[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeuglichtmodul umfassend zumindest einen Mikroprojektor,
und zumindest ein zumindest teilweise lichtdurchlässiges Projektionswand-Element,
wobei der zumindest eine Mikroprojektor zum Erzeugen einer Lichtverteilung eingerichtet
ist, wobei die Lichtverteilung auf das zumindest eine zumindest teilweise lichtdurchlässige
Projektionswand-Element in Form eines vorgebbaren Leuchtmusters projizierbar ist.
[0002] Darüber hinaus betrifft die Erfindung einen Kraftfahrzeugscheinwerfer oder ein Kraftfahrzeug
mit zumindest einem solchen Kraftfahrzeuglichtmodul.
[0003] Die Kraftfahrzeuglichtmodule der oben genannten Art sind im Stand der Technik bekannt.
Oft werden solche Kraftfahrzeuglichtmodule in (visuellen) Kommunikationssystemen beziehungsweise
als Designlicht verwendet, um beispielsweise entsprechende Zeichen auf die Straßenoberfläche
in direkter Umgebung eines Kraftfahrzeugs, in dem sie eingebaut sind, zu projizieren.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Kraftfahrzeuglichtmodul
bereitzustellen, mit welchem leuchtendes KFZ-Branding möglich ist und welches als
Kommunikationselement (mit der analogen Umwelt) eingesetzt werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das vorgebbare Leuchtmuster
in einem eingeschalteten Zustand des Kraftfahrzeuglichtmoduls auf einer dem Mikroprojektor
abgewandten Seite des Projektionswand-Elements sichtbar ist und optisch dargestellte
Information enthält.
[0006] Dabei kann die Information in Form eines Zeichens, eines Logos, eines Schriftzuges
oder Ähnliches dargestellt sein.
[0007] Das zumindest eine Projektionswand-Element kann also die Lichtverteilung bildendes
Licht zumindest teilweise streuen und zumindest teilweise absorbieren, wodurch das
vorgebbare Leuchtmuster - von dem Kraftfahrzeuglichtmodul aus gesehen - nach außen
sichtbar wird. Mit dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuglichtmodul wird beispielsweise
ermöglicht, leuchtendes Designbranding deutlich aufzuwerten, da ein leuchtender Schriftzug
beispielsweise in der Nacht deutlich sichtbarer ist.
[0008] Auch für Kommunikationselemente (mit der analogen Welt) im Bereich des autonomen
Fahrens können die erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuglichtmodule eingesetzt werden.
[0009] Es kann zweckdienlich sein, wenn der Mikroprojektor zumindest eine zum Erzeugen von
Licht eingerichtete Lichtquelle und eine Projektionseinrichtung aufweist, wobei die
Projektionseinrichtung der zumindest einen Lichtquelle in Abstrahlrichtung nachgelagert
ist und eingerichtet ist, die Lichtverteilung zu formen und diese auf das zumindest
eine zumindest teilweise lichtdurchlässige Projektionswand-Element zu projizieren.
[0010] Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Projektionseinrichtung zumindest eine Projektionslinse
und zumindest eine Blende aufweist, wobei die zumindest eine Blende in einer Brennebene
der zumindest einen Projektionslinse angeordnet ist und Blendenkanten aufweist, welche
Blendenkanten eine dem vorgebbaren Leuchtmuster entsprechende Form aufweisen. Das
heißt, durch Gestaltung der Blendenkanten der Blende kann die Form des abzuleuchtenden
Leuchtmusters vorgegeben werden. Vorzugsweise ist die Blende in einer quer zur optischen
Achse des Mikroprojektors stehenden Ebene angeordnet (siehe Figuren). In diesem Fall
kann die Blende ganz in der Brennebene liegen, statt diese nur zu schneiden.
[0011] Es kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die Blendenkanten zumindest ein Symbol
bilden, das darzustellende Information ist, welches Symbol vorzugsweise vollständig
in der Brennebene liegt.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die
Projektionseinrichtung eine Mehrzahl matrixartig in einem Array angeordneter Projektionslinsen
- Projektionslinsenarray - und eine Mehrzahl matrixartig in einem Array angeordneter
Blenden - Blendenarray - aufweist, wobei jeder Projektionslinse eine, vorzugsweise
genau eine, Blende zugeordnet ist, wobei die Blendenkanten unterschiedlicher Blenden
gleich oder unterschiedlich ausgebildet sind. Hierdurch können mehrere gleiche oder
unterschiedliche Leuchtmuster erzeugt werden. Mit mehreren Blenden können beispielsweise
Buchstaben eines Alphabets, Logos, wie KFZ-Herstellerbranding, Gefahrensymbole und
viel mehr realisiert werden.
[0013] Bei einer praxisbewährten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass sowohl das Projektionslinsenarray
als auch Blendenarray einstückig ist. Das Projektionslinsenarray kann ein Optikkörper
aus einem Material, wie Kunststoff sein. Der Optikkörper kann auch ein Verbund aus
einer Glasplatte und einem auf der Glasplatte haftenden Silikon-Linsenarray. Das Projektionslinsen-
und/oder das Blendenarray erstrecken/erstreckt sich vorzugsweise in einer quer zur
optischen Achse Ebene.
[0014] Es kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die zumindest eine Projektionslinse einen
Linsendurchmesser zwischen 1 und 5 mm, vorzugsweise 2 mm, aufweist, vorzugsweise zumindest
teilweise aus Glas oder Silikon ist, und/oder das Projektionswand-Element von der
zumindest einen Projektionslinse um etwa 1 cm bis etwa 10 cm beabstandet ist. Dabei
ergibt sich ein sehr kompaktes Kraftfahrzeuglichtmodul, wodurch sein Verbau im Hauptscheinwerfer
und/oder in der Fahrzeugfront viel einfacher wird. Verwendung von Materialien wie
Glas oder Polymere, beispielsweise Kunststoff oder Silikon für die Herstellung der
Projektionslinsen macht die Kraftfahrzeuglichtmodule günstiger.
[0015] Durch einen geringen Abstand zwischen der zumindest einen Projektionslinse des jeweiligen
Mikroprojektors und diesem Mikroprojektor vorgelagerten Projektionswand-Element ist
die Lichtstärke auf dem Projektionswand-Element ausreichend, um das Leuchtmuster sichtbar
zu machen. Allerdings wird das Leuchtmuster in 10-25m Abstand zu einer weißen Wand
(Messschirm in einem Lichttechnik-Labor) kaum mehr messbar, wodurch keine Probleme
mit der Zulassung (Maximalstreulichtwerte) zu erwarten sind. Es sind auch keine leistungsstarken
Lichtquellen erforderlich. Wenn, wie unten angeführt, leistungsschwache LED-Lichtquellen
verwendet werden, brauchen diese keinen Kühlkörper, welcher zum Kühlen dieser LED-Lichtquellen
vorgesehen ist.
[0016] Bei einer bevorzugten Variante kann mit Vorteil vorgesehen sein, dass die zumindest
eine Lichtquelle eine halbleiterbasierte Lichtquelle, beispielsweise eine LED-Lichtquelle
ist. Im Falle mehrerer Lichtquellen können diese Licht unterschiedlicher Farben abstrahlen.
Dadurch kann Aufmerksamkeit der Passanten oder anderer Verkehrsteilnehmer deutlich
effektiver erweckt werden.
[0017] Es kann zweckmäßig sein, wenn der Mikroprojektor zusätzlich einen zwischen der zumindest
einen Lichtquelle und der Projektionseinrichtung angeordneten Kollimator umfasst.
Damit kann beispielsweise eine gleichmäßigere Ausleuchtung der Blende(n) gewährleistet
werden.
[0018] Hinsichtlich einer besseren Sichtbarkeit des Leuchtmusters kann es vorteilhaft sein,
wenn das zumindest eine Projektionswand-Element eine transparente Schicht mit einer
genarbten Fläche oder eine milchige Kunststoff- oder Glasscheibe oder eine klare Kunststoffbeziehungsweise
klare Glasscheibe mit darin enthaltenen Streupartikeln ist.
[0019] Die Streupartikel sind normalerweise bei den transparenten beziehungsweise klaren
Materialien wie Kunststoff oder Glas für das Auge nicht sichtbar.
[0020] Die milchige Kunststoffscheibe kann beispielsweise aus opakem Kunststoff sein. Die
milchige Kunststoffscheibe kann aber auch durch eine spezielle Beschichtung einer
Oberfläche einer (transparenten) Kunststoffscheibe oder durch Aufkleben einer entsprechenden
Folie auf eine Oberfläche einer transparenten Kunststoffscheibe erhalten werden. Vorzugsweise
werden milchige Kunststoffscheiben mit einer Lichtdurchlässigkeit von etwa 20% bis
etwa 70% verwendet.
[0021] Bei einer Kunststoffscheibe mit den darin enthaltenen Streupartikeln dienen die Streupartikel
dazu, dass das in die Kunststoffscheibe eingekoppelte Licht im Idealfall gleichmäßig
über die Fläche nach vorne ausgekoppelt wird. Beispielsweise wirkt eine Scheibe von
Firma Evonik durchsichtig, wenn aber Licht einer Lichtquelle, wie einer LED-Lichtquelle
oder eines Mikroprojektors in diese eindringt, wird es an den Partikeln, wie eben
erwähnt, gestreut.
[0022] Die Aufgabe wird auch mit einem Kraftfahrzeugscheinwerfer mit zumindest einem vorgenannten
Kraftfahrzeuglichtmodul gelöst.
[0023] Um ein besseres KFZ-Branding zu erzielen, kann es mit Vorteil vorgesehen sein, dass
der zumindest eine Mikroprojektor in einem (hinteren) Bereich eines Kraftfahrzeugscheinwerfers
angeordnet ist und das zumindest eine Projektionswand-Element beispielsweise als ein
Bereich einer Kraftfahrzeugscheinwerferabdeckscheibe ausgebildet ist.
[0024] Weiters wird die Aufgabe mit einem Kraftfahrzeug mit zumindest einem vorgenannten
Kraftfahrzeuglichtmodul gelöst.
[0025] Hinsichtlich der Kommunikation mit analoger Umwelt, kann es mit Vorteil vorgesehen
sein, dass das zumindest eine Projektionswand-Element an einer Front des Kraftfahrzeugs
angeordnet ist, vorzugsweise in einem Bereich eines Kühlergrills des Kraftfahrzeugs
ausgebildet ist.
[0026] Unter dem "Bereich eines Kühlergrills" wird ein Bereich verstanden, in dem der Kühlergrill
bei herkömmlichen Kraftfahrzeugen angeordnet ist. Da es aber beispielsweise bei modernen
Elektrokraftfahrzeugen den Kühlergrill in der üblichen Form nicht mehr gibt, wird
unter "Bereich eines Kühlergrills" einen Bereich an der Kraftfahrzeugfront verstanden,
in der der Kühlergrill angeordnet wäre.
[0027] Ein Anbringen des Projektionswand-Elements und des Kraftfahrzeuglichtmoduls in anderen
Bereichen eines Kraftfahrzeugs, wie in den Seitentüren oder an dem Heck, ist ebenfalls
denkbar.
[0028] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass der zumindest
eine Mikroprojektor durch das nachgelagerte Projektionswand-Element von außen nicht
sichtbar und auch vor Umwelteinflüssen (Steinschläge, Sonnenstrahlung, Chemikalien,
etc.) geschützt ist.
[0029] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter den Begriffen wie "teiltransparentes
Projektionswand-Element", "teilweise lichtdurchlässiges Projektionswand-Element" o.Ä.
ein lichtstreuende Elemente aufweisendes Projektionswand-Element verstanden, welches
das auf das Projektionswand-Element einfallende Licht teils durchlässt, teils (in
alle Richtungen) streut und teils absorbiert. Dabei ist die Menge an dem gestreuten
Licht genug, damit eine auf das Projektionswand-Element projizierte Lichtverteilung
beidseitig des Projektionswand-Elements (mit bloßem Auge bei Tag und Nacht) sichtbar
ist. Die lichtstreuenden Elemente führen dazu, dass das auf das Projektionswand-Element
mittels des Mikroprojektors projizierte Bild sowohl auf einer dem Mikroprojektor zugewandten
als auch auf einer dem Mikroprojektor abgewandten Seite des Projektionswand-Elements
sichtbar ist. Das teiltransparente Projektionswand-Element kann beispielsweise eine
milchige Kunststoffscheibe, eine transparente Scheibe mit genarbter Oberfläche oder
eine Kunststoffscheibe mit darin enthaltenen Streupartikeln (z.B. von der Fa. Evonik)
sein.
[0030] Die Erfindung samt weiteren Vorteilen ist im Folgenden an Hand beispielhafter Ausführungsformen
näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind. In dieser zeigt
Fig. 1 eine Explosivdarstellung eines Lichtmoduls;
Fig. 2 eine Explosivdarstellung eines Lichtmoduls mit einem Mikroprojektor mit mehreren
Projektionslinsen;
Fig. 3 eine Explosivdarstellung eines Lichtmoduls mit einem Mikroprojektor mit einem
Kollimator;
Fig. 4 eine Explosivdarstellung eines Lichtmoduls mit einem Mikroprojektor mit mehreren
LED-Lichtquellen und mehreren Projektionslinsen, und
Fig. 5 eine Explosivdarstellung eines Lichtmoduls mit mehreren Mikroprojektoren mit
mehreren LED-Lichtquellen.
[0031] Zunächst wird auf Figur 1 Bezug genommen. Diese zeigt ein Lichtmodul
1, das dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuglichtmodul entsprechen kann. Das Lichtmodul
1 weist einen Mikroprojektor
2 und ein dem ein zumindest teilweise lichtdurchlässiges Projektionswand-Element
3 auf. Der Mikroprojektor 2 ist zum Erzeugen einer vorgebbaren Lichtverteilung
4 eingerichtet, die auf das zumindest teilweise lichtdurchlässige Projektionswand-Element
3 in Form eines vorgebbaren Leuchtmusters
5 projiziert wird, wenn der Mikroprojektor 2 eingeschaltet ist. Dadurch, dass das Projektionswand-Element
3 teilweise lichtdurchlässig ist, wird die Lichtverteilung 4 bildendes Licht an dem
Projektionswand-Element 3 zumindest teilweise gestreut. Dadurch wird das vorgebbare
Leuchtmuster 5, wenn das Lichtmodul 1 in Betrieb genommen wird, auf einer dem Mikroprojektor
2 abgewandten Seite
30 des Projektionswand-Elements 3 sichtbar. Die dem Mikroprojektor 2 abgewandte Seite
30 des Projektionswand-Elements 3 ist vorzugsweise eine dem Mikroprojektor 2 zugewandten
Seite gegenüberliegende Seite des Projektionswand-Elements 3. Der Mikroprojektor 2
ist derart ausgebildet, dass das vorgebbare Leuchtmuster 5 optisch dargestellte Information
enthält. Dabei wird verstanden, dass die von dem Mikroprojektor 2 erzeugte Lichtverteilung
4 Information trägt, die durch Projizieren auf das Projektionswand-Element 3 dargestellt
wird. Die Sichtbarkeit des Leuchtmusters 5 auf der dem Mikroprojektor 2 abgewandten
Seite 30 hat den Vorteil, dass hierdurch beispielsweise eine vorgegebene Nachricht
in die Umgebung des Lichtmoduls 1 gesandt werden kann. Um diese Nachricht zu empfangen,
ist es nicht mehr notwendig, sich zwischen dem Mikroprojektor 2 und dem Projektionswand-Element
3 zu befinden, da die Nachricht mittels Lichts gesandt wird, das das Projektionswand-Element
3 durchsetzt und in Abstrahlrichtung
Z des Mikroprojektors 2 gestreut wird. Das Projektionswand-Element 3 kann quer zur
optischen Achse des Lichtmoduls 1 angeordnet sein, wie dies Figuren 1 bis 5 erkennen
lassen. Es ist allerdings durchaus denkbar, das Projektionswand-Element geneigt zur
optischen Achse anzuordnen, um beispielsweise Fahrzeugkonturen Rechnung zu tragen.
[0032] Das zumindest eine Projektionswand-Element 3 kann beispielsweise als eine transparente
Schicht mit einer genarbten Fläche oder, wie bereits erwähnt, eine milchige Kunststoffscheibe
oder eine Kunststoffscheibe mit darin enthaltenen Streupartikeln ausgebildet sein.
Wie oben erwähnt, soll Projektionswand-Element 3 zumindest teilweise lichtdurchlässig
sein, damit es zumindest ein Teil des einfallenden Lichts vorwärts (beispielsweise
in Abstrahlrichtung Z) streuen kann. Beispielsweise kann bei Projektionswand-Elementen
aus klaren Materialien eine raue Oberfläche vorgesehen sein. Dabei kann die Rautiefe
im Mikrometerbereich sein und beispielsweise etwa 5 bis 40 Mikrometer, vorzugsweise
10 bis 30 Mikrometer, insbesondere 20 µm betragen. Darüber hinaus kann das Projektionswand-Element
3 als eine Scheibe von Firma Evonik sein, welche aus Glas oder Polymeren bestehen,
und eine glatte Oberfläche aufweisen. Wie bereits erwähnt, kann das Projektionswand-Element
3 eine milchige Scheibe oder eine Scheibe mit darin enthaltenen Streupartikeln sein.
[0033] Der Mikroprojektor 2 kann eine oder mehrere Lichtquellen
20 aufweisen. In den Figuren 1 bis 5 sind LED-Lichtquellen gezeigt. Die Lichtquelle
kann beispielsweise auch eine andere, beispielsweise halbleiterbasierte Lichtquelle,
wie eine Laserlichtquelle, sein. Der Mikroprojektor 2 weist darüber hinaus eine Projektionseinrichtung
21 auf, die der Lichtquelle(n) (20) in Abstrahlrichtung Z nachgelagert ist und eingerichtet
ist, die Lichtverteilung 4 zu formen und diese auf das zumindest eine zumindest teilweise
lichtdurchlässige Projektionswand-Element 3 zu projizieren.
[0034] Die Lichtquellen 20 können matrixartig in einem Array angeordnet sein. Die LED-Lichtquellen
können auf einer gemeinsamen (Figur 4) oder auf getrennten Platinen (Figur 5) angeordnet
sein, die im Wesentlichen senkrecht zur Abstrahlrichtung Z stehen.
[0035] An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Projektionswand-Element 3 bevorzugt im Wesentlichen
senkrecht zur Abstrahlrichtung Z angeordnet ist. Allerdings ist es durchaus denkbar
das Projektionswand-Element 3 auch geneigt zur Abstrahlrichtung Z zu positionieren
und somit auf schräg angeordneten Flächen (Projektionswand-Elementen) Leuchtmuster
5 zu erzeugen. Darüber hinaus ist es denkbar, dass das Projektionswand-Element 3 Bereiche
in unterschiedlichen Farben aufweist. Weiters ist es möglich, das Projektionswand-Element
3 in einer vorgegebenen Farbe auszubilden. Damit wird die Anzahl der Designmöglichkeiten
noch mehr erhöht.
[0036] Die Projektionseinrichtung 21 kann eine oder mehrere Projektionslinsen 210 und eine
oder mehrere den Projektionslinsen 210 zugeordnete Blenden
211 aufweisen. Jede Projektionslinse 21 kann beispielsweise plankonvex oder plankonkav
oder auch eine Freiformlinse sein. Vorzugsweise ist jeder Blende 211 zumindest eine
Projektionslinse 210 zugeordnet. Sowohl die Projektionslinsen 210 als auch die Blenden
211 können in einem matrixartigen, sich vorzugsweise in einer zur Abstrahlrichtung
Z im Wesentlichen senkrecht stehenden Ebene angeordnet sein. Darüber hinaus können
alle Projektionslinsen 210 und Blenden 211 jeweils eine einzige (Figur 4) oder mehrere
getrennten (Figur 5) monolithischen Strukturen bilden. Die Blende(n) 211 ist(sind),
vorzugsweise vollständig, in einer Brennebene der jeweiligen Projektionslinse(n) 210
angeordnet. Darüber hinaus weist jede Blende 211 Blendenkanten
212 auf, die eine dem vorgebbaren Leuchtmuster 5 entsprechende Form aufweisen. Die Blendenkanten
212 jeder Blende 211 können ein Muster bilden, welches dem ganzen vorgebbaren Leuchtmuster
5 (Figuren 1 bis 3) oder nur Teilen davon (Figur 4 und 5) kongruent ist. Das auf dem
Projektionswand-Element 3 entstehende Leuchtmuster 5 kann also durch Form und Verlauf
der Blendenkanten 212 der zumindest einen Blende 212 vorgegeben sein. Das Leuchtmuster
kann aber auch auf einem Lichtkonversionselement mittels Laser erzeugt werden, wenn
die Lichtquelle(n) Laserlichtquelle(n) sind (nicht gezeigt).
[0037] Die Blendenkanten 212 jeder Blende 211 können also ein Symbol oder einen Teil des
Symbols bilden, das darzustellende Information ausmacht. Die Blenden 211 können beispielsweise
als Metallplättchen mit Durchbrüchen entsprechender Form ausgebildet sein oder mittels
eines Lithographieverfahrens auf einer Seite eines Glas- oder Kunststoffsubstrats
aufgedruckt sein. Auf der gegenüberliegenden Seite des Glas- oder Kunststoffsubstrats
können Projektionslinsen 210, beispielsweise aus Silikon, aufgebracht sein. In diesem
Fall dient das Glas- oder Kunststoffsubstrat als Träger für Projektionslinsen 210
kann und man spricht in dem Fall von einer Verbundlinse. Weiters ist es denkbar, dass
die Blenden 211 durch Auftragen eines entsprechenden Photolacks oder mittels Metallisierens
und Freilaserns erhalten werden.
[0038] Wie die Figuren 1 bis 5 erkennen lassen, können die Symbole ganz unterschiedlich
sein: Buchstaben, Logos (wodurch beispielsweise ein leuchtendes KFZ-Herstellerbranding
möglich ist), Zeichen, wie Warnzeichen und so weiter.
[0039] Die Projektionslinsen 210 bei den in Figuren 1 bis 5 gezeigten Lichtmodulen weisen
einen Linsendurchmesser zwischen 1 und 5 mm, vorzugsweise 2 mm, auf und können zumindest
teilweise aus Silikon bestehen. Weiters können die Projektionslinsen 210 Epoxidharze,
Acrylate oder andere Kunststoffe enthalten beziehungsweise aus diesen Materialien
ausgebildet sein. Das Projektionswand-Element 3 kann von der(n) Projektionslinse(n)
um etwa 1 cm bis etwa 10 cm beabstandet sein.
[0040] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform des Lichtmoduls 1, bei der der Blende 211 mehrere
Projektionslinsen 210 (gezeigt ist ein 3x3 Array) nachgelagert sind. Dadurch ist es
möglich, die Lichtintensität innerhalb des vorgebbaren Leuchtmusters 5 besser einzustellen
beziehungsweise das Leuchtmuster 5 heller zu machen. Eine solche Konfiguration ist
natürlich bei den Lichtmodulen in den Figuren 1 und 3 bis 5 möglich.
[0041] Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform kann es zweckmäßig sein, wenn das Projektionswand-Element
3 in der Bildbrennebene der Projektionseinrichtung 21 angeordnet ist.
[0042] Bei den in Figuren 1 und 3 bis 5 gezeigten Ausführungsformen kann es zweckmäßig sein,
wenn die Bildbrennebene der Projektionseinrichtung 21 im Unendlichen liegt. Dabei
wird das Projektionswand-Element 3 der Projektionseinrichtung 21 in Abstrahlrichtung
Z in einem definierten Abstand, beispielsweise von etwa 10 mm bis etwa 100 mm, vorzugsweise
von etwa 25 mm bis 50 mm, nachgelagert und somit das beidseitig des Projektionswand-Elements
3 sichtbare Leuchtmuster 5 erzeugt.
[0043] Die Leuchtintensität des Leuchtmusters 5 kann je nach Leistung der Lichtquelle, wie
LED-Lichtquelle und einem Abstand zwischen dem Mikroprojektor 2 und dem Projektionswand-Element
3 variieren.
[0044] Figur 3 lässt erkennen, dass der Mikroprojektor 2 zusätzlich einen zwischen der Lichtquelle
20 und der Projektionseinrichtung 21 angeordneten Kollimator
22 umfassen kann. Ein Kollimator kann ebenfalls in den in den Figuren 1, 2 und 4, 5
gezeigten Mikroprojektoren vorgesehen, und den entsprechenden Lichtquelle nachgelagert
sein.
[0045] Figur 4 zeigt ein Beispiel mit mehreren LED-Lichtquellen 20, Blenden 211 und Projektionslinsen
210, wobei jeder LED-Lichtquelle 20 genau eine Blende und genau eine Projektionslinse
210 zugeordnet sind. Ein solches System kann gedanklich zu einem Teil-Mikroprojektor
zusammengefasst werden. Wenn die LED-Lichtquellen 20 getrennt voneinander steuerbar
sind, dann kann die oben genannte Nachricht ein ganzes Wort, eine Zahl, ein ganzer
Satz oder ein Schriftzug sein. Die einzelnen Buchstaben des Wortes können entweder
alle gemeinsam oder in einer vorbestimmten Zeitabfolge auf dem Projektionswand-Element
3 aufscheinen.
[0046] Figur 5 zeigt ein Lichtmodul 1, welches mehrere Mikroprojektoren 2 aufweist. Jeder
Mikroprojektor 2 kann unabhängig von den anderen Mikroprojektoren 2 gesteuert werden.
Darüber hinaus weist jeder Mikroprojektor 2 mehrere LED-Lichtquellen 20 und mehrere
Blenden 211 mit unterschiedlichen Symbolen auf. Wird die Steuerung der Mikroprojektoren
2 aufeinander abgestimmt, so wird die Anzahl der möglichen verschiedenen Leuchtmuster
5 und somit die Anzahle der zu verschickenden Nachrichten wesentlich erhöht. Der Figur
5 ist ferner zu entnehmen, dass dabei nicht die ganze Nachricht von demselben Mikroprojektor
2 erzeugt werden muss: ein Mikroprojektor projiziert auf das - in diesem Fall gemeinsame
- Projektionswand-Element 3 das Symbol "G", ein anderer - die Symbole "O" und ">"
und ein dritter - das Symbol ">".
[0047] Das Lichtmodul 1 der Figur 5 kann dadurch verbessert werden, dass jede Projektionslinse
210 als ein Linsen-Array ausgebildet ist. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn
jeder Linse in dem Linsen-Array genau eine LED korrespondiert. Dadurch kann eine besonders
scharfe Abbildung erzeugt werden, da Verzerrungen im Randbereich der Projektionslinse
210 verringert werden. Beispielsweise kann die Projektionslinse als ein 3x3 Linsen-Array
- ähnlich wie die Anordnung der Projektionslinsen 210 in der Figur 4 - ausgebildet
sein und somit der Anordnung der einzelnen LEDs auf der Platine, die ebenfalls ein
3x3 Array bilden, korrespondieren.
[0048] Somit zeigen die Figuren 4 und 5 Beispiele des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeuglichtmoduls,
mit den durch Ein- und Ausschalten der einzelnen Mikroprojektoren 2 und/oder der einzelnen
Lichtquellen 20 ganze Schriftzüge realisiert werden können.
[0049] Darüber hinaus wird in Figuren 4 und 5 verdeutlicht, dass mehrere Kraftfahrzeuglichtmodule
als Bausteine für ein Gesamt-Lichtmodul verwendet werden können. Somit ist ein modularer
Aufbau möglich, wobei unterschiedliche Kraftfahrzeuglichtmodule unterschiedlich ausgebildete
Strahlenblenden 211 aufweisen können.
[0050] Im Fall mehrerer Mikroprojektoren 2 und/oder Lichtquellen 20 beziehungsweise Arrays
von LED-Lichtquellen können diese nebeneinander angeordnet werden.
[0051] Die oben beschriebenen Lichtmodule können beispielsweise für Designinnovationen im
Hauptscheinwerferbereich (leuchtende Logos, Schriftzüge, etc.), aber auch als Kommunikationselemente
(mit der analogen Umwelt) beispielsweise im Gebiet des automatisierten beziehungsweise
autonomen Fahrens eingesetzt werden.
[0052] Die Bezugsziffern in den Ansprüchen dienen lediglich zum besseren Verständnis der
vorliegenden Erfindungen und bedeuten auf keinen Fall eine Beschränkung der vorliegenden
Erfindungen.
[0053] Solange es sich nicht aus der Beschreibung einer der oben genannten Ausführungsformen
zwangsläufig ergibt, wird davon ausgegangen, dass die beschriebenen Ausführungsformen
beliebig miteinander kombiniert werden können. Unter anderem bedeutet dies, dass auch
die technischen Merkmale einer Ausführungsform mit den technischen Merkmalen einer
anderen Ausführungsform einzeln und unabhängig voneinander nach Belieben kombiniert
werden können, um auf diese Weise zu einer weiteren Ausführungsform derselben Erfindung
zu gelangen.
1. Kraftfahrzeuglichtmodul (1) umfassend
- zumindest einen Mikroprojektor (2), und
- zumindest ein zumindest teilweise lichtdurchlässiges Projektionswand-Element (3),
wobei
der zumindest eine Mikroprojektor (2) zum Erzeugen einer Lichtverteilung (4) eingerichtet
ist, wobei die Lichtverteilung auf das zumindest eine zumindest teilweise lichtdurchlässige
Projektionswand-Element (3) in Form eines vorgebbaren Leuchtmusters (5) projizierbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das vorgebbare Leuchtmuster (5) in einem eingeschalteten Zustand des Kraftfahrzeuglichtmoduls
(1) auf einer dem Mikroprojektor (2) abgewandten Seite (30) des Projektionswand-Elements
(3) sichtbar ist und optisch dargestellte Information enthält.
2. Kraftfahrzeuglichtmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikroprojektor (2) zumindest eine zum Erzeugen von Licht eingerichtete Lichtquelle
(20) und eine Projektionseinrichtung (21) aufweist, wobei die Projektionseinrichtung
(21) der zumindest einen Lichtquelle (20) in Abstrahlrichtung (Z) nachgelagert ist
und eingerichtet ist, die Lichtverteilung (4) zu formen und diese auf das zumindest
eine zumindest teilweise lichtdurchlässige Projektionswand-Element (3) zu projizieren.
3. Kraftfahrzeuglichtmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionseinrichtung (21) zumindest eine Projektionslinse (210) und zumindest
eine Blende (211) aufweist, wobei die zumindest eine Blende (211) in einer Brennebene
der zumindest einen Projektionslinse (210) angeordnet ist und Blendenkanten (212)
aufweist, welche Blendenkanten (212) eine dem vorgebbaren Leuchtmuster (5) entsprechende
Form aufweisen.
4. Kraftfahrzeuglichtmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenkanten (212) zumindest ein Symbol (213) bilden, das darzustellende Information
ist.
5. Kraftfahrzeuglichtmodul nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Projektionseinrichtung (21) eine Mehrzahl matrixartig in einem Array angeordneter
Projektionslinsen (210) und eine Mehrzahl matrixartig in einem Array angeordneter
Blenden (211) aufweist, wobei jeder Projektionslinse (210) eine, vorzugsweise genau
eine, Blende (211) zugeordnet ist, wobei die Blendenkanten (212) unterschiedlicher
Blenden (211) gleich oder unterschiedlich ausgebildet sind.
6. Kraftfahrzeuglichtmodul nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Projektionslinse (210) einen Linsendurchmesser zwischen 1 und
5 mm, vorzugsweise 2 mm, aufweist, vorzugsweise zumindest teilweise aus Glas oder
Polymer, wie Kunststoff oder Silikon, ist, und/oder das Projektionswand-Element (3)
von der zumindest einen Projektionslinse (210) um etwa 1 cm bis etwa 10 cm beabstandet
ist.
7. Kraftfahrzeuglichtmodul nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Lichtquelle (20) eine halbleiterbasierte Lichtquelle, beispielsweise
eine LED-Lichtquelle ist.
8. Kraftfahrzeuglichtmodul 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikroprojektor (2) zusätzlich einen zwischen der zumindest einen Lichtquelle
(20) und der Projektionseinrichtung (21) angeordneten Kollimator (22) umfasst.
9. Kraftfahrzeuglichtmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Projektionswand-Element (3) eine transparente Schicht mit einer
genarbten Fläche oder eine milchige Kunststoff- oder Glasscheibe oder eine klare Kunststoffbeziehungsweise
Glasscheibe mit darin enthaltenen Streupartikeln ist.
10. Kraftfahrzeugscheinwerfer mit zumindest einem Kraftfahrzeuglichtmodul (1) nach einem
der Ansprüche 1 bis 9.
11. Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Mikroprojektor (2) in einem Bereich eines Kraftfahrzeugscheinwerfers
angeordnet ist und das zumindest eine Projektionswand-Element (3) beispielsweise als
ein Bereich einer Kraftfahrzeugscheinwerferabdeckscheibe ausgebildet ist.
12. Kraftfahrzeug mit zumindest einem Kraftfahrzeuglichtmodul nach einem der Ansprüche
1 bis 9 oder mit zumindest einem Kraftfahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 10 oder 11.
13. Kraftfahrzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Projektionswand-Element (3) an seiner Front angeordnet ist, vorzugsweise
in einem Bereich eines Kühlergrills des Kraftfahrzeugs ausgebildet ist.