[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bodenbearbeitungsmaschine, wie etwa eine
Straßenfräsmaschine oder einen Surface-Miner, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft weiter ein Verfahren zur vorübergehenden Entfernung
einer Aufnahme-Fördereinrichtung von einem Fräsaggregat einer zu Verfahrensbeginn
betriebsbereiten bodenabtragenden Bodenbearbeitungsmaschine, insbesondere einer Straßenfräsmaschine
oder eines Surface-Miners, wobei das Fräsaggregat ein Fräswerkzeug und ein das Fräswerkzeug
abschirmendes Fräswerkzeuggehäuse umfasst, wobei die Aufnahme-Fördereinrichtung während
eines Fräsbetriebs der Bodenbearbeitungsmaschine abgetragenes Bodenmaterial vom Fräsaggregat
weg fördert, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- a.) Annähern eines dem Fräswerkzeuggehäuse näher gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung
an den Maschinenrahmen,
- b.) Verbinden des dem Fräswerkzeuggehäuse näher gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung
mit dem Maschinenrahmen und dabei Bilden einer pendelbaren Aufhängung der Aufnahme-Fördereinrichtung
am Maschinenrahmen, und
- c.) Lösen einer ersten Bewegungskopplung des dem Fräswerkzeuggehäuse näher gelegenen
Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung mit einem relativ zum Maschinenrahmen beweglichen
Teil des Fräswerkzeuggehäuses.
[0003] Eine gattungsgemäße Bodenbearbeitungsmaschine sowie ein gattungsgemäßes Verfahren
sind aus der
DE 10 2014 011 878 A1 bekannt. Das Fräsaggregat mit dem Fräswerkzeug und dem das Fräswerkzeug zur Außenumgebung
hin abschirmenden Fräswerkzeuggehäuse muss von Zeit zu Zeit vom Maschinenrahmen gelöst
und entfernt werden. In der Regel wird unmittelbar nach dem Entfernen eines Fräsaggregats
erneut ein Fräsaggregat an den Maschinenrahmen anmontiert, um Stillstandszeiten der
Bodenbearbeitungsmaschine möglichst zu vermeiden.
[0004] Das Fräsaggregat gemäß der vorliegenden Anmeldung ist an der fräsbereiten Bodenbearbeitungsmaschine
in der Regel an der Unterseite des Maschinenrahmens befestigt und befindet sich in
Längsrichtung der Bodenbearbeitungsmaschine zwischen einer vorderen und einer hinteren
Laufwerksanordnung. Das Fräsaggregat kann wegen des durch die Laufwerke in Maschinenlängsrichtung
(parallel zur Rollachse) und wegen des durch den Maschinenrahmen in Maschinenhöhenrichtung
(parallel zur Gierachse) eingeschränkten Bewegungsraums nach einem Lösen vom Maschinenrahmen
in der Regel nur in Maschinenquerrichtung (parallel zur Nickachse) vom Maschinenrahmen
entfernt werden.
[0005] Ein Fräswerkzeuggehäuse im Sinne der vorliegenden Anmeldung hat seitliche Begrenzungswände,
welche die Außenumgebung parallel zur Nickachse zum Fräswerkzeug in abschirmen. Die
seitlichen Begrenzungswände werden in der Fachwelt auch als "Kantenschutz" bezeichnet.
Weiter weist das Fräswerkzeuggehäuse eine vordere Begrenzungswand auf, welche bei
Vorwärtsfahrt der Bodenbearbeitungsmaschine dem Fräswerkzeug vorauseilt und die Außenumgebung
in Richtung parallel zur Rollachse das Fräswerkzeug abschirmt. Die vordere Begrenzungswand
wird in der Fachwelt auch als "Niederhalter" bezeichnet. Außerdem weist das Fräswerkzeuggehäuse
eine hintere Begrenzungswand auf, welche bei Vorwärtsfahrt der Bodenbearbeitungsmaschine
dem Fräswerkzeug nachläuft. Diese hintere Begrenzungswand, welche in der Fachwelt
auch als "Abstreifer" bezeichnet ist, schirmt die Außenumgebung ebenfalls parallel
zur Rollachse zum Fräswerkzeug hinab. Die Abschirmrichtungen von vorderer und hinterer
Begrenzungswand sind einander entgegengesetzt. Zwischen der vorderen und der hinteren
Begrenzungswand und zwischen den seitlichen Begrenzungswänden befindet sich das fräsbereite
Fräswerkzeug.
[0006] Das hinter den gattungsgemäßen Gegenständen: Bodenbearbeitungsmaschine und Verfahren,
stehende Problem ist das folgende:
Die seitlichen Begrenzungswände des Fräswerkzeuggehäuses stehen in vielen Fällen in
Maschinenlängsrichtung über die vordere Begrenzungswand des Fräswerkzeuggehäuses vor.
Ein dem Fräsaggregat nähergelegenes Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung befindet
sich zwischen den über die vordere Begrenzungswand nach vorne vorstehenden Abschnitten
der seitlichen Begrenzungswände. Daher ist ein seitliches Entfernen des Fräsaggregats
vom Maschinenrahmen nur dann kollisionsfrei möglich, wenn sich die seitlichen Begrenzungswände
und das fräsaggregatnähere Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung bei Betrachtung
längs der Nickachse nicht mehr überlappen. Daher wird das fräsaggregatnähere Längsende
der Aufnahme-Fördereinrichtung vorübergehend nach vorne, also in Vorwärtsfahrtrichtung
der Bodenbearbeitungsmaschine, vom Fräsaggregat wegbewegt.
[0007] Die
DE 10 2014 011 878 A1 lehrt hierzu, zunächst das an der vorderen Begrenzungswand gelagerte fräsaggregatnähere
Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung mit der aktuatorisch höhenverstellbaren vorderen
Begrenzungswand dem Maschinenrahmen anzunähern, dann am Maschinenrahmen pendelbar
zu befestigen und die Lagerverbindung des Längsendes mit der vorderen Begrenzungswand
zu lösen. Das fräsaggregatfernere Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung bleibt
derweil translatorisch gleitend am Maschinenrahmen gelagert.
[0008] Gemäß dem bekannten Verfahren und der bekannten Bodenbearbeitungsmaschine wird das
fräsaggregatnähere Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung bewusst derart mit schräg
verlaufenden Verbindungsmitteln pendelbar am Maschinenrahmen aufgehängt, dass die
gesamte Aufnahme-Fördereinrichtung durch ihre Schwerkraft in Maschinenlängsrichtung
vom Fräsaggregat weg vorgespannt ist. Lässt man der Aufnahme-Fördereinrichtung freien
Lauf, etwa nach Entfernung eines das fräsaggregatnähere Längsende zunächst in seiner
Längsposition in Maschinenlängsrichtung sichernden Sicherungs-Verbindungsmittels,
schwenkt das fräsaggregatnähere Längsende am pendelbaren Verbindungsmittel um seinen
Aufhängungsort am Maschinenrahmen vom Fräsaggregat weg. Das fräsaggregatfernere Längsende
bewegt sich dabei durch seine Gleitlagerung gleitend geführt ebenfalls mit einer Bewegungskomponente,
welche vom Fräsaggregat weg gerichtet ist.
[0009] Nachteilig an dieser Lösung ist zum einen, dass die schwerkraftgetriebene Schwenkbewegung
des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung wegen der großen
Masse der Aufnahme-Fördereinrichtung nur bedingt zu kontrollieren ist. Weiter nachteilig
ist, dass der schwerkraftgetriebene Bewegungsantrieb des fräsaggregatnäheren Längsendes
der Aufnahme-Fördereinrichtung abhängig vom schrägen Verlauf des Verbindungsmittels
nur in eine Richtung funktioniert, - in der Regel vom Fräsaggregat weg - das fräsaggregatnähere
Längsende jedoch nach einer erneuten Anordnung eines Fräsaggregats am Maschinenrahmen
wieder dem Fräsaggregat angenähert und zur gemeinsamen Bewegung mit der vorderen Begrenzungswand
verbunden werden muss. Diese Annäherung des fräsaggregatnäheren Längsendes gegen die
Gewichtskraft der Aufnahme-Fördereinrichtung erfordert entweder zusätzlichen maschinellen
Aufwand oder erhöhten Kraftaufwand oder/und gestattet nur ein geringes Entfernen des
fräsaggregatnäheren Längsendes von der vorderen Begrenzungswand.
[0010] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein vorübergehendes Entfernen des
fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung im Lichte der oben geschilderten
Nachteile zu erleichtern.
[0011] Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung gemäß einem vorrichtungsbezogenen Aspekt
durch eine Bodenbearbeitungsmaschine der eingangs genannten Art, deren Aufnahme-Fördereinrichtung
zusätzlich zur pendelbaren Aufhängung am Maschinenrahmen durch eine von der ersten
verschiedene zweite Bewegungskopplung mit einer zur Bewegung relativ zum Maschinenrahmen
antreibbaren Bauteilanordnung der Bodenbearbeitungsmaschine derart koppelbar ist,
dass eine angetriebene Bewegung der Bauteilanordnung von einer Ausgangsposition in
eine davon verschiedene Endposition eine Verlagerung der pendelbar am Maschinenrahmen
aufgehängten Aufnahme-Fördereinrichtung von dem Fräsaggregat weg bewirkt.
[0012] Diese Aufgabe löst die vorliegende Erfindung gemäß einem verfahrensbezogenen Aspekt
durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, welches zusätzlich folgende Verfahrensschritte
umfasst:
d.) Koppeln der Aufnahme-Fördereinrichtung mit einer zur Bewegung relativ zum Maschinenrahmen
antreibbaren Bauteilanordnung der Bodenbearbeitungsmaschine mittels einer von der
ersten verschiedenen zweiten Bewegungskopplung derart, dass eine angetriebene Bewegung
der Bauteilanordnung von einer Ausgangsposition in eine davon verschiedene Endposition
eine Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung von dem Fräsaggregat weg bewirkt,
und
e.) Antreiben der Bauteilanordnung zu einer Bewegung von der Ausgangsposition in die
Endposition.
[0013] Die der vorliegenden Erfindung zu Grunde liegende Kernidee ist die Nutzung einer
relativ zum Maschinenrahmen zur Bewegung antreibbaren Bauteilanordnung als schaltbaren
Bewegungsantrieb für die Aufnahme-Fördereinrichtung, um nach der pendelbaren Aufhängung
des dem Fräswerkzeug näher gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung und
nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung des fräsaggregatnäheren Längsendes der
Aufnahme-Fördereinrichtung dieses Längsende gezielt zu einer Bewegung vom Fräsaggregat
weg anzutreiben. Eine nur bedingt kontrollierbare schwerkraftgetriebene Bewegung des
fräsaggregatnäheren Längsendes kann damit vermieden werden. Außerdem kann durch Nutzung
der zur Bewegung antreibbaren Bauteilanordnung als Bewegungsantrieb der Aufnahme-Fördereinrichtung
ein längerer Bewegungsweg vom Fräsaggregat weg realisiert werden, als dies mit der
bekannten nur schwerkraftgetriebenen Entfernungsbewegung möglich ist. Es spielt dabei
im Übrigen keine Rolle, ob die erste Bewegungskopplung vor oder nach der Herstellung
der pendelbaren Aufhängung gelöst wird. Bevorzugt ist nämlich das fräsaggregatnähere
Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung von einem Abschnitt des gemeinsam mit ihr
beweglichen Teils des Fräswerkzeuggehäuses formschlüssig untergriffen, sodass es im
Falle eines Lösens der ersten Bewegungskopplung auch dann nicht herunterfallen kann,
wenn der dem Fräswerkzeug näher gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung
noch nicht pendelbar am Maschinenrahmen aufgehängt ist.
[0014] Mit "pendelbar" ist im Zusammenhang mit der Aufhängung des fräsaggregatnäheren Längsendes
der Aufnahme-Fördereinrichtung vorliegend nicht ausgesagt, dass die pendelbare Aufhängung
tatsächlich zu einer Pendelbewegung des fräsaggregatnäheren Längsendes führt. Für
eine pendelbaren Aufhängung des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung
im Sinne der vorliegenden Anmeldung reicht es aus, wenn das fräsaggregatnähere Längsende
nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung in wenigstens eine Richtung um ihren maschinenrahmenseitigen
Aufhängungspunkt auslenkbar ist. Die pendelbare Aufhängung bzw. die pendelbare Aufhängbarkeit
ist daher erfindungsgemäß durch ein Aufhängungsmittel realisiert, vorzugsweise mit
einem Kettenabschnitt oder/und einem Seilabschnitt. Das erfindungsgemäße Aufhängungsmittel
kann alternativ oder zusätzlich auch eine Stange umfassen, wenn diese an ihren jeweiligen
Aufhängungsorten am Maschinenrahmen einerseits und an der Aufnahme-Fördereinrichtung
andererseits parallele und zur Stangenlängsachse in der Regel orthogonale Schwenkachsen
schwenkbar mit dem Maschinenrahmen und der Aufnahme-Fördereinrichtung koppelbar ist.
Auch die Aufhängungsmittel mit Ketten- oder/und Seilabschnitt haben vorzugsweise wenigstens
an einem Längsende, vorzugsweise an beiden Längsenden, Kopplungsformationen zur Kopplung
mit dem Maschinenrahmen oder/und mit der Aufnahme-Fördereinrichtung. Eine solche Kopplungsformation
kann beispielsweise ein Haken, insbesondere Karabinerhaken, oder eine Öse sein.
[0015] Der durch die erste Bewegungskopplung mit dem dem Fräswerkzeug näher gelegenen Abschnitt
der Aufnahme-Fördereinrichtung zur gemeinsamen Bewegung gekoppelte Teil des Fräswerkzeuggehäuses
ist bevorzugt wenigstens ein Abschnitt der vorderen Begrenzungswand des Fräswerkzeuggehäuses.
Besonders bevorzugt ist der genannte Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung mit
dem Niederhalter des Fräswerkzeugs zur gemeinsamen Bewegung gekoppelt.
[0016] Bei dem Niederhalter handelt es sich um einen die vordere Begrenzungswand des Fräswerkzeuggehäuse
zu dem zu bearbeitenden Boden hin abschließenden Gehäuseteil, welcher während einer
Fräsbearbeitung schwimmend auf dem sich vor dem Fräswerkzeug befindenden Bodenabschnitt
gleitet. Der Niederhalter weist bevorzugt einen Gleitschuh auf, welcher in Maschinenlängsrichtung
eine erheblich größere Abmessung aufweist als die weiter in Maschinenhöhenrichtung
vom zu bearbeitenden Boden entfernt gelegenen Abschnitte der vorderen Begrenzungswand.
Da eine fräsende Bodenbearbeitung in der Regel im Gegenlauffräsen erfolgt, treten
am Ende des Fräswerkzeugeingriffs mit dem Boden Fräsmeißel aus dem noch unbearbeiteten
Boden aus. Die Austrittsstelle liegt vor dem Fräswerkzeug. Dort ist daher das Risiko,
dass Bodenschollen unerwünscht und unkontrolliert abplatzen bzw. herausbrechen groß.
Der Niederhalter verhindert durch körperliche Auflage auf dem noch zu bearbeitenden
Boden in einem dem Fräswerkzeug unmittelbar vorauseilenden Bereich ein solches unerwünschtes
unkontrolliertes Herausbrechen von Bodenschollen vor dem Fräswerkzeug.
[0017] Der Niederhalter oder allgemein der zur gemeinsamen Bewegung mit dem dem Fräswerkzeug
näher gelegenen Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung gekoppelte Teil des Fräswerkzeuggehäuses
ist bevorzugt durch ein Kraftgerät, wie etwa eine hydraulische oder pneumatische Kolben-Zylinder-Anordnung
oder eine elektromotorische Spindel, heb- und senkbar, sodass bevorzugt und ohne Einsatz
zusätzlicher Aktuatoren das Annähern des dem Fräswerkzeuggehäuse näher gelegenen Abschnitts
der Aufnahme-Fördereinrichtung an den Maschinenrahmen durch Anheben des zur gemeinsamen
Bewegung gekoppelten Teils des Fräswerkzeuggehäuses erfolgt.
[0018] Als "Montagezustand" im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist ein nicht fräsbereiter
Zustand der Bodenbearbeitungsmaschine bezeichnet, bei welchem die erste Bewegungskopplung
gelöst und der dem Fräswerkzeug näher gelegene Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung
pendelbar am Maschinenrahmen aufgehängt ist.
[0019] Ein dem Fräswerkzeug ferner gelegener Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung ist
bevorzugt sowohl im Betriebszustand als auch im Montagezustand mit einem translatorischen
Freiheitsgrad an einem, vorzugsweise maschinenrahmenfesten, Lager gelagert, etwa an
einem Gleitlager gleitend oder an einem Hängelager hängend gelagert. Bevorzugt an
dem dem Fräswerkzeug ferner gelegenen Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung steht
ein Gleitnocken vor, welcher mit einer vorbestimmten Gleitbahn des Gleitlagers in
Anlageeingriff steht. Die Gleitbahn definiert den Relativbewegungsweg Gleitnockens
und damit des dem Fräswerkzeug ferner gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung
relativ zum Maschinenrahmen. Die Gleitbahn kann durch eine Flanke durch und eine der
Flanke mit Abstand gegenüberliegenden Nutwand einer Gleitnut gebildet sein. Der Gleitnocken
kann in der Gleitnut gleiten und durch die Gleitnut vor einem Abheben von der Gleitbahn
gesichert sein. In der Regel reicht jedoch das Gewicht der Aufnahme-Fördereinrichtung
als Abhebesicherung aus, sodass bevorzugt der Gleitnocken auf der Gleitbahn lediglich
aufliegt. Selbstverständlich kann der Gleitnocken abweichend von der obigen Darstellung
am Maschinenrahmen ausgebildet sein und die Gleitbahn an der Aufnahme-Fördereinrichtung,
wenngleich dies wegen der an den jeweiligen Baugruppen: Maschinenrahmen und Aufnahme-Fördereinrichtung,
unterschiedlich großen bereitstehenden Bauräume nicht bevorzugt ist. Vorteilhafterweise
reicht es jedoch aus, nur die Lagersituation des fräsaggregatnäheren Lagers der Aufnahme-Fördereinrichtung
beim Übergang vom Betriebszustand zu Montagezustand und umgekehrt zu ändern, während
die Lagersituation des fräsaggregatferneren Lagers der Aufnahme-Fördereinrichtung
unverändert bleiben kann.
[0020] Besonders bevorzugt befinden sich dann, wenn die Bodenbearbeitungsmaschine als Bezugszustand
auf einem ebenen horizontalen Untergrund aufsteht und zur Vorwärtsfahrt ausgerichtet
ist, ein maschinenrahmenseitiger Aufhängungspunkt und ein fördereinrichtungsseitiger
Aufhängungspunkt ein und derselben pendelbaren Aufhängung in einer zur Rollachse der
Bodenbearbeitungsmaschine orthogonalen gemeinsamen Ebene, sodass die Gewichtskraft
der Aufnahme-Fördereinrichtung an der pendelbaren Aufhängung keine Bewegung längs
der Rollachse (in Maschinenlängsrichtung) vom Fräsaggregat weg bewirkt.
[0021] Angesichts der zwischen der Aufnahme-Fördereinrichtung und dem Maschinenrahmen herrschenden
Reibung ist eine strenge Orthogonalität der gemeinsamen Ebene der genannten Aufhängungspunkte
nicht unbedingt erforderlich. Eine nennenswerte schwerkraftgetriebene Bewegung des
fördereinrichtungsseitigen Aufhängungspunkts tritt bereits dann nicht auf, wenn die
gemeinsame Anordnungsebene von maschinenrahmenseitigem Aufhängungspunkt und fördereinrichtungsseitigen
Aufhängungspunkt bezüglich der vorgenannten zur Rollachse orthogonalen Ebene als Bezugsebene
betragsmäßig um nicht mehr als 15°, stärker bevorzugt um nicht mehr als 10°, um die
Nickachse der Bodenbearbeitungsmaschine geneigt ist.
[0022] Falls eine pendelbare Aufhängung durch drei Aufhängungspunkte realisiert wird, zwei
an einer Baugruppe aus Maschinenrahmen und Aufnahme-Fördereinrichtung und eine an
der jeweils anderen Baugruppe, gilt die oben beschriebene Bedingung zur Vermeidung
einer schwerkraftgetriebenen Bewegung in Maschinenlängsrichtung vom Fräsaggregat weg
nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung für die winkelhalbierende Ebene zwischen
jeder der beiden gemeinsamen zur Bezugsachse um die Nickachse geneigten Ebenen, von
jede einen anderen Aufhängungspunkt an der einen Baugruppe und den Aufhängungspunkt
an der jeweils anderen Baugruppe enthält. Ist diese winkelhalbierende Ebene unmittelbar
vor dem Lösen der ersten Bewegungskopplung betragsmäßig um nicht mehr als 15° zur
Bezugsebene um die Nickachse geneigt, ist zu erwarten, dass die Aufnahme-Fördereinrichtung
sich schwerkraftgetrieben nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung selbsttätig
vom Fräsaggregat entfernt. Die Vermeidung einer solchen selbsttätigen Bewegung des
fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung vom Fräsaggregat weg
erleichtert eine rückstellende Annäherungsbewegung des fräsaggregatnäheren Längsendes
durch die Bauteilanordnung an das Fräsaggregat zur erneuten Herstellung der ersten
Bewegungskopplung, um die Bodenbearbeitungsmaschine wieder fräsbereit zu machen.
[0023] Bevorzugt bewirkt eine Bewegung der Bauteilanordnung von der Endposition in Richtung
zur Ausgangsposition hin eine Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung zu dem Fräsaggregat
hin. Hierzu kann die zweite Bewegungskopplung derart ausgebildet sein, dass sie sowohl
Zug- als auch Schubkräfte übertragen kann. Alternativ kann die zweite Bewegungskopplung
derart ausgebildet sein, dass sie Zugkräfte in entgegengesetzte Richtungen übertragen
kann, beispielsweise durch Verwendung von zwei in entgegengesetzte Richtung wirkenden
Zugmitteln, von welchen abhängig von der Bewegungsrichtung der Bauteilanordnung jeweils
nur das eine oder das andere wirkt.
[0024] Aufgrund der großen Masse der Aufnahme-Fördereinrichtung ist es jedoch bevorzugt,
dass die Aufnahme-Fördereinrichtung, und mit ihr ihr fräsaggregatnäheres Längsende,
schwerkraftinduziert durch ihre Gewichtskraft eine Annäherungsbewegung an das Fräsaggregat
bewirkt. Bei hergestellter zweiter Bewegungskopplung kann die Bewegung der Bauteilanordnung
von der Endposition zurück in Richtung zur Ausgangsposition hin die schwerkraftinduzierte
Rückstellbewegung des fräsaggregatnäheren Längsendes als Zwangsbedingung steuern bzw.
moderieren.
[0025] Die zweite Bewegungskopplung weist erfindungsgemäß sowohl mit der Aufnahme-Fördereinrichtung
als auch mit der Bauteilanordnung koppelbare Zugmittel, wie etwa eine Zugseilanordnung
oder eine Zugkettenanordnung, oder/und Schubmittel, wie etwa eine Schubstangenanordnung,
auf, um Kräfte von der Bauteilanordnung zur Aufnahme-Fördereinrichtung zu übertragen.
[0026] Bevorzugt umfasst die zweite Bewegungskopplung Zugmittel, besonders bevorzugt ausschließlich
Zugmittel, da sich diese während des Nichtgebrauchs in besonders kleinem Stauraum
verstauen lassen. Um die durch Zugmittel übertragbaren Zugkräfte richtungsmäßig passend
für die gewünschte Entfernungsbewegung des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung
ausrichten zu können, umfasst die zweite Bewegungskopplung bevorzugt zusätzlich zu
den Zugmitteln Umlenkmittel, welche dazu ausgebildet sind, den Verlauf und die Kraftwirkung
der Zugmittel umzulenken. Ein solches Umlenkmittel kann wenigstens eine Umlenkrolle
oder/und wenigstens eine Umlenk-Gleitformation umfassen. Eine Umlenk-Gleitformation
kann dabei ein zusätzliches, gesondertes Umlenk-Bauteil vermeiden, wenn in vorteilhafter
Weise eine bereits an der Bodenbearbeitungsmaschine vorhandene Formation als Umlenk-Gleitformation
verwendet wird. Es kann dazu ausreichen, wenn die Umlenk-Gleitformation an einer nicht
gemeinsam mit der Bauteilanordnung zwischen der Ausgangsposition und der Endposition
beweglichen Struktur ausgebildet ist. Eine solche Struktur kann beispielsweise eine
Traverse, Stange, Strebe und dergleichen, an der Bodenbearbeitungsmaschine sein. Die
die Umlenk-Gleitformation aufweisende Struktur kann maschinenrahmenfest sein oder
kann sowohl relativ zum Maschinenrahmen als auch relativ zur Bewegung der Bauteilanordnung
zwischen Ausgangsposition und Endposition beweglich sein.
[0027] Die Umlenkmittel sind bei hergestellter zweiter Bewegungskopplung im Kraftfluss zwischen
den Ankopplungsstellen der Zugmittel an der Aufnahme-Fördereinrichtung und der Bauteilanordnung
angeordnet, um zwischen diesen Ankopplungsstellen Kräfte möglichst optimal ausgerichtet
von der Bauteilanordnung zur Aufnahme-Fördereinrichtung zu übertragen.
[0028] Die Aufnahme-Fördereinrichtung ist bevorzugt eine Bandfördereinrichtung mit einem
an einem Fördereinrichtungsrahmen umlaufenden Fördergurt. Eine erste Ankopplungsstelle
der zweiten Bewegungskopplung befindet sich daher bevorzugt an dem verglichen mit
dem Fördergurt starren Fördereinrichtungsrahmen. Bevorzugt befindet sich zur Vermeidung
unerwünschter Kippmomente um eine zur Förderrichtung der Aufnahme-Fördereinrichtung
parallelen Kippachse beiderseits des Fördergurtes je eine zweite Bewegungskopplung,
wobei die Ankopplungsstellen der beiden zweiten Bewegungskopplungen am Fördereinrichtungsrahmen
vorzugsweise - im oben definierten Bezugszustand - nur längs der Nickachse einen Abstand
voneinander aufweisen, jedoch längs der Rollachse und längs der Gierachse der Bodenbearbeitungsmaschine
im Wesentlichen die gleichen Koordinaten aufweisen.
[0029] Grundsätzlich kann die Aufnahme-Fördereinrichtung die einzige Fördereinrichtung der
Bodenbearbeitungsmaschine sein, welche vom Fräswerkzeug abgetragenes Bodenmaterial
im Fräsbetrieb vom Fräsaggregat weg fördert. Zur Realisierung verhältnismäßig langer
oder/und nicht-geradliniger Förderstrecken umfasst die Bodenbearbeitungsmaschine gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung eine in Förderrichtung vom Fräsaggregat weg auf
die Aufnahme-Fördereinrichtung folgende Abwurf-Fördereinrichtung. Die Aufnahme-Fördereinrichtung
übergibt dann im Fräsbetrieb abgetragenes Bodenmaterial zur weiteren Förderung in
Förderrichtung an die Abwurf-Fördereinrichtung. Die Abwurf-Fördereinrichtung, welche
üblicherweise dazu ausgebildet ist, das an sie übergebene Bodenmaterial an ihrem übergabefernen
Längsende an ein mit der Bodenbearbeitungsmaschine mitfahrendes Aufnahmefahrzeug abzuwerfen,
ist zur Einstellung des Bodenmaterial-Abwurfs zum Aufnahmefahrzeug hin im oben definierten
Bezugszustand um eine zur Nickachse parallele Neigeachse relativ zum Maschinenrahmen
neigbar. Die Bauteilanordnung kann die ohnehin räumlich nahe bei der Aufnahme-Fördereinrichtung
angeordnete Abwurf-Fördereinrichtung umfassen, um durch deren Relativbewegung relativ
zum Maschinenrahmen im Montagezustand eine Bewegung der Abwurf-Fördereinrichtung vom
Fräsaggregat weg zu bewirken. Eine zweite Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung
kann dann an der Abwurf-Fördereinrichtung angeordnet sein. Die erste Ankopplungsstelle
der zweiten Bewegungskopplung ist, wie oben beschrieben, an der Aufnahme-Fördereinrichtung
angeordnet. Aus Gründen möglichst hoher Stabilität und möglichst großer über die zweite
Bewegungskopplung übertragbarer Kräfte, insbesondere Zugkräfte, ist die zweite Ankopplungsstelle
bevorzugt an einem Rahmen der Abwurf-Fördereinrichtung angeordnet.
[0030] Die Abwurf-Fördereinrichtung ist bevorzugt ebenfalls eine Bandfördereinrichtung mit
einem starren Rahmen und einem umlaufend am Rahmen geführten Fördergurt.
[0031] Die Abwurf-Fördereinrichtung kann zusätzlich zu der Neigbarkeit um die Neigeachse
um eine zur Gierachse parallele Schwenkachse schwenkbar sein. Dann ist die Abwurf-Fördereinrichtung
in der Regel an einer Haltekonsole nur um die Neigeachse neigbar aufgenommen und ist
gemeinsam mit der Haltekonsole um die gierachsenparallele Schwenkachse schwenkbar
am Maschinenrahmen angelenkt. Da die Bewegung der Abwurf-Fördereinrichtung zwischen
Ausgangsposition und Endposition, um eine Entfernungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung
vom Fräsaggregat weg zu bewirken, bevorzugt eine Bewegung um die Neigeachse ist, kann
die Haltekonsole das oben genannte Umlenkmittel aufweisen, beispielsweise eine die
Haltekonsole parallel zur Nickachse überbrückende Traverse, obwohl die Haltekonsole
selbst relativ zum Maschinenrahmen beweglich ist. Es reicht aus, dass sie nicht gemeinsam
mit der Abwurf-Fördereinrichtung in der Richtung beweglich ist, in welcher die Bewegung
der Abwurf-Fördereinrichtung als Antrieb für die Entfernungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung
dient.
[0032] Die Bauteilanordnung kann ein Bauteil eines Antriebsstrangs der Aufnahme-Fördereinrichtung
oder der in Förderrichtung vom Fräsaggregat weg auf die Aufnahme-Fördereinrichtung
folgenden Abwurf-Fördereinrichtung umfassen. Bevorzugt kann dieses Antriebsstrang-Bauteil
eine Antriebsrolle eines Fördergurtes einer der genannten Fördereinrichtungen sein.
Ist das Antriebsstrang-Bauteil ein Antriebsstrang-Bauteil der Aufnahme-Fördereinrichtung
ist die Ankopplung der zweiten Bewegungskopplung an das Antriebsstrang-Bauteil eine
Ankopplung an die Aufnahme-Fördereinrichtung. Wird das Antriebsstrang-Bauteil der
Aufnahme-Fördereinrichtung durch die zweite Bewegungskopplung mit dem Maschinenrahmen
oder mit einem relativ zur Aufnahme-Fördereinrichtung beweglichen Bauteil oder Baugruppe
der Bodenbearbeitungsmaschine gekoppelt, kann mittels der so hergestellten zweiten
Bewegungskopplung durch Antreiben des Antriebsstrang-Bauteils die Aufnahme-Fördereinrichtung
vom Fräsaggregat entfernt und vorzugsweise durch Umkehr der Bewegungsrichtung des
Antriebsstrang-Bauteils wieder an das Fräsaggregat angenähert werden.
[0033] Ist dagegen das Antriebsstrang-Bauteil Teil einer anderen Fördereinrichtung, etwa
der Abwurf-Fördereinrichtung, erstreckt sich die zweite Bewegungskopplung zwischen
der Aufnahme-Fördereinrichtung und dem Antriebsstrang-Bauteil. Wiederum kann durch
Antreiben des Antriebsstrang-Bauteils und durch Bewegungsumkehr desselben die Aufnahme-Fördereinrichtung
vom Fräsaggregat entfernt und wieder angenähert werden.
[0034] Die Bodenbearbeitungsmaschine ist zur Bereitstellung einer Vorschubbewegung für das
Fräswerkzeug vorzugsweise eine selbstfahrende Bodenbearbeitungsmaschine mit Antriebsmotor.
Dann kann die Bauteilanordnung einen Abschnitt eines Fahrwerks der Bodenbearbeitungsmaschine
umfassen, mit welchem die Bodenbearbeitungsmaschine auf einem sie tragenden Untergrund
aufsteht. Dann kann die erste Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung, wie
oben dargelegt, an der Aufnahme-Fördereinrichtung angeordnet sein und die zweite Ankopplungsstelle
der zweiten Bewegungskopplung kann an einem während einer Fahrbewegung der Bodenbearbeitungsmaschine
auf dem Untergrund abrollenden Teil des Fahrwerks, wie etwa einer Laufkette oder einem
Laufrad, angeordnet sein. Dann kann durch eine Fahrbewegung, bei welcher der abrollende
Fahrwerksteil sich relativ zur Aufnahme-Fördereinrichtung bewegt, das fräsaggregatnähere
Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung vom Fräsaggregat entfernt werden und bevorzugt
durch Umkehr der Fahrtrichtung an dieses wieder angenähert werden.
[0035] Bevorzugt ist der Maschinenrahmen höhenverstellbar mit dem Fahrwerk gekoppelt ist,
wobei eine Höhenverstellung des Maschinenrahmens die Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung
im Montagezustand bewirkt. In diesem Falle kann, muss aber nicht, die zweite Ankopplungsstelle
der zweiten Bewegungskopplung an einem abrollenden Fahrwerksteil angeordnet sein.
Die zweite Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung kann stattdessen an einem
gemeinsam mit dem Fahrwerk relativ zum Maschinenrahmen verlagerbaren Bauteil angeordnet
sein, etwa an einer Hubsäule oder an einer mit der Hubsäule starr verbundenen Fahrwerksgabel
oder an einem Fahrwerks-Achsbauteil, welches ein abrollendes Fahrwerksteil zur Abrollbewegung
führt. Die erste Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung ist an der Aufnahme-Fördereinrichtung
angeordnet. Zur Umsetzung der Hub- und Senkbewegung des Maschinenrahmens in eine Entfernungs-
bzw. Annäherungsbewegung des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung
ist bevorzugt zwischen den genannten ersten und zweiten Ankopplungsstellen der zweiten
Bewegungskopplung eine oben genannte Umlenkeinrichtung vorgesehen, etwa eine maschinenrahmenfeste
Traverse oder allgemein eine maschinenrahmenfeste Umlenk-Gleitformation.
[0036] Die Bauteilanordnung kann alternativ auch jenen Teil des Fräswerkzeuggehäuses umfassen,
mit welchem die Aufnahme-Fördereinrichtung im Betriebszustand durch die erste Bewegungskopplung
gekoppelt ist, also bevorzugt etwa den Niederhalter. Durch Kopplung der Aufnahme-Fördereinrichtung
mit dem beweglichen Fräswerkzeuggehäuseteil unter Zwischenanordnung wenigstens eines
Umlenkmittels kann durch die Relativbewegung des Fräswerkzeuggehäuseteils relativ
zum Maschinenrahmen eine Entfernungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung vom Fräsaggregat
bewirkt werden. Ebenso kann durch Umkehr der Bewegungsrichtung des Fräswerkzeuggehäuseteils
eine Annäherungsbewegung an das Fräsaggregat bewirkt werden.
[0037] Grundsätzlich kann daran gedacht sein, die Aufnahme-Fördereinrichtung durch die Bauteilanordnung
in einer gewünschten vom Fräsaggregat entfernten Stellung zu halten. Da das Halten
in dieser Stellung beim Wechsel von Fräsaggregaten über eine beträchtliche Zeit erforderlich
sein kann, ist es jedoch zur Entlastung der Bauteilanordnung oder/und der zweiten
Bewegungskopplung vorteilhaft, wenn die Aufnahme-Fördereinrichtung in ihrer vom Fräsaggregat
weg verlagerten Stellung gegen eine rückstellende Annäherungsbewegung zum Fräsaggregat
in sicherbar ist. Gemäß einer konstruktiven Ausgestaltungform kann die Bodenbearbeitungsmaschine
zu diesem Zweck eine Verriegelungsvorrichtung aufweisen, in deren Eingriffsbereich
eine Festlegeformation der Aufnahme-Fördereinrichtung bei vorbestimmter Entfernung
vom Fräsaggregat zur Herstellung eines formschlüssigen Verriegelungseingriffs bringbar
ist. Die Festlegeformation der Aufnahme-Fördereinrichtung kann beispielsweise der
oben genannte vorstehende Gleitnocken sein, welcher auf der bevorzugt maschinenrahmenseitigen
Gleitbahn der Gleitlagerpaarung eine definierte und daher während der Entfernungsbewegung
des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung vom Fräsaggregat
weg eine vorhersagbare Bewegung ausführt. Die Verriegelungsvorrichtung kann einen
Bolzen oder Haken aufweisen, welcher dann blockierend in den Rückstell-Bewegungsweg
der Festlegeformation verlagert werden kann, wenn die Festlegeformation längs ihres
Entfernungs-Bewegungswegs während einer Entfernung der Aufnahme-Fördereinrichtung
vom Fräsaggregat die Verriegelungsvorrichtung passiert hat. So kann die Verriegelungsvorrichtung
eine Rückstellbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung körperlich blockieren.
[0038] Einfach und sicher, weil eine Verriegelungsbetätigung durch eine Bedienperson vermeidend,
kann die Verriegelungsvorrichtung eine Verrastungsvorrichtung sein zur selbsttätigen
Herstellung eines Rasteingriffs mit der Festlegeformation dann, wenn die Festlegeformation
während einer Entfernungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung in einen vorbestimmten
Rasteingriffsbereich der Verrastungsvorrichtung gelangt. Beispielsweise kann die Verrastungsvorrichtung
einen aus einer Verrastungsstellung auslenkbaren Haken umfassen, welcher während einer
Bewegung der Festlegeformation vom Fräsaggregat weg von der Festlegeformation aus
einer Verrastungsstellung, in die er vorgespannt ist, auslenkbar ist und welcher während
einer Bewegung der Festlegeformation in entgegengesetzte Richtung nicht auslenkbar
ist. Beispielsweise kann der Haken eine Anlaufschräge aufweisen, mit welcher die Festlegeformation
während einer Bewegung vom Fräsaggregat weg in Anlage gelangt und unter Fortsetzung
der Bewegung mittels des Anlageeingriffs den Haken gegen seine Vorspannung aus der
Verrastungsstellung entfernt. Nach Vorbeigang der Festlegeformation an einer in Richtung
der Entfernungsbewegung auf die Anlaufschräge folgenden Halteformation des Hakens
wird der Haken durch seine Vorspannung zurück in die Verrastungsstellung verstellt,
wo er eine Annäherungsbewegung der Festlegeformation und damit der Aufnahme-Fördereinrichtung
insgesamt an das Fräsaggregat verhindert. Der Haken muss dann durch eine Bedienperson
manuell oder aktuatorisch aus der Verrastungsstellung hinaus bewegt werden, um eine
erneute Annäherung der Aufnahme-Fördereinrichtung an das Fräsaggregat zu ermöglichen.
[0039] Selbstverständlich kann die Festlegeformation auch am Maschinenrahmen ausgebildet
sein und kann die Verriegelung bzw. Verrastungsvorrichtung an der Aufnahme-Fördereinrichtung
ausgebildet sein, wenngleich dies nicht bevorzugt ist.
[0040] Ganz allgemein kann daher das Verfahren zum vorübergehenden Entfernen der Aufnahme-Fördereinrichtung
vom Fräsaggregat folgenden weiteren Schritt umfassen:
f.) Sichern der Aufnahme-Fördereinrichtung in einer Stellung, in welcher die Aufnahme-Fördereinrichtung
mit größerem Abstand vom Fräsaggregat angeordnet ist als in einem betriebsbereiten
Zustand der Bodenbearbeitungsmaschine.
[0041] Das Fräswerkzeug ist bevorzugt eine Fräswalze, welche an ihrer Außenseite in Meißelhaltern
austauschbar gehaltene Fräsmeißel trägt. Zum erleichterten Austausch von verschlissenen
Fräsmeißeln sind die Meißelhalter bevorzugt Meißelwechselhalter. Die Fräswalze ist
bevorzugt um eine parallel zur Nickachse verlaufende Fräswalzenachse drehbar, im Fräsbetrieb
bevorzugt im Gegenlauf. Folgerichtig ist das Fräswerkzeuggehäuse bevorzugt ein Fräswalzenkasten.
[0042] Die vorliegende Erfindung mit nachfolgend anhand der beiliegenden Figuren näher erläutert
werden. Es stellt dar:
- Fig. 1
- eine grobschematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Ausführungsform einer
Bodenbearbeitungsmaschine in Gestalt einer Straßengroßfräse (Straßenfräsmaschine)
im fräsbereiten Zustand,
- Fig. 2
- eine grobschematische Seitenansicht der Straßenfräsmaschine von Figur 1 mit der Aufnahme-Fördereinrichtung
im Montagezustand, mit gelöster erster und hergestellter zweiter Bewegungskopplung,
- Fig. 3
- eine grobschematische Seitenansicht der Straßenfräsmaschine von Figur 2 mit zur Fräsmaschinen-Vorderseite
hin vom Fräswalzenkasten entfernter Aufnahme-Fördereinrichtung,
- Fig. 4
- eine grobschematische Seitenansicht der Straßenfräsmaschine von Figur 1 mit der Aufnahme-Fördereinrichtung
im Montagezustand, mit gelöster erster und hergestellter alternativer zweiter Bewegungskopplung,
- Fig. 5
- eine grobschematische Seitenansicht der Straßenfräsmaschine von Figur 4 mit zur Fräsmaschinen-Vorderseite
vom Fräswalzenkasten entfernter Aufnahme-Fördereinrichtung, und
- Fig. 6
- eine grobschematische Seitenansicht einer Gleitlagerung eines vom Fräswerkzeug ferner
gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung mit Verriegelungsvorrichtung zur
Lagesicherung des Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung.
[0043] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer Bodenbearbeitungsmaschine
allgemein mit 10 bezeichnet. Die Bodenbearbeitungsmaschine 10 im dargestellten Beispiel
ist eine Straßenfräsmaschine, genauer eine Straßengroßfräse 10. Sie umfasst einen
Maschinenrahmen 12, welcher höhenverstellbar auf einem Fahrwerk 14 getragen ist. Das
Fahrwerk 14 umfasst wenigstens ein, in der Regel zwei hintere Laufwerke 16 und wenigstens
ein, in der Regel zwei vordere Laufwerke 18. Die Laufwerke 16 und 18 sind im dargestellten
Fall Kettenlaufwerke. Eines oder mehrere der Laufwerke 16 und 18 können abweichend
davon Radlaufwerke sein. Die Straßenfräsmaschine 10 steht mit dem Fahrwerk 14 auf
einem Untergrund U auf, der im vorliegenden Beispielfall ein ebener horizontaler Bezugsuntergrund
ist.
[0044] Die hinteren Laufwerke 16 sind jeweils durch eine hintere Hubsäule 20 und die vorderen
Laufwerke 18 sind jeweils durch eine vordere Hubsäule 22 mit dem Maschinenrahmen 12
verbunden. Die Hubsäulen 20 und 22 sind jeweils über eine Fahrwerksgabel 24 mit den
Laufwerken 16 bzw. 18 verbunden. Die Laufwerke 16 und 18 sind in ihrer jeweiligen
Fahrwerksgabel 24 um eine zur Nickachse Ni parallele Schwenkachse schwenkbar aufgenommen.
Durch Ausfahren der Hubsäulen 20 kann der Abstand des Maschinenrahmens 12 über dem
Untergrund U parallel zur Gierachse Gi im Bereich der hinteren Laufwerke 16 vergrößert
werden, durch Ausfahren der Hubsäulen 22 in analoger Weise im Bereich der vorderen
Laufwerke 18. Ein Einfahren der Hubsäulen 20 oder/und 22 verringert dementsprechend
den Abstand des Maschinenrahmens 12 über dem Untergrund U im Bereich der jeweiligen
Laufwerke 16 oder/und 18.
[0045] Auf der Unterseite des Maschinenrahmens 12 ist ein auswechselbares Fräsaggregat 26
angeordnet, umfassend eine Fräswalze 28 als ein Fräswerkzeug und einen die Fräswalze
zur Außenumgebung hin abschirmenden Fräswalzenkasten 30, und fest an den Maschinenrahmen
12 zur gemeinsamen Bewegung mit diesem anmontiert. Teile des Fräswalzenkastens 30
sind relativ zum Maschinenrahmen 12 beweglich, insbesondere heb- und senkbar, beispielsweise
um während eines Fräsbetriebs der Straßenfräsmaschine 10 Wände oder Wandabschnitte
des Fräswalzenkastens schwimmend auf dem Untergrund U gleiten zu lassen oder um Wände
oder Wandabschnitte zur Kollisionsvermeidung mit herannahenden Bodenformationen gezielt
aktuatorisch anheben und wieder absenken zu können. Der Übersicht halber ist der Fräswalzenkasten
30 nur strichliniert dargestellt.
[0046] Die Fräswalze 28 ist im Fräsbetrieb sowie zur Wartung um eine nicht dargestellte
zur Nickachse Ni parallele Rotationsachse drehbar. Im dargestellten Beispiel ist die
Fräswalze 28 relativ zum Maschinenrahmen 12 translatorisch unbeweglich. Die Einstellung
der Frästiefe erfolgt daher im dargestellten Beispiel durch die Hubsäulen 20 und 22
und die Einstellung der Höhe des Maschinenrahmens über dem Untergrund U. Abweichend
davon kann auch die Fräswalze 28 höhenveränderlich am Maschinenrahmen 12 aufgenommen
sein.
[0047] Der Betrieb der Straßenfräsmaschine 10 kann von einem Bedienstand oder Fahrstand
32 aus gesteuert werden, welcher sich im dargestellten Beispiel über dem Fräsaggregat
26 befindet.
[0048] Ein Motor 34 im hinteren Teil des Maschinenrahmens 12 liefert die Antriebskraft sowohl
für den Vortrieb der Straßenfräsmaschine 10 über das Fahrwerk 14 als auch für die
Fräswalze 28 sowie gewünschtenfalls auch für weitere Aktuatoren der Straßenfräsmaschine
10. Der Motor 34 ist eine Brennkraftmaschine, deren mechanische Ausgangsleistung zum
Teil in hydraulische Energie umgesetzt und letztere zur Nutzung als Antriebsenergie
an verschiedenen Orten der Straßenfräsmaschine 10 bereitgestellt wird.
[0049] Vor der Fräswalze 28, also näher an der Vorderseite der Straßenfräsmaschine 10 gelegen,
befindet sich eine Aufnahme-Fördereinrichtung 36 in Gestalt einer Bandfördereinrichtung
mit umlaufendem Gurt 38. Ein Rahmen 40 der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 lagert den
Gurt 38 und seine im Einzelnen nicht dargestellten Führungs- und Antriebsrollen. Lediglich
die am Rahmen 40 gelagerten endseitigen Umlenkrollen des Gurts 38 sind strichliniert
angedeutet.
[0050] Am vorderen Längsende des Maschinenrahmens 12 ist eine Haltekonsole 42 parallel zur
Gierachse Gi um eine Schwenkachse 43 schwenkbar mit dem Maschinenrahmen 12 verbunden.
Mit der Haltekonsole 42 wiederum ist eine Abwurf-Fördereinrichtung 46 verbunden, welche
relativ zur Haltekonsole 42 um eine zur Nickachse Ni parallele Neigeachse 44 neigbar
ist. Auch die Abwurf-Fördereinrichtung 46 ist eine Bandfördereinrichtung mit einem
nicht dargestellten umlaufenden Gurt und mit einem den Gurt führenden und tragenden
Rahmen 48. Die am Rahmen 48 drehbar gelagerten endseitigen Umlenkrollen des Gurts
sind strichliniert angedeutet.
[0051] Im Fräsbetrieb nimmt ein der Fräswalze 28 nähergelegener Abschnitt 36a der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 von der Fräswalze bestimmungsgemäß abgetragenes Bodenmaterial des Untergrundes
U auf und fördert es von der Fräswalze 28 weg zur Abwurf-Fördereinrichtung 46 hin.
Im Bereich seines fräsaggregatfernen Längsendes übergibt die Aufnahme-Fördereinrichtung
36 das abgetragene Bodenmaterial an die Abwurf-Fördereinrichtung 46, die es weiter
vom Fräsaggregat 26 weg fördert und an ihrem maschinenrahmenfernen Längsende 50 in
an sich bekannter Weise beispielsweise auf ein mit der Straßenfräsmaschine 10 mitfahrendes
Aufnahmefahrzeug abwirft.
[0052] Die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 ist an ihrem der Fräswalze 28 näher gelegenen Längsende
um eine zur Nickachse Ni parallele Ausgleichsachse 51 schwenkbar mit einem Niederhalter
52 am Fräswalzenkasten 30 über eine erste Bewegungskopplung 53 verbunden. Die erste
Bewegungskopplung 53 kann wie vorliegend ein Paar von Lagerarmen 53a sein, die das
fräsaggregatnähere Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 zwischen sich halten.
[0053] Der Niederhalter 52 wiederum ist durch einen Aktuator 54, beispielsweise eine hydraulische
oder pneumatische Kolben-Zylinder-Anordnung oder ein elektromotorischer Aktuator,
parallel zur Gierachse Gi relativ zum Maschinenrahmen 12 bewegbar, also heb- und senkbar.
Der Niederhalter kann derart zur Hub- und Senkbewegung geführt sein. dass er während
der Hubbewegung zusätzlich eine Schwenkbewegung um eine nickachsenparallele Schwenkachse
in einem ersten Schwenksinn ausführt und bei der Senkbewegung eine Schwenkbewegung
in einem dem ersten entgegengesetzten zweiten Schwenksinn. Da die erste Bewegungskopplung
53 des Niederhalters 52 mit der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 nur eine Schwenkbewegung
um die Ausgleichsachse 51 als einzigen Relativbewegungs-Freiheitsgrad zwischen Aufnahme-Fördereinrichtung
36 und Niederhalter 52 zulässt, bewegt sich das der Fräswalze 28 näher gelegenen Längsende
der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 beim Heben und Senken des Niederhalters 52 mit diesem
gemeinsam parallel zur Gierachse Gi. Wegen des beschriebenen Relativbewegungs-Freiheitsgrads
macht die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 eine etwaige nickachsenparallele Schwenkbewegung
des Niederhalters 52 während dessen Hubs oder Absenkens nicht mit. Ein weiter von
der Fräswalze 28 entfernt gelegener Abschnitt 36b der Aufnahme-Fördereinrichtung 36
ist translatorisch mit einer Bewegungskomponente in Richtung der Rollachse Ro, gegebenenfalls
auch mit einer Bewegungskomponente in Richtung der Gierachse Gi an einem Gleitlager
geführt. Das Gleitlager ist üblicherweise maschinenrahmenfest.
[0054] Wie in Figur 1 zu erkennen ist, ragen seitliche Begrenzungswände 55 des Fräswalzenkastens
30 nach vorne über den Niederhalter 52 hinaus, sodass sich das fräswalzennähere Ende
der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 im fräsbereiten Zustand der Straßenfräsmaschine
10 zwischen massiven Wandabschnitten der seitlichen Begrenzungswände 55 des Fräswalzenkastens
30 befindet.
[0055] Wegen der Lage der Laufwerke 16 und 18 kann das Fräsaggregat 26 nur in Maschinenseitenrichtung,
also parallel zur Nickachse Ni, von der restlichen Straßenfräsmaschine 10 entfernt
werden, nachdem es vom Maschinenrahmen 12 gelöst wurde. Einer solchen Entfernungsbewegung
steht jedoch die geschilderte Überlappung der seitlichen Begrenzungswände 55 des Fräswalzenkastens
30 und des fräsaggregatnäheren Längsendes der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 entgegen.
[0056] Diese einen Austausch des Fräsaggregats 26 verhindernde Kollisionsgefahr kann wie
nachfolgend geschildert in vorteilhafter Weise ausgeräumt werden:
Mit dem Aktuator 54 wird der Niederhalter 52 und gemeinsam mit diesem das fräsaggregatnähere
Längsende der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 angehoben und so dem Maschinenrahmen 12
angenähert. In einem ausreichend angenäherten Zustand wird der der Fräswalze 28 näher
gelegene Abschnitt 36a der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 mittels eines Aufhängungsmittels
57, umfassend eine Seilanordnung,
[0057] Kettenanordnung oder Stange, pendelbar am Maschinenrahmen 12 aufgehängt. Eine solche
pendelbare Aufhängung 56 ist in Figur 2 gezeigt.
[0058] Zusätzlich wird die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 mittels einer zweiten Bewegungskopplung
58, die wiederum ein Verbindungsmittel 59 mit Seilanordnung, Kettenanordnung oder
Stange umfassen kann, mit einem relativ zum Maschinenrahmen 12 zur Bewegung antreibbaren
Bauteilanordnung gekoppelt; im Beispiel der Figur 2 mit der Abwurf-Fördereinrichtung
46.
[0059] Nach Herstellung der pendelbaren Aufhängung sowie nach Herstellung der zweiten Bewegungskopplung
58 wird die erste Bewegungskopplung 53 mit dem Niederhalter 52 gelöst, sodass der
Niederhalter 52 unabhängig von der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 bewegbar ist. Diese
Situation ist in Fig. 2 gezeigt. Die gelöste erste Bewegungskopplung 53 ist nicht
mehr dargestellt.
[0060] Die Bewegungskopplung 58 kann über eine Umlenkeinrichtung geführt sein, etwa über
eine Traverse 60 der Haltekonsole 42. Wegen der relativen Lage der beiden Fördereinrichtungen
36 und 46 zueinander und wegen der Relativkinematik der Abwurf-Fördereinrichtung 46
relativ zum Maschinenrahmen 12 und relativ zur Aufnahme-Fördereinrichtung 36 kann
die zweite Bewegungskopplung 58 alternativ auch ohne Umlenkeinrichtungen direkt zwischen
den beiden Fördereinrichtungen 36 und 46 gekoppelt sein, wie in Figur 2 strichliniert
angedeutet ist.
[0061] Bevorzugt befinden sich der maschinenrahmenseitige Ankopplungsort und der auf Seiten
der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 gelegene Ankopplungsort der pendelbaren Aufhängung
56 dann, wenn die erste Bewegungskopplung 53 gelöst wird, in einer zur Rollachse Ro
orthogonalen Ebene E - dies gilt für einen in den Figuren dargestellten Bezugszustand,
mit ebenem und horizontalem Untergrund U. Dadurch kann die Gewichtskraft der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung 53 keine Bewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 parallel zur Rollachse Ro einleiten. Aufgrund von Reibungseffekten zwischen der
verbliebenen Lagestelle der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 in ihrem der Fräswalze 28
ferner gelegenen Abschnitt 36b kann die Ebene E, anders als in den Figuren dargestellt,
geringfügig relativ zur dargestellten rollachsen-orthogonalen Ebene E um die Nickachse
Ni geneigt sein, ohne dass es deswegen nach dem Lösen der ersten Bewegungskopplung
53 zu einer Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 in Maschinenlängsrichtung,
also parallel zur Rollachse Ro kommt. Vor allem eine schwerkraftgetriebene Bewegung
der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 vom Fräsaggregat 26 weg sollte vermieden werden,
da diese eine rückstellende Annäherung der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 an das Fräsaggregat
und somit eine erneute Herstellung der ersten Bewegungskopplung 53 erschwert.
[0062] Figur 3 zeigt nun eine Stellung der Straßenfräsmaschine 10 mit ausgehend von der
Stellung von Figur 2 um die Neigeachse 44 abgesenkter Abwurf-Fördereinrichtung 46.
Die Abwurf-Fördereinrichtung 46 ist über einen Neigeaktuator 62, beispielsweise eine
hydraulische Kolben-Zylinder-Anordnung, relativ zu Haltekonsole 42 neigbar. Die ursprüngliche
Stellung der Abwurf-Fördereinrichtung 46 ist in Figur 3 zum Vergleich strichliniert
im Umriss angedeutet.
[0063] Die Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung 58 auf Seiten der Abwurf-Fördereinrichtung
46 wurde durch die ab Senkbewegung um die Neigeachse 44 aus der in Figur 2 gezeigten
Ausgangsposition der Abwurf-Fördereinrichtung 46 längs einer Kreisbahn um die Neigeachse
44 in den Figur 3 gezeigte Endposition der Abwurf-Fördereinrichtung 46 bewegt. Aufgrund
dieser Teilkreisbewegung hat die genannte Ankopplungsstelle der zweiten Bewegungskopplung
58 eine Bewegung mit einer Komponente parallel zur Rollachse Ro von dem Montageort
des Fräsaggregats 26 weg vollzogen. Entweder über die Traverse 60 als eine Umlenk-Gleitformation
oder in direkter Verbindung mit der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 wurde die Aufnahme-Fördereinrichtung
36 durch die Absenkbewegung der Abwurf-Fördereinrichtung 46 aus den Figur 2 gezeigten
Position in Richtung vom Fräsaggregat 26 zur Vorderseite der Straßenfräsmaschine 10
hin weggezogen. Die von dem der Fräswalze 28 näher gelegenen Abschnitt 36a der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 ausgeführte Bewegung ist auch an der Auslenkung der pendelbaren Aufhängung 56 aus
der Ebene E in Figur 3 erkennbar.
[0064] Der Abschnitt 36a der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 überlappt nun in längs der Rollachse
Ro nicht mehr mit den seitlichen Begrenzungswänden 55 des Fräswalzenkastens 30, sodass
nunmehr das Fräsaggregat 26 parallel zur Nickachse Ni vom Maschinenrahmen 12 bzw.
von der übrigen Straßenfräsmaschine 10 weg bewegt werden kann.
[0065] Die zweite Bewegungskopplung 58 kann die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 in deren Figur
3 gezeigten vom Fräsaggregat 26 weggezogenen Stellung unter Zug halten oder die Aufnahme-Fördereinrichtung
36 wird in dieser Stellung durch ein Verriegelungsmittel, bevorzugt ein Verrastungsmittel,
formschlüssig gehalten. Dadurch können die zweite Bewegungskopplung 58 und die mit
ihr gekoppelte Abwurf-Fördereinrichtung 46 mechanisch entlastet werden. Ein solches
selbsttätig verrastendes Verriegelungsmittel ist grobschematisch in Figur 6 gezeigt
du unten näher erläutert.
[0066] Figur 4 zeigt im Wesentlichen dieselbe Stellung und denselben Zustand der Straßenfräsmaschine
10 wie Fig. 2, mit dem einzigen Unterschied, dass die zweite Bewegungskopplung 58
bzw. ihr Verbindungsmittel 59 an ihrem von der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 ferngelegenen
Längsende nicht an der Abwurf-Fördereinrichtung 46 als einer relativ zum Maschinenrahmen
12 und relativ zur Abwurf-Fördereinrichtung 36 bewegbaren Bauteilanordnung angelenkt
ist, sondern an wenigstens einer Fahrwerksgabel 24 der vorderen Laufwerke 18 des Fahrwerks
14. Wegen der Höhenverstellbarkeit des Maschinenrahmens 12 relativ zu den Laufwerken
16 und 18 und des hierfür verfügbaren kraftvollen Antriebs kann auch die Höhenverstellung
des Maschinenrahmens 12 als Antrieb für eine Verlagerungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 in Maschinenlängsrichtung vom Fräsaggregat 26 weg genutzt werden.
[0067] Figur 5 zeigt die Straßenfräsmaschine 10 durch Ausfahren der vorderen Hubsäulen 22
und damit durch Anheben des Maschinenrahmens 12 über den vorderen Laufwerken 18 ausgehend
von der Ausgangsposition von Figur 4 in eine Endposition verlagert.
[0068] Die Höhenverstellung des Maschinenrahmens 12 relativ zu den vorderen Laufwerken 18
wurde wiederum von dem über die Traverse 60 der Haltekonsole 42 als Umlenk-Gleitformation
geführten Verbindungsmittel 59 der zweiten Bewegungskopplung 58 auf die Aufnahme-Fördereinrichtung
36 übertragen und diese so in Maschinenlängsrichtung aus ihrer Ursprungsposition bei
hergestellte erste Bewegungskopplung 53 vom Fräsaggregat 26 weg verlagert. Wiederum
ist die Ausgangsposition der Straßenfräsmaschine 10 in Figur 5 strichliniert gezeigt,
- diesmal anhand der Unterseite des Maschinenrahmens 12 - um die Lage Veränderung
der Straßenfräsmaschine 10 zu verdeutlichen.
[0069] Auch in Figur 5 ist die Abwurf-Fördereinrichtung 36 soweit vom Fräsaggregat 26 in
Maschinenlängsrichtung entfernt, dass das Fräsaggregat 26 in einer Richtung parallel
zur Nickachse Ni kollisionsfrei vom Maschinenrahmen 12 entfernt werden kann.
[0070] Es ist leicht einzusehen, dass weitere relativ zur Aufnahme-Fördereinrichtung 36
zur Bewegung antreibbare Bauteilanordnungen als Antrieb für eine Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung
36 vom Fräsaggregat 26 weg nutzbar sind. Beispielsweise kann auch der durch den Aktuator
54 heb- und senkbare Niederhalter 52 als solche Bauteilanordnung verwendet werden.
[0071] In Figur 6 ist grobschematisch das Gleitlager 70 des von der Fräswalze 28 weiter
entfernt gelegenen Abschnitts 36b der Aufnahme-Fördereinrichtung 36 dargestellt.
[0072] Ein Lagernocken 72 des Abschnitts 36b liegt auf der zur Zeichenebene der Figur 6
orthogonalen Lagerfläche 74a eines Lagervorsprungs 74 am Maschinenrahmen 12 auf. Die
Schwerkraftwirkungsrichtung ist parallel zur Gierachse Gi. Die Lagerfläche 74a ist
bezüglich des Untergrunds U geneigt, und zwar längs der Rollachse in Richtung vom
Fräsaggregat 26 weg aufwärts.
[0073] Strichliniert ist der Lagernocken 72 in einer in Figur 6 weiter links und weiter
unten gezeigten Position gezeigt, welche der Lagernocken 72 dann einnimmt, wenn die
Straßenfräsmaschine 10 fräsbereit ist.
[0074] Mit durchgezogener Linie ist der Lagernocken 72 in Figur 6 bezüglich seiner fräsbereiten
Stellung weiter rechts und weiter oben gezeichnet. Diese mit durchgezogener Linie
gezeichnete Position nimmt der Lagernocken 72 in den Zuständen der Straßenfräsmaschine
10 der Figuren 3 oder 5 ein, wenn die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 vom Fräsaggregat
wie oben beschrieben durch die zweite Bewegungskopplung 58 entfernt wurde.
[0075] Im Verlauf der Bewegung des Lagernocken 72 längs der Lagerfläche 74a von der mit
gestrichelter Linie in die mit durchgezogener Linie gezeichnete Stellung der Figur
6 bewegt der Lagernocken 72 über eine Anlaufschräge 76 einen Rasthaken 78 gegen die
Vorspannung einer Feder 80 um die Drehachse 81 aus der in Figur 6 gezeigten Rastposition,
die der Rasthaken 78, getrieben durch die Feder 80, wieder einnimmt, wenn der Lagernocken
72 den Eingriffsbereich 82 des Rasthakens 78 erreicht.
[0076] In entgegengesetzter Bewegungsrichtung des Lagernockens 72 ist der Rasthaken 78 nicht
selbsttätig durch die Nockenbewegung aus seiner Rastposition bewegbar. Hierzu ist
ein Löseaktuator 84 angeordnet, welcher den Rasthaken 78 soweit um seine Drehachse
81 anhebt, dass der Lagernocken 72 zurück in die fräsbereite Stellung gleiten kann.
So kann die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 in ihrer vom Fräsaggregat 26 entfernten
Position so lange positionsgesichert sein, bis notwendige Arbeiten im Bereich des
Fräsaggregats 26, etwa ein Austausch des Fräsaggregats 26, abgeschlossen sind und
die Aufnahme-Fördereinrichtung 36 zu erneuten Herstellung der ersten Bewegungskopplung
53 wieder an das Fräsaggregat 26 durch Umkehrung der oben beschriebenen Bewegungen
der zweiten Bewegungskopplung 58 angenähert werden soll.
1. Bodenbearbeitungsmaschine (10), wie etwa Straßenfräsmaschine (10) oder Surface-Miner,
mit
- einem Maschinenrahmen (12),
- einem am Maschinenrahmen (12) getragenen Fräsaggregat (26), umfassend ein Fräswerkzeug
(28) und ein das Fräswerkzeug (28) zur Außenumgebung der Bodenbearbeitungsmaschine
(10) abschirmendes Fräswerkzeuggehäuse (30), sowie
- einer Aufnahme-Fördereinrichtung (36), welche betriebsmäßig dazu ausgebildet ist,
vom Fräswerkzeug (28) abgetragenes Bodenmaterial vom Fräsaggregat (26) weg zu fördern,
wobei die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) sowohl in einem betriebsbereiten Betriebszustand
als auch in einem nicht-betriebsbereiten Montagezustand relativ zum Maschinenrahmen
(12) beweglich an der Bodenbearbeitungsmaschine (10) gelagert ist,
wobei im Betriebszustand der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) ein dem Fräswerkzeug
(28) näher gelegener Abschnitt der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) zur gemeinsamen
Bewegung mit einem relativ zum Maschinenrahmen (12) beweglichen Teil (52) des Fräswerkzeuggehäuses
(30) mittels einer ersten Bewegungskopplung (53) gekoppelt ist,
wobei zur Herstellung des Montagezustands:
i) die erste Bewegungskopplung (53) lösbar ist und
ii) die Bodenbearbeitungsmaschine (10) ein Aufhängungsmittel (57) umfasst, mittels
welchem der dem Fräswerkzeug (28) näher gelegene Abschnitt (36a) der Aufnahme-Fördereinrichtung
(36) am Maschinenrahmen (12) pendelbar aufhängbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbearbeitungsmaschine (10) eine von der ersten (53) verschiedene, sowohl
mit der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) als auch mit einer zur Bewegung relativ zum
Maschinenrahmen (12) antreibbaren Bauteilanordnung (24, 46) koppelbare Zugmittel oder/und
Schubmittel umfassende zweite
Bewegungskopplung (58) aufweist, durch
welche die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) zusätzlich zur pendelbaren Aufhängung (56)
am Maschinenrahmen (12) mit der Bauteilanordnung (24, 46) der Bodenbearbeitungsmaschine
(10) derart koppelbar ist, dass eine angetriebene Bewegung der Bauteilanordnung (24,
46) von einer Ausgangsposition in eine davon verschiedene Endposition eine Verlagerung
der pendelbar aufgehängten Aufnahme-Fördereinrichtung (36) von dem Fräsaggregat (26)
weg bewirkt.
2. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Bewegung der Bauteilanordnung (24, 46) von der Endposition in die Ausgangsposition
eine Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) zu dem Fräsaggregat (26) hin
bewirkt, insbesondere schwerkraftinduziert durch die Gewichtskraft der Aufnahme-Fördereinrichtung
(36) bewirkt.
3. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zugmittel eine Zugseilanordnung oder eine Zugkettenanordnung sind, oder/und dass
die Schubmittel eine Schubstangenanordnung sind.
4. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bewegungskopplung (58) Zugmittel sowie den Verlauf und die Kraftwirkung
der Zugmittel umlenkende Umlenkmittel (60), etwa wenigstens eine Umlenkrolle oder/und
wenigstens eine Umlenk-Gleitformation (60), wie zum Beispiel eine nicht gemeinsam
mit der Bauteilanordnung (24, 46) zwischen der Ausgangsposition und der Endposition
bewegliche, insbesondere maschinenrahmenfeste Traverse (60), Stange, Strebe und dergleichen,
aufweist.
5. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilanordnung (24, 46) eine in Förderrichtung vom Fräsaggregat (26) weg auf
die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) folgende Abwurf-Fördereinrichtung (46) umfasst,
an welche die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) abgetragenes Bodenmaterial zur weiteren
Förderung in Förderrichtung übergibt.
6. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilanordnung (24, 46) ein Bauteil eines Antriebsstrangs der Aufnahme-Fördereinrichtung
oder einer in Förderrichtung vom Fräsaggregat (26) weg auf die Aufnahme-Fördereinrichtung
(36) folgenden Abwurf-Fördereinrichtung (46) umfasst, etwa eine Antriebsrolle eines
Fördergurtes.
7. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine selbstfahrende Bodenbearbeitungsmaschine (10) mit Antriebsmotor (34) ist,
wobei die Bauteilanordnung (24, 46) einen Abschnitt (24) eines Fahrwerk (14) umfasst,
mit welchem die Bodenbearbeitungsmaschine (10) auf einem sie tragenden Untergrund
(U) aufsteht.
8. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Maschinenrahmen (12) höhenverstellbar mit dem Fahrwerk (14) gekoppelt ist, wobei
eine Höhenverstellung des Maschinenrahmens die Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung
(36) im Montagezustand bewirkt.
9. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteilanordnung (24, 46) jenen Teil des Fräswerkzeuggehäuses (52) umfasst, mit
welchem die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) im Betriebszustand durch die erste Bewegungskopplung
(53) gekoppelt ist.
10. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Teil (52) des Fräswerkzeuggehäuses (30) eine dem Fräswerkzeug (28) in dessen
Vorschubrichtung vorauseilende Frontwand des Fräswerkzeuggehäuses oder/und einen vorauseilenden
Niederhalter (52) umfasst.
11. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) in ihrer vom Fräsaggregat (26) weg verlagerten
Stellung gegen eine rückstellende Annäherungsbewegung an das Fräsaggregat (26) sicherbar
ist.
12. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Verriegelungsvorrichtung (78) aufweist, in deren Eingriffsbereich (82) eine
Festlegeformation (72) der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) bei vorbestimmter Entfernung
vom Fräsaggregat (26) zur Herstellung eines formschlüssigen Verriegelungseingriffs
bringbar ist.
13. Bodenbearbeitungsmaschine (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorrichtung (78) eine Verrastungsvorrichtung (78) ist zur selbsttätigen
Herstellung eines Rasteingriffs mit der Festlegeformation (72) dann, wenn die Festlegeformation
(72) während einer Entfernungsbewegung der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) in einen
vorbestimmten Rasteingriffsbereich (82) der Verrastungsvorrichtung gelangt.
14. Verfahren zur vorübergehenden Entfernung einer Aufnahme-Fördereinrichtung (36) von
einem Fräsaggregat (26), umfassend ein Fräswerkzeug (28) und ein das Fräswerkzeug
(28) abschirmendes Fräswerkzeuggehäuse (30), einer zu Verfahrensbeginn betriebsbereiten
bodenabtragenden Bodenbearbeitungsmaschine (10), insbesondere einer Straßenfräsmaschine
oder eines Surface-Miners, wobei die Aufnahme-Fördereinrichtung (36) während eines
Fräsbetriebs der Bodenbearbeitungsmaschine (10) abgetragenes Bodenmaterial vom Fräsaggregat
(26) weg fördert, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
a.) Annähern eines dem Fräswerkzeuggehäuse (30) näher gelegenen Abschnitts (36a) der
Aufnahme-Fördereinrichtung (36) an den Maschinenrahmen (12),
b.) Verbinden des dem Fräswerkzeuggehäuse (30) näher gelegenen Abschnitts (36a) der
Aufnahme-Fördereinrichtung (36) mit dem Maschinenrahmen (12) und dadurch Bilden einer
pendelbaren Aufhängung (56) der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) am Maschinenrahmen
(12),
c.) Lösen einer ersten Bewegungskopplung (53) des dem Fräswerkzeuggehäuse (28) näher
gelegenen Abschnitts der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) mit einem relativ zum Maschinenrahmen
(12) beweglichen Teil (52) des Fräswerkzeuggehäuses (30),
d.) Koppeln der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) mit einer zur Bewegung relativ zum
Maschinenrahmen (12) antreibbaren Bauteilanordnung (24, 46) der Bodenbearbeitungsmaschine
(10) mittels einer von der ersten verschiedenen zweiten Bewegungskopplung (58) derart,
dass eine angetriebene Bewegung der Bauteilanordnung (24, 46) von einer Ausgangsposition
in eine davon verschiedene Endposition eine Verlagerung der Aufnahme-Fördereinrichtung
(36) von dem Fräsaggregat (26) weg bewirkt, und
e.) Antreiben der Bauteilanordnung (24, 46) zu einer Bewegung von der Ausgangsposition
in die Endposition.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass es folgenden weiteren Schritt umfasst:
f.) Sichern der Aufnahme-Fördereinrichtung (36) in einer Stellung, in welcher die
Aufnahme-Fördereinrichtung (36) mit größerem Abstand vom Fräsaggregat (26) angeordnet
ist als in einem fräsbereiten Zustand der Bodenbearbeitungsmaschine (10).
1. An earth working machine (10), for example a road milling machine (10) or a surface
miner, having
- a machine frame (12);
- a milling unit (26) that is carried on the machine frame (12) and encompasses a
milling tool (28) and a milling tool housing (30) that shields the milling tool (28)
with respect to the external environment of the earth working machine (10); and
- a receiving conveying device (36) that is operationally embodied to convey earth
material, removed by the milling tool (28), away from the milling unit (26);
wherein the receiving conveying device (36), both in an operationally ready operating
state and in a non-operationally-ready installation state, is supported on the earth
working machine (10) movably relative to the machine frame (12); wherein in the operating
state of the receiving conveying device (36), a portion of the receiving conveying
device (36) which is located closer to the milling tool (28) is coupled by means of
a first motion coupling (53) for motion together with a part (52) of the milling tool
housing (30) which is movable relative to the machine frame (12);
wherein, in order to establish the installation state:
i) the first motion coupling (53) is disengageable, and
ii) the earth working machine (10) comprises a suspension means (57), by which the
portion (36a) of the receiving conveying device (36) which is located closer to the
milling tool (28) is swingably suspendable on the machine frame (12),
characterized in that the earth working machine (10) comprises a second motion coupling (58), being different
from the first one, said second motion coupling (58) comprising pulling means and/or
pushing means couplable to the receiving conveying device (36) as well as to a component
arrangement (24, 46) of the earth working machine (10), which is drivable to move
relative to the machine frame (12), by which the receiving conveying device (36),
in addition to the swingable suspension (56) at the machine frame (12) is couplable
to the component arrangement (24, 46) in such a way that a driven motion of the component
arrangement (24, 46), from an initial position into a final position different therefrom,
brings about a displacement of the swingably suspended receiving conveying device
(36) away from the milling unit (26).
2. The earth working machine (10) according to Claim 1, characterized in that a motion of the component arrangement (24, 46) from the final position into the initial
position brings about a displacement of the receiving conveying device (36) toward
the milling unit (26), in particular in gravity-induced fashion as a result of the
weight of the receiving conveying device (36).
3. The earth working machine (10) according to Claim 1 or 2, characterized in that the pulling means are a tension cable arrangement or a tension chain arrangement,
and/or that the pushing means are a pushrod arrangement.
4. The earth working machine (10) according to Claim 3, characterized in that the second motion coupling (58) comprises pulling means as well as deflection means
(60) which are embodied to deflect the course and the applied force of the pulling
means, for example at least one deflection roller and/or at least one deflecting slide
configuration (60), for example a crossmember (60), rod, strut, and the like, which
is not movable together with the component arrangement (24, 46) between the initial
position and the final position, in particular is machine-frame-mounted.
5. The earth working machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the component arrangement (24, 46) encompasses an ejection conveying device (46)
which follows the receiving conveying device (36) in a conveying direction away from
the milling unit (26) and onto which the receiving conveying device (36) transfers
removed substrate material for further conveyance in a conveying direction.
6. The earth working machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the component arrangement (24, 46) encompasses a component of a drive train of the
receiving conveying device, or of an ejecting conveying device (46) which follows
the receiving conveying device (36) in a conveying direction away from the milling
unit (26), for example a drive roller of a conveying belt.
7. The earth working machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that it encompasses a self-propelled earth working machine (10) having a drive motor (34),
the component arrangement (24, 46) encompassing a portion (24) of a propelling unit
(14) with which the earth working machine (10) stands on a substrate (U) that supports
it.
8. The earth working machine (10) according to Claim 7, characterized in that the machine frame (12) is coupled vertically adjustably to the drive unit (14), a
vertical adjustment of the machine frame bringing about the displacement of the receiving
conveying device (36) in the installation state.
9. The earth working machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the component arrangement (24, 46) encompasses that part of the milling tool housing
(52) to which the receiving conveying device (36) is coupled by the first motion coupling
(53) in the operating state.
10. The earth working machine (10) according to Claim 9, characterized in that the part (52) of the milling tool housing (30) encompasses a front wall of the milling
tool housing which precedes the milling tool (28) in its advancing direction and/or
encompasses a preceding hold-down device (52).
11. The earth working machine (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the receiving conveying device (36) is securable, in its position displaced away
from the milling unit (26), against a returning approaching motion toward the milling
unit (26).
12. The earth working machine (10) according to Claim 11, characterized in that it comprises a locking apparatus (78) into whose engagement region (82) a retaining
configuration (72) of the receiving conveying device (36) can be brought, in the context
of a predetermined distance from the milling unit (26), in order to establish a positive
locking engagement.
13. The earth working machine (10) according to Claim 12, characterized in that the locking apparatus (78) is a latching apparatus (78) for automatically establishing
a latching engagement with the retaining configuration (72) when the retaining configuration
(72) arrives in a predetermined latching engagement region (82) of the latching apparatus
during a distancing motion of the receiving conveying device (36).
14. A method for temporarily distancing a receiving conveying device (36) from a milling
unit (26), which encompasses a milling tool (28) and a milling tool housing (30) that
shields the milling tool (28), of a substrate-removing earth working machine (10),
in particular a road milling machine or a surface miner, that is operationally ready
at the beginning of the method, the receiving conveying device (36) conveying substrate
material, removed during milling operation of the earth working machine (10), away
from the milling unit (26), the method encompassing the following steps:
a) bringing a portion (36a), located closer to the milling tool housing (30), of the
receiving conveying device (36) closer to the machine frame (12);
b) connecting that portion (36a) of the receiving conveying device (36) which is located
closer to the milling tool housing (30) to the machine frame (12) and thereby creating
a swingable suspension (56) of the receiving conveying device (36) on the machine
frame (12);
c) disengaging a first motion coupling (53) between that portion of the receiving
conveying device (36) which is located closer to the milling tool housing (28) and
a part (52) of the milling tool housing (30) which is movable relative to the machine
frame (12);
d) coupling the receiving conveying device (36), by means of a second motion coupling
(58) different from the first, to a component arrangement (24, 46) of the earth working
machine (10) which is drivable to move relative to the machine frame (12), in such
a way that a driven motion of the component arrangement (24, 46), from an initial
position into a final position different therefrom, brings about a displacement of
the receiving conveying device (36) away from the milling unit (26); and
e) driving the component arrangement (24, 46) to move from the initial position into
the final position.
15. The method according to Claim 14,
wherein it encompasses the following further step:
f) securing the receiving conveying device (36) in a position in which the receiving
conveying device (36) is arranged with a greater spacing from the milling unit (26)
than in a milling-ready state of the earth working machine (10).
1. Une machine de travail du sol (10), telle qu'une fraiseuse de route (10) ou un mineur
de surface, comprenant
- un châssis de machine (12),
- une unité de fraisage (26) supportée sur le châssis de la machine (12), comprenant
un outil de fraisage (28) et un boîtier (30) d'outil de fraisage protégeant l'outil
de fraisage (28) de l'environnement extérieur de la machine de travail du sol (10),
et
- un convoyeur de réception (36) qui est conçu de manière opérationnelle pour transporter
le matériau du sol enlevé par l'outil de fraisage (28) loin de l'unité de fraisage
(26),
dans lequel le convoyeur de réception (36) est monté de manière mobile sur la machine
de travail du sol (10) par rapport au châssis de la machine (12) aussi bien dans un
état opérationnel prêt à l'emploi que dans un état de montage non prêt à l'emploi,
dans lequel, dans l'état opérationnel du convoyeur de réception (36), une partie du
convoyeur de réception (36) plus proche de l'outil de fraisage (28) est couplée pour
un mouvement conjoint avec une partie (52) du boîtier (30) de l'outil de fraisage
mobile par rapport au châssis de la machine (12) au moyen d'un premier couplage de
mouvement (53), dans lequel, afin de produire l'état de montage:
i) le premier couplage de mouvement (53) est détachable; et
ii) la machine de travail du sol (10) comprend un moyen de suspension (57) au moyen
duquel la partie (36a) du convoyeur de réception (36) plus proche de l'outil de fraisage
(28) peut être suspendue de manière pendulaire au châssis de la machine (12),
caractérisé en ce que la machine de travail du sol (10) présente un deuxième accouplement de mouvement
(58), différent du premier (53), qui comprend des moyens de traction et/ou des moyens
de poussée qui peuvent être accouplés aussi bien au convoyeur de réception (36) qu'à
un agencement de composants (24, 46) pouvant être entraîné en mouvement par rapport
au châssis de la machine (12), au moyen duquel le convoyeur de réception (36) peut
être couplé, en plus de la suspension pendulaire (56) sur le châssis de machine (12),
à l'agencement de composants (24, 46) de la machine de travail du sol (10) de telle
sorte qu'un mouvement entraîné de l'agencement de composants (24, 46) d'une position
initiale à une position finale différente de celle-ci provoque un déplacement du convoyeur
de réception (36) suspendu de manière pendulaire à l'écart de l'unité de fraisage
(26).
2. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'un mouvement de l'agencement de composants (24, 46) de la position finale à la position
de départ provoque un déplacement du convoyeur de réception (36) vers l'unité de fraisage
(26), en particulier induit par gravité par la force de poids du convoyeur de réception
(36).
3. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les moyens de traction sont un dispositif de câble de traction ou un dispositif de
chaîne de traction, et/ou en ce que les moyens de poussée sont un dispositif de tige de poussée.
4. Machine de travail du sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le second couplage de mouvement (58) comprend des moyens de traction ainsi que des
moyens de déviation (60) déviant la course et l'effet de force des moyens de traction,
tels qu'au moins une poulie de déviation et/ou au moins une formation coulissante
de déviation (60), comme par exemple une traverse (60), en particulier fixée au châssis
de la machine, une tige, une entretoise et similaires, qui n'est pas mobile avec l'agencement
de composants (24, 46) entre la position initiale et la position finale.
5. Machine de travail du sol (10) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de composants (24, 46) comprend un convoyeur de décharge (46) suivant
le convoyeur de réception (36) dans la direction de transport à l'écart de l'unité
de fraisage (26), convoyeur de décharge (46) auquel le convoyeur de réception (36)
transfère le matériau de sol enlevé pour un transport supplémentaire dans la direction
de transport.
6. Machine de travail du sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de composants (24, 46) comprend un composant d'un train d'entraînement
du convoyeur de réception ou d'un convoyeur de décharge (46) suivant le convoyeur
de réception (36) dans la direction de transport à partir de l'unité de fraisage (26),
par exemple un rouleau d'entraînement d'une bande transporteuse.
7. Machine de travail du sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il s'agit d'une machine automotrice de travail du sol (10) avec un moteur d'entraînement
(34), l'agencement de composants (24, 46) comprenant une partie (24) d'un train de
roulement (14) avec lequel la machine de travail du sol (10) repose sur un sol (U)
qui la supporte.
8. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 7,
caractérisé en ce que le châssis de machine (12) est couplé au train de roulement (14) de manière réglable
en hauteur, un réglage en hauteur du châssis de machine ayant pour effet le déplacement
du convoyeur de réception (36) dans l'état de montage.
9. Machine de travail du sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'agencement de composants (24, 46) comprend la partie du boîtier de l'outil de fraisage
(52) à laquelle le convoyeur de réception (36) est couplé dans l'état opérationnel
par le premier couplage de mouvement (53).
10. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que la partie (52) du boîtier (30) de l'outil de fraisage comprend une paroi avant du
boîtier de l'outil de fraisage menant l'outil de fraisage (28) dans la direction d'avancement
de celui-ci ou/et un dispositif de retenue menant (52).
11. Machine de travail du sol (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le convoyeur de réception (36), dans sa position éloignée de l'unité de fraisage
(26), peut être sécurisé contre un mouvement d'approche de retour vers l'unité de
fraisage (26).
12. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 11,
caractérisé en ce qu'il comporte un dispositif de verrouillage (78), dans la zone d'engagement (82) duquel
une formation d'immobilisation (72) du dispositif de transport de ramassage (36) peut
être amenée à une distance prédéterminée de l'unité de fraisage (26) pour produire
un engagement de verrouillage positif.
13. Machine de travail du sol (10) selon la revendication 12,
caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage (78) est un dispositif de verrouillage (78) pour établir
automatiquement un engagement de loquet avec la formation de positionnement (72) lorsque
la formation d'immobilisation (72) entre dans une zone d'engagement de loquet prédéterminée
(82) du dispositif de verrouillage pendant un mouvement de retrait du convoyeur de
réception (36).
14. Procédé pour l'enlèvement temporaire d'un convoyeur de réception (36) d'une unité
de fraisage (26), comprenant un outil de fraisage (28) et un boîtier (30) d'outil
de fraisage protégeant l'outil de fraisage (28), d'une machine de travail du sol (10)
prête à fonctionner au début du procédé, en particulier une fraiseuse de route ou
un mineur de surface, dans lequel le convoyeur de réception (36) transporte le matériau
de sol enlevé loin de l'unité de fraisage (26) pendant une opération de fraisage de
la machine de travail du sol (10), le procédé comprenant les étapes suivantes :
a.) Rapprocher une partie (36a) du convoyeur de réception (36) plus proche du boîtier
de l'outil de fraisage (30) au châssis de la machine (12),
b.) Relier la partie (36a) du convoyeur de réception (36) plus proche du boîtier de
l'outil de fraisage (30) au châssis de la machine (12), formant ainsi une suspension
pendularie (56) du convoyeur de rèception (36) au châssis de la machine (12),
c.) Désengager un premier couplage de mouvement (53) de la partie du convoyeur de
réception (36) plus proche du boîtier de l'outil de fraisage (28) avec une partie
(52) du boîtier (30) de l'outil de fraisage mobile par rapport au châssis de la machine
(12),
d.) Coupler le convoyeur de réception (36) à un agencement de composants (24, 46)
de la machine de travail du sol (10) qui peut être entraîné en mouvement par rapport
au châssis de la machine (12) au moyen d'un deuxième couplage de mouvement (58) différent
du premier, de telle sorte qu'un mouvement entraîné de l'agencement de composants
(24, 46) d'une position initiale à une position finale différente de celle-ci provoque
un déplacement du convoyeur de réception (36) loin de l'unité de fraisage (26), et
e.) Entraîner l'agencement de composants (24, 46) pour le faire passer de la position
initiale à la position finale.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce qu'il comprend l'étape supplémentaire suivante :
f.) fixer le convoyeur de réception (36) dans une position dans laquelle le convoyeur
de réception (36) est disposé à une plus grande distance de l'unité de fraisage (26)
que dans un état prêt à fraiser de la machine de travail du sol (10).