[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein flächenbündiges Schließsystem nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1, vorzugsweise für die Verwendung bei Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen,
insbesondere für Wohnmobile, Wohnwagen und andere Freizeitfahrzeuge.
[0002] Ein solches Schließsystem wird gewöhnlich gegenüber der Scharnierseite einer Türe
oder Klappe jeweils in einem oberen und einem unteren Bereich der Zarge angebracht.
Bei kleineren Bauarten kann auch nur ein Schließsystem zur Anwendung kommen. Durch
das Schließsystem kann der Anwender eine Klappe bzw. Türe mit der Hand öffnen und
schließen.
[0003] Durch die Flächenbündigkeit des Schließsystems kann ein unerwünschtes Eindringen
mittels einer integrierten Verriegelung verhindert werden, da kein Angriffspunkt für
ein Werkzeug von außen zugänglich ist.
[0004] Ein derartiges Schließsystem ist beispielsweise mit der
US 5 927 773 A bekannt geworden. Das dort gezeigte Schließsystem umfasst eine Betätigungswippe in
rechteckiger Form, die sich in einem schalenförmigen Gehäuse befindet und dort verschwenkbar
gelagert ist. Die Betätigungswippe weist einen senkrecht davon abstehenden Hebel auf,
der durch eine Öffnung des Gehäuses greift und unter dem Gehäuse mit einem Schieber
in Wirkverbindung steht.
[0005] Durch ein Verschwenken der Betätigungswippe um eine Drehachse wird der Schieber in
Längsrichtung verschoben und kann somit außer Eingriff mit der Aussparung eines Schließblechs
einer Zarge gebracht werden.
[0006] Bei Betätigung des Schiebers wird eine Feder komprimiert, die sich nach dem Loslassen
der Betätigungswippe entspannt und den Schiebers in die Ausgangsposition zurück bewegt.
[0007] Der Schieber weist an seiner Stirnseite eine Schrägfläche auf, die bei einem Zufallen
der Türe zuerst in Kontakt mit dem Schließblech kommt und ein Verschieben des Riegels
erleichtert.
[0008] Eine Stahl- oder Aluminiumzarge benötigt meist kein separates Schließblech, hier
werden die Aussparungen direkt ins Metall eingebracht.
[0009] Alternativ greift der Schieber hinter der Zarge ein.
[0010] An der Unterseite des Schiebers ist eine laschenförmige Notentriegelung angebracht,
die eine händische Betätigung des Schiebers von der Rückseite der Türe ermöglicht.
[0011] Die Betätigungswippe weist eine Schlossbohrung auf, in die ein Profilzylinder eingesetzt
ist. Der Profilzylinder ermöglicht ein Verschließen des Schließsystems, wobei die
Betätigungswippe bei geschlossenem Profilzylinder nicht mehr um die Schwenkachse verschwenkt
werden kann und in geschlossener Position gehalten ist.
[0012] Nachteilig ist an den bekannten Schließsystem, die z.B. dem System der
US 5 927 773 A ist, kann nur immer eine Betätigungswippe betätig werden kann um einen Schieber zu
verschieben. Bei einer Klappe mit zwei Schließsystemen muss jeweils eine Hand des
Benutzers ein Schließsystem betätigen um die Klappe zu öffnen. Überdies kommt bei
der vorgenannten Druckschriften noch als weiteres nachteiliges Merkmal hinzu, dass
es nicht möglich ist, synchron zwei verschiedene Schlosssysteme durch einen handbetätigten
Antrieb zu betätigen, weil die Synchronizität zwischen den beiden Systemen nicht gewährleistet
ist.
[0013] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelung für Klappen oder
Türen an Fahrzeugen der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit geringer
manueller Betätigungskraft es möglich ist, eine Klappe oder Tür an örtlich voneinander
entfernt angeordneten Zuhaltungen unabhängig voneinander in Offenposition zu bringen.
[0014] Der Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, eine Verriegelung für Klappen oder
Türen an Fahrzeugen der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass mit geringer
manueller Betätigungskraft es möglich ist, eine Klappe oder Tür an örtlich voneinander
entfernt angeordneten Zuhaltungen synchron zu betätigen.
[0015] Die der Erfindung zugrunde liegenden Aufgaben werden durch die Merkmale des unabhängigen
Patentanspruches gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung den Unteransprüchen entnommen werden können.
[0016] Merkmal der Erfindung ist, dass eine Schliessvorrichtung mit Verriegelung für Klappen
oder Türen an Fahrzeugen, eine Betätigungswippe aufweist, die in einem schalenförmigen
Gehäuse verschwenkbar gelagert ist und einen senkrecht abstehenden Hebel besitzt,
der durch eine Öffnung des Gehäuses greift und unter dem Gehäuse mit einem länglichen
Schieber in Wirkverbindung steht, wobei durch ein Verschwenken der Betätigungswippe
um eine Drehachse der Schieber in Längsrichtung gegen eine korpusfeste Anschlagkante
in Schliessstellung verschiebbar ist, wobei die Schliessvorrichtung mit einer Hand
betätigbar ist, wobei der Schieber über eine Rastfunktion in der Offenstellung arretierbar
ist. Zusätzlich wird eine flächenbündige Außenoptik und damit ein automotives Erscheinungsbild
erreicht.
[0017] Es handelt sich um einen flächenbündigen Außengriff mit einem integrierten Schließsystem,
das bevorzugt als Zweipunktschließung einer Fahrzeugtür oder -klappe mit einer Rastfunktion
ausgebildet ist.
[0018] Bevorzugt wird eine Klappe mit zwei Schließsystemen bestückt, da die Verwendung von
zwei Schließsystemen bei großen Klappen deutlich die Dichtigkeit verbessert.
[0019] Im Folgen wird der Begriff Klappe verwendet, wobei das Schließsystem auch bei Türen
und Toren zur Anwendung kommen kann.
[0020] Um das Schließsystem zu bedienen, kann der Daumen auf eine in der Betätigungswippe
eingearbeitete Riffelung gelegt werden die z.B. durch ein Daumensymbol gekennzeichnet
ist. Die restlichen Finger greifen, wie bei bisherigen handelsüblichen Außengriffen,
unter die Betätigungswippe. Sobald die Hand am flächenbündigen Griff positioniert
wurde kann ein Druck vom Daumen auf die Wippe aufgebracht werden. Zusätzlich wird
dieser Vorgang durch die restlichen Finger der Hand unterstützt, die mit ziehenden
Kräften auf die Betätigungswippe einwirken. Während dieses Vorgangs neigt sich die
Wippe mit der geriffelten Seite in Richtung des Bodens der Griffschale.
[0021] Die Betätigungswippe ist bevorzugt mit zwei Schrauben gelagert die eine Drehachse
bilden. Durch die Neigung der Betätigungswippe erfährt der Schieber eine lineare Rückwärtsbewegung.
Dabei wird eine Druckfeder komprimiert die für die spätere Repositionierung des Schiebers
und der Betätigungswippe benötigt wird. Durch die lineare Rückwärtsbewegung des Schiebers
wird das Schließsystem geöffnet.
[0022] Bei Bedarf kann die Betätigungswippe soweit gekippt werden, dass der Schieber in
eine Raste fährt. Dadurch wird der Schieber in der Lagereinheit arretiert um ein Zurückschnappen
der Betätigungswippe verhindern zu können. Die Raste kann durch ein schwächeres Kippen
der Wippe auch auf Wunsch umgangen werden.
[0023] Bei Klappen mit zwei Schließsystemen kann durch die Rastfunktion ein Öffnen mit einer
Hand sichergestellt werden, da man somit asynchron Entriegeln kann. Ohne diese Rastfunktion
müssten beide Hände gleichzeitig jeweils ein Schließsystem entriegeln um die Klappe
öffnen zu können.
[0024] Der eben beschriebene Öffnungsvorgang kann durch eine Lasche, die zum Schieber gehört
und als Notentriegelung dient ebenfalls durchgeführt werden, da die Lasche von der
Klappeninnenseite betätigt werden kann. Diese Funktion ist ein Sicherheitsmerkmal
des Schließsystems, um ein unbeabsichtigtes Einsperren von Personen vermeiden zu können.
[0025] Klappen die Fertigungs- bzw. Montagebedingt schlecht zentriert sind werden während
des Schließvorgangs automatisch in Ihre Soll-Position gebracht. Dies geschieht über
einen in die Lagereinheit eingearbeiteten Arretierungskeil. In den angesprochenen
Arretierungskeil kann ein Magnet für einen Kontakt, beispielsweise für einen Reed-Kontakt
eingebracht werden. Ein derartiger Kontakt wird durch das Magnetfeld des Magnets betätigt.
[0026] Durch das Einbringen eines Kontakts in einen Auflaufkeil, der zur Zentrierung der
Klappe benötigt wird, kann die Klappe mit dem neuen Schließsystem von einer Alarmanlage
abgefragt werden.
[0027] Ein unautorisiertes Eindringen in die Klappe oder Türe kann durch ein Sperrelement
erreicht werden. Um das Schließsystem zu sperren muss das Außenschloss, das in den
Mitnehmer greift, betätigt werden. Durch die Drehbewegung des Außenschlosses und somit
des Mitnehmers wird das Sperrelement um 90° verdreht. Der Mitnehmer springt nach dem
Abschließvorgang durch die Verdrehfeder wieder in seinen Ursprungszustand zurück.
Durch die Verdrehung des Sperrelements ist der Schieber jetzt in linearer Richtung
gegen Bewegungen gesichert und somit ist das Schließsystem gesperrt. Durch einen erneuten
Einsatz des Schlüssels kann der eben beschriebene Prozess rückgängig gemacht werden.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform zeichnet sich das Schließsystem dadurch aus, dass
nur ein äußeres Griffelement d.h. eine Betätigungswippe für zwei Verriegelungselemente
benötigt wird. Somit kann eine optimale Abdichtung der Klappe mit nur einem Griffelement
realisiert werden.
[0029] Zudem kommen hier meistens ZV-Stellmotoren und ein Schalter, bevorzugt ein Mikroschalter
sowie ein Kontakt, bevorzugt ein Reed-Kontakt zur Abfrage der Klappe zum Einsatz.
[0030] Der Schalter ist als elektrischer Schalter ausgebildet, dessen Kontakte im geöffneten
Zustand weniger als 3 mm Abstand voneinander haben.
[0031] Durch das beschriebene Schließsystem kann der Anwender eine Klappe bzw. Türe mit
einer Hand öffnen und schließen sowie über das Multifunktionsdisplay im Cockpit den
Klappenzustand abfragen. Außerdem kann durch das Schließsystem das ungewollte Eindringen
mittels der integrierten Verriegelung verhindert werden.
[0032] Die Klappe zentriert sich während des Schließvorgangs selbst und kann gleichzeitig
danach von einer Alarmanlage im Fahrzeug abgefragt werden.
[0033] Auch um diese Ausführungsform des Schließsystems zu bedienen, kann der Daumen auf
die in der Wippe eingearbeitete Riffelung gelegt werden. Die restlichen Finger greifen
wie bei allen bisherigen handelsüblichen Außengriffen unter die Betätigungswippe.
Sobald die Hand am Flächenbündigen Griff positioniert wurde kann ein Druck vom Daumen
auf die Wippe aufgebracht werden.
[0034] Zusätzlich wird dieser Vorgang durch die restlichen Finger unterstützt die mit ziehenden
Kräften auf die Betätigungswippe einwirken. Während dieses Vorgangs neigt sich die
Wippe mit der geriffelten Seite in Richtung des Bodens der Griffschale.
[0035] Durch die Neigung der Betätigungswippe erfährt der Schieber eine lineare Rückwärtsbewegung.
Durch die lineare Rückwärtsbewegung des Schiebers wird ein damit verbundenes Drahtseil
über diverse Seilrollen oder Umlenkungen gezogen und somit das Schließsystem geöffnet.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung eines Drahtseiles beschränkt.
So können auch Bowdenzüge oder
ein anderes bewegliches Maschinenelement zur Übertragung einer mechanischen Bewegung
bzw. einer Druck- oder (Zug)kraft zur Anwendung kommen.
[0036] Die Seilrollen sind in einem Rollenadapter der Lagereinheiten sowie in der Grundplatte
der Zentralen Schließeinheit gelagert und deshalb 2-fach umgelenkt. Beide Verriegelungselemente
der Lagereinheiten werden während des Zugvorgangs synchron vom Schieber der zentralen
Schließeinheit aufgrund der Drahtverbindung zurückgezogen.
[0037] Bei diesem Vorgang beschreibt der Schieber ebenfalls eine lineare Rückwärtsbewegung.
Der Synchronlauf ist durch diverse Lüsterklemmen problemlos justierbar. Das Drahtseil
wird mit Hilfe eines Klemmadapters am Schieber befestigt, wobei der Klemmadapter bevorzugt
werkstoffeinstückig mit dem Schieber ausgebildet ist.
[0038] Da die beiden Verriegelungselemente der Lagereinheiten jeweils eine Druckfeder besitzen
werden der Schieber sowie die Betätigungswippe nach dem Loslassen des Außengriffs
automatisch in die Ursprungsposition zurückgestellt.
[0039] Der eben beschriebene Öffnungsvorgang kann durch eine Lasche, die zum Schieber gehört
und als Notentriegelung dient, ebenfalls durchgeführt werden. Diese Funktion ist ein
Sicherheitsmerkmal des Schließsystems um ein unbeabsichtigtes Einsperren von Personen
vermeiden zu können.
[0040] Klappen die fertigungs- bzw. montagebedingt schlecht zentriert sind werden während
des Schließvorgangs automatisch in ihre Soll-Position gebracht. Dies geschieht über
einen in die Lagereinheit eingearbeiteten Arretierungskeil. In den angesprochenen
Arretierungskeil kann ein Magnet für einen Kontakt eingebracht werden. Zusätzlich
wird zu der Zentrierung ein Auflaufkeil benötigt. Dieser Auflaufkeil kann während
des Einbaus einer Klappe am Fahrzeug montiert werden.
[0041] Es handelt sich somit bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung um eine Verriegelung
für Klappen oder Türen an Fahrzeugen, mit einer Betätigungswippe, die in einem schalenförmigen
Gehäuse einer Schließeinheit verschwenkbar gelagert ist und einen abstehenden Hebel
besitzt, der durch eine Öffnung des Gehäuses greift und unter dem Gehäuse mit einem
länglichen Schieber in Wirkverbindung steht, wobei durch ein Verschwenken der Betätigungswippe
um eine Drehachse der Schieber in Längsrichtung verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber über mindestens ein Drahtseil in Verbindung mit mindestens zwei
entfernt von der Schließeinheit angeordneten Lagereinheiten steht, die einen eigenen
Schieber aufweisen, der durch einen Betätigung der Betätigungswippe synchron eine
lineare Rückwärtsbewegung erfährt.
[0042] Der Hebel kann beispielsweise senkrecht von der Betätigungswippe abstehen.
[0043] Ein unautorisiertes Eindringen in die Klappe oder Türe kann durch das Sperrelement
erreicht werden. Um das Schließsystem zu sperren muss das Außenschloss betätigt werden
das in den Mitnehmer greift. Durch die Drehbewegung des Außenschloss und somit des
Mitnehmers wird das Sperrelement um 90° verdreht. Der Mitnehmer springt nach dem Abschließvorgang
durch die Verdrehfeder wieder in seinen Ursprungszustand zurück. Durch die eben erzeugte
Verdrehung des Sperrelements ist der Schieber jetzt in linearer Richtung gegen Bewegungen
gesichert und somit ist das Schließsystem gesperrt. Bei einem erneuten Einsatz des
Schlüssels kann der eben beschriebene Prozess rückgängig gemacht werden.
[0044] Dieser Sperrvorgang kann bei allen Ausführungsformen auf Wunsch auch durch einen
ZV-Stellmotor ausgeführt werden. Dies funktioniert technisch ähnlich wie bei der manuellen
Schlossbedienung mittels Schlüssel. Der Unterschied liegt darin, dass der ZV-Motor
mit einem Pleuel auf Knopfdruck das manuelle Ab- bzw. Aufschließen ersetzt.
[0045] Wichtig hierbei ist, dass man das Sperrelement auch mit einer Zentralverriegelung
kombinieren kann. Die Zentralverriegelung ist dem Stellmotor zugeordnet, und es ist
ein Schloss vorhanden, das mit einem Schlüssel oder einem Funkschlüssel betätigt werden
kann.
[0046] Zudem kann durch einen an der Grundplatte befestigten Schalter, der beispielsweise
als Mikroschalter ausgebildet ist, die Position des Schiebers abgefragt werden. Somit
ist es möglich den Zustand ob das Schließsystem gerade betätigt ist oder nicht zu
ermitteln.
[0047] Durch die Kombination aus Schalter und Kontakt kann Prozesssicher geprüft werden
ob die Klappe bzw. Türe sauber im Außenrahmen anliegt und ob das Schließsystem zu
ist und den Öffnungs- und Schließzustand des gesamten Schließsystems an eine zentrale
Steuerung zurück melden.
[0048] Die Klappe zentriert sich somit während des Schließvorgangs selbst und kann gleichzeitig
danach von einer Alarmanlage im Fahrzeug abgefragt werden.
[0049] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander.
[0050] Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und
Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, werden
als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind.
[0051] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0052] Es zeigen:
Figur 1: Schnittdarstellung des geschlossenen Schließsystems
Figur 2: Schnittdarstellung des geöffneten Schließsystems
Figur 3: Untersicht der Lagereinheit gemäß Figur 1
Figur 4: Untersicht der Lagereinheit gemäß Figur 2
Figur 5. Detailansicht der Rastfunktion
Figur 6: Untersicht der Lagereinheit
Figur 7: Perspektivische Darstellung des Schließsystems
Figur 8: Perspektivische Darstellung der zweiten Ausführungsform
Figur 9: Perspektivische Darstellung der Lagereinheit
Figur 10: Perspektivische Darstellung des Schließsystems
Figur 11: Untersicht des Schließsystems
Figur 12: Untersicht des Schließsystems
Figur 13: Schnittdarstellung des Schließsystems
Figur 14: Schnittdarstellung des Schließsystems
Figur 15: Perspektivische Darstellung der Lagereinheit
[0053] Figur 1 zeigt ein Schließsystem 1 bestehend aus einem schalenförmigen Gehäuse, im
Folgenden Griffschale 2 genannt, welches auf einer Lagereinheit 3 angebracht ist.
In der Griffschale 2 ist eine Betätigungswippe 4 verschwenkbar gelagert und kann um
eine Drehachse 47 in Pfeilrichtung 7 betätigt werden.
[0054] Die Betätigungswippe 4 weist an ihrer Unterseite ein sich von der Betätigungswippe
senkrecht erstreckenden Hebel 5 auf. Das von der Betätigungswippe 4 entfernte Ende
des Hebels 5 ist mit dem Schieber 19 verbunden.
[0055] Durch die Betätigung der Betätigungswippe 4 in Pfeilrichtung 7 wird aufgrund der
Wirkverbindung des Hebels 5, welcher mit dem Schieber 19 verbunden ist, dieser in
Pfeilrichtung 8 bewegt. Der Schieber 19 weist an seiner Stirnseite eine Nase 21 auf,
die bedingt durch ihre einseitige Schrägfläche ein Einführen bzw. Einschnappen des
Schiebers in die Aussparung einer Zarge erleichtert.
[0056] An der Unterseite des Schiebers 19 ist eine Lasche 26 angebracht, die sich rechtwinklig
des Schiebers erstreckt. Über die Lasche 26 kann von der Innenseite einer Türe der
Schieber 19 betätigt werden und dient somit zur Notentriegelung des Schließsystems.
[0057] Mittig des Hebels 5 befindet sich eine Dichtplatte 9, welche den Hebel in radialer
Richtung umgibt. Im geschlossenen Zustand des Schließsystems 1 und bei einem unbestätigten
Hebel, liegt die Dichtplatte 9 in den Dichtmulden 10 und 11 der Griffschale 2 an,
welche den Hebel 5 in einem radialen Abstand umgeben.
[0058] Das Schließsystem 1 weist ein Sperrelement 12 auf, welches über eine Schraube 13
an der Unterseite der Lagereinheit 3 drehbar gelagert ist. In einer sich in axialer
Richtung des Sperrelementes 12 erstreckenden Aussparung 14 greift ein Mitnehmer 15
ein. Der Mitnehmer 15 weist in axialer Richtung eine Aufnahme 17 auf, die eine Wirkverbindung
mit einem nichtgezeigten Schließzylinder eingeht. Durch die Betätigung des Schließzylinders
in Pfeilrichtung 49 um die Achse 48 dreht sich die Aufnahme 17 zusammen mit dem Mitnehmer
5. Der Mitnehmer 15 und die Aufnahme 17 sind bevorzugt werkstoffeinstückig ausgebildet.
[0059] Durch die Drehbewegung des Mitnehmers 15 in Drehrichtung 49 wird auch das Sperrelement
12 in Drehrichtung 49 gedreht.
[0060] Die Drehbewegung des Mitnehmers 15 wirkt entgegen der Federkraft einer Rückholfeder
18, die sich zwischen Mitnehmer und der Zylinderbuchse 16 befindet. Wird der Mitnehmer
nicht mehr betätigt bzw. wirkt keine Kraft mehr auf ihn, wird er bedingt durch die
die Federkraft der Rückholfeder 18 wieder um die Drehachse 48 entgegen der Pfeilrichtung
49 in Neutralposition gebracht. Das Sperrelement 12 verbleibt jedoch an seiner eingenommenen
Position.
Wird das Schließsystem nun aktiv durch die Drehbewegung eines Schlüssels entgegengesetzt
der Drehrichtung 49 betätigt, öffnet sich das Schließsystem 1 wieder.
[0061] In dem gezeigten Beispiel nach Figur 1 befindet sich das Schließsystem 1 in geöffneter
Position. Der Schieber 19 kann somit, beispielsweise durch eine Betätigung der Betätigungswippe
4 oder einem Zufallen der Klappe in Pfeilrichtung 8 verschoben werden.
[0062] Das Sperrelement 12 ist hierbei in einer Aussparung 22 des Schiebers 19 gelagert.
Die Aussparung 22 wird durch eine linksseitigen, senkrechte Wand 23 und eine rechtseitige,
senkrechte Wand 24 begrenzt. An diesen Wänden kommt das Sperrelement 12, je nach Position
des Schiebers 19, zum Anliegen. Die Aussparung 22 ist somit so groß, dass eine Bewegung
des Schiebers bei einem momentan unbeweglichen Sperrelement 12 möglich ist.
[0063] Im gezeigten Beispiel nach Figur 1 liegt die rechtsseitige Wand 24 am Sperrelement
12 an.
[0064] Bei einer Betätigung des Schiebers 19 in Pfeilrichtung 8 bewegt sich der Anschlag
25 des Schiebers 19 in Pfeilrichtung 8 auf den starren Anschlag 57 der Lagereinheit
zu, wobei eine Druckfeder 20 die zwischen den Anschlägen 25, 57 fixiert ist und durch
die Bewegung komprimiert wird.
[0065] Figur 2 zeigt das Schließsystem 1 im geöffneten Zustand. Über den Hebel 5 wurde die
Drehbewegung der Betätigungswippe 4 auf den Schieber 19 übertragen, der nun in Pfeilrichtung
8 in das Gehäuse der Lagereinheit 3 zurückgezogen ist. Dabei wirkt der Anschlag 25
auf die Druckfeder 20 ein und komprimiert diese.
[0066] Der Hebel 5 mündet schieberseitig in einer trapezförmigen Halterung 6 und ist im
oberen Bereich der Haltung 6 über eine nicht gezeigte Achse drehbar gelagert. Die
Halterung 6 ist bevorzugt werkstoffeinstückig mit dem Schieber 20.
[0067] Das Sperrelement 12 befindet sich in der Position nach Figur 2 in Kontakt mit der
Wand 23 in der Aussparung 22. In dieser Position der Betätigungswippe 4, welche in
Pfeilrichtung 7 betätigt wurde, hat sich die Dichtplatte 9 von den Dichtmulden 10
und 11 gelöst.
[0068] Figur 3 zeigt die Unterseite der Lagereinheit 3 gemäß Figur 1. In der dargestellten
Position ist der Schieber 19 komplett aus der Lagereinheit 3 ausgefahren und die Nase
19 ragt aus der Langereinheit 3 heraus.
[0069] An dem länglichen Schieber 19 sind seitlich Verrastungen 31 und 32 angebracht, die
senkrecht von dem Schieber 19 abstehen. Hierauf ist die vorliegende Erfindung jedoch
nicht beschränkt. Die Verrastungen können auch in einem anderen Winkel, wie z.B. 45°
von dem länglichen Schieber abstehen.
[0070] Die Verrastungen 31, 32 weisen ein U-förmiges Profil 60 auf, welches in Längsrichtung
des Schiebers 19 geöffnet ist. Hierauf ist die vorliegende Erfindung nicht beschränkt.
Auch die Verwendung eines V-Förmigen Profils oder eines anderen offenen Profils ist
von der Erfindung umfasst. Im Bereich der Öffnungen der Profile 60 sind Rastnasen
50 vorgesehen, die in das Innere des U-förmigen Profils ragen. Aufgrund dieser Formgebung
ist es möglich Arretierungsbolzen 33 und 34 in das U-förmige Profil 60 einzuführen
und dort aufgrund der Rastnasen 50 zu fixieren.
[0071] Die Arretierungsbolzen sind gemäß Figur 3 rund ausgebildet, können jedoch auch -
wie auch die Verrastungen - andere Formgebungen aufweisen.
[0072] In der gezeigten Position nach Figur 3 befindet sich das Sperrelement 12 in geöffneter
Position. Das Sperrelement 12 weist diametral an seinem Umfang zwei Seitenwangen 27
und 28 auf, die sich in Längsrichtung des Schiebers 19 erstrecken. An den Umfangsbereich
des Sperrelements 12 an denen sich keine Seitenwangen befinden, weist das Sperrelement
diametral die Flächen 36 und 37 auf.
[0073] Durch die Flächen 36 und 37, deren Abstand zueinander schmäler ist, als der Abstand
zwischen den Seitenwangen, ist es möglich den Schieber 19 in Pfeilrichtung 8 zu verschieben.
Bei der gezeigten Ausrichtung des Sperrelementes 12 kann der Schieber 19 aufgrund
der Formgebung der Aussparung 22 an dem Sperrelement vorbeibewegt werden.
[0074] Die Aussparung 22 des Schiebers weist zwei verschiedene Formgebungen auf. So ist
die vordere Hälfte als Längsführung 29, mit parallelen Seitenwänden ausgebildet, während
die hintere Hälfte als Rundführung 30 mit gebogenen Seitenwänden ausgebildet ist.
[0075] Die Seitenwände der Längsführung 29 sind etwas größer als der Durchmesser des Sperrelements
12 zwischen den beiden Flächen 36 und 37. So kann der Schieber in Längsrichtung bewegt
werden, ohne dass das Sperrelement dies verhindert.
[0076] Figur 4 zeigt die Unterseite der Lagereinheit 3 gemäß Figur 2. In dieser Position
sind die Arretierungsbolzen 33 und 34 in den Verrastungen 31 und 32 aufgenommen, wodurch
der Schieber 19 in Position gehalten wird. Dadurch wird auch die Betätigungswippe
4 in gekippter Position gehalten, auch wenn diese nicht mehr händisch betätigt wird.
Diese Position der Betätigungswippe ist in Figur 2 gezeigt.
[0077] Figur 5 zeigt die Detailansicht der Verrastungsfunktion, wobei die Arretierungsbolzen
33 und 34 die in den Verrastungen 31 und 32 aufgenommen sind. Die Verrastungen 31
und 32 sind elastisch ausgebildet, sodass diese bei Kontakt mit den Arretierungsbolzen
33 und 34, aufgrund der nach Innen zeigenden Rastnasen 50, zunächst nach außen gebogen
werden und sich dann beim Eintreffen der Arretierungsbolzen 33 und 34 in den U-förmigen
Profilen wieder in Ausgangslage zurück begeben.
[0078] Figur 6 und Figur 7 zeigen die verriegelte Position des Schließsystems 1.
[0079] Aus Figur 7 lässt sich eine Schließbewegung des nicht gezeigten Schließzylinders
in Pfeilrichtung 49 entnehmen. Durch diese Bewegung wird auch das Sperrelement 12
in Pfeilrichtung 49 um 90° in Schließposition bewegt. In Schließposition des Sperrelementes
12 zeigt die Fläche 36 und 37 in Längsrichtung des Schiebers 19.
[0080] Die Seitenwangen 27 und 28 des Sperrelementes 12 sind in dieser Position in Eingriff
mit der Rundführung 30 der Aussparung 22. In dieser Position kann der Schieber 19
nicht mehr in Pfeilrichtung 8 betätigt werden, da die Seitenwangen 27 und 28 aufgrund
ihrer Profilform den Schieber in dieser Position fixieren.
[0081] Erst wenn das Sperrelement 12 wieder um 90° gedreht ist, wie in Figur 3 gezeigt,
befinden sich die Seitenwangen 27, 28 nicht mehr in Kontakt mit der Rundführung 30.
Da der Abstand zwischen den Flächen 36, 37 deutlich geringer als zwischen den Seitenwangen
27, 28 ist, kann das Sperrelement wieder in die gegenüber der Rundführung 30 schmaler
ausgebildeten Längsführung einfahren bzw. der Schieber relativ zum Sperrelement 12
verschoben werden.
[0082] Gemäß Figur 7 weist die Betätigungswippe 4 an ihrer Oberseite Symbole 35 auf, welche
die Betätigungsmöglichkeit über einen Daumen versinnbildlichen sollen.
[0083] Figur 8 zeigt eine weitere Variation des Schließsystems 1, wobei über zwei Drahtseile
40 einer zentralen Schließeinheit 58 die Schieber zweier entfernt davon angeordneter
Lagereinheiten 3a, 3b betätigt werden können.
[0084] Das jeweilige Drahtseil 40, welches zu den jeweiligen Lagereinheiten 3a, 3b verläuft,
ist in einer Klemmeinrichtung 43 in der Schließeinheit 58 gehalten. Diese Klemmeinrichtung
steht in Wirkverbindung mit der Betätigungswippe 4, d.h. durch ein Verschwenken der
Betätigungswippe wird die Klemmeinrichtung 43 verschoben und ein Zug auf das Drahtseil
40 ausgeübt.
[0085] Das Drahtseil 40 ist über eine Rolle 61 der Schließeinheit 58 um 45° abgelenkt und
trifft auf die Rolle 41 der entfernt von der Schließeinheit angeordneten Lagereinheit
3a oder 3b, wo es wieder um 45° abgelenkt wird und mündet in einem Klemmadapter 39,
wo es fixiert ist. Durch einen Zug des Drahtseils 40 in Pfeilrichtung 51 wird der
Klemmadapter 39 in Pfeilrichtung 8 bewegt und somit auch der mit dem Klemmadapter
verbundene Schieber 19a. Synchron dazu wird auch der Schieber 19b der Lagereinheit
3b bewegt. Somit kann nur über einen Handgriff die Betätigungswippe 4 gekippt und
gleichzeitig zwei Schieber 19a, 19b in Offenstellung gebracht werden.
[0086] Eine derartige Betätigung des Drahtseils 40 kann rein mechanisch durch eine händische
Betätigung der Betätigungswippe 4 verursacht werden. Bei der händischen Betätigung
ist das Drahtseil 40 in der zentralen Schließeinheit 58 aufgenommen. Natürlich ist
dies auch mit einem zweiten Drahtseil der Lagereinheit 3b möglich. Diese Drahtseile
sind in einer Klemmeinrichtung der Zentraleinheit aufgenommen, welche über einen Schieber
mit der Betätigungswippe gekoppelt sind 4.
[0087] Figur 9 zeigt die Detailansicht der Lagereinheit 3a, wobei das Drahtseil 40 über
die Seilrolle 41a geführt wird und in einem Klemmadapter 39a aufgenommen ist. In einer
bevorzugten Ausführungsform ist der Klemmadapter 39 werkstoffeinstückig mit dem Schieber
19a. Durch eine Betätigung des Drahtseiles 40 in Pfeilrichtung 51 wirkt sich diese
Zugbewegung auf den Schieber 19a aus, welcher dadurch in Pfeilrichtung 8 in die Lagereinheit
3a zurückgezogen wird. Somit ist das Schließsystem im Bereich der Lagereinheit 3a
entriegelt und die Klappe kann geöffnet werden.
[0088] Figur 10 zeigt die Detailansicht der zentralen Schließeinheit 58, bestehend aus einer
Innenverkleidung 62 in der der Schieber aufgenommen ist, wobei der Schieber mit der
Klemmeinrichtung 43 gekoppelt ist. Der Schieber ist mit der Betätigungswippe gekoppelt,
sodass durch eine Betätigung der Wippe eine Zugkraft auf das Drahtseil 40 ausgeübt
werden kann.
[0089] Figur 11 und Figur 12 zeigen die Untersicht der Schließeinheit 58 nach Figur 10.
Die Klemmeinrichtung 43 ist mit dem Schieber 63 gekoppelt und kann mit diesem bewegt
werden.
[0090] Ein ZV-Motor 42 steuert die Position des Sperrelements 12. Dazu greift der Motor
über ein Pleuel 65 an dem Sperrelement 12 an und betätigt dieses in Pfeilrichtung
49. Das Pleuel 65 erfährt die Schubbewegung eines Kolbens 66 des Motors 42 und wandelt
diese lineare Bewegung in eine kreisförmige Bewegung des Sperrelements 12 um. Dazu
ist das Pleuel kraftübertragend mit der Kurbelwangen 67 des Sperrelements 12 verbunden,
wodurch die Kurbelwange 67 durch Bewegung des Pleuels eine drehende Bewegung des Sperrelements
bewirkt.
[0091] Gemäß Figur 11 befindet sich das Sperrelement in geöffneter Position und die Seitenwangen
27, 28 zeigen in Längsrichtung des Schiebers 63. In dieser Position ist eine Verschiebung
des Schiebers 63 relativ zum Sperrelement 12 möglich, da bei einer Verschiebung in
Pfeilrichtung 8 das Sperrelement in die Längsführung 29 des Aussparung 22 einfahren
kann.
[0092] Figur 12 zeigt die geschlossene Position des Sperrelements 12, wobei dieses bedingt
durch die Bewegung des Kolbens 66 in Pfeilrichtung 64 und der über Pleuel 65 und Kurbelwange
67 übertragenen Drehbewegung um 90° gedreht wurde. Nun befinden sich die Seitenwangen
27, 28 in Kontakt mit der Rundführung 30 der Aussparung 22 und verhindern aufgrund
ihrer Formgebung eine Verschiebung des Schiebers 63.
[0093] Figur 13 zeigt die Wirkverbindung zwischen Betätigungswippe 4 und dem Drahtseil 40
in Schnittdarstellung. Die Betätigungswippe 4 weist an ihrer Unterseite ein sich von
der Betätigungswippe senkrecht erstreckenden Hebel 5 auf. Das von der Betätigungswippe
4 entfernte Ende des Hebels 5 ist mit dem Schieber 63 verbunden. Dazu weist der Hebel
seitliche Bolzen 68 auf, die in nach oben offenen u-förmigen Aufnahmen 69 des Schiebers
gelagert sind. Durch die Betätigung der Betätigungswippe 4 ist es aufgrund dieser
Wirkverbindung möglich den Schieber 69 in Pfeilrichtung 8 zu betätigen. Der Schieber
69 ist an seinem hinteren Ende mit der Klemmeinrichtung 43 verbunden, in der der Draht
eingeklemmt ist, wodurch eine Bewegung des Schiebers 63 auf das Drahtseil 40 übertragen
werden kann, welches über die Seilrolle um 45° abgelenkt ist.
[0094] Gemäß Figur 14 kann das Schließsystem einen Schalter 44 aufweisen, um die momentane
Position der Betätigungswippe 4 zu bestimmen. Der Schalter 44 verfügt über den Kontakt
45 auf dem ein mit der Betätigungswippe 4 verbundener Hebel 46 zum Erliegen kommt,
sobald die Betätigungswippe verschwenkt wird.
[0095] Damit kann bestimmt werden in welcher Position sich die Betätigungswippe befindet.
Ist die zu verschließende Klappen scheinbar geschlossen, der Schalter 44 jedoch anzeigen,
dass sich die Betätigungswippe noch in gekippter Position befindet, kann so darauf
geschlossen werden, dass die Verriegelung nicht zuverlässig erfolgt ist.
[0096] Figur 15 zeigt in Untersicht die Lagereinheit 3, welche über eine Nase 52 verfügt,
die einen Magnet 53 beinhaltet. In geschlossener Position der Klappe 71 kommt die
Nase 21 in einer Aussparung 54 des Auflaufkeils 55 in Kontakt. Der Auflaufkeil 55
ist an der Zarge 70 montiert und weist einen Kontakt 56 auf. Der Kontakt 56 dient
zur Positionsbestimmung des Magneten 53, wobei bestimmt werden kann, ob sich die Klappe
71 in Kontakt mit dem Auflaufkeil 55 befindet. Wenn ein Magnet registriert wird, kann
somit darauf geschlossen werden, dass die Klappe 71 geschlossen ist.
Zeichnungslegende
[0097]
- 1.Schließsystem
- 2. Griffschale
- 3.Lagereinheit a,b
- 4.Betätigungswippe
- 5.Hebel
- 6.Halterung
- 7.Pfeilrichtung
- 8.Pfeilrichtung
- 9.Dichtplatte
- 10.Dichtmulde
- 11.Dichtmulde
- 12.Sperrelement
- 13.Schraube
- 14.Aussparung
- 15.Mitnehmer
- 16.Zylinderbuchse
- 17.Aufnahme
- 18.Rückholfeder
- 19.Schieber a, b
- 20.Druckfeder
- 21.Schiebernase
- 22.Aussparung
- 23.Wand
- 24.Wand
- 25.Anschlag
- 26.Lasche
- 27.Seitenwange
- 28.Seitenwange
- 29.Längsführung
- 30.Rundführung
- 31.Verrastung
- 32.Verrastung
- 33.Arretierungsbolzen
- 34. Arretierungsbolzen
- 35.Symbol
- 36.Fläche
- 37.Fläche
- 38.kreisförmige Aussparung
- 39.Klemmadapter a, b
- 40.Drahtseil
- 41.Seilrolle a, b
- 42. Motor
- 43.Klemmeinrichtung
- 44.Schalter
- 45.Kontakt
- 46.Hebel
- 47.Drehachse
- 48.Achse
- 49.Drehrichtung
- 50.Rastnase
- 51.Pfeilrichtung
- 52. Nase
- 53.Magnet
- 54.Aussparung
- 55.Auflaufkeil
- 56. Kontakt
- 57.Anschlag
- 58.Schließeinheit
- 59.Nase
- 60.U-förmiges Profil
- 61.Seilrolle
- 62.Innenverkleidung
- 63.Schieber
- 64.Pfeilrichtung
- 65.Pleuel
- 66.Kolben
- 67.Kurbelwange
- 68.Bolzen
- 69.Aufnahme
- 70.Zarge
- 71.Klappe
1. Schliessvorrichtung mit Verriegelung für Klappen (71) oder Türen an Fahrzeugen, mit
einer Betätigungswippe (4), die in einem schalenförmigen Gehäuse (2) verschwenkbar
gelagert ist und einen davon abstehenden Hebel (5) besitzt, der durch eine Öffnung
des Gehäuses (2) greift und unter dem Gehäuse (2) mit einem länglichen Schieber (19a,
b) in Wirkverbindung steht, wobei durch ein Verschwenken der Betätigungswippe (4)
um eine Drehachse (47) der Schieber (19a, b) in Längsrichtung gegen eine korpusfeste
Anschlagkante in Schliessstellung verschiebbar ist, wobei die Schliessvorrichtung
mit einer Hand betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (19a, b) über eine Rastfunktion in der Offenstellung arretierbar ist.
2. Schliessvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastfunktion durch mindestens eine Verrastung (31, 32) gebildet ist, die seitlich
an dem Schieber (19a, b) angebracht ist und von dem Schieber (19a, b) absteht.
3. Schliessvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastung (31, 32) ein Profil (60) aufweist, welches in Längsrichtung des Schiebers
(19) zur Aufnahme von Arretierungsbolzen (33, 34) geöffnet ist.
4. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Öffnung des Profils (60) Rastnasen (50) angeordnet sind, die in das
Innere des Profils (60) ragen.
5. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Schiebers (19a, b) eine laschenförmige Notentriegelung (26)
angebracht ist, die eine händische Betätigung des Schiebers (19a, b) von der Rückseite
der Klappe ermöglicht.
6. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließsystem (1) ein Sperrelement (12) aufweist das in einer Aussparung (22)
des Schiebers (19) gelagert ist
7. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (12) diametral an zwei Bereichen seines Umfang Seitenwangen (27,
28) aufweist, und an den beiden Umfangsbereichen des Sperrelements (12), an denen
sich keine Seitenwangen befinden, das Sperrelement diametrale Flächen (36, 37) aufweist,
die einen geringeren Abstand zueinander haben als die Seitenwangen.
8. Schliessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Hälfte der Aussparung (22) des Schiebers (19a, b) als Längsführung (29)
ausgebildet ist und die hintere Hälfte als Rundführung (30) mit gebogenen Seitenwänden
ausgebildet ist.
9. Schliessvorrichtung mit Verriegelung für Klappen (71) oder Türen an Fahrzeugen, mit
einer Betätigungswippe (4), die in einem schalenförmigen Gehäuse (2) einer Schließeinheit
(58) verschwenkbar gelagert ist und einen senkrecht abstehenden Hebel (5) besitzt,
der durch eine Öffnung des Gehäuses (2) greift und unter dem Gehäuse (2) mit einem
länglichen Schieber (63) in Wirkverbindung steht, wobei durch ein Verschwenken der
Betätigungswippe (4) um eine Drehachse (47) der Schieber (63) in Längsrichtung verschiebbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (63) über mindestens ein Drahtseil (40) in Verbindung mit mindestens
zwei entfernt von der Schließeinheit (58) angeordneten Lagereinheiten (3a, b) steht,
die einen eigenen Schieber (19a, b) aufweisen, der durch einen Betätigung der Betätigungswippe
synchron eine lineare Rückwärtsbewegung erfährt.
10. Schliessvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Drahtseil (40) über eine Klemmeinrichtung (43) mit dem Schieber
(63) der Schließeinheit verbunden ist und über Seilrollen (41a, b, 61) 2-fach umgelenkt
ist und in Klemmadaptern (39a, b) der Lagereinheiten (3a, b) fixiert ist.