[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpeneinrichtung, mit einer Pumpe, insbesondere Feuerlöschpumpe,
die im Betrieb Wasser über eine Saugseite ansaugt und über eine Druckseite abgibt.
[0002] Pumpeneinrichtungen dieser Art werden bereits seit Jahrhunderten eingesetzt. Tragbare
Ausführungen solcher Pumpeneinrichtungen werden auch als Tragkraftspritzen bezeichnet,
die zum jeweiligen Ort getragen werden können und nicht in einem Fahrzeug, insbesondere
Feuerwehrfahrzeug, fest eingebaut sind. In der Regel wird als Pumpe derartiger Tragkraftspritzen
eine Feuerlöschkreiselpumpe verwendet, die durch einen an Bord der Tragkraftspritze
befindlichen Verbrennungsmotor antreibbar ist. Derartige Tragkraftspritzen haben den
Vorteil, dass sie entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern
verwendet werden können. Nicht tragbare Ausführungen solcher Pumpeneinrichtungen sind
im Fahrzeug, insbesondere Feuerwehrfahrzeug eingebaute Pumpen, sogenannte Einbaupumpen,
die durch den Fahrzeugantrieb, in der Regel ein Verbrennungsmotor, antreibbar sind.
[0003] Derartige Pumpen sind in der Regel mit einer Überwachungseinrichtung ausgestattet,
mit der verschiedene Pumpen-Betriebsgrößen, insbesondere der Ausgangsdruck an der
Druckseite der Pumpe überwacht werden. Auch eine Temperaturüberwachung und eine Überwachung
des Füllstandes eines Kraftstofftanks im Falle einer Tragkraftspritze sind die Regel.
Die Pumpen-Betriebsgrößen werden gemessen und mittels einer Überwachungsanzeige visualisiert.
In der Regel umfasst die Überwachungsanzeige ein Display, über das der Bediener verschiedene
Pumpen-Betriebsgrößen abrufen kann. Bei älteren Pumpen werden anstelle des Displays
analoge Messanzeigen verwendet.
[0004] Um den Status einer derartigen Pumpe zu überprüfen, muss der Bediener stets vor Ort
sein, um die betreffenden Werte der Pumpen-Betriebsgrößen ablesen zu können.
[0005] Dies setzt vor allem bei Tragkraftspritzen, die entfernt vom Einsatzfahrzeug aufgestellt
werden voraus, dass stets eine Bedienperson an der Tragkraftspritze bleiben muss,
um gegebenenfalls eingreifen zu können, wenn eine bestimmte Pumpen-Betriebsgröße einen
zulässigen Maximal- oder Minimalwert überschreitet bzw. unterschreitet. Eine besonders
kritische Situation für derartige Pumpen ist die Gefahr einer Kavitation, was die
Pumpe beschädigen oder im schlimmsten Fall zerstören könnte, in jedem Fall jedoch
die Wasserförderung am Einsatzort behindert. Wenn die Pumpe mehr Wasser abgeben will
als über den Pumpeneingang nachströmt, fällt der Druck partiell unterhalb den Dampfdruck.
Das Wasser wird schlagartig verdampft und die Dampfblasen fallen genau so schlagartig
wieder zusammen. Diese Implosionen können zu Materialablösungen an der Oberfläche
von Laufrad bzw. Leitapparat der Pumpe führen. Bei längerem Kavitationsbetrieb kann
dies zu Leistungsverminderung oder Pumpenausfall führen. Ferner ist insbesondere bei
Tragkraftspritzen der Füllstand des Kraftstofftanks zu überwachen, um rechtzeitig
nachtanken zu können.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pumpeneinrichtung der eingangs erwähnten Art zu
schaffen, die gegenüber herkömmlichen Pumpeneinrichtungen weniger störanfällig ist
und vom Bediener mit weniger Aufwand zu bedienen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Pumpeneinrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen dargestellt.
[0008] Die erfindungsgemäße Pumpeneinrichtung weist eine Pumpe, insbesondere Feuerlöschpumpe,
auf, die im Betrieb Wasser über eine Saugseite ansaugt und über eine Druckseite abgibt,
wobei die Pumpeneinrichtung eine Regelungseinrichtung zur Regelung von Pumpen-Betriebsgrößen
der Pumpe in Abhängigkeit eines vom Bediener einstellbaren Soll-Ausgangsdrucks an
der Druckseite der Pumpe aufweist, wobei von den Pumpen-Betriebsgrößen eine ein Ausgangsdruck
an der Druckseite der Pumpe ist, und wobei die Pumpe eine mit der Regelungseinrichtung
gekoppelte Überwachungseinrichtung zur Überwachung von mittels den Pumpen-Betriebsgrößen
charakterisierbaren Pumpen-Betriebszuständen aufweist, derart, dass bei einer Störung
eines Pumpen-Betriebszustandes eine Rückkopplung an die Regelungseinrichtung und durch
diese eine Veränderung der zugeordneten Pumpen-Betriebsgröße zur Entstörung veranlassbar
ist.
[0009] Für den Bediener ist es also lediglich notwendig, den Soll-Ausgangsdruck an der Druckseite
der Pumpe einzustellen. Es ist nicht notwendig, dass der Bediener vor Ort bleibt,
da die Regelungseinrichtung alle weiteren Aufgaben übernimmt. Die Pumpe ist somit
autonom und führt alle Korrekturen über die Kombination der Überwachungseinrichtung
mit der Regelungseinrichtung durch. Insbesondere der Ausgangsdruck an der Druckseite
der Pumpe wird auf den eingestellten Soll-Ausgangsdruck geregelt, indem insbesondere
die Drehzahl eines Pumpenantriebs gedrosselt oder erhöht wird, wodurch die Förderleistung
und somit der Ausgangsdruck vermindert oder erhöht wird.
[0010] Jedoch ist die Pumpeneinrichtung nicht nur in der Lage, den Ausgangsdruck an der
Druckseite der Pumpe zu regeln, sondern auch abhängig vom Eingangsdruck, Pumpenkennfeld
und Motorkenndaten die Pumpe zu regeln und zu überwachen. Ferner ist es möglich, die
Drehzahl des Pumpenantriebs zu regeln. Ferner ist auch die Überwachung eines Füllstands
des Kraftstofftanks möglich, insbesondere wenn die Pumpeneinrichtung als Tragkraftspritze
ausgebildet ist.
[0011] Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die mittels der Überwachungseinrichtung
überwachten Pumpen-Betriebszustände ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Ausgangsdruck,
Betriebstemperatur, Eingangsdruck, Drehzahl und Pumpenkennfeld. Die Überwachung der
Betriebstemperatur ist wichtig, um ein Überhitzen der Pumpeneinrichtung zu verhindern.
Tritt eine kritische Erhöhung der Betriebstemperatur auf, so kann die Regelungseinrichtung
die Leistung der Pumpe, also insbesondere die Drehzahl des Pumpenantriebs nach unten
regeln. Die Überwachung, ob Kavitation vorliegt oder nicht ist für die Pumpeneinrichtung
essentiell und wird verwendet um in Betriebszuständen, die außerhalb des Normalbetriebs
der Kreiselpumpe liegen zu reagieren, zum Beispiel sinkender Eingangsdruck bei gleichzeitig
sinkendem Ausgangsdruck und steigender Drehzahl durch die Ausgangsdruckregelung zeigen
Kavitation an. Daraufhin wird die Drehzahl zurückgeregelt bis plausible Druck/Drehzahl-Werte
erreicht werden und parallel über eine Statusanzeige (Farblicht) gewarnt. Ferner kann
auch überwacht werden, ob eine Blockierung der Pumpe vorliegt, beispielsweise wenn
der Motor mit Vollgas und niedriger Drehzahl betrieben wird und dann das Motordrehmoment
über den möglichen Pumpenanforderungen bei niedrigen Drehzahlen liegt.
[0012] In besonders bevorzugter Weise weist die Überwachungseinrichtung wenigstens ein Messelement,
insbesondere Messsensor, zur Messung eines Ist-Wertes einer bestimmten Pumpen-Betriebsgröße
und Übermittlung eine Überwachungsanzeige zur Anzeige des Ist-Wertes der gemessenen
Pumpen-Betriebsgröße auf. Obgleich die Pumpeneinrichtung autonom arbeitet, ist es
dadurch trotzdem möglich, dass der Bediener Werte von bestimmten Pumpen-Betriebsgrößen
mittels der Überwachungsanzeige abrufen kann.
[0013] Besonders bevorzugt weist die Überwachungseinrichtung einen Drucksensor zur Messung
von Ist-Werten des Ausgangsdrucks und/oder Eingangsdrucks an der Druckseite und/oder
Saugseite der Pumpe und Übermittlung der Ausgangsdruck- und/oder Eingangsdruck-Ist-Werte
an die Regelungseinrichtung auf.
[0014] Es ist möglich, dass die Überwachungseinrichtung einen Drehzahlsensor zur Messung
von Ist-Werten der Drehzahl einer Antriebswelle des Pumpenantriebs und Übermittlung
der Drehzahl-Ist-Werte an die Regelungseinrichtung aufweist.
[0015] In besonders bevorzugter Weise weist die Überwachungseinrichtung wenigstens eine
Betriebszustandsleuchte bzw. Statusleuchte zur Visualisierung eines zugeordneten aktuellen
Pumpen-Betriebszustands auf, derart, dass das Aufleuchten in einer ersten Signalfarbe
signalisiert, dass der betreffende Pumpen-Betriebszustand in Ordnung ist und das Aufleuchten
in einer von der ersten verschiedenen zweiten Signalfarbe einen Fehler (z. B. Kraftstoffbehälter
leer, Motor Stopp) signalisiert. Die Betriebszustandsleuchte kann beispielsweise als
LED-Leuchte ausgebildet sein. In der Regel werden die Signalfarben grün für in Ordnung
und rot für Fehler verwendet.
[0016] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Betriebszustandsleuchte eingerichtet,
um in mehr als zwei voneinander verschiedenen Signalfarben aufzuleuchten, um weitere
Qualitätszustände des betreffenden Pumpen-Betriebszustands anzuzeigen. Beispielsweise
wäre die Signalfarbe gelb für einen kritischen (z. B. Kraftstoffbehälter bald leer)
Pumpen-Betriebszustand möglich.
[0017] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Pumpeneinrichtung tragbar ausgebildet.
Zweckmäßigerweise handelt es sich bei der tragbaren Pumpeneinrichtung um eine Tragkraftspritze.
[0018] Die erfindungsgemäße Pumpeneinrichtung ist jedoch auch als Einbaupumpe, die in einem
Fahrzeug, insbesondere Einsatzfahrzeug, vorzugsweise Feuerlöschfahrzeug, eingebaut
ist, einsetzbar.
[0019] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Überwachungseinrichtung derart ausgebildet,
dass das Auftreten eines Eingangsdrucks an der Saugseite erkennbar ist und davon abhängig
der Pumpenantrieb aktivierbar ist. Besonders bevorzugt ist an der Saugseite der Pumpe
ein Druckwächter oder Drucksensor angeordnet. Ein weiterer Betriebspunkt ist der Betrieb
am offenen Gewässer (Brunnen, Bach, etc.). Dort ist der relative Eingangsdruck negativ
und verändert sich bei sich erhöhender Saughöhe oder beim Ansaugen von Luft oder beim
Zusetzen des Saugsiebs durch Verschmutzung. Dies ist der Fall bei dem Kavitation auftreten
kann. Sinkt der Eingangsdruck weiter ab durch einen der oben genannte Fälle, so wird
die Drehzahl zurückgeregelt um Kavitation zu verhindern sowie über die Signaleinrichtung
gewarnt. Sobald es zum Erliegen der Wasserförderung kommt, wird über die Signaleinrichtung
eine Fehlermeldung angezeigt. Beim Betrieb mehrerer Pumpen in Reihe (oder Pumpenbetrieb
nach Hydrant) regelt die Pumpe auf den voreingestellten Betriebsdruck sobald Druck
am Saugeingang ankommt. Sobald die Pumpe den voreingestellten Betriebsdruck nicht
mehr halten kann (Eingangsdruck fällt parallel ab) regelt die Pumpe Ihre Drehzahl
zurück und warnt den Bediener über die Signaleinrichtung. Sobald anhand der Druckparameter
die Pumpe nicht mehr fördert, schaltet sich diese ab und meldet über die Signaleinrichtung
Fehler. Sobald der Eingangsdruck wieder ansteigt nimmt die Pumpe dann Ihre Arbeit
wieder auf. Für diese Arbeit ist derzeit immer ein Maschinist notwendig der die Pumpe
überwachen und steuern muss.
[0020] Die Erfindung umfasst ferner ein Einsatzfahrzeug, insbesondere Feuerwehrfahrzeug,
gekennzeichnet durch eine Pumpeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
[0021] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im Folgenden näher erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt:
Eine schematische Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Pumpeneinrichtung.
[0022] Die Figur zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Pumpeneinrichtung
11. Hauptkomponente der Pumpeneinrichtung 11 ist eine Pumpe 12, die im Folgenden beispielhaft
in Form einer Feuerlöschkreiselpumpe beschrieben ist. Die Pumpeneinrichtung 11 wird
beispielhaft anhand einer portablen Pumpeneinrichtung 11 in Form einer sogenannten
Tragkraftspritze beschrieben. Prinzipiell wäre es jedoch auch möglich, die Pumpeneinrichtung
11 als Einbaupumpe zu verwenden, wo sie dann an Bord eines Einsatzfahrzeugs, insbesondere
Feuerwehrfahrzeugs, eingebaut ist.
[0023] Die Feuerlöschkreiselpumpe, die im Folgenden der Einfachheit halber lediglich als
Pumpe 12 bezeichnet wird, besitzt ein Pumpengehäuse 13, das einen Pumpenraum umschließt.
Im Pumpenraum ist ein Pumpenläufer (nicht dargestellt) beweglich aufgenommen. Als
Pumpenläufer wird zweckmäßigerweise ein Radiallaufrad verwendet, das von einem Abtriebsteil,
insbesondere Abtriebswelle, eines an Bord der Tragkraftspritze befindlichen Verbrennungsmotors
14 angetrieben wird.
[0024] Der Pumpenläufer saugt im Betrieb Wasser oder gegebenenfalls ein Wasser-/Schaumgemisch
über eine Saugseite 15 und eine dort angeschlossene Saugleitung 17 aus einem Löschwasserreservoir
18, beispielsweise Löschwassertank, an und befördert das angesaugte Wasser in den
Pumpenraum. Das angesaugte Wasser wird über eine Druckseite 16, im Falle eines Radiallaufrads
also in radialer Richtung, mit erhöhtem Druck abgegeben. An der Druckseite 16 sind
in der Regel mehrere Feuerwehrschläuche anschließbar, an deren freie Enden Strahlrohre
befestigt sind, über die Löschwasser gezielt zur Brandbekämpfung an den Brandherd
gebracht werden kann.
[0025] Bei dem Verbrennungsmotor 13 kann es sich um einen Ottomotor oder einen Dieselmotor
handeln. Prinzipiell wäre auch ein elektrischer Fahrzeug-Antrieb denkbar. Der Antrieb
kann auch durch eine Gelenkwelle/Nebenabtrieb des Fahrzeugs erfolgen.
[0026] Die Pumpeneinrichtung 11 weist ferner eine Regelungseinrichtung 19 zur Regelung von
Pumpen-Betriebsgrößen der Pumpe 12 in Abhängigkeit eines vom Bediener einstellbaren
Soll-Ausgangsdrucks an der Druckseite 16 der Pumpe 12 auf.
[0027] Ferner umfasst die Pumpeneinrichtung 11 eine Überwachungseinrichtung 20 zur Überwachung
von mittels den Pumpen-Betriebsgrößen charakterisierbaren Pumpen-Betriebszuständen,
derart, dass bei einer Störung eines Pumpen-Betriebszustandes eine Rückkopplung an
die Regelungseinrichtung und durch diese eine Veränderung der zugeordneten Pumpen-Betriebsgröße
zur Entstörung erfolgt.
[0028] Die mittels der Regelungseinrichtung 19 regelbaren Pumpen-Betriebsgrößen umfassen
alle an einer Pumpe 12 regelbaren Pumpen-Betriebsgrößen, also beispielsweise der Eingangsdruck
an der Saugseite 15 der Pumpe 12, der Ausgangsdruck an der Druckseite 16 der Pumpe
12, die Drehzahl der Antriebswelle 22 des Verbrennungsmotors 14 oder der Füllstand
eines Kraftstofftanks (nicht dargestellt) für die Kraftstoffversorgung des Verbrennungsmotors
14. Der Ausgangsdruck an der Druckseite 16 der Pumpe 12 lässt sich beispielsweise
über die Pumpendrehzahl regeln.
[0029] Im gezeigten Beispielsfall werden die Pumpen-Betriebsgrößen Eingangsdruck an der
Saugseite 15 und Ausgangsdruck an der Druckseite 16 über die Regelung der Drehzahl
der Antriebswelle 22 des Verbrennungsmotors geregelt, wie im Folgenden noch näher
beschrieben.
[0030] Die Überwachungseinrichtung 20 weist im gezeigten Beispielsfall mehrere Messelemente
21a-c auf, die zur Messung einer bestimmten Pumpen-Betriebsgröße dienen. Die Messelemente
21a-c sind im Beispielsfall als Messsensoren ausgebildet.
[0031] Es ist ein Drucksensor 21a an der Druckseite 16 der Pumpe 12 angeordnet, der den
Ausgangsdruck an der Druckseite 16 überwacht und misst und die gemessenen Ist-Werte
an die Regelungseinrichtung 19 übermittelt, beispielsweise drahtlos.
[0032] Es ist ferner ein Drehzahlsensor 21b an der Antriebswelle 22 des Verbrennungsmotors
14 angeordnet, der die Drehzahl der Antriebswelle 22 überwacht und misst und die gemessenen
Ist-Werte der Drehzahl an die Regelungseinrichtung 19 übermittelt.
[0033] Es ist ferner ein weiterer Drucksensor 21c an der Saugseite 15 der Pumpe 12 angeordnet.
Der Drucksensor 21c überwacht den Eingangsdruck an der Saugseite 15 der Pumpe 12 und
übermittelt die gemessenen Ist-Werte des Eingangsdrucks ebenfalls an die Regelungseinrichtung
19.
[0034] Die Überwachungseinrichtung 20 besitzt ferner eine Überwachungsanzeige (nicht dargestellt),
beispielsweise in Form eines Displays, zur Anzeige von Ist-Werten der gemessenen Pumpen-Betriebsgrößen,
also im Beispielsfall den Ausgangsdruck an der Druckseite 16 der Pumpe 12 und die
Motordrehzahl.
[0035] Mittels der Überwachungseinrichtung 20 ist es möglich, bestimmte Pumpen-Betriebszustände
zu überwachen. Zu den überwachten Pumpen-Betriebszuständen gehören der Ausgangsdruck,
die Betriebstemperatur und die Kavitation.
[0036] Eine wesentliche Komponente der Überwachungseinrichtung 20 ist eine Betriebszustandsleuchte
23 bzw. Statusleuchte zur Visualisierung eines zugeordneten aktuellen Pumpen-Betriebszustands.
Die Betriebszustandsleuchte 23 ist derart eingerichtet, dass das Aufleuchten einer
ersten Signalfarbe, beispielsweise grün, signalisiert, dass der betreffende Pumpen-Betriebszustand,
also beispielsweise die Betriebstemperatur, in Ordnung ist, wohingegen das Aufleuchten
in einer von der ersten verschiedenen zweiten Signalfarbe, beispielsweise rot, einen
Fehler signalisiert.
[0037] Zweckmäßigerweise ist die Betriebszustandsleuchte 23 dazu eingerichtet, auch in einer
dritten Signalfarbe aufzuleuchten, beispielsweise in der Signalfarbe gelb, wobei das
Aufleuchten von gelb einen kritischen Pumpen-Betriebszustand charakterisiert. Selbstverständlich
wäre es möglich, mehrere Betriebszustandsleuchten bzw. Statusleuchten einzusetzen,
die jeweils eine Signalfarbe repräsentieren, beispielsweise eine rote, eine gelbe
und eine grüne Betriebszustandsleuchte.
[0038] Der Betrieb der Pumpeneinrichtung 11 läuft folgendermaßen ab:
Der Bediener gibt über die Regelungseinrichtung 19 den Soll-Ausgangsdruck an der Druckseite
16 der Pumpe ein. Alle weiteren Aufgaben werden von der autonom arbeitenden Pumpeneinrichtung
11 übernommen. Zunächst wird über den Drucksensor bzw. Druckwächter an der Saugseite
15 der Pumpe 12 ermittelt, ob sich bereits Löschwasser in der Saugleitung 17 befindet.
Ist dies der Fall, meldet der Drucksensor dies der Regelungseinrichtung 19, die den
Verbrennungsmotor 14 aktiviert, wodurch der Betrieb der Pumpe 12 aufgenommen wird.
[0039] Der Drucksensor 21a an der Druckseite 16 der Pumpe 12 misst laufend den Ist-Wert
des Ausgangsdrucks an der Druckseite 16 und übermittelt die gemessenen Werte an die
Regelungseinrichtung 19. Sollte der Ist-Ausgangsdruck unter den eingestellten Soll-Ausgangsdruck
fallen, so gibt die Regelungseinrichtung 19 ein Signal an den Verbrennungsmotor, wodurch
die Drehzahl der Antriebswelle erhöht wird. Dadurch wird auch die Drehzahl des Pumpenläufers
erhöht, und die Förderleistung der Pumpe 12 wird dadurch erhöht. Prinzipiell wäre
es möglich, das Einhalten des Soll-Ausgangsdrucks mit einem grünen Aufleuchten der
Betriebszustandsleuchte 23 anzuzeigen, beim Abfallen unter den Soll-Ausgangsdruck,
könnte die Betriebszustandsleuchte 23 gelb aufleuchten.
[0040] Die Pumpeneinrichtung 11 besitzt ferner eine Kavitationswarnung bei Kavitationsgefahr,
beispielsweise durch Aufleuchten der Betriebszustandsleuchte 12 in rot. Ferner ist
ein Temperaturmessfühler (nicht dargestellt) vorgesehen, der die Betriebstemperatur
überwacht. Auch hier könnte die Betriebszustandsleuchte 23 bei Überschreiten der zulässigen
maximalen Betriebstemperatur rot aufleuchten. Ferner ist es möglich, den Füllstand
eines Kraftstofftanks für den Verbrennungsmotor zu überwachen und dann beispielsweise
durch das gelbe Aufleuchten der Betriebsleuchte einen niedrigen Füllstand von Kraftstoff
im Kraftstofftank anzuzeigen.
1. Pumpeneinrichtung, mit einer Pumpe (12), insbesondere Feuerlöschpumpe, die im Betrieb
Wasser über eine Saugseite (15) ansaugt und über eine Druckseite (16) abgibt, und
mit einer Regelungsrichtung (19) zur Regelung von Pumpen-Betriebsgrößen der Pumpe
(12) in Abhängigkeit eines vom Bediener einstellbaren Soll-Ausgangsdrucks an der Druckseite
(16) der Pumpe (12), wobei von den Pumpen-Betriebsgrößen eine ein Ausgangsdruck an
der Druckseite der Pumpe (12) ist, und mit einer mit der Regelungseinrichtung (19)
gekoppelten Überwachungseinrichtung (20) zur Überwachung von mittels den Pumpen-Betriebsgrößen
charakterisierbaren Pumpen-Betriebszuständen, derart, dass bei einer Störung eines
Pumpen-Betriebszustandes eine Rückkopplung an die Regelungseinrichtung (19) und durch
diese eine Veränderung der zugeordneten Pumpen-Betriebsgröße zur Entstörung veranlassbar
ist.
2. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels der Regelungseinrichtung (19) regelbaren Pumpen-Betriebsgrößen zusätzlich
zum Ausgangsdruck an der Druckseite (16) der Pumpe (12) ausgewählt sind aus der Gruppe
bestehend aus: Eingangsdruck an der Saugseite (15) der Pumpe, Füllstand eines Kraftstofftanks
und Drehzahl eines Pumpenantriebs.
3. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels der Überwachungseinrichtung überwachten Pumpen-Betriebszustände ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus: Ausgangsdruck, Betriebstemperatur, Eingangsdruck,
Drehzahl und Pumpenkennfeld.
4. Pumpeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (20) wenigstens ein Messelement (21a-c), insbesondere
Messsensor, zur Messung von Ist-Werten einer bestimmten Pumpen-Betriebsgröße und Übermittlung
der Ist-Werte an die Regelungseinrichtung (19) aufweist und eine Überwachungsanzeige
zur Anzeige des Ist-Wertes der gemessenen Pumpen-Betriebsgröße umfasst.
5. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (20) einen Drucksensor (21a) zur Messung von Ist-Werten
des Ausgangsdrucks an der Druckseite (16) der Pumpe (12) und Übermittlung der Ausgangsdruck-Ist-Werte
an die Regelungseinrichtung (19) aufweist.
6. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (20) einen Drehzahlsensor (21b) zur Messung von Ist-Werten
der Drehzahl einer Antriebswelle des Pumpenantriebs und Übermittlung der Drehzahl-Ist-Werte
an die Regelungseinrichtung (19) aufweist.
7. Pumpeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (20) wenigstens eine Betriebszustandsleuchte (23) zur
Visualisierung eines zugeordneten aktuellen Pumpen-Betriebszustands aufweist, derart,
dass das Aufleuchten in einer ersten Signalfarbe signalisiert, dass der betreffende
Pumpen-Betriebszustand in Ordnung ist und das Aufleuchten in einer von der ersten
verschiedenen zweiten Signalfarbe einen Fehler signalisiert.
8. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebszustandsleuchte (23) eingerichtet ist, um in mehr als zwei voneinander
verschiedenen Signalfarben aufzuleuchten, um weitere Qualitätszustände des betreffenden
Pumpen-Betriebszustands anzuzeigen.
9. Pumpeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpeneinrichtung (11) tragbar oder als im Einsatzfahrzeug eingebaute Einbaupumpe
ausgebildet ist.
10. Pumpeneinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der tragbaren Pumpeneinrichtung (11) um eine Tragkraftspritze handelt.
11. Pumpeneinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (20) derart ausgebildet ist, dass das Auftreten eines
Eingangsdrucks an der Saugseite (15) erkennbar ist und davon abhängig der Pumpenantrieb
aktivierbar ist, wobei vorzugsweise an der Saugseite (15) der Pumpe (12) ein Drucksensor
(21c) angeordnet ist.
12. Einsatzfahrzeug, insbesondere Feuerwehrfahrzeug, gekennzeichnet durch eine Pumpeneinrichtung (11) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 11.