[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Verbindung mindestens eines Brennstoffeinspritzventils
mit einem Kraftstoffverteiler einer Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine,
der an einem Zylinderkopf lösbar befestigt ist, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil
mittels einem Fixierungselement an einem Aufnahmeelement des Kraftstoffverteilers
lösbar befestigt ist.
[0002] Die Druckschrift
WO 2016/020255 A1 beschreibt eine Anordnung zur Verbindung eines Anschlussteils eines Brennstoffeinspritzventils
mit einer Tasse einer Brennstoff führenden Komponente, wobei eine Verbindungsklammer
vorgesehen ist. Die Verbindungsklammer verbindet im montierten Zustand das Anschlussteil
des Brennstoffeinspritzventils mit der Tasse. Hierbei sind eine an dem Anschlussteil
vorgesehene Kontaktkontur und eine an der Verbindungsklammer vorgesehene Kontaktkontur,
an denen ein Kontakt zwischen dem Anschlussteil und der Verbindungsklammer im montierten
Zustand zustande kommt, so aneinander angepasst ausgestaltet, dass eine Lagerung des
Anschlussteils an der Verbindungsklammer gewährleistet ist, die ein Verschwenken des
Anschlussteils in Bezug auf eine Längsachse der Tasse ermöglicht.
[0003] Außerdem ist aus der Druckschrift
WO 2013/170998 A1 eine weitere Anordnung zur Hochdruckeinspritzung bei Brennkraftmaschinen bekannt.
Sie umfasst einen Brennstoffverteiler und mehrere Brennstoffeinspritzventile. Dabei
ist jedes der Brennstoffeinspritzventile an einer Tasse des Brennstoffverteilers angeordnet.
Zumindest eines der Brennstoffeinspritzventile ist durch ein Halteelement an der zugeordneten
Tasse befestigt. Das Halteelement weist eine Stützfläche auf. Die Tasse weist an einer
Unterseite eine Anlagefläche auf, mit der sich die Tasse mittels einer Dämpfungsschicht
an der Stützfläche des Halteelementes abstützt. Das Halteelement ist an der Tasse
fixiert. Das Brennstoffeinspritzventil weist ferner einen Bund auf, der an dem Halteelement
abgestützt ist. Durch die Dämpfungsschicht ist eine Bedämpfung von Schwingungen und
somit eine Reduzierung von Geräuschemissionen möglich.
[0004] Die Druckschrift
DE 10 2008 002 122 A1 offenbart einen Niederhalter für eine Brennstoffeinspritzvorrichtung, die wenigstens
ein Brennstoffeinspritzventil, eine Aufnahmebohrung für das Brennstoffeinspritzventil
und einen Anschlussstutzen einer Brennstoffverteilerleitung umfasst. Der Niederhalter
ist zwischen einer Schulter des Brennstoffeinspritzventils und einer Endfläche des
Anschlussstutzens einspannbar. Der Niederhalter weist ein teilringförmiges Grundelement
auf, von dem sich aus ein axial nachgiebiger Niederhaltebügel erstreckt, der wenigstens
zwei Stege, zwei Schrägabschnitte und zwei Anlageabschnitte besitzt. Das Grundelement
ist als hochkant stehender Teilring ausgeführt, dessen Wandstärke der verwendeten
Blechdicke entspricht. Das Grundelement geht derart in die zwei Stege des Niederhaltebügels
über, dass die sich aus der Ebene des Grundelementes heraus erstreckenden Stege mit
ihren Blechbreitseiten gegenüberstehen und die Stege an ihrem dem Grundelement abgewandten
Ende derart gebogen sind, dass von den umgebogenen Endbereichen der Stege aus sich
die Schrägabschnitte so erstrecken, dass sich nun die Schnittkanten im Blech gegenüberstehen.
[0005] Die Verbindungsklammer aus der Anordnung gemäß der Druckschrift
WO 2016/020255 A1 und der Niederhalter gemäß der Druckschrift
DE 10 2008 002 122 A1 stellen geometrisch kompliziert zu fertigende Gebilde dar. Das Halteelement gemäß
der Druckschrift
WO 2013/170998 A1 ist hinsichtlich der Geometrie bereits etwas einfacher aufgebaut.
[0006] Eine weitere Anordnung zur Verbindung mindestens eines Brennstoffeinspritzventils
an einem Kraftstoffverteiler einer Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine
geht aus der Druckschrift
DE 10 2016 210 573 A1 hervor, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil mittels eines Halteelementes
an einer Tasse des Kraftstoffverteilers lösbar befestigt ist. Die Tasse weist mindestens
einen Spalt auf, der in der Zusammenbausituation einen Klemmbund eines Anschlusselementes
des Brennstoffeinspritzventils zugänglich macht, da das Anschlusselement des Brennstoffeinspritzventils
in der Zusammenbausituation in der Tasse steckt, wobei der Klemmbund in der Zusammenbausituation
von Klemmbacken des in den Spalt geschobenen Halteelementes in der Tasse fixiert ist.
[0007] Der Erfindung liegt von dem Stand der Technik ausgehend die Aufgabe zugrunde, eine
andere alternative vorteilhafte Verbindung zwischen einem Brennstoffeinspritzventil
und einem Kraftstoffverteiler einer Brennkraftmaschine zu schaffen.
[0008] Ausgangspunkt der Erfindung ist eine Anordnung zur Verbindung mindestens eines Brennstoffeinspritzventils
mit einem Kraftstoffverteiler einer Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine,
der an einem Zylinderkopf lösbar befestigt ist, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil
mittels einem Fixierungselement an einem Aufnahmeelement des Kraftstoffverteilers
lösbar befestigt ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass eine zylinderabgewandte Fläche des Aufnahmeelementes
des Kraftstoffverteilers und eine zylinderzugewandte Fläche des Fixierungselementes
im Zusammenbauzustand von Zylinderkopf und Kraftstoffverteiler sowie dem Brennstoffeinspritzventil
als Kontaktflächen ausgebildet sind, mittels denen durch Anbringung des Fixierungselementes
an dem Brennstoffeinspritzventil eine axiale Fixierung und eine radiale Ausrichtung
des Brennstoffeinspritzventils in dem Zylinderkopf respektive in dem Aufnahmeelement
des Kraftstoffverteilers bewirkbar ist. Eine solche Kontaktflächen-Positionierung
der genannten Bauteile zueinander erlaubt eine exakte Positionierung, ist robust und
einfach ausführbar.
[0010] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Fixierungselement ein Schraubkopf ist, der eine
Sacklochbohrung aufweist, die mit einem Innengewinde versehen ist, die im Zusammenbauzustand
der zylinderabgewandten Fläche des Aufnahmeelementes zugewandt ist, wobei die zylinderzugewandte
Fläche um die Sacklochbohrung des Fixierungselementes herum ausgebildet.
[0011] Ferner ist bevorzugt vorgesehen, dass das Innengewinde der Sacklochbohrung mit einem
Außengewinde eines als Gewindebolzen ausgebildeten Brennstoffstutzens des Brennstoffeinspritzventils
korrespondiert.
[0012] Dadurch ist es bevorzugt in vorteilhafter Weise möglich, dass eine Durchgangsöffnung
des Aufnahmeelementes und die zylinderabgewandte Fläche des Aufnahmeelementes im Zusammenbauzustand
durch Befestigung des Aufnahmeelementes an dem Zylinderkopf vorgebbar ausgerichtet
werden kann, sodass eine Anordnung des Brennstoffeinspritzventils in einem Einbaukanal
des Zylinderkopfes und der Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes in einer Vorposition
möglich ist, wobei die Vorpositionierung des Aufnahmeelementes gleichzeitig zu einer
Vorpositionierung der zylinderabgewandten Fläche des Aufnahmeelementes führt.
[0013] Erfindungsgemäß zeichnet sich die Anordnung dadurch aus, dass das Brennstoffeinspritzventil
in der Vorposition gegenüber dem Einbaukanal und der Durchgangsöffnung gegenüber dem
Aufnahmeelement des Kraftstoffverteilers mit geringem Spiel und gleichzeitig verdrehsicher
angeordnet ist und der Brennstoffstutzen des Brennstoffeinspritzventils einen Überstand
über die zylinderabgewandte Fläche aufweist.
[0014] Zudem ist vorgesehen, dass das Fixierungselement einen Innenmehrkant aufweist, in
den zur Ausübung einer das Brennstoffeinspritzventil an dem Aufnahmeelement fixierenden
Drehbewegung des Fixierungselementes ein Werkzeug eingreift. Der Innenmehrkant ist
auf einer der Sacklochbohrung des Fixierungselementes gegenüberliegende Seite des
Fixierungselementes angeordnet.
[0015] Das Fixierungselement ist im Zusammenbauzustand - unter Zwischenanordnung des Aufnahmeelementes
des Kraftstoffverteilers - mit dem Brennstoffeinspritzventil (Injektor) verbunden,
der aus dem Injektorrumpf und einer Injektorspitze ausgebildet ist, wobei Injektorspitze
und Injektorrumpf und Brennstoffstutzen des Brennstoffeinspritzventils und die Sacklochbohrung
und der Innenmehrkant des Fixierungselementes auf einer gemeinsamen Längsachse liegen.
[0016] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kontaktflächen ebene Flächen sind, mittels denen
eine axiale Fixierung und radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils in dem
Zylinderkopf und an dem Zylinderkopf und respektive gegenüber dem Aufnahmeelement
der Kraftstoffverteilerleiste bewirkt wird, indem die zylinderzugewandte Fläche des
Fixierungselementes gegenüber der zuvor vorpositionierten zylinderabgewandten Fläche
des Aufnahmeelementes zur Anlage gebracht wird, die durch die Ausübung einer Drehbewegung
des Fixierungselementes axial an der zylinderabgewandten Fläche des Aufnahmeelementes
verspannbar ist, wobei gleichzeitig eine radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils
erfolgt, da die Kontaktflächen durch die axiale Verspannung in vorteilhafter Weise
auch eine Endpositionierung des Brennstoffeinspritzventils bewirken.
[0017] Vorgesehen sind,
- eine erste Dichtungsanordnung zwischen Brennraum und dem Einbaukanal des Zylinderkopfes,
die als Ringdichtung ausgebildet ist, die eine Spitze des Brennstoffeinspritzventils
(Injektorspitze) gegenüber dem Einbaukanal abdichtet, und
- eine zweite Dichtungsanordnung zischen der Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes
des Kraftstoffverteilers und dem Einbaukanal des Brennstoffeinspritzventils, und
- eine dritte Dichtungsanordnung zwischen den Kontaktflächen des Aufnahmeelementes des
Kraftstoffverteilers und des Fixierungselementes, die in der Beschreibung näher erläutert
sind.
[0018] Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung einer Anordnung zur Verbindung
mindestens eines Brennstoffeinspritzventils mit einem Kraftstoffverteiler einer Kraftstoffeinspritzanlage
einer Brennkraftmaschine, der an einem Zylinderkopf lösbar befestigt ist, wobei das
mindestens eine Brennstoffeinspritzventil mittels einem Fixierungselement an einem
Aufnahmeelement des Kraftstoffverteilers lösbar befestigt ist, zur Verfügung gestellt,
welches durch folgende Montageschritte gekennzeichnet ist:
- a) Einführen eines Brennstoffeinspritzventils in einen Zylinderkopf in die dafür im
Zylinderkopf vorgesehene Öffnung (Einbaukanal).
- b) Aufsetzen eines Kraftstoffverteilers über eine Durchgangsöffnung in einem Aufnahmeelement
des Kraftstoffverteilers auf eine als Brennstoffstutzen ausgebildete bolzenartige
Verlängerung des Brennstoffeinspritzventils.
- c) Fixierung des Kraftstoffverteilers an dem Zylinderkopf, der als Anbauelement für
den Kraftstoffverteiler dient.
- d) Fixierung des Brennstoffeinspritzventils mittels einem Fixierungselement an dem
Kraftstoffverteiler.
[0019] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit
einer Anordnung zur Verbindung mindestens eines Brennstoffeinspritzventils an einem
Kraftstoffverteiler der Kraftstoffeinspritzanlage, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil
mittels einem Fixierungselement an einem Aufnahmeelement des Kraftstoffverteilers
lösbar befestigt ist, wobei vorgesehen ist, dass eine zylinderabgewandte Fläche des
Aufnahmeelementes des Kraftstoffverteilers und eine zylinderzugewandte Fläche des
Fixierungselementes im Zusammenbauzustand von Zylinderkopf und Kraftstoffverteiler
sowie dem Brennstoffeinspritzventil als Kontaktflächen ausgebildet sind, mittels denen
durch Anbringung des Fixierungselementes an dem Brennstoffeinspritzventil eine axiale
Fixierung und eine radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils in und an dem
Zylinderkopf respektive in dem Aufnahmeelement der Kraftstoffverteilerleiste bewirkbar
ist.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zugehörigen Zeichnung erläutert.
[0021] Die Figur zeigt einen Schnitt durch die Längsmittelachse eines Brennstoffeinspritzventils
in seiner Einbausituation in einem Zylinderkopf mit ebenfalls im Schnitt dargestelltem
Zylinderkopf und einem zugehörigen Kraftstoffverteiler (Rail).
[0022] Zunächst wird ein Anordnungskonzept eines Brennstoffeinspritzventils 300 in dem Zylinderkopf
100 erläutert.
[0023] Die Figur zeigt einen Zylinderkopf 100 einer Brennkraftmaschine in einer Schnittansicht
durch eine Mittelachse X
M eines Brennstoffeinspritzventils 300, das in dem Zylinderkopf 100 angeordnet ist.
[0024] An dem Zylinderkopf 100, der als Anbaustruktur dient, ist eine Kraftstoffverteilung
in der Art eines Kraftstoffverteilers 200, insbesondere einer Kraftstoffverteilerleiste
- auch Rail genannt - angeordnet, an der zumeist mehrere wie in der Figur gezeigte
Brennstoffeinspritzventile 300 angeordnet sind.
[0025] Die Kraftstoffverteilerleiste 200 (Rail) dient zum Speichern von unter hohem Druck
stehendem Brennstoff und zur Verteilung des Brennstoffs auf die mehreren Brennstoffeinspritzventile
300, die insbesondere als Hochdruckeinspritzventile ausgestaltet sind.
[0026] Die Hochdruckeinspritzventile 300 und die Kraftstoffverteilerleiste 200 (Rail) sind
beispielsweise für Betriebsdrücke von oberhalb 400 bar ausgelegt. Die Brennstoffeinspritzventile
300 spritzen den zum Verbrennungsvorgang notwendigen Brennstoff unter hohem Druck
in einen Brennraum 115 der Brennkraftmaschine ein.
[0027] Der Brennstoff wird stromauf der Kraftstoffverteilerleiste 200 zumeist über eine
Hochdruckpumpe verdichtet und mengengesteuert über eine Hochdruckleitung in die Kraftstoffverteilerleiste
200 gefördert.
[0028] Von der Kraftstoffverteilerleiste 200 ausgehend gelangt der Brennstoff über eine
kanalartige Öffnung 201 vom Rail zu den Brennstoffeinspritzventilen 300, welches eine
entsprechend angepasste Öffnung 301 aufweist. Mit anderen Worten, über die Öffnungen
201, 301 strömt der Brennstoff vom Rail 200 in das mindestens eine oder die mehreren
Brennstoffeinspritzventil/e 300.
[0029] Die Anordnung ist in vorteilhafter Weise als Brennstoffeinspritzanlage zur Hochdruckeinspritzung
bei Brennkraftmaschinen ausgestaltet, wobei die Brennstoffeinspritzanlage insbesondere
für gemischverdichtende, fremdgezündete Brennkraftmaschinen vorgesehen ist. Speziell
eignet sich die Brennstoffeinspritzanlage zur Benzindirekteinspritzung, insbesondere
von direkteinspritzenden abgasturboaufgeladenen Ottomotoren.
[0030] Die Kraftstoffverteilerleiste 200 umfasst je Brennstoffeinspritzventil 300 der zumeist
mehreren an der Kraftstoffverteilerleiste 200 angeordneten Brennstoffeinspritzventile
300 ein Aufnahmeelement 210 in der Art einer Tasse 210 beziehungsweise eine entsprechende
Anzahl von Aufnahmeelementen 210.
[0031] Eine Tasse 210 stellt ein Bauteil, insbesondere ein zylindrisches Bauteil dar, welches
eine Durchgangsöffnung aufweist, die in Abschnitten beziehungsweise Tassenabschnitten
210A und 210B entlang der Längserstreckung der Durchgangsöffnung erfindungsgemäß unterschiedlich
geometrisch ausgebildet ist, wie noch detailliert erläutert wird.
[0032] Gegenstand der Erfindung ist eine Anordnung, die zum Verbinden des Brennstoffeinspritzventils
300 mit der Tasse 210 der Brennstoff führenden Komponente, insbesondere der Kraftstoffverteilerleiste
200, dient.
[0033] Bei der erfindungsgemäßen Anordnung handelt es sich beispielsweise um eine Kraftstoffverteilerleiste
200, die seitlich eines Zylinderblockes, insbesondere des Zylinderkopfes 100 des Zylinderblockes
angeordnet ist.
[0034] Die Kraftstoffverteilerleiste 200 ist ortsfest über nicht näher dargestellte Befestigungselemente
an dem Zylinderkopf 100 befestigt.
[0035] Bei der seitlichen Anordnung der Kraftstoffverteilerleiste 200 sind die von der Kraftstoffverteilerleiste
200 abgehenden Brennstoffeinspritzventile 300 gegenüber den Zylinderkolben im Zylinderblock
im Wesentlichen rechtwinklig oder - siehe Figur - schräg nach unten zum Brennraum
115 führend angeordnet.
[0036] Bei der herkömmlichen seitlichen Anordnung eines der Brennstoffeinspritzventile 300
stützt sich ein Injektorrumpf 340 des Brennstoffeinspritzventils 300 in dem als eine
Aufnahmebohrung ausgestalteten Einbaukanal 110 des Zylinderkopfes 100 ab.
[0037] Die bisherige Abstützung der Brennstoffeinspritzventile 300 im Einbaukanal 110 des
Zylinderkopfes 100 erfolgte bisher in nachteiliger Weise an einer Stufe 110A des Einbaukanals
110 des Zylinderkopfes 100 über eine Stufe 340A des Injektorrumpfes 340 des Brennstoffeinspritzventils
300. Die bisherige Abstützung des Brennstoffeinspritzventils 300 im Zylinderkopf 100
führt zur Einleitung von Körperschall in den Zylinderkopf 100 und die angrenzenden
Bauteile wie ein Zylinderkurbelgehäuse, eine Zylinderkopfhaube und die Kraftstoffverteilerleiste
200.
[0038] Durch die hier vorliegende seitliche Anordnung der Brennstoffeinspritzventile 300
im Zylinderkopf 100 wird das Problem des seitlich des Zylinderkopfes 100 geringen
zur Verfügung stehenden Bauraumes und zugleich das Problem der Übertragung des Körperschalls
der Brennstoffeinspritzventile 300 auf den Zylinderkopf 100, insbesondere auf die
angrenzenden Bauteile des Brennstoffeinspritzventils 300 oder der Brennstoffeinspritzventile
300 gelöst, wie nachfolgend im Detail noch erläutert wird.
[0039] Erfindungsgemäß stellt ein getrennt von dem Brennstoffeinspritzventil 300 ausgebildetes
Fixierungselement 330 des Brennstoffeinspritzventils 300 das eigentliche Bauteil zum
Verbinden des Brennstoffeinspritzventils 300 mit der Tasse 210 der Kraftstoffverteilerleiste
200 in einem sogenannten Zusammenbauzustand dar, wie ebenfalls noch erläutert wird.
[0040] Als sogenannter Brennstoffstutzen 301 des Brennstoffeinspritzventils 300 ist ein
axialer Befestigungsbereich am Brennstoffeinspritzventil 300 ausgeführt, damit das
Brennstoffeinspritzventil 300 mittels dem Fixierungselement 330 an der Kraftstoffverteilerleiste
200, insbesondere an der Tasse 210 befestigt werden kann.
[0041] Der Brennstoffstutzen 302 ist als Bolzen ausgebildet, der in axialer Richtung X
M gesehen im Zusammenbauzustand einen Überstand über die zylinderabgewandte Fläche
A210 der Tasse 210 aufweist.
[0042] Der Bolzen 302 weist zumindest im Bereich des Überstandes ein Aussengewinde 302A
auf.
[0043] Das Brennstoffeinspritzventil 300 ist im Zusammenbauzustand in der Tasse 210 ortsfest
und insbesondere verdrehsicher positioniert, sodass die zylinderabgewandte Fläche
A210 der Tasse 210 erfindungsgemäß als eine vorgebbare Anbaufläche dienen kann, die
im dreidimensionalen Raum vorgebbar ausgerichtet ist.
[0044] Ein Brennstoffeinspritzventil 300 stellt nach seiner Montage, die noch erläutert
wird, im Zusammenbauzustand ein Zusammenbauteil dar, welches das Brennstoffeinspritzventil
300 mit Brennstoffstutzen 302 an sich und das Fixierungselement 330 umfasst.
[0045] Das Fixierungselement 330 ist im Zusammenbauzustand mit dem Brennstoffeinspritzventil
300 (Injektor) verbunden, der aus dem Injektorrumpf 340 und einer Injektorspitze 350
ausgebildet ist, die zumeist zylindrisch ausgeführt sind, wie in der Figur verdeutlicht
ist.
[0046] An der Injektorspitze 350 ist eine umlaufende Dichtung 350A angeordnet, die zur kraftstoffseitigen
Abdichtung des Einbaukanals 110, insbesondere eine kraftstoffseitige Abdichtung der
Injektorspitze 350 gegenüber dem Einbaukanal 110 des Zylinderkopfes 100 und damit
letztlich gegenüber dem Brennraum 115 im Zylinderblock gewährleistet.
[0047] Fixierungselement 330, Injektorrumpf 340 und Injektorspitze 350 liegen auf einer
Achse X, die als Längsmittelachse X
M des Brennstoffeinspritzventils 300 ausgebildet ist.
[0048] Das Brennstoffeinspritzventil 300 umfasst ein Übergangselement 320, welches von dem
Injektorrumpf abgeht, wobei das Übergangselement 320 in ein nicht im Detail dargestelltes
Steckdosenelement 360 übergeht, über das die elektrische Stromversorgung des Brennstoffeinspritzventils
300 zur Ansteuerung der Einspritzung erfolgt, welches ebenfalls geringfügig aus dem
Zylinderkopf 100 der Brennkraftmaschine heraussteht.
[0049] Das Fixierungselement 330 weist eine Sacklochbohrung 330A auf, die im Zusammenbauzustand
der zylinderabgewandten Fläche A210 der Tasse 210 zugewandt ist.
[0050] Die Sacklochbohrung 330A ist mit einem Innengewinde 330A-1 versehen, welches mit
dem Außengewinde 302A des als Gewindebolzen ausgebildeten Brennstoffstutzens 302 korrespondiert.
[0051] Um die Sacklochbohrung 330A herum ist eine im Zusammenbauzustand zylinderzugewandte
Fläche A330 ausgebildet.
[0052] Die zylinderabgewandte Fläche A210 (nachfolgend auch als tassenseitige Kontaktfläche
bezeichnet) der Tasse 210 und die zylinderzugewandte Fläche A330 (nachfolgend auch
als fixierungselementseitige Kontaktfläche bezeichnet) des Fixierungselementes 330
bilden Kontaktflächen A210, A330 aus, mittels denen eine axiale Fixierung und radiale
Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils 300 in dem Zylinderkopf 100 an der Tasse
210 der Kraftstoffverteilerleiste 200 bewirkt wird.
[0053] Das Fixierungselement 330 weist einen Innenmehrkant 330B auf, welches mittels einem
in den Innenmehrkant 330B greifenden Werkzeug eine Schraubbewegung des Fixierungselementes
330 gegenüber dem zuvor in der Tasse 210 verdrehsicher vorpositionierten Brennstoffeinspritzventil
300 erlaubt.
[0054] Das Brennstoffeinspritzventil 300 weist gegenüber der Durchgangsöffnung in der Tasse
210 und dem Einbaukanal 110 im Zylinderkopf ein geringes Spiel auf, sodass es ausgehend
von der verdrehsicheren Vorpositionierung nach Durchführung der Schraubbewegung des
Fixierungselementes 330 gegenüber der Tasse 210 zu einer axialen Endausrichtung und
zu einer axialen Endpositionierung des Brennstoffeinspritzventils 300 gegenüber der
Tasse 210 und gegenüber dem Einbaukanal 110 im Zylinderkopf 100 kommt.
[0055] Ferner kommt es ausgehend von der verdrehsicheren Vorpositionierung des Brennstoffeinspritzventils
300 in der Tasse 210 nach Durchführung der Schraubbewegung des Fixierungselementes
330 gegenüber der Tasse 210 zu einer radialen Endausrichtung und zu einer radialen
Endpositionierung über die tassenseitige und die fixierungselementseitige Kontaktfläche
A210, A330.
[0056] Mit anderen Worten, es erfolgt durch Verschrauben des Fixierungselementes 330 eine
zweidimensionale Endausrichtung und Endpositionierung des Brennstoffeinspritzventils
300 im Zylinderkopf 100 unter Zuhilfenahme der positionierten und entsprechend ausgerichteten
Tasse 210 am Zylinderkopf 100, die zwischen Zylinderkopf 100 und Fixierungselement
330 angeordnet ist.
[0057] Es erfolgt eine axiale Endausrichtung und axiale Endpositionierung des Brennstoffeinspritzventils
300 axial in Längserstreckung X
M und eine radiale Endausrichtung und eine radiale Endpositionierung der Längsachse
des Brennstoffeinspritzventils 300 innerhalb des Einbaukanals im Zylinderkopf und
innerhalb der Durchgangsöffnungen in den Tassenabschnitten 210A und 210B der Tasse
210, indem die Längsachse in radialer Richtung ausgerichtet wird.
[0058] Anschließend wird zur weiteren Erläuterung ein zugehöriges Abdichtungs- und Montagekonzept
des Brennstoffeinspritzventils 300 erläutert.
[0059] Die Montage erfolgte derart, dass das Brennstoffeinspritzventil 300 vor der Montage
der Kraftstoffverteilerleiste 200 in den Einbaukanal 115 eingeführt wird. Dabei steht
der Brennstoffstutzen 302 aus dem Zylinderkopf 100 heraus.
[0060] Dabei werden die Brennstoffeinspritzventile 300 über die Injektorspitze 350 in dem
Einbaukanal 110 beim Einschieben der Brennstoffeinspritzventile 300 derart selbstständig
vorpositioniert, dass die Injektorspitze 350 nur mit der Dichtung 350A mit dem Einbaukanal
110 in Berührung kommt, während der Injektorrumpf 340 keinerlei Kontaktpunkte zu dem
Einbaukanal 110 aufweist. Die Ringdichtung stellt eine erste Dichtungsanordnung DA1
zwischen Brennraum 115 und dem Einbaukanal 115 des Zylinderkopfes 100 dar.
[0061] Der Körperschall des Injektors 300 wird somit nur noch geringfügig von der Injektorspitze
350 über die Körperschall dämpfende Dichtung 350 auf den Zylinderkopf 100 übertragen.
[0062] In vorteilhafter Weise wird ferner zwischen dem Injektorrumpf 340 und dem Einbaukanal
110 ein entsprechender Abstand gebildet, der eine direkte Übertragung, insbesondere
eine direkte Übertragung von Schallwellen von dem Injektorrumpf 340 auf den Zylinderkopf
100 verhindert.
[0063] Dabei ist die Verbindung innerhalb der ersten Dichtungsanordnung DA1 noch derart
flexibel, dass der Abstand innerhalb bestimmter Toleranzen zwischen Längsachse des
Einbaukanals 110 im Zylinderkopf 100 und die Längsmittelachse X
M des Brennstoffeinspritzventils 300 durch die Fixierung mittels dem Fixierungselement
330 relativ zueinander in Übereinstimmung gebracht werden kann.
[0064] Anschließend wird die Durchgangsöffnung der Tasse 210 der Kraftstoffverteilerleiste
200 derart auf den Brennstoffstutzen 302 geschoben, dass nur noch der Überstand des
Brennstoffstutzens 302 auf der zylinderabgewandten Seite der Tasse 201 herausragt.
[0065] Die Durchgangsöffnung, die in Abschnitten beziehungsweise Tassenabschnitten 210A
und 210B der Tasse 210 ausgebildet ist, weist gegenüber der Mantelfläche des Brennstoffstutzens
302 ebenfalls nur geringes Spiel auf, sodass es zu der bereits beschriebenen Vorausrichtung
beziehungsweise Vorpositionierung des Brennstoffeinspritzventils 300 kommt, wobei
die Tasse 210 der Kraftstoffverteilerleiste 200 an einer dafür vorgesehenen Position
innerhalb des Zylinderkopfes befestigt wird, wie nicht näher dargestellt ist.
[0066] Gleichzeitig mit dem Aufsetzen der Tasse 210 auf dem Brennstoffstutzen 302 erfolgt
die Verdrehsicherung des vorpositionierten Brennstoffeinspritzventils 300 an der Tasse
210.
[0067] Anschließend erfolgt die Fixierung des Brennstoffeinspritzventils 300 über das Fixierungselement
330.
[0068] Das Fixierungselement 330 wird mit seinem Innengewinde 330A-1 auf das Außengewinde
302A des Brennstoffstutzens aufgeschraubt, sodass die Kontaktflächen A210, A330 in
Kontakt kommen, wobei durch die Schraubwirkung ein axiales Einzugsmoment bewirkt wird,
wodurch das Brennstoffeinspritzventil 300 axial in seine Endposition gebracht wird.
[0069] Über die Kontaktflächen A210, A330 erfolgt die radiale Ausrichtung der Längsmittelachse
X
M des Brennstoffeinspritzventils 300 gegenüber der Längsachse des Einbaukanals 110,
sodass das Brennstoffeinspritzventils 300 auch radial in seine Endposition gebracht.
[0070] Mit anderen Worten, die Längsmittelachse X
M des Brennstoffeinspritzventils 300 kann nach der Vorpositionierung gegenüber der
Längsachse des Einbaukanals 110 um einen geringen Winkelbetrag verschoben werden,
wodurch stets ein gerader Sitz des Brennstoffeinspritzventils 300 in dem Einbaukanal
110 gewährleistet ist, wodurch Kontaktstellen zwischen dem Injektorrumpf 340 und dem
Einbaukanal 110 des Zylinderkopfes 100 sicher vermieden werden.
[0071] Zusammengefasst erfolgt erfindungsgemäß eine sehr einfache und sichere, nahezu spielfreie
Befestigung des Brennstoffeinspritzventils 300 an der Kraftstoffverteilerleiste 200,
die zugleich verdrehsicher ist, und die im Rahmen der zur Verfügung stehenden beziehungsweise
der bewusst zur Verfügung gestellten Toleranzen während der Vorpositionierung in der
Lage ist, in dem Zusammenbauzustand die vorhandenen Toleranzen der miteinander in
Verbindung stehenden Bauteile auszugleichen, wobei die Verbindung insgesamt nur einen
geringen Bauraum benötigt.
[0072] Die geringen Bauraum benötigende Verbindung ist vor allem bei einer seitlichen Injektorlage
von besonderem Vorteil, wie bereits erläutert worden ist. Die Verbindung stellt ebenfalls
sicher, dass an dem Brennstoffeinspritzventil 300 hohe Drücke von über 400 bar anliegen
können, da das Anzugselement des Fixierungselementes 330 nicht nur die die Kräfte
für die Endausrichtung, sondern auch die Kräfte zur Abdichtung einer zweiten Dichtungsanordnung
DA2 und einer dritten Dichtungsanordnung DA3 zur Verfügung stellt.
[0073] Die zweite Dichtungsanordnung DA2 sorgt für eine Abdichtung zwischen der Durchgangsöffnung
in der Tasse und dem Einbaukanal 115.
[0074] Die dritte Dichtungsanordnung DA3 sorgt für eine Abdichtung zwischen den Kontaktflächen
A210, A330 der Tasse 210 und dem Fixierungselement 330.
[0075] Vorgeschlagen werden folgende Dichtungssysteme, die für beide Dichtungsanordnungen
DA2, DA3 einsetzbar sind oder es werden zwei der nachfolgend genannten Dichtungssysteme
in Kombination für die eine oder andere Dichtungsanordnung in Kombination eingesetzt.
[0076] Folgende Dichtungssysteme können zum Einsatz kommen, ein Kegel-Konus-Dichtsitz, ein
Halbkugel-Konus-Dichtsitz, eine Metallsickendichtung, eine Beißkante, Verkleben, ein
O-Ring, ein Hanfband oder ein Nichteisenmetalldichtring.
[0077] Zur Verdeutlichung der erfindungsgemäßen Dichtungsanordnungen ist in Figur 1 ein
Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die zweite Dichtungsanordnung DA2 als Kegel-Konus-Dichtsitz
und die dritte Dichtungsanordnung DA3 als Metallsickendichtung ausgebildet ist.
[0078] Bei der zweiten Dichtungsanordnung DA2 ist der zweite Tassenabschnitt 210B der Durchgangsöffnung
der Tasse 210 kegelförmig ausgebildet, sodass ein zwischen einem Zwischenstutzen 303
und dem Brennstoffstutzen 302 ausgebildeter Kegel am Brennstoffeinspritzventils 300
im Zusammenbauzustand in die kegelförmige Durchgangsöffnung des zweiten Tassenabschnittes
210B eingreift, wodurch der entsprechende Dichtsitz gebildet ist. Der zweite Tassenabschnitt
210B geht in den ersten Tassenabschnitt 210A über, der zylindrisch ausgebildet ist
und endseitig den Brennstoffstutzen 302 bildet. Es versteht sich, dass der Zwischenstutzen
303 zwischen Injektorrumpf 340 und Kegel nicht zwingend angeordnet sein muss.
[0079] Die dritte Dichtungsanordnung DA3 erfolgt im Ausführungsbeispiel über die Metallsickendichtung,
wobei in den sich gegenüberliegenden Kontaktflächen A210, A330 sich gegenüberliegende
in der Tasse 210 und in dem Fixierungselement 330 umlaufende Sicken S210 und S330
ausgebildet sind. In mindestens einer der Sicken S210 und S330 wird ein Dichtungselement,
insbesondere eine Kupferdichtung eingelegt, die nach entsprechender Anbringung des
Fixierungselements 330 und Verspannung des Brennstoffeinspritzventils 300, wie bereits
oben erläutert, für eine Dichtheit zwischen Tasse 210 und Fixierungselement 300 sorgt.
[0080] Die Erfindung schafft somit eine Möglichkeit der einfach ausgeführten axialen Fixierung
und radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils 300 in Kombination mit der
Abdichtung des Brennstoffeinspritzventils 300 gegenüber der Kraftstoffverteilerleiste
300 sowie eine geräuscharme Anordnung des Brennstoffeinspritzventils 300 in dem Einbaukanal
110.
[0081] Zusammengefasst beruht die Montage auf folgenden Schritten: a) Einführen des Brennstoffeinspritzventils
300 in den Zylinderkopf 100 in die dafür im Zylinderkopf 100 vorgesehene Öffnung und
b) Aufsetzen der Kraftstoffverteilerleiste 200 über die Durchgangsöffnung in der Kraftstoffverteilerleiste
200 auf die als Brennstoffstutzen 302 bezeichnete bolzenartige Verlängerung des Brennstoffeinspritzventils
300 und c) Fixierung der Kraftstoffverteilerleiste 200 an den Zylinderkopf 100, der
als Anbauelement für die Kraftstoffverteilerleiste 200 dient und schließlich d) Fixierung
des Brennstoffeinspritzventils 300 mittels dem Fixierungselement 330 in der Art eines
Schraubkopfes an der Kraftstoffverteilerleiste 200.
Bezugszeichenliste
[0082]
- 100
- Zylinderkopf
- 110
- Einbaukanal
- 110A
- Stufe
- 115
- Brennraum
- 200
- Kraftstoffverteiler
- 201
- Öffnung
- 210
- Aufnahmeelement, Tasse
- 210A
- erster Tassenabschnitt mit zylindrischer Öffnung
- 210B
- zweiter Tassenabschnitt mit kegelförmiger oder kugelförmiger Öffnung
- A210
- zylinderabgewandte Fläche (tassenseitige Kontaktfläche)
- S210
- Sicke (tassenseitig)
- 300
- Brennstoffeinspritzventil
- 301
- Öffnung
- 302
- Brennstoffstutzen
- 302A
- Außengewinde
- 303
- Zwischenstutzen
- 320
- Übergangselement
- 330
- Fixierungselement
- 330A
- Sacklochbohrung
- 330A-1
- Innengewinde
- A330
- zylinderzugewandte Fläche (fixierungselementseitige Kontaktfläche)
- S330
- Sicke (fixierungselementseitig)
- 340
- Injektorrumpf
- 340A
- Stufe
- 350
- Injektorspitze
- 350A
- Dichtung
- DA1
- erste Dichtungsanordnung
- DA2
- zweite Dichtungsanordnung
- DA3
- dritte Dichtungsanordnung
- XM
- Längsmittelachse des Brennstoffeinspritzventils 300 und der Tasse 210 sowie des Fixierungselementes
330
1. Anordnung zur Verbindung mindestens eines Brennstoffeinspritzventils (300) mit einem
Kraftstoffverteiler (200) einer Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine,
der an einem Zylinderkopf (100) lösbar befestigt ist, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil
(300) mittels einem Fixierungselement (330) an einem Aufnahmeelement (210) des Kraftstoffverteilers
(200) lösbar befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zylinderabgewandte Fläche (A210) des Aufnahmeelementes (210) des Kraftstoffverteilers
(200) und eine zylinderzugewandte Fläche (A330) des Fixierungselementes (330) im Zusammenbauzustand
von Zylinderkopf (100) und Kraftstoffverteiler (200) sowie dem Brennstoffeinspritzventil
(300) als Kontaktflächen (A210, A330) ausgebildet sind, mittels denen durch Anbringung
des Fixierungselementes (330) an dem Brennstoffeinspritzventil (300) eine axiale Fixierung
und eine radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils (300) in dem Zylinderkopf
(100) respektive in dem Aufnahmeelement (210) des Kraftstoffverteilers (200) bewirkbar
ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierungselement (330) ein Schraubkopf ist, der eine Sacklochbohrung (330A)
aufweist, die mit einem Innengewinde (330A-1) versehen ist, die im Zusammenbauzustand
der zylinderabgewandten Fläche (A210) des Aufnahmeelementes (210) zugewandt ist, wobei
die zylinderzugewandte Fläche (A330) um die Sacklochbohrung (330A) des Fixierungselementes
(330) herum ausgebildet.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Innengewinde (330A-1) der Sacklochbohrung (330A) mit einem Außengewinde (302A)
eines als Gewindebolzen ausgebildeten Brennstoffstutzens (302) des Brennstoffeinspritzventils
(300) korrespondiert.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes (210) und die zylinderabgewandten Fläche
(A210) des Aufnahmeelementes (210) im Zusammenbauzustand durch Befestigung des Aufnahmeelementes
(210) an dem Zylinderkopf (100) vorgebbar ausgerichtet sind, sodass eine Anordnung
des Brennstoffeinspritzventils (300) in einem Einbaukanal (110) des Zylinderkopfes
(100) und der Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes (210) in einer Vorposition möglich
ist, wobei die Vorpositionierung des Aufnahmeelementes gleichzeitig zu einer Vorpositionierung
der zylinderabgewandten Fläche (A210) des Aufnahmeelementes (210) führt.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennstoffeinspritzventil (300) in der Vorposition gegenüber dem Einbaukanal
(115) und der Durchgangsöffnung gegenüber dem Aufnahmeelement (210) des Kraftstoffverteilers
(200) mit geringem Spiel und gleichzeitig verdrehsicher angeordnet ist und der Brennstoffstutzen
(302) des Brennstoffeinspritzventils (300) einen Überstand über die zylinderabgewandte
Fläche (A210) aufweist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fixierungselement (330) einen Innenmehrkant (330B) aufweist, in den zur Ausübung
einer das Brennstoffeinspritzventil (300) an dem Aufnahmeelement (210) fixierenden
Drehbewegung des Fixierungselementes (330) ein Werkzeug eingreift.
7. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen (A210, A330) ebene Flächen sind, mittels denen eine axiale Fixierung
und radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils (300) in dem Zylinderkopf (100)
und an dem Aufnahmeelement 210) der Kraftstoffverteilerleiste 200 bewirkt wird, indem
die zylinderzugewandte Fläche (A330) des Fixierungselementes (330) gegenüber der vorpositionierten
zylinderabgewandten Fläche (A210) des Aufnahmeelementes (210) zur Anlage gebracht
und durch die Ausübung einer Drehbewegung des Fixierungselementes (330) axial verspannbar
ist, wobei gleichzeitig eine radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils (200)
erfolgt, da die Kontaktflächen (A210, A330) durch die axiale Verspannung eine Endpositionierung
des Brennstoffeinspritzventils (300) bewirken.
8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste Dichtungsanordnung (DA1) zwischen Brennraum (115) und dem Einbaukanal
(115) des Zylinderkopfes (100) angeordnet ist, die als Ringdichtung ausgebildet ist,
die eine Spitze (350) des Brennstoffeinspritzventils (300) gegenüber dem Einbaukanal
(115) abdichtet.
9. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Dichtungsanordnung (DA2) zwischen der Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes
(210) des Kraftstoffverteilers (200) und dem Einbaukanal (115) des Brennstoffeinspritzventils
(300) angeordnet ist.
10. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Dichtungsanordnung (DA3) zwischen den Kontaktflächen (A210, A330) des
Aufnahmeelementes (210) des Kraftstoffverteilers (200) und des Fixierungselementes
(330) angeordnet ist.
11. Anordnung nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsanordnungen (DA2, DA3) als Kegel-Konus-Dichtsitz, als Halbkugel-Konus-Dichtsitz,
als Metallsickendichtung, als Beißkante, als Klebverbindung als O-Ring, als Hanfbanddichtung
oder als Nichteisenmetalldichtring ausgebildet sind, wobei die Dichtungsanordnungen
(DA2, DA3) als identische Dichtungssysteme oder unterschiedliche Dichtungssysteme
ausgebildet sind.
12. Verfahren zur Herstellung einer Anordnung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis
11,
gekennzeichnet durch die Montageschritte:
a) Einführen eines Brennstoffeinspritzventils (300) in einen Zylinderkopf (100) in
die dafür im Zylinderkopf (100) vorgesehene Öffnung (115), und
b) Aufsetzen eines Kraftstoffverteilers (200) über eine Durchgangsöffnung in einem
Aufnahmeelement (210) des Kraftstoffverteilers (200) auf eine als Brennstoffstutzen
(302) ausgebildete bolzenartige Verlängerung des Brennstoffeinspritzventils (300),
und
c) Fixierung des Kraftstoffverteilers (200) an dem Zylinderkopf (100), der als Anbauelement
für den Kraftstoffverteiler (200) dient, und
d) Fixierung des Brennstoffeinspritzventils (300) mittels einem Fixierungselement
(330) an dem Kraftstoffverteiler (200).
13. Kraftstoffeinspritzanlage einer Brennkraftmaschine mit einer Anordnung zur Verbindung
mindestens eines Brennstoffeinspritzventils (300) an einem Kraftstoffverteiler (200)
der Kraftstoffeinspritzanlage, wobei das mindestens eine Brennstoffeinspritzventil
(300) mittels einem Fixierungselement (330) an einem Aufnahmeelement (210) des Kraftstoffverteilers
(200) lösbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine zylinderabgewandte Fläche (A210) des Aufnahmeelementes (210) des Kraftstoffverteilers
(200) und eine zylinderzugewandte Fläche (A330) des Fixierungselementes (330) im Zusammenbauzustand
von Zylinderkopf (100) und Kraftstoffverteiler (200) sowie dem Brennstoffeinspritzventil
(300) als Kontaktflächen (A210, A330) ausgebildet sind, mittels denen durch Anbringung
des Fixierungselementes (330) an dem Brennstoffeinspritzventil (300) eine axiale Fixierung
und eine radiale Ausrichtung des Brennstoffeinspritzventils (300) in dem Zylinderkopf
(100) respektive in dem Aufnahmeelement (210) der Kraftstoffverteilerleiste (200)
bewirkbar ist.