[0001] Die Erfindung betrifft eine Raumzelle für ein Raum-in-Raum-System mit wenigstens
einem Bodenelement, Wandelementen, Wandeckelementen und wenigstens einem Deckenelement,
wobei benachbarte Wandelemente bzw. Wandeckelemente lösbar nach dem Nut-Feder-Prinzip
miteinander verbunden sind und wobei zwischen den Wandelementen und den Wandeckelementen
und dem wenigstens einen Deckenelement ein umlaufendes Deckenprofil aus mehreren,
miteinander verbundenen Deckenprofilelementen angeordnet ist, welche eine nach unten
offene Nut aufweisen, in welche die oberen Enden der Wandelemente eingreifen.
[0002] Derartige Raumzellen für Raum-in-Raumsysteme sind dazu bestimmt, in größeren Räumen,
z.B. in Büroräumen, auf Messeflächen oder in Fabrikhallen, kleinere abgetrennte Räume
zu schaffen, die als Rückzugsort für ungestörtes Arbeiten, für Besprechungen oder
dgl. dienen. Dazu weisen die Raumzellen in der Regel schalldämmende Wand- und Deckenelemente
auf, wobei ein verschließbarer Zugang (Tür) vorgesehen ist.
[0003] Eine Raumzelle mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Schutzanspruchs 1 ist aus
DE 20 2012 003 817 U1 bekannt. Diese Raumzelle weist kassettenartige Paneele zur modulartig aus weitgehend
gleichartigen Paneelen aufgebauten Ausbildung eines Bodenelementes, eines Wandelementes
und eines Deckenelementes sowie Eckpaneele auf, wobei jedes Paneel beidseitig Deckflächen
und dazwischen Füllmaterial z.B. aus Steinwolle aufweist. Zur Verbindung benachbarter
Paneele miteinander nach dem Nut-Feder-Prinzip weist jedes Paneel an einem vertikalen
Seitenrand eine Nut und am anderen vertikalen Seitenrand eine Feder auf, die zumindest
an den Stirnflächen aus Stahlblech bestehen. Zur Verbindung der Wandelemente mit den
Deckenelementen ist ein Deckenrandprofil vorgesehen, das eine nach unten offene Nut
aufweist, mit der es auf ein Wandelement aufgesteckt wird und dieses beidseitig übergreift.
Zur Verbindung mit dem Boden sind ähnlich gestaltete Sockelleisten vorgesehen. Zur
Bildung eines Eingangs und zur Beleuchtung sind Sonderpaneele, nämlich Tür- und Glaspaneele
vorgesehen. Ferner sind neben Eckprofilen auch T-förmige Profile vorgesehen, die den
Anbau von außenseitigen Trennwänden oder dgl. ermöglichen.
[0004] Ferner sind Raumzellen bekannt (https://officebricks.de), die aus einzelnen bausteinartigen,
schalldämmenden Wandmodulen, Boden-, Decken-, Tür- und Glaselementen in variabler
Größe gebildet werden. Zur Bildung der Wände der Raumzelle werden die einzelnen Wandmodule
bausteinartig neben- und übereinander gestapelt, was einen sehr einfachen Auf- und
Abbau ermöglicht.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist, eine stabile Raumzelle mit variablem Aufbau zu schaffen,
die universell einsetzbar ist und dabei mit möglichst wenig unterschiedlichen Bauteilen
auskommt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Wandelemente mit oberseitigen
Federabschnitten in die Nut der Deckenprofilelemente eingreifen und dass die Nut der
Deckenprofilelemente beidseitig Einbuchtungen für in die Nut hineinragende Gummiprofile
zur Halterung einer Glasscheibe oder einer Türzarge aufweist, wobei das jeweilige
Deckenprofilelement und das wenigstens eine Deckenelement zur formschlüssigen Verbindung
zueinander komplementäre Bereiche aufweisen.
[0007] Durch diese Gestaltung der Wandelemente und der Deckenprofilelemente ist es möglich,
ohne zusätzliche Bauelemente sowohl die Wandelemente stabil miteinander und mit den
Deckenprofilelementen zu verbinden als auch eine Türzarge und Glasscheiben ohne zusätzliche
Verbindungselemente stabil in die Raumzelle einzubinden, da die Nut der Deckenprofilelemente
sowohl zur Aufnahme der oberseitigen Federabschnitte der Wandelemente als auch der
Türzarge und wenigstens einer Glasscheine geeignet ist. Dabei bilden die miteinander
verbundenen Deckenprofileelemente einen geschlossenen Ringanker, der eine hohe Stabilität
der Raumzelle gewährleistet. Außerdem sind auch die Deckenelemente formschlüssig an
den Deckenprofilelementen gehalten, wobei in der Regel zusätzlich noch eine Sicherung
mittels Verschraubungen oder dgl. vorgesehen ist. Es können Wandelemente unterschiedlicher
Breite bereitgestellt werden, was es auf einfache Weise ermöglicht, Raumzellen unterschiedlicher
Größe zu schaffen (z.B. als Telefonzelle, kleiner Arbeitsraum, Besprechungsraum).
[0008] In bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zwischen den Deckenprofilelementen
bogenförmige Deckenprofileckelemente angeordnet sind. Die Wandeckelemente sind dann
ebenfalls an der Außenseite querschnittlich bogenförmig, so dass die Raumzelle außen
abgerundete Ecken aufweist, was Verletzungsgefahren vermeidet, ein optisch ansprechendes
Erscheinungsbild liefert und die Ringankerfunktion der Deckenprofilelemente und der
Deckenprofileckelemente begünstigt. Die Innengeometrie der Ecken ist vorzugsweise
eckig, um an den Wandinnenflächen bündig Schalldämmelemente anbringen zu können.
[0009] Ganz besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Deckenprofilelemente und/ oder
die Deckenprofileckelemente an ihrer Außenseite eine seitliche Aufnahmenut aufweisen,
in welche ein Beleuchtungsband, insbesondere ein LED-Streifenband, eingelegt ist.
Dieses Beleuchtungsband ist dann allseitig sichtbar und wenn es zweckmäßigerweise
(automatisch) aktiviert wird, wenn die Raumzelle belegt ist, ist es für Personen im
Umkreis, aber außerhalb der Raumzelle unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zu erkennen.
Die Aufnahmenut weist dabei vorzugsweise einen Hinterschnittbereich auf, in dem das
Beleuchtungsband aufgenommen ist, so dass es nicht sichtbar ist und nur in aktiviertem
Zustand Licht nach außen abstrahlt. Vorzugsweise werden Side-View-LEDs eingesetzt,
so dass eine vollständige umlaufende Ausleuchtung ohne zusätzliche Maßnahmen, wie
Streuscheiben oder dgl., möglich ist.
[0010] Ferner ist vorgesehen, dass die Wandelemente und die Wandeckelemente an ihrer Unterseite
nach innen wenigsten einstufig gefalzt sind und bereichsweise auf dem wenigstens einen
Bodenelement aufliegen und das wenigstens eine Bodenelement außenseitig überlappen.
Dies macht es möglich, auf zusätzliche Sockelleisten zu verzichten. In der Regel wird
aber zusätzlich noch eine Sicherung mittels Verschraubungen oder dgl. zwischen den
Elementen vorgesehen.
[0011] Dabei ist besonders vorteilhaft vorgesehen, dass die Wandelemente und die Wandeckelemente
an ihrer Unterseite nach innen zweistufig gefalzt sind, wobei der obere waagerechte
Falzbereich als Randaufnahme für einen Bodenbelag ausgebildet ist. Der Bodenbelag,
z.B. Teppichfliesen, kann dann einfach randseitig durch Einschieben in die Randaufnahme
verlegt werden, ohne dass Fußleisten benötigt werden.
[0012] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Bodenelement, das wenigstens
eine Deckenelement, die Wandelemente und die Wandeckelemente aus Sandwichelementen
mit wenigstens zwei Deckschichten und wenigstens einer zwischen den Deckschichten
angeordneten Mittellage in Form eines periodisch wiederkehrenden, zweifach gekrümmten
Schalentragwerks bestehen. Solche Sandwichelemente sind aus
EP 1 758 733 B1 bekannt und weisen bei geringem spezifischen Gewicht eine hohe Tragfähigkeit auf.
Außerdem ist es grundsätzlich möglich, im Inneren der Sandwichelemente verdeckt Leitungen
oder Kabel zu verlegen.
[0013] Um die Raumzelle möglichst schalldämmend auszubilden, ist vorgesehen, dass an den
Innenseiten der Wandelemente über Abstandhalter lösbar Schalldämmelemente befestigt
sind.
[0014] Dabei ist besonders vorteilhaft, wenn die Schalldämmelemente unter Ausbildung eines
Belüftungsspaltes beabstandet vom wenigstens einen Bodenelement angeordnet sind, wobei
im wenigstens einen Deckenelement Zuluftöffnungen vorgesehen sind, die mit den Hohlräumen
zwischen den Schalldämmelementen und den Wandelementen in Fluidverbindung stehen.
Diese Ausgestaltung ermöglicht ein einfaches Belüftungskonzept, das nahezu unsichtbar
ist.
[0015] Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass im Zentrum des wenigstens einen Deckenelementes
wenigstens eine Abluftöffnung mit wenigstens einem mit dem Innenraum der Raumzelle
in Fluidverbindung stehender Sauglüfter vorgesehen ist.
[0016] Zweckmäßig ist es dabei, dass die wenigstens eine Abluftöffnung im wenigstens einen
Deckenelement durch eine abgehängte Deckenplatte, insbesondere ein Beleuchtungselement,
verdeckt ist.
[0017] In an sich bekannter Weise ist an wenigstens einer Seite eine Eingangsöffnung vorgesehen
ist, durch die die Raumzelle zugänglich ist.
[0018] Dabei ist vorzugsweise in der Eingangsöffnung eine Türzarge mit Tür vorgesehen, die
oberseitig in der Nut des zugeordneten Deckenprofilelementes stabil gehalten ist.
[0019] Weiterhin ist bevorzugt angrenzend an wenigstens ein Wandelement und/oder wenigstens
ein Wandeckelement und/oder die Türzarge eine Glasscheibe vorgesehen.
[0020] Dabei ist vorgesehen, dass im Bereich der Türzarge und ggf. der Glasscheibe am wenigstens
einen Bodenelement ein Bodenprofil befestigt ist, welches die Außenseite des Bodenelementes
überlappt und oberseitig eine Aufnahmenut für die Türzarge und/oder Glasscheibe und
innenseitig eine Ausnehmung zur Randaufnahme des Bodenbelages aufweist. Die Türzarge
und ggf. die Glasscheibe sind dann auch an der Unterseite sicher im Bodenprofil aufgenommen,
welches zusätzlich den Rand eins Bodenbelags aufnimmt.
[0021] Schließlich ist ein am Bodenprofil lösbar befestigbares, die Profiloberseite abdeckendes
Türeingangsprofil mit rutschhemmender Kontur vorgesehen, das vorzugsweise an das Bodenprofil
angeclipst werden kann.
[0022] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
Diese zeigen in
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Raumzelle,
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Raumzelle,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch die Raumzelle im Bereich einer Glasscheibe,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch einen oberen Eckbereich der Raumzelle im Bereich einer Türzarge,
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen oberen Eckbereich der Raumzelle,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch einen unteren Eckbereich der Raumzelle,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch einen unteren Eckbereich der Raumzelle im Bereich eines Türeingangs,
- Fig. 8
- ein Detail der Fig. 7,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung des Innenraumes der Raumzelle mit Luftströmung,
- Fig. 10
- einen Schnitt durch ein Deckenprofilelement,
- Fig. 11
- einen Schnitt durch ein Bodenprofil und in
- Fig. 12
- einen Schnitt durch ein Türeingangsprofil,
- Fig. 13
- eine perspektivische Darstellung eines oberen Eckbereiches während der Montage,
- Fig. 14
- den montierten oberen Eckbereich nach Fig. 13,
- Fig. 15
- ein zweiteiliges Deckenprofileckelement in Explosionsdarstellung,
- Fig. 16
- das montierte Deckenprofileckelement nach Fig. 15 perspektivisch,
- Fig. 17
- das Deckenprofileckelement perspektivisch von unten und in
- Fig. 18
- eine Draufsicht auf das Deckenprofileckelement.
[0023] Eine Raumzelle für ein Raum-in-Raum-System ist allgemein mit 1 bezeichnet. Diese
Raumzelle 1 weist unterseitig einen Boden auf, der beim Ausführungsbeispiel aus drei
Bodenelementen 2 gebildet ist. Diese Bodenelemente 2 sind über nicht näher dargestellte
Nut-Feder-Verbindungen ineinander gesteckt und durch geeignete Befestigungsmittel
lösbar aneinander befestigt.
[0024] Die Seitenwände der Raumzelle 1 sind beim Ausführungsbeispiel von Wandelementen 3,
bogenförmigen Wandeckelementen 4, einer Türzarge 5 mit darin schwenkbar aufgenommener
Tür 6 sowie zwei Glasscheiben 7 gebildet, wobei jeweils wenigstens eine Glasscheibe
7 an einer Seite der Türzarge 5 angeordnet ist. Die Decke der Raumzelle 1 ist beim
Ausführungsbeispiel von drei Deckenelementen 8 gebildet. Diese Deckenelemente 8 sind
über nicht näher dargestellte Nut-Feder-Verbindungen ineinander gesteckt. Auch die
Wandelemente 3 und die Wandeckelemente 4 sind seitlich mit nicht mehr dargestellten
Nut-Feder-Verbindungen ausgebildet, so dass benachbarte Wandelemente 3 bzw. Wandeckelemente
4 seitlich ineinander gesteckt werden können.
[0025] Die Bodenelemente 2, die Wandelemente 3, die Wandeckelemente 4 und die Deckenelemente
8 sind bevorzugt aus Sandwichelementen gebildet, wie diese in
EP 1 758 733 B1 beschrieben sind.
[0026] Zur Verbindung der Wandelemente 3 und der Wandeckelemente 4 mit den Deckenelementen
8 ist ein allgemein mit 9 bezeichnetes umlaufendes Deckenprofil vorgesehen, dass aus
vier Deckenprofilelementen 10 gebildet ist, welche jeweils über insgesamt vier bogenförmige
Deckenprofileckelemente 11 miteinander verbunden sind. Jedes Deckenprofilelement 9
weist eine nach unten offene Nut 12 auf, in welche oberseitige Federabschnitte 13
der Wandelemente 3 eingreifen. Die Nut 12 der Deckenprofilelemente 10 weist beidseitig
Einbuchtungen 14, 15 für in die Nut 12 hineinragende Gummiprofile 16 ,17 zur Halterung
der Glasscheibe 7 oder der Türzarge 5 auf. Um eine formschlüssige Verbindung zwischen
dem jeweiligen Deckenprofilelement 10 und dem jeweiligen Deckenelement 8 zu erreichen,
weisen das jeweilige Deckenprofilelement 10 und das jeweilige Deckenelement 8 zueinander
komplementäre Bereiche auf. Dazu ist beim Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass das
jeweilige Deckenprofilelement 10 oberseitig eine Ausbuchtung 18 und das jeweilige
Deckenelement 8 am Rand unterseitig eine komplementäre Einbuchtung 19 aufweist.
[0027] Ferner weisen bevorzugt die Deckenprofilelemente 10 und die Deckenprofileckelemente
11 an ihrer Außenseite eine seitliche Aufnahmenut 20 auf, in welche ein Beleuchtungsband,
insbesondere ein LED-Streifenband, eingelegt ist. Das ringförmige Deckenprofil 9 ist
dann vollständig von einem Beleuchtungsband umgeben, das bei Aktivierung außerhalb
der Raumzelle 1 aus allen Richtungen wahrnehmbar ist.
[0028] Zur Verbindung der Wandelemente 3 und der Wandeckelemente 4 mit den Bodenelementen
2 sind die Wandelemente 3 und die Wandeckelemente 4 an ihrer Unterseite nach innen
wenigstens einstufig, beim Ausführungsbeispiel zweistufig gefalzt, wobei sie mit einem
ersten waagerechten Falzbereich 21 auf den Bodenelementen 2 aufliegen und ansonsten
mit einem unteren Außenrandbereich 22 das jeweilige Bodenelement 2 außenseitig überlappen,
so dass die Bodenelemente 2 von außen nicht sichtbar sind. Ein zweiter innerer, oberer
waagerechter Falzbereich 23 ist als Randaufnahme für einen Bodenbelag 24, zum Beispiel
Teppichfliesen, ausgebildet.
[0029] Wenn anstelle eines Wandelementes 3 eine Türzarge 5 oder eine Glasscheibe 7 eingebaut
wird, werden in die Einbuchtungen 14, 15 des betreffenden Deckenprofilelementes 10
Gummiprofile 16, 17 eingesetzt, die in die Nut 12 hineinragen und in welche die Türzarge
5 bzw. die Glasscheibe 7 klemmend eingesetzt werden können. Um die Türzarge 5 bzw.
die Glasscheibe 7 auch im Bodenbereich sicher zu halten, ist ein Bodenprofil 25 vorgesehen,
welches am zugeordneten Bodenelement 2 befestigt wird. Dieses Bodenprofil 25 weist
einen Überlappungsbereich 26 auf, mit welchem das Bodenprofil 25 die Außenseite des
Bodenelementes 2 überlappt. Oberseitig weist das Bodenprofil 25 eine Aufnahmenut 27
auf, wobei die Aufnahmenut 27 vergleichbar zu den Deckenprofilelementen 10 beidseitig
Einbuchtungen 28, 29 zur Aufnahme von in die Aufnahmenut 27 hineinragenden Gummiprofilen
zur Halterung der Türzarge 5 oder Glasscheibe 7 aufweist. Innenseitig weist das Bodenprofil
25 eine Ausnehmung zur Randaufnahme des Bodenbelags 24 auf, die von einem verkürzten
vertikalen Schenkel 30 gebildet ist. Die so gebildete Ausnehmung ist in Fig. 7 mit
31 bezeichnet.
[0030] Ferner ist ein Türeingangsprofil 32 vorgesehen, das lösbar am Bodenprofil 25 befestigbar
ist und dazu dient, das Bodenprofil 25 im Bereich einer Türzarge 5 nach oben abzudecken.
An der Oberseite ist das Türeingangsprofil 32 mit einer rutschhemmenden Kontur 33
versehen und unterseitig weist es Raststege 34 auf, die es ermöglichen, das Türeingangsprofil
auf das Bodenprofil 25 aufzuclipsen.
[0031] An den Innenseiten der Wandelemente 3 sind über nicht dargestellte Abstandhalter
lösbar plattenförmige Schalldämmelemente 35 befestigt. Dabei sind die Schalldämmelemente
unter Ausbildung eines Belüftungsspaltes 36 beabstandet von den Bodenelementen 2 angeordnet.
Dadurch sind zwischen den Wandelementen 3 und den Schalldämmelementen 35 Hohlräume
37 ausgebildet, die einerseits im Bodenbereich über die Belüftungsspalte 36 zugänglich
sind und andererseits durch Zuluftöffnungen 38 in den Deckenelementen 8. Vorzugsweise
im Zentrum der Raumzelle 1 ist in einem Deckenelement 8 wenigstens eine Abluftöffnung
39 vorgesehen, wobei beim Ausführungsbeispiel vier Abluftöffnungen 39 vorgesehen sind.
Im Bereich jeder Abluftöffnung 39 ist jeweils ein Sauglüfter 40 angeordnet, der mit
dem Innenraum der Raumzelle 1 in Fluidverbindung steht. Die vier Sauglüfter 40 können
in einem gemeinsamen Montagerahmen 41 aufgenommen sein, der an der Unterseite des
zugeordneten Deckenelementes 8 befestigt ist. Von innen sind die Abluftöffnungen 39
bzw. die Sauglüfter 40 verdeckt und zwar durch eine abgehängte Deckenplatte, die bevorzugt
als plattenförmiges Beleuchtungselement 42 ausgebildet ist. Sind die Sauglüfter 40
eingeschaltet, ergibt sich somit eine Luftströmung, die durch Pfeile 43 in Fig. 9
angedeutet ist. Die Belüftungselemente sind somit nicht wahrnehmbar, die Hohlräume
37 können zusätzlich auch zur Aufnahme von Leitungen oder dergleichen verwendet werden.
[0032] Zur Montage der Raumzelle 1 wird zunächst der Boden erstellt, je nach Größe der Raumzelle
1 aus einem oder mehreren Bodenelementen 2, die entsprechend miteinander verbunden
werden. Unterseitig sind zumindest in den Eckbereichen der Raumzelle 1 vorzugsweise
höhenveränderbar einstellbare Fußelemente 44 vorgesehen, um die Bodenelemente horizontal
ausrichten zu können Die miteinander verbunden Bodenelemente 2 werden zur nachfolgenden
Montage der Wandelemente 3 und Wandeckelemente 4 so weit angehoben werden, dass Sicherungsschrauben
45 von unten durch das jeweilige Bodenelement 2 in den unteren Rand des Wandelementes
3 oder des Wandeckelementes 4 eingeschraubt werden können. Zum Anheben wird eine Hubvorrichtung
eingesetzt, die hydraulisch, pneumatisch, manuell und/oder elektrisch ausgebildet
sein kann. Diese Hubvorrichtung kann auch zum nachträglichen Versetzen der montierten
Raumzelle an einen anderen Ort verwendet werden. Nach der Montage der Wandelemente
3 und der Wandeckelemente 4 wird dort, wo die Türzarge 5 und die Glasscheiben 7 montiert
werden sollen, am zugeordneten Bodenelement 2 ein Bodenprofil 25 angeordnet und vorzugsweise
mittels Schrauben befestigt. In das Bodenprofil 25 wird die Türzarge 5 eingesetzt
und anschließend wird das Deckenprofil 9 von oben auf die Wandelemente 3, die Wandeckelemente
4 und die Türzarge 5 aufgesetzt. Danach werden die Deckenelemente 8 formschlüssig
auf das Deckenprofil 9 aufgesetzt und nachfolgend mittels Sicherungsschrauben 46 gesichert,
die durch Bohrungen in den Deckenprofilelementen 10 hindurch bis in die Wandelemente
3 eindringen. Das ringförmig geschlossene Deckenprofil bildet einen geschlossenen
Ringanker, wodurch die Raumzelle 1 sehr stabil ist.
[0033] Anschließend können die Glasscheiben 7 montiert werden, wobei die Höhe der Glasscheiben
7 geringer ist als der Abstand zwischen der Unterkante der Aufnahmenut 27 des Bodenprofils
25 und der Oberkante der Nut 12 des Deckenprofilelementes 10. Dadurch können die Glasscheiben
7 erst im Nachhinein eingebaut werden. Vorzugsweise im mittleren Bodenelement 2 ist
eine Revisionsöfnung zur Zuführung von Strom- und/oder Kommunikationsleitungen vorgesehen,
die mit einer Abdeckung 47 verschlossen ist.
[0034] In den Figuren 13 bis 18 ist eine bevorzugte Ausgestaltung des Deckenprofileckelementes
11 dargestellt, das zweiteilig ausgebildet ist, nämlich ein bogenförmiges Unterteil
48 und ein bogenförmiges Oberteil 49 aufweist, welche mittels Verbindungsschrauben
50 miteinander verbindbar sind. Dazu weist das Unterteil 48 zwei Zapfen 51 mit Gewindebohrungen
und das Oberteil 49 zwei mit den Zapfen 51 in Montagelage fluchtende Laschen 52 mit
Bohrungen für die Verbindungsschrauben 50 auf. Das Unterteil 48 und das Oberteil 49
können z.B. als Druckgußteile ausgebildet sein.
[0035] Das Unterteil 48 weist eine eckige Innenkontur 53 auf in Anpassung an die entsprechend
gestaltete eckige Innenkontur der Wandeckelemente 4. An beiden Enden weist das Unterteil
48 jeweils einen Steg 54 mit Bohrung 55 auf. Der jeweilige Steg 54 wird bei der Montage
(Fig. 13 und 14) von den Enden der zugeordneten Deckenprofilelementen 10 übergriffen
und mittels Verbindungsschrauben 56 an diesen befestigt.
[0036] Die seitliche Aufnahmenut 20 wird sowohl vom Unterteil 48 als auch vom Oberteil 49
gebildet, wobei im Oberteil 49 ein Hinterschnitt 57 ausgebildet ist. Dieser Hinterschnitt
57 ermöglicht eine klebstofflose Montage eines LED-Streifenbandes 63, das in Fig.
18 angedeutet ist. Das LED-Streifenband 63 bleibt aufgrund des Hinterschnittes 57
in der Aufnahmenut 20 hängen.
[0037] Angrenzend an die Zapfen 51 bzw. Laschen 52 weist das Unterteil 48 jeweils einen
Zapfen 58 auf, der in Verbindung mit den Zapfen 51 bzw. Laschen 52 als Zugsicherung
für ein mit dem LED-Streifenband 63 verbundenes Anschlusskabel 62 dient. An der Unterseite
des Unterteils 48 sind zwei Vorsteckbolzen 59 vorgesehen, die der Vormontage des Deckenprofileckelementes
am zugeordneten Wandeckelement 4 dienen.
[0038] Im Unterteil 48 sind im Bereich der Aufnahmenut 20 symmetrisch zwei Öffnungsfenster
60 mit angrenzenden Distanzbolzen 61 vorgesehen, um eine Quetschung des LED-Streifenbandes
63 zu vermeiden. In Fig. 18 ist dargestellt, wie ein LED-Streifenband 62 mit seinem
Anschlusskabel 63 in das Unterteil 48 eingelegt wird. Dabei ist das Anschlusskabel
62 zwecks Zugentlastung zwischen den Zapfen 58 und den Zapfen 51 bzw. die Lasche 52
klemmend eingelegt, das LED-Streifenband 62 ist von innen durch das Öffnungsfenster
60 in die Aufnahmenut 20 geführt. In gleicher Weise wird in die andere Hälfte des
Unterteils 48 ein LED-Streifenband 62 eingelegt, was nicht dargestellt ist.
[0039] Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt.
Weitere Ausgestaltungen sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. Die Raumzelle
1 kann auf einfache Weise in unterschiedlicher Größe erstellt werden, in dem mehr
oder weniger Wandelemente 3 oder unterschiedlich breite Wandelemente 3 verwendet werden.
Außerdem ist es durch Verwendung anders ausgebildeter Deckenprofileckelemente möglich,
an die Raumzelle 1 außenseitig zusätzliche Wandelemente oder auch weitere Raumzelle(n)
1 anzubauen. Das betreffende Deckenprofileckelement ist dann querschnittlich z. B.
T-förmig oder sternförmig. Je nach Verwendungszweck der Raumzelle 1 kann auch ein
offener Eingang ohne Tür vorgesehen sein, es kann auch - abgesehen von den Wandeckelementen
4 - wenigstens eine Seitenwand nur mit Glasscheiben 7 ausgefüllt sein. Auf der Oberseite
der Raumzelle 1 kann auch eine Haube oder Abdeckung angebracht oder aufgelegt werden,
die mit einem schalldämmenden Material ausrüstet ist, wobei in dieser eine labyrinthartige
Luftführung integriert ist, die mit den Zuluftöffnungen 38 und/oder den Abluftöffnungen
39 verbunden ist. Dadurch wird die Schalldämmung noch verbessert.
Bezugszeichenliste:
[0040]
- 1
- Raumzelle
- 2
- Bodenelemente
- 3
- Wandelemente
- 4
- Wandeckelemente
- 5
- Türzarge
- 6
- Tür
- 7
- Glasscheibe
- 8
- Deckenelemente
- 9
- Deckenprofil
- 10
- Deckenprofilelemente
- 11
- Deckenprofileckelemente
- 12
- Nut
- 13
- oberseitige Federabschnitte
- 14,15
- Einbuchtung
- 16,17
- Gummiprofil
- 18
- Ausbuchtung
- 19
- Einbuchtung
- 20
- seitliche Aufnahmenut
- 21
- erster Falzbereich
- 22
- unterer Außenrandbereich
- 23
- zweiter Falzbereich
- 24
- Bodenbelag
- 25
- Bodenprofil
- 26
- Überlappungsbereich
- 27
- Aufnahmenut
- 28,29
- Einbuchtung
- 30
- Schenkel
- 31
- Ausnehmung
- 32
- Türeingangsprofil
- 33
- rutschhemmende Kontur
- 34
- Raststege
- 35
- Schalldämmelemente
- 36
- Belüftungsspalt
- 37
- Hohlraum
- 38
- Zuluftöffnungen
- 39
- Abluftöffnungen
- 40
- Sauglüfter
- 41
- Montagerahmen
- 42
- Beleuchtungselement
- 43
- Pfeile Luftströmung
- 44
- Fußelemente
- 45,46
- Sicherungsschraube
- 47
- Abdeckung
- 48
- Unterteil
- 49
- Oberteil
- 50
- Verbindungsschrauben
- 51
- Zapfen
- 52
- Laschen
- 53
- Innenkontur
- 54
- Steg
- 55
- Bohrung
- 56
- Verbindungsschrauben
- 57
- Hinterschnitt
- 58
- Zapfen
- 59
- Vorsteckbolzen
- 60
- Öffnungsfenster
- 61
- Distanzbolzen
- 62
- Anschlusskabel
- 63
- LED-Streifenband
1. Raumzelle für ein Raum-in-Raum-System mit wenigstens einem Bodenelement (2), Wandelementen
(3), Wandeckelementen (4) und wenigstens einem Deckenelement (8), wobei benachbarte
Wandelemente (3) bzw. Wandeckelemente (4) lösbar nach dem Nut-Feder-Prinzip miteinander
verbunden sind und wobei zwischen den Wandelementen (3) und den Wandeckelementen (4)
und dem wenigstens einen Deckenelement (8) ein umlaufendes Deckenprofil (9) aus mehreren,
miteinander verbundenen Deckenprofilelementen (10) angeordnet ist, welche eine nach
unten offene Nut (12) aufweisen, in welche die oberen Enden der Wandelemente (3) eingreifen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandelemente (3) mit oberseitigen Federabschnitten (13) in die Nut (12) der Deckenprofilelemente
(10) eingreifen und dass die Nut (12) der Deckenprofilelemente (10) beidseitig Einbuchtungen
(14, 15) für in die Nut (12) hineinragende Gummiprofile (16, 17) zur Halterung einer
Glasscheibe (7) oder einer Türzarge (5) aufweist, wobei das jeweilige Deckenprofilelement
(10) und das wenigstens eine Deckenelement (8) zur formschlüssigen Verbindung zueinander
komplementäre Bereiche (18, 19) aufweisen.
2. Raumzelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Deckenprofilelementen (10) bogenförmige Deckenprofileckelemente (11)
angeordnet sind.
3. Raumzelle nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Deckenprofilelemente (10) und/oder die Deckenprofileckelemente (11) an ihrer
Außenseite eine seitliche Aufnahmenut (20) aufweisen, in welche ein Beleuchtungsband,
insbesondere ein LED-Streifenband, eingelegt ist.
4. Raumzelle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandelemente (3) und die Wandeckelemente (4) an ihrer Unterseite nach innen wenigsten
einstufig gefalzt sind und bereichsweise auf dem wenigstens einen Bodenelement (2)
aufliegen und das wenigstens eine Bodenelement (2) außenseitig überlappen.
5. Raumzelle nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandelemente (3) und die Wandeckelemente (4) an ihrer Unterseite nach innen zweistufig
gefalzt sind, wobei der obere waagerechte Falzbereich (23) als Randaufnahme für einen
Bodenbelag (24) ausgebildet ist.
6. Raumzelle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens eine Bodenelement (2), das wenigstens eine Deckenelement (8), die
Wandelemente (3) und die Wandeckelemente (4) aus Sandwichelementen mit wenigstens
zwei Deckschichten und wenigstens einer zwischen den Deckschichten angeordneten Mittellage
in Form eines periodisch wiederkehrenden, zweifach gekrümmten Schalentragwerks bestehen.
7. Raumzelle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Innenseiten der Wandelemente (3) über Abstandhalter lösbar Schalldämmelemente
(35) befestigt sind.
8. Raumzelle nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schalldämmelemente (35) unter Ausbildung eines Belüftungsspaltes (36) beabstandet
vom wenigstens einen Bodenelement (2) angeordnet sind, wobei im wenigstens einen Deckenelement
(8) Zuluftöffnungen (38) vorgesehen sind, die mit den Hohlräumen (37) zwischen den
Schalldämmelementen (35) und den Wandelementen (3) in Fluidverbindung stehen.
9. Raumzelle nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Zentrum des wenigstens einen Deckenelementes (8) wenigstens eine Abluftöffnung
(39) mit wenigstens einem mit dem Innenraum der Raumzelle in Fluidverbindung stehender
Sauglüfter (40) vorgesehen ist.
10. Raumzelle nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Abluftöffnung (39) im wenigstens einen Deckenelement (8) durch
eine abgehängte Deckenplatte, insbesondere ein Beleuchtungselement (42), verdeckt
ist.
11. Raumzelle nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an wenigstens einer Seite eine Eingangsöffnung vorgesehen ist.
12. Raumzelle nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Eingangsöffnung eine Türzarge (5) mit Tür (6) vorgesehen ist.
13. Raumzelle nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass angrenzend an wenigstens ein Wandelement (3) und/oder wenigstens ein Wandeckelement
(4) und/oder die Türzarge (5) eine Glasscheibe (7) vorgesehen ist.
14. Raumzelle nach Anspruch 11, 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Türzarge (5) und ggf. der Glasscheibe (7) am wenigstens einen Bodenelement
(2) ein Bodenprofil (25) befestigt ist, welche die Außenseite des Bodenelementes (2)
überlappt und oberseitig eine Aufnahmenut (27) für die Türzarge (5) und/oder Glasscheibe
(7) und innenseitig eine Ausnehmung (31) zur Randaufnahme des Bodenbelages (24) aufweist.
15. Raumzelle nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein am Bodenprofil (25) lösbar befestigbares, die Profiloberseite abdeckendes Türeingangsprofil
(32) mit rutschhemmender Kontur (33) vorgesehen ist.