[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine aus einer flachen zusammengefalteten
Lage zu einer mehreckigen Raumform auffaltbare, einen umfangsseitig geschlossenen
Ring bildende Umverpackung mit senkrecht stehenden Seitenwänden, die über gemeinsam
ausgebildete Ecken der Raumform miteinander verbunden sind sowie auf ein Verfahren
zur Herstellung einer Umverpackung mit in der Höhenerstreckung geteilten Seitenwänden.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind gattungsgemäße Umverpackungen bekannt, die vorzugsweise
aus einem Karton oder einer Wellpappe hergestellt sind. Die Umverpackungen bestehen
üblicherweise aus vier flachen Seitenwänden, die in Bündeln von mehreren Umverpackungen
raumsparend flach mit beispielsweise jeweils zwei Seiten aufeinander zusammengelegt
werden können, um die Umverpackungen zu lagern und zu transportieren, und die zum
Gebrauch beispielsweise zu würfel- oder quaderförmigen Raumformen aufgefaltet werden
können. In den dadurch gebildeten und umgrenzten Innenraum werden dann darin zu verpackende
Waren eingestellt, so dass diese bei der späteren Lagerung und einem Transport besser
gegen eventuelle Beschädigungen geschützt sind. Derartige Umverpackungen sind in unterschiedlichen
Größen am Markt verfügbar. Sie müssen dann aber in der jeweiligen gewünschten Größe
beschafft und vorgehalten werden.
[0003] Anstelle von ringförmigen Umverpackungen sind auch würfel- oder quaderförmige Faltkartons
- bevorzugt aus Wellpappe - bekannt, bei denen am oberen und unteren Ende befindliche
Laschen umgefaltet werden, um einen Boden zu bilden und den Karton zu schließen. Beim
Befüllen des Kartons sind die Laschen störend, weil sie seitlich abstehen.
[0004] Bei den bekannten Umverpackungen und Faltkartons ist es nachteilig, dass diese häufig
höhere Seitenwände haben als die einzelnen Warenpakete hoch sind, die in die Umverpackung
oder den Faltkarton eingepackt werden sollen. Wegen der üblichen Laderaumhöhe gebräuchlicher
Trailer von 2,30 m und der Dicke einer Europalette von 15 cm werden häufig Faltkartons
mit jeweils 1 m Höhe verwendet, um Waren zu verpacken und zu versenden. Solche Faltkartons
können zu zweit mit jeweils einer Europalette darunter gestapelt versendet werden.
Die Kartonhöhe von 1 m ist aber sehr hinderlich, wenn mehrere Warenpakete in einen
Karton eingelegt und darin gestapelt werden sollen. Dann ist es für Mitarbeiter, die
die Waren im Versand einzupacken haben, sehr mühsam, sich immer wieder in die Kartons
hinab zu beugen, um dort einzelne Warenpakete einzulegen und aufeinander zu stapeln.
Sie müssen die jeweilige Ware zunächst mehr als 1 m hoch anheben, können sie erst
danach in den Faltkarton nach unten ablegen und müssen sich dabei immer über die höhere
Wand des Faltkartons oder der Umverpackung beugen. Häufig werden auch Umverpackungen
oder Faltkartons zur Verpackung einer oder mehrerer Waren verwendet, der für diese
viel zu hoch ist. Da die Frachtraten im Versand häufig nach Frachtvolumen berechnet
werden, verursachen die zu hohen und voluminösen Verpackungen vermeidbare Speditionskosten.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Umverpackung zu schaffen, die
die Verpackungsarbeiten erleichtert.
[0006] Die Aufgabe wird für eine gattungsgemäße Umverpackung gelöst, indem die Seitenwände
in ihrer Höhenerstreckung eine Teilung in eine untere und eine obere Seitenwand aufweisen,
und
- auf obere Kanten der unteren Seitenwände in zumindest zwei oder mehr Eckbereichen
sich über Eck erstreckende Auflageleisten aufgesteckt sind,
- die Auflageleisten an ihrer Innen- und Außenkante ausgebildete, sich von der Leistenebene
aus in eine Richtung nach oben und nach unten erstreckende Klemmlaschen aufweisen,
- die nach unten gerichteten Klemmlaschen zwischen sich einen der Erstreckung der Auflageleiste
folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die einen geschlossenen Ring bildenden,
aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer Raumform aufgefalteten, sich unterhalb
der Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander
verbundenen unteren Seitenwände eingesteckt sind,
- die nach oben gerichteten Klemmlaschen zwischen sich einen der Erstreckung der Auflageleiste
folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die einen geschlossenen Ring bildenden,
aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer Raumform aufgefalteten, sich oberhalb
der Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander
verbundenen oberen Seitenwände eingesteckt sind,
- wobei sich die Längenmaße und die Raumform der sich unterhalb und oberhalb der Leistenebene
befindlichen Seitenwände einander entsprechen, so dass die übereinander angeordneten
und durch die Auflageleisten miteinander verbundenen Seitenwände eine gemeinsame Umverpackung
mit jeweils gemeinsam gebildeten planen Außenflächen bilden.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung einer Umverpackung mit in der
Höhenerstreckung geteilten Seitenwänden gemäß den nachfolgenden Verfahrensschritten
gelöst:
- Aufstellen eines umfangsseitig geschlossenen Ringes von Seitenwänden aus einer flachen
zusammengefalteten Lage zu einer mehreckigen Raumform mit senkrecht stehenden Seitenwänden,
- Aufstecken von sich über Eck erstreckenden Auflageleisten auf die oberen Kanten der
Seitenwände in zumindest zwei oder mehr Eckbereichen, wobei dazu Auflageleisten verwendet
werden, die an ihrer Innen- und Außenkante ausgebildete, sich von der Leistenebene
aus in eine Richtung nach oben und nach unten erstreckende Klemmlaschen aufweisen,
die nach unten gerichteten Klemmlaschen zwischen sich einen der Erstreckung der Auflageleiste
folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die sich unterhalb der Leistenebene befindlichen
und über diese gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander verbundenen unteren Seitenwände
eingesteckt sind, die nach oben gerichteten Klemmlaschen zwischen sich einen der Erstreckung
der Auflageleiste folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die sich oberhalb der
Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander verbundenen
oberen Seitenwände im nächsten Verfahrensschritt eingesteckt werden,
- Einstecken eines umfangsseitig geschlossenen Ringes von Seitenwänden, der zuvor aus
einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer mehreckigen Raumform mit senkrecht
stehenden Seitenwänden aufgefaltet worden ist, in den von den nach oben gerichteten
Klemmlaschen gebildeten Einsteckkanal, wobei sich die Längenmaße und die Raumform
der sich unterhalb und oberhalb der Leistenebene befindlichen Seitenwände einander
entsprechen, so dass die übereinander angeordneten und durch die Auflageleisten miteinander
verbundenen Seitenwände eine gemeinsame Umverpackung mit jeweils gemeinsam gebildeten
planen Außenflächen bilden.
[0008] Durch die Teilung der Seitenwände in ihrer Höhenerstreckung können die Seitenwände
aus mehreren geschlossenen Ringen von Seitenwänden bis zu einer gewünschten Höhe aufgebaut
werden. Wenn der erste Ring eine Höhe von beispielsweise nur 50 cm aufweist, können
die zu verpackenden Warenpakete viel einfacher in diesen Ring eingelegt und darin
aufgestapelt werden. Die Verpackungspersonen müssen die Warenpakete nicht mehr über
zu hohe Seitenwände heben und sich danach tief in einen Karton hinabbeugen, um das
Warenpaket darin abzulegen.
[0009] Wenn in dieser Beschreibung und den Ansprüchen von einem Ring die Rede ist, so sind
damit insbesondere zu einem Ring verbundene Materialflächen oder ein an gegenüberliegenden
Enden zu einem Ring verbundener Materialstrang gemeint, bei denen die die Seitenwände
bildenden Materialteilflächen an den Rändern zu einer angrenzenden Seitenwand durch
eine Art Scharnier miteinander verbunden sind, so das der Ring in eckigen Raumformen
benutzt werden kann. Das Scharnier kann durch eine Faltung des Materials des Ringes
oder eine in diesem Bereich vorhandene Materialschwächung gebildet sein, oder es sind
besondere Materialien im Scharnierbereich eingebracht, wie beispielsweise eine Folie
oder dergleichen, die eine scharniermäßige Verschwenkung einer Seitenwand im Verhältnis
zu einer benachbarten Seitenwand ermöglicht. Durch die scharnierartige Verbindung
der Seitenwände miteinander kann ein Ring raumsparend zusammengelegt, aber auch zu
seinem gewünschten Verpackungsvolumen aufgestellt werden.
[0010] Wenn nach der Bereitstellung des ersten Ringes eine größere Höhe der Seitenwände
der Umverpackung benötigt wird, genügt es, Auflageleisten in Eckbereichen auf die
oberen Kanten der Seitenwände aufzustecken, um danach einen weiteren Ring von Seitenwänden
von oben auf die Auflageleisten zu stecken. Hier kann ein zweiter Ring mit einer Höhe
von beispielsweise 50 cm verwendet werden, oder es wird nur ein Ring mit einer Höhe
der Seitenwände von 25 cm verwendet. Nach Bedarf kann auch ein dritter oder vierter
Ring mit einer geeigneten Höhe der Seitenwände entsprechend aufgesteckt werden. So
können Umverpackungen mit einer Gesamthöhe der Seitenwände von beispielsweise 75 cm,
1 m oder anderen Höhen aufgebaut werden.
[0011] Durch die Verwendung der aufeinander gesteckten Ringe sind die Seitenwände zwar in
horizontaler Richtung geteilt, sie sind aber ausreichend fest für Verpackungszwecke,
weil die Ringe durch die Klemmlaschen ausreichend fest aneinander gehalten sind. Die
Auflageleisten mit den daran ausgebildeten Klemmlaschen können leicht in Eckbereichen
der Umverpackungen auf die oberen Kanten der Seitenwände aufgesteckt werden. Durch
Auflageleisten in zumindest zwei Ecken einer Umverpackung mit einem viereckigen Querschnitt
wird der obere Ring von Seitenwänden bereits mit einer gewissen Festigkeit in seiner
räumlichen Lage fixiert. Eine bessere Fixierung ergibt sich allerdings, wenn die Auflageleisten
an beispielsweise allen vier Ecken einer Umverpackung mit einer viereckigen Grundfläche
im Eckbereich auf die oberen Kanten der Seitenwände aufgelegt werden. Durch die Auflage
der Auflageleisten im Eckbereich werden auf die Umverpackung einwirkende Torsionskräfte
und andere Lasten besser und gleichmäßiger auf die mittels der Auflageleisten verbundenen
Ringe und die zugehörigen Seitenwände übertragen.
[0012] Das Aufstecken der Auflageleisten auf den unteren Ring und das Einstecken des oberen
Rings in die Klemmlaschen der Auflageleisten kann von den Verpackungspersonen schnell
ausgeführt werden. Die Verbindung der Bauteile erfolgt werkzeuglos. Die benötigen
Ringe von Seitenwänden und in Kisten zur Entnahme bereitgehaltene Auflageleisten können
leicht an jedem Verpackungsarbeitsplatz bereitgestellt werden.
[0013] Wenn Ringe von Seitenwänden mit verschiedenen Höhenmaßen bei der Verpackung von Warenpaketen
vorgehalten werden, können die Verpackungspersonen die Höhe der Umverpackungen durch
geeignete Kombinationen von Ringhöhen genau so hoch einstellen, wie das für die jeweils
zu verpackenden Waren erforderlich ist. So kann es vermieden werden, dass Versandeinheiten
an eine Spedition zur Beförderung abgegeben werden, die eine Seitenwandhöhe von 1
m aufweisen, darin aber nur Waren verpackt sind, die eine Höhe von weniger als 50
cm aufweisen.
[0014] Wenn in solchen Fällen die Höhe der Umverpackung auf 50 cm begrenzt wird, sinken
die von der Spedition berechneten Transportkosten um 50 %, wenn sie volumenabhängig
berechnet werden.
[0015] Eine fertig mit Waren bestückte Umverpackung kann abschließend noch mit Bändern,
Stretchfolien und anderen zur Fixierung der Umverpackung geeigneten Mitteln endverpackt
werden.
[0016] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Umverpackung mit den unteren Seitenwänden
in ein Bodenteil eingestellt. Das Bodenteil kann eine Platte, Wanne mit an den Ecken
oder den Seitenkanten aufragenden Seitenwänden oder eine Palette sein. Der erste Ring
kann mit dem Bodenteil über geeignete Verbindungshilfsmittel wie beispielsweise Klammern,
Kleber, Klebestreifen, in vorbereitete Schlitze eingesteckte Einstecklaschen mit Rastnasen
oder dergleichen verbunden sein, oder der erste Ring wird nur auf das Bodenteil aufgestellt
und die feste Verbindung erfolgt erst am Ende des Verpackungsprozesses durch Bänder,
Umreifen, Stretchfolie oder dergleichen.
[0017] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist auf die oberen Seitenwände der Umverpackung
ein Deckelteil aufgelegt. Das Deckelteil kann eine plane Platte oder ein Deckel mit
an den Ecken oder den Seitenkanten nach unten gezogenen Seitenwänden sein, die die
Seitenteile der Ringe überlappen. Für die Befestigung des Deckelteils an der übrigen
Umverpackung gelten die vorstehenden Ausführungen zum Bodenteil entsprechend.
[0018] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind auf der Oberseite des Deckelteils rutschhemmende
Elemente aufgebracht. Wenn mehrere Umverpackungen beim Transport aufeinander gestapelt
sind, können die rutschhemmenden Elemente verhindern oder das Risiko zumindest verringern,
dass die Umverpackungen aufeinander rutschen und eine Umverpackung von einer darunter
befindlichen Umverpackung herabstürzt.
[0019] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die an den Innen- und Außenkanten ausgebildeten
Klemmlaschen einen Abstand zu benachbart auf der derselben Seite der Innen- oder Außenkante
angeordneten Klemmlaschen auf. Die Klemmlaschen sind nicht durchgehend über die volle
Länge der Auflageleisten ausgebildet. Das spart Material bei den Auflageleisten. Bei
gleichem Materialeinsatz können die Auflageleisten länger werden, wobei sie die auf
sie einwirkenden Kräfte gleichmäßiger und nicht nur punktuell im direkten Eckbereich
auf die mit der Auflageleiste verbundenen Ringe übertragen können.
[0020] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die an den Innen- und Außenkanten gegenüberliegend
ausgebildeten Klemmlaschen versetzt zueinander angeordnet. Durch den Versatz wirken
die Haltekräfte aus den Klemmlaschen über die Länge der Auflageleiste alternierend
von außen und innen her auf die von den Klemmlaschen kontaktierten Flächen der Ringe
ein. Da sich die Seitenwände unter der einwirkenden Kraft leicht in Kraftrichtung
ausbeulen, ergibt sich eine leichte Wellenform der Seitenwände im Einsteckbereich
eines Einsteckkanals, woraus sich der Kraftschluss zwischen den Oberflächen der Klemmlaschen
und der Seitenwände erhöht und eine Art formschlüssige Verbindung der Seitenwand im
Einsteckkanal entsteht, die Relativbewegungen der Seitenwand im Einsteckkanal erschwert.
Die Stabilität und Belastbarkeit der Verbindung der Ringe miteinander über die Auflageleisten
wird dadurch erhöht.
[0021] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Auflageleisten Knickstellen mit
Materialausnehmungen oder Materialschwächungen auf. Die Auflageleisten können kostengünstig
als Spritzguss-Strangprofil als endlose Stangenware oder auch als Einzelteil im Spritzguss-Verfahren
hergestellt werden. Damit die Auflageleisten trotzdem im Eckbereich als ein über Eck
verbindendes Bauteil in einer Umverpackung verarbeitet werden können, ist es erforderlich,
eine als Endlos-Strangprofil oder als Einzelteil im Spritzguss-Verfahren hergestellte
Auflageleiste so auszubilden, dass sie als Strangprofil in eine entsprechende Form
geknickt werden kann. Das ist möglich, indem eine Auflageleiste im Bereich einer vorgesehenen
Knickstelle Materialausnehmungen oder Materialschwächungen aufweist, die ein entsprechendes
Knicken des Strangprofils der Auflageleiste vereinfachen. Bei einem Endlos-Strangprofil
müssen die Materialausnehmungen oder Materialschwächungen nach dem Austritt des Endlosstrangs
aus dem Werkzeug in das Strangprofil eingebracht werden.
[0022] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind im Bereich einer Knickstelle an der Außenkante
befindliche, benachbarte, eine Ecke ausbildende Klemmlaschen durch ein Folienscharnier
miteinander verbunden. Das Folienscharnier dient dem Zweck, auf einen Schenkel einer
Auflageleiste einwirkende Kräfte über die Ecke hinweg auf den auf der anderen Seite
der Ecke befindlichen Schenkel zu übertragen. Das Folienscharnier trägt auf diese
Weise dazu bei, die Festigkeit der Verbindung der beiden Ringe miteinander zu erhöhen.
[0023] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ragen an der Innenkante ausgebildete Klemmlaschen
höher über die Auflageleiste auf als an der Außenkante ausgebildete Klemmlaschen.
Beim Aufsetzen eines oberen Ringes auf einen unteren Ring mit den dort bereits aufgesetzten
Auflageleisten helfen die höheren Klemmlaschen dabei, den oberen Ring zunächst möglichst
passgenau über dem unteren Ring und den Klemmlaschen zu positionieren und möglichst
genau auszurichten, bevor der obere Ring in den ihm zugeordneten Einsteckkanal hineingedrückt
wird. Je besser der obere Ring vor dem Hineindrücken in den Einsteckkanal ausgerichtet
ist, umso einfacher und schneller ist es, den oberen Ring in den Einsteckkanal einzudrücken.
[0024] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Klemmlaschen versteifende Rippen
auf. Durch die versteifenden Rippen sind die Klemmlaschen insgesamt steifer, ohne
dass dafür der Materialaufwand für die Auflageleisten erheblich ansteigt. Durch die
größere Steifigkeit sind die Auflageleisten insgesamt stabiler weniger bruchgefährdet
und erhöhen die Schutzwirkung der Umverpackung für die darin verpackte Ware.
[0025] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Klemmlaschen auf ihrer der Auflageleiste
zugewandten Innenseite von der umgebenden Oberfläche der Klemmlasehe hervorstehende
Klemmnasen oder Widerhaken auf. Die Klemmnasen oder Widerhaken an den Klemmlaschen
sollen sich beim Einstecken der Seitenwände in den Einsteckkanal in das Material der
Seitenwände eindrücken oder sogar in dieses eindringen, so dass sich der Ring nur
mit einer deutlich größeren Mühe wieder aus dem Einsteckkanal herausziehen lässt.
Ein Ring wird dadurch besser in seiner Einbaulage gehalten, und die Umverpackung ist
insgesamt stabiler.
[0026] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Seitenwände aus Wellpappe hergestellt.
Bei Wellpappe handelt es sich um ein für Verpackungszwecke bewährtes und besonders
gut geeignetes Material, das einerseits hinreichend leicht ist, um die Verpackung
und den Transport nicht unnötig zu erschweren, andererseits aber ein hohes Schutzpotential
gegen Beschädigungen der damit verpackten Ware bietet.
[0027] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Klemmlaschen eine Ausformung auf,
durch die der Einsteckkanal an seinem Einsteckende im Verhältnis zu den tieferen Abschnitten
aufgeweitet ist. Die Aufweitung macht es einfacher, die Ränder der Ringe in den Einsteckkanal
einzufädeln.
[0028] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
gegenständlichen Beschreibung. Alle vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten
und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
oder aber in Alleinstellung verwendbar. Die Erfindung wird nun anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels sowie unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Palette mit einem Bodenteil,
- Fig. 2:
- das in Fig. 1 gezeigte Bodenteil mit dem darin eingestellten unteren Ring,
- Fig. 3:
- eine Auflageleiste mit daran ausgebildeten Klemmlaschen,
- Fig. 4:
- eine Umverpackung mit gegenüber der Darstellung in Fig. 3 zusätzlich aufgesetztem
oberen Ring, und
- Fig. 5:
- eine Umverpackung mit einem zusätzlichen Deckelteil.
[0029] In Fig. 1 ist eine auf dem Boden liegende Europalette 2 gezeigt, auf die ein Bodenteil
4 aufgelegt ist. Das Bodenteil 4 kann über seitlich angebrachte, nach oben aufragende
Seitenwände 6 verfügen. Auf das Bodenteil 4 kann ein unterer Ring 8 aufgestellt werden,
der in Fig. 2 gezeigt ist.
[0030] In Fig. 2 ist erkennbar, dass der Ring 8 vier stehende Seitenwände 10 aufweist. Die
jeweiligen Seitenwände 10 sind über die jeweiligen Ecken zu benachbarten Seitenwänden
10 miteinander verbunden, so dass der Ring 8 umfangseitig geschlossen ist. Der Ring
8 ist im Ausführungsbeispiel so aufgestellt, dass sich eine quaderförmige Raumform
ergibt. In den Innenraum des Rings 8 können Waren zu Verpackungszwecken eingestellt
werden.
[0031] Der Ring 8 verfügt über eine nach oben weisende obere Kante 12, auf die eine Auflageleiste
14 aufgelegt werden kann. Die Auflageleiste 14 ist in Fig. 3 näher dargestellt. Die
Auflageleiste 14 verfügt über eine Innenkante 16 sowie eine Außenkante 18. Im Bereich
der Innen- und Außenkanten 16, 18 befinden sich Klemmlaschen 20, die sich von der
Auflageleistenebene nach oben und unten erstrecken. Aus der Darstellung in Fig. 3
ist erkennbar, dass die innenliegenden an der Innenkante 16 befestigten Klemmlaschen
20 höher nach oben und unten aufragen als die an der Außenkante 18 befestigten Klemmlaschen
20. Die Klemmlaschen 20 begrenzen zwischen sich jeweils einen Einsteckkanal 22, in
den die die Seitenwände 10 des oberen und unteren Ring 8, 38 eingesteckt werden können.
[0032] In Fig. 3 ist die Auflageleiste 14 in einer zu einem rechten Winkel geknickten Ausführung
gezeigt. Im Eckbereich 24 eines Rings 8, 38 befindet sich die Knickstelle 26, in der
im Ausführungsbeispiel die beiden Schenkel der Auflageleiste 14 nur noch durch ein
Folienscharnier 28 miteinander verbunden sind. Das Folienscharnier 28 verbindet zwei
benachbarte Klemmlaschen 20, die im Bereich der Knickstelle 26 benachbart zueinander
angeordnet sind. In der Auflageleiste 14 befindet sich eine Materialausnehmung 30,
die es erlaubt, dass einer der beiden Schenkel der Auflageleiste 14 im Verhältnis
zum anderen Schenkel um 90°zu einer über Eck reichenden Auflageleiste 14 verschwenkt
wird.
[0033] In der Ansicht in Fig. 3 ist auch erkennbar, dass die Klemmlaschen 20 jeweils über
versteifende Rippen 32 verfügen, die im Ausführungsbeispiel im Randbereich ausgebildet
sind.
[0034] Außerdem befinden sich auf der der Auflageleiste 14 zugewandten Seite der Klemmlaschen
20 noch Widerhaken 34. Die Widerhaken 34 können sich in das Material der Seitenwände
10 eingraben, wenn es in den Einsteckkanal 22 eingesteckt ist. Der Widerhaken 34 ist
so geformt, dass er einer Auszugsbewegung einer Seitenwand 10 aus dem Einsteckkanal
22 entgegenwirkt. Außerdem sind in der Fig. 3 die Aufweitungen 36 erkennbar, die an
den Innenflächen der Klemmlaschen 20 zur Einführöffnung der Einsteckkanäle 22 ausgebildet
sind.
[0035] Im Ausführungsbeispiel sind die an der Innenkante 16 und der Außenkante 18 angeordneten
Klemmlaschen 20 jeweils beabstandet zueinander angeordnet, zwischen den Klemmlaschen
20 auf einer Seite der Auflageleiste 14 befinden sich große Freiräume. Die an den
gegenüberliegenden Inne- und Außenkanten 16, 18 angebrachten Klemmlaschen 20 sind
allerdings in Längsrichtung der Auflageleiste 14 gesehen versetzt zueinander angeordnet,
so dass immer dort, wo sich auf einer Seite der Auflageleiste 14 eine Klemmlasche
20 befindet, auf der gegenüberliegenden Seite der Auflageleiste 14 keine Klemmlasche
20 ausgebildet ist.
[0036] Die Fig. 4 zeigt nun, wie die Umverpackung aussieht, nachdem auf die oberen Kanten
12 der Seitenwände 10 des Rings 8 zuerst die verschiedenen Auflageleisten 14 in den
Eckbereichen des Ringes 8 und danach der obere Ring 38 in den nach oben weisenden
Einsteckkanal 22 der Auflageleiste 14 eingesteckt worden ist. In dieser Ansicht ist
erkennbar, dass die Klemmlaschen 20 sowohl auf der Außenseite wie auch auf der Innenseite
mit dem unteren Ring 8 und dem oberen Ring 38 verbunden sind und diese beiden Ringe
8, 38 miteinander verbinden. Da der obere Ring 38 in seinen Längenmaßen und der Raumform
dem unteren Ring 8 entspricht, ergeben sich nach dem Aufstecken des oberen Ringes
38 in ihrer Höhenerstreckung unterteilte Seitenwände 10, die jeweils von den miteinander
korrespondierenden Flächen der Ringe 8 und 38 gebildet sind. Aus dem Vergleich der
Figuren 2 und 4 ist erkennbar, dass es viel leichter ist, zunächst den Ring 8 wie
in Fig. 2 gezeigt mit zu verpackender Ware zu befüllen, bevor der obere Ring 38 darauf
aufgesetzt wird.
[0037] Nach dem beschriebenen Prinzip können auch mehr als zwei Ringe 8, 38 aufeinander
gestapelt werden.
[0038] In Fig. 4 sind die Auflageleisten 14 vergleichsweise lang ausgefallen, so dass sich
eine Verbindung und Abstützung des oberen Rings 38 mit dem unteren Ring 8 über nahezu
die gesamte Länge der oberen Kante 12 ergibt. Abweichend vom Ausführungsbeispiel kann
die Auflageleiste 14 natürlich auch kürzer ausfallen.
[0039] In Fig. 5 ist eine Umverpackung gezeigt, auf die noch ein Deckelteil 40 aufgesetzt
ist. Auf der Oberfläche des Deckelteils 40 sind rutschhemmende Elemente 42 aufgebracht,
durch die ein Verrutschen einer Palette, die auf das Deckelteil 40 gestellt ist, zumindest
erschwert wird.
[0040] Wenn die vorstehend erläuterte Umverpackung wieder ausgepackt werden soll, ist es
möglich, die Schritte des Zusammenbaus in umgekehrter Richtung durchzuführen. Die
Entnahme der in der Umverpackung verpackten Waren ist auch für den Empfänger der Lieferung
leicht, wenn er den oberen Ring 38 vom unteren Ring 8 abhebt, um besser an die im
unteren Bereich der Umverpackung angeordneten Waren zu gelangen.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt.
Dem Fachmann bereitet es keine Schwierigkeiten, das Ausführungsbeispiel auf eine ihm
als geeignet erscheinende Weise abzuwandeln, um es an einen konkreten Anwendungsfall
anzupassen.
1. Aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer mehreckigen Raumform auffaltbare,
einen umfangsseitig geschlossenen Ring (8, 38) bildende Umverpackung mit senkrecht
stehenden Seitenwänden (10), die über gemeinsam ausgebildete Ecken der Raumform miteinander
verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (10) in ihrer Höhenerstreckung eine Teilung in eine untere und eine
obere Seitenwand (10) aufweisen, und
- auf obere Kanten (12) der unteren Seitenwände (10) in zumindest zwei oder mehr Eckbereichen
(24) sich über Eck erstreckende Auflageleisten (14) aufgesteckt sind,
- die Auflageleisten (14) an ihrer Innen- und Außenkante (16, 18) ausgebildete, sich
von der Leistenebene aus in eine Richtung nach oben und nach unten erstreckende Klemmlaschen
(20) aufweisen,
- die nach unten gerichteten Klemmlaschen (20) zwischen sich einen der Erstreckung
der Auflageleiste (14) folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die einen geschlossenen
Ring (8, 38) bildenden, aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer Raumform
aufgefalteten, sich unterhalb der Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam
ausgebildete Ecke miteinander verbundenen unteren Seitenwände (10) eingesteckt sind,
- die nach oben gerichteten Klemmlaschen (20) zwischen sich einen der Erstreckung
der Auflageleiste (14) folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die einen geschlossenen
Ring (8, 38) bildenden, aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer Raumform
aufgefalteten, sich oberhalb der Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam
ausgebildete Ecke miteinander verbundenen oberen Seitenwände (10) eingesteckt sind,
- wobei sich die Längenmaße und die Raumform der sich unterhalb und oberhalb der Leistenebene
befindlichen Seitenwände (10) einander entsprechen, so dass die übereinander angeordneten
und durch die Auflageleisten (14) miteinander verbundenen Seitenwände (10) eine gemeinsame
Umverpackung mit jeweils gemeinsam gebildeten planen Außenflächen bilden.
2. Umverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umverpackung mit den unteren Seitenwänden (10) in ein Bodenteil (4) eingestellt
ist.
3. Umverpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf die oberen Seitenwände (10) der Umverpackung ein Deckelteil (40) aufgelegt ist.
4. Umverpackung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Oberseite des Deckelteils rutschhemmende Elemente (42) aufgebracht sind.
5. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Innen- und Außenkanten (16, 18) ausgebildeten Klemmlaschen (20) einen
Abstand zu benachbart auf der Innen- oder Außenkante (16, 18) angeordneten Klemmlaschen
(20) aufweisen.
6. Umverpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Innen- und Außenkanten (16, 18) gegenüberliegend ausgebildeten Klemmlaschen
(20) versetzt zueinander angeordnet sind.
7. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageleisten (14) Knickstellen (26) mit Materialausnehmungen (30) oder Materialschwächungen
aufweisen.
8. Umverpackung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer Knickstelle (26) an der Außenkante (18) befindliche, benachbarte,
eine Ecke ausbildende Klemmlaschen (20) durch ein Folienscharnier (28) miteinander
verbunden sind.
9. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenkante (16) ausgebildete Klemmlaschen (20) höher über die Auflageleiste
(14) aufragen als an der Außenkante (18) ausgebildete Klemmlaschen (20).
10. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlaschen (20) versteifende Rippen (32) aufweisen.
11. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlaschen (20) auf ihrer der Auflageleiste (14) zugewandten Innenseite von
der umgebenden Oberfläche der Klemmlasche hervorstehende Klemmnasen oder Widerhaken
(34) aufweisen.
12. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (10) aus Wellpappe hergestellt sind.
13. Umverpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmlaschen (20) eine Ausformung aufweisen, durch die der Einsteckkanal an seinem
Einsteckende im Verhältnis zu den tieferen Abschnitten aufgeweitet ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer Umverpackung mit in der Höhenerstreckung geteilten
Seitenwänden (10) gemäß den nachfolgenden Verfahrensschritten:
- Aufstellen eines umfangsseitig geschlossenen Ringes (8, 38) von Seitenwänden (10)
aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer mehreckigen Raumform mit senkrecht
stehenden Seitenwänden (10),
- Aufstecken von sich über Eck erstreckenden Auflageleisten (14) auf die oberen Kanten
(12) der Seitenwände (10) in zumindest zwei oder mehr Eckbereichen (24), wobei dazu
Auflageleisten (14) verwendet werden, die an ihrer Innen- und Außenkante (16, 18)
ausgebildete, sich von der Leistenebene aus in eine Richtung nach oben und nach unten
erstreckende Klemmlaschen (20) aufweisen, die nach unten gerichteten Klemmlaschen
(20) zwischen sich einen der Erstreckung der Auflageleiste (14) folgenden Einsteckkanal
begrenzen, in den die sich unterhalb der Leistenebene befindlichen und über diese
gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander verbundenen unteren Seitenwände (10) eingesteckt
sind, die nach oben gerichteten Klemmlaschen (20) zwischen sich einen der Erstreckung
der Auflageleiste (14) folgenden Einsteckkanal begrenzen, in den die sich oberhalb
der Leistenebene befindlichen und über diese gemeinsam ausgebildete Ecke miteinander
verbundenen oberen Seitenwände (10) im nächsten Verfahrensschritt eingesteckt werden,
- Einstecken eines umfangsseitig geschlossenen Ringes (8, 38) von Seitenwänden (10),
der zuvor aus einer flachen zusammengefalteten Lage zu einer mehreckigen Raumform
mit senkrecht stehenden Seitenwänden (10) aufgefaltet worden ist, in den von den nach
oben gerichteten Klemmlaschen (20) gebildeten Einsteckkanal, wobei sich die Längenmaße
und die Raumform der sich unterhalb und oberhalb der Leistenebene befindlichen Seitenwände
(10) einander entsprechen, so dass die übereinander angeordneten und durch die Auflageleisten
(14) miteinander verbundenen Seitenwände (10) eine gemeinsame Umverpackung mit jeweils
gemeinsam gebildeten planen Außenflächen bilden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die verfahrensgemäß hergestellte Umverpackung nach einem der Merkmale der vorstehenden
Ansprüche 2 bis 13 gestaltet ist.