[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hülsenaufnahme für einen Spulenrahmen einer
Spulvorrichtung, sowie einen Spulenrahmen mit einer solchen Hülsenaufnahme.
[0002] Derartige Hülsenaufnahmen werden zur Halterung von Spulenhülsen in Spulvorrichtungen
von Textilmaschinen verschiedener Bauart eingesetzt, beispielsweise Endspinnmaschinen
oder Spulmaschinen. Zwischen jeweils zwei Hülsenaufnahmen werden Spulhülsen gehalten,
die über einen Antrieb in Drehung versetzt werden und dabei einen Faden oder ein Garn
aufwickeln. Zum Einsatz kommen verschiedenste Arten von Spulhülsen in zylindrischer
oder konischer Form aus unterschiedlichen Materialien, beispielsweise Kunststoff oder
Papier. Die Spulhülsen können mit oder ohne seitliche Flansche ausgeführt sein. Der
Faden wird während der Aufwicklung mit einer Changierung entlang einer Längsachse
der Spulenhülse hin und her bewegt, wodurch verschiedenartige Wicklungen in Aufbau
und Form gebildet werden. Der Antrieb der Spulenhülse erfolgt direkt über einen Motor
der zumindest eine der Hülsenaufnahmen in Drehung versetzt oder indirekt über eine
parallel zur Spulenhülse angeordnete Reibwalze. Die Reibwalze kann dabei als sogenannte
Nutentrommel ausgeführt sein. Die Nutentrommel ist mit einem Garnführer versehen welcher
in Schlitzen durch die Drehung der Nutentrommel derart geführt wird, dass der Faden
hin und her bewegt wird. Bei einem direkten Antrieb der Spulenhülse ist die Changierung
des Fadens durch eine separate Verlegeeinheit und eine Abstützung der Spulenhülse
über eine Stützwalze vorzusehen. Der Faden wird dabei zwischen der Stützwalze und
der Spulenhülse respektive dem sich bereits auf der Spulenhülse befindlichen Faden
geklemmt und dadurch auf der Spulenhülse abgelegt.
[0003] Die Spulenhülse wird zwischen zwei sich gegenüberliegenden Hülsenaufnahmen geklemmt.
Die Hülsenaufnahmen sind jeweils drehbar an einem Haltearm befestigt, welche an einem
gemeinsamen Schwenkarm befestigt sind. Durch einen Spulvorgang nimmt ein Durchmesser
der durch den auf die Spulenhülse aufgewickelten Faden stetig zu. In der Folge vergrössert
sich der Abstand zwischen der Stützwalze und der Längsachse der Spulenhülse, was durch
eine Bewegung der Haltearme um eine Schwenkachse des Schwenkarms kompensiert wird.
Nach Beenden des Spulvorganges werden die Hülsenaufnahmen in Richtung der Längsachse
der Spulenhülse auseinander bewegt, sodass die Spule entnommen und eine leere Spulenhülse
eingesetzt werden kann. Dabei ist eine Bewegung einer oder beider Spulenhülsen möglich,
wobei die Bewegung linear oder auch in Form einer Schwenkbewegung erfolgen kann. Aus
dem Stand der Technik sind manuelle oder motorische Ausführungen für die Bewegung
der Hülsenaufnahmen wie auch der Haltearme bekannt.
[0004] Die Anforderungen an einen Rundlauf der Spulenhülsen und damit an eine gleichmässige
Anlage der Spulenhülsen an der Stütz- oder Reibwalze sind für ein Erreichen einer
guten Spulenqualität durch eine erhöhte Produktivität und Vielfältigkeit der zu verarbeitenden
Fäden und Garne stetig gestiegen. Der Rundlauf der Spulenhülsen wird einerseits beeinflusst
durch die Toleranzen im konstruktiven Aufbau der Spulvorrichtung und andrerseits durch
die geometrische Form der Spulenhülse selbst. Spulenhülsen werden mehrfach verwendet,
was dazu führt, dass sie zusätzlich zu den Toleranzen in der Herstellung auch Gebrauchsspuren
aufweisen, was zu einer Verstärkung von Unwuchten beine einer starren Einspannung
der Spulenhülse zwischen die Hülsenaufnahmen führen kann. Bekannt sind Hülsenaufnahmen,
bei welchen durch eine Materialauswahl oder eine Kombination von verschiedenartigen
Materialien versucht wurde eine flexible Einspannung der Spulenhülse zu erreichen.
Weiter wurden, wie beispielsweise in der
WO 2008/128590 A1 offenbart, Hülsenaufnahmen mit einem Kugelgelenk vorgeschlagen.
[0005] Eine weitere Ausführung einer Hülsenaufnahme wird durch die
US 4,328,928 A offenbart, dabei ist in die Hülsenaufnahme eine Bremse integriert, wobei axial verschiebliche
Bauteile vorgesehen sind. Durch die in der
EP 0 350 786 A1 offenbarte Hülsenaufnahme wird versucht auftretende Zentrierfehler bei der Hülseneinspannung
durch einen an einem Zentrierteller axial beweglichen Zentrierkern auszugleichen.
Auch die
JPS 541 40 34 U offenbart einen mit einer in Axialrichtung nageordneten Feder belasteten Zentrierkern
um die Spulenhülse zwischen den Hülsenaufnahmen flexibel zu halten.
[0006] Nachteilig an den bekannten Ausführungen der Hülsenaufnahmen ist, dass ein einwandfreier
Rundlauf der Spulenhülse aufgrund einer flexiblen Hülsenaufnahme erst durch die Anlage
an die Stützwalze unter einer hohen Kraft erreicht wird. Bei einer gelenkigen Ausführung
der Hülsenaufnahme ist ein Direktantrieb der Spulenhülse über die Hülsenaufnahme nicht
möglich.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Hülsenaufnahme vorzuschlagen,
welche eine Zentrierung der Spulenhülse durch eine Klemmung der Spulenhülse zwischen
die Hülsenaufnahmen mit einem Ausgleich der Toleranzen und Ungenauigkeiten der Spulenhülse
ergibt, wobei durch die Schaffung einer drehfesten Verbindung der Spulenhülse mit
der Hülsenaufnahme aufgrund der Klemmung eine Übertragung eines Drehmomentes ermöglicht
wird.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch die Vorrichtungen mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs.
[0009] Vorgeschlagen wird eine Hülsenaufnahme für einen Spulenrahmen einer Spulvorrichtung,
mit einem kegelförmigen Hülsenaufnahmeelement, mit einem Halteelement und mit einem
Federelement. Das Hülsenaufnahmeelement ist über das Federelement mit dem Halteelement
drehfest verbunden und das Federelement ist als Federring ausgebildet. Durch die drehfeste
Verbindung des Hülsenaufnahmeelements mit dem Halteelement ist eine Übertragung eines
Drehmomentes vom Halteelement über das Federelement auf das Hülsenaufnahmeelement
möglich. Dadurch kann ein direkter Antrieb der auf den Hülsenaufnahmeelementen gehaltenen
Spulenhülse realisiert werden. Ein indirekter Antrieb mit einer Reibwalze, welche
die Antriebskraft über eine Reibung zwischen der Reibwalze und dem bereits auf die
Spulenhülse aufgewickelten Garn überträgt, kann durch einen direkten Antrieb der Spulenhülse
ersetzt werden, was den Vorteil einer Garn schonenden Spulung bewirkt.
[0010] Unter einem Federring ist eine ringförmige Bauart einer Feder zu verstehen, wobei
ringförmig bedeutet, dass der Federring eine äussere Umfangskante und in der Mitte
eine Öffnung aufweist. Die äussere Umfangskante sowie die zentrische Öffnung sind
dabei nicht zwingend kreisförmig, im Sinne der Anmeldung sind beispielsweise auch
Ausgestaltungen mit einer äusseren Umfangskante in Form eines Polygons und einer quadratischen
Öffnung unter einem Federring zu verstehen. Ebenfalls kann die federnde oder auch
dämpfende Wirkung des Federringes durch eine Ausformung von Schlitzen oder Aufwölbungen
verstärkt oder in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Auch sind Materialkombinationen,
wie beispielsweise Stahl und Kunststoff, oder verschiedenartig ausgeprägte Querschnittsverläufe
denkbar. Im Stand der Technik sind unterschiedlichste Formen und Konstruktionen von
Federringen bekannt, welche hier zur Anwendung kommen können. Der zum Einsatz kommende
Federring bringt dabei auf jeden Fall die Stabilität mit sich, ein Drehmoment zum
Antrieb der Spulenhülse übertragen zu können.
[0011] Erfindungsgemäss ist der Federring aus einem Federblech mit einer zentralen Öffnung
und zumindest vier konzentrisch zur zentralen Öffnung angeordneten Befestigungslöchern
gebildet. Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung eines Federblechs zur Übertragung
des erforderlichen Drehmomentes geeignet ist und gleichzeitig in diesen Antrieb die
notwendige Flexibilität respektive Federwirkung zum Ausgleich von Ungenauigkeiten
in der Spulenhülseneinspannung. Die geforderte Federwirkung muss dabei durch die Abschnitte
des Federringes erbracht werden, welche zwischen den Befestigungen in den Befestigungslöchern
des Federringes am Hülsenaufnahmeelement und am Halteelement zur Verfügung stehen.
Durch die zentrale Öffnung im Federblech wird die federnde Wirkung des Federelementes
in den Bereichen zwischen den Befestigungslöchern verstärkt. Alternativ sind auch
ein Anbringen von Schlitzen, mehreren Öffnungen oder andersartig den Querschnitt verändernden
Massnahmen möglich. Bevorzugterweise sind für die Befestigung des Hülsenaufnahmeelements
einerseits und des Halteelements andrerseits jeweils drei Befestigungslöcher im Federring
vorgesehen. Aufgrund der notwendigen Befestigungslöcher für die Befestigungen hat
sich eine sechseckige Umfangskante bei einer kreisförmigen zentralen Öffnung als Formgebung
für den Federring als vorteilhaft erwiesen.
[0012] In einer alternativen Ausführungsform ist der Federring aus zumindest vier ringförmig
angeordneten Federblechelementen zusammengesetzt ist, wobei die einzelnen Federblechelemente
an ihren jeweils einander zugewandten Enden durch Hohlstifte beweglich miteinander
verbunden sind. In dieser Ausbildung werden durch die Hohlstifte neben der Gewährleistung
einer Ringbildung aus den einzelnen Federblechelementen auch die für die Befestigung
des Hülsenaufnahmeelements und des Halteelements notwendigen Befestigungslöcher geschaffen.
Besonders zu bevorzugen ist es wenn der Federring aus sechs ringförmig angeordneten
Federblechelementen zusammengesetzt ist, wobei die einzelnen Federblechelemente an
ihren jeweils einander zugewandten Enden durch Hohlstifte beweglich miteinander verbunden
sind. Von den sechs zur Verbindung der einzelnen Federblechelemente notwendigen Hohlstiften
können jeweils drei zur Befestigung des Hülsenaufnahmeelements und des Halteelements
genutzt werden.
[0013] Weiter ist es vorteilhaft, wenn die Federbleche oder Federblechelemente als jeweils
ein aus mehreren einzelnen Blechen bestehendes Federpaket ausgebildet sind. Dieser
Vorteil kann auf jede der oben erwähnten Bauarten von Federringen angewendet werden.
Wird ein Federblech oder Federblechelement als Federpaket gebaut hat dies den Vorteil,
dass einerseits die Federwirkung exakt bestimmt werden kann und andrerseits bei einem
Versagen eines einzelnen Bleches innerhalb eines Federpaketes nicht die gesamte Federwirkung
verloren geht.
[0014] In einer bevorzugten Ausführung ist das Hülsenaufnahmeelement mit dem Federelement
verschraubt und das Halteelement von einer gegenüberliegenden Seite des Federelementes
mit dem Federelement verbunden. Diese Ausführungsform einer zwischen das Hülsenaufnahmeelement
und das Halteelement eingebauten Federelementes ist aus Gründen der einfachen und
platzsparenden Konstruktion zu bevorzugen. Es sind jedoch auch andere Ausführungsformen
denkbar, bei welchen beispielsweise das Federelement als Verbindungselement eingesetzt
wird oder das Halteelement das Federelement umgreift, sodass das Hülsenaufnahmeelement
und das Halteelement von derselben Seite mit dem Federelement verbunden sind.
[0015] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Verbindungen mit Schrauben vorgesehen sind, wobei
die Schrauben zur Verbindung des Hülsenaufnahmeelements mit dem Federelement berührungsfrei
durch das Halteelement durchgreifen und mit jeweils einem Innengewinde im Hülsenaufnahmeelement
im Eingriff stehen und die Schrauben zur Verbindung des Halteelements mit dem Federelement
berührungsfrei durch das Hülsenaufnahmeelement durchgreifen mit jeweils einem Innengewinde
im Halteelement im Eingriff stehen. In dieser Bauweise kann durch eine entsprechende
Ausbildung eines Innenraumes des Hülsenaufnahmeelements und des Halteelements das
Federelement in diesen Innenraum eingefügt werden. Dadurch ergibt sich der Vorteil
einer Verringerung der Schmutzanfälligkeit des Federsystems. Auch besteht dadurch
die Möglich aufgrund einer insgesamt geringen Bauhöhe der Hülsenaufnahme einer Nachrüstung
auf alte Maschinen. Die Bauhöhe der Hülsenaufnahme kann beliebig auf bestehende Vorrichtrungen
adaptiert werden, sodass kein Umbau bestehender Spulmaschinen notwendig wird bei einem
Einsatz einer erfindungsgemässen Hülsenaufnahme.
[0016] Alternativ zu obiger Ausführung der Verbindungen können die Hohlstifte ein Innengewinde
aufweisen. Dadurch können Schrauben verwendet werden, welche nicht durch das gegenüberliegende
Bauteil geführt werden müssen. Das Hülsenaufnahmeelement wie auch das Halteelement
könne direkt durch das Innengewinde der Hohlstifte mit dem Federelement verschraubt
werden.
[0017] Weiter wird ein Spulenrahmen mit zwei parallel angeordneten Haltearmen vorgeschlagen,
wobei an einem ersten Haltearm eine erste Hülsenaufnahme und an einem zweiten Haltearm
eine der ersten Hülsenaufnahme entgegen gerichtete zweite Hülsenaufnahme vorgesehen
sind. Zumindest eine der Hülsenaufnahmen ist nach obiger Beschreibung ausgebildet
und deren Halteelement am Haltearm drehbar befestigt ist. Eine derartige Ausrüstung
eines Spulenrahmens ermöglicht vorteilhafterweise den Anbau eines Direktantriebes
für die Spulenhülse, wodurch die zweite Hülsenaufnahme mit einem Antrieb verbunden
ist. Bevorzugterweise ist die erste Hülsenaufnahme in ihrer Längsachse verschieblich
angeordnet. Durch die axial verschiebliche Anordnung der Hülsenaufnahme kann diese
bei Erreichen einer vollen Spule in ihrer axialen Position verschoben werden und die
volle Spule aus der Hülsenaufnahme entnommen sowie eine neue leere Spulenhülse eingesetzt
werden.
[0018] Weiter wird eine Spulvorrichtung zum Aufspulen von Garn auf eine Hülse vorgeschlagen
mit einem Spulenrahmen nach obiger Beschreibung.
[0019] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht eines Spulenrahmens nach dem Stand der Technik;
- Figur 2
- eine schematische Seitenansicht des Spulenrahmens nach Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Hülsenaufnahme;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Federelements;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Federelements und
- Figur 6
- eine schematische Schnittdarstellung an der Stelle X-X nach der Figur 5.
[0020] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht und Figur 2 eine schematische Seitenansicht
eines Spulenrahmens 1 nach dem Stand der Technik. Der Spulenrahmen 1 besteht aus einem
Schwenkarm 4 mit einer Schwenkachse 5 und einem ersten Haltearm 2 und einem zweiten
Haltearm 3. Die Haltearme 2 und 3 sind sich gegenüber stehend am jeweiligen Ende des
Schwenkarms 4 drehfest befestigt. Dadurch werden die Haltearme 2 und 3 durch eine
Schwenkbewegung 38 des Schwenkarmes 4 mit diesem um die Schwenkachse 5 geschwenkt.
Der Schwenkarm 4 wird über entsprechende Stützen 20 in einem maschinerahmen 22 gehalten.
Weiter sind sich gegenüberliegend am dem Schwenkarm 4 abgewandten Ende der Haltearme
2 und 3 jeweils über einen Lagerbolzen 11 und 12 eine Hülsenaufnahme 6 und 7 drehbar
angebracht. Dabei sind der erste Lagerbolzen 11 mit einer ersten Hülsenaufnahme 6
und ein zweiter Lagerbolzen 12 mit einer zweiten Hülsenaufnahme 7 in einer gemeinsamen
Längsachse 8 angeordnet. Zwischen die Hülsenaufnahmen 6 und 7 wird eine Spulenhülse
9 geklemmt. Eine der beiden Hülsenaufnahmen, beispielsweise die Hülsenaufnahme 6,
respektive deren Lagerbolzen 11 ist in Richtung der Längsachse 8 im Haltearm 2 verschieblich
gehalten. Dadurch kann eine Spulenhülse 9 zwischen die Hülsenaufnahmen 6 und 7 eingelegt
und anschliessend die Hülsenaufnahme 6 gegen die Hülsenaufnahme 7 gepresst und damit
die Spulenhülse 9 geklemmt werden. In der gezeigten Ausführung ist die Hülsenaufnahme
7 in der Längsachse mit einem Antriebsrad 13 verbunden. Das Antriebsrad 13 wird durch
ein Antriebselement 14, beispielsweise ein Kettentrieb, in Drehung versetzt, was durch
die Verbindung mit der Hülsenaufnahme 7 zu einer Rotation der Spulenhülse 9 führt.
[0021] Parallel zur Längsachse 8 der Spulenhülse 9 ist eine Stützwalze 10 angeordnet, auf
welcher die Spulenhülse 9 aufgrund der Schwenkbewegung 35 des Schwenkarmes 4 um die
Schwenkachse 5 zur Anlage kommt. Die Stützwalze 10 ist durch entsprechende Halterungen
21 drehbar im Maschinenrahmen 22 befestigt. Durch die Rotation der Spulenhülse 9 in
einer entsprechenden Drehrichtung 19 wird ein an die Spulenhülse 9 angelegter Faden
17 auf die Spulenhülse 9 aufgewickelt und eine Spule 18 ausgebildet. Während dieses
Aufwickelvorganges wird mit einer Changierung 15 der Faden 17 entlang der Längsachse
8 der Spulenhülse 9 hin und her bewegt. Mit Hilfe dieser Bewegungsrichtung 16 der
Changierung 15 können auf der Spulenhülse 9 verschiedenartige Wicklungen respektive
Spulen 18 erzeugt werden. Durch die Bildung einer Wicklung auf der Spulenhülse 9 nimmt
die Spule 18 im Durchmesser zu, wodurch aufgrund der Anlage auf der Stützwalze 10
der Spulrahmen 1 von der Stützwalze 10 um die Schwenkachse 5 geschwenkt wird. Während
des Aufwickelvorganges wird der Faden 17 zwischen der Spulenhülse 9 respektive dem
auf der Spulenhülse 9 bereits aufgewickelten faden 17 und der Stützwalze 10 geklemmt,
sodass sich eine eng anliegende Wicklung auf der Spulenhülse 9 ergibt.
[0022] Figur 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Hülsenaufnahme 7. Die Hülsenaufnahme 7 ist über einen Lagerbolzen 12 am Haltearm 3
befestigt. Der Lagerbolzen 12 ist im Haltearm 3 um die Längsachse 8 drehbar gehalten,
wobei die Hülsenaufnahme 7 am Lagerbolzen 12 drehfest angebracht ist. Die Hülsenaufnahme
7 ist gebildet aus einem Hülsenaufnahmeelement 23, einem Halteelement 24 und einem
Federelement 25. Das Hülsenaufnahmeelement 23 weist ein Innengewinde 26 zur Befestigung
des Federelements 25 auf. Für die Befestigung des Hülsenaufnahmeelements 23 am Federelement
25 sind Schrauben 30 vorgesehen, welche durch eine Durchtrittsöffnung 29 im Halteelement
24 berührungsfrei hindurchführen und mit dem Innengewinde 26 im Hülsenaufnahmeelement
23 in Eingriff stehen. Für die Befestigung des Halteelements 24 am Federelement 25
sind Schrauben 32 vorgesehen, welche durch eine Durchtrittsöffnung 27 im Hülsenaufnahmeelement
23 berührungsfrei hindurchführen und mit einem Innengewinde 31 im Halteelement 24
in Eingriff stehen. Das Federelement 25 ist in der gezeigten Darstellung in einer
Ausführungsform nach der Figur 5 vorgesehen und weist Befestigungslöcher in Form von
Hohlstiften 28 auf. Für die Befestigung des Hülsenaufnahmeelements 23 und des Halteelements
24 am Federelement 25 werden die Schrauben 30 und 32 durch die Hohlstifte 28 geführt.
[0023] Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Federelements 25. Das Federelement 25 ist aus einem Federblech 33 ringförmig gebildet.
Das Federblech 33 hat eine sechseckige Form mit abgerundeten Ecken und weist eine
zentrale kreisförmige Öffnung 34 auf. Für die Befestigung in der Hülsenaufnahme 7
(siehe Figur 3) sind sechs konzentrisch angeordnete und über den Umfang gleichmässig
verteilte Befestigungslöcher 35 vorgesehen, wobei jeweils drei Befestigungslöcher
35 für die Befestigung des Hülsenaufnahmeelements 23 und des Halteelements 24 genutzt
werden.
[0024] Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines
erfindungsgemässen Federelements 25 und Figur 6 eine schematische Schnittdarstellung
an der Stelle X-X nach der Figur 5. Das Federelement 25 ist aus sechs länglichen Federblechelementen
36, 37 zusammengesetzt, welche in einem Sechseck angeordnet sind. Die Federblechelemente
36, 37 sind an ihren jeweiligen Enden mit einem Hohlstift 28 beweglich miteinander
verbunden. An der Position eines jeweiligen Hohlstiftes 28 überlappen ein erstes Federblechelement
36 und ein zweites Federblechelement 27 und weisen für eine Aufnahme des Hohlstiftes
28 eine entsprechende Öffnung auf.
[0025] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Spulenrahmen
- 2
- Erster Haltearm
- 3
- Zweiter Haltearm
- 4
- Schwenkarm
- 5
- Schwenkachse
- 6
- Erste Hülsenaufnahme
- 7
- Zweite Hülsenaufnahme
- 8
- Längsachse der Spulenhülse
- 9
- Spulenhülse
- 10
- Stützwalze
- 11
- Erster Lagerbolzen
- 12
- Zweiter Lagerbolzen
- 13
- Antriebsrad
- 14
- Antriebselement
- 15
- Changierung
- 16
- Bewegungsrichtung Changierung
- 17
- Faden
- 18
- Spule
- 19
- Drehrichtung der Spule
- 20
- Stütze
- 21
- Halterung Stützwalze
- 22
- Maschinenrahmen
- 23
- Hülsenaufnahmeelement
- 24
- Halteelement
- 25
- Federelement
- 26
- Innengewinde
- 27
- Durchtrittsöffnung im Hülsenaufnahmeelement
- 28
- Hohlstift
- 29
- Durchtrittsöffnung im Halteelement
- 30
- Schraube für Hülsenaufnahmeelement
- 31
- Innengewinde
- 32
- Schraube für Halteelement
- 33
- Federblech
- 34
- Zentrale Öffnung
- 35
- Befestigungsloch
- 36
- Erstes Federblechelement
- 37
- Zweites Federblechelement
- 38
- Schwenkbewegung
1. Hülsenaufnahme (6, 7) für einen Spulenrahmen (1) einer Spulvorrichtung, mit einem
kegelförmigen Hülsenaufnahmeelement (23), mit einem Halteelement (24) und mit einem
Federelement (25), dadurch gekennzeichnet, dass das Hülsenaufnahmeelement (23) über das Federelement (25) mit dem Halteelement (24)
drehfest verbunden ist und das Federelement (25) als Federring ausgebildet ist, wobei
der Federring (25) aus einem Federblech (33) mit einer zentralen Öffnung (34) und
zumindest vier konzentrisch zur zentralen Öffnung (34) angeordneten Befestigungslöchern
(35) gebildet oder aus zumindest vier ringförmig angeordneten Federblechelementen
(36, 37) zusammengesetzt ist, wobei die einzelnen Federblechelemente (36, 37) an ihren
jeweils einander zugewandten Enden durch Hohlstifte (28) beweglich miteinander verbunden
sind.
2. Hülsenaufnahme (6, 7) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Federring (25) aus sechs ringförmig angeordneten Federblechelementen (36, 37)
zusammengesetzt ist, wobei die einzelnen Federblechelemente (36, 37) an ihren jeweils
einander zugewandten Enden durch Hohlstifte (28) beweglich miteinander verbunden sind.
3. Hülsenaufnahme (6, 7) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federblech (33) oder die Federblechelemente (36, 37) als jeweils ein aus mehreren
einzelnen Blechen bestehendes Federpaket ausgebildet sind.
4. Hülsenaufnahme (6, 7) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hülsenaufnahmeelement (23) mit dem Federelement (25) verschraubt ist und das
Halteelement (24) von einer gegenüberliegenden Seite des Federelementes (25) mit dem
Federelement (25) verbunden ist.
5. Hülsenaufnahme (6, 7) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungen mit Schrauben (30, 32) vorgesehen sind, wobei die Schrauben (30)
zur Verbindung des Hülsenaufnahmeelements (23) mit dem Federelement (25) berührungsfrei
durch eine Durchtrittsöffnung (29) im Halteelement (24) durchgreifen und mit jeweils
einem Innengewinde (26) im Hülsenaufnahmeelement (23) im Eingriff stehen und die Schrauben
(32) zur Verbindung des Halteelements (24) mit dem Federelement (25) berührungsfrei
durch das Hülsenaufnahmeelement (23) durchgreifen mit jeweils einem Innengewinde (31)
im Halteelement (24) im Eingriff stehen.
6. Hülsenaufnahme (6, 7) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlstifte (28) ein Innengewinde aufweisen.
7. Spulenrahmen (1) mit zwei parallel angeordneten Haltearmen (2, 3), wobei an einem
ersten Haltearm (2) eine erste Hülsenaufnahme (6) und an einem zweiten Haltearm (3)
eine der ersten Hülsenaufnahme (6) entgegen gerichtete zweite Hülsenaufnahme (7) vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Hülsenaufnahmen (6, 7) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet
ist und deren Halteelement (24) am Haltearm (2, 3) drehbar befestigt ist.
8. Spulenrahmen (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hülsenaufnahme (6) in ihrer Längsachse (8) verschieblich angeordnet ist.
9. Spulenrahmen (1) nach Anspruche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Hülsenaufnahme (7) mit einem Antriebselement (13, 14) verbunden ist.
10. Spulvorrichtung zum Aufspulen von Garn auf eine Hülse, mit einem Spulenrahmen (1),
dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenrahmen (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9 ausgebildet ist.