[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Betätigungsgetriebe zum Verschieben einer
Treibstange eines Fensters oder einer Tür, insbesondere eines Hebe-Schiebeelements
wie beispielsweise einer Hebe-Schiebetür oder eines Hebe-Schiebefensters.
[0002] Traditionell erfolgt die Betätigung eines Fensters oder einer Tür rein manuell, indem
ein Fenster- oder Türgriff oder im Falle eines Hebe-Schiebeelements ein Betätigungsgriff
bzw. -hebel verschwenkt wird. Der jeweilige Betätigungsgriff bzw.
- hebel ist dabei üblicherweise mit einer Eingangswelle eines Betätigungsgetriebes gekoppelt,
bei der es sich beispielsweise um eine mit dem Betätigungsgriff bzw.
- hebel koppelbare Vierkantnuss handeln kann, welche antriebswirksam mit einer Treibstange
gekoppelt ist, die in einer Flügelnut verläuft, die entlang einer Kante des Fensters
oder der Tür ausgebildet ist. Im Falle eines Fensters oder einer Tür können an der
Treibstange ein oder mehrere Zapfen, insbesondere Roll- und/oder Pilzkopfzapfen vorgesehen
sein, die somit durch Betätigung des Griffs oder des Hebels zur Ver- oder Entriegelung
des Fensters bzw. der Tür über die Treibstange verschoben werden können.
[0003] Bei einem Hebe-Schiebeelement wie beispielsweise einer Hebe-Schiebetür kann eine
derartige Treibstange auch antriebswirksam mit einem Stellglied wie beispielsweise
einem Hubelement, bei dem es sich beispielsweise um einen entlang einer Laufschiene
verfahrbaren Laufwagen handeln kann, gekoppelt sein, so dass durch eine Verschwenkung
des Betätigungshebels über die Treibstange die Hebe-Schiebetür angehoben und abgesenkt
werden kann.
[0004] In jüngster Zeit werden Anstrengungen unternommen, die Kraft, die zum Anheben und
Absenken eines Hebe-Schiebeelements erforderlich ist, durch einen Elektromotor aufzubringen.
Hierbei wirkt die von dem Elektromotor aufgebrachte Kraft letztendlich auf dieselbe
Treibstange, mit der die Eingangswelle antriebswirksam gekoppelt ist, welche durch
Verschwenkung eines Betätigungshebels zur Verstellung der Treibstange manuell betätigt
wird. Da ein derartiger Elektromotor zur Betätigung der Treibstange jedoch vorzugsweise
selbsthemmend sein sollte, kann das Fenster oder die Tür im Falle eines Stromausfalls
oder im Falle eines Motordefekts nicht mehr geöffnet werden, da die Treibstange aufgrund
der Selbsthemmung des Elektromotors über einen mit der Eingangswelle koppelbaren Griff
oder Betätigungshebel nicht mehr verschoben werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Betätigungsgetriebe für ein Fenster
oder eine Tür, insbesondere ein Hebe-Schiebeelement wie beispielsweise eine Hebe-Schiebetür
oder ein Hebe-Schiebefenster anzugeben, das selbst dann eine Betätigung der Treibstange
zulässt, wenn ein damit antriebswirksam gekoppelter Elektromotor blockiert. Außerdem
sollte das Betätigungsgetriebe möglichst kleinbauend sein, um möglichst geringe Dornmaße
realisieren zu können.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Betätigungsgetriebe mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0007] Das erfindungsgemäße Betätigungsgetriebe umfasst eine translatorisch verschiebbare
Treibstange, die antriebswirksam mit einem Stellglied wie beispielsweise einem Zapfen,
insbesondere einem Roll- oder Pilzkopfzapfen, oder einem Hubelement zum Anheben und
Absenken eines Hebe-Schiebeelements koppelbar ist. Ferner umfasst das Betätigungsgetriebe
eine manuell betätigbare Eingangswelle in Form beispielweise einer Vierkantnuss, die
zur Betätigung der Treibstange antriebswirksam mit dieser gekoppelt ist. Mit der Vierkantnuss
kann beispielsweise ein Betätigungsgriff bzw. -hebel gekoppelt werden, welcher sich
manuell verschwenken lässt, um so die Treibstange in der gewünschten Weise zu verschieben.
Des Weiteren umfasst das Betätigungsgetriebe ein Übertragungselement in Form beispielsweise
einer Schubstange, das bzw. die antriebswirksam mit einem vorzugsweise selbsthemmenden
Elektromotor koppelbar ist. Darüber hinaus ist eine Riegelbaugruppe vorgesehen, die
in ihrer Gesamtheit bzw. als Ganzes zwischen einer Verriegelungsstellung und einer
Entriegelungsstellung beweglich ist und zwar vorzugsweise senkrecht zur Längserstreckung
der Treibstange.
[0008] In der Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe ist dabei die Treibstange des Betätigungsgetriebes
antriebswirksam mit dem Übertragungselement gekoppelt. In der Verriegelungsstellung
der Riegelbaugruppe kann somit die Treibstange in der gewünschten Weise über den mit
dem Übertragungselement koppelbaren Elektromotor betätigt werden. In der Entriegelungsstellung
der Riegelbaugruppe ist hingegen die Treibstange von dem Übertragungselement entkoppelt,
so dass die Treibstange bei Bedarf über die Eingangswelle bzw. einen damit koppelbaren
Betätigungshebel händisch zu Zwecken einer Notöffnung der Tür bzw. des Fensters betätigt
werden kann, ohne dabei durch den Elektromotor blockiert zu werden.
[0009] Über die Riegelbaugruppe kann somit ein mit dem Übertragungselement koppelbarer Elektromotor
bzw. das Übertragungselement selbst von der Treibstange abgekoppelt werden, so dass
im Falle eines Stromausfalls oder eines technischen Defekts des Elektromotors die
Tür oder das Fenster zu Zwecken einer Notöffnung über die Eingangswelle des Betätigungsgetriebes
betätigt werden kann. Der Kraftflusspfad, der von dem Elektromotor auf die Treibstange
wirkt, kann somit von dem Kraftflusspfad abgekoppelt werden, der über die Eingangswelle
auf die Treibstange wirkt, so dass die Treibstange bei Bedarf über die Eingangswelle
betätigt werden kann, ohne hierbei durch die selbsthemmende Wirkung des Elektromotors
blockiert zu werden.
[0010] Im Folgenden wird nun auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung eingegangen.
Weitere Ausführungsformen können sich auch aus den abhängigen Ansprüchen, der Figurenbeschreibung
sowie den Zeichnungen ergeben.
[0011] So kann gemäß einer Ausführungsform die Riegelbaugruppe ein Koppelelement, das insbesondere
als Bolzen ausgebildet sein kann, und das Übertragungselement eine parallel entlang
der Treibstange verlaufende Schubstange umfassen, in der eine Öffnung zur Aufnahme
des Koppelelements ausgebildet ist. In der Verriegelungsstellung greift dabei das
Koppelelement sowohl in die Öffnung der Schubstange als auch in eine in der Treibstange
ausgebildete Öffnung formschlüssig ein, wodurch die Treibstange und das Übertragungselement
antriebswirksam miteinander gekoppelt sind. In der Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe
kann somit die Treibstange in der gewünschten Weise durch einen mit dem Übertragungselement
koppelbaren Elektromotor verschoben werden.
[0012] In der Entriegelungsstellung der Riegelbaugruppe greift das Koppelelement hingegen
nur in die Öffnung der Schubstange ein, so dass keine antriebswirksame Kopplung zwischen
der Treibstange und der Schubstange mehr vorliegt. Die Treibstange kann somit in der
Entriegelungsstellung unabhängig von der Schubstange betätigt werden, wie dies bei
einem Stromausfall oder bei einem Defekt des Elektromotors wünschenswert sein kann,
um die Tür bzw. das Fenster manuell öffnen zu können.
[0013] Da das Koppelelement in der Entriegelungsstellung der Riegelbaugruppe nach wie vor
in die Öffnung der Schubstange eingreift, ist es nach einem erfolgten Notöffnungsvorgang
nicht erforderlich, jene Stellung der Schubstange aufzufinden, in der deren Öffnung
mit dem Koppelelement fluchtet, wie dies erforderlich ist, um mittels des Koppelelements
die Schubstange wieder mit der Treibstange verbinden zu können. Vielmehr muss lediglich
die Treibstange solange verschoben werden, bis deren Öffnung mit dem Koppelelement
bzw. der Öffnung in der Schubstange fluchtet, woraufhin das Koppelelement durch Verschiebung
der Riegelbaugruppe wieder in Eingriff mit der Öffnung der Treibstange gebracht werden
kann, um so dieselbe antriebswirksam mit der Schubstange zu koppeln.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Riegelbaugruppe ferner eine Führung,
insbesondere eine Führungsschiene, umfassen, entlang derer das Koppelelement parallel
zu der Treibstange translatorisch verschiebbar und insbesondere gleitend geführt ist.
Während des störungsfreien Betriebs wird somit das Koppelelement, das in der Verriegelungsstellung
die Treibstange und das Übertragungselement antriebswirksam miteinander koppelt, entlang
der in Rede stehenden Führung verschoben, wodurch es ungeachtet der Stellung der Riegelbaugruppe
sowie ungeachtet der Stellung des Übertragungselements mit der Riegelbaugruppe gekoppelt
ist bzw. bleibt. Sollte daher in einer beliebigen Stellung des Übertragungselements
der Strom ausfallen oder der Elektromotor einem technischen Defekt unterliegen, so
hat die Riegelbaugruppe ungeachtet der Stellung des Übertragungselements Zugriff auf
das Koppelelement, so dass dieses von der Treibstange gelöst werden kann, indem die
Riegelbaugruppe in ihre Entriegelungsstellung überführt wird.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Riegelbaugruppe ferner einen Schieber
umfassen, an dem ein Eingriffsabschnitt ausgebildet ist, über den der Schließbart
eines Schlüssels, insbesondere eines Bauschlüssels, oder eines Zylinderschlosses,
mit dem Schieber in Eingriff gelangen kann. Insbesondere kann es dabei vorgesehen
sein, dass der Eingriffsabschnitt zwei im Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung
der Treibstange voneinander beabstandete und einander zugewandte Kontaktflächen aufweist,
mit denen der Schließbart je nach Bewegungsrichtung des Schließbarts in Anlage gelangt,
um so den Schieber und damit die Riegelbraugruppe in zwei zueinander entgegengesetzte
Richtungen verschieben zu können.
[0016] Auf diese Weise kann die Riegelbaugruppe über den Schieber mittels eines Schließbarts
eines Bauschlüssels oder eines Zylinderschlosses in eine Richtung verschoben werden,
in der das Koppelelement der Riegelbaugruppe die Treibstange und das Übertragungselement
antriebswirksam miteinander verbindet, was insoweit der Verriegelungsstellung der
Riegelbaugruppe entspricht; gleichermaßen kann die Riegelbaugruppe über den Schieber
mittels einer Bewegung des Schließbarts in eine andere Richtung in eine Stellung überführt
werden, in der das Koppelelement nur in die Öffnung der Schubstange eingreift, was
insoweit der Entriegelungsstellung der Riegelbaugruppe entspricht. Dadurch, dass die
beiden Kontaktflächen einander zugewandt sind, gelingt es somit, die Riegelbaugruppe
je nach Bewegungsrichtung des Schließbarts in zwei unterschiedliche Richtungen zu
bewegen, und zwar entweder in Richtung ihrer Verriegelungs- oder in Richtung ihrer
Entriegelungsstellung.
[0017] Um zu verhindern, dass die Riegelbaugruppe nicht unbeabsichtigt in ihre Entriegelungsstellung
gelangen kann, in der die Treibstange von dem Übertragungselement entkoppelt ist und
somit nicht mehr über den Elektromotor betätigt werden kann, kann das Betätigungsgetriebe
gemäß einer weiteren Ausführungsform ferner ein zwischen einer Sperrstellung und einer
Freigabestellung verstellbares Verriegelungsteil umfassen, mittels dessen die Riegelbaugruppe
in ihrer Verriegelungsstellung und/oder in ihrer Entriegelungsstellung selektiv gesperrt
werden kann. Hierzu kann der Schieber der Riegelbaugruppe eine von der Treibstange
abgewandte Anlagefläche, an der das Verriegelungsteil in seiner Sperrstellung zur
Sperrung der Riegelbaugruppe in ihrer Verriegelungsstellung anliegt, und/oder eine
der Treibstange zugewandte Anlagefläche ausbilden, an der das Verriegelungsteil in
seiner Sperrstellung zur Sperrung der Riegelbaugruppe in ihrer Entriegelungsstellung
anliegt.
[0018] Um also die antriebswirksame Kopplung der Treibstange und des Übertragungselements
mittels der Riegelbaugruppe aufheben zu können, muss zunächst das Verriegelungsteil
in seine Freigabestellung überführt werden, in der die Riegelbaugruppe dann in der
bereits zuvor beschriebenen Art und Weise beispielsweise mittels eines Zylinderschlosses
oder eines Bauschlüssels aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung
überführt werden kann.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Verriegelungsteil einen Kontaktabschnitt
zur Kontaktierung durch einen Schließbart eines Schlüssels, insbesondere eines Bauschlüssels,
oder eines Zylinderschlosses aufweisen. Bevor also die Riegelbaugruppe durch den Schließbart
eines Schlüssels oder eines Zylinderschlosses verschoben wird, kann unmittelbar zuvor
das Verriegelungsteil durch den Schließbart des Schlüssels bzw. des Zylinderschlosses
in seine Freigabestellung überführt werden, wie dies erforderlich ist, um die Riegelbaugruppe
zwischen ihrer Entriegelungsstellung und ihrer Verriegelungsstellung überführen zu
können. Die Verstellung der Riegelbaugruppe erfolgt somit in einem Zug mit der Verstellung
des Verriegelungsteils.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Verriegelungsteil in Richtung seiner
Sperrstellung elastisch vorbelastet sein, beispielsweise mittels einer Vorspannfeder,
wodurch verhindert werden kann, dass das Verriegelungsteil unbeabsichtigt in seine
Freigabestellung gelangt, in der die Riegelbaugruppe zwischen ihrer Verriegelungsstellung
und ihrer Entriegelungsstellung überführt werden kann.
[0021] Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform kann das Betätigungsgetriebe einen Getriebekasten
umfassen, der zumindest die Eingangswelle und die Riegelbaugruppe zumindest teilweise
aufnimmt und beweglich lagert. Der Getriebekasten kann dabei eine Öffnung zur Aufnahme
eines Schlüssels, insbesondere eines Bauschlüssels, oder eines Zylinderschlosses zur
Verstellung der Riegelbaugruppe und/oder des Verriegelungsteils aufweisen. Im Falle
eines Stromausfalls oder eines technischen Defekts des Elektromotors hat man somit
über die Öffnung des Getriebekastens direkt Zugriff auf die Riegelbaugruppe sowie
das Verriegelungsteil. Insbesondere dann, wenn in der Öffnung ein handelsübliches
Zylinderschloss montiert ist, kann die Riegelbaugruppe nur mittels des zugehörigen
Schlüssels in seine Entriegelungsstellung überführt werden, wodurch verhindert werden
kann, dass nicht autorisierte Personen das Fenster bzw. die Tür mittels eines Griffs
bzw. Betätigungshebels öffnen können.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die bereits zuvor erwähnte Öffnung des
Getriebekastens zur Aufnahme eines Schlüssels oder eines Zylinderschlosses derart
in Bezug auf die Riegelbaugruppe, insbesondere in Bezug auf den Eingriffsabschnitt
des Schiebers, gelegen sein, dass die Riegelbaugruppe mittels des Schließbarts eines
in die Öffnung des Getriebekastens einführbaren Schlüssels, insbesondere Bauschlüssels,
oder Zylinderschlosses zwischen ihrer Verriegelungsstellung und ihrer Entriegelungsstellung
verstellt werden kann. Zusätzlich oder alternativ hierzu kann die Öffnung derart in
Bezug auf das Verriegelungsteil, insbesondere in Bezug auf den Kontaktabschnitt des
Verriegelungsteils, gelegen sein, dass das Verriegelungsteil mittels des Schließbarts
eines in die Öffnung des Getriebekastens einführbaren Schlüssels, insbesondere Bauschlüssels,
oder Zylinderschlosses ausgehend aus seiner Sperrstellung in seine Freigabestellung
verstellt werden kann.
[0023] Wie bereits zuvor erwähnt, kann die Eingangswelle als Vierkantnuss ausgebildet sein,
die mit einem Betätigungshebel oder einem -griff gekoppelt werden kann. Die Eingangswelle
kann dabei während des störungsfreien Betriebs des Betätigungsgetriebes beispielsweise
mittels einer Abdeckkappe abgedeckt sein, so dass die Eingangswelle nach außen hin
nicht in Erscheinung tritt. Bei einem Stromausfall oder einem Defekt des Elektromotors
kann hingegen die Abdeckkappe entfernt werden, so dass nach erfolgter Entriegelung
der Riegelbaugruppe die Treibstange über einen mit der Eingangswelle gekoppelten Betätigungshebel
betätigt werden kann.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt wird erfindungsgemäß ein Hebe-Schiebeelement vorgeschlagen,
insbesondere eine Hebe-Schiebetür oder ein Hebe-Schiebefenster, das entlang einer
Führungsschiene verschoben und mittels eines Hubelements von einer abgesenkten Stellung,
in der das Hebe-Schiebeelement unverschiebbar ist, in eine angehobene Stellung überführt
werden kann, in der das Hebe-Schiebeelement verschoben werden kann, wobei das Hebe-Schiebeelement
ein Betätigungsgetriebe umfasst, das zumindest zum Teil entsprechend den voranstehenden
Ausführungen ausgebildet ist.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher beschrieben, in denen:
- Fig. 1
- eine perspektivische, teilweise aufgebrochene Darstellung eines erfindungsgemäßen
Betätigungsgetriebes zeigt;
- Fig. 2
- einen Blick in den Getriebekasten des erfindungsgemäßen Betätigungsgetriebes in seiner
entriegelten Stellung in perspektivischer Darstellung sowie in Frontal- und Seitenansicht
zeigt;
- Fig. 3
- einen Blick in den Getriebekasten des erfindungsgemäßen Betätigungsgetriebes während
des Übergangs von seiner Entriegelungsstellung in seine Verriegelungsstellung in Frontalansicht
zeigt; und
- Fig. 4
- einen Blick in den Getriebekasten des erfindungsgemäßen Betätigungsgetriebes in seiner
Verriegelungsstellung in perspektivischer Darstellung und Frontalansicht zeigt.
[0026] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Betätigungsgetriebes
10, welches eine vertikal verlaufende Treibstange 18 umfasst, die in einer entlang
einer seitlichen Kante einer hier nicht dargestellten Hebe-Schiebetür ausgebildeten
Flügelnut verläuft und antriebswirksam mit einem Hubelement, wie beispielsweise einem
entlang einer Führungsschiene verfahrbaren Laufwagen zum Anheben und Absenken der
Hebe-Schiebetür, antriebswirksam verbunden ist, so dass durch eine translatorische
Verschiebung der Treibstange 18 die Hebe-Schiebetür bei Bedarf angehoben oder abgesenkt
werden kann.
[0027] Das Betätigungsgetriebe 10 umfasst ferner eine entlang und parallel zu der Treibstange
18 verlaufende Schubstange 20, welche mittels eines hier nicht dargestellten selbsthemmenden
Elektromotors in vertikaler Richtung verschoben werden kann. Die Schubstange 20 kann
dabei mittels einer Riegelbaugruppe 22 selektiv mit der Treibstange 18 antriebswirksam
verbunden werden, so dass dieselbe und damit das Hubelement mittels des Elektromotors
betätigt werden kann, wie dies zum Anheben oder Absenken der Hebe-Schiebetür wünschenswert
ist. Da der Elektromotor nicht direkt die Treibstange 18 antreibt, sondern über die
Schubstange 20 auf die Treibstange 18 einwirkt, wird die Schubstange 20 hier auch
als Übertragungselement bezeichnet.
[0028] Da der Elektromotor, der die Schubstange 20 antreibt, selbsthemmend ausgebildet ist,
kann jedoch im Falle eines Stromausfalls oder eines technischen Defekts des Elektromotors
die Treibstange 18 aufgrund der Kopplung mit der Schubstange 20 über die Riegelbaugruppe
22 nicht mehr manuell betätigt werden. Um im Falle eines Stromausfalls oder eines
technischen Defekts des Elektromotors die Hebe-Schiebetür dennoch zum Öffnen anheben
zu können, kann daher die antriebswirksame Kopplung der Treibstange 18 mit der Schubstange
20 über die Riegelbaugruppe 22 aufgehoben werden, so dass die Treibstange 20 manuell
betätigt werden kann.
[0029] Hierzu ist die Treibstange 18 über einen Koppelhebel 16 mit im Wesentlichen τ-förmiger
Gestalt antriebswirksam mit einer als Vierkantnuss ausgebildeten Eingangswelle 14
verbunden, welche in einem Getriebekasten 12 des Betätigungsgetriebes 10 drehbar gelagert
ist und mit einem Betätigungshebel gekoppelt werden kann. Der Koppelhebel 16 ist dabei
einerseits an einem Exzenternocken 15 der Eingangswelle 14 und andererseits an der
Treibstange 18 angelenkt, so dass bei abgekoppelter Schubstange 20 eine Drehbewegung
der Eingangswelle 14 in eine Verschiebebewegung der Treibstange 18 umgesetzt werden
kann.
[0030] Wie insbesondere beispielsweise der Fig. 2 entnommen werden kann, weist der kopfseitige
Flansch 17 des Koppelhebels 16 an seinem der Treibstange 18 zugewandten Ende eine
Einkerbung 19 auf, über die der Flansch 17 und damit der Koppelhebel 16 formschlüssig
in eine entsprechende Öffnung der Treibstange 18 eingehängt und darin gesichert werden
kann, wozu der Koppelhebel 16 bzw. das mit der Einkerbung 19 ausgebildete Flanschende
desselben durch eine in der Schubstange 20 ausgebildete Längsnut 21 hindurchgreift.
[0031] Nachfolgend wird nun genauer auf die Riegelbaugruppe 22 eingegangen, mittels derer
die Treibstange 18 selektiv mit der Schubstange 20 gekoppelt werden kann, wozu die
Riegelgruppe 22 in ihrer Gesamtheit zwischen einer Verriegelungsstellung (Fig. 4)
und einer Entriegelungsstellung (Fig. 2) in horizontaler Richtung bzw. senkrecht zur
Längserstreckung der Treibstange 18 sowie der Schubstange 20 verschoben werden kann.
[0032] Wie beispielsweise der linken Darstellung der Fig. 2 oder der Fig. 4 entnommen werden
kann, weist die Riegelbaugruppe 22 einen zylindrischen Bolzen 24 auf, welcher entlang
einer parallel zu der Treibstange 18 sowie zu der Schubstange 20 verlaufenden Führungsschiene
26 verschiebbar geführt ist. Die Führungsschiene 26 weist dabei die Gestalt einer
Gabel mit zwei vertikal ausgerichteten Zinken 27 auf, durch die der Bolzen 24 in vertikaler
Richtung geführt ist. Eine Relativbewegung zwischen dem Bolzen 24 und der Führungsschiene
26 in horizontaler Richtung bzw. senkrecht zur Treibstange 18 ist hingegen nicht möglich.
[0033] Wie am besten der rechten Darstellung der Fig. 4 entnommen werden kann, ist mit der
Führungsschiene 26 ein Schieber 30 verbunden, welcher gleichermaßen einstückig mit
der Führungsschiene 26 ausgebildet sein kann. Die Riegelbaugruppe 22 bzw. die Baugruppe
aus Bolzen 24, Führungsschiene 26 und Schieber 30 ist dabei in einem Horizontalschlitz
46 in der Rückwand des Getriebekastens 12 in horizontaler Richtung zwischen ihrer
Verriegelungsstellung und ihrer Entriegelungsstellung geführt, wozu die Führungsschiene
26 und/oder der Schieber 30 einen in den Horizontalschlitz 46 eingreifenden Vorsprung
(hier nicht genauer erkennbar) aufweisen kann.
[0034] Die Riegelbaugruppe 22 ist somit als Ganzes senkrecht zu der Treibstange 18 sowie
der Schubstange 20 verschiebbar. Der Bolzen 24 greift dabei ungeachtet davon, ob sich
die Riegelbaugruppe 22 in ihrer Verriegelungsstellung oder in ihrer Entriegelungsstellung
befindet, in eine Öffnung 28 in der Schubstange 20 ein (siehe Fig. 1). Gleichermaßen
weist auch die Treibstange 18 eine entsprechende Öffnung (nicht erkennbar) auf, in
die der Bolzen 24 formschlüssig eingreift, wenn die Riegelbaugruppe 22 ausgehend aus
der Entriegelungsstellung gemäß den Fig. 1 und 2 nach links bzw. auf die Treibstange
18 und die Schubstange 20 zu bewegt wird. In der Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe
22 greift somit der Bolzen 24 einerseits in die Öffnung 28 der Schubstange 20 und
andererseits in eine in der Treibstange 18 ausgebildete Öffnung formschlüssig ein,
wodurch die Treibstange 18 und die Schubstange 20 antriebswirksam miteinander gekoppelt
sind, so dass über einen die Schubstange 20 antreibenden Elektromotor die Treibstange
18 und somit ein damit antriebswirksam gekoppeltes Hubelement zum Anheben und Absenken
der Hebe-Schiebetüre betätigt werden kann.
[0035] Im Falle eines Stromausfalls oder eines technischen Defekts des Elektromotors kann
hingegen die Treibstange 18 von der Schubstange 20 abgekoppelt werden, wozu die Riegelbaugruppe
22 in ihre Entriegelungsstellung verschoben wird, um den Bolzen 24 aus der Öffnung
der Treibstange 18 herauszuziehen. In der Entriegelungsstellung der Riegelbaugruppe
22 kann somit die Treibstange 18 unabhängig von der Schubstange 20 rein manuell über
einen mit der Vierkantnuss 14 koppelbaren Betätigungshebel betätigt werden.
[0036] Wie nachfolgend genauer erläutert wird, erfolgt die Verstellung der Riegelbaugruppe
22 über einen Bauschlüssel 48 oder über ein Zylinderschloss, welcher bzw. welches
in eine entsprechende Öffnung 24 in dem Getriebekasten 12 eingeführt werden kann.
Genauer weist der Bauschlüssel 48 wie ein herkömmlicher Schließzylinder einen Schließbart
50 auf (siehe hierzu insbesondere jeweils die linke Darstellung der Fig. 2 und 4),
der infolge einer Drehung des Bauschlüssels 48 mit dem Schieber 30 in Anlage gelangt,
so dass durch Drehung des Bauschlüssels 48 der Schieber 30 und damit die gesamte Riegelbaugruppe
22 in horizontaler Richtung zwischen ihrer Verriegelungsstellung und ihrer Entriegelungsstellung
verschoben werden kann. Hierzu ist an der unteren Kante Schiebers 30 eine im Wesentlichen
rechteckige Einbuchtung ausgebildet, durch die ein Eingriffsabschnitt 32 gebildet
wird, welcher zwei senkrecht zur Längserstreckung der Treibstange 18 voneinander beabstandete
und einander zugewandte Kontaktflächen 34a, 34b aufweist. Wenn daher der Bauschlüssel
38 ausgehend aus der rechten Darstellung der Fig. 3 im Gegenuhrzeigersinn gedreht
wird, gelangt dabei der Schließbart 50 mit der Kontaktfläche 34a in Anlage, die von
der Treibstange 18 abgewandt ist, wodurch die Riegelbaugruppe 22 ausgehend aus der
dargestellten Entriegelungsstellung in horizontaler Richtung nach links in Richtung
ihrer Verriegelungsstellung verschoben wird, wie sie in der Fig. 4 dargestellt ist.
[0037] Wird der Bauschlüssel 48 hingegen ausgehend aus der in der Fig. 4 dargestellten Verriegelungsstellung
im Uhrzeigersinn gedreht, so gelangt der Schließbart 50 mit der der Treibstange 18
zugewandten Kontaktfläche 34b des Schiebers 30 in Anlage, wodurch die Riegelbaugruppe
22 bei fortgesetzter Drehung des Bauschlüssels 48 im Uhrzeigersinn ausgehend aus der
dargestellten Verriegelungsstellung nach rechts in horizontaler Richtung in ihre Entriegelungsstellung
verschoben wird.
[0038] Um zu verhindern, dass sich die Riegelbaugruppe 22 unbeabsichtigt beispielsweise
aufgrund von Vibrationen ausgehend aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung
oder umgekehrt bewegen kann, weist das Betätigungsgetriebe 10 ferner ein Verriegelungsteil
38 auf, mittels dessen die Riegelbaugruppe 22 in ihrer jeweiligen Stellung gesichert
werden kann. Bei der hier dargestellten Ausführungsform weist das Verriegelungsteil
38 eine im Wesentlichen L-förmige Gestalt mit einem horizontal ausgerichteten Kontaktabschnitt
40 auf, welcher sich in der Bewegungsbahn des Schließbarts 50 des Bauschlüssels 48
befindet. Der parallel zur Treibstange 18 verlaufende Abschnitt des Verriegelungsteils
38 weist dabei seitlich abstehende Vorsprünge 54 auf, die in in dem Getriebekasten
12 ausgebildete Vertikalschlitze 52 eingreifen, siehe Fig. 1 sowie die linke Darstellung
der Fig. 3, wodurch das Verriegelungsteil 38 parallel zu der Treibstange 18 in dem
Getriebekasten 12 geführt ist. Wenn daher der Bauschlüssel 48 gedreht wird und der
Schließbart 50 mit dem Kontaktabschnitt 40 des Verriegelungsteils 38 in Anlage gelangt,
wird das Verriegelungsteil 38 parallel zu der Treibstange 18 nach oben verschoben.
[0039] Wie insbesondere der rechten Darstellung der Fig. 4 entnommen werden kann, weist
der Schieber 30 an seiner Oberkante eine Stufe auf, die eine der Treibstange 18 zugewandte
Anlagefläche 42a ausbildet. Gleichermaßen bildet der Schieber 30 entlang seiner Oberkante
eine Anlagefläche 42b aus, die von der Treibstange 18 abgewandt ist. In der rechten
Darstellung der Fig. 4 liegt der vertikal ausgerichtete Abschnitt des Verriegelungsteils
38 an der Kontaktfläche 42b des Schiebers 30 an, wodurch die Riegelbaugruppe 22 in
der dargestellten Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe 22 gesichert ist. Wird
der Bauschlüssel 48 in der zuvor bereits erläuterten Art und Weise im Uhrzeigersinn
gedreht, so gelangt zunächst der Schließbart 50 mit dem Kontaktabschnitt 40 des Verriegelungsteils
38 in Anlage, wodurch dieses bei fortgesetzter Drehung des Bauschlüssels 48 nach oben
gedrängt wird. Die Sperrung der Riegelbaugruppe 22 mittels des Verriegelungsteils
38 ist somit aufgehoben, so dass bei fortgesetzter Drehung des Bauschlüssels 48 im
Uhrzeigersinn die Riegelbaugruppe 22 infolge einer Kontaktierung der Anschlagfläche
42b durch den Schließbart 50 nach rechts in Richtung seiner Entriegelungsstellung
verlagert werden kann, wie dies bereits zuvor erläutert wurde.
[0040] Sobald im Rahmen der Bewegung der Riegelbaugruppe 22 in Richtung ihrer Entriegelungsstellung
die Anlagefläche 42a des Schiebers 30 den vertikal ausgerichteten Abschnitt des Verriegelungsteils
38 passiert, wird dasselbe mittels einer Vorspannfeder 36 nach unten in Richtung seiner
Sperrstellung gedrängt, in der es mit der Anlagefläche 42a in Anlage steht, wodurch
die Riegelbaugruppe 22 in ihrer Entriegelungsstellung gesichert ist.
[0041] Soll die Riegelbaugruppe 22 wieder in ihre Verriegelungsstellung überführt werden,
so muss hierzu lediglich der Bauschlüssel 48 wieder im Gegenuhrzeigersinn gedreht
werden. Hierbei gelangt zunächst der Schließbart 50 gemäß der linken Darstellung der
Fig. 3 mit dem Kontaktabschnitt 40 des Verriegelungsteils 38 in Anlage, wodurch dieses
bei fortgesetzter Drehung des Bauschlüssels 48 entgegen der Vorspannwirkung der Feder
36 nach oben in Richtung seiner Freigabestellung gedrängt wird. Bei fortgesetzter
Drehung des Bauschlüssels 48 gelangt dann der Schließbart 50 gemäß der rechten Darstellung
der Fig. 3 mit der Kontaktfläche 34b des Schiebers 30 in Anlage, woraufhin die Riegelbaugruppe
22 bei weiter fortgesetzter Drehbewegung des Bauschlüssels 48 nach links in Richtung
ihrer Verriegelungsstellung verschoben wird, in der letztendlich das Verriegelungsteil
38 mit der Anlagefläche 42b des Schiebers 30 in Anlage gelangt, wodurch die Verriegelungsstellung
der Riegelbaugruppe 22 gesichert ist.
[0042] Das erfindungsgemäße Betätigungsgetriebe ermöglicht somit eine Notentriegelung einer
elektromotorisch betätigbaren Hebe-Schiebetür, wie dies im Falle eines Stromausfalls
oder eines Defekts des Elektromotors wünschenswert sein kann. Darüberhinaus ist das
Betätigungsgetriebe kleinbauend konstruiert, wodurch sich auch kleine Dormaße und
sogar ein Dormaß von 27,5 mm realisieren lässt.
Bezuqszeichenliste
[0043]
- 10
- Betätigungsgetriebe
- 12
- Getriebekasten
- 14
- Eingangswelle/Vierkantnuss
- 15
- Exzenternocken
- 16
- Koppelhebel
- 17
- Flansch
- 18
- Treibstange
- 19
- Einkerbung
- 20
- Schubstange/Übertragungselement
- 21
- Längsnut
- 22
- Riegelbaugruppe
- 24
- Bolzen/Koppelelement
- 26
- Führung
- 27
- Zinken
- 28
- Öffnung in 20
- 30
- Schieber
- 32
- Eingriffsabschnitt
- 34a, 34b
- Kontaktflächen
- 36
- Vorspannfeder
- 38
- Verriegelungsteil
- 40
- Kontaktabschnitt von 38
- 42a, 42b
- Anlageflächen an 30
- 44
- Öffnung in 12
- 46
- Horizontalschlitz in 12
- 48
- Bauschlüssel
- 50
- Schließbart
- 52
- Vertikalschlitz in 12
- 54
- Vorsprünge an 38
1. Betätigungsgetriebe (10) zum Verschieben einer Treibstange (18) eines Fensters oder
einer Tür, insbesondere eines Hebe-Schiebeelements (19) wie beispielweise einer Hebe-Schiebetür
oder eines Hebe-Schiebefensters, wobei das Betätigungsgetriebe (10) umfasst:
- eine translatorisch verschiebbare Treibstange (18), die antriebswirksam mit einem
Stellglied wie beispielsweise einem Hubelements zum Anheben und Absenken eines Hebe-Schiebeelements
koppelbar ist;
- eine manuell betätigbare Eingangswelle (14), die antriebswirksam mit der Treibstange
(18) gekoppelt ist;
- ein Übertragungselement (20), das antriebswirksam mit einem Elektromotor koppelbar
ist; und
- eine Riegelbaugruppe (22), die zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung
beweglich ist;
wobei die Treibstange (18) in der Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe (22) antriebswirksam
mit dem Übertragungselement (20) gekoppelt ist, wohingegen die Treibstange (18) in
der Entriegelungsstellung der Riegelbaugruppe (22) von dem Übertragungselement (20)
entkoppelt ist.
2. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Riegelbaugruppe (22) ein Koppelelement (24), das insbesondere als Bolzen ausgebildet
ist, und das Übertragungselement (20) eine entlang der Treibstange (18) verlaufende
Schubstange mit einer Öffnung (28) zur Aufnahme des Koppelements (24) umfasst, wobei
das Koppelement (24) in der Verriegelungsstellung der Riegelbaugruppe (22) einerseits
in die Öffnung (28) der Schubstange (20) und andererseits in eine in der Treibstange
(18) ausgebildete Öffnung eingreift,
wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass das Koppelement (24) in der Entriegelungsstellung
der Riegelbaugruppe (22) nur in die Öffnung (28) der Schubstange (20) eingreift.
3. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Riegelbaugruppe (22) ferner eine Führung (26) umfasst, entlang derer das Koppelement
(24) parallel zu der Treibstange (18) translatorisch verschiebbar geführt ist.
4. Betätigungsgetriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Riegelbaugruppe (22) ferner einen Schieber (30) umfasst, an dem ein Eingriffsabschnitt
(32) für einen Eingriff eines Schließbarts (50) eines Schlüssels, insbesondere eines
Bauschlüssels (48), oder eines Zylinderschlosses ausgebildet ist,
wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass der Eingriffsabschnitt (32) zwei senkrecht
zur Längserstreckung der Treibstange (18) voneinander beabstandete und einander zugewandte
Kontaktflächen (34a, 34b) für einen Schließbart (50) aufweist.
5. Betätigungsgetriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsgetriebe (10) ferner ein zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung
verstellbares Verriegelungsteil (38) zur selektiven Sperrung der Riegelbaugruppe (22)
in ihrer Entriegelungsstellung und/oder in ihrer Verriegelungsstellung umfasst,
wobei es insbesondere vorgesehen ist, dass das Verriegelungsteil (38) einen Kontaktabschnitt
(40) zur Kontaktierung durch einen Schließbarts (50) eines Schlüssels, insbesondere
eines Bauschlüssels (48), oder eines Zylinderschlosses aufweist.
6. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet , dass
das Verriegelungsteil (38) parallel zur Längserstreckung der Treibstange (18) zwischen
einer Sperrstellung und einer Freigabestellung verstellbar ist, wobei der Schieber
(30) der Riegelbaugruppe (22) eine der Treibstange (18) zugewandte Anlagefläche (42a),
an der das Verriegelungsteil (38) in seiner Sperrstellung zur Sperrung der Riegelbaugruppe
(22) in ihrer Entriegelungsstellung anliegt, und/oder eine von der Treibstange (18)
abgewandte Anlagefläche (42b) ausbildet, an der das Verriegelungsteil (38) in seiner
Sperrstellung zur Sperrung der Riegelbaugruppe (22) in ihrer Verriegelungsstellung
(38) anliegt.
7. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
Verriegelungsteil (38) in Richtung seiner Sperrstellung elastisch vorbelastet ist,
insbesondere mittels einer Vorspannfeder (36).
8. Betätigungsgetriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Betätigungsgetriebe (10) ferner einen Getriebekasten (12) umfasst, der mindestens
die Eingangswelle (14) und die Riegelbaugruppe (22) zumindest teilweise aufnimmt und
beweglich lagert, wobei der Getriebekasten (12) eine Öffnung (44) zur Aufnahme eines
Schlüssels, insbesondere eines Bauschlüssels (48), oder eines Zylinderschlosses zur
Verstellung der Riegelbaugruppe (22) und/oder des Verriegelungsteils (38) aufweist.
9. Betätigungsgetriebe nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung (44) derart in Bezug auf die Riegelbaugruppe (22), insbesondere in Bezug
auf den Eingriffsabschnitt des Schiebers (30), gelegen ist, dass die Riegelbaugruppe
(22) mittels des Schließbarts (50) eines in die Öffnung (44) des Getriebekasten (12)
einführbaren Schlüssels, insbesondere Bauschlüssels (48), oder Zylinderschlosses zwischen
ihrer Verriegelungsstellung und ihrer Entriegelungsstellung verstellbar ist; und/oder
die Öffnung (44) derart in Bezug auf das Verriegelungsteil (38), insbesondere in Bezug
auf den Kontaktabschnitt (40) des Verriegelungsteils (38), gelegen ist, dass das Verriegelungsteil
(38) mittels des Schließbarts (50) eines in die Öffnung des Getriebekasten einführbaren
Schlüssels, insbesondere Bauschlüssels (48), oder Zylinderschlosses ausgehend aus
seiner Sperrstellung in seine Freigabestellung verstellbar ist.
10. Betätigungsgetriebe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingangswelle (14) als eine Vierkantnuss ausgebildet ist, die mit einem Betätigungshebel
koppelbar ist.
11. Hebe-Schiebeelement, insbesondere Hebe-Schiebetür oder Hebe-Schiebefenster, das entlang
einer Führungsschiene verschiebbar ist und mittels eines Hubelements von einer abgesenkten
Stellung, in der das Hebe-Schiebeelement unverschiebbar ist, in eine angehobene Stellung
überführbar ist, in der das Hebe-Schiebelement verschiebbar ist, wobei das Hebe-Schiebeelement
ein Betätigungsgetriebe (10) umfasst, das nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche
ausgebildet ist.