[0001] Die Erfindung betrifft eine fahrbahre, impulsartig wirkende Walzenvorrichtung mit
einem Schwingungserreger zur Verdichtung von Böden mittels unrunder Bandagen.
[0002] Im Erdbau ist ein wesentliches Verfahren die Verdichtung.
[0003] Oft weist dabei ein vorgefundener Boden nicht die gewünschten mechanischen Eigenschaften
auf.
[0004] Die Verdichtung hat die Aufgabe, den mit Luft und Wasser gefüllten Porenraum eines
Bodens zu verringern. Dadurch wird der Boden widerstandsfähiger gegen die Belastungen
durch Gebäude, Beanspruchung durch Verkehr und Klima.
[0005] Durch die Verdichtung wird die Standfestigkeit erhöht und zugleich die Neigung des
Bodens, durch Wasseraufnahme zu quellen, minimiert.
[0006] Die Verdichtungseigenschaften eines bindigen Bodens werden vornehmlich von der Art
und Zusammensetzung der Bodenpartikel, vom Wassergehalt und den plastischen Eigenschaften
bestimmt.
[0007] Abhängig von der Zusammensetzung des Bodens und der Verdichtungsaufgabe kommen verschiedene
Gerätetypen zum Einsatz.
[0008] Bekannt ist es, zur Verdichtung von Böden Geräte einzusetzen, mit welchen die zu
verdichtenden Böden überfahren werden.
[0009] Die nötige Verdichtungswirkung wird dabei durch eine gewisse Wiederholung von Überfahrungen
mittels eines Gerätes erzielt.
[0010] Bekannt hierfür ist der Einsatz von drückenden und knetenden Geräten wie zum Beispiel
Glatt-, Schaffuß- oder Pneuwalzen.
[0011] Runde und unrunde Formen der Bandage zur Bodenverdichtung sind bekannt. Diese verdichten
den Untergrund durch eigene statische Auflast und/oder durch den zusätzlichen Einsatz
von Vibration, erzeugt durch Kreis- oder Richtschwingersysteme.
[0012] Der unrunde Walzenkörper besitzt durch seine Geometrie mehrere Einschlagpunkte und
wird von einem geeigneten Fahrgerät (i.d.R. Traktor oder Kettenraupe) über den Untergrund
gezogen. Die Bodenverdichtung erfolgt hier während des Einschlags der Einschlagpunkte,
angeordnet am unrunden Walzenkörper.
[0013] Die
DE 41 29 182.4 ist ein Gerät zur Verdichtung von Böden mit wenigstens einer verfahrbaren Walze beschrieben.
[0014] Dabei steht die verfahrbare Walze mit parallel zur Walzenachse angeordneten und synchron
rotierenden Unwuchtmassen auf Erregerwellen derart in Wirkverbindung, daß die Walze
wahlweise eine überwiegende dynamische Scher- oder Druckbelastung auf den Boden ausübt.
[0015] Ebenfalls ist ein Verdichtungsgerät durch die
EP-B 53 598 bekannt. Dabei sind zwei Erregerwellen vorgesehen, die im gleichen Drehsinn umlaufen,
aber um 180° phasenverschoben sind. Auf diese Weise kompensieren sich die von den
Erregerwellen erzeugten Vertikalkräfte, wogegen die entgegengesetzt gerichteten Horizontalkräfte
ein Drehmoment auf die Walze um die Walzenachse herum erzeugen. Dieses Drehmoment
bewirkt eine überwiegende Scherbelastung des Bodens, was bei der Verdichtung dünner
Bodenschichten oder der Asphaltverdichtung vorteilhaft ist. Solche Erregersysteme
sind als Oszillationsschwinger bekannt.
[0016] Die
EP0017511 beschreibt einen Stoßverdichter, mit einem von einer Zugvorrichtung ziehbaren Chassis,
mit an das Chassis angeschlossenen Achsmitteln und mit einer von den Achsmitteln getragenen
und so vom Chassis ziehbaren und relativ zum Chassis drehbaren Stoßwalze mit nicht-kreisförmigem
Querschnitt, mit einer von Achsmitteln für ähnliche Zugund Drehbewegungen getragenen
zweiten Stoßwalze mit im wesentlichen identischem nichtkreisförmigem Querschnitt und
durch torsionsmäßig federnden Federmitteln. Dabei ist jedoch ein bestimmtes Maß an
asynchronen Bewegungen aufgrund von Torsionskräften möglich, obwohl die beiden Stoßwalzen
im Wesentlichen synchron miteinander rotieren ist. Die
WO9960218 beschreibt eine Bodenverdichtungsmaschine, die einen mit Rädern versehenen Schlitten
aufweist. Der Umfang jeder Masse ist durch voneinander beabstandete Knickpunkte und
Zwischenverdichtungsflächen zwischen den vorspringenden Punkten definiert.
[0017] Ebenfalls bekannt ist aus der
DE 000069530008 eine Schlagverdichtungsvorrichtung zum Verdichten einer Bodenfläche, wobei die Vorrichtung
einen mit Rädern versehenen Rahmen und wenigstens eine drehbar mit dem Rahmen verbundene
Schlagverdichtermasse zum Aufbringen periodischer Schläge auf die Bodenfläche während
des Bewegens des Rahmens über die Fläche aufweist, welche ferner eine zwischen dem
Rahmen und der Verdichtermasse wirkende Einrichtung zum Aufbringen einer variablen
vertikalen Kraft auf die Schlagverdichtermasse aufweist, um so die auf die Bodenoberfläche
bei jedem Schlag aufgebrachte Schlagenergie zu variieren.
[0018] Eine weitere übliche Anwendung von Verdichtungsgeräten sind angetriebene Richt- Kreis
oder Oszillationsschwinger.
[0019] Dabei wird durch ein oder mehrere gegenläufig drehende Unwuchten ein Kraftvektor
erzeugt, der in einer bestimmten Richtung nur im Betrag schwankt.
[0020] Die notwendige Drehzahl an den Unwuchten wird dabei i.d.R. durch einen ein außenverzahntes
Zahnradgetriebe übersetzt.
[0021] Hierfür wird l.d.R. ein Hydraulikmotor an der Erregerwelle angesetzt, welcher das
Schwingsystem antreibt.
[0023] Die
DE 10 2012 201 443 A1 beschreibt einen Schwingungserreger (1) für eine Bodenverdichtungsvorrichtung, mit
einer ersten Unwuchtwelle (3), einer zu der ersten Unwuchtwelle (3) achsparallel angeordneten,
mit der ersten Unwuchtwelle (3) formschlüssig gegenläufig drehbar gekoppelten zweiten
Unwuchtwelle (7), und mit einer Antriebsvorrichtung (2) zum drehenden Antreiben einer
der Unwuchtwellen, wobei die zweite Unwuchtwelle (7) eine erste Unwuchtwellenhälfte
und eine zu der ersten Unwuchtwellenhälfte koaxial angeordnete, relativ zu der ersten
Unwuchtwellenhälfte verdrehbare zweite Unwuchtwellenhälfte aufweist, und wobei auf
der ersten Unwuchtwelle, auf der ersten Unwuchtwellenhälfte und auf der zweiten Unwuchtwellenhälfte
jeweils wenigstens eine Unwuchtmasse angeordnet ist.
[0024] Diese Vorrichtung ist somit den Oszillationsschwingern zuzuordnen.
[0025] In der
DE 103 06 791 A1 ist die Lösung eines Richtschwingers mit Kippmomentausgleich beschrieben.
[0026] CN 2 488 955 Y.beschreibt einen aktiv angetriebenen Richtschwinger, der mit zwei Planetenradgetrieben
(I / II) ausgeführt ist. Der Richtschwinger und dessen dynamischen Eigenschaften sind
unabhängig von der Verfahrbewegung der Walze.
[0027] Zum Antrieb der
CN 2 488 955 Y wird ein Sonnenrad verwendet. Die dynamischen Eigenschaften des Richtschwingers sind
abhängig von der Verfahrbewegung der Vorrichtung.
[0028] CN 103 132 434 A, insbesondere Fig. 1, zeigt einen Schwingungserreger, der geeignet ist, um in fahrbare
Walzenvorrichtung eingebaut zu werden und keinen separaten Antrieb benötigt. Allerdings
Ist diese Lösung nicht als Richtschwinger ausgeführt.
[0029] Durch die Fahrbewegung wird die Bandage (1) in rotatorische Bewegung versetzt. Diese
Bewegung wird durch ein in
CN 103 132 434 A nicht näher benanntes Bauteil (6) auf eine Welle (7) übertragen. Die Rotationsrichtung
der Welle (7) mit dem darauf befindlichen Zahnrad (5) ist gegenläufig zur Bewegungsrichtung
der Bandage (1). Die Unwuchtmassen (3) die über eine Hohlwelle (4) mit dem Zahnrad
(5) in Verbindung stehen, rotieren und erzeugen eine Zentrifugalkraft. Die Zentrifugalkraft
der in Fig. 1 dargestellten oberen Unwuchten zeigt nach unten. Die Zentrifugalkraft
der in Fig. 1 dargestellten unteren Unwuchten zeigt nach oben, Die resultierende Kraft
hebt sich auf. Eine Schwingung stellt sich für die dargestellte Lösung in Fig. 1 nicht
ein.
[0030] WO 2018/136051 beschreibt einen aktiv angetriebenen Schwingungserreger in einer Walze mit unrunder
Bandage, bel welchem die Walze unabhängig vom Schwingungserreger fährt. Bei dieser
Lösung ist lediglich ein Kreisschwinger und kein Richtschwinger verbaut und die Kraft
wird elektronisch geregelt.
[0031] Aufgabe der Erfindung ist es, eine fahrbare impulsartig wirkende Walzenvorrichtung
zur Verdichtung von Böden mittels unrunder Walzen vorzuschlagen, mittels welcher die
Nachteile des Standes der Technik behoben werden können. Diese Aufgabe wird durch
eine fahrbahre, implusartig wirkende Walzenvorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Der
abhängige Anspruch 2 betrifft eine vorteilhafte Weiterbildung.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Abbildungen
1 bis 8 näher erläutert.
[0033] Dabei zeigt
- Abbildung 1 ein Getriebeplan mit zwei gegenläufig rotierenden Erregerwellen 14 und
den entsprechenden Unwuchtmassen 4
- Abbildung 2 ein Getriebeplan, der die Ausführung der Drehrichtungsänderung darstellt
mit zwei mitläufig rotierenden Erregerwellen 13 und den entsprechenden Unwuchtmassen
4, darstellt
- Abbildung 3 eine Ausführungsvariante des Richtschwingers an einem Fahrgerät 19 in
ziehender Anordnung
- Abbildung 4 eine isometrische Darstellung einer runden Bandage 8, in dem die Vorrichtung
als Richtschwinger installiert ist und wirkt
- Abbildung 5 die Schnittebene A-A aus Schnitt B-B auf der die Anordnung des Umlaufrädergetriebes
dargestellt ist
- Abbildung 6 einen Schnitt B-B durch den Richtschwinger entsprechend der isometrischen
Ansicht gemäß Abbildung 3
- Abbildung 7 einen Schnitt C-C durch den Richtschwinger entsprechend der isometrischen
Ansicht gemäß Abbilddung 3
- Abbildung 8 eine Ausführungsvariante des Richtschwingers in einer unrunden Bandage
mit vier Einschlagpunkten. Die aktuelle Lage von Bandage und Unwuchtmassen sind durch
schwarze Linien visualisiert. Der entsprechende Betrag der rein vertikal wirkenden
Kraft ist schematisch für eine viertel Drehung der Bandage aufgezeigt.
[0034] Der Schwingungserreger der erfindungsgemäßen Walzenvorrichtung ist als Richtschwinger
ausgeführt. Erfindungsgemäß benötigt diese Lösung keinen separaten Antrieb. Die Rotation
der Unwuchtmassen 4 wird durch die Drehbewegung der Walze erzwungen. Ein Hohlrad 1
ist dazu fest mit einer Bandage 8, in der Ausführungsvariante mittels einer Schraubverbindung,
fixiert. Die Rotation des Hohlrades 1 ist somit synchron zur Drehung der Bandage 8.
[0035] In dem Hohlrad 1 ist mindestens ein Planetenrad 2 und ein Zwischenrad 10 mit einem
gleichen Übersetzungsverhältnis i
H=z
H/z
P = z
H/z
Z angeordnet, wobei z
H die Zähnezahl des Hohlrads 1, z
P die Zähnezahl des Planetenrads 2 und z
Z die Zähnezahl des Zwischenrads ist. Für unrunde Walzen definieren die Einschlagpunkte
16 an der Bandage 8 das Übersetzungsverhältnis des Getriebes. So ist z.B. für eine
Bandage 8 mit drei Einschlagpunkten 16 ein Übersetzungsverhältnis von i
H = 1/3 anzusetzen und für eine Bandage 8 mit fünf Einschlagpunkten 16 ein Übersetzungsverhältnis
von i
H = 1/5.
[0036] In der Ausführungsvariante, dargestellt in Abbildung 8, wird das Prinzip für eine
unrunde Bandage 8 mit vier Einschlagpunkten 16 verdeutlicht. Die Lage der Unwuchtmassen
4 zueinander bedingt beim Auftreffen der Bandage 8 eine zusätzliche vertikale Last
auf den Boden. Die Unwuchtmassen 4 rotieren aufgrund des Übersetzungsverhältnisses
i
H = 1/4 viermal schneller als die Bandage 8. Erreicht die Bandage 8 ihren Hebepunkt
21 wirkt die gerichtete Kraft nach oben und unterstützt die Aufwärtsbewegung der unrunden
Bandage 8 und somit die geometrisch bedingte, erzwungene Bewegungsform der unrunden
Bandage 8 immer im richtigen Moment.
[0037] Das Planetenrad 2 ist verschiebefest auf einer gegenläufigen Erregerwelle 14 durch
eine Keilnabenverbindung fixiert. Die gegenläufige Welle 14 ist durch entsprechende
Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in dieser Ausführungsvariante,
im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe der Gegenseite 6 fixiert. Die gegenläufige
Erregerwelle 14 ist zusätzlich durch ein entsprechendes Lager, beispielsweise ein
Zylinderrollenlager in der Ausführungsvariante, welches in der Lagerscheibe 7 verschieblich
installiert ist, abgestützt.
[0038] Das Zwischenrad 10 ist ebenfalls über eine Keilnabenverbindung verschiebefest mit
der Welle des Zwischenrads 15 verbunden. Die Welle des Zwischenrads 15 ist durch entsprechende
Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in der Ausführungsvariante,
im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe 7 fixiert.
[0039] Zur Änderung des Drehsinns mindestens einer Erregerwelle ist ein zusätzliches Planetenrad
17, welches außerhalb des Hohlrads 1 in das Zwischenrad 10 greift, angeordnet. Das
Übersetzungsverhältnis von Zwischenrad 10 und dem außerhalb des Hohlrades 1 angeordnetem
Planetenrad 2 ist i
z = z
z/z
pa = 1, wobei z
z die Zähnezahl des Zwischenrades 10 und z
pa die Zähnezahl des außerhalb des Hohlrades 1 angeordnetem Planetenrades 17 ist. Das
zusätzliche Planetenrad 17 ist mit einer Keilnabenverbindung auf der mitläufigen Erregerwelle
13 verschiebefest fixiert. Die mitläufige Erregerwelle 13 ist durch entsprechende
Lager, beispielsweise Kegelrollenlager in O-Anordnung in der Ausführungsvariante,
im Planetenträger 3 und der Lagerscheibe der Gegenseite 6 fixiert. Die mitläufige
Erregerwelle 13 ist zusätzlich durch ein entsprechendes Lager, beispielsweise ein
Zylinderrollenlager in der Ausführungsvariante, welches in der Lagerscheibe 7 verschieblich
installiert ist abgestützt.
[0040] Die jeweils mindestens einmal vorhandenen mitläufigen und gegenläufigen Erregerwellen
13 und 14 haben durch die gewählte Anordnung der Planetenräder 2, Zwischenräder 10
und der außerhalb des Hohlrades angeordneten Planetenräder 17 den gleichen Abstand
zur Rotationsachse der Bandage 8. Ein Kippmoment auf die Bandage 8 wird somit ausgeschlossen.
[0041] Auf den mit- und gegenläufigen Erregerwellen 13 und 14 rotiert jeweils mindestens
eine Unwuchtmasse 4. Durch die Winkellage der Unwuchtmassen 4 auf der mit- und gegenläufig
umlaufenden Erregerwelle 13 und 14 zueinander wird die Richtung des Kraftvektors eingestellt.
Die Winkellage der Unwuchtmassen 4 zueinander wird durch das Befestigen der Erregerwellen
13 und 14 mit einem Ringspannelement 18 innerhalb der Unwuchtmasse 4 variabel ermöglicht.
Der Betrag des gerichteten Kraftvektors ist nur noch der Fahrgeschwindigkeit des Fahrgeräts
und dem Übersetzungsverhältnis i
H zwischen Hohlrad 1, Planetenrad 2 und Zwischenrad 10 abhängig.
[0042] Der Lagerscheibe 7 ist mit der Verbindungsachse 5 mit dem Planetenträger 3 drehfest
verbunden.
[0043] Der Planetenträger 3 und die Lagerscheibe der Gegenseite 6 sind mittels einer Schraubverbindung
mit der Achsanbindung 9 verbunden. Die Achsanbindung 9 ist wiederum starr mit einem
entsprechend zu gestaltendem Gestell 20, welches am Fahrgerät 19 hängt, oder von diesem
geschoben wird, verbunden. Der Planetenträger 3, die Lagerscheibe 6 und die Lagerscheibe
der Gegenseite 7 sowie die Achsanbindung 9 und die Verbindungsachse 5 sind somit in
ihrer Lage fixiert und rotieren nicht.
[0044] Außendeckel 11 sind fest mit der Bandage 8, beispielsweise mittels einer Schraubverbindung,
verbunden. Die Rotationsbewegung der Bandage überträgt sich somit auf die Außendeckel
11. Die Außendeckel 11 sind auf einem entsprechenden Lager, beispielsweise einem Zylinderrollenlager
in der Ausführungsvariante, auf der Achsanbindung 9 gelagert und sind mit einem gegen
die Achsanbindung 9 abgedichteten Achsendeckel 12 verschlossen.
1. Fahrbare, impulsartig wirkende Walzenvorrichtung mit einem Schwingungserreger zur
Verdichtung von Böden mittels unrunder Bandagen ohne separaten Antrieb, wobei der
Schwingungserreger als Richtschwinger ausgeführt ist und in eine unrunde Bandage eingebaut
ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gestell (20) mit einem Fahrgerät (19) so verbindbar ist, dass es an diesem hängt
oder von diesem geschoben wird und dass der Schwingungserreger ein Hohlrad (1) aufweist,
welches fest mit der Bandage (8) verbunden ist und synchron mit der Drehbewegung der
Bandage (8) rotiert und in welchem mittels eines Getriebes Unwuchtmassen (4) zur Erzeugung
von Schwingungen angetrieben werden, welche mittels einer starr mit dem Gestell verbundenen
Achsanbindung (9) auf die Walzenvorrichtung übertragbar sind, wobei das Übersetzungsverhältnis
des Getriebes iH in Relation zum Hohlrad (1) ist und für unrunde Bandagen der Anzahl
der Einschlagpunkte (16), angeordnet an der Bandage (8), entspricht.
2. Walzenvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe gebildet wird aus mindestens einem Planetenrad (2) und einem Zwischenrad
(10) mit dem gleichen Übersetzungsverhältnis iH=zH/zP =zH/zZ, wobei zH der Zähnezahl
des Hohlrads, zP der Zähnezahl des Planetenrads und zZ der Zähnezahl des Zwischenrads
entspricht,
- wobei das Planetenrad (2) verschiebefest auf einer gegenläufigen Erregerwelle (14)
angeordnet ist, welche wiederum mittels entsprechender Lager im Planetenträger (3)
und der Lagerscheibe der Gegenseite (6) fixiert ist und mittels eines weiteren Lagers,
welches in einer Lagerscheibe (7) verschieblich installiert ist, abgestützt ist
- und bei dem das Zwischenrad (10) verschiebefest mit der Welle des Zwischenrads (15)
verbunden ist, wobei die Welle des Zwischenrads (15) durch entsprechende Lager im
Planetenträger (3) und der Lagerscheibe (7) fixiert ist,
- wobei auf den mit- und gegenläufigen Erregerwellen (13 und 14) jeweils mindestens
eine Unwuchtmasse (4) rotiert, mittels derer und durch deren Winkellage zueinander
auf der mitund gegenläufig umlaufenden Erregerwellen (13 und 14) zueinander die Richtung
des Kraftvektors einzustellen ist und die Winkellage der Unwuchtmassen (4) zueinander
durch das Befestigen der Erregerwellen (13 und 14) mit einem Ringspannelement (18)
innerhalb der Unwuchtmasse (4) variabel ist
- und bei dem eine Lagerscheibe (7) mit der Verbindungsachse (5) mit dem Planetenträger
(3) drehfest verbunden ist
- und der Planetenträger (3), die Lagerscheibe (6) und die Lagerscheibe der Gegenseite
(7) sowie die Achsanbindung (9) und die Verbindungsachse (5) somit in ihrer Lage fixiert
sind
- und zwei die Bandage (8) verschließende Außendeckel (11) auf der Achsanbindung (9)
gelagert und mit einem gegen die Achsanbindung (9) abgedichteten Achsendeckel (12)
verschlossen sind und sich die Rotationsbewegung der Bandage (8) sich somit auf die
Außendeckel (11) überträgt.
1. A driveable roller device, which acts in an impulse-like manner, with a vibration
exciter for compacting soil by means of non-round bandages without separate drive,
wherein the vibration exciter is embodied as a directional oscillator and is installed
in a non-round bandage,
characterised in that
a frame (20) is connectable to a drive unit (19) such that it is suspended thereon
or is pushed thereby, and in that the vibration exciter has a ring gear (1), which is fixedly connected to the bandage
(8) and rotates synchronously with the rotary motion of the bandage (8) and in which
unbalance masses (4) for generating vibrations which are transferrable to the roller
device by means of an axle attachment (9) rigidly connected to the frame are driven
by means of a gearing, wherein the transmission ratio of the gearing iH is in relation
to the ring gear (1) and for non-round bandages corresponds to the number of impact
points (16) arranged on the bandage (8).
2. The roller device according to claim 1,
characterised in that
the gearing is formed from at least one planetary gear (2) and an idler gear (10)
with the same transmission ratio iH=zH/zP=zH/zZ, wherein zH corresponds to the number
of teeth of the ring gear, zP corresponds to the number of teeth of the planetary
gear, and zZ corresponds to the number of teeth of the idler gear,
- wherein the planetary gear (2) is arranged non-displaceably on a counter-rotating
exciter shaft (14), which in turn is fixed by means of corresponding bearings in the
planet carrier (3) and the bearing disc of the counter side (6) and is supported by
means of a further bearing, which is installed displaceably in a bearing disc (7),
- and in which the idler gear (10) is connected non-displaceably to the shaft of the
idler gear (15), wherein the shaft of the idler gear (15) is fixed by corresponding
bearings in the planet carrier (3) and the bearing disc (7),
- wherein at least one unbalance mass (4) rotates on each of the co- and counter-rotating
exciter shafts (13 and 14), by means of which masses and by means of their angular
positions relative to one another on the co- and counter-rotating exciter shafts (13
and 14), the direction of the force vector can be adjusted and the angular position
of the unbalance masses (4) relative to one another is variable by the fastening of
the exciter shafts (13 and 14) to a clamping collar (18) within the unbalance mass
(4),
- and in which a bearing disc (7) is connected to the connection axle (5) with the
planet carrier (3) for conjoint rotation,
- and the planet carrier (3), the bearing disc (6) and the counter-side bearing disc
(7) and also the axle attachment (9) and the connection axle (5) are thus fixed in
their position,
- and two outer covers (11) closing the bandage (8) are mounted on the axle attachment
(9) and are closed with an axle cover (12) sealed with respect to the axle attachment
(9) and the rotary motion of the bandage (8) thus transfers to the outer covers (11).
1. Dispositif à rouleau déplaçable agissant par impulsions avec un générateur de vibrations
pour le compactage de sols au moyen de bandes non circulaires sans entraînement séparé,
le générateur de vibrations étant conçu sous forme de vibrateur directionnel et étant
monté dans une bande non circulaire,
caractérisé en ce
qu'un châssis (20) peut être relié à un chariot (19) de telle sorte qu'il est suspendu
à celui-ci ou poussé par celui-ci et en ce que le générateur de vibrations présente une couronne (1) qui est reliée de manière fixe
à la bande (8) et tourne de manière synchrone avec le mouvement de rotation de la
bande (8) et dans laquelle des masses de déséquilibre (4) sont entraînées au moyen
d'un engrenage pour générer des vibrations qui peuvent être transmises au dispositif
à rouleau au moyen d'un raccord d'axe (9) relié de manière rigide au châssis, le rapport
de transmission de l'engrenage étant iH par rapport à la couronne (1) et correspondant
pour les bandes non circulaires au nombre de points d'impact (16) agencés sur la bande
(8).
2. Dispositif à rouleau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'engrenage est formé d'au moins un satellite (2) et d'un pignon intermédiaire (10)
ayant le même rapport de transmission iH = zH/zP = zH/zZ, zH correspondant au nombre
de dents de la couronne, zP au nombre de dents du satellite et zZ au nombre de dents
du pignon intermédiaire,
- le satellite (2) étant agencé fixe en translation sur un arbre de générateur (14)
de sens opposé, qui est à son tour fixé au moyen de paliers correspondants dans le
porte-satellites (3) et le disque de palier du côté opposé (6), et soutenu au moyen
d'un autre palier qui est installé de manière à pouvoir coulisser dans un disque de
palier (7),
- et le pignon intermédiaire (10) étant relié de manière fixe en translation à l'arbre
du pignon intermédiaire (15), l'arbre du pignon intermédiaire (15) étant fixé par
des paliers correspondants dans le porte-satellites (3) et le disque de palier (7),
- au moins une masse de déséquilibre (4) tournant sur chacun des arbres de générateur
(13 et 14) de même sens et de sens opposé, la direction du vecteur de force pouvant
être réglée au moyen de ces masses et par leur position angulaire l'une par rapport
à l'autre sur les arbres de générateur (13 et 14) tournant dans le même sens et en
sens opposé l'un par rapport à l'autre, et la position angulaire des masses de déséquilibre
(4) l'une par rapport à l'autre étant variable par la fixation des arbres de générateur
(13 et 14) avec un élément de serrage annulaire (18) à l'intérieur de la masse de
déséquilibre (4),
- et un disque de palier (7) avec l'axe de liaison (5) étant relié de manière fixe
en rotation au porte-satellites (3),
- et le porte-satellites (3), le disque de palier (6) et le disque de palier du côté
opposé (7) ainsi que le raccord d'axe (9) et l'axe de liaison (5) étant ainsi fixés
dans leur position,
- et deux couvercles extérieurs (11) fermant la bande (8) étant montés sur le raccord
d'axe (9) et fermés par un couvercle d'axe (12) étanchéifié contre le raccord d'axe
(9) et le mouvement de rotation de la bande (8) se transmettant ainsi aux couvercles
extérieurs (11).