[0001] Die Erfindung betrifft einen Kondensator mit einem ersten und einem zweiten Sammelrohr,
mehreren übereinander angeordneten Wärmetauscherkanälen, die sich zwischen den beiden
Sammelrohren erstrecken, einem Einlass für im Wesentlichen gasförmiges Kältemittel,
der an einem der beiden Sammelrohre angeordnet ist, und einem Auslass für im Wesentlichen
flüssiges Kältemittel, der an einem der beiden Sammelrohre angeordnet ist, wobei eines
der beiden Sammelrohre mit einem Einlegeteil versehen ist.
[0002] Ein solcher Kondensator ist Teil eines Kältemittelkreislaufs, wie er für eine Fahrzeugklimaanlage
verwendet wird. Solche Klimaanlagen sind für Kraftfahrzeuge auch unter der Bezeichnung
HVAC bekannt. Die wesentlichen Bestandteile einer solchen Klimaanlage sind ein Kompressor,
der Kondensator und ein Verdampfer.
[0003] Die Funktion des Kondensators besteht darin, dem gasförmigen Kältemittel Wärme zu
entziehen, so dass es kondensiert. Zu diesem Zweck wird das Kältemittel durch die
Wärmetauscherkanäle geleitet, die außenseitig von Umgebungsluft umströmt werden.
[0004] Aufgrund der Funktionsweise des Kondensators und der üblichen Strömungswege sind
der Einlass und der Auslass für das Kältemittel üblicherweise entfernt voneinander
angeordnet. In einem einfachen Beispiel befindet sich der Kältemitteleinlass an einem
der Sammelrohre, und der Kältemittelauslass befindet sich am anderen Sammelrohr. Wenn
sich der Einlass und der Auslass an demselben Sammelrohr befinden, ist der Einlass
üblicherweise an einem Ende angeordnet, während sich der Auslass am anderen Ende befindet
(beispielsweise oben und unten).
[0005] In Anbetracht des vergleichsweise engen Einbauraumes für solche Kondensatoren kann
es jedoch notwendig sein, den Einlass und den Auslass an anderen Stellen anzuordnen,
als dies in strömungsmechanischer und/oder thermodynamischer Hinsicht sinnvoll ist.
Bisher wurde hierzu üblicherweise eine außenliegende Zusatzleitung ("jumper line")
verwendet, die an einem Ende einen Anschlusspunkt für die entsprechende Kältemittelleitung
bildet und deren anderes Ende zum eigentlichen Einlass beziehungsweise Auslass geführt
ist. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, dass sich der insgesamt notwendige
Bauraum für den Kondensator erhöht.
[0006] Aus der
DE 10 2016 122 310 A1 ist ein Kondensator der eingangs genannten Art bekannt, bei dem eines der Sammelrohre
mit einem Einlegeteil versehen ist, das einen Strömungskanal definiert. Der Strömungskanal
steht an einem Ende mit dem Kältemitteleinlass und am anderen Ende mittels einer Überströmöffnung
mit dem Inneren des Sammelrohres in Verbindung. Durch die so erreichte Integration
der ansonsten extern angeordneten Zusatzleitung ("jumper line") in das Innere des
eines Sammelrohres kann die Flexibilität beim Anschließen des Kondensators an eine
Kältemittelleitung erhöht werden, ohne dass hierdurch der Bauraumbedarf ansteigt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Strömungsverhältnisse im Kondensator
zu verbessern.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Kondensator mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kondensators
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Der erfindungsgemäße Kondensator für eine Klimaanlage, insbesondere für ein Kraftfahrzeug,
umfasst ein erstes und ein zweites Sammelrohr sowie mehrere übereinander angeordnete
Wärmetauscherkanäle, die sich zwischen den beiden Sammelrohren erstrecken. Der Kondensator
umfasst ferner einen Einlass für im Wesentlichen gasförmiges Kältemittel, der an einem
der beiden Sammelrohre angeordnet ist, und einen Auslass für im Wesentlichen flüssiges
Kältemittel, der an einem der beiden Sammelrohre angeordnet ist. Eines der beiden
Sammelrohre ist mit einem Einlegeteil versehen. Das Einlegeteil definiert einen Strömungsverlauf
in dem Sammelrohr, der eine Verteilung des Kältemittels auf eine Vielzahl der Wärmetauscherkanäle
bewirkt.
[0010] Wie oben bereits angedeutet sorgt bei den bekannten Kondensatoren die extern angeordnete
Zusatzleitung ("jumper line") oder der mittels eines Einlegeteils zusätzlich geschaffene
Strömungskanal dafür, dass das Kältemittel gezielt an eine bestimmte Stelle in einem
Sammelrohr geführt wird und auf dem Weg dorthin nicht in daneben liegende Wärmetauscherkanäle
eintritt, um auf diese Weise einen bestimmten Strömungsverlauf des Kältemittels durch
verschiedene Wärmetauscherkanalgruppen im Kondensator vorzugeben.
[0011] Beim erfindungsgemäßen Kondensator ist hingegen ein Einlegeteil vorgesehen, das einen
Strömungsverlauf im Sammelrohr definiert, der eine Verteilung des Kältemittels auf
eine Vielzahl von Wärmetauscherkanälen bewirkt. Es soll also kein zusätzlicher Strömungsweg
geschaffen werden, sondern es wird eine gezielte - idealerweise möglichst gleichmäßige
- Verteilung des Kältemittels auf eine große Anzahl von Wärmetauscherkanälen geschaffen.
[0012] Eine gezielte Verteilung des Kältemittels innerhalb eines Sammelrohrs des Kondensators
ist von Bedeutung, da bei einer Vielzahl von übereinander angeordneten Wärmetauscherkanälen
typischerweise der Fall eintritt, dass durch einige der Wärmetauscherkanäle weniger
Kältemittel strömt als durch andere. Insbesondere in den weit vom Kältemitteleinlass
des Sammelrohrs entfernten Wärmetauscherkanälen ist der Fluss geringer als in den
näher am Kältemitteleinlass gelegenen. Dieses nachteilige Strömungsverhalten wird
beim erfindungsgemäßen Kondensator vermieden. Dank des erfindungsgemäß vorgesehenen
Einlegeteils, das für eine gezielte Verteilung des Kältemittels auf die Vielzahl der
Wärmetauscherkanäle sorgt, kann ein gleichartiger Fluss durch alle dieser Kanäle erreicht
werden. Im Ergebnis wird dadurch der Druckverlust im Kondensator verringert, da in
der gleichen Zeit mehr Kältemittel durch die Wärmetauscherkanäle strömen kann. Somit
wird in dieser Zeit auch mehr Kältemittel der Kühlung zugeführt, sodass der Wirkungsgrad
des Kondensators gesteigert wird.
[0013] Die Erfindung eignet sich insbesondere für Kondensatoren, bei denen nur ein einziger
Strömungsrichtungswechsel des Kältemittels vorgesehen ist. Bei solchen Kondensatoren
strömt das Kältemittel durch eine erste Gruppe von Wärmetauscherkanälen von dem ersten
in das zweite Sammelrohr und danach durch eine zweite Gruppe von Wärmetauscherkanälen
von dem zweiten in das erste Sammelrohr. Das Einlegeteil unterstützt dabei die Verteilung
des Kältemittels auf eine der Wärmetauscherkanalgruppen. Grundsätzlich kann auch im
anderen Sammelrohr ein Einlegeteil angeordnet werden, um auch die Verteilung des Kältemittels
auf die andere Wärmetauscherkanalgruppe zu unterstützen.
[0014] Das erfindungsgemäß vorgesehene Einlegeteil weist vorzugsweise mehrere geometrische
Strukturen auf, die den Strömungsverlauf des Kältemittels im Sammelrohr in der gewünschten
Weise beeinflussen. Solche Strukturen können z. B. bestimmte Hindernisse, Öffnungen,
Leit- oder Führungsabschnitte etc. sein.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Einlegeteil eine
den Wärmetauscherkanälen zugewandte erste Seitenwand auf, in der mehrere Austrittsöffnungen
gebildet sind. Die Austrittsöffnungen sorgen dafür, dass an vorgegebenen Stellen jeweils
nur eine bestimmte Menge des Kältemittels zu den daneben liegenden Wärmetauscherkanälen
gelangt, während der restliche Anteil des Kältemittels anderen Wärmetauscherkanälen
zugeführt wird.
[0016] Die Austrittsöffnungen sind vorzugsweise länglich, wobei die Längserstreckung der
Austrittsöffnungen in Richtung der Übereinander-Anordnung der Wärmetauscherkanäle
verläuft. Es hat sich gezeigt, dass eine solche Form der Austrittsöffnungen für eine
gleichmäßige Verteilung des Kältemittels vorteilhaft ist.
[0017] Die Austrittsöffnungen haben bevorzugt eine Länge im Bereich von 5 mm bis 15 mm,
vorzugsweise 10 mm, und eine Breite im Bereich von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise 5
mm.
[0018] Das Einlegeteil hat vorzugsweise eine von den Wärmetauscherkanälen abgewandte zweite
Seitenwand, die durch eine Aussparung unterbrochen ist.
[0019] Zwischen einem oberen Ende der ersten Seitenwand und einem oberen Rand der in der
zweiten Seitenwand vorgesehenen Aussparung ist vorzugsweise ein offener Abschnitt
gebildet.
[0020] Um eine ausreichende Menge Kältemittel in weiter oben angeordnete Wärmetauscherkanäle
abzuführen erweist sich eine Gestaltung als vorteilhaft, bei der der offene Abschnitt
länglich ist, wobei die Längserstreckung des offenen Abschnitts in Richtung der Übereinander-Anordnung
der Wärmetauscherkanäle verläuft.
[0021] Der offene Abschnitt hat bevorzugt eine Länge im Bereich von 30 mm bis 70 mm, vorzugsweise
50 mm, und eine Breite im Bereich von 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise 12,5 mm.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Gestaltung des Einlegeteils weist dieses einen geneigten
Übergangsabschnitt auf, der sich von einem unteren Rand der in der zweiten Seitenwand
vorgesehenen Aussparung in Richtung der Wärmetauscherkanäle erstreckt und in die erste
Seitenwand übergeht. Der Übergangsabschnitt bildet eine schräge Leitfläche für das
Kältemittel, die die Strömung nur unwesentlich abbremst.
[0023] In diesem Übergangsabschnitt kann eine Ölabscheideöffnung gebildet sein, durch die
zumindest ein wesentlicher Teil des Öls, das mit dem gasförmigen Kältemittel in den
Kondensator transportiert wird, sofort abgeschieden und damit zu einer anderen Stelle
im Kondensator geführt werden kann, damit es den Kondensator möglichst schnell wieder
verlässt. Insgesamt befindet sich dadurch weniger Öl im Kondensator, und dementsprechend
steht mehr Öl zur Schmierung des Kompressors zur Verfügung. Am besten ist eine Anordnung
des Übergangsabschnitts mit der Ölabscheideöffnung in unmittelbarer Nähe zum Kältemitteleinlass,
sodass das Öl dort sofort aus dem weiteren Strömungsweg des gasförmigen Kältemittels
entfernt werden kann. Die Ölabscheideöffnung hat bevorzugt einen Flächeninhalt im
Bereich von 0,75 mm
2 bis 9 mm
2, vorzugsweise 5 mm
2 bis 7,5 mm
2.
[0024] Wie zuvor erwähnt eignet sich die Erfindung insbesondere für Kondensatoren, bei denen
zwei Gruppen von Wärmetauscherkanälen vorgesehen sind, wobei das Kältemittel vom ersten
Sammelrohr durch eine erste Wärmetauscherkanalgruppe in Richtung des zweiten Sammelrohrs
und durch eine zweite Wärmetauscherkanalgruppe in umgekehrter Richtung strömt. Die
beiden Gruppen, genauer gesagt die Zugangsbereiche im jeweiligen Sammelrohr zu den
Eintrittsöffnungen der beiden Wärmetauscherkanalgruppen, müssen voneinander getrennt
werden, wofür üblicherweise ein einfaches Trennblech verwendet wird. In diesem Fall
sind beim erfindungsgemäßen Kondensator die Eintrittsöffnungen der Vielzahl der Wärmetauscherkanäle,
auf die das Kältemittel durch das Einlegeteil verteilt wird, in einem Bereich angeordnet,
der sich von einem unteren Ende des Sammelrohres nach oben bis zu dem Trennblech im
Sammelrohr erstreckt.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Einlegeteils hat dieses eine langgestreckte
Form und erstreckt sich vom unteren Ende des Sammelrohres bis zum Trennblech im Sammelrohr.
[0026] Das Einlegeteil kann fest mit einer Abdeckung verbunden sein, z. B. durch Clinchen.
Die Abdeckung kann wiederum dicht mit dem Sammelrohr verbunden sein, z. B. durch Löten.
Auf diese Weise lässt sich aus wenigen Bauteilen ein vollständiger, nach außen abgedichteter
Kältemittelverteiler mit der erfindungsgemäßen Funktionalität herstellen.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und aus den beigefügten Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
- Figur 1 einen erfindungsgemäßen Kondensator in einer geschnittenen Seitenansicht;
- Figur 2 eine erste perspektivische Ansicht des Einlegeteils des Kondensators aus Figur
1;
- Figur 3 eine zweite perspektivische Ansicht des Einlegeteils; und
- Figur 4 eine perspektivische Teilansicht einer Baugruppe aus Einlegeteil und Abdeckung.
[0028] In Figur 1 ist ein Kondensator 10 gezeigt, der Teil eines Kältemittelkreislaufs einer
Kraftfahrzeug-Klimaanlage ist.
[0029] Der Kondensator 10 weist ein erstes Sammelrohr 12, ein zweites Sammelrohr 14 sowie
eine Vielzahl von übereinander angeordneten Wärmetauscherkanälen 16 auf, die sich
jeweils zwischen dem ersten und dem zweiten Sammelrohr 12, 14 erstrecken.
[0030] Am zweiten Sammelrohr 14 ist eine Trocknerflasche 18 angebracht.
[0031] Das erste Sammelrohr 12 ist hier mit einem Einlass 20 versehen, durch das dem Kondensator
10 Kältemittel im gasförmigen Zustand zugeführt wird.
[0032] Ebenfalls am ersten Sammelrohr 12 ist hier ein Auslass 22 angebracht, durch den das
Kältemittel im (zumindest größtenteils) flüssigen Zustand abgeführt wird.
[0033] In Figur 1 sind mit den Pfeilen A und B die Strömungswege des Kältemittels durch
den Kondensator 10 eingezeichnet. Es ist zu sehen, dass das Kältemittel nicht nur
in die Wärmetauscherkanäle 16 auf Höhe des Kältemitteleinlasses 20 eintritt, sondern
über einen großen Bereich auf eine Vielzahl von Wärmetauscherkanälen 16 verteilt wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt sich dieser Bereich vom unteren Ende
des ersten Sammelrohres 12 nach oben bis zu einem Trennblech 24.
[0034] Für eine gleichmäßige Verteilung des Kältemittels auf die Vielzahl von Wärmetauscherkanälen
16 sorgt ein im Inneren des Sammelrohres 12 angeordnetes, besonders geformtes Einlegeteil
26, das in den Figuren 2 und 3 separat dargestellt ist.
[0035] Das Einlegeteil 26 hat eine langgestreckte Form. In dem in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel erstreckt sich das Einlegeteil 26 vom unteren Ende des Sammelrohres
12 bis zum Trennblech 24. Genauer gesagt ist das untere Ende des Einlegeteils 26 knapp
unterhalb des Kältemitteleinlasses 20 angeordnet, während sich das obere Ende etwa
auf drei Viertel der Höhe des Kondensators 10 befindet.
[0036] Das Einlegeteil 26 hat und eine vom Kältemitteleinlass 20 abgewandte und den Wärmetauscherkanälen
16 zugewandte erste Seitenwand 28 und eine dem Kältemitteleinlass 20 zugewandte und
von den Wärmetauscherkanälen 16 abgewandte zweite Seitenwand 30.
[0037] Von den Längskanten der zweiten Seitenwand 30 erheben sich zwei Ränder 32, 34 in
Richtung der Wärmetauscherkanäle 16. Die zweite Seitenwand 30 ist über einen größeren
Bereich ausgespart. Diese Aussparung 36 erstreckt sich im dargestellten Ausführungsbeispiel
von der Höhe des Kältemitteleinlasses 20 bis etwa auf ein Drittel der Höhe des Kondensators
10.
[0038] Vom unteren Rand der Aussparung 36, also etwa auf der Höhe des Kältemitteleinlasses
20, erstreckt sich ein schräger Übergangsabschnitt 38 in Richtung der Wärmetauscherkanäle
16. Der Übergangsabschnitt 38 geht in die erste Seitenwand 28 über, die parallel zur
zweiten Seitenwand 30 verläuft.
[0039] Die erste Seitenwand 28 erstreckt sich aber nur auf eine Höhe, die kleiner ist als
die Höhe des oberen Rands der Aussparung 36. Somit verbleibt zwischen dem oberen Ende
der ersten Seitenwand 28 und dem oberen Rand der Aussparung 36 ein offener Abschnitt
40. Der offene Abschnitt 40 hat im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Breite von
etwa 12,5 mm und eine Höhe (in Längsrichtung des Einlegeteils 26) von etwa 50 mm.
[0040] In der ersten Seitenwand 28 sind mehrere übereinander angeordnete längliche Austrittsöffnungen
42 gebildet. Die Austrittsöffnungen 42 haben im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Breite von etwa 5 mm und eine Höhe (in Längsrichtung des Einlegeteils 26) von
etwa 10 mm.
[0041] Im Übergangsabschnitt 38 ist lediglich eine kleine Ölabscheideöffnung 44 vorhanden.
Diese hat einen Flächeninhalt in der Größenordnung von etwa 5 mm
2 bis 7,5 mm
2.
[0042] Das zu kondensierende Kältemittel wird dem Kondensator 10 über den Kältemitteleinlass
20 in (im Wesentlichen) gasförmigem Zustand zugeführt. Vom Gas mitgeführtes Öl sammelt
sich am Übergangsabschnitt 38 und wird aufgrund der herrschenden Druckverhältnisse
durch die Ölabscheideöffnung 44 nach unten abgeführt. Das gasförmige Kältemittel wird
von dem Einlegeteil 26 großteils nach oben geleitet, wobei in dem durch die erste
Seitenwand 28 eigentlich versperrten unteren Abschnitt des Sammelrohres 12 ein gewisser
Anteil des Kältemittels durch die länglichen Austrittsöffnungen 42 aus dem Einlegeteil
26 aus- und in die unteren Wärmetauscherkanäle 16 eintreten kann.
[0043] Im Bereich des offenen Abschnitts 40 und darüber kann das gasförmige Kältemittel
ungehindert in die oberen Wärmetauscherkanäle 16 unterhalb des Trennblechs 24 eintreten.
[0044] Insgesamt ergibt sich durch das Einlegeteil 26 mit den länglichen Austrittsöffnungen
42 in der ersten Seitenwand 28, der unterbrochenen zweiten Seitenwand 30 und dem offenen
Abschnitt 40 eine weitgehend homogene Verteilung des Kältemittels auf die Vielzahl
von Wärmetauscherkanälen 16 bis zu dem Trennblech 24. Durch die gleichmäßige Verteilung
des Kältemittels auf die Vielzahl von Wärmetauscherkanälen 16 wird der Druckverlust
des Kältemittels im Kondensator 10 minimiert.
[0045] In den Wärmetauscherkanälen 16 strömt das gasförmige Kältemittel in der Richtung
des Pfeils A und wird dabei abgekühlt. Im zweiten Sammelrohr 14 strömt es in die Trocknerflasche
18 ein und darin nach oben, um in einem oberhalb des Trennblechs 24 abgegrenzten Bereich
des Kondensators 10 durch die dort vorhandenen Wärmetauscherkanäle 16 in der Richtung
des Pfeils B zurück zum ersten Sammelrohr 12 und damit zum Kältemittelauslass 22 zu
strömen.
[0046] Mit der Abkühlung des Kältemittels steigt der Anteil der flüssigen Phase an. Im Bereich
des Kältemittelauslasses 22 ist das Kühlmittel (zumindest nahezu) vollständig flüssig.
[0047] Das im gasförmigen Kältemittel enthaltene Öl, das durch die Ölabscheideöffnung 44
nach unten abgeführt wird, wird vom flüssigen Kältemittel mitgeführt und über den
Kältemittelauslass 22 wieder in den Kältemittelkreislauf eingebracht.
[0048] Der wesentliche Vorteil des mit dem Einlegeteil 26 erreichten Strömungsverhaltens
des Kältemittels im Sammelrohr 12 besteht darin, dass ohne äußerliche Anbauteile und
ohne Änderung des für den Kondensators 10 erforderlichen Bauraumes das gasförmige
Kältemittel sehr gleichmäßig auf eine Vielzahl von Wärmetauscherkanälen 16 verteilt
werden kann.
[0049] Nachfolgend wird die Herstellung des Einlegeteils 26 sowie des entsprechenden Sammelrohres
12 beschrieben.
[0050] Ausgangspunkt ist ein Rohling in Form eines rechteckigen Blechzuschnitts. Die Wandstärke
des Blechs kann in der Größenordnung von 0,5 mm liegen. Insbesondere kann grundsätzlich
dasselbe Material verwendet werden, das auch für das Sammelrohr 12 und die anderen
Bauteile des Kondensators 10 verwendet wird.
[0051] An den beiden voneinander abgewandten schmalen Enden des Rohlings werden dann die
Öffnungen gestanzt, die später den offenen Abschnitt 40, die länglichen Austrittsöffnungen
42 und die Ölabscheideöffnung 44 bilden.
[0052] Anschließend wird der Rohling umgeformt, bis das in den Figuren 2 und 3 gezeigte
Einlegeteil 26 gebildet ist. Dabei wird die erste Seitenwand 28 durch
[0053] Tiefziehen geformt und der Rohling zur Bildung der Ränder 32, 34 im Bereich seiner
Längskanten abgekantet.
[0054] Das Einlegeteil 26 wird dann an einer Abdeckung 46 angebracht, wie in Figur 4 gezeigt.
Die Abdeckung 46 ist langgestreckt und im Querschnitt gekrümmt ausgeführt. Das Einlegeteil
26 wird so mit der Abdeckung 46 verbunden, dass zwischen der konkaven Seite der Abdeckung
46 und der ersten Seitenwand 28 des Einlegeteils 26 ein Strömungskanal gebildet ist.
Der Strömungskanal ist jedoch auf der den Wärmetauscherkanälen 16 zugewandten Seite
aufgrund der länglichen Austrittsöffnungen 42 nicht geschlossen.
[0055] Beim dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Abdeckung 46 zusätzlich einen unteren
Abschnitt 48 auf, in dem sich der Kältemitteleinlass 20 befindet. Ebenso kann die
Abdeckung einen oberen Abschnitt aufweisen, in dem sich der Kältemittelauslass 22
befindet.
[0056] Das Einlegeteil 26 und die Abdeckung 46 können miteinander verclincht werden.
[0057] Als nächster Schritt wird die Abdeckung 46 am Sammelrohr 12 angebracht. Das Sammelrohr
12 ist auf seiner von der Abdeckung 46 abgewandten Seite mit einer Vielzahl von Eintrittsöffnungen
versehen, die in die Wärmetauscherkanäle 16 münden. Die Abdeckung 46 und das Sammelrohr
12 sind vorzugsweise miteinander verlötet.
Bezuaszeichenliste
[0058]
- 10
- Kondensator
- 12
- erstes Sammelrohr
- 14
- zweites Sammelrohr
- 16
- Wärmetauscherkanäle
- 18
- Trocknerflasche
- 20
- Kältemitteleinlass
- 22
- Kältemittelauslass
- 24
- Trennblech
- 26
- Einlegeteil
- 28
- erste Seitenwand
- 30
- zweite Seitenwand
- 32
- Rand
- 34
- Rand
- 36
- Aussparung
- 38
- Übergangsabschnitt
- 40
- offener Abschnitt
- 42
- Austrittsöffnungen
- 44
- Ölabscheideöffnung
- 46
- Abdeckung
- 48
- unterer Abschnitt
1. Kondensator (10) mit einem ersten und einem zweiten Sammelrohr (12, 14), mehreren
übereinander angeordneten Wärmetauscherkanälen (16), die sich zwischen den beiden
Sammelrohren (12, 14) erstrecken, einem Einlass (20) für im Wesentlichen gasförmiges
Kältemittel, der an einem der beiden Sammelrohre (12, 14) angeordnet ist, und einem
Auslass (22) für im Wesentlichen flüssiges Kältemittel, der an einem der beiden Sammelrohre
(12, 14) angeordnet ist, wobei eines der beiden Sammelrohre (12, 14) mit einem Einlegeteil
(26) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) einen Strömungsverlauf in dem Sammelrohr (12) definiert, der
eine Verteilung des Kältemittels auf eine Vielzahl der Wärmetauscherkanäle (16) bewirkt.
2. Kondensator (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) mehrere geometrische Strukturen aufweist, die den Strömungsverlauf
des Kältemittels im Sammelrohr (12) beeinflussen.
3. Kondensator (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) eine den Wärmetauscherkanälen (16) zugewandte erste Seitenwand
(28) aufweist, in der mehrere Austrittsöffnungen (42) gebildet sind.
4. Kondensator (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (42) länglich sind, wobei die Längserstreckung der Austrittsöffnungen
(42) in Richtung der Übereinander-Anordnung der Wärmetauscherkanäle (16) verläuft.
5. Kondensator (10) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen eine Länge im Bereich von 5 mm bis 15 mm, vorzugsweise 10
mm, und eine Breite im Bereich von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm, haben.
6. Kondensator (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) eine von den Wärmetauscherkanälen (16) abgewandte zweite Seitenwand
(30) mit einer Aussparung (36) aufweist.
7. Kondensator (10) nach einem der Ansprüche 2 und 5 und Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem oberen Ende der ersten Seitenwand (28) und einem oberen Rand der Aussparung
(36) ein offener Abschnitt (40) gebildet ist.
8. Kondensator (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Abschnitt (40) länglich ist, wobei die Längserstreckung des offenen Abschnitts
(40) in Richtung der Übereinander-Anordnung der Wärmetauscherkanäle (16) verläuft.
9. Kondensator (10) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Abschnitt (40) eine Länge im Bereich von 30 mm bis 70 mm, vorzugsweise
50 mm, und eine Breite im Bereich von 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise 12,5 mm, hat.
10. Kondensator (10) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) einen geneigten Übergangsabschnitt (38) aufweist, der sich von
einem unteren Rand der Aussparung (36) in Richtung der Wärmetauscherkanäle (16) erstreckt
und in die erste Seitenwand (28) übergeht.
11. Kondensator (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsabschnitt (38) eine Ölabscheideöffnung (44) gebildet ist, die einen Flächeninhalt
im Bereich von 0,75 mm2 bis 9 mm2, vorzugsweise 5 mm2 bis 7,5 mm2, hat.
12. Kondensator (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Eintrittsöffnungen der Vielzahl der Wärmetauscherkanäle (16), auf die das Kältemittel
durch das Einlegeteil (26) verteilt wird, in einem Bereich angeordnet sind, der sich
von einem unteren Ende des Sammelrohres (12) bis zu einem Trennblech (24) im Sammelrohr
(12) erstreckt.
13. Kondensator (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) eine langgestreckte Form hat und sich von einem unteren Ende
des Sammelrohres (12) bis zu einem Trennblech (24) im Sammelrohr (12) erstreckt.
14. Kondensator (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlegeteil (26) fest mit einer Abdeckung (46) verbunden ist, die wiederum dicht
mit dem Sammelrohr (12) verbunden ist.