[0001] Die Erfindung betrifft eine Schienenanordnung mit einer ankerlosen Schiene und mit
einem Füllkörper, insbesondere zum Einbetonieren in ein Betonbauteil oder dergleichen,
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In der Bautechnik werden solche Schienenanordnungen in der Regel eingesetzt, um an
ihnen Gegenstände wie Trapezbleche oder dgl. befestigen zu können, ohne Bohrungen
im Beton vornehmen zu müssen. Dazu wird die Schienenanordnung typischerweise derart
in das Betonbauteil einbetoniert, dass die dem Aufnahmeraum abgewandte Außenseite
des Bodens frei liegt und nicht von Beton bedeckt ist. Im Aufnahmeraum der Schiene
ist der Füllköper angeordnet, der beim Einbetonieren der Schienenanordnung in das
Betonbauteil ein vollständiges Ausfüllen des Aufnahmeraums der Schiene mit Beton verhindert.
Insbesondere wird ein Großteil der dem Aufnahmeraum zugewandten Innenseite des Bodens
der Schiene frei von Beton gehalten. Dadurch kann von der Außenseite des Bodens eine
Schraube durch den Boden in den Füllkörper geschraubt werden, ohne dass im Beton ein
Loch gebohrt werden muss. Hierzu besteht der Füllkörper üblicherweise aus einem Material,
in das die Schraube leicht eingebracht werden kann.
[0003] Aus der
EP 3 208 396 A1 ist eine Schienenanordnung bekannt, deren Schiene eine Seitenwand mit einem Hakenabschnitt
aufweist. Zwischen dem Hakenabschnitt und dem Füllkörper ist ein Freiraum ausgebildet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Schienenanordnung derart
weiterzubilden, dass sie so in Beton eingegossen werden kann, dass sie sicher im Beton
gehalten ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Schienenanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0006] Die Erfindung sieht vor, dass der Freiraum in den gedachten Quader ragt. Dadurch
kann während des Einbetonierens der Schienenanordnung ausreichend Beton in den Freiraum
zwischen dem Hakenabschnitt und dem Füllkörper eindringen. Dadurch ist der Hakenabschnitt
auf beiden Seiten der Seitenwand von ausreichend Beton umgeben und damit sicher im
Beton gehalten. Bei einer planmäßigen Beanspruchung der Schienenanordnung auf Zug
greift eine Kraft in Richtung senkrecht zur ebenen Außenseite des Bodens vom Aufnahmeraum
weg am Boden der Schiene an. Diese Zugkraft bewirkt, dass der umgebende Beton auf
den Hakenabschnitt eine Kraft in Richtung auf die Mittelebene ausübt. Wenn der Hakenabschnitt
nicht ausreichend durch Beton gesichert ist, kann er durch diese Kraft in Richtung
auf die Mittelebene gedrückt werden und hierdurch Haltekräfte der Schiene im Beton
unzulässig verringern. Dies ist nach der Erfindung dadurch verhindert, dass der Freiraum
zwischen Füllkörper und Hakenabschnitt in den gedachten Quader ragt und somit eine
ausreichend dicke Leiste aus Beton zwischen dem Hakenabschnitt und dem Füllkörper
gebildet ist.
[0007] Eine Seitenfläche des gedachten Quaders erstreckt sich in einer Anlageebene. Die
Anlageebene erstreckt sich parallel zur Mittelebene. Die mindestens eine Seitenwand
liegt an der Anlageebene an. Der Freiraum erstreckt sich auf beiden Seiten der Anlageebene.
[0008] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung beträgt eine senkrecht zur Mittelebene
im Bereich der Hakenabschnitts gemessene maximale Breite des Freiraums zumindest entlang
eines sich in Längsrichtung der Schiene erstreckenden Teilabschnitts der Schiene mindestens
das 1,5fache, insbesondere mindestens das 2fache eines senkrecht zur Mittelebene auf
gleicher Höhe gemessenen Abstands zwischen dem Hakenabschnitt und dem gedachten Quader.
[0009] Vorteilhaft ist der Hakenabschnitt in einem Winkel von 10° bis 30° gegenüber der
Mittelebene geneigt. Dadurch bildet der Hakenabschnitt beim Eingießen der Schiene
in Beton einen Hinterschnitt im Beton. Die Schiene ist mittels des Hakenabschnitts
im Beton verhakt.
[0010] Zweckmäßig erstreckt sich der Hakenabschnitt bis zur Stirnseite der mindestens einen
Seitenwand. Dadurch kann der Beton beim Eingießen der Schiene einfach zum Hakenabschnitt
fließen.
[0011] Zweckmäßig erstreckt sich der Hakenabschnitt über mindestens 50% der Aufnahmeraumhöhe.
Dadurch kann die Schiene bei Beanspruchung auf Zug über den Hakenabschnitt sicher
im Beton gehalten sein. Durch die angegebene Erstreckung des Hakenabschnitts erstreckt
sich der Freiraum in Richtung der Aufnahmeraumhöhe über einen ausreichend großen Bereich
der Schiene. Dadurch ist der Freiraum ausreichend groß, so dass der Hakenabschnitt
beim Eingießen der Schienenanordnung in Beton, insbesondere auf der dem Füllkörper
zugewandten Seite des Hakenabschnitts, ausreichend von Beton umschlossen wird und
dadurch ausreichend im Beton gesichert ist.
[0012] Zweckmäßig ist der Freiraum vollständig frei von Bauteilen der Schienenanordnung.
Dadurch kann genügend Beton in den Freiraum fließen, und der Hakenabschnitt kann im
Bereich des Freiraums ununterbrochen durch Beton gesichert werden.
[0013] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist der Freiraum zumindest in einem
Bereich ausgebildet, der in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung im Wesentlichen
keilförmig ist. Vorteilhaft zeigt eine Spitze des keilförmigen Bereichs in Richtung
auf den Boden der Schiene. Durch die Keilform des keilförmigen Bereichs und durch
die Orientierung seiner Spitze ist der keilförmige Bereich in dem Bereich besonders
breit, in dem die größten Kräfte auf den Hakenabschnitt wirken. Dadurch ist der Freiraum
dort besonders breit, und an dieser Stelle kann besonders viel Beton zur Sicherung
des Hakenabschnitts im Freiraum wirken.
[0014] Zweckmäßig besitzt der keilförmige Bereich an seiner Spitze einen Winkel von mindestens
30°. Vorteilhaft öffnet der Winkel in Richtung weg vom Boden.
[0015] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung umfasst die mindestens eine Seitenwand
einen Halteabschnitt. Vorteilhaft ist der Halteabschnitt in Richtung von der Innenseite
des Bodens auf den Füllkörper zur Mittelebene hin geneigt.
[0016] Zweckmäßig ist der Halteabschnitt zwischen dem Boden und dem Hakenabschnitt angeordnet.
[0017] Vorteilhaft besitzt der Füllkörper eine der mindestens einen Seitenwand zugewandte
Seitenfläche, die zumindest entlang des sich in Längsrichtung der Schiene erstreckenden
Teilabschnitts der Schiene in Richtung weg vom Boden hin zum Füllkörper zur Mittelebene
hin geneigt verläuft. Dadurch kann auf einfache Weise ein Freiraum realisiert werden,
der in den gedachten Quader ragt.
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist der Füllkörper durch den Halteabschnitt
in Richtung von der Innenseite des Bodens auf den Füllkörper formschlüssig im Aufnahmeraum
der Schiene gehalten. Dadurch kann der Füllkörper auf einfache Weise in der Schiene
gehalten sein. Vorteilhaft korrespondiert der geneigte Verlauf der Seitenfläche des
Füllkörpers mit dem geneigten Verlauf der der Seitenfläche zugewandten mindestens
einen Seitenwand im Halteabschnitt der mindestens einen Seitenwand derart, dass der
Füllkörper durch den Halteabschnitt formschlüssig im Aufnahmeraum der Schiene gehalten
ist.
[0019] Zweckmäßig ist die Seitenfläche des Füllkörpers in einem Winkel von 20° bis 70° gegen
die Mittelebene geneigt. Vorteilhaft öffnet der Winkel zum Boden hin.
[0020] Insbesondere ist der Füllkörper in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
trapezförmig. Dadurch kann bei einfacher Geometrie des Füllkörpers eine formschlüssige
Fixierung des Füllkörpers durch den Halteabschnitt und ein ausreichend großer Freiraum
zum Hakenabschnitt erreicht werden.
[0021] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist der Füllkörper stoffschlüssig mit
der Innenseite des Bodens verbunden. Dadurch werden für die Fixierung des Füllkörpers
keine zusätzlichen Befestigungsmittel benötigt. Der Füllkörper ist insbesondere in
die Schiene eingeklebt.
[0022] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist der Füllkörper in einem senkrecht
zur Mittelebene gemessenen Mindestabstand zu der mindestens einen Wand angeordnet,
wobei der Mindestabstand mindestens doppelt so groß ist wie der Abstand zwischen dem
Hakenabschnitt und dem gedachten Quader. Dadurch kann der Freiraum besonders groß
sein.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Schienenanordnung parallel zur Längsrichtung der Schiene,
- Fig. 2 bis Fig. 4
- Seitenansichten von Ausführungsbeispielen von Füllkörpern für die Schiene nach Fig.
1,
- Fig. 5
- einen Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Schienenanordnung parallel
zur Längsrichtung der Schiene,
- Fig. 6 bis Fig. 8
- Seitenansichten weiterer Ausführungsbeispiele von Füllkörpern für die Schiene nach
den Figuren 1, 5 und 9,
- Fig. 9
- einen Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Schienenanordnung parallel
zur Längsrichtung der Schiene,
- Fig. 10
- eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Füllkörpers für die Schiene
nach den Figuren 1, 5 und 9.
[0024] Fig. 1 zeigt eine Schienenanordnung 1. Die Schienenanordnung 1 umfasst eine Schiene
10 und einen Füllkörper 30. Zur besseren Übersicht ist der Füllkörper 30 in Fig. 1
mit gestrichelter Linie dargestellt. Die Schiene 10 umfasst zwei Seitenwände 11, 12
und einen Boden 13. Die Seitenwände 11, 12 und der Boden 13 erstrecken sich in einer
Längsrichtung 100 der Schiene 10. Die Seitenwände 11, 12 sind über den Boden 13 miteinander
verbunden. Die Seitenwände 11, 12 liegen sich gegenüber. Die Seitenwände 11, 12 weisen
Innenseiten 14, 15 auf. Der Boden 13 weist eine Innenseite 16 auf. Die Innenseiten
14, 15 der Seitenwände 11, 12 und die Innenseite 16 des Bodens 13 begrenzen gemeinsam
einen Aufnahmeraum 17. Im Aufnahmeraum 17 ist der Füllkörper 30 angeordnet. Der Füllkörper
30 liegt an der Innenseite 16 des Bodens 13 an. Der Boden 13 weist eine dem Füllkörper
30 abgewandte ebene Außenseite 20 auf. Die ebene Außenseite 20 des Bodens 13 bildet
eine ununterbrochene, ebene, durch die Schiene 10 unbegrenzte Auflagefläche.
[0025] Die Schienenanordnung 1 ist dafür vorgesehen, mit der ebenen Außenseite 20 bündig
in Beton eingegossen zu werden. Die Seitenwände 11 und 12 ragen dabei in den Beton.
An der ebenen Außenseite 20 können Gegenstände wie Trapezbleche oder dergleichen befestigt
werden, ohne Bohrungen im Beton vornehmen zu müssen. Hierzu kann eine Schraube von
der ebenen Außenseite 20 her durch den Boden 13 der Schiene 10 in den Füllkörper 30
geschraubt werden. Der Füllkörper 30 besteht aus einem Material, in das eine Schraube
leicht eingebracht werden kann.
[0026] Die Schiene 10 ist eine ankerlose Schiene. Die ankerlose Schiene 10 ist ausschließlich
durch den Boden 13 und die Seitenwände 11, 12 gebildet. An den Seitenwänden 11, 12
sind keine weiteren Bauteile der Schiene 10 zur Verankerung der Schiene 10 im Beton
vorgesehen. Wie in Fig. 1 dargestellt, besitzt die Schienenanordnung 1 eine Mittelebene
50. Die Mittelebene 50 erstreckt sich senkrecht zur Außenseite 20 des Bodens 13 in
Längsrichtung 100. Die Schienenanordnung 1 ist symmetrisch zur Mittelebene 50. Die
Seitenwände 11, 12 liegen einander durch die Mittelebene 50 getrennt gegenüber.
[0027] Die erste Seitenwand 11 weist einen Hakenabschnitt 18 auf. Die zweite Seitenwand
12 weist einen Hakenabschnitt 19 auf. Eine Richtung 80 verläuft von der Innenseite
16 des Bodens 13 ausgehend in Richtung auf den Füllkörper 30. Die Richtung 80 verläuft
senkrecht zur ebenen Außenseite 20 des Bodens 13 der Schiene 10. Der Hakenabschnitt
18, 19 ist in Richtung 80 von der Mittelebene 50 weg geneigt. In Gegenrichtung zur
Richtung 80 bildet der Hakenabschnitt 18, 19 im einbetonierten Zustand der Schienenanordnung
1 einen Hinterschnitt. Die Gegenrichtung entspricht der Richtung, in der eine Zugkraft
einer in den Boden 13 eingeschraubten Schraube auf die Schienenanordnung 1 wirkt.
Durch den Hakenabschnitt 18, 19 verhakt sich die Schiene 10 der Schienenanordnung
1 im Beton. Die erste Seitenwand 11 weist eine dem Boden 13 abgewandte Stirnseite
21 auf. Die zweite Seitenwand 12 weist eine dem Boden 13 abgewandte Stirnseite 22
auf. Die Schiene 10 weist eine in Richtung 80 senkrecht zur Außenseite 20 des Bodens
13 von der Innenseite 16 des Bodens 13 bis zu der Stirnseite 21, 22 der Seitenwand
11, 12 gemessene Aufnahmeraumhöhe H auf. In den Ausführungsbeispielen sind die erste
Seitenwand 11 und die zweite Seitenwand 12 spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet.
Sollte jedoch eine der beiden Seitenwände in Richtung 80 eine größere Ausdehnung besitzen
als die andere, ist die Aufnahmeraumhöhe an derjenigen Seitenwand gemessen, die eine
kleinere Ausdehnung in Richtung 80 aufweist. Der Füllkörper 30 weist eine in Richtung
80 senkrecht zur Außenseite 20 des Bodens 13 gemessene Füllkörperhöhe F auf. Die Füllkörperhöhe
F entspricht 60% bis 110%, insbesondere 90% bis 110% der Aufnahmeraumhöhe H. In den
Ausführungsbeispielen entspricht die Füllkörperhöhe F im Rahmen der herrschenden Fertigungstoleranzen
der Aufnahmeraumhöhe H.
[0028] Zwischen dem Füllkörper 30 und dem Hakenabschnitt 18 ist ein Freiraum R1 ausgebildet.
Zwischen dem Füllkörper 30 und dem Hakenabschnitt 19 ist ein Freiraum R2 ausgebildet.
Der Freiraum R1, R2 erstreckt sich über mindestens 50% einer parallel zur Mittelebene
50 gemessenen Höhe des Hakenabschnitts 18, 19. In den Ausführungsbeispielen erstreckt
sich der Freiraum R1, R2 in Richtung 80 über die gesamte Höhe des Hakenabschnitts
18, 19. Der Freiraum R1, R2 erstreckt sich in Richtung 80 ausschließlich im Bereich
der Füllkörpers 30.
[0029] In Fig. 1 sind mit gestrichelten Linien ein gedachter Quader 60 und ein gedachter
Quader 61 eingezeichnet. Die Quader 60, 61 sind nebeneinander und vollständig innerhalb
des Aufnahmeraums 17 angeordnet. Die Quader 60 und 61 erstrecken sich parallel zur
Längsrichtung 100 der Schiene 10. Der gedachte Quader 60 erstreckt sich in Querrichtung
der Schiene 10 von der ersten Seitenwand 11 des Hakenabschnitts 18 bis zur Mittelebene
50. Eine erste Seitenfläche 62 des Quaders 60 ist von einem Teil der Innenseite 16
des Bodens 13 gebildet, eine zweite Seitenfläche 63 des Quaders 60 ist von einem Teil
der Mittelebene 50 gebildet, und eine dritte Seitenfläche 66 des gedachten Quaders
60 liegt an der ersten Seitenwand 11 der Schiene 10 an. Die dritte Seitenfläche 66
verläuft parallel zur zweiten Seitenfläche 63. Die erste Seitenfläche 62 ist orthogonal
zur zweiten Seitenfläche 63 und zur dritten Seitenfläche 66. Der gedachte Quader 60
weist eine vierte Seitenfläche 68 auf. Die vierte Seitenfläche 68 fällt mit einer
dem Boden 13 abgewandt liegenden Betonfläche 34 des Füllkörpers 30 zusammen. Der gedachte
Quader 61 ist spiegelsymmetrisch zum gedachten Quader 60 angeordnet. Der Quader 61
besitzt eine erste Seitenfläche 64 an der Innenseite 16 des Bodens 13, eine zweite
Seitenfläche 65, die in der Mittelebene 50 liegt, eine dritte Seitenfläche 67, die
an der zweiten Seitenwand 12 anliegt und eine vierte Seitenfläche 69, die mit der
Betonfläche 34 des Füllkörpers 30 zusammenfällt. Der gedachte Quader 60, 61 erstreckt
sich über die gesamte Füllkörperhöhe F. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich der
gedachte Quader über die gesamte Aufnahmeraumhöhe H erstreckt. In den Ausführungsbeispielen
erstreckt sich der gedachte Quader 60, 61 sowohl über die gesamte Füllkörperhöhe F
als auch über die gesamte Aufnahmeraumhöhe H.
[0030] Der Freiraum R1 ragt in den gedachten Quader 60. Der Freiraum R2 ragt in den gedachten
Quader 61. Anders ausgedrückt umschließen die Quader 60, 61 in Fig. 1 jeweils einen
quaderförmigen Raum. Jeder Freiraum R1, R2 erstreckt sich in einen dieser quaderförmigen
Räume.
[0031] Die dritte Seitenfläche 66 des gedachten Quaders 60 erstreckt sich in einer Anlageebene
70. Die dritte Seitenfläche 67 des gedachten Quaders 61 erstreckt sich in einer Anlageebene
71. Die Anlageebene 70, 71 verläuft parallel zur Mittelebene 50. Die erste Seitenwand
11 liegt an der Anlageebene 70 an. Die zweite Seitenwand 12 liegt an der Anlageebene
71 an. Der Freiraum R1, R2 erstreckt sich auf beiden Seiten der Anlageebene 70, 71.
Auf der der Mittelebene 50 abgewandt liegenden Seite der Anlageebene 70 ist zwischen
dem Hakenabschnitt 18 der ersten Seitenwand 11 und der Anlageebene 70 ein erster Teilfreiraum
101 des Freiraums R1 gebildet. Genau wie der Freiraum R1 erstreckt sich der erste
Teilfreiraum 101 in Richtung 80 lediglich im Bereich d des Füllkörpers 30. In den
Ausführungsbeispielen erstreckt sich der erste Teilfreiraum 101 in Richtung 80 im
Bereich des Aufnahmeraums 17. Analog hierzu ist zwischen der Anlageebene 71 und dem
Hakenabschnitt 19 der zweiten Seitenwand 12 ein erster Teilfreiraum 111 des Freiraums
R2 ausgebildet.
[0032] Zwischen der Anlageebene 70 und dem Füllkörper 30 ist bezüglich der Richtung 80 im
Bereich des Füllkörpers 30 ein zweiter Teilfreiraum 102 des Freiraums R1 ausgebildet.
Zwischen der Anlageebene 71 und dem Füllkörper 30 ist bezüglich der Richtung 80 im
Bereich des Füllkörpers 30 ein zweiter Teilfreiraum 112 des Freiraums R2 ausgebildet.
[0033] In den Ausführungsbeispielen erstreckt sich der zweite Teilfreiraum 102, 112 bezüglich
der Richtung 80 im Bereich des Aufnahmeraums 17. Der zweite Teilfreiraum 102 liegt
innerhalb des gedachten Quaders 60. Der zweite Teilfreiraum 112 liegt innerhalb des
gedachten Quaders 61. Der Freiraum R1 umfasst den ersten Teilfreiraum 101 und den
zweiten Teilfreiraum 102. Analog umfasst der Freiraum R2 den ersten Teilfreiraum 111
und den zweiten Teilfreiraum 112. Der zweite Teilfreiraum 102, 112 erstreckt sich
auf der Seite der Anlageebene 70, 71, auf der sich die Mittelebene 50 erstreckt. Der
zweite Teilfreiraum 102, 112 erstreckt sich in Richtung 80 von der Innenseite 16 des
Bodens 13 auf den Füllkörper 30 über mindestens 50% der parallel zur Mittelebene 50
gemessenen Höhe des Hakenabschnitts 18, 19. In den Ausführungsbeispielen erstreckt
sich der zweite Teilfreiraum 102, 112 in Richtung 80 über die gesamte Höhe des Hakenabschnitts
18, 19.
[0034] Der Freiraum R1 besitzt eine in einem Querschnitt der Schienenanordnung 1 senkrecht
zur Längsrichtung 100 und senkrecht zur Mittelebene 50 im Bereich des Hakenabschnitts
18 gemessene maximale Breite b1. Analog hierzu besitzt der Freiraum R2 eine in einem
Querschnitt der Schienenanordnung 1 senkrecht zur Längsrichtung 100 und senkrecht
zur Mittelebene 50 im Bereich des Hakenabschnitts 19 gemessene maximale Breite b2.
Die Schienenanordnung 1 weist in einem Querschnitt der Schienenanordnung 1 senkrecht
zur Längsrichtung 100 einen senkrecht zur Mittelebene 50 auf gleicher Höhe wie die
maximale Breite b1 zwischen dem Hakenabschnitt 18 und dem gedachten Quader 60 gemessenen
Abstand x1 auf.
[0035] Die Schienenanordnung 1 besitzt einen senkrecht zur Mittelebene 50 auf gleicher Höhe
wie die maximale Breite b2 zwischen dem Hakenabschnitt 19 und dem gedachten Quader
61 gemessenen Abstand x2. Der Abstand x1 entspricht dem senkrecht zur Anlageebene
70 gemessenen maximalen Abstand des Hakenabschnitts 18 der ersten Seitenwand 11 zur
Anlageebene 70 im Bereich des Freiraums R1. Der Abstand x2 entspricht dem senkrecht
zur Anlageebene 71 gemessenen maximalen Abstand des Hakenabschnitts 19 der zweiten
Seitenwand 12 zur Anlageebene 71 im Bereich des Freiraums R2. Die maximale Breite
b1 des Freiraums R1 beträgt zumindest entlang eines sich in Längsrichtung 100 der
Schiene 10 erstreckenden Teilabschnitts der Schiene 10 mindestens das 1,5fache, im
Ausführungsbeispiel mindestens das 2fache des Abstands x1 zwischen dem Hakenabschnitt
18 und dem gedachten Quader 60. Die maximale Breite b2 beträgt zumindest entlang eines
sich in Längsrichtung 100 erstreckenden Teilabschnitts der Schiene 10 mindestens das
1,5fache, im Ausführungsbeispiel mindestens das 2fache des Abstands x2. Der Teilabschnitt
erstreckt sich über mindestens 10% der in Längsrichtung 100 gemessenen Schienenlänge.
In den Ausführungsbeispielen erstreckt sich der Teilabschnitt über die gesamte Schienenlänge.
[0036] Die maximale Breite b1, b2 des Freiraums R1, R2 beträgt zumindest entlang eines sich
in Längsrichtung 100 der Schiene 10 erstreckenden Teilabschnitts der Schiene 10 mindestens
20% eines senkrecht zur Mittelebene 50 auf gleicher Höhe wie die maximale Breite b1,
b2 zwischen den Innenseiten 14, 15 der Seitenwände 11, 12 gemessenen Seitenwandabstands
S.
[0037] Der Hakenabschnitt 18, 19 erstreckt sich über mindestens 50% der Aufnahmeraumhöhe
H. In Richtung 80 erstreckt sich der Freiraum R1, R2 über mindestens 50% der Aufnahmeraumhöhe
H. Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Hakenabschnitt 18 in einem Winkel α1 von 10°
bis 30° gegenüber der Mittelebene 50 geneigt. Analog ist der Hakenabschnitt 19 in
einem Winkel α2 von 10° bis 30° gegenüber der Mittelebene 50 geneigt. Der Winkel α1,
α2 öffnet in Richtung 80 von der Innenseite 16 des Bodens 13 der Schiene 10 auf den
Füllkörper 30. Der Hakenabschnitt 18, 19 erstreckt sich bis zur Stirnseite der Seitenwand
11, 12. Dadurch sind die Schienenseitenwände 11, 12 im Bereich einer der Innenseite
16 des Bodens 13 der Schiene 10 gegenüberliegenden Öffnung des Aufnahmeraums 17 in
Richtung 80 von der Mittelebene 50 weggeneigt.
[0038] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Freiraum R1, R2 vollständig frei von Bauteilen
der Schienenanordnung 1. Weder die Schiene 10 noch der Füllkörper 30 ragen in den
Freiraum R1, R2. Im Freiraum R1, R2 ist kein Bauteil der Schienenanordnung 1 angeordnet.
[0039] Der Freiraum R1 ist zumindest in einem Bereich 41 ausgebildet, der in einem Querschnitt
senkrecht zur Längsrichtung 100 im Wesentlichen keilförmig ist. Analog hierzu ist
der Freiraum R2 zumindest in einem Bereich 42 ausgebildet, der in einem Querschnitt
senkrecht zur Längsrichtung 100 im Wesentlichen keilförmig ist. Der keilförmige Bereich
41 besitzt eine Spitze 43. Der keilförmige Bereich 42 besitzt eine Spitze 44. Die
Spitze 43, 44 zeigt in Richtung auf den Boden 13 der Schiene 10. Der keilförmige Bereich
41 besitzt an seiner Spitze 43 einen Winkel β1 von mindestens 30°. Analog hierzu besitzt
der keilförmige Bereich 42 an seiner Spitze 44 einen Winkel β2 von mindestens 30°.
Der Winkel β1, β2 öffnet in Richtung weg vom Boden 13.
[0040] Die erste Seitenwand 11 umfasst einen Halteabschnitt 23. Der Halteabschnitt 23 ist
in Richtung 80 von der Innenseite 16 des Bodens 13 auf den Füllkörper 30 zur Mittelebene
50 hin geneigt. Der Halteabschnitt 23 ist zwischen dem Boden 13 und dem Hakenabschnitt
18 angeordnet. Der Halteabschnitt 23 und der Hakenabschnitt 18 grenzen aneinander
an. Der Hakenabschnitt 18 und der Halteabschnitt 23 sind in einem im Aufnahmeraum
17 gemessenen Winkel δ1 zueinander orientiert. Der Winkel δ1 beträgt mehr als 180°,
insbesondere mehr als 200°, in den Ausführungsbeispielen mehr als 225°. Dadurch ist
an der Innenseite 14 der Seitenwand 11 ein Vorsprung 27 ausgebildet. Der Vorsprung
27 der Innenseite 14 der Seitenwand 11 steht in Richtung auf die Mittelebene 50 vor.
Die zweite Seitenwand 12 ist spiegelsymmetrisch zur ersten Seitenwand 11 ausgebildet
und umfasst einen Halteabschnitt 24, der zum Hakenabschnitt 19 in einem im Aufnahmeraum
17 gemessenen Winkel δ2 orientiert ist, sowie einen Vorsprung 28. Die Vorsprünge 27
und 28 ragen aufeinander zu. Durch die sich gegenüberliegenden Vorsprünge 27 und 28
der Seitenwände 11, 12 ist eine Engstelle des Aufnahmeraums 17 gebildet. Die Seitenwände
11 und 12 besitzen am Vorsprung 27, 28 einen kleinsten senkrecht zur Mittelebene 50
gemessenen Abstand K zueinander.
[0041] Die Schiene 10 besitzt eine in Richtung 80 gemessene Gesamthöhe G. Der Halteabschnitt
23erstreckt sich über eine Teilhöhe t1 der Gesamthöhe G. Die Teilhöhe t1 ist in Richtung
80 von der Außenseite 20 des Bodens 13 der Schiene 10 bis zu dem Vorsprung 27 gemessen.
Der kleinste Abstand K zwischen den Innenseiten 14, 15 der Seitenwände 11, 12 ist
in einer Ebene gemessen, die einen Abstand zur Außenseite 20 des Bodens 13 aufweist,
der der Teilhöhe t1 entspricht. Jeder Hakenabschnitt 18, 19 erstreckt sich über eine
Teilhöhe t2 der Gesamthöhe G. Die Teilhöhe t2 der Hakenabschnitte 18, 19 ist in Richtung
80 zwischen dem jeweiligen Vorsprung 27, 28 und der Stirnseite 21, 22 der zugeordneten
Seitenwand 11, 12 gemessen. Die Teilhöhe t2 ist größer als die Teilhöhe t1. Die Teilhöhe
t2 beträgt mehr als 50% der Gesamthöhe G. Die Teilhöhe t2 entspricht der Höhe der
Hakenabschnitte 18, 19.
[0042] Der Füllkörper 30 besitzt eine erste Seitenfläche 31. Der Füllkörper 30 besitzt eine
zweite Seitenfläche 32. Die erste Seitenfläche 31 ist der ersten Seitenwand 11 zugewandt.
Die zweite Seitenfläche 32 ist der zweiten Seitenwand 12 zugewandt. Die Seitenflächen
31, 32 verlaufen zumindest entlang des sich in Längsrichtung 100 der Schiene 10 erstreckenden
Teilabschnitts der Schiene 10 in Richtung 80 weg vom Boden 13 hin zum Füllkörper 30
zur Mittelebene 50 hin geneigt.
[0043] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Füllkörpers 30. Die Seitenfläche 31 ist gegenüber
der Mittelebene 50 in einem Winkel γ1 geneigt. Die Seitenfläche 32 ist gegenüber der
Mittelebene 50 in einem Winkel γ2 geneigt. Wenn der Füllkörper 30 in der Schiene 10
angeordnet ist, öffnet der Winkel γ1, γ2 zum Boden 13 der Schiene 10 hin. Der Winkel
γ1, γ2 beträgt von 10° bis 80°, insbesondere von 20° bis 70°, im Ausführungsbeispiel
von 25° bis 30°.
[0044] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist der Füllkörper 30 durch den Halteabschnitt 23, 24
in Richtung 80 von der Innenseite des Bodens 13 auf den Füllkörper 30 formschlüssig
im Aufnahmeraum 17 der Schiene 10 gehalten. Der geneigte Verlauf der Seitenflächen
31, 32 des Füllkörpers 30 korrespondiert mit dem geneigten Verlauf der den Seitenflächen
31, 32 zugewandten Seitenwände 11, 12 im Halteabschnitt 23, 24 der Seitenwände 11,
12 derart, dass der Füllkörper 30 durch den Halteabschnitt 23, 24 formschlüssig im
Aufnahmeraum 17 der Schiene 10 gehalten ist. Der Füllkörper 30 liegt mit seinen Seitenflächen
31, 32 an den Halteabschnitten 23, 24 an. Zwischen dem Halteabschnitt 23 und dem Boden
13 der Schiene 10 ist ein keilförmiger Raum gebildet, in dem der Füllkörper 30 formschlüssig
aufgenommen ist. Der Halteabschnitt 23 besitzt eine dem Aufnahmeraum 17 zugewandte
Innenseite 25. Die Innenseite 25 erstreckt sich in Richtung 80 ausgehend von der Innenseite
16 des Bodens 13 der Schiene 10 bis zu dem Vorsprung 27 über eine Teilhöhe c1 der
Schiene 10. Die Seitenfläche 31 des Füllkörpers 30 liegt an der Innenseite 25 des
Halteabschnitts 23 an. Der Halteabschnitt 24 weist eine Innenseite 26 auf und ist
entsprechend zum Halteabschnitt 23 ausgebildet. Die Halteabschnitte 23 und 24 bilden
in Richtung 80 einen Hinterschnitt für den Füllkörper 30.
[0045] Der in Fig. 2 dargestellte Füllkörper 30 weist eine Bodenfläche 33 auf. Die Bodenfläche
33 des Füllkörpers 30 liegt an der Innenseite 16 des Bodens 13 an, wenn der Füllkörper
30 im Aufnahmeraum der Schiene 10 angeordnet ist. Die Bodenfläche 33 besitzt eine
senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene Breite d1. Der Bodenfläche 33 liegt die Betonfläche
34 gegenüber. Die Betonfläche 34 verläuft parallel zur Bodenfläche 33. Die Betonfläche
34 besitzt eine senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene Breite d2. Die Breite d1 der
Bodenfläche 33 ist größer als die Breite d2 der Betonfläche 34. Die Betonfläche 34
ist über eine Kante 35 mit der Seitenfläche 31 verbunden. Die Betonfläche 34 ist über
eine Kante 36 mit der Seitenfläche 32 verbunden.
[0046] Der Füllkörper 30 weist einen trapezförmigen Teil 121 und einen trapezförmigen Teil
131 auf. Der trapezförmige Teil 121 des Füllkörpers 30 erstreckt sich ausgehend von
der Bodenfläche 33 des Füllkörpers 30 in einer Richtung 81 über eine Teilhöhe cl'
des Füllkörpers 30. Die Richtung 81 verläuft senkrecht zur Bodenfläche 33 des Füllkörpers
30 und erstreckt sich von der Bodenfläche 33 in Richtung auf die Betonfläche 34 des
Füllkörpers 30. Wenn der Füllkörper 30 in der Schiene 10 angeordnet ist, sind die
in Fig. 1 dargestellte Richtung 80 und die in Fig. 2 dargestellte Richtung 81 identisch.
In diesem eingebauten Zustand des Füllkörpers 30 entspricht die Teilhöhe c1 der Schiene
10 der Teilhöhe cl' des Füllkörpers 30. Die Teilhöhe c1 der Schiene 10 ist gleich
groß wie die Teilhöhe cl' des Füllkörpers 30.
[0047] Der Füllkörper 30 besitzt eine Verbindungsebene 123. Die Verbindungsebene 123 verläuft
parallel zur Bodenfläche 33. Die Verbindungsebene 123 besitzt einen Abstand zur Bodenfläche
33, der der Teilhöhe c1' des Füllkörpers 30 entspricht. Die Verbindungsebene 123 trennt
den trapezförmigen Teil 121 des Füllkörpers 30 von dem trapezförmigen Teil 131 des
Füllkörpers 30. In der Verbindungsebene 123 besitzen sowohl der trapezförmige Teil
121 des Füllkörpers 30 als auch der trapezförmige Teil 131 des Füllkörpers 30 eine
senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene Breite d3. Die Breite d3 ist kleiner als die
Breite d1 der Bodenfläche 33 des Füllkörpers 30. Der trapezförmige Teil 121 des Füllkörpers
30 ist an der Verbindungsebene 123 mit dem trapezförmigen Teil 131 des Füllkörpers
30 verbunden. Der trapezförmige Teil 121 und der trapezförmige Teil 131 sind symmetrisch
zur Mittelebene 50 ausgebildet. Die Betonfläche 34 des Füllkörpers 30 ist durch den
trapezförmigen Teil 131 gebildet. Der trapezförmige Teil 131 des Füllkörpers 30 erstreckt
sich in Richtung 81 über eine Teilhöhe t2' der Füllkörperhöhe F. Im eingebauten Zustand
des Füllkörpers 30 entspricht die Teilhöhe t2' des Füllkörpers 30 der Teilhöhe t2
der Schiene 10. Die Teilhöhe t2' des Füllkörpers 30 und die Teilhöhe t2 der Schiene
10 sind gleich groß.
[0048] Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, ist der Füllkörper 30 in einem Querschnitt senkrecht
zur Längsrichtung 100 trapezförmig. In die Schiene 10 nach Fig. 1 können jedoch auch
Füllkörper aufgenommen werden, die eine andere Querschnittsform besitzen. Beispiele
hierfür sind in den Figuren 3 bis 10 dargestellt. Die Figuren 3, 4, 6 bis 8 und 10
zeigen jeweils Füllkörper allein. In den Fig. 5 und 9 sind Füllkörper in der Schiene
10 dargestellt. Die Schiene 10 nach den Fig. 5 und 9 ist vollkommen identisch zu der
in Fig. 1 dargestellten und bereits beschriebenen Schiene 10. Alle Füllkörper nach
den Fig. 3 bis 10 weisen die Gemeinsamkeit auf, dass ihre Außenkontur in einem Querschnitt
senkrecht zur Längsrichtung 100 eine Teilmenge der in einem Querschnitt zur Längsrichtung
100 trapezförmigen Außenkontur des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Füllkörpers 30
ist. Einander entsprechende oder teilweise entsprechende Teile der Füllkörper nach
den Fig. 1 bis 10 sind mit identischen Bezugszeichen bezeichnet. Die Mittelebene 50
der Schienenanordnung 1 ist zur besseren Orientierung auch in den Figuren 3, 4, 6
bis 8 und 10 eingezeichnet, die Füllkörper ohne die Schiene 10 zeigen. Die Mittelebene
50 ist in diesen Figuren an der Stelle eingezeichnet, an der sie sich befindet, wenn
die Füllkörper in der Schiene 10 angeordnet sind.
[0049] Fig. 3 zeigt einen Füllkörper 51. Der Füllkörper 51 ist in einem Querschnitt quer
zur Längsrichtung 100 im Wesentlichen trapezförmig. Im Bereich zwischen der Bodenfläche
33 und der Zwischenebene 123 ist der Füllkörper 51 identisch zum in Fig. 2 dargestellten
Füllkörper 30 ausgebildet und ist durch den trapezförmigen Teil 121 gebildet. Im Unterschied
zu dem Füllkörper 30 nach Fig. 2 weist der Füllkörper 51 im Bereich zwischen der Verbindungsebene
123 und der Betonfläche 34 einen trapezförmigen Teil 131' mit abgerundeten Kanten
115 und 116 auf. Die abgerundete Kante 115 verbindet die Seitenfläche 31 des Füllkörpers
51 mit der Betonfläche 34 des Füllkörpers 51. Die abgerundete Kante 116 verbindet
die Betonfläche 34 des Füllkörpers 51 mit der Seitenfläche 32 des Füllkörpers 51.
Ansonsten ist der trapezförmige Teil 131' des Füllkörpers 51 analog zum trapezförmigen
Teil des Füllkörpers 30 ausgebildet.
[0050] Fig. 4 zeigt einen Füllkörper 52. Der Füllkörper 52 weist den trapezförmigen Teil
121 und einen quaderförmigen Teil 122 auf. Der trapezförmige Teil 121 des Füllkörpers
52 ist identisch zum trapezförmigen Teil 121 des Füllkörpers 30.
[0051] Die Verbindungsebene 123 trennt den trapezförmigen Teil 121 des Füllkörpers 52 von
dem quaderförmigen Teil 122 des Füllkörpers 52. In der Verbindungsebene 123 besitzt
der Füllkörper 52 die senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene Breite d3. Der trapezförmige
Teil 121 des Füllkörpers 52 ist an der Verbindungsebene 123 mit dem quaderförmigen
Teil 122 des Füllkörpers 52 verbunden. Der quaderförmige Teil 122 ist symmetrisch
zur Mittelebene 50. Die Betonfläche 34 des Füllkörpers ist durch den quaderförmigen
Teil 122 gebildet. Der quaderförmige Teil 122 des Füllkörpers 52 erstreckt sich in
Richtung 81 über die Teilhöhe t2' der Füllkörperhöhe F. Der quaderförmige Teil 122
des Füllkörpers 52 besitzt zwei sich einander gegenüberliegende Seitenflächen 124
und 125. Die Seitenflächen 124 und 125 erstrecken sich parallel zur Mittelebene 50.
Der quaderförmige Teil 122 besitzt eine senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene Breite,
die der Breite d2 der Betonfläche 34 entspricht. Die Breite d2 ist kleiner als die
Breite d3. Die Breite d3 beträgt weniger als 80%, bevorzugt weniger als 70% der Breite
d2. Bei Anordnung des Füllkörpers 52 in der Schiene 10 ergibt sich ein größerer Freiraum
R1, R2 als bei Anordnung des Füllkörpers 30 in der Schiene 10. Insbesondere ist der
Abstand zwischen der Anlageebene 70, 71 und dem quaderförmigen Teil 122 des Füllkörpers
52 über die gesamte Teilhöhe t2 konstant.
[0052] Die Füllkörper 30, 51 und 52 sind in Richtung 80 formschlüssig in der Schiene 10
gehalten. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass der Füllkörper 30,
51, 52 stoffschlüssig mit der Innenseite 16 des Bodens verbunden ist. Die in den Fig.
5 bis 10 dargestellten Füllkörper 53, 54, 55 und 56 sind nicht formschlüssig, sondern
ausschließlich stoffschlüssig in der Schiene 10 gehalten. In den Ausführungsbeispielen
ist die stoffschlüssige Verbindung eine Klebeverbindung.
[0053] Die Fig. 5 und 6 zeigen den Füllkörper 53. Zwischen der Verbindungsebene 123 und
der Betonfläche 34 weist der Füllkörper 53 den trapezförmigen Teil 131 auf und ist
identisch zum in Fig. 2 dargestellten Füllkörper 30 ausgebildet. Zwischen der Bodenfläche
33 und der Verbindungsebene 123 weist der Füllkörper 53 einen quaderförmigen Teil
132 auf. Der quaderförmige Teil besitzt eine senkrecht zur Mittelebene 50 gemessene
Breite d4. Die Breite d4 des quaderförmigen Teils 132 des Füllkörpers 53 entspricht
im eingebauten Zustand des Füllkörpers 53 dem kleinsten Abstand K der Innenseiten
14 und 15 der Seitenwände 11 und 12 zueinander. Dadurch lässt sich der Füllkörper
53 auch entgegen der in Fig. 5 dargestellten Richtung 80 in den Aufnahmeraum 17 der
Schiene 10 einführen.
[0054] Fig. 7 zeigt den Füllkörper 54. Zwischen der Bodenfläche 33 und der Verbindungsebene
123 entspricht der Füllkörper 54 dem Füllköper 53 und weist den quaderförmigen Teil
132 auf. Zwischen der Verbindungsebene 123 und der Betonfläche 34 entspricht der Füllkörper
54 dem Füllkörper 52 und weist den quaderförmigen Teil 122 auf.
[0055] Fig. 8 zeigt den Füllkörper 55. Zwischen der Verbindungsebene 123 und der Betonfläche
34 entspricht der Füllkörper 55 dem in Fig. 3 dargestellten Füllkörper 51 und ist
durch den trapezförmigen Teil 131' mit abgerundeten Kanten 115 und 116 gebildet. Zwischen
der Bodenfläche 33 und der Zwischenebene 123 entspricht der Füllkörper 55 den Füllkörpern
53 und 54 und ist durch den quaderförmigen Teil 132 gebildet.
[0056] Die Fig. 9 und 10 zeigen den Füllkörper 56. Der Füllkörper 56 ist in seiner Gesamtheit
quaderförmig. Über die gesamte Füllkörperhöhe F weist der Füllkörper 56 die senkrecht
zur Mittelebene 50 gemessene Breite d2 der Betonfläche 34 des Füllkörpers 56 auf.
Der Füllkörper 56 ist dabei deutlich schmaler als der gedachte Gesamtquader, den die
gedachten Quader 60 und 61 bilden.
[0057] Wie in Fig. 9 dargestellt, ergibt sich bei Anordnung des Füllkörpers 56 in der Schiene
10 symmetrisch zur Mittelebene 50 ein Freiraum R1' zwischen dem Füllkörper 56 und
der Seitenwand 11. Zwischen dem Füllkörper 56 und der Seitenwand 12 ergibt sich ein
Freiraum R2'. Jeder Freiraum R1', R2' ist größer als der in Fig. 1 dargestellte entsprechende
Freiraum R1, R2. Die Freiräume R1', R2' erstrecken sich über die gesamte Füllkörperhöhe
F. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 erstrecken sich die Freiräume R 1', R2' auch
über die gesamte Aufnahmeraumhöhe H. Der Füllkörper 56 ist in einem senkrecht zur
Mittelebene 50 gemessenen Mindestabstand a1 zu der Seitenwand 11 angeordnet. Der Füllkörper
56 ist in einem senkrecht zur Mittelebene 50 gemessenen Mindestabstand a2 zu der Seitenwand
12 angeordnet. Der Mindestabstand a1, a2 ist mindestens doppelt so groß wie der Abstand
x1, x2 zwischen dem Hakenabschnitt 18, 19 und dem gedachten Quader 60, 61. Dadurch
kann die gesamte Seitenwand 11, 12 von Beton umschlossen werden.
1. Schienenanordnung, insbesondere zum Einbetonieren in ein Betonbauteil oder dgl., umfassend
eine ankerlose Schiene (10) und einen Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56), wobei
die Schiene (10) zwei Seitenwände (11, 12) und einen Boden (13) umfasst, die sich
in einer Längsrichtung (100) der Schiene (10) erstrecken, wobei die Seitenwände (11,
12) über den Boden (13) miteinander verbunden sind, wobei die Seitenwände (11, 12)
Innenseiten (14, 15) aufweisen, wobei der Boden (13) eine Innenseite (16) aufweist,
wobei die Innenseiten (14, 15) der Seitenwände (11, 12) und die Innenseite (16) des
Bodens (13) gemeinsam einen Aufnahmeraum (17) begrenzen, wobei in dem Aufnahmeraum
(17) der Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) angeordnet ist und an der Innenseite
(16) des Bodens (13) anliegt, wobei der Boden (13) eine dem Füllkörper (30, 51, 52,
53, 54, 55, 56) abgewandte ebene Außenseite (20) aufweist, wobei sich die Seitenwände
(11, 12) durch eine sich senkrecht zur Außenseite (20) des Bodens (13) in Längsrichtung
(100) erstreckende Mittelebene (50) getrennt gegenüberliegen, wobei zumindest eine
der beiden Seitenwände (11, 12) einen Hakenabschnitt (18, 19) aufweist, der in Richtung
(80) von der Innenseite (16) des Bodens (13) auf den Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54,
55, 56) von der Mittelebene (50) weg geneigt ist, wobei die Schiene (10) eine senkrecht
zur Außenseite (20) des Bodens (13) von der Innenseite (16) des Bodens (13) bis zu
einer dem Boden (13) abgewandten Stirnseite (21, 22) der mindestens einen Seitenwand
(11, 12) gemessene Aufnahmeraumhöhe (H) aufweist, wobei der Füllkörper (30, 51, 52,
53, 54, 55, 56) eine senkrecht zur Außenseite (20) des Bodens (13) gemessene Füllkörperhöhe
(F) aufweist, wobei die Füllkörperhöhe (F) 60% bis 110%, insbesondere 90% bis 110%
der Aufnahmeraumhöhe (H) entspricht, wobei zwischen dem Füllkörper (30, 51, 52, 53,
54, 55, 56) und dem Hakenabschnitt (18, 19) ein Freiraum (R1, R2, R1', R2') ausgebildet
ist, wobei sich der Freiraum (R1, R2, R1', R2') über mindestens 50% einer parallel
zur Mittelebene (50) gemessenen Höhe des Hakenabschnitts (18, 19) erstreckt, wobei
sich ein gedachter Quader (60, 61) in dem Aufnahmeraum (17) von der dem Hakenabschnitt
(18, 19) zugeordneten Seitenwand (11, 12) bis zur Mittelebene (50) erstreckt, wobei
eine erste Seitenfläche (62, 64) des Quaders (60, 61) von einem Teil der Innenseite
(16) des Bodens (13) gebildet ist, und wobei eine zweite Seitenfläche (63, 65) des
Quaders (60, 61) von einem Teil der Mittelebene (50) gebildet ist, wobei sich der
gedachte Quader (60, 61) über die gesamte Aufnahmeraumhöhe (H) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (R1, R2, R1', R2') in den gedachten Quader (60, 61) ragt.
2. Schienenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine senkrecht zur Mittelebene (50) im Bereich des Hakenabschnitts (18, 19) gemessene
maximale Breite (b1, b2) des Freiraums (R1, R2, R1', R2') zumindest entlang eines
sich in Längsrichtung (100) der Schiene (10) erstreckenden Teilabschnitts der Schiene
(10) mindestens das 1,5fache, insbesondere mindestens das 2fache des senkrecht zur
Mittelebene (50) auf gleicher Höhe gemessenen Abstands (x1, x2) zwischen dem Hakenabschnitt
(18, 19) und dem gedachten Quader (60, 61) beträgt.
3. Schienenanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hakenabschnitt (18, 19) in einem Winkel (α1. α2) von 10° bis 30° gegenüber der
Mittelebene (50) geneigt ist.
4. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Hakenabschnitt (18, 19) bis zur Stirnseite (21, 22) der mindestens einen
Seitenwand (11, 12) erstreckt.
5. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Hakenabschnitt (18, 19) über mindestens 50% der Aufnahmeraumhöhe (H) erstreckt.
6. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (R1, R2, R1', R2') vollständig frei von Bauteilen der Schienenanordnung
(1) ist.
7. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Freiraum (R1, R2, R1', R2') zumindest in einem Bereich (41, 42) ausgebildet ist,
der in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung (100) im Wesentlichen keilförmig
ist, wobei eine Spitze (43, 44) des keilförmigen Bereichs (41, 42) in Richtung auf
den Boden (13) der Schiene (10) zeigt.
8. Schienenanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der keilförmige Bereich (41, 42) an seiner Spitze (43, 44) einen Winkel (β1, β2)
von mindestens 30° besitzt, wobei der Winkel (β1, β2) in Richtung weg vom Boden (13)
öffnet.
9. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Seitenwand (11, 12) einen Halteabschnitt (23, 24) umfasst, dass
der Halteabschnitt (23, 24) in Richtung (80) von der Innenseite (16) des Bodens (13)
auf den Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) zur Mittelebene (50) hin geneigt ist.
10. Schienenanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (23, 24) zwischen dem Boden (13) und dem Hakenabschnitt (18, 19)
angeordnet ist.
11. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) eine der mindestens einen Seitenwand
(11, 12) zugewandte Seitenfläche (31, 32) besitzt, und dass die Seitenfläche (31,
32) zumindest entlang des sich in Längsrichtung (100) der Schiene (10) erstreckenden
Teilabschnitts der Schiene (10) in Richtung (80) weg vom Boden (13) hin zum Füllkörper
(30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) zur Mittelebene (50) hin geneigt verläuft.
12. Schienenanordnung nach einem der Ansprüchen 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) durch den Halteabschnitt (23, 24) in
Richtung (80) von der Innenseite (16) des Bodens (13) auf den Füllkörper (30, 51,
52, 53, 54, 55, 56) formschlüssig im Aufnahmeraum (17) der Schiene (10) gehalten ist.
13. Schienenanordnung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfläche (31, 32) in einem Winkel (γ1, γ2) von 20° bis 70° gegen die Mittelebene
(50) geneigt ist, wobei der Winkel (γ1, γ2) zum Boden (13) hin öffnet.
14. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkörper (30) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung (100) trapezförmig
ist.
15. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkörper (30, 51, 52, 53, 54, 55, 56) stoffschlüssig mit der Innenseite (16)
des Bodens (13) verbunden ist.
16. Schienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkörper (56) in einem senkrecht zur Mittelebene (50) gemessenen Mindestabstand
(a1, a2) zu der mindestens einen Seitenwand (11, 12) angeordnet ist, wobei der Mindestabstand
(a1, a2) mindestens doppelt so groß ist wie der Abstand (x1, x2) zwischen dem Hakenabschnitt
(18, 19) und dem gedachten Quader (60, 61).