[0001] Die Erfindung betrifft eine Kühlmitteldüse zum Kühlen eines metallischen Strangs
in einer Stranggussanlage.
[0002] Eine Stranggussanlage - zum Beispiel zum Gießen von Stahlbrammen - umfasst - in einer
Durchlaufrichtung des Strangs durch die Stranggussanlage - unter anderem eine Pfanne
mit einem Auslassrohr, ein unterhalb der Pfanne angeordneter Gießverteiler mit einem
Gießrohr und einen im Gießverteiler angeordneten Stopfen bzw. einen anderen Verschluss
sowie eine unterhalb des Gießverteilers angeordnete und ein unteres Ende des Gießrohres
aufnehmende sowie gekühlte Breitseitenplatten und gekühlte Schmalseitenplatten aufweisende
Kokille.
[0003] In der Pfanne befindet sich flüssiger Stahl, der über das Auslassrohr in den Gießverteiler
eingeleitet wird. Aus dem Gießverteiler wiederum wird der flüssige Stahl über das
Gießrohr in die Kokille eingeleitet, wobei ein Massenstrom des in die Kokille fließenden
Stahls mithilfe des Stopfens oder eines anderen Verschlusses gesteuert wird.
[0004] In der Kokille kühlt (primär) der Stahl - an seinen Kontaktflächen mit den (gekühlten)
Breitseitenplatten und den (gekühlten) Schmalseitenplatten der Kokille ab und erstarrt
hierbei, sodass der Stahl in Form eines Strangs mit einem rechteckigen Querschnitt
aus der Kokille austritt. Beim Austreten hat der Strang eine erstarrte Schale von
- in der Regel - einigen Zentimetern Dicke, während ein Großteil seines Querschnitts
noch flüssig ist.
[0005] Unterhalb der Kokille wird der Strang mittels eines Strangführungssystems durch einen
unterhalb bzw. nachfolgend der Kokille angeordneten sogenannten Gießbogen in eine
Horizontale - und dann ausgangs des Gießbogens horizontal weiter - geführt bzw. durch
Strangführungssystemstützelemente, d.h. Rollen des Strangführungssystems, gestützt
und geführt bzw. abtransportiert.
[0006] Gleichzeitig wird der Strang durch ein flüssiges Kühlmittel (typischerweise Wasser,
sog. "water only" Kühlung) oder einem Gemisch aus einem flüssigen Kühlmedium und einem
Gas (sog. "air mist" Kühlung bzw. Luft-/Wasserbesprühung) (sekundär, "Secondary Cooling"/Sekundärkühlung)
unter Verwendung entsprechender (Spritz-)Düsen ("water only" Düsen/"air mist" Düsen)
gekühlt.
[0007] Nachfolgend dem Gießbogen befindet sich bei der Stranggussanlage ein Folgeaggregat,
wie z.B. eine Brennschneidmaschine, mittels welcher der Strang - zum Beispiel in Form
von Brammen - zugeschnitten bzw. zerteilt wird.
[0008] Der Strang kann aber auch von einem (anderen) Folgeaggregat, beispielsweise einem
Walzgerüst einer Gieß-Walz-Verbundanlage, direkt weiterverarbeitet werden, ohne vorher
in Stücke zerteilt zu werden.
[0009] Bei den sog. "water only" Düsen der Sekundärkühlung kann eine Kühlintensität in Abhängigkeit
eines Kühlmittel- bzw. eines Wasserdrucks in einem kleinen Bereich verstellt werden.
Nachteilig daran ist allerdings, dass sich das Spritzbild in Abhängigkeit des Wasserdrucks
ebenfalls verändert, wobei durch eine inhomogene Wärmeabfuhr eine gleichmäßige Oberflächentemperatur
des Strangs nicht gewährleistet ist.
[0010] Ziel der sog. "air mist" Düsen der Sekundärkühlung ist es, eine Spreizung zwischen
der maximalen und minimalen Durchflussmenge an Kühlmittel durch die Spritzdüsen zu
erhöhen; in der Praxis hat sich allerdings herausgestellt, dass eine höhere Spreizung
als 10:1 für "air mist" Düsen bzw. 3:1 für "water only" Düsen schwer erreichbar ist.
Dies kann für gewisse Stahlsorten jedoch zu einer Überkühlung vor allem der Strangkanten
und somit zu Qualitätseinbußen führen.
[0011] Außerdem ist der Energieverbrauch für die Bereitstellung von Druckluft für die "air
mist" Düsen sehr hoch, sodass sich einerseits ein erhöhter CO2 Ausstoß und andererseits
höhere Kosten für den Betrieb der Anlage ergeben.
[0012] Aus der
DE 199 28 936 C2 ist eine solche Sekundärkühlung bekannt. Bei dieser Sekundärkühlung wird der Strang
durch intermittierendes Spritzen einer Kühlmitteldüse abgekühlt. Nachteilig an diesen
Kühlmitteldüsen ist, dass der Durchfluss durch die Kühlmitteldüsen nicht aktiv (ein-)gestellt
werden kann, sodass insbesondere große Spreizungen zwischen den maximalen und den
minimalen Kühlmittelmengen, die durch die Kühlmitteldüsen auf den Strang ausgebracht
werden, nicht realisiert werden können.
[0013] Da die Kantenbereiche eines Stahlstrangs zur Erzielung einer konstanten Oberflächentemperatur
wesentlich weniger stark abgekühlt werden müssen als der zentrale Bereich des Strangs,
führt die Verwendung dieser Sekundärkühlung zu einer Überkühlung, d.h. zu starker
Abkühlung, der Kantenbereiche, worunter die Qualität des Stahlstrangs leidet.
[0014] Aus der
AT 517772 A1 ist eine Kühlmitteldüse zum Kühlen eines metallischen Strangs in einer Stranggussanlage
mit einem an einem Düsenaustrittsende angeordneten Mundstück, d.h. einer Auslassdüse,
einer als ein Rohr-In-Rohr-System ausgebildeten Zuführung, durch deren erstes Rohr
Steuerluft und durch deren zweites Rohr flüssiges Kühlmittel zuführbar ist, und einem
zwischen den Mundstück und der Zuführung angeordneten, pneumatisch unter Verwendung
der Steuerluft betätigbaren Schaltventil bekannt. Das Schaltventil ist dabei - als
separates, nicht integriertes Bauteil - von außen auf die Zuführung aufgeschraubt;
das Mundstück ist von außen auf das Schaltventil aufgeschraubt.
[0015] Aus der
EP 2 527 061 A1 ist eine Kühlmitteldüse zum Kühlen eines metallischen Strangs in einer Stranggussanlage
mit einem an einem Düsenaustrittsende angeordneten Mundstück, durch welches flüssiges
Kühlmittel aus der Kühlmitteldüse austreten kann, bekannt. Das Schaltventil ist dabei
nicht in eine als Rohr-in-Rohr-System ausgelegte Zuführung integriert.
[0016] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden
und eine Vorrichtung zum Kühlen eines metallischen Strangs anzugeben, mit welcher
die Kühlintensität in einem großen Bereich auf einfache, robuste und energieeffiziente
Weise eingestellt werden kann.
[0017] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kühlmitteldüse zum Kühlen eines metallischen
Strangs in einer Stranggussanlage mit den Merkmalen des entsprechenden unabhängigen
Anspruchs.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand abhängiger Ansprüche sowie
der nachfolgenden Beschreibung.
[0019] Die Kühlmitteldüse zum Kühlen eines metallischen Strangs in einer Stranggussanlage
sieht ein an einem Düsenaustrittsende der Kühlmitteldüse angeordnetes Mundstück vor,
durch welches flüssiges Kühlmittel, insbesondere durch eine dortige Mundstückaustrittsöffnung,
aus der Kühlmitteldüse austreten kann.
[0020] Dabei kann unter einem solchen Mundstück ein besonders gefertigtes Rohrendstück beliebiger
Form, Größe und sonstiger Ausgestaltung sein. Durch die Gestaltung der Mundstückaustrittsöffnung
des Mundstücks kann das Spritzbild der Kühlmitteldüse, beispielsweise ein Dreieck,
ein Trapez oder ein Voll- oder Hohlkegel, bestimmt werden.
[0021] Zweckmäßigerweise kann das Mundstück ein lösbares, beispielsweise unter Verwendung
einer Verschraubung bzw. eines Gewindes lösbares bzw. auf-/verschraubbares, Element
der Kühlmitteldüse sein, kann es so variabel - je nach dem gewünschten Einsatz - eingesetzt
bzw. ausgetauscht werden.
[0022] So kann insbesondere vorgesehen sein, dass das Mundstück an einer bzw. mit einer
Zuführung, insbesondere einem Zuführungsaustrittsende der Zuführung, dieses gegebenenfalls
als Mundstückaufnahme bezeichenbar, verschraubt bzw. dort aufgeschraubt ist.
[0023] Weiter zweckmäßig kann vorgesehen sein, dass das Mundstück derart ausgebildet ist,
dass ein Durchströmungshohlraum in dem Mundstück, d.h., der innere Hohlraum in dem
Mundstück (zwischen der Mundstückeintrittsöffnung und der Mundstückaustrittsöffnung),
durch welchen das flüssige Kühlmittel durch das Mundstück strömt, ein geringes Volumen
aufweist, beispielsweise dadurch, dass das Mundstück - in Durchströmungsrichtung (des
flüssigen Kühlmittels durch das Mundstück) - möglichst kurz ausgebildet ist.
[0024] Ist dieser Hohlraum nämlich möglichst gering ausgebildet, kann sich dort - bei abgesperrter
Kühlmitteldüse - nur eine geringe Kühlmittelmenge ansammeln ("Totraum/Totraumvolumen"),
deren - nicht durch das Abschalteten steuerbarer - Austritt (zumindest in größerem
Umfang) unerwünscht ist. Auch ein schneller Druckaufbau des flüssigen Kühlmittels
in der Kühlmitteldüse wird dadurch möglich.
[0025] Ferner weist die Kühlmitteldüse eine als ein Rohr-In-Rohr-System ausgebildete, in
Durchströmungsrichtung vor dem Mundstück angeordnete Zuführung mit einem Zuführungsaustrittsende
auf, durch deren erstes Rohr Steuerluft an das Zuführungsaustrittsende heranführbar
ist und durch deren zweites Rohr das flüssige Kühlmittel über das Zuführungsaustrittsende
dem Mundstück zuführbar ist.
[0026] Dabei kann als Rohr-In-Rohr-System eine Anordnung aus (mindestens) zwei Rohren, d.h.
(mindestens) einem ersten Rohr und einem zweiten Rohr, verstanden werden, wobei ein
Rohr von den (mindestens) zwei Rohren, nämlich das erste Rohr, innerhalb des anderen
Rohrs der (mindestens) zwei Rohre, nämlich des zweiten Rohrs, angeordnet ist ("Rohr-In-Rohr").
[0027] Vereinfacht und anschaulich ausgedrückt, beim Rohr-In-Rohr System (im "Rohr-In-Rohr"
Bereich) liegt das erste Rohr ("inneres Rohr") (völlig von dem zweiten Rohr umgeben)
in dem zweiten Rohr ("äußeres" bzw. das innere Rohr umgebendes, "äußeres Rohr"), wobei
sich zwischen der äußeren Wandfläche des inneren Rohres und der inneren Wandfläche
des äußeren Rohres ein Hohlraum ausbildet.
[0028] Als Rohr mag dabei ein länglicher Hohlkörper, dessen Länge in der Regel wesentlich
größer als sein Durchmesser ist, verstanden werden.
[0029] Durch das Rohr-in-Rohr System der Kühlmitteldüse werden außenliegende, d.h. außerhalb
der Kühlmitteldüse liegende, Schläuche bzw. Rohre zum Zuführen der Steuerluft vermieden,
wodurch die Montage und Demontage einer Kühlmitteldüse in einer beengten Strangführung
wesentlich erleichtert wird. Durch die innenliegende Zuführung der Steuerluft wird
außerdem die Zuverlässigkeit der Kühlmitteldüse erhöht.
[0030] Darüber hinaus verstärkt das Rohr-In-Rohr System die mechanische Festigkeit der Kühlmitteldüse.
[0031] Das Rohr bzw. der Hohlkörper des Rohr-In-Rohr Systems bzw. der Kühlmitteldüse mag
dabei einstückig sein, wie auch aus mehreren oder vielen (zusammengesetzten) Teilen/Elementen
bestehen. Ebenso mag das Rohr bzw. der Hohlkörper - über seine Länge - variable/sich
verändernde Durchmesser, d.h. Innen- und/oder Außendurchmesser, aufweisen.
[0032] So kann nach einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen sein, dass das erste Rohr
und/oder das zweite Rohr mehrteilig ausgebildet sind bzw. ist, insbesondere derart
mehrteilig ausgebildet sind bzw. ist, dass deren Teile miteinander verschraubbar bzw.
verschweißbar sind. Insbesondere die verschraubbare Mehrteiligkeit bei den Rohren
des Rohr-In-Rohr-Systems ermöglicht eine äußerst flexible Gestaltung der Kühlmitteldüse.
Außerdem können Teile der Kühlmitteldüse einfach ausgetauscht werden, wodurch die
Instandhaltung vereinfacht wird.
[0033] Des Weiteren setzen die - bei dem Rohr-In-Rohr-System eingesetzten - Rohre nicht
voraus, dass es sich hierbei um Körper mit im Wesentlichen runden und/oder kreisförmigen
Querschnitten (sowohl für den "Außenquerschnitt" ("äußeres Querschnittsprofil") als
auch für den "Innenquerschnitt" (Querschnittform des "Innenhohlraums") handelt. Beliebige
Querschnittsformen, wie - neben einem runden bzw. kreisförmigen Querschnitt - ein
ovaler, rechteckiger und/oder aus runden und geraden Elementen zusammengesetzter Querschnitt
ist bei den hier gemeinten Rohren möglich.
[0034] Durch diese "Rohr-In-Rohr" Anordnung von den (mindestens) zwei Rohren bei der Zuführung
können sich so zwei Strömungswege (bei der/durch die Zuführung) - für die Steuerluft
und für das flüssige Kühlmittel - ausbilden, deren erster durch das innere Rohr (,
d.h., im Inneren des inneren Rohres) - für die Steuerluft - und deren zweiter außerhalb
des inneren Rohres und innerhalb des äußeren Rohres, d.h., zwischen der äußeren Wandfläche
des inneren Rohres und der inneren Wandfläche des äußeren Rohres, - für das flüssige
Kühlmittel - verlaufen.
[0035] Die Kühlmitteldüse ermöglicht so - durch ihren konstruktiven Aufbau des Rohr-In-Rohr-Systems
bei der Zuführung -, die Steuerluft, beispielsweise Instrumentenluft, Stickstoff oder
ein anderes, vorzugsweise nicht brennbares, gasförmiges Druckmedium, und das flüssige
Kühlmittel knapp hinter das Düsenaustrittsende, d.h. bis an das Mundstück, heranzubringen.
[0036] Unter Instrumentenluft sollen unterschiedlichste Gase, wie z.B. Umgebungsluft, technisch
reine Luft aber auch Stickstoff, verstanden werden, die zur Ansteuerung von Pneumatikventilen
zum Einsatz kommen.
[0037] Als eine - beispielsweise und bevorzugte, weil baulich auf einfache Weise realisierbar,
- spezielle Ausgestaltung eines solchen Rohr-In-Rohr-Systems mag ein konzentrisches
Rohr-In-Rohr-System gesehen werden, bei welchem (zumindest im "Rohr-In-Rohr" Bereich)
das innere Rohr - konzentrisch zum äußeren Rohr - in dem äußeren Rohr angeordnet ist.
[0038] Weiterhin mag vorgesehen sein, dass die Zuführung geradlinig ausgebildet ist oder
mindestens eine Biegung aufweisend gebogen ausgebildet ist. Auch eine Länge der Zuführung
mag variabel gestaltet sein. Dadurch lassen sich so - in flexibler und vorteilhafterweise
- Kühlmitteldüsen verschiedenster Länge und Form realisieren.
[0039] Weiter weist die Kühlmitteldüse ein an dem Zuführungsaustrittsende angeordnetes,
pneumatisch unter Verwendung der Steuerluft betätigbares Schaltventil zur Steuerung
der Zuführung des flüssigen Kühlmittels in das Mundstück auf.
[0040] Anschaulich und vereinfacht ausgedrückt, die Kühlmitteldüse sieht ein pneumatisches
- durch die Steuerluft, beispielsweise Instrumentenluft, betätigbares, von dem flüssigen
Kühlmittel durchströmbares - Schaltventil (Durchflusssteuerungsventil) zur Steuerung
des Kühlmitteldurchflusses durch die Düse vor.
[0041] Dieses pneumatische Schaltventil befindet sich bei der Kühlmitteldüse an dem Zuführungsaustrittsende
der Zuführung der Kühlmitteldüse - und damit - in Durchströmungsrichtung - vor dem
Mundstück der Kühlmitteldüse.
[0042] Dabei ist das Schaltventil in die Zuführung integriert, d.h., Elemente des Schaltventils
sind zugleich auch Elemente der Zuführung. So kann beispielsweise ein Ventilgehäuse
- oder ein Bestandteil des Ventilgehäuses - auch ein Element der Zuführung, beispielsweise
ein Teil des inneren oder äußeren Rohres, sein.
[0043] Dieses "an dem Zuführungsaustrittsende angeordnet" bei dem Schaltventil schließt
auch nicht aus, dass Teile des Schaltventils (in Durchströmungsrichtung) unmittelbar
nach dem Zuführungsaustrittsende an diesem angeordnet sind bzw. ist, beispielsweise
so zwischen dem Zuführungsaustrittsende und dem Mundstück bzw. einer Mundstückeintritts/-öffnung.
Wie auch, dass Teile des Schaltventils unmittelbar nach dem Zuführungsaustrittsende
an diesem und schon im Bereich des/der Mundstückeintritts/-öffnung angeordnet sind.
[0044] Anders bzw. andersherum ausgedrückt, dieses "an dem Zuführungsaustrittsende angeordnet"
bei dem Schaltventil schließt auch ein, dass Teile des Schaltventils (in Durchströmungsrichtung)
unmittelbar vor dem Zuführungsaustrittsende, d.h. in der Zuführung bzw. in dem Rohr-In-Rohr-System,
an diesem angeordnet sind, erfindungsgemäß integriert - als ein Teil des inneren oder
äußeren Rohres - in die Zuführung bzw. in das Rohr-In-Rohr-System unmittelbar vor
dem Zuführungsaustrittsende.
[0045] Das Schaltventil kann so - entsprechend durch die Steuerluft angesteuert und betätigt
- (intermittierend) geöffnet und geschlossen werden, wodurch der Kühlmitteldurchfluss
bzw. der Volumenstrom des flüssigen Kühlmittels durch die Düse - in Abhängigkeit einer
gewünschten Kühlleistung - gesteuert bzw. geregelt werden kann.
[0046] Vereinfacht und anschaulich ausgedrückt, liegt Steuerluft an dem - pneumatisch durch
die Steuerluft betätigbaren, von dem flüssigen Kühlmittel durchströmbaren - Schaltventil
an, so ist das Schaltventil geschlossen - und das flüssige Kühlmittel kann nicht über
das Ventil und weiter zum Mundstück der Kühlmitteldüse fließen; liegt keine Steuerluft
an dem - pneumatisch durch die Steuerluft betätigbaren, von dem flüssigen Kühlmittel
durchströmbaren - Schaltventil an, so ist das Schaltventil offen - und das flüssige
Kühlmittel kann über das Ventil und weiter zum Mundstück der Kühlmitteldüse fließen.
[0047] Das Anlegen der Steuerluft an das Ventil kann unter Verwendung eines - insbesondere
auch pneumatisch steuerbaren - Vorventils erfolgen.
[0048] Zweckmäßigerweise ist ein Druck der - das Schaltventil betätigbaren - Steuerluft
größer als der Druck des - durch das Schaltventil gesteuerten - flüssigen Kühlmittels,
beispielsweise 1,5-mal so groß.
[0049] Weiter zweckmäßigerweise erfolgt die Betätigung des Schaltventils, wie dessen (intermittierendes)
Öffnen und Schließen, mittels eines Schaltelements des Schaltventils, das als ein
Steuerkolben eines Sitzventils ausgebildet ist, wobei der Durchfluss des Kühlmediums
durch das Schaltventil in Abhängigkeit der Stellung des Schaltelements entweder geöffnet
oder geschlossen wird.
[0050] Unter einer geöffneten Stellung des Schaltelements kann jene Stellung verstanden
werden, bei der der Durchfluss des Kühlmediums durch das Schaltventil geöffnet ist;
andererseits kann unter einer geschlossenen Stellung des Schaltelements jene Stellung
verstanden werden, bei der der Durchfluss des Kühlmediums durch das Schaltventil geschlossen
ist.
[0051] Durch die Betätigung des Schaltelements - bei Betätigung des Schaltventils bzw. beim
Öffnen und Schließen des Schaltventils durch die Steuerluft - wird das Schaltelement
typischerweise verschoben, insbesondere in oder gegen die Durchflussrichtung des flüssigen
Kühlmittels durch die Kühlmitteldüse, und verschließt/versperrt dann die Kühlmittelströmung
durch die Kühlmitteldüse bzw. gibt sie frei.
[0052] Jedoch sind dem Fachmann auch Schaltventile bekannt, bei denen das Schaltelement
bei Betätigung verdreht wird.
[0053] Es ist grundsätzlich möglich, das Schaltventil als ein Schieberventil oder, erfindungsgemäß,
als ein Sitzventil auszuführen. Vorteilhaft an der Ausbildung als Sitzventil ist,
dass das Kühlmedium ohne weitere Ventile leckagefrei abgedichtet wird und dass eine
höhere Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzung gegeben ist.
[0054] Bei der Ausbildung des Schaltventils als Sitzventil ist es vorteilhaft, wenn das
Schaltelement einen Steuerkolben umfasst, wobei ein (Wellen-)Balg oder eine Membran
den Steuerkolben - insbesondere gegenüber der Zuführung, beispielsweise dem inneren
und/oder dem äußeren Rohr, bzw. dem Ventilgehäuse - führt und gegebenenfalls abdichtet.
[0055] Vorzugsweise besteht die Membran oder der (Wellen-)Balg aus rostfreiem Metall, vorzugsweise
Stahl, oder aus Kunststoff, vorzugsweise warmfestem Kunststoff, der bis zu Temperaturen
größer 250°C nennenswerte Festigkeiten aufweist, wie z.B. Polyimid oder Polyaryletherketone
(PEEK).
[0056] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der (Wellen-)Balg konzentrisch auf dem ersten und
inneren Rohr des Rohr-In-Rohr-Systems angeordnet ist, insbesondere auf einem als einen
Wellenbalganschlag ausgebildeten zweiten Teil des inneren Rohres angeordnet ist, wodurch
der (Wellen-)Balg axial relativ zu dem inneren Rohr, insbesondere zu dem Wellenbalganschlag,
führbar ist.
[0057] Vereinfacht und anschaulich ausgedrückt, das innere bzw. erste Rohr stelle eine Art
Linearführung für den (Wellen-) Balg dar.
[0058] Zweckmäßigerweise kann weiter auch vorgesehen sein, dass das Zuführungsaustrittsende,
insbesondere die Mundstückaufnahme, als ein Ventilsitz für das Schaltelement des Schaltventils,
insbesondere für den Steuerkolben des Sitzventils, ausgebildet ist, kann so eine sehr
klein bauende Kühlmitteldüse realisiert werden.
[0059] Bevorzugt kann ferner auch vorgesehen sein, dass ein Material des Schaltelements,
insbesondere des Steuerkolbens, und ein Material des Ventilsitzes aufeinander abgestimmt
sind, insbesondere dass der Ventilsitz eine niedrigere Härte aufweist als das Schaltelement
oder dass der Ventilsitz eine höhere Härte aufweist als das Schaltelement, wobei das
Teil mit der niedrigeren Härte insbesondere geglüht ist, kann durch eine derartige
Materialpaarung die Dichtheit des Ventils und auch dessen Lebensdauer erhöht werden.
[0060] Nach einer weiteren, bevorzugten Weiterbildung ist ein, insbesondere mit der Zuführung
verschraubbarer, Anschlussblock vorgesehen, welcher insbesondere einen ersten Anschluss
für die Steuerluft und/oder einen zweiten Anschluss für das flüssige Kühlmittel aufweist.
[0061] Der Anschlussblock kann ferner eine erste Durchführung aufweisen, unter Verwendung
derer der erste Anschluss mit dem ersten inneren Rohr der Zuführung verbindbar ist,
und/oder eine zweite Durchführung aufweisen, unter Verwendung derer der zweite Anschluss
mit dem zweiten Rohr der Zuführung verbindbar ist.
[0062] Mit einem solchen Anschlussblock bei der Kühlmitteldüse realisiert die Kühlmitteldüse
einen konstruktiv/baulich einfachen und flexiblen, weil modularen, Aufbau der Kühlmitteldüse
- mit der Zuführung, dem Mundstück und dem Anschlussblock als Module. Die einzelnen
Module können so jederzeit einfach und schnell montiert oder demontiert werden.
[0063] Ebenso kann dadurch die Kühlmitteldüse selbst auch einfach montiert und demontiert
werden, was einen schnellen Austausch der Kühlmitteldüse (innerhalb einer Anlage bzw.
Stranggussanlage) ermöglicht.
[0064] Zur Erhöhung der Kühlleistung ist es zweckmäßig mehrere von den Kühlmitteldüsen -
in einer übergeordneten (Bau-)Einheit zusammengefasst - insbesondere in einer Stranggussanlage
- vorzusehen.
[0065] So kann beispielsweise eine Kühleinrichtung zum Kühlen eines metallischen Strangs
in einer Stranggussanlage vorgesehen sein, welche mehrere in Strangförderrichtung
aufeinanderfolgend angeordnete, insbesondere sich quer zu der Strangförderrichtung
erstreckende Düseneinheiten, beispielsweise mehrere Spritzbalken, aufweist. Jede diese
Düseneinheit bzw. jeder solche Spritzbalken kann dann mindestens eine erste solche
Kühlmitteldüse und eine zweite solche Kühlmitteldüse, wie beschrieben, vorsehen.
[0066] Bevorzugt kann aber jede diese Düseneinheit bzw. jeder solche Spritzbalken auch eine
Mehrzahl bzw. eine Vielzahl von solchen Kühlmitteldüsen vorsehen.
[0067] Mittels einer gemeinsamen Steuerluftzufuhr für jeweils bestimmte Kühlmitteldüsen
besteht so dann die Möglichkeit, (bestimmte) Kühlmitteldüsen zu bestimmten Gruppen,
wie beispielsweise Randdüsen (für Randbereiche des Strangs) oder Düsen für einen zentralen
Bereich in der Strangmitte, zusammenzufassen.
[0068] In einer solchen gemeinsamen Steuerluftzufuhr kann dann ein Vorsteuerventil für die
(An-)Steuerung einer gesamten solchen Düsengruppe sitzen.
[0069] Nach einer bevorzugten Weiterbildung kann so vorgesehen sein, dass die ersten Kühlmitteldüsen
der mehreren Düseneinheiten über eine erste gemeinsame Steuerluftzufuhr mit der Steuerluft
und/oder die zweiten Kühlmitteldüsen der mehreren Düseneinheiten über eine zweite
gemeinsame Steuerluftzufuhr mit der Steuerluft versorgbar sind.
[0070] Weiterhin kann auch vorgesehen sein, dass die Steuerluftversorgung in der ersten
gemeinsamen Steuerluftzufuhr unter Verwendung eines in der ersten gemeinsamen Steuerluftzufuhr
angeordneten ersten Steuerventils gesteuert wird und/oder die Steuerluftversorgung
in der zweiten gemeinsamen Steuerluftzufuhr unter Verwendung eines in der zweiten
gemeinsamen Steuerluftzufuhr angeordneten zweiten Steuerventils gesteuert wird.
[0071] Die beschriebene Kühlmitteldüse - in alleiniger Anordnung und auch in übergeordneter
Zusammenstellung/-schaltung - weist durch ihre Konstruktion zahlreiche besondere Vorteile
auf.
[0072] So ermöglicht die Kühlmitteldüse - durch ihren konstruktiven Aufbau - , die Steuerluft
und das flüssige Kühlmittel knapp hinter das Düsenaustrittsende, d.h. bis an das Mundstück,
heranzubringen, sodass der volle Druck des flüssigen Kühlmittels bei geöffnetem Schaltventil
unmittelbar (bis auf kleine Druckabfälle im Schaltventil, die jedoch vernachlässigt
werden können) an der Kühlmitteldüse anliegt bzw. ein rascher Druckaufbau des flüssigen
Kühlmittels in der Kühlmitteldüse möglich ist, sodass ein konstantes Spritzbild auch
bei niedrigen Kühlleistungen gewährleistet ist.
[0073] So ist es auch bei der Kühlmitteldüse möglich, den Regelbereich über den bisherig
üblicherweise möglichen Regelbereich von 1:10 bzw. 1:3 zu vergrößern.
[0074] Weiterhin kann auf die Verwendung von "air mist" Düsen weitgehend verzichtet werden,
sodass die Strangkühlung wesentlich energieeffizienter erfolgt.
[0075] Die Kühlmitteldüse ist jedoch keineswegs auf eine "water only" Düse beschränkt; vielmehr
kann natürlich auch eine "air mist" Düse zum Einsatz kommen.
[0076] Des Weiteren ermöglicht die Kühlmitteldüse - ebenfalls durch ihren konstruktiven
Aufbau - eine modulare Bauweise, die - insbesondere im Wartungsfall oder geänderten
Anwendungs-/Einsatzfall - den einfachen und/oder schnellen und/oder so kostengünstigen
Austausch von einzelnen Komponenten ermöglicht.
[0077] Die bisher gegebene Beschreibung vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung enthält
zahlreiche Verfahrensmerkmale, die, gegenständlich formuliert, auch als Eigenschaft
der entsprechenden Vorrichtungseinheit gesehen werden können und umgekehrt.
[0078] Auch wenn in der Beschreibung bzw. in den Patentansprüchen einige Begriffe jeweils
im Singular oder in Verbindung mit einem Zahlwort verwendet werden, soll der Umfang
der Erfindung für diese Begriffe nicht auf den Singular oder das jeweilige Zahlwort
eingeschränkt sein. Ferner sind die Wörter "ein" bzw. "eine" nicht als Zahlwörter,
sondern als unbestimmte Artikel zu verstehen.
[0079] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie die
Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung,
die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Die Ausführungsbeispiele
dienen der Erläuterung der Erfindung und beschränken die Erfindung nicht auf darin
angegebene Kombinationen von Merkmalen, auch nicht in Bezug auf funktionale Merkmale.
Außerdem können dazu geeignete Merkmale eines jeden Ausführungsbeispiels auch explicit
isoliert betrachtet, aus einem Ausführungsbeispiel entfernt, in ein anderes Ausführungsbeispiel
zu dessen Ergänzung eingebracht und mit einem beliebigen der Ansprüche kombiniert
werden.
[0080] Es zeigen:
- FIG 1
- eine schematische Darstellung einer Stranggussanlage mit einer Kühleinrichtung
- FIG 2
- einen schematischen Schnitt durch die Stranggussanlage aus FIG 1 entlang der dortigen
Schnittebene II-II;
- FIG 3
- eine pneumatisch steuerbare Kühlmitteldüse für eine Düseneinheit einer Kühleinrichtung
der Stranggussanlage aus FIG 1;
- FIG 4
- die pneumatisch steuerbare Kühlmitteldüse für eine Düseneinheit einer Kühleinrichtung
der Stranggussanlage aus FIG 1 mit einer gebogenen Zuführung;
- FIG 5
- eine schematische Ansicht einer weiteren Kühleinrichtung für eine Kühlzone für die
Stranggussanlage aus FIG 1.
[0081] FIG 1 zeigt eine Stranggussanlage 3 in einer schematischen Darstellung. Die Stranggussanlage
3 kann zum Beispiel eine Anlage zum Gießen von Stahlbrammen sein.
[0082] Die Stranggussanlage 3 umfasst unter anderem eine Pfanne 30 mit einem Auslassrohr
31. Weiter umfasst die Stranggussanlage 3 einen unterhalb der Pfanne 30 angeordneten
Gießverteiler 32 mit einem Gießrohr 33 sowie einen im Gießverteiler 32 angeordneten
Stopfen 34.
[0083] Darüber hinaus umfasst die Stranggussanlage 3 eine Kokille 35, die vier wassergekühlte
Kokillenplatten 36 aus Kupfer aufweist und eine rechteckige Querschnittsform hat.
In FIG 1 sind lediglich zwei der vier Kokillenplatten 36 sichtbar.
[0084] Außerdem umfasst die Stranggussanlage 3 mehrere angetriebene Transportrollen 37 zum
Führen und Stützen eines Strangs, welche Elemente einer Strangführung der Stranggussanlage
3 bilden.
[0085] Darüber hinaus weist die Stranggussanlage 3 ein figürlich nicht dargestelltes Folgeaggregat,
wie zum Beispiel eine Brennschneidmaschine, auf.
[0086] In der Pfanne 30 befindet sich flüssiger Stahl 38, der über das Auslassrohr 31 in
den Gießverteiler 32 eingeleitet wird. Aus dem Gießverteiler 32 wiederum wird der
flüssige Stahl 38 über das Gießrohr 33 in die Kokille 35 eingeleitet, wobei ein Massenstrom
des in die Kokille 35 fließenden Stahls 38 mithilfe des Stopfens 34 gesteuert wird.
[0087] In der Kokille 35 kühlt der Stahl 38 an seinen Kontaktflächen mit den wassergekühlten
Kokillenplatten 36 ab und erstarrt hierbei, sodass der Stahl 38 in Form eines Strangs
2 mit einem rechteckigen Querschnitt aus der Kokille 35 austritt.
[0088] Beim Austreten aus der Kokille 35 hat der Strang 2 eine erstarrte Schale von einigen
Millimetern Dicke, während ein Großteil seines Querschnitts noch flüssig ist. Seine
Oberflächentemperatur liegt hierbei in der Größenordnung von circa 1000 °C.
[0089] Mithilfe der Transportrollen 37 wird der aus der Kokille 35 austretende Strang 2
abtransportiert und zu dem zuvor erwähnten (figürlich nicht dargestellten) Folgeaggregat
geführt, mittels welchem der Strang 2 beispielsweise in Form von Brammen zugeschnitten
und anschließend abtransportiert wird. Alternativ könnte der Strang 2 von einem (anderen)
Folgeaggregat, beispielsweise einem Walzgerüst einer Gieß-Walz-Verbundanlage, direkt
weiterverarbeitet werden, ohne vorher in Brammen zerteilt zu werden.
[0090] Ferner weist die Stranggussanlage 3 eine Kühleinrichtung 50 zum Kühlen des Strangs
2 auf.
[0091] Die Kühleinrichtung 50 umfasst sechszehn in Strangförderrichtung 51 aufeinanderfolgend
angeordnete Düseneinheiten 40 zur Kühlung des Strangs 2 von einer ersten (zeichnungsgemäß
oberen) Seite. Von diesen Düseneinheiten 40 gehören jeweils vier in Strangförderrichtung
51 aufeinanderfolgende Düseneinheiten 40 zu einer gemeinsamen Kühlzone 39 der Kühleinrichtung
50. Das heißt, besagte sechszehn Düseneinheiten 40 sind in vier Kühlzonen 39 mit je
vier Düseneinheiten 40 aufgeteilt (vgl. auch FIG 5).
[0092] Gemäß der FIG 1 ist jeder Kühlzone 39 eine eigene Kühlmittelpumpe 54 zugeordnet,
eine mit ihrer Kühlmittelpumpe 54 verbundene Haupt-Kühlmittelversorgungsleitung 55,
von welcher vier individuelle Kühlmittelversorgungsleitungen 56 abzweigen, die jeweils
mit einer der Düseneinheiten 40 verbunden sind. Üblicherweise versorgt jedoch eine
einzige Kühlmittelpumpe über eine Hauptzuleitung mehrere Kühlzonen mit Kühlmittel.
Die Verzweigung des Kühlmittels bzw. die Einstellung des Drucks oder des Durchflusses
in den individuellen Kühlmittelversorgungsleitungen 56 der Kühlzonen erfolgt z.B.
durch Regelventile.
[0093] Die Düseneinheiten 40 weisen jeweils eine Reihe von mehreren senkrecht zur Strangförderrichtung
51, d.h., in Strangförderquerrichtung 52, aufeinanderfolgenden Kühlmitteldüsen 1 auf
(vgl. FIG 2).
[0094] Außerdem weisen die Kühlmitteldüsen 1 im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils
ein in die jeweilige Kühlmitteldüse 1 integriertes, pneumatisch (durch Steuerluft
13, hier Instrumentenluft,) steuerbares Schaltventil 14 (vgl. FIG 3) auf.
[0095] Des Weiteren weist die Kühleinrichtung 50 eine Steuereinheit 47 auf. Besagte Schaltventile
14 sind über diese Steuereinheit 47 steuerbar/schaltbar (figürlich nicht in FIG 1
dargestellt (vgl. FIG 5)).
[0096] Außerdem umfasst die Kühleinrichtung 50, wie dargestellt, sechszehn in Strangförderrichtung
51 aufeinanderfolgend angeordnete Düseneinheiten 40 zur Kühlung des Strangs 2 von
einer zweiten (zeichnungsgemäß unteren) Seite, welche der ersten Seite gegenüberliegt.
Auch diese Düseneinheiten 40 weisen jeweils ein über die Steuereinheit 47 pneumatisch
schalt-/betätigbares Schaltventil 14 (vgl. FIG 3) auf.
[0097] Von letztgenannten sechszehn Düseneinheiten 40 gehören jeweils vier in Strangförderrichtung
51 aufeinanderfolgende Düseneinheiten 40 zu einer gemeinsamen Kühlzone (vgl. auch
FIG 5) .
[0098] Auch jede von diesen Kühlzonen hat eine eigene Kühlmittelpumpe, eine mit ihrer Kühlmittelpumpe
verbundene Haupt-Kühlmittelversorgungsleitung, von welcher vier individuelle Kühlmittelversorgungsleitungen
abzweigen, wobei diese Elemente einer besseren Übersichtlichkeit halber figürlich
nicht dargestellt sind.
[0099] Die Anzahl der Düseneinheiten 40 je Strangseite - im vorliegenden Fall sechszehn
- und deren zahlenmäßige Aufteilung in mehrere Kühlzonen 39 - im vorliegenden Fall
vier Kühlzonen 39 je Strangseite - ist lediglich exemplarisch gewählt. Das heißt,
die Stranggussanlage 3 könnte grundsätzlich eine andere Anzahl von Düseneinheiten
40 und/oder eine andere Anzahl von Kühlzonen 39 aufweisen.
[0100] Außerdem kann die Kühleinrichtung 50 eine nicht dargestellte Temperaturmesseinrichtung
umfassen, beispielsweise ein Pyrometer, zur berührungslosen Temperaturmessung einer
Oberflächentemperatur des Strangs 2. Die Temperaturmesseinrichtung kann über eine
Datenleitung mit der Steuereinheit 47 verbunden sein. Eine Temperaturmessung ist jedoch
nicht zwingend erforderlich. Alternativ zur der Temperaturmesseinrichtung kann die
Kühleinrichtung 50 ein Kühlmodell umfassen (vgl. DYNACS
®), welches ohne Messung der Temperaturen in Echtzeit die erforderlichen Wassermengen
in den Kühlzonen berechnet.
[0101] Grundsätzlich kann die Kühleinrichtung 50 mehrere solche Temperaturmesseinrichtungen
aufweisen. So kann beispielsweise sowohl an der ersten Seite des Strangs 2 als auch
an der zweiten Seite des Strangs 2 mindestens eine Temperaturmesseinrichtung vorgesehen
sein.
[0102] Während der Strang 2 zu besagtem Folgeaggregat abtransportiert wird, sprühen die
Düseneinheiten 40, genauer gesagt deren Kühlmitteldüsen 1, ein Kühlmittel 6 auf die
Strangoberfläche 57 auf. Auf diese Weise wird der Strang 2 abgekühlt und erstarrt
in Strangförderrichtung 51 immer weiter. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei
dem Kühlmittel 6 um Wasser.
[0103] Jede der Düseneinheiten 40 bringt eine vorgegebene/einstellbare Kühlmittelmenge auf
die Strangoberfläche 57 auf. Die jeweilige Kühlmittelmenge wird dabei über das Schaltventil
14 der jeweiligen Kühlmitteldüse 1 (in Menge und Zeit) gesteuert.
[0104] Die Temperaturmesseinrichtung misst eine Oberflächentemperatur des Strangs 2 und
übermittelt die gemessene Oberflächentemperatur an die Steuereinheit 47. In Abhängigkeit
von der ermittelten Oberflächentemperatur und einem vorgegebenen Oberflächentemperatur-Sollwert
steuert die Steuereinheit 47 über die Schaltventile 14 die von den Kühlmitteldüsen
1 auf den Strang 2 aufgebrachten Kühlmittelmengen derart ein, dass die Oberflächentemperatur
des Strangs 2 dem vorgegebenen Oberflächentemperatur-Sollwert entspricht beziehungsweise
sich diesem annähert.
[0105] Die Düseneinheiten 40 an der zweiten (zeichnungsgemäß unteren) Seite des Strangs
2 bzw. die dortigen Kühlmitteldüsen werden gleichermaßen betrieben.
[0106] Außerdem ist in FIG 1 eine vertikale Schnittebene II-II dargestellt, welche senkrecht
zur Strangförderrichtung 51 im Endbereich der Strangführung durch die Stranggussanlage
3 verläuft.
[0107] FIG 2 zeigt einen schematischen Schnitt durch die Stranggussanlage 3 aus FIG 1 entlang
der dortigen Schnittebene II-II.
[0108] In FIG 2 ist der Strang 2 sowie exemplarisch eine der Düseneinheiten 40 dargestellt.
[0109] Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass die dargestellte Düseneinheit 40 eine Reihe
von mehreren - hier exemplarisch fünf - senkrecht zur Strangförderrichtung 51, d.h.
in Strangförderquerrichtung 52, aufeinanderfolgenden Kühlmitteldüsen 1 aufweist (deshalb
die Düseneinheit 40 auch als Spritzbalken 40 bezeichenbar), wobei die Strangförderrichtung
51 im Bereich der dargestellten Düseneinheit 40 senkrecht zur Zeichenebene der FIG
2 ist.
[0110] Das Kühlmittel 6 tritt in Form von Kegeln ("Kühlmittelkegeln", die Form ist bestimmbar
über das Mundstück 5 der jeweiligen Kühlmitteldüse 1 (vgl. FIG 3)) aus den Kühlmitteldüsen
1 aus. Im vorliegenden Fall berühren sich die Kühlmittelkegel an der Strangoberfläche
57. Prinzipiell ist es auch möglich, dass sich die Kühlmittelkegel überlappen.
[0111] Weiter ist ersichtlich, dass die dargestellte Düseneinheit 40 für ihre fünf Kühlmitteldüsen
1 bzw. für deren jeweiliges pneumatisch steuerbares Schaltventil 14 (vgl. FIG 3) eine
gemeinsame Steuerluftzufuhr 43, hier Instrumentenluft, mit einem gemeinsamen Vorsteuerventil
45 aufweist, wodurch die Kühlmittelaufbringung auf die Strangoberfläche 57 - für diese
fünf Kühlmitteldüsen 1 - gemeinsam steuerbar ist. Das Kühlmittel 6 wird dabei über
die individuelle Kühlmittelversorgungsleitung 56 den Kühlmitteldüsen 1 zugeführt.
[0112] FIG 3 zeigt die pneumatisch steuerbare Kühlmitteldüse 1 im Detail.
[0113] Die Kühlmitteldüse 1 weist drei Hauptkomponenten (Module) auf, nämlich (in Durchströmungsrichtung
7 hintereinander angeordnet) einen (am Düseneintrittsende angeordneten) Anschlussblock
17, eine (den Mittelteil 65 der Kühlmitteldüse 1 bildende) Zuführung 8 und ein (am
Düsenaustrittsende 4 angeordnetes) Mundstück 5.
[0114] Diese drei Module sind über Verschraubungen 21 jeweils miteinander druckdicht verschraubbar,
somit leicht montier-/demontierbar und austauschbar. Alternativ zu Verschraubungen
21 sind verschweißbare Verbindungen geeignet.
[0115] Der Anschlussblock 17 dient dem Anschluss der Kühlmitteldüse 1 an die gemeinsame
Steuerluftzufuhr 43 (für die Steuerluft 13 zur Betätigung/zum Schalten der Kühlmitteldüse
1) und an die individuelle Kühlmittelversorgungsleitung 56 (für das Kühlmittel 6 zur
Strangkühlung) (vgl. auch FIG 1).
[0116] Dazu sieht der Anschlussblock 17 einen ersten, senkrecht zur Durchströmungsrichtung
7 der Steuerluft 13 (durch die Kühlmitteldüse 1) verlaufenden Anschluss 24 vor, mittels
welchem - abgedichtet mittels einer Dichtung 22, hier eines O-Rings 22, - der Anschlussblock
17 an die gemeinsame Steuerluftzufuhr 43 angeschlossen ist. Die Steuerluft 13 tritt
so - senkrecht zur Durchströmungsrichtung 7 - über diesen ersten Anschluss 24 in den
Anschlussblock 17 ein, wird im Anschlussblock 17 über eine erste Durchführung 26 geführt
(hier auch in die Durchströmungsrichtung 7 umgelenkt) und strömt in einen ersten Teil
11a eines - zweiteilig ausgebildeten - inneren (ersten) Rohres 11 der als Rohr-In-Rohr
System 9 (aus dem (zweiteiligen) inneren (ersten) Rohr 11, 11a, 11b und einem (ebenfalls
zweiteiligen) äußeren (zweiten) Rohr 12, 12a, 12b) ausgebildeten Zuführung 8 ein.
[0117] Dazu ist dieser erste Teil 11a des inneren Rohres 11 der Zuführung 8 in eine - in
Durchströmungsrichtung 7 verlaufenden - Bohrung 58 des Anschlussblocks 17 eingesteckt
und - mittels eines O-Rings 22 - abgedichtet.
[0118] Der Anschlussblock 17 sieht ferner einen zweiten, senkrecht zur Durchströmungsrichtung
7 des Kühlmittels 6 (durch die Kühlmitteldüse 1) verlaufenden Anschluss 25 vor, mittels
welchem - abgedichtet mittels einer Dichtung 22, hier ebenfalls eines O-Rings 22,
- der Anschlussblock 17 an die individuelle Kühlmittelversorgungsleitung 56 angeschlossen
ist. Das Kühlmittel 6 tritt so - senkrecht zur Durchströmungsrichtung 7 - über diesen
zweiten Anschluss 25 in den Anschlussblock 17 ein, wird im Anschlussblock 17 über
eine zweite Durchführung 27 geführt (hier ebenfalls auch in die Durchströmungsrichtung
7 umgelenkt) und strömt in den ersten Teil 12a des - zweiteilig ausgebildeten - äußeren
(zweiten) Rohres 12 der als Rohr-In-Rohr System 9 ausgebildeten Zuführung 8 ein.
[0119] Dazu ist dieser erste Teil 12a des äußeren (zweiten) Rohres 12 der Zuführung 8 in
eine - in Durchströmungsrichtung 7 verlaufenden - Bohrung 58 des Anschlussblocks 17
eingesteckt und (mittels eines Außengewindes an dem ersten Teil 12a des äußeren (zweiten)
Rohres und einem Innengewinde an der Bohrung 58) verschraubt.
[0120] Somit können die Steuerluft 13 und das Kühlmittel 6 zunächst in den - dadurch sehr
kompakt bauenden - Anschlussblock 17 eintreten, werden in diesem (in die Durchströmungsrichtung
7) umgelenkt, können aus dem Anschlussblock 17 (in Durchströmungsrichtung 7) wieder
austreten und strömen - druckdicht von der Zuführung 8 in die Zuführung 8 - (dort
über dessen Zuführungseintrittsende 66) ein.
[0121] Die Zuführung 8 ist als das - konzentrische - Rohr-In-Rohr System 9 - aus dem (zweiteiligen)
inneren (ersten) Rohr 11 mit den beiden Teilrohren 11a und 11b und dem (ebenfalls
zweiteiligen) konzentrisch zu dem inneren Rohr 11 angeordneten äußeren Rohr 12 mit
den beiden Teilrohren 12a, 12b ausgebildet.
[0122] Über dieses innere Rohr 11,11a, 11b wird die Steuerluft 13 zu dem an dem Zuführungsaustrittsende
10 in der Zuführung 8 angeordneten Schaltventil 14, hier ein Sitzventil, geführt;
über dieses äußere Rohr 12, 12a, 112b wird das Kühlmittel 6 über das Zuführungsaustrittsende
10 der Zuführung 8 in das - mit der Zuführung 8 an dessen Zuführungsaustrittsende
10 verschraubten - Mundstück 5 eingeleitet.
[0123] Die Kühlmitteldüse 1 ermöglicht so - durch ihren konstruktiven Aufbau des Rohr-In-Rohr-Systems
9 bei der Zuführung 8 -, die Steuerluft 13 und das Kühlmittel 6 knapp hinter das Düsenaustrittsende
4 bzw. bis an das Mundstück 5 heranzubringen.
[0124] Durch die Gestaltung der Mundstückaustrittsöffnung 67 kann das Spitzbild der Kühlmitteldüse
1, wie hier der Kühlmittelkegel, bestimmt werden.
[0125] Die jeweiligen zwei Teilrohre 11a und 11b bzw. 12a und 12b des inneren Rohres 11
bzw. des äußeren Rohres 12 sind jeweils druckdicht miteinander verschraubt (21); zusätzlich
sind das ersten und das zweite Teilrohr 11a und 11b des inneren Rohres 11 noch miteinander
verklebt bzw. verschweisst.
[0126] Am Zuführungsaustrittsende 10 sitzt, wie FIG 3 zeigt, das pneumatisch mittels der
Steuerluft 13 betätigbare/schaltbare Schaltventil 14, welches als Sitzventil - mit
einem als Steuerkolben 15 ausgebildeten (, durch die Steuerluft 13 schaltbaren) Schaltelement
15 - ausgebildet ist und den Kühlmittelabfluss aus dem äußeren Rohr 12 bzw. aus dem
zweiten Teil 12b des äußeren Rohrs 12 der Zuführung 8 sperrt (hier wird der Steuerkolben
15 durch die Steuerluft 13 (aus dem inneren Rohr 11) in den Ventilsitz 20 des Sitzventils
14 gepresst) oder freigibt.
[0127] Dazu sieht das Schaltventil/Sitzventil 14 vor, dass der Steuerkolben 15 mittels eines
(Wellen-)Balgs 16 (aus Stahl) gegenüber der Zuführung 8, d.h., hier dem inneren Rohr
11 bzw. dem zweiten Teil 11b des inneren Rohres 11, axial/linear in Durchströmungsrichtung
7 (wie bei einer Linearführung) geführt (und abgedichtet) wird.
[0128] Der (Wellen-)Balg 16 sitzt dazu (über eine Passung) konzentrisch auf dem zweiten
Teil 11b des inneren Rohres 11, welches einen (Wellenbalg-)Anschlag 18 für eine einen
den (Wellen-) Balg 16 tragenden (Wellen-)Balgträger 19 abstützende Hülse 69 vorsieht.
[0129] Diese Hülse 69 ist mit dem zweiten Teil 11b des inneren Rohres 11 (mit einem vorderen
Ende 70 der Hülse 69 bis an den (Wellenbalg-)Anschlag 18 heran) druckdicht verschraubt
und verklebt. Am hinteren Ende 71 der Hülse 69 stützt sich eine Schulter 72 des (Wellen-)Balgträgers
19 ab.
[0130] Auf dem der Schulter 72 gegenüberliegenden Ende des (Wellen-) Balgträgers 19 ist
der (Wellen-)Balg 16 - mit seinem in Durchströmungsrichtung 7 ersten Ende - druckdicht
aufgesetzt; mit seinem - in Durchströmungsrichtung 7 - zweiten Ende ist der (Wellen-)Balg
16 druckdicht auf den Steuerkolben 15 aufgesetzt, welcher so unmittelbar (in Durchströmungsrichtung
7) vor dem Austrittsende 73 des zweiten Teils 11b des inneren Rohres 11 angeordnet
ist.
[0131] Tritt nun die Steuerluft 13 über dieses Austrittsende 73 des zweiten Teils 11b des
inneren Rohres 11 aus, so verschiebt diese den Steuerkolben 15 axial in seinen Ventilsitz
20 (, wobei der (Wellen-)Balg 16 gestreckt wird). Liegt keine Steuerluft 13 bzw. kein
Steuerluftdruck mehr an dem Steuerkolben 15 an, so zieht sich der (Wellen-)Balg 16
wieder auf seine ursprüngliche Gestalt zusammen, wobei sich der Steuerkolben 15 wieder
aus seinem Ventilsitz 20 löst.
[0132] Der Ventilsitz 20 - ein ebenfalls rohrförmiges (das Zuführungsaustrittsende 10 der
Zuführung 8 bildendes) Bauteil mit Durchgangsbohrung 74 für das Kühlmittel 6 - wird
mittels einer äußeren Hülse 75 gegen das Austrittsende 76 des zweiten Teils 12b des
äußeren Rohres 12 druckdicht verspannt.
[0133] Wie FIG 3 dann weiter zeigt, ist das Mundstück 5 druckdicht auf den Ventilsitz 20
(so auch Mundstückaufnahme 20) aufgeschraubt.
[0134] Das Material des Steuerkolbens 15 und das Material des Ventilsitzes 20 sind aufeinander
abgestimmt, derart, dass der Ventilsitz 20 eine niedrigere Härte aufweist als der
Steuerkolben 15.
[0135] FIG 4 zeigt die pneumatisch steuerbare Kühlmitteldüse 1 in einer weiteren Darstellung/Ausführung,
welche die Zuführung 8 mit einer zweifachen Biegung 23 vorsieht.
[0136] Die Beschreibung dieser Kühlmitteldüse 1 beschränkt sich primär auf die Unterschiede
zur vorherig beschriebenen Kühlmitteldüse 1, auf die bezüglich gleichbleibender Merkmale
und Funktionen verwiesen wird (vgl. FIG 3 und zugehörige Ausführungen). Im Wesentlichen
gleiche beziehungsweise einander entsprechende Elemente sind, soweit zweckdienlich,
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht erwähnte Merkmale sind für die
Beschreibung dieser Kühlmitteldüse 1 übernommen, ohne dass sie erneut beschrieben
sind.
[0137] Wie FIG 4 verdeutlicht ist die Zuführung ein erstes Mal (im Einströmungsbereich der
Zuführung 8) - um einen ersten Biegungswinkel von ca. 20° - sowie ein weiteres, zweites
Mal (im Ausströmungsbereich) - um einen zweiten Biegungswinkel 60 von ebenfalls ca.
20° - gebogen.
[0138] Andere ersten und zweite Biegungswinkel 59, 60 - auch unterschiedliche erste und
zweite Biegungswinkel 59 bzw. 60 sowie noch mehr Biegungen mit entsprechenden Biegungswinkel
lassen sich bei der Zuführung 8 - je nach Anwendungsfall - realisieren.
[0139] Über verschieden gestaltete Biegungswinkel 59, 60 bei der Zuführung 8 sowie über
unterschiedliche Längen 61 bei der Zuführung 8 selbst lassen sich verschiedenste Kühlmitteldüsengestaltungen
auf einfache Weise und äußerst flexibel (der Austausch einer Zuführung 8 ist aufgrund
des verschraubbaren modularen Aufbaus völlig unproblematisch möglich) realisieren.
[0140] Der Anschlussblock 17 weist, wie FIG 4 auch zeigt, in diesem Fall eine axiale Durchgangsbohrung
77 auf, in welcher der erste Teil 11a des inneren Rohres 11 eingeschoben bzw. durchgeschoben
ist. Das - aus dem Anschlussblock 17 - herausragende Ende 78 des ersten Teils 11a
des inneren Rohres 11 ist mit dem Anschlussblock 17 verschweißt (79).
[0141] FIG 5 zeigt schematisch eine - in Hinsicht auf die Zuführung der Steuerluft 13 -
komplexer, aber flexibler gestaltete - Kühleinrichtung 50, mittels welcher unterschiedliche
Kühlanforderung, insbesondere hinsichtlich der aufbringbaren Kühlmittelmenge, an den
Strang 2 bzw. dessen Breite, genüge getan werden kann.
[0142] So bedürfen beispielsweise (in Strangförderquerrichtung 52) außen liegende bzw. äußere
Strangbereiche einer geringeren Kühlung/-mittelmenge als innenliegende.
[0143] Die Beschreibung dieser Kühleinrichtung 50 (mit den Kühlmitteldüsen 1) beschränkt
sich primär auf die Unterschiede zur vorherig beschriebenen Kühleinrichtung 50 (vgl.
FIG 1 und FIG 2), auf die bezüglich gleichbleibender Merkmale und Funktionen verwiesen
wird. Im Wesentlichen gleiche beziehungsweise einander entsprechende Elemente sind,
soweit zweckdienlich, mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht erwähnte
Merkmale sind für die Beschreibung dieser Kühleinrichtung 50 übernommen, ohne dass
sie erneut beschrieben sind.
[0144] Wie FIG 5 für eine Kühlzone 39 (hier dargestellt die eine Symmetrieseite 68 der zu
der Strangmittellinie 62 symmetrischen Kühleinrichtung 50) - aus zusammengefasst vier
Düseneinheiten 40 bzw. Spritzbalken 40 (in Strangförderrichtung 51) mit jeweils acht
Kühlmitteldüsen 1 (in Strangförderquerrichtung 52) der Kühleinrichtung 50 - verdeutlicht,
sieht diese Kühleinrichtung 50 für diese Kühlzone 39 drei (symmetrisch zur Strangmittellinie
62) unterschiedliche Steuerzonen 63a bzw. 63b bzw. 63c, welche alle über die Steuereinheit
47 ansteuerbar sind, vor.
[0145] Die jeweils (linke und rechte - bezüglich der Strangförderquerrichtung 52) äußersten
(ersten) Kühlmitteldüsen 41 der vier Spritzbalken 40 sind über eine (erste) gemeinsame
Steuerluftzufuhr 43 verbunden.
[0146] Ist in dieser (erste) gemeinsame Steuerluftzufuhr 43, wie FIG 5 zeigt, ein (erstes)
Vorsteuerventil 45, beispielsweise pneumatisch mittels der Steuereinheit 47 steuerbar,
angeordnet, so können diese (linken und rechten) äußersten (ersten) Kühlmitteldüsen
41 der vier Spritzbalken 40 in dieser Kühlzone 39 gemeinsam (und unabhängig von den
Kühlmitteldüsen 1 dieser Kühleinrichtung 50) angesteuert und betätigt werden.
[0147] Entsprechend sind, wie FIG 5 ebenfalls verdeutlicht, die jeweils zweitäußersten (zweiten)
Kühlmitteldüsen 42 der vier Spritzbalken 40 über eine (zweite) gemeinsame Steuerluftzufuhr
44 (mit dortig angeordneten (zweiten Vorsteuerventil 46)) verbunden - und können so
(durch die Steuereinheit 47) gemeinsam angesteuert und betätigt werden.
[0148] Alle weiteren - mittleren (dritten) - Kühlmitteldüsen 48 bzw. 48a und 48b der vier
Spritzbalken 40 sind ebenfalls über eine (dritte) gemeinsame Steuerluftzufuhr 49 (mit
dortig angeordneten dritten Vorsteuerventil 53 verbunden) - und können so (durch die
Steuereinheit 47) gemeinsam angesteuert und betätigt werden.
[0149] Die Kühlmittelversorgung der Kühlmitteldüsen 1 bzw. 41, 42, 48 erfolgt über die Haupt-Kühlmittelversorgungsleitung
55 und individuelle Kühlmittelversorgungsleitungen 56 (vgl. FFIG 1 und FIG 2).
[0150] Da die Kühlmitteldüsen 1 typischerweise direkt auf einem Strangführungssegment zwischen
Strangführungsrollen angeordnet sind, ist es für die Zuverlässigkeit der Steuereinheit
47 und/oder der Vorsteuerventile 45, 46, 53 günstig, wenn diese abseits der Strangführung
auf dem sog. Festland der Stranggießanlage angeordnet sind. Dadurch sind diese nicht
hohen Temperaturen bzw. hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt, andererseits können z.B.
einzelne Vorsteuerventile auch im laufenden Betrieb der Anlage ausgetauscht werden,
ohne dass hierfür das Stranggießen unterbrochen werden müsste.
[0151] Um bei einem Segmentwechsel die Steuerluft rasch an- bzw. abschließen zu können,
ist es vorteilhaft, wenn die Steuerluft vom Festland mit den Vorsteuerventile 45,
46, 53 über pneumatische Schnellkupplungen auf das Strangführungssegment geführt wird.
[0152] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können hieraus abgeleitet werden, ohne den durch
die Ansprüche definierten Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0153]
- 1
- Kühlmitteldüse
- 2
- (metallischer) Strang
- 3
- Stranggussanlage
- 4
- Düsenaustrittsende
- 5
- Mundstück
- 6
- Kühlmittel
- 7
- Durchströmungsrichtung
- 8
- Zuführung
- 9
- Rohr-In-Rohr-System
- 10
- Zuführungsaustrittsende
- 11
- erstes Rohr, inneres Rohr (für Steuerluft)
- 11a
- erster Teil des ersten/inneren Rohres
- 11b
- zweiter Teil des ersten/inneren Rohres
- 12
- zweites Rohr, äußeres Rohr (für Kühlmittel)
- 12a
- erster Teil des zweites/äußeren Rohres
- 12b
- zweiter Teil des zweites/äußeren Rohres
- 13
- Steuerluft
- 14
- Schaltventil, Sitzventil, Ventileinheit
- 15
- Schaltelement, Steuerkolben
- 16
- (Wellen-)Balg
- 17
- Anschlussblock
- 18
- (Wellenbalg-)Anschlag
- 19
- (Wellen-)Balgträger
- 20
- Mundstückaufnahme, Ventilsitz
- 21
- Verschraubung
- 21a
- gehklebte Verschraubung
- 22
- Dichtung, O-Ring
- 23
- Biegung (von (8))
- 24
- erster Anschluss
- 25
- zweiter Anschluss
- 26
- erste Durchführung
- 27
- zweite Durchführung
- 30
- Pfanne
- 31
- Auslassrohr
- 32
- Gießverteiler
- 33
- Gießrohr
- 34
- Stopfen
- 35
- Kokille
- 36
- Kokillenplatte
- 37
- Transportrolle
- 38
- Stahl
- 39
- Kühlzone
- 40
- Düseneinheit, Spritzbalken
- 41
- erste Kühlmitteldüse (1)
- 42
- zweite Kühlmitteldüse (1)
- 43
- (erste) gemeinsame Steuerluftzufuhr
- 44
- zweite gemeinsame Steuerluftzufuhr
- 45
- (erstes)(Vor-)Steuerventil
- 46
- zweites (Vor-)Steuerventil
- 47
- Steuereinheit
- 48, 48a, 48b
- weitere (dritte)Kühlmitteldüsen (1)
- 49
- dritte gemeinsame Steuerluftzufuhr
- 50
- Kühleinrichtung
- 51
- Strangförderrichtung
- 52
- Strangförderquerrichtung
- 53
- drittes Steuerventil
- 54
- Kühlmittelpumpe
- 55
- Haupt-Kühlmittelversorgungsleitung
- 56
- individuelle Kühlmittelversorgungsleitung
- 57
- Strangoberfläche
- 58
- Bohrung
- 59
- ersten Biegungswinkel
- 60
- zweiter Biegungswinkel
- 61
- Länge
- 62
- Strangmittellinie
- 63a
- (erste) Steuerzone
- 63b
- (zweite) Steuerzone
- 63c
- (dritte) Steuerzone
- 64
- Düseneintrittsende
- 65
- Mittelteil
- 66
- Zuführungseintrittsende
- 67
- Mundstückaustrittsöffnung
- 68
- erste Symmetrieseite
- 69
- Hülse
- 70
- vorderes Ende
- 71
- hinteres Ende
- 72
- Schulter
- 73
- Austrittsende
- 74
- Durchgangsbohrung
- 75
- äußere Hülse
- 76
- Austrittsende
- 77
- Durchgangsbohrung
- 78
- herausragendes Ende
- 79
- Schweißverbindung
1. Kühlmitteldüse (1) zum Kühlen eines metallischen Strangs (2) in einer Stranggussanlage
(3) mit einem an einem Düsenaustrittsende (4) angeordneten Mundstück (5), durch welches
flüssiges Kühlmittel (6) aus der Kühlmitteldüse (1) austreten kann, aufweisend
eine als ein Rohr-In-Rohr-System (9) ausgebildete, in Durchströmungsrichtung (7) vor
dem Mundstück (5) angeordnete Zuführung (8) mit einem Zuführungsaustrittsende (10),
durch deren erstes Rohr (11) Steuerluft (13) an das Zuführungsaustrittsende (10) heranführbar
ist und durch deren zweites Rohr (12) das flüssige Kühlmittel (6) über das Zuführungsaustrittsende
(10) dem Mundstück (5) zuführbar ist,
und ein in die Zuführung (8) integriertes, an dem Zuführungsaustrittsende (10) angeordnetes,
pneumatisch unter Verwendung der Steuerluft (13) betätigbares Schaltventil (14), wobei
das Schaltventil (14) ein Sitzventil mit einem als Schaltelement (15) ausgebildeten
Steuerkolben ist, und der Durchfluss durch das Schaltventil (14) zur Steuerung der
Zuführung des flüssigen Kühlmittels (6) in das Mundstück (5) in Abhängigkeit der Stellung
des Schaltelements (15) entweder geöffnet oder geschlossen ist, wobei das erste Rohr
(11) ein inneres Rohr (11) für die Steuerluft (13) ist und das zweite Rohr (12) ein
zu dem inneren Rohr (11) im Wesentlichen konzentrisch angeordnetes äußeres Rohr (12)
für das flüssige Kühlmittel (6) ist.
2. Kühlmitteldüse (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Rohr (11) und/oder das zweite Rohr (12) mehrteilig ausgebildet sind bzw.
ist, insbesondere derart mehrteilig ausgebildet sind bzw. ist, dass deren Teile (11a,
11b bzw. 12a, 12b) miteinander verschraubbar bzw. verschweissbar sind.
3. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Wellen-balg (16) das Schaltelement (15), insbesondere den Steuerkolben (15), führt
und abdichtet.
4. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wellenbalg (16) konzentrisch auf dem inneren Rohr (11) angeordnet ist, insbesondere
auf einem als einen Wellenbalganschlag (18) ausgebildeten zweiten Teil (11b) des inneren
Rohres (11) angeordnet ist, wodurch der Wellenbalg (16) axial relativ zu dem inneren
Rohr (11), insbesondere zu dem Wellenbalganschlag (18), führbar ist.
5. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mundstück (5) lösbar an der Kühlmitteldüse (1) verbunden ist, insbesondere aufschraubbar
(21) ausgebildet ist.
6. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführungsaustrittsende (10) als eine Mundstückaufnahme (20) ausgebildet ist,
auf welcher das Mundstück (5) aufschraubbar ist.
7. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche, insbesondere
nach dem voranstehenden Anspruch und/oder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführungsaustrittsende (10), insbesondere die Mundstückaufnahme (20), als ein
Ventilsitz (20) für ein Schaltelement (15) des Schaltventils (14), insbesondere für
den Steuerkolben (15) des Sitzventils (14), ausgebildet ist.
8. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Material des Schaltelements (15), insbesondere des Steuerkolbens (15), und ein
Material des Ventilsitzes (20) aufeinander abgestimmt sind, insbesondere dass der
Ventilsitz (20) eine niedrigere Härte aufweist als das Schaltelement (15) oder dass
der Ventilsitz (20) eine höhere Härte aufweist als das Schaltelement (15), wobei der
Teil mit der niedrigeren Härte insbesondere geglüht ist.
9. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
einen, insbesondere mit der Zuführung verschraubbaren, Anschlussblock (17), welcher
insbesondere einen ersten Anschluss (24) für die Steuerluft (13) und/oder einen zweiten
Anschluss (25) für das flüssige Kühlmittel (6) aufweist.
10. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlussblock (17) eine erste Durchführung (26) aufweist, unter Verwendung derer
(26) der erste Anschluss (24) mit dem ersten inneren Rohr (11) der Zuführung (8) verbindbar
ist, und/oder eine zweite Durchführung (27) aufweist, unter Verwendung derer (27)
der zweite Anschluss (25) mit dem zweiten Rohr (12) der Zuführung (8) verbindbar ist.
11. Kühlmitteldüse (1) nach mindestens einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zuführung (8) geradlinig ausgebildet ist oder mindestens eine Biegung (23) aufweisend
gebogen ausgebildet ist.
12. Kühleinrichtung (50) zum Kühlen eines metallischen Strangs (2) in einer Stranggussanlage
(3), aufweisend mehrere in Strangförderrichtung (51) aufeinanderfolgend angeordnete,
insbesondere sich quer (52) zu der Strangförderrichtung (51) erstreckende Düseneinheiten
(40) mit jeweils mindestens einer ersten Kühlmitteldüse (1, 41) nach mindestens einem
der voranstehenden Ansprüche und mit jeweils einer zweiten Kühlmitteldüse (42) nach
mindestens einem der voranstehenden Ansprüche.
13. Kühleinrichtung (50) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die ersten Kühlmitteldüsen (1, 41) der mehreren Düseneinheiten (40) über eine erste
gemeinsame Steuerluftzufuhr (43) mit der Steuerluft (13) und/oder die zweiten Kühlmitteldüsen
(1, 42) der mehreren Düseneinheiten (40) über eine zweite gemeinsame Steuerluftzufuhr
(44) mit der Steuerluft (13) versorgbar sind.
14. Kühleinrichtung (50) nach mindestens dem voranstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerluftversorgung in der ersten gemeinsamen Steuerluftzufuhr (43) unter Verwendung
eines in der ersten gemeinsamen Steuerluftzufuhr (43) angeordneten ersten Steuerventils
(45) gesteuert wird und/oder die Steuerluftversorgung in der zweiten gemeinsamen Steuerluftzufuhr
(44) unter Verwendung eines in der zweiten gemeinsamen Steuerluftzufuhr (44) angeordneten
zweiten Steuerventils (46) gesteuert wird.
1. Coolant nozzle (1) for cooling a metallic strand (2) in a continuous casting plant
(3), having a mouthpiece (5) which is disposed on a nozzle exit end (4) and through
which liquid coolant (6) from the coolant nozzle (1) can exit, comprising an infeed
(8) which is configured as a tube-in-tube system (9) and in the throughflow direction
(7) is disposed ahead of the mouthpiece (5) and which has an infeed exit end (10),
control air (13) being capable of being guided to the infeed exit end (10) through
the first tube (11) of said infeed (8), and the liquid coolant (6) being capable of
being fed through the second tube (12) of said infeed (8) into the mouthpiece (5)
by way of the infeed exit end (10),
and a switchover valve (14) which is integrated in the infeed (8), is disposed on
the infeed exit end (10), and is pneumatically activatable while using the control
air (13), wherein the switchover valve (14) is a seat valve having a control piston
that is configured as a switching element (15), and the flow through the switchover
valve (14) for controlling the infeed of the liquid coolant (6) into the mouthpiece
(5) is either opened or closed as a function of the position of the switching element
(15), wherein the first tube (11) is an inner tube (11) for the control air (13),
and the second tube (12) is an outer tube (12), disposed so as to be substantially
concentric with the inner tube (11), for the liquid coolant (6) .
2. Coolant nozzle (1) according to Claim 1,
characterized in that
the first tube (11) and/or the second tube (12) are/is configured in multiple parts,
in particular are/is configured in multiple parts in such a manner that the parts
(11a, 11b, or 12a, 12b, respectively) thereof are capable of being screw-fitted or
welded to one another, respectively.
3. Coolant nozzle (1) according to at least the preceding claim,
characterized in that
a corrugated bellows (16) guides and seals the switching element (15), in particular
the control piston (15).
4. Coolant nozzle (1) according to at least the preceding claim,
characterized in that
the corrugated bellows (16) is disposed so as to be concentric on the inner tube (11),
in particular is disposed on a second part (11b) of the inner tube (11) that is configured
as a corrugated bellows detent (18), on account of which the corrugated bellows (16)
is capable of being guided axially relative to the inner tube (11), in particular
relative to the corrugated bellows detent (18).
5. Coolant nozzle (1) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
the mouthpiece (5) is configured so as to be releasably connected to the coolant nozzle
(1), in particular is configured so as to be screw-fittable (21).
6. Coolant nozzle (1) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
the infeed exit end (10) is configured as a mouthpiece receptacle (20) to which the
mouthpiece (5) is screw-fittable.
7. Coolant nozzle (1) according to at least one of the preceding claims, in particular
according to the preceding claim and/or according to Claim 4,
characterized in that
the infeed exit end (10), in particular the mouthpiece receptacle (20), is configured
as a valve seat (20) for a switching element (15) of the switchover valve (14), in
particular for the control piston (15) of the seat valve (14).
8. Coolant nozzle (1) according to at least the preceding claim,
characterized in that
a material of the switching element (15), in particular of the control piston (15),
and a material of the valve seat (20) are mutually adapted, in particular in that the valve seat (20) has a lesser hardness than the switching element (15), or in that the valve seat (20) has a greater hardness than the switching element (15), wherein
the part having the lesser hardness is in particular annealed.
9. Coolant nozzle (1) according to at least one of the preceding claims,
characterized by
a connector block (17) which is in particular screw-fittable to the infeed and which
in particular has a first connector (24) for the control air (13) and/or a second
connector (25) for the liquid coolant (6).
10. Coolant nozzle (1) according to at least the preceding claim,
characterized in that
the connector block (17) has a first conduit (26), the first connector (24) being
connectable to the first inner tube (11) of the infeed (8) while using said first
conduit (26), and/or has a second conduit (27), the second connector (25) being connectable
to the second tube (12) of the infeed (8) while using said second conduit (27).
11. Coolant nozzle (1) according to at least one of the preceding claims,
characterized in that
the infeed (8) is configured so as to be rectilinear, or is configured bent so as
to have at least one bend (23).
12. Cooling installation (50) for cooling a metallic strand (2) in a continuous casting
plant (3), having a plurality of nozzle units (40) which in the strand conveying direction
(51) are disposed in succession, in particular so as to extend transversely (52) to
the strand conveying direction (51), said nozzle units (40) having in each case at
least one first coolant nozzle (1, 41) according to at least one of the preceding
claims, and having in each case one second coolant nozzle (42) according to at least
one of the preceding claims.
13. Cooling installation (50) according to at least the preceding claim,
characterized in that
the first coolant nozzles (1, 41) of the plurality of nozzle units (40) are capable
of being supplied with the control air (13) by way of a first common control air infeed
(43), and/or the second coolant nozzles (1, 42) of the plurality of nozzle units (40)
are capable of being supplied with the control air (13) by way of a second common
control air infeed (44).
14. Cooling installation (50) according to at least the preceding claim,
characterized in that
the control air supply in the first common control air infeed (43) is controlled while
using a first control valve (45) that is disposed in the first common control air
infeed (43), and/or the control air supply in the second common control air infeed
(44) is controlled while using a second control valve (46) that is disposed in the
second common control air infeed (44).
1. Buse de réfrigérant (1) pour le refroidissement d'une barre métallique (2) dans une
installation de coulée continue (3) avec un embout (5) disposé à une extrémité de
sortie de buse (4), à travers lequel du réfrigérant liquide (6) peut sortir de la
buse de réfrigérant (1), comprenant
une amenée (8) conçue sous la forme d'un système de tube en tube (9), disposée en
amont de l'embout (5) dans la direction d'écoulement (7), avec une extrémité de sortie
d'amenée (10), à travers le premier tube (11) de laquelle de l'air de commande (13)
peut être approché de l'extrémité de sortie d'amenée (10) et à travers le deuxième
tube (12) de laquelle le réfrigérant liquide (6) peut être amené à l'embout (5) par
l'intermédiaire de l'extrémité de sortie d'amenée (10), et une soupape de commutation
(14) intégrée dans l'amenée (8), disposée à l'extrémité de sortie d'amenée (10), actionnable
de manière pneumatique au moyen de l'air de commande (13), dans laquelle la soupape
de commutation (14) est une soupape à siège avec un piston de commande conçu sous
la forme d'un élément de commutation (15), et le débit à travers la soupape de commutation
(14) pour la commande de l'amenée du réfrigérant liquide (6) dans l'embout (5) est
soit ouvert, soit fermé en fonction de la position de l'élément de commutation (15),
dans laquelle le premier tube (11) est un tube interne (11) pour l'air de commande
(13) et le deuxième tube (12) est un tube externe (12), disposé de manière essentiellement
concentrique par rapport au tube interne (11), pour le réfrigérant liquide (6).
2. Buse de réfrigérant (1) selon la revendication 1,
caractérisée
en ce que le premier tube (11) et/ou le deuxième tube (12) sont conçus / est conçu en plusieurs
parties, en particulier sont conçus / est conçu en plusieurs parties de telle sorte
que leurs parties (11a, 11b et/ou 12a, 12b) puissent être vissées ou soudées les unes
aux autres.
3. Buse de réfrigérant (1) selon au moins la revendication précédente,
caractérisée
en ce qu'un soufflet ondulé (16) guide et étanchéifie l'élément de commutation (15), en particulier
le piston de commande (15).
4. Buse de réfrigérant (1) selon au moins la revendication précédente,
caractérisée
en ce que le soufflet ondulé (16) est disposé de manière concentrique sur le tube interne (11),
en particulier est disposé sur une deuxième partie (11b) du tube interne (11) conçue
sous la forme d'une butée de soufflet ondulé (18), grâce à quoi le soufflet ondulé
(16) peut être guidé axialement par rapport au tube interne (11), en particulier à
la butée de soufflet ondulé (18).
5. Buse de réfrigérant (1) selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'embout (5) est raccordé de manière amovible à la buse de réfrigérant (1), en particulier
est conçu de manière à pouvoir être vissé (21).
6. Buse de réfrigérant (1) selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'extrémité de sortie d'amenée (10) est conçue sous la forme d'une prise d'embout
(20) sur laquelle l'embout (5) peut être vissé.
7. Buse de réfrigérant (1) selon au moins l'une des revendications précédentes, en particulier
selon la revendication précédente et/ou selon la revendication 4,
caractérisée
en ce que l'extrémité de sortie d'amenée (10), en particulier la prise d'embout (20), est conçue
sous la forme d'un siège de soupape (20) pour un élément de commutation (15) de la
soupape de commutation (14), en particulier pour le piston de commande (15) de la
soupape à siège (14).
8. Buse de réfrigérant (1) selon au moins la revendication précédente,
caractérisée
en ce qu'un matériau de l'élément de commutation (15), en particulier du piston de commande
(15), et un matériau du siège de soupape (20) sont adaptés l'un à l'autre, en particulier
en ce que le siège de soupape (20) présente une dureté plus faible que l'élément de commutation
(15) ou que le siège de soupape (20) présente une dureté plus élevée que l'élément
de commutation (15), dans laquelle la partie avec la dureté la plus faible est en
particulier recuite.
9. Buse de réfrigérant (1) selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisée par
un bloc de raccordement (17), en particulier vissable à l'amenée, lequel comprend
en particulier un premier raccordement (24) pour l'air de commande (13) et/ou un deuxième
raccordement (25) pour le réfrigérant liquide (6).
10. Buse de réfrigérant (1) selon au moins la revendication précédente,
caractérisée
en ce que le bloc de raccordement (17) comprend un premier passage (26) au moyen duquel (26)
le premier raccordement (24) peut être raccordé au premier tube interne (11) de l'amenée
(8), et/ou un deuxième passage (27) au moyen duquel (27) le deuxième raccordement
(25) peut être raccordé au deuxième tube (12) de l'amenée (8).
11. Buse de réfrigérant (1) selon au moins l'une des revendications précédentes,
caractérisée
en ce que l'amenée (8) est conçue rectiligne ou est conçue coudée, comprenant au moins un coude
(23).
12. Dispositif de refroidissement (50) pour le refroidissement d'une barre métallique
(2) dans une installation de coulée continue (3), comprenant plusieurs unités de buse
(40) disposées successivement dans la direction de transport de barre (51), en particulier
s'étendant transversalement (52) à la direction de transport de barre (51), avec respectivement
au moins une première buse de réfrigérant (1, 41) selon au moins l'une des revendications
précédentes et avec respectivement une deuxième buse de réfrigérant (42) selon au
moins l'une des revendications précédentes.
13. Dispositif de refroidissement (50) selon au moins la revendication précédente,
caractérisé
en ce que la première buse de réfrigérant (1, 41) des plusieurs unités de buse (40) peut être
alimentée en air de commande (13) par l'intermédiaire d'une première amenée d'air
de commande commune (43) et/ou la deuxième buse de réfrigérant (1, 42) des plusieurs
unités de buse (40) peut être alimentée en air de commande (13) par l'intermédiaire
d'une deuxième amenée d'air de commande commune (44).
14. Dispositif de refroidissement (50) selon au moins la revendication précédente,
caractérisé
en ce que l'alimentation en air de commande dans la première amenée d'air de commande commune
(43) est commandée au moyen d'une première soupape de commande (45) disposée dans
la première amenée d'air de commande commune (43) et/ou l'alimentation en air de commande
dans la deuxième amenée d'air de commande commune (44) est commandée au moyen d'une
deuxième soupape de commande (46) disposée dans la deuxième amenée d'air de commande
commune (44).