[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Überwachung der Strukturbelastung einer
Trägermaschine mit einem Bohr- und Rammgerät, das an einem Mäkler der Trägermaschine
aufgenommen ist.
[0002] Derartige Arbeitsmaschinen mit Bohr- und Rammvorrichtung umfassen ein Trägergerät
mit einem Fahrwerk, das einen gegebenenfalls drehbar gelagerten Oberwagen aufnimmt.
Der Oberwagen sieht wiederum einen Mäkler zur Aufnahme des benötigten Bohr-bzw. Rammgerätes
vor. Über Stützzylinder bzw. Nackenzylinder lässt sich die Vertikalneigung des Mäklers
variieren. Das Bohrgerät wird insbesondere beim Kelly-Bohren über einen Seilzug und
eine teleskopierbare Kellystange betätigt.
[0003] Derartige Bohr- und Rammgeräte sind für definierte Arbeitsabläufe konzipiert und
dimensioniert. Bei sachgemäßer Verwendung mit vordefinierten Arbeitsabläufen werden
die zulässigen Belastungen der Gerätestruktur und deren Teilkomponenten üblicherweise
eingehalten.
[0004] In der Praxis ist es jedoch nicht unüblich von den vorgegebenen Arbeitsabläufen in
gewissen Maßen abzuweichen. Da die Gerätestruktur vom Hersteller aus Sicherheitsgründen
üblicherweise überdimensioniert ausgelegt wird, können in der Praxis temporäre und
geringfügige Überbelastungen der Struktur ohne Schäden abgefangen werden. Wird dieser
Sicherheitskorridor allerdings überschritten, können schwerwiegende Schäden an der
Struktur auftreten. Im Schadensfall ist es dann oft schwierig oder unmöglich dem Anwender
eine unsachgemäße Verwendung mit unzulässiger Belastung nachzuweisen. Dies liegt unter
anderem daran, dass eine Überbelastung an verschiedensten Stellen der Geräte auftreten
können, eine Ausstattung sämtlicher relevanter Strukturpunkte mit entsprechender Sensorik
jedoch unwirtschaftlich bzw. technisch kaum umsetzbar ist.
[0005] Aufgabe ist es daher, ein System bzw. Verfahren aufzuzeigen, welches unzulässige
Belastungen zuverlässig erkennen kann.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Anspruches
1. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass eine Steuerung der Trägermaschine bzw. des
Bohr- bzw. Rammgerätes unter Berücksichtigung der bekannten Gerätekonfiguration sowie
ein oder mehrerer Zustandswerte die aktuelle Strukturbelastung (nachfolgend einfach
"Belastung") der Gesamtmaschine, des Trägergerätes und/oder des Bohr- und Rammgerätes
und/oder wenigstens einer Teilkomponente dynamisch berechnet. Mit der Struktur der
Maschine sind generell alle lasttragenden Elemente der Maschine gemeint.
[0008] Die Steuerung kennt die maximal zulässigen Belastungswerte und kann darauf basierend
wenigstens einen Richt- bzw. Sollwert oder wenigstens einen Grenzwert für eine messbare
Größe bestimmen. Korrespondierende Messwerte werden dann gegen diesen wenigstens einen
Soll/Richt- bzw. Grenzwert überwacht, um eine unzulässige Überbelastung der Maschine
bzw. bestimmter Teilkomponenten frühzeitig und zuverlässig erfassen zu können. Die
Ist- bzw. Messwerte können unmittelbar durch geeignete Sensoren erfasst werden oder
mittelbar aus Sensorwerten berechnet werden.
[0009] Der Einfachheit halber wird nachfolgend nur noch von Grenzwerten gesprochen, wobei
die Ausführungen ohne Einschränkung auch für die Berechnung etwaiger Soll- bzw. Richtwerte
gelten.
[0010] Die dynamische Berechnung ein oder mehrerer Grenzwerte erfolgt gemäß vorteilhafter
Ausgestaltung unter Berücksichtigung der aktuellen bzw. gerüsteten Maschinengeometrie,
umfassend unter anderem die Abmessung der Maschine sowie der verbauten und montierten
Einzelkomponenten, deren Gewichts- und Materialeigenschaften, der eingestellten Mäklerlänge,
der gewählten Ballastierung, usw.. Die Dynamik der zulässigen Belastung beruht im
wesentlich auf der dynamischen Veränderung des Maschinenzustandes während der regulären
Bohr- und Rammarbeit, so hat die aktuelle Phase des üblichen Arbeitsablaufes Einfluss
auf die aktuelle Belastung einzelner Teilkomponenten. Mögliche Zustandswerte sind
die Positionen beweglicher Komponenten, wie bspw. die Mäklerstellung, Seilzug eines
Bohrseils, insbesondere einer Kelly-Winde, der Zustand einzelner Antriebe, bspw. des
Bohrantriebs, eines Fahrwerks, etc.
[0011] Als möglicher Grenzwert kann gemäß bevorzugter Ausführung eine, auf eine Teilkomponente
wirkende Maximalkraft bestimmt werden. Beispielsweise eine Maximalkraft, die auf einen
Zylinder wirkt. Denkbar ist hier eine dynamische, d.h. anwendungs- und situationsabhängige
Berechnung der maximal zulässigen Kraft auf wenigstens einen Stützzylinder bzw. Nackenzylinder,
der für die Ausrichtung des Mäklers notwendig ist. Insbesondere kann durch einen solchen
Stützzylinder die Mäklerneigung gegenüber der Vertikalen eingestellt werden. Mögliche
Maximalkräfte lassen sich aber auch für den oder die Grundarmzylinder, einen Mäklerstützfuss
usw. berechnen.
[0012] Es lassen sich jedoch nicht nur Maximalkräfte für Zylinder berechnen, als möglicher
Grenzwert für die maximal zulässige Belastung könnte auch eine Maximalkraft berechnet
werden, die maximal auf wenigstens eine Verbindungsstelle einwirken darf. Eine mögliche
zu betrachtende Verbindungsstelle ist bspw. ein Verbindungsbolzen zur Befestigung
des Mäklers an der Trägermaschine. Die entsprechenden Ist-Kräfte innerhalb der Zylinder
bzw. der wenigstens einen Verbindungsstelle werden dann während der Arbeitsabläufe
sensorisch erfasst und gegen korrespondierende Grenzwerte abgeglichen, um mögliche
strukturgefährdende Überbelastungen der Maschine oder einzelner Teilkomponenten zuverlässig
erkennen zu können.
[0013] Die notwendigen Informationen bezüglich der Gerätekonfiguration können bevorzugt
manuell durch den Bediener eingegeben werden. Vereinfacht wird die manuelle Eingabe
durch eine voll- oder teilautomatische sensorische Erfassung der Gerätekonfiguration.
[0014] Es besteht die Möglichkeit, dass das Überwachungsergebnis, d.h. der Vergleich zwischen
Soll-, Grenz und Ist-Werten einer Bedienperson zur Anzeige gebracht wird. Denkbar
ist hier eine visuelle, akustische oder auch optische Darstellung, um den Bediener
auf unzulässige Abweichungen/Überschreitung hinzuweisen. Hinausgehend über die reine
Anzeige des Überwachungsergebnisses kann ergänzend auch aktiv in den Arbeitsablauf,
d.h. die Maschinensteuerung eingegriffen werden, um bspw. ernsthafte Strukturschäden
durch Überlastsituationen zu vermeiden. Bspw. können ein oder mehrere Antriebe gestoppt
werden, sobald ein unzulässiger Belastungszustand erkannt wird. Denkbar ist es ebenfalls,
gezielte Gegenbewegungen auszuführen, um die Belastung in den zulässigen Bereich zurückzuführen.
Ferner ist es möglich, lediglich einen Teil möglicher Bewegungsfreiheitsgrade zu blockieren,
insbesondere solche, die zu einer weiteren Zunahme des überwachten Belastungsgrades
führen würden.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung kann das Überwachungsergebnis
auch für den späteren Abruf gespeichert werden. Idealerweise erfolgt eine Speicherung
zusammen mit Zustandswerten der Maschine bzw. unmittelbar zuvor ausgeführten Maschinenbewegungen,
um im Nachhinein, bspw. im Fall von Maschinenschäden oder Unfallsituationen, bessere
Evaluierungsmöglichkeiten für die Auswertung der Unfall- bzw. Schadensgründe bereitzustellen.
[0016] Durch das erfindungsgemäße Verfahren sind aber auch Überwachungsfunktionen vorstellbar,
die bei einem entsprechenden Ramm- bzw. Bohrgerät keinerlei zusätzliche Sensorik benötigen.
Ein Vorschub Senken führt zu einer Laststeigerung an der Kelly-Winde, weil der BAT
gegen die verriegelte Kelly-Stange fährt. Eine derartige Situation lässt sich auch
ohne Sensorik aus vorliegenden Zustandswerten der Antriebe bestimmen und überwachen.
[0017] Neben dem erfindungsgemäßen Verfahren betrifft die vorliegende Erfindung ebenfalls
eine Arbeitsmaschine mit wenigstens einem Bohr- und Rammgerät. Die Arbeitsmaschine
umfasst eine Steuerung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Demzufolge
ergeben sich für die Arbeitsmaschine dieselben Vorteile und Eigenschaften, wie sie
bereits vorstehend anhand des erfindungsgemäßen Verfahrens aufgezeigt wurden. Auf
eine wiederholende Beschreibung kann deshalb verzichtet werden.
[0018] Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung sollen nachfolgend anhand eines
Ausführungsbeispiels aufgezeigt werden. Es zeigen:
- Figuren 1-3:
- Seitenansichten der erfindungsgemäßen Arbeitsmaschine mit Bohr- und Rammgerätes bei
unterschiedlichen Belastungszuständen und
- Figuren 4-7:
- weitere Seitenansichten der Arbeitsmaschine zur Erläuterung der auftretenden Kräfte
und Berechnung des Belastungszustandes.
[0019] Die Figuren 1-3 als auch die Figuren 5-7 zeigen die erfindungsgemäße Arbeitsmaschine
mit Bohr- und Rammgerät zum Kelly-Bohren. Die Trägermaschine umfasst ein Raupenfahrwerk
1, auf diesem der Oberwagen 2 drehbar gelagert ist. Am Oberwagen 2 ist der Mäkler
3 für die Aufnahme des Bohr- und Rammgerätes montiert.
[0020] Der Mäkler 3 kann über den Verstellmechanismus 4 von einer Transportposition in die
gezeigte Vertikalposition für den Bohr- und Rammbetrieb aufgerichtet werden, die Mäklerneigung
zur Vertikalen lässt sich über die Stützzylinder 5 variieren, die an der Verstelleinrichtung
4 bzw. am Mäkler 3 angreifen. Der hier gezeigte Bohrer 9 wird über den Bohrantrieb
10 in Rotation versetzt, welcher wiederrum auf einem Schlitten des teleskopierbaren
Kelly-Gestänges 6 sitzt. Am Druckrohr 14 kann ein Bohrrohr 10 (s. Figuren 2, 3) aufgenommen
werden. Die Betätigung des Kelly-Gestänges 6 erfolgt durch das Kelly-Seil 8, das vom
Kelly-Gestänge 6 über den Kelly-Galgen am Kopf des Mäklers 3 bis zur Kelly-Winde 13
geführt ist. Der Bohrer 9 kann dem Bohrfortschritt entsprechend über das Kelly-Seil
8 und das Kelly-Gestänge 6 ins Erdreich abgelassen werden.
[0021] Zur Überwachung der Arbeitsmaschine werden nun zulässige Belastungswerte der Maschine
bzw. einzelner Teilkomponenten berechnet und nachfolgend als Soll- oder Grenzwerte
für die Überwachung herangezogen.
[0022] Im Einzelnen wird aus vorliegenden Daten zum Rüstzustand bzw. der Maschinengeometrie,
d.h. Art und Typ des Bohr- und Rammgerätes inklusive Informationen über die aktuelle
Mäklerlänge, der Ballastierung 11, sowie etwaigen Zustandswerten, bspw. Status des
Fahrwerkantriebes, Oberwagendrehwinkel, Seilzug im Kelly-Seil 8, Position und Stellung
des Mäklers 3, Status des Bohrantriebes, usw. die aktuell zulässige Belastung auf
Teilkomponenten der Arbeitsmaschine, unter anderem die maximale Belastung für das
Bohrgestänge 6, den Mäkler 3, etc. bestimmt. Daraus ableitbar ist ebenfalls eine maximal
zulässige Kraft, die auf bzw. in den Stützzylindern 5 wirken darf. Durch Überwachung
dieser maximal zulässigen Kraft innerhalb des Stützzylinders 5, was durch einen Abgleich
mit der sensorisch erfassten Ist-Kraft im Zylinder 5 erfolgen kann, kann eine mögliche
Überbelastung des Bohrgestänges 6 bzw. des Mäklers 3 frühzeitig erkannt werden.
[0023] Konkret zeigt Figur 1 eine Situation des Bohr- und Rammgerätes, bei dieser eine zulässige
Belastung am Bohrgestänge 6 zu einer zulässigen Last in den Stützzylindern 5 führt.
Dies wird durch das erfindungsgemäße Verfahren überwacht, wobei die gemessene Kraft
innerhalb der Stützzylinder 5 nur geringfügig von diesem Richt- bzw. Grenzwert abweichen
darf. Im Szenario gemäß Figur 2 wird nun das Bohrrohr 10 in das Erdreich eingebracht.
Auch hier kann eine zulässige Belastung des Bohrantriebs 10 anhand der Kraft innerhalb
der Stützzylinder 5 überwacht werden. Auch hierzu wurde eine Maximalkraft für die
Stützzylinder 5 dynamisch für die aktuelle Arbeitsphase berechnet, nämlich für das
Einbringen des Bohrrohres 12 in das Erdreich.
[0024] Dem Szenario der Figur 3 geht voraus, dass das Bohrrohr 12 versehentlich schräg angesetzt
wurde und in einem entsprechend geneigten Winkel zur Vertikalen steht. Der Versuch
des Maschinenführers durch eine Vorschubbewegung v der Arbeitsmaschine die Fehlstellung
des bereits ins Erdreich eingebrachten Bohrrohres 12 zu korrigieren führt zu einer
unzulässigen Belastung der gesamten Gerätestruktur, was durch ein unzulässiges Ansteigen
der Kraft innerhalb der Stützzylinder 5 erkannt werden kann. Diese temporäre Überbelastung
wird dem Maschinenführer angezeigt und ergänzend in einem Systemspeicher als Ereignis
gespeichert. Gegebenenfalls kann ab einem gewissen Grad der Überlastung ein Eingriff
in die Maschinensteuerung erfolgen, um bspw. eine weitere Vorschubbewegung V zu unterbinden.
[0025] Eine mögliche konkrete Umsetzung zur Überwachung der Kraft im Stützzylinder 5 wird
nachfolgend anhand der Figuren 4-7 erläutert. Figur 4 zeigt zum besseren Verständnis
den freigeschnittenen Mäkler 3 samt Bohrantrieb 10 und Druckrohr 14. Die Summe dieser
Massen des Mäklers 3 erzeugen die Kraft
F1. Der Gerätesteuerung der Trägermaschine sind diese Massen bekannt, so dass die Steuerung
die Kraft
F1 berechnen kann. Ebenso kann die Steuerung den Gesamtschwerpunkt
S dieser Massen bestimmen und auch den Abstand des Schwerpunktes zum Drehpunkt 15 berechnen,
wobei der Drehpunkt 15 durch den Verbindungspunkt zwischen Mäkler 3 und Verstelleinrichtung
4 gebildet wird. Dieser Abstand ist mit
l1 bezeichnet.
[0026] Sofern
F1 und
l1 beide ungleich Null sind, erzeugt der freigeschnittene Mäkler 3 ein Drehmoment um
den Anlenkpunkt 15. Dieses Moment muss durch die Stützzylinder 5 aufgenommen bzw.
gestützt werden. Der Hebelarm der Stützzylinder 5 kann von der Steuerung der Trägermaschine
ebenfalls ermittelt werden, da die Mäklerneigung gemessen wird und die erforderlichen
geometrischen Parameter bekannt sind. Dem Hebelgesetz entsprechend kann also die Kraft
FR in den Stützzylindern 5 bestimmt werden:

[0027] Figur 5 zeigt dieselbe Situation gemäß Figur 4 mit dem an der Trägermaschine angebauten
Mäkler 3.
[0028] Figur 6 zeigt das Tragverhalten bei dem Versuch, das Rohr 9 aus dem Boden zu ziehen.
Die auf den Bohrantrieb 10 wirkende Kraft
F2 kann über die im Gerät installierte Seilzugmessung der Vorschubwinde bestimmt werden.
Der Abstand der Wirklinie dieser Kraft
F2 zum Drehpunkt 15 ist mit
l2 bemasst. Die jetzt auftretende Kraft in den Stützzylindern 5 ergibt sich mit:

[0029] Wenn nun versucht wird, das schief sitzende Rohr 9 mittels Fahrwerk 1 einzurichten,
wirkt zusätzlich zu den bisherigen Lasten eine Kraft
F3 auf den Mäkler 3. Der Abstand der Wirklinie dieser Kraft
F3 zum Drehpunkt 15 ist mit
l3 bemasst.
[0030] Solange
l3 <> 0 ist, erzeugt auch
F3 ein Moment um den Drehpunkt 15, welches die Kraft
FR verändert. Diese Abweichung der gemessenen Kraft von der berechneten Kraft kann ermittelt
werden und dient als Indikator einer möglichen Überbelastung der Maschine bzw. der
Stützzylinder 5. Überschreitet die erfasste Abweichung einen Grenzwert, so können
durch die Maschinensteuerung geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
1. Verfahren zur Überwachung der Strukturbelastung einer Trägermaschine mit Bohr- und
Rammgerät, das an einem Mäkler der Trägermaschine aufgenommen ist, wobei eine Steuerung
der Trägermaschine unter Berücksichtigung der aktuellen Gerätekonfiguration der Trägermaschine
und ein oder mehreren Zustandswerten die aktuelle Strukturbelastung der Maschine bzw.
ein oder mehrerer Teilkomponenten der Maschine berechnet und daraus wenigstens einen
Grenz- oder Sollwert für eine messbare Größe bestimmt, wobei ein oder mehrere, zu
den Grenzwerten korrespondierende Ist-Werte sensorisch erfasst und gegen die Grenzwerte
überwacht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als wenigstens ein Grenzwert eine auf eine Maschinenkomponente wirkende Maximalkraft
bestimmt wird, insbesondere eine auf wenigstens einen Zylinder wirkende Maximalkraft,
idealerweise eine auf wenigstens einen Stützzylinder zur Ausrichtung des Mäklers und/oder
einen Grundarmzylinder zur Verstellung des Mäklers wirkende Maximalkraft.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Grenzwert eine auf wenigstens eine Verbindungsstelle wirkende Maximalkraft berechnet
wird, insbesondere für mindestens einen Verbindungsbolzen zur Befestigung des Mäklers
am Oberwagen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die berücksichtigte Gerätekonfiguration die Maschinengeometrie und/oder eine Ballastierung
und/oder die Mäklerlänge und/oder einen Parameter einer sonstiges Maschinenkomponente
umfasst.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Zustandswert der Seilzug der Hauptwinde des Ramm- und Bohrgerätes, insbesondere
einer Kelly-Winde und/oder einer Vorschubwinde gemessen und für die Berechnung des
Grenzwertes berücksichtigt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerätekonfiguration automatisch durch eine passende Sensorik zumindest teilweise
erfasst wird und/oder zumindest teilweise manuell in eine Steuerung eingebbar ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachungsergebnis einer Bedienperson angezeigt wird und/oder in Reaktion auf
das Überwachungsergebnis ein oder mehrere Maschinensteuerungen automatisiert ausgeführt
werden, bspw. ein oder mehrere die Belastung des Gerätes steigernde Maschinenbewegungen
gestoppt oder verlangsamt werden.
8. Arbeitsmaschine mit einem Ramm- und Bohrgerät und einer Steuerung zur Durchführung
des Verfahrens gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.