[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzhülle für ein mobiles elektronisches Gerät, insbesondere
ein Smartphone, die mit einem Aufnahmebehältnis ausgestattet ist zur Aufnahme von
Geldstücken, gefalteten Geldscheinen, Kreditkarten etc.
[0002] Bekannt sind Schutzhüllen für mobile elektronische Geräte, insbesondere Smartphones,
die die Geräte bei Stößen oder Stürzen schützen sollen. Dabei wird zwischen den Schutzhüllen
unterschieden nach Hardcases aus einem festen Kunststoff, Bumper für den Geräterahmen
des mobilen elektronischen Gerätes, vorzugsweise aus einem gummiartigen Material,
Softcases aus biegsamen Materialien wie Silikon oder nach Flipcases, die die Vorderseite
mit dem Display des mobilen elektronischen Gerätes zusätzlich durch einen aufklappbaren
Frontdeckel (Front-cover) schützen.
[0003] Darüber hinaus bieten einige Hersteller auch Schutzhüllen mit Zusatzfunktionen wie
Aufbewahrungsfunktionen an.
[0004] In der
DE 20 2017 001 479 U1 wird eine Smartphonehülle vorgeschlagen, die ein Aufnahmefach für Notfallmedikamente
wie Tabletten, Kapseln, Inhalationsmitteln oder Sprays aufweist. Dadurch wird die
Schutzhülle größer, egal ob das Aufbewahrungsfach nun benutzt wird oder nicht. Das
ist ein wesentlicher Nachteil.
[0005] Die
DE 20 2012 001 946 U1 beschreibt eine selbstklebende Handytasche aus Folie, die aus einem Zuschnitt besteht
und erst durch Faltung zur Tasche geformt wird, so dass ein Gegenstand der Größe einer
Visitenkarte seitlich eingeschoben werden kann, aber nur teilweise in der Tasche verschwindet.
Bei dieser Lösung besteht die ursprüngliche Schutzfunktion der Schutzhülle für das
Handy nicht mehr, was ebenfalls ein wesentlicher Nachteil ist.
[0006] Desweiteren ist es bei Flipcases bekannt, in der Innenseite der Front-Cover-Schutzhülle
z. B. Schlitze für das Einstecken von Kreditkarten anzuordnen. Dies findet insbesondere
bei Flipcases aus Leder oder mit einer Lederbespannung Verwendung.
[0007] Aus der
DE 20 2017 006 363 U1 ist ein in Form einer temporär mit einem mobilen elektronischen Gerät verbundenen
Tasche bekannt, wobei die Tasche mindestens einen Befestigungsabschnitt und einen
Taschenabschnitt aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt mit dem Gehäuserahmen des
mobilen elektronischen Gerätes durch eine Klemmverbindung oder mit dem Gehäuserahmen
des mobilen elektronischen Gerätes oder mit dem Rahmen der Schutzhülle durch eine
Aufclickverbindung verbindbar ist und der Taschenabschnitt eine Öffnung zum Einbringen
von Aufbewahrungsgut aufweist.
[0008] In der Praxis haben sich einige Nachteile bei diesem temporär anzuordnenden Aufnahmebehältnis
gezeigt. Zum einen ist eine Anpassung an unterschiedliche Smartphonegrößen schwierig.
Zum anderen beansprucht das Aufnahmebehältnis Raum, auch wenn es nicht benutzt wird.
Die temporäre Anordnung nur bei Benutzung setzt eine Planung voraus, die im täglichen
Leben nur schwer zu realisieren ist.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Aufnahmebehältnis so in eine Schutzhülle zu integrieren,
das es von außen zugängig ist, verschließbar ist und einen Eingriff bis zum Boden
des Aufnahmebehältnisses ermöglicht.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Bei einer Schutzhülle für mobile elektronische Geräte wie ein Smartphone oder Handy
oder Tablet PC mit einer integrierten Aufnahme für Geldstücke, gefaltete Geldscheine,
Kreditkarten udg., wobei die Aufnahme von außerhalb der Schutzhülle zugängig und verschließbar
ist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Aufnahme zwischen einem aus der
Schutzhülle herausklappbaren Abschnitt und dem in der Schutzhülle befindlichen elektronischen
Gerät oder einem Innenfutter der Schutzhülle besteht. Wird der herausbare Abschnitt
nicht genutzt, d.h. ist er nicht herausgeklappt, schließt er flächig mit der Schutzhülle
ab, beansprucht somit keinen zusätzlichen Raum. Das gilt auch für die nachfolgend
beschriebenen konkreten Ausgestaltungen.
[0012] Der herausklappbare Abschnitt weist als Flächenform bevorzugt eine Rechteckform,
oder eine prismatische Form, vorzugsweise die eines gleichschenkligen Trapezes, auf
und ist bei einer vorteilhaften Ausführung auf einer Seite von der Schutzhülle durch
einen Schlitz getrennt, und ist auf der dem Schlitz gegenüberliegenden Seite über
einen elastischen Streifen mit der Schutzhülle verbunden. Die verbleibenden Seiten
sind ebenfalls mit der Schutzhülle über ein elastisches Material verbunden, wobei
das elastische Material, das die Seiten mit dem herausklappbaren Abschnitt mit der
Schutzhülle verbindet, sich bevorzugt vom Schlitz aus zum elastischen Streifen hin
in der Breite verjüngt.
[0013] Der herausklappbare Abschnitt kann so mit dem elektronischen Gerät oder dem Innenfutter
der Schutzhülle einen prismatischen Raum bilden mit dreieckigen Seitenflächen, gebildet
durch das im Seitenbereich vorhandene elastische Material, das sich dabei ausdehnt.
[0014] Bei weiteren Ausgestaltungen verfügt der herausklappbare Abschnitt über starre Bereiche
oder einseitig biegbare Bereiche.
[0015] So ist vorgesehen, dass der herausklappbare Abschnitt mindestens im mittleren Bereich
des Schlitzes aus einem starren Material besteht. In diesem Bereich des Schlitzes
lässt sich am aufklappbaren Abschnitt ein Verschluss anordnen, der den aufklappbaren
Abschnitt mit der Schutzhülle verbindet.
[0016] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die verbleibende Fläche zwischen dem elastischen
Streifen, dem elastischen Material im Seitenbereich und dem starren Material im mindestens
mittleren Bereich des Schlitzes starr ist oder aus miteinander verbundenen starren
Querstreifen besteht, die eine Wölbung nach außen zulassen.
[0017] Eine alternative Ausführung dazu sieht vor, dass die verbleibende Fläche zwischen
dem elastischen Streifen, dem elastischen Material im Seitenbereich und dem starren
Material im mindestens mittleren Bereich des Schlitzes ebenfalls aus einem elastischen
Material besteht, in das ein U-förmiges Stützgestell aus einem starren Material eingelassen
ist, wobei die U-Schenkel bis in den Bereich des elastischen Streifens der Verbindung
mit der Schutzhülle reichen. Vorteilhafterweise sollten die U-Schenkel aus starren
Querstreifen bestehen, die eine Wölbung nach außen zulassen.
[0018] Die Schutzhülle selbst ohne den herausklappbaren Abschnitt besteht in bekannter Weise
aus einem starren Material wie Kunststoff oder Metall oder einem festen Leder. Die
benannten elastischen Bereiche. Abschnitte, Streifen und Materialien sind vorzugsweise
Silikone. Diese benannten elastischen Bereiche. Abschnitte, Streifen und Materialien
sind keine Einzelteile sondern sie sind untereinander und mit den benannten starren
Abschnitten nahtlos verbunden, gehen ineinander über.
[0019] Die Erfindung soll anhand der Zeichnungen erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schutzhülle mit geschlossenem herausklappbaren Abschnitt mit im Mittenbereich
angeordneten, nach außen wölbbaren Querstreifen,
- Fig. 2
- die Schutzhülle gemäß Fig. 1 mit herausgeklapptem Abschnitt,
- Fig. 3
- die Schutzhülle mit herausklappbarem Abschnitt, der ein U-förmiges Stützgestell aufweist
und
- Fig. 4
- die Schutzhülle gemäß Fig. 3 mit herausgeklapptem Abschnitt.
[0020] Die
Fig. 1 bis
4 zeigen eine Schutzhülle 2 für mobile elektronische Geräte 1, hier ein Smartphone
oder Handy oder Tablet PC mit einer integrierten Aufnahme 3 für Geldstücke, gefaltete
Geldscheine, Kreditkarten udg., wobei die Aufnahme 3 von außerhalb der Schutzhülle
2 über eine Öffnung unter Nutzung des Schlitzes 7 zugängig und verschließbar ist.
[0021] Die Aufnahme 3 besteht zwischen einem aus der Schutzhülle 2 herausklappbaren Abschnitt
4 und dem in der Schutzhülle 2 befindlichen elektronischen Gerät 1 oder einem Innenfutter
der Schutzhülle 2.
Die Schutzhülle 2 ohne den herausklappbaren Abschnitt 4 besteht aus einem starren
Material wie Kunststoff oder Metall oder aus festem Leder, während der herausklappbare
Abschnitt 4 durch den Schlitz 7 und elastische Verbindungen zur Schutzhülle 2 eine
Aufnahme 3 bilden kann, die sich bei Nichtbenutzung flächig in die Oberfläche der
Schutzhülle integriert, d.h. sie schließt mit der Oberfläche ab.
[0022] In den Darstellungen weist der herausklappbare Abschnitt 4 eine Rechteckform auf.
[0023] Im Folgenden soll der herausklappbare Abschnitt 4 und seine Anbindung an die Schutzhülle
näher erläutert werden.
[0024] Der herausklappbare Abschnitt 4 ist auf einer Seite von der Schutzhülle 2 durch einen
Schlitz 7 getrennt. Auf der dem Schlitz 7 gegenüberliegenden Seite ist der herausklappbare
Abschnitt 4 über einen elastischen Streifen 5 mit der Schutzhülle 2 verbunden. Dieser
elastische Streifen 5 hat somit eine Scharnierfunktion. Durch seine Elastizität lässt
er auch ein begrenztes Abheben des aufklappbaren Abschnitts 4 vom elektronischen Gerät
1 zu. Der Grund der Aufnahme 3 ist so auch mit den Fingern erreichbar.
[0025] Die verbleibenden Seiten sind jeweils auch mit der Schutzhülle 2 über ein elastisches
Material 6 verbunden. Das elastische Material 6, das die Seiten des herausklappbaren
Abschnitts 4 mit der Schutzhülle 2 verbindet, verjüngt sich vom Schlitz 7 aus zum
elastischen Streifen 5 hin in der Breite. Im Schlitzbereich steht somit mehr elastisches
Material 6 zur Verfügung, so dass eine große Öffnung in die Aufnahme 3 herstellbar
ist. Gleichzeitig sind die Seiten der Aufnahme 3 verschlossen. Hier kann also nichts
herausfallen.
[0026] Ferner ist den beiden dargestellten Ausführungen gemeinsam, dass der herausklappbare
Abschnitt 4 mindestens im mittleren Bereich des Schlitzes 7 aus einem starren Material
8 besteht. Der Schlitz 7 kann so nicht ausbeulen und gleichzeitig besteht eine gute
Anschlussmöglichkeit an die Schutzhülle 2 durch den Verschluss 11.
[0027] Unterschiedlich ausgestaltet ist der mittlere Bereich des herausklappbaren Abschnitts
4.
[0028] In
Fig. 1 und
Fig.2 ist die verbleibende Fläche zwischen dem elastischen Streifen 5, dem elastischen
Material 6 in den Seitenbereichen und dem starren Material 8 im mindestens mittleren
Bereich des Schlitzes 7 starr oder wie dargestellt besteht sie aus miteinander verbundenen
starren Querstreifen 9, die eine Wölbung nach außen zulassen.
[0029] In
Fig. 3 und
Fig. 4 besteht die verbleibende Fläche zwischen dem elastischen Streifen 5, dem elastischen
Material 6 in den Seitenbereichen und dem starren Material 8 im mindestens mittleren
Bereich des Schlitzes 7 ebenfalls aus einem elastischen Material, in das ein U-förmiges
Stützgestell 10 aus einem starren Material eingelassen ist, wobei die U-Schenkel bis
in den Bereich des elastischen Streifens 5 zur Verbindung mit der Schutzhülle 2 reichen.
Die U-Schenkel bestehen aus starren Querstreifen 9, die eine Wölbung nach außen zulassen.
[0030] Durch die Möglichkeit der Auswölbung nach Außen steht mehr Raumvolumen für die Aufnahme
3 zur Verfügung und gleichzeitig lässt sich der Verschluss 11 schließen.
[0031] Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass ein Aufnahmebehältnis so in eine Schutzhülle
integriert ist, dass es von außen zugängig ist, verschließbar ist, einen Eingriff
bis zum Grund des Aufnahmebehältnisses gestattet und im leeren Zustand kein Raumvolumen
zusätzlich in Anspruch nimmt.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- elektronisches Gerät
- 2
- Schutzhülle
- 3
- Aufnahme
- 4
- herausklappbarer Abschnitt
- 5
- elastischer Streifen
- 6
- elastisches Material der Seiten
- 7
- Schlitz
- 8
- starres Material im Bereich des Schlitzes
- 9
- Querstreifen
- 10
- U-förmiges Stützgestell
- 11
- Verschluss
1. Schutzhülle (2) für mobile elektronische Geräte (1) wie ein Smartphone oder Handy
oder Tablet PC mit einer integrierten Aufnahme (3) für Geldstücke, gefaltete Geldscheine,
Kreditkarten udg., wobei die Aufnahme (3) von außerhalb der Schutzhülle (2) zugängig
und verschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahme (3) zwischen einem aus der Schutzhülle (2) herausklappbaren Abschnitt
(4) und dem in der Schutzhülle (2) befindlichen elektronischen Gerät (1) oder einem
Innenfutter der Schutzhülle (2) besteht.
2. Schutzhülle (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzhülle (2) ohne den herausklappbaren Abschnitt (4) aus einem starren Material
wie Kunststoff oder Metall oder aus festem Leder besteht.
3. Schutzhülle (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der herausklappbare Abschnitt (4) in der Fläche eine Rechteckform oder eine prismatische
Form, vorzugsweise die eines gleichschenkligen Trapezes aufweist.
4. Schutzhülle (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der herausklappbare Abschnitt (4) auf einer Seite von der Schutzhülle (2) durch einen
Schlitz (7) getrennt ist, und der herausklappbare Abschnitt (4) auf der dem Schlitz
(7) gegenüberliegenden Seite über einen elastischen Streifen (5) mit der Schutzhülle
(2) und die verbleibenden Seiten jeweils mit der Schutzhülle (2) über ein elastisches
Material (6) verbunden sind.
5. Schutzhülle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das elastische Material (6), das die Seiten des herausklappbaren Abschnitt (4) mit
der Schutzhülle (2) verbindet, sich vom Schlitz (7) aus zum elastischen Streifen (5)
hin in der Breite verjüngt.
6. Schutzhülle nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der herausklappbare Abschnitt (4) mindestens im mittleren Bereich des Schlitzes (7)
aus einem starren Material (8) besteht.
7. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die verbleibende Fläche zwischen dem elastischen Streifen (5), dem elastischen Material
(6) in den Seitenbereichen und dem starren Material (8) im mindestens mittleren Bereich
des Schlitzes (7) starr ist oder aus miteinander verbundenen starren Querstreifen
(9) besteht, die eine Wölbung nach außen zulassen.
8. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
die verbleibende Fläche zwischen dem elastischen Streifen (5), dem elastischen Material
(6) in den Seitenbereichen und dem starren Material (8) im mindestens mittleren Bereich
des Schlitzes (7) ebenfalls aus einem elastischen Material besteht, in das ein U-förmiges
Stützgestell (10) aus einem starren Material eingelassen ist, wobei die U-Schenkel
bis in den Bereich des elastischen Streifens (5) der Verbindung mit der Schutzhülle
(2) reichen.
9. Schutzhülle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die U-Schenkel aus starren Querstreifen (9) bestehen, die eine Wölbung nach außen
zulassen.
10. Schutzhülle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass
im Bereich des Schlitzes (7) am aufklappbaren Abschnitt (4) ein Verschluss (11) angeordnet
ist, der den aufklappbaren Abschnitt (4) mit der Schutzhülle verbindet.