[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlüsselsafe zur Anbringung an einer Montagefläche,
mit einem Wandelement, das an der Montagefläche fixierbar und an dem zumindest ein
Schlüssel halterbar ist, einem Gehäuseteil, mittels dem das Wandelement und ggf. der
zumindest eine Schlüssel abdeckbar sind und das an seiner dem Wandelement zugeordneten
Kante rund ausgestaltet ist, und einer Schlossvorrichtung, mittels der das Wandelement
und das Gehäuseteil bei geschlossenem Schlüsselsafe aneinander verriegelbar sind,
wobei das Gehäuseteil bei in ihrer Freigabestellung befindlicher Schlossvorrichtung
in Bezug auf das Wandelement drehbar und nach einer Drehung um einen vorgebbaren Drehwinkel
in Bezug auf das Wandelement von diesem abnehmbar ist.
[0002] Bei bekannten derartigen Schlüsselsafes ist üblicherweise das Gehäuseteil mit dem
Wandelement über einen Bajonettverschluss verbunden, wobei das Gehäuseteil mittels
eines sich in seiner Blockierstellung befindlichen Kombinationsschlosses gegen eine
Verschwenkung bzw. Verdrehung in Bezug auf das Wandelement gesichert ist. Wenn am
Kombinationsschloss das Schlüsselgeheimnis eingestellt wird, wird ein Entriegelungsmechanismus
in Betrieb gesetzt, mit der Folge, dass bei am Kombinationsschloss eingestelltem Schlüsselgeheimnis
das Gehäuseteil verschwenkbar in Bezug auf das Wandelement ist. Der Innenraum des
Schlüsselsafes wird dann durch Drehung und Abnahme des Gehäuseteils zugänglich.
[0003] Derartige Schlüsselsafes sind vergleichsweise anfällig gegen mechanische Aufbruchversuche
ud.dgl.
[0004] Ausgehend von dem vorstehend geschilderten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Schlüsselsafe derart weiterzubilden, dass
er bei geringem technisch-konstruktiven Aufwand mechanisch stabiler ist, in einfacher
Weise betätigbar und betriebssicher bleibt, sowie eine auslesbare Historie vergangener
Zugriffe und ein höchstes Maß an Sicherheit gegen Missbrauch bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schlossvorrichtung als
elektronisch gesteuertes Funkschloss ausgebildet ist, und dass das Gehäuseteil mit
Ausnahme seiner dem Wandelement zugeordneten Öffnungsfläche durchbrechungsfrei ausgestaltet
ist. Durch die in Bezug auf das Wandelement drehbare Ausgestaltung des Gehäuseteils
in Verbindung mit dem erfindungsgemäß vorgesehenen elektronisch gesteuerten Funkschloss
werden Durchbrechungen des Gehäuseteils, die ansonsten für Zahlenräder und/oder Tasten
od.dgl. erforderlich sind, vermieden. Entsprechend ergeben sich im Falle des erfindungsgemäßen
Schlüsselsafes im Vergleich zum Stand der Technik in erheblich geringerer Weise Angriffspunkte,
die einem mechanischen Aufbruch des Schlüsselsafes dienen könnten.
[0006] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn der Drehwinkel, um den das Gehäuseteil
in Bezug auf das Wandelement verdrehbar ist, ca. 60 Grad beträgt.
[0007] Um ein möglichst aufwandfreies Verbleiben des Gehäuseteils im Bereich des Wandelements
zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, wenn das Gehäuseteil des Schlüsselsafes mittels
eines Drahts, eines Bands od.dgl. mit dem Wandelement verbunden ist.
[0008] Wenn das elektronisch gesteuerte Funkschloss im als Haube bzw. Kappe ausgebildeten
Gehäuseteil auf einer Halteplatte angeordnet ist, können die elektronischen und die
mechanischen Teile des elektronisch gesteuerten Funkschlosses im Innenraum des Gehäuseteils
sicher aufgenommen werden, wobei eine betriebssichere Halterung des elektronisch gesteuerten
Funkschlosses innerhalb des Gehäuseteils mittels der geeignet ausgewählten Halteplatte
gewährleistet werden kann.
[0009] Um dem Gehäuseteil eine mechanisch besonders widerstandsfähige Ausgestaltung zu verleihen,
ist das als Haube bzw. Kappe ausgebildete Gehäuseteil halbkugelig mit einem zylindrischen
Abschnitt an seiner dem Wandelement zugeordneten Kante und einem wandelementfernen
und zum Wandelement parallel angeordneten Flachabschnitt ausgebildet.
[0010] Das Wandelement ist zweckmäßigerweise als Rundplatte ausgestaltet, an deren Außenrand
eine Kreisnut ausgebildet ist, in der die dem Wandelement zugeordnete Kante des Gehäuseteils
aufnehmbar ist.
[0011] Das Gehäuseteil bzw. das gehäuseteilseitige elektronisch gesteuerte Funkschloss des
Schlüsselsafes weist vorteilhaft ein Blockierglied auf, das bei geschlossenem Schlüsselsafe
und aus dem Öffnungscode heraus verstelltem elektronisch gesteuerten Funkschloss in
Blockiereingriff mit am Wandelement ausgebildeten Blockierelementen ist und bei am
Funkschloss eingestelltem Öffnungscode aus dem Blockiereingriff mit den wandelementseitigen
Blockierelementen lösbar ist.
[0012] Um eine sichere Fixierung des Gehäuseteils am Wandelement - auch während der Drehung
- zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn zwischen dem Gehäuseteil und dem Wandelement
des Schlüsselsafes eine Bajonettverschlussvorrichtung ausgebildet ist, die nur dann
geöffnet werden kann, wenn der Öffnungscode am elektronisch gesteuerten Funkschloss
vorliegt und das Gehäuseteil um den vorgebbaren Drehwinkel in Bezug auf das Wandelement
gedreht ist.
[0013] Zur Erleichterung der Betätigung bzw. der Drehung des kappen- bzw. haubenförmigen
Gehäuseteils ist es vorteilhaft, wenn auf der Außenfläche des Gehäuseteils Griffmulden
ausgebildet sind.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Schlüsselsafes weist
dessen elektronisch gesteuertes Funkschloss einen Getriebemotor, an dem eine Kurvenscheibe
montiert ist, mittels der das funkschlossseitige Blockierglied verstellbar ist, ein
Drehpotentiometer, mittels dem die Position einer Motorwelle des Getriebemotors auslesbar
ist, eine Steuerelektronik, die auf einer Elektroplatine des Funkschlosses integriert
ist, mittels der ein Elektromotor des Getriebemotors steuerbar und die Position des
Drehpotentiometers auslesbar ist, die eine Funk-Sende- und Empfangseinheit und einen
Datenspeicher aufweist, und mittels der Codier- und Decodierschritte ausführbar sind,
und eine Batterie auf, mittels der die auf der Elektroplatine integrierte Steuerelektronik
und der Elektromotor des Getriebemotors mit elektrischer Energie versorgbar sind.
Mittels der Steuerelektronik kann somit aus dem an das Funkschloss übermittelten Sendesignal
ermittelt werden, ob der mit dem Sendesignal codiert übermittelte Öffnungscode zutreffend
ist oder nicht. Im Datenspeicher der Steuerelektronik können Zugriffe auf den Schlüsselsafe
bzw. mit den jeweiligen Zugriffen einhergehende Parameter und Daten, abgespeichert
werden.
[0015] Um eine Notbestromungsmöglichkeit des Funkschlosses des erfindungsgemäßen Schlüsselsafes
sicherzustellen, ist es vorteilhaft, wenn die Batterie des elektronisch gesteuerten
Funkschlosses über im Gehäuseteil vorgesehene elektrische Kontakte aufladbar ist.
[0016] Zweckmäßigerweise ist mit dem elektronisch gesteuerten Funkschloss des Schlüsselsafes
mittels eines Handys, mittels dem der Öffnungscode des Funkschlosses verschlüsselt
übertragbar ist, über Bluetooth, NFC oder RFID kommunizierbar. Entsprechend kann das
elektronisch gesteuerte Funkschloss des Schlüsselsafes mittels eines Handys geöffnet
werden, welches eine Software, APP für IOS oder Android, gespeichert und gestartet
hat, die mit dem Schlüsselsafe per Bluetooth oder per NFC kommuniziert. Passwörter
und an Handys von Schlossbesitzern oder Verwaltungsorganisationen zu versendende Berechtigungen
werden hierbei nicht in einer zentralen Cloud gespeichert, sondern es wird modernste
Blockchain-Technologie zur dezentralen, stets nachvollziehbaren Speicherung und Generierung
von Zugangsberechtigungen genutzt. Somit besteht keine Abhängigkeit von den Gefahren
einer zentralen Speicherstelle, sondern erfindungsgemäß werden die Daten auf jedem
teilnehmenden Rechner in einem Netzwerk gespeichert, aus denen die Öffnungscodes generiert
werden müssen. Die Software beinhaltet folgende Funktionen:
- Einfache Registrierung des Schlüsselsafes per SMS,
- Einrichten des Schlüsselsafes auf einen neuen Besitzer,
- Öffnung des Schlüsselsafes mit persönlicher Identifikation,
- Freigabe von zeitlich beschränkten Zugriffen auf den Schlüsselsafe,
- Einladung von Personen, diese Software (APP) zu benutzen,
- Möglichkeit zum Auslesen und Bearbeiten vergangener Schlüsselsafe-Öffnungen,
- Teilen von Besitzrechten, um den Schlüsselsafe-Zugriff zu verwalten,
- Hinzufügen einer Organisation, um den Schlüsselsafe zu verwalten,
- Ein- und Ausschalten automatischer Öffnungen,
- RESET-Herbeiführen des Auslieferungszustandes,
- Anzeigen von Zugriffen entsprechend der eigenen Rechte,
- Übertragen der Besitzrechte des Schlüsselsafes,
- schnelle und intelligente Benutzeroberfläche zur Schlüsselsafe-Öffnung,
- Verwaltung von Zugangskonten,
- erlauben, Nachrichten in der Nähe des Schlüsselsafes zu empfangen,
- Internetzugang für Organisationen zur Verwaltung von Schlüsselsafe-Zugriffen und
- Informationen zu Batterie-Status.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Schlüsselsafes in einer perspektivischen Explosionsdarstellung zeigt.
[0018] Ein in der Figur anhand eines Ausführungsbeispiels dargestellter und im Folgenden
näher beschriebener Schlüsselsafe 1, der an einer in der Figur nicht gezeigten Montagefläche
angebracht wird, dient der Verwahrung eines oder mehrerer Schlüssel, z.B. eines Zweitschlüssels,
die bzw. der in der Figur ebenfalls nicht dargestellt sind. Hierzu sind die Schlüssel
bzw. ist der Zweitschlüssel innerhalb des Schlüsselsafes 1 deponierbar.
[0019] Der innerhalb des Schlüsselsafes 1 befindliche Schlüssel soll lediglich einem bestimmten
Personenkreis zugänglich sein. Um den Schlüsselsafe 1 zu öffnen, muss die jeweilige
Person im Besitz eines Öffnungscodes eines elektronisch gesteuerten Funkschlosses
2 sein, das in den Schlüsselsafe 1 in der im Folgenden näher beschriebenen Art und
Weise integriert ist.
[0020] Im dargestellten Ausführungsbeispiel hat das elektronisch gesteuerte Funkschloss
2 eine Elektronikplatine 3, mittels der ein eingehendes Funksignal empfangbar, auswertbar
und der eingehende Öffnungscode als falsch oder richtig bewertbar ist.
[0021] Der Schlüsselsafe 1 ist zweiteilig ausgestaltet. Zu ihm gehört zunächst ein Wandelement
4, das in geeigneter Weise an der eingangs bereits erwähnten Montagefläche, die in
der Figur nicht gezeigt ist, fixierbar ist. Das Wandelement 4 ist im dargestellten
Ausführungsbeispiel als Grundplatte 4 ausgebildet. Im Bereich ihres Außenrandes 5
hat die Rundplatte 4 eine Kreisnut 6, die sich über den Umfang der Rundplatte 4 erstreckt.
[0022] Des Weiteren sind am Wandelement 4 zwei federbelastete Blockierelemente 7, 8 angeordnet,
mittels denen ein Blockierglied 9 des elektronisch gesteuerten Funkschlosses 2 blockierbar
ist, wenn mittels einer in der Elektronikplatine 3 des Funkschlosses 2 integrierten
Steuerelektronik ermittelt wird, dass der an das Funkschloss 2 übermittelte Öffnungscode
nicht korrekt ist.
[0023] Bei dem in der einzigen Figur gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Funkschloss 2
an einer Halteplatte 10 aufgenommen, die ihrerseits im Innenraum eines halbkugelig
ausgestalteten Gehäuseteils 11 des Schlüsselsafes 1 fixiert ist. Das halbkugelig ausgestaltete
Gehäuseteil 11 hat an seiner dem montageflächenseitigen Wandelement 4 zugeordneten
Kante 12 einen zylindrischen Abschnitt 13, der mit seinem freien Ende die Kante 12
ausbildet. Die Kante 12 ist im geschlossenen Zustand des Schlüsselsafes 1 in der wandelementseitigen
Kreisnut 6 aufgenommen.
[0024] Auf der in der Figur nicht sichtbaren Innenseite des zylindrischen Abschnitts 13
des Gehäuseteils 11 sind gehäuseteilseitige, in der Figur nicht sichtbare Bajonettvorsprünge
ausgebildet, die mit wandelementseitigen Bajonetthalteteilen 14 eine Bajonettverschlussvorrichtung
bilden, mittels der das Gehäuseteil 11 und das Wandelement 4 des Schlüsselsafes 1
aneinander fixiert sind.
[0025] Darüber hinaus ist im dargestellten Ausführungsbeispiel das Gehäuseteil 11 an seiner
Außenfläche mit zueinander im gleichen Umfangsabstand verteilten Griffmulden 15 ausgebildet,
die eine einfachere Betätigung bzw. Drehung des Gehäuseteils 11 in Bezug auf das Wandelement
4 zwecks Öffnung des Schlüsselsafes 1 ermöglichen.
[0026] Aufgrund der halbkugeligen Ausgestaltung des Gehäuseteils 11 ist dieses mechanisch
besonders widerstandsfähig. Irgendwelche Ansatzkanten zum Einsatz von Werkzeugen zwecks
Aufbrechen des Schlüsselsafes 1 sind an dem halbkugelig ausgestalteten Gehäuseteil
11 nicht ausgebildet.
[0027] Zum Öffnen des Schlüsselsafes 1 wird durch eine befugte Person, die im Besitz eines
Funksenders, z.B. eines Handy-, optional einer RFID-Karte, des elektronisch gesteuerten
Funkschlosses 2 ist, die auf dem jeweiligen Sender vorhandene APP gestartet, wobei
ein auf einem Display angezeigter Button "Öffnen" betätigt wird. Hierdurch wird nach
dem Durchlaufen von Sicherheitsalgorithmen eine Bluetooth-, alternativ eine NFC-Funkverbindung
mit der Elektronik des elektronisch gesteuerten Funkschlosses 2 hergestellt. Hierbei
kommt es wieder durch diverse Sicherheitsalgorithmen zu einer Auswertung, ob der berechnete
Öffnungscode korrekt ist oder nicht, woraus sich ergibt, ob die den Funksender betätigende
Person tatsächlich berechtigt ist oder nicht.
[0028] Wenn aufgrund dieser Auswertung der mittels des Funksenders übermittelte Öffnungscode
als korrekt bewertet wird, gibt die Elektronik des elektronisch gesteuerten Funkschlosses
2 einen Impuls an einen Getriebemotor 17, auf dessen Motorwelle eine Kurvenscheibe
16 als Codierelement 16 sitzt. Der Getriebemotor 16 versetzt seine mit der Kurvenscheibe
bzw. dem Codierelement 16 versehene Motorwelle in eine Drehbewegung, bis eine definierte
Position erreicht wird, die von einem ebenfalls mit der Motorwelle des Getriebemotors
17 verbundenen Drehpotentiometer 18 bestätigt wird. Durch die Drehbewegung der Kurvenscheibe
bzw. des Codierelements 16 gerät das funkschlossseitige Blockierglied 9 durch eine
Schwenkbewegung außer Eingriff mit den wandelementseitigen Blockierelementen 7, 8,
da das funkschlossseitige Blockierglied 9 durch eine in der Figur nicht gezeigte Feder
in Richtung auf seine Freigabestellung vorgespannt ist. In diese Freigabestellung
gerät nunmehr das funkschlossseitige Blockierglied 9, da die Auswertung der Elektronik
die korrekte Übermittlung des Öffnungscodes ergeben hat und entsprechend die Kurvenscheibe
bzw. das Codierelement 16 mittels des Getriebemotors 17 in eine die Freigabestellung
des Funkschlosses 2 definierende Position verbracht ist.
[0029] Sobald das funkschlossseitige Blockierglied 9 außer Eingriff mit den wandelementseitigen
Blockierelementen 7, 8 ist, kann das Gehäuseteil 11 in Bezug auf das Wandelement 4
um einen Drehwinkel, der im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. 60 Grad beträgt,
gedreht werden.
[0030] Nachdem das Gehäuseteil 11 um den Drehwinkel von ca. 60 Grad in Bezug auf das Wandelement
4 gedreht ist, sind die gehäuseteilseitigen Bajonettvorsprünge nicht mehr unterhalb
der wandelementseitigen Bajonetthalteteile 14 angeordnet, so dass das Gehäuseteil
11 vom Wandelement 4 abgehoben bzw. abgenommen und der Schlüsselsafe 1 geöffnet werden
kann.
[0031] Nach einem definierten Zeitraum, der z.B. 5 Sekunden betragen kann, erhält der Getriebemotor
17 von der in der Elektroplatine 3 des Funkschlosses 2 integrierten Elektronik einen
Impuls durch Polumkehr in die entgegengesetzte Richtung zu drehen, bis das Drehpotentiometer
18 des Funkschlosses 2 einen Impuls an die Elektronik des elektronisch gesteuerten
Funkschlosses 2 gibt, dass die Endposition "ZU" des Funkschlosses 2 erreicht ist.
Durch diese Drehbewegung der Kurvenscheibe bzw. des Codierelements 16 verfährt das
Blockierglied 9 des elektronisch gesteuerten Funkschlosses 2 in die Blockierposition.
[0032] Beim Schließen des Schlüsselsafes 1 wird das Gehäuseteil 11 auf das Wandelement 4
aufgesetzt, wobei die Kante 12 des Gehäuseteils 11 in die Kreisnut 6 des Wandelements
4 gerät. Sofern die gehäuseteilseitigen Bajonettvorsprünge in Anlage an die Oberseite
der wandelementseitigen Bajonetthalteteile 14 geraten, wird das Gehäuseteil 11 gedreht,
bis die gehäuseteilseitigen Bajonettvorsprünge von den Oberseiten der wandelementseitigen
Bajonetthalteteile 14 nicht mehr unterlagert werden. Danach gerät das Gehäuseteil
11 in eine Position in Bezug auf das Wandelement 4, in der durch eine Drehung des
Gehäuseteils 11 die gehäuseteilseitigen Bajonettvorsprünge unter die wandelementseitigen
Bajonetthalteteile 14 geraten können. Bei der Drehung des Gehäuseteils 11 gerät das
Blockierteil 9 des elektronisch gesteuerten Funkschlosses 2 in die wandelementseitigen
Blockierelemente 7, 8. Hierzu weisen die wandelementseitigen Blockierelemente 7, 8
federnd gelagerte und mit einer Schrägfläche versehene Eingangsabschnitte 19 auf,
die in der einzigen Figur außerhalb der ihnen zugeordneten Ausnehmungen gezeigt sind.
[0033] Die Elektronikplatine 3 des elektronisch geregelten Funkschlosses 2 wird mittels
einer Batterie 21 mit elektrischer Spannung versorgt. Um eine sichere Öffnung des
Schlüsselsafes 1 zu gewährleisten, wird zum einen über die APP, z.B. des Handys, vor
einer zu geringen Batteriespannung gewarnt, sobald eine definierte Anzahl theoretischer
Restöffnungen des Schlüsselsafes 1 erreicht ist; zum anderen ist in den Schlüsselsafe
1 eine Notbestromungsanlage integriert, falls sämtliche Warnungen zum Batteriewechsel
ignoriert worden sind oder die berechtigte Person nicht innerhalb der Selbstentladungszeit
der Batterie 21 persönlich einen Batteriewechsel vornehmen konnte.
[0034] Hierzu sind am Gehäuseteil 11 zwei Kontakte 20 (+/-) durchgeführt, an denen im Falle
eines Minderstroms der internen Batterie 21 eine handelsübliche 9-Volt-Blockbatterie
anlegbar ist. Diese Kontakte 20 sind mit der Elektronikplatine 3 des elektronischen
Funkschlosses 2 verbunden, welche den Ladevorgang der internen Batterie 21 regelt
und einen Verpolungssowie einen Überspannungsschutz aufweist. Die Kontakte 20 können
an einem Flachabschnitt 22 des halbkugelig gestalteten Gehäuseteils 11 vorgesehen
sein.
1. Schlüsselsafe zur Anbringung an eine Montagefläche, mit einem Wandelement (4), das
an der Montagefläche fixierbar und an dem zumindest ein Schlüssel halterbar ist, einem
Gehäuseteil (11), mittels dem das Wandelement und ggf. der zumindest eine Schlüssel
abdeckbar sind und das an seiner dem Wandelement (4) zugeordneten Kante (12) rund
ausgestaltet ist, einer Schlossvorrichtung (21), mittels der das Wandelement (4) und
das Gehäuseteil (11) bei geschlossenem Schlüsselsafe (1) aneinander verriegelbar sind,
wobei das Gehäuseteil (11) bei in ihrer Freigabestellung befindlicher Schlossvorrichtung
(2) in Bezug auf das Wandelement (4) drehbar und nach einer Drehung um einen vorgebbaren
Drehwinkel in Bezug auf das Wandelement (4) von diesem abnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlossvorrichtung (2) als elektronisch gesteuertes Funkschloss (2) ausgebildet
ist, und dass das Gehäuseteil (11) mit Ausnahme seiner dem Wandelement (4) zugeordneten
Öffnungsfläche durchbrechungsfrei ausgestaltet ist.
2. Schlüsselsafe nach Anspruch 1, bei dem der Drehwinkel ca. 60 Grad beträgt.
3. Schlüsselsafe nach Anspruch 1 oder 2, dessen Gehäuseteil (11) mittels eines Drahts,
Bands etc. mit dem Wandelement (4) verbunden ist.
4. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Funkschloss (2) im als
Haube bzw. Kappe ausgebildeten Gehäuseteil (11) auf einer Halteplatte (10) angeordnet
ist.
5. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das als Haube bzw. Kappe ausgebildete
Gehäuseteil (11) halbkugelig mit einem zylindrischen Abschnitt (13) an seiner dem
Wandelement (4) zugeordneten Kante (12) und einem wandelementfernen und zum Wandelement
(4) parallel angeordneten Flachabschnitt (22) ausgebildet ist.
6. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dessen Wandelement (4) als Rundplatte
ausgebildet ist, an deren Außenrand (5) eine Kreisnut (6) ausgebildet ist, in der
die dem Wandelement (4) zugeordnete Kante (12) des Gehäuseteils (11) aufnehmbar ist.
7. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dessen kappenseitiges Funkschloss
(2) ein Blockierglied (9) aufweist, das bei geschlossenem Schlüsselsafe (1) und in
seiner Blockierstellung befindlichem Funkschloss (2) in Blockiereingriff mit am Wandelement
(4) ausgebildeten Blockierelementen (7, 8) ist und in seiner Freigabestellung befindlichem
Funkschloss (2) aus dem Blockiereingriff mit den wandelementseitigen Blockierelementen
(7, 8) lösbar ist.
8. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, zwischen dessen Gehäuseteil (11) und
Wandelement (4) eine Bajonettverschlussvorrichtung (14) ausgebildet ist, die nur geöffnet
werden kann, wenn sich das Funkschloss (2) in seiner Freigabestellung befindet und
das Gehäuseteil (11) um den vorgebbaren Drehwinkel in Bezug auf das Wandelement (4)
gedreht ist.
9. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem auf der Außenfläche der Haube
bzw. Kappe vier Griffmulden (15) ausgebildet sind.
10. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dessen elektronisch gesteuertes Funkschloss
(2) einen Getriebemotor (17), an dem eine Kurvenscheibe (16) montiert ist, mittels
der das funkschlossseitige Blockierglied (9) verstellbar ist, ein Drehpotentiometer
(18), mittels dem die Position einer Motorwelle des Getriebemotors (17) auslesbar
ist, eine Steuerelektronik, die auf einer Elektronikplatine (3) des Funkschlossen
(2) integriert ist, mittels der ein Elektromotor des Getriebemotors (17) steuerbar
und die Position des Drehpotentiometers (18) auslesbar ist, die eine Funk-Sende- und
Empfangseinheit und einen Datenspeicher aufweist, und mittels der Codier- und Decodierschritte
ausführbar sind, und eine Batterie aufweist, mittels der die auf der Elektroplatine
(3) integrierte Steuerelektronik und der Elektromotor des Getriebemotors (17) mit
elektrischer Energie versorgbar sind.
11. Schlüsselsafe nach Anspruch 10, bei dem die Batterie des Funkschlosses (2) über am
Gehäuseteil (11) vorgesehene elektrische Kontakte (20) aufladbar ist.
12. Schlüsselsafe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit dessen Funkschloss (2) mittels
eines Handys, mittels dem ein Öffnungscode des Funkschlosses (2) verschlüsselt übertragbar
ist, über Bluetooth, NFC oder RFID kommunizierbar ist.