[0001] Die Erfindung betrifft eine Staubsaugerbodendüsenanordnung umfassend ein Gehäuse
mit einem an eine Saugluftführung angeschlossenen Saugkanal und ein erstes unterseitig
an dem Gehäuse angeordnetes und eine erste Gleitsohle sowie einen mit dem Saugkanal
verbundenen Saugmund aufweisendes Unterteil.
[0002] Staubsaugerbodendüsen stehen in Kontakt mit einer zu reinigenden Bodenfläche und
lenken einen in das System des Staubsaugers eintretenden Saugluftstrom. Hierdurch
sind sie im erheblichen Maße mit für die Reinigungswirkung verantwortlich, da die
lokalen Strömungs- und Druckverhältnisse maßgeblich für die Menge an Schmutz sind,
welcher mit dem Saugluftstrom abgetragen werden kann. Dabei können besondere Ausgestaltungen
der Staubsaugerdüse auch die Ablösung von an der Bodenfläche anhaftendem Schmutz befördern.
[0003] Die von Staubsaugern zu reinigenden Bodenflächen weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften
auf. So ist eine Trockenreinigung durch Haushaltsstaubsauger insbesondere bei glatten
Hartböden (beispielsweise Parkett, Kunststoffbeläge etc.), gefugten Hartböden (beispielsweise
Fliesen) und unterschiedlichen Härtearten von textilen Bodenbelägen üblich. Selbst
innerhalb der textilen Bodenbeläge ergeben sich unterschiedliche Eigenschaften bezüglich
der Kompressibilität und Luftdurchlässigkeit beispielsweise zwischen kurz- und langflorigen
Teppichen. Zur Erzielung eines optimalen Reinigungsergebnisses ist daher auch immer
eine Anpassung der Staubsaugerbodendüse an den spezifischen Bodenbelag erforderlich.
Dies gilt insbesondere dann, wenn - beispielsweise aufgrund von Energiesparvorschriften
oder bei einer Portabilität des Staubsaugers nur eine geringe Saugleistung zur Verfügung
steht.
[0004] Vor diesem Hintergrund hat sich bei Staubsaugerbodendüsen in der Vergangenheit eine
zunehmende Spezialisierung auf Typen und Subtypen des Fußbodenbelags etabliert. Dabei
ist es einerseits bekannt, Staubsaugerbodendüsen durch bewegliche Funktionsgruppen
zwischen unterschiedlichen Funktionsstellungen verstellbar auszugestalten. Beispielsweise
können Dicht- und/oder Stützelemente in abgesenkte bzw. angehobene Positionen verfahren
werden, um den Bodenkontakt der Staubsaugerbodendüse zu steuern und gleichzeitig den
einströmenden Saugluftstrom zu formen. Die Verstellmöglichkeiten in Bezug auf die
Form des Saugmundes sind jedoch sehr begrenzt oder nur mit überproportionalem technischen
Aufwand umzusetzen.
[0005] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, für verschiedene Einsatzszenarien verschiedene,
im Wesentlichen nicht einstellbare, Staubsaugerdüsentypen vorzuhalten. Hierbei ist
eine besonders gute Anpassung an den jeweiligen spezialisierten Einsatzzweck möglich.
Insbesondere lässt sich bei verschiedenen Staubsaugerdüsen die Form des gesamten Düsenkörpers,
des Saugmundes und der Unterseite stark variieren. Hier ist jedoch von Nachteil, dass
bei verschiedenen Staubsaugerdüsen der Material- und Produktionsaufwand erheblich
ansteigt. Auch müssen die unterschiedlichen Düsen vom Benutzer gelagert und im Benutzungsfall
mitgeführt werden, damit ein bedarfsgerechter Austausch erfolgen kann.
[0006] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Anpassung einer Staubsaugerbodendüse an unterschiedliche Fußbodenbelagstypen zu ermöglichen.
Hierbei soll insbesondere die Material- und Platzeffizienz gewahrt bleiben.
[0007] Gegenstand der Erfindung und Lösung dieser Aufgabe ist eine Staubsaugerbodendüsenanordnung
gemäß Anspruch 1. Bevorzugte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Ausgehend von der gattungsgemäßen Staubsaugerbodendüsenanordnung ist das erste Unterteil
erfindungsgemäß mit dem Gehäuse zur Bildung einer Staubsaugerbodendüse in einer ersten
Konfiguration lösbar verbunden. Die Staubsaugerbodendüsenanordnung weist ferner ein
zweites Unterteil mit einer zweiten Gleitsohle und mit einem zweiten Saugmund auf.
Das zweite Unterteil weist gegenüber dem ersten Unterteil eine abweichende Geometrie
auf und ist im Austausch mit dem ersten Unterteil unter Bildung einer Staubsaugerbodendüse
in einer zweiten Konfiguration an dem Gehäuse lösbar befestigbar. Dabei ist der zweite
Saugmund mit dem Saugkanal verbunden.
[0009] Der jeweilige Saugmund und die jeweilige Gleitsohle sind dabei Teil des Entsprechenden
Unterteils. Insbesondere kann das erste bzw. zweite Unterteil im Wesentlichen als
Formteil ausgebildet sein, bei dem zumindest ein Teil der Unterseite die entsprechende
Gleitsohle bildet und der entsprechende Saugmund durch eine unterseitige Öffnung gebildet
wird. Das Formteil kann insbesondere einstückig -etwa durch Spritzguss- hergestellt
sein. An dem Formteil können Anbauteile -wie insbesondere Fadenheber- vorgesehen sein.
[0010] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, eine weitgehende Anpassung der Staubsaugergeometrie
vorzunehmen, ohne hierbei eine komplette zweite Staubsaugerdüse anfertigen, lagern
und mitführen zu müssen. So ist es insbesondere auch bei einem einzigen Staubsaugerdüsengehäuse
möglich, Anpassung vorzunehmen, welche sich auf die Geometrie und Ausgestaltung des
Saugmundes und der Gleitsohle beziehen. Unterschiede hierbei sind einerseits sehr
schwierig durch mechanische Verstellung umzusetzen und andererseits von größerer Bedeutung
insbesondere bei der Differenzierung zwischen unterschiedlichen textilen Bodenbelägen.
So weist beispielsweise ein kurzfloriger Industrieteppich eine höhere mechanische
Tragkraft und geringere Luftdurchlässigkeit als ein hochfloriger Wohnraumteppich auf.
Die erfindungsgemäße Lehre ist insbesondere dann von Vorteil, wenn besonders viel
unterschiedliche Arten von Bodenbelägen mit höchstmöglicher Effizienz und Gründlichkeit
gereinigt werden müssen, wie beispielsweise bei der kommerziellen Gebäudereinigung.
Aber auch im privaten Bereich beim Einsatz auf unterschiedlichen Fußbodentypen liefert
die erfindungsgemäße Staubsaugerbodendüsenanordnung einen erheblichen Mehrwert. Die
erfindungsgemäße Staubsaugerbodendüsenanordnung ist insbesondere für die Trockenreinigung
vorgesehen.
[0011] In einer bevorzugten Ausgestaltung weisen die erste Gleitsohle des ersten Unterteils
und/oder die zweite Gleitsohle des zweiten Unterteils eine in der Arbeitsrichtung
vor dem Saugmund angeordnete Aufgleitschräge und eine in der Arbeitsrichtung hinter
dem Saugmund angeordnete Abgleitschräge auf. Diese können dann besonders einfach in
ihrer Ausprägung, Position und Formgebung durch einen Austausch des ersten Unterteils
gegen das zweite Unterteil variiert werden.
[0012] Vorzugsweise weist die Aufgleitschräge des ersten Unterteils und/oder des zweiten
Unterteils eine Breite von zumindest 15 mm auf und ist gegenüber der Horizontalen
um einen Winkel zwischen 5° und 15° geneigt.
[0013] Zweckmäßigerweise weist die Abgleitschräge des ersten Unterteils und/oder des zweiten
Unterteils eine Breite von zumindest 25 mm auf und ist gegenüber der Horizontalen
um einen Winkel zwischen 3° und 10° geneigt.
[0014] Vorzugsweise macht das erste Unterteil zumindest 50 % der Fläche der Unterseite der
Staubsaugerbodendüse in der ersten Konfiguration und/oder das zweite Unterteil zumindest
50 % der Staubsaugerbodendüse gemäß der zweiten Konfiguration auf. Dadurch, dass zumindest
die Hälfte der Unterseite austauschbar ist, lässt sich mit einfachen Mitteln eine
besonders weitreichende Umgestaltung des Düsenkörpers insbesondere dessen Unterseite
erzielen. Vorzugsweise macht das erste Unterteil und/oder das zweite Unterteil zumindest
90 %, insbesondere zumindest 95 %, ganz bevorzugt im Wesentlichen die gesamte Unterseite
der Staubsaugerbodendüse aus. Hierbei können ein übergreifender Rand des Gehäuses,
sowie Bereiche mit absenkbaren Dicht- und/oder Stützelementen außer Betracht bleiben.
Je größer die ausgetauschte Fläche an der Unterseite des Gehäuses ist, desto größer
ist die Gestaltungsfreiheit und die Anpassungsmöglichkeit der Staubsaugerbodendüse
in der ersten bzw. zweiten Konfiguration.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung macht der Saugmund
maximal die Hälfte, vorzugsweise maximal 30 bis 45 % der Fläche der Unterseite des
ersten Unterteils und/oder des zweiten Unterteils aus. Das Unterteil soll somit ausdrücklich
auch andere wesentliche Funktionseinheiten wie einen Gleitbereich und/oder eigene
separate Abstützelemente aufweist.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Saugmund des ersten Unterteils
eine größere Querschnittsfläche als der Saugmund des zweiten Unterteils auf. Durch
die Variation des freien Strömungsquerschnittes kann die Saugkraft Wirkung bei einem
geringeren Querschnitt auf einen kleineren Bereich konzentriert werden, wobei auch
höhere Strömungsgeschwindigkeiten auftreten. Dies ist insbesondere bei der Verwendung
auf besonders langflorigen Teppichen von Vorteil, damit der Saugluftstrom auch tief
in das textile Material eindringen kann. Gleichzeitig belässt ein kleinerer Saugmund
eine größere zur Abstützung geeignete Gleitfläche an dem Unterteil, so dass die gebildete
Staubsaugerbodendüse in den weicheren Langflor-Teppich weniger tief einsinkt.
[0017] In einer weiteren alternativen Ausgestaltung kann jedoch vorgesehen sein, dass die
Querschnittsfläche des ersten Saugmundes und die Querschnittsfläche des zweiten Saugmundes
gleich groß sind. Dann können sich die beiden Unterteile insbesondere durch die Form
und/oder Positionierung des Saugmundes unterscheiden. Hierdurch können sehr individuell
an den jeweiligen Einsatzzweck angepasste Saugeigenschaften bereitgestellt werden.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann an dem ersten Unterteil
und/oder an dem zweiten Unterteil ein drehbar gehaltenes Abstützelement, insbesondere
ein Laufrad oder eine Laufwalze, angeordnet sein. Dieses Abstützelement ist insbesondere
gegenüber dem Unterteil nicht verschiebbar ausgebildet, so dass auf Hartböden jeweils
eine konstante Abstützung erfolgt. Vorzugsweise kann das erste und das zweite Unterteil
jeweils durch Verriegelungselemente an dem Gehäuse befestigt werden. Insbesondere
wird die Befestigung dabei einseitig durch Formschluss bereitgestellt, so dass lediglich
an einer gegenüberliegenden Seite ein Befestigungselement vorgesehen sein muss.
[0019] Das Befestigungselement kann dabei an den jeweiligen Unterteilen aber auch am Gehäuse
angeordnet sein.
[0020] Insbesondere kommen als lösbare Befestigungselemente Rastverbindungen, Sperrschieber
und/oder rotatorische Verriegelungselemente in Betracht. Letztere können insbesondere
durch Schrauben und/oder Dreh-Bajonettverschlüsse gebildet sein.
[0021] Die Verriegelungselemente sind insbesondere werkzeuglos bedienbar. Das heißt, sie
können mit bloßen Händen oder unter Zuhilfenahme einfacher Hilfsmittel wie beispielsweise
einer Münze gelöst oder geschlossen werden.
[0022] Zur Verbindung des Saugkanals mit dem an dem ersten Unterteil bzw. an dem zweiten
Unterteil angeordneten Saugmund ist vorzugsweise an dem entsprechenden Unterteil ein
oberhalb des Saugmundes angeordneter Saugraum mit einer zentralen Öffnung vorgesehen.
Beim Verbinden des entsprechenden Unterteils mit dem Gehäuse wird die Öffnung mit
dem Saugkanal verbunden.
[0023] Hierzu weist der Saugkanal vorzugsweise einen Aufnahmebereich auf, in den das Unterteil
mit einem zugeordneten Verbindungsstutzen hineinragt. Hierdurch kann eine sichere
Luftführung gewährleistet werden, ohne dass eine - optional mögliche - Abdichtung
mittels Dichtmitteln vorgesehen sein muss.
[0024] Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung möglich, dass mehr als zwei separate
Unterteile mit dem Gehäuse verbindbar sind. Insbesondere für den professionellen Bereich
ist eine Vielzahl von spezialisierten Unterteilen für spezifische Anwendungen zweckmäßig.
[0025] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Staubsauger umfassend ein Gehäuse mit einem
darin angeordneten Gebläse zur Erzeugung eines Saugluftstromes sowie einem Schmutzsammelraum
zur Abscheidung von in dem Saugluftstrom mitgeführten Schmutzpartikeln. An eine mit
dem Schmutzsammelraum verbundene Saugluftführung ist ein zuvor stehend beschriebenes
Gehäuse angeschlossen, mit dem alternativ zumindest zwei Unterteile zur Bildung eines
Saugmundes sowie einer Gleitsohle befestigbar sind.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnungen erläutert. Es zeigen dabei schematisch:
- Fig. 1
- eine Unteransicht eine im Rahmen der erfindungsgemäßen Staubsaugerdüsenanordnung gebildete
ersten Konfiguration
- Fig. 2A
- unterseitige Ansicht eines zweiten Unterteils und
- Fig. 2B
- oberseitige Ansicht des Unterteils aus Fig. 2A.
[0027] Die Fig. 1 zeigt in der Untersicht eine erste, im Rahmen eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Staubsaugerbodendüsenanordnung gebildete Saugkonfiguration.
Hierbei ist ein Gehäuse 1 vorgesehen, welches mittels eines im rückwärtigen Bereich
angeordneten Sauganschlussstutzens 2 zur Verbindung eines im Inneren angeordneten
Saugkanals 3 mit der Saugluftführung eines Staubsaugers vorgesehen. Unterseitig an
dem Gehäuse ist ein erstes Unterteil 4a angeordnet, welches eine erste Gleitsohle
5a sowie einen ersten mit dem Saugkanal 3 verbundenen Saugmund 6a aufweist.
[0028] In der Gleitsohle 5a sind vor und hinter dem Saugmund 6a Borstenstreifen 7 als Fadenheber
vorgesehen. Die Staubsaugerbodendüse erstreckt sich im Wesentlichen in einer Arbeitsrichtung
x sowie in einer Querrichtung y. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das erste
Unterteil 4a im Bereich der Gleitsohle 5a sowohl eine in der Arbeitsrichtung x vor
dem Saugmund 6a angeordnete Aufgleitschräge als auch eine in der Arbeitsrichtung x
hinter dem Saugmund 6a angeordnete Abgleitschräge auf. Dabei beträgt die Breite a
1 der Aufgleitschräge in der Arbeitsrichtung x zumindest 15 mm die Breite b
1 der Abgleitschräge in der Arbeitsrichtung x beträgt zumindest 25 mm. Sowohl die Aufgleitschräge
als auch die Abgleitschräge sind im Wesentlichen plan ausgebildet, wobei sie gegenüber
einer durch die vordere und hintere Kante des Saugmundes 6a definierte Horizontale
um einen Winkel zwischen 5° und 15° bzw. zwischen 3° und 10° geneigt sind.
[0029] Zwischen der in Arbeitsrichtung x vorderen Kante des Unterteils 4a und dem äußeren
Rand des Gehäuses 1 ist ein Spalt vorgesehen, in welchem ein gegenüber dem Gehäuse
1 verstellbarer Bürstenstreifen 8 angeordnet ist. Dieser dient zur Verstellung der
Staubsaugerbodendüse gemäß der gezeigten ersten Konfiguration zwischen einer Teppichbodenstellung
mit angehobenem Bürstenstreifen und einer Glattbodenstellung mit abgesenktem Bürstenstreifen.
Zur rückwärtigen Abstützung des Gehäuses 1 ist im Bereich der Abgleitschräge des Unterteils
4a eine Laufrolle 9 angeordnet.
[0030] Erfindungsgemäß ist das Unterteil 4a lösbar, insbesondere werkzeuglos lösbar, mit
dem Gehäuse verbunden. Hierzu hintergreift das Unterteil 4a in einem in der Arbeitsrichtung
x vorderen Bereich mit Vorsprüngen zugeordnete Ausnehmungen des Gehäuses 1. In dem
in der Arbeitsrichtung x rückwärtigen Bereich innerhalb der Abgleitschräge sind ferner
zwei lösbare Sperrelemente 10 vorgesehen. Diese können mittels einer Rotationsbewegung
das Unterteil 4a an dem Gehäuse 1 befestigen bzw. durch entgegensinniges Drehen wieder
lösen. Zur Betätigung sind an den Sperrelementen 10 breite Schlitze vorgesehen, welche
mittels einfacher Hilfsmittel - beispielsweise einer Münze - bedient werden können.
[0031] In den Fig. 2a und 2b ist ein die erfindungsgemäße Staubsaugerdüsenanordnung vervollständigendes
zweites Unterteil 4b dargestellt. In einer vergleichenden Betrachtung mit der Fig.
1 entnimmt man, dass die Geometrie des Saugmundes 6b und auch die Geometrie der Gleitsohle
5b gegenüber denen des ersten Unterteils 4a abweicht. Während die in der Arbeitsrichtung
x gemessene Breite a
2 der Aufgleitschräge in etwa der Breite a
1 des ersten Unterteils 4a entspricht, ist die Abgleitschräge bei dem gezeigten zweiten
Unterteil 4b mit einer Breite b
2 etwas länger ausgebildet. Auch ist der Saugmund 6b mit einer geringeren Breite c
2 ausgebildet als die Breite c
1 des ersten Unterteils 4a. Da die in der Querrichtung y gemessene Quererstreckung
d1, d2 der beiden Unterteile aufgrund der Zuordnung zu einem Gehäuse 1 in etwa gleich
groß ist, weist der Saugmund 6b des zweiten Unterteils 4b eine deutlich verringerte
Querschnittsfläche gegenüber dem ersten Saugmund 6a auf. Einer weitergehenden vergleichenden
Betrachtung entnimmt man, dass der erste Saugmund 6a mit einer umlaufenden, durchgängigen
Saugmundkante in einer Ebene ausgestaltet ist. Währenddessen ist der zweite Saugmund
6b an den Rändern zur Seitenansaugung offen ausgestaltet. In Verbindung mit der nach
unten gerichteten geringeren Öffnungsfläche des zweiten Saugmundes 6b wird hier zusätzlich
die Seitenabsaugung forciert.
[0032] Die Verriegelungselemente 10 des zweiten Unterteils 4b sind im Wesentlichen identisch
zu denen des ersten Unterteils 4a ausgebildet. Sie sind jedoch in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sowohl in der Arbeitsrichtung x als auch in der Querrichtung y versetzt angeordnet.
Hierbei kann die Position der Verriegelungselemente 10 bei der Auslegung unterschiedlicher
Unterteile 4a, 4b so gewählt werden, dass sie die Funktion und Positionierung sowohl
des Saugmundes 6a, 6b als auch der Gleitsohle 5a, 5b möglichst wenig stören. Zur Befestigung
an einem einzigen Gehäuse 1 muss dieses entsprechend mehrere Aufnahmeelemente zur
Wechselwirkung mit den Sperrelementen 10 an unterschiedlichen lateralen Positionen
aufweisen. Auch ist beispielsweise zumindest ein rinnenförmiges Aufnahmeelement denkbar,
in welches die Verriegelungselemente entlang beliebiger, in Längsrichtung verschobener
Positionen eingreifen können.
[0033] In der Fig. 2B dargestellte Rückansicht sind Details der Befestigung des zweiten
Unterteils 4b an dem Gehäuse sichtbar. Diese stellen entsprechend auch den Sachverhalt
des ersten Unterteils 4a dar. An dem in der Arbeitsrichtung x vorderen Ende des Unterteils
4b sind Haltelaschen 11 vorgesehen, welche in zugeordnete, in den Figuren nicht dargestellte
Ausnehmungen des Gehäuses eingreifen. Hierbei wird das Unterteil 4b axial in die Ausnehmungen
eingeschoben und/oder eingeschwenkt. Zur Arretierung sind im rückwärtigen Bereich
die Verriegelungselemente 10 vorgesehen, deren Befestigungsabschnitte wie gezeigt
schraubenförmig ausgebildet sind. Durch eine Drehbewegung können die Verriegelungselemente
10 in einer zugeordneten Aufnahme mit einem Innengewinde bzw. in einer profilierten
Nut befestigt werden.
[0034] Der Fig. 2B ist überdies zu entnehmen, dass im rückwärtigen Bereich des Saugmundes
6b ein Saugmund mit einer zentralen Öffnung 12 vorgesehen ist, welche den Abmessungen
des Saugkanals 3 entspricht. Die Öffnung weist dabei in der Arbeitsrichtung eine größere
Erstreckung als der Saugmund 6b auf. Zur Verbesserung der Abdichtung zwischen dem
Unterteil 4b ist die Berandung der Öffnung 12 mit einer Stufe versehen, welche formschlüssig
an den Saugkanal 3 anschließt.
1. Staubsaugerbodendüsenanordnung umfassend ein Gehäuse (1) mit einem an eine Saugluftführung
angeschlossenen Saugkanal (3) und ein erstes unterseitig an dem Gehäuse (1) angeordnetes
und eine erste Gleitsohle (5a) sowie einen mit dem Saugkanal (3) verbundenen Saugmund
(6a) aufweisendes Unterteil (4a), dadurch gekennzeichnet, dass das erste Unterteil (4a) mit dem Gehäuse (1) zur Bildung einer Staubsaugerbodendüse
in einer ersten Konfiguration lösbar verbunden ist, dass die Staubsaugerbodendüsenanordnung
ferner ein zweites Unterteil (4b) mit einer zweiten Gleitsohle (5b) und mit einem
Saugmund (6b) umfasst, welches gegenüber dem ersten Unterteil (4a) eine abweichende
Geometrie aufweist und im Austausch mit dem ersten Unterteil (4a) zur Bildung einer
Staubsaugerbodendüse in einer zweiten Konfiguration an dem Gehäuse (1) lösbar befestigbar
ist.
2. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gleitsohle (5a) des ersten Unterteils (4a) und/oder die zweite Gleitsohle
(5b) des zweiten Unterteils (4b) eine in einer Arbeitsrichtung vor dem Saugmund (6a,
6b) angeordnete Aufgleitschräge und eine in der Arbeitsrichtung hinter dem Saugmund
angeordnete Abgleitschräge aufweist.
3. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgleitschräge eine Breite (a1, d2) von zumindest 15 mm aufweist und gegenüber der Horizontalen um einen Winkel zwischen
5° und 15° geneigt ist.
4. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgleitschräge eine Breite (b1, b2) von zumindest 25 mm aufweist und gegenüber der Horizontalen um einen Winkel zwischen
3° und 10° geneigt ist.
5. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Unterteil (4a) zumindest 50 % der Fläche der Unterseite der Staubsaugerbodendüse
in der ersten Konfiguration und/oder das zweite Unterteil (4b) zumindest 50 % der
Staubsaugerbodendüse gemäß der zweiten Konfiguration ausmacht.
6. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Unterteil (4a) im Wesentlichen die gesamte Fläche der Unterseite der Staubsaugerbodendüse
der ersten Konfiguration und/oder das zweite Unterteil (4b) im Wesentlichen die gesamte
Fläche der Staubsaugerbodendüse gemäß der zweiten Konfiguration ausmacht.
7. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugmund (6a, 6b) maximal die Hälfte, vorzugsweise 30 % bis 45 % der Fläche der
Unterseite des ersten Unterteils (4a) und/oder des zweiten Unterteils (4b) ausmacht.
8. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugmund (6a) des ersten Unterteils (4a) eine größere Querschnittsfläche als
der Saugmund (6b) des zweiten Unterteils (4b) aufweist.
9. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saugmund (6a) des ersten Unterteils (4a) den gleichen Querschnitt wie der Saugmund
(6b) des zweiten Unterteils (4b) jedoch eine abweichende Form aufweist.
10. Staubsaugerbodendüsenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Unterteil (4a) und/oder an dem zweiten Unterteil (4b) zumindest ein
drehbar gehaltenes Abstützelement (9) angeordnet ist.