[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein manuelles Schleifwerkzeug bzw. einen Halter
für ein abrasives Medium zur Bearbeitung von unterschiedlichen Materialien und Bereichen.
[0002] Zum Bearbeiten von Oberflächen werden Schleifwerkzeuge regelmäßig zur Nachbearbeitung
verwendet, um Unebenheiten in Flächen oder Kanten zu entfernen und diese zu glätten
und auszubessern.
[0003] Schleifwerkzeuge sind im Stand der Technik allgemein bekannt und weisen übliche Bauformen
sowie Maße auf, wie beispielsweise in der
CH 257 128 A1 beschrieben. Hierbei sind scheibenförmige oder ringförmige Festkörper bekannt, welche
an einem elektrischen oder pneumatischen Motor, oftmals einen rotatorischen Antrieb
befestigt sind, als auch Schleifpapier, das auf Klötzen fixiert werden kann. Bei den
angetriebenen Schleifwerkzeugen, wird das abrasive Medium, das eine Scheibe bildet
oder auf einer Fläche angeordnet ist, mechanisch bewegt wird und mit dem zu behandelten
Material wechselwirken kann.
[0004] Weiterhin sind manuelle Feilen bekannt, die aus einem Werkzeugstahl gearbeitet sind
und auf mindestens an einer Seite eine Zahnung aufweisen, welche als Feilenblatt bezeichnet
wird. Bekannte Feilen weisen zumeist eine relativ grobe Zahnung auf, wodurch die Werkstücke
mit einem Schleifpapier nachgearbeitet werden müssen, um Unebenheiten zu entfernen.
[0005] Der Nachteil der bekannten Schleifwerkzeuge, die zumeist im Innenausbau verwendet
werden ist, dass diese durch den elektrischen oder pneumatischen Motor relativ schwer
sind. In einigen Fällen, ist es jedoch nicht erforderlich, dass diese großen, schweren
und sperrigen Gerätschaften verwendet werden. Weiterhin ist zumeist eine umständliche
Koppelung von dem abrasiven Medium mit dem Schleifwerkzeug, die in einigen Fällen
auch spezielles Werkzeug benötigt, vorgesehen, um eine Ablösung des Schleifmittels
zu vermeiden. Der elektrische Motor, der ggf. auch noch kabelgebunden ist sowie die
Kopplungsmechanismen erschweren die Handhabung der meisten Schleifwerkzeuge. Die manuellen
Feilen hingegen sind zumeist zu grobzahnig und vom Gewicht relativ schwer, da diese
aus Werkzeugstahl geschmiedet werden.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher ein verbessertes Schleifwerkzeug
zur Verfügung zu stellen, welches die Nachteile des Standes der Technik überwindet
und ein leicht handhabbares, leichtes und variables Schleifwerkzeug bereitstellt.
[0007] Die Aufgabe wird durch das ein manuelles Schleifwerkzeug bzw. einen Halter für ein
abrasives Medium zur Bearbeitung von unterschiedlichen Materialien und Bereichen gelöst.
[0008] Die Erfindung betrifft daher ein Schleifwerkzeug zur manuellen Bearbeitung von Werkstücken
umfassend einen Haltegriff an dem ein Kopfstück angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Kopfstück ein abrasives Medium lösbar angeordnet ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform handelt es sich bei der lösbaren Verbindung zwischen dem abrasiven
Medium und dem Kopfstück um eine Klettverbindungen, eine magnetische Verbindung und/oder
eine Knopfverbindung.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist der Haltegriff
die Form eines gradlinigen Quaders auf. In einer bevorzugten Ausführungsform weist
der Haltegriff eine Länge von 100 mm bis 130 mm, eine Breite von 15 mm bis 25 mm und
eine Dicke von 6 mm bis 10 mm auf. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
besteht der Haltegriff aus Holz, Metall, Kunststoff und/oder Glas, vorzugsweise ist
dieser jedoch aus Metall oder Kunststoff geformt.
[0010] Das Kopfstück der vorliegenden Erfindung weist in einer Ausführungsform an einer
Seite ein Profil auf, dass
- a) einen zweischenkligen Aufbau mit einem 90° Außenschleifwinkel aufweist, welcher
zum Schleifen von außenliegenden Winkeln geeignet ist;
- b) einen dreieckigen Aufbau für einen 90° Innenschleifwinkel aufweist;
- c) einen zweischenkligen Aufbau mit einem 120 ° Außenschleifwinkel aufweist;
- d) eine halbrunde Ausbildung zum Schleifen von runden Vertiefungen aufweist;
- e) eine Schildform aufweist, die an den Seiten eine Biegung aufweisen und spitz zulaufend
sind;
- f) eine flache rechteckigen Scheibe aufweist, welche zum Schleifen von Ecken geeignet
ist;
- g) ein C-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung vom Griff weg zeigt;
- h) ein rechteckiges flaches Profil aufweisen, an dessen einem schmalen Ende sich eine
Abrundung befindet, vorzugsweise wobei der Kopf dabei eine Breite von 35 bis 60 mm
aufweist und der Radius des im vorderen Bereich des Kopfstückes angeordneten Halbkreises
zwischen 17 und 30 mm beträgt;
- i) ein rechteckiges flaches Profil aufweisen, an dessen einem schmalen Ende sich einen
dreieckförmigen Abschluss aufweist; oder
- j) einer rechteckigen Fläche besteht, an welche an der schmalen Seite im Randbereich
das Handstück angeordnet ist.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform ist an dem Haltegriff ein Übergangsstück fest oder
lösbar mit diesem verbunden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Übergangsstück
Teil des Haltegriffs.
[0012] Das Übergangsstück besteht in einer Ausführungsform aus einem quaderförmigen oder
einem prismaförmigen Element, welches zwischen dem Haltegriff und dem Kopfstück angeordnet
ist. Vorzugsweise weist das Übergangsstück eine Länge von 30 mm, eine Breite 15 mm
bis 25 mm und eine Dicke von 6 mm bis 10 mm auf. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
weist das Übergangsstück in der Prismenform einen Winkel von 148° bis 155°, besonders
bevorzugt von 150° bis 152° zwischen dem einen Haltegriff und dem Übergangsstück auf.
[0013] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist zwischen dem abrasiven Medium
und dem Kopfstück eine flexible Halterung angeordnet.
[0014] Weiterhin ist in einer Ausführungsform am Kopfstück ein Stabilisierungselement angeordnet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Stabilisierungselement an der dem Kopfstückprofil
entgegengesetzten Seite angeordnet.
[0015] Diese und andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden in der Beschreibung
und den Beispielen offenbart und sind durch diese umfasst. Weitere Literatur über
eine bekannte der Materialien, Verfahren und Anwendungen die in Übereinstimmung mit
der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, können aus öffentlichen Bibliotheken
und Datenbanken, beispielsweise unter Verwendung elektronischer Geräte aufgerufen
werden. Ein vollständigeres Verständnis der Erfindung kann durch Bezugnahme auf die
Figuren erhalten werden, die zum Zweck der Illustration bereitgestellt wurden und
den Umfang der Erfindung nicht beschränken sollen.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0016]
- Fig. 1
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges mit einem 90° Außenschleifwinkel.
a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht.
- Fig. 2
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges mit einem 90° Innenschleifwinkel..
a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht.
- Fig. 3
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges mit einem 120° Außenschleifwinkel..
a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht.
- Fig. 4
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Bogenschleifer
groß ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne;
d) Perspektivische Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 5
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Dreieckflächenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 6
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Eckflächenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 7
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Flexschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 8
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als kleiner Bogenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 9
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als großer Rundflächenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 10
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als kleiner Rundflächenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 11
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Spitzenschleifer
ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne; d) Perspektivische
Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
- Fig. 12
- Schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges als Universalschleifer
groß ausgebildet. a) Seitliche Ansicht; b) Ansicht von Oben; c) Ansicht von Vorne;
d) Perspektivische Ansicht; Winkeldarstellungen = °Grad; Längendarstellungen = mm.
Bezugszeichenliste
[0017]
- 1
- Schleifwerkzeug
- 2
- Haltgriff
- 3
- Kopfstück mit Profil
- 4
- Übergangsstück
- 5
- Loch
- 6
- Stabilisierungselement
Detaillierte Beschreibung
[0018] Die vorliegende Erfindung betrifft ein manuelles Schleifwerkzeug (1), welches ein
abrasives Medium aufweist, das lösbar an einem Kopf (3) an einem ersten Abschnitt
(2) befestigt ist.
[0019] Manuell beschreibt dabei eine händische Betätigung des Schleifwerkzeuges (1) ohne
einen anderweitigen Antrieb, wie beispielsweise einen elektrischen Motor. Das Schleifwerkzeug
(1) wird dabei lediglich mit der Hand betätigt und erlaubt eine Werkstückabtragung
durch die reine Handbewegung bzw. Werkzeugbewegung.
[0020] Ein erstes Element (2) des Schleifwerkzeugs (1) bildet einen Haltegriff (2), durch
den das Schleifwerkzeug gefasst werden kann. Der Haltegriff (2) kann jede bekannte
Form bekannter Griffstücke aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei dem Griff (2) jedoch um einen gradlinigen Quader. Wie in den Fig. 1-12
dargestellt weist der erste Haltegriff (2) in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
eine Länge von 100 mm bis 130 mm, eine Breite von 15 mm bis 25 mm und eine Dicke von
6 mm bis 10 mm auf. Der Handgriff (2) kann aus unterschiedlichen Materialien gebildet
sein, wie beispielsweise Holz, Metall, Kunststoff und/oder Glas, wobei es sich vorzugsweise
um Metall oder Kunststoff handelt. Im Handgriff (2) kann ein Loch (5) an einem der
beiden Enden vorhanden sein, durch dieses eine Aufhängung für das Schleifwerkzeug
generiert wird. Das Loch (5) im Handgriff (2) liegt vorzugsweise an dem, dem Kopfstück
(3) gegenüberliegendem, Ende des Handgriffs (2). Das Loch (5) besteht dabei besonders
bevorzugt aus zwei zusammenhängenden Löchern, welche einen Radius von 2 mm und 5 mm
aufweisen.
[0021] An dem einen ersten Element ist in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ein Übergangsstück (4) angeordnet. Das Übergangsstück (4) kann mit dem einen ersten
Element fest oder lösbar verbunden sein. Bei einer festen Verbindung kann das Übergangsstück
(4) Teil des ersten Elements sein oder an dieses durch eine nicht lösbare Verbindung
angeordnet sein. Unter nicht lösbaren festen Verbindungen werden hierbei Verbindungen
verstanden, die durch Zerstörung der Verbindungsmittel und/oder der beiden verbundenen
Teile getrennt werden können. Diese umfassen, sind jedoch nicht begrenzt auf, Klebeverbindungen,
Lötverbindungen und/oder Schweißverbindungen. Das Übergangsstück (4) kann jedoch auch
mithilfe einer lösbaren Verbindung und somit auswechselbar an dem ersten Element angeordnet
sein. Mögliche lösbare Verbindungen umfassen, hierbei vorzugsweise Schnapp-Rastverbindungen,
Steckverbindungen und/oder Klemmverbindungen. Das Übergangsstück (4) besteht in einer
Ausführungsform aus einem Quader, wie in der Fig. 5 und 12, oder einem Prisma, wie
den Fig. 1-4, 6-11 zu entnehmen ist. In einer bevorzugten Ausführungsform weist das
Übergangsstück (4) eine Länge von 30 mm eine Breite 15 mm bis 25 mm und eine Dicke
von 6 mm bis 10 mm auf. In der Prismenform, führt das Übergangsstück (4) zu einem
Winkel von 148° bis 155°, besonders bevorzugt von 150° bis 152° zwischen dem einen
ersten Element und dem Übergangsstück.
[0022] An dem Griff (2) oder dem Übergangsstück (4) ist ein zweites Element (3) fest oder
lösbar angeordnet, dass das Kopfstück (3) des Schleifwerkzeugs (1) darstellt. Lösbare
und feste Verbindungen entsprechen den zuvor genannten Verbindungen. Bei den festen
Verbindungen handelt es sich Klebeverbindungen, Lötverbindungen und/oder Schweißverbindungen.
Lösbare Verbindung umfassen hingegen, Schnapp-Rastverbindungen, Steckverbindungen
und/oder Klemmverbindungen. Das Kopfstück (3) kann je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche
Formgebungen aufweisen, wie beispielsweise in den Fig. 1 bis 12 ersichtlich. In der
Fig. 1 ist beispielsweise ein Kopfstück (3) dargestellt, das einen 90° Außenschleifwinkel
aufweist, welcher zum Schleifen von außenliegenden Winkeln geeignet ist. In Fig. 2
ist ein Kopfstück mit 90° Innenschleifwinkel dargestellt, der zum Schleifen von innen
liegenden Winkeln geeignet ist. Hierbei besteht das Kopfstück (3) aus einem dreieckigen
Aufbau. Eine Form zum Schleifen von außenliegenden Winkeln ist das in Fig. 3 dargestellte
Kopfstück (3) mit einem 120° Außenschleifwinkel geeignet. Zum Schleifen von runden
Vertiefungen ist der Bogenschleifer geeignet, der in unterschiedlichen Größenvariationen
vorkommen kann, wie beispielsweise der Fig. 4 und 8 dargestellt. Die Bogenschleifer
weisen hierbei eine halbrunde Ausbildung auf. In Fig. 5 ist ein Dreieckflächenschleifer
dargestellt, dessen Kopfstück (3) derart ausgebildet ist, dass dieses zum Schleifen
von spitz zulaufenden Flächen geeignet ist. Eine weitere Möglichkeit bietet der Eckflächenschleifer,
der in Fig. 6 aufgezeigt ist. Dieser besteht aus einer flachen rechtseckigen Scheibe,
welche das Schleifen von Ecken erlaubt. Das in Fig. 7 dargestellte Flexschleifer-Kopfstück
(3) zum Schleifen von unterschiedlichen Radien weist ein C-förmiges Profil auf, dessen
Öffnung vom Griff weg zeigt. Die in den Fig. 9 und 10 dargestellten Rundflächenschleifer
zum Schleifen von runden Oberflächen im Verlauf weisen ein rechteckiges flaches Profil
auf, an dessen einen schmalen Ende sich eine Abrundung befindet. Je nach Einsatzgebiet
weist der Kopf (3) dabei eine Breite von 35 bis 60 mm auf, wobei der Radium des im
vorderen Bereich des Kopfstückes angeordneten Halbkreises zwischen 17 und 30 mm beträgt.
In Fig. 11 ist ein Spitzflächenschleifer zum Schleifen von schwer erreichbaren Ecken
und Kanten dargestellt, der anstatt eines halbrunden Abschlusses, wie in den Fig.
9 und 10 dargestellt, einen dreieckförmigen Abschluss aufweist. Weiterhin kann als
Kopfstück (3) auch ein Universalstück vorgesehen sein, dass aus einem rechteckigen
Fläche besteht, an welches an der schmalen Seite im Randbereich dieser das Handstück
montiert ist, wie der Fig. 12 zu entnehmen ist. Dieser Universalkopf dient dem Schleifen
von schwer erreichbaren Vertiefungen.
[0023] Auf dem Kopfstück (3) wird abrasives Medium lösbar angebracht. Abrasives Medium der
vorliegenden Erfindung umfasst insbesondere Schleifmittel auf einer Unterlage, wie
Schleifpapier, Schleifgewebe sowie Schleiffiber, die mit unterschiedlichen Schleifmitteln
bestückt sind, um einen Werkstoffabtrag zu erzielen. Abhängig von dem Einsatzgebiet,
beispielsweise Holz-, Metall-, Kunststoff-, oder Mineralbearbeitung, wie Gipsmaterialien,
können natürliche Körnungen und/oder synthetische Körnungen auf als Schleifmittel
Verwendung finden. Die lösbare Anbringung des abrasiven Mediums auf dem Kopfstück
(3) erfolgt mithilfe von Klettverbindungen, magnetischer Verbindungen und/oder Knopfverbindungen.
Hierbei ist eine erste Seite der Verbindung an dem Kopfstück (3) angeordnet und eine
zweite Seite der Verbindung befindet sich auf dem abrasiven Medium, sodass bei Zusammenfügen
der einen ersten Seite und der einen zweiten Seite der Verbindung, die als Verschlussmittel
agiert, eine Anhaftung des beispielsweise Schleifpapiers an das Kopfstück (3) erfolgt.
Die beiden Teile der lösbaren Verbindung wirken miteinander und ergänzen sich, wodurch
ein Verschluss bzw. eine Anhaftung des abrasiven Mittels erfolgt. Bei einer Klettverbindung
besteht eine Seite aus einem Band mit Widerhaken oder aus Pilzkopfbanad und die damit
wirkende andere Seite aus einem Band mit kleinen Schlaufen, wie Flauschband, Veloursband,
und/oder Pilzkopfband. Alle Kopfstücke weisen entsprechende lösbare Verbindungen auf
der wirkenden Seite auf, um Schleifpapier in beliebiger Art und Stärke befestigen
und wechseln zu können. Als wirkende Seite wird dabei die Seite bezeichnet, die auf
das zu bearbeitende Werkstück wirken soll, d.h. die Seite die beim Schleifen Verwendung
findet.
[0024] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist das Kopfstück (3) eine
flexible Verbindung zwischen dem abrasiven Medium und dem Kopfstück (3) auf. Diese
flexible Verbindung ist insbesondere für Kopfstücke(3) vorgesehen, die im inneren
Bereich eine Öffnung aufweisen, wie beispielsweise in Fig. 1 3 und 7 dargestellt.
Die in Fig. 1, 3 und 7 dargestellten Kopfstücke (3) sind für bestimmte Winkelanordnungen
ausgebildet und bilden daher selbst einen entsprechenden innenliegenden Winkel. Durch
eine solche Öffnung und den innenliegenden Winkel ist eine Anbringung eines abrasiven
Mediums nur schwer durchführbar. Aus diesem Grund ist an dem Kopfstück (3) eine flexible
Halterung angebracht, auf welchem sich eine wie zuvor beschriebene lösbare Verbindung
befindet auf diese das abrasive Medium angebracht werden kann. Durch die Flexibilität
der Halterung und der darauf angeordneten lösbaren Verbindung wird bei der Bearbeitung
eines Werkstücks, das abrasive Medium durch die flexible Anbringung in die jeweiligen
Ecken des Kopfstücks (3) gedrückt. Hierdurch nimmt das abrasive Medium die Form des
Kopfstücks (3) an und eine entsprechende Bearbeitung des Werkstückes kann erfolgen.
[0025] An dem Kopfstück (3) ist in einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges
(1) ein Stabilisierungselement (6) vorgesehen, dass das Kopfstück (3) zusätzlich stützt.
Das Stabilisierungselement (6) ist vorzugsweise an der dem Kopfstückprofil (3) entgegengesetzten
Seite angeordnet, sodass auch bei Druck auf das Profilelement, wie beispielsweise
den 90° Außenschleifwinkelkopf, das Kopfstück (3) gestützt wird.
[0026] Diese und andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden in der Beschreibung
und den Figuren offenbart und sind durch diese umfasst. Die in der vorstehenden Beschreibung
und in den Ansprüchen genannten Merkmale sind weiterhin in einer beliebigen Auswahl
kombinierbar und die im Rahmen der Erfindung sinnvollen Merkmalskombinationen als
offenbart zu betrachten. Weitere Literatur über eine bekannte der Materialien, Verfahren
und Anwendungen, die in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden
können, können aus öffentlichen Bibliotheken und Datenbanken, beispielsweise unter
Verwendung elektronischer Geräte aufgerufen werden. Ein vollständigeres Verständnis
der Erfindung kann durch Bezugnahme auf die Figuren erhalten werden, die zum Zweck
der Illustration bereitgestellt wurden und den Umfang der Erfindung nicht beschränken
sollen.
1. Schleifwerkzeug (1) zur manuellen Bearbeitung von Werkstücken umfassend einen Haltegriff
(2) an dem ein Kopfstück (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kopfstück (3) ein abrasives Medium lösbar angeordnet ist.
2. Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 1, wobei die lösbare Verbindung zwischen dem abrasiven
Medium und dem Kopfstück (3) eine Klettverbindungen, eine magnetische Verbindung und/oder
eine Knopfverbindung ist.
3. Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Haltegriff (2) die Form eines
gradlinigen Quaders aufweist, vorzugsweise wobei der Haltegriff (2) eine Länge von
100 mm bis 130 mm, eine Breite von 15 mm bis 25 mm und eine Dicke von 6 mm bis 10
mm aufweist.
4. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Haltegriff (2) aus
Holz, Metall, Kunststoff und/oder Glas ausgebildet ist, vorzugsweise wobei der Haltegriff
(2) aus Metall oder Kunststoff geformt ist.
5. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Kopfstück (3) an einer
Seite ein Kopfstückprofil aufweist, dass
k) einen zweischenkligen Aufbau mit einem 90° Außenschleifwinkel aufweist, welcher
zum Schleifen von außenliegenden Winkeln geeignet ist;
l) einen dreieckigen Aufbau für einen 90° Innenschleifwinkel aufweist;
m) einen zweischenkligen Aufbau mit einem 120° Außenschleifwinkel aufweist;
n) eine halbrunde Ausbildung zum Schleifen von runden Vertiefungen aufweist;
o) eine Schildform aufweist, die an den Seiten eine Biegung aufweisen und spitz zulaufend
sind;
p) eine flache rechteckigen Scheibe aufweist, welche zum Schleifen von Ecken geeignet
ist;
q) ein C-förmiges Profil aufweist, dessen Öffnung vom Griff weg zeigt;
r) ein rechteckiges flaches Profil aufweisen, an dessen einem schmalen Ende sich eine
Abrundung befindet, vorzugsweise wobei der Kopf dabei eine Breite von 35 bis 60 mm
aufweist und der Radius des im vorderen Bereich des Kopfstückes angeordneten Halbkreises
zwischen 17 und 30 mm beträgt;
s) ein rechteckiges flaches Profil aufweisen, an dessen einem schmalen Ende sich einen
dreieckförmigen Abschluss aufweist;
t) einer rechteckigen Fläche besteht, an welche an der schmalen Seite im Randbereich
das Handstück angeordnet ist.
6. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei an dem Haltegriff (2)
ein Übergangsstück (4) fest oder lösbar mit diesem verbunden ist, vorzugsweise wobei
das Übergangsstück (4) Teil des Haltegriffs (2) ist.
7. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Übergangsstück (4)
aus einem quaderförmigen oder einem prismaförmigen Element besteht, welches zwischen
dem Haltegriff (2) und dem Kopfstück (3) angeordnet ist, vorzugsweise wobei das Übergangsstück
(4) eine Länge von 30 mm, eine Breite 15 mm bis 25 mm und eine Dicke von 6 mm bis
10 mm aufweist.
8. Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 7, wobei das Übergangsstück (4) in der Prismenform
einen Winkel von 148° bis 155°, besonders bevorzugt von 150° bis 152° zwischen dem
einen Haltegriff (2) und dem Übergangsstück (4) aufweist.
9. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei zwischen dem abrasiven
Medium und dem Kopfstück (3) eine flexible Halterung angeordnet ist.
10. Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei am Kopfstück (3) ein Stabilisierungselement
(6) angeordnet ist, vorzugsweise wobei das Stabilisierungselement (6) an der dem Kopfstückprofil
entgegengesetzten Seite angeordnet ist.