[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportvorrichtung für ein Zweirad oder ein
teilweise zerlegtes Zweirad nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Fabrikneue Zweiräder werden üblicherweise in Transportverpackungen aus Pappe- oder
Kartonwerkstoff transportiert. Dies ist erforderlich um Beschädigungen der Zweiräder
während des Transports zu verhindern. Diese Art der Verpackung von Fahrrädern erhält
zusätzliche Bedeutung dadurch, dass viele Fahrräder vom Hersteller direkt zum Endkunden
versandt werden.
[0003] Eine gattungsgemäße Transportvorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 200 17 806 U1 bekannt. Bei den bekannten Transportvorrichtungen handelt es sich üblicherweise um
Verpackungskartons, deren Größe an die Größe des zu versendenden Zweirads angepasst
ist. Die Verpackung wird dabei üblicherweise an einer Schmalseite geöffnet und das
Zweirad durch die geöffnete Schmalseite in den Karton eingebracht. Diese Art der Verpackung
ist sowohl im Hinblick auf das Einpacken des Zweirads als auch im Hinblick auf das
Auspacken des Zweirads von Nachteil. Denn aufgrund des Eigengewichts des Zweirads
muss dieses während des Ein- bzw. Auspackens vom Verpackungspersonal bzw. vom Empfänger
in der Balance gehalten werden. Deshalb braucht es sowohl beim Ein- bzw. beim Auspacken
in den meisten Fällen zumindest zwei Personen, um das Handling während des Ein- bzw.
Auspackens zu realisieren. Dieses Problem wird in neuerer Zeit dadurch noch verschärft,
dass insbesondere E-Bikes ein sehr hohes Gewichts aufweisen, wodurch das Handling
der Zweiräder beim Ein- bzw. Auspacken weiter erschwert wird.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine neue Transportvorrichtung für ein Zweirad oder ein teilweise zerlegtes Zweirad
vorzuschlagen, mit dem das Handling beim Ein- bzw. Auspacken des Zweirads vereinfacht
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Transportvorrichtung nach der Lehre des Anspruchs 1
gelöst.
[0006] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die erfindungsgemäße Transportvorrichtung beruht auf dem Grundgedanken, dass die
Transportvorrichtung ein Ständerelement umfasst, in dem das Zweirad außerhalb der
Transportvorrichtung in einer aufrechten Standposition gehalten werden kann. Das Ständerelement
kann dann zusammen mit dem Zweirad in aufrechter Standposition in die Umhüllung der
Transportvorrichtung eingebracht werden. Im Ergebnis wird das Handling beim Ein- bzw.
Auspacken des Zweirads aus der Transportvorrichtung erheblich vereinfacht. Denn durch
das Ständerelement kann das Zweirad zunächst in aufrechter Standposition außerhalb
der Transportvorrichtung sicher positioniert werden. Diese Positionierung in aufrechter
Standposition kann durch eine Person problemlos realisiert werden. Anschließend kann
dann die Umhüllung der Transportvorrichtung problemlos an dem in aufrechter Standposition
gehaltenen Zweirad angebracht werden, beispielsweise dadurch, dass die Umhüllung von
oben auf das Zweirad aufgesteckt wird. Aufgrund des relativ geringen Gewichts der
Umhüllung ist diese Art von Handling problemlos. Beim Auspacken des Zweirads kann
dann in umgekehrter Reihenfolge zunächst die Umhüllung abgenommen, beispielsweise
nach oben abgezogen werden, wobei das Zweirad auch dann noch sicher in dem Ständerelement
gehalten ist.
[0008] An welcher Stelle das Ständerelement in die Umhüllung der Transportvorrichtung eingebracht
wird, ist grundsätzlich beliebig. Beispielsweise ist es auch denkbar, dass das Ständerelement
zusammen mit dem in aufrechter Standposition gehaltenen Zweirad seitlich in die seitlich
geöffnete Umhüllung eingeschoben wird. Ein besonders einfaches Handling ergibt sich,
wenn das den Boden der Transportvorrichtung bildende Querwandteil der Umhüllung von
der Außenseite des Ständerelements gebildet wird. Die Umhüllung selbst weist dann
auf der zum Boden weisenden Seite eine Ausnehmung auf. Beim Verpacken des Zweirads
kann dann die Umhüllung von oben auf das Zweirad aufgesteckt werden, wobei das Zweirad
durch die zum Boden weisende Seite der Ausnehmung der Umhüllung in die Umhüllung eingebracht
wird. Anschließend kann dann das Ständerelement, das den Boden der Umhüllung bildet,
an der Umhüllung befestigt werden, um auf diese Weise die Umhüllung zu verschließen
und eine transportfertige Transportvorrichtung zu erhalten.
[0009] In welcher Weise das Ständerelement, das den Boden der Transportvorrichtung bildet,
an der Umhüllung befestigt wird, ist grundsätzlich beliebig. Um eine sichere Befestigung
zu realisieren und zugleich eine Mehrfachverwendung der Transportvorrichtung zu ermöglichen,
ist es besonders vorteilhaft, wenn an dem Ständerelement, das den Boden der Transportvorrichtung
bildet, Stecklaschen vorgesehen sind. Zur Fixierung des Ständerelements an der Umhüllung
können diese Stecklaschen dann in Ausnehmungen der Umhüllung eingesteckt und fixiert
werden.
[0010] In welcher Weise das Ständerelement konstruktiv ausgebildet ist, insbesondere in
welcher Art die aufrechte Standposition des Zweirads am Ständerelement realisiert
wird, ist grundsätzlich beliebig. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist
es vorgesehen, dass auf der zum Zweirad weisenden Innenseite des Ständerelements eine
Schiene gebildet ist. In dieser Schiene wird das vorderer Laufrad und/oder das hintere
Laufrad des Zweirads seitlich geführt und dadurch das Zweirad in aufrechter Standposition
gehalten. Durch die Schiene wird es insbesondere ermöglicht, dass das Zweirad in der
gewünschten Relativposition zur Umhüllung gehalten wird. Insbesondere kann eine mittige
Positionierung des Zweirads relativ zur Umhüllung realisiert werden.
[0011] Um die einfache Einbringung des Zweirads in die am Ständerelement vorgesehene Schiene
zu ermöglichen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Schiene an zumindest einem
Ende offen ist. Auf diese Weise wird es ermöglicht, dass die Laufräder des Zweirads
durch das offene Ende in die Schiene gerollt werden können, so dass ein Anheben des
Zweirads bei der Positionierung des Zweirads am Ständerelement entfällt. Soweit die
Schiene eine oder zwei offene Enden aufweist, durch die die Laufräder des Zweirads
in die Schiene gerollt werden können, ist es besonders vorteilhaft, wenn das offene
Ende der Schiene mit einem Schließelement verschlossen werden kann. Auf diese Weise
wird durch Anbringung des Schließelements eine zusätzliche Fixierung der Laufräder
in der Schiene realisiert.
[0012] Um die erfindungsgemäße Transportvorrichtung kostengünstig herzustellen, ist es weiterhin
vorteilhaft, wenn das Ständerelement mit der Schiene und/oder mit den Schließelementen
durch Ausschneiden, Falten und Fixieren eines zusammenhängenden Zuschnittselements
aus Pappe- und/oder Kartonwerkstoff hergestellt ist.
[0013] Soll die Schiene an dem erfindungsgemäßen Ständerelement der Transportvorrichtung
durch Ausschneiden, Falten und Fixieren eines zusammenhängenden Zuschnittselements
hergestellt werden, ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Schiene am Zuschnittselement
von zwei parallel zur Längsachse der Transportvorrichtung verlaufenden Profilabschnitten
und einem die beiden Profilabschnitte verbindenden Verbindungsabschnitt gebildet ist.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante ist es vorgesehen, dass die beiden Profilabschnitte
einen rechteckigen Hohlquerschnitt aufweisen, der durch mehrfaches Falten des Zuschnittelements
gebildet wird.
[0015] Wiederum ist es besonders vorteilhaft, wenn die Fixierung der Profilabschnitte des
Zuschnittelements ohne Klebstoff durch Eingriff von formschlüssigen Fixierelementen,
insbesondere Schwalbenschwanzfixierungen, erfolgt.
[0016] Im Hinblick auf die Verbesserung der Fixierung des Zweirads in der aufrechten Standposition
bei Anordnung des Zweirads in der Transportvorrichtung kann ein Halteelement an der
Transportvorrichtung vorgesehen werden, das an der zum hinteren Laufrad weisenden
Seite des vorderen Laufrads und/oder an der Gabel zum Eingriff kommt und dadurch das
vordere Laufrad und/oder die Gabel des Zweirads in einer Mittelposition fixiert. Wird
das Halteelement an einer Gabel befestigt, kann das zu transportierende Fahrrad mit
demontiertem vorderem Laufrad verpackt werden, was eine Verkürzung der Transportvorrichtung
ermöglicht.
[0017] Um die Befestigung des zu transportierenden Fahrrads an dem Ständerelement zu erleichtern,
sollte das Halteelement bevorzugt lösbar am Ständerelement befestigbar sein.
[0018] Um Beschädigungen der Transportvorrichtung durch Feuchtigkeit vorzubeugen, ist es
vorteilhaft, wenn die Umhüllung und/oder das Ständerelement aus einem wasserabweisenden
Material, insbesondere aus Wellpappe mit einer wasserabweisenden Außendecke, , hergestellt
sind.
[0019] Um das Handling der Transportvorrichtung nach der Einbringung des Zweirads um die
Umhüllung zu verbessern, ist es vorteilhaft, wenn die Umhüllung zumindest eine, insbesondere
zwei oder vier oder mehr, Grifflöcher aufweist.
[0020] Die Grifflöcher selbst sollten dabei bevorzugt Verstärkungselemente aufweisen, beispielsweise
einen Verstärkungsfaden, um ein Ausreißen des Pappe- oder Kartonwerkstoffs im Bereich
der Grifflöcher vorzubeugen.
[0021] Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisiert dargestellt
und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung im geöffneten Zustand in perspektivischer
seitlicher Ansicht;
- Fig. 2
- das Ständerelement der Transportvorrichtung gemäß Fig. 1 in perspektivischer seitlicher
Ansicht;
- Fig. 3
- das Ständerelement gemäß Fig. 2 in perspektivischer Ansicht von oben;
- Fig. 4
- die Transportvorrichtung gemäß Fig. 1 beim Aufstecken der Umhüllung auf das Ständerelement
in perspektivischer seitlicher Ansicht;
- Fig. 5
- die Transportvorrichtung gemäß Fig. 1 im geschlossenen Zustand in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung im geöffneten
Zustand in perspektivischer seitlicher Ansicht;
- Fig. 7
- das Ständerelement der Transportvorrichtung gemäß Fig. 6 ohne Halteelement in perspektivischer
seitlicher Ansicht;
- Fig. 8
- das Halteelement des Ständerelements gemäß Fig. 7 in perspektivischer Ansicht von
oben.
[0023] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung 01 im geöffneten Zustand in perspektivischer
seitlicher Ansicht. Die Transportvorrichtung 01 umfasst eine Umhüllung 02 und ein
Ständerelement 03. Sowohl Umhüllung 02 als auch Ständerelement 03 sind aus Pappe-
oder Kartonwerkstoff hergestellt.
[0024] Das Ständerelement 03 ermöglicht die Positionierung eines Zweirads, insbesondere
eines E-Bikes in einer aufrechten Standposition außerhalb der Umhüllung 02. Sobald
das Zweirad in aufrechter Standposition an dem Ständerelement 03 fixiert ist, kann
die Umhüllung 02 von oben auf das Zweirad aufgesteckt werden, wobei das Ständerelement
03 zuletzt den Boden der Umhüllung 02 bildet und auf diese Weise die Umhüllung 02
verschließt. Die Umhüllung 02 selbst besteht aus zwei Längswandteilen 04 und 05 und
drei Querwandteilen 06, 07 und 08. Auf der zum Boden weisenden Seite weist die Umhüllung
02 eine Ausnehmung 09 auf, durch die das an dem Schienenelement 03 fixierte Zweirad
in die Umhüllung 02 eingebracht werden kann.
[0025] Das Ständerelement 03 umfasst vier Stecklaschen 10, deren freies Ende in Befestigungsschlitze
11 an der Umhüllung 02 eingesteckt werden können, um auf diese Weise das Schienenelement
03 in der die Ausnehmung 09 verschließenden Position zu fixieren.
[0026] Fig. 2 zeigt das Ständerelement 03 in perspektivischer Ansicht von oben. Auf der zum Zweirad
weisenden Innenseite des Ständerelements 03 ist eine Schiene 12 vorgesehen, in der
die Laufräder des zu verpackenden Zweirads in mittiger Position seitlich geführt werden
können. An den beiden Enden der Schiene 12 sind zwei Schließelemente 13 bzw. 14 vorgesehen.
Diese Schließelemente 13 bzw. 14 können nach vorne bzw. nach hinten abgeklappt werden,
um auf diese Weise die Schiene 12 nach vorne hin bzw. nach hinten hin zu öffnen, um
dadurch das Aufschieben der Laufräder in die Schiene 12 zu ermöglichen. Anschließend
werden die Schließelemente 13 und 14 wieder nach oben geklappt und fixieren dadurch
das Zweirad in der gewünschten aufrechten Standposition. Die beiden Schließelemente
13 und 14 sind dabei einstückig mit dem Karton verbunden, der das Ständerelement 03
bildet.
[0027] Fig. 3 zeigt das Ständerelement 03 in perspektivischer Ansicht von oben. Man erkennt, dass
die Schiene 12 aus zwei parallel zueinander verlaufenden Profilabschnitten 15 und
16 und einem die Profilabschnitte 15 und 16 verbindenden Verbindungsabschnitt 17 gebildet
ist. Die Profilabschnitte 15 und 16 weisen einen rechteckigen Hohlquerschnitt auf
und werden durch mehrfaches Falten des das Schienenelement 03 bildenden Zuschnittselements
gebildet. Zur Fixierung der Profilabschnitte 15 und 16 bzw. der Schließelemente 13
und 14 sind formschlüssige Fixierelemente 18 vorhanden, die durch entsprechendes Umknicken
der Fixierelemente formschlüssig in Eingriff gebracht werden können. Zur zusätzlichen
Fixierung des Zweirads in der aufrechten Standposition ist an dem Ständerelement 03
zusätzlich ein Halteelement 19 befestigbar, das an der zum hinteren Laufrad weisenden
Seite des vorderen Laufrads zum Eingriff kommt und dadurch das vordere Laufrad und
die Gabel des Zweirads in der Mittelposition fixiert.
[0028] Fig. 4 zeigt die Transportvorrichtung 01 während dem Verschließen der Umhüllung 02. Das
in der Transportvorrichtung 01 zu transportierende Zweirad ist dabei in Fig. 4 nicht
dargestellt. Beim Verschließen der Umhüllung 02 wird dieses von oben auf das Ständerelement
03 aufgesteckt, wobei das im Ständerelement 03 in aufrechter Standposition fixierte
Zweirad durch die Ausnehmung 09 in die Umhüllung 02 geschoben wird. Zum verbesserten
Handling der Umhüllung 02 weist diese vier Grifflöcher 20 auf, die mit Verstärkungselementen
verstärkt sind.
[0029] Fig. 5 zeigt die Transportvorrichtung 01 im versandfertigen Zustand. Durch Anbringung der
Stecklaschen 10 in den Befestigungsschlitzen 11 wird das Ständerelement 03 sicher
mit der Umhüllung 02 verbunden, ohne dass dazu Klebestreifen angebracht werden müssen.
[0030] Fig. 6 zeigt eine zweite Ausführungsform 21 einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
im geöffneten Zustand in perspektivischer seitlicher Ansicht. Die Transportvorrichtung
21 umfasst wiederum eine Umhüllung 22 und ein Ständerelement 23. Sowohl Umhüllung
22 als auch Ständerelement 23 sind aus Pappe- oder Kartonwerkstoff hergestellt. Das
Ständerelement 23 ermöglicht die Positionierung eines Zweirads, insbesondere eines
E-Bikes, in einer aufrechten Standposition außerhalb der Umhüllung 22. Sobald das
Zweirad in aufrechter Standposition an dem Ständerelement 23 fixiert ist, kann die
Umhüllung 22 von oben auf das Zweirad aufgesteckt werden, wobei das Ständerelement
23 zuletzt den Boden der Umhüllung 22 bildet und auf diese Weise die Umhüllung 22
verschließt.
[0031] Zur Fixierung des Zweirads in der aufrechten Standposition ist an dem Ständerelement
23 zusätzlich ein Halteelement 24 lösbar befestigbar. Das Halteelement 24 kommt an
der Gabel des zu transportierenden Fahrrades zum Eingriff, wobei das vordere Laufrad
von der Gabel demontiert wird. Das demontierte vordere Laufrad wird separat in der
Transportvorrichtung 21 fixiert. Im Ergebnis weist das Fahrrad durch die Demontage
des Vorderrades in der Transportvorrichtung 21 eine geringere Länge auf, so dass auch
die Transportvorrichtung 21 selbst entsprechend kürzer gestaltet werden kann.
[0032] Fig. 7 zeigt das Ständerelement 23 der Transportvorrichtung 21 nach Entfernung des Halteelements
24. Zur Befestigung des Halteelements 24 am Ständerelement 23 dienen Befestigungsschlitze
25, in die das Haltelement 24 eingesteckt wird, sobald es an der Gabel des zu transportierenden
Fahrrades befestigt ist.
[0033] Fig. 8 zeigt das Halteelement 24 vor der Montage am Ständerelement 23. Die Gabel des zu
transportierenden Fahrrades kann mit einer nicht dargestellten Achse am Halteelement
24 befestigt werden, indem die Achse durch Ausnehmungen 26 durchgesteckt wird.
1. Transportvorrichtung (01, 21) für ein Zweirad oder ein teilweise zerlegtes Zweirad,
mit einer das zum Zwecke des Transports schützenden Umhüllung (02, 22) bestehend aus
mehreren Wandteilen, nämlich einem ersten und einem zweiten Längswandteil (04, 05),
deren Größe im Wesentlichen an die des zu transportierenden Zweirades angepasst ist,
und vier in der Breite schmäleren, der Breite des Zweirades entsprechenden Querwandteilen
(06, 07, 08), wobei die Wandungen der Umhüllung (02, 22) aus einem formstabilen Pappe-
und/oder Kartonwerkstoff bestehen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportvorrichtung (01, 21) ein Ständerelement (03, 23) umfasst, an dem das
Zweirad außerhalb der Transportvorrichtung (01, 21) in einer aufrechten Standposition
gehalten werden kann, wobei das Ständerelement (03, 23) zusammen mit dem Zweirad in
aufrechter Standposition in die Umhüllung (02, 22) einbringbar ist.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das den Boden der Transportvorrichtung (01, 21) bildende Querwandteil der Umhüllung
von der Außenseite des Ständerelements (03, 23) gebildet wird, wobei die Umhüllung
(02, 22) auf der zum Boden weisenden Seite eine Ausnehmung (09) aufweist, durch die
das Zweirad in aufrechter Standposition in die Umhüllung (02, 22) einbringbar ist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Ständerelement (03, 23), das den Boden der Transportvorrichtung (01, 21) bildet,
Stecklaschen (10) oder deckungsgleiche Ausnehmungen vorgesehen sind, wobei das Ständerelement
(03, 23) durch Einstecken der Stecklaschen (10) in der Ausnehmung (09) an der Umhüllung
(02, 22) oder durch Fixieren von Klemmverschlüssen in den deckungsgleichen Ausnehmungen
fixierbar ist.
4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der zum Zweirad weisenden Innenseite des Ständerelements (03, 23) eine Schiene
(12) gebildet ist, in der das vordere Laufrad und/oder das hintere Laufrad des Zweirads
seitlich geführt sind.
5. Transportvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene (12) an zumindest einem Ende offen ist, wobei die Laufräder des Zweirads
durch das offene Ende in die Schiene (12) gerollt werden können.
6. Transportvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das offene Ende der Schiene (12) mit einem Schließelement (13, 14) verschlossen werden
kann, um die Laufräder des Zweirads in der Schiene (12) zu fixieren.
7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Ständerelement (03, 23) mit der Schiene (12) und/oder den Schließelementen (13,
14) durch Ausschneiden, Falten und Fixieren eines zusammenhängenden Zuschnittelements
aus Pappe- und/oder Kartonwerkstoff hergestellt ist.
8. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiene (12) am Zuschnittelement von zwei parallel zur Längsachse der Transportvorrichtung
(01, 21) verlaufenden Profilabschnitten (15, 16) und einem die beiden Profilabschnitte
(15, 16) verbindenden Verbindungsabschnitt (17) gebildet ist.
9. Transportvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Profilabschnitte (15, 16) einen rechteckigen Hohlquerschnitt aufweisen,
der durch mehrfaches Falten des Zuschnittelements gebildet ist.
10. Transportvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fixierungen der Profilabschnitte (15, 16) des Zuschnittelements ohne Klebstoff
durch Eingriff von formschlüssigen Fixierelementen (18), insbesondere Schwalbenschwanzfixierungen,
erfolgt.
11. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Transportvorrichtung (01, 21) ein Haltelement (19, 24) vorgesehen ist, das
an der zum hinteren Laufrad weisenden Seite des vorderen Laufrads und/oder an der
Gabel zum Eingriff kommen kann.
12. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Haltelement (19, 24) lösbar am Ständerelement (23) befestigbar ist.
13. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umhüllung (02, 22) und/oder das Ständerelement (03, 23) aus einem wasserabweisenden
Material, insbesondere aus Wellpappe mit einer wasserabweisenden Aussendecke, hergestellt
sind.
14. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Umhüllung (02, 22) zumindest ein, insbesondere zwei oder vier oder mehr, Grifflöcher
(20) aufweist.
15. Transportvorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Grifflöchern (20) ein Verstärkungselement, insbesondere ein Verstärkungsfaden,
vorgesehen ist.