[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckelbeschlag zum schwenkbaren Befestigen eines Deckels
an einem Möbelkorpus, wobei der Deckelbeschlag ein erstes Beschlagteil und ein zweites
Beschlagteil, die relativ zueinander bewegbar angeordnet sind, und einen Öffnungswinkelbegrenzer
zur Einstellung eines maximalen Öffnungswinkels des Deckelbeschlages aufweist, wobei
der Öffnungswinkelbegrenzer am ersten Beschlagteil um eine erste Drehachse drehbar
gehalten ist. Der Öffnungswinkelbegrenzer weist entlang seines Außenumfanges mindestens
eine erste Anschlagfläche auf, an der das zweite Beschlagteil in einer den maximalen
Öffnungswinkel aufweisenden ersten Offenstellung des Deckelbeschlages anliegt.
[0002] Insbesondere im Fall von nach oben schwenkenden Deckeln, die an einem Möbelkorpus,
wie einem Hängeschrank einer Einbauküche, schwenkbar befestigt sind, kann der Deckel
oder zumindest ein Deckelelement teilweise über den Oberboden des Möbelkorpus hinausragen.
Es bestehen jedoch Anwendungsfälle, bei denen eine Kollision mit Zimmerdecken oder
anderen Elementen in der Offenstellung des Deckelbeschlages vermieden werden muss.
Um für solche Anwendungsfälle denselben Deckelbeschlag nutzen zu können, sind sogenannte
Öffnungswinkelbegrenzer bekannt, die als Anschlag gestaltet sind. Dann kann der Deckelbeschlag
nicht mehr die konstruktiv ursprünglich vorgesehene maximale Offenstellung erreichen,
sondern wird bereits vor dieser mittels des Öffnungswinkelbegrenzers in einer ersten
Offenstellung mit einem kleineren maximalen Öffnungswinkel gestoppt. Anders ausgedrückt,
befindet sich die dann vorgesehene begrenzte, erste Offenstellung in einer niedrigeren
Position, als ohne Verwendung des Öffnungswinkelbegrenzers. Solche Anwendungsfälle
können sich auch bei Deckelbeschlägen ergeben, bei denen der Deckel, bzw. die Klappe
seitlich oder nach unten in die Offenstellung geschwenkt wird.
[0003] Aus der
DE 10 2010 045 187 A1 ist ein solcher Deckelbeschlag mit einem Öffnungswinkelbegrenzer zur Begrenzung eines
maximalen Öffnungswinkels des Deckelbeschlags bekannt. Der Öffnungswinkelbegrenzer
ist als Exzenter ausgebildet, wobei durch Drehung des Exzenters um eine Drehachse
der maximale Öffnungswinkel des Deckelbeschlages eingestellt werden kann. Zum schwenkbaren
Befestigen eines Deckels werden üblicherweise mehrere, insbesondere zwei solcher Deckelbeschläge
eingesetzt. Hier hat sich jedoch gezeigt, dass eine Einstellung der Deckelbeschläge
auf den exakt gleichen maximalen Öffnungswinkel zeitaufwendig ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Deckelbeschlag bereitzustellen,
der eine einfachere und exakte Einstellung des maximalen Öffnungswinkels ermöglicht.
[0005] Die Aufgabe wird durch einen Deckelbeschlag der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer entlang seines Außenumfanges mindestens eine in Umfangsrichtung,
bezogen auf die erste Drehachse, von der ersten Anschlagfläche beabstandete erste
Stützfläche aufweist, wobei der Öffnungswinkelbegrenzer in der ersten Offenstellung
des Deckelbeschlages sich mit der ersten Stützfläche an einer relativ zum ersten Beschlagteil
ortsfest angeordneten Gegenfläche abstützt.
[0006] Die einfache und exakte Einstellung des maximalen Öffnungswinkels ist möglich, weil
sich der drehbar gehaltene Öffnungswinkelbegrenzer selbst ausrichten kann. In einer
Zwischenstellung und/oder Schließstellung des Deckelbeschlages ist das zweite Beschlagteil
vom Öffnungswinkelbegrenzer beabstandet, sodass der Öffnungswinkelbegrenzer um die
erste Drehachse gedreht werden kann. Bei Montage des Deckelbeschlages reicht bereits
eine grobe Ausrichtung des Öffnungswinkelbegrenzers in die Drehstellung aus, derart,
dass die erste Anschlagfläche zumindest in etwa in den Verfahrweg, respektive Schwenkweg
des zweiten Beschlagteils gedreht wird. Dadurch, dass die Gegenfläche relativ zum
ersten Beschlagteil ortsfest gehalten ist, ist der radiale Abstand zwischen der ersten
Drehachse und der Gegenfläche fest vorgegeben und unveränderlich. Bei grober Ausrichtung
des Öffnungswinkelbegrenzers in die erste Drehstellung stützt sich die erste Stützfläche,
zumindest radial zur ersten Drehachse, an der Gegenfläche ab. Wenn nun beim Überführen
des Deckelbeschlages in die Offenstellung sich das zweite Beschlagteil auf das erste
Beschlagteil zubewegt, stößt das das zweite Beschlagteil an den drehbar gehaltenen
Öffnungswinkelbegrenzer an. Sollte die erste Anschlagfläche nicht exakt zum zweiten
Beschlagteil ausgerichtet sein, wird der Öffnungswinkelbegrenzer vom zweiten Beschlagteil
soweit gedreht, bis die erste Anschlagfläche flächig am zweiten Beschlagteil anliegt.
In dieser ersten Offenstellung ergibt sich eine doppelte Flächenabstützung, in der
der Öffnungswinkelbegrenzer zwischen dem zweiten Beschlagteil und der Gegenfläche
eingespannt ist. Das heißt, der Öffnungswinkelbegrenzer kann in der zumindest einen
ersten Offenstellung nicht um die erste Drehachse gedreht werden. Im Ergebnis können
auch mehrere Deckelbeschläge, die einen Deckel gemeinsam halten, auf denselben maximalen
Öffnungswinkel eingestellt werden, ohne dass hierfür zeitaufwendige manuelle Nachjustierungen
notwendig wären.
[0007] Um den maximalen Öffnungswinkel am Deckelbeschlag einstellen, respektive verändern
zu können, kann der Öffnungswinkelbegrenzer entlang seines Außenumfangs eine zweite
Anschlagfläche und eine in Umfangsrichtung von der zweiten Anschlagfläche beabstandete
zweite Stützfläche aufweisen. Beispielsweise kann der Öffnungswinkelbegrenzer bei
Einnahme einer ersten Drehstellung die Schwenkbewegung des Deckelbeschlages auf einen
maximalen Öffnungswinkel von 107° (erste Offenstellung) und in einer zweiten Drehstellung
auf einen den maximalen Öffnungswinkel von 90° (zweite Offenstellung) begrenzen. Insbesondere
ist ein radialer Abstand zur ersten Drehachse von der ersten Anschlagfläche kleiner
als von der zweiten Anschlagfläche, wobei das zweite Beschlagteil in einer den maximalen
Öffnungswinkel aufweisenden zweiten Offenstellung des Deckelbeschlages an der zweiten
Anschlagfläche des Öffnungswinkelbegrenzers anliegt und der Öffnungswinkelbegrenzer
sich mit der zweiten Stützfläche an der relativ zum ersten Beschlagteil ortsfest angeordneten
Gegenfläche abstützt. Somit kann der Deckelbeschlag in der einen ersten, einen größeren
Öffnungswinkel aufweisenden Offenstellung, in der der Öffnungswinkelbegrenzer in der
ersten Drehstellung ist, mit dem zweiten Beschlagteil an der ersten Anschlagfläche
des Öffnungswinkelbegrenzers anliegen und der Öffnungswinkelbegrenzer sich mit der
ersten Stützfläche an einer relativ zum ersten Beschlagteil ortsfest angeordneten
Gegenfläche abstützen. Weiterhin kann der Deckelbeschlag in einer zweiten, einen kleineren
Öffnungswinkel aufweisenden Offenstellung, in der der Öffnungswinkelbegrenzer in der
zweiten Drehstellung ist, mit dem zweiten Beschlagteil an der zweiten Anschlagfläche
des Öffnungswinkelbegrenzers anliegen und der Öffnungswinkelbegrenzer sich mit der
zweiten Stützfläche an der relativ zum ersten Beschlagteil ortsfest angeordneten Gegenfläche
abstützen. Auf diese Weise ergibt sich auch in der zweiten Offenstellung des Deckelbeschlages
eine doppelte Flächenabstützung. Vorzugsweise ermöglicht der Öffnungswinkelbegrenzer
eine gestufte Einstellbarkeit des maximalen Öffnungswinkels. Insbesondere kann der
Öffnungswinkelbegrenzer eine Einstellung des maximalen Öffnungswinkels mit 90° und
107° ermöglichen. Grundsätzlich kann der Öffnungswinkelbegrenzer aber auch mehr als
zwei, insbesondere drei, vier oder fünf Anschlagflächen und Stützflächen aufweisen,
um mehr als zwei Offenstellungen mit jeweils unterschiedlichen maximalen Öffnungswinkeln
einstellen zu können. Grundsätzlich ist aber auch möglich, dass der Öffnungswinkelbegrenzer
nur die eine erste Anschlagfläche und gegebenenfalls auch nur die eine erste Stützfläche
aufweist. Auf diese Weise kann ebenfalls der maximale Öffnungswinkel des Deckelbeschlages
eingestellt werden, in dem entweder die erste Anschlagfläche zum zweiten Beschlagteil
ausgerichtet wird oder die erste Anschlagfläche aus dem Verfahrweg des zweiten Beschlagteiles
herausgedreht wird, sodass das zweite Beschlagteil am Öffnungswinkelbegrenzer ungehindert
vorbeibewegt und der Deckelbeschlag entsprechend bis in die konstruktiv ursprünglich
vorgesehene maximale Offenstellung des Deckelbeschlages geöffnet werden kann. Zweckmäßigerweise
ist die zumindest eine erste Anschlagfläche exzentrisch zur ersten Drehachse angeordnet.
[0008] Vorzugsweise ist die zweite Stützfläche in Umfangsrichtung zwischen der ersten Stützfläche
und der ersten Anschlagfläche angeordnet. Weiterhin kann die erste Anschlagfläche
in Umfangsrichtung zwischen der zweiten Anschlagfläche und der zweiten Stützfläche
angeordnet sein. Dadurch kann der Öffnungswinkelbegrenzer auf einfache Weise in unterschiedliche
Drehstellungen, insbesondere die erste Drehstellung und die zweite Drehstellung, gedreht
werden. Insbesondere sind die zumindest eine erste Anschlagfläche und die zumindest
eine erste Stützfläche in axialer Richtung, das heißt entlang der erste Drehachse,
axial überlappend angeordnet. Mit anderen Worten liegen diese Flächen vorzugsweise
auf einer gemeinsamen axialen Höhe, sodass durch Drehen des Öffnungswinkelbegrenzers
zwischen den einzelnen Drehstellungen gewechselt werden kann. Vorzugsweise entspricht
ein radialer Abstand der ersten Drehachse zur Gegenfläche, zumindest in etwa, einem
radialen Abstand der zumindest einen ersten Anschlagfläche und der ersten Drehachse.
[0009] Des Weiteren können die erste Stützfläche und die zweite Stützfläche eben ausgebildet
sein. Dadurch wird vermieden, dass die Gegenfläche durch den sich abstützenden Öffnungswinkelbegrenzer
eingekerbt wird. Weiterhin können die erste Stützfläche und die zweite Stützfläche
winklig zueinander ausgerichtet sein. Vorzugsweise weist der Öffnungswinkelbegrenzer
entlang seines Außenumfangs zwischen der ersten Stützfläche und der zweiten Stützfläche
einen Bogenabschnitt auf, der insbesondere konzentrisch zur ersten Drehachse angeordnet
ist. Dies gewährleistet eine einfache Einstellung, respektive Verstellung des Öffnungswinkelbegrenzers
um die erste Drehachse in unterschiedliche Drehstellungen. Insbesondere kann die zumindest
eine erste Stützfläche exzentrisch zur ersten Drehachse angeordnet sein.
[0010] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass Mittel zur Erzeugung einer
sensorisch wahrnehmbaren Bestätigung bei Änderung oder Einnahme einer Drehstellung
des Öffnungswinkelbegrenzers vorhanden sind. Auf diese Weise erhält der Monteur bei
Drehung des Öffnungswinkelbegrenzers eine sensorisch wahrnehmbare Bestätigung, zum
Beispiel ein hörbares Klicken. Von Vorteil ist, dass der Monteur keinen direkten Blickkontakt
auf den Öffnungswinkelbegrenzer benötigt, wenn er diesen verstellt. Somit kann der
Öffnungswinkelbegrenzer beispielsweise in Sandwich-Bauweise zwischen zwei Beschlagteilen
des Deckelbeschlages eingesetzt sein, sodass sich der Monteur dem Öffnungswinkelbegrenzer
aus radialer Richtung nähern kann, um diesen um die erste Drehachse zu verstellen.
Dadurch ergibt sich eine besonders kompakte Bauform des Deckelbeschlags, insbesondere
in axialer Richtung. Insbesondere können die Mittel zur Erzeugung einer sensorisch
wahrnehmbaren Bestätigung einen am Öffnungswinkelbegrenzer ausgebildeten radialen
Vorsprung und eine am ersten Beschlagteil ausgebildete axiale Erhebung aufweisen.
Der radiale Vorsprung und die axiale Erhebung können beim Drehen des Öffnungswinkelbegrenzers
zusammenwirken, beispielsweise durch ein Gleiten des Vorsprungs über die Erhebung.
Wenn der Vorsprung bei Drehung des Öffnungswinkelbegrenzers über die Erhebung gleitet,
wird der Öffnungswinkelbegrenzer, insbesondere der Vorsprung axial vorgespannt und
springt beim Abgleiten an der Erhebung federnd zurück, wodurch ein akustisch wahrnehmbares
Klicken erzeugt wird oder eine Schwingung spürbar ist. Hierzu können die Erhebung
und der Vorsprung auf einem gemeinsamen, konzentrisch zur ersten Drehachse ausgerichteten
Kreisringabschnitt angeordnet sein. Statt eines radialen Vorsprunges kann der Öffnungswinkelbegrenzer
beispielsweise ebenfalls eine axiale Erhebung aufweisen, die mit der axialen Erhebung
am ersten Beschlagteil zusammenwirkt. Um eine feingliedrige Bestätigung zu erhalten,
können auch mehrere der Erhebungen und/oder der Vorsprünge vorgesehen sein.
[0011] Zweckmäßiger Weise ist der Öffnungswinkelbegrenzer werkzeuglos drehbar. Auf diese
Weise kann der Öffnungswinkelbegrenzer per Hand um die erste Drehachse gedreht werden.
Der Öffnungswinkelbegrenzer kann eine konzentrisch zur ersten Drehachse angeordnete
Bohrung aufweisen. An dem ersten Beschlagteil kann ein axial ausgerichteter Bolzen
angeordnet sein, der sich durch die Bohrung des Öffnungswinkelbegrenzers erstreckt.
Vorzugsweise ist der Deckelbeschlag eine vormontierte Baueinheit, bei der der Öffnungswinkelbegrenzer
zwischen dem ersten Beschlagteil und einem weiteren Beschlagteil des Deckelbeschlages
angeordnet ist. Insbesondere ist der Öffnungswinkelbegrenzer in einer Ebene mit dem
zweiten Beschlagteil angeordnet.
[0012] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der Öffnungswinkelbegrenzer ein Flachkörper
ist. Dadurch ergibt sich ein in axialer Richtung, das heißt entlang der ersten Drehachse,
besonders kompakt bauender Deckelbeschlag. Die axiale Erstreckung des Öffnungswinkelbegrenzers,
sprich dessen Dicke, ist bei der Ausgestaltung als Flachkörper um ein Vielfaches kleiner
als die Länge und/oder Breite des Öffnungswinkelbegrenzers. Der Öffnungswinkelbegrenzer
kann zum Beispiel aus einem Metallblech oder einem stabilen, flächigen Kunststoff
hergestellt sein. Vorzugsweise liegt der als Flachkörper ausgebildete Öffnungswinkelbegrenzer
in einer Ebene mit dem zweiten Beschlagteil und weist, zumindest in etwa, dieselbe
Materialdicke auf wie das zweite Beschlagteil.
[0013] Weiterhin kann die erste Drehachse parallel zu der mindestens einen ersten Anschlagfläche
und der zumindest einen ersten Stützfläche verlaufen. Dadurch ergibt sich ein Deckelbeschlag
mit einem einfach zu bedienenden und stabilen Öffnungswinkelbegrenzer.
[0014] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das zweite Beschlagteil an dem
ersten Beschlagteil um eine zweite Drehachse schwenkbar befestigt sein. Das erste
Beschlagteil und das zweite Beschlagteil nähern sich bei einer Schwenkbewegung in
die Offenstellung einander an und entfernen sich voneinander bei einer Schwenkbewegung
in die Schließstellung. Insbesondere sind die erste Drehachse und die zweite Drehachse
parallel zueinander ausgerichtet.
[0015] Zweckmäßigerweise ist die Gegenfläche am ersten Beschlagteil ausgebildet. Beispielsweise
kann die Gegenfläche an einem flanschartig ausgebildeten Halteabschnitt des ersten
Beschlagteils ausgebildet sein. An diesem Halteabschnitt kann eine Haltefläche ausgebildet
sein, an der der Deckel im montierten Zustand anliegt und insbesondere mittels Schraubverbindungen
befestigt sein kann. In bevorzugter Weise ist die Haltefläche an einer von der Gegenfläche
abgewandten Seite des ersten Beschlagteils, insbesondere des Halteabschnitts angeordnet.
Insbesondere sind die Gegenfläche und die Haltefläche parallel zueinander angeordnet.
Die erste Drehachse kann parallel zu der Gegenfläche verlaufen.
[0016] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann vorgesehen sein, dass der
Deckelbeschlag ein Basiselement zur Montage des Deckelbeschlages an einer Seitenwand
des Möbelkorpus aufweist. Weiterhin kann der Deckelbeschlag einen Schwenkarm, der
an einem Ende an dem Basiselement schwenkbar befestigt ist, aufweisen. Der Schwenkarm
kann an einem anderen Ende an dem ersten Beschlagteil um die erste Drehachse schwenkbar
befestigt sein. Weiterhin kann das zweite Beschlagteil ein Steuerarm sein. Somit kann
das zweite Beschlagteil an einem Ende am Basiselement schwenkbar befestigt sein und
an einem anderen Ende an dem ersten Beschlagteil um die zweite Drehachse schwenkbar
befestigt sein.
[0017] Vorzugsweise ist der Öffnungswinkelbegrenzer zwischen dem ersten Beschlagteil und
dem Schwenkarm angeordnet. Auf diese Weise ergibt sich eine besonders kompakte Bauform
des Deckelbeschlages. Der Öffnungswinkelbegrenzer kann per Hand aus radialer Richtung
kommend erreicht werden, um diesen um die erste Drehachse zu drehen. Vorzugsweise
liegt der Öffnungswinkelbegrenzer in einer Ebene mit dem als Steuerarm ausgebildeten
zweiten Beschlagteil.
[0018] Alternativ zu der Ausgestaltung des ersten Beschlagteiles als Halterung für den Deckel
könnte das erste Beschlagteil zum Beispiel auch ein Basisteil des Deckelbeschlages
sein, welches am Möbelkorpus befestigt wird. Der Öffnungswinkelbegrenzer könnte am
Basisteil drehbar gehalten sein, wobei das zweite Beschlagteil beispielsweise der
Steuerarm des Deckelbeschlages sein könnte.
[0019] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
Hierin zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Deckelbeschlages an einem Möbel in einer
ersten Offenstellung, in der ein Öffnungswinkelbegrenzer einen maximalen Öffnungswinkel
des Deckelbeschages auf 107 Grad beschränkt;
- Figur 2
- eine Seitenansicht des Deckelbeschlages gemäß Figur 1 in einer Zwischenstellung;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des Deckelbeschlages gemäß Figur 1, wobei der Öffnungswinkelbegrenzer
einen maximalen Öffnungswinkel des Deckelbeschages auf 90 Grad beschränkt; und
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Deckelbeschlages gemäß Figur 3 in einer Zwischenstellung.
[0020] Die Figuren 1 bis 4 zeigen einen erfindungsgemäßen Deckelbeschlag 1, der dem schwenkbaren
Befestigen eines Deckels 2 an einem Möbelkorpus 3 dient.
[0021] Der Deckelbeschlag 1 weist ein Basiselement 4 auf, das über nicht dargestellte Befestigungsschrauben
und ggf. über nicht näher gezeigte Befestigungszapfen, die in Montagelöcher 6 einer
Seitenwand 7 des Möbelkorpus 3 eingreifen, an dem Möbelkorpus 3 befestigt ist.
[0022] An dem Basiselement 4 ist ein Schwenkarm 8 um eine erste Korpusachse K1 schwenkbar
befestigt. An einem von der ersten Korpusachse K1 entfernten Ende ist der Schwenkarm
8 mit einem ersten Beschlagteil 9 des Deckelbeschlages 1 um eine erst Drehachse D1
schwenkbar verbunden. Der Deckel 2 ist mit dem ersten Beschlagteil 9 verbunden, weshalb
die erste Drehachse D1 auch als "erste Deckelachse" bezeichnet werden kann. Die erste
Korpusachse K1 und die erste Drehachse D1 sind beabstandet und parallel zueinander
angeordnet.
[0023] Das erste Beschlagteil 9 ist mittels Schraubverbindungen, die nicht näher gezeigt
sind, mit dem Deckel 2 verbunden. Konkret weist das erste Beschlagteil 9 eine Haltefläche
10 auf, auf der der Deckel 2 im montierten Zustand flächig aufliegt. Die Haltefläche
10 ist an einem flanschartigen Halteabschnitt 11 des ersten Beschlagteils 9 angeordnet.
Von dem Halteabschnitt 11 erstreckt sich quer zur Haltefläche 10 ein hier zumindest
in etwa teilkreisförmig gebildeter Verbindungsabschnitt 12, an dem der Schwenkarm
8 um die erste Drehachse D1 schwenkbar befestigt ist.
[0024] Somit ist der Deckel 2 ausschließlich über den Deckelbeschlag 1 und gegebenenfalls
weitere vergleichbare Deckelbeschläge mit dem Möbelkorpus 3 schwenkbar verbunden.
Es sind keine weiteren Scharniere vorgesehen.
[0025] Um einen definierten Bewegungsablauf des Deckels 2 gegenüber dem Möbelkorpus 3 zu
gewährleisten, weist der Deckelbeschlag 1 ein zweites Beschlagteil 13 auf, das am
Basiselement 4 um eine zweite Korpusachse K2 schwenkbar verbunden ist. Schwenkarmseitig
ist das zweite Beschlagteil 13 am Verbindungsabschnitt 12 des ersten Beschlagteils
9 um eine zweite Drehachse D2, die auch als "zweite Deckelachse" bezeichnet werden
kann, schwenkbar verbunden. Somit kann das zweite Beschlagteil 13 auch als Steuerarm
bezeichnet werden. Die zweite Korpusachse K2 und die zweite Drehachse D2 sind beabstandet
und parallel zueinander sowie beabstandet und parallel zur ersten Korpusachse K1 und
zur ersten Drehachse D1 angeordnet.
[0026] Somit bilden der Schwenkarm 8 und das zweite Beschlagteil 13 eine Parallelogrammanordnung,
die einen definierten Bewegungsablauf des ersten Beschlagteils 9 und damit des Deckels
2 vorgibt.
[0027] Der Deckel 2 lässt sich gegenüber dem Möbelkorpus 3 mittels des Deckelbeschlags 1
in eine, in der Figur 1 dargestellte, erste Offenstellung und in eine nicht näher
gezeigte Schließstellung bewegen, wobei der Deckel 2 in der Schließstellung in einer
vertikalen Position angeordnet ist und eine Öffnung 14 des Möbelkorpus 3 verschließt.
[0028] In der ersten Offenstellung des Deckelbeschlages 1 ist ein maximaler Öffnungswinkel
α mittels eines Öffnungswinkelbegrenzers 15 begrenzt. Der Öffnungswinkelbegrenzer
15 dient der Einstellung des maximalen Öffnungswinkels α des Deckelbeschlages 1, wobei
der Öffnungswinkelbegrenzer 15 am ersten Beschlagteil 9 um die erste Drehachse D1
drehbar gehalten ist.
[0029] In der Figur 1 ist, innerhalb des gestrichelt dargestellten Kreises, ein vergrößerter
Teilausschnitt des Deckelbeschlages 1 um den Öffnungswinkelbegrenzer 15 im Detail
gezeigt.
[0030] Der Öffnungswinkelbegrenzer 15 ist, hier, als Flachkörper ausgebildet. Er liegt in
einer Ebene mit dem zweiten Beschlagteil 13 und ist zwischen dem Verbindungsabschnitt
12 des ersten Beschlagteils 9 und dem Schwenkarm 8 angeordnet. Zur drehbaren Lagerung
des Öffnungswinkelbegrenzers 15 um die erste Drehachse D1 weist der Öffnungswinkelbegrenzer
15 eine Bohrung 16 auf, durch die sich ein am Verbindungsabschnitt 12 des ersten Beschlagteils
9 in axialer Richtung erstreckender Bolzen 17, respektive Zapfen, erstreckt. Der Bolzen
17 ist am ersten Beschlagteil 9 befestigt. An dem vom Verbindungsabschnitt 12 abgewandten
Ende des Bolzens 17 ist der Schwenkarm 8 schwenkbar befestigt.
[0031] Insbesondere in der vergrößerten Teilansicht gemäß der Figur 1 ist erkennbar, dass
der Öffnungswinkelbegrenzer 15 entlang seines Außenumfangs eine erste Anschlagfläche
18 und eine zweite Anschlagfläche 19 aufweist. Durch Verstellen des Öffnungswinkelbegrenzers
15 um die erste Drehachse D1 kann der maximale Öffnungswinkel α des Deckelbeschlages
1 verändert werden, indem entweder die erste Anschlagfläche 18 oder die zweite Anschlagfläche
19 in den Schwenkweg des zweiten Beschlagteils 13 gedreht wird. Ein radialer Abstand
r
1 von der ersten Anschlagfläche 18 zur ersten Drehachse D1 ist kleiner als ein radialer
Abstand r
2 von der zweiten Anschlagfläche 19 zur ersten Drehachse D1.
[0032] In der in Figur 1 gezeigten ersten Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers 15 ist
die erste Anschlagfläche 18 in den Schwenkweg des sich beim Öffnen des Deckelbeschlages
1 an den Öffnungswinkelbegrenzer 15 annähernden zweiten Beschlagteils 13 ausgerichtet.
Dadurch begrenzt der Öffnungswinkelbegrenzer 15 den maximalen Öffnungswinkel α des
Deckelbeschlages 1 auf, hier, 107 Grad.
[0033] In der in Figur 3 gezeigten zweiten Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers 15
ist dieser mit der zweiten Anschlagfläche 19 in den Schwenkweg des zweiten Beschlagteils
13 ausgerichtet, sodass der Öffnungswinkelbegrenzer 15 den maximalen Öffnungswinkel
α des Deckelbeschlages 1, hier, auf 90 Grad begrenzt.
[0034] Die erste Anschlagfläche 18 ist zur zweiten Anschlagfläche 19 winklig ausgebildet.
Die beiden Anschlagflächen 18, 19 sind, hier, eben, das heißt, nicht gebogen, ausgebildet.
Entsprechend ist das zweite Beschlagteil 13 entlang des mit der ersten Anschlagfläche
18 bzw. der zweiten Anschlagfläche 19 in Anlage kommenden Abschnitts 20 ebenfalls
eben ausgebildet. Grundsätzlich möglich ist aber auch, dass das zweite Beschlagteil
13 entlang des Abschnitts 20 gebogen ausgebildet ist, wobei dann die beiden Anschlagflächen
18, 19 gegengleich gebogen sein könnten, um in der jeweiligen Offenstellung flächig
am zweiten Beschlagteil 13 anzuliegen.
[0035] Weiterhin weist der Öffnungswinkelbegrenzer 15 entlang seines Außenumfangs eine erste
Stützfläche 21 und eine zweite Stützfläche 22 auf. Die beiden Stützflächen 21, 22
sind eben ausgebildet und winklig zueinander ausgerichtet. Zwischen den beiden Stützflächen
21, 22 weist der Öffnungswinkelbegrenzer 15 entlang seines Außenumfangs einen Bogenabschnitt
23 auf, der konzentrisch zur ersten Drehachse D1 angeordnet ist. Die zweite Stützfläche
22 ist in Umfangsrichtung zwischen der ersten Stützfläche 21 und der ersten Anschlagfläche
18 angeordnet. Die erste Anschlagfläche 18 ist in Umfangsrichtung zwischen der zweiten
Anschlagfläche 19 und der zweiten Stützfläche 22 angeordnet. Diese Flächen 18, 19,
21, 22 sind entlang des Außenumfanges des Öffnungswinkelbegrenzers 15 auf einer gemeinsamen
Höhe angeordnet, sodass durch Drehen des Öffnungswinkelbegrenzers 15 zwischen den
einzelnen Drehstellungen der maximale Öffnungswinkel α des Deckelbeschlages 1 eingestellt,
respektive verändert werden kann.
[0036] In der ersten Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers 15, die in der Figur 1 gezeigt
ist, stützt sich die erste Stützfläche 21 an einer am flanschartigen Halteabschnitt
11 des ersten Beschlagteils 9 angeordneten Gegenfläche 24 ab. In der zweiten Drehstellung,
die in der Figur 3 gezeigt ist, stützt sich der Öffnungswinkelbegrenzer 15 entsprechend
mit der zweiten Stützfläche 22 an der Gegenfläche 24 ab. Weiterhin liegt das zweite
Beschlagteil 13 mit dem Abschnitt 20 in der ersten Offenstellung, die in der Figur
1 gezeigt ist, bzw. in der zweiten Offenstellung, die in der Figur 3 gezeigt ist,
an der ersten Anschlagfläche 18 bzw. an der zweiten Anschlagfläche 19 an. Dadurch
ergibt sich eine doppelte Flächenabstützung an den in Umfangsrichtung voneinander
beabstandeten Flächenpaaren, nämlich erste Anschlagfläche 18 und erste Stützfläche
21 in der ersten Drehstellung, bzw. zweite Anschlagfläche 19 und zweite Stützfläche
22 in der zweiten Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers 15. Entsprechend ist der
Öffnungswinkelbegrenzer 15 in der jeweiligen Offenstellung eingespannt und drehgesichert.
[0037] Dagegen kann der Öffnungswinkelbegrenzer 15 per Hand, das heißt, werkzeuglos, um
die Drehachse D1 gedreht werden, wenn sich der Deckelbeschlag 1 in einer Zwischenstellung,
die in der Figur 2 bzw. Figur 4 gezeigt ist, oder in einer Schließstellung, zum Beispiel
wenn der Deckel 2 noch nicht montiert ist, gedreht werden. Dann ist das zweite Beschlagteil
13 von dem Öffnungswinkelbegrenzer 15 beabstandet und lediglich die erste Stützfläche
21, bzw. die zweite Stützfläche 22, liegt an der Gegenfläche 24 an.
[0038] Weiterhin weist der Deckelbeschlag 1 Mittel 5, 25 zur Erzeugung einer sensorisch
wahrnehmbaren Bestätigung bei Änderung bzw. Einnahme der ersten Drehstellung bzw.
zweiten Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers 15 auf. Konkret weist der Öffnungswinkelbegrenzer
15 einen radialen Vorsprung 25 auf, der hier entlang des Außenumfangs des Öffnungswinkelbegrenzers
15 zwischen der ersten Stützfläche 21 und der zweiten Anschlagfläche 19 ausgebildet
ist. Weiterhin weisen die Mittel eine axiale Erhebung 5 auf, die am Verbindungsabschnitt
12 des ersten Beschlagteils 9 ausgebildet ist. Der radiale Vorsprung 25 und die axiale
Erhebung 5 sind auf einem gemeinsamen, konzentrisch zur ersten Drehachse D1 ausgerichteten
Kreisringabschnitt angeordnet, der hier der Einfachheit halber nur mit einer konzentrisch
zur ersten Drehachse D1 eingezeichneten Mittellinie M dargestellt ist. Beim Drehen
des Öffnungswinkelbegrenzers 15 um die Drehachse D1 wirken der radiale Vorsprung 25
und die axiale Erhebung 5 zusammen. Der Vorsprung 25 gleitet über die Erhebung 5,
wodurch der Vorsprung 25 axial vorgespannt wird. Sobald der Vorsprung 25 über die
axiale Erhebung 5 hinweg gedreht wird, kann der Vorsprung 25 federnd zurückspringen,
wodurch ein akustisch wahrnehmbares Klicken und eine spürbare Schwingung erzeugt werden.
Der radiale Vorsprung 25 ist, hier, derart in Umfangsrichtung dimensioniert, dass
der Vorsprung 25 bei Einnahme der ersten Drehstellung, wie in der Figur 1 gezeigt,
bzw. in der zweiten Drehstellung, wie in der Figur 3 gezeigt, von der axialen Erhebung
5 gerade abgeglitten ist, sodass bei Montage sowohl die Einnahme der ersten Drehstellung
als auch die Einnahme der zweiten Drehstellung zum einen wahrnehmbar ist und zum anderen
der Öffnungswinkelbegrenzer 15 in der jeweiligen Drehstellung gehalten ist bzw. zur
Drehung des Öffnungswinkelbegrenzers 15 in die jeweilige andere Drehstellung ein leichter
Widerstand überwunden werden muss.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Deckelbeschlag
- 2
- Deckel
- 3
- Möbelkorpus
- 4
- Basiselement
- 5
- Erhebung
- 6
- Montagelöcher
- 7
- Seitenwand
- 8
- Schwenkarm
- 9
- erstes Beschlagteil
- 10
- Haltefläche
- 11
- Halteabschnitt
- 12
- Verbindungsabschnitt
- 13
- zweites Beschlagteil
- 14
- Öffnung
- 15
- Öffnungswinkelbegrenzer
- 16
- Bohrung
- 17
- Bolzen
- 18
- erste Anschlagfläche
- 19
- zweite Anschlagfläche
- 20
- Abschnitt
- 21
- erste Stützfläche
- 22
- zweite Stützfläche
- 23
- Bogenabschnitt
- 24
- Gegenfläche
- 25
- Vorsprung
- ba
- Öffnungswinkel
- D1
- erste Drehachse
- D2
- zweite Drehachse
- K1
- erste Korpusachse
- K2
- zweite Korpusachse
- M
- Mittellinie
- r1
- Abstand
- r2
- Abstand
1. Deckelbeschlag (1) zum schwenkbaren Befestigen eines Deckels (2) an einem Möbelkorpus
(3), wobei der Deckelbeschlag (1) Folgendes aufweist:
ein erstes Beschlagteil (9) und ein zweites Beschlagteil (13), die relativ zueinander
bewegbar angeordnet sind, und
einen Öffnungswinkelbegrenzer (15) zur Einstellung eines maximalen Öffnungswinkels
(a) des Deckelbeschlages (1), wobei der Öffnungswinkelbegrenzer (15) am ersten Beschlagteil
(9) um eine erste Drehachse (D1) drehbar gehalten ist, und wobei der Öffnungswinkelbegrenzer
(15) entlang seines Außenumfanges mindestens eine erste Anschlagfläche (18) aufweist,
an der das zweite Beschlagteil (13) in einer den maximalen Öffnungswinkel (a) aufweisenden
ersten Offenstellung des Deckelbeschlages (1) anliegt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) entlang seines Außenumfanges mindestens eine in
Umfangsrichtung von der ersten Anschlagfläche (18) beabstandete erste Stützfläche
(21) aufweist, wobei der Öffnungswinkelbegrenzer (15) in der ersten Offenstellung
des Deckelbeschlages (1) sich mit der ersten Stützfläche (21) an einer relativ zum
ersten Beschlagteil (9) ortsfest angeordneten Gegenfläche (24) abstützt.
2. Deckelbeschlag (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) entlang seines Außenumfanges eine zweite Anschlagfläche
(19) und eine in Umfangsrichtung von der zweiten Anschlagfläche (19) beabstandete
zweite Stützfläche (22) aufweist, und
dass ein radialer Abstand (r9) von der ersten Anschlagfläche (18) zur ersten Drehachse (D1) kleiner als ei n radialer
Abstand (r2) von der zweiten Anschlagfläche (19) zur ersten Drehachse (D1) ist,
wobei das zweite Beschlagteil (13) in einer den maximalen Öffnungswinkel aufweisenden
zweiten Offenstellung des Deckelbeschlages (1) an der zweiten Anschlagfläche (19)
des Öffnungswinkelbegrenzers (15) liegt und der Öffnungswinkelbegrenzer (15) sich
mit der zweiten Stützfläche (22) an der relativ zum ersten Beschlagteil (9) ortsfest
angeordneten Gegenfläche (24) abstützt.
3. Deckelbeschlag (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Stützfläche (22) in Umfangsrichtung zwischen der ersten Stützfläche (21)
und der ersten Anschlagfläche (18) angeordnet ist, und
dass die erste Anschlagfläche (18) in Umfangsrichtung zwischen der zweiten Anschlagfläche
(19) und der zweiten Stützfläche (22) angeordnet ist.
4. Deckelbeschlag (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Stützfläche (21) und die zweite Stützfläche (22) eben ausgebildet sind
und/oder winklig zueinander ausgerichtet sind.
5. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) entlang seines Außenumfanges zwischen der ersten
Stützfläche (21) und der zweiten Stützfläche (22) einen Bogenabschnitt (23) aufweist,
der insbesondere konzentrisch zur ersten Drehachse (D1) angeordnet ist.
6. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (5, 25) zur Erzeugung einer sensorisch wahrnehmbaren Bestätigung bei Änderung
oder Einnahme einer Drehstellung des Öffnungswinkelbegrenzers (15) vorhanden sind.
7. Deckelbeschlag (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (5, 25) einen am Öffnungswinkelbegrenzer (15) ausgebildeten radialen Vorsprung
(25) und eine am ersten Beschlagteil (9) ausgebildete axiale Erhebung (5) aufweisen,
die auf einem gemeinsamen, konzentrisch zur ersten Drehachse (D1) ausgerichteten Kreisringabschnitt
(M) angeordnet sind.
8. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) werkzeuglos drehbar ist.
9. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) ein Flachkörper ist.
10. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Drehachse (D1) parallel zu der mindestens einen ersten Anschlagfläche (18)
und zu der mindestens einen ersten Stützfläche (21) verläuft, und/oder dass die erste
Drehachse (D1) parallel zu der Gegenfläche (24) verläuft.
11. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Beschlagteil (13) an dem ersten Beschlagteil (9) um eine zweite Drehachse
(D2) schwenkbar befestigt ist.
12. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenfläche (24) am ersten Beschlagteil (9) ausgebildet ist.
13. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Beschlagteil (9) eine Haltefläche (10) aufweist, an der im montierten Zustand
des Deckels (2) der Deckel (2) anliegt.
14. Deckelbeschlag (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Deckelbeschlag (1) weiterhin Folgendes aufweist:
ein Basiselement (4) zur Montage des Deckelbeschlags (1) an eine Seitenwand (7) des
Möbelkorpus (3),
einen Schwenkarm (8), der an einem Ende an dem Basiselement (4) schwenkbar befestigt
ist und an einem anderen Ende an dem ersten Beschlagteil (9) um die erste Drehachse
(D1) schwenkbar befestigt ist,
wobei das zweite Beschlagteil (13) an einem Ende am Basiselement (4) schwenkbar befestigt
ist und an einem anderen Ende an dem ersten Beschlagteil (9) um die zweite Drehachse
(D2) schwenkbar befestigt ist.
15. Deckelbeschlag (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkelbegrenzer (15) zwischen dem ersten Beschlagteil (9) und dem Schwenkarm
(8) angeordnet ist.