GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fugendichtband aus Schaumstoff für unterschiedliche
Profildimensionen eines Trockenbauständerwerks zum Abdichten von Bauwerksfugen, insbesondere
zur Abdichtung gegen Schall und Rauch und gegebenenfalls gegen Feuer, wobei das Fugendichtband
wasserableitend ist. Insbesondere betrifft die Erfindung die akustische, rauchsichere
und/oder brandsichere Abdichtung von Anschlussfugen bei Trockenbauwänden vor allem
von Bewegungsfugen, wobei das Fugendichtband so ausgestaltet ist, dass trotz Einbau
in einer frühen Bauphase die Wassereinlagerung - hervorgerufen durch beispielsweise
Regenwaser - im Fugendichtband verringert, der Wasserdurchtritt/Wasseraustritt beschleunigt
und ein komplettes Trocknen des Fugendichtband sichergestellt wird.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Anschlussfugen entstehen in der Regel, wenn unterschiedliche Bauteile aufeinander
treffen. Anschlussfugen befinden sich im Anschlussbereich zur Geschossdecke, zum Fußboden
und zu Massivwänden. Durch Gewichtsbelastung oder thermische Einflüsse kann es bei
Gebäuden zu einem Senken oder Heben der Decke kommen. Um Beschädigungen der Trockenbauwand
zu vermeiden, wird in diesem Fall die obere Anschlussfuge als Bewegungsfuge ausgeführt.
Als Bewegungsfugen werden daher Fugen zur Unterbrechung von Bauteilen bezeichnet,
die Spannungsrissen vorbeugen. Das Deckenprofil wird derart ausgeführt, dass eine
Relativbewegung zwischen Deckenprofil und den senkrechten Wandkomponenten möglich
ist.
[0003] Im Allgemeinen wird auf die Anschlussbauteile ein U-Profil befestigt, welches Teil
des Ständerwerkes ist. Die Gipskartonplatten selber werden mit einem definierten Abstand
zum Anschlussbauteil angebracht. Üblicherweise erfolgt die Abdichtung des Systems
im Spalt zwischen Gipskartonplatte und Decke. Hierzu wird entweder eine geeignete
Dichtmasse eingebracht oder aber der Spalt mit Mineralwolle gefüllt und an der Oberfläche
mit einer abdichtenden Schicht versehen. Auch bekannt ist die Abdichtung dieser Fugen
mit diversen Schaumstoffen und Schaumstoffdichtbändern, was eine ausreichende Bewegungsaufnahme
gewährleistet.
[0004] Insbesondere hat die Abdichtung des Spaltes mit Schaumstoffen und Schaumstoffdichtbändern
einige Nachteile. Insbesondere, wenn offenzellige Schaumstoffe zur Anwendung kommen,
die von einer Folie umgeben sind, und in einer frühen Bauphase installiert werden,
kann Regenwasser mit dem Produkt in Berührung kommen, da die Fassade oftmals noch
nicht geschlossen ist oder Wasser auch über Öffnungen in Decken eintritt. Bei Kontakt
mit Wasser kann der Schaumstoff das Wasser aufsaugen und der Wasseraustritt wird von
der umschließenden Folie beeinträchtigt, was schnelles Trocknen des Schaumstoffes
verhindert. Schließendlich kann es bei feuchten Abdichtungen zu einer Schädigung der
Bausubstanz kommen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fugendichtband bereitzustellen, das die Einlagerung/Ansammlung
von Regenwasser bei Installation in einer frühen Bauphase verringert, das insbesondere
den Wasserdurchtritt/Wasseraustritt beschleunigt und ein komplettes Trocknen des Fugendichtband
sicherstellt - bei gleichbleibender guter Abdichtung bereits bei seiner Anwendung,
hervorragender Dichtigkeit bei maximaler Bewegungsaufnahme und Einsetzbarkeit für
unterschiedliche Profilbreiten des U-Profils eines Trockenbauständerwerks.
[0006] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine wasserableitende Anordnung
bereitzustellen, die im Brandfall eine bessere Abdichtung der Fuge zwischen zwei Bauteilen,
insbesondere zwischen einer Trockenbauwand und einem Anschlussbauteil, wie eine Wand,
eine Decke oder ein Boden, ermöglicht und so eine bessere und dauerhafte Abdichtung
gegenüber Schall und/oder Rauch und gegebenenfalls einen besseren und dauerhaften
Brandschutz bereitstellt und mit geringerem Arbeitsaufwand zuverlässig und fehlerfrei
montiert werden kann, und welche trotz Einbau in einer frühen Bauphase Wassereinlagerungen/Wasseransammlungen
- hervorgerufen durch Regenwaser - im Fugendichtband verringert, den Wasserdurchtritt/Wasseraustritt
beschleunigt und eine komplette trockene Dichtanordnung sichergestellt.
[0007] Diese und weitere Aufgaben, die aus der folgenden Beschreibung der Erfindung ersichtlich
sind, werden durch die vorliegende Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen
beschrieben ist, gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf bevorzugte Ausführungsformen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0008] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fugendichtband zur Abdichtung einer Fuge zwischen
einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, mit einem langgestreckten Verbindungselement
und mindestens zwei Dichtelementen, die beabstandet nebeneinander in Verbindungselementlängsrichtung
verlaufend an dem Verbindungselement positioniert sind, wobei die Dichtelemente und
das Verbindungselement einstückig aus einem offenzelligen langsam abbrennbaren Schaumstoff
bestehen und von einer Kunststofffolie umhüllt sind, dadurch gekennzeichnet, dass
sich an einer Unterseite des jeweiligen Dichtelements mindestens eine Öffnung in der
Kunststofffolie befindet.
[0009] Die vorliegende Erfindung betrifft weiter eine Dichtanordnung zur Abdichtung einer
Fuge zwischen zwei aneinander anliegenden Bauteilen mit wenigstens einem ersten Bauteil,
einem zweiten Bauteil und dem erfindungsgemäßen Fugendichtband.
[0010] Andere Aufgaben und Merkmale dieser Erfindung sind zum Teil offensichtlich und werden
zum Teil im Folgenden erläutert. Insbesondere wird der Gegenstand der vorliegenden
Erfindung im Detail durch Bezugnahme auf die folgenden Figuren beschrieben:
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0011]
Figur 1 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines Fugendichtbandes gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, auf einem Profilträger, wobei die Dichtelemente
ein Schaumstoff-Vollprofil und Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken aufweisen und
von einer Folie umhüllt sind und sich an einer Unterseite des jeweiligen Dichtelements
Öffnungen in der Kunststofffolie befinden.
Figur 2 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines Fugendichtbandes gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, auf einem Profilträger, wobei
das Fugendichtband an seiner Perforierung getrennt wurde und wobei das Dichtelement
ein Schaumstoff-Vollprofil und Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken aufweist und
von einer Folie umhüllt ist und sich an der Unterseite des Dichtelements Öffnungen
in Form von Schlitzen in der Kunststofffolie befinden.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0012] Die folgenden Begriffe werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet:
Der Begriff "Geometrien" im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfasst verschiedene
Querschnittsarten und Querschnittsformen. Dies bedeutet, dass insbesondere die Dichtelemente
unterschiedliche Querschnittsarten und Querschnittsformen aufweisen können. Unter
Querschnittsarten werden u.a. Rundprofil (runder Querschnitt), Ovalprofil (ovaler
Querschnitt), Mehreckprofil (mehreckiger Querschnitt), insbesondere Quadratprofil
(quadratischer Querschnitt), Rechteckprofil (rechteckiger Querschnitt),
Parallelogrammprofil (Querschnitt in Form eines Parallelogramms), Dreieckprofil (dreieckiger
Querschnitt), etc., verstanden. Es sind jedoch auch andere oder gemischte Querschnittsformen
denkbar und möglich, wie zum Beispiel ein Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken. Unter
Querschnittsformen werden u.a. Vollprofil und Hohlprofil verstanden, wobei beim Vollprofil
die Dichtelemente vollständig aus Dichtmaterial bestehen, wohingegen beim Hohlprofil
die Dichtelemente nur teilweise aus Dichtmaterial bestehen.
[0013] Die Begriffe "aufweisen", "mit" und "haben" sollen einschließend sein und bedeuten,
dass auch andere als die genannten Elemente gemeint sein können.
[0014] Der Begriff "Intumeszenz" im Rahmen der vorliegenden Erfindung bedeutet dabei, dass
unter Einwirkung von Hitze, beispielsweise im Brandfall, sich das Material aufbläht
und eine isolierende Schicht aus schwerentflammbarem Material bildet, also intumesziert.
Unter "langsam abbrennenden Schaumstoff" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung
ein Schaumstoff verstanden, der keine Möglichkeit der Brandausbreitung durch den Schaumstoff
bietet, nicht eigenentflammbar ist und auch nicht abtropft.
[0015] Im "oberen Bereich der Fuge positioniert" bedeutet, dass die Dichtelemente dabei
insbesondere seitlich an dem ersten Bauteil angeordnet sind.
[0016] Die Begriffe "wasserableitend, wasserdurchleitend, wasseraustrittsfördernd, wasserdurchtrittsfördernd
und wasserdurchlässig" sind im Sinne der vorliegenden Erfindung gleichbedeutend und
als Synonyme zu betrachten; sie bedeuten, dass Wassereinlagerungen/Wasseranlsammlungen
im Fugendichtband verringert werden bzw. dass das Wasser nicht im Fugendichtband langfristig
verbleibt und ggf. eine Schädigung der Bausubstanz hervorruft.
[0017] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendet, schließen die Singularformen "ein",
"eine" und "einer" auch die entsprechenden Pluralformen ein, sofern der Zusammenhang
nicht eindeutig auf etwas anderes schließen lässt. Somit soll zum Beispiel der Begriff
"ein" "ein oder mehrere" oder "zumindest ein" bedeuten, sofern nicht anders angegeben.
[0018] In einem Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein wasserableitendes Fugendichtband
zur Abdichtung einer Fuge zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil,
mit einem langgestreckten Verbindungselement und mindestens zwei Dichtelementen, die
beabstandet nebeneinander in Verbindungselementlängsrichtung verlaufend an dem Verbindungselement
positioniert sind, wobei die Dichtelemente und das Verbindungselement einstückig aus
einem offenzelligen langsam abbrennbaren Schaumstoff bestehen und von einer Kunststofffolie
umhüllt sind, das dadurch gekennzeichnet ist, dass sich an einer Unterseite des jeweiligen
Dichtelements mindestens eine Öffnung in der Kunststofffolie befindet.
[0019] In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung eine wasserableitende
Dichtanordnung zur Abdichtung einer Fuge zwischen zwei aneinander anliegenden Bauteilen,
mit wenigstens einem ersten Bauteil, einem zweiten Bauteil und dem vorher beschriebenen
Fugendichtband, wobei das Fugendichtband im oberen Bereich der Fuge positioniert und
dazu konfiguriert ist, die Fuge von außen abzudichten.
[0020] Es wurde herausgefunden, dass das erfindungsgemäße Fugendichtband sich besonders
dazu eignet, in einfacher Weise eine Bauwerksfuge zwischen zwei aneinandergrenzenden
Bauteilen sicher abzudichten, insbesondere gegen Schall und/oder Rauch und gegebenenfalls
auch gegen Feuer sowie dass das Fugendichtband gleichzeitig für unterschiedliche Profilbreiten,
insbesondere eines U-Profils eines Trockenbauständerwerks, universell einsetzbar ist.
Darüberhinaus wurde gefunden, dass Öffnungen an einer Unterseite der Dichtelemente
aus offenzelligen langsam abrennbaren Schaumstoff, trotz Einbau in einer frühen Bauphase,
Wassereinlagerungen/Wasseransammlungen - hervorgerufen durch Regenwaser - im Fugendichtband
verringern, den Wasserdurchtritt/Wasseraustritt beschleunigen und ein komplettes Trocknen
des Fugendichtband sicherstellen.
[0021] Damit das Fugendichtband auch für unterschiedliche U-Profil-Breiten eingesetzt werden
kann, kann das Verbindungselement des Fugendichtbandes eine Perforierung aufweisen
und/oder Verbreiterungselement aufweisen. Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass
die Dichtelemente des Fugendichtbandes eine vorbestimmte Geometrie aufweisen, insbesondere
ein Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken.
[0022] Daher ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, das wasserableitende Fugendichtband
zu beschreiben. Ferner ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, die Positionierung
des Fugendichtbandes, insbesondere eine wasserableitende Dichtanordnung, zu beschreiben.
[0023] Das erfindungsgemäße wasserableitende Fugendichtband zur Abdichtung einer Fuge zwischen
einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, mit einem langgestreckten Verbindungselement
und mindestens zwei Dichtelementen, die beabstandet nebeneinander in Verbindungselementlängsrichtung
verlaufend an dem Verbindungselement positioniert sind, wobei die Dichtelemente und
das Verbindungselement einstückig aus einem offenzelligen langsam abbrennbaren Schaumstoff
bestehen und von einer Kunststofffolie umhüllt sind, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass sich an einer Unterseite des jeweiligen Dichtelements mindestens eine Öffnung
in der Kunststofffolie befindet.
[0024] Die mindestens eine Öffnung ermöglicht, dass Wassereinlagerungen/Wasseransammlungen,
die durch Regenwasser auf der Baustelle bei frühzeitiger Installtion des Fugendichtbandes
und Kontakt mit Wasser durch eine noch offene Fassade oder Öffnungen in der Decke,
hervorgerufen werden, abzuleiten. Bei der Verwendung von offenzelligen Schaumstoffen
wird oft das Wasser aufgesaugt und der Wasseraustritt von der umschließenden Folie
beeinträchtigt, was schnelles Trocknen des Schaumstoffes verhindert. Durch die mindestens
eine Öffnung, die sich an einer Unterseite des jeweiligen Dichtelements in der Kunststofffolie
wird die Wassereinlagerung - hervorgerufen durch Regenwaser- im Fugendichtband verringert,
bzw. der Wasserdurchtritt/Wasseraustritt beschleunigt und ein komplettes Trocknen
des Fugendichtband sichergestellt.
[0025] Die Öffnungen können in Form eines Loches oder Schlitzes vorliegen, besonders bevorzugt
in Form eines eckigen oder runden Loches. In einer bevorzugten Ausführungsform hat
die mindestens eine Öffnung einen Durchmesser in einem Bereich von 1 bis 10 mm, bevorzugt
von 3 bis 7 mm, am bevorzugtestens ist der Duchmesser 3 mm.
[0026] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Fugendichtbands, befinden sich
mehrere Öffnungen an der Unterseite des jeweiligen Dichtelements in einem Abstand
voneinander im Bereich von 10 bis 60 mm, bevorzugt von 10 bis 50 mm, am bevorzugtesten
von 15 bis 40 mm.
[0027] Das Einbringen der Öffnungen in die Unterseite des jeweiligen Dichtelements kann
durch Schneiden, Stanzen, Schlitzen oder Lasern erfolgen. Insbesondere ist das Lasern
bevorzugt, da dieses einen berührungslosen, präziesen Verfahrensschritt darstellt,
der besonders in einer kontinuierlichen Produktion Einsatz findet. Insbesondere wird
beim Lasern sichergestellt, das kein Material abgetragen wird, keine Späne und/oder
sonstigen Verunreinigungen im Produktions-Band und kein Materialverlust am Schaum
ensteht.
[0028] In einer Ausfürhungsform des Fugendichtbandes, weist das Verbindungselement eine
Perforierung auf. Die Perforierung des Verbindungselements verläuft vorzugsweise in
der Mitte des Verbindungselements, d.h. in Längsrichtung des Fugendichtbandes. Diese
Perforierung ermöglich ein leichtes Trennen (Auseinanderreißen) oder alternativ ein
Auseinanderziehen der beiden Fugendichtbandhälften. Durch Auseinanderreißen, ohne
Einsatz von Werkzeug, lassen sich einfach zwei getrennte Fugendichtbandhälften herstellen,
die jeweils ein Dichtelement besitzen, und die unter Zuhilfenahme einer Klebevorrichtung,
wie beispielweise ein separates Klebeband oder Klebespray, und entweder für eine einseitige
Abdichtung oder für breitere U-Profile, insbesondere U-Profile mit Profilbreiten von
mehr als 10 Inch (254 mm), genutzt werden können. Es ist auch möglich, dass das Fugendichtband
vor dem Trennen mit selbstklebenden Vorrichtungen versehen ist, so dass nach dem Auseinanderreißen
zwei halbe Bänder entstehen, die sofort ohne weitere Hilfsmittel montiert werden können.
Die Fugendichtbandhälften sind somit universell für unterschiedliche Profildimensionen
einsetzbar.
[0029] Die Dichtelemente des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes zur Abdichtung einer Fuge
zwischen einem ersten Bauteil und einem zweiten Bauteil, weisen eine vorbestimmte
Geometrie auf. Geometrien im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfassen, wie oben
schon erwähnt, verschiedene Querschnittsarten und Querschnittsformen.
[0030] Bevorzugte Querschnittsarten der Dichtelemente gemäß der vorliegenden Erfindung sind
Vollprofil und Hohlprofil, wobei das Hohlprofil ein geschlossenes oder offenes Hohlprofil
sein kann. Vollprofil und Hohlprofil mit großer Profilwandstärke haben den Vorteil,
dass am Stoß zweier sich berührender Dichtelemente automatisch keine Lücke entsteht.
Hohlprofile können stärker komprimiert werden, und somit mehr Bewegung aufnehmen.
Besonders bevorzugt ist, dass die Dichtelemente ein Vollprofil aufweisen.
[0031] Bevorzugte Querschnittsformen der Dichtelemente gemäß der vorliegenden Erfindung
sind Rundprofil und Mehreckprofil, insbesondere Rechteckprofil, Quadratprofil, Ovalprofil,
Parallelogrammprofil und Dreieckprofil. Besonders bevorzugt sind Rundprofil und Rechteckprofil,
wobei Rechteckprofil am bevorzugtesten ist. Es sind jedoch auch andere oder gemischte
Querschnittsformen denkbar und möglich, wie zum Beispiel ein Rechteckprofil mit abgerundeten
Ecken, solange die Dichtelemente nach der Installation des Fugendichtbandes an die
beiden Bauteile angrenzen und die zwischen den Bauteilen bestehende Fuge verschließen
können. Bevorzugt sind die Dichtelemente am äußeren Rand des Verbindungselements positioniert.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes weisen
die Dichtelemente ein Rundprofil auf.
[0033] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
weisen die Dichtelemente ein Ovalprofil auf.
[0034] In einer noch weiteren, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
weisen die Dichtelemente ein Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken auf.
[0035] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
weisen die Dichtelemente ein Vollprofil und ein Rundprofil auf.
[0036] In einer weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
weisen die Dichtelemente ein Vollprofil und ein Ovalprofil auf.
[0037] In einer noch weiteren, besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Fugendichtbandes weisen die Dichtelemente ein Vollprofil und ein Rechteckprofil mit
abgerundeten Ecken auf.
[0038] Die Geometrie der Dichtelemente kann vorgefertigt werden, zum Beispiel durch definiertes
Zuschneiden, Extrudieren oder Pressen von geeignetem Dichtmaterial. Die Herstellung
solcher Querschnittsarten und Querschnittsformen ist dem Fachmann bekannt. Bevorzugt
ist, dass die Geometrie der Dichtelemente durch definiertes Zuschneiden oder Extrudieren
vorgefertigt wird. Besonders bevorzugt ist, dass die Geometrie der Dichtelemente durch
Extrudieren gefertigt wird.
[0039] Erfindungsgemäß bestehen die Dichtelemente und das Verbindungselement einstückig
aus einem offenzelligen langsam abbrennbaren Schaumstoff. Als Schaumstoffmaterial
sind übliche Schaumstoffe, wie Polyethylen- und Polyurethanschaumstoff oder Zellkautschuk,
zu nennen. Der Schaumstoff kann mit einem Imprägnat getränkt sein, das die Dichteigenschaften
des Schaumstoffs erhöht. Um Dichtigkeit gegenüber Rauch zu erreichen, sind die offenzelligen
Dichtelemente von einer Kunststofffolie umhüllt.
[0040] Von Vorteil ist, wenn die Zellgrößen des offenzelligen langsam abrennbaren Schaumstoffes
sich in einem Bereich von 0,1 bis 10 mm, vorzugsweise von 0,2 bis 5,0 mm am bevorzugtestens
>0,3mm befinden.
[0041] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Dichtelemente aus einem langsam abbrennenden
Schaumstoff, wie beispielsweise Zellkautschuk oder Polyurethanschaum, bestehen. Bei
einem langsam abbrennenden Schaumstoff besteht keine Möglichkeit der Brandausbreitung
durch den Schaumstoff. Eine Eigenentflammung ist bei den oben genannten Schaumstoffausgangsmaterialien
ausgeschlossen. Vorteilhaft ist, dass im Brandfall auch kein Abtropfen erfolgt. Ein
langsam abbrennender Schaumstoff sollte in einem Temperaturbereich zwischen 500°C
bis 800°C noch mindestens 20%, noch mindestens 25%, vorzugsweise noch mindestens 30%,
zwischen 20% bis 60%, zwischen 20% bis 40%, vorzugsweise zwischen 25% bis 30%, seines
Ausgangsvolumens besitzen. Ferner sollte ein langsam abbrennender Schaumstoff in einem
Temperaturbereich zwischen 500°C bis 800°C noch mindestens 10%, mindestens 20%, vorzugsweise
noch mindestens 30%, zwischen 10% bis 40%, zwischen 10% bis 30%, vorzugsweise zwischen
15% bis 20%, seiner Ausgangsmasse besitzen.
[0042] Ferner kann das Material, sofern Brandschutzeigenschaften, wie beispielsweise Intumeszenz,
gewünscht sind, entsprechende Additive enthalten. Unter Einwirkung von Hitze, wie
im Brandfall, bläht sich das Material auf und bildet eine isolierende Schicht aus
schwerentflammbarem Material. Die Bildung einer voluminösen, isolierenden Schicht,
nämlich einer Ascheschicht, kann durch die chemische Reaktion eines Gemisches aus
entsprechenden aufeinander abgestimmten Verbindungen, die bei Hitzeeinwirkung miteinander
reagieren, gebildet werden. Solche Systeme sind dem Fachmann unter dem Begriff chemische
Intumeszenz bekannt und können erfindungsgemäß eingesetzt werden. Alternativ kann
die voluminöse, isolierende Schicht durch Aufblähen einer einzelnen Verbindung, die,
ohne dass eine chemische Reaktion zwischen zwei Verbindungen stattgefunden hat, bei
Hitzeeinwirkung Gase freisetzen, gebildet werden. Solche Systeme sind dem Fachmann
unter dem Begriff physikalische Intumeszenz bekannt und können ebenfalls erfindungsgemäß
eingesetzt werden. Beide Systeme können jeweils alleine oder zusammen als Kombination
erfindungsgemäß eingesetzt werden.
[0043] In einer besonderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
besteht der offenzellige langsam abbrennbare Schaumstoff aus einem intumeszierenden
Polyurethan-Material.
[0044] In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes sind die Dichtelemente
zumindest über einen Teil ihres Umfangs fest mit dem Verbindungselement verbunden.
Hierdurch wird eine feste Verbindung zwischen dem Verbindungselement und den Dichtelementen
geschaffen, so dass auch bei starker Beanspruchung des Befestigungsbereichs und bei
einem teilweisen Lösen der Dichtelemente von dem Verbindungselement verhindert wird,
dass sich die Dichtelemente vollständig von dem Verbindungselement lösen.
[0045] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes sind die
Dichtelemente über ihren gesamten Umfang fest mit dem Verbindungselement verbunden.
Hierdurch wird zum einen eine optimale und dauerhafte Befestigung der Dichtelemente
an dem Verbindungselement erreicht, die ein Ablösen der Dichtelemente von dem Verbindungselement
nahezu unmöglich machen.
[0046] In einer besonderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
bestehen die Dichtelemente und das Verbindungselement aus einem offenzelligen intumeszierenden
Polyurethan-Material bestehen und sind vollständig von einer Polyethylen-Folie umhüllt.
[0047] Der Bereich des Verbindungselements, der zwischen den beiden Dichtelementen, genauer
zwischen den beiden Angriffspunkten des Verbindungselements an den Dichtelement liegt,
definiert einen Auflagebereich, der nur aus dem Verbindungselement besteht. Der Auflagebereich
wird dabei so dimensioniert, dass dieser etwa der Breite des Steges des U-Profils
entspricht. Hierdurch werden die Installation und insbesondere die Positionierung
des Fugendichtbandes auf dem Steg des U-Profils erleichtert. Bevorzugt ist, dass der
Auflagebereich des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes eine Breite im Bereich von etwa
30 mm bis etwa 300 mm hat, vorzugsweise im Bereich von etwa 50 bis 250 mm, und bevorzugter
im Bereich von etwa 90 bis 155 mm. Besonders bevorzugt ist, dass der Auflagebereich
des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes eine Breite von 67 mm für eine 2-1/2 Inch-
(64 mm) Schiene, von 95 mm für eine 3-5/8 Inch-(92 mm) Schiene, von 105 mm für eine
4 Inch- (102 mm) Schiene, von 155 mm für eine 6 Inch- (152 mm) Schiene, von 206 mm
für eine 8 Inch- (203 mm) Schiene bzw. von 257 mm für eine 10 Inch- (254 mm) Schiene
hat. Am meisten bevorzugt ist, dass der Auflagebereich des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes
eine Breite von 95 mm für eine 3-5/8 Inch- (92 mm) Schiene bzw. von 155 mm für eine
6 Inch- (152 mm) Schiene hat.
[0048] Um verschiedene Profildimensionen, insbesondere verschiedene Breiten des Auflagebereiches
zu erhalten, kann das Verbindungselement des erfindungsgemäßen Fugendichtbandes ferner
zumindest ein Verbreiterungselement aufweisen. Es ist bevorzugt, dass das Verbreiterungselement
in Form einer Schlaufe vorliegt. Das Verbreiterungselement besteht aus einem verformbaren
Material, einer Kunststofffolie, einem Gewebe, einem Vlies oder dergleichen, bevorzugt
aus einer Kunststofffolie wie beispielsweise Polyethylen.
[0049] Dieses Verbreiterungselement wird auf der Ober- oder Unterseite des Verbindungselements
so befestigt, dass eine Schlaufe entsteht. Befestigung erfolgt durch Aufnähen, Aufkleben
oder Aufschweißen, vorzugsweise durch Aufschweißen. Die Dimension der Schlaufe ist
so bemessen, dass nach dem Auseinanderziehen der beiden Fugendichtbandhälften mittels
Durchtrennen der Perforierung des Verbindungselements die gewünschte Breite für ein
alternatives Profil entsteht. So kann durch einen Trennungsschritt eine zweite Profildimension
erhalten werden, d.h. das Fugendichtband ist beispielsweise gleichzeitig für eine
3-5/8 Inch- (92 mm) bzw. 6 Inch- (152 mm) Schiene einsetzbar.
[0050] Ferner kann das erfindungsgemäße Fugendichtband ein oder mehrere zusätzliche Verbreiterungselemente
in Form von Schlaufen aufweisen. Diese zusätzlichen Verbreiterungselemente können
dadurch erhalten werden, dass die Schlaufe des zumindest einen Verbreiterungselements
noch ein oder mehrere Male mit einer Schweißnaht unterteilt werden, so dass mit einem
Produkt durch entsprechendes Auseinandertrennen der Naht oder Nähte mehrere Profilbreiten
abgedeckt werden können. Insbesondere, können durch das eine oder durch die mehreren
Verbreiterungselemente die gängigen U-Profile mit Profilbreiten von 2-1/2 Inch (64
mm), 3-5/8 Inch (92 mm), 4 Inch (102 mm), 6 Inch (152 mm), 8 Inch (203 mm) und 10
Inch (254 mm) abgedeckt werden. Hierdurch werden die Installation und insbesondere
die Positionierung des Fugendichtbandes auf dem Steg des U-Profils erleichtert. Zur
Erleichterung der Auswahl der gewünschten Breite des Fugendichtbandes für ein bestimmtes
Profil, können die Verbreiterungselemente mit Markierungen für die bestimmten Profilgrößen
versehen werden. Durch die Flexibilität des Verbreiterungselements ist es jedoch möglich,
auch andere Profilbreiten von U-Profilen eines Trockenständerbauwerkes mit dem erfindungsgemäßen
Fugendichtband abzudecken und die Fuge abzudichten.
[0051] Durch das erfindungsgemäße Fugendichtband wird ein universelles Produkt für verschiedene
Profilgrößen und Anwendungen bereitgestellt, das sich darüber hinaus in einer Fertigungslinie
kostengünstig herstellen lässt und zusätzlich wasserableitend ist.
[0052] Die Dimension und das Material des Fugendichtbandes, insbesondere sowohl der Dichtelemente
als auch des Verbindungselements werden entsprechend der geplanten Verwendung des
Fugendichtbandes gewählt.
[0053] Im Allgemeinen wird die Dimension der Dichtelemente in Abhängigkeit der verwendeten
Profilarten und des verwendeten Materials gewählt. Die Dimension muss so gewählt werden,
dass das Dichtelement den Spalt zwischen der Gipskartonplatte und der Decke ausfüllt
und abdichtend sowohl an der Decke als auch an der Gipskartonplatte anliegt. Soll
eine vertikale Bewegung der Gipskartonplatten zugelassen werden, muss das Dichtelement
der Bewegung der Gipskartonplatte folgen, damit der Kontakt mit der Gipskartonplatte
nicht abreißt und keine Lücke zwischen Dichtelement und Gipskartonplatte entstehen
kann. Hierzu besteht das Dichtelement bevorzugt aus offenzelligen Schaumstoff-Material
und wird bei der Montage der Gipskartonplatten entsprechend vorkomprimiert, damit
einer Abwärtsbewegung der Gipskartonplatte, wodurch der Spalt zwischen dieser und
der Decke vergrößert wird, gefolgt werden kann. Die voreingestellte Bewegungsfreiheit
der Gipskartonplatte bestimmt somit die Dimension des Dichtelements.
[0054] Die Positionierung der Dichtelemente an einem Bauteil kann mittels eines Verbindungselements
in einem Schritt erfolgen. Es ist auch möglich, dass das Verbindungselement und/oder
die Dichtelemente ihrerseits Mittel zur Befestigung an einem Bauteil, wie einem Trockenbauprofil,
aufweisen, beispielsweise in Form einer Selbstklebeschicht, in Form von form- oder
kraftschlüssig wirkenden Mitteln, wie geeignete Profilierungen, oder dergleichen,
wahlweise ist auch eine einzelne Positionierung der Dichtelemente möglich, beispielweise
wenn das Fugendichtband an der Perforierung getrennt wird und zwei Fugendichtbandhälften
erhalten werden. Das erfindungsgemäße Fugendichtband wird jedoch vorzugsweise in einem
Schritt an ein Bauteil positioniert.
[0055] Zum Erstellen einer erfindungsgemäßen wasserableitenden Dichtanordnung wird das erfindungsgemäße
Fugendichtband vor der Anbringung eines ersten Bauteils auf dem ersten Bauteil positioniert
und dann gemeinsam mit diesem an einem zweiten Bauteil in üblicherweise, z.B. durch
Schrauben oder Nageln, befestigt. Vorzugsweise ist das erste Bauteil ein Rahmenprofil
eines Trockenbauständerwerks, etwa ein U-Profil, und das zweite Bauteil eine Wand,
eine Decke oder ein Boden eines Bauwerks. Besonders bevorzugt ist das erste Bauteil
ein U-Profil, und das zweite Bauteil eine Decke. Mit dieser Anordnung ist das Fugendichtband
im oberen Bereich der Fuge positioniert und dazu konfiguriert, die Fuge von außen
abzudichten.
[0056] In einer Möglichkeit zum Abdichten einer Anschlussfuge im Trockenbau wird das Fugendichtband
vor der Anbringung des Profils an den Anschlussbauteilen, wie etwa eine Decke, auf
einem U-Profil positioniert und dann gemeinsam mit diesem an der Decke befestigt.
In einem weiteren Arbeitsgang werden die Gipskartonplatten, ein- oder zweilagig, stirnseitig
an das Dichtelement gedrückt, so dass bei doppelter Beplankung die beiden Gipskartonplatten
mit jeweils ihrer Oberkante in Kontakt mit dem Dichtelement kommen, und dadurch eine
Abdichtung der Fuge erreicht wird. Um die Bewegung der Gipskartonplatte(n) zuzulassen,
ohne dass bei maximaler Bewegung ein Spalt zwischen dem Dichtelement und der Gipskartonplatte
bzw. den Gipskartonplatten entsteht, muss bei der Montage der Gipskartonplatte(n)
das Dichtelement komprimiert werden.
[0057] Hierbei wird das Material und die Dicke des Dichtelements jeweils so gewählt, dass
das Dichtelement die Bewegung der Gipskartonplatte(n) nicht behindert und bei maximaler
Fugenbreite weiterhin die Oberkante der Gipskartonplatte(n) das Dichtelement berührt,
um eine hinreichende Abdichtung gegen Gase sicherzustellen. Die Breite des Dichtelements
wird bevorzugt so gewählt, dass diese etwa der doppelten Breite einer Gipskartonplatte
entspricht. Es hat sich herausgestellt, dass eine hinreichende Abdichtung auch dann
erreicht werden kann, wenn die Breite des Dichtelements der Breite nur einer Gipskartonplatte
entspricht.
[0058] Bei der Anordnung des Fugendichtbandes auf dem U-Profil und auf Stoß mit der Decke
können Unebenheiten in beiden Bauteilen ausgeglichen werden und eine einfache Positionierung
ohne Verklebung ist möglich. Ferner kann durch die anschließende Positionierung der
Gipskartonplatte sowie durch die Auswahl der Dichtmaterialien und/oder Geometriegestaltung
des Fugendichtbandes der Fugenabstand kontrolliert werden.
[0059] Alternativ kann bei Verwendung nur einer Gipskartonplatte diese nicht von unten auf
Stoß mit dem Dichtelement montiert werden, sondern so, dass die Gipskartonplatte mit
dem Dichtelement teilweise überlappt. Dadurch überragt die Gipskartonplatte das Dichtelement
teilweise und der überlappende Teil des Dichtelements wird zwischen das U-Profil und
die Gipskartonplatte gepresst. Es hat sich herausgestellt, dass auch hierdurch eine
ausreichende Abdichtung, insbesondere gegen Gase, erreicht werden kann. Zur Verbesserung
der Dichtigkeit und/oder der Gleiteigenschaften kann das Dichtband einseitig mit einer
Schicht aus einem Material, welche die Bewegung der Gipskartonplatte weder behindert
noch durch diese zerstört wird, wie etwa eine Kunststofffolie, kaschiert werden. Auf
beispielsweise eine Folie lässt sich einfach die Positionierungsmarkierung für die
Gipskartonplatte aufbringen.
[0060] Bei dieser Montageart wird eine große Bewegungsaufnahme, im Verhältnis zur Fugenbreite,
möglich. Ferner ist diese Art montagefreundlicher als die zuvor erwähnte einfache
oder doppelte Beplankung, da die Gipskartonplatte ohne Abstandmessung einfach auf
dem Dichtelement montiert werden kann. Bei Verwendung einer Positionierungsmarkierung
kann die Gipskartonplatte ohne Abstandmessung montiert werden. Darüber hinaus ist
man bei dieser Montageart nicht auf gut komprimierbare Materialien für die Dichtelemente
angewiesen und hat daher eine relativ große Freiheit bei der Wahl des Materials.
[0061] In einer weiteren, besonders bevorzugten Alternative kann eine Abdichtung der Fuge
erreicht werden, wenn bei doppelter Beplankung die beiden Gipskartonplatten derart
horizontal versetzt montiert werden, dass die äußere der beiden Gipskartonplatten
(auch als äußere, zweite Gipskartonplatte bezeichnet) höher (d.h. näher an die Decke)
als die innere Gipskartonplatte (auch als innere, erste Gipskartonplatte bezeichnet)
montiert wird. In dieser Ausführungsform wird die Dicke des Dichtelements entsprechend
der Dicke einer Gipskartonplatte gewählt. Die erste, innere Gipskartonplatte wird
derart montiert, dass deren Oberkante die Stirnflächen des Dichtelements berührt,
wobei keine oder wenig Vorkomprimierung des Dichtelements erforderlich ist. Die zweite,
äußere Gipskartonplatte wird horizontal versetzt angebracht, d.h. sie wird höher montiert
als die erste, innere Gipskartonplatte, so dass sie das Dichtelement teilweise überdeckt.
Dabei sollten sich das Dichtelement und die Gipskartonplatte dichtend aneinanderlegen,
um den Spalt zwischen der äußeren, zweiten Gipskartonplatte und dem Dichtelement,
insbesondere gegen Gase, abzudichten. Damit findet eine Abdichtung zwischen Dichtelement
und dem zweiten Bauteil, etwa eine Decke, eine Wand oder ein Boden, sowie zwischen
Dichtelement und äußerer, zweiter Gipskartonplatte statt.
[0062] Zwischen dem zweiten Bauteil, etwa eine Decke, eine Wand oder ein Boden, und der
äußeren, zweiten Gipskartonplatte verbleibt ein leerer Spalt. Dieser Spalt steht im
Falle einer vertikalen Bewegung des zweiten Bauteils oder der Gipskartonplatten vollständig
einer Bewegungsaufnahme zur Verfügung.
[0063] Abhängig davon wie weit die äußere, zweite Gipskartonplatte das Dichtelement überdeckt
(Größe des Versatzes) kann auch eine Bewegung in die andere Richtung aufgenommen werden.
Wichtig ist, dass in diesem Falle eine Überdeckung zwischen der zweiten Gipskartonplatte
und dem Fugendichtband gewährleistet bleibt. Bevorzugt wird daher die Dimension des
Dichtelements so gewählt, dass dessen Dicke etwas größer ist als die Dicke einer Gipskartonplatte
und dessen Höhe etwas mehr als die maximal zulässige Bewegung der Bauteile (maximale
Fugenbreite) umfasst.
[0064] Dadurch dass die Dicke des Dichtelements größer ist als die Dicke der Gipskartonplatte
wird die Gipskartonplatte bei deren Montage gegen das Dichtelement gepresst und etwas
komprimiert, wodurch der Spalt zwischen Dichtelement und Gipskartonplatte zuverlässig,
insbesondere gegen Gase, abgedichtet wird.
[0065] Für eine leichtere Einstellung des richtigen Fugenmaßes bei der äußeren, zweiten
Gipskartonplatte können Markierungen seitlich auf dem Fugendichtband angebracht werden,
eine sogenannte Positionierungsmarkierung. Zur Verbesserung der Dichtigkeit und/oder
der Gleiteigenschaften kann das Dichtband einseitig mit einer Schicht aus einem Material,
welche die Bewegung der Gipskartonplatte weder behindert noch durch diese zerstört
wird, wie etwa eine Kunststofffolie, kaschiert werden. Auf beispielsweise eine Folie
lässt sich einfach die Positionierungsmarkierung für die äußere, zweite Gipskartonplatte
aufbringen.
[0066] Bei dieser Montageart wird eine maximale Bewegungsaufnahme, im Verhältnis zur Fugenbreite,
möglich. Ferner ist diese Art sehr montagefreundlich, da zum einen die erste Gipskartonplatte
ohne Abstandmessung einfach auf Kontakt zu dem Dichtelement montiert werden kann.
Zum zweiten kann insbesondere bei Verwendung einer Positionierungsmarkierung die zweite
Gipskartonplatte ebenfalls ohne Abstandmessung montiert werden. Darüber hinaus ergibt
sich durch diese Montageart eine größtmögliche Freiheit bei der Wahl des Materials
für die Dichtelemente, da diese nur wenig komprimiert werden und somit nur geringe
Anforderung an die Komprimierbarkeit des Dichtelements gestellt werden.
[0067] Erfindungsgemäß lässt sich das Fugendichtband auf alle Arten von Anschlussfugen anwenden,
bei denen ein Bauteil auf ein anderes Bauteil trifft. Dementsprechend lässt sich das
Fugendichtband auf alle Profile, auch geschlossene Profile oder Holzbalken, anwenden,
die zu einer Anschlussfläche abgedichtet werden müssen. Insbesondere kann das Fugendichtband
auch für Abdichtungen von Trapez-/Wellblechen verwendet werden oder bei der Abdichtung
von Boden zu Wand, wo sie insbesondere eine verbesserte Trocknung ermöglichen.
[0068] Eine besonders bevorzugte Anwendung des Fugendichtbandes betrifft somit die Abdichtung
der Profile im Trockenbau, wobei das erste Bauteil ein Decken-, Boden-oder Wandprofil
oder ein Metall- oder Holzständerwerk eines Trockenbauelements, ist und das zweite
Bauteil ein Boden, eine Decke oder eine Wand eines Bauelements, beispielsweise ein
Mauerwerk oder Betonbauelement. Bei dem Profil kann es sich um irgendeines der üblicherweise
verwendeten Profile für den Trockenbau handeln, unabhängig davon, ob es einen geschlitzten
oder ungeschlitzten Steg bzw. geschlitzte oder ungeschlitzte Flansche aufweist. Die
weiteren Bauteile sind Gipskartonplatten, die eng an die Profile anliegen und am Ständerwerk
befestigt werden. Um eine vertikale Bewegung der Gipskartonplatten, etwa im Falle
eines Erdbebens, zuzulassen, werden die Gipskartonplatten auf Abstand zu einer Wand,
einem Boden oder einer Decke, vertikal beweglich montiert. Dadurch entsteht eine Lücke
(hierin auch Fuge genannt) zwischen der Gipskartonplatte und der Wand, dem Boden oder
der Decke. Diese Fuge wird durch das Dichtelement des Fugendichtbandes ausgefüllt,
so dass das Dichtelement die Fuge gegen Schall und/oder Rauch und je nach Material
des Fugendichtbandes gegebenenfalls auch gegen Feuer abdichtet.
[0069] Ohne den Schutzumfang der Erfindung einzuschränken, wird die Erfindung anhand spezieller
Ausführungsformen des Fugendichtbandes näher beschrieben. In diesen Ausführungsformen
wird das Fugendichtband auf die Anschlussfugen bei Trockenbauwänden angewendet. Dem
Fachmann ist klar, dass das Dichtband auch auf andere geartete Bauwerksfugen angewendet
werden kann.
[0070] In Figur 1 ist eine perspektivische Vorderansicht einer bevorzugte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fugendichtbandes 1 auf einem Profilträger 7 gezeigt. Das Fugendichtband
1 in Figur 1a weist zwei Dichtelemente 3a und 3b auf, die an den äußeren Rändern des
Verbindungselements 2 positioniert sind. Die Dichtelemente 3a und 3b weisen ein Rechteckprofil
mit abgerundeten Ecken und ein Vollprofil auf, wobei das Verbindungselement 2 seitlich
an den Dichtungselementen 3a und 3b positioniert ist. Weiter sind die Dichtelemente
3a und 3b und Verbindungselement 2 einstückig hergestellt und bestehen aus einem offenzelligen
langsam abrennbaren Schaumstoff, der gegebenenfalls Brandschutzadditive enthält. Das
Fugendichtband 1 ist vollständig von einer Kunststofffolie 4 umhüllt und weist ggf.
eine Perforierung (P) in Längsrichtung des Fugendichtbandes 1 auf (nicht gezeigt).
An der Unterseite des jeweiligen Dichtelements 3a und 3b befinden sich Öffnungen 5
in Form von gelaserten Löchern in der Kunsstofffolie 4.
[0071] Figur
2 zeigt eine perspektivische Vorderansicht eines Fugendichtbandes gemäß einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, auf einem Profilträger, wobei das Fugendichtband
an seiner Perforierung getrennt wurde und wobei das Dichtelement ein Schaumstoff-Vollprofil
und Rechteckprofil mit abgerundeten Ecken aufweist und von einer Folie umhüllt ist
und sich an der Unterseite des Dichtelements Öffnungen in Form von Schlitzen in der
Kunststofffolie befinden. Die zwei Fugendichtbandhälften besitzen nach Trennung jeweils
ein Dichtelement 3a, bzw. 3b (nicht gezeigt), jeweils einen Teil 2a, bzw. 2b (nicht
gezeigt) des Verbindungselements 2 und sind jeweils teilweise mit Kunststofffolie
4 umhüllt. An der Unterseite des Dichtelements 3a befinden sich Öffnungen 5 in Form
von eingebrachten Schlitzen in der Kunsstofffolie 4.
Reqentests an der Schnittkante des Fugendichtbandes:
[0072] Testablauf: Stirnseitig wird das Fugendichtband mit einem Wasserstrom (0,5 l/min)
für mindestens 24h bewässert. Danach werden die Wasseraufnahme g/Zeit über die Zunahme
des Gewichts gemessen, die Wasserausbreitung über die Horizontale cm/Zeit mittels
eines Baufeuchtefühlers überprüft, und die Wasserabgabe nach einem Beobachtungszeitraum
>7 Tage über die Trocknung gemessen (Wasserabgabe=Trocknung g/Zeit).
[0073] Öffnungen in der Folie an der unteren Position (Unterseite des Dichtelements) beeinflussten
positiv alle oben genannten Parameter. Es wurde beobachtet, dass die Öffnungen eine
gewisse Öffnungsgröße haben, idealerweise ist etwa ein Durchmesser von mindestens
1 mm, bevorzugt von 3 mm, von Vorteil. Der Abstand der Öffnungen sollte nicht größer
als 60 mm sein, bevorzugt im Bereich von 10-40 mm. Eine schlitzartige Öffnung zeigt
teilweise sogar noch bessere Ergebnisse bezgüglich der Wasserausbreitung, da der Weg
des Wassers verlängert wird. Bei hydrophoben Schaumstoffen wird die Saugwirkung dadurch
unterbrochen. Ebenso erfolgt eine Unterbrechung der Ausbreitung über Kapillarkräfte.
Idealerweise werden diese Maßnahmen mit einem hydrophoben Schaumstoff, und/oder einem
offenzelligen, möglichst großporigem Schaum kombiniert. Die Zellgrößen beinflussen
mehr oder weniger die Wasserebleitung. Die besten Ergebnisse in diesem Zusammenhang
wurden mit Zellgrößen des offenzelligen Schaummaterials von >0,3 mm erzielt. Vorteilhafte
Auswirkungen hatten auch die verwendeten Zellstabilisatoren, die sowohl die Zellgrößen,
als auch die Beschaffenheit der Zellwandung sowie Zellstruktur und hydrophoben Schaumeigenschaften
beeinflussen können.
[0074] Regentetst haben gezeigt, dass das erfindungsgemäße Fugendichtband weniger Wasser
aufnimmt, dass sich sehr schnell ein Gleichgewicht zwischen Wasseraufnahme an der
Schnittkante und Wasserabgabe über die Entwässerungsöffnungen einstellt, dass die
Öffnungen eine geringere und kürzere horizontale Ausbreitung des Wassers hervorrufen,
dass das Fugendichtband ein deutlich besseres Trocknungsverhalten aufweist und dass
im Fugendichtband enthaltenden Luft bei der Installation der Gipsplatten sehr gut
aus dem Schaum entweichen kann und letzendlich, sollte der Schaum Wasser aufgesaugt
haben, so kann dieser sehr einfach ausgedrückt werden, da das Wasser an jeder Stelle
abfließen kann.
[0075] Wie aus dem oben Ausgeführten ersichtlich wird, eignet sich das erfindungsgemäße
wasserableitende Fugendichtband besonders dazu, in einfacher Weise eine Bauwerksfuge
zwischen zwei aneinandergrenzenden Bauteilen sicher abzudichten, insbesondere gegen
Schall und/oder Rauch und gegebenenfalls auch gegen Feuer und ist dabei gleichzeitig
für unterschiedliche Profilbreiten universell einsetzbar. Insbesondere hat sich gezeigt,
dass das erfindungsgemäße die akustische, rauchsichere und/oder brandsichere Abdichtung
von Anschlussfugen bei Trockenbauwänden vor allem von Bewegungsfugen sicherstellt,
und dass trotz Einbau in einer frühen Bauphase Wassereinlagerungen/wasseransammlungen
- hervorgerufen durch Regenwaser - im Fugendichtband verringert werden, der Wasserdurchtritt/Wasseraustritt
beschleunigt und ein komplettes Trocknen des Fugendichtband sichergestellt wird.
[0076] Darüberhinaus ist das erfindungsgemäße Fugendichtband für unterschiedliche Profilbreiten
eines U-Profils eines Trockenbauständerwerks universell einsetzbar, insbesondere für
die gewöhnlichen Profilbreiten von 2-1/2 Inch (64 mm), 3-5/8 Inch (92 mm), 4 Inch
(102 mm), 6 Inch (152 mm), 8 Inch (203 mm) und 10 Inch (254 mm). Durch das erfindungsgemäße
Fugendichtband wird ein universelles Produkt für verschiedene Profilgrößen und Anwendungen
bereitgestellt, das sich darüber hinaus in einer Fertigungslinie kostengünstig herstellen
lässt.
[0077] Ferner ist die Anwendung sehr montagefreundlich, da keine zusätzliche Befestigung
des Fugendichtbandes etwa an dem Profil oder an der Decke notwendig ist. Ein passgenaues
Anlegen des Fugendichtbandes etwa an ein Profil ist aufgrund der Selbstzentrierung
des Fugendichtbandes bei der Montage des Profils an einem Bauteil ebenfalls nicht
notwendig. Die Montage ist daher denkbar einfach und der Arbeitsaufwand zur Montage
des Fugendichtbandes ist deutlich reduziert. Mit der Erfindung wird daher eine sichere
und zuverlässige Abdichtung von Fugen zwischen zwei Bauteilen, insbesondere zwischen
einem Profil eines Trockenbauständerwerks und einem daran angrenzenden Bauteil, wie
etwa eine Decke, Wand oder ein Boden, erreicht. Dabei kann eine beidseitige Abdichtung
in nur einem Arbeitsgang erreicht werden, indem ein vorgefertigtes Dichtelement bereitgestellt
wird.
[0078] Weiterhin hat sich gezeigt, dass mit dem erfindungsgemäßen Fugendichtband hervorragende
Dichtigkeiten erzielt werden können, da eine gute Komprimierbarkeit der Dichtelemente
durch Auswahl der Dichtmaterialien und/oder Geometriegestaltung ohne zusätzliche Hilfsmittel
gewährleistest ist. Die Erfindung ermöglicht es auch, durch entsprechende Auswahl
der Dichtmaterialien und/oder Geometriegestaltung, den richtigen Abstand von Gipskartonplatte
zu dem Anschlussbauteil ohne zusätzliche Hilfsmittel einzustellen, um besagte Vorkomprimierung
zu erreichen.
[0079] Mit dem erfindungsgemäßen Fugendichtband können ferner Unebenheiten einer Bauteiloberfläche
bereits beim Anordnen eines Bauteils an ein anderes Bauteil sicher abgedichtet werden,
da die Dichtelemente des Fugendichtbandes ausreichend fest an die Oberfläche des einen
Bauteils und gleichzeitig an die Seitenflächen des anderen Bauteils angepresst werden.
[0080] In Anbetracht des Vorstehenden ist ersichtlich, dass die Aufgaben der Erfindung gelöst
werden. Da verschiedene Änderungen an dem oben beschriebenen Fugendichtband gemacht
werden können, ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen, ist es beabsichtigt, dass
alle in der obigen Beschreibung enthaltenen Gegenstände als illustrativ und nicht
in einem einschränkenden Sinne interpretiert werden.
1. Fugendichtband (1) zur Abdichtung einer Fuge zwischen einem ersten Bauteil und einem
zweiten Bauteil, mit einem langgestreckten Verbindungselement (2) und mindestens zwei
Dichtelementen (3a, 3b), die beabstandet nebeneinander in Verbindungselementlängsrichtung
verlaufend an dem Verbindungselement (2) positioniert sind, wobei die Dichtelemente
(3a, 3b) und das Verbindungselement (2) einstückig aus einem offenzelligen langsam
abbrennbaren Schaumstoff bestehen und von einer Kunsstofffolie (4) umhüllt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass sich an einer Unterseite des jeweiligen Dichtelements (3a, 3b) mindestens eine Öffnung
(5) in der Kunsstofffolie (4) befindet.
2. Fugendichtband (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (2) eine Perforierung (P) aufweist.
3. Fugendichtband (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a, 3b) am äußeren Rand des Verbindungselements (2) positioniert
sind.
4. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a, 3b) zumindest über einen Teil ihres Umfangs fest mit dem Verbindungselement
(2) verbunden sind.
5. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a, 3b) ein Rundprofil, Ovalprofil oder ein Rechteckprofil mit
abgerundeten Ecken aufweisen.
6. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der offenzellige langsam abbrennbare Schaumstoff aus einem intumeszierenden Polyurethan-Material
besteht.
7. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a, 3b) und das Verbindungselement (2) aus einem offenzelligen
intumeszierenden Polyurethan-Material bestehen und vollständig von einer Polyethylen-Folie
(4) umhüllt sind.
8. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (2) ferner zumindest ein Verbreiterungselement (6) aufweist.
9. Fugendichtband (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbreiterungselement in Form einer Schlaufe vorliegt.
10. Fugendichtband (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbreiterungselement aus einem verformbaren Material, einer Kunststofffolie,
einem Gewebe, einem Vlies oder dergleichen, bevorzugt aus einer Kunststofffolie, besteht.
11. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Öffnung (5) einen Durchmesser in einem Bereich von 1 bis 10 mm
aufweist.
12. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Öffnungen (5) an der Unterseite des jeweiligen Dichtelements (3a, 3b) in
einem Abstand voneinander im Bereich von 10 bis 80 mm angeordnet sind.
13. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Öffnung (5) ein Loch oder ein Schlitz ist.
14. Fugendichtband (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auflagebereich, der zwischen den beiden Angriffspunkten des Verbindungselements
(2) an den Dichtelementen (3a, 3b) liegt, eine Breite im Bereich von etwa 30 mm bis
etwa 300 mm hat, vorzugsweise im Bereich von etwa 50 bis 250 mm, bevorzugter im Bereich
von etwa 90 bis 155 mm.
15. Dichtanordnung zur Abdichtung einer Fuge zwischen zwei aneinander anliegenden Bauteilen
mit wenigstens einem ersten Bauteil (7), einem zweiten Bauteil (9) und einem Fugendichtband
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a, 3b) im oberen Bereich der Fuge, vorzugsweise am ersten Bauteil
(7), positioniert und dazu konfiguriert sind, die Fuge von außen abzudichten.
16. Dichtanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtelemente (3a) und (3b) seitlich an dem ersten Bauteil (7) angeordnet sind.
17. Dichtanordnung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (7) ein Rahmenprofil einer Trockenbauwand und das zweite Bauteil
(9) eine Wand, eine Decke oder ein Boden, vorzugsweise eine Decke, eines Bauwerks
ist.