[0001] Die Erfindung betrifft einen Terrassenstrahler mit einem standfesten Gehäuse und
zumindest einer Brennkammer zum Verbrennen von Biomasse, insbesondere Holzpellets,
wobei die Brennkammer als Wechselbrennereinheit ausgebildet ist, und wobei das Gehäuse
einen ersten Aufnahmeraum für die Wechselbrennereinheit aufweist, welcher ausgebildet
ist, um die Wechselbrennereinheit wechselbar aufzunehmen. Weiters betrifft die Erfindung
ein Wechselsystem für den Brennraum bei diesem Terrassenstrahler.
[0002] Terrassenstrahler bekannter Bauart werden hauptsächlich mit brennbaren Gasen aus
Druckflaschen betrieben. Haben die Gase fossile Herkunft, so ergibt sich der Nachteil
einer negativen CO
2-Bilanz.
[0003] Aus der
DE 10 2013 100 971 B4 ist ein Terrassenstrahler bekannt, welcher eine Feuerungsstelle aufweist, welche
als mit Holzpellets auffüllbare Brennkammer mit in vertikaler Richtung konstanter
Querschnittsfläche ausgebildet ist. Oberhalb der Brennkammer, ist einer Heißgasleiteinrichtung
und darüber ein Reflektorkörper angeordnet. Die Brennkammer weist in einem dem Reflektorkörper
nahen oberen Bereich ein Flammenrohr mit gegenüber der Brennkammer und der Heißgasleiteinrichtung
reduziertem Durchmesser auf, um die in der Brennkammer erzeugte Heißluft in komprimierter
Form in Richtung auf den Reflektorkörper zu leiten. Im Bereich eines unteren Endes
sind in einer Ebene unterhalb der Brennebene der Holzpellets mehrere Primärluftöffnungen
angeordnet. Weiters sind im Bereich des oberen Endes in einer Ebene oberhalb der Brennebene
der Holzpellets mehrere Sekundärluftöffnungen angeordnet.
[0004] Die
DE 10 2013 100 972 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Lichtsäule, mit einer Feuerungsstelle
zum Erzeugen einer zum Bilden einer Lichtsäule geeigneten Flamme. Die Feuerungsstelle
ist als mit Holzpellets auffüllbare Brennkammer mit in vertikaler Richtung konstanter
Querschnittsfläche ausgebildet. Zwischen dem oberen Ende und dem unteren Ende der
Brennkammer ist eine im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Brennebene der Holzpellets
ausgebildet. Oberhalb der Brennkammer ist eine Flammen-Leiteinrichtung zum Leiten
der in der Brennkammer erzeugten Flamme in die Umgebungsluft vorgesehen, wobei eine
zwischen Flamme und Flammen-Leiteinrichtung vorgesehene Luftströmung die Flammen-Leiteinrichtung
kühlt und von der Flamme abschirmt und andererseits die Ausbildung einer langen Flamme
als Lichtsäule bewirkt.
[0005] Ein Terrassenstrahler-Heizpilz zur Beleuchtung, Erwärmung der Umgebung und Erhitzung
von Flüssigkeiten ist aus der
DE 20 2011 001 786 U1 bekannt. Der Terrassenstrahler weist eine Feuerungsstelle zum Betrieb mit stückiger
Biomasse wie zum Beispiel Holzpellet auf, welche einen Brennstoffinnenraum, eine Abdeckung
mit zentrischer Flammaustrittsöffnung und ein darüberliegendes Brennrohr aufweist.
Zwischen dem Brennstoffinnenraum und einem Brennstoffaußenmantel ist eine Verbrennungsluftregulierung
vorgesehen.
[0006] Die
DE 20 2008 007 919 U1 beschreibt eine Strahlungsheizung mit einer Brennkammer zur Verfeuerung von Holzpellets,
welche mit einem senkrecht auf der Brennkammer angeordneten Strahlungsrohr verbunden
ist. Das Strahlungsrohr weist an dem der Brennkammer abgewandten Rohrende ein nach
unten offenes und hohles Dach auf, welches die Form eines flachen Pilzhutes aufweist.
[0007] Aus der
AT 516 193 B1 ist eine Feuerung für den Außenbereich bekannt, welche einen Brenner zur Verbrennung
von festem Brennstoff, beispielsweise Pellets, aufweist. Der zylindrisch oder prismatisch
geformte Brenner ist in einem Gehäuse mittels einer Hubvorrichtung über eine Federeinrichtung
höhenverstellbar gelagert.
[0008] Die
EP 3 163 162 A1 beschreibt einen mobilen Heizstrahler mit einer Brenneinheit zum Verbrennen von Brennstoff,
einer Abstrahleinheit zum Abstrahlen von Verbrennungswärme, einer getrennt zur Brenneinheit
ausgebildeten Speichereinheit zum Speichern des Brennstoffes und einer Transporteinheit
zum Bewegen des gesamten mobilen Heizstrahlers. Die Einheiten können zwischen verschiedenen
Varianten der Heizstrahler ausgetauscht werden. Das Gehäuse des Heizstrahlers weist
einen Aufnahmeraum für die Brenneinheit auf, welcher ausgebildet ist, um die Brenneinheit,
wechselbar aufzunehmen. Ein separates Fahrgestell für die Brenneinheit ist nicht vorgesehen.
[0009] Die
DE 23285 C betrifft einen Kamin mit ausziehbarem Feuerkorb, welcher auf einer Platte befestigt
ist, die auf Schienen laufende Rollen aufweist. Der Kamin weist ein Gehäuse mit Ringen
zum Angreifen der fahrbaren Kaminpartie auf, von welchem eine biegsame Röhre zu einem
Schornstein führt.
[0010] Die
DE 20 2006 008 993 U1 beschreibt einen Echtfeuerkamin zur häuslichen Beheizung, der mit einem vorne offenen,
beschickbaren Brennraum umgeben ist und über einen Kaminboden mit einem Brennstoffbehälter
verfügt. Ein Kaminträgerständer des Echtfeuerkamines weist Räder auf, mit welchen
der gesamte Echtfeuerkamin sackrodelartig verfahren werden kann.
[0011] Die
CH 654 899 A5 beschreibt einen als Vorfeuerung an einen Heizkessel anstellbaren Holzgasbrenner,
dessen Brennraum über ein als Venturikanal ausgebildetes Feuermaul mit dem Heizkessel
verbindbar ist. Der Brenner ist auf einem Fahrgestell mit Rollen montiert und kann
an einen Heizkessel angestellt oder für Service-und Reinigungszwecke zurückgeschoben
werden. Für das Verfahren und genaue Positionieren des Holzgasbrenners sind Schienen
vorgesehen.
[0012] Die
WO 88/07652 A1 beschreibt einen Mediumspeicher mit Brennkammer und Wassermantel, und einem quer
zur Brennkammer angeordneten Gegenstromwärmetauscher. Ein Beschickungskorb ist samt
dem Gegenstromwärmetauscheraus aus dem Mediumspeicher ausfahrbar.
[0013] Biomasse (Holzpellets) besteht bekannterweise aus brennbaren und nicht brennbaren
Bestandteilen. Wird Holz verbrannt, so verbrennen ca. 80% der Menge in einer Reaktion
mit Verbrennungsluft, welche als Prozessabfall Flamme und Wärme aufweisen. Die nicht
brennbaren Bestandteile ergeben den Glutstock, welcher eine längere Zeit benötigt,
bis dieser ausgeglüht, also kalt, ist. In diesem Prozess wird noch beträchtliche Restwärme
an die Umwelt abgegeben.
[0014] Nachdem der Abbrandvorgang in einem mit Holz-Pellets betriebenen Terrassenstrahlern
vollendet ist und alle brennbaren Rauchgase verbrannt wurden, befindet sich im Brenner
die Restglut. Hier entsteht vor allem in der öffentlichen Anwendung ein gravierender
Nachteil im Vergleich zu gas- und strombetriebenen Outdoor-Heizstrahlern: Bei den
aus den Stand der Technik bekannten Feuerungsvorrichtrungen für Holz Pellets muss
mit der Wiederbefüllung der Brennkammer gewartet werden, bis der Glutstock vollkommen
ausgeglüht ist. Dies kann unter Umständen die gleiche Zeit wie die Brenndauer in Anspruch
nehmen. Währen dieser Zeit kann der Heizstrahler die Umgebung nicht in vollem Umfang
erwärmen. Diese Wartezeit schränkt die Anwendbarkeit und die Nutzungszeit von mit
Biomasse gefeuerten Terrassenstrahlern im Vergleich zu gas- oder strombetriebenen
Geräten wesentlich ein.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und die Nutzungszeit von
mit Biomasse betriebenen Feuerungsstellen für den Außenbereich zu erhöhen.
[0016] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Wechselbrennereinheit
verfahrbar ausgebildet ist, wobei die Wechselbrennereinheit ein Fahrgestell mit zumindest
zwei Rädern oder Rollen aufweist, und wobei vorzugsweise die Wechselbrennereinheit
samt Brennkammer als mobiler Brennerwagen ausgebildet ist .
[0017] Dies ermöglicht einen einfachen Wechsel der Wechselbrennereinheit ohne großen Kraftaufwand.
[0018] Am Ende des Abbrandvorganges kann die noch heiße Wechselbrennereinheit mit dem noch
nachglühenden Glutstock aus dem Terrassenstrahler entfernt und durch eine frisch befüllte
Wechselbrennereinheit getauscht werden. Der Betrieb des Terrassenstrahlers wird nur
kurzfristig, also beispielsweis für ein paar Minuten, unterbrochen. Die frisch mit
Biomasse im Brennraum befüllte Wechselbrennereinheit kann nach dem Tausch in dem Terrassenstrahler
sofort in Betrieb genommen werden. Die Feuerungsstelle kann somit nach kurzer Zeit
wieder ihre volle Wärme entfalten.
[0019] Um ein einfaches Entleeren der Brennkammer zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn
die Brennkammer lösbar, vorzugsweise lose, mit dem Fahrgestell verbunden ist. Dies
ermöglicht ein rasches Entnehmen der Brennkammer vom Fahrgestell und ein einfaches
Retournieren der Brennkammer. Um das Manipulieren der insbesondere heißen Brennkammer
zu erleichtern, ist gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass
die Brennkammer zumindest eine, vorzugsweise hakenartige, Aufnahme für eine Manipulationseinrichtung
aufweist, wobei vorzugsweise die Manipulationseinrichtung einen Hitzeschutzschild
aufweist. Die Manipulationseinrichtung kann über fingerartige U-förmig gebogene Haltbügel
in den Aufnahmen eingehängt werden, wodurch die Brennkammer mit der Manipulationseinrichtung
ohne Verletzungsgefahr hochgehoben werden kann.
[0020] Vorzugsweise weist die Wechselbrennereinheit unterhalb der Brennerkammer eine integrierte
Aschelade auf, welche vorzugsweise in das Fahrgestell integriert ist. Diese kann so
dimensioniert sein, dass die Asche mehrerer Abbrandzyklen aufgenommen werden kann.
Beim Entfernen der Wechselbrennereinheit aus dem Terrassenstrahler wird auch die gesamte
Asche mit entfernt.
[0021] Die entfernte Wechselbrennereinheit mit dem nachglühenden Glühstock kann langsam
außerhalb des Terrassenstrahlers auskühlen und danach durch Entleeren des Brennraumes
und der Aschelade sowie Wiederbefüllen des Brennraumes mit Biomasse für den nächsten
Einsatz vorbereitet werden.
[0022] In einer Ausführungsvariante der Erfindung mit zumindest einer oberhalb der Brennkammer
angeordneten - insbesondere sich nach oben verjüngenden - Brennerdüse, ist vorgesehen,
dass die Brennerdüse gehäusefest in der Feuerungsstelle angeordnet ist. Die Brennerdüse
verbleibt somit bei einem Wechsel der Wechselbrennereinheit im Gehäuse des Terrassenstrahlers.
Dadurch kann die Höhe und das Gewicht der Wechselbrennereinheit möglichst klein gehalten
werden. Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn zwischen der Brennkammer und der
Brennerdüse bei in die Aufnahme des Gehäuses eingefahrener Wechselbrennereinheit ein
definierter Spalt ausgebildet ist. Der Spalt ermöglicht einerseits ein klemmungsfreies
Ein- und Ausfahren der Wechselbrennereinheit in oder aus dem Terrassenstrahler und
kann darüber hinaus als Sekundärluftzufuhröffnung fungieren, um die Verbrennung zu
verbessern.
[0023] Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß ein Wechselsystem für den Brennraum bei
dem Terrassenstrahler mit zumindest einer Wechselbrennereinheit vorgesehen, wobei
der Terrassenstrahler zumindest einen Aufnahmeraum zur Aufnahme mindestens einer Wechselbrennereinheit
aufweist.
[0024] In einer Ausführungsvariante der Erfindung weist das Wechselsystem zusätzlich eine
Wärmebox und/oder einen Wärmetisch mit zumindest einem zweiten Aufnahmeraum zur Aufnahme
zumindest einer Wechselbrennereinheit auf.
[0025] Nach dem Abbrandvorgang kann die noch heiße Wechselbrennereinheit aus dem Terrassenstrahler
ausgefahren und gegen eine frisch befüllte Wechselbrennereinheit ausgetauscht werden,
welche im kalten Zustand in der Wärmebox oder in dem Wärmetisch aufbewahrt wurde.
Die noch heiße Wechselbrennereinheit wird in Aufnahmeraum der Wärmebox oder des Wärmetisches
gefahren und kann dort unter Abgabe ihrer Restwärme ausglühen und abkühlen. Der Ausglühvorgang
der ausgebrannten Wechselbrennereinheit liefert noch genug Restwärme, um den Bereich
der Wärmebox bzw. des Wärmetisches angenehm zu erwärmen. Da der Abbrandvorgang und
der Ausglühvorgang etwa gleich lange Zeit in Anspruch nehmen, können die Bereiche
der Wärmebox bzw. des Wärmetisches über größere Zeitabschnitte in durchgehendem Betrieb
für sich im freien aufhaltende Personen erwärmt werden, wobei während des Austausches
der Wechselbrennereinheiten nur kurze Unterbrechungen bei der Wärmefreisetzung der
Wärmebox bzw. Wärmetisches eintreten.
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den nicht einschränkenden Figuren gezeigten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Terrassenstrahler in einer ersten Ausführungsvariante in einer
axonometrischen Darstellung mit eingefahrener Wechselbrennereinheit;
- Fig. 2
- den Terrassenstrahler im Längsschnitt;
- Fig. 3
- das Detail III aus Fig. 2;
- Fig. 4
- das Detail IV aus Fig. 2;
- Fig. 5
- den Terrassenstrahler in einer weiteren axonometrischen Darstellung mit ausgefahrener
Wechselbrennereinheit;
- Fig. 6
- eine Wechselbrennereinheit in einer axonometrischen Darstellung;
- Fig. 7
- eine Wärmebox samt darin aufbewahrter Wechselbrennereinheit in einer Vorderansicht;
- Fig. 8
- einen Wärmetisch samt aufbewahrter Wechselbrennereinheit in einer Vorderansicht;
- Fig. 9
- einen erfindungsgemäßen Terrassenstrahler in einer zweiten Ausführungsvariante in
einer axonometrischen Darstellung mit eingefahrener Wechselbrennereinheit;
- Fig. 10
- eine Brennkammer der Wechselbrennereinheit in einer axonometrischen Darstellung; und
- Fig. 11
- eine Manipulationseinrichtung für die Brennkammer in einer axonometrischen Darstellung.
[0027] Fig. 1 zeigt einen Terrassenstrahler 100, welche ein Gehäuse 110 aufweist, in welchem
eine Feuerungsstelle 1 für den Außenbereich für die Verbrennung von Holzpellets angeordnet
ist. Der Terrassenstrahler 100 weist weiters eine mit dem Gehäuse 110 verbundene Tragkonstruktion
120 für ein Dach 200 auf. Zwischen der Feuerungsstelle 1 und dem optionalen Dach 200
verläuft ein rohrförmiger Strahlungskörper 130, dessen Mantelfläche von einem eingehängten
Berührschutz umgeben ist. An den Strahlungskörper 130 schließt nach oben ein Oberteil
140 mit einem Feinstaubfilter 150 und einer Abbrandverstelleinrichtung 160 an. Im
Dach 200 sind reflektierende Spiegelblenden 210 und eine LED-Beleuchtung 220 vorgesehen
(Fig. 2 und Fig. 4).
[0028] Oft ist die Wärmefunktion eines Terrassenstrahlers 100 nicht erforderlich. Um einen
Mehrfachnutzen zu integrieren ist in das Dach 200 eine umlaufende LED-Beleuchtung
220 integriert. Die ebenfalls im Dach 200 umlaufend angeordneten Spiegelblenden 210
sind so angeordnet, dass die während des Abbrandvorganges abgestrahlte Wärmestrahlung
sowie das Flammlicht dort reflektiert werden. Die Neigungswinkel der Spiegelblenden
210 sind so gewählt, dass ein größtmöglicher Umkreis ausgestrahlt wird.
[0029] Eine weitere Funktion der Spiegelblenden 210 ist die Abgasführung. Wird der pilzförmige
Terrassenstrahler 100 nicht beheizt, kann dieser durch die integrierte LED - Beleuchtung
220 als Outdoor-Lampe dienen. In diesem Fall reflektieren die integrierten Spiegelblenden
210 das Licht der LED-Beleuchtung 220.
[0030] Wird die Funktionalität des Daches 200 nicht benötigt, so kann dieses entfernt werden,
oder der Terrassenstrahler 100 dachlos ausgeführt sein (Fig. 9).
[0031] Der Terrassenstrahler 100 weist ein Gehäuse 110 auf, welches zumindest teilweise
isoliert sein kann, um eine Überhitzung und somit Verbrennungsgefahr zu vermeiden.
[0032] Der Terrassenstrahler 100 weist ein Wechselsystem auf 500 auf, mit welchem ein rascher
Wechsel der Brennkammer 2 möglich ist. Die Brennkammer 2 ist dabei als verfahrbare
Wechselbrennereinheit 510 ausgebildet und weist ein Fahrgestell mit zumindest zwei
Rollen oder Räder 520 auf. Ebenfalls integriert in die Wechselbrennereinheit 510 ist
eine Aschenlade 26 um eine Verschmutzung des Bodens zu vermeiden. Die Rollen oder
Räder 520 dienen dabei zum Verfahren der Wechselbrennereinheit 510 alleine, also unabhängig
vom Gehäuse 110, nicht aber zum Verfahren des gesamten Terrassenstrahlers 100. Die
Wechselbrennereinheit 510 kann somit unabhängig vom Gehäuse 110 verfahren werden.
[0033] Die Rollen oder Räder 520 der Wechselbrennereinheit 510 sind zusätzlich zu eventuell
Rädern 175 des Gehäuses 110 vorgesehen. Die Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 5 zeigen eine
Ausführungsvariante, bei der das Gehäuse 110 eigene Räder 175 aufweist. Bei aus dem
Gehäuse 110 entfernter Brennkammer 2 können Brennkammer 2 und Gehäuse 110 voneinander
unabhängig verfahren werden.
[0034] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Fahrgestell 560 der Wechselbrennereinheit
510 mit nur zwei auf derselben Drehachse 520a achsgleich angeordnete Rädern 520 oder
Rollen ausgeführt, wobei die Wechselbrennereinheit 510 sackrodelartig unter leichtem
Kippen auf den zwei Rädern 520 oder Rollen verfahren werden kann. Alternativ dazu
ist es auch möglich, das Fahrgestell 560 der Wechselbrennereinheit 510 mit zumindest
drei Räder oder Rollen auszuführen, welche auf zumindest zwei voneinander beabstandeten
Drehachsen angeordnet sind. Die Wechselbrennereinheit 510 bildet in diesem Falle einen
mobilen Brennerwagen, welcher ohne Kippaufwand gerollt werden kann. Um einen einfachen
Richtungswechsel beim Rollen zu ermöglichen, kann zumindest eine Drehachse lenkbar
ausgeführt sein.
[0035] Das Gehäuse 110 des Terrassenstrahlers weist einen ersten Aufnahmeraum 530 zur Aufnahme
der Wechselbrennereinheit auf 510.
[0036] Die verfahrbar ausgeführte Wechselbrennereinheit 510 weist ein Fahrgestell 560 mit
integrierter Aschelade 26 auf, auf welchem die Brennkammer 2 entfernbar positioniert
ist. Die Wechselbrennereinheit 510 kann inklusive der Brennkammer 2 in den ersten
Aufnahmeraum 530 des Gehäuses 110 des Terrassenstrahlers 100 eingeschoben oder aus
diesem herausgezogen werden.
[0037] Mittels der durch das Fahrgestell 560 verfahrbaren Wechselbrennereinheit 510 ist
es möglich, nach dem Ende des Abbrandvorganges die Brennkammer 2 samt den darin verbleibenden
abgebrannten Holzpellets sehr rasch durch eine frisch mit Holzpellets befüllte Brennkammer
2 auszutauschen und somit den Betrieb des Terrassenstrahlers 100 nach einer sehr kurzen
Unterbrechung fortzusetzen.
[0038] Weiters kann das Wechselsystem 500 eine der Aufbewahrung zumindest einer Wechselbrennereinheit
510 dienende Wärmebox 540 und/oder einen Wärmetisch 550 auf, wobei zur Aufnahme der
Wechselbrennereinheit 510 die Wärmebox 540 bzw. der Wärmetisch 540 mit einem entsprechenden
zweiten Aufnahmeraum 535 zur Aufnahme der Wechselbrennereinheit 510 ausgeführt ist.
[0039] Die Wechselbrennereinheit 510 sowie die Brennkammer 2 sind so konstruiert, dass diese
sowohl in den ersten Aufnahmeraum 530 des Terrassenstrahlers 100, als auch in den
zweiten Aufnahmerau 535 der Wärmebox 540 (Aufbewahrungsbox) oder in einen Wärmetisch
550 eingebracht werden können.
[0040] Die Wärmebox 540 sowie der Wärmetisch 550 sind so ausgeführt, dass der Glutstock
der im zweiten Aufnahmeraum 535 aufgenommenen Wechselbrennereinheit 510 vollständig
ausglühen kann.
[0041] Beispielsweise kann nach dem Abbrandvorgang die noch heiße Wechselbrennereinheit
510 aus dem Terrassenstrahler 100 ausgefahren und gegen eine Wechselbrennereinheit
510 mit frisch befüllten Brennkammer 2 ausgetauscht werden. Die frisch befüllte Wechselbrennereinheit
510 kann bis zu seinem Einsatz im zweiten Aufnahmeraum 535 der Wärmebox 540 oder des
Wärmetisches 550 aufbewahrt werden.
[0042] Unmittelbar nach dem Tausch kann der Terrassenstrahler 100 seine volle Wärmefunktion
mit der frisch befüllten "neuen" Wechselbrennereinheit 510 wieder ausüben, während
die aus dem Terrassenstrahler 100 entfernte "alte" Wechselbrennereinheit 510 mit der
noch heißen Brennkammer 2 mit dem Glutstock in der Wärmebox 540 oder in dem Wärmetisch
550 ausglüht. Der Ausglüh-Vorgang liefert noch so viel Restwärme, dass die Wärmebox
540 bzw. der Wärmetisch 550 noch ausreichend erwärmt werden, um beispielsweise bei
niedrigen Umgebungstemperaturen Personen einen angenehmen Aufenthalt im Freien zu
ermöglichen.
[0043] Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass die aktive Abbranddauer im Terrassenstrahler
100 und die passive Ausglühdauer in der Wärmebox 540 bzw. im Wärmetisch 550 annähernd
gleich sind, wodurch in einem Wechselbetrieb die beiden Funktionen solange aufrechterhalten
werden können, wie es der Anwender gerne möchte.
[0044] Die Wärmebox 540 sowie der Wärmetisch 550 können auch fahrbar ausgeführt sein und
unterschiedliche Bauarten aufweisen.
[0045] Am Gehäuse 110 des Terrassenstrahlers 100 können ebenfalls Räder 175 angebracht sein,
um bei Bedarf einen einfachen Ortswechsel des gesamten Terrassenstrahler 100 zu ermöglichen,
wie aus den Fig. 2, Fig. 3, Fig. 5 ersichtlich ist. Mittels der Räder 175 am Gehäuse
110 kann der gesamte Terrassenstrahler 100 mit oder ohne der Wechselbrennereinheit
510 sackrodelartig verfahren werden. Befindet sich die Wechselbrennereinheit 510 im
Aufnahmeraum 530, so wird diese mit dem Gehäuse 110 fixiert, um ein gemeinsames Bewegen
zu ermöglichen.
[0046] In Fig. 3 und Fig. 5 ist jeweils eine Feuerungsstelle 1 eines Terrassenstrahlers
100 im Detail gezeigt. Die Feuerungsstelle 1 weist eine Brennkammer 2 und eine über
der Brennkammer 2 angeordnete Brennerdüse 3 auf. Die Brennkammer 2 wird durch einen
zylindrischen ersten Mantel 4 gebildet. Auf die Brennkammer 2 ist die als Kegelstumpf
ausgebildete Brennerdüse 3 aufgesetzt, die sich nach oben verjüngt und einen minimalen
Querschnitt in einem der Brennkammer 2 abgewandten Bereich aufweist. Die Brennkammer
2 weist ein definiertes maximales Brennstofffüllniveau 5 auf.
[0047] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante ist die Brennerdüse 3 in einem
Abstand b - vorzugsweise ohne direkte ohne direkte Verbindung und/oder atmosphärisch
offen - über einer normal zum ersten Mantel 4 ausgebildeten Brennkammerdeckplatte
27 gehäusefest angeordnet. Der Luftspalt 28 zwischen Brennkammerdeckplatte 27 und
Brennerdüse 3 dient als erste Sekundärluftöffnung. Die sich nach oben konisch verjüngende
Brennerdüse 3 mündet in den Strahlungskörper 130. Ein weiterer Vorteil des Luftspaltes
28 ist, dass die Wechselbrennereinheit 510 hindernisfrei ein- oder ausgefahren werden
kann.
[0048] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante kann der Luftspalt 28 - insbesondere
der Abstand b zwischen der Brennerdüse 3 und der Brennkammerdeckplatte 27 bzw. der
Brennkammer 2 -verändert werden. Dazu ist eine Luftspaltverstelleinrichtung 170 vorgesehen,
mittels der die Brennerdüse 3 in Richtung der Hochachse 2a der Brennkammer 2 verstellt
- also angehoben oder abgesenkt werden kann. Der Verstellbereich des Abstandes b beträgt
dabei beispielsweise zwischen 0 mm und 10 mm. Die Luftspaltverstelleinrichtung 170
kann dabei beispielsweise durch eine Hebelvorrichtung gebildet sein, welche am Außenmantel
der parallel zur Hochachse 2a verschiebbar gelagerten Brennerdüse 3 angreift, wie
in Fig. 3 angedeutet ist. Durch Verändern der Größe des Luftspaltes 28 wird die in
die Brennerdüse 3 einströmende Sekundärluftmenge verändert, wodurch die Flammenlänge
im Strahlungskörper 130 sowie die damit verbundene Wärmestrahlung reguliert werden
können. Liegt die Brennerdüse 3 direkt auf der Brennkammer 2 bzw. der Brennkammerdeckplatte
27 auf, so ergibt sich eine lange Flamme und eine intensive Wärmeabstrahlung. Wird
der Abstand b des Luftspaltes 28 zwischen Brennerdüse 3 und Brennkammer 2 auf beispielsweise
10 mm vergrößert, so ergibt sich eine niedrigere Flamme und eine geringere Abstrahlung.
So kann die Leistung der Feuerungsstelle 1 bzw. des die Feuerungsstelle 1 aufweisenden
Terrassenstrahlers 100 durch Verstellen der Höhe der Brennerdüse 3 auf einfache Weise
beispielsweise während des Betriebes reguliert werden. Eine weitere Reguliereinrichtung
ist nicht erforderlich.
[0049] Vor dem Wechseln der Wechselbrennereinheit 510 wird vorteilhafterweise die Brennerdüse
3 angehoben, so dass der zwischen Brennerdüse 3 und Brennerkammer 2 entstehende Luftspalt
28 ein hindernisfreies Verfahren der Wechselbrennereinheit 510 aus oder in den Terrassenstrahler
100 ermöglicht.
[0050] Über dem maximalen Brennstofffüllniveau 5 sind eine erste Gruppe 6 von ersten Luftzufuhröffnungen
7 und eine zweite Gruppe 8 von zweiten Luftzufuhröffnungen 9 angeordnet, wobei die
erste Gruppe 6 von e ersten Luftzufuhröffnungen 7 im zylindrischen ersten Mantel 4
der Brennkammer 2 über dem maximalen Brennstofffüllniveau 5 und die zweite Gruppe
8 von zweiten Luftzufuhröffnungen 9 im kegelförmigen Mantel 10 der Brennerdüse 3 angeordnet
sind. Weiters weist der erste Mantel 4 der Brennkammer 2 in seinem bodennahen unteren
Bereich 11 eine bodennahe dritte Gruppe 12 von hier kreisförmig geformten dritten
Luftzuführöffnungen 13 auf. Der Boden 14 ist mit dritten Luftzuführöffnungen 13 versehen
und/oder als Rost 14a ausgebildet (Fig. 3). Die im ersten Mantel 4 der Brennkammer
2 angeordnete erste Gruppe 6 von ersten Luftzufuhröffnungen 7 und die ebenfalls im
ersten Mantel 4 des Brennraumes 2 angeordnete bodennahe dritte Gruppe 12 von dritten
Luftzufuhröffnungen 13 bilden Primärluftöffnungen, die in der Brennerdüse 3 angeordnete
zweite Gruppe 8 an zweiten Luftzufuhröffnungen 9 bilden zweite Sekundärluftöffnungen.
Unterhalb des Bodens 14 der Brennkammer 2 ist eine Unterkonstruktion mit integrierter
Aschelade 26 vorgesehen, welche im Ausführungsbeispiel durch das verfahrbare Fahrgestell
560 gebildet ist.
[0051] Um die Luft mit Drall in die Brennkammer 2 einströmen zu lassen, sind im Bereich
der ersten Luftzuführöffnungen 7 Dralleinrichtungen 70 angeordnet. Analoge Dralleinrichtungen
70 können auch im Bereich der zweiten Luftzuführöffnungen 9 angeordnet sein.
[0052] Die Dralleinrichtungen 70 der ersten Luftzuführöffnungen 7 der ersten Gruppe 6 und
sind in den Ausführungsbeispielen durch schräg geneigte Schlitze 7a gebildet. Die
Schlitze 7a der ersten Gruppe 6 von ersten Luftzufuhröffnungen 7 sind um einen ersten
Winkel α geneigt zu einer durch die Hochachse 2a der Brennerkammer 2 verlaufenden
Radialebene 2b angeordnet, wobei in den Ausführungsbeispielen die Winkel α etwa 30°
betragen. Die Schlitze 7a der ersten Gruppe 6 von ersten Luftzufuhröffnungen 7 weisen
alle denselben Abstand zum maximalen Brennstofffüllniveau 5 der Brennkammer 2 auf.
Ebenso weisen alle zweiten Luftzufuhröffnungen 9 der zweiten Gruppe 8 denselben Abstand
zum maximalen Brennstofffüllniveau 5 der Brennkammer 2 auf. Der Abstand des maximalen
Brennstofffüllniveau 5 zum Boden 14 der Brennkammer 2 ist mit H bezeichnet. Alternativ
zu den schräg verlaufenden Schlitzen 7a können die Dralleinrichtungen 70 auch durch
schräg angeordnete Leitbleche im Bereich der Luftzuführöffnungen 7, 9 gebildet sein
(nicht dargestellt). Benachbarte Schlitze 7a der ersten Gruppe 6 von ersten Luftzufuhröffnungen
7 sind im Wesentlichen parallel zueinander auf einer Abwicklung des ersten Mantels
4 und in einem ersten Abstand a
1 voneinander angeordnet. Der erste Abstand a
1 beträgt in den Ausführungsbeispielen etwa 1/10 des minimalen Durchmessers D
3 der Brennerdüse 3.
[0053] Der Durchmesser D
3 des Auslasses der Brennerdüse 3 beträgt etwa 20% bis 40% des Durchmessers D
2 der Brennkammer 2.
[0054] Die Höhe H
130 des Strahlungskörpers 130 beträgt mindestens das Doppelte der Höhe H
2 der Brennkammer 2, aber nicht mehr als das Vierfache der Höhe H
2 der Brennkammer 2.
[0055] Der Durchmesser D
130 des Strahlungskörpers 130 beträgt etwa 40% bis 60% des Durchmessers D
2 der Brennkammer 2.
[0056] Die Summe der Querschnittsflächen aller ersten Luftzufuhröffnungen 7 ist so bemessen,
dass in der Brennkammer 2 eine Brenntemperatur im Bereich von 150°C bis 300°C aufrechterhalten
werden kann. Bevorzugt steht die summarische Querschnittsfläche aller ersten Luftzufuhröffnungen
7 in einem definierten Verhältnis zur Querschnittsfläche der Brennkammer 2, wobei
beispielsweise die summarische Querschnittsfläche aller ersten Luftzufuhröffnungen
7 10% der Querschnittsfläche der Brennkammer 2 beträgt.
[0057] Im bodennahen Bereich 11 beträgt die Summe aller dritten Luftzufuhröffnungen 13 etwa
40% bis 70% der Mantelfläche der Brennkammer 2 innerhalb des Glutstockniveaus 23.
[0058] Im Bereich der Brennkammer 2 ist die Feuerstelle 1 mehrwandig ausgeführt und weist
einen zylindrischen äußeren zweiten Mantel 15 auf, welcher den inneren ersten Mantel
4 mit Abstand umgibt. Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsvariante ist zwischen
dem inneren ersten Mantel 4 und dem äußeren zweiten Mantel 15 ein Hohlraum 17a ausgebildet,
welcher nach oben durch eine Brennkammerdeckplatte 27 abgeschlossen ist.
[0059] Die Brennkammer 2 wird beispielsweise mit Holzpellets bis zum maximalen Brennstofffüllniveau
5 gefüllt und anschließend wird das Brennmaterial angezündet. Nach einer Startphase
von beispielsweise etwa 15 Minuten geht die Verbrennung in einen reinen Vergasungsmodus
über. Die Flamme entsteht direkt im Bereich der ersten Gruppe 6 an ersten Luftzufuhröffnungen
7.
[0060] Durch die schräge Anordnung der Schlitze 7a der ersten Gruppe 6 an ersten Luftzufuhröffnungen
7 entsteht eine Drallströmung, welche ein drehendes Flammenbild entstehen lässt.
[0061] Während des gesamten Verbrennungsvorganges entsteht im Bereich der ersten Gruppe
6 an ersten Luftzufuhröffnungen 7 eine Flamme mit immer gleichem Flammenbild, während
dessen das Brennmaterial vergast und dabei auf das Glutstockniveau 23 absinkt, dessen
Abstand vom Boden 14 mit h bezeichnet ist.
[0062] Die normale Brenndauer der Feuerungsstelle 1 beträgt beispielsweise 2 bis 3 Stunden.
Während dieser Brenndauer (=Vergasungszeit) kann weiteres Brennmaterial (z.B. Holzpellets,
Anheizholz, Hackschnitzel), beispielsweise per Hand durch die Brennerdüse 3 nachgefüllt
werden, um die Brenndauer zu verlängern. Wird kein neues Brennmaterial zugeführt,
erreicht das Brennmaterial automatisch das Glutstockniveau 23. Unterhalb des Glutstockniveaus
23 sind der erste Mantel 4 Wand und der Boden 14 der Brennkammer 2 mit einer speziellen
Lochung versehen, welche dritte Luftzufuhröffnungen 13 ausbilden. Dadurch kommt es
zu einer zusätzlichen Zufuhr von Primärluft über die dritten Luftzufuhröffnungen 13.
Diese bewirkt, dass das restliche Brennmaterial im Wesentlichen vollständig ausbrennt,
so dass keine nennenswerten Verbrennungsrückstände in der Brennkammer 2 übrigbleiben.
In dieser Ausbrandphase wechselt das normale Flammenbild auf Blauflamme. Durch mehrmaliges
Wechsels der gesamten Wechselbrennereinheit 510 kann der Betrieb des Terrassenstrahlers
100 beliebig lange fortgesetzt werden.
[0063] Die Brennkammer 2 ist entfernbar mit dem Fahrgestell 560 der Wechselbrennereinheit
510 verbunden, wobei zur lagegenauen Positionierung die Brennkammer 2 am Fahrgestell
560 an der Unterseite Stege 570 angeordnet sind, welche von geeigneten Führungsschlitzen
(nicht dargestellt) des Fahrgestells 560 aufgenommen werden können.
[0064] Um die Handhabung der Brennkammer 2 zu erleichtern Die Brennkammer 2 der Wechselbrennereinheit
510 kann mittels einer Manipulationseinrichtung 600 vom Fahrgestell 560 der Wechselbrennereinheit
510 gehoben und entfernt werden. Die Brennkammer 2 oder Brennkammerdeckplatte 27 weist
dabei im Bereich der oberen Stirnseite zwei diametral bezüglich der Hochachse 2a gegenüberliegende
hakenförmige Aufnahmen 580 zur Befestigung der Manipulationseinrichtung 600 auf, wie
aus Fig. 10 zu entnehmen ist. Die in Fig. 11 dargestellte Manipulationseinrichtung
600 ist mit fingerartigen Haltebügeln 610 ausgestattet, welche in die hakenförmigen
Aufnahmen 580 eingehängt werden können. Die Manipulationseinrichtung 600 weist einen
integrierten Hitzeschutzschild 620 und an der Oberseite 630 einen Griff 640 auf, mit
welchem die heiße Brennkammer 2 bei Bedarf gefahrlos vom Fahrgestell 560 getrennt
und entfernt werden kann. Bei an den Aufnahmen 580 eingehängter Manipulationseinrichtung
600 ist die Brennkammer 2 nach oben vollständig durch den Hitzeschutzschild 610 abgedeckt.
1. Terrassenstrahler (100) mit einem standfesten Gehäuse (110) und zumindest einer Brennkammer
(2) zum Verbrennen von Biomasse, insbesondere Holzpellets, wobei die Brennkammer (2)
als Wechselbrennereinheit (510) ausgebildet ist, und wobei das Gehäuse (110) einen
ersten Aufnahmeraum (530) für die Wechselbrennereinheit (510) aufweist, welcher ausgebildet
ist, um die Wechselbrennereinheit (510) wechselbar aufzunehmen, wobei die Wechselbrennereinheit
(510) verfahrbar ausgebildet ist, wobei die Wechselbrennereinheit (510) ein Fahrgestell
(560) mit zumindest zwei Rädern (520) oder Rollen aufweist, und wobei vorzugsweise
die Wechselbrennereinheit (510) samt Brennkammer (2) als mobiler Brennerwagen ausgebildet
sind.
2. Terrassenstrahler (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselbrennereinheit (510) unterhalb der Brennerkammer (2) eine integrierte
Aschelade (26) aufweist, welche vorzugsweise in das Fahrgestell (560) integriert ist.
3. Terrassenstrahler (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (2) lösbar, vorzugsweise lose, mit dem Fahrgestell (560) verbunden
ist.
4. Terrassenstrahler (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (2) zumindest eine, vorzugsweise hakenartige, Aufnahme (580) für
eine Manipulationseinrichtung (600) aufweist, wobei vorzugsweise die Manipulationseinrichtung
(600) einen Hitzeschutzschild (620) aufweist.
5. Terrassenstrahler (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit zumindest einer oberhalb
der Brennkammer (2) angeordneten - insbesondere sich nach oben verjüngenden - Brennerdüse
(3), dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerdüse (3) gehäusefest in der Feuerungsvorrichtung angeordnet ist.
6. Terrassenstrahler (100) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Brennkammer (2) und der Brennerdüse (3) bei in den ersten Aufnahmeraum
(530) des Gehäuses (110) eingefahrener Wechselbrennereinheit (510) ein definierter
Spalt (b) ausgebildet ist.
7. Terrassenstrahler nach einem der Ansprüche 1 bis 6 umfassend ein Wechselsystem, wobei
das Wechselsystem die Wechselbrennerein-heit (510) aufweist, wobei das Wechselsystem
(500) den ersten Aufnahmeraum (530) zur Aufnahme der auswechselbaren Wechselbrennereinheit
(510) aufweist, und wobei das Wechselsystem (500) zusätzlich eine Wärmebox (540) und/oder
einen Wärmetisch (550) mit zumindest einem zweiten Aufnahmeraum (535) zur Aufnahme
der zumindest einen Wechselbrennereinheit (510) aufweist.
1. Patio radiant heater (100) having a stable housing (110) and at least one combustion
chamber (2) for burning biomass, in particular wood pellets, wherein the combustion
chamber (2) is designed as an interchangeable burner unit (510), and wherein the housing
(110) has a first receiving space (530) for the interchangeable burner unit (510),
which is designed to interchangeably accommodate the interchangeable burner unit (510),
wherein the interchangeable burner unit (510) is designed to be movable, wherein the
interchangeable burner unit (510) has a chassis (560) with at least two wheels (520)
or rollers, and wherein preferably the interchangeable burner unit (510) together
with the combustion chamber (2) are designed as a mobile burner cart.
2. Patio radiant heater (100) according to claim 1, characterised in that the interchangeable burner unit (510) has an integrated ash pan (26) below the burner
chamber (2), which is preferably integrated into the chassis (560).
3. Patio radiant heater (100) according to claim 1 or 2, characterised in that the combustion chamber (2) is detachably, preferably loosely, connected to the chassis
(560).
4. Patio radiant heater (100) according to one of claims 1 to 3, characterised in that the combustion chamber (2) has at least one, preferably hook-like, receptacle (580)
for a manipulation device (600), wherein preferably the manipulation device (600)
has a heat shield (620).
5. Patio radiant heater (100) according to one of claims 1 to 4 having at least one burner
nozzle (3), in particular tapering upwards, arranged above the combustion chamber
(2) characterised in that the burner nozzle (3) is arranged fixed to the housing in the combustion device.
6. Patio radiant heater (100) according to claim 5, characterised in that a defined gap (b) is formed between the combustion chamber (2) and the burner nozzle
(3) when the interchangeable burner unit (510) is retracted into the first receiving
space (530) of the housing (110).
7. Patio radiant heater according to one of claims 1 to 6, comprising an interchangeable
system, wherein the interchangeable system comprises the interchangeable burner unit
(510), wherein the interchangeable system (500) comprises the first receiving space
(530) for accommodating the interchangeable burner unit (510), and wherein the interchangeable
system (500) additionally comprises a heat box (540) and/or a heat table (550) with
at least one second receiving space (535) for accommodating the at least one interchangeable
burner unit (510).
1. Radiateur de terrasse (100) comprenant un boîtier fixe (110) et au moins une chambre
de combustion (2) pour brûler une biomasse, notamment des granulés de bois,
- la chambre de combustion (2) étant réalisée sous la forme d'une unité de brûleur
interchangeable (510), et
- le boîtier (110) ayant un premier espace récepteur (530) pour l'unité de brûleur
interchangeable (510), réalisé pour recevoir de manière interchangeable l'unité de
brûleur (510),
- l'unité de brûleur interchangeable (510) étant mobile,
- l'unité de brûleur interchangeable (510) comprenant un châssis (560) avec au moins
deux roues (520) ou galets, et
- l'unité de brûleur interchangeable (510) avec la chambre de combustion (2) est réalisée
sous la forme d'un chariot de brûleur mobile.
2. Radiateur de terrasse (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'unité de brûleur interchangeable (510) comporte un tiroir à cendres (26) intégré
sous la chambre de combustion (2), de préférence dans le châssis (560).
3. Radiateur de terrasse (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que
la chambre de combustion (2) est reliée de manière amovible, de préférence librement
au châssis (560).
4. Radiateur de terrasse (100) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la chambre de combustion (2) comporte au moins une prise (580), de préférence en forme
de crochet, pour une installation de manipulation (600),
cette installation de manipulation (600) comportant, de préférence, un bouclier thermique
(620).
5. Radiateur de terrasse (100) selon l'une des revendications 1 à 4, comprenant au moins
une buse de brûleur (3) allant en se rétrécissant vers le haut et installée au-dessus
de la chambre de combustion (2), caractérisé en ce que
la buse de brûleur (3) est installée de manière solidaire du boîtier dans le dispositif
de combustion.
6. Radiateur de terrasse (100) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
dans le premier espace récepteur (530) du boîtier (110), l'unité de brûleur interchangeable
(510) laisse un intervalle défini (b) entre la chambre de combustion (2) et la buse
de brûleur (3).
7. Radiateur de terrasse selon l'une des revendications 1 à 6, comprenant un système
interchangeable,
- ce système interchangeable comprenant l'unité de brûleur interchangeable (510),
- le système interchangeable (500) comprenant le premier espace récepteur (530) pour
recevoir l'unité de brûleur interchangeable (510), et
- le système interchangeable (500) comprenant en outre une boîte thermique (540) et/ou
un plateau chauffant (550) avec au moins un second espace récepteur (535) pour recevoir
au moins une unité de brûleur interchangeable (510).