[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine stapelbare Kiste zur Aufnahme und zum Transport
von Gegenständen und zum Aufeinanderstapeln in einer Stapelrichtung mit zumindest
einer anderen Kiste gleichen Typs, wobei die Kiste einen Boden und eine, über den
Boden überstehende und zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, um den Boden
umlaufende Seitenwand aufweist, wobei der Boden und die Seitenwand gemeinsam einen
Aufnahmeraum der Kiste zur Aufnahme der Gegenstände begrenzen und die Seitenwand in
einer Draufsicht auf die Kiste eine, insbesondere rechteckige, Grundform mit, insbesondere
vier, Eckbereichen und zwischen den Eckbereichen verlaufenden Seitenwandabschnitten
aufweist, wobei die zwischen den Eckbereichen verlaufenden Seitenwandabschnitte jeweils
von einer zumindest bereichsweise schräg zur Stapelrichtung geneigten Oberseite des
Seitenwandabschnitts und einer dazu gegenüberliegend angeordneten Unterseite des Seitenwandabschnitts
begrenzt sind.
[0002] Kisten dieser Art sind z.B. in der
EP 1 287 780 B1 gezeigt. Bei der in dieser Schrift gezeigten Kiste des Standes der Technik ist vorgesehen,
dass die aufeinandergestapelten Kisten jeweils in ihren Eckbereichen aufeinander abgestellt
sind. Die Oberseiten der Seitenwandabschnitte zwischen den Eckbereichen sind bei diesem
Stand der Technik schräg zur Stapelrichtung geneigt. Dies hat den Vorteil, dass Wasser
und/oder andere Flüssigkeiten bzw. Feuchtigkeit von den schrägen Oberseiten der Seitenwandabschnitte
dem Gefälle folgend abläuft und so die Oberseiten der Seitenwandabschnitte schneller
trocknen. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Kisten bei einem Wasch- und/oder
Spülprozess eingesetzt werden.
[0003] Ein Nachteil der Konstruktion gemäß der
EP 1 287 780 B1 besteht darin, dass die maximal mögliche Traglast solcher Kisten begrenzt ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, gattungsgemäße stapelbare Kisten dahingehend
zu verbessern, dass sie einerseits möglichst rasch trocknende Seitenwände aufweisen,
andererseits aber auch hohe Traglasten ermöglichen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass an den Seitenwandabschnitten
auf den Oberseiten der Seitenwandabschnitte jeweils benachbart zu zumindest einem
schräg zur Stapelrichtung geneigten Bereich der jeweiligen Oberseite, vorzugsweise
zwischen jeweils zwei dieser schräg geneigten Bereiche der jeweiligen Oberseite, über
diesen bzw. diese schräg geneigten Bereich(e) überstehende Aufstandsflächen und/oder
auf den Unterseiten der Seitenwandabschnitte über jeweils zumindest einen dazu benachbarten
Bereich, vorzugsweise zwei dazu benachbarte Bereiche, der jeweiligen Unterseite überstehende
Aufstandsflächen ausgebildet sind.
[0006] Es ist somit eine Grundidee der Erfindung, entlang der Seitenwandabschnitte Aufstandsflächen
zu schaffen, die ein stabiles Abstützen von aufeinandergestapelten Kisten sicherstellen.
Hierdurch werden Kisten geschaffen, die eine hohe Traglast aufweisen. Die zwischen
den Aufstandsflächen verbleibenden Bereiche der Oberseite der Seitenwandabschnitte
sind schräg zur Stapelrichtung geneigt ausgebildet, sodass Wasser und andere Flüssigkeiten
rasch von den Oberseiten der Seitenwandabschnitte abfließen und so ein rasches Abtrocknen
der Seitenwandabschnitte gefördert wird. Die über die jeweils benachbarten Bereiche
überstehenden Aufstandsflächen können dabei sowohl auf den Oberseiten als auch auf
den Unterseiten der Seitenwandabschnitte angebracht sein.
[0007] Betrachtet man eine Anordnung von aufeinandergestapelten erfindungsgemäßen Kisten,
so ist günstigerweise vorgesehen, dass die Unterseiten der Seitenwandabschnitte der
jeweils oberen Kiste ausschließlich im Bereich der Aufstandsflächen auf den Oberseiten
der Seitenwandabschnitte der jeweils unteren Kiste aufliegen. Günstigerweise ergibt
sich daraus, dass die schräg zur Stapelrichtung geneigten Bereiche der jeweiligen
Oberseiten der Seitenwandabschnitte der unteren Kiste beabstandet von den darüber
angeordneten Bereichen der Unterseiten der Seitenwandabschnitte der jeweils oberen
Kiste angeordnet sind. Hierdurch entsteht ein Luftspalt zwischen den jeweiligen Oberseiten
der Seitenwandabschnitte der jeweils unteren Kiste und den Unterseiten der Seitenwandabschnitte
der jeweils oberen Kiste, was wiederum das rasche Abtrocknen der Seitenwände fördert.
Günstigerweise ist dabei auch vorgesehen, dass die aufeinandergestapelten Kisten sich
in den Eckbereichen nicht berühren. Dies wird dadurch erreicht, dass die Aufstandsflächen
auch über die Eckbereiche der Seitenwand der Kiste überstehen.
[0008] Erfindungsgemäße stapelbare Kisten könnten auch als Transport- und/oder Lagerkisten
oder allgemein als Behälter oder Transportbehälter bezeichnet werden. Auch wenn sie
zum maschinellen Greifen mittels zumindest einer Greifeinrichtung konzipiert sind,
können sie günstigerweise natürlich auch von Hand gegriffen und transportiert werden.
[0009] Der Begriff des maschinellen Greifens ist in seiner allgemeinen Bedeutung dahingehend
zu verstehen, dass es darum geht, dass eine Kiste mittels einer Greifeinrichtung physisch
so kontaktiert wird, dass sie im maschinell gegriffenen, also in anderen Worten maschinell
kontaktierten oder maschinell angefassten Zustand mit den Greifeinrichtungen angehoben,
transportiert oder in anderer Art und Weise bewegt werden kann.
[0010] Erfindungsgemäße stapelbare Kisten können in sehr unterschiedlichen Bereichen eingesetzt
werden. Grundsätzlich ist es denkbar, solche stapelbaren Kisten zur Lagerung, zum
Waschen und zum Transport von Geschirr, Gläsern und dergleichen einzusetzen. Besonders
bevorzugt kommen solche maschinell greifbaren stapelbaren Kisten aber im industriellen
Umfeld zum Einsatz, um entsprechende, in der Industrie zu bearbeitende, zu fertigende
oder gefertigte Gegenstände zu lagern, zu transportieren, zu waschen und dergleichen.
Die Mindesttraglast erfindungsgemäßer stapelbarer Kisten liegt günstigerweise bei
zumindest 10 kg, besonders bevorzugt bei 25 kg pro Kiste. Je nach Einsatzgebiet können
erfindungsgemäße stapelbare Kisten auch sehr unterschiedlich dimensioniert sein. Bevorzugt
handelt es sich um Kisten mit einer rechteckigen oder quadratischen Grundform. Bezogen
auf die Außenmaße liegt die Länge der Kiste günstigerweise im Bereich von 10 cm bis
120 cm, vorzugsweise von 25 cm bis 65 cm, und ihre Breite im Bereich von 10 cm bis
100 cm, vorzugsweise 25 cm bis 45 cm. Die Höhe der Kiste liegt bei bevorzugten Varianten
im Bereich von 3 cm bis 25 cm, vorzugsweise von 4 cm bis 15 cm.
[0011] Erfindungsgemäße Kisten können aus unterschiedlichen Materialien oder Materialzusammensetzungen
bestehen. Es kann sich um Metallkisten aber auch um Kunststoffkisten handeln. Sogar
Holz- oder Verbundwerkstoffkisten sind denkbar. Bevorzugt ist jedenfalls vorgesehen,
dass die stapelbare Kiste einstückig ausgebildet ist. Dies bedeutet dann auch, dass
die Seitenwand und der Boden dann einstückig miteinander verbunden sind und aus demselben
Material bestehen. Z.B. kann es sich bei erfindungsgemäßen Kisten um solche aus einem
geeigneten Kunststoff wie z.B. Polypropylen (PP), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM)
oder Polybutylenterephtalat (PBT) handeln. Erfindungsgemäße Kisten können z.B. im
Spritzgussverfahren hergestellt werden.
[0012] Erfindungsgemäße Kisten weisen einen Boden auf, welcher den Aufnahmeraum der Kiste,
in den die Gegenstände eingelegt werden können, zusammen mit der umlaufenden Seitenwand
begrenzt. Üblicherweise wird die Kiste mit dem Boden so auf den Untergrund gestellt,
dass die Gegenstände im Aufnahmeraum auf dem Boden aufliegen. Der Boden bildet also
in der Regel die Auflagefläche für die Gegenstände im Aufnahmeraum der Kiste. Zu den
Seiten hin ist der Aufnahmeraum von der umlaufenden Seitenwand der Kiste begrenzt.
Die Seitenwand kann dabei in sich geschlossen den Boden vollständig umgeben. Sie kann
aber auch aus mehreren Bestandteilen, welche unterbrochen sind, ausgeführt sein. Auch
dann kann es sich noch um eine umlaufende Seitenwand handeln. Sowohl die Seitenwand
als auch der Boden können als in sich geschlossene Flächen ausgebildet sein. Es ist
aber genauso gut möglich, im Boden und/oder in der Seitenwand gitterförmige Strukturen,
also Durchbrechungen, Fenster, Verstärkungsrippen und dergleichen vorzusehen. In bevorzugten
Ausgestaltungsformen setzt sich die umlaufende Seitenwand aus Eckbereichen und zwischen
den Eckbereichen verlaufenden, vorzugsweise geraden, Seitenwandabschnitten zusammen.
Die Seitenwand kann in bevorzugten Ausgestaltungsformen in einer Draufsicht auf die
Kiste eine rechteckige Grundform aufweisen. Der Begriff rechteckig ist dabei nicht
nur im strengen mathematischen Sinn zu verstehen. Er schließt auch Ausgestaltungsformen
mit ein, bei denen die Seitenwandabschnitt zwar grundsätzlich in einem rechten Winkel
im Eckbereich zusammenlaufen, der Eckbereich selbst aber dennoch Abrundungen und dergleichen
aufweist, usw.
[0013] Erfindungsgemäße Kisten sind jedenfalls so ausgebildet, dass sie in einer Stapelrichtung
gemeinsam mit anderen Kisten des gleichen Typs aufeinander gestapelt werden können.
Die Stapelrichtung ist dabei, wie beim Stand der Technik an sich bekannt, in der Regel
durch die Form der Kiste bzw. ihres Bodens und ihrer Seitenwand vorgegeben. Z.B. kann
der Boden über die Seitenwand überstehen, sodass dieser überstehende Bereich des Bodens
einer Kiste in den oberen Bereich des Aufnahmeraums der darunter stehenden Kiste also
in den Bereich, welcher von der Seitenwand umgeben wird, hineingestellt werden kann,
sodass der Boden der oberen Kiste zu den Seiten hin formschlüssig von der Seitenwand
der unteren Kiste gehalten ist. Hierdurch ergibt sich auch automatisch die entsprechende
Stapelrichtung, in der die Kisten aufeinander gestapelt werden müssen. Bei Kisten
mit mehreren möglichen Stapelrichtungen müssen die erfindungsgemäßen Merkmale bezüglich
zumindest einer Stapelrichtung realisiert sein, damit es sich um eine erfindungsgemäße
Kiste handelt.
[0014] Bei bevorzugten Ausgestaltungsformen erfindungsgemäßer Kisten ist vorgesehen, dass
der Boden eine obere, insbesondere ebene Begrenzungsfläche ausbildet, mit der er den
Aufnahmeraum begrenzt. Die Stapelrichtung verläuft dann günstigerweise normal zu dieser
oberen Begrenzungsfläche des Bodens. In anderen Worten bildet die Stapelrichtung dann
eine Flächennormale auf diese obere Begrenzungsfläche des Bodens. In einer Betriebsstellung
der Kiste begrenzt die obere Begrenzungsfläche des Bodens den Aufnahmeraum der Kiste
nach unten, während die Seitenwand den Aufnahmeraum in dieser Stellung der Kiste zu
den Seiten hin, also in Richtungen horizontal, begrenzt. Die Begrenzungsfläche wird
dabei von der Oberseite des Bodens aufgespannt. Dies gilt auch, wenn der Boden gitterförmig
oder dergleichen ausgebildet ist. Die obere, insbesondere ebene, Begrenzungsfläche
ist die Fläche, auf der in der Betriebsstellung die in der Kiste im Aufnahmeraum gelagerten
Gegenstände aufliegen. Die Stapelrichtung wird bei der Definition der Erfindung hier
an mehreren Stellen als Referenzrichtung herangezogen. Als Alternative zur Stapelrichtung
könnte als geometrische Referenz auch die genannte obere, insbesondere ebene, Begrenzungsfläche
des Bodens herangezogen werden, wobei dann davon auszugehen wäre, dass die Stapelrichtung
eine Flächennormale auf diese obere Begrenzungsfläche des Bodens bildet, also allseitig
orthogonal auf der oberen Begrenzungsfläche des Bodens steht.
[0015] Erfindungsgemäße Kisten können nach oben, also auf der vom Boden abgewandten Seite
der Seitenwand offen sein. In anderen Worten weisen solche Kisten einen nach oben
offenen Aufnahmeraum auf. Grundsätzlich können erfindungsgemäße stapelbare Kisten
aber natürlich auch mit einem Deckel auf der, dem Boden gegenüberliegenden Seite des
Aufnahmeraums verschlossen werden, indem man einen entsprechenden Deckel auf dieser
Seite einer Seitenwand anbringt.
[0016] Weitere Merkmale und Einzelheiten bevorzugter Ausgestaltungsformen der Erfindung
werden beispielhaft in der nachfolgenden Figurenbeschreibung anhand von Ausführungsbeispielen
der Erfindung erläutert. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die einzelnen bevorzugten
Merkmale zwar in Kombination miteinander in den Ausführungsbeispielen gezeigt sind.
Dies bedeutet aber nicht, dass diese bevorzugten Merkmale bei der Realisierung der
Erfindung immer in dieser Kombination vorkommen müssen. Alle nachfolgend geschilderten
bevorzugten Merkmale bzw. Varianten sind somit auch für sich allein zu sehen und können
auch in anderen als den gezeigten Ausführungsbeispielen der Erfindung in Kombination
mit anderen bevorzugten Merkmalen der Erfindung realisiert werden. Es zeigen:
Fig. 1 zwei aufeinander gestapelte erfindungsgemäße Kisten eines ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung in einer Seitenansicht;
Fig. 2 einen Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie AA aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Kistenstapel gemäß Fig. 1;
Fig. 4 den Bereich B aus Fig. 3 vergrößert;
Fig. 5 den Schnitt entlang der Schnittlinie CC aus Fig. 4;
Fig. 6 den Schnitt durch die Seitenwand entlang der Schnittlinie DD aus Fig. 4;
Fig. 7 den Schnitt durch die Seitenwand entlang der Schnittlinie EE auf Fig. 4;
Fig. 8 die beiden Kisten aus Fig. 1, wobei Greifeinrichtungen in die Kanäle der Kisten
eingeführt sind;
Fig. 9 Eine Ansicht von unten auf die Situation gemäß Fig. 8 und
Fig. 10 und 11 Schnittdarstellungen analog zur Schnittlinie CC aus Fig. 4, wobei die
gezeigte Greifeinrichtung jeweils zum Greifen einer verschiedenen Anzahl von Kisten
in die Kanäle eingeführt ist;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht auf eine der Kisten des Kistenstapels in Fig.
1 von schräg oben;
Fig. 13 diese Kiste aus Fig. 12 in einer Schrägansicht auf den Boden;
Fig. 14 diese Kiste aus Fig. 12 in einer Draufsicht;
Fig. 15 den Bereich F aus Fig. 14 vergrößert;
Fig. 16 den Schnitt entlang der Schnittlinie GG aus Fig. 15;
Fig. 17 den Bereich Laus Fig. 16 vergrößert;
Fig. 18 den Schnitt entlang der Schnittlinie HH aus Fig. 15;
Fig. 19 den Schnitt entlang der Schnittlinie KK aus Fig. 15;
Fig. 20 eine alternative Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Kiste bei der
auch in den Seitenwandabschnitten Kanäle vorgesehen sind;
Fig. 21 einen Vertikalschnitt entlang der Schnittlinie MM aus Fig. 20;
Fig. 22 einen Eckbereich einer erfindungsgemäßen Kiste bei der abweichend von vorab
geschilderten Ausführungsbeispielen der Kanal nicht umfangsgeschlossen ausgeführt
ist;
Fig. 23 und 24 verschiedene Schnittdarstellungen zu möglichen Ausgestaltungsformen
des Kanalinnenhohlraums;
Fig. 25 und 26 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Ansicht von
schräg oben und in einer Ansicht schräg auf den Boden der Kiste;
Fig. 27 und 28 Schnitte durch die Seitenwand der Kiste gemäß Fig. 25 und 26 im aufeinandergestapelten
Zustand zweier solcher Kisten und
Fig. 29 und 30 eine Darstellung analog zu den Fig. 27 und 28 für eine weitere alternative
Ausgestaltungsform.
[0017] Nachfolgend wird zunächst auf das erste Ausführungsbeispiel der Erfindung eingegangen,
welches in den Fig. 1 bis 19 dargestellt ist. Die nachfolgende Beschreibung der weiteren
Ausführungsbeispiele konzentriert sich dann auf die Unterschiede zum ersten Ausführungsbeispiel.
[0018] Die erfindungsgemäße Kiste 1 des ersten Ausführungsbeispiels ist in den Fig. 1 bis
11 in der Stapelrichtung 2 auf eine andere erfindungsgemäße Kiste 1 des gleichen Typs
aufgestapelt. Die Fig. 12-19 zeigen diese Kiste 1 des ersten Ausführungsbeispiels
einzeln bzw. Teilbereiche davon.
[0019] Die Kiste 1 weist einen Boden 3 und eine über den Boden 3 parallel zur Stapelrichtung
2 überstehende und in diesem Ausführungsbeispiel vollständig um den Boden 3 umlaufend
ausgebildete Seitenwand 4 auf. Der Boden 3 und die Seitenwand 4 begrenzen gemeinsam
den Aufnahmeraum 5 der Kiste 1, welcher zur Aufnahme der Gegenstände in der Kiste
vorgesehen ist. In der Betriebsstellung, wie sie z.B. in den Fig. 1 und 2 dargestellt
ist, gesehen, wird der Aufnahmeraum 5 nach unten hin von einer oberen, hier ebenen
Begrenzungsfläche 17 des Bodens 3 begrenzt. Die Stapelrichtung 2 bildet eine Flächennormale
zu dieser oberen Begrenzungsfläche 17 des Bodens 3. In anderen Worten verläuft die
Stapelrichtung 2 normal zur oberen Begrenzungsfläche 17 des Bodens 3. Die Stapelrichtung
2 ist auch in diesem Ausführungsbeispiel dadurch vorgegeben, dass zum Aufeinanderstapeln
der Kisten 1 der Boden 3 der jeweils oberen Kiste 1 in den oberen Bereich des von
der Seitenwand 4 umgebenen Aufnahmeraums 5 der jeweils unteren Kiste 1 eingeführt
werden muss. Wie dies z.B. in Fig. 2 gut zu sehen ist, ergibt sich daraus ein Formschluss
in Richtung orthogonal zur Stapelrichtung 2. Dies hat zur Folge, dass die Kisten 1
zum Aufeinanderstapeln in der Stapelrichtung 2 aufeinandergestellt werden müssen und
zum Abstapeln die jeweils obere Kiste bzw. Kisten 1 entgegen der Stapelrichtung 2
von der jeweils unteren Kiste bzw. Kisten 1 abgehoben werden muss bzw. müssen. Wie
eingangs bereits erläutert, können sowohl der Boden 3 als auch die Seitenwand 4 als
in sich geschlossene Flächen ausgebildet sein. In diesem Ausführungsbeispiel ist dies
nicht der Fall. Hier weisen sowohl der Boden 3 als auch die Seitenwände 4 jeweils
Durchbrechungen bzw. Öffnungen auf. Der Boden 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel
von einer gitterförmigen Struktur gebildet. Die Seitenwand 4 weist eine Vielzahl von
fensterartigen Öffnungen auf. All dies ist natürlich nur beispielhaft dargestellt
und kann auch in anderen an sich bekannten Arten und Weisen ausgeführt sein. Vor allem
können, so weit für den jeweils beabsichtigten Einsatzzweck notwendig, auch Verstärkungsrippen
und dergleichen sowohl am Boden 3 als auch an der Seitenwand 4 ausgebildet sein. Die
hier gezeigten Kisten 1 weisen eine rechteckige Grundform mit vier, in diesem Ausführungsbeispiel
abgerundet ausgebildeten Eckbereichen 16 auf. Zwischen den Eckbereichen 16 verlaufen
jeweils Seitenwandabschnitte 21. In den hier gezeigten Ausführungsvarianten ist die
jeweils vollständig um den Boden 3 umlaufende Seitenwand 4 somit aus den vier Eckbereichen
16 und den jeweils dazwischen verlaufenden, vorzugsweise geraden, Seitenwandabschnitten
21 gebildet. Natürlich sind auch erfindungsgemäße Kisten 1 mit nicht rechteckförmiger
sondern anders ausgestalteter Grundform denkbar und möglich. Die hier realisierten,
bevorzugten Seitenwandabschnitte 21 sind in sich jeweils gerade bzw. linear ausgebildet.
Sie treffen in einem orthogonalen Winkel in den Eckbereichen 16 jeweils auf einen
benachbarten Seitenwandabschnitt 21. Auch dies muss natürlich nicht so sein. Z.B.
kann die Zahl der Eckbereiche 16 und die Anzahl und Form der Seitenwandabschnitte
21 natürlich auch anders ausgebildet sein.
[0020] Die Kisten 1 sind mit voneinander distanziert angeordneten Adaptern zum maschinellen
Greifen der Kiste 1 mittels zumindest einer Greifeinrichtung 6 ausgebildet. Die Adapter
sind in der Seitenwand 4 jeweils als in einer parallel zur Stapelrichtung 2 verlaufenden
Längserstreckungsrichtung 7 längserstreckte Kanäle 8 ausgebildet, wobei die Kanäle
8jeweils eine Eintrittsöffnung 9 und eine Austrittsöffnung 10 und dazwischen einen
von einer Kanalbegrenzungswand 11 der Kiste 1 begrenzten und in der jeweiligen Längserstreckungsrichtung
7 längserstreckten Kanalinnenhohlraum 12 zum Hindurchführen der Greifeinrichtung 6
durch die Eintrittsöffnung 9 und den Kanalinnenhohlraum 12 und die Austrittsöffnung
10 aufweisen. Die Kanalbegrenzungswand 11 ist günstigerweise, wie hier auch realisiert,
jeweils als ein Teilbereich der Seitenwand 4 ausgebildet. In bevorzugten Ausgestaltungsformen
ist, wie hier auch im ersten Ausführungsbeispiel gezeigt, vorgesehen, dass die Kanalbegrenzungswand
11 den Kanalinnenhohlraum 12 umfangsgeschlossen begrenzt. Umfangsgeschlossen bedeutet
dabei, dass die Kanalbegrenzungswand 11 den Kanalinnenhohlraum 12 über einen Umfangswinkel
von 360° umgibt. Dies ist bezüglich des ersten Ausführungsbeispiels gut in den Fig.
3, 4, 9, 12 bis 14 und 15 zu sehen. Die umfangsgeschlossene Ausbildung sieht man auch
in einer Schnittebene 13 normal zur Stapelrichtung 2. Solche Schnittebenen 13 sind
beispielhaft in Fig. 5 eingezeichnet. Günstigerweise sind die Kanäle 8, wie im ersten
Ausführungsbeispiel auch gezeigt, jeweils in einem Eckbereich 16 der Seitenwand 4
ausgebildet. Im Sinne eines stabilen Greifens der Kiste 1 bzw. gestapelten Kisten
1 sind günstigerweise in jeder Kiste bzw. deren Seitenwand 4 zumindest zwei Kanäle
8 ausgebildet. Bevorzugte Ausgestaltungsformen sehen vor, dass in der Seitenwand 4
zumindest vier, vorzugsweise genau vier, Kanäle 8 angeordnet sind.
[0021] Die in der Seitenwand 4 bzw. in bevorzugten Ausgestaltungsformen in den Eckbereichen
16 angeordneten Kanäle 8 dienen dazu, dass eine entsprechende Greifeinrichtung 6 durch
sie hindurchgeführt werden kann, sodass die entsprechend ausgebildete Greifeinrichtung
6 die Eintrittsöffnung 9, den Kanalinnenhohlraum 12 und die Austrittsöffnung 10 des
jeweiligen Kanals 8 durchdringen kann. Die Form der Greifeinrichtung und die Form
des Kanals 8 sollten hierzu aufeinander abgestimmt sein, wobei grundsätzlich verschiedene
Formgebungen denkbar und möglich sind. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Kanalinnenhohlraum
12 des jeweiligen Kanals 8 zumindest abschnittsweise einen kreisrunden Querschnitt
aufweist, wie dies in dem hier gezeigten ersten Ausführungsbeispiel auch der Fall
ist. Dies sieht man beim ersten Ausführungsbeispiel z.B. an der Form der Eintrittsöffnung
9 und auch an der Form der Austrittsöffnung 10 und auch in einem entsprechenden Schnitt
durch den jeweiligen Kanal 8 in einer Schnittebene 13 normal zur Stapelrichtung 2.
Der Kanal 8 erstreckt sich bevorzugt mit seiner Längserstreckungsrichtung 7 über die
gesamte oder zumindest einen Großteil der Höhenerstreckung 15 der Seitenwand 4 im
Bereich des jeweiligen Kanals 8 in einer Richtung parallel zur Stapelrichtung 2. In
diesem Sinne ist günstigerweise vorgesehen, dass die Seitenwand 4 im Bereich des jeweiligen
Kanals 8 eine Höhenerstreckung 15 in einer Richtung parallel zur Stapelrichtung 2
aufweist und sich der Kanal 8 über zumindest 50%, vorzugsweise über zumindest 80%,
dieser Höhenerstreckung 15 der Seitenwand 4 erstreckt. In Fig. 5 ist besonders gut
zu sehen, dass sich der Kanal 8 in diesem ersten Ausführungsbeispiel über praktisch
die gesamte Höhenerstreckung 15 der Seitenwand 4 erstreckt. Günstig ist es auch wenn
die Längserstreckung des jeweiligen Kanals 8 in seiner Längserstreckungsrichtung zumindest,
vorzugsweise doppelt, so groß ist wie der Durchmesser der Eintrittsöffnung 9 oder
der Austrittsöffnung 10. Im Zweifel ist hierbei auf den größten dieser Durchmesser
abzustellen.
[0022] In einer Anordnung von aufeinandergestapelten Kisten 1 ist günstigerweise vorgesehen,
dass die, vorzugsweise zumindest zwei der, Kanäle 8 jeweils einer der Kisten 1 jeweils
mit einem Kanal 8 der jeweils darunter und/oder darüber angeordneten Kiste 1 zum Hindurchführen
einer Greifeinrichtung 6 fluchtend angeordnet sind. Dies ist gut in den Fig. 5, 10
und 11 zu sehen, wobei in Fig. 5 keine Greifeinrichtung 6 gezeigt ist, während in
Fig. 10 die Greifeinrichtung 6 durch die beiden übereinander und miteinander fluchtend
angeordneten Kanäle 8 der aufeinandergestapelten Kisten 1 hindurchgeführt ist und
in Fig. 11 die Greifeinrichtung 6 nur durch den Kanal 8 der oberen Kiste 1 hindurchgeführt
ist.
[0023] Damit die jeweilige Greifeinrichtung 6 ungehindert durch die entsprechenden Kanäle
8 der aufeinandergestapelten Kisten 1 hindurchgeführt werden kann, sehen bevorzugte
Ausgestaltungsformen der vor, dass die Kiste 1, vorzugsweise vollkommen, frei von
die jeweilige Eintrittsöffnung 9 und die jeweilige Austrittsöffnung 10 des jeweiligen
Kanals 8 in seiner jeweiligen Längserstreckung 7, insbesondere vollständig, verdeckenden
Wandbereichen ist. In anderen Worten ist somit günstigerweise zumindest vorgesehen,
dass die Kiste 1 keine Wandbereiche aufweist, welche die Eintrittsöffnung 9 und die
Austrittsöffnung 10 des jeweiligen Kanals 8 vollständig verdecken. Hierdurch ist sichergestellt,
dass die Greifeinrichtung 6 ungehindert durch die Kanäle 8 der aufeinandergestapelten
Kisten 1 hindurchgeführt werden kann. Günstigerweise ist dabei vorgesehen, dass die
Kiste vollkommen frei von solchen die Eintrittsöffnung 9 und die Austrittsöffnung
10 des jeweiligen Kanals auch nur teilweise verdeckenden Wandbereichen ist. Der Vollständigkeit
halber wird allerdings darauf hingewiesen, dass bei entsprechender Ausgestaltungsform
der Greifeinrichtung 6 die Eintrittsöffnung 9 und die Austrittsöffnung 10 teilweise
verdeckende Wandbereiche möglich wären, wenn die Greifeinrichtung 6 an diesen vorbeigeführt
und durch die Eintrittsöffnung 9 und die Austrittsöffnung 10 des jeweiligen Kanals
8 noch hindurchgeführt werden kann.
[0024] Zum maschinellen Greifen von aufeinandergestapelten Kisten 1 sieht ein bevorzugtes
Verfahren vor, dass zumindest zwei Greifeinrichtungen 6 jeweils durch die miteinander
fluchtend angeordneten Kanäle 8 der aufeinandergestapelten Kisten 1 hindurchgeführt
werden und die Greifeinrichtungen 6 jeweils, vorzugsweise nur in der untersten gemeinsam
zu greifenden, der aufeinandergestapelten Kisten 1 form- und/oder reibschlüssig lösbar
fixiert werden. In anderen Worten ist also günstigerweise vorgesehen, dass die Greifeinrichtung
6 zum Greifen einer gewissen Anzahl von aufeinandergestapelten Kisten 1 nicht jede
einzelne dieser Kisten 1 form- und/oder reibschlüssig fixiert, sondern, vereinfacht
gesprochen, diese lösbare Fixierung nur an der untersten Kiste 1 der aufeinandergestapelten
zu greifenden Anzahl von Kisten 1 form- und/oder reibschlüssig erfolgt. Beim Anheben
dieser untersten Kiste 1 des Plattenstapels mittels der Greifeinrichtung 6 werden
dann die darüber angeordneten Kisten 1 des Kistenstapels automatisch mit angehoben.
Zur lösbaren Fixierung der Kiste 1 bzw. der untersten Kiste 1 des abzuhebenden Kistenstapels
kann die Greifeinrichtung 6 in verschiedenen Arten und Weisen form- und/oder reibschlüssig
am jeweiligen Kanal 8 der Kiste 1 angreifen. Z.B. ist es denkbar, dass die Greifeinrichtung
6 innerhalb des genannten Kanals 8 in ihrem Durchmesser z.B. durch entsprechende Druckpolster
oder dergleichen vergrößert wird, sodass sie mittels Reibschluss an der den Kanalinnenhohlraum
12 umgebenen Kanalbegrenzungswand 11 lösbar fixiert wird. Bevorzugt ist jedoch ein
formschlüssiges lösbares Fixieren der jeweiligen Greifeinrichtung 6 im oder am jeweiligen
Kanal 8 der entsprechenden Kiste 1, wie dies stark schematisiert in den Fig. 8 bis
11 auch gezeigt ist. Die dort gezeigte Variante der Greifeinrichtung 6 weist einen
in Richtung orthogonal zur Stapelrichtung 2 verschiebbaren Riegel 20 auf, welcher
in einen entsprechenden Hinterschnitt 18 in und/oder an der Kanalbegrenzungswand 11
eingreifen kann. In diesem Zusammenhang ist günstigerweise vorgesehen, dass in und/oder
an der Kanalbegrenzungswand 11 des jeweiligen Kanals 8 zumindest ein Hinterschnitt
18 zur Ausbildung eines in Längserstreckungsrichtung 7 des Kanals 8 wirkenden Formschlusses
mit der Greifeinrichtung 6 ausgebildet ist. In den Fig. 5, 10 und 11 ist gut zu sehen,
dass dieser Hinterschnitt 18 z.B. im Bereich der Austrittsöffnung 10 des jeweiligen
Kanals 8 ausgebildet sein kann. In der gezeigten Variante kann dieser Hinterschnitt
18 der entsprechenden Kiste vom entsprechend ausgefahrenen Riegel 20 formschlüssig
hintergriffen werden. Um entsprechenden Platz für den Riegel 20 zu schaffen, kann,
wie in den hier gezeigten Ausführungsbeispielen realisiert, im Bereich der Eintrittsöffnung
9 des jeweiligen Kanals 8 eine Freistellung 34 eingearbeitet sein, die den nötigen
Platz zum Einführen des Riegels 20 schafft. Zum formschlüssigen Hintergreifen des
jeweiligen Hinterschnitts 18 wird der Riegel 20 relativ zur Greifeinrichtung 6 ausgefahren,
so wie dies in den Fig. 10 und 11 gut zu sehen ist. Wenn die jeweilige Greifeinrichtung
6 hingegen in den oder die Kanäle 8 eingefahren oder aus diesem bzw. diesen wieder
herausgezogen werden soll, wird der Riegel 20 in eine hier nicht dargestellte zurückgezogene
Position verstellt, in der er in Richtung orthogonal zur Stapelrichtung 2 bzw. zur
Längserstreckungsrichtung 7 der Kanäle 8 nicht über die Greifeinrichtung 6 übersteht,
sodass er in dieser Position nicht mit den Kanalbegrenzungswänden 11 der Kanäle 8
kollidiert und die Greifeinrichtung 6 entsprechend in die entsprechende Anzahl von
Kanälen 8 eingeführt oder aus diesen herausgezogen werden kann.
[0025] Diese Technologie erlaubt es, eine gewünschte Anzahl von aufeinandergestapelten Kisten
1 maschinell und gleichzeitig mit der entsprechenden Anzahl von Greifeinrichtungen
6 zu greifen, indem man die Greifeinrichtungen 6 entsprechend tief in die miteinander
fluchtenden Kanäle 8 der aufeinandergestapelten Kisten 1 einführt, dann die unterste
der gewünschten Anzahl von Kisten 1 entsprechend form- und/oder kraftschlüssige lösbar
fixiert, um dann den so gegriffenen Stapel an Kisten 1 entsprechend anzuheben, transportieren
und/oder in anderer Art und Weise zu bewegen. Die Greifeinrichtungen 6 können dabei
von an sich bekannten Hebevorrichtungen, Robotern, Kränen oder dergleichen bewegt
werden. In Fig. 10 ist beispielhaft gezeigt, wie die Greifeinrichtung 6 mittels ihres
Riegels 20 die unterste der beiden Kisten 1 formschlüssig greift, sodass die beiden
in Fig. 10 gezeigten, aufeinandergestapelten Kisten 1 gemeinsam von der Greifeinrichtung
6 maschinell gegriffen sind. In Fig. 11 hingegen ist die Greifeinrichtung 6 nur in
den Kanal 8 der oberen Kiste 1 eingefahren und in dessen Hinterschnitt 18 formschlüssig
verriegelt, sodass in Fig. 11 nur die obere Kiste 1 des dargestellten Kistenstapels
maschinell gegriffen wird. Auch wenn dies in den hier beigelegten Figuren nur für
einen Stapel mit zwei Kisten 1 beispielhaft gezeigt ist, kann diese Technologie natürlich
für das Greifen einer nahezu beliebigen Anzahl von aufeinandergestapelten Kisten 1
in entsprechender Art und Weise realisiert werden. Dabei kann ein ganzer Stapel aber
auch nur ein Teil eines Stapels von Kisten 1 maschinell gegriffen werden.
[0026] In den Fig. 8 und 9 ist in einer Seitenansicht und in einer Ansicht von unten die
Situation gemäß Fig. 10 gezeigt, in der beide Kisten 1 gleichzeitig von den Greifeinrichtungen
6 maschinell gegriffen werden.
[0027] Die Fig. 12, 13 und 14 zeigen eine einzelne der aufeinandergestapelten Kisten 1 der
vorherigen Figuren. Fig. 12 zeigt eine Ansicht von schräg oben in den Aufnahmeraum
5. Fig. 13 zeigt eine Ansicht von schräg oben auf die umgedrehte Kiste, also auf deren
Boden 3. Fig. 14 zeigt eine Ansicht von oben auf die Kiste 1. Das Detail F aus Fig.
14 ist in Fig. 15 gezeigt. In Fig. 15 sind die Schnittlinien GG, HH und KK eingezeichnet.
Fig. 16 zeigt den Schnitt entlang der Schnittlinie GG. Fig. 17 zeigt den Bereich L
aus Fig. 16 vergrößert. Dort ist die vorzugsweise keilförmig ausgebildete Ausrichtungsfläche
19 zu sehen, welche in diesem Ausführungsbeispiel an einer Außenseite des Bodens 3
angeformt ist. Beim Aufeinanderstapeln der Kisten 1 sorgt diese Ausrichtungsfläche
19 für eine Ausrichtung bzw. Zentrierung der aufgestapelten Kiste relativ zueinander,
indem beim Aufstapeln in Stapelrichtung 2 der Boden 3 der jeweiligen Kiste 1, wie
in Fig. 2 zu sehen, in den oberen Bereich des Aufnahmeraums 5 der darunter stehenden
Kiste 1 eindringt und mit dem oberen Rand der Seitenwand 4 der unteren Kiste 1 in
Wechselwirkung kommt. Durch die Ausrichtungsflächen 19, welche entsprechend verteilt
an der Kiste 1 bzw. deren Boden 3 angeordnet sind, werden die aufeinandergestapelten
Kisten 1 in Horizontalrichtung, also in Richtung normal bzw. orthogonal zur Stapelrichtung
2 so miteinander ausgerichtet, dass die Kanäle 8 der übereinandergestapelten Kisten
1 miteinander fluchten. Allgemein gesprochen sehen bevorzugte Ausführungsvarianten
somit vor, dass an der Kiste 1, vorzugsweise keilförmig ausgebildete, Ausrichtungsflächen
19 zur miteinander fluchtenden Ausrichtung der Kanäle 8 von übereinandergestapelten
Kisten 1 relativ zueinander ausgebildet sind. Der Vollständigkeit halber wird darauf
hingewiesen, dass entsprechende Ausrichtungsflächen 19 natürlich auch anders ausgeformt
und an anderen Stellen der jeweiligen Kiste 1 ausgebildet sein können. Z.B. ist es
denkbar, die Ausrichtungsflächen 19 nicht am Boden 3 sondern an den entsprechenden
Bereichen des oberen Randes der Seitenwand 4 anzuordnen, sodass sie beim Aufeinanderstapeln
der Kisten 1 in Stapelrichtung 2 entsprechend mit dem Boden 3 der darüber gestapelten
Kiste 1 zusammenwirken und eine entsprechende Ausrichtung der Kanäle 8 der übereinandergestapelten
Kisten 1 sicherstellen.
[0028] In Fig. 19 ist noch einmal gut die als Hinterschnitt 18 dienende untere Austrittsöffnung
10 und die entsprechende Freistellung 34 im Bereich der Eintrittsöffnung 9 für den
Riegel 20 zu sehen. Zu den Begriffen der Eintrittsöffnung 9 und der Austrittsöffnung
10 wird darauf hingewiesen, dass es sich hier letztendlich nur um Öffnungen des Kanals
8 bzw. die entsprechenden Enden des Kanalinnenhohlraums 12 handelt. Der Begriff der
Eintrittsöffnung 9 und der Austrittsöffnung 10 wurde zur sprachlichen Vereinfachung
gewählt. Die Eintrittsöffnung ist die Öffnung des Kanals 8, bei der eine Greifeinrichtung
6 von oben kommend in den Kanal 8 eingeschoben wird. Die Austrittsöffnung 10 wurde
so benannt, da beim Einschieben der Greifeinrichtung 6 in den Kanal 8 von oben die
Greifeinrichtung 6, wenn sie durch den Kanal 8 hindurchgeschoben ist, bei der Austrittsöffnung
10 aus dem Kanal 8 wieder austritt. Beim Herausziehen der Greifeinrichtung 6 aus dem
Kanal 8 müsste man streng genommen die Eintrittsöffnung 9 und die Austrittsöffnung
10 andersherum benennen. Hierauf wird im Sinne einer sprachlichen Vereinfachung aber
verzichtet. Man könnte die Eintrittsöffnung 9 auch als erste Öffnung und die Austrittsöffnung
10 auch als zweite Öffnung bezeichnen.
[0029] In den Fig. 20 und 21 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kiste 1 gezeigt, bei der zusätzlich zu den vier in den Eckbereichen 16 angeordneten
Kanälen 8 in den längeren Seitenwandabschnitten 21 zusätzliche Kanäle 8 angeordnet
sind. Fig. 20 zeigt dabei eine Draufsicht und Fig. 21 den Schnitt entlang der Schnittlinie
MM aus Fig. 20. Dies dient der Veranschaulichung, dass die Kanäle 8 nicht zwingend
in Eckbereichen 16 der Kiste 1 angeordnet sein müssen. Es soll veranschaulicht werden,
dass die Kanäle 8 auch in anderen Bereichen der Seitenwand 4 angeordnet sein können,
eben auch im Bereich der zwischen den Eckbereichen 16 angeordneten Seitenwandabschnitte
21. Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass die Eckbereiche 16 auch
ganz ohne Kanäle 8 ausgebildet sein können, wenn die Kanäle 8 dann eben entsprechend
in anderen Bereichen der Seitenwand 4 realisiert sind.
[0030] Fig. 22 zeigt einen Eckbereich 16 einer Kiste 1, bei der der Kanal 8 nicht umfangsgeschlossen
ausgebildet ist. In anderen Worten wird in diesem Ausführungsbeispiel der Kanalinnenhohlraum
12 nicht umfangsgeschlossen, also mit einem Umfangswinkel von 360° von der Kanalbegrenzungswand
11 begrenzt. In solchen Ausgestaltungsformen ist es aber günstig, wenn die Kanalbegrenzungswand
11 den Kanalinnenhohlraum 12, insbesondere in einer Schnittebene 13 normal zur Stapelrichtung
12 gesehen, zumindest abschnittsweise über einen Umfangswinkel 14 von zumindest 180°
begrenzt. Dies ist in Fig. 22 der Fall, wie dies der eingezeichnete Umfangswinkel
14 zeigt.
[0031] Die Fig. 23 und 24 dienen der Veranschaulichung verschiedener Möglichkeiten, wie
ein insbesondere umfangsgeschlossener Kanal 8 bzw. dessen Kanalbegrenzungswand 11
und dessen Kanalinnenhohlraum 12 ausgebildet sein können. Bei beiden Varianten ist
zwar vorgesehen, dass der Kanalinnenhohlraum 12 des jeweiligen Kanals 8 überall, in
einer entsprechenden Schnittebene 13 normal zur Stapelrichtung 2 gesehen, einen kreisrunden
Querschnitt aufweist. In der Variante gemäß Fig. 23 ist der Kanalinnenhohlraum 12
aber durch zwei sich in einem Einschnürungsbereich 35 treffenden Kegelstümpfen ausgebildet,
während der Kanalinnenhohlraum 12 in der Variante gemäß Fig. 24 durchgehend eine Kreiszylinderform
aufweist. Der Einschnürungsbereich 35 in der Variante gemäß Fig. 23 kann z.B. dazu
dienen, eine entsprechend ausgebildete Greifeinrichtung 6 im jeweiligen Kanal 8 formschlüssig
lösbar zu fixieren. Der Einschnürungsbereich 35 ist somit eine andere Möglichkeit,
den bereits oben diskutierten Hinterschnitt 18 zu realisieren.
[0032] Um die Kiste 1 dahingehend weiter zu verbessern, dass sie einerseits mit großen Traglasten
bzw. schweren Gegenständen im Aufnahmeraum 5 gestapelt und andererseits aber auch
mit gut trocknenden Seitenwandabschnitten 21 ausgerüstet ist, ist bei den stapelbaren
Kisten 1 vorgesehen, dass die Seitenwand 4 in einer Draufsicht auf die Kiste 1 eine,
vorzugsweise rechteckige, Grundform mit, vorzugsweise vier, Eckbereichen 16 und zwischen
den Eckbereichen 16 verlaufenden Seitenwandabschnitten 21 aufweist, wobei die zwischen
den Eckbereichen 16 verlaufenden Seitenwandabschnitte 21 jeweils von einer zumindest
bereichsweise schräg zur Stapelrichtung 2 geneigten Oberseite 22 des Seitenwandabschnitts
21 und einer dazu gegenüberliegend angeordneten Unterseite 23 des Seitenwandabschnitts
21 begrenzt sind, wobei an den Seitenwandabschnitten 21 auf den Oberseiten 22 der
Seitenwandabschnitte 21 jeweils benachbart zu zumindest einem schräg zur Stapelrichtung
2 geneigten Bereich 24 der jeweiligen Oberseite 22, vorzugsweise zwischen jeweils
zwei dieser schräg geneigten Bereiche 24 der jeweiligen Oberseite 22, über diesen
bzw. diese schräg geneigten Bereiche 24 überstehende Aufstandsflächen 25 und/oder
auf den Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte 21 über jeweils zumindest einen dazu
benachbarten Bereich 26, vorzugsweise zwei dazu benachbarte Bereiche 26, der jeweiligen
Unterseite 23 überstehende Aufstandsflächen 27 ausgebildet sind. Zur Veranschaulichung
und weiteren Erläuterungen hierzu bevorzugter Ausgestaltungsmöglichkeiten ist dies
in verschiedenen Varianten in den verschiedenen Ausführungsbeispielen dieser Erfindung
realisiert. Im ersten Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 bis 19 sowie in den Abwandlungsformen
gemäß der Fig. 20 bis 22 sind die Aufstandsflächen 25 ausschließlich an den Oberseiten
22 der Seitenwandabschnitte 21 ausgebildet. Das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig.
25 bis 28 hingegen zeigt beispielhaft eine Variante, bei der die Aufstandsflächen
27 ausschließlich an den Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte 21 ausgebildet sind.
Die Fig. 29 und 30 zeigen Abbildungen zu einer Mischform, bei der sowohl Aufstandsflächen
25 an den Oberseiten 22 als auch Aufstandsflächen 27 an der jeweiligen Unterseite
23 des jeweiligen Seitenwandabschnitts 21 ausgebildet sind.
[0033] Beim ersten Ausführungsbeispiel wird insbesondere auf die Fig. 4, 6 und 7 verwiesen.
Fig. 6 zeigt den Schnitt entlang der Schnittlinie DD aus Fig. 4 durch die Seitenwandabschnitte
21 der aufeinandergestapelten Kisten 1 und damit in einem Bereich außerhalb der Aufstandsflächen
25. Fig. 7 hingegen zeigt den Schnitt entlang der Schnittlinie EE aus Fig. 4 und damit
den Bereich, in dem die auf der jeweiligen Oberseite 22 des Seitenwandabschnitts 21
ausgebildeten Aufstandsflächen 25 der jeweils unteren Kiste 1 die Unterseiten 23 der
darüber angeordneten Kiste 1 abstützen.
[0034] Es handelt sich somit um ein erstes Beispiel einer Anordnung von aufeinandergestapelten
erfindungsgemäßen Kisten 1, bei der vorgesehen ist, dass die Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte
21 der jeweils oberen Kiste 1 ausschließlich im Bereich der Aufstandsflächen 25 auf
den Oberseiten 22 der Seitenwandabschnitte 21 der jeweils unteren Kiste 1 aufliegen.
Hierdurch wird, wie hier auch realisiert, günstigerweise erreicht, dass die schräg
zur Stapelrichtung 2 geneigten Bereiche 24 der jeweiligen Oberseiten 22 der Seitenwandabschnitte
21 der unteren Kiste 1 beabstandet von den darüber angeordneten Bereichen der Unterseiten
23 der Seitenwandabschnitte 21 der jeweils oberen Kiste 1 angeordnet sind. In dem
in Fig. 6 dargestellten Schnitt ist die beabstandete Anordnung der Unterseite 23 der
jeweils oberen Kiste 1 von dem geneigten Bereich 24 der Oberseite 22 des Seitenwandabschnitts
21 der unteren Kiste 1 gut zu sehen. Es entsteht somit zwischen der jeweiligen Unterseite
23 und dem geneigten Bereich 24 der jeweiligen Oberseite 22 ein Luftspalt. In Kombination
mit der schrägen Ausführung der geneigten Bereiche 24 relativ zur Stapelrichtung 2
wird dadurch erreicht, dass die Oberseiten 22 der Seitenwandabschnitte 21 der jeweiligen
Kiste 1 besonders schnell und gut abtrocknen können.
[0035] Der Begriff schräg ist bei der Beschreibung der Erfindung dahingehend zu verstehen,
dass es sich um einen Winkel, vorzugsweise spitzen Winkel, handelt, welcher weder
ein rechter Winkel ist, noch mit einer Parallelen zusammenfällt. Bevorzugt schließen
in diesem wie auch in anderen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen die schräg zur
Stapelrichtung 2 geneigten Bereiche 24 der jeweiligen Oberseite 22 des jeweiligen
Seitenwandabschnitts 21 mit der Stapelrichtung einen spitzen Winkel in einem Bereich
von 5° bis 15°, vorzugsweise von 7° bis 10°, ein.
[0036] Fig. 7 und damit der Schnitt entlang der Schnittlinie EE aus Fig. 4 zeigt, wie die
Aufstandsflächen 25, welche über die schräg geneigten Bereiche 24 auf der Oberseite
22 des Seitenwandabschnitts 1 überstehen, die darüber angeordnete Unterseite 23 des
Seitenwandabschnitts 21 der darüber angeordneten Kiste 1 vollflächig abstützen, sodass
bei einer entsprechenden Anzahl von Aufstandsflächen 25 die Kisten auch hohe Traglasten
aufnehmen können.
[0037] In diesem wie auch in anderen bevorzugten Ausgestaltungsformen der Erfindung sind
die Aufstandsflächen 25 bzw. 27 die einzigen Bereiche der gesamten Seitenwand 4, in
denen sich die übereinandergestapelten Kisten 1 aufeinander abstützen. Dies bedeutet,
dass in bevorzugten Ausgestaltungsformen die aufeinander gestapelten Kisten 1 sich
in den Eckbereichen 16 nicht berühren und in diesen Eckbereichen 16 damit auch nicht
aufeinander abgestützt sind.
[0038] Beim Vergleich der Fig. 6 und 7 ist gut zu sehen, dass in bevorzugten Ausgestaltungsformen
der Erfindung die Aufstandsflächen 25 in einer ersten Ebene 28 angeordnet sind und
die dazu jeweils benachbarten Bereiche 24 der jeweiligen Oberseiten 22 in einer zweiten
Ebene 29 angeordnet sind, wobei die erste Ebene 28 und die zweite Ebene 29 einen spitzen
Winkel 30 miteinander einschließen. Um dies zu verdeutlichen, ist die in Fig. 7 eingezeichnete
erste Ebene 28 der Aufstandsfläche 25 in Fig. 6 nochmals eingetragen. In diesem Ausführungsbeispiel
ist in Fig. 7 auch gut zu sehen, dass in bevorzugten Varianten der Erfindung die an
den Oberseiten 22 ausgebildeten Aufstandsflächen 25 in einer normal zur Stapelrichtung
2 angeordneten Ebene 31 verlaufen.
[0039] Nimmt man nun Bezug auf das Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 25 bis 28, bei dem
die Aufstandsflächen 27 ausschließlich an den Unterseiten 23 der jeweiligen Seitenwandabschnitte
21 ausgebildet sind, so zeigen die Fig. 27 und 28 analoge Schnitte zu Fig. 6 und 7.
Fig. 27 zeigt einen Schnitt in einem Bereich, in dem sich keine Aufstandsfläche 27
befindet. Auch hier sind dadurch die schräg verlaufenden Bereiche 24 der jeweiligen
Oberseite 22 der Seitenwandabschnitte 21 der jeweils unteren Kiste 1 beabstandet von
den jeweiligen Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte 21 der darüber gestapelten
Kiste 1. Der hierdurch entstehende, in Fig. 27 gut sichtbare Luftspalt fördert wiederum
das Abtrocknen der Ober- und Unterseiten der Seitenwandabschnitte.
[0040] In Fig. 28 sieht man einen Schnitt durch die Seitenwandabschnitte 21 der aufeinandergestapelten
Kisten 1 im Bereich der an den jeweiligen Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte
21 angeformten Aufstandsflächen 27. Dass diese über die jeweils dazu benachbarten
Bereiche 26 überstehen, ist in Fig. 26 gut zu sehen. Auch in diesem Ausführungsbeispiel
ist es so, dass die Aufstandsflächen 27 in einer ersten Ebene 28 angeordnet sind und
die dazu jeweils benachbarten Bereiche 26 der Unterseiten 23 der jeweiligen Unterseite
23 in einer zweiten Ebene 29 angeordnet sind, wobei die erste Ebene 28 und die zweite
Ebene 29 einen spitzen Winkel 30 miteinander einschließen. Um dies zu verdeutlichen,
ist wiederum die erste Ebene 28 aus Fig. 28 auch in Fig. 27 eingetragen. Dieses Ausführungsbeispiel
zeigt insbesondere in Fig. 28, dass die an den Unterseiten 23 ausgebildeten Aufstandsflächen
27 in einer schräg zur Stapelrichtung 2 angeordneten Ebene 32 verlaufen können. Dieser
schräge Verlauf der Aufstandsflächen 27 ist günstigerweise, wie in Fig. 28 auch gezeigt,
in einem Winkel ausgebildet, welcher den schräg verlaufenden Bereichen 26 der jeweiligen
Oberseiten 22 der Seitenwandabschnitte 21 entspricht. Hierdurch liegen die Aufstandsflächen
27 satt und vollflächig auf den entsprechenden Bereichen 26 der Oberseiten 22 der
darunter angeordneten Kiste 1 auf, sodass sich eine stabile Abstützung der aufeinandergestapelten
Kisten 1 ergibt.
[0041] Dieses Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 25 bis 28 zeigt beispielhaft auch, dass
in dem Fall, in dem auf der Unterseite 23 die über die jeweils benachbarten Bereiche
26 der Unterseite 23 überstehenden Aufstandsflächen 27 ausgebildet sind, die zu den
Aufstandsflächen 27 jeweils benachbarten Bereiche 26 der Unterseite 23 in einer Ebene
33 verlaufen können, auf der die Stapelrichtung 2 normal angeordnet ist, siehe insbesondere
Fig. 27.
[0042] Anhand der Fig. 29 und 30 wird nun noch eine Ausgestaltungsform der Erfindung beispielhaft
gezeigt, bei der sowohl an den Oberseiten 22 als auch an den Unterseiten 23 entsprechende
Aufstandsflächen 25 und 27 ausgebildet sind. Fig. 27 zeigt analog zu Fig. 6 dabei
wieder die Situation in einem Schnitt durch die Seitenwände 21 der aufeinandergestapelten
Kisten 1 außerhalb der Bereiche der Aufstandsflächen 25 und 27. In diesen Bereichen
ergibt sich wiederum die beabstandete Anordnung und damit der die Trocknung unterstützende
Luftspalt zwischen den Unterseiten 23 der jeweils oberen Kiste 1 und den schräg geneigten
Bereichen 24 auf den Oberseiten 22 der Seitenwandabschnitte 21 der darunter angeordneten
Kiste 1. Für den Winkel 30 zwischen der ersten Ebene 28 und der zweiten Ebene 29 ergibt
sich, wie in Fig. 29 dargestellt, wiederum dasselbe wie in den beiden anderen vorab
geschilderten Ausführungsbeispielen.
[0043] In dem Schnitt durch die Aufstandsflächen 25 und 27 gemäß Fig. 30 ist gut zu sehen,
dass diese vollflächig aufeinander aufliegen, sodass sich eine stabile Abstützung
der Kisten 1 aufeinander ergibt. In dieser Variante ist wiederum vorgesehen, dass
die an den Oberseiten 22 ausgebildeten Aufstandsflächen 25 in einer normal zur Stapelrichtung
2 angeordneten Ebene 31 verlaufen. Dieses Ausführungsbeispiel zeigt beispielhaft,
dass aber auch die an den Unterseiten 23 ausgebildeten Aufstandsflächen 27 in einer
normal zur Stapelrichtung 2 angeordneten Ebene 31 verlaufen können.
[0044] Die Größen der Aufstandsflächen 25 und 27 sowie ihr Verhältnis zu den restlichen
Flächen der Oberseiten 22 bzw. Unterseiten 23 der Seitenwandabschnitte 21 können grundsätzlich
gemäß der zu erwartenden bzw. zu erzielenden Lastanforderungen entsprechend eingestellt
werden. Günstig ist allerdings, wenn ein Verhältnis zwischen der Summe der Flächen
aller Aufstandsflächen 25 auf den Oberseiten 22 aller Seitenwandabschnitte 21 der
Kiste 1 einerseits und der Gesamtfläche der Oberseiten der Seitenwand 4 der Kiste
1 andererseits in einem Bereich von 1:5 bis 1:15, vorzugsweise 1:9 bis 1:11, liegt.
Gleiches gilt günstigerweise, wenn die Aufstandsflächen 27 auf den Unterseiten 23
der Seitenwände 4 angeordnet sind. Es gilt dann bevorzugt, dass ein Verhältnis zwischen
der Summe der Flächen aller Aufstandsflächen 27 auf den Unterseiten 23 aller Seitenwandabschnitte
21 der Kiste 1 einerseits und der Gesamtfläche der Unterseiten 23 der Seitenwand 4
der Kiste 1 andererseits in einem Bereich von 1:5 bis 1:15, vorzugsweise von 1:9 bis
1:11, liegt. In absoluten Zahlen ist günstigerweise vorgesehen, dass die jeweilige
Aufstandsfläche 25 bzw. 27 eine Fläche im Bereich von 75 mm
2 bis 175 mm
2, vorzugsweise von 120 mm
2 bis 135 mm
2, aufweist.
[0045] Bezogen auf die obere, insbesondere ebene, Begrenzungsfläche 17 des Bodens 3, welche
den Aufnahmeraum 5 begrenzt, ist günstigerweise vorgesehen, dass ein Verhältnis zwischen
der Summe der Flächen aller Aufstandsflächen 25 bzw. 27 auf den Oberseiten 22 und/oder
den Unterseiten 23 aller Seitenwandabschnitte 21 der Kiste 1 einerseits und der Gesamtfläche
der oberen Begrenzungsfläche 17 des Bodens 3 der Kiste 1 andererseits in einem Bereich
von 1:100 bis 1:130, vorzugsweise von 1:110 bis 1:115, liegt.
Legende zu den Hinweisziffern:
| 1 |
Kiste |
29 |
zweite Ebene |
| 2 |
Stapelrichtung |
30 |
spitzer Winkel |
| 3 |
Boden |
31 |
Ebene |
| 4 |
Seitenwand |
32 |
Ebene |
| 5 |
Aufnahmeraum |
33 |
Ebene |
| 6 |
Greifeinrichtung |
34 |
Freistellung |
| 7 |
Längserstreckungsrichtung |
35 |
Einschnürungsbereich |
| 8 |
Kanal |
|
|
| 9 |
Eintrittsöffnung |
|
|
| 10 |
Austrittsöffnung |
|
|
| 11 |
Kanalbegrenzungswand |
|
|
| 12 |
Kanalinnenhohlraum |
|
|
| 13 |
Schnittebene |
|
|
| 14 |
Umfangswinkel |
|
|
| 15 |
Höhenerstreckung |
|
|
| 16 |
Eckbereich |
|
|
| 17 |
obere Begrenzungsfläche |
|
|
| 18 |
Hinterschnitt |
|
|
| 19 |
Ausrichtungsfläche |
|
|
| 20 |
Riegel |
|
|
| 21 |
Seitenwandabschnitt |
|
|
| 22 |
Oberseite |
|
|
| 23 |
Unterseite |
|
|
| 24 |
schräg geneigter Bereich |
|
|
| 25 |
Aufstandsfläche |
|
|
| 26 |
benachbarter Bereich |
|
|
| 27 |
Aufstandsfläche |
|
|
| 28 |
erste Ebene |
|
|
1. Stapelbare Kiste (1) zur Aufnahme und zum Transport von Gegenständen und zum Aufeinanderstapeln
in einer Stapelrichtung (2) mit zumindest einer anderen Kiste (1) gleichen Typs, wobei
die Kiste (1) einen Boden (3) und eine, über den Boden (3) überstehende und zumindest
bereichsweise, insbesondere vollständig, um den Boden (3) umlaufende Seitenwand (4)
aufweist, wobei der Boden (3) und die Seitenwand (4) gemeinsam einen Aufnahmeraum
(5) der Kiste (1) zur Aufnahme der Gegenstände begrenzen und die Seitenwand (4) in
einer Draufsicht auf die Kiste (1) eine, insbesondere rechteckige, Grundform mit,
insbesondere vier, Eckbereichen (16) und zwischen den Eckbereichen (16) verlaufenden
Seitenwandabschnitten (21) aufweist, wobei die zwischen den Eckbereichen (16) verlaufenden
Seitenwandabschnitte (21) jeweils von einer zumindest bereichsweise schräg zur Stapelrichtung
(2) geneigten Oberseite (22) des Seitenwandabschnitts (21) und einer dazu gegenüberliegend
angeordneten Unterseite (23) des Seitenwandabschnitts (21) begrenzt sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenwandabschnitten (21) auf den Oberseiten (22) der Seitenwandabschnitte
(21) jeweils benachbart zu zumindest einem schräg zur Stapelrichtung (2) geneigten
Bereich (24) der jeweiligen Oberseite (22), vorzugsweise zwischen jeweils zwei dieser
schräg geneigten Bereiche (24) der jeweiligen Oberseite (22), über diesen bzw. diese
schräg geneigten Bereich(e) (24) überstehende Aufstandsflächen (25) und/oder auf den
Unterseiten (23) der Seitenwandabschnitte (21) über jeweils zumindest einen dazu benachbarten
Bereich (26), vorzugsweise zwei dazu benachbarte Bereiche (26), der jeweiligen Unterseite
(23) überstehende Aufstandsflächen (27) ausgebildet sind.
2. Kiste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstandsflächen (25, 27) in einer ersten Ebene (28) angeordnet sind und die
dazu jeweils benachbarten Bereiche (24, 26) der jeweiligen Oberseite (22) oder der
jeweiligen Unterseite (23) in einer zweiten Ebene (29) angeordnet sind und die erste
Ebene (28) und die zweite Ebene (29) einen spitzen Winkel (30) miteinander einschließen.
3. Kiste (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Oberseiten (22) und/oder an den Unterseiten (23) ausgebildeten Aufstandsflächen
(25, 27) in einer normal zur Stapelrichtung (2) angeordneten Ebene (32) verlaufen.
4. Kiste (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Unterseiten (23) ausgebildeten Aufstandsflächen (27) in einer schräg zur
Stapelrichtung (2) angeordneten Ebene (32) verlaufen.
5. Kiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (3) eine obere, insbesondere ebene, Begrenzungsfläche (17) ausbildet, mit
der er den Aufnahmeraum (5) begrenzt, wobei die Stapelrichtung (2) normal zur oberen
Begrenzungsfläche (17) des Bodens (3) verläuft.
6. Kiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterseite (23) die über die jeweils benachbarten Bereiche (26) der Unterseite
(23) überstehenden Aufstandsflächen (27) ausgebildet sind und die zu den Aufstandsflächen
(27) jeweils benachbarten Bereiche (26) der Unterseite (23) in einer Ebene (33) verlaufen,
auf der die Stapelrichtung (2) normal angeordnet ist.
7. Kiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verhältnis zwischen der Summe der Flächen aller Aufstandsflächen (25) auf den
Oberseiten (22) aller Seitenwandabschnitte (21) der Kiste (1) einerseits und der Gesamtfläche
der Oberseiten der Seitenwand (4) der Kiste (1) andererseits in einem Bereich von
1:5 bis 1:15, vorzugsweise von 1:9 bis 1:11, liegt, und/oder dass ein Verhältnis zwischen
der Summe der Flächen aller Aufstandsflächen (27) auf den Unterseiten (23) aller Seitenwandabschnitte
(21) der Kiste (1) einerseits und der Gesamtfläche der Unterseiten (23) der Seitenwand
(4) der Kiste (1) andererseits in einem Bereich von 1:5 bis 1:15, vorzugsweise von
1:9 bis 1:11, liegt.
8. Kiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Aufstandsfläche (25, 27) eine Fläche im Bereich von 75 mm2 bis 175 mm2, vorzugsweise von 120 mm2 bis 135 mm2, aufweist.
9. Kiste (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (3) eine obere, insbesondere ebene, Begrenzungsfläche (17) ausbildet, mit
der er den Aufnahmeraum (5) begrenzt, und ein Verhältnis zwischen der Summe der Flächen
aller Aufstandsflächen (25, 27) auf den Oberseiten (22) und/oder auf den Unterseiten
(23) aller Seitenwandabschnitte (21) der Kiste (1) einerseits und der Gesamtfläche
der oberen Begrenzungsfläche (17) des Bodens (3) der Kiste (1) andererseits in einem
Bereich von 1:100 bis 1:130, vorzugsweise von 1:110 bis 1:115, liegt.
10. Anordnung von aufeinandergestapelten Kisten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseiten (23) der Seitenwandabschnitte (21) der jeweils oberen Kiste (1) ausschließlich
im Bereich der Aufstandsflächen (25, 27) auf den Oberseiten (22) der Seitenwandabschnitte
(21) der jeweils unteren Kiste (1) aufliegen und die schräg zur Stapelrichtung (2)
geneigten Bereiche (24) der jeweiligen Oberseiten (22) der Seitenwandabschnitte (21)
der unteren Kiste (1) beabstandet von den darüber angeordneten Bereichen der Unterseiten
(23) der Seitenwandabschnitte (21) der jeweils oberen Kiste (1) angeordnet sind.