[0001] Die Erfindung betrifft einen Prallbrecher mit den Merkmalen des Patentanspruches
1.
[0002] Prallbrecher werden zur Zerkleinerung von mineralischen Werkstoffen (Naturstein oder
Recyclingmaterial) und zur Herstellung von feiner oder grober Gesteinskörnung verwendet.
Mineralische Werkstoffe werden zur Herstellung von feinen oder groben Gesteinskörnungen
wie z. B. Edelsplit in mehreren aufeinanderfolgenden Brecherstufen zerkleinert. Größere
Brocken werden zunächst in einem Backenbrecher als Primärbrechstufe zerkleinert, dann
an einen Kegelbrecher als Sekundärbrechstufe übergeben und danach z.B. einem als Tertiärbrechstufe
zugeführt. In Anbetracht des hohen Verschleißes in den Brechern, sowie des höheren
wirtschaftlichen Aufwandes für die Anschaffung und den Betrieb von drei einzelnen
Brechern, besteht der Wunsch, die Sekundär- und Tertiärbrechstufen zusammenzufassen.
Das setzt voraus, dass in der verbleibenden Sekundärbrecherstufe als letzte Brecherstufe
eine vergleichsweise grobe Fraktion überhaupt auf eine hinreichend feine Gesteinskörnung
gebrochen werden kann. Grobe und feine Anteile können sich in einem Prallbrecher gegenseitig
behindern und die Prallenergie dämpfen. Daher sind die Ergebnisse bei stark unterschiedlichen
zu verarbeitenden Fraktionen nicht immer optimal. Eine Anpassung der Geometrie des
Brechers an stark unterschiedliche Fraktionen ist nur bedingt möglich. Ein weiteres
Problem ist, dass größere mineralische Anteile auch einen größeren Prallraum und einen
anfangs breiten Brechspalt für eine effektive Zerkleinerung benötigen. Ist der Prallraum
auf kleineres Material ausgelegt, kann die Zufuhr von größerem Material den Brecher
verstopfen.
[0003] Im Stand der Technik sind Prallbrecher mit horizontalem oder vertikalem Rotor als
letzte Brechstufe der Verarbeitungskette bekannt. Die Prallbrecher als letzte Brecherstufe
sind darauf ausgelegt, nur relativ kleines, vorproduziertes Material aufnehmen zu
können.
[0004] Die
CH 521 792 AA offenbart eine Schlagmühle, deren Eintrittsöffnung in ihrer Öffnungsweite durch einen
Schieber variiert werden kann. Es sind zwei getrennte Eintrittsöffnungen vorgesehen,
je nach Drehrichtung des Rotors.
[0005] Die
US 4 009 836 A offenbart eine Materialzerkleinerungsmaschine mit einem Rotor in einem Gehäuse, das
mit Verschleißplatten ausgekleidet ist, die an verstellbaren Prallschwingen angeordnet
sind. Die Zerkleinerungseinheit besitzt einen Aufgabetrichter einheitlicher Breite.
[0006] Die
DE 967 697 C offenbart eine Schlag- oder Schleudermühle mit reversierbarem Rotor. Es gibt zwei
Öffnungen zur Materialaufgabe, die je nach Drehrichtung des Rotors vollständig geöffnet
oder geschlossen werden.
[0007] Die
US 4 635 863 A offenbart einen Prallbrecher mit einem um eine Horizontalachse rotierenden Rotor
und mit einem schräg zur Rotationsebene verlaufenen Zuführkanal, der in einen größeren
und einen kleineren Abschnitt unterteilt ist. Die unterschiedlich großen Abschnitte
ermöglichen die Zuführung von unterschiedlichen großen Materialien in Bereiche innerhalb
und außerhalb des Rotorkäfigs. Dadurch kann der Prallbrecher als Sekundär- und Tertiärbrecher
eingesetzt werden, wobei beide Verwendungsmöglichkeiten auch gleichzeitig über entsprechende
Materialzuführungen möglich sind.
[0008] Die
JP H05 168962 A offenbart eine weitere Ausführungsform eines Prallbrechers mit einem Rotor innerhalb
eines Prall-Mahlraums. Je nach Drehrichtung des Rotors kann über eine von zwei im
Abstand zueinander angeordneten Eintrittsöffnungen zu zerkleinerndes Material in den
Prall-Mahlraum gegeben werden. Das Öffnen und Schließen jeweils einer der beiden Eintrittsöffnung
erfolgt durch das Verstellen von Prallschwingen, wobei gleichzeitig beide Prallschwingen
verstellt werden müssen, um eine der beiden Eintrittsöffnungen zu verschließen und
um die andere zu öffnen.
[0009] Die
US 5 125 585 A betrifft eine reversierbare Hammermühle mit verstellbaren Prallplatten, die durch
eine Prallschwingenverstellung auch die Breite des der Eintrittsöffnung beeinflussen
können. Durch die Verstellung bleibt die Breite des tiefergelegenen, in Höhe des Rotors
angeordneten Mahlraumes unverändert.
[0010] Die
JP 2007 083101 A offenbart eine weitere Ausführungsform einer Prallmühle mit verstellbaren Prallschwingen.
Bei dieser Bauform ist die Breite der Eintrittsöffnung konstant. Die Prallschwingen
sind hinter der Eintrittsöffnung angeordnet, die mit Prallplatten ausgekleidet ist.
[0011] Die
CN 104 668 033 A offenbart eine weitere Ausführungsform eines Prallbrechers mit verstellbaren Prallschwingen,
die sich seitlich einer Eintrittsöffnung konstanter Breite befinden.
[0012] Die
US 2006 086 850 A1 offenbart einen raupenmobilen Prallbrecher für mineralische Stoffe. Die Zuführung
der zu zerkleinernden mineralische Materialien erfolgt von schräg oben in das Brechergehäuse
des Prallbrechers. Der Prallbrecher besitzt dadurch zwar eine geringere Bauhöhe, weil
auf eine oberseitige Eintrittsöffnung verzichtet wird, allerdings ist der Rotor prinzipbedingt
nicht reversierbar.
[0013] Die
CN 103 084 238 A offenbart einen Prallbrecher für mineralisches Material mit einer oberseitigen Eintrittsöffnung
konstanter Breite sowie mit Prallschwingen benachbart zu der Eintrittsöffnung konstanter
Breite. Über die Verstellung der Prallschwingen kann lediglich das Brechergebnis beeinflusst
werden, allerdings nicht die Anpassung an mineralische Materialien unterschiedlicher
Größe, die über die Eintrittsöffnung in den Prallbrecher eingebracht werden sollen.
[0014] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Prallbrecher dahingehend
weiterzuentwickeln, dass er ein Eingangsmaterial mit stark unterschiedlichen Gesteinskörnungen
besser verarbeitet und insbesondere an unterschiedliche Fraktionen anpassbar ist und
dass dadurch die Möglichkeit gegeben ist, eine Sekundär- und einen Tertiärbrecherstufe
zu einer einzigen Brecherstufe zusam menzufassen.
[0015] Diese Aufgabe ist bei einem Brecher mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
[0016] Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0017] Der erfindungsgemäße Prallbrecher für mineralisches Material, wie Naturstein oder
Recyclingmaterial, besitzt ein Brechergehäuse mit einem einzigen Rotor mit horizontaler
Drehachse. Der Rotor ist reversierbar. Er kann in beide Drehrichtungen betrieben werden.
Der Rotor ist mit Schlagleisten besetzt, die aufgegebenes Material gegen Verschleißkörper
im Brechergehäuse schleudern. Durch den Anprall bricht das Material in kleinere Stücke.
Die Bereiche des Brechergehäuses, gegen die zu brechendes Material geschleudert wird,
sind mit Verschleißkörpern ausgestattet.
[0018] Das Brechergehäuse ist zugleich der tragende Rahmen für den Prallbrecher. Es umfasst
Lager für den Rotor, der von einem Antrieb angetrieben wird. Der Antrieb befindet
sich bevorzugt außerhalb des Brechergehäuses. Es kann sich bei dem Antrieb um eine
Verbrennungskraftmaschine oder auch um einen Elektroantrieb handeln. Je nach Antriebsart
können geeignete Energiequellen dem Antrieb zugeordnet sein.
[0019] Der von den Verschleißkörpern umgebene Raum innerhalb des Brechergehäuses wird als
Prallraum bezeichnet. Der Prallraum gliedert sich bei der Erfindung in zwei Bereiche
nämlich in einen oberen Prallraum und einen unter dem oberen Prallraum angeordneten
Prall-Mahlraum. Der Prall-Mahlraum ist von einem verstellbaren Prallwerk begrenzt.
Mittels des Prallwerks kann der Abstand zwischen dem Schlagkreis des Rotors und den
Verschleißkörpern des Prallwerks, d.h. der Brechspalt eingestellt werden und so die
Feinheit des Endproduktes verändert werden. Die Verstellung erfolgt über eine Verstelleinrichtung.
Hierbei kann es sich um einen rein mechanischen, einen hydromechanischen oder einen
elektromechanischen Spindelantrieb handeln, der eine Prallschwinge des Prallwerks
mit den daran angeordneten Verschleißkörpern relativ zum Brechergehäuse verlagert.
[0020] Einen wesentlichen Einfluss auf die Feinheit des Endproduktes hat die Kontur der
Prallkammer. Der Stoffstrom aus zu verarbeitenden Material gelangt über eine Eintrittsöffnung
am oberen Ende der Prallkammer zu dem Rotor, der sich im Abstand von der Eintrittsöffnung
und senkrecht unterhalb der Eintrittsöffnung befindet. Das aufgegeben Material trifft
von oben, d.h. radial auf den rotierenden Rotor und wird von einer Schlagleiste des
Rotors gegen die Verschleißkörper der oberen Prallkammer geschleudert, wo das Material
bricht, abprallt und eventuell auf weitere Verschleißkörper trifft.
[0021] Die obere Prallkammer gliedert sich in drei Höhenabschnitte: einen oberen, mittleren
und unteren Höhenabschnitt. Der obere Höhenabschnitt bildet den oberseitigen Abschluss
der oberen Prallkammer und begrenzt die Eintrittsöffnung. Im oberen Höhenabschnitt
wird die Prallkammer gegenüber der Breite der Eintrittsöffnung schnell größer. Der
obere Höhenabschnitt kann daher auch als Oberseite der Prallkammer bezeichnet werden.
Die Kontur der Prallkammer ist an dieser Oberseite bevorzugt nahezu horizontal.
[0022] Es schließt sich der mittlere Höhenabschnitt der oberen Prallkammer an. Er besitzt
die größte Breite aller genannten Höhenabschnitte. Der mittlere Höhenabschnitt ist
konkav ausgestaltet. Das heißt nicht, dass er übergangslos gerundet sein muss. Es
kann sich bei der konkaven Gestalt auch um eine Abfolge von Segmenten handeln, die
maßgeblich durch die Form und Orientierung der Verschleißkörper bestimmt wird. Die
Kontur der Prallkammer ist entsprechend der Form und Anordnung der Verschleißkörper
bevorzugt gezackt, so dass es viele Bruchkanten für die anprallenden Materialien gibt.
[0023] Der untere Höhenbereich des oberen Prallraumes endet an einer Brechkante. Gleichzeitig
beginnt hier der untere Prall-Mahlraum. Der untere Höhenbereich dient als Einlauftrichter
für den Prall-Mahlraum. Im Unterschied zu dem konkaven mittleren Höhenbereich, welcher
die größten Breitenunterschiede aufweist, ist die Abnahme der Breite im unteren Höhenbereich
geringer. Der untere Höhenbereich erstreckt sich bevorzugt nicht über die Oberkante
des Schlagkreises hinaus, sondern befindet sich in der oberen Hälfte des Rotors bzw.
Schlagkreises. Dort befindet sich bevorzugt auch die Brechkante, d.h. das untere Ende
des vom unteren Höhenbereich begrenzten Einlauftrichters des Brechspaltes und damit
das obere Ende des Prall-Mahlraums.
[0024] Ein oberer Bereich des Rotors, bzw. seines Schlagkreises ragt über die Brechkante
nach oben in Richtung zur Eintrittsöffnung und damit in den unteren Höhenbereich des
oberen Prallraumes hinein, bevorzugt durchsetzt er ihn sogar vollständig. Der Bereich
größter lateraler (innerer) Breite des gesamten Prallraumes befindet sich bei der
Erfindung oberhalb des Schlagkreises des Rotors. Es wird oberhalb des Rotors ein sehr
breiter und großer Prallraum bereitgestellt, was ein freieres Bewegen des zu zerkleinernden
Materials nach dem Erstkontakt mit der Schlagleiste bzw. auf dem Weg zurück von den
Verschleißkörpern des Prallwangen zum Rotor ermöglicht. Durch den breiten Prallraum
kommt es zu weniger gegenseitigen Behinderungen und damit zu geringerer Dämpfung der
Prallenergie. Das Brechergebnis ist auch bei in der Größe stark unterschiedlichen
Materialien signifikant besser.
[0025] Der Prallbrecher ist reversierbar, d.h. der einzige Rotor kann in beide Drehrichtungen
betrieben werden. Dadurch kann ein gleichmäßigerer Verschleiß erreicht werden. Die
Intervalle zum Wechseln der Verschleißkörper werden verlängert. Für ein gleichbleibendes
Zerkleinerungsergebnis, unabhängig von der Drehrichtung des Rotors, ist der Prallraum
in Bezug auf eine Mittelhochebene des Prallbrechers symmetrisch ausgebildet, d.h.
erfindungsgemäß beidseitig konkav. Die symmetrische Ausbildung bezieht sich auf die
grundlegende Gestaltung des auch als Reversierprallbrecher bezeichneten Prallbrechers
mit mittiger, oberseitiger Materialzuführung.
[0026] Im Rahmen der Erfindung ist die Breite des oberen Prallraums an der breitesten Stelle
des dortigen mittleren Höhenbereiches größer als der Durchmesser des Schlagkreises
des Rotors. Als Schlagkreis wird derjenige Bereich bezeichnet, der von den Schlagmitteln,
insbesondere von Schlagleisten des Rotors während der Rotation des Rotors erfasst
wird.
[0027] Die besagte Breite der breitesten Stelle des mittleren Höhenbereichs ist nicht nur
größer als der Schlagkreis des Rotors, sondern auch größer als die maximale Breite
des Prall-Mahlraums, die sich etwa in der Höhe der Drehachse des Rotors befindet.
Der Prallraum ist an seiner breitesten Stelle im mittleren Höhenbereich immer, d.h.
bei jedem eingestellten Brechspalt um ein positives Maß X breiter ist als der Schlagkreis
und der Prall-Mahlraum.
[0028] Ein weiterer Vorteil der Erfindung, nämlich die Anpassbarkeit an unterschiedlich
große Materialien, wird dadurch erreicht, dass die Breite der Eintrittsöffnung durch
Verstellen der Breite des Prallraumes veränderbar ist. Am Markt übliche, reversierbare
Prallbrecher besitzen keine Möglichkeit der Anpassung an die Aufgabegröße der zu zerkleinernden
Fraktion. Sie haben keine veränderliche Prallraumgestaltung zwischen Einlauf und Rotor,
die ein freies Bewegen der zu zerkleinernden Fraktion nach dem Erstkontakt mit der
Schlagleiste am Rotor bzw. auf dem Weg zurück von den Prallschwingen zum Rotor ermöglichen,
ohne dass sich das gebrochene Material gegenseitig zu sehr behindert und die aufgebrachte
Prallenergie dämpft.
[0029] Die Eintrittsöffnung in den Prallraum befindet sich mittig oberhalb des oberen Höhenbereichs
des oberen Prallraumes. Die Eintrittsöffnung kann selbst kanalartig ausgebildet sein,
wobei die Breite des Kanals der Eintrittsöffnung verstellbar ist. Die Breite der Eintrittsöffnung
ist bevorzugt kleiner als der Durchmesser des Schlagkreises.
[0030] Die Prallschwingen können einen oberen Lagerungspunkt (Drehpunkt) in der Nähe der
Eintrittsöffnung haben. Wird eine Prallschwinge um diesen Lagerungspunkt verschwenkt,
ändert sich sehr geringfügig auch die Breite des Kanals der Eintrittsöffnung in dem
Sinne, dass der Kanal je nach Lage des Drehpunktes wie bei einer Wippe in einem ersten
Abschnitt breiter und in einem anderen Abschnitt schmaler wird. Im Rahmen der Erfindung
wird wenigstens eine Wand einer Eintrittsöffnung linear und damit insgesamt verschoben.
Sie kann zusätzlich zur linearen Verlagerung gleichzeitig verschwenkt werden, so dass
sich zwei Bewegungsarten überlagern. Das lineare Verlagern ermöglicht es, die Eintrittsöffnung
viel stärker und gleichmäßiger in ihrer Breite zu verändern als das reine Verschwenken
um einen nahe der Eintrittsöffnung angeordneten Lagerpunkt.
[0031] Das lineare Verschieben erfolgt über das Verstellen der Prallschwingen des Prallwerkes.
Die Prallschwingen tragen die Verschleißkörper. Die Prallschwingen sind zumindest
bezüglich der Anordnung der Verschleißschutzelemente, vorzugsweise insgesamt spiegelsymmetrisch
zur Mittelhochebene des Prallbrechers ausgebildet. Da sie verstellbar sind, sind sie
sowohl spiegelsymmetrisch als auch nicht spiegelsymmetrisch anordnenbar. Die Prallschwingen
erstrecken sich in Hochrichtung über beide Prallräume. Das heißt es gibt keine separaten
Prallschwingen nur für den oberen Prallraum und nur den unteren Prall-Mahlraum, sondern
gemeinsame Prallschwingen für beide Räume, so dass die Breite des Prall-Mahlraumes
nur zusammen mit der Breite des oberen Prallraumes verstellbar ist. Dadurch ist es
möglich, mit einer geringen Anzahl von Stellvorrichtungen sowohl die Breite der Eintrittsöffnung
als auch die Breite des Brechspaltes im Prall-Mahlraum einzustellen.
[0032] Während des Betriebes wird der gewünschte Brechspalt nur auf einer Seite des Rotors
eingestellt, während sich die Prallschwinge auf der anderen Seite des Rotors in einer
Offenstellung befindet (Parkstellung). Das reduziert den Verschleiß an der geparkten
Prallschwinge. Wird die Drehrichtung reversiert, wird die vorher geparkte Prallschwinge
auf den gewünschten Brechspalt eingestellt und die andere Prallschwinge geöffnet.
[0033] Im Übergang vom Prall-Mahlraum zum oberen Prallraum befindet sich die Brechkante.
Diese Brechkante ist gewissermaßen ein Bereich, in welchem sich die starke Abnahme
der Breite vom mittleren Höhenbereich des oben Prallraumes kommend nicht mehr fortsetzt,
sondern gestoppt, im weiteren Verlauf zum unteren Prall-Mahlraum umgekehrt oder nur
sehr langsam abnehmend fortgesetzt wird. Dadurch entsteht in der Kontur ein Knick
oder eine stärkere Krümmung. Insbesondere kann die innere Kontur der beiden Prallwände
der im Wesentlichen gerundeten Kontur des Buchstabens "B" bzw. eines gespiegelten
"B"s entsprechen.
[0034] Es ist dabei nicht zwingend erforderlich, dass zwischen den konkaven Bögen eine stark
ausgeprägte Brechkante befindet. Auch können die Bögen im Prallraum und im unteren
Prall-Mahlraum unterschiedlich breit sein. Die Bögen können sich zudem über unterschiedliche
Höhen erstrecken.
[0035] Alle notwendigen Positionen der Prallschwingen lassen sich mittels Verstelleinrichtungen
einstellen. Jede Prallschwinge besitzt eine Verstelleinrichtung. Jede Verstelleinrichtung
besitzt eine obere Prallschwingenverstellung und eine untere Prallschwingenverstellung.
Die obere Prallschwingenverstellung dient zum Anpassen der Breite des Prall-Mahlraumes
und zum Anpassen der Breite der Eintrittsöffnung an eine maximale Aufgabegröße des
zu zerkleinernden Materials. Die untere Prallschwingenverstellung dient zur Anpassung
des Brechspaltes, d. h. des Abstandes der Verschleißkörper im Prall-Mahlraum an einen
Schlagkreis des Rotors. Die Verstellung erfolgt bevorzugt über Spindelantriebe, die
rein mechanisch, elektrisch oder hydraulisch angetrieben werden und einen oberen und
unteren Lagerpunkt der Prallschwingen quer zum Rotor verschieben. Kulissenführungen
für die Lagerpunkte, insbesondere in Form von Langlöchern ermöglichen eine individuelle
symmetrische oder auch nicht-symmetrische Positionierung der Prallschwingen durch
lineares Verschieben.
[0036] Der erfindungsgemäße Prallbrecher kann stationär oder mobil zum Einsatz kommen. Für
den Betrieb des Prallbrechers sind neben dem Antrieb und einer nicht näher erläuterten
Steuerung eine Zuführeinrichtung für das zu zerkleinernde mineralische Material zu
der Eintrittsöffnung und eine Abtransporteinrichtung zum Abtransport von zerkleinertem
mineralischen Material von der Austrittsöffnung zu einem Abwurfende der Abtransporteinrichtung
erforderlich. Bevorzugt ist ein Rahmen vorgesehen, an welchem das Prallbrechergehäuse,
die Zuführeinrichtung, die Abtransporteinrichtung und der Antrieb angeordnet sind.
[0037] Für den nicht-stationären Einsatz kann an dem Rahmen ein Fahrwerk zur Fortbewegung
angeordnet sein. Es handelt sich bei dem Fahrwerk um ein Kettenlaufwerk oder ein Radfahrwerk,
welches das Rangieren des Prallbrechers z.B. auf einer Baustelle oder in einem Steinbruch
ermöglicht. Der oben genannte Antrieb des Prallbrechers kann über Hilfsmotoren auch
das Fahrwerk antreiben.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Prallbrecher in einer Ansicht von oben;
- Figur 2
- Prallbrecher der Figur 1 in einer Seitenansicht (Pfeil B);
- Figur 3
- einen Schnitt entlang der Linie A-A durch den Prallbrecher der Figur 1 in einer ersten
Betriebsposition;
- Figur 4
- einen Schnitt entlang der Linie A-A durch den Prallbrecher der Figur 1 in einer zweiten
Betriebsposition und
- Figur 5
- einen mobilen Prallbrecher teilweise im Schnitt.
[0039] Die Figuren 1 und 2 zeigen zwei Ansichten eines Prallbrechers 1 einmal von oben und
einmal von der Seite. Der Prallbrecher 1 besitzt ein Brechergehäuse 2, das in der
Seitenansicht im Wesentlichen achteckig ist. Das Brechergehäuse 2 umschließt einen
Rotor (Figur 3) mit horizontaler Drehachse 4. Das Brechergehäuse 2 besitzt eine oberseitige
Eintrittsöffnung 5 zur Aufgabe von zu zerkleinernden mineralischem Material, das am
unteren Ende des Brechergehäuses 2 über eine Austrittsöffnung 6 (Figur 3) aus einem
innenliegenden Prallraum des Brechergehäuses 2 austritt. Für Wartungszwecke kann eine
Vorderseite und eine Rückseite des Brechergehäuses 2 geöffnet werden. Zweiflügelige
Türen 7, 8 an einer Vorderseite und einer Rückseite des Brechergehäuses 2 sind über
Aufhängungen 9, 10 schwenkbar an dem Brechergehäuse 2 gelagert, so dass für Montagearbeiten
ein beidseitiger Zugang zu dem Inneren des Brechergehäuses 2 möglich ist.
[0040] Der Rotor 3 besitzt eine Rotorwelle 11, welche in Lagern 12, 13 außerhalb des Brechergehäuses
2 gelagert ist. In Figur 1 befindet sich benachbart des in der Bildebene oberen Lagers
12 eine Antriebsscheibe 14 für einen Riementrieb, insbesondere einen Keilriementrieb.
Die Antriebsscheibe 14 besitzt insbesondere mehrere Rillen, damit eine hinreichende
Antriebsleistung auf den Rotor 3 übertragen werden kann.
[0041] Figur 3 zeigt in der Schnittdarstellung entlang der Linie A-A der Figur 1 den inneren
Aufbau des Prallbrechers 1 in einer ersten Betriebsposition. Das Brechergehäuse 2
umschließt den Rotor 3 und begrenzt einen Prallraum. Der Prallraum gliedert sich in
einen oberen Prallraum 15, der sich im Wesentlichen, d.h. überwiegend oberhalb des
Rotors 3 befindet und einen unteren Prall-Mahlraum 16, in welchem sich der Rotor 3
befindet. Der unmittelbare Einwirkbereich des Rotors 3 ist der Schlagkreis 17.
[0042] Der obere Prallraum 15 gliedert sich in drei Bereiche. Benachbart der Eintrittsöffnung
5 befindet sich ein oberer Höhenbereich H1. Hieran schließt sich nach unten hin in
Richtung des Rotors 3 ein mittlerer Höhenbereich H2 und schließlich ein unterer Höhenbereich
H3 an. Der untere Prall-Mahlraum 16 beginnt unterhalb einer Brechkante 18. In der
Bildebene der Figur 3 rechts ist zu erkennen, dass die Brechkante 18 sehr nahe an
dem Schlagkreis 17 angeordnet ist. Der eingestellte Abstand zum Schlagkreis 17 wird
in Richtung zum Austrittende noch geringer und verjüngt sich keilförmig. Der Brechspalt
befindet sich rechts, weil in dieser Betriebsposition der Rotor im Uhrzeigersinn dreht.
Der Brechspalt ist sehr klein, weil kleineres Material gebrochen werden sollen. In
dieser Position kann der Prallbrecher zur Sandherstellung von hochwertigen Sanden
verwendet werden. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Spalt sehr groß. Hier wird
kein Material gebrochen. Die dortige Prallschwinge befindet sich in der Parkstellung.
[0043] Die Brechkante 18 befindet sich an einem Verschleißkörper 19. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
sind nicht alle Verschleißkörper 19 des Prallraumes einzeln bezeichnet. Grundsätzlich
ist sowohl der obere Prallraum 15 als auch der untere Prall-Mahlraum 16 mit Verschleißkörpern
19 ausgekleidet. Auch die Innenseiten der Türen 7, 8 sind mit Verschleißkörpern 19
ausgekleidet, erkennbar an den quaderförmigen Platten mit jeweils zwei Befestigungspunkten.
Die Verschleißkörper 19 können eine unterschiedliche Kontur aufweisen, sind aber grundsätzlich
austauschbar an den Türen beziehungsweise im Randbereich des oberen Prallraums 15
und des unteren Prall-Mahlraums 16 befestigt.
[0044] Der Rotor 3 ist bei diesem Ausführungsbeispiel mit vier gleichmäßig über den Umfang
verteilt angeordneten Schlagleisten 20 ausgestattet, die den Schlagkreis 17 definieren.
[0045] Innerhalb des Brechergehäuses 2 befindet sich ein Prallwerk 21, das zwei spiegelsymmetrisch
ausgebildete Prallwangen 22, 23 umfasst. Die Prallwangen 22, 23 sind relativ zum Brechergehäuse
2 verlagerbar. Hierzu dient eine Verstelleinrichtung 24, die je Prallschwinge 22,
23 eine obere Prallschwingenverstellung 25 zum Anpassen der Breite B1 des oberen Prallraumes
15 und der Eintrittsöffnung 5 an eine maximale Aufgabegröße des zu zerkleinernden
Materials umfasst und eine untere Prallschwingenverstellung 26 zur Anpassung des Abstandes
(Brechspalt) an den Schlagkreis 17 des Rotors 3. Im Bereich der oberen Prallschwingenverstellung
25 ist eine lineare Verschiebung der Lagerpunkte 27, 28 in Richtung der Pfeile P1,
P2, das heißt in Horizontalrichtung möglich. Die Lagerpunkte 27, 28 sind in je einer
Kulissenführung 29 geführt. Es kann eine Schwenkbewegung um die Lagerpunkte 27, 28
erfolgen, wenn eine Verstellung am oberen und/oder unteren Ende erforderlich ist.
Die Breite B2 der Eintrittsöffnung 5 kann dadurch unabhängig von der Spaltbreite im
unteren Prall-Mahlraum 16 eingestellt werden. Die Form der Prallschwingen 22, 23 ist
derart gestaltet, dass im Bereich zwischen der Eintrittsöffnung 5 und dem Rotor 3
ein sehr großer oberer, breiter Prallraum 15 entsteht. Dadurch wird ein möglichst
freies Bewegen der zu zerkleinernden Fraktion nach dem Erstkontakt mit der Schlagleiste
20 am Rotor 3 bzw. auf dem Weg zurück von den Prallschwingen 22, 23 zum Rotor 3 ermöglicht.
[0046] Die Kontur des durch die Prallschwingen 22, 23 begrenzten oberen Prallraums 15 und
unteren Prall-Mahlraumes 16 kann eine Abfolge von Radien sein. Die exakte Kontur wird
durch die Prallflächen der Verschleißkörper 19 bestimmt. Die Anordnung der Verschleißkörper
19 führt zu einer mehreckigen, gezackten Form.
[0047] Die maximale Breite B1 des mittleren Höhenbereichs H2 des oberen Prallraumes 15 ist
nicht nur generell die maximale Ausdehnung zwischen den beiden Prallschwingen 22,
23, die Breite B1 ist zudem größer als der Durchmesser D1 des Schlagkreises 17. Mithin
gibt es ein mit X bezeichnetes Maß, das den horizontalen Abstand zwischen dem äußersten
horizontalen Punkt des Schlagkreises 17 und dem äußersten Punkt der Kontur der Prallschwinge
23 bei der Breite B1 bezeichnet. Dieses Maß X ist unabhängig von der Stellung der
Prallschwinge 23 positiv. Das heißt, dass die maximale Breite B1 im mittleren Höhenbereich
H2 immer größer ist als der Durchmesser D1 des Schlagkreises 17. Das Maß X ist aus
Gründen der Übersichtlichkeit an der geöffneten Prallschwinge 23 eingezeichnet. Auf
der gegenüberliegenden Seite an der anderen Prallschwinge 21 mit dem dortigen Brechspalt
ist das Maß X ebenfalls positiv.
[0048] Der obere Prallraum 15 ist beidseitig konkav ausgebildet. In die konkaven Ausbuchtungen
wird das zu zerkleinernde Material geschleudert. Von dort prallt es zurück und fällt
später über die Brechkante 18 in den Brechspalt des unteren Prall-Mahlraumes 16.
[0049] Die konkaven Ausbuchtungen sind so groß gestaltet, dass eine hinreichende Wegstrecke
vorhanden ist, um auch größeres Material effektiv gegen die Verschleißkörper 19 des
oberen Prallraumes 15 zu schleudern, ohne dass nachfolgendes Material behindert wird
und ohne dass Prallenergie in unerwünschter Weise gedämpft wird. Das ist maßgeblich
darauf zurückzuführen, dass sich die maximale Breite B1 oberhalb des Schlagkreises
17 und sogar im Abstand zu dem Schlagkreis 17 des Rotors 3 befindet. Insbesondere
in der Mitte +/-15% des vertikalen Abstandes zwischen der Brechkante 18 und einer
Unterkante der Eintrittsöffnung 5.
[0050] Figur 3 zeigt einen ersten Betriebszustand, wobei die Anordnung der Prallschwingen
22, 23 nicht spiegelsymmetrisch ist, da die in der Bildebene linke Prallschwinge 23
weiter nach links verfahren ist, also weiter geöffnet ist als die in der Bildebene
rechte Prallschwinge 22, die ganz nah an den Schlagkreis 17 herangefahren ist. Dementsprechend
ist der Abstand zum Schlagkreis 17 in der Bildebene rechts wesentlich kleiner als
in der Bildebene links. In Figur 3 ist der Brechspalt zur Herstellung kleinerer Fraktionen
bereits im Bereich der Brechkante 18 sehr klein eingestellt. In Figur 4 ist der Brechspalt
sehr groß eingestellt, wobei er sich nach unten zum Austrittsende hin verjüngt. Bedingt
durch die Stellungen der Prallschweingen 22, 23 ist die Eintrittsöffnung 5 einmal
minimal (Figur 3) und einmal maximal einstellt (Figur 4).
[0051] Im Reversierbetrieb sind die jeweiligen Prallschwingen 22, 23 genau umgekehrt eingestellt.
Es befindet sich während des Betriebes immer eine Prallschwinge 22, 23 in einer Parkposition
(Offenstellung) und eine Prallschwinge 22, 23 in einer Arbeitsposition zur Einstellung
des Brechspaltes. Für die Breite der Eintrittsöffnung ist es unerheblich, in welcher
Richtung der Prallbrecher 1 betrieben wird. Die umgekehrte Einstellung der Prallschwingen
22, 23 verändert die Lage des Brechspaltes, nicht aber die Breite der Eintrittsöffnung
5.
[0052] Aufgrund der Anpassung der Kontur des unteren Prall-Mahlraumes 16 an die Form des
Schlagkreises 17 ist der untere Prall-Mahlraum 16 konkav ausgestaltet. Zusammen mit
dem oberen Prallraum 15 ergeben sich zwei aufeinanderfolgende konkave Bereiche, so
dass die in der Bildebene rechte Kontur der Prallschwinge 22 im Wesentlichen B-förmig
ist. Gespiegelt an der Mittelhochebene MHE ist die spiegelsymmetrisch ausgebildete
andere Prallschwinge 23 dementsprechend ebenfalls mit einer Kontur versehen, die an
einen gespiegelten Buchstaben B erinnert. Der untere konkave Bereich ist der untere
Prall-Mahlraum 16. Der obere konkave Bereich ist der obere Prallraum 15. Die Brechkante
18 zwischen diesen beiden konkaven Bereichen ist der Übergang zwischen diesen beiden
Räumen.
[0053] Figur 3 zeigt sehr anschaulich, dass die Eintrittsöffnung 5 grundsätzlich senkrecht
oberhalb des Rotors 3 angeordnet ist und damit auch senkrecht oberhalb der Austrittsöffnung
6. Die Eintrittsöffnung ist im praktischen Einsatz mittig, d.h. symmetrisch zur Mittelhochebene.
B3 bezeichnet den Abstand eines Prallkörpers 30 an der Eintrittsöffnung 5 von der
Mittelhochebene MHE.
[0054] Figur 4 zeigt eine weitere mögliche Stellung der Prallschwingen 22, 23 und daher
eine andere Betriebsposition. Die Eintrittsöffnung 5 ist maximal weit offen. Es kann
gröberes Material aufgenommen werden als in Figur 3. Im Unterschied zu Figur 3 ist
die Parkposition der linken Prallschwinge 23 angepasst worden. Ihr oberes Ende an
der Eintrittsöffnung 5 wurde maximal nach links verschoben, genauso, wie auch das
obere Ende der rechten Prallschwinge 22 maximal nach rechts verschoben worden ist,
also geöffnet worden ist. Die Eintrittsöffnung 5 ist daher symmetrisch zu Mittelhochebene
MHE.
[0055] Auch in Figur 3 ist die Eintrittsöffnung 5 symmetrisch zur Mittelhochebene MHE. Zu
zerkleinerndes Material wird immer senkrecht von oben auf den Rotor 3 gegeben. Das
bedeutet, dass die oberen Enden der Prallschwingen 22, 23 symmetrisch eingestellt
werden, während die unteren Enden der Prallschwingen 22, 23 unsymmetrisch eingestellt
werden, weil sich immer eine der Prallschwingen 22, 23 in einer Parkposition befindet
und die jeweils andere Prallschwinge 22, 23 in einer Arbeitsposition. Bemerkenswert
ist, dass die Einstellung der Breite und der Form des Brechspaltes zusammen mit der
Breite B2 der Eintrittsöffnung 5 verstellt wird und zwar durch lineare Verschiebung
im Bereich der Eintrittsöffnung 5. Wenn die Verschleißkörper 19 im Prall-Mahlraum
16 verschleißen, können die Prallschwingen 22, 23 noch ein wenig nachjustiert werden,
d.h. weiter nach innen verlagert werden. Die Verschleißkörper 19 aus dem Prall-Mahlraum
16 können mit denen im oberen Prallraum 15 ausgetauscht werden.
[0056] Austrittsseitig ist eine Trennwand 37 unter dem Rotor 3 angeordnet, die den Bereich
zwischen der Austrittsöffnung 6 und dem Rotor 3 in zwei Kanäle 38, 39 einteilt, die
je nach Drehrichtung des Rotors 3 als Austritt dienen. Ein Verschleißschutzelement
40 an einer dem Rotor 3 zugewandten Stirnseite 3 der Trennwand 37 schützt die Trennwand
37 vor Verschleiß. Das gebrochene Material wird gebremst. Es spritzt weniger heraus
und nicht nach oben in Richtung zur anderen Prallschwinge, die sich in der Parkposition
befindet. Ein nachfolgendes Förderband wird geschont.
[0057] Figur 5 zeigt den Prallbrecher 1 in einer mobilen Ausführung. Der Prallbrecher 1
ist mit einer Zuführeinrichtung 31 versehen, über die das zu zerkleinernde mineralische
Material von oben aufgegeben wird und über die Eintrittsöffnung 5 in das Innere des
Prallbrechers 1 gelangt. Nach dem Brechen wird das zerkleinerte mineralische Material
auf eine Abtransporteinrichtung 32 gegeben über welches das Material einem Abwurfende
33 zugeführt wird. Die Abtransporteinrichtung 32 ist insbesondere ein Bandförderer.
[0058] Der Prallbrecher 1 mit der Zuführeinrichtung 31 und der Abtransporteinrichtung 33
befinden sich zusammen mit einem Antrieb 35 auf einem Rahmen 34. Der Rahmen 34 ist
zudem mit einem Fahrwerk 36 in Form eines Kettenlaufwerkes versehen. Dadurch kann
der erfindungsgemäße Prallbrecher 1 am Einsatzort rangiert und in die richtige Position
gebracht werden.
Bezugszeichen:
[0059]
- 1 -
- Prallbrecher
- 2 -
- Brechergehäuse
- 3 -
- Rotor
- 4 -
- Drehachse von 3
- 5 -
- Eintrittsöffnung von 2
- 6 -
- Austrittsöffnung von 2
- 7 -
- Tür
- 8 -
- Tür
- 9 -
- Aufhängung
- 10 -
- Aufhängung
- 11 -
- Rotorwelle
- 12 -
- Lager
- 13 -
- Lager
- 14 -
- Antriebsscheibe
- 15 -
- oberer Prallraum
- 16 -
- Prall-Mahlraum
- 17 -
- Schlagkreis
- 18 -
- Brechkante
- 19 -
- Verschleißkörper
- 20 -
- Schlagleiste
- 21 -
- Prallwerk
- 22 -
- Prallschwinge von 21
- 23 -
- Prallschwinge von 21
- 24 -
- Verstelleinrichtung
- 25 -
- obere Prallschwingenverstellung von 24
- 26 -
- untere Prallschwingenverstellung von 24
- 27 -
- Lagerpunkt
- 28 -
- Lagerpunkt
- 29 -
- Kulissenführung
- 30 -
- Verschleißkörper von 5
- 31 -
- Zuführeinrichtung
- 32 -
- Abtransporteinrichtung
- 33 -
- Abwurfende von 32
- 34 -
- Rahmen
- 35 -
- Antrieb
- 36 -
- Fahrwerk
- 37 -
- Trennwand
- 38 -
- Kanal
- 39 -
- Kanal
- 40 -
- Verschleißschutzelement unter dem Rotor
- B1 -
- Breite von H1
- B2 -
- Breite von 5
- B3 -
- Abstand von 30 zu MHE
- D1 -
- Durchmesser von 17
- H1 -
- oberer Höhenbereich von 15
- H2 -
- mittlerer Höhenbereich von 15
- H3 -
- unterer Höhenbereich von 15
- P1 -
- Verstellrichtung von 28
- P2 -
- Verstellrichtung von 27
- MHE -
- Mittelhochebene
1. Prallbrecher für mineralisches Material umfassend:
a. Ein Brechergehäuse (2);
b. Einen reversierbaren Rotor (3) mit horizontaler Drehachse (4), um mineralisches
Material gegen Verschleißkörper (19) in dem Brechergehäuse (2) zu schleudern;
c. Einen Antrieb (35), um den Rotor (3) anzutreiben;
d. Einen Prall-Mahlraum (16), der von wenigstens einem relativ zum Brechergehäuse
(2) und zum Rotor (3) verstellbaren Prallwerk (21) begrenzt ist, wobei der Rotor (3)
im Prall-Mahlraum (16) angeordnet ist;
e. Mindestens eine Verstelleinrichtung (24, 25, 26) zur Einstellung des Abstandes
des Prallwerkes (21) von dem Rotor (3);
f. Einen sich an den Prall-Mahlraum (16) oben anschließenden oberen Prallraum (15)
mit einer Eintrittsöffnung (5) für das zu zerkleinernde mineralische Material, wobei
der obere Prallraum (15) einen der Eintrittsöffnung (5) benachbarten oberen Höhenbereich
(H1) besitzt, einen sich daran anschließenden mittleren Höhenbereich (H2) und einen
unteren Höhenbereich (H3), der an den unteren Prall-Mahlraum (16) grenzt, wobei jeder
Höhenbereich (H1, H2, H3) jeweils eine horizontal gemessene, innere Breite (B1) besitzt,
wobei der mittlere Höhenbereich (H2) der Bereich mit der größten inneren Breite (B1)
ist und an seiner breitesten Stelle, die oberhalb des Schlagkreises (17) des Rotors
(3) liegt, eine maximale Breite (B1) aufweist, welche größer als der Durchmesser (D1)
des Schlagkreises (17) des Rotors (3) ist
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Breite (B2) der Eintrittsöffnung (5) durch Verstellen der Breite (B1) des oberen
Prallraumes (15) einstellbar ist;
sich Prallschwingen (22, 23) des Prallwerkes (21) des Prall-Mahlraumes (16) bis in
den oberen Prallraum (15) erstrecken, so dass die Breite des Prall-Mahlraumes (16)
zusammen mit der Breite (B1) des oberen Prallraumes (15) verstellbar ist;
die Verstelleinrichtung (24) eine obere Prallschwingenverstellung (25) zum Anpassen
der Breiten (B1, B2) des oberen Prallraumes (15) und der Eintrittsöffnung (5) an eine
maximale Aufgabegröße des zu zerkleinernden mineralischen Werkstoffs und eine untere
Prallschwingenverstellung (26) zur Anpassung des Abstandes der Verschleißkörper (19)
im unteren Prall-Mahlraum (16) an einen Schlagkreis (17) des Rotors (3) aufweist.
2. Prallbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Höhenbereich (H2) des oberen Prallraumes (15) beidseitig einer Mittelhochebene
(MHE) des Prallbrechers (1) konkav ausgebildet ist, wobei die Breite (B1) des Prallraumes
(15) zum unteren Höhenbereich (H3) hin abnimmt.
3. Prallbrecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Breite (B1) im mittleren Höhenbereich (H2) größer ist als die Breite
des unteren Prall-Mahlraums (16) gemessen in der Höhe der Drehachse (4) des Rotors
(3).
4. Prallbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein unteres Ende des unteren Höhenbereichs (H3) des oberen Prallraumes (15) eine
Brechkante (18) in der Kontur des Prallwerkes (21) ist.
5. Prallbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 64, dadurch gekennzeichnet, dass das Prallwerk (21) eine linke Prallschwinge (23) mit Verschleißkörpern (19) und eine
rechte Prallschwinge (22) mit Verschleißkörpern (19) aufweist, welche spiegelsymmetrisch
zu einer Mittelhochebene (MHE) des Prallbrechers (1) ausgebildet sind, wobei die innere
Kontur der Prallschwingen (22, 23) im Wesentlichen der Kontur des Buchstabens B bezüglich
seiner zwei aufeinanderfolgenden konkaven Bögen im oberen Prallraum (15) und Prall-Mahlraum
(16) entspricht.
6. Prallbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Rotors (3) eine Trennwand (37) angeordnet ist, welche die Austrittsöffnung
(6) in zwei getrennte Kanäle (38, 39) teilt.
7. Prallbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 96, ferner umfassend:
a. Eine Zuführeinrichtung (31) für das zu zerkleinernde mineralische Material zu der
Eintrittsöffnung (5);
b. Eine Abtransporteinrichtung (32) zum Abtransport von zerkleinertem mineralischen
Material von der Austrittsöffnung (6) zu einem Abwurfende (33).
c. einen Rahmen (34), an welchem das Brechergehäuse (2), die Zuführeinrichtung (31),
die Abtransporteinrichtung (32) und der Antrieb (35) angeordnet sind.
8. Prallbrecher nach Anspruch 7, ferner umfassend ein an dem Rahmen angeordnetes Fahrwerk
(36) zur Fortbewegung.
1. Impact crusher for mineral material comprising:
a. a crusher housing (2);
b. a reversible rotor (3) with a horizontal axis of rotation (4) for throwing mineral
material against wear bodies (19) in the crusher housing (2);
c. a drive (35) to drive the rotor (3);
d. an impact grinding chamber (16), which is delimited by at least one impact mechanism
(21) that is adjustable relative to the crusher housing (2) and the rotor (3), wherein
the rotor (3) is arranged in the impact grinding chamber (16);
e. at least one adjusting apparatus (24, 25, 26) for adjusting the distance of the
impact mechanism (21) from the rotor (3);
f. an upper impact chamber (15) adjoining the impact grinding chamber (16) at the
top and having an inlet opening (5) for the mineral material to be crushed, wherein
the upper impact chamber (15) has an upper height region (H1) adjacent to the inlet
opening (5), an adjoining central height region (H2) and a lower height region (H3),
which adjoins the lower impact grinding chamber (16), wherein each height region (H1,
H2, H3) has a horizontally measured, inner width (B1),
wherein the central height region (H2) is the region with the largest inner width
(B1) and has a maximum width (B1) at its widest point which is above the impact circle
(17) of the rotor (3), which is greater than the diameter (D1) of the impact circle
(17) of the rotor (3),
characterized in that
a width (B2) of the inlet opening (5) can be adjusted by adjusting the width (B1)
of the upper impact chamber (15);
impact rockers (22, 23) of the impact mechanism (21) of the impact grinding chamber
(16) extend into the upper impact chamber (15), so that the width of the impact grinding
chamber (16) can be adjusted together with the width (B1) of the upper impact chamber
(15);
the adjusting apparatus (24) has an upper impact rocker adjustment (25) for adjusting
the widths (B1, B2) of the upper impact chamber (15) and the inlet opening (5) to
a maximum feed size of the mineral material to be crushed and a lower impact rocker
adjustment (26) for adjusting the distance of the wear bodies (19) in the lower impact
grinding chamber (16) to an impact circle (17) of the rotor (3).
2. impact crusher according to claim 1, characterized in that the central height region (H2) of the upper impact chamber (15) is concave on both
sides of a central vertical plane (MHE) of the impact crusher (1), wherein the width
(B1) of the impact chamber (15) decreases towards the lower height region (H3).
3. impact crusher according to claim 1 or 2, characterized in that the maximum width (B1) in the central height region (H2) is larger than the width
of the lower impact grinding chamber (16) measured at the level of the axis of rotation
(4) of the rotor (3).
4. impact crusher according to any one of claims 1 to 3, characterized in that a lower end of the lower height region (H3) of the upper impact chamber (15) is a
crushing edge (18) with the contour of the impact mechanism (21).
5. impact crusher according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the impact mechanism (21) has a left impact rocker (23) with wear bodies (19) and
a right impact rocker (22) with wear bodies (19), which are configured to be mirror-symmetrical
to a central vertical plane (MHE) of the impact crusher (1), wherein the inner contour
of the impact rockers (22, 23) corresponds essentially to the contour of the letter
B with respect to its two successive concave arcs in the upper impact chamber (15)
and impact grinding chamber (16).
6. impact crusher according to any one of claims 1 to 5, characterized in that underneath the rotor (3) a separating wall (37) is arranged, which divides the outlet
opening (6) into two separate channels (38, 39).
7. impact crusher according to any one of claims 1 to 6, further comprising:
a. a feed apparatus (31) for the mineral material to be crushed to the inlet opening
(5);
b. a removal apparatus (32) for removing crushed mineral material from the outlet
opening (6) to a discharge end (33);
c. a frame (34), on which the crusher housing (2), the feed apparatus (31), the removal
apparatus (32) and the drive (35) are arranged.
8. impact crusher according to claim 7, further comprising a traveling mechanism (36)
arranged on the frame for movement.
1. Concasseur à percussion pour matériau minéral comprenant :
a) un boîtier de concasseur (2) ;
b) un rotor réversible (3) avec un axe de rotation horizontal (4) pour projeter du
matériau minéral contre des corps d'usure (19) dans le boîtier de concasseur (2) ;
c) un entraînement (35) pour entraîner le rotor (3) ;
d) une chambre de broyage à percussion (16) qui est délimitée par au moins un mécanisme
à percussion (21) réglable par rapport au boîtier de concasseur (2) et au rotor (3),
dans lequel le rotor (3) est disposé dans la chambre de broyage à percussion (16)
;
e) au moins un appareil de réglage (24, 25, 26) pour régler l'écart entre le mécanisme
à percussion (21) et le rotor (3) ;
f) une chambre à percussion supérieure (15) se raccordant en haut à la chambre de
broyage à percussion (16), avec une ouverture d'entrée (5) pour le matériau minéral
à broyer, dans lequel la chambre à percussion supérieure (15) comporte une zone de
hauteur supérieure (H1) voisine de l'ouverture d'entrée (5), une zone de hauteur moyenne
(H2) s'y raccordant et une zone de hauteur inférieure (H3) qui est adjacente à la
chambre de broyage à percussion inférieure (16), dans lequel chaque zone de hauteur
(H1, H2, H3) comporte respectivement une largeur intérieure (B1) mesurée horizontalement,
dans lequel la zone de hauteur moyenne (H2) est la zone avec la plus grande largeur
intérieure (B1) et qui présente, à son point le plus large, qui se situe au-dessus
du cercle de percussion (17) du rotor (3), une largeur maximale (B1) qui est supérieure
au diamètre (D1) du cercle de percussion (17) du rotor (3)
caractérisé en ce que
une largeur (B2) de l'ouverture d'entrée (5) peut être réglée en réglant la largeur
(B1) de la chambre à percussion supérieure (15) ;
des écrans de choc (22, 23) du mécanisme à percussion (21) de la chambre de broyage
à percussion (16) s'étendent jusque dans la chambre à percussion supérieure (15),
de sorte que la largeur de la chambre de broyage à percussion (16) peut être réglée
avec la largeur (B1) de la chambre à percussion supérieure (15) ;
l'appareil de réglage (24) présente un réglage supérieur des écrans de choc (25) pour
adapter les largeurs (B1, B2) de la chambre à percussion supérieure (15) et de l'ouverture
d'entrée (5) à une taille maximale d'alimentation du matériau minéral à broyer et
un réglage inférieur des écrans de choc (26) pour adapter l'écart des corps d'usure
(19) dans la chambre de broyage à percussion inférieure (16) à un cercle de percussion
(17) du rotor (3).
2. Concasseur à percussion selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone de hauteur moyenne (H2) de la chambre à percussion supérieure (15) est concave
des deux côtés d'un plan vertical moyen (MHE) du concasseur à percussion (1), dans
lequel la largeur (B1) de la chambre à percussion (15) diminue en direction de la
zone de hauteur inférieure (H3).
3. Concasseur à percussion selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la largeur maximale (B1) dans la zone de hauteur moyenne (H2) est supérieure à la
largeur de la chambre de broyage à percussion inférieure (16) mesurée à la hauteur
de l'axe de rotation (4) du rotor (3).
4. Concasseur à percussion selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une extrémité inférieure de la zone de hauteur inférieure (H3) de la chambre à percussion
supérieure (15) est une arête de concassage (18) dans le contour du mécanisme à percussion
(21).
5. Concasseur à percussion selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le mécanisme à percussion (21) présente un écran de choc gauche (23) avec des corps
d'usure (19) et un écran de choc droit (22) avec des corps d'usure (19) qui sont formés
en symétrie de miroir par rapport à un plan vertical moyen (MHE) du concasseur à percussion
(1), dans lequel le contour intérieur des écrans de choc (22, 23) correspond sensiblement
au contour de la lettre B par rapport à ses deux arcs concaves successifs dans la
chambre à percussion supérieure (15) et la chambre de broyage à percussion (16).
6. Concasseur à percussion selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une paroi de séparation (37) est disposée sous le rotor (3), laquelle divise l'ouverture
de sortie (6) en deux canaux (38, 39) séparés.
7. Concasseur à percussion selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, comprenant
en outre :
a) un appareil d'alimentation (31) pour le matériau minéral à broyer vers l'ouverture
d'entrée (5) ;
b) un appareil d'évacuation (32) pour évacuer le matériau minéral broyé depuis l'ouverture
de sortie (6) vers une extrémité de déversement (33) ;
c) un cadre (34) sur lequel sont disposés le boîtier de concasseur (2), l'appareil
d'alimentation (31), l'appareil d'évacuation (32) et l'entraînement (35).
8. Concasseur à percussion selon la revendication 7, comprenant en outre un mécanisme
de roulement (36) disposé sur le cadre pour le déplacement.