(19)
(11) EP 3 617 405 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.10.2024  Patentblatt  2024/44

(21) Anmeldenummer: 19020491.7

(22) Anmeldetag:  23.08.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E01C 19/28(2006.01)
E02D 3/026(2006.01)
B06B 1/16(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E01C 19/286; E02D 3/026; B06B 1/164

(54)

WALZENVORRICHTUNG MIT SCHWINGUNGERREGER ZUR BODENVERDICHTUNG

ROLLER DEVICE WITH VIBRATION GENERATOR FOR COMPACTING SOIL

DISPOSITIF À ROULEAU AVEC GÉNÉRATEUR DE VIBRATIONS DESTINÉ AU COMPACTAGE DU SOL


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 30.08.2018 DE 102018006902

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
04.03.2020  Patentblatt  2020/10

(73) Patentinhaber: Forschungs und Transferzentrum Leipzig E.V. an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
04277 Leipzig (DE)

(72) Erfinder:
  • Knut, Alexander
    04643 Geithain (DE)

(74) Vertreter: Weidner Stern Jeschke 
Arnstädter Straße 50
99096 Erfurt
99096 Erfurt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2018/136051
CN-Y- 2 488 955
CN-A- 103 132 434
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine fahrbahre, impulsartig wirkende Walzenvorrichtung mit einem Schwingungserreger zur Verdichtung von Böden mittels unrunder Bandagen.

    [0002] Im Erdbau ist ein wesentliches Verfahren die Verdichtung.

    [0003] Oft weist dabei ein vorgefundener Boden nicht die gewünschten mechanischen Eigenschaften auf.

    [0004] Die Verdichtung hat die Aufgabe, den mit Luft und Wasser gefüllten Porenraum eines Bodens zu verringern. Dadurch wird der Boden widerstandsfähiger gegen die Belastungen durch Gebäude, Beanspruchung durch Verkehr und Klima.

    [0005] Durch die Verdichtung wird die Standfestigkeit erhöht und zugleich die Neigung des Bodens, durch Wasseraufnahme zu quellen, minimiert.

    [0006] Die Verdichtungseigenschaften eines bindigen Bodens werden vornehmlich von der Art und Zusammensetzung der Bodenpartikel, vom Wassergehalt und den plastischen Eigenschaften bestimmt.

    [0007] Abhängig von der Zusammensetzung des Bodens und der Verdichtungsaufgabe kommen verschiedene Gerätetypen zum Einsatz.

    [0008] Bekannt ist es, zur Verdichtung von Böden Geräte einzusetzen, mit welchen die zu verdichtenden Böden überfahren werden.

    [0009] Die nötige Verdichtungswirkung wird dabei durch eine gewisse Wiederholung von Überfahrungen mittels eines Gerätes erzielt.

    [0010] Bekannt hierfür ist der Einsatz von drückenden und knetenden Geräten wie zum Beispiel Glatt-, Schaffuß- oder Pneuwalzen.

    [0011] Runde und unrunde Formen der Bandage zur Bodenverdichtung sind bekannt. Diese verdichten den Untergrund durch eigene statische Auflast und/oder durch den zusätzlichen Einsatz von Vibration, erzeugt durch Kreis- oder Richtschwingersysteme.

    [0012] Der unrunde Walzenkörper besitzt durch seine Geometrie mehrere Einschlagpunkte und wird von einem geeigneten Fahrgerät (i.d.R. Traktor oder Kettenraupe) über den Untergrund gezogen. Die Bodenverdichtung erfolgt hier während des Einschlags der Einschlagpunkte, angeordnet am unrunden Walzenkörper.

    [0013] Die DE 41 29 182.4 ist ein Gerät zur Verdichtung von Böden mit wenigstens einer verfahrbaren Walze beschrieben.

    [0014] Dabei steht die verfahrbare Walze mit parallel zur Walzenachse angeordneten und synchron rotierenden Unwuchtmassen auf Erregerwellen derart in Wirkverbindung, daß die Walze wahlweise eine überwiegende dynamische Scher- oder Druckbelastung auf den Boden ausübt.

    [0015] Ebenfalls ist ein Verdichtungsgerät durch die EP-B 53 598 bekannt. Dabei sind zwei Erregerwellen vorgesehen, die im gleichen Drehsinn umlaufen, aber um 180° phasenverschoben sind. Auf diese Weise kompensieren sich die von den Erregerwellen erzeugten Vertikalkräfte, wogegen die entgegengesetzt gerichteten Horizontalkräfte ein Drehmoment auf die Walze um die Walzenachse herum erzeugen. Dieses Drehmoment bewirkt eine überwiegende Scherbelastung des Bodens, was bei der Verdichtung dünner Bodenschichten oder der Asphaltverdichtung vorteilhaft ist. Solche Erregersysteme sind als Oszillationsschwinger bekannt.

    [0016] Die EP0017511 beschreibt einen Stoßverdichter, mit einem von einer Zugvorrichtung ziehbaren Chassis, mit an das Chassis angeschlossenen Achsmitteln und mit einer von den Achsmitteln getragenen und so vom Chassis ziehbaren und relativ zum Chassis drehbaren Stoßwalze mit nicht-kreisförmigem Querschnitt, mit einer von Achsmitteln für ähnliche Zugund Drehbewegungen getragenen zweiten Stoßwalze mit im wesentlichen identischem nichtkreisförmigem Querschnitt und durch torsionsmäßig federnden Federmitteln. Dabei ist jedoch ein bestimmtes Maß an asynchronen Bewegungen aufgrund von Torsionskräften möglich, obwohl die beiden Stoßwalzen im Wesentlichen synchron miteinander rotieren ist. Die WO9960218 beschreibt eine Bodenverdichtungsmaschine, die einen mit Rädern versehenen Schlitten aufweist. Der Umfang jeder Masse ist durch voneinander beabstandete Knickpunkte und Zwischenverdichtungsflächen zwischen den vorspringenden Punkten definiert.

    [0017] Ebenfalls bekannt ist aus der DE 000069530008 eine Schlagverdichtungsvorrichtung zum Verdichten einer Bodenfläche, wobei die Vorrichtung einen mit Rädern versehenen Rahmen und wenigstens eine drehbar mit dem Rahmen verbundene Schlagverdichtermasse zum Aufbringen periodischer Schläge auf die Bodenfläche während des Bewegens des Rahmens über die Fläche aufweist, welche ferner eine zwischen dem Rahmen und der Verdichtermasse wirkende Einrichtung zum Aufbringen einer variablen vertikalen Kraft auf die Schlagverdichtermasse aufweist, um so die auf die Bodenoberfläche bei jedem Schlag aufgebrachte Schlagenergie zu variieren.

    [0018] Eine weitere übliche Anwendung von Verdichtungsgeräten sind angetriebene Richt- Kreis oder Oszillationsschwinger.

    [0019] Dabei wird durch ein oder mehrere gegenläufig drehende Unwuchten ein Kraftvektor erzeugt, der in einer bestimmten Richtung nur im Betrag schwankt.

    [0020] Die notwendige Drehzahl an den Unwuchten wird dabei i.d.R. durch einen ein außenverzahntes Zahnradgetriebe übersetzt.

    [0021] Hierfür wird l.d.R. ein Hydraulikmotor an der Erregerwelle angesetzt, welcher das Schwingsystem antreibt.

    [0022] Beschrieben werden solche Vorrichtungen beispielsweise in den Veröffentlichungen DE 10 2017 000 193 A1 und DE 10 2012 025 376 A1, welche zwei Unwuchten aufweisen.

    [0023] Die DE 10 2012 201 443 A1 beschreibt einen Schwingungserreger (1) für eine Bodenverdichtungsvorrichtung, mit einer ersten Unwuchtwelle (3), einer zu der ersten Unwuchtwelle (3) achsparallel angeordneten, mit der ersten Unwuchtwelle (3) formschlüssig gegenläufig drehbar gekoppelten zweiten Unwuchtwelle (7), und mit einer Antriebsvorrichtung (2) zum drehenden Antreiben einer der Unwuchtwellen, wobei die zweite Unwuchtwelle (7) eine erste Unwuchtwellenhälfte und eine zu der ersten Unwuchtwellenhälfte koaxial angeordnete, relativ zu der ersten Unwuchtwellenhälfte verdrehbare zweite Unwuchtwellenhälfte aufweist, und wobei auf der ersten Unwuchtwelle, auf der ersten Unwuchtwellenhälfte und auf der zweiten Unwuchtwellenhälfte jeweils wenigstens eine Unwuchtmasse angeordnet ist.

    [0024] Diese Vorrichtung ist somit den Oszillationsschwingern zuzuordnen.

    [0025] In der DE 103 06 791 A1 ist die Lösung eines Richtschwingers mit Kippmomentausgleich beschrieben.

    [0026] CN 2 488 955 Y.beschreibt einen aktiv angetriebenen Richtschwinger, der mit zwei Planetenradgetrieben (I / II) ausgeführt ist. Der Richtschwinger und dessen dynamischen Eigenschaften sind unabhängig von der Verfahrbewegung der Walze.

    [0027] Zum Antrieb der CN 2 488 955 Y wird ein Sonnenrad verwendet. Die dynamischen Eigenschaften des Richtschwingers sind abhängig von der Verfahrbewegung der Vorrichtung.

    [0028] CN 103 132 434 A, insbesondere Fig. 1, zeigt einen Schwingungserreger, der geeignet ist, um in fahrbare Walzenvorrichtung eingebaut zu werden und keinen separaten Antrieb benötigt. Allerdings Ist diese Lösung nicht als Richtschwinger ausgeführt.

    [0029] Durch die Fahrbewegung wird die Bandage (1) in rotatorische Bewegung versetzt. Diese Bewegung wird durch ein in CN 103 132 434 A nicht näher benanntes Bauteil (6) auf eine Welle (7) übertragen. Die Rotationsrichtung der Welle (7) mit dem darauf befindlichen Zahnrad (5) ist gegenläufig zur Bewegungsrichtung der Bandage (1). Die Unwuchtmassen (3) die über eine Hohlwelle (4) mit dem Zahnrad (5) in Verbindung stehen, rotieren und erzeugen eine Zentrifugalkraft. Die Zentrifugalkraft der in Fig. 1 dargestellten oberen Unwuchten zeigt nach unten. Die Zentrifugalkraft der in Fig. 1 dargestellten unteren Unwuchten zeigt nach oben, Die resultierende Kraft hebt sich auf. Eine Schwingung stellt sich für die dargestellte Lösung in Fig. 1 nicht ein.

    [0030] WO 2018/136051 beschreibt einen aktiv angetriebenen Schwingungserreger in einer Walze mit unrunder Bandage, bel welchem die Walze unabhängig vom Schwingungserreger fährt. Bei dieser Lösung ist lediglich ein Kreisschwinger und kein Richtschwinger verbaut und die Kraft wird elektronisch geregelt.

    [0031] Aufgabe der Erfindung ist es, eine fahrbare impulsartig wirkende Walzenvorrichtung zur Verdichtung von Böden mittels unrunder Walzen vorzuschlagen, mittels welcher die Nachteile des Standes der Technik behoben werden können. Diese Aufgabe wird durch eine fahrbahre, implusartig wirkende Walzenvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Der abhängige Anspruch 2 betrifft eine vorteilhafte Weiterbildung.

    [0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Abbildungen 1 bis 8 näher erläutert.

    [0033] Dabei zeigt
    • Abbildung 1 ein Getriebeplan mit zwei gegenläufig rotierenden Erregerwellen 14 und den entsprechenden Unwuchtmassen 4
    • Abbildung 2 ein Getriebeplan, der die Ausführung der Drehrichtungsänderung darstellt mit zwei mitläufig rotierenden Erregerwellen 13 und den entsprechenden Unwuchtmassen 4, darstellt
    • Abbildung 3 eine Ausführungsvariante des Richtschwingers an einem Fahrgerät 19 in ziehender Anordnung
    • Abbildung 4 eine isometrische Darstellung einer runden Bandage 8, in dem die Vorrichtung als Richtschwinger installiert ist und wirkt
    • Abbildung 5 die Schnittebene A-A aus Schnitt B-B auf der die Anordnung des Umlaufrädergetriebes dargestellt ist
    • Abbildung 6 einen Schnitt B-B durch den Richtschwinger entsprechend der isometrischen Ansicht gemäß Abbildung 3
    • Abbildung 7 einen Schnitt C-C durch den Richtschwinger entsprechend der isometrischen Ansicht gemäß Abbilddung 3
    • Abbildung 8 eine Ausführungsvariante des Richtschwingers in einer unrunden Bandage mit vier Einschlagpunkten. Die aktuelle Lage von Bandage und Unwuchtmassen sind durch schwarze Linien visualisiert. Der entsprechende Betrag der rein vertikal wirkenden Kraft ist schematisch für eine viertel Drehung der Bandage aufgezeigt.


    [0034] Der Schwingungserreger der erfindungsgemäßen Walzenvorrichtung ist als Richtschwinger ausgeführt. Erfindungsgemäß benötigt diese Lösung keinen separaten Antrieb. Die Rotation der Unwuchtmassen 4 wird durch die Drehbewegung der Walze erzwungen. Ein Hohlrad 1 ist dazu fest mit einer Bandage 8, in der Ausführungsvariante mittels einer Schraubverbindung, fixiert. Die Rotation des Hohlrades 1 ist somit synchron zur Drehung der Bandage 8.

    [0035] In dem Hohlrad 1 ist mindestens ein Planetenrad 2 und ein Zwischenrad 10 mit einem gleichen Übersetzungsverhältnis iH=zH/zP = zH/zZ angeordnet, wobei zH die Zähnezahl des Hohlrads 1, zP die Zähnezahl des Planetenrads 2 und zZ die Zähnezahl des Zwischenrads ist. Für unrunde Walzen definieren die Einschlagpunkte 16 an der Bandage 8 das Übersetzungsverhältnis des Getriebes. So ist z.B. für eine Bandage 8 mit drei Einschlagpunkten 16 ein Übersetzungsverhältnis von iH = 1/3 anzusetzen und für eine Bandage 8 mit fünf Einschlagpunkten 16 ein Übersetzungsverhältnis von iH = 1/5.

    [0036] In der Ausführungsvariante, dargestellt in Abbildung 8, wird das Prinzip für eine unrunde Bandage 8 mit vier Einschlagpunkten 16 verdeutlicht. Die Lage der Unwuchtmassen 4 zueinander bedingt beim Auftreffen der Bandage 8 eine zusätzliche vertikale Last auf den Boden. Die Unwuchtmassen 4 rotieren aufgrund des Übersetzungsverhältnisses iH = 1/4 viermal schneller als die Bandage 8. Erreicht die Bandage 8 ihren Hebepunkt 21 wirkt die gerichtete Kraft nach oben und unterstützt die Aufwärtsbewegung der unrunden Bandage 8 und somit die geometrisch bedingte, erzwungene Bewegungsform der unrunden Bandage 8 immer im richtigen Moment.

    [0037] Das Planetenrad 2 ist verschiebefest auf einer gegenläufigen Erregerwelle 14 durch eine Keilnabenverbindung fixiert. Die gegenläufige Welle 14 ist durch entsprechende Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in dieser Ausführungsvariante, im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe der Gegenseite 6 fixiert. Die gegenläufige Erregerwelle 14 ist zusätzlich durch ein entsprechendes Lager, beispielsweise ein Zylinderrollenlager in der Ausführungsvariante, welches in der Lagerscheibe 7 verschieblich installiert ist, abgestützt.

    [0038] Das Zwischenrad 10 ist ebenfalls über eine Keilnabenverbindung verschiebefest mit der Welle des Zwischenrads 15 verbunden. Die Welle des Zwischenrads 15 ist durch entsprechende Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in der Ausführungsvariante, im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe 7 fixiert.

    [0039] Zur Änderung des Drehsinns mindestens einer Erregerwelle ist ein zusätzliches Planetenrad 17, welches außerhalb des Hohlrads 1 in das Zwischenrad 10 greift, angeordnet. Das Übersetzungsverhältnis von Zwischenrad 10 und dem außerhalb des Hohlrades 1 angeordnetem Planetenrad 2 ist iz = zz/zpa = 1, wobei zz die Zähnezahl des Zwischenrades 10 und zpa die Zähnezahl des außerhalb des Hohlrades 1 angeordnetem Planetenrades 17 ist. Das zusätzliche Planetenrad 17 ist mit einer Keilnabenverbindung auf der mitläufigen Erregerwelle 13 verschiebefest fixiert. Die mitläufige Erregerwelle 13 ist durch entsprechende Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in der Ausführungsvariante, im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe der Gegenseite 6 fixiert. Die mitläufige Erregerwelle 13 ist zusätzlich durch ein entsprechendes Lager, beispielsweise ein Zylinderrollenlager in der Ausführungsvariante, welches in der Lagerscheibe 7 verschieblich installiert ist abgestützt.

    [0040] Die jeweils mindestens einmal vorhandenen mitläufigen und gegenläufigen Erregerwellen 13 und 14 haben durch die gewählte Anordnung der Planetenräder 2, Zwischenräder 10 und der außerhalb des Hohlrades angeordneten Planetenräder 17 den gleichen Abstand zur Rotationsachse der Bandage 8. Ein Kippmoment auf die Bandage 8 wird somit ausgeschlossen.

    [0041] Auf den mit- und gegenläufigen Erregerwellen 13 und 14 rotiert jeweils mindestens eine Unwuchtmasse 4. Durch die Winkellage der Unwuchtmassen 4 auf der mit- und gegenläufig umlaufenden Erregerwelle 13 und 14 zueinander wird die Richtung des Kraftvektors eingestellt. Die Winkellage der Unwuchtmassen 4 zueinander wird durch das Befestigen der Erregerwellen 13 und 14 mit einem Ringspannelement 18 innerhalb der Unwuchtmasse 4 variabel ermöglicht. Der Betrag des gerichteten Kraftvektors ist nur noch der Fahrgeschwindigkeit des Fahrgeräts und dem Übersetzungsverhältnis iH zwischen Hohlrad 1, Planetenrad 2 und Zwischenrad 10 abhängig.

    [0042] Der Lagerscheibe 7 ist mit der Verbindungsachse 5 mit dem Planetenträger 3 drehfest verbunden.

    [0043] Der Planetenträger 3 und die Lagerscheibe der Gegenseite 6 sind mittels einer Schraubverbindung mit der Achsanbindung 9 verbunden. Die Achsanbindung 9 ist wiederum starr mit einem entsprechend zu gestaltendem Gestell 20, welches am Fahrgerät 19 hängt, oder von diesem geschoben wird, verbunden. Der Planetenträger 3, die Lagerscheibe 6 und die Lagerscheibe der Gegenseite 7 sowie die Achsanbindung 9 und die Verbindungsachse 5 sind somit in ihrer Lage fixiert und rotieren nicht.

    [0044] Außendeckel 11 sind fest mit der Bandage 8, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung, verbunden. Die Rotationsbewegung der Bandage überträgt sich somit auf die Außendeckel 11. Die Außendeckel 11 sind auf einem entsprechenden Lager, beispielsweise einem Zylinderrollenlager in der Ausführungsvariante, auf der Achsanbindung 9 gelagert und sind mit einem gegen die Achsanbindung 9 abgedichteten Achsendeckel 12 verschlossen.


    Ansprüche

    1. Fahrbare, impulsartig wirkende Walzenvorrichtung mit einem Schwingungserreger zur Verdichtung von Böden mittels unrunder Bandagen ohne separaten Antrieb, wobei der Schwingungserreger als Richtschwinger ausgeführt ist und in eine unrunde Bandage eingebaut ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gestell (20) mit einem Fahrgerät (19) so verbindbar ist, dass es an diesem hängt oder von diesem geschoben wird und dass der Schwingungserreger ein Hohlrad (1) aufweist, welches fest mit der Bandage (8) verbunden ist und synchron mit der Drehbewegung der Bandage (8) rotiert und in welchem mittels eines Getriebes Unwuchtmassen (4) zur Erzeugung von Schwingungen angetrieben werden, welche mittels einer starr mit dem Gestell verbundenen Achsanbindung (9) auf die Walzenvorrichtung übertragbar sind, wobei das Übersetzungsverhältnis des Getriebes iH in Relation zum Hohlrad (1) ist und für unrunde Bandagen der Anzahl der Einschlagpunkte (16), angeordnet an der Bandage (8), entspricht.
     
    2. Walzenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe gebildet wird aus mindestens einem Planetenrad (2) und einem Zwischenrad (10) mit dem gleichen Übersetzungsverhältnis iH=zH/zP =zH/zZ, wobei zH der Zähnezahl des Hohlrads, zP der Zähnezahl des Planetenrads und zZ der Zähnezahl des Zwischenrads entspricht,

    - wobei das Planetenrad (2) verschiebefest auf einer gegenläufigen Erregerwelle (14) angeordnet ist, welche wiederum mittels entsprechender Lager im Planetenträger (3) und der Lagerscheibe der Gegenseite (6) fixiert ist und mittels eines weiteren Lagers, welches in einer Lagerscheibe (7) verschieblich installiert ist, abgestützt ist

    - und bei dem das Zwischenrad (10) verschiebefest mit der Welle des Zwischenrads (15) verbunden ist, wobei die Welle des Zwischenrads (15) durch entsprechende Lager im Planetenträger (3) und der Lagerscheibe (7) fixiert ist,

    - wobei auf den mit- und gegenläufigen Erregerwellen (13 und 14) jeweils mindestens eine Unwuchtmasse (4) rotiert, mittels derer und durch deren Winkellage zueinander auf der mitund gegenläufig umlaufenden Erregerwellen (13 und 14) zueinander die Richtung des Kraftvektors einzustellen ist und die Winkellage der Unwuchtmassen (4) zueinander durch das Befestigen der Erregerwellen (13 und 14) mit einem Ringspannelement (18) innerhalb der Unwuchtmasse (4) variabel ist

    - und bei dem eine Lagerscheibe (7) mit der Verbindungsachse (5) mit dem Planetenträger (3) drehfest verbunden ist

    - und der Planetenträger (3), die Lagerscheibe (6) und die Lagerscheibe der Gegenseite (7) sowie die Achsanbindung (9) und die Verbindungsachse (5) somit in ihrer Lage fixiert sind

    - und zwei die Bandage (8) verschließende Außendeckel (11) auf der Achsanbindung (9) gelagert und mit einem gegen die Achsanbindung (9) abgedichteten Achsendeckel (12) verschlossen sind und sich die Rotationsbewegung der Bandage (8) sich somit auf die Außendeckel (11) überträgt.


     


    Claims

    1. A driveable roller device, which acts in an impulse-like manner, with a vibration exciter for compacting soil by means of non-round bandages without separate drive, wherein the vibration exciter is embodied as a directional oscillator and is installed in a non-round bandage,
    characterised in that
    a frame (20) is connectable to a drive unit (19) such that it is suspended thereon or is pushed thereby, and in that the vibration exciter has a ring gear (1), which is fixedly connected to the bandage (8) and rotates synchronously with the rotary motion of the bandage (8) and in which unbalance masses (4) for generating vibrations which are transferrable to the roller device by means of an axle attachment (9) rigidly connected to the frame are driven by means of a gearing, wherein the transmission ratio of the gearing iH is in relation to the ring gear (1) and for non-round bandages corresponds to the number of impact points (16) arranged on the bandage (8).
     
    2. The roller device according to claim 1,
    characterised in that
    the gearing is formed from at least one planetary gear (2) and an idler gear (10) with the same transmission ratio iH=zH/zP=zH/zZ, wherein zH corresponds to the number of teeth of the ring gear, zP corresponds to the number of teeth of the planetary gear, and zZ corresponds to the number of teeth of the idler gear,

    - wherein the planetary gear (2) is arranged non-displaceably on a counter-rotating exciter shaft (14), which in turn is fixed by means of corresponding bearings in the planet carrier (3) and the bearing disc of the counter side (6) and is supported by means of a further bearing, which is installed displaceably in a bearing disc (7),

    - and in which the idler gear (10) is connected non-displaceably to the shaft of the idler gear (15), wherein the shaft of the idler gear (15) is fixed by corresponding bearings in the planet carrier (3) and the bearing disc (7),

    - wherein at least one unbalance mass (4) rotates on each of the co- and counter-rotating exciter shafts (13 and 14), by means of which masses and by means of their angular positions relative to one another on the co- and counter-rotating exciter shafts (13 and 14), the direction of the force vector can be adjusted and the angular position of the unbalance masses (4) relative to one another is variable by the fastening of the exciter shafts (13 and 14) to a clamping collar (18) within the unbalance mass (4),

    - and in which a bearing disc (7) is connected to the connection axle (5) with the planet carrier (3) for conjoint rotation,

    - and the planet carrier (3), the bearing disc (6) and the counter-side bearing disc (7) and also the axle attachment (9) and the connection axle (5) are thus fixed in their position,

    - and two outer covers (11) closing the bandage (8) are mounted on the axle attachment (9) and are closed with an axle cover (12) sealed with respect to the axle attachment (9) and the rotary motion of the bandage (8) thus transfers to the outer covers (11).


     


    Revendications

    1. Dispositif à rouleau déplaçable agissant par impulsions avec un générateur de vibrations pour le compactage de sols au moyen de bandes non circulaires sans entraînement séparé, le générateur de vibrations étant conçu sous forme de vibrateur directionnel et étant monté dans une bande non circulaire,
    caractérisé en ce
    qu'un châssis (20) peut être relié à un chariot (19) de telle sorte qu'il est suspendu à celui-ci ou poussé par celui-ci et en ce que le générateur de vibrations présente une couronne (1) qui est reliée de manière fixe à la bande (8) et tourne de manière synchrone avec le mouvement de rotation de la bande (8) et dans laquelle des masses de déséquilibre (4) sont entraînées au moyen d'un engrenage pour générer des vibrations qui peuvent être transmises au dispositif à rouleau au moyen d'un raccord d'axe (9) relié de manière rigide au châssis, le rapport de transmission de l'engrenage étant iH par rapport à la couronne (1) et correspondant pour les bandes non circulaires au nombre de points d'impact (16) agencés sur la bande (8).
     
    2. Dispositif à rouleau selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'engrenage est formé d'au moins un satellite (2) et d'un pignon intermédiaire (10) ayant le même rapport de transmission iH = zH/zP = zH/zZ, zH correspondant au nombre de dents de la couronne, zP au nombre de dents du satellite et zZ au nombre de dents du pignon intermédiaire,

    - le satellite (2) étant agencé fixe en translation sur un arbre de générateur (14) de sens opposé, qui est à son tour fixé au moyen de paliers correspondants dans le porte-satellites (3) et le disque de palier du côté opposé (6), et soutenu au moyen d'un autre palier qui est installé de manière à pouvoir coulisser dans un disque de palier (7),

    - et le pignon intermédiaire (10) étant relié de manière fixe en translation à l'arbre du pignon intermédiaire (15), l'arbre du pignon intermédiaire (15) étant fixé par des paliers correspondants dans le porte-satellites (3) et le disque de palier (7),

    - au moins une masse de déséquilibre (4) tournant sur chacun des arbres de générateur (13 et 14) de même sens et de sens opposé, la direction du vecteur de force pouvant être réglée au moyen de ces masses et par leur position angulaire l'une par rapport à l'autre sur les arbres de générateur (13 et 14) tournant dans le même sens et en sens opposé l'un par rapport à l'autre, et la position angulaire des masses de déséquilibre (4) l'une par rapport à l'autre étant variable par la fixation des arbres de générateur (13 et 14) avec un élément de serrage annulaire (18) à l'intérieur de la masse de déséquilibre (4),

    - et un disque de palier (7) avec l'axe de liaison (5) étant relié de manière fixe en rotation au porte-satellites (3),

    - et le porte-satellites (3), le disque de palier (6) et le disque de palier du côté opposé (7) ainsi que le raccord d'axe (9) et l'axe de liaison (5) étant ainsi fixés dans leur position,

    - et deux couvercles extérieurs (11) fermant la bande (8) étant montés sur le raccord d'axe (9) et fermés par un couvercle d'axe (12) étanchéifié contre le raccord d'axe (9) et le mouvement de rotation de la bande (8) se transmettant ainsi aux couvercles extérieurs (11).


     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente