Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Nackenkissen oder Reisekissen. Solche
Kissen werden gerne auf Reisen zur Lagerung des Kopfes eingesetzt, häufig sind sie
u-förmig.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Das Gebrauchsmuster
DE 20 2016 004 221 offenbart eine Kapuze mit Nackenkissen, bei der das Nackenkissen aufblasbar ist.
Bei dieser Lösung erscheint die Kapuze als primäres Element. An der Kapuze ist eine
Öffnung zur Aufnahme des Nackenkissens vorgesehen. Dieses kann im nichtaufgeblasenen
Zustand in die Öffnung eingeführt werden. Innerhalb der Kapuze kann das Nackenkissen
ganz aufgeblasen werden und den Kopf stützen. Da das Nackenkissen von einer Kapuze
umschlossen wird, ist es von außen kaum oder gar nicht sichtbar.
[0003] US-Patent 7,657,945 offenbart ein Nackenkissen mit Kapuze, welches u-förmig ist. An der Außenseite des
U's ist eine Öffnung vorgesehen, durch die ein aufblasbares Kisseninnenteil in die
Umhüllung geführt werden kann. Gegenüberliegend ist an der Innenseite des U's eine
Kapuze vorgesehen. Für diese Kapuze ist jedoch keine Aufbewahrung vorgesehen.
[0004] Das Gebrauchsmuster
DE 20 2016 001161U1 offenbart eine Nackenunterlage für die stabile Lagerung des Kopfes. Die Nackenunterlage
hat eine im Wesentlichen rollenförmige Ausgestaltung und ist im Inneren mit einer
Kapuze ausgestattet. Die Kapuze kann durch eine Öffnung herausgenommen werden.
[0005] Das Gebrauchsmuster offenbart, dass die Nackenunterlage durch das Öffnen eines Reißverschlusses
herausgenommen werden kann und dass zusätzlich zum Teilgegenstück des Reißverschlusses
entlang der äußeren Umrandung der Kapuze in der inneren Umrandung der Kapuze ein alternatives
(Teil-)Gegenstück des Reißverschlusses angebracht ist, um den Reißverschluss trotz
geöffneter Kapuze wieder schließen zu können.
[0006] Dieses Konzept erlaubt die Entnahme der Kapuze und durch eine mit einem Reißverschluss
ausgestattete Öffnung. Ferner ist es möglich, nach Entnahme der Kapuze diesen Reißverschluss
zum Teil weiter zu benutzen, nämlich durch die Verbindung mit einem Teilgegenstück.
Zu diesem Zweck aber ist es erforderlich, dass der Reißverschluss so gestaltet ist,
dass seine beiden Bänder voneinander gelöst werden können. Ferner dementsprechend
sind die beiden Gegenstücke mit geeigneten Steckteilen zu versehen, welche alternativ
mit dem Schieber des Reißverschlusses verbunden werden können. Dies erfordert ein
aufmerksames Einfädeln.
[0007] Gerade dem müden Reisenden kann dies schwerfallen. Im Übrigen wird dadurch die Wahl
des Reißverschlusses beschränkt, preiswertere Reißverschlüsse ohne Steckteil können
nicht verwendet werden. Insbesondere können keine an sich zweckmäßigen Reißverschlüsse
verwendet werden, bei denen beide Bänder, etwa durch ein Endteil, fest verbunden sind.
Dies ist oft bei Reißverschlüssen der Fall, welche keine separaten Ketten oder Zähne
aufweisen, sondern welche ineinander schließenden Spiralen (in der Regel in Helixform)
verwenden. Gerade solche Reißverschlüsse sind aber sehr preiswert.
[0008] Im Übrigen haben Reißverschlüsse mit ineinander schließenden Spiralen den Vorteil,
dass sie aus einem weichen Kunststoffmaterial hergestellt werden können. Die Spiralen
weisen im Übrigen konstruktionsbedingt keine so scharfen Kanten auf, wie dies bei
Reißverschlüssen mit separaten Ketten oder Zähnen der Fall ist, sogar dann, wenn solche
Zähne ebenfalls aus Kunststoff gefertigt werden. Reißverschlüsse mit ineinander schließenden
Spiralen den Vorteil können bei der vorliegenden Erfindung ggf. auch als Ersatzteil
eingesetzt werden.
Beschreibung
[0009] Ein Reisekissen im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst eine äußere Hülle und
eine Kissenfüllung. Beides kann so gestaltet sein, wie bei üblichen Kissen auch, welche
also durchaus als Reisekissen in Betracht kommen.
[0010] Diese Hülle kann einlagig oder mehrlagig sein. Sie dient im Wesentlichen als Kissenüberzug,
der dem Kissen eine gewisse Form gibt, einen gewissen Halt gibt, und auch seine äußere
Erscheinung prägt. Demgemäß kann der Kissenüberzug auch farbig gestaltet oder bedruckt
sein.
[0011] Für die äußere Hülle empfiehlt sich allgemein eine Stoffbahn oder ein ähnliches Textilmaterial,
bei der Verwendung von Reisekissen haben synthetische Fasern Vorteile, wobei eine
auch fellartige Oberfläche beliebt ist. Die äußere Hülle des Reisekissens kann beispielsweise
aus einem Fleece hergestellt werden. Für einzelne Anwendungen ist ein wasserdichter
oder wasserfester Kissenüberzug zweckmäßig.
[0012] Bei der Kissenfüllung kommen grundsätzlich Federn in Frage, bevorzugt sind aber Schaumstoffmaterialien,
beispielsweise offen-porige oder geschlossenporige Schaumstoffe.
[0013] Das vorliegende Reisekissen soll auch eine Kapuze umfassen. Diese Kapuze ist in einem
Aufnahmeraum lagerbar und soll aus dem Aufnahmeraum entnehmbar sein. Zur Entnahme
aus dem Aufnahmeraum ist eine Öffnung in der äußeren Hülle vorgesehen.
[0014] Der Aufnahmeraum kann eine Ausnehmung im Material der Kissenfüllung sein. Beispielsweise
kann in einem Schaumstoffmaterial ein Hohlraum oder eine Art Höhle vorgesehen sein,
welche die Kapuze aufnehmen kann. Der Aufnahmeraum kann sich auch dadurch ergeben,
dass die äußere Hülle mehr Raum bietet als die Kissenfüllung, also Kissenfüllung und
Aufnahmeraum umschließt.
[0015] Die Öffnung, durch welche die Kapuze aus dem Aufnahmeraum entnommen werden kann,
soll durch einen Reißverschluss verschlossen werden können. Dies ist im Sinne der
vorliegenden Erfindung der erste Reißverschluss. Der Erfindung nach soll zusätzlich
ein zweiter Reißverschluss vorgesehen sein, der es erlaubt, bei entnommener Kapuze
die Öffnung zumindest teilweise wieder zu verschließen.
[0016] Das Vorsehen eines zweiten Reißverschlusses hat also den Vorteil, dass die Öffnung
während der Nutzung der Kapuze nicht offen bleiben muss. Daher wird beispielsweise
ein Verschmutzen der Kissenfüllung vermieden. Ferner erlaubt es der zweite Reißverschluss,
die äußere Hülle auch bei entnommener Kapuze besser an die Kissenfüllung anzupassen.
Bei geschlossenem zweiten Reißverschluss sitzt sie in der Regel strammer. Daher kann
durch den zweiten Reißverschluss eine vorteilhafte Nutzkonfiguration des Kissens erreicht
werden. Er trägt auch dazu bei, dass das Kissen auch bei entnommener Kapuze formstabil
bleibt.
[0017] Es ist zweckmäßig, dass der erste Reißverschluss einen ersten Reiter und der zweite
Reißverschluss einen zweiten Reiter aufweist. Dabei ist der zweite Reiter ein separates
vom ersten Reiter vollständig unabhängiges Bauteil. Es ist ebenfalls zweckmäßig, wenn
der erste Reiter die zwei Bänder des ersten Reißverschlusses verbindet. Es ist ferner
zweckmäßig, wenn der erste Reiter von diesen beiden Bändern nicht lösbar ist. Es ist
ebenso zweckmäßig, wenn der zweite Reißverschluss zwei Bänder und einen zweiten Reiter
aufweist. Ebenfalls zweckmäßig ist es, wenn der zweite Reiter nicht von den Bändern
des zweiten Reißverschlusses lösbar ist.
[0018] Im Rahmen der Erfindung wurde es als vorteilhaft erkannt, wenn der erste Reiter den
ersten Reißverschluss in einer ersten Richtung schließt und der zweite Reiter den
zweiten Reißverschluss in einer zweiten Richtung schließt, wobei die zweite Richtung
entgegengesetzt orientiert zur ersten Richtung ist. Die beiden Reißverschlüsse öffnen
und schließen also gegenläufig.
[0019] Es ist ebenfalls zweckmäßig, wenn die Öffnung so angeordnet ist, dass die Füllung
durch diese Öffnung zugänglich ist. Die Öffnung muss nicht mehr als eine Öffnung zum
Aufnahmeraum sein. Es ist durchaus denkbar und kann im Einzelfall auch zweckmäßig
sein, wenn die Kissenfüllung vollständig getrennt vom Aufnahmeraum ist, beispielsweise
kann dazu eine Zwischenwand vorgesehen sein. Es ist allerdings häufig zweckmäßig,
wenn man die Kissenfüllung entnehmen kann, dies kann etwa zum Waschen der Kissenfüllung
entstehen. Ferner könnte in Frage kommen, dass Füllmaterial aufgefüllt werden soll,
wie dies beispielsweise bei einer Federfüllung der Fall ist. Zu diesen Zwecken könnte
eine zusätzliche Öffnung vorgesehen werden. Es ist aber zweckmäßiger, wenn die zur
Entnahme der Kapuze vorgesehene Öffnung auch als Öffnung dient, durch welche die Füllung
zugänglich ist.
[0020] Es kann zweckmäßig sein, wenn der Innenraum des Kissens, der für die Füllung vorgesehen
ist, auch zugleich Aufnahmeraum zur Aufnahme der Kapuze ist. Alternativ kann es sinnvoll
sein, wenn im Füllmaterial eine Ausnehmung vorgesehen ist, in der als Aufnahmeraum
die Kapuze gelagert werden kann. Dies ist besonders bei einem festen Füllmaterial
zweckmäßig, dessen Außenseiten Wände für den Aufnahmeraum abgeben können. Dies gilt
insbesondere für Schaumstoff als Füllmaterial.
[0021] Es ist zweckmäßig, wenn die Bänder der Reißverschlüsse in bestimmten Lagen vorgesehen
werden. So ist es zweckmäßig, wenn das erste Band des ersten Reißverschlusses an der
Oberkante der Öffnung angeordnet ist, und das zweite Band des ersten Reißverschlusses
an der Unterkante angeordnet ist. Die Bänder lassen sich grundsätzlich innen am Material
der äußeren Hülle anbringen oder außen an der äußeren Hülle. Es ist aber in aller
Regel zweckmäßig, wenn die Bänder innen angebracht sind.
[0022] Es ist zweckmäßig, die Kapuze im Bereich der Unterkante der Öffnung mit der äußeren
Hülle zu verbinden. Die Kapuze wird in der Regel mit der äußeren Hülle vernäht. Dabei
kann die Kapuze außen auf die äußere Hülle oder innen auf die äußere Hülle angesetzt
werden. In der Regel ist es zweckmäßig, die Kapuze innen auf die äußere Hülle aufzusetzen.
[0023] Der zweite Reißverschluss weist zweckmäßigerweise ein drittes Band und ein viertes
Band auf. Das dritte Band wird zweckmäßigerweise an der Oberkante der äußeren Hülle
vorgesehen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das dritte Band an der Innenseite der äußeren
Hülle befestigt wird. Damit läuft das dritte Band also im Wesentlichen parallel zum
ersten Band. Das erste Band wird dabei zweckmäßigerweise oberhalb des dritten Bandes
anordnet.
[0024] Das vierte Band kann im Wesentlichen entlang der Unterkante der äußeren Hülle verlaufen.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn das vierte Band an der Innenseite der Kapuze vorgesehen
wird. Das vierte Band verläuft vorteilhafterweise entlang der Verbindungslinie oder
der Naht, mit der die Kapuze mit der äußeren Hülle verbunden wird. Das vierte Band
kann zugleich benachbart zur Unterseite verlaufen. Es ist vorteilhaft, wenn das vierte
Band nahe der Unterkante der Öffnung angeordnet ist, vorzugsweise in weniger als 1
cm Abstand.
[0025] Sowohl die Kapuze als auch die äußere Hülle des Kissens werden zweckmäßigerweise
nach einem Schnittmuster aus mehreren Schnittteilen erstellt. Vorteilhaft ist dabei,
wenn die Kapuze mit einer geraden Unterkante geschnitten ist. Diese lässt sich besonders
gut mit dem Kissen, in der Regel also mit seiner äußeren Hülle verbinden. Es genügt
dabei, wenn ein zentraler Abschnitt der Unterkante mit der Kissenhülle verbunden ist.
Ein erster und zweiter Abschnitt außerhalb des zentralen Abschnittes müssen nicht
mit der Kissenhülle verbunden sein. Diese Abschnitte können also lose bleiben. Dabei
dienen die beiden Abschnitte sozusagen als linke und rechte Zunge. In dieser Weise
kann sich die Kapuze dem Kopf besser anpassen. Wenn die Kapuze mit einer Kordel ausgestattet
wird, ist diese Kordel im Bereich der Zungen auch besser greifbar.
[0026] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird allgemein ein u-förmiges Reisekissen bevorzugt.
Dieses u-förmige Reisekissen weist dann einen linken Schenkel, einen rechten Schenkel
und Mittelteil oder Nackenteil auf. Die Kapuze ist dann vorzugsweise am Mittelteil
angebracht. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Kapuze außen, also an der von dem linken
und rechten Schenkel abgewandten Seite des Kissens vorgesehen ist. Ferner ist es zweckmäßig,
wenn die Kapuze unterhalb einer zentralen Mittelebene des Kissens vorgesehen ist.
Die Kapuze muss jedoch nicht weit unterhalb der Mittelebene vorgesehen sein, typischerweise
in einem Abschnitt von 1-3 cm von der Mittelebene.
[0027] Gerade bei einem solchen u-förmigen Reisekissen ist es vorteilhaft, wenn die äußere
Hülle aus mindestens zwei Zuschnittelementen besteht, welche mit mindestens einer
Naht verbunden sind. Dabei kann ein Zuschnittelement für die Oberseite des Kissens
verwendet werden und ein Zuschnittelement für die Unterseite des Kissens verwendet
werden. Dementsprechend verläuft die Naht in der Nähe der zentralen Mittelebene des
Kissens. Sie kann beispielsweise umlaufend von der Außenseite des Mittelteils entlang
dem rechten Schenkel sich zur Innenseite des rechten Schenkels, dann zur Innenseite
des Mittelteils, zur Innenseite des linken Schenkels, zum linken Horn, und dann zur
Außenseite des linken Schenkels erstrecken. Es ist zweckmäßig, wenn die Öffnung in
der Naht zwischen den zwei Zuschnittelementen vorgesehen ist.
[0028] Es ist ebenfalls zweckmäßig, wenn die Kapuze aus zwei Zuschnittelementen gefertigt
wird. Dabei kann eine mittige Längsnaht vorgesehen werden. Dann bestehen die linke
Hälfte der Kapuze aus einem Zuschnittelement und die rechte Hälfte der Kapuze aus
einem anderen Zuschnittelement. In dieser Weise lässt sich leicht ein zweckmäßiger
Kapuzenschnitt erzeugen. Die Mittelnaht kann zur Befestigung der Kapuze an dem Kissenteil
dienen und erlaubt eine besonders stabile Verbindung zwischen beiden.
[0029] Weitere Merkmale, aber auch Vorteile der Erfindung, ergeben sich aus den nachfolgend
aufgeführten Zeichnungen und der zugehörigen Beschreibung. In den Abbildungen und
in den dazugehörigen Beschreibungen sind Merkmale der Erfindung in Kombination beschrieben.
Diese Merkmale können allerdings auch in anderen Kombinationen von einem erfindungsgemäßen
Gegenstand umfasst werden. Jedes offenbarte Merkmal ist also auch als in technisch
sinnvollen Kombinationen mit anderen Merkmalen offenbart zu betrachten. Die Abbildungen
sind teilweise leicht vereinfacht und schematisch.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Darstellung des Reisekissens von vorne
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Darstellung des Reisekissens von hinten
- Fig. 3
- zeigt eine Darstellung des Reisekissens von hinten, bei dem die Kapuze teilweise aus
dem Innern entnommen wurde
- Fig. 4
- zeigt aus gleichem Blickwinkel das Reisekissen mit Kapuze bei teilweise verschlossener
Öffnung
- Fig. 5
- zeigt die einsatzbereite Kapuze aus einem Blickwinkel ähnlich zu Fig. 4
- Fig.6
- zeigt das Reisekissen mit Kapuze in einer Nutzungskonfiguration
[0030] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Reisekissen 10 in perspektivischer Ansicht. Das
Reisekissen hat im Wesentlichen eine U-Form. Dementsprechend weist es einen rechten
Schenkel 12 und einen linken Schenkel 14 auf. (Die Schenkel sind so bezeichnet, wie
sie der Träger beim Nutzen des Kissens sieht.) Die beiden Schenkel sind durch das
Mittelteil 16 verbunden. Das Kissen weist eine Oberseite 18 und eine Unterseite 20
auf. Der rechte Schenkel 12 endet im rechten Horn 22, und der linke Schenkel 14 endet
im linken Horn 24. Eine zweckmäßige Form der Schenkel und Hörner wird durch die Kontourlinie
K angedeutet. Entlang dieser Kontourlinie kann auch eine Naht verlaufen.
[0031] Am rechten Horn 22 ist eine Schließschlaufe 26 vorgesehen. Diese kann mit der Öse
28 am linken Horn 24 verbunden werden. So kann das u-förmige Kissen um den Nacken
gelegt und vorne verschlossen werden, damit es etwa auf einer Reise den Hals besonders
gut stützt.
[0032] Fig. 2 ist eine weitere perspektivische Darstellung des Reisekissens 10 aus entgegengesetzter
Blickrichtung, also von hinten. Man erkennt, dass an der Rückseite des Mittelteils
16 ein erster Reißverschluss 30 vorgesehen ist. Dieser umfasst insbesondere einen
ersten Reiter 32.
[0033] Fig. 3 zeigt das Reisekissen aus einer perspektivischen Ansicht, bei der die Blickrichtung
ähnlich gewählt ist wie in Fig. 2. Diesmal ist der erste Reißverschluss 30 jedoch
geöffnet, dementsprechend befindet sich der erste Reiter 32 nicht auf der linken Seite,
sondern auf der rechten Seite, also angrenzend an den rechten Schenkel 12. In dieser
Konfiguration des Kissens kann man den zweiten Reiter 34 erkennen. Er gehört zu einem
zweiten Reißverschluss. Dieser ist hinter dem ersten Reißverschluss 30 angeordnet,
so dass er in Fig. 2 durch diesen verdeckt wird. Man erkennt ferner das erste Band
36 des ersten Reißverschlusses und gegenüberliegend das zweite Band 38 des ersten
Reißverschlusses. Auch beim zweiten Reißverschluss erkennt man das erste Band 40,
welches parallel zum ersten Band 36 verläuft, und auch das zweite Band 42 des zweiten
Reißverschlusses. Das Öffnen des ersten Reißverschlusses 30 hat in der äußeren Hülle
44 die Öffnung 46 erzeugt. Durch diese Öffnung 46 ist nun die Schaumstofffüllung 48
des Kissens erkennbar. Ebenfalls ist erkennbar, dass die Schaumstofffüllung einen
Aufnahmeraum 52 aufweist, der die Kapuze 50 aufnehmen kann. Der Aufnahmeraum hat eine
breite schlitzartige Öffnung.
[0034] Wenn diese Öffnung des Aufnahmeraums 52 zwei parallel verlaufenden Kanten umfasst,
ist dies allgemein erfindungsgemäß und erlaubt einen guten Zugriff auf die Kapuze
50. Es ist ebenfalls allgemein erfindungsgemäß, wenn der Aufnahmeraum 52 eine Deckenfläche
umfasst, die einen ebenen Abschnitt umfasst.
[0035] Die Kapuze 50 ist ein Bestandteil des erfindungsgemäßen Reisekissens und ist im Wesentlichen
aus dem Aufnahmeraum entnommen.
[0036] Fig. 4 zeigt eine weitere perspektivische Darstellung. In dieser Darstellung ist
die Öffnung 46 in der äußeren Hülle 44 teilweise verschlossen. Zu diesem Zweck ist
der zweite Reiter 34 in eine mittlere Position verschoben. Es ist offensichtlich,
dass bei weiterem Verschieben des zweiten Reiters 34 auf den ersten Reiter 32 zu,
welcher in seiner rechten Endstellung bleiben kann, die Öffnung 46 wieder ganz verschlossen
werden kann. Dies geschieht mit dem zweiten Reißverschluss 56. Man erkennt in dieser
Darstellung auch gut die Verbindungsnaht 54, mit der die Kapuze unterhalb des zweiten
Bandes des zweiten Reißverschlusses 42 mit der äußeren Hülle 44 des Kissens verbunden
ist.
[0037] Fig. 5 zeigt das Reisekissen in einer perspektivischen Darstellung, ähnlich zu Fig.
4. In dieser Darstellung ist jedoch die Kapuze 50 vollständig entnommen und gebrauchsbereit.
Die Kapuze umfasst einen linken Teil 58 und einen rechten Teil 60. Beide sind durch
eine mittig verlaufende Naht 62 verbunden. Die Kapuze 50 weist im Übrigen eine Kordel
64 auf. Auf eine solche Kordel kann bei anderen Ausführungsformen auch ohne weiteres
verzichtet werden. An den beiden Enden der Öffnung 44 ist die Kapuze 50 nicht mit
dem Mittelteil 16 des Kissens 10 verbunden. Hier bildet die Kapuze eine rechte Zunge
66 und eine linke Zunge 68 aus. Diese sind frei gegenüber dem Kissenteil beweglich.
In dieser Weise lassen sich die Kapuze 50 und insbesondere die Kordelenden 70 gut
greifen, wenn sie im Kordelkanal 72 geführt werden.
[0038] Fig. 6 zeigt das erfindungsgemäße Reisekissen 10 in einem Gebrauchszustand. Dabei
werden die beiden Schenkel, also der rechte Schenkel 12 und der linke Schenkel 14
um den Nacken gelegt. Die Schließschlaufe 26 kann zur Verbindung mit der Öse 28 verwendet
werden, dies muss aber nicht erfolgen und ist in der vorliegenden Konfiguration auch
nicht erfolgt. Die Kapuze 50 kann nach der Entnahme aus der Kissenhülle 44 bequem
um den Kopf eines Nutzers gelegt werden.
[0039] Insgesamt erkennt man, wie sich ein zweckmäßiges Reisekissen mit Kapuze fertigen
lässt, welches sowohl mit Kapuze als auch ohne Kapuze gut verwendet werden kann.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- Nackenkissen / Reisekissen
- 12
- rechter Schenkel
- 14
- linker Schenkel
- 16
- Mittelteil
- 18
- Oberseite
- 20
- Unterseite
- 22
- rechtes Horn
- 24
- linkes Horn
- 26
- Schließschlaufe
- 28
- Öse
- K
- Konturlinie
- 30
- erster Reißverschluss
- 32
- erster Reiter
- 34
- zweiter Reiter
- 36
- erstes Band des ersten Reißverschlusses
- 38
- zweites Band des ersten Reißverschlusses
- 40
- erstes Band des zweiten Reißverschlusses
- 42
- zweites Band des zweiten Reißverschlusses
- 44
- äußere Hülle
- 46
- Öffnung
- 48
- Schaumstofffüllung
- 50
- Kapuze
- 52
- Aufnahmeraum
- 54
- Verbindungsnaht mit der Kapuze
- 56
- zweiter Reißverschluss
- 58
- linker Teil / Schnittteil der Kapuze
- 60
- rechter Teil / Schnittteil der Kapuze
- 62
- Naht
- 64
- Kordel
- 66
- rechte Zunge der Kapuze
- 68
- linke Zunge der Kapuze
- 70
- Kordelkanal
1. Reisekissen (10), welches eine äußere Hülle (44) und eine Kissenfüllung (48) umfasst,
und bei welchem ferner eine Kapuze (50) vorgesehen ist, wobei die Kapuze (50) in einem
Aufnahmeraum lagerbar ist und aus diesem Aufnahmeraum (52) entnehmbar ist, wobei ferner
in der äußeren Hülle (44) eine Öffnung (46) vorgesehen ist, durch welche die Kapuze
(50) aus dem Aufnahmeraum (52) entnommen werden kann und wobei diese Öffnung (46)
durch einen Reißverschluss (30) verschlossen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Reißverschluss (56) vorgesehen ist, der bei entnommener Kapuze (50) die
Öffnung (46) zumindest teilweise wieder verschließt.
2. Reisekissen (10) nach Anspruch 1, bei dem der erste Reißverschluss (30) einen ersten
Reiter (32) und der zweite Reißverschluss (56) einen zweiten Reiter (34) aufweist.
3. Reisekissen (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei dem der erste Reiter (32) zwei
Bänder (36, 38) des ersten Reißverschlusses verbindet und von diesen beiden Bändern
(36, 38) nicht lösbar ist.
4. Reisekissen (10) nach einem der vorgehenden Ansprüche, bei dem der erste Reiter (32)
den ersten Reißverschluss (30) in einer ersten Richtung schließt und der zweite Reiter
(34) den zweiten Reißverschluss (56) in einer zweiten Richtung schließt und die zweite
Richtung entgegengesetzt orientiert zur ersten Richtung ist.
5. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches mit Schaumstoff
gefüllt wird.
6. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem in der Schaumstofffüllung
(48) eine Ausnehmung vorgesehen ist, die der Kapuze (50) als Aufnahmeraum (52) dienen
kann.
7. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem bei dem die Öffnung
(44) eine Oberkante und eine Unterkante aufweist und die Kapuze (50) im Bereich zur
Unterkante mit der äußeren Hülle verbunden ist.
8. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste Reißverschluss
(30) ein erstes Band (36) und ein zweites Band (38) aufweist und bei dem die Öffnung
(44) eine Oberkante und eine Unterkante aufweist und das erste Band (36) an der Oberkante
der Öffnung (44) angeordnet ist und das zweites Band (38) an der Unterkante der Öffnung
(44) angeordnet ist.
9. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der zweite Reißverschluss
(56) ein drittes Band (40) und ein viertes Band (46) aufweist.
10. Reisekissen (10) nach dem vorhergehenden Anspruch, bei dem das dritte Band an der
Oberkante der Öffnung (46) vorgesehen ist.
11. Reisekissen (10) nach Anspruch 13 oder 14, bei dem das dritte Band (40) an der Innenseite
der äußeren Hülle (44) befestigt ist.
12. Reisekissen (10) nach Anspruch 13, 14 oder 15, bei dem das vierte Band (42) an der
Innenseite der Kapuze (50) vorgesehen ist.
13. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Kapuze (50)
mit einer geraden Unterkante geschnitten ist und ein zentraler Abschnitt der Unterkante
mit der äußeren Hülle (44) verbunden ist, ein erster Abschnitt und ein zweiter Abschnitt
der Unterkante jedoch nicht mit der äußeren Hülle (44) verbunden sind.
14. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches u-förmig ist und
einen rechten Schenkel (12), einen linken Schenkel (14) und ein Mittelteil (16) aufweist,
wobei die Kapuze (50) am Mittelteil (16) angebracht ist.
15. Reisekissen (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die äußere Hülle
(44) aus mindestens zwei Zuschnittelementen besteht, welche mit mindestens einer Naht
verbunden sind und die Öffnung in der Naht vorgesehen ist.