TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen abgewinkelten Steckverbinder umfassend ein Isoliergehäuse,
abgewinkelte Kontaktelemente zur Herstellung einer Verbindung zwischen einem korrespondierenden
Stecker und eine Leiterplatte, sowie eine erste Abschirmung und eine zweite Abschirmung,
die einen abgeschirmten Kanal ausbilden. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf ein
Verfahren zur Herstellung eines derartigen abgewinkelten Steckverbinders.
STAND DER TECHNIK
[0002] Abgewinkelte Steckverbinder zum Anschluss an einen Gegenstecker und an eine Leiterplatte
sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Sie können einen Isolierkörper zum
Einstecken in ein buchsenartiges Isoliergehäuse, oder ein Isoliergehäuse zur Aufnahme
eines Gegensteckers aufweisen.
[0003] Um elektromagnetische Störfelder von den Signalkontakten abzuschirmen und die Störströme
oder Rückströme abzuleiten, werden Abschirmungen, z.B. Schirmbleche, eingesetzt, die
sowohl mit dem Gegenstecker als auch mit der Leiterplatte verbunden werden. Meist
sind die Schirmbleche außen an einem Isolierkörper oder -gehäuse angeordnet. Insgesamt
erhöhen die Herstellung und das Anbringen der Schirmbleche am bzw. im Isoliergehäuse
jedoch die Komplexität des Herstellungs- und Montageprozesses.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Ausgehend davon besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen abgewinkelten
Steckverbinder mit elektrischer Abschirmung und ein Herstellungsverfahren dafür bereitzustellen,
das hinsichtlich der Fertigung und der Montage der Abschirmung bzw. des Steckverbinders
einfach und effektiv ist.
TECHNISCHE LÖSUNG
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Bereitstellung eines Steckverbinders nach Anspruch
1 und eines Herstellungsverfahrens für den Steckverbinder nach Anspruch 7. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Merkmalen der abhängigen Ansprüche.
[0006] Ein erfindungsgemäßer abgewinkelter Steckverbinder umfasst ein Isoliergehäuse, abgewinkelte
Kontaktelemente zur Herstellung einer Verbindung zwischen einem korrespondierenden
Stecker und einer Leiterplatte, sowie eine erste Abschirmung und eine zweite Abschirmung,
die einen abgeschirmten Kanal ausbilden. Die erste Abschirmung ist als abgewinkeltes
Blech und einteilig bzw. einstückig ausgebildet und von der der Steckseite abgewandten
Seite in den Steckbereich des Steckgesichts des Isoliergehäuses eingesetzt. Bei buchsenartiger
Ausbildung des Isoliergehäuses bildet der Innenraum der Buchse das Steckgesicht. Insbesondere
können bei der Montage Abschnitte der Abschirmungen in entsprechende Durchbrüche und/oder
Aufnahmen des Gehäuses eingesteckt sein.
[0007] Die beiden Abschirmungen stellen beispielsweise zwei oder mehrere Abschirmbleche
dar, die elektromagnetische Störfelder von den Signalkontakten abschirmen und die
Störströme sowie Rückströme ableiten. Aus diesem Grund kontaktieren die Abschirmbleche
sowohl den Gegenstecker als auch einen Anschluss an der Leiterplatte. Die Abschirmbleche
liegen im Steckbereich u.a. innerhalb des Steckgesichts des Isoliergehäuses. Damit
wird eine Kontaktierung zum Gegenstecker möglich und die Abschirmbleche sind vor äußeren
Einwirkungen geschützt. Die Handhabung des Steckverbinders im Montage- und Verpackungsprozess
wird erleichtert, da an der Außenseite des Isoliergehäuses eine flache, ebene Außenfläche
bereitgestellt werden kann, die beim Verarbeitungsprozess das Ansaugen durch eine
Handhabungsmaschine ermöglicht.
[0008] Das Isoliergehäuse wird von der der Steckseite (des Gegensteckers) abgewandten Seite
her kommend bestückt. Das Abschirmblech bzw. die Abschirmbleche können bei der Bestückung
zum Anschluss an die Leiterplatte bereits fertig gebogen sein, wodurch die Montage
vereinfacht ist. Das Bestücken mit Abschirmblechen erfolgt durch Einbringen, Einschieben,
Einführen und/oder Einsetzen des bzw. der Abschirmungen in den Innenraum des Isoliergehäuses.
[0009] Die erste Abschirmung und/oder die zweite Abschirmung sind insbesondere so im Steckbereich
des Steckgesichts angeordnet, dass ein mit äußeren Kontakten versehener Gegenstecker
die Abschirmung von innen her kontaktieren kann.
[0010] Insbesondere ist die zweite Abschirmung als abgewinkeltes Blech oder als eine Mehrzahl
abgewinkelter Bleche ausgebildet und wird von der der Steckseite abgewandten Seite
in das Isoliergehäuse eingesteckt.
[0011] Die erste Abschirmung und/oder die zweite Abschirmung sind vorzugsweise als gestanzte
Bleche ausgebildet.
[0012] Die erste Abschirmung und/oder die zweite Abschirmung können wenigstens ein im bzw.
aus dem Blech gestanztes Befestigungselement und/oder Befestigungsabschnitte zur Befestigung
der Abschirmung am Isolierkörper (d.h. Isoliergehäuse) durch Einbringen in eine korrespondierende
im Isolierkörper ausgebildete Ausnehmung aufweisen. Insbesondere könne die Befestigungselemente
und/oder -abschnitte in am Isolierkörper vorgesehene Ausnehmungen eingepresst bzw.
überpresst werden, sodass eine reibschlüssige Verbindung entsteht.
[0013] Die erste Abschirmung und/oder die zweite Abschirmung können wenigstens eine im bzw.
aus dem Blech gestanzte Federzunge für eine Kontaktierung mit Kontakten eines korrespondierenden
Steckers innerhalb des Steckbereichs des Steckgesichts des Isoliergehäuses aufweisen.
[0014] Insbesondere ist die zweite Abschirmung einteilig oder mehrteilig in Form mehrerer
nebeneinander anzuordnender Segmente ausgebildet. Die erste und/oder zweite Abschirmung
können zudem gebogene Bleche sein, die so angeordnet werden, dass ein gebogener abgeschirmter
Kanal entsteht (d.h. ein Kanal mit oberer und unterer Abschirmung). Dadurch werden
nur wenige Einzelteile benötigt, der Herstellungs- und Montageprozess wird vereinfacht.
[0015] Das Isoliergehäuse bzw. der Isolierkörper kann zur Stabilisierung bei höheren Polzahlen
zwischen Boden des Steckgesichtes und oberer Wand ein Verbindungselement, z.B. einen
Verbindungssteg, aufweisen. Die Abschirmbleche können dennoch eingesetzt werden, indem
sie an der Stelle des Verbindungselements von vorne her geschlitzt werden, sodass
das Verbindungselement im montierten Zustand durch den Schlitz verläuft. Sofern die
zweite Abschirmung segementiert ist, kann das Verbindungselement zwischen zwei nebeneinander
liegenden Segementen angeordnet sein.
[0016] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines abgewinkelten Steckverbinders,
insbesondere eines Steckverbinders wie oben beschrieben, umfasst die Schritte:
- a) Ausstanzen der Form einer ersten Abschirmung und einer zweiten Abschirmung aus
einem Blech;
- b) Biegen des ausgestanzten Blechs der ersten Abschirmung und/oder der zweiten Abschirmung
zur Herstellung abgewinkelter erster und/oder zweiter Abschirmungen; und
- c) wenigstens teilweises Einschieben bzw. Einsetzen der Abschirmungen in den Innenraum
eines Isolierkörpers von der der Steckseite abgewandten Seite her.
[0017] Die erste Abschirmung ist vorzugsweise einteilig wie oben beschrieben. Die zweite
Abschirmung kann ebenfalls einteilig sein oder aus mehreren Segmenten bestehen, die
separat ausgestanzt und im Isolierkörper nebeneinander angeordnet werden.
[0018] Vorzugsweise ist das Blech unbeschichtet. Bei dieser Variante wird der Prozessschritt
des Beschichtens eingespart. Das Material ist aufgrund seiner Eigenschaften dennoch
beständig.
[0019] In der ersten Abschirmung und/oder der zweiten Abschirmung können durch Ausstanzen
aus dem Blech bzw. Stanzen/Schneiden im Blech Befestigungsabschnitte zur Befestigung
an einem Isolierkörper hergestellt werden.
[0020] In der ersten Abschirmung und/oder der zweiten Abschirmung können durch Ausstanzen
aus dem Blech bzw. Stanzen/Schneiden im Blech Kontaktzungen zur Herstellung eines
Kontakts mit den Kontakten eines korrespondierenden Steckers hergestellt werden.
[0021] Die Abschirmungen können über eine einfache gekröpfte Fläche im Steckbereich positioniert
und fixiert werden. Das Herstellen der gekröpften Fläche ist ein einfacher Stanzvorgang.
Während des Bestückens wird in einem Schritt die Abschirmung eingeführt und die Befestigung
hergestellt, wodurch der Prozess einfach und effektiv ist. Alternativ oder zusätzlich
können im Anschlussbereich Befestigungslaschen vorgesehen sein, die in Richtung der
Bestückung bzw. des Einschiebens der Abschirmungen in das Isoliergehäuse ausgerichtet
sind. Auch die Befestigungslaschen können zu einer sicheren und effektiven Positionierung
und Befestigung im Anschlussbereich des Isoliergehäuses beitragen.
[0022] Im Ergebnis bezieht sich die Erfindung auf einen einfach herstellbaren und montierbaren
Steckverbinder mit gewinkeltem Abschirmkanal bzw. Abschirmkäfig, bestehend aus zwei
oder mehreren aus einem Blech gestanzten, eventuell geschnittenen, gebogenen und in
das Isoliergehäuse von hinten (mit einheitlicher Einschubrichtung) eingesetzten Abschirmungen.
Wenigstens erste Abschirmabschnitte der gebogenen Abschirmbleche werden in den Steckbereich
des Steckgesichts des Isoliergehäuses eingesetzt, sodass ein entsprechender in das
Steckgesicht eingeführter Gegenstecker die Abschirmbleche von innen her kontaktieren
kann. Durch Stanzen werden auch Befestigungsabschnitte und Kontaktzungen einfach hergestellt.
Z.B. können das obere und/oder das untere Abschirmblech bzw. die unteren Abschirmbleche
durch nach vorne ragende gekröpfte Befestigungsabschnitte, die in dafür vorgesehene
Spalte bzw. Ausnehmungen des Isoliergehäuses geschoben bzw. eingepresst werden, fixiert
werden. Diese Struktur der Befestigungsabschnitte bzw. Spalte kann sich der Breite
entlang wiederholen.
[0023] Sämtliche der Merkmale, die beschrieben wurden oder noch beschrieben werden, sollen
im Rahmen der Anmeldung, soweit dies technisch sinnvoll ist, in allen möglichen Varianten
kombinierbar sein.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Darstellung einer bevorzugten, jedoch nicht einschränkend aufzufassenden
Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnungen, wobei
- Fig. 1
- eine perspektivische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Steckverbinders zeigt;
- Fig. 2
- eine Ansicht von Komponenten des Steckverbinders aus Fig. 1 zeigt;
- Fig. 3
- eine perspektivische Schnittansicht des Steckverbinders aus Fig. 1 zeigt;
- Fig. 4
- ein Detail aus Fig. 3 zeigt; und
- Fig. 5
- ein weiteres Detail des erfindungsgemäßen Steckverbinders zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELS
[0025] In der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer abgewinkelter Steckverbinder 1 dargestellt.
Dieser ist als eine Art Aufhahmebuchse/ Aufnahmegehäuse für einen korrespondierenden
Stecker (nicht dargestellt) konzipiert.
[0026] Der Steckverbinder 1 weist ein Isoliergehäuse 2 aus Kunststoff auf. Das Isoliergehäuse
umfasst eine obere Wand 20, eine untere Wand 21 und seitliche Wände 22a, 22b. Die
obere Wand 20 weist eine flache, ebene Außenseite auf. Dadurch wird ein Ansaugen zur
Handhabung des Gehäuses 2 während der Montage ermöglicht. Die Wände begrenzen einen
Aufhahmeraum für den korrespondierenden Stecker. Außerdem weist das Isoliergehäuse
2 einen Block 23 auf, der das Steckgesicht bestimmt. Der Block 23 trennt bzw. isoliert
darin aufgenommene Kontakte 3 des Steckverbinders 1 bzw. darin einsteckbare Kontakte
des korrespondierenden Steckers voneinander. Die Kontaktelement 3 bzw. Kontakte 30
(vgl. Figur 3) des Steckverbinders 1 sind in dieser Ausführungsform als Kontaktmesser
oder Kontaktfedern oder Kombinationen aus beiden ausgebildet. Außerdem weist der Steckverbinder
1 eine mehrteilige Abschirmung, bestehend aus einem ersten (oberen) Abschirmblech
4 und einer zweiten (unteren) Abschirmung 5 auf. Das Abschirmblech 4 ist einteilig
bzw. einstückig ausgebildet. Die untere Abschirmung 5 kann einteilig sein. Sie kann
jedoch vorzugsweise aus zwei oder mehreren nebeneinander angeordneten Segmenten bzw.
Abschirmblechen bestehen, wie im folgenden in der Figur 2 dargestellt. Die Abschirmungen
4 und 5 sind wenigstens teilweise im Innenraum des Isoliergehäuses 2 angeordnet. Das
erste Abschirmblech 4 erstreckt sich abschnittsweise entlang der Innenseite der oberen
Wand 20, die zweite Abschirmung 5 entlang der Innenseite der unteren Wand 21.
[0027] In der Figur 2 sind lediglich das Isoliergehäuse 2 und die Abschirmungen 4 und 5
im getrennten Zustand gezeigt. Das erste Abschirmblech 4 ist als gestanztes und gebogenes
Bauteil bzw. Blech ausgeführt. Die zweite Abschirmung 5 besteht aus zwei nebeneinander
angeordneten, gestanzten und gebogenen Bauteilen bzw. Blechen 5a und 5b. Die Abschirmungen
4 und 5 können in einfacher Weise aus einem Blech gestanzt, geschnitten und anschließend
gebogen werden.
[0028] Das erste (obere) Abschirmblech 4 weist einen ersten Abschirmabschnitt 40 und einen
dazu im rechten Winkel abgewinkelten zweiten Abschirmabschnitt 41 auf. Der erste Abschirmabschnitt
40 wird bei der Montage in Einschubrichtung E in eine entsprechende Aufnahme 24 im
Isoliergehäuse 2 eingeschoben. Der zweite Abschirmabschnitt 41 bildet die Rückseite
des abgewinkelten Steckverbinders 1. Vom zweiten Abschnitt 41 erstrecken sich beidseitig
Befestigungslaschen 42a, 42b nach vorne. Die Fixierung des ersten Abschirmblechs 4
erfolgt durch Einstecken der Laschen 42a, 42b in entsprechende Ausnehmungen 25a bzw.
25b des Isolierkörpers 2. Zum Herstellen einer elektrischen Verbindung mit Erdungskontakten
einer Leiterplatte 6, wie in der Figur 3 dargestellt, hat das erste Abschirmblech
4 Kontaktfüße 43. Zur Herstellung eines sicheren elektrischen Kontakts mit entsprechenden
Kontakten eines korrespondierenden Steckers sind im ersten Abschirmabschnitt 40 Federzungen
400 ausgebildet, die durch Ausstanzen und Kröpfen des Blechs hergestellt sind. Sofern
der Isolierkörper 2 eine vertikale Verstärkungswand (nicht dargestellt) zur Stabilisierung
des Gehäuses 2 aufweist, kann diese durch einen im ersten Abschirmabschnitt 40 ausgebildeten
Schlitz 401 geführt sein.
[0029] Die zweiten (unteren) Abschirmbleche 5a und 5b sind ähnlich aufgebaut wie das erste
(obere) Abschirmblech 4. Die zweiten Abschirmbleche 5a und 5b weisen jeweils einen
ersten Abschirmabschnitt 50 und einen dazu im rechten Winkel abgewinkelten zweiten
Abschirmabschnitt 51 auf (beispielhaft nur am unteren Abschirmblech 5a angegeben).
Letzterer Abschnitt 51 ist aus geometrischen Gründen wesentlich kürzer als der zweite
Abschirmabschnitt 41 des ersten Abschirmblechs 4. Seine Höhe bzw. Länge hängt von
den geometrischen Gegebenheiten ab, nämlich im Wesentlichen vom Abstand des ersten
Abschirmabschnitts 50 von den Kontaktstellen der Leiterplatte. Sofern aus geometrischen
Gründen sinnvoll kann der zweite Abschirmabschnitt 51 auch fehlen bzw. eine Höhe von
Null haben. Dann erstrecken sich Kontakte 53 in einem Winkel direkt vom ersten Abschirmabschnitt
50 aus zur Leiterplatte hin. Der erste Abschirmabschnitt 50 wird bei der Montage in
Einschubrichtung E in eine entsprechende Aufnahme 26 im Isoliergehäuse 2 eingeschoben.
Einer der Befestigungsabschnitte 52 ist in der Figur 4 dargestellt. Die Befestigungsabschnitte
52 sind als ausgestanzte und gekröpfte Zungen ausgebildet. Bei der Montage werden
sie in entsprechende Ausnehmungen 27 des Isoliergehäuses 2 eingeführt und fixiert.
Damit wird das zweite Abschirmblech 5 am Isoliergehäuse 2 befestigt. Die Fixierung
erfolgt insbesondere durch Überpressen, d.h. die Ausnehmungen 27 am Isoliergehäuse
sind etwas schmäler als der Befestigungsabschnitt. Es entsteht eine reibschlüssige
Verbindung.
[0030] Zur Herstellung eines sicheren elektrischen Kontakts mit entsprechenden Kontakten
eines korrespondierenden Steckers sind im ersten Abschirmabschnitt 50 Federzungen
500 ausgebildet, die durch Ausstanzen und Kröpfen des Blechs hergestellt sind. Die
Struktur kann sich entlang der Vorderkante der zweiten Abschirmung 5 wiederholen.
Zum Herstellen einer elektrischen Verbindung mit Erdungskontakten einer Leiterplatte
6, wie in der Figur 3 dargestellt, hat die zweite Abschirmung 5 Kontaktfüße 53. Sofern
der Isolierkörper 2 eine vertikale Verstärkungswand (nicht dargestellt) zur Stabilisierung
des Gehäuses 2 aufweist, kann diese durch einen im ersten Abschirmabschnitt 50 ausgebildeten
Schlitz 501 geführt sein.
[0031] Das Einschieben bei der Montage erfolgt für alle Abschirmbleche 4, 5a und 5b in einer
einheitlichen Einschubrichtung E von der Rückseite bzw. der Anschlussseite des Steckverbinders
1 her (die Rückseite ist die dem Steckgesicht gegenüber liegende Seite). Der Steckverbinder
1 im montierten Zustand ist in der Figur 3 (Teile des Isolierkörpers sind in der Darstellung
weggelassen) dargestellt. Insbesondere sind die Ausbildung und Anordnung der Kontaktelemente
3 gezeigt. Diese weisen Kontakte 30 auf, die im Steckgesicht in Reihen nebeneinander
bzw. übereinander angeordnet sind. Außerdem weisen die Kontaktelemente 3 gebogene
Kontaktabschnitte 31 auf, deren Enden entsprechende Kontakte 60 einer Leiterplatte
6 kontaktieren. Die Kontakte 31, 60 sind ebenfalls in Zeilen und Spalten nebeneinander
angeordnet. Bei der Montage werden in der Reihenfolge die zweiten Abschirmbleche 5a,
5b, die Kontakte 3 und das erste Abschirmblech 4 von der Rückseite her in das Isoliergehäuse
2 eingeschoben.
[0032] Die Figuren 4 und 5 zeigen Details insbesondere der zweiten Abschirmung 5, umfassend
Befestigungsabschnitte 52, die zwischen Kontaktzungen 500 angeordnet sind. Während
die Befestigungsabschnitte 52 in Ausnehmungen 27 des Gehäuses 2 ragen, sind die Kontaktzungen
500 nach oben gebogen, um einen guten Kontakt mit entsprechenden Gegenkontakten eines
korrespondierenden Steckers herzustellen. Aus der Figur 5 wird deutlich, wie die Kontaktzungen
500 durch Ausstanzen und Biegen aus dem Blech hergestellt sind.
[0033] Die Befestigung und Fixierung des oberen Abschirmblechs 4 kann in gleicher Wiese
erfolgen. Die Struktur der Vorderkante des oberen Abschirmblechs 4 entspricht daher
im Wesentlichen der Struktur der Vorderkante der unteren Abschirmung 5.
[0034] Sowohl Fertigung als auch Montage des Steckverbinders 1 sind einfach, da Teile der
Abschirmung 4, 5 lediglich gestanzt, gebogen und in das Isoliergehäuse 2 eingesteckt
werden.
1. Abgewinkelter Steckverbinder (1), umfassend ein Isoliergehäuse (2), abgewinkelte Kontaktelemente
(3) zur Herstellung einer Verbindung zwischen einem korrespondierenden Stecker und
einer Leiterplatte (6), eine erste Abschirmung (4) und eine zweite Abschirmung (5),
die einen abgeschirmten Kanal ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) als abgewinkeltes Blech und einteilig bzw. einstückig ausgebildet
und von der der Steckseite abgewandten Seite in den Steckbereich des Steckgesichts
des Isoliergehäuses (2) eingesetzt ist.
2. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Abschirmung (5) als eines oder mehrere abgewinkelte Bleche ausgebildet
ist, die von der der Steckseite abgewandten Seite in das Isoliergehäuse (2) eingesetzt
sind.
3. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Abschirmung (5) einteilig oder als zwei oder mehrere nebeneinander angeordnete
Segmente ausgebildet ist.
4. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) und/oder die zweite Abschirmung (5) jeweils als gestanzte
Bleche ausgebildet sind.
5. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) und/oder die zweite Abschirmung (5) wenigstens ein im bzw.
aus dem Blech gestanztes Befestigungselement (42a, 42b) und/oder Befestigungsabschnitt
(52) zur Befestigung der Abschirmung (4, 5) am Isolierkörper (2) durch Einbringen
in eine korrespondierende im Isolierkörper (2) ausgebildete Ausnehmung (25a, 25b;
27) aufweist.
6. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) und/oder die zweite Abschirmung (5) wenigstens eine im
bzw. aus dem Blech gestanzte Federzunge (400; 500) für eine Kontaktierung mit Kontakten
eines korrespondierenden Steckers innerhalb des Steckbereichs des Steckgesichts des
Isoliergehäuses (2) aufweist.
7. Abgewinkelter Steckverbinder (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) und/oder die zweite Abschirmung (5) so im Steckbereich
des Steckgesichts angeordnet sind, dass ein mit äußeren Kontakten versehener Gegenstecker
die Abschirmung von innen her kontaktieren kann.
8. Verfahren zur Herstellung eines abgewinkelten Steckverbinders insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, umfassend die Schritte:
d) Ausstanzen einer ersten Abschirmung (4) und einer zweiten Abschirmung (5) aus einem
Blech;
e) Biegen der ersten Abschirmung (4) und/oder der zweiten Abschirmung (5) zur Herstellung
abgewinkelter erster und zweiter Abschirmungen; und
f) wenigstens teilweises Einsetzen der Abschirmungen (4, 5) in den Innenraum eines
Isolierkörpers (2) von der der Steckseite abgewandten Seite her.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abschirmung (4) einteilig ausgebildet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech unbeschichtet ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Abschirmung (4) und/oder der zweiten Abschirmung (5) durch Ausstanzen
aus dem Blech bzw. Stanzen im Blech Befestigungsabschnitte zur Befestigung an einem
Isolierkörper (2) hergestellt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Abschirmung (4) und/oder der zweiten Abschirmung (5) durch Ausstanzen
aus dem Blech bzw. Stanzen im Blech Kontaktzungen (400, 500) zur Herstellung eines
Kontakts mit den Kontakten eines korrespondierenden Steckers innerhalb des Steckbereichs
des Steckgesichts des Isoliergehäuses (2) hergestellt werden.