[0001] Die Erfindung betrifft ein Wandelement für eine passive Schutzeinrichtung, insbesondere
eine Verkehrsleit- und/oder -absperrwand, mit einer in Wandlängsrichtung langgestreckten
Wandelementscheibe und/oder einem Wandelementrahmen, deren/dessen Länge in Wandlängsrichtung
größer als ihre/seine Höhe ist, wobei das Wandelement an seinen stirnseitigen Endbereichen
mit endseitigen Standfußelementen auf einer Verkehrsfläche aufstellbar ist. Die Erfindung
ist ferner auf eine Verkehrsleit- und/oder Absperrwand gerichtet, bei der ein oder
mehrere derartige(s) Wandelement(e) zum Einsatz kommen kann/können, sowie grundsätzlich
auf ein Zubehörteil für ein solches Wandelement, mit dem dessen Stabilität in aufgestellten
Zustand verbessert werden kann.
[0002] Insbesondere auf Baustellen an Autobahnen oder anderen Verkehrswegen werden zu deren
Absicherung häufig Verkehrsleit- und/oder absperrwände errichtet, die aus einzelnen
Wandelementen bestehen, die an ihren stirnseitigen Endbereichen mit Standfußelementen
versehen oder versehbar sind. Mit diesen Standfußelementen werden die Wandelemente
auf der Verkehrsfläche in Wandlängsrichtung aufeinander folgend aufgestellt und dabei
im Allgemeinen an ihren Stirnseiten miteinander verbunden. Derartige Wandelemente
können beispielsweise eine aus Stahl bestehende Wandelementscheibe oder einen umlaufenden
Wandelementrahmen aus unteren, oberen und rechts- und linksseitigen (stirnseitigen)
Stahlprofilen (insbesondere H- und/oder U-Profilen) aufweisen, die an ihren die Eckbereiche
des Wandelements definierenden Enden miteinander verschweißt sind. Eine in der Vergangenheit
besonders erfolgreiche Bauform solcher Wandelemente, die einen ausgezeichneten Anprallschutz
bieten, hat einen umlaufenden Wandelementrahmen aus Stahlprofilen, dessen innenliegendes
Gefach mit Beton ausgefüllt ist (
EP 2 025 816 A1). Das hohe Gewicht derartiger Wandelemente aus Stahl und Beton gewährleistet eine
besonders gute Standfestigkeit des Wandelements auf der Verkehrsfläche.
[0003] Es hat sich gezeigt, dass gerade lange Wandelemente und/oder solche, die ein großes
(Strecken-)Gewicht aufweisen, wie insbesondere Wandelemente mit einem mit Beton verfüllten
Elementrahmen, nach einer gewissen Standzeit zu Verformungen neigen, indem sie sich
nämlich in ihrem mittleren Bereich zwischen den endseitig vorgesehenen Standfußelementen
nach unten durchbiegen, was sich nachteilig auf die Standfestigkeit und die Qualität
der Verbindungen zu den angrenzenden Wandelementen auswirken kann. Aufgrund dieser
Tendenz wird die Baulänge der verwendeten Wandelemente im Allgemeinen verhältnismäßig
kurz bemessen, beispielsweise 6 m pro Element, was dazu führt, dass für eine vorgegebene
Gesamtlänge einer Verkehrsleitwand entsprechend viele Wandelemente aufgestellt und
an ihren Stirnseiten miteinander gekoppelt werden müssen. Gerade durch die hohe Zahl
der notwendigen Koppelstellen verschlechtern sich die Aufhaltestufe und der Wirkungsbereich
der passiven Schutzeinrichtung in einer Weise, die durch die Konstruktion der Wandelemente
im Übrigen nicht notwendig erscheint.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Wandelement für eine passive Schutzeinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Form- und damit Standfestigkeit auch
bei großer Baulänge des Elements zuverlässig gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung durch mindestens einen zwischen den einseitigen
Standfußelementen unter der Wandelementscheibe und/oder dem Wandelementrahmen höhenverstellbar
am Wandelement angeschlossenen Zusatzfuß gelöst.
[0006] Mit einem derartigen Zusatzfuß, der nach der Erfindung in verschiedenen, einstellbaren
Höhenlagen montiert werden kann, wird das Gesamtgewicht des Wandelements auf mehrere,
vorzugsweise gleichmäßig über die Wandelementlänge verteilte Auflagerstellen verteilt
und somit einem Durchbiegen in der Wandelementmitte vorgebeugt. Die Standfestigkeit
erhöht sich, so dass längere Wandelemente zum Einsatz gebracht und die Zahl der Verbindungsstellen
zwischen aneinander angrenzenden Wandelementen für eine vorgegebene Wandlänge verringert
werden können. Aufgrund der Höhenverstellbarkeit des Zusatzfußes kann dieser den individuell
vorgefundenen Gegebenheiten, die sich aus dem Zustand und dem Verlauf der Verkehrsfläche
ergeben können, problemlos angepasst werden.
[0007] Vorzugsweise ist der Zusatzfuß etwa in der Mitte der Länge des Wandelements zwischen
den endseitigen Standfußelementen bzw. den stirnseitigen Endbereichen angeordnet.
[0008] Die Höhenverstellbarkeit des Zusatzfußes relativ zur Wandscheibe oder dem Wandrahmen
des Wandelements kann in besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung mittels
mindestens eines Langlochs gewährleistet sein, durch das ein Schrauben- oder Klemmbolzen
gesteckt ist, mit dem der Zusatzfuß an dem Wandelement arretierbar ist. Diese Ausgestaltung
erlaubt - im Rahmen der von dem Langloch vorgegebenen Verstellmöglichkeit - insbesondere
eine stufenlose Verstellung des Zusatzfußes in seiner Höhenlage relativ zur Wandelementscheibe
oder zum Wandelementrahmen. Die Aufstellung des Wandelements kann dabei bevorzugt
so erfolgen, dass der Zusatzfuß zunächst in einer tiefst möglichen, also am weitesten
nach unten von der Wandelementscheibe oder dem -rahmen nach unten vorstehenden Position
mit dem Schrauben- oder Klemmbolzen provisorisch mit geringer oder ohne Klemmkraft
vormontiert wird. Wenn das Wandelement dann, z.B. mit einem Kran oder einem Gabelstapler
an Ort und Stelle auf einer Verkehrsfläche abgesetzt wird, kommt zunächst der Zusatzfuß
in Kontakt mit dieser und schiebt sich unter Überwindung der zunächst bewusst gering
gewählten Klemmkraft entlang des Langlochs soweit nach oben, bis auch die beiden endseitig
vorgesehenen Standfußelemente vollständig in Kontakt mit der Verkehrsfläche gelangen
und sich die abzusetzende Gewichtskraft des Wandelements dann auf die beiden endseitigen
Standfußelemente sowie den Zusatzfuß verteilt. Anschließend kann der Schrauben- bzw.
Klemmbolzen auf sein endgültiges Anzugsmoment bzw. seine vollständige Klemmkraft angezogen
werden, um die erreichte Montageposition des Zusatzfußes dauerhaft zu gewährleisten.
[0009] Das Langloch kann beispielsweise im Wesentlichen vertikal oder im spitzen Winkel
zur Vertikalen in der Wandscheibe oder dem Wandrahmen angeordnet sein. Besonders vorteilhaft
ist die Anordnung des Langlochs in dem Zusatzfuß selbst.
[0010] Wenn die Wandelementscheibe oder der Wandelementrahmen an seiner Unterseite ein sich
in Wandlängsrichtung erstreckendes Stahlprofil aufweist, an dem der Zusatzfuß angeschlossen
oder anschließbar ist, lässt sich auf besonders einfache Weise eine zuverlässige,
hohe Kräfte übertragende Verbindung zwischen Zusatzfuß und Wandelementscheibe bzw.
-rahmen realisieren, indem nämlich in oder an dem Stahlprofil das Langloch oder -bevorzugt-
eine Querbohrung zum Durchstecken des Schrauben- oder Klemmbolzens vorgesehen wird.
Eine derartige Bohrung im Sinne der Erfindung kann dabei auch von einem Stahlrohrstück,
beispielsweise mit rundem oder auch mit viereckigem Querschnitt, gebildet werden,
das an dem unterseitigen Stahlprofil angeschweißt ist.
[0011] Der Zusatzfuß weist vorzugsweise eine untere Bodenplatte und mindestens einen von
dieser aufragenden Tragflansch auf, der in Anlage an einer Seitenfläche der Wandelementscheibe
und/oder des Wandelementrahmens mit dem Wandelement verspannbar ist. Dabei kann dann
das Langloch in dem mindestens einen aufragenden Tragflansch angeordnet sein. Für
eine gleichmäßige Lastaufnahme ohne nennenswerte Biegemomente in dem Tragflansch ist
eine Ausgestaltung besonders vorteilhaft, bei der der Zusatzfuß zwei von der Bodenplatte
aufragende, zueinander parallel angeordnete Tragflansche aufweist, die die Wandelementscheibe
und/oder den Wandelementrahmen zwischen sich einfassen.
[0012] Eine einfache, kostengünstige Konstruktion besteht darin, den Zusatzfuß als Stahl-Schweißkonstruktion
auszuführen. Die Wandelementscheibe kann wie bereits angedeutet wenigstens teilweise
aus Beton bestehen, bevorzugt in der Form, dass das von einem umlaufenden Stahlprofilrahmen
gebildete Gefach mit Beton ausgefüllt ist.
[0013] Mit der Erfindung wird ein Zusatzfuß für ein Wandelement einer Verkehrsleit- und/oder
-absperrwand geschaffen, der im Wesentlichen aus einer auf einer Verkehrsfläche anordbaren
Bodenplatte und mindestens einem von der Bodenplatte aufragenden Tragflansch besteht,
der an einer Wandelementscheibe und/oder einem Wandelementrahmen des Wandelements
in einem Bereich zwischen dessen stirnseitigen Endbereichen mittels einer Befestigungsanordnung
in verschiedenen Höhenpositionen befestigbar ist. Dabei ist die Anordnung bevorzugt
so getroffen, dass zwei parallel zueinander angeordnete Tragflansche an dem Zusatzfuß
vorgesehen sind, deren lichter Abstand voneinander an eine Dicke der Wandelementscheibe
und/oder des Wandelementrahmens angepasst ist, so dass sich die beiden Tragflansche
von beiden Seiten an die Seitenflächen der Wandelementscheibe bzw. des -rahmens anlegen
und mit diesen verspannt werden können.
[0014] Die Befestigungsanordnung des Zusatzfußes umfasst bevorzugt mindestens ein Langloch
und einen durch das Langloch steckbaren Schrauben- oder Klemmbolzen, mittels dem der
mindestens eine Tragflansch in Anlage an einer Seitenfläche der Wandelementscheibe
und/oder des Wandelementrahmens in verschiedenen Höhenlagen mit dem Wandelement verspannbar
ist. Dabei ist die Anordnung vorzugsweise so, dass das mindestens eine Langloch in
dem Tragflansch im Wesentlichen vertikal oder in einem spitzen Winkel zur Vertikalen
angeordnet ist.
[0015] Die Erfindung ermöglicht eine Verkehrsleit- und/oder -absperrwand mit einer Mehrzahl
von in Wandlängsrichtung hintereinander angeordneten Wandelementen, von denen wenigstens
eines gemäß der vorstehenden Erläuterung ausgestaltet und/oder mit einem Zusatzfuß
nach der Erfindung versehen ist. Dabei können die Wandelemente an ihren Stirnseiten
miteinander verbunden sein/werden.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und der Zeichnung, worin eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand eines
Beispiels dargestellt und näher erläutert ist. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Wandelement nach der Erfindung in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- den Gegenstand von Fig. 1 in einer Seitenansicht;
- Fig. 3
- das Wandelement der Fig. 1 und 2 in einer Draufsicht;
- Fig. 4
- eine Einzelheit IV nach Fig. 2 in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 5
- den Gegenstand der Fig. 4 im Schnitt längs der Linie V-V; und
- Fig. 6
- den am unteren Längsprofil des Wandelementrahmens angeordneten Zusatzfuß nach der
Erfindung in perspektivischer Darstellung.
[0017] Die Fig. 1 bis 3 zeigen ein insgesamt mit 10 bezeichnetes Wandelement für eine passive
Schutzeinrichtung, nämlich eine Verkehrsleitwand, wie sie zur Absperrung/Sicherung
von Baustellen u.dgl. an Straßen oder anderen Verkehrsflächen errichtet werden kann.
Hierzu werden eine Vielzahl von Wandelementen 10 in Wandlängsrichtung 11 aufeinander
folgend auf der Verkehrsfläche 12 aufgestellt und an ihren Stirnseiten 13, 14 miteinander
fest verbunden, wie dies an sich bekannt ist.
[0018] Das Wandelement 10, dessen Länge L größer als seine Höhe H ist, hat einen Wandelementrahmen
15 aus Stahlprofilen, nämlich zwei schräg angeordneten, stirnseitigen Profilabschnitten
16, 17 und insgesamt drei zueinander parallel verlaufenden, horizontalen Profilschienen
18, 19, 20. Dabei ist die Anordnung bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel des
Wandelements 10 so getroffen, dass das untere Gefach 21 des Wandelementrahmens 15,
das von der unteren Profilschiene 18 und der mittleren Profilschienen 19 sowie den
unteren Bereichen der stirnseitigen Profilabschnitte 16,17 begrenzt wird, mit Beton
verfüllt ist und hierdurch eine Wandscheibe 22 mit zueinander parallelen, rechts-
und linksseitigen Seitenflächen 23, 24 ausbildet. Zum sicheren Aufstellen auf der
Verkehrsfläche 12 ist das Wandelement 10 an seinen stirnseitigen Endbereichen 25,
26 mit endseitigen Standfußelementen 27, 28 versehen, die unten an der unteren Profilschienen
18 angeschweißt sind, wobei sie seitlich über diese vorstehen, so dass sie eine ausreichend
große Kippsicherheit des Wandelements gewährleisten. Man erkennt, dass das erste (in
Fig.1 links vorne dargestellte) Standfußelement 27 vom dem einen stirnseitigen Ende
13 des Wandelements 10 ein Stück weit entfernt angesetzt ist, während das zweite Standfußelement
28 an dem anderen stirnseitigen Ende 14 entsprechend weit in Wandlängsrichtung 11
übersteht und somit das nächstfolgende (nicht dargestellte) Wandelement unterfasst,
wobei es mit einem aufgeschweißten Vierkantrohr 29 nach Art einer Riegelfeder in eine
an der Unterseite der unteren Profilschiene vorgesehene Riegelnut einfasst.
[0019] Etwa in der Mitte zwischen den beiden stirnseitigen Endbereichen 25, 26 bzw. den
dort vorgesehenen Standfußelementen ist unter dem Wandelementrahmen 15/der Wandelementscheibe
22 ein Zusatzfuß 30 vorgesehen, der stufenlos in der Höhe verstellbar an dem Wandelement
10 angeschlossen ist. Der Zusatzfuß 30 besteht im Wesentlichen aus einer auf der Verkehrsfläche
12 aufsetzbaren Bodenplatte 31 und zwei von der Bodenplatte 31 senkrecht aufstehenden,
mit der Bodenplatte verschweißten Tragflanschen 32, die parallel zueinander in einem
Abstand voneinander angeordnet sind, der an die Dicke des Wandelementrahmens 15 bzw.
der Wandelementscheibe 22 angepasst ist, so dass das Wandelement 10 im Wesentlichen
spielfrei zwischen die beiden Tragflansche 32 einfassen kann. In den beiden Tragflanschen
sind vertikale Langlöcher 33 vorgesehen. In Fig. 5 ist am besten erkennbar, dass an
der unteren Profilschiene 18 des Wandelementrahmens ein Aufnahmerohr 34 angeschweißt
ist. Der Zusatzfuß wird an dem Wandelement mittels eines Schraubenbolzens 35 befestigt,
der durch die beiden Langlöcher 33 in den Tragflanschen 32 und das dazwischen angeordnete
Aufnahmerohr 34 an der unteren Profilschiene 18 hindurchgesteckt und mit einer aufgeschraubten
Mutter 36 geschlossen wird. Hierdurch werden die beiden Tragflansche fest in Anlage
an die Seitenflächen 23, 24 der Wandelementscheibe 22 bzw. der unteren Profilschiene
18 des Wandelementrahmens 15 gebracht.
[0020] Die Einstellung der korrekten Höhenlage des Zusatzfußes 30 unter dem Wandelementrahmen
15/der Wandelementscheibe 22 kann in einfacher Weise so erfolgen, dass der Zusatzfuß
30 am Wandelement 10 zunächst vormontiert wird, wobei die Verschraubung des Schraubenbolzens
35 mit der Mutter 36 noch nicht fest angezogen wird, sondern die Mutter 36 lediglich
lose von Hand auf den Bolzen 35 aufgeschraubt wird. Der Zusatzfuß 30 kann sich dann
relativ zum Rahmen/der Wandscheibe über die Höhe der Landlöcher 33 frei einstellen
und er wird sich aufgrund seines Eigengewichts im Allgemeinen von selbst in die tiefst
mögliche Stellung relativ zum Wandelement absenken, wenn das Wandelement von einem
Kran oder Gabelstapler über der Aufstellfläche 12 ausgerichtet wird, auf der das Wandelement
aufgestellt werden soll. Sollte es in Einzelfällen nicht dazu kommen, dass sich der
Zusatzfuß von selbst in die tiefst mögliche Position relativ zum Wandelement absenkt,
beispielsweise weil ein Fremdkörper zwischen den Tragflanschen und den Seitenflächen
der Wandelementscheibe/des Rahmens zu einem Verklemmen zwischen den Flächen führt,
kann durch Druck auf die Oberseite der Bodenplatte die tiefst mögliche Position von
Hand herbeigeführt werden. In dieser tiefst möglichen Position des Zusatzfußes 30
befindet sich dessen Bodenplatte auf einem Niveau, das unterhalb dem der endseitigen
Standfußelemente 27,28 liegt. Somit gelangt die Bodenplatte des Zusatzfußes in Kontakt
mit der Verkehrsfläche 12, auf der das Wandelement abgestellt wird, bevor beide endseitigen
Standfußelemente 27,28 fest auf der Verkehrsfläche aufstehen. Der Wandelementscheibe
22 bzw. der Wandelementrahmen 15 rutscht dabei aufgrund ihres/seines Eigengewichts
zwischen den beiden Tragflanschen soweit nach unten, bis auch die beiden endseitigen
Standfußelemente fest auf der Verkehrsfläche 12 aufstehen, wobei sich der vormontierte
Schraubenbolzen 35 in den Landlöchern 33 entsprechend weit nach unten verschiebt.
Sobald das Wandelement auf diese Weise in der gewünschten Position auf der Verkehrsfläche
abgestellt ist, kann die Mutter 36 auf dem Schraubenbolzen 35 angezogen werden. Hierdurch
werden die beiden Tragflansche fest mit den Seitenflächen des Wandelements verspannt
und dieses erhält auch in seinem mittleren Bereich eine wirksame Unterstützung, die
einer Durchbiegung des Wandelements effektiv entgegenwirkt, wie sie in der Vergangenheit
insbesondere bei längerer Aufstelldauer von Wandelementen ohne zusätzliche Unterstützung
beobachtbar war.
[0021] Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, vielmehr sind eine Reihe von Ergänzungen und Änderungen möglich, ohne
dass hierdurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird. So ist es möglich, dass das
die Verstellbarkeit ermöglichende Langloch nicht am Zusatzfuß ausgebildet ist, sondern
es kann auch unten am Wandelement vorgesehen werden. Es muss sich auch nicht in rein
vertikaler Richtung erstrecken, man kann es auch schräg in den Tragflanschen oder
in der Wandelementscheibe oder dem -rahmen vorsehen. Natürlich sind auch andere Höhenverstellmöglichkeiten
im Rahmen der Erfindung, beispielsweise in Form einer Verkeilung. Bei besonders langen
Wandelementen können auch zwei oder sogar noch mehr Zusatzfüße vorgesehen werden.
Der Bolzen, mit dem der Zusatzfuß unten am Wandelement befestigt wird, kann auch einen
Schnellspannverschluss mit einem Exzenter-Klemmhebel aufweisen, der zum Aufbringen
der Klemmkraft einfach um etwa 180° verschwenkt wird, um die Tragflansche gegeneinander
und dabei das Wandelement dazwischen einzupressen. Insbesondere leichtere Konstruktionen
von Wandelementen, z.B. solche, bei denen auf eine Verfüllung eines Rahmengefaches
mit Beton verzichtet wird, können auch mit einem Zusatzfuß in ihrer Mitte zusätzlich
unterstützt werden, der lediglich einen Tragflansch aufweist und somit nur mit einer
Wandseite verspannt wird. Die endseitigen Standfußelemente müssen auch nicht fest
mit der Wandscheibe bzw. dem Wandelementrahmen verbunden sein, vielmehr kann es sich
bei ihnen auch um separate Bauteile handeln, die erst beim Ausstellen der Verkehrsleitwand
an den Endbereichen der Wandelemente mit diesen gekoppelt werden.
Bezugszeichenliste:
[0022]
- 10
- Wandelement
- 11
- Wandlängsrichtung
- 12
- Verkehrsfläche
- 13
- erste Stirnseite
- 14
- zweite Stirnseite
- H
- Höhe
- L
- Länge
- 15
- Wandelementrahmen
- 16
- erster stirnseitiger Profilabschnitt
- 17
- zweiter stirnseitiger Profilabschnitt
- 18
- untere Profilschiene
- 19
- mittlere Profilschiene
- 20
- obere Profilschiene
- 21
- Gefach
- 22
- Wandelementscheibe
- 23
- linksseitige Seitenfläche
- 24
- rechtsseitige Seitenfläche
- 25
- erster stirnseitiger Endbereich
- 26
- zweiter stirnseitiger Endbereich
- 27
- erstes Standfußelement
- 28
- zweites Standfußelement
- 29
- Vierkantrohr
- 30
- Zusatzfuß
- 31
- Bodenplatte
- 32
- Tragflansche
- 33
- Langlöcher
- 34
- Aufnahmerohr
- 35
- Schraubenbolzen
- 36
- Mutter
1. Wandelement für eine passive Schutzeinrichtung, insbesondere für eine Verkehrsleit-
und/oder -absperrwand, mit einer in Wandlängsrichtung (11) langgestreckten Wandelementscheibe
(22) und/oder einem Wandelementrahmen (15), deren/dessen Länge (L) in Wandlängsrichtung
(11) größer als ihre/seine Höhe (H) ist, wobei das Wandelement (10) an seinen stirnseitigen
Endbereichen (25,26) mit endseitigen Standfußelementen (27,28) auf einer Verkehrsfläche
(12) aufstellbar ist, gekennzeichnet durch mindestens einen zwischen den stirnseitigen Endbereichen (25,26) unterhalb der Wandelementscheibe
(22) und/oder des Wandelementrahmens (15) höhenverstellbar am Wandelement (10) angeschlossenen
Zusatzfuß (30).
2. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzfuß (30) etwa in der Mitte der Länge (L) des Wandelements (10) zwischen
den endseitigen Standfußelementen (27,28) angeordnet ist.
3. Wandelement nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenverstellbarkeit des Zusatzfußes (30) relativ zur Wandscheibe (22) oder dem
Wandrahmen (15) des Wandelements (10) mittels mindestens eines Langlochs (33) gewährleistet
ist, durch das ein Schrauben- oder Klemmbolzen (35,36) gesteckt ist, mit dem der Zusatzfuß
(30) an dem Wandelement (10) arretierbar ist.
4. Wandelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (33) im Wesentlichen vertikal oder im spitzen Winkel zur Vertikalen
in der Wandscheibe (22) oder dem Wandrahmen (15) oder in dem Zusatzfuß (30) angeordnet
ist.
5. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandscheibe (22) oder der Wandrahmen (15) an seiner Unterseite ein sich in Wandlängsrichtung
(11) erstreckendes Stahlprofil (18) aufweist, an dem der Zusatzfuß (30) angeschlossen
oder anschließbar ist.
6. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzfuß (30) eine untere Bodenplatte (31) und mindestens einen von dieser aufragenden
Tragflansch (32) aufweist, der in Anlage an einer Seitenfläche (23,24) der Wandelementscheibe
(22) und/oder des Wandelementrahmens (15) mit dem Wandelement (10) verspannbar ist.
7. Wandelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Langloch (33) in dem mindestens einen aufragenden Tragflansch (32) angeordnet
ist.
8. Wandelement nach Anspruch 6 oder Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzfuß (30) zwei von der Bodenplatte (31) aufragende, zueinander parallel
angeordnete Tragflansche (32) aufweist, die die Wandelementscheibe (22) und/oder den
Wandelementrahmen (15) zwischen sich einfassen.
9. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzfuß (30) als Stahl-Schweißkonstruktion ausgeführt ist.
10. Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelementscheibe (22) wenigstens teilweise aus Beton besteht.
11. Zusatzfuß für ein Wandelement einer Verkehrsleit- und/oder absperrwand, insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 8, im Wesentlichen bestehend aus einer auf einer Verkehrsfläche
(12) anordbaren Bodenplatte (31) und mindestens einem von der Bodenplatte (31) aufragenden
Tragflansch (32), der an einer Wandelementscheibe (22) und/oder einem Wandelementrahmen
(15) des Wandelements (10) in einem Bereich zwischen dessen stirnseitigen Endbereichen
(25,26) mittels einer Befestigungsanordnung (33,35,36) in verschiedenen Höhenpositionen
befestigbar ist.
12. Zusatzfuß nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch zwei parallel zueinander angeordnete Tragflansche (32), deren lichter Abstand voneinander
an eine Dicke der Wandelementscheibe (22) und/oder des Wandelementrahmens (15) angepasst
ist.
13. Zusatzfuß nach Anspruch 11 oder Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsanordnung mindestens ein Langloch (33) und einen durch das Langloch
(33) steckbaren Schrauben- oder Klemmbolzen (35) umfasst, mittels dem der mindestens
eine Tragflansch (32) in Anlage an einer Seitenfläche (23,24) der Wandelementscheibe
(22) und/oder des Wandelementrahmens (15) mit dem Wandelement (10) verspannbar ist.
14. Zusatzfuß nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Langloch (33) in jedem Tragflansch (32) im Wesentlichen vertikal
oder in einem spitzen Winkel zur Vertikalen angeordnet ist.
15. Verkehrsleit- und/oder absperrwand mit einer Mehrzahl von in Wandlängsrichtung hintereinander
angeordneten Wandelementen, von denen wenigstens eines gemäß einem der Ansprüche 1
bis 10 ausgestaltet und/oder mit einem Zusatzfuß nach einem der Ansprüche 11 bis 14
versehen ist.
16. Verkehrsleit- und/oder absperrwand nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandelemente (10) an ihren Stirnseiten (13,14) miteinander verbunden sind.