[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft die Verwendung einer Sprühdose mit zwei separaten
Vorlagebeuteln zum Versprühen von zwei getrennt vorgelegten Lösungen, die beim Versprühen
vermischt werden und dabei ein Reinigungsmittel auf Basis von aktivem Sauerstoff bilden.
[0002] Aktivreiniger mit bleichender und/oder desinfizierender Wirkung enthalten oftmals
Natriumhypochlorit (Chlorbleiche). Die Anwesenheit von Chlor in solchen Reinigungsmitteln
ist aber im Hinblick auf Gesundheitsvorschriften und Umweltbedenken zunehmend unerwünscht.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, ein Reinigungsmittel mit
bleichender und/oder desinfizierender Wirkung bereitzustellen, bei dem auf die Verwendung
von Hypochlorit bzw. anderer bedenklicher Bleichmittel verzichtet werden kann. Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein solches Reinigungsmittel in
einer für den Anwender einfach zu handhabenden Form bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung
zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
- (i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
- (ii) mindestens zwei Sprühventile,
- (iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
- (iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen vermischt werden,
zum Versprühen eines Aktivreinigers,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung enthalten
ist umfassend wenigstens einen Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid,
ausgewählt aus Kaliumiodid und/oder Silbernitrat.
[0005] Erfindungsgemäß kann durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung, in der mindestens
zwei Sprühlösungen zunächst voneinander getrennt vorliegen und bei der die beiden
Sprühlösungen erst zur Anwendung vermischt werden, in situ aktiver Sauerstoff erzeugt
und somit Reinigungsmittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung bereitgestellt
werden. Auf die Verwendung von Hypochlorit oder anderer bedenklicher Bleichmittel
kann erfindungsgemäß somit verzichtet werden.
[0006] Die in situ-Erzeugung von aktivem Sauerstoff gelingt durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung,
in der wenigstens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel enthalten sind, in denen
jeweils eine erste sowie eine zweite Sprühlösung enthalten sind. Die aktive Komponente,
nämlich aktiver Sauerstoff, liegt in der stabilen Lagerform in den Sprühlösungen noch
nicht vor, sondern wird erst beim Aufsprühen durch Vermischen der wenigstens zwei
getrennt voneinander in der Sprühvorrichtung vorhandenen Sprühlösungen gebildet.
[0007] Erfindungsgemäß wurde festgestellt, dass durch den Einsatz von Kaliumiodid und/oder
Silbernitrat in der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel als Katalysator zur Freisetzung
von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid eine effektive Bildung von aktivem Sauerstoff
beim Versprühen und Vermischen der ersten und zweiten Sprühlösung bewirkt wird. Die
Bildung von aktivem Sauerstoff erfolgt dabei erfindungsgemäß in kurzer Zeit und bei
Umgebungstemperatur. Zudem kann erfindungsgemäß die Bildung von aktivem Sauerstoff
bereits bei einem nur leicht alkalischen pH-Wert erfolgen. Der erfindungsgemäß durch
Zusammenmischen mehrerer Sprühflüssigkeiten gebildete Aktivreiniger stellt insbesondere
eine Sauerstoffbleiche dar und keine Chlorbleiche.
[0008] Erfindungsgemäß ist in einem ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A enthalten, die
wenigstens einen Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid
umfasst, ausgewählt aus Kaliumiodid und/oder Silbernitrat. Neben den zwingend vorhandenen
Katalysatoren Kaliumiodid und/oder Silbernitrat, welche eine schnelle Sauerstofffreisetzung
bei Umgebungstemperaturen bewirken, kann die Sprühlösung A optional weitere Katalysatoren
zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid enthalten. Eine Freisetzung
von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid bewirken z.B. Schwermetallionen, Jodid, Hydroxid,
Eisen(III)salze, Manganoxid sowie Kupfersulfat. Geeignete Katalysatoren sind insbesondere
Natriumhydroxid, Kaliumiodid, Natriumcarbonat oder/und Silbernitrat. Besonders bevorzugt
als Katalysator ist Kaliumiodid.
[0009] Der Anteil an Katalysatoren in der Sprühlösung A beträgt in Summe vorzugsweise 1-20
Gew.%, insbesondere 10-15 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Sprühlösung A.
Bevorzugt beträgt der Anteil an Katalysatoren in der Sprühlösung A in Summe von 2-15
Gew.%, mehr bevorzugt von 3-12 Gew.% und am meisten bevorzugt von 5-10 Gew.%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Sprühlösung A. Es können ein oder mehrere Katalysatoren
enthalten sein. Kaliumiodid ist vorzugsweise mit einem Anteil von 0,5 bis 6 Gew.%,
vorzugsweise von 1 bis 6 Gew.%, insbesondere von 2 bis 4 Gew.% enthalten. Weiterhin
bevorzugt ist Kaliumiodid mit einem Anteil von 0,5 bis 2,0 Gew.%, noch mehr bevorzugt
von 1,0 bis 2,0 Gew.% enthalten. Silbernitrat ist vorzugsweise in einer Menge von
0 bis 50 ppm, mehr bevorzugt von 0 bis 30 ppm, vorzugsweise 1 bis 20 ppm und besonders
bevorzugt von 5 bis 20 ppm enthalten.
[0010] Natriumcarbonat ist vorzugsweise mit einem Anteil von 5 bis 10 Gew.%, vorzugsweise
6 bis 8 Gew.% enthalten. Weiterhin bevorzugt ist Natriumcarbonat mit einem Anteil
von 2,0 bis 5,0 Gew.%, vorzugsweise von 3,0 bis 4,0 Gew..% enthalten. Natriumhydroxid
dient als Katalysator und gleichzeitig zur pH-Wert-Einstellung und ist entsprechend
bevorzugt mit einem Anteil von 0,5 bis 2 Gew.%, insbesondere 0,75 bis 1,5 Gew.% enthalten.
[0011] Die ppm- sowie Gew.%-Angaben für die Katalysatoren beziehen sich jeweils auf das
Gesamtgewicht der Lösung A.
[0012] Beim gleichzeitigen Versprühen der mindestens zwei Sprühlösungen zerfällt erfindungsgemäß
das in der zweiten Sprühlösung B enthaltene Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff. Durch
die in der ersten Sprühlösung A enthaltenen Katalysatoren wird ein schnelles, aktives
Zerfallen von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff bei Raumtemperatur (20°C) erreicht.
Durch diesen Zerfall von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff wirkt der Reiniger als starkes
Oxidationsmittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung.
[0013] Besonders bevorzugt umfasst die Sprühlösung A eine Katalysatorkombination aus Kaliumiodid,
Natriumcarbonat, Natriumhydroxid und Silbernitrat, insbesondere eine Katalysatorkombination
umfassend 2-4 Gew.% Kaliumiodid, 6-8 Gew.% Natriumcarbonat, 0,5 bis 1,5 Gew.% Natriumhydroxid
und 1-30 ppm Silbernitrat.
[0014] Weiterhin bevorzugt umfasst die Sprühlösung A eine Katalysatorkombination aus Kaliumiodid,
Natriumcarbonat, Natriumhydroxid und Silbernitrat, insbesondere eine Katalysatorkombination
umfassend 0,5-2 Gew.% Kaliumiodid, 3-6 Gew.% Natriumcarbonat, 0,5 bis 1,5 Gew.% Natriumhydroxid
und 1-30 ppm Silbernitrat.
[0015] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Sprühlösung A
eine Katalysatorkombination aus Kaliumiodid und Natriumcarbonat, insbesondere eine
Katalysatorkombination umfassend 1,0 bis 2,0 Gew.% Kaliumiodid und 2,0 bis 5,0 Gew.%
Natriumcarbonat.
[0016] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Sprühlösung A
eine Katalysatorkombination aus Silbernitrat und Natriumcarbonat, insbesondere eine
Katalysatorkombination umfassend 10 bis 50 ppm Silbernitrat und 2,0 bis 5,0 Gew.%
Natriumcarbonat.
[0017] Weiterhin weist die im ersten Vorlagebeutel enthaltene Sprühlösung A vorzugsweise
einen basischen pH-Wert, insbesondere einen pH von ≥ 8,0 auf. Die Sprühlösung A kann
einen pH ≥ 10,0, beispielsweise einen pH ≥ 12,0 oder einen pH ≥ 13,0 aufweisen. Bevorzugt
weist die im ersten Vorlagebeutel enthaltene Sprühlösung A einen pH-Wert von 8,0 bis
11,0, bevorzugt von 9,0 bis 11,0 und noch mehr bevorzugt von 10,0 bis 11,0 auf. Die
erfindungsgemäß eingesetzten Katalysatoren Kaliumiodid sowie Silbernitrat und insbesondere
Kaliumiodid ermöglichen die Freisetzung von aktivem Sauerstoff bereits bei relativ
niedrigen pH-Werten.
[0018] Beim Vermischen der Sprühlösung A aus dem ersten Vorlagebeutel und der Sprühlösung
B aus dem zweiten Vorlagebeutel wird dadurch im Gesamtgemisch ein basischer pH-Wert
eingestellt, wodurch ein schneller Zerfall von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff bei
Raumtemperatur weiter gefördert wird. Insbesondere erfolgt ein Zerfall von Wasserstoffperoxid
zu Sauerstoff bei Vermischen der Sprühlösung A und Sprühlösung B erfindungsgemäß in
weniger als 10 Sekunden, mehr bevorzugt in weniger als 5 Sekunden, noch mehr bevorzugt
in weniger als 1 Sekunde bei Raumtemperatur.
[0019] Zur Einstellung eines alkalischen pH-Werts enthält die Sprühlösung A vorzugsweise
Natriumcarbonat, Monoethanolamin, Triethanolamin oder/und Alkalihydroxide, insbesondere
Natriumhydroxid.
[0020] Die Sprühlösung A im ersten Vorlagebeutel kann weitere optionale Bestandteile enthalten.
Vorzugsweise sind Tenside, insbesondere nicht ionische Tenside, anionische Tenside
oder amphotere Tenside enthalten. Bevorzugt sind nicht ionische Alkylpolyglykoside
(Zuckertenside).
[0021] Der Anteil an Tensiden und insbesondere an nicht ionischen Alkylpolyglykosiden in
der Sprühlösung A beträgt vorzugsweise 1-8 Gew.%, insbesondere 2-6 Gew.%.
[0022] Weiterhin wurde festgestellt, dass die Viskosität der einzelnen Lösungen Einfluss
auf den Sprühfluss der jeweiligen Lösungen hat. Deshalb enthält die Sprühlösung A
vorzugsweise ein Verdickungsmittel, besonders bevorzugt Xanthan Gum zur Einstellung
der Viskosität. Besonders bevorzugt beträgt der Anteil an Verdickungsmittel und insbesondere
an Xanthan Gum in der Sprühlösung A 0,010-0,10 Gew.%.
[0023] Weiterhin können in der Sprühlösung A Komplexbildner, vorzugsweise Citrate, EDTA-Na,
Nitriloessigsäure oder Natriummetasilikat enthalten sein. Der Anteil an Komplexbildnern
in der Sprühlösung A beträgt vorzugsweise von 0,10 bis 2,0 Gew.%, mehr bevorzugt von
0,50 bis 1,50 Gew%.
[0024] Der Rest der Sprühlösung A besteht vorzugsweise aus Wasser, insbesondere aus entmineralisiertem
Wasser als Lösungsmittel.
[0025] Erfindungsgemäß wird in einem zweiten Vorlagebeutel eine Sprühlösung B vorgelegt.
Diese Sprühlösung B ist vorzugsweise eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid.
Der Gehalt an Wasserstoffperoxid in der Sprühlösung B beträgt vorzugsweise von 5-35
Gew.%, mehr bevorzugt von 7-15 Gew.%. Weiter bevorzugt beträgt der Gehalt an Wasserstoffperoxid
in der Sprühlösung B 2 bis 12 Gew.%, bevorzugt 3 bis 10 Gew.%, insbesondere 4 bis
8 Gew.%.
[0026] Der pH-Wert der wasserstoffperoxidhaltigen Sprühlösung B ist vorzugsweise im Sauren,
damit das Wasserstoffperoxid bei der Lagerung stabil bleibt. Vorzugsweise weist die
Sprühlösung B einen pH-Wert von ≤ 5,0, mehr bevorzugt ≤ 4,0 und am meisten bevorzugt
≤ 3,0 auf. Besonders bevorzugt weist die Sprühlösung B einen pH-Wert von 2,0 bis 5,0,
insbesondere von 3,0 bis 4,0 auf.
[0027] Optional können der Sprühlösung B Peroxidstabilisatoren zugegeben werden, insbesondere
Natriumstannat, Natriumdiphosphat, Phosphorsäure oder/und Harnsäure. Der Anteil an
Peroxidstabilisatoren beträgt vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.%.
[0028] Weiterhin enthält die Sprühlösung B vorzugsweise ein Verdickungsmittel zur Einstellung
der Viskosität, insbesondere Xanthan Gum und/oder Polyacrylsäure (Carbomere). Zur
Ausbildung eines Sprühnebels werden insbesondere Polyacrylsäurepolymere, wie beispielsweise
Carbopol ETD eingesetzt. Besonders bevorzugt ist Carbopol ETD 2020. Der Anteil an
Verdickungsmittel und insbesondere an Polyacrylsäurepolymeren beträgt vorzugsweise
von 0,10 bis 0,5 Gew.%.
[0029] Beim erfindungsgemäßen Versprühen der Sprühlösung A und Sprühlösung B werden die
separat vorgelegten Lösungen vermischt, wodurch das in Sprühlösung B enthaltene Wasserstoffperoxid
durch Inkontaktkommen mit den Katalysatoren der Sprühlösung A sowie durch die Verschiebung
des pH-Werts ins Basische bei Raumtemperatur gemäß folgender Gleichung:
2H
2O
2→2H
2O+O
2
zerfällt. Dadurch wird in situ beim Versprühen ein Aktivreiniger auf Sauerstoffbasis
gebildet.
[0030] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Sprühkopf so ausgestaltet,
dass der durch Zusammenmischen der in den Vorlagebeuteln enthaltenen Lösungen gebildete
Aktivreiniger versprüht wird. In einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform
wird der Aktivreiniger zusätzlich verschäumt, so dass er bereits als Schaum auf die
zu behandelnde Oberfläche auftritt. Ein Verschäumen kann beispielsweise durch Anbringen
eines Netzes zum Verschäumen im Sprühkopf erzielt werden.
[0031] Bei dem erfindungsgemäß durch Vermischen von mindestens zwei Sprühlösungen beim Versprühen
gebildeten Aktivreiniger handelt es sich vorzugsweise um einen Aktivreiniger mit bleichender
und desinfizierender Wirkung. Besonders bevorzugt handelt es sich um einen Fleckentferner,
um einen Polsterreiniger, um einen Sanitärreiniger, um einen Backofenreiniger, um
einen Grillrostreiniger, um einen Fliesenfugenreiniger, um einen Silikonfugenreiniger,
um einen Edelstahlreiniger oder um einen Chromreiniger.
[0032] Für die spezifische Ausgestaltung der Reiniger können in der ersten und/oder zweiten
Sprühlösung weitere spezifische Inhaltsstoffe enthalten sein. Es ist aber auch möglich,
in einem oder weiteren zusätzlichen Vorlagebeuteln, die wiederum jeweils mit einem
eigenen Sprühventil in Verbindung stehen, weitere Sprühlösungen mit spezifischen Inhaltsstoffen
vorzusehen.
[0034] Die erfindungsgemäß verwendete Sprühvorrichtung umfasst einen Sprühvorrichtungsbehälter.
Hierzu kann eine übliche Sprühdose verwendet werden. Das Füllvolumen beträgt vorzugsweise
von 100 ml bis 2000 ml, vorzugsweise von 200 ml bis 1000 ml.
[0035] Zum getrennten Lagern und gleichzeitigen Versprühen von mehreren Sprühflüssigkeiten
weist die erfindungsgemäß eingesetzte Sprühvorrichtung mindestens zwei Sprühventile
und mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters auf. Dabei steht ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten
Sprühventil in Verbindung und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil.
Auf diese Weise ist es möglich, die Sprühlösungen bei der Lagerung und Aufbewahrung
getrennt voneinander verpackt innerhalb des Sprühvorrichtungsbehälters in den einzelnen
Vorlagebeuteln verpackt zu lagern. Die Sprühlösungen werden dann aus den getrennten
Vorlagebeuteln über das jeweilige Sprühventil abgegeben und erst beim Versprühen vermischt.
[0036] Die erfindungsgemäß eingesetzte Sprühvorrichtung umfasst weiterhin einen Sprühkopf.
Vorzugsweise werden durch den einen Sprühkopf die mindestens zwei Sprühventile gleichzeitig
bedient, so dass eine Abgabe der mehreren Flüssigkeiten durch einfaches Drücken auf
den Sprühkopf bewirkt wird.
[0037] Eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß einsetzbaren Sprühvorrichtung
ist in Fig. 1 gezeigt.
[0038] Wie hierin beschrieben, werden in dem ersten Vorlagebeutel und in einem zweiten Vorlagebeutel
insbesondere verschiedene spezifische Sprühlösungen A und B vorgelegt. Erfindungsgemäß
bevorzugt werden die Materialien der Vorlagebeutel, der Sprühventile und des Sprühkopfes
entsprechend den Zusammensetzungen der Sprühlösungen A und B ausgewählt. Insbesondere
muss ein Kontakt der mehreren Sprühlösungen vor dem Versprühen sowie ein Eindringen
von Luft in die Sprühlösungen während der Lagerungen verhindert werden.
[0039] Der erste Vorlagebeutel, welcher insbesondere eine Sprühlösung A aufnehmen soll,
kann aus einem einzigen Material oder aus einem laminierten Material gebildet werden.
Vorzugsweise wird der erste Vorlagebeutel aus einem thermoplastischen Polymer gebildet,
insbesondere einem Polyethylen oder Polypropylen.
[0040] Besonders bevorzugt wird der erste Vorlagebeutel zur Aufnahme der Sprühlösung A aus
einem laminierten Material gebildet, welches wenigstens eine Schicht aufweist, welche
den Durchtritt von Sauerstoff verhindert und eine weitere, innere Schicht, welche
einen Kontakt mit der Sprühlösung A mit der sauerstoffdichten Schicht verhindert.
[0041] In einer Ausgestaltung ist der erste Vorlagebeutel aus einem laminierten Material
gebildet, umfassend eine Metallfolie sowie eine innere Schicht aus einem thermoplastischen
Polymer. Als Metallfolie kann beispielsweise eine Aluminiumfolie oder eine Eisenfolie
verwendet werden, wobei eine Aluminiumfolie bevorzugt ist. Die Dicke der Metallfolie
und insbesondere der Aluminiumfolie beträgt 5-20 µm. Die innere Schicht aus thermoplastischem
Polymer besteht vorzugweise aus einem Polyolefin und insbesondere aus Polyethylen
oder Polypropylen. Ein Vorlagebeutel aus diesem Material hat sich insbesondere als
beständig gegenüber Zusammensetzungen mit hohen pH-Werten von über pH 13 gezeigt.
[0042] Das laminierte Material für den ersten Vorlagebeutel kann weiterhin vorzugsweise
eine Außenschicht aufweisen, insbesondere eine Polyethylenterephthalatschicht oder
eine Nylonschicht.
[0043] Die einzelnen Schichten des Laminatmaterials für den ersten Vorlagebeutel werden
vorzugsweise mit einem Adhäsiv miteinander verbunden, wobei sich Polyether-urethanharz-Adhäsive
als besonders geeignet erwiesen haben.
[0044] Besonders geeignet als Material für den ersten Vorlagebeutel hat sich ein Laminatmaterial
umfassend als äußere Schicht Polyethylenterephthalat, als sauerstoffblockierende Schicht
eine Aluminiumfolie und als innere Schicht ein Polyolefin, insbesondere Polypropylen
oder Polyethylen erwiesen. Die Dicke der äußeren Polyethylenterephthalatschicht beträgt
dabei vorzugsweise 5-20 µm, die Dicke der Aluminiumfolie 5-20 µm und die Dicke der
Polyolefin-Innenschicht 10-100 µm.
[0045] Die Schichten werden vorzugsweise mittels eines Adhäsivs miteinander verbunden, wobei
Polyether-urethanharz-Adhäsive besonders bevorzugt sind.
[0046] Der zweite Vorlagebeutel, welcher insbesondere eine Sprühlösung B aufnehmen soll,
kann aus einem einzigen Material oder aus einem laminierten Material gebildet werden.
Vorzugsweise wird der zweite Vorlagebeutel aus einem thermoplastischen Polymer gebildet,
insbesondere einem Polyethylen oder Polypropylen.
[0047] Besonders bevorzugt wird der zweite Vorlagebeutel zur Aufnahme der Sprühlösung B
aus einem laminierten Material gebildet, welches wenigstens eine Schicht aufweist,
welche den Durchtritt von Sauerstoff verhindert und eine weitere, innere Schicht,
welche einen Kontakt mit der Sprühlösung B mit der sauerstoffdichten Schicht verhindert.
[0048] In einer Ausgestaltung ist der zweite Vorlagebeutel aus einem laminierten Material
gebildet, umfassend eine Metallfolie sowie eine innere Schicht aus einem thermoplastischen
Polymer. Als Metallfolie kann beispielsweise eine Aluminiumfolie oder eine Eisenfolie
verwendet werden, wobei eine Aluminiumfolie bevorzugt ist. Die Dicke der Metallfolie
und insbesondere der Aluminiumfolie beträgt 5-20 µm. Die innere Schicht aus thermoplastischem
Polymer besteht vorzugweise aus einem Polyolefin und insbesondere aus Polyethylen
oder Polypropylen. Ein Vorlagebeutel aus diesem Material hat sich insbesondere als
beständig gegenüber Zusammensetzungen mit geringen pH-Werten von unter pH 3 gezeigt.
[0049] Das laminierte Material für den zweiten Vorlagebeutel kann weiterhin vorzugsweise
eine Außenschicht aufweisen, insbesondere eine Polyethylenterephthalatschicht oder
eine Nylonschicht.
[0050] Die einzelnen Schichten des Laminatmaterials für den zweiten Vorlagebeutel werden
vorzugsweise mit einem Adhäsiv miteinander verbunden, wobei sich Polyether-urethanharz-Adhäsive
als besonders geeignet erwiesen haben.
[0051] Besonders geeignet als Material für den zweiten Vorlagebeutel hat sich ein Laminatmaterial
umfassend als äußere Schicht Polyethylenterephthalat, als sauerstoffblockierende Schicht
eine Aluminiumfolie, als Zwischenschicht Polyethylenterephthalat und als innere Schicht
ein Polyolefin, insbesondere Polypropylen oder Polyethylen erwiesen. Die Dicke der
äußeren Polyethylenterephthalatschicht beträgt dabei vorzugsweise 5-20 µm, die Dicke
der Aluminiumfolie 5-20 µm, die Dicke der Polyethylenterephthalat-Zwischenschicht
5-20 µm und die Dicke der Polyolefin-Innenschicht 10-100 µm.
[0052] Die Schichten werden wiederum vorzugsweise mittels eines Adhäsivs miteinander verbunden,
wobei wiederum Polyether-urethanharz-Adhäsive besonders bevorzugt sind.
[0053] Mit den bevorzugten Beutelmaterialien ist insbesondere eine sichere Lagerung der
Sprühlösungen auch bei erhöhten Temperaturen von 40-60°C möglich.
[0054] Erfindungsgemäß wird der zu versprühende Aktivreiniger in situ durch gleichzeitige
Abgabe von mindestens zwei verschiedenen Sprühlösungen gebildet. Vorzugsweise sind
die mindestens zwei Sprühventile dabei so eingestellt, dass der Sprühfluss der in
den mindestens zwei voneinander getrennten Vorlagebeuteln enthaltenen Sprühlösungen,
bezogen auf das Volumen, 2:1 bis 1:2, vorzugsweise 1,5:1 bis 1:1,5 und besonders bevorzugt
1,1:1 bis 1:1,1 beträgt. Der Sprühfluss kann beispielsweise durch die Viskosität der
Sprühlösungen eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit, den Sprühfluss einzustellen,
ist die Verwendung von vordefinierten Querschnitten der Sprühventile. Oftmals ist
es bevorzugt, einen möglichst gleich großen Sprühfluss der einzelnen Sprühlösungen
einzustellen. Bei dieser Ausgestaltung können gleich große Vorlagebeutel verwendet
werden und es wird auf einfache Weise eine vollständige Entleerung aller Vorlagebeutel
erzielt. In manchen Ausgestaltungen kann es aber bevorzugt sein, unterschiedlich große
Anteile der einzelnen Sprühlösungen miteinander zu vermischen. Hierzu ist es erfindungsgemäß
möglich, praktisch beliebige Sprühflüsse einzustellen. Beispielsweise kann es zur
Erzielung eines basischen pH-Wertes der Gesamtzusammensetzung günstig sein, einen
höheren Sprühfluss einer alkalischen Komponente einzustellen. Auf diese Weise wird
ein gesamtalkalischer pH-Wert erzielt, ohne dass die alkalische Komponente selbst
einen zu hohen und somit schwierig zu handhabenden pH-Wert aufweisen muss.
[0055] Die vorliegende Erfindung umfasst weiterhin eine Sprühvorrichtung zur Abgabe mehrerer
Flüssigkeiten umfassend
- (i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
- (ii) mindestens zwei Sprühventile,
- (iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
- (iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen im Sprühkopf vermischt
werden,
wobei in dem ersten Vorlagebeutel wenigstens ein Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff
aus Wasserstoffperoxid enthalten ist, ausgewählt aus Kaliumiodid und/oder Silbernitrat
enthalten ist, und
wobei in dem zweiten Vorlagebeutel eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid
enthalten ist.
[0056] Die jeweiligen in den Vorlagebeuteln der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung enthaltenen
Sprühlösungen sind insbesondere wie hierin zuvor ausgeführt ausgestaltet.
[0057] Die Erfindung wird durch die beigefügte Figur sowie die folgenden Beispiele weiter
erläutert.
[0058] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß einsetzbaren Sprühvorrichtung
(10) umfassend einen Sprühvorrichtungsbehälter (12), mindestens zwei Sprühventile
(14, 16), mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel (18, 20), sowie einen
Sprühkopf (22).
Beispiele
Beispiel 1
[0059] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0060] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
Sprühlösung A umfassend:
| Na-Metasilikat |
Komplexbildner |
0,50 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,50 Gew.% |
| Xanthan Gum |
Verdickungsmittel |
0,050 Gew.% |
| AgNO3-Lösung (1%-ig) |
Katalysator |
0,300 Gew.% |
| Kaliumiodid |
Katalysator |
2,000 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
7,000 Gew.% |
| NaOH (50%-ig) |
pH-Einstellung |
2,000 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
5,000 Gew.% |
| Monoethanolamin |
pH-Einstellung |
10,000 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
72,65 Gew.% |
[0061] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 13 auf.
In dem zweiten Vorlagebeutel wird eine Sprühlösung B vorgelegt, umfassend:
| Carbopol ETD |
Verdickungsmittel |
0,150 Gew.% |
| Wasserstoffperoxid (35%-ige Lösung) |
Aktivsubstanz |
25,000 Gew.% |
| Phosphorsäure (85%-ig) |
Peroxidstabilisator |
0,500 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,350 Gew.% |
[0062] Die Wasserstoffperoxid enthaltende Sprühlösung B weist einen pH-Wert von pH 3 auf.
Beispiel 2
[0063] Die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellte Sprühdose wurde Stabilitätstests unterzogen.
Dazu wurde die Sprühdose bei 40°C für 3 Monate gelagert. Es zeigte sich, dass sowohl
die Sprühlösungen als auch die Innenbeutel stabil sind und keine Veränderungen beobachtet
wurden.
Beispiel 3
[0064] Eine gemäß Beispiel 1 hergestellte Sprühdose zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten wurde
in verschiedenen Anwendungen getestet. Dabei zeigte sich, dass der in situ beim Versprühen
gebildete Aktivreiniger eine hervorragende Reinigungswirkung entwickelte und somit
insbesondere als Fleckenlöser für Textilien und als Polsterreiniger eingesetzt werden
konnte.
[0065] Weiterhin zeigten sich hervorragende Ergebnisse beim Einsatz als Edelstahl- bzw.
Chromreiniger sowie bei der Verwendung als Fliesenfugen- und Silikonfugenreiniger.
Beispiel 4
[0066] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0067] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
Sprühlösung A umfassend (mit Kaliumiodid und Natriumcarbonat):
| Monoethanolamin |
Lösungsmittel |
4,00 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
3,50 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
3,00 Gew.% |
| Kaliumiodid |
Katalysator |
1,50 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,80 Gew.% |
| Citronensäure |
pH-Einstellung |
0,80 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
86,40 Gew.% |
[0068] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 10-11 auf.
Sprühlösung B umfassend:
| Wasserstoffperoxid 35%ige Lösung |
Aktivsubstanz |
25,00 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,50 Gew.% |
| Phosphorsäure |
Peroxidstabilisator |
0,50 Gew.% |
[0069] Der pH-Wert der Sprühlösung B wird durch Zugabe von NaOH auf einen Wert von 3,5 -
4 eingestellt.
Beispiel 5
[0070] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0071] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
Sprühlösung A umfassend (mit Silbernitrat und Natriumcarbonat):
| Monoethanolamin |
Lösungsmittel |
4,00 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
3,50 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
3,00 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,80 Gew.% |
| Citronensäure |
pH-Einstellung |
0,80 Gew.% |
| AgNO3-Lösung (1%-ig) |
Katalysator |
0,30 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
87,60 Gew.% |
[0072] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 10-11 auf.
Sprühlösung B umfassend:
| Wasserstoffperoxid 35%ige Lösung |
Aktivsubstanz |
25,00 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,50 Gew.% |
| Phosphorsäure |
Peroxidstabilisator |
0,50 Gew.% |
[0073] Der pH-Wert der Sprühlösung B wird durch Zugabe von NaOH auf einen Wert von 3,5 -
4 eingestellt.
1. Verwendung einer Sprühvorrichtung zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
(i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
(ii) mindestens zwei Sprühventile,
(iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
(iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen vermischt werden, zum Versprühen
eines Aktivreinigers,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung enthalten ist umfassend wenigstens einen
Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid ausgewählt aus Kaliumiodid
und/oder Silbernitrat.
2. Verwendung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel weiterhin Natriumhydroxid und/oder Natriumcarbonat enthalten
ist.
3. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-2,
dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel mindestens 11,0 beträgt oder
dass der pH-Wert der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel 9,0 bis 11,0 beträgt.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung umfassend einen Katalysator zur Freisetzung
von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid, ausgewählt aus Kaliumiodid und/oder Silbernitrat,
wenigstens ein Tensid, wenigstens ein Komplexbildner sowie wenigstens eine alkalische
Komponente enthalten ist.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Vorlagebeutel eine Sprühlösung umfassend Wasserstoffperoxid enthalten
ist.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Vorlagebeutel eine Sprühlösung umfassend Wasserstoffperoxid sowie
wenigstens einen Peroxidstabilisator enthalten ist.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass die in dem zweiten Vorlagebeutel enthaltene Sprühlösung einen pH-Wert von 2,0 bis
4,0 aufweist.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivreiniger versprüht und/oder verschäumt wird.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Aktivreiniger um einen Intensivreiniger mit bleichender und desinfizierender
Wirkung, um einen Fleckentferner, um einen Polsterreiniger, um einen Sanitärreiniger,
um einen Backofenreiniger, um einen Grillrostreiniger, um einen Fliesenfugenreiniger,
um einen Silikonfugenreiniger, um einen Edelstahlreiniger oder um einen Chromreiniger
handelt.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlagebeutel zumindest teilweise aus Aluminium bestehen.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Sprühventile so eingestellt sind, dass der Sprühfluss der in
den mindestens zwei voneinander getrennten Vorlagebeuteln enthaltenen Sprühlösungen
bezogen auf das Volumen 2:1 bis 1:2, vorzugsweise 1,5:1 bis 1:1,5 und besonders bevorzugt
1,1:1 bis 1:1,1 beträgt.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-11,
dadurch gekennzeichnet, dass bei Vermischen der ersten Sprühlösung aus dem ersten Vorlagebeutel und der zweiten
Sprühlösung aus dem zweiten Vorlagebeutel während des Versprühens bei Raumtemperatur
mittels der in der ersten Sprühlösung enthaltenen Katalysatoren Sauerstoff freigesetzt
wird.
13. Sprühvorrichtung zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
(i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
(ii) mindestens zwei Sprühventile,
(iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
(iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen im Sprühkopf vermischt
werden,
wobei in dem ersten Vorlagebeutel wenigstens ein Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff
aus Wasserstoffperoxid enthalten ist, bevorzugt ausgewählt aus Kaliumiodid und/oder
Silbernitrat, und
wobei in dem zweiten Vorlagebeutel eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid
enthalten ist.