[0001] Die Erfindung betrifft eine Abschusseinheit für eine Munition, insbesondere für eine
Signalrakete, umfassend eine Spannhülse, ein innerhalb der Spannhülse axial beweglich
gelagertes Schlagelement, ein Spannelement zum Spannen des Schlagelements und ein
mit dem Schlagelement verbundenes Zugorgan.
[0002] Bekannte Abschusseinheiten für handgehaltene Signalraketen lassen sich grundsätzlich
in drei verschiede Typen, nämlich Abschusseinheiten mit Abreißzündung, mit Hebelauslösung
oder mit Drehgriff einteilen. Durch Auslösen der Abschusseinheit wird die Munition
gezündet.
[0003] Systeme mit Hebelauslösung sind beispielsweise aus der
DE 361 172 C bekannt.
[0004] Nachteilig bei Systemen mit Hebelauslösung ist, dass der Bediener beim Auslösen der
Signalrakete diese verzieht und somit ungerichtet schießt. Weiterhin ist die Reversibilität
bei Verlust der Abdeckkappe nicht mehr gegeben. Der Hebel der Abschussvorrichtung
liegt dann freibeweglich und somit ungesichert und offen vor.
[0005] Bei Systemen mit Drehzündung wird mittels einer Drehbewegung der Schlagbolzen gespannt
und die Zündung initiiert. Durch die Drehbewegung als Auslösemechanismus besteht allerdings
die Gefahr des Verreißens, da kein gerichteter axialer Abschuss in Schussrichtung
erfolgt. Diese Ausführung ist vergleichsweise aufwendig in der Fertigung.
[0006] Die
DE 1 254 509 offenbart eine Signalrakete mit einem Abreißzünder. Der Abreißzünder ist derart ausgeführt,
dass in der Bodenplatte der Signalrakete eine Zündvorrichtung untergebracht wird und
diese unmittelbar mit einer Schnur verbunden ist. Die Schnur ist wiederum mit einer
Verschlusskappe verbunden, sodass durch Abreißen der Verschlusskappe die Signalrakete
ausgelöst wird.
[0007] Weitere Systeme mit Abreißzündungen sind aus
EP 0 277 275 B1,
DE 10 2007 015 248 A1 und aus
EP 0 679 860 B1 bekannt. Diese sind derart ausgebildet, dass am Boden der Signalrakete eine mit einer
Verschlusskappe gesicherte Schnur, zur Betätigung der Signalrakete ausgebildet ist.
Dazu ist die Schnur mit einem Schlagbolzen verbunden, der innerhalb einer Spannhülse
geführt ist. Wird die Schnur betätigt, so wird der Schlagbolzen mittels einer an der
Spannhülse angebrachten Feder gespannt und anschließend durch Abreißen der Schnur
freigegeben, sodass der Schlagbolzen gegen einen Zünder schlägt und diesen auslöst.
[0008] Aus der
DD 288 725 A7 ist eine Abschussvorrichtung für Leucht- und Signalraketen bekannt. Die Vorrichtung
weist einen Auslöse- und Sicherungsmechanismus auf, der eine Schutzhülse mit einem
Sicherungsring aufweist. Der Sicherungsring ist am Kopf der Schutzhülse angebracht
und sichert eine Schiebetaste. Wird der Sicherungsring entsichert, so kann die Schiebetaste
betätigt werden, um die Abschussvorrichtung auszulösen. Dazu ist an der Schiebetaste
ein Zugband vorgesehen, das bis zum Boden der Schutzhülse reicht. Im Boden der Schutzhülse
ist ein mit einer Feder vorgespannter Schlagbolzen in einer Nut vorgesehen, welcher
mittels der Schiebetaste freigegeben werden kann. Nachteilig hierbei ist, dass der
Schlagbolzen durch die Feder immer gespannt und lediglich gesichert ist. Prinzipbedingt
ist ein ungewolltes Auslösen möglich. Da die Feder dauerhaft gespannt ist, lässt die
Federkraft nach und reicht irgendwann nicht mehr aus, um genug Energie auf den Schlagbolzen
zu übertragen und ein sicheres Zünden zu ermöglichen.
[0009] Aus der
DE 1 553 893 ist eine Signalpatrone, die in Reaktion auf eine kombinierte Dreh- und Einschubbewegung
auslöst, bekannt.
[0010] Aus der
DE 10 2007 052 728 A1 ist ein pyrotechnisches Signalmittel mit einer Anzündvorrichtung bekannt, die eine
Abreißzündung aufweist. Die Anzündvorrichtung umfasst eine Basis und ein Bodenteil.
Das Bodenteil ist mit der Basis verbunden und dient dazu, ein Anzündhütchen aufzunehmen.
Die Basis lagert einen Schlagbolzen, der gegenüber der Basis mittels einer Feder vorgespannt
werden kann. Hierzu ist der Schlagbolzen mit einem Zugorgan verbunden, welches den
Schlagbolzen nach einer gewissen Auslenkung freigibt.
[0011] Die Nachteile einer solchen Abreißzündung sind vielfältig. Zum einen ist eine Reversibilität
bei Verlust der Kappe nicht mehr gegeben bzw. das Einführen der Schnur mit Kugel oder
des Zugorgans in die Kappe und die anschließende Befestigung an der Abschussvorrichtung
schwierig oder gar nicht mehr möglich. Weiterhin ist es möglich, dass sich die Schnur
oder das Zugorgan in Kleidungsstücken verfangen kann, wodurch eine unbeabsichtigte
Auslösung möglich ist. Zudem ist ein Montieren schwierig und schlecht automatisierbar.
[0012] Ausgehend davon, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abschusseinheit mit
einer verbesserten Handhabung zu schaffen, die reversibel ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine Abschusseinheit des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
[0014] Erfindungsgemäß wird eine Abschusseinheit für eine Munition, insbesondere eine Signalrakete,
bevorzugt eine handgehaltene Signalrakete geschaffen, die eine Spannhülse, ein innerhalb
der Spannhülse axial beweglich gelagertes Schlagelement, ein Spannelement zum Spannen
des Schlagelements und ein mit dem Schlagelement verbundenes Zugorgan umfasst. Das
Zugorgan ist teleskopierbar ausgebildet. Das heißt, das Zugorgan ist in sich auseinanderziehbar
bzw. zusammenschiebbar.
[0015] Erfindungsgemäß wird somit ein System geschaffen, dass eine einfache Handhabung und
eine sichere Zündung erlaubt. Ferner wird durch die Teleskopierbarkeit des Zugorgans
die Bewegungsrichtung vorgegeben. Diese liegt mit der Schussrichtung - also der Richtung
der Achse des Schlagelements und der Spannhülse - auf einer gemeinsamen Achse, sodass
kein ungerichtetes Ziehen mehr möglich ist. Ferner kann das Zugorgan gesichert sein,
sodass dieses vor dem Teleskopieren entsichert werden muss. Vor dem Teleskopieren
befindet sich das Zugorgan in einer Ruheposition. Durch Ziehen am Zugorgan wird dieses
teleskopiert und der Teleskopmechanismus ausgefahren. In diesem ausgefahrenen oder
teleskopierten Zustand befindet sich die Abschusseinheit in einem gesicherten und
feuerbereiten Zustand. Das Schlagelement ist in dieser Position noch nicht ausgelenkt.
Durch weiteres Ziehen am Zugorgan kann das mit dem Zugorgan verbundene Schlagelement
ausgelenkt werden und das Spannelement spannt dieses entgegen der Auslenkung vor,
bevor dieses durch weiteres Auslenken des Zugorgans freigegeben wird und die Abschusseinheit
auslöst.
[0016] Erfindungsgemäß ist somit eine axiale Bewegung in Schussrichtung vorgesehen. Der
Abschuss der Munition findet ebenfalls in dieser Axialrichtung statt. Durch diese
Betätigung in axialer Richtung der Abschusseinheit ist kein Verreißen mehr durch ungerichtetes
Ziehen, möglich. Die teleskopierbare Ausgestaltung des Zugorgans gibt die Bewegungsrichtung
der Auslösung vor. Ferner ist eine Reversibilität der Abschusseinheit dadurch gegeben,
dass das Zugorgan teleskopierbar ausgebildet ist. Das Zugorgan kann somit aus der
Ruheposition heraus in eine feuerbereite Position heraus-teleskopiert werden, aber
auch wieder aus der feuerbereiten Position in die Ruheposition hinein-teleskopiert
werden. Nach dem Rückführen in diese Ruheposition kann vorgesehen sein, dass das Zugorgan
in dieser Ruheposition wieder gesichert werden kann. Eine Reversibilität ist dadurch
gegeben, dass das Zugorgan in einen sicheren Ausgangszustand teleskopierbar zurückführbar
ist. Ferner, da das Zugorgan teleskopierbar ausgebildet ist, ist ein Verlust der einzelnen
Teile des Zugorgans nicht mehr möglich.
[0017] In Ausgestaltung der Erfindung kann das Spannelement eine Feder sein.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung kann das Zugorgan zweiteilig ausgebildet sein, wobei
das Zugorgan einen mit dem Schlagelement verbundenen Federspanner und eine zu dem
Federspanner teleskopierbar angeordnete Kappe umfassen. Der Federspanner ist das Bauteil
des Zugorgans, das mit dem Schlagelement verbunden ist. Teleskopierbar zu dem Federspanner
ist die Kappe vorgesehen. Diese kann gegenüber dem Federspanner ein- und ausgefahren
werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Kappe in eingefahrener Position gesichert
werden kann. Die Kappe dient einerseits dazu den Federspanner nach Außen abzuschirmen
und andererseits dazu, diesen nach dem Teleskopieren zu betätigen. Alternativ kann
das Zugorgan auch mehr als zweiteilig also z.B. dreiteilig, vierteilig usw. ausgebildet
sein.
[0019] In Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Feder umfangsseitig
an der Spannhülse angebracht ist. Hierdurch wird erreicht, dass innerhalb der Spannhülse
kein zusätzlicher Bauraum für die Feder geschaffen werden muss, sondern diese auf
einfache Art und Weise umfangseitig auf die Spannhülse aufgeschoben wird. Die Dimensionierung
der Feder ist somit nicht an die Platzverhältnisse innerhalb der Spannhülse, in der
auch das Schlagelement angeordnet ist, gekoppelt. Demnach ist es möglich, dass mehr
Platz zur Dimensionierung der Feder zur Verfügung steht.
[0020] In Weiterbildung der Erfindung kann zudem vorgesehen sein, dass der Federspanner
einen Längsschlitz aufweist. Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Spannhülse
zumindest einen Hülsenschlitz aufweist. Das Schlagelement kann ein flächiges Element
sein und zumindest einen Vorsprung oder Haken aufweisen. Der Vorsprung oder der Haken
kann sich durch den Längsschlitz hindurch erstrecken. Ferner kann sich der Vorsprung
oder der Haken durch den Hülsenschlitz hindurch erstrecken. Der Vorsprung oder der
Haken kann mit der Feder in Eingriff stehen.
[0021] Dadurch, dass der Federspanner einen Längsschlitz aufweist, kann dieser in dem Längsschlitz
das Schlagelement aufnehmen. Ferner ist es möglich, dass der Vorsprung oder der Haken
des Schlagelements sich aus dem Federspanner hinaus erstreckt. Da auch die Spannhülse
mindestens einen Hülsenschlitz aufweist, welcher im Wesentlichen parallel zu dem Schlitz
des Federspanners ausgebildet ist, kann sich der Vorsprung oder der Haken des Schlagelements
aus dem Federspanner hinaus und durch den Hülsenschlitz der Spannhülse bis zum Äußeren
der Spannhülse erstrecken, wo dieser mit der Feder derart in Eingriff steht, dass
die Feder das Schlagelement spannt, wenn dieser aus seiner Ruheposition ausgelenkt
wird. Andererseits kann der Federspanner derart dimensioniert werden, dass der Federspanner
ohne radialen Gegendruck sich elastisch aufweitet, sodass der Längsschlitz breiter
wird und die Kräfte zwischen Federspanner und Schlagelement abnehmen. Durch die Ausbildung
eines Federspanners mit einem Längsschlitz und einem Schlagelement, das als flächiges
Element ausgebildet ist, wird eine große Kontaktfläche zwischen Federspanner und Schlagelement
geschaffen, die es erlaubt einen guten Kraftschluss zwischen diesen beiden Elementen
auszubilden, sodass eine Kopplung des Federspanners mit dem Schlagbolzen gegeben ist.
[0022] In Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Abschusseinheit eine mit der Spannhülse
verbundene Sicherungshülse aufweist. Ferner kann die Erfindung vorsehen, dass das
Zugorgan einen reversibel lösbaren Verschluss zur Sicherung des Zugorgans aufweist.
[0023] In Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Sicherungshülse und
die Kappe einen reversibel lösbaren Verschluss zur Sicherung der Kappe auf der Sicherungshülse
aufweisen. Durch den reversibel lösbaren Verschluss ist gewährleistet, dass die Kappe
von der Sicherungshülse gelöst und anschließend wieder gesichert werden kann. Vor
diesem Hintergrund ist mit dem Begriff "reversibel lösbar" gemeint, dass der Verschluss
bzw. die Kappe zerstörungsfrei gelöst werden kann und anschließend wieder gesichert
werden kann. Es ist somit möglich die Abschusseinheit in einen feuerbereiten und gesicherten
Zustand zu überführen und dies anschließend wieder rückgängig zu machen und die Kappe
so zu sichern, dass die Abschusseinheit wieder verstaut und für einen etwaigen späteren
Einsatz verwendet werden kann.
[0024] Zudem kann in vorteilhafter Weiterbildung der Abschusseinheit vorgesehen sein, dass
der reversibel lösbare Verschluss ein Schraubverschluss ist. Alternativ kann vorgesehen
sein, dass der Verschluss ein Bajonettverschluss ist. Es kann ferner vorgesehen sein,
dass die Kappe ein Gewinde aufweist und die Sicherungshülse ein Gewinde aufweist,
wodurch die Kappe mit der Sicherungshülse reversibel lösbar verbunden ist. Vorzugsweise
kann die Kappe ein Innengewinde und die Sicherungshülse ein Außengewinde aufweisen.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Federspanner einen
Führungsbereich mit einer Querbohrung aufweist. Ferner kann vorgesehen sein, dass
das Schlagelement eine Bohrung aufweist und in der Querbohrung und der Bohrung ein
Zwischenelement angeordnet ist.
[0026] Dies geschieht, um den Federspanner und das Schlagelement, dass in dem Längsschlitz
des Federspanners angeordnet ist, mit dem Federspanner über das Zwischenelement zu
verbinden. Vorzugsweise kann das Zwischenelement eine Kugel sein. Durch die Wahl der
Position von Nut und/oder Zwischenelement ist es möglich vorab zu bestimmen, wie die
Auslenkung des Federspanners gegenüber der Spannhülse sein muss, damit das Zwischenelement
freigegeben wird und das Schlagelement freigegeben wird.
[0027] Zudem kann vorgesehen sein, dass die Bohrung um einen ersten Abschnitt vom Kopf des
Federspanners beabstandet angeordnet ist. Das Zwischenelement kann derart in der Querbohrung
und der Bohrung angeordnet sein, dass bei einem Herausziehen des Federspanners aus
der Spannhülse um den ersten Abschnitt das Zwischenelement freigegeben wird.
[0028] In Ausgestaltung kann ferner vorgesehen sein, dass der Federspanner einen Führungsbereich
mit einer umfangsseits umlaufenden Nut aufweist. Ferner kann zwischen der Innenwand
der Spannhülse und der Nut ein Zwischenelement angeordnet sein. Dies geschieht, um
den Federspanner radial derart vorzuspannen, dass das Schlagelement, dass in dem Längsschlitz
des Federspanners angeordnet ist, kraftschlüssig, insbesondere reibschlüssig, mit
dem Federspanner verbunden ist. Durch Auswahl des Zwischenelements und/oder der Nut
sowohl hinsichtlich der Dimensionen als auch hinsichtlich des Materials ist es möglich,
den Betrag der radialen Vorspannung und der auf das Zwischenelement übertragenen Kraft
vorab einzustellen. Ferner ist es durch die Wahl der Position von Nut und/oder Zwischenelement
möglich vorab zu bestimmen, wie die Auslenkung des Federspanners gegenüber der Spannhülse
sein muss, damit das Zwischenelement freigegeben wird und das Schlagelement losgelassen
wird. Andererseits kann der Federspanner derart dimensioniert werden, dass der Federspanner
ohne radialen Gegendruck sich elastisch aufweitet, sodass der Längsschlitz breiter
wird und die Kräfte zwischen Federspanner und Schlagelement abnehmen. Durch die Ausbildung
eines Federspanners mit einem Längsschlitz und einem Schlagelement, das als flächiges
Element ausgebildet ist, wird eine große Kontaktfläche zwischen Federspanner und Schlagelement
geschaffen, die es erlaubt einen guten Kraftschluss zwischen diesen beiden Elementen
auszubilden, sodass eine Kopplung des Federspanners mit dem Schlagbolzen gegeben ist.
[0029] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Nut um einen ersten Abschnitt vom Kopf
des Federspanners beabstandet angeordnet ist. Ferner kann vorgesehen sein, dass das
Zwischenelement zwischen Nut und Innenwand der Spannhülse angeordnet ist. Zudem kann
bei einem Herausziehen des Federspanners aus der Spannhülse um den ersten Abschnitt
das Zwischenelement freigegeben werden, sodass der Kraftschluss, insbesondere der
Reibschluss, zwischen dem Federspanner und Schlagelement derart verringerbar ist oder
aufgehoben wird, dass das Schlagelement freigegeben wird.
[0030] In Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Federspanner einen Zapfen aufweist.
Weiterhin kann die Kappe zumindest einen, bevorzugt zwei, drei oder vier Stege mit
je einem Halteelement aufweisen, welche derart ausgebildet sind, dass die Kappe entlang
des Zapfens des Federspanners verschiebbar ist. Hierdurch ist einerseits gewährleistet,
dass die Kappe an dem Zapfen des Federspanners gesichert ist und andererseits gewährleistet,
dass diese einfach mit dem Federspanner montierbar ist und anschließend nach erfolgter
Montage sich nicht ungewollt von diesem löst.
[0031] Ferner kann vorgesehen sein, dass der Zapfen einen Zapfenboden aufweist, der derart
geformt ist, dass dieser einen Anschlag für die Haltelemente ausbildet.
[0032] Schließlich kann in Weiterbildung vorgesehen sein, dass oberhalb der Spannhülse eine
mit der Spannhülse verbundene Anzündhütchenaufnahme angeordnet ist.
[0033] Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
Zeichnungen erläutert werden.
[0034] Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer schematischen Schnittdarstellung eine Abschusseinheit gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer gesicherten und nicht feuerbereiten Position;
- Fig. 2
- in einer schematischen Schnittdarstellung die in Fig. 1 gezeigte Abschusseinheit in
einer entsicherten und feuerbereiten Position;
- Fig. 3
- in einer schematischen Schnittdarstellung die in Fig. 1 und 2 gezeigte Abschusseinheit
nach einem Auslösen; und
- Fig.
- 4 in einer perspektivischen Darstellung einzelne Elemente der Abschusseinheit.
[0035] In den Fig. 1 bis 3 ist in schematischen Schnittdarstellungen eine Abschusseinheit
1 für eine Munition, insbesondere eine Signalrakete, gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung gezeigt.
[0036] Die Abschusseinheit 1 umfasst eine Spannhülse 30 und ein innerhalb der Spannhülse
30 axial beweglich gelagertes Schlagelement 90. Ferner umfasst die Abschusseinheit
1 eine Feder 20 als Spannelement zum Spannen des Schlagelements 90 und ein mit dem
Schlagelement 90 verbundenes Zugorgan 2. Das Zugorgan 2 ist zweiteilig teleskopierbar
ausgebildet.
[0037] Das Zugorgan 2 umfasst einen Federspanner 10 und eine zu dem Federspanner 10 teleskopierbar
angeordnete Kappe 60. Der Federspanner 10 ist ein längliches Bauteil und umfasst einen
Zapfen 12 und einen Führungsbereich 18. Der Führungsbereich 18 des Federspanners 10
erstreckt sich von einem Kopf 11 des Federspanners 10 nach unten. Unterhalb des Führungsbereichs
18 ist ein Anschlag 19 ausgebildet. Dieser ist insbesondere in Form eines Tellers
19 ausgebildet. Unterhalb schließt sich der Zapfen 12 des Federspanners 10 an. Am
unteren Ende des Zapfens 12 ist der Zapfenboden 14 ausgebildet. Der Führungsbereich
18 weist einen ersten Abschnitt 18.1 und einen zweiten Abschnitt 18.2 auf. Der erste
Abschnitt 18.1 erstreckt sich vom Kopf 11 des Zapfens 18 bis zu einer Querbohrung
17 des Zapfens. Unterhalb der Querbohrung 17 schließt sich der zweite Abschnitt 18.2
des Führungsbereichs 18 an. Der Führungsbereich 18 des Federspanners 10 weist einen
Längsschlitz 16 auf. Dieser erstreckt sich vom Kopf 11 des Federspanners 10 nach unten
hin und dient zur Aufnahme des Schlagelements 90.
[0038] Die Kappe 60 ist teleskopierbar zu dem Federspanner 10 angeordnet. Hierzu ist die
Kappe 60 verschiebbar am Zapfen 12 des Federspanners 10 gelagert. Der Zapfenboden
14 und der Anschlag 19 begrenzen den Bewegungsumfang der Kappe 60 auf dem Zapfen 12.
Die Kappe 60 weist einen oder mehrere Stege 63 auf, der/die jeweils ein Halteelement
64 hat/haben. Die Halteelemente 64 sind vorzugsweise als Schnapphaken ausgebildet.
Der Zapfenboden 14 weist eine Fase auf, über welche die Halteelemente 64 bei der Montage
der Kappe 60 auf dem Federspanner 10 herübergleiten. Die obere Seite der Kappe 60
weist eine Öffnung 66 auf und die untere Seite der Kappe 60 weist einen Boden auf.
An der Seite der Kappe 60 sind Griffelemente 68 ausgebildet, welche ein manuelles
Verdrehen der Kappe 60 erleichtern.
[0039] Die Abschusseinheit 1 weist weiterhin eine Spannhülse 30 auf. Die Spannhülse 30 weist
einen Innenraum mit einer im Wesentlichen zylindrischen Innenwand 32 auf. Die Außenwand
der Spannhülse 30 ist ebenfalls im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet. Die Feder
20 ist umfangsseitig auf die Spannhülse 30 aufgeschoben. Am Boden der Spannhülse 30
ist ein Spannhülsenflansch 34 ausgebildet. Der Spannhülsenflansch 34 bildet ein unteres
Widerlager für die Feder 20 aus. Nach oben hin wird die Spannhülse 30 durch einen
Kopf 38 abgeschlossen. Der Kopf 38 weist ein Durchgangsloch 39 auf, welches vorzugsweise
mittig ausgebildet ist. Ferner weist die Spannhülse 30 zumindest einen Hülsenschlitz
36 auf.
[0040] An dem Kopf 38 der Spannhülse 30 ist eine Anzündhütchenaufnahme 80 angeordnet. Die
Anzündhütchenaufnahme 80 ist an der Spannhülse befestigt. Die Anzündhütchenaufnahme
80 weist einen Aufnahmeteil 82 und einen der vorstehenden Abschnitt 84 auf. Der Aufnahmeteil
82 dient dazu ein Anzündhütchen 70 aufzunehmen. Durch die Anzündhütchenaufnahme 80
wird das Anzündhütchen 70 gegenüber der Spannhülse 30 in seiner Position fixiert.
Der hervorstehende Abschnitt 84 stellt zudem sicher, dass die Feder 20 nicht von der
Spannhülse 30 herunterrutschen kann.
[0041] Wie vorstehend beschrieben weist der Federspanner 10 einen Längsschlitz 16 und die
Spannhülse 30 zumindest einen Hülsenschlitz 36 auf. Das Schlagelement 90 ist als ein
flächiges Element ausgebildet und weist zumindest einen Vorsprung, vorzugsweise zwei
Vorsprünge 92, auf. Der zumindest eine Vorsprung 92 erstreckt sich durch den Längsschlitz
16 des Federspanners 10 und den Hülsenschlitz 36 der Spannhülse 30 hindurch und steht
mit der Feder 20 in Eingriff.
[0042] Ferner weist Abschusseinheit 1 eine mit der Spannhülse 30 verbundene Sicherungshülse
50 auf. Die Sicherungshülse 50 weist einen Flansch 54 auf, mit dem die Sicherungshülse
50 an der Spannhülse 30 befestigt ist. Ferner weist die Sicherungshülse 50 einen Führungsbereich
56 auf. Dieser ist im Wesentlichen rohrförmig ausgebildet und erstreckt sich von dem
Flansch 54 der Sicherungshülse 50 nach unten. Der Führungsbereich 56 dient dazu, eine
Führung für die Kappe 60 bereitzustellen. Dazu ist der Durchmesser des Führungsbereichs
56 derart ausgebildet, dass dieser mit einem Innendurchmesser der Kappe 60 korrespondiert.
Hierdurch wird der Kappe 60 eine zusätzliche Führung verliehen, wodurch ein verkannten
oder verklemmen verhindert wird.
[0043] Die Sicherungshülse 50 und die Kappe 60 weisen einen reversibel lösbaren Verschluss
52, 62 zur Sicherung der Kappe 60 auf der Sicherungshülse 50 auf. Der Verschluss 52,
62 ist ein Schraubverschluss und wie folgt ausgebildet. Die Kappe 60 weist ein Gewinde
52, insbesondere ein Innengewinde, auf und die Sicherungshülse 50 weist ein Gewinde
62, insbesondere ein Außengewinde, auf. Durch den Verschluss 52, 62, der als Schraubverschluss
ausgebildet ist, ist die Kappe 60 mit der Sicherungshülse 50 reversibel lösbar verbunden
ist.
[0044] Wie vorstehend beschrieben weist der Federspanner 10 einen Führungsbereich 18 mit
einer Querbohrung 17 auf. Zwischen der Innenwand 32 der Spannhülse 30 und in der Querbohrung
17 und der Bohrung 94 des Schlagelements ist ein Zwischenelement 15 angeordnet. Das
Zwischenelement 15 ist vorzugsweise eine Kugel. Das Zwischenelement 15 ist vorgesehen,
um den Federspanner 10 mit dem Schlagelement 90 lösbar zu verbinden. Hierdurch wird
das Schlagelement 90 mit dem Federspanner 10 verbunden, sodass Schlagbolzen 90, Federspanner
10 und Kappe 60 eine Einheit bilden, die gegenüber der Spannhülse 30 axial bewegbar
ausgebildet ist.
[0045] Die Querbohrung 17 des Federspanners 10 ist um einen ersten Abschnitt 18.1 vom Kopf
11 des Federspanners 10 beabstandet angeordnet. Das Zwischenelement 15 ist derart
in der Querbohrung 17 und der Bohrung 94 angeordnet, dass bei einem Herausziehen des
Federspanners 10 aus der Spannhülse 30 um den ersten Abschnitt 18.1 das Zwischenelement
15 freigegeben wird, sodass die Verbindung zwischen dem Federspanner 10 und Schlagelement
90 aufgehoben wird, sodass das Schlagelement 90 freigegeben wird. Wird der Federspanner
10 aus der Spannhülse 30 hinausgezogen, so nimmt der Federspanner 10 wenn die Auslenkung
des Federspanners 10 kleiner ist als der erste Abschnitt 18.1 das Schlagelement 90
mit und lenkt dieses aus seiner in Fig. 1 gezeigten ungespannten Ruheposition aus.
Bei der Auslenkung aus der Ruheposition wird die Feder 20 durch das Schlagelement
90 gespannt. Hierzu weist das Schlagelement 90 zumindest einen Vorsprung 92 oder Haken
auf, der mit der Feder 20 derart verbunden ist, dass diese durch Auslenkung des Schlagelements
90 aus der Ruheposition vorgespannt wird. In dem Moment, in dem die Auslenkung des
Federspanners 10 größer ist als der erste Abschnitt 18.1 und die Nut 17 aus der Spannhülse
30 herausgezogen ist, wird das Schlagelement 90 somit freigegeben und durch die vorgespannte
Feder in Richtung des Anzündhütchens 70 beschleunigt. Das Schlagelement 90 weist ein
Schlagstück auf, dass daraufhin durch das Durchgangsloch 39 der Spannhülse hindurch
schnellt und mit ausreichend hoher Energie gegen das Anzündhütchen 70 schlägt, um
dieses auszulösen. Durch das Vorsehen der Nut 17 an entsprechender Stelle auf dem
Federspanner 17 und entsprechende Wahl der Federkonstante der Feder 20 ist die Energie,
welche das Schlagelement 90 beim Aufschlag auf das Anzündhütchen 70 überträgt einstellbar.
Durch Zünden des Anzündhütchens 70 wird die eigentliche Zündung der Munition veranlasst.
[0046] Ferner ist eine Abschusshülse 40 vorgesehen. Diese kann entweder Teil der Abschusseinheit
1 sein, an welcher die Abschusseinheit 1 montiert ist. Die Abschusshülse 40 ist dabei
einerseits mit der Spannhülse 30 und andererseits mit der Sicherungshülse 50 verbunden.
Die Abschusshülse 40 ist rohrförmig ausgebildet, und erstreckt sich von dem Flansch
54 der Sicherungshülse 50 im Wesentlichen parallel zu der Spannhülse 30 nach oben.
Die Abschusshülse 40 umgibt dabei die Spannhülse 30 und nimmt diese mitsamt der Anzündhütchenaufnahme
80 und den an der Spannhülse 30 angeordneten Bauteilen in ihrem Inneren auf. Oberhalb
des Anzündhütchens wird in der Abschusshülse 40 die abzuschießende Munition aufgenommen.
[0047] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung eine Abschusseinheit gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer gesicherten und nicht feuerbereiten
Position. Die Kappe 60 ist an der Sicherungshülse 50 durch den Verschluss 52, 62 gesichert.
Das Schlagelement 90 und die Feder 20 befinden sich in ihrer Ruheposition, d.h. die
Feder ist nicht gespannt. Die Abschusseinheit 1 ist somit in einem sicheren Zustand
und kann nicht versehentlich durch Stöße, oder unbeabsichtigtes Herausreißen des Zugorgans
2 ausgelöst werden.
[0048] Fig. 2 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung die in Fig. 1 gezeigte Abschusseinheit
in einer entsicherten und feuerbereiten Position. Die Kappe 60 ist nicht mehr an der
Sicherungshülse 50 durch den Verschluss 52, 62 gesichert. Das Schlagelement 90 und
die Feder 20 befinden sich in ihrer Ruheposition. D. h. die Feder ist nicht gespannt.
Das Zugorgan 2 ist teleskopiert. Dazu ist die Kappe 60 entlang des Zapfens 12 des
Federspanners 10 nach unten verschoben, sodass diese bis hin zum Zapfenboden 14 ausgezogen
ist. In dieser Position ist die Abschusseinheit 1 entsichert und feuerbereit, d. h.
durch weiteres Herausziehen des Zugorgans 2 wird der Auslösevorgang initiiert. Sollte
ein Auslösen der Abschusseinheit 1 nicht gewollt sein, so ist es möglich die Kappe
60 wieder über die Sicherungshülse 50 hinüber zu stülpen oder mit anderen Worten diese
wieder in ihre in Figur 1 gezeigte Ausgangsposition zu bringen und mithilfe des Verschlusses
52, 62 an der Sicherungshülse 50 zu sichern.
[0049] Fig. 3 zeigt in einer schematischen Schnittdarstellung die in Fig. 1 und 2 gezeigte
Abschusseinheit nach einem Auslösen. Das Zugorgan 2 ist von dem Rest der Abschusseinheit
1 getrennt. Der Schlagbolzen 90 ist beim Trennen des Zugorgans 2 von dem Rest der
Abschusseinheit 1 nach einem Vorspannen mittels der Feder 20 gegen das Anzündhütchen
70 geschlagen worden und hat das Anzündhütchen 70 ausgelöst.
[0050] Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Ansicht in unmontiertem Zustand die Spannhülse
30, den Federspanner 10, das Schlagelement 90, das Zwischenelement 15, die Feder 20,
die Anzündhütchenaufnahme 80 und das Anzündhütchen 70. Wie in Fig. 4 gezeigt, kann
das Schlagelement 90 mit dem Federspanner 10 verbunden werden. Hierzu wird das Schlagelement
90 im Längsschlitz 16 des Federspanners 10 derart positioniert, dass die Querbohrung
17 und die Bohrung 94 miteinander fluchten. Diese Position kann durch Einlegen des
Zwischenelements 15, das hier als Kugel ausgebildet ist, arretiert werden und in die
Spannhülse 30 eingeführt werden, sodass das Schlagelement 90 in dem Hülsenschlitz
36 angeordnet ist und in Längsrichtung arretiert ist. Das Schlagelement 90 weist eine
flache im Wesentlichen rechteckige Struktur auf. In etwa mittig ist die Bohrung 94
ausgebildet. Am oberen Ende des Schlagelements 90 erstreckt sich in Längsrichtung
das Schlagstück 96 und in Querrichtung sind zwei Vorsprünge 92 ausgebildet. Vorzugsweise
ist das Schlagelement 90 ein Blechteil.
Bezugszeichenliste
[0051]
- 1
- Abschusseinheit
- 2
- Zugorgan
- 10
- Federspanner
- 11
- Kopf des Federspanners
- 12
- Zapfen des Federspanners
- 14
- Zapfenboden
- 15
- Zwischenelement
- 16
- Längsschlitz
- 17
- Querbohrung
- 18
- Führungsbereich
- 19
- Teller des Federspanners
- 20
- Spannelement
- 30
- Spannhülse
- 32
- Innenwand
- 34
- Spannhülsenflansch
- 36
- Schlitz
- 38
- Kopf
- 39
- Durchgangsloch
- 40
- Abschusshülse
- 50
- Sicherungshülse
- 52
- Verschluss
- 54
- Flansch
- 56
- Führungsbereich
- 60
- Kappe
- 61
- Dichtung
- 62
- Verschluss
- 63
- Steg
- 64
- Halteelement
- 66
- Öffnung
- 68
- Griffelemente
- 69
- Boden
- 70
- Anzündhütchen
- 80
- Anzündhütchenaufnahme
- 82
- Aufnahmeteil
- 84
- hervorstehender Abschnitt
- 90
- Schlagelement
- 92
- Vorsprung
- 94
- Bohrung
- 96
- Schlagstück
1. Abschusseinheit (1) für eine Munition, insbesondere für eine Signalrakete, umfassend
zumindest
eine Spannhülse (30), ein innerhalb der Spannhülse (30) axial beweglich gelagertes
Schlagelement (90), ein Spannelement (20) zum Spannen des Schlagelements (90), ein
mit dem Schlagelement (90) verbundenes Zugorgan (2),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zugorgan (2) teleskopierbar ausgebildet ist.
2. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (20) eine Feder ist.
3. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugorgan (2) zweiteilig ausgebildet ist, wobei das Zugorgan (2) einen mit dem
Schlagelement (90) verbundenen Federspanner (10) und eine zu dem Federspanner (10)
teleskopierbar angeordnete Kappe (60) umfasst.
4. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (20) umfangsseitig an der Spannhülse (30) angebracht ist.
5. Abschusseinheit (1) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Federspanner (10) einen Längsschlitz (16) aufweist, und die Spannhülse (30) zumindest
einen Hülsenschlitz (36) aufweist, und das Schlagelement (90) ein flächiges Element
ist und zumindest einen Vorsprung (92) oder Haken aufweist, wobei der Vorsprung (92)
oder Haken sich durch den Längsschlitz (16) und den Hülsenschlitz (36) hindurch erstreck
und mit der Spannelement (20) in Eingriff steht.
6. Abschusseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschusseinheit (1) eine mit der Spannhülse (30) verbundene Sicherungshülse (50)
aufweist.
7. Abschusseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungshülse (50) und die Kappe (60) einen reversibel lösbaren Verschluss
(52, 62) zur Sicherung der Kappe (60) auf der Sicherungshülse (50) aufweisen.
8. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der reversibel lösbare Verschluss (52, 62) ein Schraubverschluss ist, wobei die Kappe
(60) ein Gewinde (52) aufweist und die Sicherungshülse (50) ein Gewinde (62) aufweist,
wodurch die Kappe (60) mit der Sicherungshülse (50) reversibel lösbar verbunden ist.
9. Abschusseinheit (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federspanner (10) einen Führungsbereich (18) mit einer Querbohrung (17) und das
Schlagelement (90) eine Bohrung (94) aufweist und in der Querbohrung (17) und der
Bohrung (94) ein Zwischenelement (15) angeordnet ist.
10. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung um einen ersten Abschnitt (18.1) vom Kopf (11) des Federspanners (10)
beabstandet angeordnet ist und das Zwischenelement (15) derart in der Querbohrung
(17) und der Bohrung (94) angeordnet ist, dass bei einem Herausziehen des Federspanners
(10) aus der Spannhülse (30) um den ersten Abschnitt (18.1) das Zwischenelement (15)
freigegeben wird.
11. Abschusseinheit (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Federspanner (10) einen Führungsbereich (18) mit einer umfangsseits umlaufenden
Nut aufweist und zwischen der Innenwand (32) der Spannhülse (30) und der Nut ein Zwischenelement
(15) angeordnet ist.
12. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut um einen ersten Abschnitt (18.1) vom Kopf (11) des Federspanners (10) beabstandet
angeordnet ist und das Zwischenelement (15) derart zwischen Nut und Innenwand (32)
der Spannhülse (30) angeordnet ist, dass bei einem Herausziehen des Federspanners
(10) aus der Spannhülse (30) um den ersten Abschnitt (18.1) das Zwischenelement (15)
freigegeben wird.
13. Abschusseinheit (1) nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Federspanner (10) einen Zapfen (12) aufweist und die Kappe (60) zumindest einen,
bevorzugt zwei, drei oder vier Stege (63) mit je einem Halteelement (64) aufweist,
welche derart ausgebildet sind, dass die Kappe (60) entlang des Zapfens (12) des Federspanners
(10) verschiebbar ist.
14. Abschusseinheit (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (12) einen Zapfenboden (14) aufweist, der derart geformt ist, dass dieser
einen Anschlag für die Halteelemente (64) ausbildet.
15. Abschusseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Spannhülse (30) eine mit der Spannhülse (30) verbundene Anzündhütchenaufnahme
(80) angeordnet ist.