[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Halten und Befestigen eines
Baukörpers, insbesondere von Fenster- oder Türrahmen an der Laibung einer Wandöffnung.
HINTERGRUND
[0002] Moderne Wandaufbauten von hoch wärmeisolierten Gebäuden sind häufig mehrschalig ausgeführt,
wobei jede Schale oder Schicht der Gebäudehülle eine spezifische Funktion erfüllt,
sei es eine statisch tragende, eine dekorative oder eine wärmeisolierende Funktion.
Bei Gebäudeöffnungen ist es wichtig, Baukörper wie Fenster oder Türen in der richtigen
Schicht oder Schale zu platzieren, um Probleme mit Kondensation von Umgebungsfeuchtigkeit
oder Wärmebrücken zu vermeiden. Je nach klimatischen Bedingungen, lokalen Bauvorschriften
und Bauplänen kann es vorkommen, dass ein Fenster nicht in der Ebene der statisch
tragenden Wand anzuordnen ist, sondern nach aussen versetzt an oder in der Wärmedämmung.
Aber auch wenn ein Baukörper direkt in einer statisch tragenden Wand verankert werden
kann, ist es für den Montageablauf sinnvoll, ein System zu verwenden, welches mehreren
Anforderungsprofilen gerecht werden kann.
DEFINITIONEN
[0003] Im Bauwesen bezeichnet eine Halterung häufig ein Verbindungselement, um andere Bauteile
in einer bestimmten Position zu halten, ohne sie zu befestigen. Daher soll hier ebenfalls
zwischen Halterung und Befestigungselement unterschieden werden, wobei das Befestigungselement
- formal betrachtet - abschliessend nur dafür sorgt, dass die Beweglichkeit der Bauteile
zueinander verhindert wird. Die im Folgenden betrachtete Halterung muss, um die Endposition
der Bauteile einzustellen und definiert halten zu können tragende Strukturen und Justierelemente
aufweisen. Eine Halterung im Kontext dieser Erfindung wie auch des Standes der Technik
umfasst dabei einen (horizontalen) Tragarm und ein (vertikales) Justierelement.
[0004] Wenn im Folgenden von Rahmen die Rede ist, ist damit das Bauteil gemeint, das in
oder an einer Wandöffnung befestigt werden soll. Die statisch tragende Wand soll hierbei
eine Ebene definieren, auf die im Folgenden wiederholt Bezug genommen wird. Der (schwenkbare)
Rahmen um ein Fensterglas oder eine Türe wird als Flügelrahmen bezeichnet. Rahmen
werden häufig aus Holz, Metall, Kunststoff oder einem Verbund dieser Materialien hergestellt.
Kunststoffholhlprofil-Rahmen mit eingelegten Verstärkerprofilen aus Metall sind hierbei
besonders bekannt.
[0005] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung muss ein Rahmen bei der Montage einerseits parallel
zur Ebene der statisch tragenden Wand positionierbar sein wie auch in der gewählten
Ebene verschiebbar. Der üblichen Montagelogik folgend, wird in der Regel die Montageebene
senkrecht sein und das Verschieben des Rahmens nach aussen / innen erfolgen (Verschiebung
parallel); zum anderen erfolgt die Justage nach oben / unten bzw. links / rechts in
der Ebene.
STAND DER TECHNIK
[0006] Es ist im Stand der Technik bekannt, den Rahmen eines Tür- oder Fensterelementes
mittels einer justierbaren Halterung an der Laibung einer Wandöffnung zu fixieren.
Der Wandaufbau kann monolithisch sein (Beton, Ziegel) und/oder nachgiebiges, nicht
tragfähiges Material, z. B. Dämmstoffschichten aufweisen, die nicht zur Befestigung
geeignet sind. Die justierbare Halterung umfasst daher zumeist eine biegesteife Profilschiene,
die der Lastverteilung an und -ableitung in die Laibung dient.. Die Profilschiene
kann eine Mehrzahl von Löchern für Befestigungselemente aufweisen und damit die Befestigungsvarianten
in Wandabschnitte aus tragfähigem Material erlauben. Die Profilschiene ist üblicherweise
als Hohlprofilelement oder als im Querschnitt etwa U-, C-oder I-förmiges Profilelement
ausgebildet. Gleichzeitig ist die Profilschiene so ausgeführt, dass sie ein zusätzliches
Stütz-und Verstellelement tragen kann für die einstellbare Abstützung eines Fenster-oder
Türrahmens (in der Ebene).
[0007] In der
DE 200 03 819 U1 ist eine solche gattungsgemässe Vorrichtung zum Abstützen eines Rahmens, Fenster-
oder Türrahmens gezeigt. Alternativ hierzu kann die
EP 0 945 577 A herangezogen werden. Beide Dokumente zeigen eine Halterung, die aus einer Profilschiene
besteht, was die Justiermöglichkeit parallel zur Wandebene erlaubt. Ferner ist ein
Justierelement vorgesehen, das eine Justage in der Wandebene zulässt. Das Justierelement
ist dabei zumeist als Gewindebolzen ausgeführt, der einerseits in der Profilschiene,
z.B. in einem Loch oder Kernloch, gelagert ist und andererseits in den Tür- bzw. Fensterrahmen
eingreift.
[0008] Die Justage in der Wandebene kann dabei auf unterschiedliche Weise erfolgen. Das
Gegenstück zum Gewindebolzen kann ein im Fensterrahmen eingebrachter Gewindeabschnitt
sein, wodurch die Verstellbarkeit durch Ein- oder Ausdrehen des Gewindebolzens erzielt
wird. Alternativ kann der Gewindebolzen fest im Rahmen verankert werden und die Verstellbarkeit
wird durch ein Kontermutterpaar oder eine angeschweisste Mutter an der Profilschiene
gewährleistet. Ferner kann eine flache, mittels einer Gewindebohrung auf dem Gewindebolzen
angebrachte Platte als Auflagefläche für den Rahmen vorgesehen werden. Die Befestigung
in Endlage kann dadurch erfolgen, dass der Gewindebolzen verdrehsicher fixiert wird.
[0009] Alternativ dazu zeigt die
DE 20 2006 014 335 eine Vorrichtung, bei der als Kragelement ebenfalls eine Profilschiene gezeigt ist,
als Befestigungselement jedoch eine in der Fensterebene von oben durch den Rahmen
getriebene Schraube, die bis in die Profilschiene reicht. Diese Anordnung allein ist
zur Justage in der Wandebene ungeeignet, die Höhenverstellung kann jedoch durch zwischen
Rahmen und Profilschiene eingelegte Distanzklötze erzielt werden.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, eine Vereinfachung der Montage
zu erlauben und gleichzeitig eine grössere Sicherheit bei der Befestigung des Rahmens
zu erzielen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0011] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene justierbare Vorrichtung zum
Halten und Befestigen eines Rahmens 10 an der Laibung einer Wandöffnung erzielt.
[0012] Wenn im Folgenden von oben oder unten, vertikal, horizontal, davor, dahinter etc.
die Rede ist, ist damit die einem Fachmann geläufige Orientierung der Bauteile bei
der Montage gemeint. Die Begriffe sind also erläuternd und nicht einschränkend zu
verstehen.
[0013] Die Vorrichtung umfasst gattungsgemäss eine Profilschiene 16. Wie bereits ausgeführt,
ist diese Schiene das tragende Element, dass die Montage des Rahmens in oder vor den
statisch tragenden Wandelementen erlaubt. Aus dem Grund weist sie eine Mehrzahl von
möglichen Verbindungspunkten zur Lagerung / Befestigung an einem statisch tragfähigen
Wandabschnitt auf. Ferner wird sie einen oder mehrere mögliche Verbindungspunkte zur
Anbringung eines Justierelementes 30 aufweisen. Die Verbindungspunkte können hierbei
Löcher, Langlöcher, Gewindebohrungen/Kernlöcher sein, Klemmen, Anbauteile mit äquivalenter
technischer Funktion.
[0014] Das Justierelement 30 umfasst in der grundlegendsten Zusammenstellung einen Gewindebolzen
22 und ein Tragelement 24. Letzteres ist ein auf dem Gewindebolzen verstellbar angeordnet,
es kann also seine Position auf dem Gewindebolzen entlang der Gewindebolzen-Längsachse
durch Drehen anpassen. Der Gewindebolzen 22 ist an einem ersten Ende an einem Verbindungspunkt
der Profilschiene 16 fixierbar.
[0015] Erfindungsgemäss ist ein aufschraubbares Befestigungselement 20 vorgesehen, welches
sich auf das andere, zweite Ende des Gewindebolzens 22 aufschrauben lässt. Es ist
so ausgelegt, dass ein Einspannen des Rahmens 10 zwischen Tragelement und Befestigungselement
ermöglicht wird. Im Sinne obiger Definition bilden also die Profilschiene 16 und das
Justierelement 30 eine Halterung für den Rahmen 10, das Befestigungselement 20 ergänzt
die Anordnung zu einer festen Verbindung.
[0016] Die Profilschiene 16 wie hier erwähnt kann bevorzugt als ein längsausgedehntes Blechformteil
mit im Wesentlichen C-, U-, Doppel-T oder hohlkastenförmigem Querschnitt hergestellt
werden.
[0017] Das vorerwähnte Befestigungselement 20 kann im Wesentlichen als Hutmutter bezeichnet
werden, welche bevorzugt einen im Wesentlichen zylindrischen Körper aufweist mit einem
axialen Sacklochgewinde darin. Als Abschluss ist ein den zylindrischen Körper radial
überstehenden Flachkopf vorteilhaft, der auch einen Kraftangriff aufweisen kann in
bekannter Bauweise. Der zylindrische Körper, der das Innengewinde trägt wird bevorzugt
so lange ausgeführt, dass er neben dem äusseren Rahmen auch bis in das Versteifungsprofil
12 vorragt. Dadurch wird eine verbesserte Führung und Zentrierung des Rahmens auf
dem Gewindebolzen 22 erzielt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Kippbewegung
des Rahmens verringert wird, weil er an 2 Stellen mit der Gewindebolzen 22 in Kontakt
steht.
[0018] Das Tragelement 24 wird bei der Montage dazu eingesetzt, um die Lasten des aufliegenden
Rahmens via den Gewindebolzen 22 in die Profilschiene 16 abzuleiten. Dazu wird das
Tragelement 24 vorteilhafterweise als flaches, bevorzugt längsausgedehntes und viereckiges
Blechstück ausgebildet. Die Grösse des Tragelementes wird der Fachmann so wählen,
dass der Rahmen eine sichere Auflage erfährt und gleichzeitig die Handhabung bei der
Montage erleichtert. In einer besonders bevorzugten Variante kann das Tragelement
24 so gestaltet werden, dass es abgekantete Längsränder aufweist und damit einen im
Wesentlichen U-förmigen Querschnitt erhält. Dadurch wird die Tragfähigkeit über die
Fläche verbessert. Um die Verstellbarkeit auf dem Gewindebolzen 22 zu erhalten kann
ein bevorzugt flächenmittig angeordnetes Gewindeloch vorgesehen werden. Technisch
äquivalente wäre das Anbringen (Punktverschweissen) einer Gewindemutter in axialer
Flucht zu einer entsprechend dimensionierten Durchbohrung. Ferner kann das Tragelement
ein oder mehrere Durchbohrungen aufweisen, die es erlauben, das Tragelement 24 mit
dem Rahmen 10 zu verschrauben.
[0019] Der Gewindebolzen 22 kann in bevorzugt einfacher Weise als zylindrischer Abschnitt
einer Gewindestange ausgeführt werden. Konsequenterweise wird diese dann am einfachsten
an der Profilschiene 16 durch eine Mutter 27 und Kontermutter 26 gesichert.
[0020] Alternativ und bei weitem bevorzugt kann als Gewindebolzen 22 eine Schraube verwendet
werden. Diese wird dann von unten durch die Profilschiene 16 geführt, bis der Kopf
anschlägt, und dann durch eine Kontermutter 26 gesichert. Ein besonderer Vorteil lässt
sich erzielen, wenn die Lagerung der Schraube bzw. Gewindebolzen 22 an der Profilschiene
drehbar, aber kippstabil erfolgt. Dies kann auf günstige Weise erreicht werden, indem
das Gewinde der Schraube an dem Gewindeabschnitt, wo die Endlage der Mutter 26 vorgesehen
ist, mit einer Kerbe versehen wird. In einem Vormontageschritt kann also die Profilschiene
mit der Schraube (Gewindebolzen 22) versehen werden und die Mutter 26 wird aufgeschraubt.
Wenn das Gewinde der Mutter 26 auf die Kerbe der Schraube aufläuft, wird diese mechanisch
fixiert; eine Klemmung zwischen Schraube und Profilschiene findet jedoch nicht statt.
Eine zwischen Profilschiene 16 und Mutter 26 eingelegte Unterlagscheibe kann die Drehbarkeit
unterstützen. Diese Drehbeweglichkeit ist nicht einem echten Drehlager vergleichbar,
nachdem die Funktion jedoch nur der Justage dient, ist eine solche Auslegung ausreichend.
[0021] Vorteilhafterweise sind an beiden Längsenden der Schraube bzw. Gewindebolzen (22)
ein Kraftangriff vorgesehen. Dabei kann der Kraftangriff an dem Ende der Schraube
/ Gewindebolzen 22, der dem Lagerpunkt an der Profilschiene (16) entgegengesetzt liegt,
ähnlich einem Gewindestift oder einer Madenschraube ausgeführt werden. Dabei wird
in das Gewindeende ein Kraftangriff eingeformt, ohne dass die Aussenkontur des Gewindes
überragt und damit die Gewindefunktion beeinträchtigt wird. Bekannte Ausführungsformen
sind dabei einfache diametrale Schlitze oder axial eingearbeitete Innensechskant oder
Innensechsrundformen.
[0022] Im Folgenden werden zwei Montageverfahren beschrieben, die eine erfindungsgemässe
justierbare Vorrichtung einsetzen.
[0023] Die in den Ansprüchen und hier in der Beschreibung genannten Schritte können teilweise
auch in geänderter Reihenfolge ausgeführt werden. Auch kann durch Vormontage bestimmter
Elemente bei der Herstellung Zeit vor Ort eingespart werden. Diese Änderung der Reihenfolge
von Schritten bzw. das Hinzufügen von Zwischenschritten oder Wiederholen von Justageschritten
sind äquivalente Prozessschritte, solange sie mittels einer erfindungsgemässen Vorrichtung
vorgenommen werden mit dem Ziel der Montage eines Rahmens.
[0024] Nebst einer oder mehrerer Vorrichtungen gemäss Erfindung ist ein Bereitstellen eines
Rahmens mit vertikalen Durchbohrungen vorgesehen. Diese Durchbohrungen sind zumindest
in einem unteren, zur Befestigung in horizontaler Endlage vorgesehenen Rahmenabschnitt
eingebracht.
Danach werden ein oder mehrere Profilschienen 16 an dem horizontalen, unteren Abschnitt
einer Wandöffnung befestigt. Die Anzahl wird wesentlich von Bauvorschriften, der Grösse
und Schwere des Rahmens und dem Vorstehmass des Rahmens bestimmt.
An der/ den Profilschienen 16 werden die Justierelemente 30 angebracht. Dieser Schritt
kann auch als Vormontage bei der Herstellung bzw. Zusammenstellung vorgenommen werden.
Jedes der Tragelemente 24 wird durch Verdrehen auf dem Gewindebolzen 22 justiert,
bis eine festgelegte Ausrichtung aller Tragelemente 24 erreicht wurde. Der Fachmann
wird hierzu, ausgehend von den Montagevorschriften, Werkzeuge wie Wasserwaagen, Laser
oder andere Hilfsmittel einsetzen. Auch wird der Abstand der Gewindebolzen eingerichtet,
weil er mit dem Abstand der Vorbohrungen im Rahmen übereinstimmen muss.
[0025] Danach kann der Rahmen 10 befestigt werden und zwar derart, dass das obere Ende jedes
Gewindebolzens 22 in eine der vertikalen Durchbohrungen eingeführt wird. Abschliessend
kann das Aufschrauben des Befestigungselementes 20 auf jeden der Gewindebolzen 22
von der Innenseite des Rahmens 10 her vorgenommen werden. Dadurch wird Rahmen 10 zwischen
dem Befestigungselement 20 und dem Tragelement 24 eingespannt.
Alternativ und bei weitem bevorzugt kann der Montageablauf aber auch wie nachfolgend
beschrieben vollzogen werden, wenn, der Gewindebolzen 22 als Schraube eingesetzt wird
und in der Profilschiene drehbar verbaut wurde, wie oben beschrieben.
Wie oben wird zunächst ein Rahmen mit vertikalen Durchbohrungen bereitgestellt,, die
zumindest in einem unteren, zur Befestigung in horizontaler Endlage vorgesehenen Rahmenabschnitt
eingebracht sind. Zunächst erfolgt die Montage (je) eines Justierelementes 30 an (jeder)
der Profilschiene(n) 16. Wie erwähnt, kann dieser Schritt auch als Vormontage bei
oder direkt nach der Herstellung erfolgen. Die Befestigung der Profilschiene(n) 16
am Rahmen erfolgt, indem das freie Ende des Gewindebolzens 22 in die Durchbohrung(en)
eingeführt wird, bis das Tragelement 24 am Rahmen 10 anschlägt. Danach erfolgt das
Fixieren des Tragelementes 24 am Rahmen 10 mit Befestigungselementen wie Schrauben,
Stiften oder Blindnieten via die Durchbohrungen. Im Rahmen können fallweise entsprechende
Vorkehrungen vorgesehen werden (Markierungen, Bohrungen, Gewinde).
Nunmehr kann eine Justage bzw. Vorjustage der Tragelemente 24 durch Verdrehen der
Schraube bzw. des Gewindebolzens 22 erfolgen, bis eine festgelegte Ausrichtung aller
Tragelemente (24) erreicht wurde. Da das Tragelement vorgängig am Rahmen drehfest
angebracht worden war und die Verbindung zwischen Profilschiene und Gewindebolzen
22 drehbar gestaltet ist, wirkt das Tragelement wie eine am Rahmen fixierte Mutter.
Durch Antreiben der Schraube wird also die Distanz zwischen Rahmenunterseite und Profilschiene
16 vergrössert oder verkleinert. Anschliessend kann das Einheben des Rahmens 10 an
die Wandöffnung erfolgen, sowie das Ausrichten der Profilschienen 16 und die Justage
des Rahmens 10 relativ zur Wandöffnung. Üblicherweise kann danach die Befestigung
der Profilschienen (16) an der Wandöffnung erfolgen auf einem dem Fachmann bekannten
Weg.
Eine Feinjustage bzw. Endjustage des Rahmens in der Ebene kann nun durch das erneute
Verdrehen der Schraube bzw. des Gewindebolzens (22) erfolgen. Da durch den Einbau
an der Wandöffnung die Zugänglichkeit der Schrauben unter Umständen verringert ist,
erweist sich die Ausstattung der Schraube an ihrem dem Kopf entgegengesetzten Ende
mit einem Kraftangriff als vorteilhaft. Mit Hilfe eines geeigneten Werkzeugs (Sechskant,
Schraubendreher), kann der Gewindebolzen / Schraube 22 von der Rahmeninnenseite her
angetrieben werden. Als Abschliessender Bearbeitungsschritt erfolgt das Aufschrauben
eines Befestigungselementes 20 (Hutmutter) auf jeden der Gewindebolzen 22 von der
Innenseite des Rahmens 10 her, bis der Rahmen 10 zwischen dem Befestigungselement
20 und dem Tragelement 24 eingespannt ist. Einspannung ist dabei eher als Fixierung
denn als massives Verspannen des Rahmens zu verstehen.
[0026] Wie bereits erwähnt, kann der Fachmann basierend auf seiner Erfahrung und lokaler
Randbedingungen auf der Baustelle das Vorgehen anpassen, ohne dabei jedoch den erfinderischen
Grundgedanken dieser Anwendung zu verlassen.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass auf einfache und kostengünstige
Weise ein Rahmen mittels einer oder mehrerer justierbarer Vorrichtungen in bzw. an
der Gebäudeöffnung fixierbar wird. Eine Höheneinstellung durch Klötze oder Keile entfällt,
die Anwendung einer Hutmutter 20 erhöht die Sicherheit der Montage deutlich.
[0027] Die Anwendbarkeit ist nicht auf Hohlprofilvarianten beschränkt, sondern kann in Massivrähmen
ebenso eingesetzt werden. Die erfindungsgemässe Hutmutter deckt in der Rahmeninnenseite
im Falzbereich die darunterliegende Bohrung ab und ergibt auch einen optisch sauberen
Abschluss.
BESCHREIBUNG DER FIGUR
[0028] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Rahmen im montierten Zustand mit einer
erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0029] Der Rahmen 10 ist als Hohlprofil gezeigt mit einem inneren Aussteifungsprofil 12.
Dies kann als die bekannte Materialkombination aus einem Kunststoffrahmenprofil mit
eingelegtem Blechprofil realisiert werden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist als
Halterung (Kombination 30, 16) mit Befestigungselement 20 visualisiert. Die Profilschiene
16 nimmt an einem Verbindungspunkt einen Gewindebolzen 22 auf, gesichert durch eine
Mutter / Kontermutterkombination (26, 28). Das Tragelement 24 ist in Draufsicht in
Längsrichtung gezeichnet mit seinem bevorzugten, U-förmigen Profil.
[0030] Der Gewindebolzen 22 ist durch eine vertikale Durchbohrung im Rahmen 10 geführt,
der Rahmen wird durch Tragstück 24 gestützt. Die Profilierung des Rahmens 10 sorgt
hier für eine Verdrehsicherung des Tragelements 24. Zusätzlich können aber ein oder
mehrere, hier nicht gezeigte Durchbohrungen im Tragelement 24 vorgesehen werden, die
eine gezielte Fixierung (Verschraubung) und Verdrehsicherung von Tragelement 24 und
Rahmen 10 erlauben.
[0031] Das Befestigungselement 20 ist als lange Hutmutter ausgeführt, deren Flachkopf an
der Innenseite des Rahmens 10 anliegt und deren langer, zylindrischer Schaft in der
Bohrung von Rahmen 10 und Versteifungselement 12 geführt ist. Aus der zeichnung wird
erkennbar, wie Rahmen 10 zwischen Tragelement 24 und Hutmutterkopf eingespannt wird.
[0032] Die Referenzierung von Justierelement 30 mit einem Oval umfasst auch die Hutmutter
/ Befestigungselement 20 und die Muttern 26, 27. Dies ist der Darstellung im verbauten
Zustand geschuldet, es gilt selbstverständlich die Definition It. Beschreibung oben.
[0033] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger, jedoch
technisch sinnvoller bzw. vorteilhafter Kombination für die Verwirklichung der Erfindung
wesentlich sein.
1. Justierbare Vorrichtung zum Halten und Befestigen eines Rahmens (10) an einer Wandöffnung
mit
- einer Profilschiene (16) die
- zum einen mit einer Mehrzahl von möglichen Verbindungspunkten zur Lagerung an einem
statisch tragfähigen Wandabschnitt versehen ist;
- zum anderen einen oder mehrere mögliche Verbindungspunkte zur Anbringung eines Justierelementes
(30) aufweist,
- wobei das Justierelement (30) einen Gewindebolzen (22) aufweist und ein auf dem
Gewindebolzen angeordnetes, verstellbares Tragelement (24)
- wobei der Gewindebolzen (22) an seinem ersten Ende an einem Verbindungspunkt der
Profilschiene (16) fixierbar ist
dadurch gekennzeichnet, dass
ein auf das zweite Ende des Gewindebolzens (22) aufschraubbares Befestigungselement
(20) vorgesehen ist, welches das Einspannen des Rahmens (10) zwischen Tragelement
und Befestigungselement ermöglicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschiene (16) ein längsausgedehntes Blechformteil mit im Wesentlichen C-,
U-, Doppel-T oder hohlkastenförmigem Querschnitt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (20) als Hutmutter ausgebildet ist mit einem im Wesentlichen
zylindrischen Körper und einem axialen Sacklochgewinde sowie einem den zylindrischen
Körper radial überstehenden Flachkopf.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (24) als längsausgedehntes flaches, viereckiges Blechstück ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (24) ein oder mehrere Durchbohrungen aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (24) abgekantete Längsränder aufweist und damit einen im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt erhält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (24) ein bevorzugt flächenmittig angeordnetes Gewindeloch aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (22) als zylindrischer Abschnitt einer Gewindestange ausgeführt
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung des Gewindebolzens (22) an der Profilschiene (16) durch eine Mutter
(27) und Kontermutter (26) gesichert ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (22) als Schraube ausgeführt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung des Gewindebolzens (22) bzw. Schraube an der Profilschiene (16) durch
die Kontermutter (26) gesichert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung der Schraube bzw. Gewindebolzen 22 an der Profilschiene drehbar, aber
kippstabil erfolgt und an beiden Längsenden der Schraube bzw. Gewindebolzen (22) ein
Kraftangriff vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftangriff an dem Ende der Schraube / Gewindebolzen 22, der dem Lagerpunkt
an der Profilschiene (16) entgegengesetzt liegt, einen Kraftangriff aufweist ähnlich
einem Gewindestift.
14. Verfahren zur Befestigung eines Rahmens (10) an einer Wandöffnung mittels einer justierbaren
Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7 und 10 bis 13 mit folgenden Schritten:
- Bereitstellen eines Rahmens mit vertikalen Durchbohrungen, die zumindest in einem
unteren, zur Befestigung in horizontaler Endlage vorgesehenen Rahmenabschnitt eingebracht
sind;
- Montage eines Justierelementes (30) an (jeder) der Profilschiene(n) (16)
- Befestigen einer oder mehrerer Profilschienen (16) am Rahmen, indem das freie Ende
des Gewindebolzens (22) in die Durchbohrungen eingeführt wird.
- Fixieren des Tragelementes (24) am Rahmen (10) mit Befestigungselementen wie Schrauben,
Stiften oder Blindnieten via die Durchbohrungen.
- Justage bzw. Vorjustage der Tragelemente (24) durch Verdrehen der Schraube bzw.
des Gewindebolzens (22) bis eine festgelegte Ausrichtung aller Tragelemente (24) erreicht
wurde
- Einheben des Rahmens (10) an die Wandöffnung
- Ausrichten der Profilschienen (16) und Justage des Rahmens (10) relativ zur Wandöffnung
- Befestigung der Profilschienen (16) an der Wandöffnung
- Optionale Endjustage der Tragelemente (24) durch Verdrehen der Schraube bzw. des
Gewindebolzens (22)
- Aufschrauben eines Befestigungselementes (20) auf jeden der Gewindebolzen (22) von
der Innenseite des Rahmens (10) her, bis der Rahmen (10) zwischen dem Befestigungselement
(20) und dem Tragelement (24) eingespannt ist.