[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungshandhabe, beispielsweise einen Tür- oder Fenstergriff,
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Türen oder Fenster weisen üblicherweise eine Schließmechanik auf, um Gebäudeöffnungen
in Form von Tür- oder Fensteröffnungen gegen einen Zugang von außen oder gegen Witterungseinflüsse
zu verschließen. Das Betätigen der Schließmechanik kann von innen mittels einer Betätigungshandhabe
erfolgen, wenn die Schließmechanik nicht verriegelt ist. Oft werden an Außenseiten
von Türen oder Fenstern keine bewegbaren Griffe montiert, die direkt mit der Schließmechanik
gekoppelt sind. Türschilde mit starren Griffen oder Knäufen erfordern die Entriegelung
der Schließmechanik ausschließlich mittels eines in ein Schloss eingesteckten Schlüssels.
[0003] Elektromechanische Türschlösser werden motorisch entriegelt, nachdem ein Schlüssel
(mechanisch oder digital) erkannt wurde. Hierfür muss beispielsweise eine Schlüsselkarte
oder ein Transponder vor ein Lesegerät gehalten werden. Es sind also zwei Handhabungen
nötig. Einerseits muss der Transponder vor das Lesegerät gehalten werden und andererseits
muss die Tür oder das Fenster geöffnet werden.
[0004] Hieraus ergibt sich die Aufgabe, eine Betätigungshandhabe, insbesondere in Form eines
Fenster- oder Türgriffs, vorzuschlagen, mit dem der Handhabungsaufwand bei der Entriegelung
eines Türschlosses mittels Transponder erleichtert wird.
[0005] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 15.
[0006] Es wird eine Betätigungshandhabe zur Befestigung an einer Außenseite einer Tür vorgeschlagen,
die ein zur Ansteuerung eines Motorschlosses ausgebildetes Zutrittskontrollsystem
mit einer Auswerteeinheit und einer Leseeinheit zum Auslesen und Identifizieren eines
Transponders, der sich in einem von der Leseeinheit definierten ersten Erfassungsbereich
befindet, aufweist. Dabei ist die Leseeinheit in die Betätigungshandhabe integriert.
Desweiteren ist ein mit der Auswerteeinheit gekoppelter und in die Betätigungshandhabe
integrierter Sensor zum Erfassen eines Objekts, das sich in einem durch den Sensor
definierten zweiten Erfassungsbereich befindet, vorgesehen. Der Sensor ist an einem
ersten Abschnitt angeordnet und der zweite Erfassungsbereich erstreckt sich von dem
ersten Abschnitt nach außen. Die Auswerteeinheit ist weiterhin dazu ausgebildet, nach
Identifizieren eines Transponders den Sensor zum Erfassen eines Objekts in dem zweiten
Erfassungsbereich zu aktivieren.
[0007] Die Betätigungshandhabe ist als eine Einrichtung zu verstehen, die zum Öffnen und
Schließen einer Tür oder eines Fensters dient. Im Sinne dieser Erfindung ist das Vorsehen
eines von einem Benutzer zu bewegenden Elements allerdings nicht notwendig. Die Betätigungshandhabe
könnte sich daher auch auf einen starren, unbewegbaren Tür- oder Fenstergriff beziehen.
[0008] Das Zutrittskontrollsystem ist dazu vorgesehen, über die Leseeinheit einen in der
Nähe der Leseeinheit befindlichen Transponder auszulesen und zu identifizieren. Dies
bedeutet, dass geprüft wird, ob es sich bei dem Transponder um einen dem System vorher
bekanntgegebenen Transponder handelt. Wird ein solcher erkannt, kann insbesondere
ein Öffnen der betreffenden Tür veranlasst werden. Die erfindungsgemäße Betätigungshandhabe
integriert ein solches Zutrittskontrollsystem auf besonders vorteilhafte Weise.
[0009] Die Auswerteeinheit kann ein Elektronikgerät sein, das dazu ausgebildet sein könnte,
eingelesene Daten eines Transponders zu empfangen und zum Zwecke der Zutrittskontrolle
zu verarbeiten. Sie ist mit der Leseeinheit gekoppelt, um von dieser eingelesene Daten
zu erhalten. Der Einbauort und die Ausführung der Auswerteeinheit sind für die erfindungsgemäße
Ausführung der Betätigungshandhabe nicht von erheblicher Bedeutung. Vielmehr ist erforderlich,
dass die Auswerteeinheit mit der Leseeinheit und dem Sensor gekoppelt ist. Die Auswerteeinheit
kann weiterhin auch in die Leseeinheit oder den Sensor integriert sein und die vorgesehene
Funktion dort erfüllen.
[0010] Die Leseeinheit ist eine Einrichtung, die in der Lage ist, in einem ersten Erfassungsbereich
Transponder auszulesen. Es existieren verschiedene funkbasierte Techniken, um diesen
Zweck zu erfüllen. Die Leseeinheit weist dazu eine oder mehrere geeignete Antennen
und eine damit verbundene Funkschaltung auf. Es ist vorstellbar, dass die Leseeinheit
ein kontinuierliches oder getaktetes Funksignal aussendet, welches eine stark begrenzte
Reichweite aufweist. Diese Reichweite bildet den ersten Erfassungsbereich um den Einbauort
der Leseeinheit. Befindet sich ein Transponder in dem ersten Erfassungsbereich, d.h.
der Funkreichweite der Leseeinheit, kann dieser auf das ausgesendete Funksignal reagieren.
Die Transponder können hierzu passiv ausgestaltet sein, so dass durch das Funksignal
eine darin befindliche Schaltung mit Energie versorgt wird und einen gewünschten Datensatz
an die Leseeinheit zurücksendet. In diesem Fall ist der erste Erfassungsbereich üblicherweise
so gering, dass der Transponder praktisch auf die Leseeinheit aufgelegt oder sich
dieser zumindest sehr dicht nähern muss. Es sind auch aktive Transponder denkbar,
die direkt nach Erhalt eines Funksignals eine Identifikation aussenden oder nach Betätigen
eines Eingabemittels, zum Beispiel eines Tastknopfs, auf ein Funksignal antworten.
Für die Ausführung der Betätigungshandhabe ist die Art und Ausführung der Leseeinheit
und geeigneter Transponder nicht erheblich. Es kann sich jedoch anbieten, die Leseeinheit
und die Transponder derart aufeinander abzustimmen, dass eine Reichweite von mehreren
Dezimetern bis zu etwas mehr als einem Meter erreicht werden kann. Dies erlaubt einem
Benutzer, einen Transponder lediglich mit sich zu führen, wenn er sich der Betätigungshandhabe
nähert.
[0011] Zusätzlich zu der Leseeinheit ist der Sensor an der Betätigungshandhabe so angeordnet,
dass ein zweiter Erfassungsbereich gebildet ist, der sich von der Betätigungshandhabe
nach außen erstreckt. Der Sensor weicht in seiner Funktion jedoch deutlich von der
Funktion der Leseeinheit ab und ist dazu vorgesehen, ein Objekt in dem zweiten Erfassungsbereich
zu erkennen. Der zweite Erfassungsbereich kann sich bevorzugt von dem ersten Erfassungsbereich
unterscheiden, insbesondere in der räumlichen Ausrichtung relativ zu der Betätigungshandhabe.
[0012] Durch den Sensor und den zweiten Erfassungsbereich wird der Betätigungshandhabe ermöglicht,
etwa eine Geste eines Fußes oder einer Hand als Steuerbefehl zu erkennen. Wird ein
Transponder in dem ersten Erfassungsbereich ausgelesen und identifiziert und wird
anschließend ein Objekt oder eine Geste in dem zweiten Erfassungsbereich erkannt,
kann ein Türöffnungssignal generiert werden. Zur Ausführung dieses Vorgangs ist die
Auswerteeinheit folglich dazu ausgebildet, nach dem Identifizieren eines Transponders
den Sensor zum Erfassen eines Objekts in den zweiten Erfassungsbereich zu aktivieren.
[0013] Folglich bildet die erfindungsgemäße Handhabe eine überaus bequeme Möglichkeit, eine
Tür zu öffnen oder das Öffnen zu initiieren, da das Bewegen eines Tür- oder Fenstergriffs
nicht notwendig ist. Das Ausführen einer Geste insbesondere durch einen Fuß ist leicht
ausführbar. Der erste Erfassungsbereich kann zudem so gewählt werden, dass ein Benutzer
den Transponder beispielsweise in einer Tasche trägt und nach Annähern an die Betätigungshandhabe
nur durch eine Geste oder ähnliches die Öffnung der Tür initiiert.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leseeinheit in einem ersten Gehäuse
angeordnet und bildet eine erste Baueinheit. Die Leseeinheit kann eine Vielzahl von
einzelnen Komponenten aufweisen, die beispielsweise eine Steuereinheit, eine oder
mehrere Antennen, Signalelektronik und dergleichen aufweist. Die Leseeinheit kann
als ein Elektronikmodul bereitgestellt sein, welches beispielsweise auf einer Platine
angeordnet und mit externen Komponenten über elektrische Leitungen verbindbar ist.
Die Leseeinheit kann zum Schutz der einzelnen Komponenten, zur Vereinfachung der Montage
und zur Erhöhung der Robustheit in dem ersten Gehäuse angeordnet und gekapselt werden.
Die Leseeinheit bildet dann eine einzelne Komponente, die an oder in der Betätigungshandhabe
integrierbar ist.
[0015] Bevorzugt ist die Leseeinheit in dem ersten Gehäuse in ein Harz eingegossen. Damit
wird eine besonders hohe Robustheit gegenüber äußeren physikalischen Einflüssen gewährleistet
und eine lange Lebensdauer erreicht.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Leseeinheit an einen Hohlraum der Betätigungshandhabe
angepasst. Die Leseeinheit bzw. das erste Gehäuse folglich derart dimensioniert, dass
sie bevorzugt vollständig in den Hohlraum eingesteckt werden kann. Die Anpassung kann
durch Auswählen eines Querschnitts geschehen, der geringfügig kleiner ist als der
Querschnitt des Hohlraums. Durch die Integration in die Betätigungshandhabe wird die
äußere Erscheinung der Betätigungshandhabe nicht gestört und die Leseeinheit ist mechanisch
sehr gut geschützt.
[0017] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Betätigungshandhabe zumindest abschnittsweise
stangenförmig ausgebildet und weist ein erstes Ende und ein dem ersten Ende gegenüberliegendes
zweites Ende auf, wobei sich der erste Abschnitt an dem ersten Ende befindet. Die
Betätigungshandhabe kann demnach im Wesentlichen die Form eines Stangengriffs oder
Bügelgriffs aufweisen, welcher sich über eine mehr oder weniger ausgeprägte Länge
an der Tür erstreckt. Oftmals sind diese Betätigungshandhaben vertikal ausgerichtet,
so dass ein erstes Ende ein unteres Ende eines solchen Stangengriffs sein kann, während
das zweite Ende vertikal oberhalb angeordnet ist. Der erste Abschnitt kann derart
an dem ersten Ende angeordnet sein, dass der erste Abschnitt und das erste Ende zusammenfallen.
Ist die Betätigungshandhabe vertikal anzuordnen, kann der Sensor nach unten gerichtet
sein. Der zweite Erfassungsbereich kann sich folglich zum Boden vor der Tür hin erstrecken.
Ist die Betätigungshandhabe jedoch beispielsweise horizontal anzuordnen, kann sich
der zweite Erfassungsbereich auch quer dazu erstrecken und zum Boden gerichtet sein.
Allerdings sind auch weitere Varianten möglich, bei denen der zweite Erfassungsbereich
und die Ausrichtung der Betätigungshandhabe voneinander unabhängig, wählbar oder einstellbar
sind.
[0018] Bevorzugt weist die Betätigungshandhabe eine Haupterstreckungsachse auf und der zweite
Erfassungsbereich verläuft parallel zu der Haupterstreckungsachse. Der Sensor befindet
sich folglich bevorzugt an einem Ende der Betätigungshandhabe und ist so ausgerichtet,
dass eine Sensorachse weitgehend parallel zu der Haupterstreckungsachse liegt. Ein
zu erfassendes Objekt ist daher insbesondere in einem Abstand zu dem betreffenden
Ende in Verlängerung der Haupterstreckungsachse vorbei zu führen.
[0019] Der Sensor könnte zumindest teilweise aus der Betätigungshandhabe herausragen. Hierzu
kann die Betätigungshandhabe in dem ersten Abschnitt etwa einen Ausschnitt oder eine
Öffnung aufweisen, in die der Sensor eingepasst ist. Das Erfassungsverhalten des Sensors
kann dann etwa ausschließlich durch seine Bauform bedingt werden und wird von einer
eventuellen Einbausituation nicht beschränkt. Durch das Herausragen kann zudem eine
Reinigung oder Wartung vereinfacht werden.
[0020] Der Sensor könnte in einer vorteilhaften Ausführungsform als Ultraschallsensor ausgeführt
sein. Ein solcher sendet Schallwellen im Ultraschallbereich aus, die an Objekten reflektiert
werden, welche sich in dem zweiten Erfassungsbereich befinden. Durch Ermittlung einer
Laufzeit der reflektierten Schallwellen kann der Abstand zu dem die Schallwellen reflektierenden
Objekt ermittelt werden. In bestimmten Einbausituationen kann sich in dem zweiten
Erfassungsbereich stets eine Boden- oder Wandfläche befinden, die bei Aktivierung
des Sensors stets die Schallwellen reflektiert. Der Sensor, die Auswerteeinheit oder
eine andere, übergeordnete Komponente, könnte durch Anpassung einer Schaltung oder
einer Programmierung derart ausgebildet werden, dass diese Reflexion nicht als das
zu erfassende Objekt interpretiert wird. Wird ein anderes Objekt in den zweiten Erfassungsbereich
bewegt, das sich dann zwischen dem Sensor und der betreffenden Wand- oder Bodenfläche
befindet, werden die ermittelten Laufzeiten geringer. Diese temporäre Abnahme der
Laufzeit sollte dann als das zu erfassende Objekt interpretiert werden.
[0021] Statt eines Ultraschallsensors können auch andere Varianten eingesetzt werden. Diese
könnten etwa eine Kamera, ein Infrarotsensor, ein optischer Flusssensor, Laserscanner
oder dergleichen umfassen.
[0022] Die Betätigungshandhabe kann ferner eine Leuchteinheit aufweisen, die während des
Vorgangs des Erfassens Licht in Richtung des zweiten Erfassungsbereichs abgibt. Es
wird damit die Möglichkeit geschaffen, einem Benutzer zu signalisieren, dass eine
Geste oder dergleichen in dem zweiten Erfassungsbereich erwartet wird. Dies könnte
dann initiiert werden, wenn zum Beispiel ein bekannter Transponder erkannt und der
Sensor aktiviert wurde.
[0023] Bevorzugt ist die Leuchteinheit mit dem Sensor gekoppelt. Die Leuchteinheit gibt
folglich nur dann Licht ab, wenn der Sensor aktiviert ist und auf eine entsprechende
Eingabe gewartet wird.
[0024] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform bündelt eine Linse das von der Leuchteinheit
abgegebene Licht zum Ausbilden eines Lichtflecks. Durch die Bündelung kann ein Lichtfleck
erzeugt werden, der an eine Boden- oder Wandfläche projiziert wird. Die Aufmerksamkeit
eines Benutzers kann durch den Lichtfleck auf die Wand- oder Bodenfläche gerichtet
werden. Die Linse kann farbig oder farblos transparent gestaltet sein. Es bietet sich
an, einen Lichtfleck mit einem Durchmesser von bis zu 20 cm an der betreffenden Fläche
zu generieren, der leicht erkennbar ist. Bevorzugt kann der Lichtfleck einen Durchmesser
von bis zu 12 cm aufweisen. Die Leuchteinheit kann weiterhin so ausgebildet sein,
dass der Lichtfleck bei Tageslicht erkennbar ist. Es ist zudem vorteilhaft, die Kontur
des Lichtflecks scharf gegenüber dem Hintergrund abzugrenzen.
[0025] Die Leuchteinheit ist besonders bevorzugt dazu ausgebildet, einen Leuchtkegel auszusenden.
Bevorzugt umschließt der zweite Erfassungsbereich vollständig den Leuchtkegel.
[0026] Der Sensor und die Leuchteinheit sind bevorzugt in einem zweiten Gehäuse angeordnet
und bilden eine zweite Baueinheit. Da die Funktion des Sensors und der Leuchteinheit
in einem bevorzugten Fall miteinander gekoppelt sind, ist es sinnvoll, diese Funktionen
in eine einzelne Baueinheit zu integrieren. Die Leuchteinheit kann dann direkt mit
dem Sensor gekoppelt werden. Der zweite Erfassungsbereich und ein von der Leuchteinheit
ausgesandter Leuchtkegel können dann leicht aufeinander angepasst werden. Die zweite
Baueinheit kann vollständig gekapselt werden, um in die betreffende Betätigungshandhabe
integriert zu werden. Dies vereinfacht die Montage und reduziert die notwendigen Schritte
zum elektrischen Kontaktieren der Leuchteinheit.
[0027] Das zweite Gehäuse ist zudem in einer vorteilhaften Ausführungsform an einen Hohlraum
der Betätigungshandhabe angepasst. Je nach Ausführung dieser kann Stangengriff oder
eine ähnliche Einrichtung vorliegen, welche nicht massiv, sondern als Hohlkörper ausgeführt
ist. Da eine Integration des Sensors und der Leuchteinheit an der Betätigungshandhabe
vorgesehen ist, kann es sinnvoll sein, diese Komponenten direkt in den Hohlraum einzubringen.
Durch eine geeignete Ausgestaltung des zweiten Gehäuses lässt sich dieses bzw. die
zweite Baueinheit vollständig in den Hohlraum der Betätigungshandhabe einschieben,
um sie dort zu befestigen.
[0028] Das zweite Gehäuse weist bevorzugt eine Nut zum Aufnehmen eines Dichtungsrings auf.
Die Nut ist bevorzugt umlaufend ausgestaltet und ein Dichtungsring ist korrespondierend
hierzu auszuformen. Je nach Ausführung der Betätigungshandhabe können sich hier selbstverständlich
unterschiedliche Formen für die Nut und den Dichtring ergeben.
[0029] In dem zweiten Gehäuse kann ein Projektionsfenster vorgesehen sein. Dieses könnte
sich dann in Richtung der Linse oder der Leuchteinheit befinden und das Durchtreten
von Lichtstrahlen erlauben. Das Projektionsfenster kann mit einer bestimmten Kontur
versehen sein, die die Kontur des Lichtflecks auf gewünschte Weise beeinflusst.
[0030] Der Sensor kann ferner eine Sensorschaltung aufweisen, die dazu ausgebildet ist,
eine vorgegebene Bewegung aus von dem Sensor gelieferten Sensorsignalen zu erkennen
und bei erkannter Bewegung ein Bestätigungssignal an die Auswerteeinheit zu senden.
Je nach Ausführung des Sensors können mehr oder weniger komplexe Bewegungsabläufe
festgestellt werden. Ist der Sensor als Ultraschallsensor ausgebildet, welcher lediglich
einen Abstand zu einem Objekt ermittelbar macht, kann ein zeitlich begrenztes Eintreten
eines Objekts in den zweiten Erfassungsbereich erkannt werden. Dies bedeutet, dass
der Sensor in einem Erfassungszeitraum zunächst kein Objekt erkennt, anschließend
für eine gewisse Dauer ein Objekt erfasst, wonach anschließend wiederum kein Objekt
mehr erkannt wird. Dies kann etwa dem Führen einer Hand oder eines Fußes durch den
zweiten Erfassungsbereich entsprechen. Die Sensorschaltung ist dazu ausgebildet, ein
entsprechendes Signal weiterzugeben, falls eine solche Bewegung erkannt wird. Es ist
nicht notwendig, sämtliche Messdaten unverarbeitet an die Auswerteeinheit weiterzuleiten.
[0031] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist/sind die Leseeinheit und/oder der Sensor
durch Festklemmen oder Verschrauben in einem Hohlraum der Betätigungshandhabe befestigt.
Durch ein Festklemmen sind keine dedizierten Befestigungsvorrichtungen notwendig und
der Querschnitt der Betätigungshandhabe kann in weiten Bereichen flexibel gewählt
werden, ohne eine Vielzahl von unterschiedlichen Ausformungen von Leseeinheit und/oder
Sensor zu erfordern. Bevorzugt ist ein die Leseeinheit oder den Sensor umgebendes
Gehäuse festklemmbar. In einem besonders vorteilhaften Fall könnte das betreffende
Gehäuse mindestens eine Gewindebohrung aufweisen, in die ein Schraubkörper eingeschraubt
ist. Durch Drehen des Schraubkörpers derart, dass dieser aus der Gewindebohrung herausgeschraubt
wird, kann die lichte Weite der Kombination aus Gehäuse und Schraubkörper vergrößert
werden. Befindet sich das Gehäuse zusammen mit dem Schraubkörper im Innern der Betätigungshandhabe,
führt dies unweigerlich zum Festklemmen des Gehäuses. Eine Betätigung des Schraubkörpers
könnte über eine durchgehende Bohrung erfolgen, die in der Betätigungshandhabe angeordnet
ist. Bevorzugt ist diese auf einer Seite angeordnet, die im installierten Zustand
an der Tür vom Benutzer nicht sichtbar ist. Eine derartige Ausgestaltung zum Klemmen
hat zudem den Vorteil, dass Montage und Entnahme sehr leicht durchführbar ist. Es
könnte sich anbieten, im Innern der Betätigungshandhabe eine Art Absatz oder einen
Anschlag vorzusehen, über den hinaus das betreffende Gehäuse nicht in den Hohlraum
hineingeschoben werden kann. Die Ausrichtung des Schraubkörpers und der durchgehenden
Bohrung kann dadurch erleichtert werden. Alternativ dazu wäre auch eine Verschraubung
beispielsweise mit einer einzelnen Schraube denkbar, die sich durch eine Durchgangsbohrung
von außen in die betreffende Komponente erstreckt. Vorteilhaft wäre die Verwendung
einer Senkschraube, die sich bündig mit der Außenfläche der Betätigungshandhabe abschließt.
[0032] Zur haptischen Rückmeldung beim Festklemmen könnte das erste Gehäuse an Rand- oder
Seitenflächen Federstege aufweisen, die sich von dem ersten Gehäuse nach außen erstrecken
und bei dem Festklemmen des ersten Gehäuses eingefedert werden. Dadurch wird eine
beim Schrauben spürbare Vorspannung erreicht. Wird ein verfügbarer Federweg vollständig
durchlaufen, wird die zum Schrauben benötigte Kraft unmittelbar deutlich höher, was
ein Indiz für ein ausreichendes Festklemmen zu werten ist. Die Federstege können desweiteren
eine gewisse Haltekraft erzeugen, die bei der Montage der Leseeinheit in der Betätigungshandhabe
einem Verrutschen der Durchgangsbohrungen relativ zu den Schrauben entgegenwirkt.
[0033] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Betätigungshandhabe folglich Durchgangsbohrungen
zum Einführen eines Werkzeugs in den Hohlraum zum Antreiben von Schrauben zum Festklemmen
oder zum Lösen der Leseeinheit und/oder des Sensors auf.
[0034] Bevorzugt weist die Leseeinheit eine aktive Fläche auf, die in einem Ausschnitt der
Betätigungshandhabe liegt und bündig mit einer Außenfläche der Betätigungshandhabe
abschließt. Die Reichweite und damit der erste Erfassungsbereich können damit präzise
eingestellt und störungsfrei realisiert werden.
[0035] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1a, 1b und 1c
- eine Betätigungshandhabe an einer Tür;
- Fig. 2
- einen teiltransparenten Ausschnitt aus einer Betätigungshandhabe mit einer darin integrierten
Leseeinheit;
- Fig. 3a und 3b
- eine Leseeinheit mit einem Gehäuse und elektrischen Leitungen in zwei unterschiedlichen
Ansichten;
- Fig. 4a bis 4c
- unterschiedliche Querschnittsvarianten der Betätigungshandhabe in Darstellungen, die
eine aktive Fläche der Leseeinheit zeigen;
- Fig. 5a und 5b
- einen Abschnitt der Betätigungshandhabe mit darin installiertem Sensor; und
- Fig. 6a und 6b
- eine Explosionsdarstellung einer zweiten Baueinheit mit Sensor und Leuchteinheit und
- Fig. 7a bis 7c
- eine schematische Darstellung eines Zutrittskontrollsystems mit in die Betätigungshandhabe
integrierter Leseeinheit und Sensor.
[0036] Fig. 1a zeigt eine Außenseite einer Tür 2, die beispielhaft als eine Haustür ausgeführt
ist. An dieser ist eine Betätigungshandhabe 4 angeordnet, die in Form eines stangenförmigen
Griffs ausgeführt ist und senkrecht an der Tür 2 ausgerichtet ist. Die Betätigungshandhabe
4 weist einen in Fig. 1b angedeuteten Hohlraum 6 auf, in dem sich eine Leseeinheit
8 und ein Sensor 10 befinden.
[0037] Die Leseeinheit 8 und der Sensor 10 sind Komponenten eines Zutrittskontrollsystems.
Dieses ist dazu vorgesehen, durch Auslesen und Identifizieren von Transpondern und
durch anschließendes Erfassen eines Objekts durch den Sensor 10 das Öffnen eines Motorschlosses
zu initiieren. Hierzu weist die Leseeinheit 8 einen ersten Erfassungsbereich 12 auf,
in welchem ein von einem Benutzer mitgeführter Transponder ausgelesen werden kann.
Der Sensor 10 weist einen zweiten Erfassungsbereich 14 auf, in dem nach Identifizierung
eines für die Öffnung berechtigten Transponders die Anwesenheit eines Objekts erfasst
werden kann. Der Sensor 10 kann im weitesten Sinne als Eingabemittel verstanden werden,
das durch eine Geste mit einem Fuß oder der Hand ausgelöst werden kann und zur tatsächlichen
Ansteuerung der Öffnung eines Motorschlosses dient.
[0038] In der gezeigten Darstellung der Betätigungshandhabe 4 kann sich der zweite Erfassungsbereich
von einem ersten Ende 16 als erster Abschnitt der Betätigungshandhabe 4 nach außen
erstrecken. Der zweite Erfassungsbereich konzentriert sich beispielhaft auf einen
etwa zylindrischen, kegligen oder keulenförmigen Bereich, der sich von dem Sensor
10 nach außen erstreckt. Hierbei wird durch die Ausrichtung des Sensors 10 eine Erstreckungsrichtung
[0039] 18 des zweiten Erfassungsbereich 14 erzeugt, die beispielhaft im Wesentlichen mit
einer Haupterstreckungsachse 20 der Betätigungshandhabe 4 zusammenfällt. Bei der gezeigten
Darstellung reicht der zweite Erfassungsbereich 14 folglich von einem unteren Ende
der Betätigungshandhabe 4 bis zu einem Boden 22 vor der Tür 2. Tritt in diesem zweiten
Erfassungsbereich 14 ein Objekt ein, das in einer Detaildarstellung in Fig. 1c beispielhaft
als ein Fuß bzw. Schuh 15 dargestellt ist, kann dies durch den Sensor 10 erkannt werden.
[0040] Um einem Benutzer intuitiv den zweiten Erfassungsbereich 14 und die Aktivierung des
Sensors 10 anzuzeigen, ist eine Leuchteinheit (hier nicht gezeigt) vorhanden, die
einen Lichtfleck 24 auf den Boden 22 projiziert. Die Ausgestaltungen der vorangehenden
genannten Komponenten werden anhand der weiter nachfolgenden Figuren näher erläutert.
[0041] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Betätigungshandhabe 4, in der die Leseeinheit 8
integriert ist. Exemplarisch weist die Betätigungshandhabe 4 einen Querschnitt auf,
der auf einer Seite gekrümmt, auf der anderen Seite jedoch abgeflacht ist. Die gekrümmte
Seite kann in einem eingebauten Zustand zu der Tür 2 gewandt werden, während die abgeflachte
Seite 28 dann von der Tür 2 wegweist. Selbstverständlich wäre es möglich, die Betätigungshandhabe
4 auch mit einem anderen Querschnitt auszuführen.
[0042] In dieser Darstellung ist ersichtlich, dass die Leseeinheit 8 in Form einer geschlossenen
Baueinheit, welche nachfolgend als erste Baueinheit 30 bezeichnet wird, in die Betätigungshandhabe
4 integriert wird. Diese erste Baueinheit 30 weist ein erstes Gehäuse 32 auf, das
die Leseeinheit 8 umgibt. An zwei Enden 34 und 36 sind jeweils Gewindebohrungen 38
vorgesehen, in die Schrauben 40 eingeschraubt sind. Zusätzlich dazu weist die Betätigungshandhabe
4 auf ihrer gekrümmten Seite 26 jeweils in Fluchtung mit den Gewindebohrungen 38 positionierte
Durchgangsbohrungen 42 auf, durch die ein Benutzer ein Werkzeug zum Drehen der Schrauben
40 einführen kann. Werden die Schrauben 40 aus der jeweiligen Gewindebohrung 38 herausgeschraubt,
stoßen sie an eine Innenseite der Betätigungshandhabe 4 und verklemmen dabei folglich
das erste Gehäuse 32 in dem Hohlraum 6. Dadurch wird nicht nur eine sichere Befestigung
der Leseeinheit 8 gewährleistet, sondern auch eine einfache Demontagemöglichkeit.
[0043] Fig. 3a zeigt die erste Baueinheit 30 in einer vergrößerten Darstellung. Hier ist
ersichtlich, dass das erste Gehäuse 32 deutlich größer dimensioniert ist, als für
die eigentliche Unterbringung der Leseeinheit 8 erforderlich. Es werden elektrische
Anschlussleitungen 44 gezeigt, die aus dem Inneren des ersten Gehäuses 32 nach außen
geführt werden. Beispielhaft existieren hierfür Kerben 46 zum Einlegen der Anschlussleitungen
44 und eine in das erste Gehäuse 32 einsteckbare Klammer 48 zum Fixieren der Anschlussleitungen
44 an dem ersten Gehäuse 32. Es ist vorgesehen, zum Abdichten der Leseeinheit 8 und
zum Kapseln der gesamten ersten Baueinheit 30 das erste Gehäuse 32 mit einem Vergussharz
zu füllen. Dadurch wird die Leseeinheit 8 irreversibel vollständig von einer wasserdichten
Hülle umgeben und ist robust vor mechanischen Fremdeinwirkungen geschützt. Bei dem
Vorgang des Ausgießens des ersten Gehäuses 32 dient die Klammer 48 zur Abdichtung
des ersten Gehäuses 32. Das erste Gehäuse 32 kann im Wesentlichen eine Wannenform
aufweisen, bei der eine Seite offen ist und alle übrigen Seiten geschlossen oder verschließbar
sind.
[0044] Die Leseeinheit 8 kann eine dedizierte, aktive Oberfläche 50 aufweisen, die in Fig.
3b an einem Deckel gezeigt ist, die bei der Integration in die Betätigungshandhabe
möglichst nicht zu verdecken ist, um eine ausreichende Reichweite beizubehalten. Die
aktive Oberfläche 50, welche auch als Sichtfläche bezeichnet werden könnte, ragt aus
dem ersten Gehäuse 32 heraus. Es ist vorteilhaft, wenn die aktive Oberfläche 50 in
einem entsprechenden Ausschnitt der Betätigungshandhabe 4 liegt.
[0045] Fig. 4a zeigt einen Teilabschnitt der Betätigungshandhabe 4 in einer dreidimensionalen
Darstellung. Hier ist insbesondere ein Ausschnitt 52 erkennbar, der die Betätigungshandhabe
4 auf ihrer abgeflachten Seite 28 durchsetzt. In diesen kann rückwärtig die aktive
Fläche 50 der Leseeinheit 8 eingebracht werden. Es sei an dieser Stelle bemerkt, dass
die aktive Fläche 50 bevorzugt derart an der ersten Baueinheit 30 angeordnet ist,
dass die abgeflachte Seite 28 und die aktive Fläche 50 bündig zueinander angeordnet
sind und flächenbündig abschließen. Dadurch kann eine harmonische Oberflächengestaltung
erreicht werden, die eine wertige Optik der Betätigungshandhabe 4 nicht stört.
[0046] Es kann weiterhin vorgesehen sein, einen zusätzlichen Dichtring 54 zwischen der aktiven
Fläche 50 und dem Ausschnitt 52 vorzusehen. Dieser könnte derart ausgestaltet sein,
dass der an dem Ausschnitt 52 sichtbare Teil des Dichtrings 54 schmaler ist als im
Innern des Hohlraums 6, so dass sich dieser beim Festklemmen der ersten Baueinheit
30 von innen an den Ausschnitt 52 drückt, durch die Ausgestaltung jedoch nicht durchtreten
kann und damit ein bündiges Erscheinungsbild mit dem Dichtring 54 erreicht wird.
[0047] Wie vorangehend bereits dargelegt kann die Betätigungshandhabe 4 unterschiedliche
Formen aufweisen, die in den Figuren 4b und 4c dargestellt werden. Fig. 4b zeigt eine
Betätigungshandhabe 4 mit einem im Wesentlichen quadratischen Querschnitt. Fig. 4c
zeigt indes einen klassischen, vollständig zylindrisch ausgeführten Querschnitt, wie
er bei Stangengriffen oft eingesetzt wird. Während die aktive Fläche 50 der Varianten
aus Figuren 4a und 4b gleichartig gestaltet sein können, wird bei der Variante in
Fig. 4c eine gebogene Ausführung der aktiven Fläche 50 eingesetzt.
[0048] Die Figuren 5a und 5b zeigen eine zweite Baueinheit 56, die an dem ersten Ende 16
der Betätigungshandhabe 4 zu positionieren ist und den darin angeordneten Sensor 10
aufweist. Hier ist ein zweites Gehäuse 58 vorgesehen, das an den Hohlraum 6 der Betätigungshandhabe
4 angepasst ist. Es kann folglich durch eine Öffnung in dem ersten Ende 16 in die
Betätigungshandhabe 4 eingeschoben werden. Zum Befestigen ist auch hier eine Gewindebohrung
60 vorgesehen, in der eine Schraube 62 angeordnet ist. Diese ist beispielhaft als
Senkschraube ausgeführt. Dadurch kann auch das zweite Gehäuse 58 und folglich die
zweite Baueinheit 56 in dem Hohlraum 6 der Betätigungshandhabe 4 befestigt werden.
[0049] Zum Abdichten des Übergangs zwischen einer Innenwandung der Betätigungshandhabe 4
und der zweiten Baueinheit 56 weist das zweite Gehäuse 58 eine umlaufende Nut 64 auf,
in die ein passend geformter Dichtring eingelegt wird. Bei der Ausgestaltung der Nut
64 und des Dichtrings sollte darauf geachtet werden, dass der Dichtring so sicher
durch die Nut 64 gehalten wird, dass ein Herauslösen oder Abscheren beim Einstecken
der zweiten Baueinheit 56 in den Hohlraum 6 verhindert wird. In Fig. 5b ist ein Dichtring
66 dargestellt, der vollständig in der Nut 64 gehalten wird und sich an der Innenseite
des Hohlraums 6 abstützt.
[0050] Ergänzend wird in den Figuren 6a und 6b die zweite Baueinheit 56 in einer Explosionsdarstellung
mit dem separaten zweiten Gehäuse 58 illustriert. Das zweite Gehäuse 58 weist einen
ersten Aufnahmeraum 68 auf, der zur Aufnahme des Sensors 10 ausgebildet ist. Dieser
ist beispielhaft an einer Platine 70 angeordnet, welche etwa eine Sensorauswerteschaltung
aufweist. Zusätzlich dazu wird gestrichelt eine Leuchteinheit 72 gezeigt, welche sich
ebenso auf der Platine 70 beispielhaft befindet und neben dem Sensor 10 angeordnet
ist. Diese Leuchteinheit 72 kann elektrisch mit dem Sensor 10 bzw. der Platine 70
gekoppelt sein, so dass bei aktiviertem Sensor 10 auch die Leuchteinheit 72 in Betrieb
ist und Licht abgibt.
[0051] Zum Bündeln des Lichts ist eine Linse 74 vorgesehen, die in einen zweiten Aufnahmeraum
76 einbringbar ist. Dieser ist neben dem ersten Aufnahmeraum 68 in dem zweiten Gehäuse
58 platziert. Werden der Sensor 10 und die Linse 74 in die zugehörigen Aufnahmeräume
68 und 76 eingebracht, liegt die Platine 70 bündig auf dem zweiten Gehäuse 58 auf.
Die Leuchteinheit 72 kann als eine auf der Platine 70 aufgelötete Leuchtdiode realisiert
sein, an die sich bereits eine erste Linse 73 anschließt. Beispielhaft kann diese
über einen Träger 78 an der Platine 70 angeordnet sein. Die Linse 74, der Träger 78
und die erste Linse 72 können über einen Tubus 79 vormontiert sein.
[0052] Beispielhaft ist ein elektrischer Verbinder 80 auf der Platine 70 an einer von dem
Sensor 10 und der Leuchteinheit 72 abgewandten Seite platziert. Der Verbinder 80 erlaubt
die Kopplung mit einem übergeordneten System. Es ist vorstellbar, dass die Platine
70 eine Sensorauswerteschaltung aufweist, die den Sensor 10 und die Leuchteinheit
72 ansteuert und insbesondere von dem Sensor 10 bereitgestellte Signale oder Daten
auswertet. Die Sensorauswerteschaltung ist bevorzugt dazu ausgebildet, aus den Rohsignalen
ein in dem zweiten Erfassungsbereich befindliches Objekt zu erfassen. Über den elektrischen
Verbinder 80 kann dann ein Signal bereitgestellt werden, dass ein entsprechendes Objekt
erfasst wurde. Es ist dann nicht notwendig, sämtliche Signale des Sensors 10 an eine
übergeordnete Einheit zu senden, um dort die Verarbeitung durchzuführen.
[0053] Die Figuren 7a, 7b und 7c zeigen ferner einen stark vereinfachten Aufbau eines Zutrittskontrollsystems
82, das durch die Leseeinheit 8, den Sensor 10 und eine Auswerteeinheit 84 ausgebildet
wird. Die Auswerteeinheit 84 ist mit der Leseeinheit 8 verbunden oder bildet einen
Teil hiervon aus. Sie kann die eingelesenen Daten eines Transponders beispielsweise
mit Daten aus einem gespeicherten Datensatz von zutrittsberechtigten Transpondern
vergleichen und erkennen, ob es sich bei dem im ersten Erfassungsbereich befindlichen
Transponder um einen zutrittsberechtigten Transponder handelt.
[0054] Wird ein zutrittsberechtigter Transponder erkannt, kann die Auswerteeinheit 84 den
Sensor 10 zum Erfassen eines Objekts in dem zweiten Erfassungsbereich aktivieren.
Dieser kann etwa ein Signal einer solchen Erfassung an die Auswerteeinheit 84 senden
oder Rohdaten bzw. Rohsignale zur Auswertung in der Auswerteeinheit 84 übermitteln.
[0055] Die Verbindung zwischen dem Sensor 10 und der Auswerteeinheit 84 kann direkt oder
über eine serielle Leitung über die Leseeinheit 8 erfolgen. Es ist eine drahtgebundene
Verbindung denkbar. Alternativ wäre auch eine drahtlose Verbindung denkbar. Wird eine
drahtlose Verbindung in Erwägung gezogen, sind die Auswerteeinheit 84 und der Sensor
mit entsprechenden Verbindungseinrichtungen, etwa jeweils einer Sende- und Empfangseinheit,
auszustatten.
[0056] Zur Bereitstellung elektrischer Leistung kann der Sensor 10 über eine Langzeitbatterie
oder ein elektrische Leitungen versorgt werden.
[0057] Auch die Leseeinheit 8 kann direkt oder indirekt mit der Auswerteeinheit 84 verbunden
sein. Die Stromversorgung kann bei der Leseeinheit jedoch bevorzugt über elektrische
Leitungen erfolgen. Auch hier sind bei einer drahtlosen Verbindung entsprechende Verbindungseinrichtungen,
etwa jeweils eine Sende- und Empfangseinheit, vorzusehen.
[0058] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.
[0059] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
| 2 |
Tür |
44 |
elektrische Anschlussleitung |
| 4 |
Betätigungshandhabe |
46 |
Kerbe |
| 6 |
Hohlraum |
48 |
Klammer |
| 8 |
Leseeinheit |
50 |
aktive Fläche |
| 10 |
Sensor |
52 |
Ausschnitt |
| 12 |
erster Erfassungsbereich |
54 |
Dichtring |
| 14 |
zweiter Erfassungsbereich |
56 |
zweite Baueinheit |
| 15 |
Objekt |
58 |
zweites Gehäuse |
| 16 |
erstes Ende / erster Abschnitt |
60 |
Gewindebohrung |
| 18 |
Erstreckungsrichtung des zweiten Erfassungsbereichs |
62 |
Madenschraube |
| 64 |
Nut |
| 20 |
Haupterstreckungsachse |
66 |
Dichtring |
| 22 |
Boden |
68 |
erster Aufnahmeraum |
| 24 |
Lichtfleck |
70 |
Platine |
| 26 |
gekrümmte Seite |
72 |
Leuchteinheit |
| 28 |
abgeflachte Seite |
73 |
erste Linse |
| 30 |
erste Baueinheit |
74 |
Linse |
| 32 |
erstes Gehäuse |
76 |
zweiter Aufnahmeraum |
| 34 |
Ende des ersten Gehäuses |
78 |
Träger |
| 36 |
Ende des ersten Gehäuses |
79 |
Tubus |
| 37 |
Federsteg |
80 |
elektrischer Verbinder |
| 38 |
Gewindebohrung |
82 |
Zutrittskontrollsystem |
| 40 |
Schraube |
84 |
Auswerteeinheit |
| 42 |
Durchgangsbohrung |
|
|
1. Betätigungshandhabe (4) zur Befestigung an einer Außenseite einer Tür (2), aufweisend
ein zur Ansteuerung eines Motorschlosses ausgebildetes Zutrittskontrollsystem (82)
mit einer Auswerteeinheit (84) und einer Leseeinheit (8) zum Auslesen und Identifizieren
eines Transponders, der sich in einem von der Leseeinheit (8) definierten ersten Erfassungsbereich
(12) befindet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Leseeinheit (8) in die Betätigungshandhabe (4) integriert ist, und
- ein mit der Auswerteeinheit (84) gekoppelter und in die Betätigungshandhabe (4)
integrierter Sensor (10) zum Erfassen eines Objekts (15), das sich in einem durch
den Sensor (10) definierten zweiten Erfassungsbereich (14) befindet,
wobei der Sensor (10) an einem ersten Abschnitt (16) der Betätigungshandhabe (4) angeordnet
ist und sich der zweite Erfassungsbereich (14) von dem ersten Abschnitt (16) nach
außen erstreckt,
wobei die Auswerteeinheit (84) dazu ausgebildet ist, nach Identifizieren eines Transponders
den Sensor (10) zum Erfassen eines Objekts (15) in dem zweiten Erfassungsbereich (14)
zu aktivieren.
2. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinheit (8) in einem ersten Gehäuse (32) angeordnet ist und eine erste Baueinheit
(30) bildet.
3. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinheit (8) in dem ersten Gehäuse in ein Harz eingegossen ist.
4. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (4) zumindest abschnittsweise stangenförmig ausgebildet ist,
ein erstes Ende (16) und ein dem ersten Ende gegenüberliegendes zweites Ende aufweist,
wobei sich der erste Abschnitt (16) an dem ersten Ende (16) befindet.
5. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (4) eine Haupterstreckungsachse (20) aufweist und der zweite
Erfassungsbereich (14) parallel zu der Haupterstreckungsachse (20) verläuft.
6. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) zumindest teilweise aus der Betätigungshandhabe (4) ragt.
7. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) ein Ultraschall-Sensor ist.
8. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Leuchteinheit (72), die während des Vorgangs des Erfassens Licht in Richtung
des zweiten Erfassungsbereichs (14) abgibt.
9. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchteinheit (72) mit dem Sensor (10) gekoppelt ist.
10. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Linse (74) das von der Leuchteinheit (72) abgegebene Licht zum Ausbilden eines
Lichtflecks (24) bündelt.
11. Betätigungshandhabe (4) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (10) und die Leuchteinheit (72) in einem zweiten Gehäuse (58) angeordnet
sind und eine zweite Baueinheit (56) bilden.
12. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Gehäuse (58) an einen Innenraum der Betätigungshandhabe (4) angepasst
ist.
13. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinheit (8) und/oder der Sensor (10) durch Festklemmen oder Verschrauben
in einem Hohlraum (6) der Betätigungshandhabe (4) befestigt ist/sind.
14. Betätigungshandhabe (4) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (4) Durchgangsbohrungen (42) zum Einführen eines Werkzeugs
in den Hohlraum (6) zum Antreiben von Schrauben (40, 62) zum Festklemmen oder zum
Lösen der Leseeinheit (8) und/oder des Sensors (10) aufweist.
15. Betätigungshandhabe (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leseeinheit (8) eine aktive Fläche (50) aufweist, die in einem Ausschnitt (52)
der Betätigungshandhabe (4) liegt und bündig mit einer Außenfläche der Betätigungshandhabe
(4) abschließt.