[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine, umfassend einen Behandlungsraum für ein
zu reinigendes Gut, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Waschmaschinen sind allgemein bekannt und umfassen einen Behandlungsraum
für ein zu reinigendes Gut, ein erstes Reservoir für ein erstes Waschmittel, ein zweites
Reservoir für ein zweites Waschmittel sowie ein Wasserzufuhrsystem mit einem einer
Wasserquelle zugeordneten Wassereinlass und einem dem ersten Reservoir zugeordneten
ersten, einem dem zweiten Reservoir zugeordneten zweiten und einem dem Behandlungsraum
zugeordneten dritten Wasserauslass, wobei mittels des Wasserzufuhrsystems das erste
Waschmittel, das zweite Waschmittel oder Wasser von der Wasserquelle in den Behandlungsraum
einspülbar ist. Beispielsweise sind die vorgenannten Reservoirs für Waschmittel als
Kammern eines gemeinsamen Einspülkastens ausgebildet, in die flüssiges und/oder pulverförmiges
und/oder zu einer Tablette gepresstes Waschmittel eingefüllt werden kann. Mittels
des oft als Deckel des Einspülkastens bezeichneten Wasserzufuhrsystems ist den einzelnen
Kammern des Einspülkastens und damit dem darin eingefüllten Waschmittel in Abhängigkeit
eines vorab ausgewählten Waschprogramms Wasser von der Wasserquelle, beispielsweise
einem Festwasseranschluss, zuführbar. Das Waschmittel in der Kammer, der mittels des
bekannten Wasserzufuhrsystems Wasser zugeführt worden ist, wird durch das zugeführte
Wasser aus dieser Kammer ausgespült und in den Behandlungsraum eingespült. Der dritte
Wasserauslass des Wasserzufuhrsystems wird bei den aus dem Stand der Technik bekannten
Waschmaschinen dazu verwendet, um eine Türschauglaseinspülung von Wasser in den Behandlungsraum
zu realisieren.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem eine Waschmaschine anzugeben, deren Aufbau,
insbesondere hinsichtlich des Wasserzufuhrsystems der Waschmaschine, vereinfacht ist.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch eine Waschmaschine mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Wasserzufuhrsystem
derart ausgebildet ist, dass das erste Waschmittel in einem ersten Betriebszustand
des Wasserzufuhrsystems, in dem ein erster mit dem Wassereinlass strömungsleitend
verbundener Wasserweg geöffnet und ein zweiter mit dem Wassereinlass strömungsleitend
verbundener Wasserweg geschlossen ist, und das zweite Waschmittel in einem zweiten
Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems, in dem der erste Wasserweg geschlossen und
der zweite Wasserweg geöffnet ist, jeweils nach Art einer Wasserstrahlpumpe mittels
des Wassers von der Wasserquelle aus dem jeweiligen Reservoir angesaugt und mit diesem
Wasser in den Behandlungsraum förderbar ist, wobei in einem dritten Betriebszustand
des Wasserzufuhrsystems, in dem der erste und der zweite Wasserweg gleichzeitig geöffnet
sind, lediglich das Wasser von der Wasserquelle in den Behandlungsraum förderbar ist.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass der Aufbau
der Waschmaschine, insbesondere hinsichtlich des Wasserzufuhrsystems der Waschmaschine,
vereinfacht ist. Mittels der Erfindung ist es möglich, zwei voneinander verschiedene
Waschmitteleinspülungen in den Behandlungsraum einer Waschmaschine sowie eine Wasserzufuhr
zu dem Behandlungsraum mittels eines Wasserzufuhrsystems mit lediglich zwei Wasserstrahlpumpen
und lediglich zwei mit dem Wassereinlass des Wasserzufuhrsystems strömungsleitend
verbundenen Wasserwegen zu realisieren. Die erfindungsgemäße Waschmaschine benötigt
somit eine geringere Anzahl von Pumpen. Darüber hinaus sind Wasserstrahlpumpen im
Unterschied zu den sonst üblichen Schlauchquetschpumpen kostengünstiger. Ferner ist
durch die geringere Anzahl von Pumpen und mit dem Wassereinlass verbundenen Wasserwegen
des Wasserzufuhrsystems auch die Anzahl der übrigen Komponenten, wie beispielsweise
Schläuche oder Kabel, reduziert. Das Wasserzufuhrsystem der erfindungsgemäßen Waschmaschine
ist insgesamt kompakter und damit platzsparender realisierbar. Die Wasserzufuhr in
den Behandlungsraum in dem dritten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems kann, analog
zu dem Stand der Technik, als eine Türschauglaseinspülung ausgebildet sein. Jedoch
ist es auch denkbar, dass das Wasser in dem dritten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems
über eine Öffnung in einem Waschflüssigkeitsbehälter des Behandlungsraums, beispielsweise
über eine Öffnung in einem als Laugenbehälter einer Waschmaschine ausgebildeten Waschflüssigkeitsbehälter,
dem Behandlungsraum zuführbar ist.
[0007] Der Begriff "Waschmaschine" ist weit auszulegen und umfasst jede Art von Waschmaschine
zur Reinigung eines zu reinigenden Gutes. Entsprechend kann es sich bei der erfindungsgemäßen
Waschmaschine beispielsweise um eine Waschmaschine für Wäsche oder um eine Waschmaschine
für Geschirr und Besteck, also eine Geschirrspülmaschine, handeln. Auch andere Arten
von Waschmaschinen, beispielsweise für Spezialanwendungen in Krankenhäusern oder dergleichen,
sind denkbar. Die erfindungsgemäße Waschmaschine ist dabei sowohl im Haushalt wie
auch in der professionellen Anwendung, also im Gewerbe, vorteilhaft einsetzbar. Entsprechend
ist auch der Begriff "Behandlungsraum" weit auszulegen. Im Falle einer Waschmaschine
für Wäschestücke umfasst der Behandlungsraum beispielsweise einen als Laugenbehälter
ausgebildeten Waschflüssigkeitsbehälter und eine Wäschetrommel, die drehbar in dem
Laugenbehälter angeordnet ist. Bei einer als Geschirrspülmaschine ausgebildeten erfindungsgemäßen
Waschmaschine kann der Behandlungsraum im Unterschied dazu als der das Geschirr und
das Besteck aufnehmende Raum ausgebildet sein.
[0008] Grundsätzlich sind die Waschmittel und die Reservoirs für die einzelnen Waschmittel
nach Art, Funktionsweise, Material, Form, Dimension und Anordnung in weiten geeigneten
Grenzen frei wählbar.
[0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Waschmaschine sieht vor, dass
das Wasserzufuhrsystem in dem ersten Wasserweg ein erstes Ventil und/oder in dem zweiten
Wasserweg ein zweites Ventil aufweist, wobei das erste und/oder das zweite Ventil
mittels einer Steuerung der Waschmaschine ansteuerbar ausgebildet sind/ist. Hierdurch
ist der erste und/oder der zweite Wasserweg mit bewährten Mitteln und auf einfache
Weise wunschgemäß öffenbar oder schließbar.
[0010] Grundsätzlich ist das erste und/oder zweite Ventil nach Art, Funktionsweise, Material,
Form, Dimension und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
[0011] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Waschmaschine sieht vor, dass das erste Ventil und/oder das zweite Ventil als ein
Magnetventil ausgebildet sind/ist. Magnetventile lassen sich sehr schnell schalten,
also von einem Schließzustand in einen Öffnungszustand und umgekehrt überführen, so
dass eine sehr genaue Steuerung der Wasserzufuhr mittels des Wasserzufuhrsystems ermöglicht
ist. Beispielsweise ist es mit Magnetventilen sehr einfach möglich, die jeweilige
Wasserstrahlpumpe derart zu betrieben, dass das jeweilige Waschmittel mittels des
Wassers von der Wasserquelle in den Behandlungsraum gefördert wird oder dass lediglich
Wasser von der Wasserquelle in den Behandlungsraum gefördert wird.
[0012] Eine vorteilhafte Weiterbildung der beiden letztgenannten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Waschmaschine sieht vor, dass das erste Ventil und das zweite Ventil in einer Baueinheit
zusammengefasst sind. Auf diese Weise ist das Wasserzufuhrsystem noch kompakter und
damit noch platzsparender realisierbar. Darüber hinaus sind auch weitere, der Baueinheit
zugeordnete Komponenten, wie beispielsweise Schläuche oder Kabel, reduziert.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Waschmaschine sieht
vor, dass in dem ersten Wasserweg und/oder in dem zweiten Wasserweg ein Durchflusskonstanthalter
angeordnet sind/ist. Hierdurch ist es möglich, den Durchfluss in dem ersten und/oder
dem zweiten Wasserweg des Wasserzufuhrsystems, auch bei beispielsweise schwankenden
Drücken einer als Festwasseranschluss ausgebildeten Wasserquelle, konstant zu halten.
Entsprechend vereinfacht sich die Auslegung des Wasserzufuhrsystems wie auch die Auslegung
der Waschmaschine insgesamt.
[0014] Grundsätzlich ist das Wasserzufuhrsystem in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
Dies gilt insbesondere auch für die Anordnung des Wasserzufuhrsystems. Beispielsweise
kann das Wasserzufuhrsystem dezentral ausgebildet sein. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Waschmaschine sieht vor, dass das Wasserzufuhrsystem als eine
Baueinheit ausgebildet ist. Auf diese Weise ist die Kompaktheit des Wasserzufuhrsystems
weiter verbessert. Darüber hinaus ist das Wasserzufuhrsystem beispielsweise bei der
Erstmontage oder bei Kundendienstarbeiten leichter handhabbar.
[0015] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Waschmaschine gemäß
der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass das Wasserzufuhrsystem mit einem
Korpus des Behandlungsraums, insbesondere mit einem eine Wäschetrommel des Behandlungsraums
umgebenden Waschflüssigkeitsbehälter, zu einer Baueinheit zusammengefasst ist. Hierdurch
ist der Integrationsgrad der Waschmaschine verbessert. Entsprechend vereinfacht sich
die Handhabung während der Erstmontage oder bei Kundendienstarbeiten zusätzlich.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Waschmaschine in einer ersten teilweisen
Darstellung, wobei ein erstes Waschmittel in den Behandlungsraum gefördert wird,
- Figur 2
- das Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 in einer zweiten teilweisen Darstellung, wobei
ein zweites Waschmittel in den Behandlungsraum gefördert wird und
- Figur 3
- das Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 in einer dritten teilweisen Darstellung, wobei
lediglich Wasser von der Wasserquelle in den Behandlungsraum gefördert wird.
[0017] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Waschmaschine dargestellt.
Die Waschmaschine ist als eine Waschmaschine für Wäschestücke ausgebildet. Hierfür
weist die Waschmaschine einen Behandlungsraum 2 auf, der eine Waschtrommel 4 und einen
als Laugenbehälter ausgebildeten Waschflüssigkeitsbehälter 6 umfasst, wobei die Waschtrommel
4 auf dem Fachmann bekannte Weise in dem Waschflüssigkeitsbehälter 6 drehbar angeordnet
ist. Ferner weist die Waschmaschine ein als Waschmittelkanister ausgebildetes erstes
Reservoir 8 für ein als Flüssigwaschmittel ausgebildetes erstes Waschmittel 10 und
ein als Waschmittelkanister ausgebildetes zweites Reservoir 12 für ein als Flüssigwaschmittel
ausgebildetes zweites Waschmittel 14 auf. Das erste Reservoir 8 und das zweite Reservoir
12 sind jeweils als ein aus der Waschmaschine entnehmbarer Kanister ausgebildet. Ein
Einspülkasten, wie er aus dem Stand der Technik zur Befüllung mit einem oder mehreren
Waschmitteln zwecks Einspülung in einen Behandlungsraum von bekannten Waschmaschinen
vorhanden ist, ist bei der erfindungsgemäßen Waschmaschine gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel entbehrlich. Ferner kann es sich bei dem ersten Waschmittel 10
beispielsweise um ein Waschmittel für die Vorwäsche und bei dem zweiten Waschmittel
14 um ein Waschmittel für die Hauptwäsche handeln. Denkbar ist jedoch auch, dass beispielsweise
das erste Waschmittel als ein Waschmittel für die Hauptwäsche und das zweite Waschmittel
als ein Weichspüler ausgebildet ist.
[0018] Um die genannten Waschmittel 10, 14 für die Wäschebehandlung dem Behandlungsraum
2 zuzuführen, weist die Waschmaschine ein Wasserzufuhrsystem 19 mit einem einer Wasserquelle
20 zugeordneten Wassereinlass 22 und einem dem ersten Reservoir 8 zugeordneten ersten
Wasserauslass 24, einem dem zweiten Reservoir 12 zugeordneten zweiten Wasserauslass
26 und einem lediglich dem Behandlungsraum 2, nämlich dem Waschflüssigkeitsbehälter
6 des Behandlungsraums 2, zugeordneten dritten Wasserauslass 28 auf, wobei mittels
des Wasserzufuhrsystems 19 das erste Waschmittel 10, das zweite Waschmittel 14 oder
lediglich das Wasser von der Wasserquelle 20 in den Behandlungsraum 2 einspülbar ist.
Hierfür ist das Wasserzufuhrsystem 19 derart ausgebildet, dass das erste Waschmittel
10 in einem ersten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems 19, in dem ein erster mit
dem Wassereinlass 22 strömungsleitend verbundener Wasserweg 30 geöffnet und ein zweiter
mit dem Wassereinlass 22 strömungsleitend verbundener Wasserweg 32 geschlossen ist,
und das zweite Waschmittel 14 in einem zweiten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems
19, in dem der erste mit dem Wassereinlass 22 strömungsleitend verbundene Wasserweg
30 geschlossen und der zweite mit dem Wassereinlass 22 strömungsleitend verbundene
Wasserweg 32 geöffnet ist, jeweils nach Art einer Wasserstrahlpumpe mittels des Wassers
von der Wasserquelle 20 aus dem jeweiligen Reservoir 8, 12 angesaugt und mit diesem
Wasser in den Behandlungsraum 2 förderbar ist, wobei in einem dritten Betriebszustand
des Wasserzufuhrsystems 19, in dem der erste und der zweite Wasserweg 30, 32 gleichzeitig
geöffnet sind, lediglich das Wasser von der Wasserquelle 20 in den Behandlungsraum
2 förderbar ist. Das Wasser ist in den Fig. 1 bis 3 nicht dargestellt. Die Wasserquelle
20 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als ein Festwasseranschluss der Waschmaschine
ausgebildet.
[0019] Um den ersten und den zweiten Wasserweg 30, 32 in gewünschter Weise zu öffnen oder
zu schließen, weist das Wasserzufuhrsystem 19 in dem ersten Wasserweg 30 ein erstes
Ventil 34 und in dem zweiten Wasserweg 32 ein zweites Ventil 36 auf, wobei das erste
und das zweite Ventil 34, 36 mittels einer nicht dargestellten Steuerung der Waschmaschine
ansteuerbar ausgebildet sind. Die Ventile 34, 36 sind als ein einziges Doppelmagnetventil
ausgebildet. Entsprechend sind die Ventile 34, 36 in dem Doppelmagnetventil als eine
Baueinheit 38 zusammengefasst.
[0020] Ferner sind in dem ersten Wasserweg 30 und in dem zweiten Wasserweg 32 jeweils ein
Durchflusskonstanthalter 40, 42 angeordnet.
[0021] Das Wasserzufuhrsystem 19 selbst wie auch das Wasserzufuhrsystem 19 und der Waschflüssigkeitsbehälter
6 sind zu einer Baueinheit zusammengefasst. Entsprechend bildet das Wasserzufuhrsystem
19 mit dessen vorgenannten Komponenten und der als Laugenbehälter ausgebildete Waschflüssigkeitsbehälter
6 eine kompakte und damit leicht zu handhabende Einheit.
[0022] Im Nachfolgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Waschmaschine gemäß
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
[0023] In Fig. 1 ist das Wasserzufuhrsystem 19 der Waschmaschine in dessen ersten Betriebszustand
gezeigt. In dem ersten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems 19 ist das erste Ventil
34 mittels der Steuerung der Waschmaschine in Abhängigkeit des vorab ausgewählten
Waschprogramms automatisch geöffnet und das zweite Ventil 36 automatisch geschlossen.
Entsprechend ist der erste Wasserweg 30 mit dem Wassereinlass 22 des Wasserzufuhrsystems
19 strömungsleitend verbunden, so dass Wasser von der Wasserquelle 20, nämlich dem
Festwasseranschluss, in den ersten Wasserweg 30 einfließen kann. Mittels des Durchflusskonstanthalters
40 wird die Durchflussgeschwindigkeit von 10 l/min. in dem Wassereinlass 22 in Strömungsrichtung
vor dem Durchflusskonstanthalter 40 auf 2 l/min. in dem ersten Wasserweg 30 in Strömungsrichtung
nach dem Durchflusskonstanthalter 40 gedrosselt. Entsprechend fließt das Wasser in
dem ersten Wasserweg 30 in Strömungsrichtung nach dem Durchflusskonstanthalter 40
mit einer Geschwindigkeit von konstant 2 l/min. Der erste Wasserweg 30 ist zunächst
durch einen Schlauch 44 geführt, um dann stromabwärts über eine freie Fließstrecke
46 hinweg wieder in einem Schlauch 48 geführt zu sein. Mit dem Schlauch 48 ist ein
Schlauch 50 strömungsleitend verbunden, der wiederum mit dem ersten Reservoir 8, in
dem das erste Waschmittel 10 bevorratet ist, strömungsleitend verbunden ist. Aufgrund
des entlang des ersten Wasserweges 30 in dem Schlauch 48 strömenden Wassers wird das
Waschmittel 10 mittels des Schlauchs 50 nach Art einer Wasserstrahlpumpe angesaugt
und mit dem Wasser durch den Schlauch 48 und den an dem Schlauch 48 ausgebildeten
ersten Wasserauslass 24 in den Behandlungsraum 2, nämlich in den Waschflüssigkeitsbehälter
6, gefördert.
[0024] Fig. 2 zeigt das Wasserzufuhrsystem 19 der Waschmaschine in dessen zweiten Betriebszustand.
Die Förderung des zweiten Waschmittels 14 aus dem zweiten Reservoir 12 in den Behandlungsraum
2 funktioniert analog zu der oben erläuterten Förderung des ersten Waschmittels 10
aus dem ersten Reservoir 8 in den Behandlungsraum 2.
[0025] In dem zweiten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems 19 ist das erste Ventil 34
mittels der Steuerung der Waschmaschine in Abhängigkeit des vorab ausgewählten Waschprogramms
automatisch geschlossen und das zweite Ventil 36 automatisch geöffnet. Entsprechend
ist der zweite Wasserweg 32 mit dem Wassereinlass 22 des Wasserzufuhrsystems 19 strömungsleitend
verbunden, so dass Wasser von der Wasserquelle 20, nämlich dem Festwasseranschluss,
in den zweiten Wasserweg 32 einfließen kann. Mittels des Durchflusskonstanthalters
42 wird die Durchflussgeschwindigkeit von 10 l/min. in dem Wassereinlass 22 in Strömungsrichtung
vor dem Durchflusskonstanthalter 42 auf 2 l/min. in dem zweiten Wasserweg 32 in Strömungsrichtung
nach dem Durchflusskonstanthalter 42 gedrosselt. Entsprechend fließt das Wasser in
dem zweiten Wasserweg 32 in Strömungsrichtung nach dem Durchflusskonstanthalter 42
mit einer Geschwindigkeit von konstant 2 l/min. Der zweite Wasserweg 32 ist zunächst
durch einen Schlauch 52 geführt, um dann stromabwärts über die freie Fließstrecke
46 hinweg wieder in einem Schlauch 54 geführt zu sein. Mit dem Schlauch 54 ist ein
Schlauch 56 strömungsleitend verbunden, der wiederum mit dem zweiten Reservoir 12,
in dem das zweite Waschmittel 14 bevorratet ist, strömungsleitend verbunden ist. Aufgrund
des entlang des zweiten Wasserweges 32 in dem Schlauch 54 strömenden Wassers wird
das zweite Waschmittel 14 mittels des Schlauchs 56 nach Art einer Wasserstrahlpumpe
angesaugt und mit dem Wasser durch den Schlauch 54 und den an dem Schlauch 54 ausgebildeten
zweiten Wasserauslass 26 in den Behandlungsraum 2, nämlich in den Waschflüssigkeitsbehälter
6, gefördert.
[0026] Ist nun, beispielsweise durch das vorab ausgewählte Waschprogramm, vorgesehen, das
lediglich Wasser in den Behandlungsraum 2 zu fördern ist, werden das erste und das
zweite Ventil 34, 36 mittels der Steuerung gleichzeitig geöffnet. Entsprechend sind
der erste Wasserweg 30 und der zweite Wasserweg 32 mit dem Wassereinlass 22 des Wasserzufuhrsystems
19 strömungsleitend verbunden, so dass Wasser von der Wasserquelle 20, nämlich dem
Festwasseranschluss, in den ersten Wasserweg 30 und den zweiten Wasserweg 32 gleichzeitig
einfließen kann. Siehe Fig. 3. Mittels der Durchflusskonstanthalter 40, 42 wird die
Durchflussgeschwindigkeit von 10 l/min. in dem Wassereinlass 22 in Strömungsrichtung
vor den Durchflusskonstanthaltern 40, 42 auf 2 l/min. in dem ersten und dem zweiten
Wasserweg 30, 32 in Strömungsrichtung nach den Durchflusskonstanthaltern 40, 42 gedrosselt.
Entsprechend fließt das Wasser in dem ersten und dem zweiten Wasserweg 30, 32 in Strömungsrichtung
nach den Durchflusskonstanthaltern 40, 42 mit einer Geschwindigkeit von jeweils konstant
2 l/min. Wie oben bereits ausgeführt ist der erste und der zweite Wasserweg 30, 32
jeweils zunächst durch einen Schlauch 44, 52 geführt.
[0027] Da in dem dritten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems 19 Wasser bis zu der freien
Fließstrecke 46 entlang des ersten und des zweiten Wasserweges 30, 32 strömt, schneiden
sich beide Wasserwege 30, 32 in der freien Fließstrecke 46. Da das Wasser auf beiden
Wasserwegen 30, 32 bis zu der freien Fließstrecke 46 mit einer Fließgeschwindigkeit
von jeweils 2 l/min. strömt, wird das Wasser mittels der freien Fließstrecke 46 automatisch
in einen Schlauch 58 umgeleitet. Mittels des Schlauchs 58 und des an dem Schlauch
58 ausgebildeten dritten Wasserauslasses 28 des Wasserzufuhrsystems 19 wird das Wasser
mit einer Fließgeschwindigkeit von 4 l/min. in den Behandlungsraum 2, nämlich dem
Waschflüssigkeitsbehälter 6 des Behandlungsraums 2, eingeleitet.
[0028] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel begrenzt.
[0029] Bei dem ersten und zweiten Waschmittel kann es sich beispielsweise um eine Waschlösung,
eine Emulsion oder um eine Dispersion handeln. In Verbindung mit dem Wasser von der
Wasserquelle ergibt sich dann die sogenannte Waschlauge.
[0030] Wie bereits in der Beschreibungseinleitung ausgeführt, ist der Begriff "Waschmaschine"
weit auszulegen und umfasst jede Art von Waschmaschine zur Reinigung eines zu reinigenden
Gutes. Entsprechend kann es sich bei der erfindungsgemäßen Waschmaschine beispielsweise
um eine Waschmaschine für Wäsche oder um eine Waschmaschine für Geschirr und Besteck,
also eine Geschirrspülmaschine, handeln. Auch andere Arten von Waschmaschinen, beispielsweise
für Spezialanwendungen in Krankenhäusern oder dergleichen sind denkbar. Die erfindungsgemäße
Waschmaschine ist dabei sowohl im Haushalt wie auch in der professionellen Anwendung,
also im Gewerbe, vorteilhaft einsetzbar. Entsprechend ist auch der Begriff "Behandlungsraum"
weit auszulegen. Im Falle einer Waschmaschine für Wäschestücke umfasst der Behandlungsraum
beispielsweise einen als Laugenbehälter ausgebildeten Waschflüssigkeitsbehälter und
eine Wäschetrommel, die drehbar in dem Laugenbehälter angeordnet ist. Bei einer als
Geschirrspülmaschine ausgebildeten erfindungsgemäßen Waschmaschine kann der Behandlungsraum
im Unterschied dazu als der das Geschirr und das Besteck aufnehmende Raum ausgebildet
sein.
1. Waschmaschine, umfassend einen Behandlungsraum (2) für ein zu reinigendes Gut, ein
erstes Reservoir (8) für ein erstes Waschmittel (10), ein zweites Reservoir (12) für
ein zweites Waschmittel (14) sowie ein Wasserzufuhrsystem (19) mit einem einer Wasserquelle
(20) zugeordneten Wassereinlass (22) und einem dem ersten Reservoir (8) zugeordneten
ersten, einem dem zweiten Reservoir (12) zugeordneten zweiten und einem lediglich
dem Behandlungsraum (2) zugeordneten dritten Wasserauslass (24, 26, 28), wobei mittels
des Wasserzufuhrsystems (19) das erste Waschmittel (10), das zweite Waschmittel (14)
oder Wasser von der Wasserquelle (20) in den Behandlungsraum (2) einspülbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserzufuhrsystem (19) derart ausgebildet ist, dass das erste Waschmittel (10)
in einem ersten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems (19), in dem ein erster mit
dem Wassereinlass (22) strömungsleitend verbundener Wasserweg (30) geöffnet und ein
zweiter mit dem Wassereinlass (22) strömungsleitend verbundener Wasserweg (32) geschlossen
ist, und das zweite Waschmittel (14) in einem zweiten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems
(19), in dem der erste Wasserweg (30) geschlossen und der zweite Wasserweg (32) geöffnet
ist, jeweils nach Art einer Wasserstrahlpumpe mittels des Wassers von der Wasserquelle
(20) aus dem jeweiligen Reservoir (8, 12) angesaugt und mit diesem Wasser in den Behandlungsraum
(2) förderbar ist, wobei in einem dritten Betriebszustand des Wasserzufuhrsystems
(19), in dem der erste und der zweite Wasserweg (30, 32) gleichzeitig geöffnet sind,
lediglich das Wasser von der Wasserquelle (20) in den Behandlungsraum (2) förderbar
ist.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserzufuhrsystem (19) in dem ersten Wasserweg (30) ein erstes Ventil (34) und/oder
in dem zweiten Wasserweg (32) ein zweites Ventil (36) aufweist, wobei das erste und/oder
das zweite Ventil (34, 36) mittels einer Steuerung der Waschmaschine ansteuerbar ausgebildet
sind/ist.
3. Waschmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ventil (34) und/oder das zweite Ventil (36) als ein Magnetventil ausgebildet
sind/ist.
4. Waschmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ventil (34) und das zweite Ventil (36) in einer Baueinheit (38) zusammengefasst
sind.
5. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Wasserweg (30) und/oder in dem zweiten Wasserweg (32) ein Durchflusskonstanthalter
(40, 42) angeordnet ist.
6. Waschmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserzufuhrsystem (19) als eine Baueinheit ausgebildet ist.
7. Waschmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserzufuhrsystem (19) mit einem Korpus des Behandlungsraums (2), insbesondere
mit einem eine Wäschetrommel (4) des Behandlungsraums (2) umgebenden Waschflüssigkeitsbehälter
(6), zu einer Baueinheit zusammengefasst ist.