(19)
(11) EP 3 612 703 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.12.2023  Patentblatt  2023/51

(21) Anmeldenummer: 18726034.4

(22) Anmeldetag:  17.04.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25B 33/00(2006.01)
E06B 1/70(2006.01)
B25B 5/16(2006.01)
B25B 5/06(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25B 5/06; B25B 5/163; B25B 33/00; E06B 1/705; E06B 1/702
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2018/100361
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2018/192626 (25.10.2018 Gazette  2018/43)

(54)

MONTAGEKELLE FÜR DEN EINBAU VON FENSTERBÄNKEN UND VERFAHREN ZUR MONTAGE EINER FENSTERBANK MIT DIESER MONTAGEKELLE

MOUNTING TROWEL FOR INSTALLING WINDOW SILLS AND METHOD FOR MOUNTING A WINDOW SILL BY MEANS OF SAID MOUNTING TROWEL

TRUELLE DE MONTAGE POUR LA POSE DE BANQUETTES DE FENÊTRE ET PROCÉDÉ DE MONTAGE D'UNE BANQUETTE DE FENÊTRE AVEC CETTE TRUELLE DE MONTAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.04.2017 DE 102017004072

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.02.2020  Patentblatt  2020/09

(73) Patentinhaber: Rausch, Werner
16837 Kagar (DE)

(72) Erfinder:
  • Rausch, Werner
    16837 Kagar (DE)

(74) Vertreter: Castell, Klaus 
Patentanwaltskanzlei Liermann-Castell Oberstraße 135
52349 Düren
52349 Düren (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
AT-U1- 4 959
US-B1- 6 578 837
   
  • Anonymous: "FeBaFix-System | Rausch - Montageelemente", , 6 May 2018 (2018-05-06), XP055714866, Retrieved from the Internet: URL:https://web.archive.org/web/2018050610 2450/http://www.fenster-rausch.de/febafix- system.html [retrieved on 2020-07-14]
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Fensterbankmontagekelle für den Einbau von Fensterbänken unter einem Fensterrahmen; die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Montage einer Fensterbank unter einem Fensterrahmen unter Verwendung einer solchen Fensterbankmontagekelle.

[0002] Der Einbau von Fensterbänken in die dafür vorgesehenen Öffnungen am Bau ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Die Fensterbank ist mit leichtem raumseitigen Gefälle und lückenlos zum unteren Teil des Fensterrahmens exakt einzubauen. Es ist bislang üblich, die einzubauenden Fensterbänke mit Hilfe einer Wasserwaage in der Bauöffnung auszurichten und unter Verwendung von Kunststoffkeilen oder Kunststoffunterlegplättchen auf der Brüstung zu unterfüttern und zu fixieren. Diese Kunststoffunterleger verbleiben unter der einzubauenden Fensterbank.

[0003] Mit dieser bisher üblichen Vorgehensweise ist jedoch eine exakte Ausrichtung der einzubauenden Fensterbänke nur sehr umständlich und nur mit hohem Aufwand möglich. Bei langen Fensterbänken ist eine genaue Ausrichtung nur unter Einsatz von mindestens zwei Arbeitskräften zu erreichen. Nachteilig ist weiterhin, dass die Ausrichtung und Fixierung mittels Kunststoffkeilen bzw. -plättchen nur geringen Belastungen standhält und bereits leichte Erschütterungen bei der Montage zur Lageveränderung oder zum Kippen der Kunststoffunterfütterungen führen. Dies erfordert wiederum eine Korrektur, so dass diese Prozedur ggf. mehrfach wiederholt werden muss. Ferner ist es in der Baupraxis der Regelfall, dass zwischen Brüstung und unterem Fensterrahmen erhebliche Abstandunterschiede vorliegen und auszugleichen sind. Unebenheiten auf den Brüstungen, wie herausgebrochenes Mauerwerk, bieten keine geraden Auflageflächen, und häufig müssen an einigen Stellen mehrere Unterfütterungselemente aufeinander gestapelt werden, was typischerweise zu instabilen Unterfütterungen führt. Aufgrund von kaum zu vermeidendem Umkippen der Unterfütterungen muss daher dieser Vorgang in der Praxis häufig wiederholt werden.

[0004] Ist es gelungen, die Fensterbänke in die gewünschte Einbauposition zu bringen, werden die Hohlräume zwischen Fensterbank und Brüstung zumeist mit Montageschaum oder mit anderen Füllmaterialien gefüllt und somit auch fixiert, wobei die Kunststoffunterleger, wie eingangs erwähnt, unter der Fensterbank verbleiben. Beim Verfüllen, insbesondere Einschäumen, muss die Fensterbank vorne leicht angehoben werden, um dabei in ausreichendem Maße unter die Fensterbank gelangen zu können. Hierbei jedoch können die Unterlegelemente wiederum verwackeln und ihre Position verlieren. Da der Montageschaum oder ähnliches Füllmaterial dann unkontrolliert Druck auf die Fensterbank ausübt, gerät diese nun in eine inakzeptable Schiefstellung. Der Vorgang ist dann zu wiederholen, was einen erhöhten und mithin wirtschaftlich nachteiligen Aufwand bedeutet.

[0005] In der US-Patentschrift US 6,578,837 B1 wird eine Schraubzwinge mit einem manuell bedienbaren Feststellmechanismus gelehrt. Schraubzwingen eignen sich zum längeren Aneinanderpressen von Werkstücken.

[0006] In der österreichischen Gebrauchsmusterschrift AT 004 959 U1 wird ein aus Kunststoff bestehendes Montageprofil für eine Fensterbank offenbart. Das Montageprofil wird unterhalb des Fensters am Mauerwerk fixiert und dient zur Aufnahme des Fensterbretts für den Zeitraum der Fixierung durch weitere Baustoffe.

[0007] Es sind zum Zeitrang der vorliegenden Patentanmeldung keine mechanischen Montagehilfen bzw. Werkzeuge im Bauhandwerk für den Einbau von Fensterbänken im Innen- und Außenbereich bekannt, mit denen der beschriebene Aufwand beim Einbau von Fensterbänken, insbesondere bei deren Unterfütterung, deutlich gesenkt werden kann.

[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Montagewerkzeug vorzuschlagen, das für den Einbau von Fensterbänken, unabhängig von deren Größe und Länge, unterhalb eines Fensterrahmens unter den typischen Bedingungen einer Baustelle geeignet ist und den Arbeitsaufwand dieses Einbauvorganges vermindert. Ein weiterer Aspekt der Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zur raschen Montage einer Fensterbank unter Verwendung dieses Montagewerkzeuges anzugeben.

[0009] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch eine Fensterbankmontagekelle für den Einbau von Fensterbänken unter einem Fensterrahmen mit den Merkmalen des Anspruchs 1, durch ein Montageset mit den Merkmalen des Anspruchs 3 sowie durch ein Verfahren zur Montage einer Fensterbank unter einem Fensterrahmen nach Anspruch 4 gelöst. Eine vorteilhafte Ausgestaltung ist im Unteranspruch 2 angegeben.

[0010] Nach der Erfindung ist also vorgesehen, dass die Fensterbankmontagekelle für den Einbau von Fensterbänken unter einem Fensterrahmen aus einem Abstandselement, das eine obere Seite geeignet zur Anlage an eine untere Seite des Fensterrahmens aufweist, aus einem Griffelement und aus einem Klemmelement, das mit dem Griffelement verbunden ist, besteht. Erfindungsgemäß ist dabei das Abstandselement mit einer Aussparung versehen, wodurch es unterschiedlich hohe seitliche Seiten für die Montage unterschiedlich starker Fensterbänke hat, und auf dem Klemmelement angebracht. Ferner ist das Klemmelement leicht überstehend in Bezug auf das Abstandselement angeordnet, und das Klemmelement und das Abstandselement sind so angeordnet, dass ein Montagewinkel zwischen Klemmelement und Abstandselement steckbar ist.

[0011] In einer Ausführungsform dieser Fensterbankmontagekelle ist vorgesehen, dass das Abstandselement mit mehreren Innengewindebohrungen versehen ist und dadurch auf dem Klemmelement mittels lösbarer Hülsenschrauben in einer ersten Anordnung und in einer zweiten, dazu entgegengesetzten Anordnung wechselbar - je nach Fensterbankstärke - befestigbar ist

[0012] In einer anderen, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Fensterbankmontagekelle für den Einbau von Fensterbänken unter einem Fensterrahmen ebenfalls aus einem Abstandselement, das eine obere Seite geeignet zur Anlage an eine untere Seite des Fensterrahmens aufweist, aus einem Griffelement und aus einem Klemmelement, das mit dem Griffelement verbunden ist, besteht. Hierbei ist vorgesehen, dass das Abstandselement fest mit dem Klemmelement verbunden ist, so dass die Anpassung an die je gegebene gängige Fensterbrettstärke durch Wahl der Fensterbankmontagekelle mit der geeigneten Höhe erfolgt. Ferner ist das Klemmelement leicht überstehend in Bezug auf das Abstandselement angeordnet, und es ist ein Montagewinkel zwischen Klemmelement und Abstandselement steckbar.

[0013] Die Verwendung einer erfindungsgemäßen Fensterbankmontagekelle ermöglicht als erfindungsgemäßes Verfahren zur Montage einer Fensterbank unter einem Fensterrahmen ein Verfahren, das die folgenden Arbeitsschritte aufweist: Es wird ein Montagewinkel zwischen Abstandselement und Klemmelement einer erfindungsgemäßen Fensterbankmontagekelle gesteckt und an dem Montagewinkel ein rückseitiger Klebestreifen entfernt. Sodann erfolgt ein Andrücken des Montagewinkels mit Hilfe der Fensterbankmontagekelle an einen Fensterbankanschlag, wobei die obere Seite des Abstandselementes an der unteren Seite des Fensterrahmens anliegt. Hiernach erfolgen ein Montieren der Fensterbank und ein Fixieren der Fensterbank mit Montageschaum oder einem anderen Fixierungsmittel. Das eingangs beschriebene instabile und aufwändige Ausrichten und Fixieren mit, ggf. aufeinandergeschichteten, Kunststoffunterfütterungen entfällt mithin beim erfindungsgemäßen Verfahren.

[0014] Die Erfindung umfasst ferner ein Montageset, bestehend aus einer erfindungsgemäßen Fensterbankmontagekelle und einem Montagewinkel, der eine selbstklebende Rückseite aufweist. Vorzugsweise weist der Montagewinkel auch eine Bohrung auf, so dass der Montagewinkel zusätzlich durch Schrauben auf dem Fensterbankanschlag fixiert werden kann. Eine Verkaufseinheit kann ein solches Montageset und zusätzliche Montagewinkel umfassen sowie auch mehrere, ggf. in ihren Maßen unterschiedliche Fensterbankmontagekellen.

[0015] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1
eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle,
Figur 2
eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle,
Figur 3
eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle in verschiedenen Perspektiven,
Figur 4
einen Montagewinkel, der bei Einsatz der Fensterbankmontagekelle verwendet wird,
Figur 5
eine Fensterbankmontagekelle mit eingeklemmtem Montagewinkel,
Figur 6
eine Fensterbankmontagekelle mit eingeklemmtem Montagewinkel,
Figur 7
die Vorgehensweise beim Anbau eines Montagewinkels in mehreren Arbeitsschritten,
Figur 8
eine fertig montierte Fensterbank.


[0016] Die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fensterbankmontagekelle besteht aus einem, leicht überstehenden, Klemmelement 4 mit Griffelement 2. Der überstehende Teil kann dabei leicht, vorzugsweise in Richtung auf das Abstandselement 1, angekantet sein (nicht abgebildet). Auf diesem Klemmelement 4 befindet sich das Abstandselement 1. Das Abstandselement 1 hat mehrere, an verschiedenen Seiten angeordnete, Innengewindebohrungen 3. Die Innengewindebohrungen 3 nehmen Hülsenschrauben 5 auf, um Abstandselement 1 und Klemmelement 4 miteinander zu verbinden. Die Hülsenschrauben 5 sind lösbar, um das Abstandselement 1 auf dem Klemmelement 4 positionieren zu können. Das Abstandselement 1 besitzt eine Aussparung 1.1 und hat dadurch zwei unterschiedlich hohe Seiten (seitlich, in der Abbildung am linken und rechten Ende des Abstandselementes 1). Diese unterschiedlichen Höhen des Abstandselementes 1 ermöglichen die Montage unterschiedlich starker Fensterbänke 15. Es gibt verschiedene, gängige Fensterbankdicken (typischerweise 16-18 mm sowie 18-21 mm). Mit Hilfe der Positionierung der Aussparung 1.1. und der unterschiedlich hohen Seiten des Abstandselementes 1 können bei der Montage unterschiedliche Fensterbankdicken überbrückt und mithin Fensterbänke 15 unterschiedlicher Fensterbankstärke montiert werden.

[0017] Die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Fensterbankmontagekelle zeigt das gleiche Werkzeug wie in Figur 1, aber mit entgegengesetzter Anordnung des Abstandselementes 1 auf dem Klemmelement 4. Die Aussparung 1.1. befindet sich hier auf dem hinteren (in der Abbildung rechts gelegenen) Teil des Klemmelementes 4. Beim Abstandselement 1 wurde in diesem Beispiel die höhere Seite nach vorne angeordnet, so dass eine stärkere Fensterbank 15 montiert werden kann.

[0018] Statt der in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Ausführungsform mit einer durch mindestens eine Hülsenschraube 5 und mindestens eine korrespondierende Innengewindebohrung 3 hergestellten lösbaren Verbindung zwischen Abstandselement 1 und Klemmelement 4 kann in einer anderen Variante vorgesehen sein, dass Abstandselement 1 und Klemmelement 4 fest miteinander verbunden sind und dementsprechend keine Hülsenschrauben 5 und Innengewindebohrungen 3 vorhanden sind. Dabei braucht nicht notwendig eine Aussparung 1.1 vorgesehen sein. In einer Ausführungsform dieser Variante kann vorteilhaft im vorderen Bereich eine Aussparung 1.1 zur besseren Aufnahme eines Montagewinkels 6 vorgesehen sein. Bei der Fensterbankmontage wird dann je nach Fensterbankstärke eine Fensterbankmontagekelle mit geeigneter Höhe, gegeben durch die Höhe des Abstandshalters, als Montagewerkzeug gewählt.

[0019] Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle in drei verschiedenen Perspektiven. Die in den oberen beiden Abbildungen dargestellten Zustände der Fensterbankmontagekelle zeigen von vorne die beiden Anordnungsvarianten des Abstandelementes 1 auf dem Klemmelement 4. Die untere Abbildung stellt aus der entgegengesetzten Perspektive, also von Seiten des Griffelementes 2 her, eine Rückansicht der Fensterbankmontagekelle dar.

[0020] Figur 4 zeigt einen Montagewinkel 6 mit selbstklebender Rückseite 7. In der dargestellten Ausführungsform ist ferner eine Bohrung 8 für eine zusätzliche Befestigungsmöglichkeit am Fensterbankanschlag 10 vorgesehen. Im Zusammenwirken mit der Fensterbankmontagekelle ist der Montagewinkel 6 unerlässlich beim erfindungsgemäßen Verfahren der Fensterbankmontage. Für seine Funktion des Aufnehmens der Fensterbank 15 ist der Montagewinkel 6 vorzugsweise nicht völlig starr, sondern etwas flexibel; ferner verfügt er vorzugsweise über eine hinreichende Verstärkung an seiner Aufnahmefläche. Der vom Montagewinkel 6 gegebene geometrische Winkel ist vorzugsweise ein spitzer Winkel, nahe 90°.

[0021] Figur 5 zeigt eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle in Verbindung mit dem Montagewinkel 6. Der Montagewinkel 6 wird zwischen Klemmelement 4 und Abstandselement 1 gesteckt. Dargestellt ist eine vordere Positionierung der Aussparung 1.1 des Abstandselementes 1, wobei es für die Funktion unerheblich ist, ob die Aussparung 1.1 vorn oder hinten auf dem Klemmelement 4 positioniert ist. Die Lage der Aussparung 1.1 ist nur für die Montage von unterschiedlich starken Fensterbänken 15 relevant. Der Halt des Montagewinkels 6 zwischen Abstandselement 1 und Klemmelement 4 ist trotz Aussparung 1.1, vorzugsweise durch Klemmwirkung, gegeben. An seiner Rückseite 7 weist der Montagewinkel 6 einen Klebestreifen 7' zur Fixierung am Fensterbankanschlag 10 auf.

[0022] Figur 6 zeigt eine erfindungsgemäße Fensterbankmontagekelle in Verbindung mit dem Montagewinkel 6 wie in Figur 5. Im Unterschied hierzu ist jedoch die Aussparung 1.1 in diesem Beispiel auf dem hinteren Teil des Klemmelementes 4 angeordnet.

[0023] Figur 7 zeigt einzelne Arbeitsschritte beim Anbringen des Montagewinkels 6 an einen Fensterbankanschlag 10 auf einem Mauerwerk 9. Im dargestellten Beispiel ist die Aussparung 1.1 auf dem Klemmelement 4 im hinteren Teil, da eine stärkere Fensterbank 15 eingebaut wird und somit die höhere Seite des Abstandselementes 1 vorn ist.

[0024] Beim erfindungsgemäßen Montageverfahren wird der Montagewinkel 6 zwischen Abstandselement 1 und Klemmelement 4 gesteckt. Es wird der rückseitige Klebestreifen 7' entfernt und der Montagewinkel 6 an den Fensterbankanschlag 10 gedrückt. Wie dargestellt liegt dabei die obere Seite des Abstandselementes 1 unmittelbar an der unteren Seite des Fensterrahmens 11 an, um den korrekten Abstand herzustellen. Es empfiehlt sich die Montage von mindestens zwei Montagewinkeln 6. Der Montagewinkel 6 ist bereit für die Aufnahme der Fensterbank 15. Je nach Größe und Schwere der Fensterbank 15 können die Montagewinkel 6 mittels Bohrung und durch Schrauben auf dem Fensterbankanschlag 10 fixiert werden. Dazu kann sich eine Bohrung 8 auf dem Montagewinkel 6 befinden. Bei kurzen und dadurch leichteren Fensterbänken reicht auch die Klebekraft mittels Klebestreifen 7' aus, um die Fensterbank 15 für die Montage zu fixieren.

[0025] Figur 8 zeigt die fertig montierte Fensterbank 15. Die Montage der Fensterbank 15 erfolgt also ohne Unterlegeklötzchen und mit enormer Zeiteinsparung. Klemmt die Fensterbank 15 zwischen Fensterrahmen 11 und Montagewinkel 6 kann diese je nach Anforderung befestigt werden. In dieser Abbildung wird die Fixierung mit Montageschaum 14, die am häufigsten verwendete Fixierung, dargestellt.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0026] 
1 Abstandselement 8 Bohrung
1.1 Aussparung 9 Mauerwerk
2 Griffelement 10 Fensterbankanschlag
3 Innengewindebohrung 11 Fensterrahmen
4 Klemmelement    
5 Hülsenschraube    
6 Montagewinkel 14 Montageschaum
7 Rückseite 15 Fensterbank
7' Klebestreifen    



Ansprüche

1. Fensterbankmontagekelle für den Einbau von Fensterbänken (15) unter einem Fensterrahmen (11), bestehend aus

- einem Abstandselement (1), wobei das Abstandselement (1) eine obere Seite geeignet zur Anlage an eine untere Seite des Fensterrahmens (11) aufweist,

- einem Griffelement (2), und

- einem Klemmelement (4),

wobei das Klemmelement (4) mit dem Griffelement (2) verbunden ist, und

wobei das Abstandselement (1) mit einer Aussparung (1.1) versehen ist, wodurch es unterschiedlich hohe seitliche Seiten für die Montage unterschiedlich starker Fensterbänke (15) hat, und auf dem Klemmelement (4) angebracht ist, und

wobei das Klemmelement (4) leicht überstehend in Bezug auf das Abstandselement (1) angeordnet ist, und wobei

das Klemmelement (4) und das Abstandselement (1) so angeordnet sind,

dass ein Montagewinkel (6) zwischen Klemmelement (4) und Abstandselement (1) steckbar ist.


 
2. Fensterbankmontagekelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Abstandselement (1) mit mehreren Innengewindebohrungen (3) versehen ist und dadurch auf dem Klemmelement (4) mittels lösbarer Hülsenschrauben (5) in einer ersten Anordnung und in einer zweiten, dazu entgegengesetzten Anordnung wechselbar befestigbar ist.
 
3. Montageset bestehend aus

- einer Fensterbankmontagekelle nach einem der Ansprüche 1 oder 2, und

- einem Montagewinkel (6), der eine selbstklebende Rückseite (7) und vorzugsweise eine Bohrung (8) aufweist.


 
4. Verfahren zur Montage einer Fensterbank (15) unter einem Fensterrahmen (11), aufweisend die folgenden Arbeitsschritte:

- Stecken eines Montagewinkels (6) zwischen Abstandselement (1) und Klemmelement (4) einer Fensterbankmontagekelle nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

- Entfernen eines rückseitigen Klebestreifens (7') an dem Montagewinkel (6),

- Andrücken des Montagewinkels (6) mit Hilfe der Fensterbankmontagekelle an einen Fensterbankanschlag (10),
wobei die obere Seite des Abstandselementes (1) an der unteren Seite des Fensterrahmens (11) anliegt,

- Montieren der Fensterbank (15),

- Fixieren der Fensterbank (15) mit Montageschaum (14) oder einem anderen Fixierungsmittel.


 


Claims

1. Window sill mounting trowel for installing window sills (15) under a window frame (11), comprising:

- a spacer element (1), wherein the spacer element (1) has an upper side suitable for contact with an underside of the window frame (11),

- a handle element (2), and

- a clamping element (4),

wherein the clamping element (4) is connected to the handle element (2), and wherein the spacer element (1) is provided with a recess (1.1) by which means the spacer element has lateral sides with different heights for the mounting of different thicknesses of window sills (15), and is mounted on the clamping element (4), and

wherein the clamping element (4) is arranged to be slightly protruding in relation to spacer element (1), and

wherein the clamping element (4) and the spacer element (1) are arranged such that a mounting bracket (6) can be inserted between the clamping element (4) and spacer element (1).


 
2. Window sill mounting trowel according to claim 1,
characterized in that
the spacer element (1) is provided with a plurality of internally threaded bores (3), and can thereby be fastened to the clamping element (4) by means of detachable sleeve bolts (5) in a first arrangement and can be changed into a second, opposite arrangement.
 
3. Mounting set comprising

- a window sill mounting trowel according to one of claims 1 or 2, and

- a mounting bracket (6) which has a self-adhesive back (7) and preferably a bore hole (8).


 
4. Method for mounting a window sill (15) under a window frame (11) having the following work steps:

- inserting a mounting bracket (6) between the spacer element (1) and clamping element (4) of a window sill mounting trowel according to one of claims 1 or 2,

- removing an adhesive strip (7') from the back of the mounting bracket (6),

- pressing the mounting bracket (6) against a window sill stop (10) with the aid of the window sill mounting trowel,

wherein the upper side of the spacer element (1) contacts the underside of the window frame (11),

- mounting the window sill (15),

- fastening the window sill (15) using mounting foam (14) or another fastening means.


 


Revendications

1. Truelle de montage d'un appui de fenêtre pour encastrer des appuis de fenêtres (15) sous un châssis de fenêtre (11), constituée

- d'un élément d'espacement (1), l'élément d'espacement (1) comportant une face supérieure, destinée à être mise en appui sur une face inférieure du châssis de fenêtre (11),

- d'un élément formant poignée (2), et

- d'un élément de serrage (4),

l'élément de serrage (4) étant assemblé avec l'élément formant poignée (2) et

l'élément d'espacement (1) étant muni d'une encoche (1.1), suite à quoi, il dispose de faces latérales de différentes hauteur, pour le montage d'appuis de fenêtre (15) de différentes épaisseurs, et étant apposé sur l'élément de serrage (4) et

l'élément de serrage (4) étant placé avec un léger surplomb par rapport à l'élément d'espacement (1) et

l'élément de serrage (4) et l'élément d'espacement (1) étant placés de telle sorte qu'une équerre de montage (6) puisse être insérée entre l'élément de serrage (4) et élément d'espacement (1).


 
2. Truelle de montage d'un appui de fenêtre selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément d'espacement (1) est muni de plusieurs taraudages (3) et de ce fait, peut se fixer sur l'élément de serrage (4) au moyen de vis à douilles (5) désolidarisables, selon une première configuration et de manière interchangeable selon une deuxième configuration opposée à celle-ci.
 
3. Kit de montage, constitué

- d'une truelle de montage d'un appui de fenêtre selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2 et

- d'une équerre de montage (6), qui comporte une face arrière (7) autocollante et de préférence un alésage (8).


 
4. Procédé de montage d'un appui de fenêtre (15) sous un châssis de fenêtre (11), comportant les étapes de travail suivantes, consistant à :

- insérer une équerre de montage (6) entre l'élément d'espacement (1) et l'élément de serrage (4) d'une truelle de montage d'un appui de fenêtre selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,

- retirer un ruban adhésif (7') sur la face arrière de l'équerre de montage (6),

- appuyer l'équerre de montage (6) à l'aide de la truelle de montage d'un appui de fenêtre sur une butée (10) de l'appui de fenêtre,
la face supérieure de l'élément d'espacement (1) étant en appui sur la face inférieure du châssis de fenêtre (11),

- monter l'appui de fenêtre (15),

- fixer l'appui de fenêtre (15) avec de la mousse de montage (14) ou un autre moyen de fixation.


 




Zeichnung




















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente