| (19) |
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(11) |
EP 3 622 239 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.2021 Patentblatt 2021/16 |
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Anmeldetag: 09.05.2018 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2018/062058 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2018/206672 (15.11.2018 Gazette 2018/46) |
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| (54) |
KÄLTEGERÄT MIT TEMPERATURERFASSUNGSMITTEL
REFRIGERATION DEVICE WITH TEMPERATURE DETECTION MEANS
APPAREIL FRIGORIFIQUE COMPORTANT UN MOYEN DE DÉTECTION DE LA TEMPÉRATURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.05.2017 DE 102017110102
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.2020 Patentblatt 2020/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Meyer, Friedhelm |
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35108 Allendorf (Eder) (DE) |
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Erfinder: |
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- Meyer, Friedhelm
35108 Allendorf (Eder) (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rings, Rolf |
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Klingseisen, Rings & Partner
Patentanwälte
Postfach 10 15 61 80089 München 80089 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 157 380 JP-A- 2005 214 565
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DE-A1- 3 110 850 US-A1- 2014 283 538
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät mit mindestens einem Wärmeübertrager
einer Kälteseite und einer Mehrzahl von Wärmeübertragungselementen wie Rippen oder
Lamellen, welche zu einem Grundkörper des Wärmeübertragers zusammengefasst sind, wobei
Mittel zur Erfassung der Temperatur an dem Wärmeübertrager vorgesehen sind. Derartige
Kältegeräte, wie zum Beispiel aus der
US 2014/283538 A1 bekannt, werden in verschiedenen Formen in der Praxis genutzt: beispielsweise als
Kühlmöbel, als Gefriereinheiten, als Kühlraumverdampfer oder auch als Kühlraumluftkühler.
Bei diesen Kältegeräten gibt es in der Regel einen oder mehrere Wärmeübertrager, die
beispielsweise als Verdampfer eines Kältekreislaufs vorgesehen sind. Die Wärmeübertrager
vereisen mit der Zeit und müssen daher periodisch abgetaut werden. Ferner ist es bei
derartigen Wärmeübertragern von Kältegeräten erforderlich, dass die Temperatur entlang
dem gesamten Wärmeübertrager hinweg gemessen und überwacht wird, damit ausreichend
niedrige Temperaturen mit dem Kältegerät erzeugbar sind.
[0002] Bei solchen Kältegeräten wurden bisher zur Erfassung von Temperaturen mehrere Temperatursensoren
an verschiedenen Stellen an dem Wärmeübertrager des Kältegeräts vorgesehen. Solche
Kältegeräte, beispielsweise in Form von Kühlmöbeln in Supermärkten, können erhebliche
Längen von beispielsweise einigen Metern aufweisen. Entlang dieser gesamten Länge
musste daher im Stand der Technik eine Vielzahl von Temperatursensoren angebracht
werden, damit zum einen die Kälteleistung überwacht werden konnte und zum anderen
ein vollständiges und gesichertes Abtauen von Vereisungen an dem Wärmeübertrager in
möglichst kurzer Dauer ermöglicht wurde. Beispielsweise ist es im Stand der Technik
bei derartigen Kältegeräten erforderlich, mehrmals am Tag eine vollständige Abtauung
in bestimmten festgelegten Intervallen vorzunehmen, damit die Kühlleistung und der
Betrieb des Kältegeräts gewährleistet sind. Um den Abtauprozess zu kontrollieren,
sind daher aufwendige Steuerungen und Überwachungssysteme erforderlich, die mit einer
Mehrzahl von aufwendig anzubringenden und kostenintensiven Temperatursensoren arbeiten.
Ein anderes Problem im Stand der Technik besteht darin, dass die vorgefertigten Wärmeübertrager
in Form von Rohrsystemen mit Lamellen oder Rippen das Anbringen von Temperatursensoren
nach der Installation erschweren. So ist es aufgrund der eng aneinanderliegenden Wärmeübertragungselemente
wie der Rippen oder der Lamellen schwierig, in das als einheitliches Kühlpaket gebildete
Wärmeübertragerelement nachträglich Sensoren oder Temperaturerfassungsmittel einzubringen.
[0003] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kältegerät
mit effektiv funktionierenden Temperaturerfassungsmitteln bereitzustellen, bei welchem
die Temperaturerfassungsmittel möglichst einfach und sicher an dem Kältegerät montiert
werden können und welches gegenüber bisher bekannten derartigen Temperaturerfassungssystemen
mit einer geringeren Anzahl von Temperaturerfassungselementen auskommt.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Kältegerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
[0005] Das erfindungsgemäße Kältegerät weist mindestens einen Wärmeübertrager einer Kälteseite
auf, welcher mit einer Mehrzahl von Wärmeübertragungselementen, wie zum Beispiel Lamellen
oder Rippen, versehen ist, die als ein Grundkörper des Wärmeübertragers zusammengefasst
sind, und wobei Mittel zur Temperaturerfassung vorgesehen sind, welche eine Erfassung
von Temperaturen am Wärmeübertrager des Kältegeräts ermöglichen, wobei das Kältegerät
dadurch gekennzeichnet ist, dass als Temperaturerfassungsmittel ein mit einem Kältemittel
gefülltes Wärmeleitrohr vorgesehen ist, welches mindestens teilweise in eine Aussparungen,
Bohrung und/oder Ausnehmung des Grundkörpers formschlüssig eingesetzt ist, wobei das
Wärmeleitrohr in einer Neigung von mindestens einem Grad im Verhältnis zur Horizontalen
des Kältegeräts ausgerichtet ist. Die Aussparung an dem Wärmeübertrager ist damit
so vorgesehen, dass das Wärmeleitrohr als ein Wärmesensor nicht ausgerichtet mit der
Längsachse in dem Kältegerät montiert ist, sondern vielmehr mit einer gewissen leichten
Neigung von vorzugsweise einem Neigungswinkel in der Größenordnung von α = 1° oder
mehr. Weiter bevorzugt ist der Neigungswinkel mindestens α = 3°. Das Wärmeleitrohr
hat den Vorteil, dass mit einer einzigen länglichen Komponente eine effektive Temperaturerfassung
über die gesamte oder mindestens einen Großteil der Länge des Wärmeübertragers von
dem Kältegerät hinweg die Temperatur sicher erfasst werden kann. In dem Lamellenpaket
eines Wärmeübertragers beispielsweise muss lediglich eine entsprechende Nut von einer
Oberseite, Vorderseite oder von einer Unterseite des Wärmeübertragers eingearbeitet
werden, in welche das Wärmeleitrohr als Temperaturerfassungsmittel einfach eingesetzt
werden kann.
[0006] Mit dem Wärmeleitrohr oder "
heat pipe"
, das mit einem Kältemittel gefüllt ist, kann so auf effektive und genaue Art und Weise
eine Temperaturmessung über eine größere Längserstreckung des Wärmeübertragers hinweg
erfolgen. Dort, wo der kälteste Punkt an dem Wärmeübertrager ist, an welchem die kritische
Vereisung stattfindet, taucht das Kältemittel immer wieder aufgrund der Zirkulation
im Inneren des Wärmeleitrohrs auf. Das zweiphasige Gemisch von Kältemittel kondensiert
nämlich an der kältesten Stelle des Wärmeleitrohrs. Zusammen mit dem kalten Teil des
Kältemittels geht dann automatisch die kälteste Temperatur nach unten aufgrund der
geneigten Anordnung. An dem tiefsten Punkt kann dann über Sensoren die tatsächlich
tiefste Temperatur am gesamten Wärmeübertrager auf effektive und einfache Weise erfasst
werden. Auf diese Weise kann ohne das Vorsehen einer Vielzahl von verschiedenen einzelnen
Temperatursensoren eine effektive Auswertung und Überwachung der Vereisung und Abtauung
von derartigen Kältegeräten auch bei größeren Längen von beispielsweise Kühlregalen
von einigen Metern erfolgen. Die Erfindung bietet somit ein Temperaturerfassungssystem,
das mit geringem technischem Aufwand beispielsweise auch nachträglich implementiert
werden kann, geringe Kosten und wenig Komponenten erfordert und dennoch eine hocheffektive
Überwachung derartiger Kältegeräte hinsichtlich einer Vereisung oder eines Abtauprozesses,
der für den Betrieb erforderlich ist, ermöglicht.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Wärmeleitrohr des Kältegeräts
als eine Temperaturerfassungseinrichtung ausgebildet und ist mit einer Auswertungselektronik
versehen. Das Wärmeleitrohr kann so auch nachträglich an bestehenden Kältegeräten
installiert werden, indem die Lamellen des Lamellenpakets von dem Wärmeübertrager
einfach mit einer entsprechenden Nut oder Bohrung zur Montage des Wärmeleitrohrs versehen
werden. Die Nut kann beispielsweise durch ein Einfräsen in das Lamellenpaket entsprechend
der geforderten leichten Schräglage oder Neigung des Wärmeleitrohrs vorgesehen werden.
Das Wärmeleitrohr mitsamt der Auswertungselektronik kann anschließend leicht auch
an bestehenden derartigen Kältegeräten angebracht werden. Die Montage des Wärmeleitrohrs
als Temperaturerfassungseinrichtung ist denkbar einfach zu realisieren und beeinträchtigt
nicht die Funktionsweise und den konstruktiven Aufbau von konventionellen derartigen
Wärmeübertragern, wie zum Beispiel Verdampfern in Kältekreisläufen von Kühlmöbeln.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Wärmeleitrohr im Wesentlichen
über die gesamte Länge des Wärmeübertragers zur Erfassung von Temperaturen über seine
Längserstreckung hinweg vorgesehen. Mit nur einem einzigen Temperaturerfassungsmittel
kann so die gesamte Längserstreckung des Wärmeübertragers des Kältegeräts hinsichtlich
der Temperatur und Abtauung überwacht und geregelt werden. Eine effektive Abtauung
des Kältegeräts ist somit in vergleichsweise sehr kurzer Zeitdauer möglich.
[0009] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Wärmeübertragungselemente
des Wärmeübertragers von dem Kältegerät Rippen oder Lamellen, in welchen eine Nut
als Aussparung zum Einsetzen des Wärmeleitrohrs vorhanden ist. Die Nut ist dabei vorzugsweise
so beispielsweise an der Oberseite des Wärmeübertragers angebracht, dass das Wärmeübertragungselement
in der vorgeschriebenen erfindungsgemäßen leichten Neigung im Verhältnis zur Horizontalen
des Wärmeübertragers einfach eingesetzt werden kann. Eine solche Aussparung oder Nut
kann beispielsweise durch Fräsen realisiert sein. Alternativ kann eine solche Aussparung
oder Nut auch durch Umformen der Lamellen oder Rippen des Wärmeübertragers realisiert
werden, wobei die Nut oder Aussparung dabei in einem Bereich an einem Rand des Wärmeübertragerpakets
vorgesehen wird, welcher außerhalb des Rohrsystems für das Kältemittel oder Kühlmedium
vorgesehen ist. Auf diese Weise werden die Funktionsweise und die Konstruktion des
Wärmeübertragers gegenüber herkömmlichen derartigen Wärmeübertragern nicht verändert
oder müssen nicht angepasst werden.
[0010] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Aussparung
oder Nut in einem oberen oder unteren Randbereich des Wärmeübertragers außerhalb von
Leitungen eines Kälte- oder Wärmefluids gebildet. Alternativ kann auch zumindest teilweise
eine Bohrung mit schräger Ausrichtung vorgesehen sein.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Aussparung
zur Aufnahme des Wärmeleitrohrs eine nutförmige Aufnahme mit halbkreisförmigem Boden,
welcher in der Form und Abmessung an den Außenumfang des Wärmeleitrohrs angepasst
ist. Das Wärmeleitrohr kann so direkt in einen formschlüssigen Kontakt mit den jeweiligen
Wärmeleitelementen (Rippen bzw. Lamellen) des Wärmeübertragers gelangen, und zwar
dies an einem mindestens halbkreisförmigen Außenumfang des Wärmeleitrohrs. Die Wärmeübertragung
von dem Wärmeübertrager auf das Wärmeleitrohr zur Erfassung der Temperatur ist somit
optimiert und entsteht durch den direkten Kontakt zwischen dem Außenumfang des Wärmeleitrohrs
und den angrenzenden, die Aufnahme oder Nut bildenden Wärmeleitelementen.
[0012] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Aussparung
zur Aufnahme des Wärmeleitrohrs durch ein Umbiegen von einem Material von Lamellen
oder Rippen des Wärmeübertragers realisiert. Die umgebogenen Randbereiche der Nut
oder Aufnahme sind durch flächige Materialelemente gebildet, welche den Kontakt mit
dem Wärmeleitrohr noch weiter erhöhen.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind Klemmen oder
Klammern zur Halterung des Wärmeleitrohrs in dem Wärmeübertrager des Kältegeräts vorgesehen.
Das Wärmeleitrohr kann so leicht montiert und demontiert werden, beispielsweise zu
Zwecken einer Wartung. Auch sind keine konstruktiv aufwendigen Verbindungsmittel,
wie zum Beispiel Schrauben oder Lötverbindungen, zur Montage des Wärmeleitrohrs an
dem Kältegerät erforderlich.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Wärmeübertrager
ein Verdampfer oder Luftkühler eines Kältekreislaufs in einem Kühlmöbel oder einer
Kühlraumvorrichtung. Alternativ kann das Kältegerät auch ein anderes Gerät oder eine
andere Vorrichtung sein, bei welcher derartige Wärmeübertrager in einem Kältebereich
betrieben werden, wie zum Beispiel Wärmeübertrager in Kühlmöbeln oder Gehäusegeräten.
Bei all diesen Geräten besteht ein Problem hinsichtlich der Vereisung an der Außenseite
des Wärmeübertragers der Kälteseite, das eine regelmäßige, periodische Abtauung erfordert.
Dieses Problem wird mit dem erfindungsgemäßen Kältegerät deutlich einfacher als bisher
gelöst. Die konstruktiven Mittel und die Umsetzung und Realisierung der Temperaturerfassung
mittels des Wärmeleitrohrs ist vergleichsweise einfach, insbesondere im Vergleich
zu bekannten derartigen Systemen, bei welchem eine Vielzahl von separaten, teuren
Temperatursensoren an dem Kühlmöbel jeweils an verschiedenen Stellen installiert werden
musste.
[0015] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand von Ausführungsbeispielen
der Erfindung mehr im Detail und unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung im
Folgenden beschrieben werden. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Perspektivansicht eines Kältegeräts gemäß einer erfindungsgemäßen
Ausgestaltung mit einem montierten Wärmeleitrohr;
- Fig. 2a und Fig. 2b
- auszugsweise Querschnittsansichten auf Höhe des Wärmeleitrohrs des erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiels zur Veranschaulichung der geneigten Montageposition des Wärmeleitrohrs;
- Fig. 3
- eine schematische Vorderansicht eines Kältegeräts gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
[0016] Das erfindungsgemäße Kältegerät 10 dieses Ausführungsbeispiels ist beispielsweise
ein Wärmeübertrager 1, welcher ein Verdampfer eines Kühlmöbels in einem Supermarkt
oder ähnlichem ist. Das Kältegerät 10 hat eine gewisse Längserstreckung und ist mit
einem System von miteinander zusammengefassten Wärmeübertragungselementen 2 in Form
von Lamellen oder Rippen versehen. Zwischen diesen
[0017] Wärmeübertragungselementen 2 des Wärmeübertragers 1 ist ein Rohrleitungssystem mit
einem darin zirkulierenden Kältemittel eines Kältekreislaufs oder ähnlichem vorgesehen.
Dieses Rohrleitungssystem des Wärmeübertragers 1 ist an der Stirnseite des Kältegeräts
10 der Fig. 1 schematisch veranschaulicht und ist im Stand der Technik hinlänglich
bekannt. Erfindungsgemäß ist nun das Kältegerät 10 dieses Ausführungsbeispiels mit
einem speziellen Mittel zur Erfassung von Temperaturen versehen, das hier in Form
eines Wärmeleitrohrs 3 vorgesehen ist. Das Wärmeleitrohr 3 hat bei diesem Beispiel
im Wesentlichen die gleiche Längserstreckung wie das Kältegerät 10 bzw. der Wärmeübertrager
1 des Kältegeräts 10. Das Wärmeleitrohr 3 ist ein sogenanntes "
heat pipe", in welchem ein mit Kältemittel gefülltes Rohr vorgesehen wird, das mit einer leichten
Schräglage bzw. Neigung im Verhältnis zu der Horizontalen in dem Wärmeübertrager 1
montiert ist. Mit dieser Neigung wird eine automatische Zirkulation des zweiphasigen
Kältemittels erreicht. Die kälteste Stelle ist dabei immer am niedrigsten Punkt des
Wärmeleitrohrs 3, wo sie dann zur Erfassung einer Gefrier- oder Abtautemperatur dient.
Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Wärmeleitrohr 3 in einem
Neigungswinkel α von beispielsweise 1° bis 5° montiert. Mit dieser leichten Schräglage
kann erfindungsgemäß das Wärmeleitrohr 3 effektiv zur Temperaturermittlung entlang
der Längserstreckung des Wärmeübertragers 1 und damit des Kältegeräts 10 vorgesehen
werden. Mit in den schematischen Zeichnungen nichtdargestellten Auswertungs- und Steuergeräten
kann anhand des einzigen Kälterohrs 3 die Vereisung an dem Wärmeübertrager 1 effektiv
und wirksam über die gesamte Längserstreckung hinweg überwacht und gesteuert werden.
Auf diese Weise lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Kältegerät das periodisch erforderliche
Abtauen optimieren, nicht nur, was den tatsächlichen Abtauzeitpunkt und die Temperatur
zur Abtauung betrifft, sondern auch, was die Dauer des Abtauvorgangs betrifft. Dies
ist für solche Kühlmöbel oder Kältegeräte ein wesentlicher Faktor, beispielsweise
wenn in einer Lebensmittelabteilung eines Supermarkts die Kühlkette möglichst nur
kurz unterbrochen werden soll.
[0018] Anstatt wie im Stand der Technik die Abtauung der Vereisung des Wärmeübertragers
anhand von mehreren einzelnen punktuellen Temperaturfühlern zu realisieren, wird erfindungsgemäß
einfach eine entsprechend geformte Nut oder Aussparung 4 in beispielsweise die Oberseite
oder Frontseite des Wärmeübertragers 1 eingearbeitet. Die Nut 4 kann durch ein Fräsen,
durch ein Umformen oder durch andere dem Fachmann des Gebiets bekannte Mittel realisiert
werden. Nachdem die Nut in der Form und in der Größe entsprechend dem Wärmeleitrohr
3 und in der gewünschten Neigung zur Horizontalen des Kältegeräts 10 vorgesehen ist,
kann dieses einfach in diese Nut 4 eingesetzt werden. Zur Halterung des Wärmeleitrohrs
3 an dem Wärmeübertrager 1 können Klammern 6 oder Klemmen vorgesehen sein, wie dies
beispielsweise in Fig. 2b veranschaulicht ist. Andere Befestigungsmittel für das Wärmeleitrohr
3 wie ein Löten, Verstemmen oder Kleben sind auch denkbar und erfindungsgemäß realisierbar.
[0019] Die Fig. 2a und 3b zeigen zwei unterschiedliche Positionen des Wärmeleitrohrs 3 gemäß
dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, woraus ersichtlich ist, dass mit der vorbestimmten
Neigung in einem Winkel α von 1° bis beispielsweise 5° oder von vorzugsweise 3° das
Wärmeleitrohr 3 insgesamt unterschiedlich hoch je nach der Position über die Länge
hinweg von dem Kältegerät montiert ist. Die Aussparung 4 ist also in der gewünschten
Schräglage am Wärmeübertrager 1 direkt vorgesehen. Mit diesem Positionsunterschied
oder der schrägen Montage wird ein ständiges Zirkulieren des im Inneren des Wärmeleitrohrs
3 vorhandenen Kältemittels erreicht. Die Temperatur des Kältemittels kann somit immer
an dem kältesten Punkt erfasst werden, da das kalte Kältemittel aufgrund der Schwerkraft
von sich aus im Inneren des Wärmeleitrohrs 3 absinkt und zirkuliert. Mit dieser Maßnahme
und solch einem Wärmeleitrohr kann mit einer einzigen Komponente, nämlich dem erfindungsgemäßen
Wärmeleitrohr 3, eine effektive Überwachung und Erfassung der Temperaturen an dem
in der Regel sehr langen Wärmeübertrager 1 des Kältegeräts 10 vorgenommen werden.
[0020] In der Fig. 3 ist anhand einer Vorderansicht ein zweites Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist hier das
Wärmeleitrohr 3 an einer Vorderseite des Wärmeübertragers 1 des Kältegeräts 10 angebracht.
Auch hier ist eine Aussparung 4 in Form einer Nut 5 in dem Lamellenpaket der Wärmeübertragungselemente
2 in einer Schräge mit Neigungswinkel α von zum Beispiel 3° vorgesehen, in welche
das Wärmeleitrohr 3 eingesetzt ist. Am tiefsten Punkt, nämlich links in Fig. 3, ist
ein Sensor 7 zur Temperaturerfassung eingebaut.
[0021] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf lediglich ein Wärmeleitrohr 3 begrenzt,
und es können auch mehrere Wärmeleitrohre bei Bedarf an verschiedenen Positionen des
Wärmeübertragers 1 montiert werden. Auch muss sich das Wärmeleitrohr 3 nicht über
die gesamte Länge des Kältegeräts 10 erstrecken und kann beispielsweise nur einen
kritischen Teil oder nur eine Hälfte von dem Kältegerät 10 überwachen. Auf konstruktiv
einfache Art und Weise werden mit der Erfindung so eine effektive Temperaturüberwachung
und ein effektives Abtauungssystem derartiger Kältegeräte realisiert.
1. Kältegerät (10) mit mindestens einem Wärmeübertrager (1) einer Kälteseite, welcher
mit einer Mehrzahl von Wärmeübertragungselementen (2) versehen ist, die als ein Grundkörper
(11) des Wärmeübertragers (1) zusammengefasst sind, und mit einem Mittel zur Temperaturerfassung,
welches eine Erfassung von Temperaturen am Wärmeübertrager (1) ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass als Temperaturerfassungsmittel ein mit einem Kältemittel gefülltes Wärmeleitrohr
(3) vorgesehen ist, welches mindestens teilweise in eine Aussparung (4), Bohrung und/oder
Ausnehmung des Grundkörpers (11) formschlüssig eingesetzt ist, wobei das Wärmeleitrohr
(3) in einer Neigung von mindestens einem Grad im Verhältnis zur Horizontalen des
Kältegeräts (10) ausgerichtet ist.
2. Kältegerät (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeleitrohr (3) als Temperaturerfassungseinrichtung ausgebildet und mit einer
Auswertungselektronik versehen ist.
3. Kältegerät (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmeleitrohr (3) im Wesentlichen über die gesamte Länge des Wärmeübertragers
(1) zur Erfassung von Temperaturen über seine Längserstreckung hinweg vorgesehen ist.
4. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragungselemente (2) des Wärmeübertragers (1) Rippen oder Lamellen sind,
in welchen eine Nut (5) als Aussparung (4) zum Einsetzen des Wärmeleitrohrs (3) vorhanden
ist.
5. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4) des Wärmeübertragers (1) durch Fräsen realisiert ist.
6. Kältegerat (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4) des Wärmeübertragers (1) durch Umformen realisiert ist.
7. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4) in einem vorderen, oberen oder unteren Randbereich des Wärmeübertragers
(1) außerhalb von Leitungen eines Kälte- oder Wärmefluids gebildet ist.
8. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4) eine nutförmige Aufnahme mit halbkreisförmigem Boden ist, welcher
in der Form und Abmessung an den Außenumfang des Wärmeleitrohres (3) angepasst ist.
9. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (4) durch Umbiegen von einem Material von Lamellen oder Rippen des
Wärmeübertragers (1) realisiert ist.
10. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Klemmen oder Klammern (6) zur Halterung des Wärmeleitrohres (3) vorgesehen sind.
11. Kältegerät (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager (1) ein Verdampfer eines Kältekreislaufs in einem Kühlmöbel oder
ein Verdampfer in einem Kühlraum ist.
1. Refrigeration device (10) with at least a heat exchanger (1) of a cooling side, which
is provided with a plurality of heat exchange members (2), which are collected together
as a base body (11) of the heat exchanger (1), and with a temperature detection means,
which allows a detection of temperatures at the heat exchanger (1), characterised in that as temperature detection means there is provided a heat conduction pipe (3) filled
with a refrigerant, which is at least partly inserted in a form-fitting manner in
a cutout (4), bore and/or recess of the base body (11), wherein the heat conduction
pipe (3) is aligned in an inclination of at least one degree in relation to the horizontal
of the refrigeration device (10).
2. Refrigeration device (10) according to claim 1, characterised in that the heat conduction pipe (3) is formed as temperature detection means and provided
with evaluation electronics.
3. Refrigeration device (10) according to claim 1 or 2, characterised in that the heat conduction pipe (3) is substantially provided along the whole length of
the heat exchanger (1) for detecting temperatures along its longitudinal extension.
4. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the heat exchange members (2) of the heat exchanger (1) are fins or lamellas, in
which a groove (5) is provided as a cutout (4) for inserting the heat conduction pipe
(3).
5. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the cutout (4) of the heat exchanger (1) is realised by milling.
6. Refrigeration device (10) according to one of claims 1 to 4, characterised in that the cutout (4) of the heat exchanger (1) is realised by deformation.
7. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the cutout (4) is formed in a front, upper or lower edge area of the heat exchanger
(1) outside of pipes of a refrigeration- or heating-fluid.
8. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the cutout (4) is a groove-shaped receiving part with semicircular bottom, which
is adapted in shape and dimension to the outer circumference of the heat conduction
pipe (3).
9. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the cutout (4) is realised by bending of a material of lamellas or fins of the heat
exchanger (1).
10. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that clips or clamps (6) are provided for fixing the heat conduction pipe (3).
11. Refrigeration device (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the heat exchanger (1) is an evaporator of a refrigeration cycle in a refrigeration
unit or an evaporator in a cooling chamber.
1. Appareil frigorifique (10) avec au moins un échangeur de chaleur (1) du côté froid,
qui est pourvu de plusieurs éléments de transmission de chaleur (2), qui sont réunis
en tant que corps de base (11) de l'échangeur de chaleur (1), et avec un moyen de
détection de la température, qui permet une détection des températures sur l'échangeur
de chaleur (1), caractérisé en ce que en ce qu'il est prévu comme moyen de détection de la température un tube conducteur de chaleur
(3) rempli d'un fluide frigorigène, lequel tube conducteur de chaleur (3) est inséré
par complémentarité de forme au moins partiellement dans un évidement (4), un perçage
et/ou un évidement du corps de base (11), le tube conducteur de chaleur (3) étant
orienté avec une inclinaison d'au moins un degré par rapport à l'horizontale de l'appareil
frigorifique (10).
2. Appareil frigorifique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tube conducteur de chaleur {(3) est conçu comme un dispositif de détection de
la température et est pourvu d'une électronique d'évaluation.
3. Appareil frigorifique (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le tube conducteur de chaleur (3) est prévu sensiblement sur toute la longueur de
l'échangeur de chaleur (1) pour détecter des températures sur son extension longitudinale.
4. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les éléments de transfert de chaleur (2) de l'échangeur de chaleur (1) sont des nervures
ou des ailettes, dans lesquelles une rainure (5) est présente comme évidement (4)
pour l'insertion du tube de conduction de chaleur (3).
5. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (4) de l'échangeur de chaleur (1) est réalisé par fraisage.
6. Appareil frigorifique (10) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'évidement (4) de l'échangeur de chaleur (1) est réalisé par formage.
7. Appareil frigorifique (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'évidement (4) est formé dans une partie de bord avant, supérieure ou inférieure
de l'échangeur de chaleur (1) à l'exception des conduits d'un fluide froid ou thermique.
8. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (4) est un réceptacle en forme de rainure avec un fond semi-circulaire,
dont la forme et la dimension sont adaptées à la circonférence extérieure du tube
conducteur de chaleur (3).
9. Appareil frigorifique (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'évidement (4) est réalisé par pliage sur un matériau d'ailettes ou de nervures
de l'échangeur de chaleur (1).
10. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des pinces ou des clips (6) sont prévus pour maintenir le tube conducteur de chaleur
(3).
11. Appareil frigorifique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur (1) est un évaporateur d'un circuit frigorifique dans un meuble
frigorifique ou un évaporateur dans un local frigorifique.


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