Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reisesteckeradapter, welcher hierin auch
kurz als Reisestecker bezeichnet wird. Mit Hilfe eines solchen Adapters können Netzstecker
einer bestimmten (heimischen) Norm am Reiseort in die dort vorhandenen Steckdosen
eingesteckt werden. Dazu benötigt der Reisesteckeradapter eine Steckeraufnahme erster
Norm oder eine alternative Stromzuführung (z.B. über ein Kabel) und einen Netzstecker
einer anderen Norm. Vorliegend geht es genauer um Reisesteckeradapter, welche das
Einstecken in Steckdosen mindestens einer ersten und einer zweiten Norm ermöglichen.
Dazu sind bei dem Reisesteckeradapter Netzstecker einer ersten und einer zweiten Norm
alternativ nutzbar.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Reisesteckeradapter oder Reisestecker dieser Art finden in Zeiten zunehmender globaler
Reise- und Geschäftstätigkeit immer mehr Verwendung. Es gibt daher einen Bedarf an
kompakten, gut transportablen Reisesteckeradaptern, die für Steckdosen mehrerer verschiedener
Normen geeignet sind.
[0003] Die chinesische Patentanmeldung
CN 101872911 A offenbart einen Reisesteckeradapter mit einem im Wesentlichen runden Gehäuse. Im
Gehäuseinneren sind Netzstecker untergebracht, welche ausgewählt und aus dem Gehäuse
herausgeschoben werden können. In dieser Weise lassen sich mindestens drei verschiedene
Netzsteckertypen nutzen. Die Auswahl des gewünschten Netzsteckers geschieht, indem
das Gehäuseoberteil gegenüber dem Gehäuseunterteil verdreht wird. Das Gehäuseoberteil
weist einen einzelnen nach außen ragenden Betätigungsschieber auf. Dieser Betätigungsschieber
kann mit verschiedenen Netzsteckerelementen in Eingriff gebracht werden. Er wird dazu
durch Verdrehung in eine Position oberhalb des unten aus dem Gehäuse hervorzuschiebenden
Netzsteckers gebracht.
[0004] Dieser Reisestecker mag für viele Zwecke zweckmäßig sein. Wünschenswert wäre es jedoch,
einen Reisestecker zur Verfügung zu stellen, der sich noch leichter bedienen lässt
und auch eine quaderförmige Bauform haben kann.
[0005] Die deutsche Patentschrift
DE 10 2011 014 920 B4 offenbart einen anderen Reisestecker, welcher als universeller Steckeradapter bezeichnet
wird. Bei diesem Reisestecker sind in einem äußeren Gehäuse mehrere Steckstiftsätze
vorgesehen. Jeder Steckstiftsatz ist mit einem Bedienteil verbunden, mit dem er von
außen bewegt werden kann. Die Bedienteile werden dazu durch Gleitschlitze im Gehäuse
geführt. Die Bedienteile werden zusätzlich durch eine innerhalb des äußeren Gehäuses
vorgesehene Sperrplatte geführt. Diese Sperrplatte weist eine Kulisse auf, durch deren
Ausnehmungen sich die Bedienteile bewegen können. Die Kulisse sieht eine obere und
eine untere Endstellung vor. Die Sperrplatte ist federnd vorgespannt, so dass ein
Bedienteil fest in der oberen oder in der unteren Endposition gehalten werden kann.
Das Bedienteil und damit der entsprechende Steckstiftsatz kann aus den Endpositionen
gelöst und nach oben oder nach unten bewegt werden, indem ein außen neben den Bedienteilen
zusätzlich vorgesehener Wählhebel betätigt wird. Durch Drücken dieses Wählhebels wird
die Sperrplatte gegen die Federkraft bewegt. Dadurch können die Steckstifte aus ihrer
oberen oder ihrer unteren Endposition mithilfe der Bedienteile bewegt werden.
[0006] Bei dieser Lösung werden die äußeren Bedienteile sowohl dazu genutzt, die Steckstiftsätze
aus einer ersten Endposition, einer Bereitschaftsposition, in eine zweite Endposition,
eine Nutzposition, zu überführen, wie auch dazu, die Steckstiftsätze in diesen Positionen
zu verriegeln. Nachteilig hieran ist, dass während der Bewegung der Steckstiftsätze
durch die Bedienteile zusätzlich der Wählhebel bedient werden muss. Dies steht einer
bequemen Einhandbedienung im Wege. Die Bedienelemente nehmen im Übrigen viel Platz
auf der Steckeroberfläche ein. Dies steht einer freien designorientierten Gestaltung
und dem Erreichen einer kompakten Bauform im Wege.
[0007] Die chinesische Patentanmeldung
CN105576408A1 offenbart einen Reisesteckeradapter, welcher einen Auswahlschieber zur Auswahl von
Steckern verschiedener Normen aufweist. Gegenüberliegend dazu sind vier Betätigungsschieber
angeordnet. Das Vorsehen einer Vielzahl solcher Betätigungsschieber führt allerdings
bei dem vorgestellten Modell dazu, dass eine Gehäuseseite recht offen ist, so dass
beispielsweise Schmutz eindringen kann. Dies ist weder der Robustheit des Adapters
noch der elektrischen Sicherheit zuträglich.
[0008] Das
US-Patent 7,220,139B1 offenbart einen Reisesteckeradapter, welcher in der Gehäusewand eine Schlitzkulisse
aufweist. In dieser Kulisse kann ein Betätigungsschieber verschoben werden. Je nach
Stellung des Betätigungsschiebers in der Kulisse werden verschiedene Stecker aus dem
Gehäuse herausgeschoben, so dass sie benutzbar sind. Diese Betätigungsart hat wiederum
den Nachteil, dass eine Gehäuseseite relativ offen gestaltet werden muss. Im Übrigen
werden viele Nutzer das Verschieben des Betätigungsschiebers innerhalb der Kulisse
als nicht bedienungsfreundlich empfinden.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen verbesserten Reisesteckeradapter
zur Verfügung stellen, der die Nachteile des Standes der Technik umgeht. Der Reiseadapter
soll preiswert und zuverlässig herstellbar sein, sich leicht transportieren und bedienen
lassen und eine hohe elektrische Sicherheit bieten. Er soll auch kompakt und robust
sein.
[0010] Der erfindungsgemäße Reisesteckeradapter weist ein Gehäuse auf, welches verschiedene
Formen haben kann. Beispielsweise ist eine quaderförmige Form in der Regel praktisch
zum Transport. Die Mechanik des Reisesteckeradapters ist aber so konstruiert, dass
die Gehäuseform weitgehend frei gewählt werden kann. Vorteilhaft ist es, wenn das
Gehäuse mindestens eine ebene Seite aufweist, die Mechanik lässt sich aber auch an
gekrümmte Gehäuseflächen anpassen. Das Gehäuse kann einteilig oder mehrteilig ausgeführt
werden. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Gehäuse zweiteilig auszuführen, nämlich
mit einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil. Beide können lösbar miteinander
verbunden werden, beispielsweise durch mechanische Mittel, zweckmäßigerweise durch
eine Verschraubung.
[0011] Das Gehäuse soll in der Regel zumindest eine Steckeraufnahme aufweisen. Diese ist
zweckmäßigerweise an der Gehäuseoberseite vorgesehen. Je nach Art des aufzunehmenden
Netzsteckers (nachfolgend kurz: Steckers) kann die Steckeraufnahme verschiedene Formen
haben. Wenn beispielsweise ein Schuko-Stecker aufzunehmen ist, so wird die Steckeraufnahme
eine im Wesentlichen zylindrische Vertiefung aufweisen und darüber hinaus Kontaktbuchsen
zur Aufnahme der Kontaktstifte des Schuko-Steckers. Bei anderen Steckertypen ist eine
Vertiefung oder Grube nicht erforderlich. Es kann zweckmäßig sein, eine flache Gehäuseoberseite
vorzusehen, in der mehrere Kontaktbuchsen vorgesehen sind. In der Regel sollten mindestens
zwei Kontaktbuchsen vorgesehen sein, die ein Kontaktbuchsenpaar zur Aufnahme eines
Steckers einer Norm bilden. Es kann zweckmäßig sein, mehrere Kontaktbuchsenpaare vorzusehen,
um mehrere Stecker verschiedener Norm aufzunehmen zu können. Wenn die Stecker auch
Erdleiter haben und die Steckeraufnahme die Möglichkeit der Erdung bieten soll, so
ist es in der Regel erforderlich, pro aufzunehmenden Stecker auch eine dritte Kontaktbuchse
oder einen dritten Kontakt vorzusehen.
[0012] Denkbar sind auch Gehäuse die keine Steckeraufnahme aufweisen. Eine Stromzuleitung
kann beispielsweise über Kabel erfolgen. Eine solche Ausführungsform kann auch als
Steckverbinder bezeichnet werden. Sie kann Anwendungen haben, die über diejenigen
eines Reisesteckeradapters hinausgehen. Das Gehäuse des Steckverbinders kann separat
sein oder in das Gehäuse eines anderen Gerätes integriert sein. Demgemäß kann der
Stecker am Ende eines elektrischen Kabels sitzen oder unmittelbar aus dem Gehäuse
eines elektrischen Gerätes ausfahrbar sein.
[0013] Der Reisesteckeradapter soll ferner mindestens einen Stecker einer ersten Norm und
einen zweiten Stecker einer zweiten Norm aufweisen. (Solche Stecker werden gelegentlich
auch als Steckstiftsätze bezeichnet.) Bei dem Stecker der ersten Norm kann es sich
beispielsweise um einen EU-Stecker handeln und bei dem Stecker der zweiten Norm um
einen US-Stecker. Die Stecker können zweipolig sein, also ungeerdet, oder auch dreipolig,
so dass ein Erdpol vorgesehen werden kann. Der vorliegende Reisesteckeradapter ist
also zur Verwendung in mehr als einem Land geeignet. Zweckmäßig und in der Regel auch
erforderlich ist es, wenn der erste Stecker und der zweite Stecker alternativ verwendet
werden.
[0014] Ein Stecker im Sinne dieser Anmeldung besteht im Wesentlichen aus Kontaktstiften.
In der Regel sind mindestens zwei Kontaktstifte vorgesehen (als Plus- und Minuspol),
es kann auch ein dritter Kontaktstift vorgesehen sein, welcher dann in der Regel als
Erdkontakt dient. Die Kontaktstifte weisen in aller Regel irgendeine Form von mechanischer
Begrenzung der Einschubtiefe auf. Dies kann beispielsweise eine Steckerplatte sein,
wie nachfolgend beschrieben. Einige Stecker weisen auch einen Steckerkörper auf, beispielsweise
weist ein Schuko-Stecker einen im Wesentlichen zylindrischen Steckerkörper auf.
[0015] Der Reisesteckeradapter kann auch drei oder mehr Stecker umfassen. Reisesteckeradapter
mit drei oder vier Steckern haben sich als sehr zweckmäßig erwiesen. Mindestens einer
der Stecker, in der Regel aber alle Stecker, lassen sich aus einer Bereitschaftsstellung,
in welcher sich der Stecker im Wesentlichen im Gehäuse befindet, in eine Nutzstellung
bringen.
[0016] In der Nutzstellung befindet sich der Stecker verwendbar ganz oder zumindest teilweise
außerhalb des Gehäuses. Häufig ist es möglich, dass bei der Rückführung in die Bereitschaftsstellung
der Stecker vollständig in das Gehäuse zurückbewegt wird. Zweckmäßig ist es, dass
der Stecker zumindest so weit in das Gehäuse zurückbewegt werden kann, dass er anderen
Steckern nicht im Wege ist.
[0017] An dem Reisesteckeradapter ist erfindungsgemäß mindestens ein erster Betätigungsschieber
vorgesehen, der zum Verschieben des ersten Steckers oder auch des zweiten Steckers
zwischen der Bereitschaftsstellung und der Nutzstellung dient. Dabei soll der erste
Betätigungsschieber in einem Führschlitz im Gehäuse laufen. Der erste Betätigungsschieber
soll ferner auf ein bewegliches Koppelelement einwirken, wobei das bewegliche Koppelelement
alternativ auf den ersten Stecker oder auf den zweiten Stecker einwirken kann, so
dass der erste Betätigungsschieber alternativ den ersten Stecker oder den zweiten
Stecker von der Bereitschaftsstellung in die Nutzstellung überführen kann. Insofern
ist es erfindungsgemäß möglich, dass nur ein Betätigungsschieber zur Bewegung zweier
Stecker vorgesehen wird.
[0018] Zweckmäßig ist es, wenn das Koppelelement senkrecht zum Führschlitz bewegt wird.
Dies erlaubt die Kopplung und Entkopplung von verschiedenen Elementen bei dem durch
einen besonders kurzen Verschiebeweg des Koppelelements. Es ist zweckmäßig, wenn die
Bewegung des Koppelelements senkrecht zum Führschlitz von der Bewegung der Betätigungsschieber
entkoppelt wird. Dazu kann eine Führungsplatte vorgesehen werden, auf der das Koppelelement
geführt wird. Das Koppelelement kann parallel zur Führungsplatte verschieblich sein.
In dieser Weise kann das Koppelelement eine Kopplungs- oder Entkopplungsbewegung ausführen,
ohne dass die Führungsplatte sich bewegt. Der oder die Betätigungsschieber können
dann auf die Führungsplatte einwirken. Dadurch wird die Bewegung des Koppelelementes
rechtwinklig zu den Führungsschienen von der Bewegung der Betätigungsschieber entkoppelt.
Dementsprechend können die Führungsschienen eng ausgelegt werden. Der oder die Betätigungsschieber
können dabei fest mit der Führungsplatte verbunden sein. Es genügt aber, wenn der
oder die Betätigungsschieber auf die Führungsplatte mechanisch so einwirken, dass
die Führungsplatte zwischen der Nutzstellung des Reisesteckeradapters und der Bereitschaftsstellung
des Reisesteckeradapters hin und her bewegt werden kann.
[0019] Ebenfalls zweckmäßig ist es, wenn das Koppelelement ferner durch ein außen am Gehäuse
vorgesehenes Auswahlelement zwischen einer ersten Koppelstellung und einer zweiten
Koppelstellung bewegt wird. Dabei erlaubt die erste Koppelstellung ein Einwirken auf
den ersten Stecker und entsprechend dessen Überführung von der Bereitschaftsstellung
in die Nutzstellung, und die zweite Koppelstellung ein Einwirken auf den zweiten Stecker
und entsprechend dessen Überführen von der Bereitschaftsstellung in die Nutzstellung.
[0020] Zugleich sollte in aller Regel das Koppelelement in der ersten Koppelstellung den
zweiten und ggf. weitere Stecker entkopplen / freigeben. Dementsprechend sollte in
aller Regel das Koppelelement in der zweiten Koppelstellung den ersten und ggf. weitere
Stecker entkopplen / freigeben.
[0021] Zweckmäßig ist es ferner, den Reisesteckeradapter so zu gestalten, dass jeder Stecker
eine Anzahl von Kontaktstiften aufweist, welche auf mindestens einem Tragelement angeordnet
sind. Zweckmäßig ist es dabei ferner, wenn die Tragelemente erste Verbindungselemente
aufweisen, und diese mit korrespondierenden zweiten Verbindungselementen am Koppelelement
mechanisch in Eingriff treten können. Dies führt dazu, dass zwischen den ersten und
den zweiten Verbindungselementen eine mechanische Kopplung hergestellt oder gelöst
werden kann. Dadurch kann zwischen den Tragelementen und den Koppelementen eine Entkopplung
hergestellt werden. Dies wiederum führt dazu, dass alternativ mindestens ein Tragelement
des ersten Steckers oder mindestens ein Tragelement des zweiten Steckers mit dem Koppelelement
gekoppelt werden kann. Über das Koppelelement kann dann ferner der mindestens eine
Betätigungsschieber auf den ersten Stecker oder auf den zweiten Stecker einwirken.
[0022] Die ersten Verbindungselemente, welche an den Tragelementen vorgesehen sind, können
zweckmäßigerweise als Führnasen gestaltet werden. Die zweiten Verbindungselemente,
welche am Koppelelement vorgesehen sind, können zweckmäßigerweise als Führschlitze
gestaltet werden. Andere bekannte mechanische Lösungen sind ebenfalls geeignet, etwa
Nocken, die in Rinnen laufen, oder dergleichen.
[0023] Es kann ebenfalls zweckmäßig sein, dass der Reisesteckeradapter ferner einen zweiten
Betätigungsschieber aufweist, der zum Verschieben des ersten Steckers oder des zweiten
Steckers zwischen der Bereitschaftsstellung und der Nutzstellung ausgebildet ist.
Denkbar wäre, dass der erste Betätigungsschieber wie auch der zweite Betätigungsschieber
gleichzeitig auf beide Stecker einwirken kann. In aller Regel ist es aber sinnvoll,
dass alternativ nur der erste Stecker oder der zweite Stecker in die Nutzstellung
überführt wird. Daher ist es zweckmäßig, wenn die Betätigungsschieber jeweils nur
auf einen Stecker einwirken. Wenn zwei Betätigungsschieber vorgesehen sind ist es
in der Regel sicherer und bequemer möglich, einen Stecker in die Nutzstellung zu überführen.
Pro Betätigungsschieber ist weniger Kraft aufzuwenden, als wenn nur Betätigungsschieber
vorgesehen sind. Insbesondere kann es zweckmäßig sein, die Betätigungsschieber gegenüberliegend
vorzusehen. Dies ist zum einen eine bedienungsfreundliche Anordnung, zum andern kann
die Kraftausübung auf zwei entfernte, z.B. gegenüberliegende Punkte dazu führen, dass
ein Verkanten des Steckers und seiner mechanischen Bauteile bei der Überführung von
der Bereitschaftsstellung in die Nutzstellung vermieden wird.
[0024] Daher ist es zweckmäßig, wenn sich der erste Betätigungsschieber und der zweite Betätigungsschieber
gegenüberliegen. Besonders zweckmäßig ist es, wenn bezogen auf eine Spiegelebene des
Gehäuses die Betätigungsschieber symmetrisch angeordnet sind. Beispielsweise wird
der Reisesteckeradapter häufig eine Mittelebene aufweisen, welche zwischen den Plus-
und Minuspolen der Stecker liegt. Es ist sinnvoll, die Betätigungsschieber bezogen
auf diese Mittelebene spiegelsymmetrisch anzuordnen.
[0025] Wie für den ersten Betätigungsschieber ist es zweckmäßig, wenn auch der zweite Betätigungsschieber
in einem Führschlitz im Gehäuse läuft.
[0026] Zweckmäßig ist auch ein Reisesteckeradapter, der ein im Wesentlichen quaderförmiges
Gehäuse hat. Ein solches Gehäuse ist sowohl für den Nutzer gut handhabbar und transportabel
wie auch bei der Lagerung und dem Handel sehr vorteilhaft. Im Übrigen erlaubt ein
quadratisches Gehäuse häufig, Stecker verschiedener Norm besonders platzsparend unterzubringen,
da die Steckernormen häufig eine Kontaktstiftanordnung vorsehen, welche sich kompakt
auf einer rechteckigen Grundfläche anordnen lässt.
[0027] Insbesondere bei einem quaderförmigen Gehäuse oder zumindest einem im Wesentlichen
quaderförmigen Gehäuse ist es vorteilhaft, wenn der erste Führschlitz und der zweite
Führschlitz mittig auf einer Gehäusewand angeordnet sind. Im Einzelfall ist schon
die Anordnung im zentralen Drittel der Gehäusewandfläche zweckmäßig. Dieses ist immer
dann sehr zweckmäßig, wenn das Gehäuse des Reisesteckeradapters zwei gegenüberliegende
und im Wesentlichen parallel verlaufende Wände aufweist.
[0028] Es ist zweckmäßig, wenn der Reisesteckeradapter ein zweiteiliges Gehäuse aufweist.
Dies ist für die Fertigung günstig und auch für die Stabilität des Gehäuses. Dementsprechend
weist dann der Reisesteckeradapter ein Gehäuseoberteil und ein Gehäuseunterteil auf.
Ein Reisesteckeradapter hat sich als besonders stabil erwiesen, wenn Gehäuseoberteil
und Gehäuseunterteil fest miteinander verbunden sind. Sie sind dann also nicht gegeneinander
drehbar oder verschiebbar. Dies erlaubt die Ausbildung eines stabilen Gehäuses, welches
allen Anforderungen der elektrischen Sicherheit auch nach längerem Gebrauch genügt.
[0029] Es hat sich gelegentlich als zweckmäßig erwiesen, bei einem Gehäuse mit Gehäuseoberteil
und Gehäuseunterteil die Führschlitze nur in der unteren Gehäusehälfte vorzusehen.
Die untere Gehäusehälfte ist dabei diese, aus der die Stecker hervorgeschoben werden.
Da die obere Gehäusehälfte keine Führschlitze aufweist, kann sie besonders stabil
gestaltet werden. Die untere Gehäusehälfte kann leicht so dimensioniert werden, dass
genügend Raum für Führschlitze vorgesehen werden kann.
[0030] Weitere Merkmale, aber auch Vorteile der Erfindung, ergeben sich aus den nachfolgend
aufgeführten Zeichnungen und der zugehörigen Beschreibung. In den Abbildungen und
in den dazugehörigen Beschreibungen sind Merkmale der Erfindung in Kombination beschrieben.
Diese Merkmale können allerdings auch in anderen Kombinationen von einem erfindungsgemäßen
Gegenstand umfasst werden. Jedes offenbarte Merkmal ist also auch als in technisch
sinnvollen Kombinationen mit anderen Merkmalen offenbart zu betrachten. Die Abbildungen
sind teilweise leicht vereinfacht und schematisch.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Reisesteckeradapters
- Fig. 2
- zeigt eine Seitenansicht des Reisesteckeradapters aus Fig. 1. In dieser Seitenansicht
ist der Reisesteckeradapter jedoch nicht in seiner Bereitschaftsstellung, sondern
in einer Nutzstellung gezeigt, bei der Kontaktstifte nach australischer Norm zur Benutzung
zur Verfügung stehen
- Fig. 3
- zeigt eine andere Seitendarstellung des Adapters aus Fig. 2
- Fig. 4
- zeigt eine Seitendarstellung von der Fig. 3 gegenüberliegenden Seite
- Fig. 5
- zeigt eine Aufsicht auf die Unterseite des Reisesteckeradapters
- Fig. 6
- zeigt eine Aufsicht auf die Oberseite des Reisesteckeradapters
- Fig. 7
- zeigt in einer perspektivischen Darstellung die innere Verschiebemechanik des Reisesteckeradapters.
Alle Kontaktstifte befinden sich in der Bereitschaftsstellung
- Fig. 8
- zeigt die Verschiebemechanik, wenn sich Kontaktstifte nach dem US-Standard in der
Nutzstellung befinden
- Fig. 9
- zeigt die Verschiebemechanik, wenn sich Kontaktstifte nach der australischen Norm
in der Nutzstellung befinden
- Fit. 10
- zeigt Verschiebemechanik, wenn sich Kontaktstifte nach der britischen Norm in der
Bereitschaftsstellung befinden
- Fig. 11
- zeigt die Verschiebemechanik in einer perspektivischen Untersicht, in der sich ebenfalls
die Kontaktstifte nach der britischen Norm in der Nutzstellung befinden
- Fig. 12
- zeigt in perspektivischer Ansicht mechanische Elemente der Verschiebemechanik
- Fig. 13
- zeigt eine auf Fig. 12 bezogene Schnittdarstellung
[0031] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung einen erfindungsgemäßen Reisesteckeradapter
10, der zur Nutzung bereit ist, sich aber noch nicht in Nutzstellung befindet. Vielmehr
befinden sich alle Stecker in der Bereitschaftsstellung, d. h. im Gehäuse.
[0032] Nachfolgend werden zunächst nur die wesentlichsten Elemente des Reisesteckeradapters
10 beschrieben. Der Reisesteckeradapter weist ein Gehäuse auf, welches aus einem Gehäuseoberteil
12 und einem Gehäuseunterteil 14 besteht. Das Gehäuseoberteil 12 und das Gehäuseunterteil
14 bilden gemeinsam das Steckerhauptgehäuse.
[0033] An der Unterseite dieses Steckerhauptgehäuses ist die Steckerplatte 16 vorgesehen,
aus der Kontaktstifte verschiedener Normen herausgefahren werden können. Die Details
dazu werden nachfolgend erläutert. Ferner ist ein Auswahlknopf 18 vorgesehen, welcher
es erlaubt, verschiedene Kontaktstifte zum Herausfahren aus der Steckerplatte 16 auszuwählen.
Zum Bewegen der Kontaktstifte werden Betätigungsschieber eingesetzt, etwa der erste
Betätigungsschieber 20, welcher aus dieser Perspektive sichtbar ist.
[0034] Fig. 2 zeigt den Reisesteckeradapter in einer Seitenansicht. Der Blick geht auf Gehäuseoberteil
12, Gehäuseunterteil 14 und Auswahlknopf 18. Erkennbar ist, dass gegenüber dem ersten
Betätigungsschieber 20 ein zweiter Betätigungsschieber 22 vorgesehen ist. Auf der
Oberseite des Gehäuses ist eine Aufnahmefläche 23 vorgesehen. Diese kann in verschiedener
Form Kontaktbuchsen aufweisen. In dieser Seitenansicht ist der Reisesteckeradapter
in einer Nutzstellung gezeigt, in der ein Satz von Kontaktstiften 24 zur Nutzung bereit
ist und dementsprechend sich der erste Betätigungsschieber 20 und der zweite Betätigungsschieber
22 in einer unteren Position befinden.
[0035] Fig. 3 zeigt in einer weiteren Seitenansicht den Reisesteckeradapter 10 wie in Fig.
2 dargestellt. In dieser Seitenansicht ist gut erkennbar, dass der Betätigungsschieber
22 in einem Führschlitz 25 läuft. Der Stellung der Kontaktstifte 24 entsprechend,
befindet sich der Betätigungsschieber am unteren Ende des Führschlitzes 25.
[0036] Fig. 4 zeigt den Reisesteckeradapter in einer Seitenansicht von der gegenüberliegenden
Richtung. Der Betätigungsschieber 20 befindet sich ebenfalls in der unteren Position
und wird von einem Führschlitz 26 geführt.
[0037] Fig. 5 zeigt die Aufsicht auf die Unterseite des Reisesteckeradapters. An dieser
Unterseite ist ein Sicherungsfach 28 zur Aufnahme einer elektrischen Sicherung vorgesehen.
Ferner sind die Kontaktstifte 30 und 31 für den Plus- und Minuspol nach australischer/AUS-Norm
erkennbar. Ebenfalls erkennbar ist der Kontaktstift 32 für den Erdpol nach der AUS-Norm.
Daneben sind Kontaktstifte 34 und 35 für Plus- und Minuspol nach der britischen/UK-Norm
erkennbar. Ebenfalls ist ein Kontaktstift 36 nach der britischen Norm vorgesehen.
Ferner sind Kontaktstifte 38 und 39 für den Plus- und Minuspol nach US-Norm vorgesehen.
Schließlich ist ein Erdungsstift 40 nach US-Norm vorgesehen.
[0038] In dieser Ansicht sind alle Kontaktstifte in der Bereitschaftsposition, also im Gehäuse,
wenngleich die Enden der Kontaktstifte durch die Öffnungen im Gehäuseboden sichtbar
sind.
[0039] Fig. 6 zeigt die Oberseite des Reisesteckeradapters. Auf der Aufnahmefläche 23 können
prinzipiell Aufnahmebuchsen verschiedener Normen vorgesehen werden. In diesem Falle
ist eine Steckeraufnahme 42 nach der Schuko-Norm vorgesehen. Diese weist Aufnahmebuchsen
44A und 44B für Plus- und Minuskontakte auf. Ferner sind Erdkontakte vorgesehen. Bei
den Endkontakten 46A und 46B handelt es sich um Kontakte einer ersten Norm, welche
seitlich an einem Schuko-Stecker anliegen. Bei dem Erdkontakt 46C handelt es sich
um eine Aufnahmebuchse, welche einen Erdkontaktstift, also einen Erdkontakt einer
anderen Norm aufnehmen kann. Ferner sind Verschraubungen 48 erkennbar, welche es erlauben,
die Gehäuseoberseite 12 leicht und sicher mit der Gehäuseunterseite 14 zu verschrauben
und die Gehäuseteile auch wieder zu trennen.
[0040] Fig. 7 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die Verschiebemechanik 50, welcher
innerhalb des Reisesteckeradapters untergebracht ist. Die Verschiebemechanik 50 ist
mechanisch mit dem ersten Betätigungsschieber 20 und dem zweiten Betätigungsschieber
22 verbunden. Die beiden Betätigungsschieber sind auch in Fig. 7 erkennbar und erlauben
es, die Position der Verschiebemechanik 50 innerhalb des Reisesteckeradapters (wie
in den Abbildungen 1 bis 6 gezeigt) zu erkennen.
[0041] Die Schiebemechanik weist einen ersten Tragbalken 52 auf. Dieser trägt den Plus-
und den Minus-Kontaktstift nach der australischen Norm. Daneben ist der Tragbalken
54 angeordnet, welcher den Plus- und den Minus-Kontaktstift nach britischer Norm trägt.
Dahinter ist das Tragelement 56 angeordnet, welches den Plus-, den Minus-, und den
Erd-Kontaktstift nach der US-Norm trägt.
[0042] Das Tragelement 56 umschließt das Tragelement 58, welches den Erdkontaktstift nach
australischer Norm trägt. Das Tragelement 58 ist sozusagen als Insel im Tragelement
56 vorgesehen. Hinter dem Tragelement 56 ist noch der Tragbalken 60 angeordnet, welcher
den Erdkontaktstift nach britischer Norm trägt.
[0043] Die verschiedenen Tragelement (in der Form von Tragbalken oder anderer Form) können
durch Führstangen geführt werden, so dass sie auf mechanisch gut definierten Bahnen
zwischen einer oberen Position, ihrer Bereitschaftsposition und einer unteren Position,
ihrer Nutzposition verschoben werden können. Erkennbar sind die Führstangen 62A und
62B für den Tragbalken 52 sowie die Führstangen 62C und 62D für den Tragbalken 60.
[0044] Auf der Höhe der Betätigungsschieber 20 und 22 ist das Koppelelement 64 erkennbar.
Dieses Koppelelement weist eine erste Kulissenplatte 66A auf. Es kann ausreichend
sein, wenn das Koppelelement nur eine Kulissenplatte aufweist. In der vorliegenden
Ausführungsform ist jedoch gegenüberliegend eine weitere Kulissenplatte, die zweite
Kulissenplatte 66B vorgesehen. Zur mechanischen Stabilisierung werden beiden Kulissenplatten
durch den Verbindungssteg 68 verbunden. In den Kulissenplatten sind verschiedene Öffnungen
in Form von Führschlitzen vorgesehen. Diese sind spiegelbildlich vorgesehen und sind
bezogen auf die erste Kulissenplatte 66A am deutlichsten sichtbar. Dort ist ein erster
Führschlitz 70 in Höhe des Tragbalkens 52 vorgesehen, ein zweiter Führschlitz 72 in
Höhe des Tragbalkens 54, ferner ein dritter Führschlitz 74 in Höhe des Tragelementes
56 und ein vierter Führschlitz 76 in Höhe des Tragbalkens 60. Diese Führschlitze sind
typischerweise L-förmig geformt. Dabei umfassen sie eine Öffnung in Form eines Durchbruchs
nach oben an der Oberkante der Kupplungsplatte 66A, durch welchen eine Führnase aufgenommen
oder freigegeben werden kann.
[0045] Im Bereich der Kupplungsplatten 66A und 66B sind ferner Führstangen 78A und 78B erkennbar,
welche eine gute Führung des Koppelelementes 64 im Gehäuse erlauben, aber hier nicht
näher besprochen werden, zumal zu diesem Zweck verschiedene mechanische Lösungen im
Rahmen der Erfindung möglich sind.
[0046] Der Tragbalken 52 greift mit einer ersten Führnase 80 in den Führschlitz 70 ein.
In ähnlicher Weise greift der Tragbalken 54 mit der Führnase 82 in Führschlitz 72
ein. Das Tragelement 56 weist eine Führnase 84 auf, welche in Führschlitz 74 eingreift
(die Führnase 84 ist in dieser Abbildung durch das Betätigungselement 20 verdeckt,
jedoch ist die gegenüberliegend vorgesehene Führnase 84' gut sichtbar). Der Tragbalken
60 greift mit der Führnase 86 in Führschlitz 76 ein.
[0047] Das Koppelement 64 weist eine Ankernase 88 auf, welche fest mit dem Koppelelement
verbunden ist und dessen Position gegenüber dem Gehäuse oder einem anderen Element
festlegen kann.
[0048] Das Koppelelement 64 ist relativ zu den Tragelementen 52, 54, 56, 58 und 60, welche
durch Führstangen gehalten werden, beweglich. Bei der Bewegung des Koppelelements
64 wird die Position der Führnasen (80 bis 86) relativ zum Koppelelement 64 und speziell
relativ zu seinen Führschlitzen 70 bis 76 verschoben.
[0049] Diese Verschiebbarkeit und ihr mechanischer Nutzen werden in den nachfolgenden Abbildungen
deutlich gemacht.
[0050] Fig. 8 zeigt die aus Fig. 7 bereits bekannten Bauteile. Der Übersichtlichkeit halber
wird in Fig. 8 auf die Beschriftung aller Bauteile verzichtet. Während Fig. 7 alle
Tragelemente in ihrer Bereitschaftsstellung zeigt, ist in Fig. 8 das Tragelement 56
nach unten verschoben und befindet sich in seiner Nutzstellung. Zusammen mit dem Tragelement
56 sind das Koppelelement 64 und die Betätigungselemente verschoben worden. Die übrigen
Tragelemente befinden sich in ihrer Bereitschaftsstellung.
[0051] Man erkennt, dass sich die Führnasen 80, 82 und 86 jeweils in Positionen oberhalb
der Durchbrüche der korrespondierenden Führschlitze 70, 72 und 76 befinden, dass sie
von dem Koppelelement nicht mitgenommen werden. Anders ausgedrückt, geben die genannten
Führnasen das Koppelelement frei und erlauben seine Verschiebung nach unten in die
Nutzstellung. In dieser Stellung sind also die US-Kontaktstifte des Reiseadapters
zur Nutzung bereit.
[0052] Fig. 9 zeigt dieselben Bauteile wie Fig. 7 und Fig. 8. In diesem Fall ist die Verschiebemechanik
50 jedoch in einer anderen Stellung gezeigt. In dieser Stellung sind die Kontaktstifte
nach australischer Norm in die Nutzstellung überführt. Die übrigen Kontaktstifte und
die entsprechenden Tragelemente verbleiben in der Bereitschaftsstellung. Dementsprechend
ist der Tragbalken 52, der den Plus- und den Minuskontaktstift nach australischer
Norm trägt, in der Nutzstellung. Ebenso ist das Tragelement 58, welches den Erdkontaktstift
nach australischer Norm trägt, in der Nutzstellung. Die übrigen Tragelemente 54, 56
und 60 verbleiben in der Bereitschaftsstellung. Man erkennt deutlich, dass die Führnase
80 des Tragbalkens 52 so im Führschlitz 70 sitzt, dass diese mit dem Koppelelement
64 nach unten mitgeführt wird. Für das Tragelement 58 ist dies nicht erkennbar. Zum
Mitführen des Tragelementes 58 zusammen mit dem Tragbalken 52 gibt es verschiedene
mechanische Lösungen, beispielsweise können diese miteinander verbunden sein. Die
entsprechende Verbindung ist aber in dieser Darstellung nicht erkennbar. Die Führnasen
82, 84 und 86 werden von den korrespondierenden Öffnungen/Durchbrüchen der Führschlitze
freigegeben, so dass sie nicht zusammen mit der Kulissenplatte 66A nach unten geführt
werden.
[0053] Fig. 10 zeigt dieselbe Verschiebemechanik 50 in der schon bekannten perspektivischen
Darstellung. In diesem Fall allerdings sind die zur britischen Norm gehörigen Kontaktstifte
nach unten verschoben. Dementsprechend verbleiben die Tragelemente 52, 56 und 58 in
der oberen Position. Dagegen sind der Tragbalken 54 und der Tragbalken 60 in die untere
Position verschoben, welche der Nutzstellung Bereitscnattsstellung entspricht. Das
Koppelelement 64 ist dementsprechend horizontal in eine Position verschoben, in der
durch die zugehörigen Öffnungen die entsprechenden Nasen mitgenommen werden. Genauer
wird die Nase 82 des Tragbalkens 54 durch die Kulissenöffnung 72 mit in die Nutzposition
geführt. Ebenfalls wird die Führnase 86 durch die Kulissenöffnung 76 in die untere
Position mitgeführt. Hingegen sind in dieser Stellung des Koppelelementes 64 die Führschlitze
70 und 74 (und ihre Öffnungen/Durchbrüche) so positioniert, dass die Nasen 80 und
84 die Bewegung des Koppelelementes 64 nicht hemmen.
[0054] Bezogen auf das Koppelelement ist zu beachten, dass seine horizontale Verschiebung
zum Zweck der Einkopplung oder Auskopplung ausgewählter Führnasen von außen bewirkt
werden kann. Hierzu ist an der Außenfläche des Gehäuses der gezeigte Auswahlknopf
18 vorgesehen. Dieser kann in verschiedener mechanischer Weise innerhalb des Gehäuses
auf die Stellung des Koppelelementes einwirken. Die genaue mechanische Lösung ist
für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich.
[0055] Die horizontale Verschiebung des Koppelelementes wird jedoch zweckmäßigerweise allein
durch den Auswahlknopf bewirkt. Die mechanische Mitverschiebung der Betätigungsschieber
ist dann nicht erforderlich. Sie ist in der Regel auch nicht wünschenswert, damit
die Führschlitze am Gehäuse schmal gestaltet werden können. Um die horizontale Bewegung
des Koppelelementes 64 horizontal von dem Betätigungsschieber zu entkoppeln, gibt
es viele einfache mechanische Lösungen. Es kann zweckmäßig sein, wenn der oder die
Betätigungsschieber mit einer Platte oder einem anderen im Wesentlichen sich horizontal
erstreckenden Element verbunden ist/sind, welches horizontal gegenüber dem Koppelelement
verschieblich ist, welches jedoch in seiner vertikalen Position gegenüber dem Koppelelement
festliegt.
[0056] Eine Mechanik nach diesem Konzept wird in den nachfolgenden Abbildungen noch näher
erläutert. Die leichte und präzise Verschiebung des Koppelelements erlaubt die zuverlässige
Verbindung zweier Tragelemente. Diese ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass
Kontaktstifte, welche zu einer Norm gehören, auf verschiedenen Tragelementen angeordnet
werden können.
[0057] Fig. 11 zeigt Verschiebemechanik 50 in einer Nutzstellung, die im Wesentlichen der
aus Fig. 10 entspricht. Die drei Kontaktstifte britischer Norm sind vorgeschoben.
Diesmal wird die Verschiebemechanik 50 jedoch aus der Untersicht gezeigt. Dementsprechend
geht der Blick auf die strom leitenden Stifte 34 und 35 und auf den zugehörigen Erdungsstift
36. Die Tragelemente 52, 56 und 58 für andere Kontaktstifte befinden sich in der oberen
Stellung, also der Bereitschaftsstellung. Dementsprechend werden vom Koppelelement
die Führnasen 80 und 84 freigegeben. Dagegen befinden sich die Führnasen 82 und 86
in einer Rastposition, so dass die entsprechenden Tragelemente zusammen mit dem Koppelelement
mitgeführt werden.
[0058] Diese perspektivische Untersicht ermöglicht es, die mechanische Lösung zu erkennen,
welche eine horizontale Verschiebung des Koppelelements 64 ohne Mitverschiebung der
Betätigungsschieber, also beispielsweise des abgebildeten Betätigungsschiebers 20,
erlaubt. Unterhalb des Koppelelements 64 ist eine Führungsplatte 90 vorgesehen. Oberhalb
von dieser Führungsplatte 90 verläuft der Mittelsteg 92, welcher Teil des Koppelelementes
64 ist und mit diesem einstückig ausgeführt. Im vorderen Bereich, das heißt unterhalb
des Querstegs 68, endet der Mittelsteg 92 in einer Schrägfläche.
[0059] Die Führungsplatte weist eine zentrale Nut auf, welche die Unterseite des Mittelstegs
92 aufnimmt. (Diese wird in Fig. 12 und 13 besser erkennbar.) In dieser Weise sind
beide in einer horizontalen Richtung gegeneinander verschieblich, nämlich der horizontalen
Richtung quer zur Verbindungslinie der Kontaktstifte 34 und 35.
[0060] In der anderen horizontalen Richtung, der Richtung parallel zur Verbindung der Kontaktstifte
34 und 35, sind die Führungsplatte 90 und der Mittelsteg 92 des Kopplungselementes
64 dagegen nicht verschieblich. Ebenfalls nicht verschieblich sind die Führungsplatte
90 und der Mittelsteg 92 in vertikaler Richtung.
[0061] Um dies zu erreichen, werden als Verbindungsmittel Klausen oder Klipps 96 verwendet.
Erkennbar sind die Klipps 96A, 96B und 96C. Diese haken unterhalb der Führungsplatte
90 ein, so dass eine formschlüssige Verbindung entsteht. Die Klipps werden dazu durch
die Schlitze 94A, 94B und 94C geführt. Die Schlitze sind jedoch in der Verschieberichtung
länger als die Klippse, so dass die Klippse eben in dieser Richtung horizontal verschoben
werden können. Diese einfache mechanische Lösung erlaubt die Festlegung in vertikaler
Richtung und in horizontaler Querrichtung erlaubt aber gleichzeitig eine begrenzte
Verschiebung in horizontaler Längsrichtung. Zusätzlich wird der Verschiebeweg in dieser
Richtung begrenzt.
[0062] Fig. 12 zeigt die für die horizontale Verschieblichkeit entscheidenen Teile der inneren
Verschiebemechanik in einer perspektivischen Darstellung, in welcher die Blickrichtung
im Wesentlichen der aus Fig. 10 entspricht. Der Blick geht auf das Koppelelement 64
mit seinen Hauptbauteilen, den Kulissenplatten 66A und 66B sowie dem Verbindungssteg
68. In dieser Ansicht wird der Mittelsteg 92 als weiteres Bauteil des Koppelelementes
64 sichtbar. Dieser Mittelsteg 92 ruht auf der unterhalb angeordneten Führungsplatte
90. Diese weist die zentrale Nut 91 auf, die den Mittelsteg teilweise umschließt.
Die Verlaufsrichtung der Nut 91 legt die horizontale Verschieberichtung fest. Mit
der Führungsplatte 90 sind die Betätigungsschieber verbunden. Dazu sind Verbindungswinkel
98 vorgesehen, welche die Führungsplatte 90 umgreifen und an der Unterseite der Führungsplatte
eine mechanische Verbindung herstellen.
[0063] In dieser Weise kann durch die Betätigungsschieber 20 und 22 die Führungsplatte 90
nach oben und nach unten bewegt werden. Die Befestigung der Betätigungsschieber am
Gehäuse erlaubt nur die vertikale Bewegung. Eine horizontale Verschiebung des Koppelelementes
innerhalb des Gehäuses und relativ zu den Betätigungselementen bleibt aber möglich.
Der Verschiebeweg kann dabei so eingestellt werden, dass die Führschlitze in den Kulissenplatten
für ausgewählte Führnasen zwischen einer Koppelstellung und einer Endkoppelstellung
hin und her bewegt werden können. Das Prinzip wird in einer weiteren Ansicht erläutert.
[0064] Fig. 13 ist eine Schnittdarstellung entlang der Achse A-A, bei der die Sicht in die
in Fig. 12 durch einen Doppelpfeil dargestellte Richtung geht. Die angeschnittenen
Bauteile sind in Fig. 13 schraffiert dargestellt. Bauteile, welche sich hinter der
Schnittebene befinden, sind der Übersichtlichkeit halber ebenfalls wiedergegeben,
jedoch ohne Schraffuren.
[0065] Zum besseren Verständnis sind die zum Koppelelement 64 gehörenden Bauteile mit einer
Schraffur mit weiterem Linienabstand dargestellt. Dies sind in dieser Schnittansicht
die Kulissenplatten 66A und 66B sowie der Mittelsteg 92. Der Mittelsteg 92 ruht auf
der Führungsplatte 90, genauer in der Längsnut 91. Die Schnitte durch die Führungsplatte
90 sind mit Schraffuren mit engerem Linienabstand dargestellt. Über den nicht sichtbaren
Quersteg 68 und andere Verbindungen wird das ganze Koppelelement 64 vom Mittelsteg
92 gestützt.
[0066] In dieser Darstellung ist ebenfalls gut erkennbar, dass die am Mittelsteg 92 vorgesehenen
Klippse 96A und 96B durch Öffnungen in der Führungsplatte 90 durchgreifen. Durch die
Vorsprünge unterhalb der Führungsplatte 90 wird eine formflüssige mechanische Verbindung
erzeugt, welche dem Loslösen des Mittelsteges nach oben entgegensteht. Durch die Nut
91 wie auch die Klippse 96 ist ebenfalls eine Bewegung in Links-Rechts-Richtung unmöglich.
[0067] In diesem Schnittbild ist ebenfalls gut erkennbar, wie die Betätigungsschieber 20
und 22 durch Verbindungswinkel 98 und 98' mit der Führungsplatte verbunden sind. Die
Verbindungswinkel umgreifen die Führungsplatte seitlich und stellen eine mechanische
Verbindung besonders mit der Unterseite der Führungsplatte her.
[0068] In der in allgemeiner Form und konkreter in den Zeichnungen beschriebenen Weise lässt
sich ein Reiseadapter herstellen, der sich bequem und sicher bedienen lässt und gleichzeitig
eine kompakte Bauform erlaubt.
[0069] Interessanterweise ist der Reiseadapter in dieser Weise dennoch preiswert herstellbar.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 10
- Reisestecker/Reisesteckeradapter/Steckverbinder
- 12
- Gehäuseoberteil
- 14
- Gehäuseunterteil
- 16
- Steckerplatte
- 18
- Auswahlknopf
- 20
- erster Betätigungsschieber
- 22
- zweiter Betätigungsschieber
- 23
- Aufnahmefläche
- 24
- Kontaktstifte
- 25
- Führschlitz
- 26
- Führschlitz
- 28
- Sicherungsfach
- 30
- Plus-/Minuspol nach AUS-Standard
- 31
- Plus-/Minuspol nach AUS-Standard
- 32
- Erdstift nach AUS-Standard
- 34
- Plus-/Minuspol nach UK-Standard
- 35
- Plus-/Minuspol nach UK-Standard
- 36
- Erdkontakt nach UKs-Standard
- 38
- Plus-/Minuspol nach US-Standard
- 39
- Plus-/Minuspol nach US-Standard
- 40
- Erdstift nach US-Standard
- 42
- Steckeraufnahme
- 44
- Aufnahmebuchse für Plus-/Minuspol nach Schuko-Standard
- 46
- Erdkontakte
- 48
- Verschraubung
- 50
- Verschiebemechanik
- 52
- Tragbalken Plus-/Minuspol AU
- 54
- Tragbalken Plus-/Minuspol UK
- 56
- Tragelement US
- 58
- Tragelement Erdkontakt AU
- 60
- Tragbalken Erdstift UK
- 62
- Führstange
- 64
- Koppelelement
- 66
- Kulissenplatte
- 68
- Verbindungssteg
- 70
- Führschlitz
- 72
- Führschlitz
- 74
- Führschlitz
- 76
- Führschlitz
- 78
- Führstange
- 80
- Führnase
- 82
- Führnase
- 84
- Führnase
- 86
- Führnase
- 88
- Ankernase
- 90
- Führungsplatte
- 91
- Zentrale Nut
- 92
- Mittelsteg
- 94
- Schlitz
- 96
- Klipp
- 98
- Verbindungswinkel
1. Reisesteckeradapter (10), welcher ein Gehäuse und mindestens einen ersten Stecker
einer ersten Norm aufweist und einen zweiten Stecker einer zweiten Norm aufweist,
wobei der erste Stecker zwischen einer Bereitschaftsstellung, in welcher sich der
Stecker im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses befindet, und einer Nutzstellung, in
welcher sich der Stecker verwendbar außerhalb des Gehäuses befindet, verschoben werden
kann und auch der zweite Stecker zwischen einer Bereitschaftsstellung, in welcher
sich der Stecker im Wesentlichen innerhalb des Gehäuses befindet, und einer Nutzstellung,
in welcher sich der Stecker verwendbar außerhalb des Gehäuses befindet verschoben
werden kann, wobei der Reisesteckeradapter (10) einen ersten Betätigungsschieber (20)
aufweist, der zum Verschieben des ersten Steckers oder des zweiten Steckers zwischen
der Bereitschaftsstellung und der Nutzstellung ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Betätigungsschieber (20) in einem ersten Führschlitz (26) im Gehäuse läuft
und der erste Betätigungsschieber auf eine bewegliches Koppelelement (64) einwirken
kann und das bewegliche Koppelelement (64) alternativ auf den ersten Stecker oder
den zweiten Stecker einwirken kann, so dass der erste Betätigungsschieber (20) alternativ
den ersten Stecker oder den zweiten Stecker von der Bereitschaftsstellung und in die
Nutzstellung überführen kann.
2. Reisesteckeradapter (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Koppelelement
(64) senkrecht zum Führschlitz (26) bewegt wird.
3. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Koppelelement
(64) auf einer Führungsplatte (90) geführt wird.
4. Reisesteckeradapter (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das Koppelelement
parallel zur Führungsplatte (90) verschieblich ist.
5. Reisesteckeradapter (10) nach Anspruch 3 oder 4, bei dem der erste Betätigungsschieber
(20) auf die Führungsplatte (90) einwirkt.
6. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Koppelelement
(64) durch ein außen am Gehäuse vorgesehenes Auswahlelement (18) bewegt wird.
7. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem jeder Stecker
eine Anzahl von Kontaktstiften (24) aufweist, welche auf mindestens einem Tragelement
(52,54,56,58,60) angeordnet sind und die Tragelemente (52,54,56,58,60) erste Verbindungselemente
aufweisen, welche mit korrespondierenden zweiten Verbindungselementen am Koppelelement
(64) mechanisch in Eingriff treten können.
8. Reisesteckeradapter (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem die ersten Verbindungselemente
Führnasen (80, 82, 84, 86) sind und die zweiten Verbindungselemente Führschlitze (70,
72, 74, 76) sind.
9. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Reisesteckeradapter
(10) ferner einen zweiten Betätigungsschieber (22) aufweiset, der zum Verschieben
des ersten Steckers oder des zweiten Steckers zwischen der Bereitschaftsstellung und
der Nutzstellung ausgebildet ist, und der zweite Betätigungsschieber (22) in einem
zweiten Führschlitz (25) im Gehäuse läuft.
10. Reisesteckeradapter (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem sich der erste
Betätigungsschieber (20) und der zweite Betätigungsschieber (22) gegenüberliegen.
11. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Reisesteckeradapter
(10) ein im Wesentlichen quaderförmiges Gehäuse hat.
12. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste
Führschlitz (26) und der zweite Führschlitz (25) mittig auf einer Gehäusewand angeordnet
sind.
13. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der Reisesteckeradapter
(10) ein Gehäuseoberteil (12) und ein Gehäuseunterteil (14) aufweist, welche fest
miteinander verbunden sind.
14. Reisesteckeradapter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem eine Steckeraufnahme
(16) vorgesehen ist.