schiebeverlagerbar gelagerten Klingen, die mittels einer Schiebehandhabe
von einer Verwahrstellung in eine Gebrauchsstellung gebracht werden können, sind aus
dem Stand der Technik, insbesondere der
WO 2013/163783 A1 vorbekannt.
[0004] Aus der
DE 20 2015 103 910 U1 ist ein Cuttermesser vorbekannt, bei dem zwei parallel zueinander angeordnete Klingen
wahlweise aus einem Gehäuse herausgeschoben werden können. Um die Klinge auszuwählen
muss ein Schiebeschalter quer zur Verlagerungsrichtung der Klinge verschoben werden.
Eine vom Schiebeschalter ausgebildete Rastnase greift dann wahlweise in eine Rastnut
einer der beiden Klingen ein. Zudem ist eine Sperrplatte vorgesehen, die verschwenkbar
in einer Klingenaufnahme angeordnet ist und die die rückwärtige Kante der aus dem
Gehäuse herauszuschiebenden Klinge beaufschlagen kann.
[0005] Die
US 2011/0308090 A1 beschreibt ein ähnliches Cuttermesser, bei dem durch Verschieben eines Umschalters
wahlweise eine von zwei parallel nebeneinander liegenden Klingen aus einem Gehäuse
herausgeschoben werden kann.
[0006] Aus der
DE 197 17 830 A1 ist ein Mehrzweckmesser bekannt, bei dem wahlweise eine von zwei Klingen aus einem
Gehäuse herausgeschoben werden kann. Der Umschalter besitzt zwei Wechselanschläge,
welche wechselseitig in eine die Bewegung eines Klingenhalters sperrende Stellung
bringbar sind.
[0007] Die
DE 80 24 630 U1 beschreibt ein Werkzeug zum Öffnen einer Flasche, dass eine Klinge aufweist, die
in eine Hülse eingesteckt werden kann.
[0008] Die
DE 87 06 392 U1 beschreibt ein Mehrzweckmesser mit einer feststehenden Klinge. Die Klinge steckt
in einer Verwahrerstellung in einer Verschlusskappe. In der Gebrauchsstellung kann
die Verschlusskappe als Griffverlängerung verwendet werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs beschriebene Vorrichtung gebrauchsvorteilhaft
weiterzubilden.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung, wobei die
Unteransprüche nicht nur vorteilhafte Weiterbildungen der nebengeordneten Ansprüche
sind, sondern auch eigenständige Lösungen der Aufgabe darstellen.
[0011] Eine erste Variante der Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Gehäuse, in
dem zwei Werkzeuge gelagert sind. Die beiden Werkzeuge können wahlweise von einer
Verwahrstellung in eine Gebrauchsstellung gebracht werden. Dies erfolgt bevorzugt
mittels einer Handhabe und durch ein Verschieben des jeweiligen Werkzeuges. Erfindungsgemäß
wird eine Sperreinrichtung vorgeschlagen, die derart eingerichtet ist, dass nur eines
der beiden Werkzeuge von der Verwahrstellung in die Gebrauchsstellung verbringbar
ist. Mit der Sperreinrichtung soll sichergestellt werden, dass jeweils nur ein Werkzeug
die Gebrauchsstellung einnehmen kann. Erfindungsgemäß wird die Sperreinrichtung beim
Verlagern eines der beiden Werkzeuge in eine, eine Verlagerung des anderen der beiden
Werkzeuge sperrenden Sperrstellung gebracht. Die Sperreinrichtung kann einen Sperrkörper
aufweisen. Der Sperrkörper kann wechselweise durch eine Verlagerung des einen Werkzeuges
in die Bewegungsbahn des anderen Werkzeuges gebracht werden. Es ist insbesondere vorgesehen
dass der Sperrkörper Sperrschultern aufweist, die in die Bewegungsbahn des jeweils
anderen Werkzeuges oder eines das Werkzeug tragenden Werkzeugträgers gebracht werden.
Die Werkzeuge können parallel zueinander verschieblich sein. Sie können aus einer
Austrittsöffnung aus dem Gehäuse heraustreten. Die Austrittsöffnung kann von einer
Kammer ausgebildet sein, in der das jeweilige Werkzeug angeordnet ist. Die beiden
Austrittsöffnungen können schmale Öffnungen sein, die parallel zueinander ausgerichtet
und voneinander beabstandet sind. Der Sperrkörper kann ein Schwenkkörper sein. Der
Schwenkkörper kann um eine Schwenkachse schwenkbar am Gehäuse befestigt sein. Bei
der Schwenkachse kann es sich um ein Gelenk oder um ein Filmscharnier handeln. Letzterenfalls
ist der Sperrkörper bevorzugt materialeinheitlich mit dem aus Kunststoff gefertigten
Gehäuse verbunden. Der Sperrkörper kann in einem Fenster einer von dem Gehäuse ausgebildeten
Trennwand angeordnet sein, wobei die Trennwand zwischen den beiden Kammern angeordnet
ist. Der Sperrkörper beziehungsweise vom Sperrkörper ausgebildete Sperrschultern können
wechselweise in eine der beiden Kammern eintauchen, so dass eine der beiden Sperrschultern
in der Bewegungsbahn einer Gegenschulter eines Werkzeugträgers liegt. Die beiden Werkzeuge
können eine unterschiedliche Länge aufweisen. Die beiden Werkzeugträger können ebenfalls
unterschiedliche Längen aufweisen, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass ein längerer
Werkzeugträger das kürzere Werkzeug und ein kürzerer Werkzeugträger das längere Werkzeug
trägt, so dass die Summe von Länge des Werkzeugträgers und des jeweiligen Werkzeuges
insgesamt gleich groß ist. Die Sperrschultern können - bezogen auf eine Verschieberichtung
der beiden Werkzeuge - versetzt zueinander angeordnet sein. Die Werkzeugträger können
Auflaufschrägen aufweisen, an denen eine Randkante einer Sperrschulter des Sperrkörpers
entlanggleiten kann, um den Sperrkörper von der einen Sperrstellung in die andere
Sperrstellung zu verlagern. Jeder Werkzeugträger weist bevorzugt eine Blockierflanke
auf, die in der Gebrauchsstellung des Werkzeuges ein Zurückschwenken des Sperrkörpers
aus der eine Verlagerung des anderen Werkzeuges sperrenden Sperrstellung verhindert.
Befinden sich beide Werkzeuge in ihrer Verwahrstellung, so nimmt der Sperrkörper eine
undefinierte Stellung ein. Wird eines der beiden Werkzeuge aus der Verwahrstellung
in die Gebrauchsstellung verlagert, so kann der Sperrkörper und insbesondere eine
vom Sperrkörper ausgebildete Sperrschulter an einer Auflaufschräge des Werkzeugträgers
entlanggleiten, um dabei in die eine Verlagerung des anderen Werkzeuges sperrende
Sperrstellung gebracht zu werden. Die Auflaufschräge schließt sich dabei bevorzugt
einer Gegenschulter an und läuft in eine Blockierflanke aus, an der sich der Sperrkörper
abstützen kann, so dass verhindert wird, dass der Sperrkörper seine die Bewegung des
anderen Werkzeuges blockierende Sperrstellung verlassen kann. In einer Weiterbildung
der Erfindung ist vorgesehen, dass jedes Werkzeug in einer Werkzeugaufnahme angeordnet
ist. Bei der Werkzeugaufnahme kann es sich um ein eigenständiges Gehäuse handeln,
das in eine Gehäuseausnehmung des Kunststoffgehäuses eingesetzt ist. Die Werkzeugaufnahme
kann von einem abgekanteten Stahlblech gebildet sein. Die Werkzeugaufnahme bildet
bevorzugt die Kammer aus, die in einer Austrittsöffnung endet. Die Werkzeugaufnahme
kann ein Fenster aufweisen, durch das der Sperrkörper beziehungsweise die Sperrschultern
in das Innere der Werkzeugaufnahme eintreten kann, um die oben beschriebene Blockierwirkung
zu entfalten. Es kann ein Verschlussstück vorgesehen sein, das auf eine Schmalrückseite
des Gehäuses aufsteckbar ist. Das Verschlussstück kann auch zur Fesselung der Werkzeugaufnahme
in einer Gehäuseausnehmung des Gehäuses beitragen. Bevorzugt werden die Werkzeugaufnahmen
durch eine Verbindung durch das Gehäuse hindurch aneinander befestigt und damit in
der Gehäuseausnehmung gefesselt. Die Werkzeugaufnahmen können über eine Schraube oder
einen Niet miteinander verbunden sein. Im Inneren der Werkzeugaufnahme kann der Werkzeugträger
verschieblich gelagert sein. Der Werkzeugträger kann mit einer Handhabe verbunden
sein. Auf jeder der beiden Breitseiten des Gehäuses kann jeweils eine Handhabe vorgesehen
sein, die sich in einem Schlitz der Werkzeugaufnahme verschieben lässt, um den Werkzeugträger
mitsamt dem Werkzeug in einer Verschieberichtung zu verlagern. Die Verschieberichtung
entspricht im Wesentlichen der Erstreckungsrichtung des Gehäuses, das als Griff verwendbar
ist.
[0012] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem länglichen,
als Griff verwendbaren Gehäuse, das eine Einstecköffnung aufweist, in der in einer
Verwahrstellung ein Werkzeug, insbesondere ein drittes Werkzeug, steckt, das aus der
Einstecköffnung entnehmbar und umgewendet in einer Gebrauchsstellung wieder in die
Einstecköffnung steckbar ist. Diese Vorrichtung kann aber auch die zuvor genannten
Merkmale und insbesondere das erste und zweite Werkzeug aufweisen. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass das Werkzeug einen keilförmigen Werkzeugabschnitt mit einer Schneide
aufweist, an den sich ein Halteabschnitt anschließt, der sowohl in der Verwahrstellung
als auch in der Gebrauchsstellung einen Fesselungsabschnitt der Einstecköffnung ausfüllt.
Bei diesem Werkzeug kann es sich um ein Schabewerkzeug handeln. Der keilförmige Werkzeugabschnitt
kann ein Endabschnitt der Einstecköffnung ausfüllen. Die Einstecköffnung ist bevorzugt
zu einer Schmalstirnseite des Gehäuses hin offen. Die Einstecköffnung ist bevorzugt
aber auch zu den beiden voneinander wegweisenden Schmallängsseiten des Gehäuses offen.
Die Schmalseiten des Werkzeuges, insbesondere dritten Werkzeuges, können dabei die
Öffnungen der Einstecköffnung in den Schmallängsseiten ausfüllen. Eine Stirnfläche
des dritten Werkzeuges, welches ein Einsteckwerkzeug ist, bildet in der Verwahrstellung
die Schmalstirnseite des Gehäuses. Es können Rastmittel vorgesehen sein, mit denen
der Halteabschnitt im Fesselungsabschnitt verrastet. Hierzu kann der Halteabschnitt
einen oder mehrere Rastelemente aufweisen, die Randkanten von Ausnehmungen in der
Wandung des Fesselungsabschnittes hintergreifen können. Die Verrastung kann sowohl
in der Verwahrstellung als auch in der Gebrauchsstellung erfolgen. Das Herausnehmen
des Einsteckwerkzeuges aus der Einstecköffnung kann durch einen Zweifingerangriff
erfolgen, wobei die beiden Finger an den voneinander wegweisenden Schmalseiten des
Einsteckwerkzeuges angreifen, die in den beiden voneinander wegweisenden Längsseitenöffnungen
der Einstecköffnungen angeordnet sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer perspektivischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Ansicht auf die in Figur 1 nach oben weisende Seite des Ausführungsbeispiels,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf eine in Figur 1 nach unten weisende Seite,
- Fig. 4
- der Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Figur 2,
- Fig. 5
- den Schnitt gemäß der Linie V-V in Figur 2,
- Fig. 6
- den Schnitt gemäß der Linie VI-VI in Figur 5,
- Fig. 7
- den Schnitt gemäß der Schnittebene VII in Figur 5,
- Fig. 8
- den Schnitt gemäß Figur 4, wobei das erste Werkzeug 2 in eine Gebrauchsstellung gebracht
ist und das zweite Werkzeug 3 in einer Verwahrstellung liegt,
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Figur 8, wobei das erste Werkzeug 2 seine Verwahrstellung einnimmt
und das zweite Werkzeug 3 in eine Gebrauchsstellung verlagert ist,
- Fig. 10
- eine Explosionsdarstellung des Werkzeugs,
- Fig. 11
- eine Darstellung gemäß Figur 1, wobei jedoch ein Werkzeug 21 von der in Figur 1 dargestellten
Verwahrstellung in eine Gebrauchsstellung umgesetzt worden ist,
- Fig. 12
- eine Darstellung gemäß Figur 2, jedoch mit umgewendetem Werkzeug 21,
- Fig. 13
- einen Schnitt gemäß der Schnittlinie XIII in Figur 12, jedoch mit von der Verwahrstellung
in die Gebrauchsstellung gewendetem Werkzeug 21.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0014] Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung ist ein Multifunktionswerkzeug, insbesondere
mit zwei klingenartigen Werkzeugen 2, 3, die mittels längsverschieblichen Handhaben
34 getrennt voneinander jeweils von einer Verwahrstellung in eine Gebrauchsstellung
gebracht werden können. Ein erstes Werkzeug 2 bildet ein Schabewerkzeug aus, mit einer
vorderen Kante 2', die eine Schabekante sein kann und die sich quer zur Verschieberichtung
des Werkzeugs 2 erstreckt. Das zweite Werkzeug 3 kann ein Cuttermesser sein mit einer
Schneidkante 3', die sich parallel zur Verschieberichtung erstreckt. Das Werkzeug
2, 3 ist mittels eines vom Werkzeugträger 7, 8 abragenden Zapfens, der in eine Öffnung
des Werkzeuges 2, 3 eingreift, an das Werkzeug 2, 3 verschieblich gekoppelt.
[0015] Es ist ein Gehäuse 1 aus Kunststoff vorgesehen. Das Gehäuse hat eine längliche Gestalt
und besitzt zwei voneinander wegweisende Gehäusebreitseiten, zwei voneinander wegweisende
Gehäuseschmalseiten und zwei voneinander wegweisende Gehäusestirnschmalseiten. Das
Gehäuse 1 bildet einen Handgriff.
[0016] Auf jeder der beiden Gehäusebreitseiten befindet sich eine Gehäuseausnehmung 20.
In der Gehäuseausnehmung 20 ist eine Werkzeugaufnahme 17, 18 eingesetzt. Die beiden
Werkzeugaufnahmen 17,18 sind aus einem Kunststoff-Spritzgussteil oder einem Stahl-Stanzbiegeteil
gefertigt. Jede der beiden Werkzeugaufnahmen 17, 18 bildet eine Kammer 9, 10 aus,
in der das Werkzeug 2, 3 verschieblich einliegt. In dieser Kammer 9, 10 liegt auch
der mit dem Werkzeug 2, 3 gekoppelte Werkzeugträger 7, 8 ein, an dessen Breitseite
die Handhabe 34 befestigt ist. Die Befestigungsmittel, mit denen die Handhabe 34 am
Werkzeugträger 7, 8 befestigt ist, durchgreift dabei eine Schlitz der Werkzeugaufnahme
17, 18.
[0017] Eine Bodenfläche der Werkzeugaufnahme 17,18 besitzt ein Fenster 19. Die Werkzeugaufnahme
17,18 besitzt darüber hinaus eine Austrittsöffnung 9', 10', durch die das jeweilige
Werkzeug 2, 3 aus der Verwahrstellung in die Gebrauchsstellung heraustreten kann.
[0018] Die beiden voneinander wegweisenden Gehäuseausnehmungen 20, in denen jeweils eine
Werkzeugaufnahme 17, 18 angeordnet ist, bildet eine Trennwand 12 aus, in der innerhalb
eines Fensters 13 ein Sperrkörper 4 angeordnet ist. Der Sperrkörper 4 ist um eine
als Filmscharnier ausgebildete Schwenkachse 11 innerhalb des Fensters 13 verschwenkbar.
Der Sperrkörper 4 bildet zwei Sperrschultern 5, 6 aus, die wahlweise in eine der beiden
Kammern 9, 10 eintauchen können, um die Verlagerung des dort angeordneten Werkzeuges
2, 3 von der Verwahrstellung in die Gebrauchsstellung zu blockieren.
[0019] Beim Ausführungsbeispiel hat das erste Werkzeug 2 eine kürzere Erstreckungslänge,
als das zweite Werkzeug 3. Der Werkzeugträger 7, der das erste Werkzeug 2 trägt, hat
eine größere Längenerstreckung als der zweite Werkzeugträger 8, der das zweite Werkzeug
3 trägt. Beide Werkzeugträger 7, 8 bilden Gegenschultern 14, 15 aus, die mit den Sperrschultern
5, 6 des Sperrkörpers 4 zusammenwirken. Die Sperrschulter 5 ist der Schwenkachse 11
näher zugeordnet als die Sperrschulter 6. Die beiden Sperrschultern 5, 6 sind um das
Maß voneinander beabstandet, um welches sich die Längen der beiden Werkzeugträger
7, 8 unterscheiden, so dass die beiden Sperrschultern 5, 6 in der vollständig zurückgezogenen
Stellung der Werkzeugträger 7, 8 jeweils vor eine der beiden Gegenschultern 14, 15
bringbar sind. An die Gegenschultern 14, 15 schließt sich eine Auflaufschräge 32 an,
die wiederum in eine Blockierflanke 33 ausläuft. Die beiden Blockierflanken 33 der
Werkzeugträger 7, 8 weisen aufeinander zu und sind in Richtung auf das Fenster 13
gerichtet. Alternativ dazu kann die Auflaufschräge aber auch vom Sperrkörper 4 ausgebildet
sein.
[0020] Die Funktionsweise der Vorrichtung ist die Folgende: Ausgehend von einer in der Figur
4 dargestellten Stellung, in der beide Werkzeuge 2, 3 ihre Verwahrstellung einnehmen,
kann entweder das erste Werkzeug 2 oder das zweite Werkzeug 3 in eine Gebrauchsstellung
gebracht werden. Wird das erste Werkzeug 2 in die Gebrauchsstellung (Figur 8) verschoben,
so gleitet eine sich an die Sperrschulter 5 anschließende Randkante des Sperrkörpers
4 an der Auflaufschräge 32 des Werkzeugträgers 7 ab und verschwenkt den Sperrkörper
4 um die Schwenkachse 11 in eine Sperrstellung, in der die Sperrschulter 6 vor der
Gegenschulter 15 des Werkzeugträgers 8 liegt, so dass das zweite Werkzeug 3 nicht
in seine Gebrauchsstellung verschwenkt werden kann.
[0021] Wird hingegen ausgehend von der in der Figur 4 dargestellten Grundstellung das zweite
Werkzeug 3 in die Gebrauchsstellung (Figur 9) verlagert, so gleitet eine sich an die
Sperrschulter 6 anschließende Randkante des Sperrkörpers 4 an der Auflaufschräge 32
ab, um den Sperrkörper 4 um die Schwenkachse 11 derart zu verschieben, dass die Sperrschulter
5 vor die Gegenschulter 14 gebracht ist.
[0022] In den beiden zuvor erörterten, in den Figuren 8, 9 dargestellten Gebrauchsstellungen
liegt jeweils eine Blockierflanke 33 im Schwenkbewegungsraum des Sperrkörpers 4, so
dass eine der oben genannten Randkanten des Sperrkörpers 4 an der Blockierflanke 33
anliegen können, um ein Verschwenken des Sperrkörpers 4 aus der jeweiligen Sperrstellung
zu verhindern. Die Randkante des Sperrkörpers 4 kann hier zum verbesserten Abgleiten
auf der Auflaufschräge 32 verrundet sein. Auch hier kann es alternativ vorgesehen
sein, dass die Gegenschulter 14, 15 verrundet ist und die Auflaufschräge 32 der Sperrschulter
5, 6 zugeordnet ist.
[0023] Zur Halterung der Werkzeugaufnahmen 17, 18 in den Gehäuseausnehmungen 20 kann ein
Niet vorgesehen sein, der die beiden Rückseiten der Werkzeugaufnahmen 17,18 miteinander
verbindet. In eine rückwärtige Gehäuseöffnung kann ein Verschlussstück 16 mit Rastarmen
35 eingesetzt sein.
[0024] Der dem Verschlussstück 16 gegenüberliegenden Gehäuseschmalseite ist ein Einsteckwerkzeug
21 zugeordnet. Das Einsteckwerkzeug besitzt einen Werkzeugabschnitt, der eine Keilform
aufweist und der in eine Schneide 23 ausläuft.
[0025] Bei dem Einsteckwerkzeug 21 kann es sich um ein Kunststoffteil handeln. An den Werkzeugabschnitt
22 schließt sich ein Halteabschnitt 24 an, der im Wesentlichen eine quaderförmige
Hüllfläche besitzt. Aus der quaderförmigen Hüllfläche können Vorsprünge 25 abragen.
Die Vorsprünge 25 ragen bevorzugt von einer Breitseite des Halteabschnittes 24 ab.
Sie können Rippen ausbilden.
[0026] Die beiden sich gegenüberliegenden Schmalseiten des Halteabschnittes 24, die in Öffnungen
der Längsschmalseiten 37 des Gehäuses 1 liegen, bilden Griffzonen aus. Durch Angriff
an den Griffzonen kann das Einsteckwerkzeug 21 in eine Einstecköffnung 26 der Stirnschmalseite
des Gehäuses 1 eingesteckt werden. Dies kann in um 180 Grad versetzt liegenden Stellungen
erfolgen, also in eine Gebrauchsstellung oder in eine Verwahrstellung.
[0027] Die Einstecköffnung 26 ist nicht nur zur Stirnschmalseite offen und erstreckt sich
zwischen den beiden Austrittsöffnungen 9', 10'. Die Einstecköffnung 26 ist darüber
hinaus auch zu den beiden Längsschmalseiten 37 des Gehäuses 1 offen. Die Einstecköffnung
26 bildet einen Halteabschnitt 24 aus, in dem sowohl in der Gebrauchsstellung als
auch in der Verwahrstellung der Halteabschnitt 24 des Einsteckwerkzeuges 21 steckt.
Die beiden sich gegenüberliegenden Schmalseiten des Einsteckwerkzeuges 21 liegen in
diesen Positionen im Wesentlichen flächenbündig in den beiden sich gegenüberliegenden
Längsschmalseitenöffnungen der Einstecköffnung 26, so dass sie zum Umsetzen des Einsteckwerkzeuges
21 verwendet werden können.
[0028] Wie insbesondere der Figur 12 zu entnehmen ist, verläuft eine Keilfläche des keilförmigen
Werkzeuges 21 etwas trapezförmig. Die beiden Längsschmalseiten 37 verlaufen zum Ende
des Gehäuses 1 hin aufeinander zu.
[0029] In der Verwahrstellung greift der Werkzeugabschnitt 22 des Einsteckwerkzeuges 21
in einen keilförmigen Endabschnitt 28 der Einstecköffnung 26 ein. In der Gebrauchsstellung,
die einer um 180 Grad umgewendeten Stellung des Einsteckwerkzeuges 21 entspricht,
ragt der Werkzeugabschnitt 22 über das Gehäuse 1 hinaus, wobei sich die Schneide 23
quer zur Gehäuselängserstreckung erstreckt.
[0030] Die beiden sich gegenüberliegenden Breitseitenwände des Fesselungsabschnittes 27
der Einstecköffnung 26 bilden Ausnehmungen 29 mit einer Randkante 30 aus. Hinter dieser
Randkante kann bevorzugt ein Rastelement 36 des Halteabschnittes 24 verrasten. Bei
dem Rastelement 36 handelt es sich um eine Bogenfeder. Der Halteabschnitt 24 besitzt
zwei Schächte, die mit ihren Böden jeweils die Rastelemente 36 ausbilden. Die beiden
nebeneinander liegenden Schächte besitzen in entgegengesetzten Richtungen offene Öffnungen.
[0031] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt
erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen
jeweils auch eigenständig weiterbilden, wobei zwei, mehrere oder alle dieser Merkmalskombinationen
auch kombiniert sein können, nämlich:
[0032] Eine Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch eine beim Verlagern eines der beiden
Werkzeuge 2, 3 in eine, eine Verlagerung eines anderen der beiden Werkzeuge 2, 3 sperrenden
Sperrstellung bringbare Sperreinrichtung 4, 5, 6.
[0033] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Sperreinrichtung einen
Sperrkörper 4 aufweist, der wechselweise durch eine Verlagerung des einen Werkzeuges
2, 3 in die Bewegungsbahn des anderen Werkzeuge 3, 2 oder eines das Werkzeuges 2,
3 tragenden Werkzeugträgers 7, 8 bringbar ist, wobei insbesondere vorgesehen ist,
dass die Werkzeuge 2, 3 parallel zueinander verschieblich jeweils in einer eine Austrittsöffnung
9', 10' für das Werkzeug 2, 3 aufweisenden Kammer 9, 10 angeordnet ist, wobei insbesondere
vorgesehen ist, dass der Sperrkörper 4 um eine Schwenkachse 11 schwenkbar am Gehäuse
1 befestigt ist.
[0034] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein Sperrkörper 4 der Sperreinrichtung
in einem Fenster 13 einer Trennwand 12 zwischen den beiden Kammern 9, 10 angeordnet
ist und wechselseitig jeweils in eine der beiden Kammern 9, 10 eintauchen kann, so
dass eine Sperrschulter 5, 6 in der Bewegungsbahn einer Gegenschulter 14, 15 eines
Werkzeugträgers 7, 8 liegt.
[0035] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das erste Werkzeug 2 ein Schab-
oder Spachtelwerkzeug mit einer Schabkante 2' ist und/oder dass das zweite Werkzeug
3 eine Schneide 3' aufweist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass sich die Schabkante
2' quer zur Verschieberichtung des Werkzeuges 2 und die Schneidkante 3' parallel zur
Verschieberichtung des Werkzeuges 3 erstreckt.
[0036] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Werkzeug 2, 3 in einer
Werkzeugaufnahme 17, 18 verschieblich angeordnet ist, wobei insbesondere vorgesehen
ist, dass die Werkzeugaufnahme 17, 18 in einer Gehäuseausnehmung 20 einliegt, wobei
insbesondere weiter vorgesehen ist, dass die Werkzeugaufnahme 17,18 ein Fenster 19
aufweist, durch welches der Sperrkörper 4 und insbesondere eine Sperrschulter 5, 6
des Sperrkörpers 4 in die von der Werkzeugaufnahme 17, 18 ausgebildete Kammer 9, 10
eintauchen kann, wobei insbesondere weiter vorgesehen ist, dass ein Verschlussstück
16 vorgesehen ist, welches auf eine Schmalrückseite des Gehäuses 1 aufsteckbar ist.
[0037] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Gehäuse 1 als länglicher
Griff verwendbar ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Gehäuse 1 eine Einstecköffnung
aufweist, in der in einer Verwahrstellung ein drittes Werkzeug 21 steckt, das aus
der Einstecköffnung 26 entnehmbar und umgewendet in einer Gebrauchsstellung wieder
in die Einstecköffnung 26 steckbar ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das
dritte Werkzeug 21 einen keilförmigen Werkzeugabschnitt 22 mit einer Schneide 23 aufweist,
an den sich ein Halteabschnitt 24 anschließt, der sowohl in der Verwahrstellung als
auch in der Gebrauchsstellung einen Fesselungsabschnitt 27 der Einstecköffnung 26
ausfüllt.
[0038] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Werkzeug 21 einen keilförmigen
Werkzeugabschnitt 22 mit einer Schneide 23 aufweist, an den sich ein Halteabschnitt
24 anschließt, der sowohl in der Verwahrstellung als auch in der Gebrauchsstellung
einen Fesselungsabschnitt 27 der Einstecköffnung 26 ausfüllt.
[0039] Eine Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Einstecköffnung in einer
Stirnschmalseite des Gehäuses 1 angeordnet ist und zu beiden sich gegenüberliegenden
Längsschmalseiten offen ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Einstecköffnung
26 vom Werkzeug 21 oberflächenbündig verschlossen wird.
[0040] Eine Vorrichtung, die gekennzeichnet ist durch zumindest ein dem Halteabschnitt 24
des Werkzeuges 21 zugeordnetes Rastelement 36, das in der Verwahrstellung und in der
Gebrauchsstellung eine Randkante 30 einer Ausnehmung 29 einer Wandung des Fesselungsabschnittes
27 hintergreift, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das Rastelement 36 ein bogenförmiger
Federsteg ist.
[0041] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander)
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren, auch ohne die Merkmale
eines in Bezug genommenen Anspruchs, mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische
Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche
Teilanmeldungen vorzunehmen. Die in jedem Anspruch angegebene Erfindung kann zusätzlich
ein oder mehrere der in der vorstehenden Beschreibung, insbesondere mit Bezugsziffern
versehene und/oder in der Bezugsziffernliste angegebene Merkmale aufweisen. Die Erfindung
betrifft auch Gestaltungsformen, bei denen einzelne der in der vorstehenden Beschreibung
genannten Merkmale nicht verwirklicht sind, insbesondere soweit sie erkennbar für
den jeweiligen Verwendungszweck entbehrlich sind oder durch andere technisch gleichwirkende
Mittel ersetzt werden können.
Liste der Bezugszeichen
| 1 |
Gehäuse |
24 |
Halteabschnitt |
| 2 |
Werkzeug |
25 |
Rippe |
| 2' |
Schabkante |
26 |
Einstecköffnung |
| 3 |
Werkzeug |
27 |
Fesselungsabschnitt |
| 3' |
Schneide |
28 |
Endabschnitt |
| 4 |
Sperrkörper |
29 |
Ausnehmung |
| 5 |
Sperrschulter |
30 |
Randkante |
| 6 |
Sperrschulter |
31 |
Stirnfläche |
| 7 |
Werkzeugträger |
32 |
Auflaufschräge |
| 8 |
Werkzeugträger |
33 |
Blockierfläche |
| 9 |
Kammer |
34 |
Handhabe |
| 9' |
Austrittsöffnung |
35 |
Rastarm |
| 10 |
Kammer |
36 |
Rastelement |
| 10' |
Austrittsöffnung |
37 |
Längsschmalseite |
| 11 |
Schwenkachse |
|
|
| 12 |
Trennwand |
|
|
| 13 |
Fenster |
|
|
| 14 |
Gegenschulter |
|
|
| 15 |
Gegenschulter |
|
|
| 16 |
Verschlussstück |
|
|
| 17 |
Werkzeugaufnahme |
|
|
| 18 |
Werkzeugaufnahme |
|
|
| 19 |
Fenster |
|
|
| 20 |
Gehäuseausnehmung |
|
|
| 21 |
Werkzeug |
|
|
| 22 |
Werkzeugabschnitt |
|
|
| 23 |
Schneide |
|
|
1. Vorrichtung mit einem ersten und einem zweiten jeweils in einer Verwahrstellung in
einem Gehäuse (1) angeordneten und aus diesem in eine Gebrauchsstellung verlagerbarem
Werkzeug (2, 3), gekennzeichnet durch eine beim Verlagern eines der beiden Werkzeuge (2, 3) in eine, eine Verlagerung eines
anderen der beiden Werkzeuge (2, 3) sperrenden Sperrstellung bringbare Sperreinrichtung
(4, 5, 6).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung einen Sperrkörper (4) aufweist, der wechselweise durch eine
Verlagerung des einen Werkzeuges (2, 3) in die Bewegungsbahn des anderen Werkzeuge
(3, 2) oder eines das Werkzeuges (2, 3) tragenden Werkzeugträgers (7, 8) bringbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (2, 3) parallel zueinander verschieblich jeweils in einer eine Austrittsöffnung
(9', 10') für das Werkzeug (2, 3) aufweisenden Kammer (9, 10) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrkörper (4) um eine Schwenkachse (11) schwenkbar am Gehäuse (1) befestigt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch kennzeichnet, dass der Sperrkörper (4) bei der Verlagerung eines der beiden Werkzeuge (2, 3) zwangsgesteuert
in eine die Verlagerbarkeit des jeweils anderen Werkzeugs (2, 3) sperrende Sperrstellung
eintritt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sperrkörper (4) der Sperreinrichtung in einem Fenster (13) einer Trennwand (12)
zwischen den beiden Kammern (9, 10) angeordnet ist und wechselseitig jeweils in eine
der beiden Kammern (9, 10) eintauchen kann, so dass eine Sperrschulter (5, 6) in der
Bewegungsbahn einer Gegenschulter (14, 15) eines Werkzeugträgers (7, 8) liegt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Werkzeug (2) ein Schab- oder Spachtelwerkzeug mit einer Schabkante (2')
ist und/oder dass das zweite Werkzeug (3) eine Schneide (3') aufweist und/oder dass
sich die Schabkante (2') quer zur Verschieberichtung des Werkzeuges (2) und die Schneidkante
(3') parallel zur Verschieberichtung des Werkzeuges (3) erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (2, 3) in einer Werkzeugaufnahme (17, 18) verschieblich angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahme (17, 18) in einer Gehäuseausnehmung (20) einliegt und/oder dass
die Werkzeugaufnahme (17, 18) ein Fenster (19) aufweist, durch welches der Sperrkörper
(4) und/oder eine Sperrschulter (5, 6) des Sperrkörpers (4) in die von der Werkzeugaufnahme
(17, 18) ausgebildete Kammer (9, 10) eintauchen kann.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschlussstück (16) vorgesehen ist, welches auf eine Schmalrückseite des Gehäuses
(1) aufsteckbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) als länglicher Griff verwendbar ist, wobei insbesondere vorgesehen
ist, dass das Gehäuse (1) eine Einstecköffnung aufweist, in der in einer Verwahrstellung
ein drittes Werkzeug (21) steckt, das aus der Einstecköffnung (26) entnehmbar und
umgewendet in einer Gebrauchsstellung wieder in die Einstecköffnung (26) steckbar
ist, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass das dritte Werkzeug (21) einen keilförmigen
Werkzeugabschnitt (22) mit einer Schneide (23) aufweist, an den sich ein Halteabschnitt
(24) anschließt, der sowohl in der Verwahrstellung als auch in der Gebrauchsstellung
einen Fesselungsabschnitt (27) der Einstecköffnung (26) ausfüllt.
12. Vorrichtung mit einem länglichen als Griff verwendbaren Gehäuse (1), das eine Einstecköffnung
(26) aufweist, in der in einer Verwahrstellung ein Werkzeug (21) steckt, das aus der
Einstecköffnung (26) entnehmbar und umgewendet in einer Gebrauchsstellung wieder in
die Einstecköffnung (26) steckbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (21) einen keilförmigen Werkzeugabschnitt (22) mit einer Schneide (23)
aufweist, an den sich ein Halteabschnitt (24) anschließt, der sowohl in der Verwahrstellung
als auch in der Gebrauchsstellung einen Fesselungsabschnitt (27) der Einstecköffnung
(26) ausfüllt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecköffnung in einer Stirnschmalseite des Gehäuses (1) angeordnet ist und
zu beiden sich gegenüberliegenden Längsschmalseiten offen ist und/oder dass die Einstecköffnung
(26) vom Werkzeug (21) oberflächenbündig verschlossen wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 13, gekennzeichnet durch zumindest ein dem Halteabschnitt (24) des Werkzeuges (21) zugeordnetes Rastelement
(36), das in der Verwahrstellung und in der Gebrauchsstellung eine Randkante (30)
einer Ausnehmung (29) einer Wandung des Fesselungsabschnittes (27) hintergreift und/oder
dass das Rastelement (36) ein bogenförmiger Federsteg ist.
15. Vorrichtung, gekennzeichnet durch eines oder mehrere der kennzeichnenden Merkmale eines der vorhergehenden Ansprüche.