[0001] Die Erfindung betrifft einen elastischen Verbindungsstutzen zur Anordnung zwischen
einem Verbrennungsmotor und einem Luftfilter eines handgeführten Arbeitsgeräts nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2004 037 187 A1 ist ein Verbindungsstutzen mit einer ersten Kanalröhre für weitgehend kraftstofffreie
Luft und mit einer zweiten Kanalröhre für Kraftstoff/Luft-Gemisch bekannt, der zwischen
einem Verbrennungsmotor und einem Luftfilter angeordnet ist. Die Kanalröhren erstrecken
sich von einer ersten, dem Verbrennungsmotor zugeordneten Seite zu einer zweiten,
dem Luftfilter zugeordneten Seite des Verbindungsstutzens. Die beiden Kanalröhren
sind ausgehend von einem Motoranschlussflansch als separate Kanäle geführt. Dadurch
ist die Elastizität des Verbindungsstutzens ausreichend groß, um im eingebauten Zustand
des Verbindungsstutzens Relativbewegungen zwischen dem Verbrennungsmotor und dem Luftfilter
zuzulassen, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die beiden Kanalröhren müssen auf der zweiten
Seite des Verbindungsstutzen einzeln an die jeweiligen Bauteile des handgeführten
Arbeitsgeräts, mit denen der Verbindungsstutzen verbunden werden soll, angeschlossen
werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Verbindungsstutzen
derart weiterzubilden, dass bei guter Elastizität des Verbindungsstutzens ein einfacher
Anschluss des Verbindungsstutzens auf seiner zweiten, dem Luftfilter zugeordneten
Seite möglich ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Verbindungsstutzen mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0005] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein handgeführtes Arbeitsgerät
mit einem gattungsgemäßen Verbindungsstutzen derart weiterzubilden, dass bei guter
Elastizität des Verbindungsstutzens ein einfacher Anschluss des Verbindungsstutzens
mit seiner zweiten, dem Luftfilter zugeordneten Seite an ein Bauteil des Arbeitsgeräts
möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein handgeführtes Arbeitsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs
15 gelöst.
[0007] Die Erfindung sieht vor, dass die erste Umfangswand und die zweite Umfangswand in
einem Längsabschnitt des Verbindungsstutzens in einem Abstand zueinander angeordnet
sind und dass die erste Kanalröhre und die zweite Kanalröhre auf der zweiten Seite
an einem gemeinsamen Anschlussflansch münden. Im eingebauten Zustand des Verbindungsstutzens
ist die erste Seite dem Verbrennungsmotor und die zweite Seite dem Luftfilter zugewandt.
Zwischen dem Verbindungsstutzen und dem Luftfilter können dabei weitere Bauteile wie
beispielsweise ein Vergaser angeordnet sein. Die erste Seite wird auch als Motorseite
und die zweite Seite wird auch als Luftfilterseite bezeichnet.
[0008] Dadurch, dass die erste und die zweite Kanalröhre auf der zweiten Seite an einem
gemeinsamen Anschlussflansch münden, ist eine einfache Anbindung der beiden Kanalröhren
des Verbindungsstutzens an ein handgeführtes Arbeitsgerät möglich. Die beiden Kanalröhren
müssen nicht einzeln mit dem handgeführten Arbeitsgerät verbunden werden, sondern
können einfach und schnell durch Verbindung des gemeinsamen Anschlussflansches mit
dem Arbeitsgerät verbunden werden. Obwohl die Kanalröhren sowohl auf der ersten Seite
als auch auf der zweiten Seite in jeweils einen einzigen Flansch münden, ist die Elastizität
des Verbindungsstutzens durch den Abstand der Kanalröhren in dem Längsabschnitt so
groß, dass im eingebauten Zustand des Verbindungsstutzens eine Relativbewegung zwischen
dem Verbrennungsmotor und dem Luftfilter des handgeführten Arbeitsgeräts möglich ist,
ohne dass der Verbindungsstutzen dabei beschädigt wird.
[0009] Durch den gemeinsamen Anschlussflansch für die beiden Kanalröhren auf der Luftfilterseite
des Verbindungsstutzens muss zur dichten Abbindung der beiden Kanalröhren auf der
Luftfilterseite lediglich eine einzige Verbindung, nämlich die Verbindung zwischen
dem gemeinsamen Anschlussflansch mit einem Bauteil des handgeführten Arbeitsgeräts
abgedichtet werden. Das Bauteil des Arbeitsgeräts kann beispielsweise ein Luftfilter,
ein Zwischenbauteil oder ein Vergaser sein.
[0010] Zweckmäßig ist zwischen der ersten Umfangswand und der zweiten Umfangswand im Längsabschnitt
des Verbindungsstutzens eine durchgehende Öffnung ausgebildet. Dadurch ergibt sich
eine große Elastizität des Verbindungsstutzens.
[0011] Vorteilhaft erstreckt sich der Längsabschnitt, in dem die Umfangswände der Kanalröhren
einen Abstand zueinander aufweisen, bis zum Motoranschlussflansch. Die beiden Kanalröhren
sind über den Motoranschlussflansch miteinander verbunden.
[0012] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung besitzt die erste Kanalröhre eine in
Umfangsrichtung der ersten Kanalröhre verlaufende Dehnungsfalte. Dadurch kann der
Verbindungsstutzen bei Anordnung zwischen einem Verbrennungsmotor und einem Luftfilter
eines handgeführten Arbeitsgeräts vergleichsweise große Relativbewegungen zwischen
dem Luftfilter und dem Verbrennungsmotor zulassen und gleichzeitig dicht mit dem Luftfilter
und dem Verbrennungsmotor verbunden sein. Die Dehnungsfalte erhöht die Elastizität
des Verbindungsstutzens in Richtung parallel zur Anschlussfläche des Motoranschlussflansches.
Durch die Dehnungsfalte ist eine Änderung der in Richtung senkrecht zu einer Anschlussfläche
des Motoranschlussflansches gemessenen absoluten Länge der ersten Kanalröhre möglich.
[0013] Zweckmäßig besitzt von den beiden Kanalröhren ausschließlich die erste Kanalröhre
eine in Umfangsrichtung verlaufende Dehnungsfalte. Die zweite Kanalröhre ist für die
Zufuhr von Kraftstoff/Luft-Gemisch vorgesehen. Bei Anordnung einer Dehnungsfalte in
der zweiten Kanalröhre kann sich Kraftstoff in dieser Dehnungsfalte sammeln und von
dort unkontrolliert in den Verbrennungsmotor gelangen. Dies ist vorteilhaft dadurch
verhindert, dass ausschließlich die erste Kanalröhre die in Umfangsrichtung verlaufende
Dehnungsfalte besitzt.
[0014] Zweckmäßig ist die Dehnungsfalte im Längsabschnitt angeordnet. Dadurch kann die Dehnungsfalte
sich in vorteilhafter Gestaltung über den gesamten Umfang der ersten Kanalröhre erstrecken.
In dem Längsabschnitt sind die Bewegungen der Kanalröhren begrenzt voneinander entkoppelt,
so dass eine Längenänderung der zweiten Kanalröhre nur geringfügig durch die erste
Kanalröhre beeinflusst wird und die durch die Dehnungsfalte bereitgestellte Beweglichkeit
nicht durch die erste Kanalröhre eingeschränkt wird.
[0015] Vorteilhaft beträgt der in Richtung parallel zu einer Anschlussfläche des Motoranschlussflanschs
ausgehend von einer Mitte der Dehnungsfalte gemessene Abstand zwischen den Umfangswänden
mindestens 5% einer Höhe des Motoranschlussflansches. Dadurch kann die Elastizität
des Verbindungsstutzens hinreichend groß sein.
[0016] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist eine erste Wandstärke der ersten
Kanalröhre in einem ersten Bereich der Dehnungsfalte kleiner als eine zweite Wandstärke
der ersten Kanalröhre in einem der Dehnungsfalte benachbarten zweiten Bereich der
ersten Kanalröhre. Dadurch kann eine große Elastizität der Dehnungsfalte und damit
des Verbindungsstutzens erreicht werden. Insbesondere bei geringer Temperatur ermöglicht
die große Elastizität der Dehnungsfalte im Bereich der ersten Wandstärke, dass der
Verbindungsstutzen bei ruckartigen Bewegungen im Bereich der ersten Wandstärke schnell
nachgeben kann und in diesem Bereich schnell warm werden kann.
[0017] Zweckmäßig ist die Dehnungsfalte näher an der Motorseite angeordnet als an der Luftfilterseite.
[0018] Vorteilhaft läuft die Dehnungsfalte vollständig um die erste Kanalröhre um.
[0019] Insbesondere ragt die Dehnungsfalte in die durchgehende Öffnung.
[0020] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung besitzt die zweite Kanalröhre einen
dritten Bereich mit einer dritten Wandstärke und einen vierten Bereich mit einer vierten
Wandstärke. Die dritte Wandstärke ist vorteilhaft kleiner als die vierte Wandstärke.
Dadurch können die zweite Kanalröhre und damit auch der Verbindungsstutzen eine große
Elastizität aufweisen. Insbesondere bei geringer Umgebungstemperatur ermöglicht die
große Elastizität der zweiten Kanalröhre im Bereich der dritten Wandstärke, dass der
Verbindungsstutzen bei ruckartigen Bewegungen im Bereich der dritten Wandstärke schnell
nachgeben kann und in diesem Bereich warm wird.
[0021] Zweckmäßig ist der dritte Bereich der zweiten Kanalröhre in dem Längsabschnitt des
Verbindungsstutzens angeordnet, in dem die erste Umfangswand und die zweite Umfangswand
in einem Abstand zueinander angeordnet sind. Dadurch kann der Verbindungsstutzen insbesondere
in dem Längsabschnitt eine große Elastizität aufweisen.
[0022] Vorteilhaft ist der dritte Bereich näher an der Motorseite angeordnet als an der
Luftfilterseite.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines handgeführten Arbeitsgeräts,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Schnitts durch einen Verbrennungsmotor, einen
Luftfilter, einen Vergaser und einen Verbindungsstutzen des Arbeitsgerät aus Fig.
1,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Vergaser und den Verbindungsstutzen aus Fig. 2,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung des Verbindungsstutzens aus Fig. 2,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Verbindungsstutzens aus Fig. 2 in Richtung des Pfeils V in
Fig. 6,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch den Verbindungsstutzen aus Fig. 2 entlang der Schnittlinie VI-VI
in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht des Verbindungsstutzens aus Fig. 2 in Richtung des Pfeils VII in
Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Schnitt durch den Verbindungsstutzen aus Fig. 2 entlang der Schnittlinie VIII-VIII
in Fig. 5.
[0024] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht ein handgeführtes Arbeitsgerät
1. Das handgeführte Arbeitsgerät 1 ist im Ausführungsbeispiel eine Motorsäge. Anstatt
der Motorsäge 1 können auch andere handgeführte Arbeitsgeräte wie beispielsweise ein
Trennschleifer, eine Heckenschere oder ein Freischneider vorgesehen sein. Das handgeführte
Arbeitsgerät 1 weist einen Verbrennungsmotor 40 zum Antrieb einer Sägekette 19 auf.
Das handgeführte Arbeitsgerät 1 weist einen Vergaser 70 zur Zufuhr von Kraftstoff/Luft-Gemisch
zu dem Verbrennungsmotor 40 auf. Der Vergaser 70 ist vorteilhaft über einen Verbindungsstutzen
2 mit dem Verbrennungsmotor 40 verbunden. Der Vergaser 70 ist vorzugsweise mit dem
Reinraum eines Luftfilters 90 verbunden, über den im Betrieb Verbrennungsluft angesaugt
wird. Die Kraftstoffzufuhr kann mittels eines normalen Vergasers oder mittels eines
elektronisch geregelten Vergasers erfolgen.
[0025] Der Verbrennungsmotor 40 ist vorteilhaft an einem Motorgehäuse 80 des handgeführten
Arbeitsgeräts 1 gehalten. Hierzu ist der Verbrennungsmotor 40 fest mit dem Motorgehäuse
80 verbunden. Es kann vorgesehen sein, dass Teile des Motorgehäuses 80 Teile des Verbrennungsmotors
40, beispielsweise ein Kurbelgehäuse des Verbrennungsmotors 40, bilden. Das handgeführte
Arbeitsgerät 1 weist ein Griffgehäuse 81 mit einem Handgriff 84 auf. Am Handgriff
84 ist ein Gashebel 85 zur Betätigung des Verbrennungsmotors 40 angeordnet. Der Luftfilter
90 ist am Griffgehäuse 81 gehalten. Der Vergaser 70 ist vorteilhaft am Griffgehäuse
81 gehalten. Das Griffgehäuse 81 ist vom Motorgehäuse 80 durch einen Schwingspalt
82 getrennt. Der Schwingspalt 82 ist durch mehrere Antivibrationselemente 83 überbrückt.
Die Antivibrationselemente 83 verbinden das Motorgehäuse 80 vibrationsdämpfend mit
dem Griffgehäuse 81. Aufgrund der Antivibrationselemente 83 kann das Griffgehäuse
81 im Betrieb Relativbewegungen gegenüber dem Motorgehäuse 80 ausführen.
[0026] Der Verbindungsstutzen 2 und der Vergaser 70 sind zwischen dem Luftfilter 90 und
dem Verbrennungsmotor 40 angeordnet. Der Verbindungsstutzen 2 ist vorteilhaft zwischen
dem Vergaser 70 und dem Verbrennungsmotor 40 angeordnet. Es kann auch vorgesehen sein,
dass der Verbindungsstutzen direkt zwischen einem Luftfilter und einem Verbrennungsmotor
angeordnet ist. Der Verbindungsstutzen 2 überbrückt den Schwingspalt 82 und lässt
eine Relativbewegung zwischen Luftfilter 90 und Verbrennungsmotor 40 zu.
[0027] Wie in Fig. 2 dargestellt, weist der Verbrennungsmotor 40 einen Zylinder 41 auf,
in dem ein Brennraum 43 ausgebildet ist. Der Zylinder besitzt eine Zylinderlängsachse
75. Der Brennraum 43 ist von einem im Zylinder 41 hin- und hergehend gelagerten Kolben
42 begrenzt. Der Kolben 42 treibt über ein Pleuel 44 eine Kurbelwelle 45 an, die in
einem Kurbelgehäuse 46 drehbar gelagert ist.
[0028] In das Kurbelgehäuse 46 mündet ein Gemischeinlass 58, der im gezeigten Ausführungsbeispiel
vom Kolben 42 gesteuert ist. Der Gemischeinlass 58 ist im Ausführungsbeispiel an der
Zylinderbohrung angeordnet und wird vom Kolbenhemd des Kolbens 42 geöffnet und geschlossen.
[0029] Im Bereich des in Fig. 2 gezeigten unteren Totpunkts des Kolbens 42 ist das Kurbelgehäuse
46 über zwei Überströmkanäle 47 und zwei Überströmkanäle 48 mit dem Brennraum 43 verbunden.
Jeweils ein Überströmkanal 47 und ein Überströmkanal 48 sind vor der Zeichenebene
in Fig. 2 angeordnet und deshalb nicht gezeigt. Die Überströmkanäle 47 und 48 münden
mit Überströmfenstern 49 und 50 in den Brennraum 43. Aus dem Brennraum 43 führt ein
Auslass 51, der vom Kolben 42 schlitzgesteuert ist und in der in Fig. 2 gezeigten
unteren Totpunktstellung des Kolbens 42 geöffnet ist.
[0030] Der Verbrennungsmotor 40 ist über einen Ansaugkanal 64 mit dem Luftfilter 90 verbunden.
Über den Ansaugkanal 64 saugt der Verbrennungsmotor 40 im Betrieb Luft an. Ein Abschnitt
65 des Ansaugkanals 64 ist in dem Vergaser 70 ausgebildet. Der Vergaser weist einen
Abschnitt 70 auf, in dem der angesaugten Verbrennungsluft über eine Hauptkraftstofföffnung
52 und Nebenkraftstofföffnungen 54 Kraftstoff zugeführt wird. Die Hauptkraftstofföffnung
52 ist im Bereich eines Venturi 53 angeordnet. Die Nebenkraftstofföffnungen 54 sind
stromab der Hauptkraftstofföffnung 52 angeordnet. Im Vergaser 70 ist ein verstellbares
Drosselelement angeordnet. Im Ausführungsbeispiel ist das Drosselelement eine Drosselklappe
55, die mit einer Drosselwelle 56 schwenkbar gelagert ist.
[0031] Der Verbrennungsmotor 40 ist im Ausführungsbeispiel als Spülvorlagen-Zweitaktmotor
ausgebildet. Zur Zufuhr von Spülvorlagenluft ist der Ansaugkanal 64 stromab der Drosselklappe
55 in einen Gemischkanal und einen Luftkanal aufgeteilt. Im Vergaser 70 erfolgt die
Teilung in Gemischkanal und Luftkanal durch einen Trennwandabschnitt 57, der sich
parallel zur Strömungsrichtung im Ansaugkanal 64 erstreckt. Im Verbindungsstutzen
2 verläuft der Luftkanal in einer ersten Kanalröhre 10 des Verbindungsstutzens 2.
Der Gemischkanal verläuft im Verbindungsstutzen 2 in einer zweiten Kanalröhre 20 des
Verbindungsstutzens 2. Die erste Kanalröhre 10 mündet mit einem Lufteinlass 59 am
Zylinder 41. Die zweite Kanalröhre 20 mündet mit dem Gemischeinlass 58 im Bereich
des Zylinders 41 in den Innenraum des Kurbelgehäuses 46. Im Bereich des oberen Totpunkts
des Kolbens 42 ist der Lufteinlass 59 über in der Mantelfläche des Kolbens 42 ausgebildete
Kolbentaschen 60 mit den Überströmfenstern 49 und 50 der Überströmkanäle 47 und 48
verbunden.
[0032] Im Betrieb des Verbrennungsmotors 40 wird bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens 42
Kraftstoff/Luft-Gemisch über die zweite Kanalröhre 20 ins Kurbelgehäuse 46 angesaugt.
Im Bereich des oberen Totpunkts des Kolbens 42 wird in den Überströmkanälen 47 und
48 Spülvorlagenluft vorgelagert. Hierzu wird über die Kolbentaschen 60 aus der ersten
Kanalröhre 10 weitgehend kraftstofffreie Luft über die Überströmfenster 49 und 50
in die Überströmkanäle 47 und 48 angesaugt. Bei der folgenden Abwärtsbewegung des
Kolbens 42 wird das Kraftstoff/Luft-Gemisch im Kurbelgehäuse 46 verdichtet. Sobald
die Überströmfenster 49 und 50 zum Brennraum 43 hin öffnen, strömt durch die Überströmkanäle
47 und 48 zunächst die vorgelagerte weitgehend kraftstofffreie Luft und anschließend
Kraftstoff/Luft-Gemisch in den Brennraum 43. Bei der folgenden Aufwärtsbewegung des
Kolbens 42 wird das Gemisch im Brennraum 43 verdichtet und im Bereich des oberen Totpunkts
des Kolbens 42 von einer Zündkerze 61 gezündet. Vorteilhaft ragt die Zündkerze 61
in den Brennraum 43. Aufgrund der Verbrennung wird der Kolben 42 zum Kurbelgehäuse
46 hin beschleunigt. Sobald der Auslass 51 vom Kolben 42 geöffnet wird, können die
Abgase aus dem Brennraum 43 entweichen. Durch die Überströmkanäle 47 und 48 strömt
dann wiederum zunächst weitgehend kraftstofffreie Luft in den Brennraum 43 ein, die
die aus dem Auslass 51 entweichenden Abgase vom nachströmenden Frischgemisch trennt.
[0033] Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Verbindungsstutzen 2 und den Vergaser 70 entlang
der Längsrichtung des in Fig. 2 dargestellten Ansaugkanals 64. Der Verbindungsstutzen
2 weist auf seiner Luftfilterseite einen Anschlussflansch 6 auf. Der Verbindungsstutzen
2 ist über den Anschlussflansch 6 mit dem Vergaser 70 verbunden. Dabei ist im Ausführungsbeispiel
ein Zwischenring 71 zwischen dem Vergaser 70 und dem Verbindungsstutzen 2 angeordnet,
in dem ein Abschnitt des Ansaugkanals 64 ausgebildet ist. Der Zwischenring 71 weist
den Trennwandabschnitt 57 auf. Der Trennwandabschnitt 57 ragt vorteilhaft in den Verbindungsstutzen
2. Der Trennwandabschnitt 57 durchragt vorzugsweise den Anschlussflansch 6 des Verbindungsstutzens
2. Der Zwischenring 71 ist in eine umlaufende Vertiefung 73 am Verbindungsstutzen
2 eingesetzt. Dadurch ist der Zwischenring 71 im Verbindungsstutzen 2 zentriert. Der
Trennwandabschnitt 57 des Zwischenrings 71 ist vorteilhaft durch das Anliegen des
Zwischenrings 71 an der umlaufenden Vertiefung 73 des Verbindungsstutzens 2 genau
positioniert.
[0034] Der Verbindungsstutzen 2 weist eine Trennwand 67 auf, die die erste Kanalröhre 10
und die zweite Kanalröhre 20 des Verbindungsstutzens 2 voneinander trennt. Die Trennwand
67 des Verbindungsstutzens 2 liegt vorteilhaft an dem Trennwandwandabschnitt 57 des
Zwischenrings 71 an. Die Trennwand 67 setzt den Trennwandabschnitt 57 fort. Der Zwischenring
71 ist aus formstabilem Material, vorteilhaft aus Metall oder formstabilem Kunststoff.
Der Trennwandabschnitt 57 stabilisiert und hält die Trennwand 67 vorzugsweise bei
Relativbewegungen zwischen dem Motorgehäuse 81 und dem Griffgehäuse 80. Zur Verbindung
der Luftkanalabschnitte des Vergasers 70 und des Verbindungsstutzens 2 und zur Verbindung
der Gemischkanalabschnitte des Vergasers 70 und des Verbindungsstutzens 2 weist die
Trennwand 67 des Verbindungsstutzens 2 einen Anlagevorsprung 72 auf. Der Trennwandabschnitt
57 des Zwischenrings 71 weist vorteilhaft einen Anlagevorsprung 62 auf. Der Anlagevorsprung
72 der Trennwand 67 des Verbindungsstutzens 2 und der Anlagevorsprung 62 des Trennwandabschnitts
57 des Zwischenrings 71 liegen in Längsrichtung 100 überlappend aneinander an. Damit
kann ein Durchbiegen des elastischen Anlagevorsprungs 72 bei Bewegungen im Betrieb
vermieden werden.
[0035] Bei einer Verbindung der zweiten Seite 4 des Verbindungsstutzens 2 mit dem Vergaser
70 durch Befestigung des Anschlussflanschs 6 am Vergaser 70 kann vorteilhaft auch
gleichzeitig eine Verbindung der Luftkanalabschnitte des Vergasers 70 und des Verbindungsstutzens
2 und der Gemischkanalabschnitte des Vergasers 70 und des Verbindungsstutzens 2 hergestellt
werden.
[0036] Wie Fig. 3 zeigt, erstreckt sich der Trennwandabschnitt 57 ausgehend von der Anlagestelle
an der Trennwand 67 des Verbindungsstutzens 2 entgegen der Strömungsrichtung bis nahe
an die Drosselwelle 56. In der Vollgasstellung der Drosselklappe 55 liegt die Drosselklappe
55 am Trennwandabschnitt 57 des Zwischenrings 70 an, so dass zwischen der Drosselklappe
55 und dem Trennwandabschnitt 57 möglichst kein Kraftstoff/Luft-Gemisch vom Gemischkanal
in den Luftkanal übertreten kann. In der Vollgasstellung liegen die Drosselklappe
55 und die Trennwand 57 näherungsweise in einer gemeinsamen Ebene. In Leerlaufstellung
und in allen Stellungen zwischen der Leerlaufstellung und der Vollgasstellung kann
zwischen der Drosselklappe 55 und der Trennwand 57 des Vergasers 70 ein Spalt ausgebildet
sein, durch den Kraftstoff/LuftGemisch vom Gemischkanal in den Luftkanal übertreten
kann.
[0037] Stromab der Drosselklappe 55 ist im Vergaser 70 eine Chokeklappe 63 angeordnet. Zwischen
der Drosselklappe 55 und der Chokeklappe 63 kann ein weiterer Trennwandabschnitt zur
Trennung von Luftkanal und Gemischkanal vorgesehen sein.
[0038] Der Verbindungsstutzen 2 lässt eine Relativbewegung des am Motorgehäuse 80 gehaltenen
Verbrennungsmotors 40 und des am Griffgehäuse 81 gehaltenen Luftfilters 90 zu (Fig.
1 und 2). Genauso ist durch den Verbindungsstutzen 2 eine unbehinderte Relativbewegung
des Verbrennungsmotors 40 und des Vergasers 70 möglich. Der Verbindungsstutzen 2 ist
zumindest teilweise aus elastischem Material gebildet, beispielsweise aus Elastomer.
Wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt, ist der Verbindungsstutzen 2 vorzugsweise
einteilig ausgebildet. Der Verbindungsstutzen 2 weist eine erste Seite 3 auf, die
zur Verbindung mit dem Verbrennungsmotor 40 vorgesehen ist. Die erste Seite 3 wird
auch als Motorseite bezeichnet. Der Verbindungsstutzen 2 weist eine zweite Seite 4
zur Verbindung des Verbindungsstutzens 2 mit einem Bauteil des handgeführten Arbeitsgeräts
1 auf. Im Ausführungsbeispiel ist das Bauteil, mit dem der Verbindungsstutzen 2 verbunden
ist, der Vergaser 70. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass der Verbindungsstutzen
unmittelbar mit dem Luftfilter verbunden ist. Die zweite Seite 4 wird auch als Luftfilterseite
bezeichnet. Die Luftfilterseite des Verbindungsstutzens 2 ist der Motorseite des Verbindungsstutzens
2 abgewandt.
[0039] Der Verbindungsstutzen 2 weist an seiner ersten Seite 3 einen Motoranschlussflansch
5 zur Verbindung mit dem Verbrennungsmotor 40 auf. Wie in Fig. 5 dargestellt, münden
die erste Kanalröhre 10 und die zweite Kanalröhre 20 des Verbindungsstutzens 2 am
Motoranschlussflansch 5. Aus den Figuren 5 und 6 ist ersichtlich, dass der Motoranschlussflansch
5 eine weitgehend ebene Anschlussfläche 9 zur Anlage am Verbrennungsmotor 40 aufweist.
Wie in Fig. 3 dargestellt, verläuft ausgehend von der ersten Seite 3 senkrecht zur
Anschlussfläche 9 des Motoranschlussflansches 5 in Richtung auf die zweite Seite 4
eine Längsrichtung 100.
[0040] Aus der in den Figuren 5 und 6 gezeigten ebenen Anschlussfläche 9 stehen umlaufende
Dichtlippen 25 und 35 heraus. Die Dichtlippe 35 ist zur Abdichtung der Verbindung
zwischen Verbrennungsmotor 40 und der ersten Kanalröhre 10 vorgesehen. Die Dichtlippe
25 ist zur Abdichtung der Verbindung zwischen Verbrennungsmotor 40 und der zweiten
Kanalröhre 20 vorgesehen. In dieser ebenen Anschlussfläche 9 des Motoranschlussflansches
5 sind die erste Kanalröhre 10 und die zweite Kanalröhre 20 in Richtung der in Fig.
2 dargestellten Zylinderlängsachse 75 übereinander angeordnet. Wie in Fig. 5 dargestellt,
mündet an der ersten Seite 3 des Verbindungsstutzens 2 die erste Kanalröhre 10 in
eine erste Ausgangsöffnung 26 des Verbindungsstutzens 2. An der zweiten Seite 4 des
Verbindungsstutzens 2 mündet die zweite Kanalröhre 20 in eine zweite Ausgangsöffnung
36 des Verbindungsstutzens 2. Die erste Ausgangsöffnung 26 und die zweite Ausgangsöffnung
36 besitzen vorzugsweise in Richtung der Zylinderlängsachse 75 einen Abstand a zueinander.
[0041] Die Anschlussfläche 9 weist vorzugsweise vier Verbindungsöffnungen 11 auf. Durch
die Verbindungsöffnungen 11 kann der Verbindungsstutzen 2 mittels Schrauben am Verbrennungsmotor
40 befestigt werden. Zur Verbindung der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten Kanalröhre
20 mit dem Verbrennungsmotor 40 muss dann lediglich der Motoranschlussflansch 5 mit
dem Verbrennungsmotor 40 verbunden werden. Es ist nicht erforderlich, jede Kanalröhre
10, 20 einzeln mit dem Verbrennungsmotor 40 zu verbinden.
[0042] Wie in Fig. 6 dargestellt, weist der Motoranschlussflansch 5 eine in Längsrichtung
100 gemessene Breite b1 auf. Der Motoranschlussflansch 5 umfasst vorteilhaft einen
Verstärkungskern 15. Der Verstärkungskern 15 kann aus formstabilem Material, beispielsweise
aus Metall ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel ist der Verstärkungskern 15 von
einem elastischen Material umschlossen. Das elastische Material kann beispielsweise
Gummi oder ein elastischer Kunststoff sein. In Längsrichtung 100 erstreckt sich der
Verstärkungskern 15 zumindest zwischen der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten Kanalröhre
20 über mindestens zwei Drittel der Breite b1 des Motoranschlussflansches 5. Wie Fig.
6 zeigt, kann der Verstärkungskern 15 in Form einer Platte ausgebildet sein. Der plattenförmige
Verstärkungskern 15 ist im Ausführungsbeispiel von den Ausgangsöffnungen 26, 36 (Fig.
5) der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten Kanalröhre 20 vollständig durchdrungen.
Aus der Zusammenschau der Fig. 2 und 5 ist ersichtlich, dass die erste Ausgangsöffnung
26 der ersten Kanalröhre 10 zum Anschluss an den Lufteinlass 59 in der Wand des Zylinders
41 vorgesehen ist. Die zweite Ausgangsöffnung 36 der zweiten Kanalröhre 20 ist zum
Anschluss an den Gemischeinlass 58 in der Wand des Zylinders 41 vorgesehen.
[0043] Wie in Fig. 4 dargestellt, münden die erste Kanalröhre 10 und die zweite Kanalröhre
20 auf der zweiten Seite 4 an dem gemeinsamen Anschlussflansch 6 an einer gemeinsamen
Mündungsöffnung 7. Eine Außenkontur 8 der Mündungsöffnung 7 ist vorzugsweise kreisförmig.
Wie in Fig. 7 dargestellt weist die kreisförmige Außenkontur 8 der Mündungsöffnung
7 einen Durchmesser c auf. Zur Verbindung der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten
Kanalröhre 20 auf der zweiten Seite 4 des Verbindungsstutzen 2 mit dem Vergaser 70
muss lediglich der Anschlussflansch 6 mit dem Vergaser 70 verbunden werden. Es ist
nicht erforderlich, jede Kanalröhre 10, 20 einzeln mit dem Vergaser 70 zu verbinden.
[0044] Zur Abdichtung der Verbindung von erster Kanalröhre 10 und Vergaser 70 und der Verbindung
von zweiter Kanalröhre 20 und Vergaser 70 muss lediglich eine einzige Verbindungsstelle
zwischen dem Anschlussflansch 6 des Verbindungsstutzens 2 auf der zweiten Seite 4
und dem Vergaser 70 abgedichtet werden.
[0045] Ausgehend von der gemeinsamen Mündungsöffnung 7 auf der zweiten Seite 4 des Verbindungsstutzens
2 erstrecken sich die erste Kanalröhre 10 und die zweite Kanalröhre 20 bis zur Motorseite
des Verbindungsstutzens 2. Wie in Fig. 6 dargestellt, weist die erste Kanalröhre 10
eine in Längsrichtung 100 von der Anschlussfläche 9 bis zur gemeinsamen Mündungsöffnung
7 des Anschlussflanschs 6 auf der zweiten Seite 4 gemessene erste Länge l1 auf. Die
zweite Kanalröhre 20 weist eine in Längsrichtung 100 von der Anschlussfläche 9 bis
zur gemeinsamen Mündungsöffnung 7 des Anschlussflansches 6 auf der zweiten Seite 4
gemessene zweite Länge l2 auf. Die gemeinsame Mündungsöffnung 7 ist von einer Ebene
G begrenzt, die die Kanalröhren 10, 20 von der umlaufenden Vertiefung 73 für den Zwischenring
71 trennt. Die Längen l1 und l2 erstrecken sich von der Anschlussfläche 9 bis zur
Ebene G. Die zweite Länge l2 ist größer als die erste Länge l1.
[0046] Der Anschlussflansch 6 auf der zweiten Seite 4 des Verbindungsstutzens 2 weist eine
Anlagefläche 69 zur Anlage an einem Bauteil des handgeführten Arbeitsgeräts 1 auf.
Im Ausführungsbeispiel liegt der Verbindungsstutzen 2 mit der Anlagefläche 69 am Vergaser
70 an, wie in Fig. 3 dargestellt. Fig. 46 zeigt, dass die Anschlussfläche 9 auf der
ersten Seite 3 und die Anlagefläche 69 auf der zweiten Seite 4 in einem Winkel α von
10° bis 80°, insbesondere von 15° bis 45°, bevorzugt von 25° bis 35°, zueinander orientiert
sind. Der Winkel α öffnet in Richtung von der ersten Kanalröhre 10 zur zweiten Kanalröhre
20.
[0047] Wie insbesondere in Fig. 6 dargestellt, besitzt die erste Kanalröhre 10 eine erste
Umfangswand 17. Die zweite Kanalröhre 20 besitzt eine zweite Umfangswand 27. Im Bereich
zwischen der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten Kanalröhre 20 bilden die erste Umfangswand
17 der ersten Kanalröhre 10 und die zweite Umfangswand 27 der zweiten Kanalröhre 20
gemeinsam die Trennwand 67 des Verbindungsstutzens 2. In einem Längsabschnitt 31 des
Verbindungsstutzens 2 sind die erste Umfangswand 17 der ersten Kanalröhre 10 und die
zweite Umfangswand 27 der zweiten Kanalröhre 20 in einem Abstand v zueinander angeordnet.
Es kann vorgesehen sein, dass die erste Umfangswand 17 und die zweite Umfangswand
27 im Längsabschnitt 31 des Verbindungsstutzens 2 durch eine dünne, membranartige
Haut verbunden ist. Im Ausführungsbeispiel ist vorteilhaft zwischen der ersten Umfangwand
17 und der zweiten Umfangswand 27 im Längsabschnitt 31 eine durchgehende Öffnung 30
ausgebildet, die auch in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Die durchgehende Öffnung 30
erstreckt sich zwischen der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten Kanalröhre 20 parallel
zur Anschlussfläche 9 des Motoranschlussflansches 5. Die durchgehende Öffnung 30 erstreckt
sich in einer in Fig. 2 dargestellten Ebene E, die senkrecht zur Zylinderlängsachse
75 verläuft. Die durchgehende Öffnung 30 besitzt eine innere Umfangswand 32. Die durchgehende
Öffnung 30 durchdringt den Verbindungsstutzen 2 in Richtung senkrecht zur Längsrichtung
100 vollständig.
[0048] Wie Fig. 6 zeigt, weist der Verbindungsstutzen 2 eine in Längsrichtung 100 gemessene
Gesamtlänge l3 auf. Der Längsabschnitt 31 erstreckt sich vorteilhaft über mindestens
ein Viertel, insbesondere mindestens 30% der Gesamtlänge l3. Der Längsabschnitt 31
erstreckt sich vorteilhaft über mindestens 30% der zweiten Länge l2 der zweiten Kanalröhre
20. Im Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Längsabschnitt 31 bis zum Motoranschlussflansch
5. Im Bereich des Motoranschlussflansches 5 ist die Trennwand 67 des Verbindungsstutzens
2 sowohl von der ersten Umfangswand 17 der ersten Kanalröhre 10 als auch von der zweiten
Umfangswand 27 der zweiten Kanalröhre 20 gebildet. Genauso ist die Trennwand 67 des
Verbindungsstutzens 2 im Bereich der Mündungsöffnung 7 sowohl von der ersten Umfangswand
17 als auch von der zweiten Umfangswand 27 gebildet.
[0049] Der Motoranschlussflansch 5 weist eine parallel zu seiner Anschlussfläche 9 in Richtung
von der ersten Kanalröhre 10 zur zweiten Kanalröhre 20 gemessene Höhe h1 auf. Eine
in der Mitte bezüglich der Längserstreckung des Längsabschnitts 31 in Richtung der
Höhe h1 des Motoranschlussflansches 5 gemessene Höhe h2 beträgt vorteilhaft mindestens
3%, insbesondere 5% der Höhe h1 des Motoranschlussflansches 5.
[0050] Wie in Fig. 6 dargestellt, besitzt die erste Kanalröhre 10 eine in Umfangsrichtung
101 der ersten Kanalröhre 10 verlaufende Dehnungsfalte 12. Die Umfangsrichtung 101
läuft um die Längsrichtung 100 um. Durch Dehnen der Dehnungsfalte 12 ist eine Vergrößerung
der ersten Länge l1 der ersten Kanalröhre 10 möglich. Im Bereich der Dehnungsfalte
12 weist die erste Kanalröhre 10 einen größeren Durchmesser auf als in einem Bereich
außerhalb der Dehnungsfalte 12. Eine erste Wandstärke w1 der ersten Kanalröhre 10
in einem ersten Bereich 13 der Dehnungsfalte 12 ist vorteilhaft kleiner als eine zweite
Wandstärke w2 der ersten Kanalröhre 10 in einem der Dehnungsfalte 12 in Längsrichtung
100 benachbarten zweiten Bereich 14 der ersten Kanalröhre 10. Die Dehnungsfalte 12
ist vorzugsweise im Längsabschnitt 31 angeordnet. Die Dehnungsfalte 12 läuft vollständig
um die erste Kanalröhre 10 um. Die Dehnungsfalte 12 ragt vorteilhaft in die durchgehende
Öffnung 30. Von den beiden Kanalröhren 10, 20 weist ausschließlich die erste Kanalröhre
10 eine in Umfangsrichtung 101 verlaufende Dehnungsfalte 12 auf. Die zweite Kanalröhre
20 ist vorteilhaft frei von Dehnungsfalten.
[0051] Die Dehnungsfalte 12 erstreckt sich in Längsrichtung 100 über einen ersten Erstreckungsbereich
18. Im ersten Erstreckungsbereich 18 ist die erste Umfangswand 17 zur Bildung der
Dehnungsfalte 12 nach außen gestülpt. Anfang und Ende des ersten Erstreckungsbereichs
18 sind im Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 durch eine Abweichung vom Verlauf der ersten
Umfangswand 17 in Längsrichtung 100 gekennzeichnet. Am Anfang und am Ende des ersten
Erstreckungsbereichs 18 ist die erste Umfangswand 17 zur Kanalaußenseite hin gekrümmt.
Vorzugsweise nimmt die Wandstärke der ersten Umfangswand 17 im ersten Erstreckungsbereich
18 ausgehend vom Anfang des ersten Erstreckungsbereichs 18 bis zu einer Mitte 16 der
Dehnungsfalte 12 ab und nimmt im weiteren Verlauf von der Mitte 16 der Dehnungsfalte
12 hin zum Ende des ersten Erstreckungsbereichs 18 wieder zu. Die Mitte 16 der Dehnungsfalte
12 weist vorteilhaft die geringste Wandstärke der ersten Umfangswand 17 auf, nämlich
die erste Wandstärke w1 des ersten Bereichs 13. Der erste Bereich 13 der Dehnungsfalte
12 ist im ersten Erstreckungsbereich 18 der Dehnungsfalte 12 angeordnet. Der zweite
Bereich 14 der ersten Kanalröhre 10 ist außerhalb des ersten Erstreckungsbereichs
18 der Dehnungsfalte 12 angeordnet. Ein in Richtung parallel zur Anschlussfläche 9
des Motoranschlussflanschs 5 ausgehend von der Mitte 16 der Dehnungsfalte 12 gemessener
Abstand v zwischen der ersten Umfangswand 17 der ersten Kanalröhre 10 und der zweiten
Umfangswand 27 der zweiten Kanalröhre 20 beträgt vorteilhaft mindestens 5% der Höhe
h1 des Motoranschlussflanschs 5.
[0052] Der Längsabschnitt 31 kann bezüglich der Längsrichtung 100 näher an der ersten Seite
3 als an der zweiten Seite 4 angeordnet sein. Die Dehnungsfalte 12 ist vorteilhaft
bezüglich der Längsrichtung 100 näher an der ersten Seite 3 als an der zweiten Seite
4 angeordnet. Die Mitte 16 der Dehnungsfalte 12 besitzt einen in Längsrichtung 100
gemessenen ersten größten Abstand d1 zur Anschlussfläche 9 des Motoranschlussflansches
5. Der erste größte Abstand d1 beträgt vorteilhaft weniger als 50%, insbesondere weniger
als 45%, der ersten Länge l1 der ersten Kanalröhre 10.
[0053] Die zweite Kanalröhre 20 kann einen dritten Bereich 23 mit einer dritten Wandstärke
w3 aufweisen. Die zweite Kanalröhre 20 kann einen vierten Bereich mit einer vierten
Wandstärke w4 aufweisen. Die dritte Wandstärke w3 ist vorteilhaft kleiner als die
vierte Wandstärke w4. Der dritte Bereich 23 der zweiten Kanalröhre 20 ist bezüglich
der Längsrichtung 100 in dem Längsabschnitt 31 angeordnet. Der dritte Bereich 23 der
zweiten Kanalröhre 20 erstreckt sich vorzugsweise in Längsrichtung 100 über einen
zweiten Erstreckungsbereich 28. Das Ende und der Anfang des zweiten Erstreckungsbereichs
bezüglich der Längsrichtung 100 sind durch eine Abweichung der Wandstärke von der
vierten Wandstärke w4 gekennzeichnet. Der dritte Bereich 23 läuft vorzugsweise um
die zweite Kanalröhre 20 um.
[0054] Der dritte Bereich 23 ist vorteilhaft näher an der ersten Seite 3 als an der zweiten
Seite 4 angeordnet. Ein in Längsrichtung gemessener zweiter Abstand d2 zwischen Anschlussfläche
9 des Motoranschlussflansches 5 und dem dritten Bereich 23 der zweiten Kanalröhre
20 beträgt vorteilhaft weniger als ein Drittel, insbesondere weniger als ein Viertel,
der zweiten Länge l2 der zweiten Kanalröhre 20.
[0055] Wie in Fig. 8 dargestellt, überlappen sich vorzugsweise der erste Erstreckungsbereich
18 der Dehnungsfalte 12 der ersten Kanalröhre 10 und der zweite Erstreckungsbereich
28 des dritten Bereichs 23 der zweiten Kanalröhre 20 in Längsrichtung 100. Im Ausführungsbeispiel
überlappen sich der erste Erstreckungsbereich 18 und der zweite Erstreckungsbereich
28 in Längsrichtung 100 über eine Strecke von mindestens zwei Dritteln des ersten
Erstreckungsbereichs 18. Der zweite Erstreckungsbereich 28 ist weiter entfernt von
der Anschlussfläche 9 des Motoranschlussflansches 5 als der erste Erstreckungsbereich
18.
1. Elastischer Verbindungsstutzen zur Anordnung zwischen einem Verbrennungsmotor (40)
und einem Luftfilter (90) eines handgeführten Arbeitsgeräts (1), wobei der Verbindungsstutzen
(2) eine erste Kanalröhre (10) für weitgehend kraftstofffreie Luft und eine zweite
Kanalröhre (20) für ein Kraftstoff/Luft-Gemisch besitzt, wobei der Verbindungsstutzen
(2) einteilig ausgebildet ist, wobei der Verbindungsstutzen (2) an einer ersten Seite
(3) einen Motoranschlussflansch (5) zur Verbindung mit dem Verbrennungsmotor (80)
besitzt, an dem die erste Kanalröhre (10) und die zweite Kanalröhre (20) münden, wobei
die erste Kanalröhre (10) eine erste Umfangswand (17) besitzt, wobei die zweite Kanalröhre
(20) eine zweite Umfangswand (27) besitzt, wobei die erste Umfangswand (17) und die
zweite Umfangswand (27) in einem Längsabschnitt (31) des Verbindungsstutzens (2) in
einem Abstand (v, h2) zueinander angeordnet sind, wobei sich die Kanalröhren (10,
20) von der ersten Seite (3) zu einer zweiten Seite (4) des Verbindungsstutzens (2)
erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kanalröhre (10) und die zweite Kanalröhre (20) auf der zweiten Seite (4)
an einem gemeinsamen Anschlussflansch (6) münden.
2. Verbindungsstutzen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Umfangswand (17) und der zweiten Umfangswand (27) im Längsabschnitt
(31) eine durchgehende Öffnung (30) ausgebildet ist.
3. Verbindungsstutzen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Längsabschnitt (31) bis zum Motoranschlussflansch (5) erstreckt.
4. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kanalröhre (10) eine in Umfangsrichtung (101) der ersten Kanalröhre (10)
verlaufende Dehnungsfalte (12) besitzt.
5. Verbindungsstutzen nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich die erste Kanalröhre (10) die in Umfangsrichtung (101) verlaufende
Dehnungsfalte (12) besitzt.
6. Verbindungsstutzen nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsfalte (12) im Längsabschnitt (31) angeordnet ist.
7. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der in Richtung parallel zu einer Anschlussfläche (9) des Motoranschlussflanschs
(5) ausgehend von einer Mitte (16) der Dehnungsfalte (12) gemessene Abstand (v) zwischen
den Umfangswänden (17, 27) mindestens 5% einer Höhe (h1) des Motoranschlussflansches
(5) beträgt.
8. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Wandstärke (w1) der ersten Kanalröhre (10) in einem ersten Bereich (13)
der Dehnungsfalte (12) kleiner ist als eine zweite Wandstärke (w2) der ersten Kanalröhre
(10) in einem der Dehnungsfalte (12) benachbarten zweiten Bereich (14) der ersten
Kanalröhre (10).
9. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsfalte (12) näher an der ersten Seite (3) angeordnet ist als an der zweiten
Seite (4).
10. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsfalte (12) vollständig um die erste Kanalröhre (10) umläuft.
11. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsfalte (12) in die durchgehende Öffnung (30) ragt.
12. Verbindungsstutzen nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kanalröhre (20) einen dritten Bereich (23) mit einer dritten Wandstärke
(w3) und einen vierten Bereich (24) mit einer vierten Wandstärke (w4) besitzt, und
dass die dritte Wandstärke (w3) kleiner als die vierte Wandstärke (w4) ist.
13. Verbindungsstutzen nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Bereich (23) der zweiten Kanalröhre (20) in dem Längsabschnitt (31) angeordnet
ist.
14. Verbindungsstutzen nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Bereich (23) näher an der ersten Seite (3) angeordnet ist als an der zweiten
Seite (4).
15. Handgeführtes Arbeitsgerät mit einem Verbindungstutzen (2) nach einem der Ansprüche
1 bis 14, wobei der Verbindungsstutzen (2) zwischen einem Verbrennungsmotor (80) des
Arbeitsgeräts (1) und einem Vergaser (70) des Arbeitsgeräts (1) angeordnet ist.