[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Stecker zur Verwendung in Applikationen
für High-Speed Datenübertragung sowie ein Verfahren zur Herstellung des elektrischen
Steckers.
[0002] Die Weiterentwicklung der Kraftfahrzeugtechnik hin zu autonom fahrenden, elektrisch
angetriebenen Fahrzeugen, stellt neue Herausforderungen an die Fahrzeugverdrahtung
und ebenso an die verwendeten elektrischen Stecker. Durch die neuen Herausforderungen
wird auch eine Weiterentwicklung der Produktionstechnik für diese Komponenten notwendig.
Insbesondere bei elektrischen Steckern für High-Speed Datenübertragung sind geringe
Toleranzen bei den Maßen der Bauteile einzuhalten. Des Weiteren müssen die Produktionskosten
so gering wie möglich gehalten werden. Üblicherweise werden elektrische Stecker, die
stiftförmigen Kontaktelemente enthalten, hergestellt, indem die stiftförmigen Kontaktelemente
mit einem dielektrischen Material umgeben werden, um sie voneinander zu isolieren.
Üblicherweise wird das dielektrische Material um die Kontaktelemente gespritzt, wobei
ein Spritzgussverfahren eingesetzt wird. Ein anderes Verfahren benutzt vorgefertigte
Kunststoffteile, durch die die Kontaktelemente hindurchgestochen werden. Diese Verfahren
haben je nach Anwendungsfall sowohl vor als auch Nachteile. Nachteilig ist, dass diese
Stecker vorgefertigt und danach zum vollständigen Zusammenbau weitertransportiert
werden müssen. Ein weiterer Nachteil bei diesem Verfahren ist die mangelnde Flexibilität,
da die Werkzeuge zur Herstellung der Kunststoffteile nicht einfach auf geänderte Anforderungen
an der Geometrie der Kunststoffteile angepasst werden können.
[0003] Bei elektrischen Steckern für Highspeed Anwendungen spielt die Geometrie sowie der
Abstand zweier zusammengehöriger Kontaktelemente eine wesentliche Rolle. Ein elektrischer
Stecker kann für höhere Datenraten eingesetzt werden in dem man den elektrischen Stecker
durch Abschirmung der Kontaktelemente modifiziert. Durch diese Modifikation steigen
allerdings auch die Kosten für den elektrischen Stecker. Eine zweite Möglichkeit die
Bandbreite zu erhöhen, ist die Kontaktelemente räumlich etwas mehr voneinander weg
anzuordnen. Diese Möglichkeit erfordert jedoch Änderungen bei den Kunststoffteilen
des elektrischen Steckers.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektrischen Stecker bereitzustellen, der
in Fahrzeugen als Verbindungselemente in High-Speed-Daten-netzen eingesetzt werden
kann. Wobei der Stecker mechanisch robust sowie kostengünstig und flexibel herzustellen
ist.
[0005] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 sowie durch das Verfahren nach
Anspruch 15 gelöst.
[0006] Insbesondere durch einen elektrischen Stecker umfassend ein Steckergehäuse, einen
Kontakthalter und mindestens eines stiftförmigen Kontakt-elements. Der Kontakthalter
ist im Steckergehäuse angeordnet. Das stiftförmige Kontaktelement weist an einem ersten
Ende einen ersten Kontaktbereich und an einem zweiten Ende einen zweiten Kontaktbereich
auf, dazwischen erstreckt sich ein mittlerer Bereich. Der erste Kontaktbereich ist
entlang einer Steckachse des elektrischen Steckers ausgerichtet. Der Kontakthalter
weist eine Vertiefung auf, die sich von seiner Oberfläche in den Kontakthalter hinein
erstreckt. Die Vertiefung ist dazu ausgebildet den mittleren Bereich des stiftförmigen
Kontaktelements aufzunehmen und zu halten.
[0007] Sowie durch ein Verfahren zum Herstellen eines elektrischeren Steckers, umfassend
die Verfahrensschritte:
- a) Bereitstellen eines Steckergehäuses, eines Kontakthalters und eines Kontaktelements,
wobei das stiftförmige Kontaktelement an einem ersten Ende einen ersten Kontaktbereich
und an einem zweiten Ende einen zweiten Kontaktbereich aufweist, wobei sich dazwischen
ein mittlerer Bereich erstreckt. Der Kontakthalter weist eine Vertiefung auf, die
sich von seiner Oberfläche in den Kontakthalter hinein erstreckt. Die Vertiefung ist
dazu ausgebildet den mittleren Bereich des stiftförmigen Kontaktelements aufzunehmen
und zu halten.
- b) Ausrichten des ersten Kontaktbereichs des Kontaktelements entlang der Steckachse.
- c) Einfügen des mittleren Bereichs, des stiftförmigen Kontaktelements in die Vertiefung
des Kontakthalters, sodass der mittlere Bereich in der Vertiefung aufgenommen und
gehalten ist.
- d) Einführen des Kontakthalters in das Steckergehäuse, sodass der Kontakthalter in
dem Steckergehäuse aufgenommen und gehalten ist.
[0008] Der erfinderischen Stecker kann flexibel an einer Maschine oder einem Arbeitsplatz
aus seinen einzelnen Komponenten komplett zusammengebaut werden. An einer vollautomatischen
Maschine können die Kontaktelemente in gegurteter Form, als lose Schüttung oder durch
eine Station der Maschine, die die Kontaktelemente aus Draht herstellt, bereitgestellt
werden. Die Kontaktelemente können seitlich in den Kontakthalter eingesetzt werden,
was maschinell sehr einfach und schnell möglich ist. Der Kontakthalter kann in einer
geraden Bewegung in das Steckergehäuse geschoben und dort befestigt werden.
[0009] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung zu entnehmen.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform erstreckt sich die Vertiefung von einem ersten Kontakthalterende,
das an den ersten Kontaktbereich angrenzt, bis zu einem zweiten Kontakthalterende,
das an den zweiten Kontaktbereich angrenzt. Dadurch wird das stiftförmige Kontaktelement
optimal in der korrekten Position gehalten.
[0011] Bevorzugt weist die Vertiefung einen U-förmigen Querschnitt auf. Die Vertiefung mit
einem U-förmigen Querschnitt auszuführen erleichtert die Produktion des Kontakthalters.
[0012] Bevorzugt weist die Vertiefung einen rechteckigen Querschnitt auf und der mittlere
Bereich des stiftförmigen Kontaktelements weist ebenso einen rechteckigen Querschnitt
auf. Durch die rechteckige Ausführung der Querschnitte ist eine optimale Passform
des stiftförmigen Kontaktelements in der Vertiefung gewährleistet. Ein Verdrehen des
Kontaktelements ist nicht möglich.
[0013] Bevorzugt weist der erste Kontaktbereich einen runden Querschnitt auf und der mittlere
Bereich des stiftförmigen Kontaktelements einen rechteckigen Querschnitt. Einige Applikationen
erfordern Kontaktbereiche mit einem runden Querschnitt. Dieses wird ermöglicht unter
Beibehaltung der Vorteile eines mittleren Bereichs mit einem rechteckigen Querschnitt.
[0014] Nach einer weiteren Ausführungsform ist der mittlere Bereich derart geformt, dass
der zweite Kontaktbereich entlang einer zweiten Achse, rechtwinkelig zur Steckachse,
ausgerichtet ist. Für Anwendungen bei denen der elektrische Stecker mit einer Seite
an einer Leiterplatte befestigt werden soll, kann er gewinkelt ausgeführt werden.
Bei diesen Anwendungen befindet sich die Steckbuchse häufig in einer Seitenwand eines
Gehäuses wobei die Seitenwand rechtwinklig zu Leiterplatte angeordnet ist.
[0015] Bevorzugt wird der mittlere Bereich des stiftförmigen Kontaktelements durch ein erstes
gerades Teilstück, ein zweites gerades Teilstück und ein drittes gerades Teilstück
gebildet, wobei das erste gerade Teilstück und das zweites gerades Teilstück einen
Winkel größer als 90° zueinander aufweisen und das zweite gerade Teilstück und das
dritte gerade Teilstück einen Winkel größer als 90° zueinander aufweisen. Um das stiftförmigen
Kontaktelement um 90° zu verformen kann es einfach um 90° gebogen werden. Es hat sich
aber bei Hochfrequenzanwendungen gezeigt, dass in mehreren Winkeln gebogene Kontaktelemente
einen positiven Einfluss auf den Wellenwiderstand haben.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich die Vertiefung zumindest so tief
in den Kontakthalter hinein, dass der mittlere Bereich des stiftförmigen Kontaktelements,
weder rechtwinklig zur Steckachse noch rechtwinklig zur zweiten Achse über die Oberfläche
des Kontakthalters aus der Vertiefung herausragt. Wenn das stiftförmige Kontaktelement
exakt in der Vertiefung geführt ist, ist gewährleistet, dass bei Hochfrequenzanwendungen
keine unerwarteten störenden Effekte auftreten.
[0017] Bevorzugt ist der erste Kontaktbereich des stiftförmigen Kontaktelements dazu ausgebildet
mit einem komplementären Kontaktelement eines komplementären elektrischen Steckers
elektrisch verbunden zu werden und der zweite Kontaktbereich des stiftförmigen Kontaktelements
ist dazu ausgebildet mit einer elektrischen Leiterplatte elektrisch verbunden zu werden.
Angepasste Kontaktbereiche beugen Problemen bei der Montage vor. Der erste Kontaktbereich
ist daraufhin optimiert mit korrespondierenden Kontaktelementen eines komplementären
Steckers verbunden zu werden. Der erste Kontaktbereich kann mit einem kontaktfördernden
oder Korrosion vermeidendem Material beschichtet sein. Der zweite Kontaktbereich kann
verzinnt sein um mit einer Leiterplatte verlötet zu werden.
[0018] Bevorzugt umgibt ein elektrisch leitfähiger Schirmkörper den Kontakthalter, die Steckachse
umlaufend, in einem Winkel von mindestens 180° um die Steckachse. Eine Schirmung kann
vorgesehen werden um Störungen bei der Datenübertragung zu vermeiden.
[0019] Nach einer weiteren Ausführungsform weist der Kontakthalter zwei Vertiefungen auf,
wobei sich die Vertiefungen in einer ersten Ebene, die von der Steckachse und der
zweiten Achse aufgespannt wird, parallel zueinander, von sich gegenüberliegenden Bereichen
der Oberfläche, entlang einer dritten Achse, die rechtwinklig zur Steckachse und rechtwinklig
zur zweiten Achse angeordnet ist, in den Kontakthalter hinein, aufeinander zu, erstrecken.
Die Vertiefungen erstrecken sich von gegenüberliegenden Seiten des Kontakthalters
in das Material des Kontakthalters. Daraus ergibt sich ein symmetrischer Aufbau, sodass
die beiden stiftförmigen Kontaktelemente parallel zueinander gehalten werden. Dieses
ist äußerst wichtig bei hochfrequenter Datenübertragung.
[0020] Bevorzugt sind zwei stiftförmige Kontaktelemente in den zwei Vertiefungen gehalten,
wobei die zwei stiftförmigen Kontaktelemente parallel und beabstandet voneinander,
in der ersten Ebene angeordnet sind. Wie oben beschrieben ist der parallele Verlauf
der stiftförmigen Kontaktelemente äußerst wichtig. Außerdem ist der Abstand, in dem
die stiftförmigen Kontaktelemente beabstandet sind, wichtig für den Wellenwiderstand
und somit die Übertragungsqualität des elektrischen Steckers.
[0021] Bevorzugt ist der Kontakthalter spiegelsymmetrisch im Bezug zur ersten Ebene (A1)
ausgebildet und die stiftförmigen Kontaktelemente sind spiegelsymmetrisch im Bezug
zur ersten Ebene angeordnet. Ein symmetrischer Aufbau des Kontakthalters ermöglicht
eine einfache Haltevorrichtung für die stiftförmigen Kontaktelemente und beugt Übertragungsproblemen
vor.
[0022] Bevorzugt erstreckt sich die Vertiefung weiter, entlang der dritten Achse in den
Kontakthalter als der Durchmesser des stiftförmigen Kontaktelements erfordert. Die
Vertiefungen können tiefer in den Kontakthalter eingebracht werden als es erforderlich
wäre um den mittleren Bereich der stiftförmigen Kontaktelemente vollständig aufzunehmen.
Dadurch können universelle Kontakthalter verwendet werden. Je nach Erfordernis der
Übertragungsgeschwindigkeit können die stiftförmige Kontaktelemente so näher zueinander
oder weiter entfernt angeordnet werden.
[0023] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer vorteilhaften Ausführungsform rein beispielhaft
unter Bezugnahme auf der beigefügten Zeichnung
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine Explosionsdarstellung des elektrischen Steckers.
- Fig. 2
- zeigt eine Explosionsdarstellung des Kontakthalters und der stiftförmigen Kontaktelemente.
- Fig. 3
- zeigt perspektivische Darstellung des Kontakthalters und der stiftförmigen Kontaktelemente
im montierten Zustand.
[0024] Figur 1 zeigt eine Explosionsdarstellung des elektrischer Steckers 1. Dargestellt
ist ein Steckergehäuse 100, ein Kontakthalter 10, ein Schirmkörper 200 und zwei stiftförmige
Kontaktelemente 60. Der Kontakthalter 10, der Schirmkörper 200 und das Steckergehäuse
100 sind entlang einer Steckachse X des elektrischen Steckers 1 dargestellt. Es ist
ersichtlich das der elektrisch leitfähiger Schirmkörper 200 den Kontakthalter 10,
die Steckachse X umlaufend, in einem Winkel von mindestens 180° um die Steckachse
umgibt, wenn der elektrische Stecker 1 komplett montiert ist. Die stiftförmigen Kontaktelemente
60 weisen an einem ersten Ende einen ersten Kontaktbereich 66 und an einem zweiten
Ende einen zweiten Kontaktbereich 68 auf, dazwischen erstreckt sich ein mittlerer
Bereich 64. Der erste Kontaktbereich 66 ist entlang der Steckachse X des elektrischen
Steckers 1 ausgerichtet. Der Kontakthalter 10 weist eine Vertiefung 20 auf, die sich
von seiner Oberfläche 12 in den Kontakthalter 10 hinein erstreckt. Die Vertiefung
20 ist dazu ausgebildet den mittleren Bereich 64 eines stiftförmigen Kontaktelements
60 aufzunehmen und zu halten. Die Vertiefung 20 erstreckt sich von einem ersten Kontakthalterende
16, das an den ersten Kontaktbereich 66 angrenzt, bis zu einem zweiten Kontakthalterende
18, dass an den zweiten Kontaktbereich 68 angrenzt.
[0025] Figur 2 zeigt eine Explosionsdarstellung des Kontakthalters 10 und der stiftförmigen
Kontaktelemente 60. Die Vertiefung 20 weist einen U-förmigen Querschnitt auf. Der
mittlere Bereich 64 des stiftförmigen Kontaktelements 60 weist einen rechteckigen
Querschnitt auf. Der mittlere Bereich 64 ist derart geformt, dass der zweite Kontaktbereich
68 entlang einer zweiten Achse Y, rechtwinkelig zur Steckachse X, ausgerichtet ist.
Der mittlere Bereich 64 des stiftförmigen Kontaktelements 60 wird durch ein erstes
gerades Teilstück 72, ein zweites gerades Teilstück 74 und ein drittes gerades Teilstück
76 gebildet. Das erste gerade Teilstück 72 und das zweites gerades Teilstück 74 weisen
einen Winkel größer als 90° zueinander auf und das zweite gerade Teilstück 74 und
das dritte gerade Teilstück 76 weisen einen Winkel größer als 90° zueinander auf.
[0026] Figur 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Kontakthalters und der stiftförmigen
Kontaktelemente im montierten Zustand. Die Vertiefung 20 erstreckt sich zumindest
so tief in den Kontakthalter 10 hinein, dass der mittlere Bereich 64 des stiftförmigen
Kontaktelements 60, weder rechtwinklig zur Steckachse X noch rechtwinklig zur zweiten
Achse Y über die Oberfläche 12 des Kontakthalters 10 aus der Vertiefung 20 herausragt.
Der erste Kontaktbereich 66 des stiftförmigen Kontaktelements 60 ist dazu ausgebildet
mit einem komplementären Kontaktelement eines komplementären elektrischen Steckers
elektrisch verbunden zu werden. Der zweite Kontaktbereich 68 des stiftförmigen Kontaktelements
60 ist dazu ausgebildet mit einer elektrischen Leiterplatte elektrisch verbunden zu
werden. Die zwei Vertiefungen 20 die der Kontakthalter 10 aufweist, erstrecken sich
von den gegenüberliegenden Bereichen der Oberfläche 12 des Kontakthalters 10 aufeinander
zu. Die Vertiefungen 20 verlaufen in einer ersten Ebene A1, die von der Steckachse
X und der zweiten Achse Y aufgespannt wird. Die Vertiefungen 20 verlaufen parallel
zueinander von einem ersten Kontakthalterende 16, das an den ersten Kontaktbereich
66 angrenzt, bis zu einem zweiten Kontakthalterende 18, dass an den zweiten Kontaktbereich
68 angrenzt. Die Vertiefungen 20 erstrecken sich entlang einer dritten Achse Z von
der Oberfläche 12 aufeinander zu. Die dritte Achse Z ist rechtwinklig zur Steckachse
X und rechtwinklig zur zweiten Achse Y angeordnet. Die zwei stiftförmigen Kontaktelemente
60 sind in den zwei Vertiefungen 20 gehalten. Die stiftförmigen Kontaktelemente 60
sind parallel und beabstandet voneinander, in der ersten Ebene A1 angeordnet. Der
Kontakthalter 10 ist spiegelsymmetrisch im Bezug zur ersten Ebene A1 ausgebildet und
die stiftförmigen Kontaktelemente 60 sind spiegelsymmetrisch im Bezug zur ersten Ebene
A1 angeordnet.
1. Elektrischer Stecker (1) umfassend ein Steckergehäuse (100), einen Kontakthalter (10)
und mindestens einen stiftförmiges Kontaktelement (60), wobei der Kontakthalter (10)
im Steckergehäuse (100) angeordnet ist, wobei das stiftförmige Kontaktelement (60)
an einem ersten Ende einen ersten Kontaktbereich (66) und an einem zweiten Ende einen
zweiten Kontaktbereich (68) aufweist, wobei sich dazwischen ein mittlere Bereich (64)
erstreckt, der erste Kontaktbereich (66) ist entlang einer Steckachse (X) des elektrischen
Steckers (1) ausgerichtet, wobei der Kontakthalter (10) eine Vertiefung (20), die
sich von seiner Oberfläche (12) in den Kontakthalter (10) hinein erstreckt, aufweist,
wobei die Vertiefung (20) dazu ausgebildet ist den mittleren Bereich (64) des stiftförmigen
Kontaktelements (60) aufzunehmen und zu halten.
2. Elektrischer Stecker (1) nach Anspruch 1, wobei sich die Vertiefung (20) von einem
ersten Kontakthalterende (16), das an den ersten Kontaktbereich (66) angrenzt, bis
zu einem zweiten Kontakthalterende (18), dass an den zweiten Kontaktbereich (68) angrenzt,
erstreckt.
3. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vertiefung
(20) einen U-förmigen Querschnitt aufweist.
4. Elektrischer Stecker (1) nach Anspruch 3, wobei die Vertiefung (20) einen rechteckigen
Querschnitt aufweist und der mittlere Bereich (64) des stiftförmigen Kontaktelements
(60) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
5. Elektrischer Stecker (1) nach einem der Ansprüche 1-3, wobei der erste Kontaktbereich
(66) einen runden Querschnitt aufweist und der mittlere Bereich (64) des stiftförmigen
Kontaktelements (60) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
6. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mittlere
Bereich (64) derart geformt ist, dass der zweite Kontaktbereich (68) entlang einer
zweiten Achse (Y), rechtwinkelig zur Steckachse (X), ausgerichtet ist.
7. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, der mittlere
Bereich (64) des stiftförmigen Kontaktelements (60) durch ein erstes gerades Teilstück
(72), ein zweites gerades Teilstück (74) und ein drittes gerades Teilstück (76) gebildet
wird, wobei das erste gerade Teilstück (72) und das zweites gerades Teilstück (74)
einen Winkel größer als 90° zueinander aufweisen und das zweite gerade Teilstück (74)
und das dritte gerade Teilstück (76) einen Winkel größer als 90° zueinander aufweisen.
8. Elektrischer Stecker (1) nach einem der Ansprüche 6-7, wobei die Vertiefung (20) sich
zumindest so tief in den Kontakthalter (10) hi-nein erstreckt, dass der mittlere Bereich
(64) des stiftförmigen Kontaktelements (60), weder rechtwinklig zur Steckachse (X)
noch rechtwinklig zur zweiten Achse (Y) über die Oberfläche (12) des Kontakthalters
(10) aus der Vertiefung (20) herausragt.
9. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste
Kontaktbereich (66) des stiftförmigen Kontaktelements (60) dazu ausgebildet ist mit
einem komplementären Kontaktelement eines komplementären elektrischen Steckers elektrisch
verbunden zu werden und wobei der zweite Kontaktbereich (68) des stiftförmigen Kontaktelements
(60) dazu ausgebildet ist mit einer elektrischen Leiterplatte elektrisch verbunden
zu werden.
10. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, ein elektrisch
leitfähiger Schirmkörper (200) den Kontakthalter (10), die Steckachse (X) umlaufend,
in einem Winkel von mindestens 180° um die Steckachse (X), umgibt.
11. Elektrischer Stecker (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei, der Kontakthalter
(10) zwei Vertiefungen (20) aufweist, wobei die Vertiefungen (20) in einer ersten
Ebene (A1), die von der Steckachse (X) und der zweiten Achse (Y) aufgespannt wird,
parallel zueinander, von sich gegenüberliegenden Bereichen der Oberfläche (12), entlang
einer dritten Achse (Z), die rechtwinklig zur Steckachse (X) und rechtwinklig zur
zweiten Achse (Y) angeordnet ist, in den Kontakthalter (10) hinein, aufeinander zu,
erstrecken.
12. Elektrischer Stecker (1) nach Anspruch 11, wobei, zwei stiftförmigen Kontaktelemente
(60) in den zwei Vertiefungen (20) gehalten sind, wobei die zwei stiftförmigen Kontaktelemente
(60) parallel und beabstandet voneinander, in der ersten Ebene (A1) angeordnet sind.
13. Elektrischer Stecker (1) nach einem der Ansprüche 11-12, wobei der Kontakthalter (10)
spiegelsymmetrisch im Bezug zur ersten Ebene (A1) ausgebildet ist und wobei die stiftförmigen
Kontaktelemente (60) spiegelsymmetrisch im Bezug zur ersten Ebene (A1) angeordnet
sind.
14. Elektrischer Stecker (1) nach einem der Ansprüche 11-13, wobei sich die Vertiefung
(20) weiter, entlang der dritten Achse (Z) in den Kontakthalter (10) erstreckt als
der Durchmesser des stiftförmigen Kontaktelements (60) erfordert.
15. Verfahren zum Herstellen eines elektrischeren Steckers (1), umfassend die Verfahrensschritte:
a) bereitstellen eines Steckergehäuses (100), eines Kontakthalters (10) und eines
Kontaktelements (60), wobei das stiftförmige Kontaktelement (60) an einem ersten Ende
einen ersten Kontaktbereich (66) und an einem zweiten Ende einen zweiten Kontaktbereich
(68) aufweist, wobei sich dazwischen ein mittlere Bereich (64) erstreckt, wobei der
Kontakthalter (10) eine Vertiefung (20), die sich von seiner Oberfläche (12) in den
Kontakthalter (10) hinein erstreckt, aufweist, wobei die Vertiefung (20) dazu ausgebildet
ist den mittleren Bereich (64) des stiftförmigen Kontaktelements (60) aufzunehmen
und zu halten;
b) ausrichten des ersten Kontaktbereichs (66) des Kontaktelements (60) entlang der
Steckachse (X),
c) Einfügen des mittleren Bereichs (64), des stiftförmigen Kontaktelements (60) in
die Vertiefung (20) des Kontakthalters (10), sodass der mittlere Bereich (64) in der
Vertiefung (20) aufgenommen und gehalten ist;
d) Einführen des Kontakthalters (10) in das Steckergehäuse (100), sodass der Kontakthalter
(10) in dem Steckergehäuse (100) aufgenommen und gehalten ist.