[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbundprofil mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1. Das Verbundprofil kann insbesondere zur Herstellung von Fenstern und/oder Türen
verwendet werden. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Fenster- oder Türelement
mit mindestens einem beweglichen Flügel, der ein erfindungsgemäßes Verbundprofil umfasst.
[0002] Sofern vorliegend von einem Fenster oder einem Fensterelement die Rede ist, umfasst
dieser Begriff auch solche, die als Fenstertüren ausgebildet sind.
Stand der Technik
[0003] Aus dem Stand der Technik sind Verbundprofile zur Herstellung von Fenstern und/oder
Türen bekannt, die mindestens zwei Metallprofile und ein Isolierprofil zur thermischen
Trennung der beiden Metallprofile umfassen. Die Metallprofile besitzen eine hohe Formsteifigkeit,
so dass sie hohe Lasten aufnehmen können. Als nachteilig erweist sich jedoch eine
vergleichsweise hohe Wärmeleifähigkeit, so dass eine thermische Trennung erforderlich
ist, um die Ausbildung einer Wärmebrücke zu verhindern. Das der thermischen Trennung
dienende Isolierprofil ist üblicherweise aus Kunststoff gefertigt, da Kunststoff gegenüber
Metall eine deutlich geringere Wärmeleitfähigkeit aufweist. Um einen ausreichend stabilen
Verbund zwischen dem Isolierprofil und den beiden Metallprofilen zu erreichen, wird
das Isolierprofil in der Regel kraft- und formschlüssig mit den beiden Metallprofilen
verbunden.
[0004] Ein Verbundprofil und ein Verfahren zur Herstellung des Verbundprofils gehen beispielhaft
aus der Anmeldung
EP 3 048 231 A1 derselben Anmelderin hervor. Ausgehend von dem vorstehend genannten Stand der Technik
liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verbundprofil der vorstehend
genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass die Aufnahme notwendiger Beschlagbauteile
optimiert wird. Insbesondere soll die Aufnahme notwendiger Beschlagbauteile nicht
zu Lasten der thermischen Trennung gehen, so dass ein Verbundprofil geschaffen wird,
das höchsten Anforderungen an den Wärmeschutz genügt. Das Verbundprofil soll zudem
möglichst schmale Ansichtsbreiten aufweisen.
[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird das Verbundprofil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ferner wird ein Fenster- oder Türelement mit einem solchen Verbundprofil vorgeschlagen.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Das vorgeschlagene Verbundprofil für Fenster und/oder Türen umfasst mindestens ein
Metallprofil und einen Isolator, wobei der Isolator kraft- und/oder formschlüssig
mit dem Metallprofil verbunden ist, und zwar vorzugsweise über einen Endabschnitt,
der in einer Aufnahmenut des Metallprofils aufgenommen ist. Erfindungsgemäß wirken
der Isolator und das Metallprofil eine Beschlagnut ausbildend zusammen.
[0007] Eine Beschlagnut dient in der Regel der Aufnahme eines Beschlagbauteils eines Fensters
und/oder einer Tür. Das Beschlagbauteil stellt sicher, dass das Fenster bzw. die Tür
geöffnet und geschlossen werden kann. Beispielsweise kann ein beweglicher Flügel des
Fensters und/oder der Tür über ein Beschlagbauteil dreh- und/oder kippbeweglich gelagert
werden. Darüber hinaus kann eine Beschlagnut zur Aufnahme sonstigen Zubehörs, beispielsweise
einer Dichtung (z. B. einer Schleifdichtung oder einer automatischen Bodendichtung),
einer Zusatzverriegelung und/oder eines elektronischen Bauteils (z. B. zur Schließkontrolle)
genutzt werden.
[0008] Um ein Beschlagbauteil dauerhaft sicher zu lagern und/oder zu fixieren, wird die
das Beschlagbauteil aufnehmende Beschlagnut in der Regel in einem Bereich angeordnet,
der eine vergleichsweise hohe Festigkeit, insbesondere Formsteifigkeit, besitzt. Bei
einem Verbundprofil, umfassend mindestens ein Metallprofil und einen Isolator, ist
dies üblicherweise der Bereich des Metallprofils. Das heißt, dass das Metallprofil
die Beschlagnut ausbildet. Die Ausbildung der Beschlagnut wiederum erfordert Platz,
der in der Regel zu Lasten der thermischen Trennung geht und eine Verringerung des
Wärmeschutzes zur Folge hat.
[0009] Im Unterschied dazu wirken bei dem vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Verbundprofil
der Isolator und das Metallprofil eine Beschlagnut ausbildend zusammen. Das heißt,
dass hier die Beschlagnut nicht durch das Metallprofil allein, sondern durch das Metallprofil
und den Isolator ausgebildet wird. Der von der Beschlagnut beanspruchte Platz geht
somit nicht zu Lasten der thermischen Trennung, was sich wiederum positiv auf den
Wärmeschutz auswirkt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Isolator zur Begrenzung
der Beschlagnut einen winklig zum Endabschnitt angeordneten Stegabschnitt auf. Die
winklige Anordnung ist insbesondere im Querschnitt des Isolators gut erkennbar. Der
Winkel, den der Stegabschnitt und der Endabschnitt des Isolators umschließen kann
beispielsweise 90° betragen. Der winklig zum Endabschnitt angeordnete Stegabschnitt
kann insbesondere eine seitliche Begrenzungswand der Beschlagnut ausbilden.
[0011] Ferner wird vorgeschlagen, dass der die Beschlagnut begrenzende Stegabschnitt sich
in Längsrichtung des Isolators erstreckt. Mit Längsrichtung ist vorliegend eine parallel
zur Profillängsrichtung des Isolators verlaufende Richtung gemeint. Die Nut erstreckt
sich somit in Profillängsrichtung, so dass das hierin aufgenommene Beschlagbauteil
und oder Zubehör sich ebenfalls in Profillängsrichtung bzw. parallel zu einer Kante
eines aus dem Verbundprofil hergestellten Rahmens für ein Fenster und/oder eine Tür
verläuft. Auf diese Weise können zum Beispiel Rahmen ausgebildet werden, die sich
entlang einer Schließkante erstreckende Verriegelungseinrichtungen oder umlaufende
Dichtungen aufweisen.
[0012] Der Stegabschnitt des Isolators weist bevorzugt eine Querschnittsbreite auf, die
eine ausreichende Festigkeit, insbesondere Formsteifigkeit gewährleistet, so dass
ein in der Beschlagnut aufgenommenes Beschlagbauteil oder sonstiges Zubehör dauerhaft
sicher gelagert und fixiert ist.
[0013] Vorzugsweise wirkt der Stegabschnitt des Isolators mit einem Stegabschnitt des Metallprofils
die Beschlagnut begrenzend zusammen.
[0014] Des Weiteren wird daher vorgeschlagen, dass das Metallprofil zur Begrenzung der Beschlagnut
einen winklig zur Aufnahmenut angeordneten Stegabschnitt aufweist. Die winklige Anordnung
ist insbesondere im Querschnitt des Metallprofils gut erkennbar. Der Winkel, den der
Stegabschnitt und die Aufnahmenut des Metallprofils umschließen kann beispielsweise
90° betragen. Der winklig zur Aufnahmenut angeordnete Stegabschnitt kann insbesondere
eine seitliche Begrenzungswand der Beschlagnut ausbilden.
[0015] Um eine seitliche Begrenzung der Beschlagnut auszubilden, erstreckt sich vorzugsweise
der Stegabschnitt des Metallprofils in Längsrichtung des Metallprofils, das heißt
parallel zum Stegabschnitt des Isolators. Auf diese Weise wird eine Beschlagnut geschaffen,
die in Längsrichtung eine gleichbleibende Breite aufweist.
[0016] Bevorzugt weist das Metallprofil im Profilquerschnitt einen Profilabschnitt auf,
der einerseits die Aufnahmenut und andererseits die Beschlagnut begrenzt. Hierbei
kann es sich insbesondere um einen Profilabschnitt handeln, der eine seitliche Begrenzungswand
der Aufnahmenut und zugleich einen Nutgrund der Beschlagnut ausbildet. Auf diese Weise
wird der zur Ausbildung der Nuten zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt.
[0017] Der den Nutgrund der Beschlagnut ausbildende Profilabschnitt des Metallprofils kann
zugleich beschlagnutseitig mindestens eine sich in Längsrichtung des Metallprofils
erstreckende rippenartige Geometrie aufweisen, die sich gegenüber dem Nutgrund erhebt
und somit eine Einstellung der Höhenlage eines in der Beschlagnut aufgenommenen Beschlagbauteils
ermöglicht. Zudem erweist sich ein lediglich linienförmiger Kontakt des Beschlagbauteils
an der rippenartigen Geometrie als vorteilhaft. Vorzugsweise weist der den Nutgrund
der Beschlagnut ausbildende Profilabschnitt mindestens zwei rippenartige Erhebungen
zur Ausbildung einer zwischenliegenden Rille auf, die zur Führung und/oder Positionierung
von Befestigungsmitteln zur Befestigung des Beschlagbauteils oder von Zubehör genutzt
werden kann.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Isolator mindestens eine
weitere Nut ausbildet, die parallel, insbesondere benachbart zur Beschlagnut verläuft.
Vorzugsweise sind beide Nuten auf derselben Seite des Isolators angeordnet. Die weitere
Nut kann zur Aufnahme von handelsüblichem Zubehör (z. B. Dichtungen, Zusatzverriegelungen
und/oder elektronischen Bauteilen) oder mindestens eines weiteren Beschlagbauteils
genutzt werden. Bei der weiteren Nut kann es sich daher auch um eine weitere Beschlagnut
handeln. Diese kann gleich oder ähnlich der ersten Beschlagnut ausgebildet sein. Vorzugsweise
ist die weitere Nut durch den bereits erwähnten Stegabschnitt des Isolators von der
Beschlagnut getrennt. In diesem Fall wird der Stegabschnitt zur Begrenzung beider
Nuten, das heißt der Beschlagnut und der weiteren Nut, genutzt, so dass die Ausbildung
der Nuten weniger Platz in Anspruch nimmt.
[0019] Vorteilhafterweise weist bzw. weisen die Beschlagnut und/oder die weitere Nut eine
standardisierte, vorzugsweise genormte Abmessung auf. Dadurch können Beschlagbauteile
und/oder Zubehörteile unterschiedlicher Hersteller in die jeweilige Nut eingesetzt
werden. Beispielsweise kann bzw. können die Beschlagnut und/oder die weitere Nut eine
Euronut 16x8 und/oder eine Euronut 8x4 ausbilden.
[0020] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, dass der Isolator mindestens einen Stegabschnitt
zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung mit einem Glashalteprofil aufweist.
Das heißt, dass der Isolator nicht nur an der Ausbildung der Beschlagnut, sondern
ferner an der Aufnahme und/oder Fixierung des Glashalteprofils beteiligt ist. Die
Aufnahme und/oder Fixierung des Glashalteprofils geht somit ebenfalls nicht zu Lasten
der thermischen Trennung, was sich wiederum als Vorteil im Hinblick auf den Wärmeschutz
auswirkt. Mit Hilfe des Glashalteprofils kann nicht nur eine Glasscheibe, sondern
auch ein Paneel gehalten werden.
[0021] Der zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung mit dem Glashalteprofil vorgesehene
Stegabschnitt ist vorzugsweise im Querschnitt abgewinkelt ausgeführt. Durch die im
Querschnitt abgewinkelte Form des Stegabschnitts kann insbesondere eine formschlüssige
Verbindung mit dem Glashalteprofil erreicht werden. Beispielsweise kann der Stegabschnitt
einen L-förmigen Querschnitt aufweisen. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen,
dass der Stegabschnitt zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung mit dem Glashalteprofil
auf der Seite des Isolators angeordnet ist, die der Beschlagnut abgewandt ist. Der
Isolator bildet somit eine Glasseite und eine Beschlagseite aus.
[0022] Im Bereich mindestens eines Endabschnitts weist der Isolator bevorzugt einen Hinterschneidungsbereich
auf, der eine formschlüssige Verbindung mit dem Metallprofil ermöglicht.
[0023] Bevorzugt weist der Isolator einen im Wesentlichen oder zumindest annähernd spiegelsymmetrischen
Profilquerschnitt auf. Der spiegelsymmetrische Profilquerschnitt vereinfacht die Herstellung
und die Montage des Isolators. Die Symmetrieachse verläuft vorzugsweise mittig zwischen
zwei Endabschnitten des Isolators, so dass der Isolator eine Glasseite und eine Beschlagseite
aufweisen kann, die unterschiedlich ausgebildet sind.
[0024] Des Weiteren bevorzugt ist der Isolator aus Kunststoff gefertigt. Kunststoff besitzt
gegenüber Metall eine deutlich reduzierte Wärmeleitfähigkeit, so dass über den Isolator
eine effektive thermische Trennung bewirkbar ist. Vorzugsweise ist der Isolator aus
einem Kunststoff gefertigt, der eine hohe Festigkeit besitzt, beispielsweise aus Polyamid,
insbesondere aus PA6.6. Alternativ oder ergänzend wird vorgeschlagen, dass der Kunststoff
faserverstärkt ist. Der Kunststoff kann insbesondere Glasfasern zur Verstärkung aufweisen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Isolator aus PA6.6 GF25
gefertigt. Die hohe Festigkeit und/oder Verstärkung des Kunststoffs gewährleistet
bzw. gewährleisten eine dauerhaft sichere Aufnahme und Fixierung von Beschlagbauteilen
und/oder Zubehör in den hierfür vorgesehenen Nuten.
[0025] Das Metallprofil des Verbundprofils ist bevorzugt durch Umformen, insbesondere durch
Rollformen, aus einem Metallblech hergestellt worden. Auf diese Weise kann ein Metallprofil
mit komplexem Profilquerschnitt vergleichsweise einfach und kostengünstig hergestellt
werden. Vorzugsweise wird die Aufnahmenut des Metallprofils, die der kraft- und/oder
formschlüssigen Verbindung des Metallprofils mit dem Isolator dient, durch zwei sich
in Längsrichtung des Metallprofils erstreckende Metallblechkanten begrenzt. Die Metallblechkanten
können in einfacher Weise, beispielsweise durch Anrollen, plastisch verformt werden,
um die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung zwischen dem Metallprofil und dem
Isolator herzustellen. Des Weiteren können die die Aufnahmenut begrenzenden Metallblechkanten
an ihren Enden jeweils eine Bördelung oder einen Falz aufweisen. Die Bördelung oder
der Falz verstärken den Kantenbereich und können zugleich zur Herstellung eines Formschlusses
zwischen dem Metallprofil und dem Isolator eingesetzt werden. Die Anordnung erfolgt
dann in der Weise, dass die Bördelung oder der Falz einen Hinterschneidungsbereich
des Isolators hintergreift.
[0026] Bevorzugt bildet das Metallprofil im Querschnitt eine Profilschleife aus, die durch
Profilabschnitte gebildet wird, die an die Aufnahmenut unmittelbar angrenzen und/oder
zumindest bereichsweise aufeinander liegen. Über die Profilschleife können komplexe
Profilquerschnitte realisiert werden. Beispielsweise können steg- und/oder flanschausbildende
Profilquerschnitte geschaffen werden, die eine hohe Formsteifigkeit besitzen. Zugleich
kann der Steg und/oder der Flansch als Anschlag oder dergleichen genutzt werden. Liegen
die Profilabschnitte der Profilschleife zumindest bereichsweise aufeinander, so dass
das Metallblech in diesem Bereich doppelt liegt, kann die Formsteifigkeit weiter erhöht
werden.
[0027] Das Metallprofil des vorgeschlagenen Verbundprofils ist vorzugsweise durch den Isolator
von einem weiteren Metallprofil thermisch getrennt. Das heißt, dass das Verbundprofil
zumindest zwei Metallprofile und den Isolator zur thermischen Trennung der beiden
Metallprofile umfasst. Die Metallprofile bestimmen dabei die Ansichtsbreiten des Verbundprofils.
Weiterhin vorzugsweise ist der Isolator über einen in einer Aufnahmenut des weiteren
Metallprofils aufgenommenen Endabschnitt kraft- und/oder formschlüssig mit dem weiteren
Metallprofil verbunden. Die Verbindung kann insbesondere gleich der Verbindung des
Isolators mit dem ersten Metallprofil ausgeführt sein. In diesem Fall weist der Isolator
identische Endabschnitte zur Verbindung mit den Metallprofilen auf. Dadurch vereinfacht
sich die Herstellung und/oder Montage des Isolators.
[0028] Da das erfindungsgemäße Verbundprofil insbesondere zur Herstellung von Fenstern und/oder
Türen geeignet ist, wird darüber hinaus ein Fenster- oder Türelement mit mindestens
einem beweglichen Flügel vorgeschlagen, der ein erfindungsgemäßes Verbundprofil umfasst.
In die Beschlagnut des Verbundprofils kann ein Beschlagbauteil eingesetzt werden,
das der beweglichen, insbesondere dreh- und/oder kippbeweglichen Lagerung des Flügels
dient. Die Lagerung des Flügels erfolgt vorzugsweise an einem Blendrahmenprofil, das
ebenfalls ein erfindungsgemäßes Verbundprofil umfassen kann oder durch ein solches
ausgebildet wird. Alternativ oder ergänzend kann die Beschlagnut des Verbundprofils
des Flügels zur Aufnahme von Zubehör, wie beispielsweise Zusatzverriegelungen, Dichtungen
und/oder elektronischen Bauteilen genutzt werden.
[0029] Bei dem beanspruchten Fenster- oder Türelement kann es sich sowohl um eine einflügelige
als auch um eine mehrflügelige Anlage handeln. Im letztgenannten Fall wirkt vorzugsweise
das Verbundprofil des beweglichen Flügels mit einem Verbundprofil eines weiteren beweglichen
Flügels anschlagbildend zusammen. Das heißt, dass ein Stulpanschlag ausgebildet wird.
Der Stulpanschlag ermöglicht den Verzicht auf einen feststehenden Pfosten als Anschlag,
so dass die Gesamtansichtsbreite der Profile minimiert wird.
[0030] In Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die anschlagbildend zusammenwirkenden
Verbundprofile einander zugewandte Beschlagnuten aufweisen, die im Profilquerschnitt
versetzt zueinander angeordnet sind. Das heißt, dass bei geschlossenem Fenster bzw.
geschlossener Tür die Beschlagnuten der anschlagbildend zusammenwirkenden Verbundprofile
sich nicht gegenüber liegen, sondern nebeneinander bzw. hintereinander zu liegen kommen.
Auf diese Weise kann die Anschlagtiefe maximiert werden, was wiederum zu einer Minimierung
der Gesamtansichtsbreite der Profile führt.
[0031] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten
Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch eine erste bevorzugte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verbundprofils für einen Flügel in Verbindung mit einem Verbundprofil
für einen Blendrahmen,
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt durch eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verbundprofils für einen Flügel,
- Fig. 3
- einen schematischen Querschnitt durch eine dritte bevorzugte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verbundprofils für einen Flügel,
- Fig. 4
- einen schematischen Querschnitt durch eine vierte bevorzugte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verbundprofils für einen Flügel,
- Fig. 5
- einen schematischen Querschnitt durch eine fünfte bevorzugte Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Verbundprofils für einen Flügel in Verbindung mit einem Verbundprofil
eines weiteren Flügels,
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch eine sechste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verbundprofils für einen Flügel,
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch ein einflügeliges Fensterelement, umfassend das Verbundprofil
der Fig. 6,
- Fig. 8
- einen Querschnitt durch eine siebte bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verbundprofils für einen Flügel in Verbindung mit einem Verbundprofil eines weiteren
Flügels, und
- Fig. 9
- einen Querschnitt durch ein zweiflügeliges Fensterelement, umfassend die Verbundprofile
der Fig. 8.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0032] Der Fig. 1 ist ein Verbundprofil 1 zur Ausbildung eines Flügels 14 eines Fensterelements
zu entnehmen, das ein erstes Metallprofil 2, ein zweites Metallprofil 2' sowie einen
zwischenliegenden Isolator 3 zur thermischen Trennung der beiden Metallprofile 2,
2' umfasst. Der Isolator 3 und das erste Metallprofil 2 wirken dabei eine Beschlagnut
6 ausbildend zusammen. In die Beschlagnut 6 ist ein Beschlagbauteil (nicht dargestellt)
oder ein sonstiges Zubehörteil, wie beispielsweise eine Dichtung, eine Zusatzverriegelung
oder ein elektronisches Bauteil, einsetzbar. Die Beschlagnut 6 wird einerseits von
einem Stegabschnitt 7 des Isolators 3, andererseits von einem Stegabschnitt 8 des
Metallprofils 2 begrenzt, so dass die beiden Stegabschnitte 7,8 jeweils seitliche
Begrenzungswände der Beschlagnut 6 ausbilden.
[0033] Dadurch, dass der Isolator 3 und das Metallprofil 2 die Beschlagnut 6 ausbildend
zusammenwirken, kann der Isolator 3 größer dimensioniert werden, so dass der Abstand
zwischen den beiden Metallprofilen 2, 2' zunimmt. Auf diese Weise wird eine effektive
thermische Trennung bewirkt, die den Wärmeschutz verbessert.
[0034] Der Fig. 1 ist ferner ein Verbundprofil 15 zu entnehmen, das vorliegend der Ausbildung
eines Blendrahmens des Fensterelements dient. Das Verbundprofil 15 ist analog dem
Verbundprofil 1 des Flügels 14 ausgebildet, jedoch ohne Beschlagnut 6. Das heißt,
dass es sich bei dem Verbundprofil 15 um ein herkömmliches Verbundprofil handeln kann.
[0035] In der Fig. 2 ist eine Abwandlung des Verbundprofils 1 der Fig. 1 dargestellt. Die
Abwandlung besteht darin, dass zusätzlich zur Beschlagnut 6 eine weitere Nut 10 vorgesehen
ist, die durch den Isolator 3 ausgebildet wird. Der Isolator 3 weist hierzu einen
weiteren Stegabschnitt 7' auf, der parallel zum Stegabschnitt 7 verläuft. Der Stegabschnitt
7 kann somit einerseits zur Begrenzung der Beschlagnut 6, andererseits zur Begrenzung
der weiteren Nut 10 genutzt werden. Alternativ oder ergänzend zur Beschlagnut 6 kann
in die weitere Nut 10 ein Beschlagbauteil oder ein Zubehörteil eingesetzt werden,
so dass größere Variationsmöglichkeiten bestehen, um den jeweiligen baulichen Gegebenheiten
Rechnung zu tragen. Im Beispiel der Fig. 2 ist die weitere Nut 10 gleich der Beschlagnut
6 ausgeführt, und zwar als Euronut 16x8.
[0036] Fig. 3 zeigt eine weitere Abwandlung eines erfindungsgemäßen Verbundprofils 1. Hier
sind die Beschlagnut 6 und die weitere Nut 10 jeweils als Euronut 8x4 ausgeführt.
Beispielhaft ist in beiden Nuten 6, 10 ein Beschlagbauteil 16, 16' eingesetzt.
[0037] Der Fig. 4 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbundprofils
1 zu entnehmen. Hier ist die Beschlagnut 6 als Euronut 16x8 ausgeführt. Die weitere
Nut 10 ist dagegen als Euronut 8x4 ausgeführt.
[0038] Die Fig. 5 zeigt ein Verbundprofil 1 in Verbindung mit einem weiteren Verbundprofil
1', das der Ausbildung eines weiteren Flügels 14' dient. Die Verbundprofile 1, 1'
beider Flügel 14, 14' wirken anschlagbildend zusammen. Das heißt, dass die Flügel
14, 14' ineinander schlagen. Bei dem Anschlag handelt es sich demnach um einen Stulpanschlag.
Das die Flügel aufweisende Fenster ist demzufolge ein Stulpfenster. Um eine möglichst
geringe Gesamtansichtsbreite zu realisieren, ist die Beschlagnut 6' des Verbundprofils
1' versetzt zur Beschlagnut 6 des Verbundprofils 1 angeordnet. Die Beschlagnut 6'
wird allein durch den Isolator 3' ausgebildet, so dass sie vollständig im Bereich
der thermischen Trennung zu liegen kommt. Die Ausbildung der Beschlagnut 6' geht somit
nicht zu Lasten der thermischen Trennung. Auf diese Weise wird eine optimale thermische
Trennung zwischen den beiden Metallprofilen 2" und 2'" des Verbundprofils 1' erreicht.
In der Fig. 5 ist beispielhaft in beide Beschlagnuten 6, 6'jeweils ein Beschlagbauteil
16, 16' eingesetzt.
[0039] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verbundprofils 1
ist in der Fig. 6 dargestellt. Es weist zwei Metallprofile 2, 2' sowie einen Isolator
3 zur thermischen Trennung der beiden Metallprofile 2, 2' auf. Beide Metallprofile
2, 2' sind durch Umformen, insbesondere durch Rollformen, aus einem Metallblech hergestellt
worden. Die Metallblechkanten begrenzen jeweils eine Aufnahmenut 4, 4' zur Aufnahme
eines Endabschnitts 5, 5' des Isolators 3. Die Enden der Metallblechkanten sind jeweils
mit einem Falz 18, 18' versehen, die einen Hinterschneidungsbereich der Endabschnitte
5, 5' hintergreifen. Auf diese Weise wird eine formschlüssige Verbindung des Isolators
3 mit den Metallprofilen 2, 2' erreicht. An die jeweilige Aufnahmenut 4, 4' anschließende
Profilabschnitte bilden eine Profilschleife 13, 13' aus, die der Ausformung mindestens
eines Stegs und mindestens eines Flansches dient. Bei dem Metallprofil 2 bildet die
Profilschleife 13 zudem einen Stegabschnitt 8 aus, welcher der seitlichen Begrenzung
einer Beschlagnut 6 dient. Auf der anderen Seite wird die Beschlagnut 6 durch einen
Stegabschnitt 7 des Isolators 3 begrenzt. Der Stegabschnitt 7 begrenzt zudem - gemeinsam
mit einem Stegabschnitt 7' - eine weitere Nut 10. Sowohl in die Beschlagnut 6, als
auch in die weitere Nut 10 können Beschlagbauteile 16, 16' eingesetzt werden (siehe
Fig. 7).
[0040] Die Beschlagnut 6 wird nutgrundseitig von einem Profilabschnitt 9 des Metallprofils
2 begrenzt, der zugleich eine seitliche Begrenzung der Aufnahmenut 4 ausbildet. Auf
diese Weise wird der zur Ausbildung der Nuten 4, 6 zur Verfügung stehende Raum optimal
genutzt.
[0041] Auf der den Nuten 6, 10 abgewandten Seite weist der Isolator 3 Stegabschnitte 11,
11' auf, die zur Aufnahme und Fixierung von Glashalteprofilen 12 genutzt werden können
(siehe Fig. 7). Die Stegabschnitte 11, 11' sind hierzu im Querschnitt abgewinkelt
bzw. L-förmig ausgeführt. Da die Belastung der Stegabschnitte 11, 11' deutlich geringer
als die der Stegabschnitte 7, 7' ist, weisen sie deutlich kleinere Querschnitte auf.
[0042] In der Fig. 7 ist das Verbundprofil 1 mit hierin eingesetzter Isoliergasscheibe 17
und Glashalteprofilen 12 dargestellt. Auf der der Isolierglasscheibe 17 abgewandten
Seite des Verbundprofils 1 sind eine Beschlagnut 6 sowie eine weitere Nut 10 ausgebildet.
Auf der linken Seite der Fig. 7 ist beispielhaft in die Beschlagnut 6 ein Beschlagbauteil
16 eingesetzt. Auf der rechten Seite der Fig. 7 ist beispielhaft in beide Nuten 6,
10 jeweils ein Beschlagbauteil 16, 16' eingesetzt.
[0043] Wie ferner der Fig. 7 zu entnehmen ist, ist auch der Blendrahmen des im Querschnitt
dargestellten Fensterelements als thermisch getrenntes Verbundprofil ausgeführt, wobei
das Verbundprofil 15 keine Beschlagnut 6 aufweist.
[0044] Ein Verbundprofil 1 für ein zweiflügeliges Fensterelement mit zwei beweglichen Flügeln
14, 14', die ineinander schlagen, ist beispielhaft in der Fig. 8 dargestellt. Das
Verbundprofil 1 ist fast identisch zum Verbundprofil 1 der Fig. 6 ausgebildet. Das
Metallprofil 2 bildet lediglich eine etwas anders geformte Profilschleife 13 aus.
Das Verbundprofil 1 wirkt mit einem Verbundprofil 1' anschlagbildend zusammen, wobei
der Anschlag als Stulpanschlag ausgeführt ist (siehe Fig. 9). Das weitere Verbundprofil
1' weist einen Isolator 3' zur thermischen Trennung zweier Metallprofile 2", 2'" auf.
Ferner bildet der Isolator 3' eine weitere Nut aus, die vorliegend als Beschlagnut
6' dient (siehe Fig. 9) und daher als solche bezeichnet ist.
[0045] Wie insbesondere der Fig. 9 zu entnehmen ist, ist die Beschlagnut 6' versetzt zur
Beschlagnut 6 des Verbundprofils 1 angeordnet. Beim Schließen der Flügel 14, 14' schlagen
somit die in die Beschlagnuten 6, 6' eingesetzten Beschlagbauteile 16, 16' nicht aneinander.
Die versetzte Anordnung schöpft den zur Verfügung stehenden Raum optimal aus, so dass
die Anschlagtiefe zugunsten einer schmalen Gesamtansichtsbreite erhöht werden kann.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Verbundprofil
- 2
- Metallprofil
- 3
- Isolator
- 4
- Aufnahmenut
- 5
- Endabschnitt
- 6
- Beschlagnut
- 7
- Stegabschnitt
- 8
- Stegabschnitt
- 9
- Profilabschnitt
- 10
- Nut
- 11
- Stegabschnitt
- 12
- Glashalteprofil
- 13
- Profilschleife
- 14
- Flügel
- 15
- Verbundprofil
- 16
- Beschlagbauteil
- 17
- Isolierglasscheibe
- 18
- Falz
1. Verbundprofil (1) für Fenster und/oder Türen, umfassend mindestens ein Metallprofil
(2) und einen Isolator (3), der, vorzugsweise über einen in einer Aufnahmenut (4)
des Metallprofils (2) aufgenommen Endabschnitt (5), kraft- und/oder formschlüssig
mit dem Metallprofil (2) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) und das Metallprofil (2) eine Beschlagnut (6) ausbildend zusammenwirken.
2. Verbundprofil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) zur Begrenzung der Beschlagnut (6) einen winklig zum Endabschnitt
(5) angeordneten Stegabschnitt (7) aufweist, der sich vorzugsweise in Längsrichtung
des Isolators (3) erstreckt.
3. Verbundprofil (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) zur Begrenzung der Beschlagnut (6) einen winklig zur Aufnahmenut
(4) angeordneten Stegabschnitt (8) aufweist, der sich vorzugsweise in Längsrichtung
des Metallprofils (2) erstreckt.
4. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) im Profilquerschnitt einen Profilabschnitt (9) aufweist, der
einerseits die Aufnahmenut (4) und andererseits die Beschlagnut (6) begrenzt.
5. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) mindestens eine weitere Nut (10) ausbildet, die parallel zur Beschlagnut
(6) verläuft, wobei vorzugsweise die weitere Nut (10) durch den Stegabschnitt (7)
von der Beschlagnut (6) getrennt ist.
6. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschlagnut (6) und/oder die weitere Nut (10) eine standardisierte, vorzugsweise
eine genormte Abmessung aufweist bzw. aufweisen.
7. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) mindestens einen Stegabschnitt (11) zur kraft- und/oder formschlüssigen
Verbindung mit einem Glashalteprofil (12) aufweist, wobei vorzugsweise der Stegabschnitt
(11) im Querschnitt abgewinkelt ist und/oder auf der der Beschlagnut (6) abgewandten
Seite des Isolators (3) angeordnet ist.
8. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) einen im Wesentlichen oder zumindest annähernd spiegelsymmetrischen
Profilquerschnitt aufweist.
9. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyamid, insbesondere aus PA6.6,
gefertigt ist, wobei vorzugsweise der Kunststoff faserverstärkt ist, insbesondere
Glasfasern zur Verstärkung aufweist.
10. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) durch Umformen, insbesondere durch Rollformen, aus einem Metallblech
hergestellt worden ist, wobei vorzugsweise zwei sich in Längsrichtung des Metallprofils
(2) erstreckende Metallblechkanten die Aufnahmenut (4) begrenzen.
11. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) im Querschnitt eine Profilschleife (13) ausbildet, die durch
Profilabschnitte gebildet wird, die unmittelbar an die Aufnahmenut (4) angrenzen und/oder
zumindest bereichsweise aufeinander liegen.
12. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) durch den Isolator (3) von einem weiteren Metallprofil (2')
thermisch getrennt ist, wobei vorzugsweise der Isolator (3) über einen in einer Aufnahmenut
(4') des weiteren Metallprofils (2') aufgenommenen Endabschnitt (5') kraft- und/oder
formschlüssig mit dem weiteren Metallprofil (2') verbunden ist.
13. Fenster- oder Türelement mit mindestens einem beweglichen Flügel (14), der ein Verbundprofil
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
14. Fenster- oder Türelement nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundprofil (1) des beweglichen Flügels (14) mit einem Verbundprofil (1') eines
weiteren beweglichen Flügels (14') anschlagbildend zusammenwirkt, so dass ein Stulpanschlag
ausgebildet wird.
15. Fenster- oder Türelement nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die anschlagbildend zusammenwirkenden Verbundprofile (1, 1') einander zugewandte
Beschlagnuten (6, 6') aufweisen, die im Profilquerschnitt versetzt zueinander angeordnet
sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verbundprofil (1) für Fenster und/oder Türen, umfassend mindestens ein Metallprofil
(2) und einen Isolator (3), der über einen in einer Aufnahmenut (4) des Metallprofils
(2) aufgenommen Endabschnitt (5) kraft- und/oder formschlüssig mit dem Metallprofil
(2) verbunden ist, wobei
der Isolator (3) und das Metallprofil (2) eine Beschlagnut (6) ausbildend zusammenwirken,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) einen winklig zum Endabschnitt (5) angeordneten Stegabschnitt (7)
zur Begrenzung der Beschlagnut (6) sowie mindestens einen Stegabschnitt (11) zur kraft-
und/oder formschlüssigen Verbindung mit einem Glashalteprofil (12) aufweist.
2. Verbundprofil (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stegabschnitt (7) zur Begrenzung der Beschlagnut (6) sich in Längsrichtung des
Isolators (3) erstreckt.
3. Verbundprofil (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) zur Begrenzung der Beschlagnut (6) einen winklig zur Aufnahmenut
(4) angeordneten Stegabschnitt (8) aufweist, der sich vorzugsweise in Längsrichtung
des Metallprofils (2) erstreckt.
4. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) im Profilquerschnitt einen Profilabschnitt (9) aufweist, der
einerseits die Aufnahmenut (4) und andererseits die Beschlagnut (6) begrenzt.
5. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) mindestens eine weitere Nut (10) ausbildet, die parallel zur Beschlagnut
(6) verläuft, wobei vorzugsweise die weitere Nut (10) durch den Stegabschnitt (7)
von der Beschlagnut (6) getrennt ist.
6. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschlagnut (6) und/oder die weitere Nut (10) eine standardisierte, vorzugsweise
eine genormte Abmessung aufweist bzw. aufweisen.
7. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stegabschnitt (11) zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung mit einem Glashalteprofil
(12) im Querschnitt abgewinkelt ist und/oder auf der der Beschlagnut (6) abgewandten
Seite des Isolators (3) angeordnet ist.
8. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) einen im Wesentlichen oder zumindest annähernd spiegelsymmetrischen
Profilquerschnitt aufweist.
9. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (3) aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyamid, insbesondere aus PA6.6,
gefertigt ist, wobei vorzugsweise der Kunststoff faserverstärkt ist, insbesondere
Glasfasern zur Verstärkung aufweist.
10. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) durch Umformen, insbesondere durch Rollformen, aus einem Metallblech
hergestellt worden ist, wobei vorzugsweise zwei sich in Längsrichtung des Metallprofils
(2) erstreckende Metallblechkanten die Aufnahmenut (4) begrenzen.
11. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) im Querschnitt eine Profilschleife (13) ausbildet, die durch
Profilabschnitte gebildet wird, die unmittelbar an die Aufnahmenut (4) angrenzen und/oder
zumindest bereichsweise aufeinanderliegen.
12. Verbundprofil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Metallprofil (2) durch den Isolator (3) von einem weiteren Metallprofil (2')
thermisch getrennt ist, wobei vorzugsweise der Isolator (3) über einen in einer Aufnahmenut
(4') des weiteren Metallprofils (2') aufgenommenen Endabschnitt (5') kraft- und/oder
formschlüssig mit dem weiteren Metallprofil (2') verbunden ist.
13. Fenster- oder Türelement mit mindestens einem beweglichen Flügel (14), der ein Verbundprofil
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
14. Fenster- oder Türelement nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundprofil (1) des beweglichen Flügels (14) mit einem Verbundprofil (1') eines
weiteren beweglichen Flügels (14') anschlagbildend zusammenwirkt, so dass ein Stulpanschlag
ausgebildet wird.
15. Fenster- oder Türelement nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die anschlagbildend zusammenwirkenden Verbundprofile (1, 1') einander zugewandte
Beschlagnuten (6, 6') aufweisen, die im Profilquerschnitt versetzt zueinander angeordnet
sind.