[0001] Die Erfindung betrifft eine Zentrifuge zur Separation eines Siebgutes mit einer Trommel,
insbesondere einer Siebtrommel, die sich von einer ersten Seite in Transportrichtung
des Siebgutes zu einer zweiten Seite erstreckt, wobei innerhalb der Trommel eine im
Inneren hohl ausgebildete Transportschnecke mit einem an der Transportschnecke außenseitig
angeordneten Schneckengang angeordnet ist, wobei der Schneckengang zu dem inneren
Verlauf der Trommel korrespondiert, wobei die Zentrifuge ferner zumindest eine Waschleitung
aufweist, durch welche eine Waschlösung in das Innere der Transportschnecke geleitet
wird, wobei die Transportschnecke ferner zumindest eine radiale Waschöffnung zur Durchleitung
der Waschlösung zu der Trommel aufweist.
[0002] Derartige Zentrifugen sind bekannt. Ferner ist es bekannt, das Siebgut durch Einleitung
einer Waschlösung zu waschen. Es hat sich als nachteilig gezeigt, dass die erzielte
Waschleistung oftmals unzureichend ist.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Zentrifuge derart weiterzubilden, dass
eine bessere Wäsche des Siebgutes ermöglicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Zentrifuge gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Besonders vorteilhaft bei der Zentrifuge zur Separation eines Siebgutes mit einer
Trommel, insbesondere einer Siebtrommel, die sich von einer ersten Seite in Transportrichtung
des Siebgutes zu einer zweiten Seite erstreckt, wobei innerhalb der Trommel eine im
Inneren hohl ausgebildete Transportschnecke mit einem an der Transportschnecke außenseitig
angeordneten Schneckengang angeordnet ist, wobei der Schneckengang zu dem inneren
Verlauf der Trommel korrespondiert, wobei die Zentrifuge ferner zumindest eine Waschleitung
aufweist, durch welche eine Waschlösung in das Innere der Transportschnecke geleitet
wird, wobei die Transportschnecke ferner zumindest eine radiale Waschöffnung zur Durchleitung
der Waschlösung zu der Trommel aufweist, ist es, dass an einer Innenwandung der Transportschnecke
zumindest ein in einem Winkel zu der Innenwandung verlaufendes Wehr in Transportrichtung
stromab und/oder stromauf der Waschöffnung angeordnet ist/sind, um zumindest einen
Teil der in das Innere der Transportschnecke eingeleiteten Waschlösung aufzustauen.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Zentrifuge kann es sich um eine Siebschneckenzentrifuge,
eine Siebschneckenzentrifuge mit Voreindickung, eine Vollmanteizentrifuge, eine Dekantierzentrifuge
oder einen Siebdekanter handeln.
[0007] Bei der Vollmantelzentrifuge ist die Trommel zumindest teilweise, insbesondere vollständig,
als Vollmanteltrommel ausgeführt.
[0008] Dekantierzentrifugen arbeiten nach dem sogenannten Gegenstromprinzip. Die Trommel
ist dabei zumindest teilweise, insbesondere vollständig, als Vollmanteltrommel mit
zumindest einem zylindrischen Abschnitt und einem konischen Abschnitt ausgeführt,
wobei die erste Seite den zylindrischen Abschnitt der Trommel abschließt und die zweite
Seite den konischen Abschnitt an seinem kleineren Durchmesser abschließt, wobei an
der ersten Seite ein Flansch mit einer oder mehreren Öffnungen angeordnet ist. Der
Flansch bildet dabei eine Kante aus, welche bezüglich des radialen Verlaufs der Zentrifuge
im Vergleich zu der Trommel nach innen übersteht. Das zu trennende Siebgut wird etwa
in der Mitte der Trommel aufgegeben. Der sedimentierte Feststoff wird durch die mit
einer Differenzdrehzahl zur Trommel umlaufende Schnecke in Richtung zur zweiten Seite
gefördert, während die geklärte Flüssigkeit an der ersten Seite der Trommel über den
Flansch überläuft. Ein Flüssigkeitsniveau, welches sich aufgrund des Verlaufes der
Trommel und der mittels des Flansches ausgebildeten Kante an der ersten Seite einstellt,
bestimmt das Verhältnis zwischen einem Klärteil und einem Trockenteil der Trommel.
Das Flüssigkeitsniveau definiert dabei den Flüssigkeitsspiegel, der bei der Aufbereitung
des Siebgutes mittels einer Rotation der Trommel entsteht. Das Flüssigkeitsniveau
kann auch als Sumpfhöhe, der Klärteil als Sumpf und der Trockenteil als Trockenstrand
bezeichnet werden. Die Differenzdrehzahl zwischen der Schnecke und dem Rotor wird
üblicherweise durch einen Hochleistungsantrieb realisiert, insbesondere über Keilriemen.
[0009] Bei der Siebschneckenzentrifuge mit Voreindickung handelt es sich grundsätzlich um
eine zuvor beschriebene Dekantierzentrifuge, bei der im Anschluss an der zweiten Seite
der Trommel ein Abschnitt der Trommel angeschlossen ist, welcher als Siebtrommel ausgeführt
ist, sodass über seinen Siebmantel Flüssigkeit, insbesondere mit kleinen Feststoffteilchen,
austreten kann. Größere Feststoffteilchen werden dabei mittels der Schnecke weiter
zu der freien Stirnseite der Siebtrommel transportiert und an einer freien Kante der
Siebtrommel abtransportiert. Bei einer derartigen Zentrifuge kann somit eine Separation
des Siebgutes in drei Bestandteile erfolgen: Flüssigkeit über die erste Seite der
Trommel, kleinerer Feststoff mit Flüssigkeit über den Siebmantel der Siebtrommel und
größerer Feststoff über die freie Kante der Siebtrommel im Anschluss an der zweiten
Seite der Trommel.
[0010] Bei einem Siebdekanter handelt es sich strukturell um eine Siebschneckenzentrifuge
mit Voreindickung, wobei die an der zweiten Seite der Trommel angeschlossene zylindrisch
ausbildete Siebtrommel einen größeren Durchmesser als der kleinere Durchmesser am
Ende des konischen Abschnitts der Trommel aufweist.
[0011] Im Folgenden wird die Erfindung an dem Beispiel einer Siebschneckenzentrifuge beschrieben,
wobei sich die Erfindung nicht auf Siebschneckenzentrifugen beschränkt. Die Erfindung
kann vielmehr analog bei den anderen zuvor beschriebenen Zentrifugen-Typen eingesetzt
werden.
[0012] Bei diesem Beispiel der Siebschneckenzentrifuge ist die Trommel als Siebtrommel ausgebildet,
wobei die Siebtrommel konisch ausgebildet ist und sich von der ersten Seite mit einem
ersten Durchmesser in Transportrichtung des Siebgutes zu der zweiten Seite mit einem
zweiten größeren Durchmesser hin erweitert. Die Transportschnecke rotiert dabei mit
einer Differenzdrehzahl gegenüber der rotierenden Siebtrommel, sodass das Siebgut
gleichmäßig verteilt und beschleunigt wird. Die Einleitung des Siebgutes in Form eines
Fest-Flüssig-Gemisches erfolgt üblicherweise an der ersten Seite der Siebtrommel in
der Nähe des kleinsten Siebtrommeldurchmessers. Dabei wird an der ersten Seite der
Hauptteil der Flüssigkeit aus dem Siebgut radial über de Siebtrommel abgeschieden.
Der an der Siebtrommel abgeschiedene Feststoff, welcher auch als Feststoffkuchen bezeichnet
wird, wird mittels der Transportschnecke in Transportrichtung zur zweiten Seite der
Siebtrommel weiter transportiert, bis er über die Kante der zweiten Seite der Siebtrommel
die Siebtrommel verlässt.
[0013] Dabei besteht zwischen der Siebtrommel und dem korrespondierenden Schneckengang ein
Spalt, insbesondere von 0,5 mm bis zu 4 mm, sodass eine Rotation der Siebtrommel und
der Schnecke ohne weiteres möglich ist.
[0014] Da die Transportschnecke im Inneren hohl ausgebildet ist, weist sie eine Innenwandung
auf. Durch das an der Innenwandung der Transportschnecke angeordnete in einem Winkel
zu der Innenwandung verlaufende Wehr, welches in Transportrichtung stromab der Waschöffnung
angeordnet ist, wird ermöglicht, zumindest einen Teil der in das Innere der Transportschnecke
eingeleiteten Waschlösung über der Waschöffnung aufzustauen. Anders ausgedrückt wird
zumindest ein Teil der Waschlösung mittels des Wehres aufgefangen, sodass sich über
der Waschöffnung ein Flüssigkeitsspiegel bilden kann. Das Wehr verhindert dabei, dass
die Waschlösung, insbesondere wegen des abschnittsweise konischen Verlaufs des Inneren
der Transportschnecke, das Innere der Transportschnecke verlässt und dabei nur ein
minimaler Teil der Waschlösung durch die Waschöffnung zu der Siebtrommel gelangt.
Durch die Waschleitung und das Wehr wird somit eine optimierte Waschvorrichtung geschaffen.
[0015] Das Wehr bildet dabei eine Art Auffangwanne, in welcher sich die Waschlösung über
der Waschöffnung sammelt und aufgrund der mittels der Rotation der Schnecke erzeugten
Fliehkräfte zu der Siebtrommel gelangt. Dabei ist das Wehr in Bezug auf die Innenwandung
zumindest derart ausgerichtet und bemessen, dass sich über der Waschöffnung ein Flüssigkeitsspiegel
der Waschlösung bilden kann. Je nach Höhe des Wehres und/oder Ausrichtung des Wehres
in Bezug auf die Innenwandung und/oder je nach Drehzahl des Schnecke kann die Menge
der aufgestauten Waschlösung angepasst werden und/oder der Leitungsdruck, mittels
dessen die Waschlösung zu der Siebtrommel geleitet wird, angepasst werden. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass der Leitungsdruck, mittels dessen die Waschlösung zu der
Siebtrommel gelangt, erhöht werden kann. Mit dem Begriff des Leitungsdruckes ist dabei
der durch das Aufstauen und die auftretenden Fliehkräfte entstehende Druck bei der
Einleitung der Waschlösung durch die Waschöffnung bezeichnet.
[0016] Dabei ist/sind zumindest ein in einem Winkel zu der Innenwandung verlaufendes Wehr
in Transportrichtung stromab und/oder stromauf der Waschöffnung angeordnet. Somit
ist/sind alternativ oder kumulativ zumindest ein Wehr in Transportrichtung stromab
und in Transportrichtung stromauf der Waschöffnung angeordnet. Ob ein Wehr in Transportrichtung
stromab und/oder stromauf der Waschöffnung angeordnet ist, hängt vom Verlauf der Schnecke,
insbesondere der Innenwandung der Schnecke ab. Dies wird beispielhaft an folgenden
drei Verläufen der Schnecke, insbesondere der Innenwandung der Schnecke erläutert,
wobei sich die Erfindung nicht darauf beschränkt.
[0017] Besonders bevorzugt ist dabei zumindest ein Wehr in Transportrichtung stromab der
Waschöffnung angeordnet, wenn sich die Schnecke, insbesondere die Innenwandung der
Schnecke in Transportrichtung des Siebgutes erweitert. Ein Abfließen der Waschlösung
aufgrund des in Transportrichtung des Siebgutes erweiternden Verlaufs der Schnecke,
insbesondere der Innenwandung der Schnecke kann dadurch verhindert werden. Dadurch
kann erfindungsgemäß die Waschlösung über der Waschöffnung gesammelt werden.
[0018] Besonders bevorzugt ist dabei zumindest ein Wehr in Transportrichtung stromauf der
Waschöffnung angeordnet, wenn sich die Schnecke, insbesondere die Innenwandung der
Schnecke in Transportrichtung des Siebgutes verjüngt. Folglich erweitert sich die
Schnecke, insbesondere die Innenwandung der Schnecke entgegengesetzt zur Transportrichtung
des Siebgutes. Ein Abfließen der Waschlösung aufgrund des entgegengesetzt zur Transportrichtung
des Siebgutes erweiternden Verlaufs der Schnecke, insbesondere der Innenwandung der
Schnecke kann dadurch verhindert werden. Dadurch kann erfindungsgemäß die Waschlösung
über der Waschöffnung gesammelt werden.
[0019] Besonders bevorzugt sind dabei zumindest jeweils ein Wehr in Transportrichtung stromab
und stromauf der Waschöffnung angeordnet, wenn die Schnecke, insbesondere die Innenwandung
der Schnecke zylindrisch ausgebildet ist. In diesem Fall erweitert sich die Schnecke,
insbesondere die Innenwandung der Schnecke weder in Transportrichtung des Siebgutes
noch entgegengesetzt zur Transportrichtung. Ein Abfließen der Waschlösung kann dadurch
verhindert werden. Dadurch kann erfindungsgemäß die Waschlösung über der Waschöffnung
gesammelt werden.
[0020] Durch ein derartiges Sammeln der Waschlösung über der Waschöffnung wird ermöglicht,
das Siebgut mit einem höheren Druck der Waschlösung zu waschen. Dies erfolgt, indem
die Waschlösung auf das Siebgut, insbesondere den Feststoff trifft, und das Siebgut
somit auflockert, sodass sich die unterschiedlichen Fraktionen des Siebgutes besser
voneinander trennen lassen. Erfindungsgemäß kann dafür die Waschlösung in ausreichender
Menge und/oder unter ausreichendem Leitungsdruck über die Waschöffnung zu der Siebtrommel
geleitet werden. Die ausreichende Menge der Waschlösung und/oder der ausreichende
Leitungsdruck der Waschlösung werden dabei mittels des Wehres ermöglicht. Auf diese
Weise wird eine verbesserte Wäsche des Siebgutes ermöglicht.
[0021] Insbesondere kann die Trommel zumindest abschnittweise, insbesondere vollständig,
konisch ausgebildet sein. In diesem Fall würde sich die Trommel von der ersten Seite
mit einem ersten Durchmesser in Transportrichtung des Siebgutes zu der zweiten Seite
mit einem zweiten größeren Durchmesser hin erweitern. Alternativ kann sich die Trommel
von der ersten Seite mit einem ersten Durchmesser in Transportrichtung des Siebgutes
zu der zweiten Seite mit einem zweiten kleineren Durchmesser hin verjüngen. Dabei
kann eine Erweiterung und/oder einer Verjüngung der Trommel mittels eines kontinuierlichen
Verlaufs der Trommel und/oder mittels einer Abstufung der Trommel ausgeführt sein.
[0022] Insbesondere kann die Siebtrommel vollständig konisch ausgebildet sein. Das Innere
der Transportschnecke kann ebenfalls vollständig oder abschnittsweise konisch ausgebildet
sein. Die Siebtrommel kann alternativ teilweise konisch und Teilweise zylindrisch
ausgebildet sein. Das Innere der Transportschnecke kann ebenfalls alternativ teilweise
konisch und teilweise zylindrisch ausgebildet sein.
[0023] Insbesondere kann die Trommel derart positioniert sein, dass ihre Drehachse horizontal
oder in einem beliebigen Winkel zur Horizontalen ausgerichtet ist. In dem Fall, dass
die Drehachse der Trommel horizontal ausgerichtet ist, kann das Wehr senkrecht zur
Drehachse der Trommel verlaufen. Auf diese Weise kann ein optimales Stauergebnis erzielt
werden.
[0024] Insbesondere weist eine derartige Zentrifuge vorzugsweise ferner eine Antriebeinheit
zur rotierenden und/oder oszillierenden Bewegung des Rotors und/oder der innerhalb
des Rotors laufenden Schnecke auf. Insbesondere kann eine derartige Zentrifuge ferner
zumindest ein Gehäuse und/oder zumindest jeweils einen Behälter zum Auffangen des
durch die Zentrifuge separierten Stoffes aufweisen.
[0025] Vorzugsweise ist das Wehr stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig
mit der Transportschnecke verbunden, insbesondere einstückig mit der Transportschnecke
ausgebildet ist. Insbesondere kann das Wehr an die Transportschnecke angeschweißt
sein. Insbesondere bei einer kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung
zwischen der Schnecke und dem Wehr kann eine Abdichtung zwischen dem Wehr und der
Innenwandung der Transportschnecke angeordnet werden.
[0026] Bevorzugt ist das Wehr in Umfangsrichtung der Innenwandung der Transportschnecke
umlaufend. Insbesondere kann das Wehr als Ring ausgebildet sein.
[0027] Vorzugsweise weist die Transportschnecke mehrere Waschöffnungen auf, die insbesondere
gleichmäßig über den Längsverlauf und/oder gleichmäßig über den Umfangsverlauf der
Transportschnecke verteilt angeordnet sind.
[0028] Vorzugsweise ist an einer oder mehreren Waschöffnungen jeweils zumindest eine Düse
angeordnet. An der Waschöffnung bedeutet hierbei leitungstechnisch stromab der Waschöffnung.
Insbesondere können mehrere Düsen stromab einer Waschöffnung angeordnet sein. Insbesondere
kann eine derartige Düse an jeder oder an ausgewählten Waschöffnungen angeordnet sein.
Die Düse dient dazu, den Leitungsdruck der auf die Siebtrommel, insbesondere auf das
auf der Siebtrommel befindliche Siebgut, geleiteten Waschlösung zu erhöhen. Auf diese
Weise wird die Waschung des Siebgutes verbessert.
[0029] Bevorzugt ist an einer oder mehreren Waschöffnungen jeweils zumindest eine Düse angeordnet,
wobei die Düse/n hinsichtlich ihrer Leitungsrichtung einstellbar ist/sind. Insbesondere
kann durch die Einstellbarkeit der Winkel, unter dem die Düse/n die Waschlösung in
die Siebtrommel einleiten, eingestellt werden. Alternativ oder kumulativ können die
Einleitungshöhe der Düsenspitze relativ zu der Siebtrommel und/oder ein Öffnungsdurchmesser
der Düse/n variabel einstellbar sein. Dadurch ist/sind die Düse/n ausrichtbar. Somit
kann die Waschlösung gezielt und unter dem gewünschten Winkel auf das Siebgut, insbesondere
auf den Feststoffkuchen, geleitet werden.
[0030] Bevorzugt ist an einer oder mehreren Waschöffnungen jeweils eine Düse angeordnet,
welche als Fächerdüse oder Kegeldüse oder Flachstrahldüse oder Glattstrahldüse oder
Nebeldüse ausgebildet ist. Insbesondere kann es sich bei einer Kegeldüse um eine Hohlkegeldüse
oder eine tangentiale Hohlkegeldüse oder eine Vollkegeldüse handeln. Insbesondere
können bei einer Anordnung mehrerer Düsen verschiedene Düsenarten eingesetzt werden.
Dadurch kann die Einleitung der Waschlösung an die Anforderungen angepasst werden.
[0031] Vorzugsweise besteht das Wehr aus einem Metall, insbesondere aus einer Metall-Legierung
und/oder aus einem Kunststoff.
[0032] Bevorzugt weist die Transportschnecke an ihrer ersten zu der ersten Seite der Trommel
zugewandten Stirnseite eine erste axiale Öffnung und/oder an ihrer zweiten der ersten
Stirnseite gegenüberliegenden Stirnseite eine zweite axiale Öffnung auf. Die zweite
Stirnseite der Transportschnecke ist somit der zweiten Seite der Siebtrommel zugewandt.
[0033] Vorzugsweise ist über die zweite axiale Öffnung der Transportschnecke eine Einlaufleitung
zur Einleitung des Siebgutes in die Trommel geführt. Insbesondere kann das Siebgut
über die erste axiale Öffnung der Transportschnecke in die Trommel eingeleitet werden.
[0034] Bevorzugt ist die Waschleitung über die zweite axiale Öffnung der Transportschnecke
geführt.
[0035] Vorzugsweise besteht die Waschlösung aus einer Säure und/oder einer Lauge und/oder
Wasser. Die Zusammensetzung der Waschlösung kann somit je nach Beschaffenheit des
anhaftenden Siebgutes angepasst werden, sodass die Waschung des Siebgutes weiter verbessert
werden kann.
[0036] Bevorzugt weist das Innere der Transportschnecke zumindest einen konischen Abschnitt
und/oder zumindest einen zylindrischen Abschnitt auf, insbesondere einen Hohlkonus
und einen Hohlzylinder.
[0037] Vorzugsweise ist die Trommel als Siebtrommel ausgebildet ist, welche mehrteilig,
insbesondere aus einem Tragkorb und einem an dem Tragkorb befestigten Siebkorb, ausgebildet,
insbesondere wobei der Siebkorb aus mehreren Siebsegmenten besteht.
[0038] Bevorzugt erweitert sich die Trommel von der ersten Seite mit einem ersten Durchmesser
in Transportrichtung des Siebgutes zu der zweiten Seite mit einem zweiten größeren
Durchmesser hin.
[0039] Alternativ oder kumulativ kann sich die Trommel, insbesondere ein Abschnitt der Trommel,
von der ersten Seite mit einem ersten Durchmesser in Transportrichtung des Siebgutes
zu der zweiten Seite mit einem zweiten kleineren Durchmesser hin verjüngen.
[0040] Dabei kann eine Erweiterung und/oder einer Verjüngung der Trommel mittels eines kontinuierlichen
Verlaufs der Trommel und/oder mittels einer Abstufung der Trommel ausgeführt sein.
[0041] Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Zentrifuge nach erstem
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2
- eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Zentrifuge nach zweitem
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 3
- eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Zentrifuge nach drittem
Ausführungsbeispiel.
[0042] Die Figuren sind nicht maßstabsgerecht dargestellt.
[0043] Figur 1 zeigt eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße Zentrifuge
nach dem ersten Ausführungsbeispiel. Es handelt sich dabei um eine Siebschneckenzentrifuge.
Zu sehen ist eine als Siebtrommel ausgebildete Trommel 10 bestehend aus einem Tragkorb
1 und darin eingesetzten Siebsegmenten 4. Innerhalb der Trommel 10 ist eine Schnecke
2 angeordnet, welche dem konischen Verlauf der Trommel 10 folgt. Die Trommel 10 und
die Schnecke 2 rotieren mit unterschiedlichen Drehzahlen um die Drehachse 100, um
das Siebgut in einen Feststoffteil und einen Flüssigteil zu separieren. Die Drehachse
100 der Trommel 10 ist horizontal ausgerichtet. Durch die unterschiedlichen Drehzahlen
der Rotationen der Trommel 10 und der Schnecke 2 entsteht eine Relativbewegung zwischen
der Trommel 10 und der Schnecke 2, wodurch aufgrund des an der Außenseite der Schnecke
2 angeordneten Schneckenganges 20 das Siebgut entlang der Trommel 10 in Transportrichtung
30 transportiert wird.
[0044] Die Trommel 10 weist eine erste Seite 10a auf, an welcher das Siebgut 90 über die
Einlaufleitung 9 in die Trommel 10 geleitet wird. Ferner weist die Trommel 10 eine
zweite Seite 10b mit einem größeren Durchmesser im Vergleich zur ersten Seite 10a
auf. Die Schnecke 2 weist eine erste der ersten Seite 10a der Trommel 10 zugewandte
Stirnseite 2a auf, an der eine erste axiale Öffnung 201 angeordnet ist. Ferner weist
die Schnecke 2 eine zweite der ersten Stirnseite 2a gegenüber liegende Stirnseite
2b auf, in welcher eine zweite axiale Öffnung 202 angeordnet ist. Die Einlaufleitung
9 ist über die zweite axiale Öffnung 202 der Schnecke 2 geführt. Über die Einlaufleitung
9 und die erste axiale Öffnung 201 wird das Siebgut 90 in die Trommel 10 an der ersten
Seite 10a geleitet.
[0045] Das in die Trommel 10 gelangende Siebgut 90 wird über die Rotation der Trommel 10
derart separiert, dass die Flüssigkeit des Siebguts 90 über den Mantel der Trommel
10 hinausgelangt. Hierzu weist der Tragkorb 1 der Trommel 10 radiale Ausnehmungen
auf. Der Feststoffteil des Siebguts 90 hingegen wird mittels des Schneckenganges 20
der Schnecke 2 in Transportrichtung 30 des Siebguts 90 über den Längsverlauf der Trommel
10 transportiert. Stromab des jeweiligen Schneckengangs 20 der Schnecke 2 bilden sich
Feststoffkuchen 21 aus, in welchen sich teilweise Fraktionen des Siebgutes 90 befinden,
die wegen ihrer Größe über den Mantel der Trommel 10 hinausgelangen sollten.
[0046] Die Schnecke 2 weist ferner drei radiale Waschöffnungen 27a, 27b, 27c auf. Die Zentrifuge
weist ferner zwei Waschleitungen 5a, 5b auf, durch welche eine Waschlösung 50 in die
Schnecke 2 geleitet wird. An der Innenwandung 3 der Schnecke 2 sind ferner zwei Wehre
7 angeordnet. Der Winkel α zwischen den Wehren 7 und der Innenwandung 3 ist dabei
derart gewählt, dass die Wehre 7 senkrecht zur Drehachse 100 und somit vertikal verlaufen.
[0047] Das in Transportrichtung 30 erste Wehr 7 ist stromab der in Transportrichtung 30
ersten Waschöffnung 27a angeordnet, sodass sich die über die in Transportrichtung
30 erste Waschleitung 5a eingeleitete Waschlösung 50 vor dem in Transportrichtung
erstem Wehr 7 und über der ersten Waschöffnung 27a aufstaut. Auf diese Weise kann
der Druck über der Waschöffnung 27a erhöht werden, sodass die durch die Waschöffnung
27a gelangende Waschlösung 50 das Siebgut 90 in Form des Feststoffkuchens 21 besser
waschen kann. Ferner ist an der Waschöffnung 27a eine Düse 8 angeordnet, welche den
Flüssigkeitsdruck weiter erhöht, um so die Aufbereitung des Siebgutes 90 in Form des
Feststoffkuchens 21 weiter zu verbessern.
[0048] Das in Transportrichtung 30 zweite Wehr 7 ist in Transportrichtung 30 stromab der
zweiten Waschöffnung 27b und der dritten Waschöffnung 27c angeordnet. Auf diese Weise
staut sich die durch die in Transportrichtung 30 zweite Waschleitung 5b eingeleitete
Waschlösung 50 über der zweiten Öffnung 27b und dritten Öffnung 27c auf. Die zweite
Öffnung 27b weist keine Düse auf. An der dritten Öffnung 27c ist ebenfalls eine Düse
8 angeordnet. Beide Düsen 8 sind hinsichtlich ihrer Leitungsrichtung einstellbar.
Bei den Düsen 8 handelt es sich um Kegeldüsen.
[0049] Stromauf des in Transportrichtung 30 ersten Wehrs 7 hat sich eine Aufstauung 51 aus
Waschlösung 50 gebildet. Stromauf des in Transportrichtung 30 zweiten Wehrs 7 hat
sich eine zweite Aufstauung 52 gebildet. Die Höhe des in Transportrichtung 30 zweiten
Wehrs 7 ist derart bemessen, dass sich die zweite Aufstauung 52 aus Waschlösung 50
gleichzeitig über den beiden Waschöffnungen 27b, 27c bilden kann.
[0050] Die beiden Wehre 7 dienen dazu, in Transportrichtung 30 stromab den Waschöffnungen
27a, 27b, 27c die Waschlösung 50 aufzustauen, sodass der Leitungsdruck gesteigert
werden kann, mittels dessen die Waschlösung 50 über die Öffnungen 27a, 27b, 27c zu
der Trommel 10 und zu dem als Feststoffkuchen 21 ausgebildeten Siebgut 90 geleitet
wird. Auf diese Weise wird das Siebgut 90 und damit der Feststoffkuchen 21 besser
gewaschen. Dies erfolgt, indem das Siebgut 90 mittels der Waschlösung 50 aufgelockert
und somit besser in seine unterschiedlichen Fraktionen aufgetrennt wird. Auf diese
Weise werden eine verbesserte Aufbereitung des Siebgutes 90 und eine bessere Wäsche
des Siebgutes gewährleistet.
[0051] Die Figur 2 zeigt eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße
Zentrifuge nach dem zweiten Ausführungsbeispiel. Hierbei ist die Zentrifuge als Dekantierzentrifuge
ausgeführt, wobei die Trommel 10 als Vollmanteltrommel ausgebildet ist. Die Trommel
10 weist dabei ferner einen zylindrischen Abschnitt 10z und einen konischen Abschnitt
10k auf.
[0052] Innerhalb der Trommel 10 ist eine Schnecke 2 angeordnet, welche dem konischen Verlauf
der Trommel 10 folgt und ebenfalls einen zylindrischen Abschnitt sowie einen konischen
Abschnitt aufweist. Die Trommel 10 und die Schnecke 2 rotieren mit unterschiedlichen
Drehzahlen um die Drehachse 100. Die Drehachse 100 der Trommel 10 ist horizontal ausgerichtet.
Durch die unterschiedlichen Drehzahlen der Rotationen der Trommel 10 und der Schnecke
2 entsteht eine Relativbewegung zwischen der Trommel 10 und der Schnecke 2, wodurch
aufgrund des an der Außenseite der Schnecke 2 angeordneten Schneckenganges 20 das
Siebgut entlang der Trommel 10 in Transportrichtung 30 transportiert wird.
[0053] Die Trommel 10 weist eine erste Seite 10a auf. Ferner weist die Trommel 10 eine zweite
Seite 10b mit einem kleineren Durchmesser im Vergleich zur ersten Seite 10a auf. Der
Abschnitt 10k der Trommel 10 verjüngt sich somit in Transportrichtung 30. Die Schnecke
2 weist eine erste der ersten Seite 10a der Trommel 10 zugewandte Stirnseite 2a auf.
Ferner weist die Schnecke 2 eine zweite der ersten Stirnseite 2a gegenüber liegende
Stirnseite 2b auf, in welcher eine axiale Öffnung 202 angeordnet ist. Die Einlaufleitung
9 ist über die axiale Öffnung 202 der Schnecke 2 geführt. Über die Einlaufleitung
9 wird das Siebgut 90 zunächst in die Schnecke 2 und über eine Durchbrechung 27 der
Schnecke 2 in die Trommel 10 geleitet.
[0054] An der ersten Seite 10a der Trommel 10 ist ein Flansch 300 angeordnet, welcher eine
Auslasskante bildet. Dabei weist der zylindrische Abschnitt 10z der Schnecke 2 die
Durchbrechung 27 auf, durch welche das über die Einlaufleitung 9 eingeleitete Siebgut
90 einschließlich Feststoff und Flüssigkeit entsprechend dem Pfeil 91 zu der Trommel
10 gelangt. Die Schnecke 2 rotiert dabei mit einer Differenzdrehzahl zur Trommel 10,
sodass das Siebgut 90 mittels der mittels des Schneckenganges 20 in Transportrichtung
30 vorgeschoben wird. Da zwischen dem Schneckengang 20 und der Trommel 10 ein Spalt
besteht, staut sich jedoch die Flüssigkeit aus dem Siebgut 90 aufgrund der mittels
des Flansches 300 gebildeten Auslasskante auf. Es bildet sich ein Flüssigkeitsniveau
301, sodass die Flüssigkeit beim Überlaufen über den Flansch 300 die Trommel 10 verlässt,
während der Feststoff in Transportrichtung 30 vorgeschoben wird, bis er die Trommel
10 an der zweiten Seite 10b über eine freie Kante verlässt.
[0055] Analog zur Figur 1 bilden sich dabei Feststoffkuchen 21 in Transportrichtung stromab
des Schneckganges 20 aus.
[0056] Die Schnecke 2 weist ferner zwei radiale Waschöffnungen 27a, 27b auf. Die Zentrifuge
weist ferner zwei Waschleitungen 5a, 5b auf, durch welche eine Waschlösung 50 in die
Schnecke 2 geleitet wird. Entsprechend des sich verjüngenden Verlaufes der Innenwandung
3 der Schnecke 2 in Transportrichtung 30, ist jeweils ein Wehr 7 in Transportrichtung
stromauf den Waschöffnungen 27a, 27b an der Innenwandung 3 angeordnet, sodass sich
jeweils eine Aufstauung 51 und 52 über den Waschöffnungen 27a, 27b bildet. Die Wehre
7 sind dabei in einem Winkel b zur Innenwandung 3 angeordnet. Der Winkel b zwischen
den Wehren 7 und der Innenwandung 3 ist dabei derart gewählt, dass die Wehre 7 senkrecht
zur Drehachse 100 und somit vertikal verlaufen. Auf diese Weise kann der Druck über
den Waschöffnungen 27a, 27b erhöht werden, sodass die durch die Waschöffnungen 27a,
27b gelangende Waschlösung 50 das Siebgut 90 in Form des Feststoffkuchens 21 besser
waschen kann. Mittels jeweils an den Waschöffnungen 27a, 27b angeordneter Düsen 8
wird die Waschlösung 50 aus den Aufstauungen 51 und 52 mit ausreichendem Druck auf
die Feststoffkuchen 21 geleitet, um das Siebgut optimal zu waschen. Beide Düsen 8
sind hinsichtlich ihrer Leitungsrichtung einstellbar. Bei den Düsen 8 handelt es sich
um Kegeldüsen.
[0057] Die beiden Wehre 7 dienen dazu, über den Waschöffnungen 27a, 27 die Waschlösung 50
aufzustauen, sodass der Leitungsdruck gesteigert werden kann, mittels dessen die Waschlösung
50 über die Öffnungen 27a, 27b zu der Trommel 10 und zu dem als Feststoffkuchen 21
ausgebildeten Siebgut 90 geleitet wird. Auf diese Weise wird das Siebgut 90 und damit
der Feststoffkuchen 21 besser gewaschen. Dies erfolgt, indem das Siebgut 90 mittels
der Waschlösung 50 aufgelockert und somit besser in seine unterschiedlichen Fraktionen
aufgetrennt wird. Auf diese Weise werden eine verbesserte Aufbereitung des Siebgutes
90 und eine bessere Wäsche des Siebgutes gewährleistet.
[0058] Die Figur 3 zeigt eine Teilansicht eines Querschnitts durch eine erfindungsgemäße
Zentrifuge nach dem dritten Ausführungsbeispiel. Hierbei ist die Zentrifuge als Siebdekanter
ausgeführt. Die Trommel 10 ist dabei abschnittsweise als Vollmanteltrommel und abschnittsweise
als Siebtrommel ausgebildet. Die Trommel 10 weist dabei analog zum zweiten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 2 einen zylindrischen Abschnitt 10z und einen konischen Abschnitt 10k
auf, welche als Vollmanteltrommel ausgebildet sind. Ferner weist die Trommel 10 einen
Abschnitt 10s auf, welcher als zylindrische Siebtrommel ausgeführt ist. Die Siebtrommel
besteht aus einem Siebkorb 1 und mehreren Siebsegmenten 4.
[0059] Innerhalb der Trommel 10 ist eine Schnecke 2 angeordnet, welche dem konischen Verlauf
der Trommel 10 folgt und ebenfalls einen zylindrischen Abschnitt, einen konischen
Abschnitt sowie einen weiteren zylindrischen Abschnitt aufweist. Die Trommel 10 und
die Schnecke 2 rotieren mit unterschiedlichen Drehzahlen um die Drehachse 100. Die
Drehachse 100 der Trommel 10 ist horizontal ausgerichtet. Durch die unterschiedlichen
Drehzahlen der Rotationen der Trommel 10 und der Schnecke 2 entsteht eine Relativbewegung
zwischen der Trommel 10 und der Schnecke 2, wodurch aufgrund des an der Außenseite
der Schnecke 2 angeordneten Schneckenganges 20 das Siebgut entlang der Trommel 10
in Transportrichtung 30 transportiert wird.
[0060] Die Trommel 10 weist eine erste Seite 10a auf. Ferner weist die Trommel 10 eine zweite
Seite 10b auf. Der Abschnitt 10k der Trommel 10 verjüngt sich in Transportrichtung
30. Im Anschluss an den Abschnitt 10k ist eine Abstufung angeordnet, wobei der Abstufung
der als Siebtrommel ausgebildete zylindrische Abschnitt 10s folgt. Die jeweiligen
Durchmesser der Trommel 10 an der ersten Seite 10a und an der zweiten Seite 10b entsprechen
sich. Die Schnecke 2 weist eine erste der ersten Seite 10a der Trommel 10 zugewandte
Stirnseite 2a auf. Ferner weist die Schnecke 2 eine zweite der ersten Stirnseite 2a
gegenüber liegende Stirnseite 2b auf, in welcher eine axiale Öffnung 202 angeordnet
ist. Die Einlaufleitung 9 ist über die axiale Öffnung 202 der Schnecke 2 geführt.
Über die Einlaufleitung 9 wird das Siebgut 90 zunächst in die Schnecke 2 und über
eine Durchbrechung 27 der Schnecke 2 in die Trommel 10 geleitet.
[0061] An der ersten Seite 10a der Trommel 10 ist ein Flansch 300 angeordnet, welcher eine
Auslasskante bildet. Dabei weist der zylindrische Abschnitt 10z der Schnecke 2 die
Durchbrechung 27 auf, durch welche das über die Einlaufleitung 9 eingeleitete Siebgut
90 einschließlich Feststoff und Flüssigkeit entsprechend dem Pfeil 91 zu der Trommel
10 gelangt. Die Schnecke 2 rotiert dabei mit einer Differenzdrehzahl zur Trommel 10,
sodass das Siebgut 90 mittels der mittels des Schneckenganges 20 in Transportrichtung
30 vorgeschoben wird. Da zwischen dem Schneckengang 20 und der Trommel 10 ein Spalt
besteht, staut sich jedoch die noch verbliebene Flüssigkeit aus dem Siebgut 90 aufgrund
der mittels des Flansches 300 gebildeten Auslasskante auf. Es bildet sich ein Flüssigkeitsniveau
301, sodass die Flüssigkeit beim Überlaufen über den Flansch 300 die Trommel 10 verlässt,
während der Feststoff in Transportrichtung 30 vorgeschoben wird.
[0062] Das in den Abschnitt 10s der Trommel 10 gelangende Siebgut 90 wird über die Rotation
der Trommel 10 derart separiert, dass die Flüssigkeit des Siebguts 90 über den Mantel
des Abschnitts 10s hinausgelangt. Hierzu weist der Abschnitt 10s einen Tragkorb 1
mit radiale Ausnehmungen auf. Der Feststoffteil des Siebguts 90 hingegen wird mittels
des Schneckenganges 20 der Schnecke 2 in Transportrichtung 30 des Siebguts 90 über
den Längsverlauf der Trommel 10 weiter transportiert, bis er die Trommel 10 an der
zweiten Seite 10b über eine freie Kante verlässt.
[0063] Analog zur Figur 1 und Figur 2 bilden sich dabei Feststoffkuchen 21 in Transportrichtung
stromab des Schneckganges 20 aus.
[0064] Die Schnecke 2 weist ferner drei radiale Waschöffnungen 27a, 27b, 27c auf. Die Waschöffnungen
27a, 27b sind in dem konischen Abschnitt der Schnecke 2 angeordnet. Die Waschöffnung
27c ist in dem zylindrischen Abschnitt der Schnecke 2 angeordnet, welcher zu dem Abschnitt
10s der Trommel 10 korrespondiert.
[0065] Die Zentrifuge weist ferner drei Waschleitungen 5a, 5b, 5c auf, durch welche eine
Waschlösung 50 in die Schnecke 2 geleitet wird. Entsprechend des sich verjüngenden
Verlaufes der Innenwandung 3 der Schnecke 2 in Transportrichtung 30, ist jeweils ein
Wehr 7 in Transportrichtung stromauf den Waschöffnungen 27a, 27b an der Innenwandung
3 angeordnet, sodass sich jeweils eine Aufstauung 51 und 52 über den Waschöffnungen
27a, 27b bildet. Die Wehre 7 sind dabei in einem Winkel b zur Innenwandung 3 angeordnet.
Der Winkel b zwischen den Wehren 7 und der Innenwandung 3 ist dabei derart gewählt,
dass die Wehre 7 senkrecht zur Drehachse 100 und somit vertikal verlaufen. Im zylindrischen
Abschnitt der Schnecke 2 sind zwei weitere Wehre 7, jeweils ein Wehr 7 in Transportrichtung
stromauf und stromab der Waschöffnung 27c, zum sammeln der Waschlösung 50 über der
Waschöffnung 27c angeordnet, sodass sich eine weitere Aufstauung 53 über der Waschöffnung
27c bildet.
[0066] Auf diese Weise kann der Druck über den Waschöffnungen 27a, 27b, 27c erhöht werden,
sodass die durch die Waschöffnungen 27a, 27b, 27c gelangende Waschlösung 50 das Siebgut
90 in Form des Feststoffkuchens 21 besser waschen kann. Mittels jeweils an den Waschöffnungen
27a, 27b, 27c angeordneter Düsen 8 wird die Waschlösung 50 aus den Aufstauungen 51,
52, 53 mit ausreichendem Druck auf die Feststoffkuchen 21 geleitet, um das Siebgut
optimal zu waschen. Die drei Düsen 8 sind hinsichtlich ihrer Leitungsrichtung einstellbar.
Bei den Düsen 8 handelt es sich um Kegeldüsen.
[0067] Die Wehre 7 dienen dazu, über den Waschöffnungen 27a, 27b, 27c die Waschlösung 50
aufzustauen, sodass der Leitungsdruck gesteigert werden kann, mittels dessen die Waschlösung
50 über die Öffnungen 27a, 27b zu der Trommel 10 und zu dem als Feststoffkuchen 21
ausgebildeten Siebgut 90 geleitet wird. Auf diese Weise wird das Siebgut 90 und damit
der Feststoffkuchen 21 besser gewaschen. Dies erfolgt, indem das Siebgut 90 mittels
der Waschlösung 50 aufgelockert und somit besser in seine unterschiedlichen Fraktionen
aufgetrennt wird. Auf diese Weise werden eine verbesserte Aufbereitung des Siebgutes
90 und eine bessere Wäsche des Siebgutes gewährleistet.
1. Zentrifuge zur Separation eines Siebgutes (90) mit einer Trommel (10), insbesondere
einer Siebtrommel, die sich von einer ersten Seite (10a) in Transportrichtung (30)
des Siebgutes (90) zu einer zweiten Seite (10b) erstreckt, wobei innerhalb der Trommel
(10) eine im Inneren hohl ausgebildete Transportschnecke (2) mit einem an der Transportschnecke
(2) außenseitig angeordneten Schneckengang (20) angeordnet ist, wobei der Schneckengang
(20) zu dem inneren Verlauf der Trommel (10) korrespondiert, wobei die Zentrifuge
ferner zumindest eine Waschleitung (5a, 5b) aufweist, durch welche eine Waschlösung
(50) in das Innere der Transportschnecke (2) geleitet wird, wobei die Transportschnecke
(2) ferner zumindest eine radiale Waschöffnung (27a, 27b, 27c) zur Durchleitung der
Waschlösung (50) zu der Trommel (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Innenwandung (3) der Transportschnecke (2) zumindest ein in einem Winkel
(a; b) zu der Innenwandung (3) verlaufendes Wehr (7) in Transportrichtung (30) stromab
und/oder stromauf der Waschöffnung (27a, 27b, 27c) angeordnet ist/sind, um zumindest
einen Teil der in das Innere der Transportschnecke (2) eingeleiteten Waschlösung (50)
aufzustauen.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wehr (7) stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig mit der
Transportschnecke (2) verbunden ist, insbesondere einstückig mit der Transportschnecke
(2) ausgebildet ist.
3. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wehr (7) in Umfangsrichtung der Innenwandung (3) der Transportschnecke (2) umlaufend
ist.
4. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschnecke (2) mehrere Waschöffnungen (27a, 27b, 27c) aufweist, die insbesondere
gleichmäßig über den Längsverlauf und/oder insbesondere gleichmäßig über den Umfangsverlauf
der Transportschnecke (2) verteilt angeordnet sind.
5. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer oder mehreren Waschöffnungen (27a, 27b, 27c) jeweils zumindest eine Düse
(8) angeordnet ist.
6. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer oder mehreren Waschöffnungen (27a, 27b, 27c) jeweils zumindest eine Düse
(8) angeordnet ist, wobei die Düse/n (8) hinsichtlich ihrer Leitungsrichtung einstellbar
ist/sind.
7. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer oder mehreren Waschöffnungen (27a, 27b, 27c) jeweils eine Düse (8) angeordnet
ist, welche als Fächerdüse oder Kegeldüse oder Flachstrahldüse oder Glattstrahldüse
oder Nebeldüse ausgebildet ist.
8. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wehr (7) aus einem Metall, insbesondere aus einer Metall-Legierung und/oder aus
einem Kunststoff besteht.
9. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschnecke (2) an ihrer ersten zu der ersten Seite (10a) der Trommel (10)
zugewandten Stirnseite (2a) eine erste axiale Öffnung (201) und/oder an ihrer zweiten
der ersten Stirnseite (2a) gegenüberliegenden Stirnseite (2b) eine zweite axiale Öffnung
(202) aufweist.
10. Zentrifuge nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass über die zweite axiale Öffnung (202) der Transportschnecke (2) eine Einlaufleitung
(9) zur Einleitung des Siebgutes (90) in die Trommel (10) geführt ist, insbesondere
dass das Siebgut (90) über die erste axiale Öffnung (201) der Transportschnecke (2)
in die Trommel (10) eingeleitet wird.
11. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschleitung (5a, 5b) über die zweite axiale Öffnung (202) der Transportschnecke
(2) geführt ist.
12. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschlösung (50) aus einer Säure und/oder einer Lauge und/oder Wasser besteht.
13. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innere der Transportschnecke (2) zumindest einen konischen Abschnitt und/oder
zumindest einen zylindrischen Abschnitt aufweist.
14. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (10) als Siebtrommel ausgebildet ist, welche mehrteilig, insbesondere
aus einem Tragkorb (1) und einem an dem Tragkorb (1) befestigten Siebkorb, ausgebildet
ist, insbesondere wobei der Siebkorb aus mehreren Siebsegmenten (4) besteht.
15. Zentrifuge nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Trommel von der ersten Seite (10a) mit einem ersten Durchmesser in Transportrichtung
(30) des Siebgutes (90) zu der zweiten Seite (10b) mit einem zweiten größeren Durchmesser
hin erweitert.