TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft einen Pavillon oder ein Zelt.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Europäischen Patent
EP 1 546 494 B1 und dem Europäischen Patent
EP 1 302 120 B1 sind schirmartige Zelte bekannt, die mit einem einzigen zentralen Ständer versehen
sind. An dem einzigen bodenabstützenden Ständer ist eine Schiebehülse vorgesehen,
durch deren Verschiebung entlang des zentralen Ständers das schirmartige Zelt aufgespannt
oder zusammengeklappt werden kann. Dabei ist es erforderlich, dass die Mechanik des
zentralen Ständers sehr kräftig ausgebildet sein muss, um einen sicheren Stand des
Zeltes zu gewährleisten.
[0003] Ein entsprechendes, schirmartiges Zelt mit einer einzigen dezentralen Stütze ist
aus der US-Patentanmeldung
US 2006/0054285 A1 bekannt. Diese zeigt dieselben Nachteile hinsichtlich der notwendigen Stabilität
der einen einzigen Stütze.
[0004] Aus der Internationalen Patentanmeldung
WO 2017/201555 A1 ist ein aufblasbares Zelt bekannt, dessen Bodenfläche und dessen Traggerüst durch
Aufblasen aufgerichtet beziehungsweise versteift werden kann, so dass diese geeignet
sind, die Zelthaut zu tragen. Dieses Zelt erweist sich als einfach aufzubauen, jedoch
von eingeschränkter Stabilität.
[0005] Weiterhin ist aus der Internationalen Patentanmeldung
WO 2017/063009 A1 ein sehr stabiles Tunnelzelt bekannt, dessen halbkreisförmige Glasfiberstäbe den
Zeltaufbau stabil tragen, sobald zusätzliche spezielle Verankerungselemente zum Abspannen
verwendet werden. In diesem Fall ist es möglich, den entnehmbaren Zeltboden zu entfernen,
ohne dass das Tunnelzelt zusammenfällt. Dieses Tunnelzelt ermöglicht es nicht, dass
ein Nutzer sich aufrecht stehend in dem Zelt insbesondere bewegt und insbesondere
dieses Zelt betritt oder verlässt.
[0006] Weiterhin sind aus der Deutschen Patentanmeldung
DE 10 2016 118 739 A1 und der Europäischen Patentanmeldung
EP 1 878 858 A1 beziehungsweise der
EP 0 753 634 A1 Zelte bekannt, deren Gestänge sich bogenförmig von einem Fußpunkt zu einem anderen
Fußpunkt sich kreuzend erstrecken und das Zeltdach entweder aufliegend oder an dem
Gestänge hängend tragen. Dabei sind die Stangen des Gestänges jeweils gleichartig
ausgebildet, wobei sie in einem Beispiel im Endbereich zusätzliche Endstützen aufweisen,
um die Ecken des Zeltes zu stabilisieren. In einem anderen Beispiel sind die Stangen
des Gestänges mit Schnüren zur Verspannung des Gestänges versehen, an denen die Zelthaut
im Innern des Gestänges aufgehängt ist. Die Fußpunkte des Gestänges sind über Ankerelemente
und am Boden entlanglaufende Spanngurte miteinander positionssichernd verspannt. Im
dritten Beispiel ist das Gestänge aus einer Vielzahl von Segmenten aufgebaut, die
miteinander über ein Seil geführt und zu dem Gestänge verbunden sind. Diese Zelte
zeigen bei guter Stabilität nicht die Möglichkeit in aufrechtem Gang das Zelt zu betreten
oder sich darin zu bewegen.
[0007] Aus der US-Patentanmeldung
US 2012/318316A1 ist ein zusammenfaltbares Zelt bekannt. Es zeigt Zeltplane, die auf ein Gestänge
aufgezogen ist. Am höchsten Punkt des Gestänges ist eine zentrale Nabenanordnung,
welche die Stangen des Gestänges gelenkig aufnimmt. Dabei sind die Stangen unterschiedlich
lang, die meisten erstrecken sich bis zum Boden andere nicht und bilden eine Vordach.
Die Zeltplane umhüllt den Zeltinnenraum vollständig und zeigt hierfür einen Boden,
Seitenwände und Vordächer. Dieses Zelt erweist sich als sehr aufwändig beim Auf- und
Abbau insbesondere hinsichtlich der benötigten Zeit.
[0008] Aus der US-Patentanmeldung
US 2017/0151588A1 ist ein zusammenfaltbares Zelt mit gleich langen Streben, die sich von einer zentralen
Nabe bis zum Boden, die Füße bildend erstecken und einer Zeltplane bekannt. Zusätzlich
zu den Streben ist eine Spreizmechanismus in der Art eines Mechanismus zum Aufspannen
eines Regenschirmschirms vorgesehen, der eine auf einer Mittelstange, die sich an
die zentralen Nabe sich in Richtung Boden erstreckend anschließt, angeordnet Feder
zeigt, die mittels der Federkraft Spreizer entlang der Mittelstange in Richtung des
Bodens, drücken und dadurch ein Ausspreizen der Streben des Zeltes bewirken. Zusätzlich
zeigt dieses Zelt ein mit der zentralen Nabe verbundenes Solarmodul für die Stromversorgung
der Zeltinsassen. Dieses Zelt erweist sich als sehr aufwändig und anfällig in seiner
Struktur. Auch zeigt es durch die Anordnung der Mittelstange und dem daran befestigten
Mechanismus nicht die Möglichkeit in aufrechtem Gang das Zelt zu betreten oder sich
darin zu bewegen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gegenüber dem Stand der Technik verbessertes
Zelt oder Pavillon zu schaffen, das die Nutzung insbesondere im Hinblick auf eine
aufrechte Nutzung verbessert und eine ausreichende Stabilität zeigt.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung gelöst, welche die im Anspruch
1 angegebenen Merkmale aufweist.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Der erfindungsgemäße Pavillon oder das erfindungsgemäße Zelt ist mit einer flächigen
Bespannung und einem Strebewerk versehen, das mit der Bespannung verbunden ist und
geeignet und dafür vorgesehen ist, die Bespannung in einer 3-dimensionalen Form zu
halten. Dabei besteht das Strebewerk aus einem Hauptstrebewerk und einem Nebenstrebewerk,
wobei das Hauptstrebewerk ein oder mehrere federnd elastische Streben aufweist, die
geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Endbereiche zweier gegenüberliegender
Zwickel der Bespannung miteinander zu verbinden und Standfüße für den Pavillon oder
das Zelt zu bilden. Daneben weist das Nebenstrebewerk ein oder mehrere federnd elastische
Streben auf, die geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Mittenbereiche des Randes
zwischen zwei benachbarten Zwickeln der Bespannung miteinander zu verbinden. Zusätzlich
ist erfindungsgemäß wenigstens ein Spannelement vorgesehen, das geeignet und dafür
vorgesehen ist, wenigstens den Abstand der Enden einer Strebe des Strebewerks und
damit den Abstand der mit den Enden der Strebe verbundenen Bereiche der Bespannung
zu vergrößern, wodurch die Bespannung des Zeltes oder des Pavillons gespannt wird
und seine Schutzfunktion bewirkt.
[0013] Der erfindungsgemäße Pavillon oder das erfindungsgemäße Zelt zeichnet sich gerade
durch die Streben des Hauptstrebewerkes, welche die Füße des Zeltes oder des Pavillons
bilden, mit den durchgängigen federnd elastischen Streben als sehr stabil und sicher
stehendes Zelt oder sicher stehender Pavillons aus.
[0014] Durch die Streben des Nebenstrebewerkes, welche unabhängig von den Streben des Hauptstrebewerks
sind und im jeweils Mittenbereiche des Randes zwischen zwei benachbarten Zwickeln
der Bespannung, die den Füßen beziehungsweise den Enden der Hauptstreben des Zeltes
oder des Pavillons zugeordnet sind, enden gelingt es einen sehr angenehmen Zugang
in das sicher stehende Zelt oder den sicher stehenden Pavillons zu schaffen, der ein
aufrechtes Betreten des Zeltes oder des Pavillons oder das Heraustreten aus diesem
ermöglicht.
[0015] Gerade durch das Vorsehen eines oder mehrerer erfindungsgemäßer Spannelemente, die
geeignet und dafür vorgesehen sind, wenigstens den Abstand der Enden einer Strebe
des Strebewerks und damit den Abstand der mit den Enden der Strebe verbundenen Bereiche
der Bespannung zu vergrößern, wird eine sehr angenehme und sichere Handhabung des
Zeltes oder des Pavillons ermöglicht.
[0016] Erfindungsgemäß ist es möglich den Pavillon oder das Zelt so auszubilden, dass keine
Mittelstrebe vorgesehen ist. Dadurch gelingt es ein sicher stehendes Zelt oder einen
sicher stehenden Pavillon zu schaffen, die gut aufbaubar sind und durch die gewählte
Art des Aufbaus sehr filigran und damit leicht aufgebaut werden können. Dabei zeigt
der Pavillon oder das Zelt bevorzugt gerade keine Mittelstrebe, die insbesondere den
Pavillon oder das Zelt vom Boden abstützt oder die insbesondere keine Abstandsvariation
zum Spannen der Bespannung bewirkt. Dadurch gelingt es im Besonderen ein sicher stehendes
Zelt oder einen sicher stehenden Pavillon zu schaffen, die gut aufbaubar sind und
durch die gewählte Art des Aufbaus sehr filigran und damit leicht aufgebaut werden
können.
[0017] Darüber hinaus hat es sich besonders bewährt, den Pavillon oder das Zelt mit wenigstens
einer Strebe des Hauptstrebewerks und/oder des Nebenstrebewerks mehrteilig auszubilden,
wobei die Teile der Strebe in einem Gelenkbereich miteinander gelenkig verbunden sind.
Dadurch wird es möglich die Streben zusammenzuklappen und dadurch das Zelt kompakter
zusammenzulegen und besser zu transportieren, was die Handhabung des Zeltes oder des
Pavillons verbessert. Dies umso mehr wenn insbesondere mehrere Teile mehrerer Streben
in einem gemeinsamen Gelenkbereich gelenkig verbunden sind. Hierdurch lassen sich
die Streben in einem Bereich des Zeltes oder des Pavillons der den gemeinsamen Gelenkbereich
bildet aufgrund der gelenkigen Ausbildung einheitlich zusammenklappen und dadurch
die Handhabung insbesondere den Transport verbessern. Dies gilt umso mehr, wenn der
gemeinsame Gelenkbereich zentral im Bereich der Bespannung beziehungsweise in der
Mitte der Streben des Hauptstrebewerks und/oder des Nebenstrebewerks angeordnet ist.
[0018] Daneben hat es sich auch bewährt, den Pavillon oder das Zelt so weiterzubilden, dass
wenigstens eine zusätzliche Strebe für das Hauptstrebewerk und/oder für das Nebenstrebewerk
vorgesehen ist, die sich als Teil des Hauptstrebewerks von einem Endbereich eines
Zwickel und/oder als Teil des Nebenstrebewerks von einem Mittenbereich bis zu einem
gemeinsamen Gelenkbereich erstreckt und dort mit anderen Streben gelenkig verbunden
ist. Hierdurch gelingt es, eine sehr stabile Struktur des Pavillons oder Zeltes bei
begrenztem Materialeinsatz zu schaffen.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist die gelenkige Verbindung
zwischen Streben oder zwischen Teilen von Streben mittels Bändern, Drähten, Seilen,
Federn, gummielastischen Verbindungselementen und/oder Drehgelenken gebildet. Gerade
durch die bevorzugte Auswahl der gelenkigen Verbindung mittels Bändern, Drähten, Seilen,
Federn, gummielastischen Verbindungselementen ist eine sehr robuste, technisch einfache
und verlässliche gelenkige Verbindung geschaffen, die auch unter schwierigen äußeren
Bedingungen eine verlässliche Funktion gewährleistet, was die einfache Handhabung
des Pavillons oder Zeltes dauerhaft gewährleistet.
[0020] Vorzugsweise wird dabei ein flächiges Element im gemeinsamen Gelenkbereich vorgesehen,
das mehrere Bänder, Drähte, Seile, Federn, und/oder gummielastische Verbindungselemente
der gelenkigen Verbindungen im gemeinsamen Gelenkbereich verbindet und die eingeleiteten
Spannungen ausgleicht. Dieses flächige Element im gemeinsamen Gelenkbereich verteilt
die Spannungen aus den verbundenen Streben gleichmäßig zwischen mehreren insbesondere
allen Streben. Dadurch kann der Aufbau des Strebewerks besonders kompakt und zusammenfaltbar
gestaltet werden. Dies verbessert die Handhabung des Pavillons oder Zeltes deutlich.
[0021] Darüber hinaus hat es sich besonders bewährt, den Pavillon oder das Zelt mit wenigstens
einem Band oder einem Seil zwischen verschiedenen Bereichen einer Strebe und/oder
eines Teils einer Strebe zu versehen und dadurch die verschiedenen Bereiche einer
Strebe in ihrem Abstand zu beschränken. Durch diese Beschränkung gelingt es, eine
Vorspannung und dadurch Biegung in der Strebe zu erzeugen und diese dadurch statisch
so zu definieren, dass die Struktur aus Strebe und Band oder Seil erhalten bleibt,
auch wenn diese eine äußere Kraft erfährt. Insbesondere gelingt es dadurch, den Pavillon
oder das Zelt ohne Boden, der die Fußenden der Streben des Hauptstrebewerks verbindet
und beschränkt, auszubilden. Vorzugsweise sind dabei alle Streben des Hauptstrebewerks
mit wenigstens einem Seil oder einem Band versehen, das wie beschrieben die verschiedenen
Bereiche der Strebe in ihrem Abstand beschränkt. Diese Anordnung ermöglicht es, den
Pavillon oder das Zelt besonders leicht und dadurch besonders gut handhabbar insbesondere
transportierbar zu gestalten.
[0022] Dabei hat es sich besonders bewährt, mehrere Bänder und/oder Seile zwischen verschiedenen
Bereichen einer einzigen Strebe und/oder eines einzigen Teils einer Strebe vorzusehen,
wobei diese geeignet sind, gemeinsam die verschiedenen Bereiche in ihrem Abstand zu
beschränken. Dadurch lassen sich differenzierte Vorspannungen und damit differenzierte
Biegeradien der Streben in einem gewünschten Maß erzeugen, was sich positiv auf die
Nutzbarkeit des Pavillons oder des Zeltes insbesondere im Hinblick auf die Kopffreiheit
auswirkt.
[0023] Ergänzend hat es sich dabei besonders bewährt, dass wenigstens ein flächiges Element
vorgesehen ist, das mehrere Bänder oder Seile, welche sich zwischen verschiedenen
Bereichen einer Strebe und/oder eines Teils einer Strebe erstrecken, verbindet und
die eingeleiteten Spannungen ausgleicht. Dies erfolgt insbesondere im Bereich des
gemeinsamen Gelenkbereichs. Dieses flächige Element verteilt die Spannungen aus den
verbundenen Seilen und/oder Bändern gleichmäßig zwischen mehreren insbesondere allen
Seilen und/oder Bändern. Dadurch kann der Aufbau des Strebewerks mit den Seilen und/oder
Bändern besonders kompakt und zusammenfaltbar gestaltet werden. Dies verbessert die
Handhabung des Pavillons oder Zeltes deutlich.
[0024] In einer Weiterbildung des Pavillons oder des Zeltes ist wenigstens ein Ende eines
Bandes oder eines Seiles mit einer Strebe durch eine Formschlussverbindung oder durch
Verklemmen, Vernieten oder Verschrauben verbunden. Dabei wird bei der Formschlussverbindung
die Verbindung vorzugsweise durch Einhängen des Seiles oder des Bandes in eine korrespondierende
Ausnehmung beziehungsweise durch Entnehmen aus der Ausnehmung geschaffen oder gelöst.
Dabei zeigt das Seil oder das Band vorzugsweise ein Verbindungselement, das in seiner
Außenkontur mit der Ausnehmung korrespondiert und eine Formschlussverbindung ermöglicht,
mittels der Zugkräfte übertragen werden können. Neben der Formschlussverbindung hat
sich im Hinblick auf die Handhabung auch das Fixieren durch Verklemmen, insbesondere
durch Einbringen in einen keilförmigen Spalt, aufgrund der einfachen Handhabung besonders
bewährt. Um eine besonders sichere Verbindung zu schaffen wird bevorzugt eine Verbindung
mittels Verschrauben oder Vernieten gewählt.
[0025] Dabei kann eine solche Verbindung sowohl zwischen Bändern oder Seilen, welche eine
gelenkige Verbindung realisieren, wie auch zwischen solchen, die für die Erzeugung
einer Vorspannung geeignet sind, und einer Strebe oder anderen Seilen oder Bändern
oder flächigen Elementen vorgesehen sein.
[0026] Es hat sich besonders bewährt, dass für den Pavillon oder das Zelt wenigstens ein
flächiger Steg insbesondere aus Gewebe oder Folie zur Aufnahme einer Strebe und eines
Bandes oder eines Drahtes oder eines Seiles oder einer Feder oder eines gummielastischen
Verbindungselementes vorgesehen ist, wobei der Steg zur Übertragung der Spannung zwischen
einer Strebe und einem aufgenommenen Band oder Draht oder Seil oder Feder oder gummielastischen
Verbindungselement vorgesehen ist. Dadurch lassen sich Spannungskräfte besonders verlässlich
von der Strebe auf ein Band oder ein Draht oder ein Seil oder eine Feder oder ein
gummielastisches Verbindungselement übertragen. Diese Anordnung ermöglicht insbesondere
bei langen Stegen eine sehr dauerhafte und leichte und dadurch sehr gute Handhabung
der Weiterbildung des Pavillons oder des Zeltes. Es hat sich auch als bevorzugte Ausbildung
der Erfindung gezeigt, die flächigen Stege durch Schleifen aus bandförmigem Material
zu bilden und von diesen insbesondere eine Mehrzahl davon vorzusehen. Diese Ausbildung
erweist sich als besonders einfach zu fertigen.
[0027] Besonders nützlich hat es sich dabei erwiesen, wenn der Pavillon oder das Zelt eine
Bespannung mit Textilgewebe und/oder mit Folie aufweist. Neben der reinen Folie aus
Kunststoff oder dem reinen Textilgewebe aus Natur- oder Kunststofffasern haben sich
auch Verbundstoffe aus mehreren Komponenten insbesondere sowohl auch aus Textilgewebe
als auch aus Folie als folienbeschichtetes Textilgewebe bewährt. Diese Verbundstoffe
erweisen sich als besonders robust und gut handhabbar, was sich insbesondere in einem
geringen Flächengewicht bei vorgegebener Stabilität wiederspiegelt.
[0028] Eine besonders bevorzugte Ausbildung des Pavillons oder des Zeltes zeigt eine Bespannung,
die so gewählt und angeordnet ist, dass sie im Bereich einer Strebe nicht dehnbar
ausgebildet ist, während die Bespannung in anderer Richtung elastisch dehnbar ausgebildet
ist. Dies wird bevorzugt durch geeignete Wahl der Faserrichtungen einer aus Fasern
aufgebauten Bespannung beziehungsweise durch geeignete Wahl der Fasermaterialien einschließlich
des Aufbaus der Fasern oder der Fasermaße (Dicke, Dichte oder Länge) realisiert. Dabei
ist die Bespannung insbesondere so ausgebildet, dass sie entlang der mittels wenigstens
eines Spannelementes längenvariierbaren Strebe nicht dehnbar ausgebildet ist, während
die Bespannung in anderer Richtung insbesondere quer zur längenvariierbaren Strebe
elastisch dehnbar ausgebildet ist. Diese Ausbildung der Bespannung ermöglicht einen
sehr stabilen Aufbau des Pavillons beziehungsweise Zeltes.
[0029] Besonders nützlich hat es sich dabei erwiesen, die Streben aus elastischem Material
auszubilden, wobei sich insbesondere ein Material aus Metall, aus Holz und/oder aus
Kunststoff insbesondere aus faserverstärktem Kunststoff bewährt hat. Diese Materialien
können einerseits die notwendige Stabilität in Verbindung mit der formgebenden Spannung
des Strebewerkes ermöglichen und andererseits ein leichtes und damit gut handhabbares
Strebewerk realisieren.
[0030] Vorzugsweise zeigt der Pavillon oder das Zelt eine Verbindung der Streben mit der
Bespannung, bei der die Verbindung im Endbereich der Streben im Bereich der Endbereiche
der Zwickel oder im Bereich der Mittenbereiche durch Kleben, durch Verschweißen, durch
Vernähen, durch lösbares Einbringen in eine Tasche an der Bespannung und/oder durch
Formschluss geschaffen ist. Hierdurch ist eine sichere Verbindung der Bespannung geschaffen,
die auch unter schwierigen Umständen eine sichere Handhabung ermöglicht. Eine Verbindung
durch lösbares Einbringen in eine Tasche an der Bespannung und/oder durch Formschluss
ermöglicht es zudem, die Bespannung von dem Strebewerk zu trennen und getrennt zu
handhaben beziehungsweise zu transportieren.
[0031] Dabei hat es sich besonders bewährt, die lösbaren Verbindungen an allen Endbereichen
der Streben anzuordnen, was die Möglichkeit schafft, die Bespannung von den Streben
des Haupt- beziehungsweise Nebenstrebewerks zu trennen und unabhängig voneinander
zu lagern, zu hantieren und so weiter. Auch hat es sich bewährt, die lösbaren Verbindungen,
die ausschließlich an den Endbereichen des Nebenstrebewerks angeordnet sind, so auszubilden,
dass an der Bespannung jeweils eine Tasche vorgesehen ist, in die der Endbereich der
Strebe des Nebenstrebewerks eingebracht und führend gehalten wird. Durch diese Ausbildung
ist eine sichere Kraftübertragung des Nebenstrebewerks auf die Bespannung insbesondere
über einen verstärkten Rand der Bespannung und zugleich die Möglichkeit einer Trennung
gegeben, was die Handhabbarkeit besonders vorteilhaft gestaltet. Bevorzugt wird eine
Weiterbildung, bei der die Enden der Streben des Hauptstrebewerks mit lösbaren Ringen
als lösbare Verbindungen mit der Bespannung lösbar, aber dennoch sicher verbunden
sind. Vorzugsweise sind diese lösbaren Ringe als Federringe ausgebildet. Durch diese
Art der lösbaren Verbindung gelingt es, die Sicherheit gegen ein unerwünschtes Lösen
der Bespannung vom Hauptstrebewerk, das die Füße des erfindungsgemäßen Pavillons oder
Zeltes bildet, zu erhöhen.
[0032] Eine besonders bevorzugte Ausbildung des Pavillons oder des Zeltes zeigt wenigstens
ein Spannelement, das einen Klappmechanismus und/oder ein Spreizelement und/oder einen
Seilzug zur Erzeugung der Abstandsvariation und/oder einen Kolben, welcher pneumatisch
oder hydraulisch oder elektrisch oder mechanisch unter Verwendung einer Rutschkupplung
angetriebenen wird, aufweist. Diese Mechanismen ermöglichen auf verlässliche Weise
eine einfache Handhabung des Spannelements und damit ein einfaches Aufbauen des Pavillons
oder Zeltes. Dabei ist der Klappmechanismus bevorzugt unter Verwendung eines Kniehebelmechanismus
ausgebildet, wodurch die Spannkraft unter Verwendung eines Hebels vergrößert und dadurch
die Handhabung erleichtert ist. Daneben hat es sich auch bewährt, das Spannelement
mit einem Kolben, welcher insbesondere pneumatisch oder hydraulisch oder elektrisch
oder mechanisch unter Verwendung einer Rutschkupplung angetriebenen wird, zu versehen.
Gerade wenn der Kolben mit Rutschkupplung mit Hilfe eines Hebels angetrieben wird,
gelingt es durch ein mehrfaches Betätigen des Hebels in Verbindung mit der Rutschkupplung
das Spannelement mit dem Kolben stufenweise mit geringer Hebelkraft und geringem Hebelweg
zu spreizen und die mit dem Spannelement verbundene Strebe zu verlängern und unter
Spannung zu versetzen. Gerade diese Ausbildung hat sich als besonders gut handhabbar
erwiesen.
[0033] Neben der Möglichkeit, sowohl das Nebenstrebewerk als auch das Hauptstrebewerk mit
Hilfe von Spannelementen aufzuspannen, hat es sich besonders bewährt, das wenigstens
eine Spannelement so auszubilden, dass es eine Abstandsvariation nur des Nebenstrebewerks
oder nur des Hauptstrebewerks erzeugt. Dieser Aufbau erweist sich als kompakter, weniger
kompliziert und folglich weniger anfällig und daher als besonders gut handhabbar.
[0034] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Pavillons beziehungsweise des Zeltes
zeigt wenigstens ein Spannelement, das so ausgebildet ist, dass es als Verbindungsstrebe
zwischen zwei Bereichen einer oder zweier Streben insbesondere der des Nebenstrebewerks
so angeordnet ist, dass durch Verändern der Länge der Verbindungsstrebe der Abstand
der Enden der mit der Verbindungsstrebe verbundenen Strebe des Strebewerks und damit
der Abstand der mit den Enden der Strebe verbundenen Bereiche der Bespannung veränderbar
ist. Durch das Vorsehen einer mit Hilfe des Spannelements verlängerbaren Verbindungsstrebe
wird es möglich, einen kompakten Aufbau und eine gut handhabbare Anordnung des wenigstens
einen Spannelementes zu realisieren. Dies gilt umso mehr, je mehr Spannelemente in
Verbindung mit derartigen Verbindungsstreben vorgesehen sind.
[0035] Zur Sicherung gegen ungewolltes Öffnen und damit Lösen des Spannelementes ist eine
Sicherung für wenigstens ein Spannelement insbesondere alle Spannelemente vorgesehen.
Durch die eine oder mehrere Sicherungen gelingt es, eine Fehlbedienung des Spannelementes
und dadurch ein ungewolltes Zusammenklappen des Pavillons beziehungsweise des Zeltes
zu verhindern, was sich positiv auf die Handhabung auswirkt.
[0036] Bei einer besonders bevorzugten Ausbildung des Pavillons oder des Zeltes ist eine
Entriegelung für jedes Spannelement vorgesehen, die ein Lösen und Verbinden der Verbindung
zwischen Strebe und Spannelement ermöglicht. Durch das Lösen der Verbindung wird es
möglich, das Spannelement von der Strebe getrennt zu bewegen und das Strebewerk mit
Spannelement insbesondere unter Verwendung von gelenkigen Verbindungen der Streben
zusammenzuklappen und im kompakten, zusammengeklappten Zustand besonders einfach zu
transportieren beziehungsweise zu handhaben. Um den Pavillon oder das Zelt wieder
aufzubauen wird das oder werden die Spannelemente mit Hilfe der Entriegelung wieder
mit der Strebe verbunden, um anschließend mit Hilfe des Spannelementes die Strebe
oder die Streben auseinander zu bewegen und dadurch den Abstand der Enden der Strebe
beziehungsweise der Streben zu vergrößern und die Bespannung des Zeltes beziehungsweise
des Pavillons aufzuspannen.
[0037] Dabei hat es sich besonders bewährt, das Spannelement mit einem Führungselement zu
versehen, durch welches das gelöste Spannelement entlang der Strebe geführt wird,
mit welcher das Spannelement beziehungsweise die Verbindungsstrebe des Spannelementes
verbunden wird. Damit gelingt es, die Handhabung und das Verbinden des Spannelementes
mit der zugehörigen Strebe zu vereinfachen und verlässlicher auch unter schwierigen
Bedingungen zu gestalten.
[0038] Bei einer besonders bevorzugten Ausbildung des Pavillons oder des Zeltes ist wenigstens
ein Spannelement so ausgebildet, dass es mit wenigstens einer Seitenstrebe versehen
ist, die die Verbindungsstrebe mit einer weiteren Strebe insbesondere des Nebenstrebewerks
verbindet und dafür vorgesehen ist, Kräfte beim Verändern der Länge der Verbindungsstrebe
auf die weitere Strebe und damit auf die Bespannung zu übertragen. Durch diese Ausbildung
gelingt es, die Abstände zwischen einer Reihe von Streben zu variieren und dadurch
eine noch stabilere Struktur des erfindungsgemäßen Pavillons oder Zeltes zu schaffen,
die sich durch einen einfachen und gut handhabbaren Aufbau- beziehungsweise Abbauprozess
auszeichnet.
[0039] Es hat sich besonders bewährt, den Pavillon oder das Zelt so weiterzubilden, dass
wenigstens ein Spannelement so ausgebildet ist, dass es mit wenigstens zwei Seitenstreben
versehen ist, von denen wenigstens zwei paarweise zu beiden Seiten der Verbindungsstrebe
angeordnet sind und beide gelenkig miteinander über die Verbindungsstrebe verbunden
sind. Die gelenkige Verbindung erfolgt dabei insbesondere mittels eines Bandes, beispielsweise
aus Gewebe oder zugfester Folie oder Leder, wobei die Enden des Bandes mit den der
Verbindungsstrebe zugewandten Enden der Seitenstreben fest verbunden sind und wobei
das Band mit der Verbindungsstrebe insbesondere über ein Fixierelement verbunden ist.
Dabei kann das Fixierelement beispielsweise mit einer Niete, einer Schraubverbindung
oder einer Klebeverbindung realisiert sein. Die Verbindung mit der Verbindungsstrebe
erfolgt dabei vorzugsweise so, dass das Band fest mit der Verbindungsstrebe verbunden
ist und dadurch eine Bewegung der Verbindungsstrebe über das fixierte Band auf die
Seitenstreben übertragen wird. Dadurch ist die Möglichkeit geschaffen, Kräfte vom
Spannelement über die Verbindungsstrebe auf die Seitenstreben und damit auf die Bespannung
zu übertragen. Dadurch wird es möglich, dass die Spannkräfte durch das Spannelement
auf die Bespannung verteilt werden und dadurch das Aufspannen des erfindungsgemäßen
Pavillons oder Zeltes besonders verlässlich und einfach möglich wird.
[0040] Vorzugsweise umgreift das Band die Verbindungsstrebe so, dass auf einer Seite der
Verbindungsstrebe das Fixierelement angebracht, insbesondere lösbar angebracht ist
und auf der gegenüberliegenden Seite der Verbindungsstrebe die beiden Enden der Seitenstreben
zum Liegen kommen, welche mit den Enden des Bandes fest verbunden sind. Durch diese
Ausbildung der gelenkigen Verbindung mit dem die Verbindungsstrebe umschließenden
Band gelingt es, dass die Spannkräfte, welche über eine Seitenstrebe übertragen werden,
zu einer Drehbewegung der Verbindungsstrebe führen, die durch eine Gegendrehbewegung
durch die Spannkräfte, welche über die andere Seitenstrebe übertragen werden, kompensiert
wird, was durch die Führung des Bandes um die Verbindungsstrebe und durch die Fixierung
des Bandes an der Verbindungsstrebe im besonderen Maß ermöglicht wird. Ein bevorzugter,
besonders stabiler Zustand kann dadurch erreicht werden, dass die Anordnung, so ausgebildet
wird, dass sich die Längsachsen der Seitenstreben unterhalb der Verbindungsstrebe
schneiden. Durch eine ausreichend breite Bandbreite wird es möglich, dass über die
Seitenstreben auch laterale Kräfte auf den Endbereich der Bespannung, welche mit den
Enden der Streben verbunden sind, die wiederum mit den Seitenstreben verbunden sind,
übertragen werden können.
[0041] Besonders nützlich hat es sich dabei erwiesen, den Pavillon oder das Zelt so weiterzubilden
dass die Anzahl der Streben des Nebenstrebewerks ungleich zu der des Hauptstrebewerks
gewählt ist. Damit lassen sich die Eigenschaften des Pavillons beziehungsweise des
Zeltes je nach erwarteter Nutzungssituation anpassen, insbesondere durch Erhöhung
der Anzahl der Hauptstreben und damit der Füße die Standfestigkeit erhöhen, wogegen
durch Erhöhung der Anzahl der Nebenstreben der Zugang zum Pavillon oder zum Zelt verbessert
wird, da im Bereich der Enden der Nebenstreben die Zugangsöffnung zum Pavillon oder
Zelt angeordnet ist. Ein besonders bevorzugter Pavillon zeigt beispielhaft drei Hauptstreben
und damit drei Standfüße während er vier Nebenstreben zeigt. Dieser Pavillon zeigt
einen kompakten und ausreichend stabilen Aufbau, der einen ausreichenden Schutz vor
äußeren Einflüssen insbesondere Sonne und Wind beziehungsweise Regen ermöglicht.
[0042] Es hat sich besonders bewährt, dass die Bespannung des Pavillons oder des Zeltes
mit wenigstens einem flächigen Steg insbesondere aus Gewebe und/oder Folie zur Aufnahme
einer oder mehrerer Streben und/oder eines oder mehrerer Bänder und/oder einer oder
mehrerer gelenkiger Verbindungen der Streben ausgebildet ist. Dabei ist der flächige
Steg oder sind die flächigen Stege zur Übertragung der Spannung einer aufgenommenen
Strebe oder eines aufgenommenen Bandes auf die Bespannung vorgesehen. Dadurch lassen
sich Spannungskräfte besonders verlässlich von der Bespannung auf eine Strebe, auf
ein Band oder auf gelenkige Verbindungen der Streben übertragen. Dieses Vorsehen des
oder der flächigen Stege der Bespannung ermöglicht insbesondere bei langen Streben
eine sichere Übertragung der Kräfte zwischen der Bespannung und den Streben beziehungsweise
den Bändern oder Seilen beziehungsweise einen guten Ausgleich dieser Kräfte.
[0043] Es hat sich dabei auch als bevorzugte Ausbildung der Erfindung gezeigt, die flächigen
Stege durch Schleifen aus bandförmigem Material zu bilden und von diesen insbesondere
eine Mehrzahl vorzusehen. Diese Ausbildung erweist sich als besonders einfach zu fertigen.
[0044] Als besonders nützlich hat es sich dabei erwiesen, wenigstens einen flächigen Steg
im Bereich einer Verbindungslinie zwischen den Enden zweier benachbarter Streben des
Nebenstrebewerks am Rand der Bespannung anzuordnen. Dabei kann der Flächige Steg auch
als Schleife ausgebildet sein. Bei dieser Wahl hat sich ein besonders wirksamer Kraftausgleich
eingestellt, der einen besonders sicheren und stabilen Aufbau des Pavillons oder des
Zeltes ermöglicht.
[0045] Alternativ oder ergänzend hat es sich besonders bewährt, Streben des Hauptstrebewerks
mit Drehgelenken zu versehen, die einen Anschlag zur Verhinderung der Überstreckung
aufweisen, was die Möglichkeit schafft, die Hauptstreben mittels des Drehgelenkes
zusammenzufalten, ohne dass ein unerwünschtes Überstrecken des Drehgelenkes, was die
Stabilität der Hauptstreben gerade im aufgebauten Zustand negativ beeinflussen würde,
möglich ist. Durch das Zusammenfalten sind die Handhabung und der Transport des Hauptstrebewerkes
erleichtert.
[0046] Dabei ist insbesondere die Länge der Strebe - sei es eine Strebe des Haupt- und/oder
des Nebenstrebewerks - zwischen dem Drehgelenk und dem gemeinsamen Gelenkbereich entsprechend
der Länge zwischen einer Strebe des Nebenstrebewerks und dem gemeinsamen Gelenkbereich
gewählt. Dies ermöglicht ein besonderes einfaches und kompaktes Zusammenfalten des
Strebewerkes, insbesondere dann wenn alle drei Längen durch geeignete Positionierung
des Drehgelenks etwa gleich lang gewählt sind.
[0047] Alternativ oder ergänzend zu den Drehgelenken hat es sich auch bewährt, Steckverbindungen
vorzusehen, die ein Auftrennen der Streben in einzelne Segmente ermöglichen und dadurch
den Transport und die Lagerung vereinfachen.
[0048] Eine andere Weiterbildung des erfindungsgemäßen Pavillons oder Zelt zeigt, wenigstens
eine Strebe insbesondere alle Streben des Nebenstrebewerks, die biegesteifer als wenigstens
eine Strebe insbesondere alle Streben des Hauptstrebewerks ausgebildet ist oder sind.
Dadurch wird es möglich, dass Spannkräfte vom Spannelement über das Nebenstrebewerk
auf die Mittenbereiche des Randes zwischen zwei benachbarten Zwickeln der Bespannung
besonders wirkungsvoll übertragen werden und eine Zugspannung über den Rand der Bespannung
auf den Endbereich der Zwickel und damit auf die Enden des Hauptstrebewerks übertragen
wird. Durch die differenzierte Ausbildung der Streben hinsichtlich der Biegesteifigkeit
des Haupt- beziehungsweise des Nebenstrebewerks gelingt es, einerseits einen sehr
stabilen Stand des Pavillons oder Zeltes zu ermöglichen und andererseits den Prozess
des Aufstellens beziehungsweise des Abbauens mit Hilfe des Spannelementes besonders
verlässlich zu gestalten.
[0049] Nach einer weiteren bevorzugten Ausbildung des erfindungsgemäßen Pavillons oder Zeltes
ist wenigstens eine Strebe des Nebenstrebewerks oder des Hauptstrebewerks so ausgebildet,
dass sie im Bereich wenigstens eines ihrer Enden biegesteifer ausgebildet ist als
im Bereich ihrer Mitte insbesondere im gemeinsamen Gelenkbereich. Dadurch wird es
möglich, dass der Pavillon oder das Zelt im aufgestellten Zustand im höchsten Bereich
stärker gebogen ist als im Bereich der Füße beziehungsweise im Randbereich der Bespannung.
Dies führt zu einem besonders funktionellen, leicht begehbaren und stabilen Pavillon
oder Zelt.
[0050] Vorzugsweise ist bei dem Pavillon oder dem Zelt der Randbereich der Bespannung verstärkt
ausgebildet und insbesondere zugfest ausgebildet. Dadurch gelingt es, wesentliche
Teile der durch die Bespannung übertragenen Spannkräfte durch den verstärkten Rand
zu übertragen. Gerade dadurch können die Zug- beziehungsweise Spannkräfte zwischen
den Enden des Hauptstrebewerks und denen des Nebenstrebewerks besonders gut ausgeglichen
beziehungsweise übertragen werden, was sich positiv auf die Standsicherheit auswirkt.
[0051] Dies erweist sich vor allem daher als besonders hilfreich, da die übertragenen Spannkräfte
zwischen den Bereichen der Bespannung, die mit den Endbereichen der Streben verbunden
sind, besonders hoch sind. Durch diese verstärkten Ränder wird es möglich, die Bespannung
im Übrigen leichter auszubilden und dadurch die Handhabung des Zeltes beziehungsweise
des Pavillons insbesondere beim Transport und beim Aufbau beziehungsweise beim Abbau
zu verbessern.
[0052] Vorzugsweise sind die Taschen, in die die Enden der Streben des Hauptstrebewerkes
eingebracht werden und dadurch in ihrer Lage zur Bespannung positioniert sind, mit
verstärktem Rand so verbunden insbesondere in diesen integriert, dass eine stabile
Verbindung der Taschen mit dem Rand gegeben ist, die einen sicheren Stand des Zeltes
oder Pavillons ohne zusätzlichen Anker ermöglicht.
[0053] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die Abbildungen beispielhaft erläutert. Die Erfindung ist nicht auf diese bevorzugten
Ausführungsbeispiele beschränkt.
- Fig. 1
- zeigt in einer schematischen Darstellung einen beispielhaften, erfindungsgemäßen Pavillon
in einer Ansicht von schräg oben,
- Fig. 2
- zeigt in einer schematischen Darstellung den Pavillon aus Fig. 1 in einer Ansicht
von schräg unten,
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Darstellung eines Spannelementes des Pavillons aus Fig. 1
und
- Fig. 4
- zeigt eine beispielhafte gelenkige Verbindung der Seitenstreben mit den Verbindungsstreben
eines Spannelementes.
[0054] In Fig. 1 ist schematisch ein erfindungsgemäßer, beispielhafter Pavillon 1 dargestellt.
Er zeigt eine flächige Bespannung 2 und ein Strebewerk 3,4, das mit der Bespannung
2 verbunden ist und geeignet und dafür vorgesehen ist, die Bespannung 2 in einer 3-dimensionalen
Form zu halten.
[0055] Das Strebewerk 3,4 besteht aus zwei Teilen, einem Hauptstrebewerk 3 und einem Nebenstrebewerk
4. Dabei weist das Hauptstrebewerk 3 ein oder mehrere federnd elastische Streben 5a
auf, die geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Endbereiche 6 zweier gegenüberliegender
Zwickel 7 der Bespannung 2 miteinander zu verbinden und dabei Standfüße 11a für den
Pavillon 1 zu bilden.
[0056] Dagegen weist das Nebenstrebewerk 4 ein oder mehrere federnd elastische Streben 5b
auf, die geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Mittenbereiche 8 des Randes 9
zwischen zwei benachbarten Zwickeln 7 der Bespannung 2 miteinander zu verbinden.
[0057] Um den Pavillon 1 in seiner aufgebauten Struktur stabil zu halten, zeigt das Strebewerk
3,4 wenigstens ein Spannelement 10, das geeignet und dafür vorgesehen ist, wenigstens
den Abstand der Enden 11 einer Strebe 5a,5b des Strebewerks 3,4 und damit den Abstand
der mit den Enden 11 der Strebe 5a,5b verbundenen Bereiche der Bespannung 2 zu vergrößern.
Durch diese Vergrößerung des Abstandes, die durch die Ausmaße der Bespannung 2 begrenzt
ist, entstehen widerstrebende Kräfte zwischen den durch das Spannelement 10 gespannten,
elastischen Streben 5a,5b und dem mit den Enden 11 der Streben 5a,5b verbundenen Rand
9 der Bespannung 2.
[0058] Das beschriebene Spannelement 10 ist beispielhaft in Fig. 3 näher dargestellt.
[0059] Diese widerstrebenden Kräfte werden ergänzt durch Kräfte, die durch Bänder 16 erzeugt
werden. Die Bänder 16 sind zwischen verschiedenen Bereichen einer Strebe 5a oder Teilen
einer Strebe 5a vorgesehen und geeignet, die verschiedenen Bereiche in ihrem Abstand
zu beschränken, wodurch die weitere Gegenkraft zur Erzeugung der Gesamtstabilität
des Pavillons 1 im Wesentlichen festgelegt ist. Durch einen Ausgleich dieser Kräfte
gelingt es, einen statisch stabilen Zustand zu erreichen, der es ermöglicht, einerseits
auf eine Mittelstrebe zu verzichten und andererseits auf aufwändige Bodenverankerungen
ebenso zu verzichten. Auch lassen sich durch die Bänder 16 zur Abstandsbeschränkung
differenzierte Vorspannungen und damit differenzierte Biegeradien der Streben 5a in
einem gewünschten Maß erzeugen, was sich positiv auf die Nutzbarkeit des Pavillons
1 insbesondere im Hinblick auf die Kopffreiheit auswirkt.
[0060] Dabei sind die Enden 18 der Bänder 16 zur Abstandsbeschränkung mit einer Strebe 5a
durch eine Formschlussverbindung 19 verbunden. Dabei wird bei der Formschlussverbindung
19 die Verbindung durch Einhängen des Bandes 16 in eine korrespondierende Ausnehmung
oder durch Entnehmen aus der Ausnehmung geschaffen oder gelöst. Dabei zeigt das Band
16 zur Abstandsbeschränkung ein Verbindungselement, das in seiner Außenkontur mit
der Ausnehmung korrespondiert und eine Formschlussverbindung 19 ermöglicht, mittels
der Zugkräfte übertragen werden können.
[0061] Der Pavillon 1 zeigt vier Standfüße 11a, die durch die Enden 11 der Streben 5a des
Hauptstrebewerks 3 gebildet sind. Diese sind mit dem Endbereich 6 je eines Zwickels
7 der Bespannung 2 verbunden, so dass die Endbereiche 6 im verbundenen Zustand fest
mit den Enden 11 der Streben 5a verbunden sind, wobei diese Verbindung lösbar ausgebildet
ist. Diese Verbindung wird dadurch realisiert, dass der Rand 9 der Bespannung 2 verstärkt
ausgebildet ist und in den Endbereichen 6 Taschen zur Aufnahme der Enden 11 der Streben
5a des Hauptstrebewerks 3 aufweist. Durch diese verstärkten Taschen als Teil des verstärkten
Randes 9 ist eine sehr robuste Ausbildung der Bespannung 2 und zugleich eine gute
Kraftübertragung zwischen den Streben 5a des Hauptstrebewerks 3 und der Bespannung
2 des Pavillons 1 gegeben. Dabei sind die Taschen in den Mittenbereichen 8 des Randes
der Bespannung 2 zwischen zwei Zwickeln 7 dem Nebenstrebewerk 4 zugeordnet, während
die Enden der Streben 5a des Hauptstrebewerks 3 mit Hilfe von Federringen im Bereich
der Zwickel 7 lösbar mit der Bespannung 2 verbunden sind. Dadurch gelingt es, ein
Lösen der Zwickel 7 beim Zusammenklappen des Pavillons oder Zeltes vom Hauptstrebewerk
3 zu verhindern und dadurch die Handhabung zu verbessern.
[0062] Es bilden erfindungsgemäß nur Enden 11 des Hauptstrebewerks 3 Standfüße 11a. Die
Streben 5b des Nebenstrebewerks 4 enden beim erfindungsgemäßen, aufgebauten Pavillon
1 nicht als Standfüße auf dem Boden sondern in der Luft. Die federnd elastischen Streben
5b des Nebenstrebewerks 4 verbinden dabei jeweils Mittenbereiche 8 des Randes 9, die
zwischen zwei benachbarten Zwickeln 7 der Bespannung 2 und somit zwischen benachbarten
Standfüße 11a angeordnet sind. Die Enden 11 der Streben 5b sind mit dem verstärkten
Rand 9 fest aber lösbar verbunden, was entsprechend dem Hauptstrebwerk 3 mit Hilfe
von in dem Rand 9 angeordneten Taschen zur Aufnahme der Enden 11 der Streben 5b des
Nebenstrebewerks 4 erfolgt.
[0063] Der beispielhafte Pavillon 1, kann durch die erfindungsgemäße Struktur des Pavillons
1 auf jede Mittelstrebe verzichten, die den Pavillon 1 vom Boden abstützt und mit
deren Hilfe durch Veränderung der Länge der Mittelstrebe oder eines Aufstellmechanismus
der Pavillon aufgestellt werden kann. Dies ermöglicht eine sehr gute Nutzbarkeit des
Innenraums des Pavillons 1.
[0064] In Fig. 2 ist der Pavillon 1 aus Fig. 1 in einer schematischen Darstellung von schräg
unten gezeigt. Dadurch wird das Strebewerk 3,4 in größerem Umfang sichtbar als in
Fig. 1.
[0065] Das Hauptstrebewerk 3 besteht aus zwei Hauptstreben 5a, die sich jeweils von einem
Endbereich 6 des Zwickels 7 der Bespannung 2 zum gegenüberliegenden Endbereich 6 erstrecken
und gemeinsam die gegenüberliegenden Standfüße 11a bilden. Insgesamt zeigt der Pavillon
1 damit vier Standfüße 11a.
[0066] Jeder Hauptstrebe 5a ist ein Band 16 zur Abstandsbeschränkung zugeordnet, das im
Endbereich nahe am Standfuß 11a mit seinem Ende 18 mittels einer Formschlussverbindung
19 mit der Hauptstrebe 5a verbunden ist und auf der Innenseite der Streben 5a also
auf der von der Bespannung 2 abgewandten Seite der Hauptstrebe 5a angeordnet ist.
Diese Bänder 16 sind im Wesentlichen aus Polyester gefertigt.
[0067] Im Dachbereich des Pavillons 1 gehen die Bänder 16 in ein flächiges Element 17 zur
Verbindung der mehreren Bänder 16 zur Abstandsbeschränkung über. Mit Hilfe des flächigen
Elementes 17 werden die Kräfte zwischen den Bändern 16 zur Abstandsbeschränkung ausgeglichen.
Das flächige Element 17 ist dabei vorzugsweise zusätzlich mit den Hauptstreben 5a
über eine formschlüssige Verbindung verbunden, durch welche das flächige Element 17
in dem Dachbereich unterhalb des Kreuzungsbereichs der Hauptstreben 5a wie auch der
Nebenstreben 5b angeordnet ist. Mit Hilfe dieser Verbindung gelingt es, an zusätzlichen
Bereichen der Hauptstreben 5a Kräfte der Bänder 16 zur Abstandsbeschränkung auf die
Hauptstreben 5a einzubringen.
[0068] In entsprechender Weise erfolgt dies mittels der flächigen Stege 20 zur Verbindung
der Streben 5a des Hauptstrebewerks 3 mit den Bändern 16 zur Abstandsbeschränkung.
Diese flächigen Stege 20 werden aus demselben Material wie die Bespannung aus beschichtetem
Polyester gefertigt. Die Stege 20 zeigen schlauchartige Hohlräume zur Aufnahme der
Bänder 16 zur Abstandsbeschränkung beziehungsweise zur Aufnahme der Streben 5a des
Hauptstrebewerks 3 und können somit Kräfte zwischen diesen übertragen. Da die flächigen
Stege 20 zusätzlich mit der Bespannung 2 verbunden sind, stellen sie zugleich flächige
Stege 22 zur Übertragung von Kräften zwischen der Bespannung 2 und den Bändern 16
zur Abstandsbeschränkung beziehungsweise den Streben 5a dar.
[0069] Die flächigen Stege 20,22 sind dabei so angeordnet, dass sie im Bereich 24 der Bespannung
2 auf einer Verbindungslinie zwischen den Enden 11 zweier benachbarter Streben 5b
des Nebenstrebewerks 4 und dem Verlauf einer Strebe 5a des Hauptstrebewerks 3 angeordnet
sind. Vorzugsweise sind die flächigen Stege 20,22 mit der Bespannung 2 über eine Länge
von etwa 20 cm fest verbunden, was insbesondere durch Vernähen und Verkleben der Polyester-Gewebe
der Stege 20,22 beziehungsweise der Bespannung 2 erfolgt.
[0070] Neben dem Hauptstrebewerk 3 ist auch das Nebenstrebewerk 4 aus federnd elastischen
Streben 5b gebildet. Diese Nebenstreben 5b sind geeignet und dafür vorgesehen, jeweils
Mittenbereiche 8 des Randes 9 zwischen zwei benachbarten Zwickeln 7 der Bespannung
2 miteinander zu verbinden.
[0071] In der Mitte der Nebenstreben 5b befindet sich ein Gelenkbereich 12, der die zwei
Teile der Strebe 5b gelenkig miteinander verbindet. Dieser Gelenkbereich 12 ist in
Fig. 3 näher dargestellt. Die Gelenkbereiche 12 der Nebenstreben 5b bilden gemeinsam
einen gemeinsamen Gelenkbereich 12a. In entsprechender Weise bilden die Gelenkbereiche
der Streben des Hauptstrebewerks ebenso einen gemeinsamen Gelenkbereich. Die gemeinsamen
Gelenkbereiche können sogar zu einem einzigen gemeinsamen Gelenkbereich zusammengefasst
sein.
[0072] In Fig. 2 ist das Spannelement 10, welches zwischen dem flächigen Element 17 und
den gemeinsamen Gelenkbereichen 12a des Hauptstrebewerks 3 beziehungsweise des Nebenstrebewerks
4 angeordnet ist, zu entnehmen. Dieses wird im Folgenden anhand der Fig. 3 näher erläutert.
[0073] Die Streben 5a des Hauptstrebewerks 3 sind mit mehreren Drehgelenken 23 versehen,
die einen Anschlag zur Verhinderung der Überstreckung aufweisen, was die Möglichkeit
schafft, die Hauptstreben 5a mittels des Drehgelenkes 23 zusammenzufalten, ohne dass
ein unerwünschtes Überstrecken des Drehgelenkes 23 möglich ist, was die Stabilität
der Hauptstreben 5a gerade im aufgebauten Zustand negativ beeinflussen würde. Durch
das Zusammenfalten sind die Handhabung und der Transport des Hauptstrebewerkes 3 erleichtert.
[0074] Dabei ist die Länge der Strebe 5a des Hauptstrebewerks 3 und die Länge der Strebe
5b des Nebenstrebewerks 4 zwischen dem Drehgelenk 23 und dem gemeinsamen Gelenkbereich
12a entsprechend der Länge zwischen einer Strebe 5b des Nebenstrebewerks 4 und dem
gemeinsamen Gelenkbereich 12a gewählt. Dies ermöglicht ein besonderes einfaches und
kompaktes Zusammenfalten des Strebewerkes 3,4, insbesondere dann wenn alle drei Längen
durch geeignete Positionierung des Drehgelenks 23 etwa gleich lang gewählt sind.
[0075] In Fig. 3 ist schematisch ein Aufbau eines beispielhaften Spannelements 10 dargestellt,
das ausschließlich auf die Streben 5b des Nebenstrebewerks 4 einwirkt. Die zwei Streben
5b des Nebenstrebewerks 4 kreuzen sich in einem gemeinsamen Gelenkbereich 12a. Dabei
sind die Streben 5b in zwei Teile geteilt, die gelenkig miteinander verbunden sind.
Dies erfolgt dabei über Bänder 14, die die gelenkige Verbindung 13 der Enden der Teile
der Strebe 5b des Nebenstrebewerks 4 ermöglichen.
[0076] Die zwei Bänder 14 der beiden gelenkigen Verbindungen 13 der beiden Nebenstreben
5b haben ein gemeinsames, flächiges Element 15. Dieses gemeinsame, flächige Element
15 wird durch Vernähen der überlappenden Bänder 14 gebildet und ist dadurch geeignet,
Kräfte zwischen den Bändern 14 und damit zwischen den Streben 5b des Nebenstrebewerks
4 auszugleichen. Der Bereich der Bänder 14 bildet den gemeinsamen Gelenkbereich 12a.
Über dieser Bänder 14 der gelenkigen Verbindungen 13 lassen sich Zugkräfte, aber keine
Druckkräfte übertragen, was erfindungsgemäß nicht notwendig ist, da durch das Spannelement
10 und das durch dieses erzeugte Aufspannen keine oder nahezu keine Druckkräfte zwischen
den Teilen der Streben 5b übertragen werden müssen. Diese Gelenke zeigen einen einfachen
und robusten Aufbau.
[0077] Das hier dargestellte Spannelement 10 besteht aus einer Verbindungsstrebe 10b, die
mit einem Klappmechanismus 10a versehen ist, und zwei Seitenstreben 10c, die mittig
an der Verbindungsstrebe 10b befestigt sind und sich lateral von dieser abspreizen.
Die freien Enden der Verbindungsstrebe 10b beziehungsweise der Seitenstreben 10c sind
mit den vier Teilen der Nebenstreben 5b gelenkig verbunden, wodurch ein Verschwenken
der Streben 5b, 10b, 10c gegeneinander um eine Drehachse ohne Verschieben der gelenkigen
Verbindung entlang der Streben 5b, 10b, 10c ermöglicht ist. Dies wird über an den
Streben 5b befestigte Aufnahmen mit als Bohrungen ausgebildete Drehlager ermöglicht,
in die an den Enden der Verbindungsstrebe 10b beziehungsweise der Seitenstrebe 10c
angeordnete Bolzen in der Art einer Scharnierverbindung eingreifen.
[0078] Die Verbindungsstrebe 10b des Spannelements 10 kann mit Hilfe des Klappmechanismus
10a, der eine Kniehebelmechanik zeigt, in ihrer Länge variiert werden. Mit Hilfe der
Kniehebelmechanik des Klappmechanismus 10a gelingt es auf einfache Weise, ohne dass
große Kräfte erforderlich sind, die Länge der Verbindungsstrebe 10b des Spannelements
10 zu vergrößern, auch wenn dies gegen ernsthafte Gegenkräfte durch den restlichen
Pavillon 1 erfolgt, und dadurch den Pavillon 1 aufzuspannen und in seiner aufgespannten
Form zu halten.
[0079] Durch Verlängerung der Verbindungsstrebe 10b wird der Abstand der Aufnahmen der gelenkigen
Verbindungen an den Nebenstreben 5b vergrößert und dadurch auch die Nebenstreben 5b
mit ihren Enden 11 auseinander gespreizt und dadurch ihr relativer Abstand vergrößert.
Wird diese Bewegung durch Gegenkräfte begrenzt, beispielsweise durch Spannkräfte der
Bespannung 2 beziehungsweise durch das Hauptstrebewerk 3 mit den zugehörigen Bändern
16, so bildet sich ein Gleichgewicht der Kräfte aus, das die statische Struktur des
erfindungsgemäßen Pavillons 1 im aufgebauten Zustand definiert.
[0080] Der erfindungsgemäße Pavillon 1 zeichnet sich durch eine einfache Handhabung und
einen sicheren Stand auch ohne zusätzliche Verankerungen im Boden aus. Dadurch dass
er keine Mittelstrebe und auch keinen Boden oder Verspannung auf dem Boden benötigt,
zeigt er einen sehr einfachen Aufbau und zugleich einen hohen Nutzwert, der sich insbesondere
durch eine große Bewegungsfreiheit, eine gute Kopffreiheit und ein einfaches Handhaben
auszeichnet. Weiterhin erweist sich der erfindungsgemäße Pavillon 1 als mobil und
daher im aufgebauten Zustand leicht von einer Position an eine andere Position versetzbar.
Es ist dabei weitgehend vom Untergrund unabhängig.
[0081] Erfindungsgemäß zeichnet sich der aufgebaute Pavillon 1 durch einen einfachen Abbauprozess
aus. Zuerst wird die Verbindungsstrebe 10b des Spannelements 10 mit Hilfe des Klappmechanismus
10a verkürzt, indem der Kniehebelmechanismus betätigt wird. Durch das Verkürzen verringern
sich die Abstände der Streben 5b des Nebenstrebewerks 4 und damit auch die Abstände
der mit diesen über die Bespannung 2 beziehungsweise dessen Rand 9 verbundenen Streben
5a des Hauptstrebewerks 3, was zu einem Zusammenklappen oder Zusammenfalten des Pavillons
1 mit der Bespannung 2 und dem Strebewerk 3,4 führt. Dabei ist es möglich, die Verbindungsstrebe
10b nach dem Entsichern auf einer Seite von der Nebenstrebe 5b zu trennen und dadurch
das Spannelement 10 zu entriegeln. Hierdurch lässt sich das Spannelement 10 frei um
das geschlossene Drehgelenk 23 verschwenken und dadurch die Teile der Hauptstreben
5a und der Nebenstreben 5b im gemeinsamen Gelenkbereich 12a zusammenfalten. Danach
werden die Drehgelenke 23 der Hauptstreben 5a des Hauptstrebewerks 3 genutzt, um die
beiden Schenkel der Teile der Hauptstreben 5a zusammenzuklappen, wodurch der Pavillon
1 noch kompakter zusammengelegt ist.
[0082] Um den Pavillon 1 aufzubauen, werden in umgekehrter Reihenfolge zuerst die Hauptstreben
5a an den Drehgelenken 23 in die gerade, aufgeklappte Position überführt also bis
zum Anschlag gestreckt, um dann anschließend die Verbindungsstrebe 10b in die Aufnahme
an der Nebenstrebe 5b einzuhängen und durch Betätigen des Klappmechanismus 10a die
Verbindungsstrebe 10b des Spannelementes 10 so zu verlängern, dass der erfindungsgemäße
Pavillon 1 eine stabile Struktur eingenommen hat. Zum Abschluss wird der Pavillon
1 auf seinen vier Standfüßen an die gewünschte Position gestellt.
[0083] In Fig. 4 ist in einer Teilansicht das Spannelement 10 dargestellt. Das Spannelement
10 ist so ausgebildet, dass es mit zwei Seitenstreben 10c versehen ist, die paarweise
zu beiden Seiten der Verbindungsstrebe 10b angeordnet sind und beide gelenkig miteinander
über die Verbindungsstrebe 10b verbunden sind. Die gelenkige Verbindung erfolgt dabei
mittels eines Bandes 30 aus zugfestem Gewebe. Die Enden 32 des Bandes 30 sind mit
den der Verbindungsstrebe zugewandten Enden der Seitenstreben 10c fest verbunden.
Das Band 30 ist mittig mit der Verbindungsstrebe 10b über eine Fixierschraube 31 fest
aber lösbar verbunden.
[0084] Die Verbindung des Bandes 30 mit der Verbindungsstrebe 10b erfolgt dabei so, dass
das Band 30 fest mit der Verbindungsstrebe 10b verbunden ist und dadurch eine Bewegung
der Verbindungsstrebe 10b zum Aufspannen des Pavillons 1 über das fixierte Band 30
auf die Seitenstreben 10c übertragen werden kann. Dadurch ist die Möglichkeit geschaffen,
Kräfte vom Spannelement 10 über die Verbindungsstrebe 10b auf die Seitenstreben 10c
und damit auf die Bespannung 2 zu übertragen. Dadurch wird es möglich, dass die Spannkräfte
durch das Spannelement 10 auf die Bespannung 2 verteilt werden und dadurch das Aufspannen
des erfindungsgemäßen Pavillons 1 besonders verlässlich und einfach möglich wird.
[0085] Dabei umgreift das Band 30 die Verbindungsstrebe 10b so, dass auf einer Seite der
Verbindungsstrebe 10b die Fixierschraube 31 angebracht ist und auf der gegenüberliegenden
Seite der Verbindungsstrebe 10b die beiden Enden 32 der Seitenstreben 10c zum Liegen
kommen, welche mit den Enden 32 des Bandes 30 fest verbunden sind. Durch diese Ausbildung
der gelenkigen Verbindung mit dem die Verbindungsstrebe 10b umschließenden Band 30
gelingt es, dass die Spannkräfte, welche über eine Seitenstrebe 10c übertragen werden,
zu einer Drehbewegung der Verbindungsstrebe 10b führen, die durch eine Gegendrehbewegung
durch die Spannkräfte, welche über die andere Seitenstrebe 10c übertragen werden,
kompensiert wird. Dies wird durch die Führung des Bandes 30 um die Verbindungsstrebe
10b und durch die Fixierung des Bandes 30 an der Verbindungsstrebe 10b im besonderen
Maß ermöglicht. Durch eine ausgeprägte Bandbreite ist es möglich, dass über die Seitenstreben
10c auch laterale Kräfte auf den Randbereich 6,8,9 der Bespannung 2, welche mit den
Enden 11 der Streben 5a,5b verbunden sind, die wiederum mit den Seitenstreben 10c
verbunden sind, übertragen werden können. Auch ist es durch diese Ausbildung möglich,
dass sich die Seitenstreben 10c beim Zusammenklappen des Pavillons 1 an die Verbindungsstrebe
10b seitlich anlegen und sich dadurch besonders einfach transportieren lassen.
[0086] Diese Ausbildung des Spannelements 10 ermöglicht einen einfachen Aufbau des Pavillons
1 und eine gute Handhabbarkeit des Pavillons 1.
Bezugszeichenliste
[0087]
- 1
- Pavillon oder Zelt
- 2
- Flächige Bespannung
- 3
- Hauptstrebewerk
- 4
- Nebenstrebewerk
- 5a
- Strebe des Hauptstrebewerks
- 5b
- Strebe des Nebenstrebewerks
- 6
- Endbereich eines Zwickels
- 7
- Zwickel
- 8
- Mittenbereich des Randes der Bespannung zwischen zwei Zwickeln
- 9
- Rand der Bespannung
- 10
- Spannelement
- 10a
- Klappmechanismus des Spannelements, Kniehebelmechanismus
- 10b
- Verbindungsstrebe des Spannelements
- 10c
- Seitenstrebe des Spannelements
- 11
- Enden einer Strebe
- 11a
- Standfuß des Pavillons
- 12
- Gelenkbereich zwischen zwei Teilen einer Strebe
- 12a
- Gemeinsamer Gelenkbereich
- 13
- Gelenkige Verbindung zwischen Teilen der Streben des Haupt- bzw. Nebenstrebewerks
- 14
- Bänder der Gelenkigen Verbindung 13
- 15
- Flächiges Element der Bänder 14 als Teil der Gelenkigen Verbindung 13
- 16
- Band zur Abstandsbeschränkung
- 17
- Flächiges Element zur Verbindung mehrerer Bänder zur Abstandsbeschränkung 14
- 18
- Ende eines Bandes zur Abstandsbeschränkung 14
- 19
- Formschlussverbindung
- 20
- Flächiger Steg zur Verbindung von Streben mit den Bändern zur Abstandsbeschränkung
- 22
- Flächiger Steg zur Verbindung von Streben und Bändern zur Abstandsbeschränkung mit
der Bespannung
- 23
- Drehgelenk
- 24
- Bereich der Bespannung auf einer Verbindungslinie zwischen den Enden zweier benachbarter
Streben des Nebenstrebewerks und dem Verlauf einer Strebe des Hauptstrebewerks
- 30
- Band
- 31
- Fixierschraube, Fixierelement
- 32
- Ende der Seitenstrebe 10c, das der Verbindungsstrebe 10b zugewandt ist
1. Pavillon (1) oder Zelt mit einer flächigen Bespannung (2) und einem Strebewerk (3,4),
das mit der Bespannung (2) verbunden ist und geeignet und dafür vorgesehen ist, die
Bespannung (2) in einer 3-dimensionalen Form zu halten,
wobei das Strebewerk (3,4) aus einem Hauptstrebewerk (3) und einem Nebenstrebewerk
(4) besteht, wobei das Hauptstrebewerk (3) ein oder mehrere federnd elastische Streben
(5a) aufweist, die geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Endbereiche (6) zweier
gegenüberliegender Zwickel (7) der Bespannung (2) miteinander zu verbinden und Standfüße
(11a) für den Pavillon (1) oder das Zelt zu bilden,
wobei das Nebenstrebewerk (4) ein oder mehrere federnd elastische Streben (5b) aufweist,
die geeignet und dafür vorgesehen sind, jeweils Mittenbereiche (8) des Randes (9)
zwischen zwei benachbarten Zwickeln (7) der Bespannung (2) miteinander zu verbinden,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Spannelement (10) vorgesehen ist, das geeignet und dafür vorgesehen
ist, wenigstens den Abstand der Enden (11) einer Strebe (5a,5b) des Strebewerks (3,4)
und damit den Abstand der mit den Enden (11) der Strebe (5a,5b) verbundenen Bereiche
der Bespannung (2) zu vergrößern und dass keine Mittelstrebe vorgesehen ist.
2. Pavillon oder Zelt nach Anspruch 1, wobei wenigstens eine Strebe (5a,5b) des Hauptstrebewerks
(3) und/oder des Nebenstrebewerks (4) mehrteilig ausgebildet ist, wobei die Teile
der Strebe (5a,5b) in einem Gelenkbereich (12) miteinander gelenkig verbunden sind
und insbesondere mehrere Teile mehrerer Streben (5a,5b) im gemeinsamen Gelenkbereich
(12a) gelenkig verbunden sind und wobei insbesondere ein flächiges Element (15) im
gemeinsamen Gelenkbereich (12a) vorgesehen ist, das mehrere Bänder (14), Drähte, Seile,
Federn, und/oder gummielastische Verbindungselemente der gelenkigen Verbindungen im
gemeinsamen Gelenkbereich (12a) verbindet und die eingeleiteten Spannungen ausgleicht.
3. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die gelenkige Verbindung
(13) zwischen Streben (5a,5b) oder zwischen Teilen von Streben (5a,5b) mittels Bändern
(14), Drähten, Seilen, Federn, gummielastischen Verbindungselementen und/oder Drehgelenken
gebildet ist.
4. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Band
(16) oder ein Seil zwischen verschiedenen Bereichen einer Strebe (5a) und/oder eines
Teils einer Strebe (5a) vorgesehen ist und geeignet ist, die verschiedenen Bereiche
in ihrem Abstand zu beschränken.
5. Pavillon oder Zelt nach Anspruch 4, wobei wenigstens ein flächiges Element (17) vorgesehen
ist, das mehrere Bänder (16) oder Seile, welche sich zwischen verschiedenen Bereichen
einer Strebe (5a) und/oder eines Teils einer Strebe (5a) erstrecken, insbesondere
im Bereich des gemeinsamen Gelenkbereichs (12a) verbindet und die eingeleiteten Spannungen
ausgleicht.
6. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein flächiger
Steg (20) zur Aufnahme einer Strebe (5a) und eines Bandes (16) oder einer insbesondere
als Draht oder als Seil oder als Feder oder als gummielastisches Verbindungselement
ausgebildeten gelenkigen Verbindung (13) vorgesehen ist, wobei der flächige Steg (20)
zur Übertragung der Spannung zwischen einer Strebe (5a) und einem aufgenommenen Band
(16) oder der insbesondere als Draht oder Seil oder Feder oder gummielastisches Verbindungselement
ausgebildeten gelenkigen Verbindung (13) vorgesehen ist.
7. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Bespannung (2)
so gewählt und angeordnet ist, dass im Bereich einer Strebe (5a,5b) insbesondere im
Bereich der mittels eines Spannelementes (10) abstandsvariierbaren Strebe (5b) die
Bespannung (2) entlang der Strebe (5b) nicht dehnbar ausgebildet ist, während die
Bespannung (2) in anderer Richtung elastisch dehnbar ausgebildet ist.
8. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Spannelement
(10) einen Klappmechanismus (10a) und/oder ein Spreizelement und/oder einen Seilzug
zur Erzeugung der Abstandsvariation und/oder einen Kolben, welcher pneumatisch oder
hydraulisch oder elektrisch oder mechanisch unter Verwendung einer Rutschkupplung
angetriebenen wird, aufweist.
9. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Spannelement
(10) so ausgebildet ist, dass es als Verbindungsstrebe (10b) zwischen zwei Bereichen
einer oder zweier Streben (5a,5b) insbesondere der des Nebenstrebewerks (4) so angeordnet
ist, dass durch Verändern der Länge der Verbindungsstrebe (10b) der Abstand der Enden
der mit der Verbindungsstrebe (10b) verbundenen Strebe (5a,5b) des Strebewerks (3,4)
und damit der Abstand der mit den Enden der Strebe (5a,5b) verbundenen Bereiche der
Bespannung (2) veränderbar ist.
10. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Spannelement
(10) so ausgebildet ist, dass es mit wenigstens einer Seitenstrebe (10c) versehen
ist, die die Verbindungsstrebe (10b) mit einer weiteren Strebe (5a,5b) insbesondere
des Nebenstrebewerks (4) verbindet und dafür vorgesehen ist, Kräfte beim Verändern
der Länge der Verbindungsstrebe (10b) auf die weitere Strebe (5a,5b) und damit auf
die Bespannung (2) zu übertragen.
11. Pavillon oder Zelt nach Anspruch 10, wobei wenigstens ein Spannelement (10) so ausgebildet
ist, dass es mit wenigstens zwei Seitenstreben (10c) versehen ist, von denen wenigstens
zwei paarweise zu beiden Seiten der Verbindungsstrebe (10b) angeordnet sind und beide
gelenkig miteinander über die Verbindungsstrebe (10b) insbesondere mittels eines Bandes
(30) verbunden sind.
12. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine Entriegelung
für jedes Spannelement (10) vorgesehen ist, die ein Lösen und Verbinden der Verbindung
zwischen Strebe (5a,5b) und Spannelement (10) ermöglicht und wobei insbesondere ein
Führungselement vorgesehen ist, das zur Führung des gelösten Spannelementes (10) entlang
einer zu verbindenden Strebe (5a,5b) vorgesehen ist.
13. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Bespannung (2)
mit wenigstens einem flächigen Steg (22) zur Aufnahme einer oder mehrerer Streben
(5a,5b) und/oder eines oder mehrerer Bänder (14,16) und/oder einer oder mehrerer gelenkiger
Verbindungen (13) vorgesehen ist, der zur Übertragung der Spannung einer aufgenommenen
Strebe (5a,5b) oder eines aufgenommenen Bandes (14,16) auf die Bespannung (2) vorgesehen
ist.
14. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Randbereich (9)
der Bespannung (2) verstärkt ausbildet ist und insbesondere zugfest ausgebildet ist.
15. Pavillon oder Zelt nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei wenigstens eine Strebe
(5b) insbesondere alle Streben (5b) des Nebenstrebewerkes (4) biegesteifer als wenigstens
eine Strebe (5a) insbesondere alle Streben (5a) des Hauptstrebewerkes (3) ausgebildet
ist oder sind.