[0001] Die Erfindung betrifft eine teleskopierbare Achskappe für ein Ende einer Wickelwelle
einer Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung, wobei die Wickelwelle, auf die ein
Behang aufwickelbar ist, als Hohlwelle ausgebildet und mit ihren Endbereichen auf
gebäudeseitig anbringbaren Trageinrichtungen aufnehmbar ist und wobei die teleskopierbare
Achskappe ein in das zugeordnete Ende der Wickelwelle einsteckbares und hierin fixierbares
Außenteil und ein in diesem in axialer Richtung verschiebbares und teilweise aus diesem
ausschiebbares, an seinem in Ausschubrichtung vorderen Ende mit einer mit der zugeordneten
Trageinrichtung in Eingriff bringbaren Lagereinrichtung versehenes Innenteil aufweist,
das in Ausfahrrichtung vorgespannt und zwischen einer eingefahrenen Montagestellung
und einer ausgefahrenen Betriebsstellung und umgekehrt verschiebbar ist, in welcher
es mit der zugeordneten Trageinrichtung zusammenwirkt und mittels einer Konusanordung
im Außenteil zentriert und axial und radial spielfrei hieran abgestützt ist.
[0002] Eine Anordnung dieser Art ist aus der
DE 10 2014 003 497 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Anordnung ist zur Bildung der Konusanordnung lediglich
ein konischer Bereich vorgesehen, der dementsprechend alle Belastungen aufnehmen muss.
Um dem Rechnung zu tragen, muss eine vergleichsweise groß Konusbreite vorgesehen werden.
Dies führt jedoch ausgehend von einem gegebenen Wickelwellendurchmesser von normalerweise
40 mm und einem Konuswinkel im Bereich von 8° zu einem vergleichsweise kleinen Durchmesser
des vorderen nach außen gerichteten Kegelendes und damit des hieran anschließenden
Lagerelements, was sich sehr ungünstig auf die erzielbare Tragfähigkeit auswirkt.
In diesem Zusammenhang ist nämlich davon auszugehen, dass es sich beiden Teilen der
teleskopierbaren Achskappe normalerweise um Kunststoffteile handelt. Sofern jedoch
ein für die Tragfähigkeit des Lagerelements ausreichender Durchmesser vorgesehen wird,
ergibt sich aufgrund der durch den Durchmesser der Wickelwelle gegebenen Beschränkungen
eine vergleichsweise kleine Konusbreite, so dass die Tragfähigkeit im Bereich der
Konusanordnung beschränkt ist. Bei der bekannten Anordnung ergibt sich daher so oder
so eine unerwünschte Beschränkung der Tragfähigkeit.
[0003] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine teleskopierbare
Achskappe eingangs erwähnter Art mit einfachen und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern,
dass die Vorteile der Konusanordnung hinsichtlich spielfreier Abstützung und Zentrierung
des Innenteils im Außenteil beibehalten und dennoch eine hohe Tragfähigkeit gewährleistet
werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Konusanordnung mehrere,
in axialer Richtung voneinander distanzierte, gleichsinnig geneigte Konunsbereiche
mit gleichzeitig in gegenseitiger Anlage kommenden, äußeren Konusflächen des Innenteils
und inneren Konusflächen des Außenteils aufweist.
[0005] Mit diesen Maßnahmen werden die Nachteile der bekannten Anordnung vermieden und ihre
Vorteile beibehalten. Da mehrere Konusbereiche vorgesehen sind, ist sichergestellt,
dass deren Breite vergleichsweise klein sein kann, so dass auch unter den Beschränkungen
des Durchmessers der Wickelwelle ein vergleichsweise großer Durchmesser der vorderen
Lagereinrichtung und damit eine gute Tragfähigkeit erreicht werden. Gleichzeitig ergibt
sich eine Verteilung der über die Konusanordnung zu übertragenden Kräfte auf mehrere
Konusbereiche und damit ebenfalls eine entsprechende Entlastung jedes einzelnen Konusbereichs.
Da die Konusflächen der mehreren Konusbereiche gleichzeitig in gegenseitiger Anlage
kommen ist sichergestellt, dass sich auch eine zuverlässige Zentrierung und eine spielfreie
gegenseitige Abstützung ergeben. Außerdem ist gewährleistet, dass das Innenteil im
Bereich zwischen den Konusbereichen radiale Luft gegenüber dem Außenteil haben kann,
so dass das Innenteil, das bei hohen Belastungen in Folge eines hohen Behanggewichts
und/oder hoher Temperaturen seine exakte Form verlieren kann, dennoch leicht verschieblich
bleibt, was sich vorteilhaft auf die Zuverlässigkeit auswirkt.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] So können zur Bildung der Konusanordnung vorzugsweise zwei Konusbereiche vorgesehen
sein, von denen einer dem vorderen, nach außen weisenden Ende des Außenteils und einer
dem hinteren, nach innen weisenden Ende des Innenteils zugeordnet sein können. Dies
ergibt in vorteilhafter Weise eine übersichtliche Bauform mit einem vergleichsweise
großen Abstand der beiden Konusbereiche und damit eine statisch bestimmte Anordnung
mit günstigem Kraftfluss. Die beiden Konusbreiche benötigen in vorteilhafter Weise
auch eine im Vergleich zu ihrem Durchmesser nur vergleichsweise kleine Breite, so
dass ein vergleichsweise großer Durchmesser der am vorderen Ende des Innenteils vorgesehene
Lagereinrichtung erreicht wird.
[0008] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen ist das rohrförmige Außenteil,
das einen der lichten äußeren Weite der Wickelwelle entsprechenden Außendurchmesser
aufweist, am vorderen Ende konisch verengt und mit einem an der Stirnseite der Wickelwelle
zur Anlage bringbaren Flansch versehen und im Bereich zwischen zwei an der Wickelwelle
anliegenden Bereichen mit einer Einziehung versehen, die eine konisch geformte, hintere
Flanke aufweist. Das zugehörige, ebenfalls rohrförmige Innenteil kann zweckmäßig einen
gegenüber dem Innendurchmesser des Außenteils verkleinerten Außendurchmesser aufweisen
und am hinteren Ende konisch aufgeweitet und mit dem Abstand der Konusflächen des
Außenteils entsprechendem Abstand weiter vorne mit einem umlaufenden Bund mit konischem
Außenmantel versehen sein. Hierdurch ergibt sich eine kompakte Anordnung mit einfach
an das Außenteil und Innenteil angeformten Konusflächen. Um das Innenteil leicht in
das Außenteil einlegen zu können, kann dieses zweckmäßig aus zwei aneinander festlegbaren
Hälften bestehen.
[0009] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann das Innenteil im Bereich
zwischen seinen Konusflächen eine Rasteinrichtung mit wenigstens zwei Rastzähnen und
mit voneinander abgewandten Sperrflächen aufweisen, deren Abstand an die gewünschte
Ausschublänge des Innenteils angepasst ist. Das Außenteil kann vorteilhaft eine radial
durchgehende Rastausnehmung aufweisen, in welche die Rastzähne wechselweise einrastbar
sind und in die ein auf der Wickelwelle vorgesehenes, von außen betätigbares Entriegelungsorgan
gegenläufig zu den Rastzähnen zum Eingriff bringbar ist. Die Rastzähne rasten beim
Erreichen der jeweils zugeordneten Position des Innenteils in Folge ihrer Federeigenschaft
automatisch in die Rastausnehmung des Außenteils ein, was sich vorteilhaft auf die
erzielbare Sicherheit auswirkt. Das Entriegelungsorgan kann bei abgewickeltem Behang
einfach von außen ertastet und manuell, d. h. werkzeuglos, betätigt werden. Es ergibt
sich daher eine hohe Bedienungsfreundlichkeit.
[0010] Ein weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, dass das Entriegelungsorgan
als querschnittsmäßig an die Rastausnehmung des Außenteils angepasster Knopf ausgebildet
ist, der oben eine in eine zugeordnete Durchgangsausnehmung der Wickelwelle eingreifende
und deren Rand teilweise untergreifende Erweiterung aufweist. Diese Maßnahmen ergeben
in vorteilhafter Weise nicht nur eine einfache und zuverlässige Entriegelbarkeit des
Innenteils gegenüber dem Außenteil sondern ermöglichen gleichzeitig auch einen lösbaren
Schnappverschluss zwischen dem Außenteil und damit zwischen der gesamten Achskappe
und der Wickelwelle, so dass die Achskappe in vorteilhafter Weise verliersicher in
der Wickelwelle aufnehmbar ist und eine bisher für erforderlich gehaltene Verprägung
etc. entfallen kann.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten
Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden
Beispielsbeschreibung anhand der Zeichnung näher entnehmbar.
[0012] In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- Eine Innenansicht einer seitlichen Blendkappe eines Behangkastens mit zugeordnetem
Endbereich einer Wickelwelle,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die mit einer teleskopierbaren Achskappe versehene Wickelwelle
in der Betriebsstellung,
- Fig. 3
- die Anordnung gemäß Fig. 2 in der Montagestellung,
- Fig. 4
- die Anordnung gemäß Fig. 2 bei der Vormontage der Achskappe und
- Fig. 5
- eine Ansicht einer Hälfte des geteilten Außenteils der Achskappe.
[0013] Die Erfindung eignet sich für alle Vorrichtungen, wie Rollläden, Textil-Screens etc.,
bei denen eine auf seitlichen Trageinrichtungen aufnehmbare Wickelwelle für ein einen
Behang vorgesehen ist.
[0014] Die Fig. 1 zeigt einen Endbereich einer Wickelwelle 1 einer Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung
z. B. in Form eines Rollladens, auf die ein nicht näher gezeigter, durch gelenkig
miteinander verbundene Lamellen gebildeter Behang in Form eines Rollladenpanzers aufwickelbar
ist. Die Wickelwelle 1 befindet sich in einem hier lediglich durch eine seitliche
Blendkappe 2 angedeuteten Behangkasten, der in der Regel zwei seitliche, durch Mantelbleche
überbrückte Blendkappen aufweist. Diese sind wie in Fig. 1 durch einen in eine gebäudeseitig
anbringbare Führungsschiene einsteckbaren Steckzapfen 3 angedeutet ist, direkt oder
indirekt am Gebäude festlegbar und dienen als Trageinrichtung zur Übertragung der
an der Wickelwelle 1 angreifenden Kräfte auf das Gebäude. Zur Aufnahme der Wickelwelle
1 ist die Blendkappe 2 mit einem Aufnahmeelement hier in Form eines Lagerzapfens 4
versehen, auf den das zugeordnete Ende der Wickelwelle 1 mit einem geeigneten Gegenelement,
z. B. mit einer geeigneten Lagerbüchse aufsteckbar ist.
[0015] Die Wickelwelle 1 ist als Hohlwelle in Form eines Abschnitts eines Mehrkantrohrs
ausgebildet und am in Fig. 1 gezeigten Ende mit einer eingesteckten Achskappe 5 versehen.
Am gegenüberliegenden Ende der Wickelwelle 1 kann in diese ein Rohrmotor eingesteckt
sein, der an die benachbarte Blendkappe angeflanscht wird. Sofern kein Rohrmotor vorgesehen
und die Wickelwelle 1 mit einem Gurtantrieb versehen ist, können an beiden Enden der
Wickelwelle 1 Achskappen 5 vorgesehen sein.
[0016] Um eine einfache Montage und Demontage der Wickelwelle 1 beispielsweise zu Revisionszwecken
etc. zu ermöglichen, ist zumindest eine vorgesehene Achskappe 5 teleskopierbar ausgebildet.
Die teleskopierbare Achskappe besteht, wie die Fig. 2 bis Fig. 5 zeigen, aus einem
in das zugeordnete Ende der Wickelwelle 1 einsteckbaren und hierin fixierbaren, rohrförmigen
Außenteil 6 und einem im Außenteil 6 in axialer Richtung verschiebbar angeordneten,
aus diesem gemäß Fig. 2 teilweise ausfahrbaren, rohrförmigen Innenteil 7, das an seinem
in Ausschubrichtung vorderen Ende mit einer den Lagerzapfen 4 der Blendkappe 2 zugeordneten
Lagereinrichtung in Form eines mit einer Lagerbüchse 8 versehenen Lagerstutzen 9 versehen
ist. Das ausfahrbare Innenteil 7 ist in Ausfahrrichtung vorgespannt. Hierzu ist eine
vom Innenteil 7 umfasste, durch eine Druckfeder gebildete Ausschubfeder 10 vorgesehen,
die mit ihrem inneren, d. h. hinteren Ende an einem hinteren Deckel 11 des Außenteils
6 und mit ihrem vorderen Ende an einem inneren Stützflansch 12 des Innenteils 7 abgestützt
ist. Der Fig. 2 liegt die ausgeschobene Position, d. h. die Betriebsposition des Innenteils
7 zugrunde, in der im Betrieb eine Abstützung auf der hier nicht näher dargestellten
Blendkappe 2 erfolgt. Die Fig. 3 zeigt die Achskappe mit eingeschobenen Innenteil
und dementsprechend die Montageposition.
[0017] Zur Montage der Wickelwelle 1 auf den beiden zugeordneten Blendkappen 2 kann die
Wickelwelle 1 zunächst mit ihrer teleskopierbaren Achskappe 5 zum Eingriff mit dem
Lagerzapfen 4 der einen Blendkappe 2 gebracht werden, wobei das Innenteil 7 in der
eingefahrenen Montagestellung ist oder in diese gebracht wird. Anschliepend werden
das Innenteil 7 in die Betriebsstellung ausgefahren und das der teleskopierbaren Achskappe
5 gegenüberliegende Ende der Wickelwelle 1, beispielsweise mit dem in dieses Ende
eingeschobenen Rohrmotor, an der zweiten Blendkappe 2 angebracht. Bei der Demontage
wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen. Dabei können zunächst der Rohrmotor gelöst
und dann die gegenüberliegende Achskappe 5 in die der Fig. 3 zugrunde liegende eingefahrene
Stellung gebracht werden, so dass sie vom Lagerzapfen 4 der zugeordneten Blendkappe
2 abgezogen und die Wickelwelle 1 aus dem zugeordneten Kasten herausgeschwenkt werden
kann.
[0018] In der der Fig. 2 zugrunde liegenden Betriebsposition ist das Innenteil 7 gegenüber
dem in der Wickelwelle 1 verankerten Außenteil 6 zentriert und axial und radial spielfrei
abgestützt. Hierzu ist eine Konusanordnung mehreren, hier mit zwei in axialer Richtung
gegeneinander versetzten, gleichsinnig geneigten Konusbereichen 13, 14 vorgesehen,
die jeweils durch äußere Konusflächen 15 des Innenteils 7 und innere Konusflächen
16 des Außenteils 6 gebildet werden, die beim Ausfahren des Innenteils 7 gleichzeitig
in gegenseitige Anlage kommen und damit die Ausfahrbewegung begrenzen. Im dargestellten
Beispiel sind zwei in axialer Richtung mit Abstand hintereinander angeordnete Konusbereiche
13, 14 vorgesehen. Es wäre natürlich auch denkbar, mehrere in axialer Richtung voneinander
distanzierte Konusbereiche hintereinander vorzusehen.
[0019] Die Konusflächen 15, 16 verlaufen mit entgegen der in Fig. 2 durch einen Pfeil a
angedeuteten Ausfahrrichtung ansteigender Schräge. Der Konuswinkel ist so bemessen,
dass keine Selbsthämmung eintritt. Das ist bei der dargestellten Ausführung mit als
Kunststoffteile ausgebildetem Außenteil 6 und Innenteil 7 bei einem Konuswinkel vom
etwa 8° der Fall. Da mehrere hintereinander angeordnete Konusbereiche 13, 14 vorgesehen
sind, können diese vergleichsweise schmal ausgebildet sein. Die Breite der Konusbereiche
13, 14 ist daher im Vergleich zu ihrem mittleren Durchmesser vergleichsweise klein.
[0020] Die innere lichte Weite der Wickelwelle 1 gibt den maximalen Durchmesser der in diese
eingeschobenen Achskappe 5 und dementsprechend auch den Durchmesser des Außenteils
6 und Innenteils 7 vor. Da die Konusbereiche 13, 14 vergleichsweise schmal sind, ergibt
sich am vorderen, d. h. nach außen gewandten Ende des Innenteils 7 noch ein vergleichsweise
großer Durchmesser, so dass auch der an den vorderen Konusbereich 13 des Innenteils
7 anschließende Lagerstutzen 9 und die hierin aufgenommene Lagerbüchse 8 vergleichsweise
große Durchmesser aufweisen können und dementsprechend auch der hiermit zum Eingriff
bringbare Lagerzapfen 4 entsprechend stark dimensioniert sein kann. Gleichzeitig kann
das Innenteil 7 so gestaltet sein, dass im Bereich zwischen den beiden Konusbereichen
13, 14 radiale Luft gegenüber dem Außenteil 6 gegeben ist, so dass das Innenteil 7
auch im Falle leichter Verformungen nicht mit dem Außenteil 6 kollidiert und daher
dennoch leicht verschiebbar ist, was sich vorteilhaft auf die Handhabung beim Ein-
und insbesondere Ausbau der Wickelwelle 1 auswirkt.
[0021] Das Außenteil 6, dem ein rohrförmiger Körper mit der lichten Innenweite der Wickelwelle
1 entsprechenden Außendurchmesser zugrunde liegt, ist an seinem vorderen, d. h. nach
außen weisenden Ende zur Bildung der inneren Konusfläche 16 des vorderen Konusbereichs
13 konisch verengt und mit einem an das vordere Ende der konischen Verengung anschießenden
Radialflansch 17 versehen, der an der Stirnseite der Wickelwelle 1 zur Anlage kommt.
Im mittleren Längenbereich ist das Außenteil 6 mit einer radialen Einziehung versehen,
deren hintere, d. h. nach innen gewandte Flanke parallel zur vorderen konischen Verengung
verläuft, so dass sich parallele vordere und hintere innere Konusflächen 16 des Außenteils
6 ergeben. Im Bereich zwischen der vorderen konischen Verengung und der im mittleren
Bereich vorgesehenen Einziehung sowie im Bereich zwischen der hinteren Flanke der
Einziehung und dem rückwärtigen Deckel 11 besitzt das Außenteil 6 am Innenumfang der
Wickelwelle 1 anliegende zylindrische Stützbereiche 20, 21.
[0022] Das Innenteil 7, das ebenfalls von einem rohrförmigen Körper aber mit einem gegenüber
dem Innendurchmesser des Außenteils 6 kleineren Außendurchmesser ausgeht, ist, wie
die Fig. 2 und Fig. 3 ebenfalls zeigen, an seinem hinteren, d. h. nach innen gewandten
Ende zur Bildung der äußeren Konusfläche 15 des hinteren Konusbereichs 14 trichterförmig
aufgeweitet. Im Bereich des hinteren Endes des Lagerstutzens 9 ist ein radial vorspringender,
umlaufender Bund 22 vorgesehen, der eine die äußere Konusfläche 15 des vorderen Konusbereichs
13 bildende, konische Mantelfläche aufweist. Alle Konusflächen 15, 16 der beiden Konusbereiche
13, 14 sind unter demselben Konuswinkel gleichsinnig geneigt. Der axiale Abstand der
äußeren Konusflächen 15 und der inneren Konusflächen 16 des vorderen und hinteren
Konusbereichs 13, 14 ist gleich, so dass die Konusflächen 15, 16 sämtlicher Konusbereiche
13, 14 beim Ausschieben des Innenteils 7 gleichzeitig in gegenseitige Anlage kommen.
[0023] Das bis zur gegenseitigen Anlage der Konusflächen 15, 16 aus dem Außenteil 6 ausschiebbare
Innenteil 7 ist gegenüber dem stationären Außenteil 6 sowohl in der der Fig. 2 zugrunde
liegenden Betriebsposition als auch in der der Fig. 3 zugrunde liegenden Montageposition
verrastbar und so gegen unerwünschte axiale Ortsveränderung gesichert. Hierzu ist
das Innenteil 6, wie aus den Fig. 2 und Fig. 3 ersichtlich ist, im Bereich zwischen
seinen den beiden Konusbereichen 13, 14 zugeordneten Konusflächen 15 mit zwei in radialer
Richtung elastisch beweglichen Rastzähnen 23, 24 mit voneinander abgewandten radialen
Sperrflächen 25 und zu diesen ansteigenden, einander zugewandten Keilflächen versehen.
Für jede der den Fig. 2 und Fig. 3 zugrundeliegenden Positionen ist ein Rastzahn 23
bzw. 24 vorgesehen. Dieser ist in der jeweils zugeordneten Betriebsposition bzw. Montageposition
des Innenteils 7 in eine Rastausnehmung 26 des Außenteils 6 einrastbar, wobei sich
in der der Fig. 2 zugrunde liegenden Betriebsposition des Innenteils 7 der hintere
Rastzahn 24 an der nach außen, d. h. zum äußeren Ende der Achskappe 5 weisenden Randkante
der Rastausnehmung 26 und in der Fig. 3 zugrunde liegenden Montageposition des Innenteils
7 der vordere Rastzahn 23 an der in Ausschubrichtung nach innen, d, h. zum inneren
Ende der Achskappe 5 weisenden Randkante der Rastausnehmung 26 abstützen. Der Abstand
der beiden Rastzähne 23, 24 ist dementsprechend an die gewünschte Ausfahrlänge des
Innenteils 7 angepasst und zwar derart, dass der Abstand der Rastzähne 23, 24 der
Ausfahrlänge abzüglich der Länge der Rastausnehmung 26 des Außenteils 6 entspricht.
Der hintere Rastzahn 24 und die diesem zugeordnete nach außen weisende Randkante der
Rastausnehmung 26 sind natürlich so positioniert, dass in der Anlagestellung der beiden
Konusbereiche 13, 14, d. h. gegenüber dieser noch ausreichend Spiel für eine zuverlässige
Einrastung besteht.
[0024] Die Rastzähne 23, 24 sind an das als Kunststoffteil ausgebildete Innenteil 7 angeformt
und dabei zur Ermöglichung einer radialen Federung durch einen U-förmigen Freischnitt
an drei Seiten vom sonstigen Rohrkörper getrennt. Der der Ausschubfeder 10 zugeordnete
Stützflansch 12 kann ebenfalls an das das Innenteil 7 bildende Kunststoffteil angeformt
sein. Der das rückwärtige Federlager bildende Deckel 11 des ebenfalls als Kunststoffteil
ausgebildeten Außenteil 6 kann ebenfalls an dieses angeformt sein. Im dargestellten
Beispiel ist der das rückwärtige Federlager bildende Deckel 11 als zweckmäßig ebenfalls
aus Kunststoff bestehender Einlegedeckel ausgebildet. In jedem Fall kann der Deckel
11 einen in das zugeordnete Ende der Ausschubfeder 10 eingreifenden Führungsstutzen
27 aufweisen.
[0025] Zur Entriegelung des Innenteils 7, d. h. zum Außereingriffbringen des jeweiligen
Rastzahns 23 bzw. 24 mit der Rastausnehmung 26 ist ein von radial außen, d. h. gegenläufig
zu den Rastzähnen 23 bzw. 24 in die als radiale Durchgangsausnehmung ausgebildete
Rastausnehmung 26 eingreifender ein Entriegelungsorgan bildender Entriegelungsknopf
28 vorgesehen, der querschnittsmäßig an den Querschnitt der Rastausnehmung 26 angepasst
ist. Der Entriegelungsknopf 28 ist bei von der Wickelwelle abgewickeltem Behang von
außen ertastbar und betätigbar. Hierzu ist die Wickelwelle 1, wie am besten aus Fig.
4 erkennbar ist, mit einer dem Entriegelungsknopf 28 zugeordneten, radialen Durchgangsausnehmung
29 versehen, die querschnittsmäßig etwas größer als die Rastausnehmung 26 des Außenteils
6 ist und die der Entriegelungsknopf 28, wie in den Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt
ist, mit einem eine obere Erweiterung bildenden oberen Flansch 30 eingreift, so dass
sich eine in der Wickelwelle 1 versenkte und damit die Wicklung des Behangs nicht
störende Anordnung ergibt. Der Flansch 30 ist auf einem Teil seines Umfangs als über
den Rand der Durchgangsausnehmung 29 auskragende und an der Oberseite um die Wandstärke
der Wickelwelle 1 in der Dicke reduzierte Zunge 31 ausgebildet, welche bei in die
Wickelwelle 1 eingeschobener Achskappe 5, wie die Fig. 2 und 3 zeigen, den zugeordneten
Rand der Durchgangsausnehmung 29 der Wickelwelle 1 untergreift, wodurch sich ein Anschlag
in radialer Richtung ergibt.
[0026] Beim Einschieben der Achskappe 5 in den der Wickelwelle 1 zugrunde liegenden Rohrabschnitt
schnappt der Entriegelungsknopf 28 beim Erreichen der Durchgangsausnehmung 29 mit
seinem Flansch 30 durch die Wirkung des Rastzahns 23 oder 24 automatisch in die Durchgangsausnehmung
29 ein. Da der Entriegelungsknopf 28 gleichzeitig in die Rastausnehmung 26 des Außenteils
6 eingreift, ergibt sich hierdurch eine Fixierung der gesamten Achskappe 5 gegenüber
der Wickelwelle 1, so dass die Achskappe 5 hierin unverlierbar fixiert ist. Der mit
seinem Flansch 30 in die Durchgangsausnehmung 29 eingreifende Entriegelungsknopf 28
ist bei abgewickeltem Behang von radial außen ertastbar und ohne Werkzeug manuell
betätigbar, was eine hohe Bedienungsfreundlichkeit gewährleistet.
[0027] Im dargestellten Beispiel ist lediglich ein Betätigungsknopf 28 am Umfang der Wickelwelle
1 vorgesehen. Es wäre aber auch denkbar, am Umfang der Wickelwelle 1 mehrere Betätigungsknöpfe
28, vorzugsweise zwei einander diametral gegenüberliegende Betätigungsknöpfe 28 vorzusehen,
was die Sicherheit erhöht.
[0028] Die Teile der Achskappe 5 in Form des Außenteils 6 und des Innenteils 7 sind, wie
schon erwähnt als Kunststoffteile, vorzugsweise als Kunststoff-Spritzgussformlinge
ausgebildet. Der dem Außenteil 6 zugrunde liegende Rohrkörper ist dabei entlang einer
Mittellängsebene geteilt, so dass das Innenteil 7 einfach eingelegt werden kann. Die
beiden Hälften 6a des Außenteils 6, sind wie aus Fig. 5 erkennbar ist, im Bereich
der Teilfuge mit einander zugeordneten Rast- und Fixierorganen 32, 33 versehen, und
können dementsprechend durch einen Schnappverschluss aneinander festgelegt werden.
1. Teleskopierbare Achskappe für ein Ende einer Wickelwelle (1) einer Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
wobei die Wickelwelle (1), auf die ein Behang aufwickelbar ist, als Hohlwelle ausgebildet
und mit ihren Endbereichen auf gebäudeseitig anbringbaren Trageinrichtungen (2) aufnehmbar
ist und wobei die teleskopierbare Achskappe (5) ein in das zugeordnete Ende der Wickelwelle
(1) einsteckbares und hierin fixierbares Außenteil (6) und ein in diesem in axialer
Richtung verschiebbares und teilweise aus diesem ausschiebbares, an seinem in Ausschubrichtung
vorderen Ende mit einer mit der zugeordneten Trageinrichtung (2) in Eingriff bringbaren
Lagereinrichtung (8, 9) versehenes Innenteil (7) aufweist, das in Ausfahrrichtung
vorgespannt und zwischen einer eingefahrenen Montagestellung und einer ausgefahrenen
Betriebsstellung und umgekehrt verstellbar ist, in welcher es mit der zugeordneten
Trageinrichtung (2) zusammenwirkt und mittels einer Konusanordnung im Außenteil (6)
zentriert und axial und radial spielfrei hieran abgestützt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Konusanordnung mehrere, in axialer Richtung voneinander distanzierte, gleichsinnig
geneigte Konusbereiche (13, 14) mit gleichzeitig in gegenseitige Anlage kommenden,
äußeren Konusflächen (15) des Innenteils (7) und inneren Konusflächen (16) des Außenteils
(6) aufweist.
2. Teleskopierbare Achskappe an Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konusanordnung zwei Konusbereiche (13, 14) aufweist, wobei der erste Konusbereich
(13) dem vorderen Ende des Außenteils (6) und der zweite Konusbereich (14) dem hinteren
Ende des Innenteils (7) zugeordnet sind.
3. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (7) im Bereich zwischen beiden Konusbereichen (13, 14) gegenüber dem
Außenteil (6) radiale Luft hat.
4. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Konusbereiche (13, 14) im Vergleich zu ihrem Durchmesser klein ist.
5. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Außenteil (6) ein vorzugsweise entlang einer Mittellängsebene geteiltes Rohr
mit einem der lichten Innenweite der Wickelwelle (1) entsprechenden Außendurchmesser
zugrunde liegt, das am vorderen Ende zur Bildung der Konusfläche (16) des vorderen
Konusbereichs (13) konisch verengt und mit einem an der Stirnseite der Wickelwelle
(1) zur Anlage bringbaren Flansch (17) versehen ist und das im Bereich zwischen zwei
an der Wickelwelle (1) anliegenden Stützbereichen (20,21) eine Einziehung mit einer
zur Bildung der Konusfläche (16) des hinteren Konusbereichs (14) konischen hinteren
Flanke aufweist.
6. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Innenteil (7) ein Rohr mit gegenüber dem Innendurchmesser des Außenteils (8)
verkleinertem Außendurchmesser zugrunde liegt, das am hinteren Ende zur Bildung der
Konusfläche (15) des hinteren Konusbereichs (14) aufgeweitet ist und mit dem Abstand
zwischen den Konusflächen (16) des Außenteils (6) entsprechendem Abstand weiter vorne
mit einem umlaufenden Bund (22) mit einem zur Bildung der Konusfläche (16) des vorderen
Konusbereichs (13) konischen Außenmantel versehen ist.
7. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (7) im Bereich zwischen seinen Konusflächen (15) eine Rasteinrichtung
mit wenigstens zwei Rastzähnen (23, 24) mit voneinander abgewandten radialen Sperrflächen
(25) aufweist, deren Abstand an die gewünschte Ausschublänge des Innenteils (7) angepasst
ist, und dass das Außenteil (6) eine in radialer Richtung durchgehende Rastausnehmung
(26) aufweist, in welche die Rastzähne (23, 24) wechselweise einrastbar sind und in
welche ein auf der Wickelwelle (1) vorgesehenes, von außen betätigbares Entriegelungsorgan
(28) gegenläufig zu den Rastzähnen (23, 24) in Eingriff bringbar ist.
8. Teleskopierbare Achskappe nach Anspruch (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Rastzähne (23,24) einander zugewandte, zu ihren Sperrflächen (25) ansteigende
Keilflächen aufweisen.
9. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Innenteil (7) eine Ausschubfeder (10) zugeordnet ist, die einerseits an einem
Innenflansch (12) des Innenteils (7) und andererseits an einem hinteren, vorzugsweise
eingelegten Deckel (11) des Außenteils (6) abgestützt ist.
10. Teleskopierbare Achskappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Rasteinrichtung des Innenteils (7) zugeordnete Entriegelungsorgan (28) als
querschnittsmäßig an die Rastausnehmung (26) des Außenteils (6) angepasster Knopf
ausgebildet ist, der radial oben einen in eine zugeordnete Durchgangsausnehmung (29)
der Wickelwelle (1) eingreifenden Flansch (30) und eine den Rand der Durchgangsausnehmung
(29) teilweise untergreifende Zunge (31) aufweist.