[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Verdampferrohr zur Erzeugung von
Dampf gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus
EP 1 384 465 B1 bekannt. Dabei handelt es sich um eine Vorrichtung zur Erzeugung eines salzhaltigen
Luftgemischs, insbesondere in einer Saunakabine. Ein Verdampferrohr ist dabei als
horizontal über einem Saunaofen angeordnete Verdampferlanze ausgebildet, so dass der
Dampfaustritt nur nach oben erfolgen kann.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Vorrichtung zum Befeuchten und/oder
Beduften von Räumen zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit einem Verdampferrohr zur Erzeugung
von Dampf mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Mit der vorliegenden Erfindung ist es möglich nach individuellen Wünschen Räume mit
Salzsteinen zu befeuchten und mit negativ geladenen Salz-Ionen zu ionisieren.
[0006] Als bevorzugte Einsatzgebiete gelten beispielsweise Wohnräume und Badezimmer, sowie
Saunen, Dampfbäder und Infrarotkabinen.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ein Verdampferrohr zur Erzeugung von Dampf
mit mehreren Austrittsöffnungen, sowie ein Behältnis zur Aufnahme von Salzsteinen
auf. Dabei steht das Behältnis in einer Strömungsverbindung mit den Austrittsöffnungen
des Verdampferrohrs. Das Verdampferrohr ist vertikal in der Vorrichtung angeordnet,
weist an seinem Umfang die mehreren verteilten Austrittsöffnungen auf und ist von
dem Behältnis umgeben. Dadurch, dass der Dampf sich rund um das Verdampferrohr in
alle Richtungen und auf mehreren Ebenen übereinander ausbreiten kann, findet ein sehr
intensiver Austausch mit den Salzsteinen statt. Somit kann der vom Verdampfer bereitgestellte
Dampf optimal zur Verbesserung der Raumluft genutzt werden.
[0008] Vorteilhafterweise ist das Behältnis hohlzylindrisch ausgebildet und umfasst eine
Außenwand, eine mit Durchbrüchen versehene Innenwand und einen ebenfalls mit Durchbrüchen
versehenen Boden. Zwischen der Außenwand und der Innenwand ist ein Zwischenraum für
die Aufnahme der Salzsteine vorgesehen.
[0009] Bevorzugt weist die Innenwand einen Abstand A zum Verdampferrohr auf, so dass der
Dampf von den Austrittsöffnungen ungestört in den Zwischenraum eintreten kann.
[0010] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das Verdampferrohr mit einer Auffangschale
für Kondensat verbunden oder verbindbar. Die Verbindung zwischen dem Verdampferrohr
und der Auffangschale kann beispielsweise durch Schweißen und/oder Kleben erfolgen,
in alternativen Ausführungsformen kann das Verdampferrohr samt Auffangschale auch
aus einem Stück gefertigt sein.
[0011] Um das erzeugte Kondensat zuverlässig in der Auffangschale aufnehmen zu können, ist
es vorteilhaft, wenn das Behältnis zur Aufnahme der Salzsteine in die Auffangschale
einsetzbar ist, so dass der Durchmesser des Behältnisses zumindest geringfügig geringer
ausgestaltet sein muss, als der der Auffangschale. So kann vermieden werden, dass
Kondensat aus der Vorrichtung austritt und beispielsweise auf den Boden tropft. Dadurch
kann eine potentielle Verletzungsgefahr durch Ausrutschen und eine Verschmutzung vermieden
werden.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass das Verdampferrohr
auf einen Verdampfer aufsteckbar ist, wobei der Durchmesser des Verdampferrohrs von
der Menge des Dampfaustritts des verwendeten Verdampfers abhängig ist. Hierdurch ist
eine einfache Montage der Vorrichtung am Verdampfer und eine Verwendung der Vorrichtung
an verschiedenen Verdampfern mit einem gleich großen Austrittsrohr-Durchmesser möglich.
[0013] Vorzugsweise ist das Verdampferrohr oben, d.h. gegenüberliegend der Verbindung zum
Verdampfer, mit einem Deckel verschließbar, so dass der Dampf nur durch die seitlichen
Austrittsöffnungen austreten kann, welche wie oben beschrieben am Umfang des Verdampferrohrs
verteilt angeordnet sind.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Zwischenraum des Behältnisses
auch für die Aufnahme anderer Aromaten geeignet. Dies können beispielsweise Kräuter
und/oder Öle sein, durch die ein zusätzliches Beduften des Raumes erfolgt.
[0015] Bevorzugt ist die Auffangschale für das Kondensat aus korrosionsbeständigem Material,
wie beispielsweise Edelstahl, gebildet.
[0016] In einer weiterhin besonders vorteilhaften Ausführungsform ist eine Beleuchtung im
und/oder am Behältnis vorgesehen. Diese kann beispielsweise durch eine wasserdichte
Beleuchtung in Form einzelner LEDs und/oder LED-Lichtbändern am oberen Rand der Außenwand
des Behälters erfolgen. Vorzugsweise ist dann das Behältnis aus einem transparenten
Material gebildet. So kann beispielsweise die Umgebung nicht nur bedampft und/oder
befeuchtet, sondern auch beleuchtet werden. Dadurch lässt sich für die im Umfeld der
Vorrichtung befindlichen Menschen ein größtmögliches Wohlbefinden erzeugen.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittdarstellung durch die Vorrichtung mit im Behältnis angeordneten
Salzsteinen im teilweise montierten Zustand;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung der vollständig montierten Vorrichtung und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Behältnis mit Auffangschale und integriertem Verdampferrohr
von oben.
[0018] Die Figur 1 zeigt eine teilweise montierte Vorrichtung 10 mit einem Verdampferrohr
30 mit einem Durchmesser D30, einem Behältnis 40 und einem Verdampfer 20. Das Verdampferrohr
30 ist dabei an einem unteren Ende bereits auf den Verdampfer 20 aufgesteckt. Das
Behältnis 40 ist in Fig. 1 noch nicht in seiner Gebrauchsposition um das Verdampferrohr
herum angeordnet, sondern noch in seiner Montageposition oberhalb eines oberen Endes
des Verdampfers 20 angeordnet.
[0019] Das Verdampferrohr 30 mit an dessen Umfang angeordneten Austrittsöffnungen 32 ist
in der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 senkrecht zum Verdampfer 20 angeordnet.
[0020] Der Verdampfer 20 wird von einem mit Wasser befüllbaren Vorratsbehälter und einer
nicht dargestellten Heizung gebildet. Diese kann von einer elektrischen oder gasbetriebenen
Heizvorrichtung gebildet sein oder - wie beim eingangs erwähnten Stand der Technik
- von einem unterhalb des Vorratsbehälters angeordneten Saunaofen.
[0021] Nach oben hin wird das Verdampferrohr 30 mit einem Deckel 34 verschlossen, so dass
der Dampf nur durch die seitlich angeordneten Austrittsöffnungen 32 entweichen kann.
Die Größe und/oder die Anzahl der Austrittsöffnungen 32 ist dabei abhängig von der
Dampfleistung des Verdampfers 20. In unteren Drittel des Verdampferrohrs 30 ist eine
Auffangschale 36 zur Aufnahme des Kondensats mit dem Verdampferrohr 30 verbunden oder
in einer alternativen Ausführungsform mit diesem verbindbar. Die Verbindung kann beispielsweise
mittels Schweißen und/oder Kleben erfolgen, oder auch aufgesteckt werden. Es ist auch
eine kreisringförmige Gestaltung der Auffangschale 36 möglich, wobei deren Wandungen
eine Außenwand 44 und eine Innenwand 42 des Behältnisses 40 übergreift. In diesem
Fall kann die Auffangschale 36 beispielsweise auch als separates Bauteil auf eine
am Verdampferrohr 30 angeordnete Auflage aufgesetzt werden.
[0022] Das Behältnis 40 mit einem Zwischenraum 41 ist hohlzylindrisch ausgebildet. Es ist
nach oben hin offen und umfasst die Außenwand 44, die Innenwand 42 mit Durchbrüchen
48 und einen Boden 46, der ebenfalls mit Durchbrüchen 48 versehen ist. Auf dem Boden
46 bzw. im Zwischenraum 41 sind Salzsteine 50 und/oder weitere geeignete Aromaten
wie beispielsweise Kräuter und/oder Öle anordenbar. Beispielsweise können verschiedene
Kräuter in Teefilter abgefüllt und im Zwischenraum 41 angeordnet werden. Durch den
austretenden Dampf werden diese aus dem Verdampferrohr 30 damit durchdrungen oder
durchströmt und können somit ein mit einem Duft angereichertes Salz-Luftgemisch an
die Umgebung abgeben.
[0023] Die Anordnung der Durchbrüche 48 ist derart gestaltet, dass auf die Salzsteine 50
und/oder Kräuter und/oder das Öl eine größtmögliche Beaufschlagung mit Dampf erfolgt.
[0024] Die Außenwand 44 des Behältnisses 40 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel durchgehend
ausgebildet. Sie kann jedoch in alternativen Ausführungsbeispielen auch mehrere Durchbrüche
in unterschiedlichen Formen und Größen, sowie in unterschiedlicher Anordnung aufweisen.
[0025] Im vollständig montierten Zustand schließen die Oberkanten der Außenwand 44, der
Innenwand 42 und der Deckel 34 des Verdampferrohrs 30 der Vorrichtung 10 bündig miteinander
ab.
[0026] An einem inneren oberen Rand der Außenwand 44 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Beleuchtung 60 mit beispielsweise vier Lichtquellen angeordnet. In alternativen
Ausführungsbeispielen können weniger oder auch mehr als vier Lichtquellen angeordnet
sein. Auch ist ein Ausführungsbeispiel ohne Beleuchtung 60 möglich. Die Anordnung
der Beleuchtung 60 kann beispielsweise auch am Boden 46 des Behältnisses 40 vorgesehen
sein - oder an jeder anderen Stelle des Behältnisses 40. Die Beleuchtung kann beispielsweise
in Form einzelner LEDs und/oder LED-Lichtbändern gestaltet sein.
[0027] Bei der Montage wird die zylindrische Innenwand 42 mit einem Durchmesser D42 über
das Verdampferrohr 30 nach unten geschoben. Um ein Verkanten der beiden Bauteile miteinander
zu vermeiden ist der Durchmesser D42 um einen Abstand A geringfügig größer als der
Durchmesser D30 des Verdampferrohrs 30. Durch den Abstand A wird gleichzeitig gewährleistet,
dass dem Dampf aus allen Austrittsöffnungen 32 ungehindert austreten kann und diese
nicht durch Salzsteine 50 verschlossen werden.
[0028] Weiterhin wird das Behältnis 40 so weit nach unten geschoben, bis das über den Boden
60 nach unten etwas überstehende untere Ende der Innenwand 42 und das ebenso überstehende
untere Ende der Außenwand 44 auf dem Boden der Auffangschale 36 anliegen. Dadurch
bildet sich ein Hohlraum 45 zwischen dem Boden 46 des Behältnisses 40 und der Auffangschale
36. In diesem Hohlraum 45 kann das austretende Kondensat aufgefangen werden.
[0029] Der Durchmesser und die Größe der Auffangschale 36 sind von der Leistung des Verdampfers
20 anhängig, wobei das Kondensat in der Regel nur beim Aufheizen oder Abkühlen des
Verdampfers 20 entstehen wird und in der übrigen Zeit der gesamte Dampf in den zu
klimatisierenden Raum strömt.
[0030] Die in der Figur 2 schematische perspektivische Darstellung der Vorrichtung 10 zeigt
das bereits auf einem Verdampfer 20 montierte Verdampferrohr 30. In der Realität schließen
die Oberkanten der Außenwand 44, der Innenwand 42 und des Verdampferrohrs 30 - wie
oben bereits beschrieben - bevorzugt in einer Ebene bündig miteinander ab.
[0031] In der Figur 3 ist die bevorzugt konzentrische Anordnung des Verdampferrohrs und
des darum herum angeordneten Behältnisses 40 mit eingelegten Salzsteinen 50 gut zu
erkennen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 10
- Vorrichtung
- 20
- Verdampfer
- 30
- Verdampferrohr
- 32
- Austrittsöffnung (für Dampf)
- 34
- Deckel (von 30)
- 36
- Auffangschale (für Kondensat)
- 40
- Behältnis
- 41
- Zwischenraum
- 42
- Innenwand (von 40)
- 44
- Außenwand (von 40)
- 45
- Hohlraum (zwischen 42, 44 und 46)
- 46
- Boden (von 40
- 48
- Durchbrüche (in 42 und 46)
- 50
- Salzstein
- 60
- Beleuchtung
- A
- Abstand (zwischen 30 und 42)
- D30
- Durchmesser (von 30)
- D42
- Durchmesser (von 42)
1. Vorrichtung (10) mit einem Verdampferrohr (30) zur Erzeugung von Dampf, mit mehreren
Austrittsöffnungen (32) und mit einem Behältnis (40) zur Aufnahme von Salzsteinen
(50), wobei das Behältnis (40) in einer Strömungsverbindung mit den Austrittsöffnungen
(32) steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampferrohr (30) vertikal angeordnet ist, mehrere an dessen Umfang verteilte
Austrittsöffnungen (32) aufweist und von dem Behältnis (40) umgeben ist.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (40) hohlzylindrisch ausgebildet ist und eine Außenwand (44), eine
mit Durchbrüchen (48) versehene Innenwand (42) und einen mit Durchbrüchen (48) versehenen
Boden (46) aufweist, wobei ein zwischen der Außenwand (44) und der Innenwand (42)
gebildeter Zwischenraum (41) zur Aufnahme der Salzsteine (50) dient.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (42) einen Abstand (A) zum Verdampferrohr (30) aufweist.
4. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampferrohr (30) mit einer Auffangschale (36) für Kondensat verbunden oder
verbindbar ist.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (40) in die Auffangschale (36) einsetzbar ist.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampferrohr (32) auf einen Verdampfer (20) aufsteckbar ist.
7. Vorrichtung (10) nach einem der vor vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verdampferrohr (32) oben mittels eines Deckels (34) verschließbar ist.
8. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (41) auch zur Aufnahme zusätzlicher Aromaten geeignet ist.
9. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auffangschale (36) aus korrosionsbeständigem Material gebildet ist.
10. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtung (60) im und/oder am Behältnis (40) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (40) aus einem transparenten Material gebildet ist.