[0001] Die Erfindung betrifft einen Sitzträger für einen Stuhl sowie einen Stuhl mit einem
solchen Sitzträger.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2011 011 832 A1 ist ein Sitzträger für einen Stuhl bekannt, der ein Grundtragteil aufweist. Ein solches
Grundtragteil ist typischerweise eingerichtet, um entweder den Sitzträger aufzustellen,
oder um den Sitzträger mit einem Aufstellteil zum Aufstellen des Sitzträgers zu verbinden.
Der Sitzträger weist außerdem ein Sitztragteil auf, das eingerichtet ist zur Anordnung
eines Sitzkissens an oder auf dem Sitztragteil. Das Sitztragteil ist dabei zwischen
einem ersten elastischen Element und einem zweiten elastischen Element angeordnet,
wobei sich das erste elastische Element an dem Grundtragteil und das zweite elastische
Element an einem Gegenlager abstützt. Mit diesem Aufbau werden Kippbewegungen des
Sitztragteils relativ zu dem Grundtragteil möglich, die gerade aufgrund der Anordnung
des Sitztragteils zwischen den beiden elastischen Elementen zu einer besonders vorteilhaften
Entlastung einer Rückenmuskulatur eines Benutzers eines den Sitzträger aufweisenden
Stuhls führen, wobei Verspannungen auch bei längerer Nutzung mit hoher Sicherheit
vermieden werden.
[0003] Zugleich zeigt sich, dass die Kippbewegungen des Sitztragteils relativ zu dem Grundtragteil
einen permanenten Ausgleich, somit eine permanente Bewegung des Benutzers verlangen.
Dies wird nicht von allen Nutzern oder nicht in jeder Situation geschätzt. Selbst
wenn ein Nutzer in manchen Situationen die Kippbewegungen schätzen würde, wobei er
jedoch in anderen Situationen keine solchen Kippbewegungen wünscht, wird er sich möglicherweise
gegen einen Stuhl mit einem solchen Sitzträger entscheiden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Sitzträger für einen Stuhl
sowie einen Stuhl mit einem solchen Sitzträger zu schaffen, wobei die genannten Nachteile
nicht auftreten.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst, indem die vorliegende technische Lehre bereitgestellt wird,
insbesondere die Lehre der unabhängigen Ansprüche sowie der in den abhängigen Ansprüchen
und der Beschreibung offenbarten Ausführungsformen.
[0006] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst, indem ein Sitzträger der zuvor angesprochenen
Art einen Sperrmechanismus aufweist, der zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung
verlagerbar und eingerichtet ist, um in der Sperrstellung eine elastische Verlagerung
des Sitztragteils relativ zu dem Grundtragteil zu sperren, und in der Freigabestellung
die elastische Verlagerung des Sitztragteils relativ zu dem Grundtragteil freizugeben.
Auf diese Weise ist es möglich, Kippbewegungen zwischen dem Sitztragteil und dem Grundtragteil
zuzulassen, wenn diese gewünscht sind, sie jedoch dann, wenn sie unerwünscht sind,
entweder dauerhaft oder zeitweise, insbesondere situationsabhängig, zu unterbinden,
indem der Sperrmechanismus entweder in der Sperrstellung oder in der Freigabestellung
angeordnet wird. Somit können auch Nutzer, die nur phasenweise - oder gegebenenfalls
sogar selten bis nie - eine elastische Kippbewegung zwischen dem Sitztragteil und
dem Grundtragteil wünschen, sich für einen Stuhl entscheiden, der den hier vorgeschlagenen
Sitzträger aufweist.
[0007] Das Grundtragteil ist eingerichtet, um den Sitzträger entweder aufzustellen, oder
um den Sitzträger mit einem Aufstellteil zu verbinden. Insbesondere ist es möglich,
dass das Grundtragteil selbst als Fußgestell eines Stuhls, insbesondere als Fußkreuz
ausgebildet ist, vorzugsweise mit bevorzugt fünf Armen, an deren freien Enden Rollen
oder Gleitelemente vorgesehen sind, und die im Bereich ihrer gegenüberliegenden gemeinsamen
Enden gemeinsam ein Stützrohr halten, welches dann das Sitztragteil trägt. Dabei ist
es möglich, dass das Grundtragteil eine Gasfeder, insbesondere zur Höhenverstellung
des Stuhls, aufweist.
[0008] Alternativ ist es möglich, dass das Grundtragteil eingerichtet ist, um mit einem
insbesondere als Fußgestell, vorzugsweise als Fußkreuz ausgebildeten Aufstellteil
verbunden zu werden. Auch in diesem Fall weist ein solches Fußkreuz vorzugsweise in
der Regel fünf Arme auf, an deren freien Enden Rollen oder Gleitelemente vorgesehen
sind, und die im Bereich ihrer gegenüberliegenden gemeinsamen Enden gemeinsam ein
Stützrohr halten, welches dann das Grundtragteil trägt. Auch in diesem Fall ist es
möglich, dass das Fußgestell eine Gasfeder zur Höhenverstellung des Stuhls aufweist,
wobei dann das Grundtragteil vorzugsweise mit der Gasfeder mechanisch verbindbar oder
verbunden ist.
[0009] Vorzugsweise weist das Grundtragteil eine Verbindungsgeometrie zur Verbindung mit
dem Aufstellteil auf, insbesondere einen Innenkonus, der auf einen Außenkonus des
Aufstellteils, besonders bevorzugt einen Außenkonus einer Gasfeder, aufgesteckt wird.
Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, dass das Grundtragteil mit dem Aufstellteil
verschraubt oder in anderer geeigneter Weise an diesem befestigt wird.
[0010] Der Sitzträger ist insbesondere eingerichtet zu Verwendung in einem Bürostuhl. Hier
ergeben sich in besonderer Weise die Vorteile des Sitzträgers, insbesondere aufgrund
der hohen täglichen zeitlichen Nutzdauer eines solchen Bürostuhls durch seinen Nutzer.
[0011] Das Sitztragteil ist vorzugsweise eingerichtet, um ein Sitzkissen mittelbar - vermittelt
über wenigstens ein weiteres Teil - oder unmittelbar an dem Sitztragteil anzuordnen.
Insbesondere kann das Sitzkissen an dem Sitztragteil befestigt werden, vorzugsweise
durch Verschrauben. Hierzu weist das Sitztragteil vorzugsweise wenigstens eine Schraubbohrung,
vorzugsweise eine Mehrzahl von Schraubbohrungen auf, um das Sitzkissen an dem Sitztragteil
zu befestigen.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung ist das Sitztragteil eingerichtet, um eine Stuhlmechanik
aufzunehmen, wobei die Stuhlmechanik insbesondere eine Synchronmechanik zur synchronen
Verkippung einer Sitzlehne gemeinsam mit dem Sitztragteil um eine Horizontalachse
aufweist, insbesondere um es einem Nutzer zu ermöglichen, sich mit dem Sitzkissen
und der Sitzlehne nach hinten zurückzulehnen. Die Stuhlmechanik weist außerdem bevorzugt
einen Mechanismus auf, um eine Vorspannung für diese Kippbewegung einzustellen. Weiterhin
weist die Stuhlmechanik bevorzugt einen Mechanismus auf, der es erlaubt, diese Kippbewegung
zu sperren.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Sitztragteil aus Druckguss, insbesondere
Aluminiumdruckguss, gefertigt. Es ist aber auch möglich, dass das Sitztragteil aus
einem Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material gefertigt ist. Es weist bevorzugt
wenigstens einen Hohlraum sowie Bohrungen zur Aufnahme der Stuhlmechanik auf.
[0014] Das Sitztragteil ist insbesondere in Hochrichtung - das heißt in axialer Richtung
- des Sitzträgers gesehen zwischen dem ersten elastischen Element und dem zweiten
elastischen Element angeordnet, insbesondere zwischen dem ersten elastischen Element
und dem zweiten elastischen Element eingespannt. Dabei entspricht eine Hochrichtung
einer Richtung, die bei bestimmungsgemäßer Orientierung des Sitzträgers vertikal ausgerichtet
ist, wobei die Hochrichtung bevorzugt zugleich die Hochrichtung eines Stuhls ist,
der den Sitzträger aufweist.
[0015] Wenigstens ein elastisches Element, ausgewählt aus dem ersten elastischen Element
und dem zweiten elastischen Element ist bevorzugt vorgespannt. Vorzugsweise sind beide
elastischen Elemente vorgespannt, um die gegen die elastische Kippbewegung des Sitztragteils
relativ zu dem Grundtragteil wirkenden Rückstellkräfte einzustellen.
[0016] Das erste elastische Element stützt sich bevorzugt einseitig, insbesondere an seiner
Unterseite, an dem Grundtragteil, und auf seiner anderen, in Hochrichtung gegenüberliegenden
Seite, insbesondere seiner Oberseite, an dem Sitztragteil ab. Das zweite elastische
Element stützt sich bevorzugt an seiner einen Seite, insbesondere Oberseite, an dem
Gegenlager, und auf seiner anderen, gegenüberliegenden Seite, insbesondere Unterseite,
an dem Sitztragteil ab.
[0017] Das Gegenlager ist vorzugsweise auf das Grundtragteil aufgebracht, insbesondere an
dem Grundtragteil befestigt, bevorzugt auf das Grundtragteil aufgeschraubt, wobei
insbesondere durch Einstellen des Drehmoments beim Aufschrauben des Gegenlagers auf
das Grundtragteil die Vorspannung zumindest des zweiten elastischen Elements, vorzugsweise
beider elastischen Elemente, eingestellt werden kann. Besonders bevorzugt ist das
Gegenlager auf den Innenkonus aufgeschraubt, mit dem der Sitzträger auf das Aufstellteil
aufgesetzt werden kann. Hierzu weist der Innenkonus bevorzugt ein Außengewinde auf,
das mit einem Innengewinde des Gegenlagers kämmt. Das Gegenlager ist in bevorzugter
Ausgestaltung als Mutter ausgebildet.
[0018] Der Sperrmechanismus ist vorzugsweise eingerichtet, um wenigstens ein elastisches
Element, ausgewählt aus dem ersten elastischen Element und dem zweiten elastischen
Element, zu sperren, das heißt an einer elastischen Deformation, insbesondere Biegung,
zu hindern. Vorzugsweise sperrt der Sperrmechanismus zugleich das erste elastische
Element und das zweite elastische Element.
[0019] Zumindest ein elastisches Element, ausgewählt aus dem ersten elastischen Element
und dem zweiten elastischen Element, ist bevorzugt als Elastomer ausgebildet oder
aus einem Elastomer gebildet. Besonders bevorzugt sind beide elastischen Elemente
als Elastomere ausgebildet, oder aus einem Elastomer, oder aus verschiedenen Elastomeren,
gebildet. Auf diese Weise können die elastischen Elemente zugleich einfach, raumsparend
und kostengünstig bereitgestellt werden.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
ausschließlich in die Sperrstellung oder in die Freigabestellung verlagerbar ist.
Der Sperrmechanismus weist also genau zwei diskrete Zustände auf, zwischen denen er
verlagert werden kann, jedoch keine Zwischenstellungen zwischen der Sperrstellung
und der Freigabestellung. Auf diese Weise ist der Sperrmechanismus besonders einfach
und intuitiv bedienbar, und es ist ein schnelles Umschalten zwischen der Sperrstellung
und der Freigabestellung möglich.
[0021] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
einen axial - das heißt in Hochrichtung - verlagerbaren Sperrring aufweist, der vorzugsweise
in der Sperrstellung das erste elastische Element ringförmig, insbesondere konzentrisch,
umgreift, wobei er vorzugsweise in der Freigabestellung - in Hochrichtung - beabstandet
von dem ersten elastischen Element angeordnet ist. Auf diese Weise kann das erste
elastische Element sehr einfach, stabil und sicher durch den Sperrmechanismus gesperrt
werden.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus,
vorzugsweise der Sperrring, in der Sperrstellung an dem Sitztragteil anschlägt. Auf
diese Weise kann der Sperrmechanismus, insbesondere der Sperrring, in einfacher und
stabiler Weise eine Bewegung des Sitztragteils in der Sperrstellung verhindern. Besonders
bevorzugt schlägt der Sperrmechanismus, insbesondere der Sperrring, dabei an dem beweglichen
Element des Sitzträgers an und hält dieses in einer fixierten Position, sodass die
Beweglichkeit unterbunden ist.
[0023] In der Freigabestellung ist der Sperrmechanismus, insbesondere der Sperrring, bevorzugt
von dem Sitztragteil beabstandet, sodass dieses frei verkippt werden kann.
[0024] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus,
vorzugsweise der Sperrring, an dem Grundtragteil gehalten ist. Auf diese Weise ist
der Sperrmechanismus, insbesondere der Sperrring, bevorzugt an dem feststehenden Teil
des Sitzträgers angeordnet, sodass in sehr stabiler Weise Kräfte in der Sperrstellung
in das Grundtragteil als feststehendes Teil eingeleitet und dort aufgenommen werden.
Insbesondere ist der Sperrmechanismus, vorzugsweise der Sperrring, axial verlagerbar,
das heißt in Hochrichtung verlagerbar, an dem Grundtragteil gehalten. Somit kann er
axial zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung verlagert werden. Insbesondere
kann so in einfacher Weise ein Anschlag des Sperrrings in der Sperrstellung an dem
Sitztragteil bewirkt werden, wobei der Sperrring in der Freigabestellung von dem Sitztragteil
beabstandet ist.
[0025] Besonders bevorzugt ist der Sperrring an dem Grundtragteil axial verlagerbar gehalten
und schlägt in der Sperrstellung an dem Sitztragteil an, wobei er in der Freigabestellung
von dem Sitztragteil beabstandet ist. Zugleich umgreift der Sperrring bevorzugt in
der Sperrstellung das erste elastische Element ringförmig, insbesondere konzentrisch,
wobei er in der Freigabestellung axial von dem ersten elastischen Element beabstandet
angeordnet ist.
[0026] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Sitztragteil einen
Tragkörper aufweist, der eingerichtet ist zur Anordnung eines Sitzkissens an dem Tragkörper,
wobei das Sitztragteil außerdem ein Anschlagteil aufweist, wobei das Anschlagteil
- in Hochrichtung gesehen - unter dem Tragkörper angeordnet, insbesondere befestigt,
vorzugsweise angeschraubt, ist. Dabei schlägt der Sperrmechanismus, insbesondere der
Sperrring, in der Sperrstellung bevorzugt an dem Anschlagteil an. In vorteilhafter
Weise wird so ein separates, mit dem Tragkörper verbundenes Teil bereitgestellt, an
welches der Sperrmechanismus in der Sperrstellung anschlägt, und welches an die in
dieser Stellung herrschenden Kräfte angepasst sein kann. Das Anschlagteil ist in bevorzugter
Ausgestaltung als Anschlagplatte ausgebildet.
[0027] Das Anschlagteil, insbesondere die Anschlagplatte, ist bevorzugt zwischen dem Tragkörper
und dem ersten elastischen Element angeordnet, wobei das Anschlagteil in radialer
Richtung, das heißt senkrecht zur Hochrichtung, insbesondere allseitig über das erste
elastische Element hinaus ragt. Besonders bevorzugt umgreift das Anschlagteil das
erste elastische Element in Umfangsrichtung gesehen mit einem in vertikaler Richtung
- nach unten - umgebogenen, in Umfangsrichtung umlaufenden Rand. Besonders bevorzugt
ist das Anschlagteil ringförmig, insbesondere kreisringförmig, ausgebildet.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
an einem ersten Teil, das ausgewählt ist aus dem Sperrring und dem Grundtragteil,
eine zumindest bereichsweise entlang eines Schraubenlinienabschnitts verlaufende Führungsnut,
und an einem zweiten Teil, das ausgewählt ist aus dem Grundtragteil und dem Sperrring,
einen Führungsvorsprung aufweist, wobei der Führungsvorsprung in die Führungsnut eingreift
und in der Führungsnut geführt ist. Das erste Teil und das zweite Teil sind dabei
verschieden voneinander. Insbesondere ist das erste Teil der Sperrring, wenn das zweite
Teil das Grundtragteil ist, und umgekehrt. Mittels der Führungsnut, in welche der
Führungsvorsprung eingreift, wird eine Kulissenführung für den Sperrmechanismus bereitgestellt,
wobei der Sperrring in axialer Richtung, also in Hochrichtung, zwangsgeführt wird,
wenn er in Umfangsrichtung gedreht wird, da in diesem Fall der Führungsvorsprung entlang
der schraublinienabschnittsförmigen Führungsnut gleitet, und so der Sperrring zwangsläufig
im Wege seiner Verlagerung in Umfangsrichtung auch eine Verlagerung in axialer Richtung,
das heißt in Hochrichtung, mithin einen Hub, erfährt. Der Sperrmechanismus ist so
sehr einfach zu bedienen.
[0029] In bevorzugter Ausgestaltung ist das erste Teil der Sperrring, und das zweite Teil
ist das Grundtragteil, sodass die Führungsnut an dem Sperrring ausgebildet, und der
Führungsvorsprung an dem Grundtragteil angeordnet ist.
[0030] Vorzugsweise ist jeweils ein Ende der beiden Enden der Führungsnut je einer der Funktionsstellungen
zugeordnet, sodass eine Relativverlagerung zwischen dem Führungsvorsprung und der
Führungsnut stets vollständig, bis zum jeweiligen Ende der Führungsnut erfolgen kann,
um die jeweilige Funktionsstellung zu erreichen. Somit sind die beiden Funktionsstellungen
genau definiert.
[0031] Vorzugsweise erstreckt sich die schraubenlinienabschnittsförmige Führungsnut in Umfangsrichtung
- insbesondere in Projektion auf eine horizontale Ebene entlang einer Umfangslinie
gesehen - entlang eines Winkelbereichs von mindestens 40° bis höchstens 100°, vorzugsweise
von mindestens 50° bis höchstens 90°, vorzugsweise von mindestens 60° bis höchstens
90°, vorzugsweise von mindestens 70° bis höchstens 85°, vorzugsweise von mindestens
75° bis höchstens 85°, vorzugsweise von 80°.
[0032] Eine horizontale Ebene ist insbesondere eine Ebene, auf der die Hochrichtung senkrecht
steht. Eine Horizontale ist entsprechend insbesondere eine Achse in einer horizontalen
Ebene, die mit der Hochrichtung einen rechten Winkel einschließt.
[0033] Vorzugsweise weist das erste Teil zwei Führungsnuten oder drei Führungsnuten, und
bevorzugt das zweite Teil entsprechend zwei Führungsvorsprünge oder drei Führungsvorsprünge
auf, wobei vorzugsweise jeder Führungsnut jeweils ein Führungsvorsprung zugeordnet
ist, der in die jeweilige Führungsnut eingreift. Vorzugsweise sind die Führungsvorsprünge
in Umfangsrichtung gesehen um 180° - bei zwei Führungsvorsprüngen - oder um 120° -
bei drei Führungsvorsprüngen - zueinander versetzt und besonders bevorzugt in gleicher
axialer Höhenlage zueinander angeordnet. Die Führungsnuten sind bevorzugt diametral
einander gegenüberliegend oder um 120° zueinander versetzt angeordnet, wobei sie vorzugsweise,
insbesondere bezogen auf äquivalente Punkte der Führungsnuten, auf einer gleichen
Höhenlage miteinander angeordnet sind. Insbesondere sind die Enden der Führungsnuten
jeweils auf gleichen Höhenlagen miteinander angeordnet.
[0034] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungsnut zumindest
an ihrem der Sperrstellung zugewandten Ende einen abgeflachten Nutauslauf aufweist.
Dabei bedeutet "abgeflacht", dass die Führungsnut im Bereich des Nutauslaufs eine
geringere Steigung aufweist als außerhalb des Nutauslaufs, wobei die Führungsnut im
Bereich des Nutauslaufs insbesondere mit einer Horizontalen einen kleineren Winkel
einschließt als außerhalb des Nutauslaufs. Auf diese Weise kann der Sperrring einfach,
sicher und stabil in der Sperrstellung gehalten werden, indem der Führungsvorsprung
in dem abgeflachten Nutauslauf angeordnet wird, wobei keine oder nur eine geringe
Kraft - insbesondere geringer als die Haftreibung in dem Nutauslauf - in der Sperrstellung
wirkt, die den Sperrring in die Freigabestellung drängt.
[0035] Der Nutauslauf schließt mit der Horizontalen bevorzugt einen Winkel von mindestens
1° bis höchstens 10°, vorzugsweise bis höchstens 7°, vorzugsweise bis höchstens 5°,
vorzugsweise bis höchstens 4°, vorzugsweise bis höchstens 3°, vorzugsweise von mindestens
1,5° bis höchstens 2,5°, vorzugsweise 2° ein. Es ist aber auch möglich, dass der Nutauslauf
als horizontaler Nutauslauf, parallel zu der Horizontalen, ausgebildet ist.
[0036] Es ist möglich, dass die Führungsnut auch an ihrem der Freigabestellung zugewandten
Ende einen abgeflachten Nutauslauf aufweist. Alternativ kann dort insbesondere eine
Rastposition ausgebildet sein, oder die Führungsnut endet ohne einen Nutauslauf, das
heißt insbesondere ohne Änderung ihrer Steigung.
[0037] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungsnut in ihrem
schraubenlinienabschnittsförmigen Bereich eine Steigung aufweist, bei der keine Selbsthemmung
des Führungsvorsprungs in der Führungsnut auftritt. Somit ergibt sich eine besonders
leichte, reibungsarme Verlagerung des Sperrrings in dem schraubenlinienabschnittsförmigen
Bereich zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung.
[0038] Unter einer Selbsthemmung ist hier eine gemäß der Erfindung bevorzugt vermiedene
Ausgestaltung des schraubenlinienabschnittsförmigen Bereichs der Führungsnut mit einer
Steigung zu verstehen, bei welcher die Haftreibung zwischen dem Führungsvorsprung
und der Führungsnut stets größer wäre als eine entlang der Steigung wirkende Kraft,
beispielsweise Hangabtriebskraft, sodass insbesondere keine selbsttätige Verlagerung
des Sperrrings möglich wäre. Erfindungsgemäß bevorzugt ist allerdings in diesem Bereich
keine Selbsthemmung vorgesehen, was bedeutet, dass die Steigung des schraubenlinienabschnittsförmigen
Bereichs so gewählt ist, dass insbesondere eine gravitationsbedingt in die Freigabestellung
drängende Kraft in der Führungsnut stets größer ist als die Haftreibung zwischen dem
Führungsvorsprung und der Führungsnut.
[0039] Die Führungsnut schließt - außerhalb des Nutauslaufs - bevorzugt einen Winkel mit
der Horizontalen von mindestens 11° bis höchstens 20°, vorzugsweise von mindestens
12° bis höchstens 19°, vorzugsweise von mindestens 13° bis höchstens 18°, vorzugsweise
von höchstens 17°, vorzugsweise von mindestens 14° bis höchstens 16°, vorzugsweise
15°, ein.
[0040] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine axiale Position
des Sperrrings an dem Grundtragteil in der Freigabestellung einstellbar ist. Hierzu
sind vorzugsweise der Sperrmechanismus insgesamt, insbesondere der Führungsvorsprung
und die Führungsnut, gemeinsam in axialer Richtung verlagerbar, sodass der Hub des
Sperrrings nicht verändert wird, wenn seine axiale Position in der Freigabestellung
verändert wird. Somit wird durch die Wahl der axialen Position des Sperrrings in der
Freigabestellung zugleich dessen Relativposition zu dem ersten elastischen Element
in der Sperrstellung bestimmt, wodurch eine Vorspannung des ersten elastischen Elements
in der Sperrstellung einstellbar ist. Gegebenenfalls ist hierdurch zugleich eine Kraft
einstellbar, die zum Verlagern des Sperrrings in die Sperrstellung erforderlich ist,
insbesondere zum Verlagern des Führungsvorsprungs in den abgeflachten Nutauslauf,
der der Sperrstellung zugeordnet ist. Der Sperrring dehnt das erste elastische Element
insbesondere umso stärker in der Sperrstellung, je höher er - in Hochrichtung gesehen
- in der Freigabestellung angeordnet ist, indem er in der Sperrstellung das Sitztragteil,
insbesondere das Anschlagteil, von einem Grundkörper des Grundtragteils weg nach oben
drängt.
[0041] Vorzugsweise weist das Grundtragteil den Grundkörper und eine Schraubaufnahme auf,
wobei der Sperrring an der Schraubaufnahme gehalten ist. Die Schraubaufnahme ist vorzugsweise
relativ zu dem Grundkörper des Grundtragteils in Hochrichtung verlagerbar, insbesondere
durch Schrauben. Insbesondere weist die Schraubaufnahme ein Innengewinde auf, das
mit einem Außengewinde des Grundkörpers kämmt. Durch Drehen der Schraubaufnahme relativ
zu dem Grundkörper ist somit eine axiale Position der Schraubaufnahme und damit zugleich
die axiale Position des Sperrrings einstellbar.
[0042] Vorzugsweise weist das Grundtragteil eine Konterplatte auf, mittels derer die Schraubaufnahme
in ihrer axialen Position fixiert werden kann. Die Konterplatte kann dabei mit dem
selben Außengewinde des Grundkörpers kämmen wie die Schraubaufnahme. Alternativ oder
zusätzlich kann die Konterplatte mit Befestigungsschrauben, insbesondere axial ausgerichteten
Befestigungsschrauben, an dem Grundkörper fixierbar sein.
[0043] Es bedarf somit eines Lösens der Konterplatte, um die axiale Position der Schraubaufnahme
zu verändern.
[0044] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sitzträger ein Greifelement
aufweist, das mit dem Sperrmechanismus zu dessen Betätigung wirkverbunden ist. Dieses
Greifelement ermöglicht es einem Nutzer, den Sperrmechanismus in besonders einfacher
und komfortabler Weise zu bedienen. Vorzugsweise umgreift das Greifelement den Sperrring
in Umfangsrichtung gesehen. Mittels des Greifelements kann ein Nutzer insbesondere
den Sperrmechanismus aus der Sperrstellung und/oder aus der Freigabestellung lösen,
und/oder den Sperrmechanismus zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung
verlagern.
[0045] Insbesondere ist das Greifelement mit dem Sperrring drehmomentübertragend gekoppelt,
sodass ein durch den Nutzer in das Greifelement eingeleitetes Drehmoment durch das
Greifelement auf den Sperrring übertragen wird. Dies kann in besonders bevorzugter
Weise durch geeignete Paarung von wenigstens einem Vorsprung und wenigstens einer
Aussparung einerseits an dem Greifelement und andererseits an dem Sperrmechanismus,
insbesondere dem Sperrring, bewirkt werden.
[0046] Vorzugsweise weist das Greifelement an einer Außenfläche, insbesondere einer äußeren
Umfangsfläche, eine Greifstruktur auf. An der Greifstruktur kann ein Nutzer besonders
einfach und komfortabel sowie sicher und stabil angreifen. Die Greifstruktur umfasst
bevorzugt eine griffige Oberfläche, insbesondere eine aufgeraute Oberfläche oder eine
Oberfläche mit Erhebungen und/oder Vertiefungen, welche ein besonders sicheres, insbesondere
rutschfestes und stabiles Greifen des Greifelements ermöglichen.
[0047] Das Greifelement ist vorzugsweise aus Kunststoff gebildet. Bevorzugt verdeckt das
Greifelement den Sperrmechanismus und ist vorzugsweise optisch ansprechend gestaltet.
Der Sitzträger gestaltet sich für den Nutzer in diesem Fall besonders formschön und
ästhetisch.
[0048] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
eine der Sperrstellung zugeordnete Sperrstellungs-Halteeinrichtung aufweist, die eingerichtet
ist, um den Sperrmechanismus in der Sperrstellung zu halten. Der Sperrmechanismus
kann bei dieser Ausgestaltung besonders einfach aufgebaut sein, wobei er insbesondere
manuell von der Freigabestellung in die Sperrstellung verlagert werden kann, wobei
er dort - gegen die in die Freigabestellung drängende Vorspannkraft der elastischen
Elemente, insbesondere des ersten elastischen Elements, und/oder gegen die in die
Freigabestellung drängende Schwerkraft, sicher durch die Sperrstellungs-Halteeinrichtung
gehalten wird.
[0049] Bevorzugt ist die Sperrstellungs-Halteeinrichtung durch den abgeflachten Nutauslauf
der Führungsnut an dem der Sperrstellung zugewandten Ende sowie den Führungsvorsprung
gebildet, der in der Sperrstellung in den abgeflachten Nutauslauf eingreift.
[0050] Vorzugsweise ist der Sperrmechanismus - insbesondere bei diesem Ausführungsbeispiel
- eingerichtet, um durch die Schwerkraft in die Freigabestellung gedrängt zu werden.
Insbesondere die Verlagerung des Sperrmechanismus von der Sperrstellung in die Freigabestellung
gestaltet sich so sehr einfach.
[0051] Vorteilhaft verlagert sich so insbesondere der Sperrring nach einer Herausverlagerung
aus der Sperrstellung selbsttätig, insbesondere schwerkraftgetrieben, in die Freigabestellung,
ohne dass es eines weiteren Eingriffs eines Nutzers bedarf. Insbesondere muss der
Nutzer nicht die gesamte Drehbewegung des Sperrrings von der Sperrstellung in die
Freigabestellung durchführen, sondern es genügt vielmehr ein leichtes Herausdrehen
aus der Sperrstellung über eine vergleichsweise kurze Winkeldistanz, insbesondere
ein Herausdrehen des Führungsvorsprungs aus dem abgeflachten Nutauslauf, wobei danach
der Sperrring gravitationsgetrieben in die Freigabestellung gelangt. Weist auch die
Freigabestellung einen abgeflachten Nutauslauf auf, kann es vorteilhaft sein, wenn
der Nutzer hier nochmals eingreift und eine weitere Verlagerung des Führungsvorsprungs
in den der Freigabestellung zugeordneten abgeflachten Nutauslauf bewirkt, sodass auch
die Freigabestellung sicher fixiert ist. Bevorzugt weist jedoch die Führungsnut an
ihrem der Freigabestellung zugeordneten Ende keinen abgeflachten Nutauslauf auf. Vielmehr
endet sie hier bevorzugt unmittelbar mit dem schraubenlinienabschnittsförmigen Bereich
der Führungsnut. Dies hat den Vorteil, dass der Sperrring selbsttätig, insbesondere
gravitationsgetrieben, aus der Richtung der Sperrstellung bis vollständig in die Freigabestellung,
insbesondere zu einem der Freigabestellung zugeordneten Anschlag der Führungsnut gelangen
kann, ohne dass es eines weiteren Eingriffs des Nutzers bedarf. Der Sperrring ist
dann sicher und stabil in der Freigabestellung gelagert, wenn der Führungsvorsprung
an dem der Freigabestellung zugeordneten Ende der Führungsnut anschlägt.
[0052] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
selbsttätig in die Sperrstellung verlagerbar ist, wobei der Sperrmechanismus vorzugsweise
eine der Freigabestellung zugeordnete Freigabestellungs-Halteeinrichtung aufweist,
die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus - insbesondere gegen eine Vorspannung
- in der Freigabestellung zu halten. Der Sperrmechanismus ist vorteilhaft selbsttätig
in die Sperrstellung verlagerbar, wobei ein Nutzer den Sperrmechanismus lediglich
aus der Freigabestellung lösen und gegebenenfalls über einen bestimmten Verlagerungsbereich
verlagern muss, wonach dieser selbsttätig in die Sperrstellung gedrängt wird. Somit
muss der Nutzer höchstens eine geringe Kraft, nämlich zum Lösen des Sperrmechanismus
aus der Freigabestellung und gegebenenfalls für eine gewisse Verlagerung, aufbringen,
um den Sperrmechanismus in die Sperrstellung zu bringen. Dies stellt eine besonders
komfortable Ausgestaltung dar.
[0053] Dass der Sperrmechanismus selbsttätig in die Sperrstellung verlagerbar ist, bedeutet
gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung, dass der Sperrmechanismus - zumindest über
eine bestimmte Distanz - mit einer in Richtung der Sperrstellung wirkenden Kraft beaufschlagt
ist, insbesondere in die Sperrstellung gedrängt wird. Dabei wirkt die entsprechende
Kraft oder Beaufschlagung nicht notwendigerweise bereits aus der Freigabestellung
heraus oder bereits in der Freigabestellung. Vielmehr ist es möglich, dass der Nutzer
den Sperrmechanismus zunächst aus der Freigabestellung lösen und über einen bestimmten
Verlagerungsbereich verlagern muss, bevor die Kraft oder Beaufschlagung wirksam wird,
die dann den Sperrmechanismus vollends in die Sperrstellung drängt.
[0054] Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist der Sperrmechanismus derart selbsttätig in
die Sperrstellung verlagerbar, dass er in die Sperrstellung vorgespannt ist. Der Sperrmechanismus
ist dann vorteilhaft insbesondere aus der Freigabestellung heraus durch die Vorspannung
in die Sperrstellung verlagerbar, sodass ein Nutzer den Sperrmechanismus lediglich
aus der Freigabestellung lösen muss, wonach dieser selbsttätig weiter in die Sperrstellung
verlagert, insbesondere durch die Vorspannung in die Sperrstellung gedrängt wird.
[0055] Ist der Sperrmechanismus in die Sperrstellung vorgespannt oder beaufschlagt, hat
dies weiterhin den Vorteil, dass etwaige Toleranzen der Sperrstellung durch die Vorspannung
oder Beaufschlagung ausgeglichen werden, wobei die Vorspannung oder Beaufschlagung
den Sperrmechanismus stets auf die in der Sperrstellung maximal erreichbare Position
drängt und so Toleranzen ausgleicht. Insbesondere kann so gewährleistet werden, dass
Kippbewegungen zwischen dem Sitztragteil und dem Grundtragteil in der Sperrstellung
unabhängig von etwaigen Toleranzen stets zuverlässig verhindert werden. Die Freigabestellungs-Halteeinrichtung
gewährleistet bevorzugt in vorteilhafter Weise, dass der Sperrmechanismus entgegen
der in die Sperrstellung drängenden Vorspannung in der Freigabestellung gehalten werden
kann.
[0056] Vorzugsweise weist der Sperrmechanismus eine Vorspanneinrichtung auf, die eingerichtet
ist, um den Sperrmechanismus - insbesondere aus der Freigabestellung heraus - in die
Sperrstellung zu drängen. Die Vorspanneinrichtung ist in bevorzugter Ausgestaltung
als Feder ausgebildet. Es ist möglich, dass die Vorspanneinrichtung eine Mehrzahl
von Federn aufweist.
[0057] Alternativ weist der Sperrmechanismus bevorzugt eine Federeinrichtung auf, die eingerichtet
ist, um den Sperrmechanismus in die Sperrstellung zu drängen. Es ist dabei insbesondere
möglich, dass die Federeinrichtung den Sperrmechanismus nicht aus der Freigabestellung
heraus in die Sperrstellung drängt, sondern vielmehr erst ausgehend von der Freigabestellung
ab einem bestimmten Verlagerungsweg in Richtung der Sperrstellung eine Kraft aufbringt,
die den Sperrmechanismus dann in die Sperrstellung beaufschlagt.
[0058] Es ist bevorzugt vorgesehen, dass die Führungsnut auch bei einer Ausgestaltung des
Sitzträgers, bei welchem der Sperrmechanismus selbsttätig in die Sperrstellung verlagerbar
ist, an ihrem der Sperrstellung zugewandten Ende den abgeflachten Nutauslauf aufweist.
In diesem Fall dient dieser bevorzugt nicht zur Fixierung des Sperrrings in der Sperrstellung,
sondern einer verbesserten Hemmung des Sperrrings, sodass die Vorspanneinrichtung
oder Federeinrichtung nicht dauerhaft vollständig die Kräfte aufnehmen muss, die den
Sperrring aus der Sperrstellung in Richtung der Freigabestellung drängen. Die Vorspanneinrichtung
oder Federeinrichtung wird also durch den abgeflachten Nutauslauf entlastet.
[0059] Die Freigabestellungs-Halteeinrichtung weist vorzugsweise eine Rasteinrichtung auf
oder ist als Rasteinrichtung ausgebildet. Eine Verrastung ist in besonders stabiler
und funktionssicherer Weise in der Lage, den Sperrmechanismus in der Freigabestellung
zu halten.
[0060] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Sperrmechanismus
eine Torsionsfeder - insbesondere als Vorspanneinrichtung - aufweist, die eingerichet
ist, um den Sperrmechanismus in die Sperrstellung zu drängen. Eine Torsionsfeder stellt
dabei eine besonders bauraumsparende und zugleich funktionssichere Ausgestaltung dar,
um die Vorspannung für den Sperrmechanismus bereitzustellen.
[0061] Insbesondere greift die Vorspanneinrichtung, insbesondere die Torsionsfeder, bevorzugt
an dem Sperrring an. Insbesondere ist sie so angeordnet und eingerichtet, dass sie
den Sperrring mit einem Drehmoment in Richtung der Sperrstellung beaufschlagt. Insbesondere
durch die Ausgestaltung der Führungsnut wirkt dabei eine Teilkomponente der durch
die Vorspanneinrichtung in den Sperrring eingeleiteten Kraft axial in Richtung der
Sperrstellung, beziehungsweise das Drehmoment weist in Richtung des der Sperrstellung
zugewandten Endes der Führungsnut.
[0062] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Federeinrichtung,
die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus in die Sperrstellung zu drängen, ein
insbesondere federbelastetes oder vorgespanntes Druckstück aufweist, welches angeordnet
und eingerichtet ist, um den Sperrring in die Sperrstellung zu drängen. Das Druckstück
greift vorzugsweise zumindest in einem Bereich, in welchem es den Sperrring in die
Sperrstellung drängt oder beaufschlagt, in eine Kraftumlenkstruktur an dem Sperrring
ein, wobei die Kraftumlenkstruktur eingerichtet ist, um eine durch das Druckstück
auf den Sperrring ausgeübte Kraft in Richtung der Sperrstellung, insbesondere in ein
in Richtung der Sperrstellung wirkendes Drehmoment, umzulenken. Die Kraftumlenkstruktur
ist bevorzugt als eine sich in Richtung der Sperrstellung erweiternde Nut ausgebildet,
in die das Druckstück in Richtung der Sperrstellung mehr und mehr eingreifen kann,
wobei insbesondere der Sperrring in Richtung der Sperrstellung gedrängt wird, wenn
das Druckstück aufgrund seiner Vorspannung in die sich weitende Nut drängt. Bevorzugt
ist das Druckstück in der Schraubaufnahme gehalten, insbesondere relativ zu der Schraubaufnahme
lagefest angeordnet. Vorzugsweise ist das Druckstück in die Schraubaufnahme eingeschraubt.
Das Druckstück ist vorzugsweise so angeordnet, dass es eine radial nach außen wirkende
Kraft in den Sperrring einleitet, die von der Kraftumlenkstruktur in eine in Richtung
der Sperrstellung wirkende Kraft, insbesondere in ein in Richtung der Sperrstellung
wirkendes Drehmoment, umgelenkt wird.
[0063] Ausgehend von der Freigabestellung verlagert der Nutzer vorzugsweise den Sperrring
solange manuell, bis das Druckstück in die Kraftumlenkstruktur, insbesondere in die
sich erweiternde Nut, eingreift, wobei dann der Sperrring selbsttätig durch das Druckstück,
das mit der Kraftumlenkstruktur zusammenwirkt, in die Sperrstellung gedrängt wird.
[0064] Die sich erweiternde Nut ist insbesondere nicht identisch mit der Führungsnut, sondern
vielmehr zusätzlich zu der Führungsnut vorgesehen. Ebenso ist das Druckstück nicht
identisch mit dem Führungsvorsprung, sondern vielmehr insbesondere zusätzlich zu dem
Führungsvorsprung vorgesehen. Insbesondere sind bevorzugt die sich erweiternde Nut
einerseits und die Führungsnut andererseits in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung
gesehen zueinander versetzt an dem Sperrring angeordnet, insbesondere an dem Sperrring
ausgebildet.
[0065] Die axiale Richtung ist insbesondere die Richtung, in die eine Symmetrie- oder Rotationsachse
des Sperrrings weist; die radiale Richtung steht senkrecht auf der Axialrichtung.
Die Umfangsrichtung umgreift die Axialrichtung konzentrisch.
[0066] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Freigabestellungs-Halteeinrichtung
als Rastposition für den Führungsvorsprung in der Führungsnut ausgebildet ist. Dies
stellt eine ebenso einfache wie funktionssichere Ausgestaltung der Freigabestellungs-Halteeinrichtung
dar. Insbesondere ist die Rastposition bevorzugt an dem der Freigabestellung zugewandten
Ende der Führungsnut ausgebildet. Insbesondere weist die Führungsnut an ihrem der
Freigabestellung zugewandten Ende bevorzugt einen Knick auf, wobei die Führungsnut
insbesondere ein Extremum durchläuft, und wobei sich ein Vorzeichen der Steigung der
Führungsnut jenseits des Extremums ändert. Bei einer Verlagerung des Führungsvorsprungs
in der Führungsnut von der Sperrstellung in die Freigabestellung durchläuft dieser
dann zunächst das Extremum, insbesondere Maximum, und kehrt anschließend bezüglich
seiner relativen axialen Bewegungsrichtung um, sodass er insbesondere hinter einem
Rastvorsprung der Führungsnut angeordnet und damit eingerastet wird. Es bedarf dann
eines manuellen Eingriff eines Nutzers, um den Führungsvorsprung über den Rastvorsprung,
das heißt insbesondere über das in der Führungsnut ausgebildete Extremum, in den schraubenlinienabschnittsförmigen
Bereich hinein zu verlagern und so die dann durch die Vorspannung selbsttätig getriebene
Verlagerung des Sperrrings aus der Freigabestellung in die Sperrstellung zu initialisieren.
[0067] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Freigabestellungs-Halteeinrichtung
als Raststelle für das Druckstück des Sperrmechanismus ausgebildet ist. In vorteilhafter
Weise kann dann das Druckstück zusätzlich verwendet werden, um den Sperrring in der
Freigabestellung zu halten. Die Raststelle ist bevorzugt als Bohrung oder Aussparung
in dem Sperrring ausgebildet, in welche das Druckstück in der Freigabestellung eingreift.
Diese Bohrung definiert dann insbesondere eine arretierte Endlage für die Freigabestellung.
[0068] Vorzugsweise ist die sich erweiternde Nut in Umfangsrichtung und insbesondere entlang
der Verlagerungsbahn des Druckstücks an dem Sperrring von der Raststelle beabstandet,
wobei der Sperrring bevorzugt zwischen der Raststelle und der sich erweiternden Nut
unverletzt ist. Dieser unverletzte Bereich entlang der Verlagerungsbahn des Druckstücks
bildet einen kraftneutralen Bewegungsbereich, entlang dessen ein Nutzer den Sperrring
verlagern muss, bevor der Sperrring ausgehend von der Freigabestellung durch das Druckstück
in die Sperrstellung gedrängt wird.
[0069] Die Führungsnut weist bevorzugt entlang ihres Verlaufs verschiedene Steigungen auf,
wodurch einerseits kurze Wege zwischen der Sperrstellung der Freigabestellung realisiert
werden können, wobei andererseits insbesondere im Bereich der jeweiligen Enden der
Führungsnut bestimmte Funktionen verwirklicht werden können, insbesondere eine verbesserte
Hemmung und/oder eine Halterung/Verrastung.
[0070] Die Aufgabe wird auch gelöst, indem ein Stuhl, insbesondere ein Bürostuhl, geschaffen
wird, der einen erfindungsgemäßen Sitzträger oder einen Sitzträger nach einem der
zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele aufweist. In Zusammenhang mit dem Stuhl ergeben
sich insbesondere die Vorteile, die bereits in Zusammenhang mit dem Sitzträger erläutert
wurden.
[0071] Vorzugsweise weist der Stuhl ein Sitzkissen auf, welches an dem Sitztragteil angeordnet,
vorzugsweise an dem Sitztragteil befestigt, insbesondere mit dem Sitztragteil verschraubt
ist.
[0072] Vorzugsweise weist der Stuhl eine Rückenlehne auf, welche bevorzugt ebenfalls an
dem Sitzträger - vorzugsweise schwenkbar - befestigt ist. Vorzugsweise weist der Sitzträger
eine Synchronmechanik zur synchronen Verlagerung der Rückenlehne mit dem Sitztragteil
auf.
[0073] Vorzugsweise weist der Stuhl ein Fußgestell auf, welches als Aufstellteil ausgebildet
ist, mit dem das Grundtragteil verbunden ist. Insbesondere weist das Fußgestell bevorzugt
eine Gasfeder auf, die zur Höhenverstellung des Stuhls dient, wobei das Grundtragteil
insbesondere mit der Gasfeder verbunden ist.
[0074] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Detaildarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Stuhls mit einem
Ausführungsbeispiel eines Sitzträgers;
- Figur 2
- eine Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Sperrrings des Sitzträgers
gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Detaildarstellung des Sitzträgers gemäß Figur 1 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des Sperrrings;
- Figur 4
- das zweite Ausführungsbeispiel des Sperrrings gemäß Figur 3;
- Figur 5
- eine Detaildarstellung des Sitzträgers gemäß Figur 1 mit einem dritten Ausführungsbeispiel
des Sperrrings, und
- Figur 6
- eine weitere Detaildarstellung des Sitzträgers gemäß Figur 5 mit dem dritten Ausführungsbeispiel
des Sperrrings.
[0075] Fig. 1 zeigt eine Detaildarstellung eines Stuhls 1, der insbesondere ein Bürostuhl ist.
Der Stuhl 1 weist hier ein Ausführungsbeispiel eines Sitzträgers 3 auf. Der Sitzträger
3 weist ein Grundtragteil 5 auf, das bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
eingerichtet ist, um den Sitzträger 3 mit einem Aufstellteil 7 zu verbinden. Dabei
ist hier das Grundtragteil 5 mit dem Aufstellteil 7 verbunden. Das Aufstellteil 7
ist insbesondere als Fußgestell ausgebildet, wobei es eine zur Höhenverstellung des
Stuhls 1 eingerichtete Gasfeder 9 aufweist.
[0076] Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Sitzträger 3 ein Innenkonusteil
11 auf, das auf ein Außenkonusteil 13 des Aufstellteils 7, insbesondere der Gasfeder
9, aufsteckbar ist, hier insbesondere aufgesteckt ist, um den Sitzträger 3 mit dem
Aufstellteil 7 zu verbinden.
[0077] Der Sitzträger 3 weist außerdem ein Sitztragteil 15 auf, das eingerichtet ist zur
Anordnung eines hier nicht dargestellten Sitzkissens an dem Sitztragteil 15. Das Sitztragteil
15 ist zwischen einem ersten elastischen Element 17 und einem zweiten elastischen
Element 19 angeordnet, insbesondere in Axialrichtung, also in Hochrichtung, mithin
in Figur 1 in vertikaler Richtung, zwischen den elastischen Elementen 17, 19 eingespannt.
Dabei sind die elastischen Elemente 17,19 bevorzugt vorgespannt.
[0078] Das erste elastische Element 17 stützt sich an dem Grundtragteil 5 einerseits und
an dem Sitztragteil 15 andererseits ab. Das zweite elastische Element 19 stützt sich
an einem Gegenlager 21 einerseits und an dem Sitztragteil 15 andererseits ab. Durch
die Anordnung zwischen den beiden elastischen Elementen 17, 19 ist das Sitztragteil
15 relativ zu dem Grundtragteil 5 verkippbar gelagert, insbesondere in alle Richtungen,
das heißt insbesondere um beide horizontalen kartesischen Achsen des Stuhls 1, kippbar.
[0079] Der Sitzträger 3 weist außerdem einen Sperrmechanismus 23 auf, der zwischen einer
Sperrstellung und einer Freigabestellung verlagerbar und in Figur 1 in seiner Freigabestellung
dargestellt ist. Der Sperrmechanismus 23 ist eingerichtet, um in der Sperrstellung
eine elastische Verlagerung des Sitztragteils 15 relativ zu dem Grundtragteil 5 zu
sperren, und um in der Freigabestellung die elastische Verlagerung des Sitztragteils
15 relativ zu dem Grundtragteil 5 freizugeben. Auf diese Weise kann das Verhalten
des Stuhls 1 an die Gegebenheiten und/oder Bedürfnisse eines Nutzers situationsbedingt
angepasst werden, indem die Verkippbarkeit des Sitztragteils 15 relativ zu dem Grundtragteil
5 bedarfsweise gesperrt oder freigegeben wird.
[0080] Das Gegenlager 21 ist vorzugsweise auf das Innenkonusteil 11 des Grundtragteils 5
aufgeschraubt, wobei durch die Wahl des Drehmoments, mit dem das Gegenlager 21 auf
das Grundtragteil 5 und insbesondere dessen Innenkonusteil 11 aufgeschraubt ist, eine
Vorspannung der elastischen Elemente 17, 19 eingestellt werden kann. Insbesondere
ist das Gegenlager 21 bevorzugt als Mutter ausgebildet.
[0081] Das Innenkonusteil 11 weist bevorzugt ein Außengewinde auf, das mit einem Innengewinde
des Gegenlagers 21 kämmt.
[0082] Wenigstens eines der elastischen Elemente 17, 19, vorzugsweise beide elastischen
Elemente 17, 19, ist/sind als Elastomer(e) ausgebildet.
[0083] Der Sperrmechanismus 23 ist bevorzugt diskret entweder in die Sperrstellung oder
in die Freigabestellung verlagerbar, wobei insbesondere keine Zwischenstellungen vorgesehen
sind.
[0084] Der Sperrmechanismus 23 weist bevorzugt einen axial, das heißt in Hochrichtung, verlagerbaren
Sperrring 25 auf, der in der Sperrstellung bevorzugt das erste elastische Element
17 ringförmig, insbesondere konzentrisch, umgreift. In der in Figur 1 dargestellten
Freigabestellung ist er bevorzugt axial, also in Hochrichtung, von dem ersten elastischen
Element 17 beabstandet angeordnet.
[0085] In der Sperrstellung schlägt der Sperrring 25 bevorzugt an dem Sitztragteil 15 an.
[0086] Der Sperrring 25 ist bevorzugt an dem Grundtragteil 5 gehalten, insbesondere verlagerbar
gehalten.
[0087] Das Sitztragteil 15 weist bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel einen Tragkörper
27 auf, der eingerichtet ist zur Anordnung des Sitzkissens an dem Sitztragteil 15,
insbesondere an dem Tragkörper 27. Außerdem weist das Sitztragteil 15 ein Anschlagteil
29 auf, das hier insbesondere als Anschlagplatte mit einem umlaufenden, das erste
elastische Element 17 konzentrisch umgreifenden Kragen 31 ausgebildet ist, auf, wobei
das Anschlagteil 29 zwischen dem Tragkörper 27 und dem ersten elastischen Element
17 angeordnet ist. Der Sperrring 25 schlägt in der Sperrstellung an dem Anschlagteil
29 an. Das Anschlagteil 29 ist bevorzugt an dem Tragkörper 27 befestigt, insbesondere
mit dem Tragkörper 27 verschraubt.
[0088] Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Sperrmechanismus 23 an dem
Sperrring 25 eine zumindest bereichsweise entlang eines Schraubenlinienabschnitts
verlaufende Führungsnut 33 auf, in die ein an dem Grundtragteil 5 angeordneter Führungsvorsprung
35 eingreift, der in der Führungsnut 33 geführt ist. Auf diese Weise wird für den
Sperrring 25 eine Kulissenführung verwirklicht, die eine axiale Verlagerung des Sperrrings
25 entlang eines Doppelpfeils P zwischen der Sperrstellung und der Freigabestellung
gestattet, wenn ein Nutzer den Sperrring 25 relativ zu dem Grundtragteil 5 dreht.
[0089] Fig. 2 zeigt eine Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des Sperrrings 25 und damit
zugleich eines ersten Ausführungsbeispiels des Sperrmechanismus 23 für den Sitzträger
3 gemäß Figur 1.
[0090] Gleiche und funktionsgleiche Elemente sind in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen, sodass insofern auf die vorangegangene Beschreibung verwiesen wird.
[0091] Der Sperrring 25 weist wenigstens eine Führungsnut 33, hier drei auf gleicher axialer
Höhe miteinander angeordnete und zueinander identisch ausgebildete Führungsnuten 33
auf, die in gleichen Winkelabständen zueinander entlang des Umfangs des Sperrrings
25 angeordnet sind, also jeweils um 120° versetzt zueinander. Jeder Führungsnut 33
der Sperrrings 25 ist jeweils ein - in Figur 1 erkennbarer - Führungsvorsprung 35
an dem Grundtragteil 5 zugeordnet, wobei der jeweilige Führungsvorsprung 35 in die
ihm zugeordnete Führungsnut 33 eingreift.
[0092] Dabei ist jeweils ein Ende jeder Führungsnut 33 jeweils einer der beiden Funktionsstellungen,
mithin der Sperrstellung einerseits und der Freigabestellung andererseits zugeordnet.
Dabei ist hier insbesondere ein erstes Ende 34 der Sperrstellung, und eine zweites
Ende 36 der Freigabestellung zugeordnet.
[0093] Die Führungsnuten 33 weisen bevorzugt zumindest an ihrem ersten, der Sperrstellung
zugeordneten Ende 34 einen abgeflachten Nutauslauf 38 auf. Dem zweiten Ende 36, welches
der Freigabestellung zugeordnet ist, ist hier kein abgeflachter Nutauslauf zugeordnet.
[0094] Der Nutauslauf 38 schließt mit der Horizontalen bevorzugt einen Winkel von mindestens
1° bis höchstens 10°, vorzugsweise bis höchstens 7°, vorzugsweise bis höchstens 5°,
vorzugsweise bis höchstens 4°, vorzugsweise bis höchstens 3°, vorzugsweise von mindestens
1,5° bis höchstens 2,5°, vorzugsweise 2° ein. Es ist aber auch möglich, dass der Nutauslauf
38 als horizontaler Nutauslauf, parallel zu der Horizontalen, ausgebildet ist.
[0095] Die Führungsnuten 33 weisen in ihren schraubenlinienabschnittförmigen Bereichen vorzugsweise
jeweils eine Steigung auf, bei der keine Selbsthemmung der Führungsvorsprünge 35 in
den Führungsnuten 33 auftritt. Auf diese Weise genügt es beispielsweise für den Nutzer,
den Sperrring 25 so weit zu drehen, dass er aus dem abgeflachten Nutauslauf 38 der
Sperrstellung herausgelangt, wobei der Sperrring 25 gravitationsgetrieben selbsttätig
in die Freigabestellung gelangt. Dies bedingt eine besonders einfache Bedienbarkeit
des Sperrmechanismus 23.
[0096] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel weist der Sperrmechanismus 23 eine der Sperrstellung
zugeordnete Sperrstellungs-Halteeinrichtung 47 auf, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus
23 in der Sperrstellung zu halten. Die Sperrstellungs-Halteeinrichtung 47 wird hier
insbesondere durch den abgeflachten Nutauslauf 38 verwirklicht. Der Sperrmechanismus
23 ist gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel insbesondere eingerichtet, um durch die
Gravitation in die Freigabestellung gedrängt zu werden.
[0097] Fig. 3 zeigt eine Detaildarstellung des Sitzträgers 3 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel
des Sperrmechanismus 23 und einem zweiten Ausführungsbeispiel des Sperrrings 25. Gemäß
diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist der Sperrmechanismus 23 selbsttätig in die
Sperrstellung verlagerbar, hier insbesondere in die Sperrstellung vorgespannt - und
in Figur 3 in der Sperrstellung dargestellt. Er weist eine der Freigabestellung zugeordnete
Freigabestellungs-Halteeinrichtung 49 auf, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus
23 in der Freigabestellung zu halten. Insbesondere weist der Sperrmechanismus 23 eine
Vorspanneinrichtung 51 auf, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus 23 in die
Sperrstellung zu drängen, hier insbesondere in die Sperrstellung vorzuspannen. Insbesondere
ist die Vorspanneinrichtung 51 hier durch eine Torsionsfeder 53 gebildet, die eingerichtet
ist, um den Sperrmechanismus 23 in die Sperrstellung vorzuspannen. Die Torsionsfeder
53 greift bevorzugt einerseits an der Schraubaufnahme 37 und andererseits an dem Sperrring
25 an und ist eingerichtet, um ein Drehmoment in den Sperrring 25 einzuleiten, welches
diesen in Richtung der Sperrstellung beaufschlagt, insbesondere in die Sperrstellung
drängt.
[0098] Die Freigabestellungs-Halteeinrichtung 49 ist bevorzugt als Rasteinrichtung ausgebildet.
Insbesondere ist die Freigabestellungs-Halteeinrichtung 49 hier als Rastposition 55
für den Führungsvorsprung 35 in der Führungsnut 33 ausgebildet. Insbesondere weist
die Führungsnut 35 im Bereich des zweiten Endes 36 einen Rastvorsprung 57 auf, hinter
dem der Führungsvorsprung 35 in der Freigabestellung verrastet werden kann. Wird der
Führungsvorsprung 35 durch einen Nutzer insbesondere manuell aus der Rastposition
55 befreit, wird der Sperrring 25 durch die Torsionsfeder 53 in die Sperrstellung
gedrängt.
[0099] Die Führungsnut 33 weist bevorzugt auch bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel einen
zumindest geringfügig abgeflachten Nutauslauf 38 im Bereich ihres ersten Endes 34
auf, um eine Hemmung des Sperrrings 25 in der Sperrstellung zu verbessern und somit
die Torsionsfeder 53 zu entlasten. Die Führungsnut 33 kann aber an dem ersten Ende
34 ohne Nutauslauf enden, insbesondere ohne Änderung ihrer Steigung.
[0100] Fig. 4 zeigt eine weitere Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels des Sperrrings 25
gemäß Figur 3. Dabei sind hier deutlich die Rastposition 55 und der Rastvorsprung
57 im Bereich des zweiten Endes 36 der Führungsnut 33 erkennbar.
[0101] Fig. 5 zeigt eine Detaildarstellung des Sitzträgers 3 gemäß Figur 1 mit einem dritten Ausführungsbeispiel
des Sperrrings 25 und zugleich eines dritten Ausführungsbeispiels des Sperrmechanismus
23. Der Sperrmechanismus 23 ist selbsttätig in die Sperrstellung verlagerbar. Dabei
weist der Sperrmechanismus 23 eine Federeinrichtung 52 auf, die eingerichtet ist,
um den Sperrmechanismus 23 in die Sperrstellung zu drängen. Die Federeinrichtung 52
weist ein Druckstück 61 auf. Das Druckstück 61 weist bevorzugt einen als Madenschraube
ausgebildeten, ein Außengewinde aufweisenden Gehäusekörper 63 und einen mittels eines
in dem Gehäusekörper 63 angeordneten und hier deswegen nicht dargestellten Federelements
beaufschlagten sowie insbesondere radial nach außen vorgespannten Druckkörper 65 auf.
[0102] Das Druckstück 61 ist hier insbesondere in die Schraubaufnahme 37 eingeschraubt.
Hierzu weist die Schraubaufnahme 37 bevorzugt eine Durchstecköffnung 67 auf, durch
die das Druckstück 61 hindurchgeführt werden kann, um es dann auf einer gegenüberliegenden
Seite von radial innen her in die Schraubaufnahme 37 einzuschrauben. Dabei kann auch
ein Antriebsmittel, beispielsweise ein Schraubendreher, durch die Durchstecköffnung
67 hindurch in das Druckstück 61 eingreifen, um dieses mit der Schraubaufnahme 37
zu verschrauben.
[0103] Das Druckstück 61 wirkt im Bereich der Sperrstellung mit einer an dem Sperrring 25
ausgebildeten Kraftumlenkstruktur 69 zusammen, um den Sperrring 25 in die Sperrstellung
zu drängen. Insbesondere greift das Druckstück 61 - insbesondere mit dem Druckkörper
65 - in die Kraftumlenkstruktur 69 ein. Die Kraftumlenkstruktur 69 ist hier insbesondere
als sich in Richtung der Sperrstellung erweiternde Nut 71 ausgebildet.
[0104] Fig. 6 zeigt eine weitere Detaildarstellung des Sitzträgers 3 gemäß Figur 5. Dabei wird
deutlich, dass die sich erweiternde Nut 71 dazu führt, dass die radial nach außen
wirkende Kraft des Druckstücks 61 umgelenkt wird in ein Drehmoment, welches den Sperrring
25 in die Sperrstellung drängt, indem insbesondere der Druckkörper 65 immer weiter
in die sich erweiternde Nut 71 in Richtung der Sperrstellung eingreift. Dabei tritt
der federbelastete Druckkörper 65 mehr und mehr radial aus dem Gehäusekörper 63 heraus
und in die sich erweiternde Nut 71 ein.
[0105] Der Sperrmechanismus 23 weist außerdem eine der Freigabestellung zugeordnete Freigabestellungs-Halteeinrichtung
49 auf, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus 23 in der Freigabestellung zu
halten. Dabei ist die Freigabestellungs-Halteeinrichtung 49 hier insbesondere als
Raststelle 73 für das Druckstück 61 ausgebildet, insbesondere als Bohrung oder Aussparung
75, in welche das Druckstück 61, insbesondere der Druckkörper 65, in der Freigabestellung
eingreift.
[0106] Die sich erweiternde Nut 71 ist in Umfangsrichtung und in axialer Richtung, insbesondere
entlang eines Verlagerungswegs oder einer Verlagerungsbahn des Druckstücks 61 auf
dem Sperrring 25 zwischen der Freigabestellung und der Sperrstellung, von der Raststelle
73 beabstandet. Zwischen der Raststelle 73 und der sich erweiternden Nut 71 ist dabei
ein unverletzter Bereich des Sperrrings 25 angeordnet.
[0107] Um von der Freigabestellung in die Sperrstellung zu gelangen, muss nun ein Nutzer
den Sperrring 25 manuell aus der Freigabestellung lösen und den Sperrring 25 relativ
zu dem Druckstück 61 über den unverletzten Bereich so weit verlagern, bis das Druckstück
61 initial in die sich erweiternde Nut 71 eingreift. Ab dieser Winkelposition wird
dann der Sperrring 25 durch das mit der Kraftumlenkstruktur 69 zusammenwirkende Druckstück
61 in die Sperrstellung gedrängt. Vorzugsweise umfasst dieser Bereich, in dem der
Sperrmechanismus 23 selbsttätig verlagerbar ist, die letzten 2 bis 3 mm - in axialer
Richtung - des Verspannungswegs des Sperrrings 25 zwischen der Freigabestellung und
der Sperrstellung.
[0108] Bevorzugt weist der Sperrmechanismus 23 drei insbesondere entlang des Umfangs der
Schraubaufnahme 37 gleichmäßig verteilt angeordnete Druckstücke 61 auf. Entsprechend
weist dann auch der Sperrring 25 bevorzugt drei Kraftumlenkstrukturen 69, insbesondere
sich erweiternde Nuten 71 auf. Bevorzugt sind entsprechend auch drei Raststellen 73
vorgesehen.
[0109] Die Kraftumlenkstruktur 69 und die Raststelle 73 sind bevorzugt in Umfangsrichtung
und/oder in Axialrichtung zu der Führungsnut 33 versetzt an dem Sperrring 25 angeordnet
oder ausgebildet.
[0110] Es ist im Übrigen noch möglich, dass das Innenkonusteil 11 und die Schraubaufnahme
37 miteinander einstückig ausgebildet sind. In dem Fall können vorteilhaft geringere
Bauhöhen für den Sitzträger 3 verwirklicht werden.
[0111] Mit Bezug wiederum auf Figur 1 ist vorzugsweise eine axiale Position des Sperrrings
25 an dem Grundtragteil 5 in der Freigabestellung einstellbar. Auf diese Weise kann
eine Vorspannung des Sperrrings 25 in der Sperrstellung eingestellt werden, die durch
das erste Elastomer 17 bewirkt wird. Insbesondere ist zugleich mit der Position des
Sperrrings 25 zum Einstellen der Vorspannung auch die axiale Position des Führungsvorsprungs
35 verlagerbar, sodass sich insgesamt die Position der Freigabestellung ändert, wobei
zugleich dann auch - über den konstanten axialen Hub zwischen der Sperrstellung und
der Freigabestellung - die axiale Position der Sperrstellung verlagert wird. Dabei
muss das erste Elastomer 17 in der Sperrstellung umso mehr gedehnt werden, je höher
der Sperrring 25 in der Freigabestellung angeordnet ist; das Anschlagteil 29 wird
also durch den Sperrring 25 entgegen einer Rückstellkraft des ersten Elastomers 17
in der Sperrstellung mehr oder weniger angehoben, mithin das erste Elastomer 17 gedehnt,
je höher der Sperrring 25 in der Freigabestellung angeordnet ist.
[0112] Zur Einstellung der Vorspannung weist das Grundteil 5 bevorzugt eine Schraubaufnahme
37 auf, an der der Führungsvorsprung 35 angeordnet ist, und die relativ zu einem Grundkörper
39 das Grundtragteil 5 in axialer Richtung - insbesondere durch Schrauben - verlagerbar
ist. Hierzu ist die Schraubaufnahme 37 insbesondere mit einem Innengewinde auf ein
Außengewinde des Grundkörpers 39 geschraubt. Die Vorspannung kann somit durch Schrauben
der Schraubaufnahme 37 relativ zu dem Grundkörper 39 eingestellt werden, indem damit
zugleich die axiale Position des Führungsvorsprungs 35 eingestellt wird. Die Schraubaufnahme
37 ist in Figur 1 in einer höchsten möglichen Position relativ zu dem Grundkörper
39 dargestellt, mithin in einer Position maximaler Vorspannung für den Sperrmechanismus
23 in der Sperrstellung.
[0113] Vorzugsweise ist die axiale Position der Schraubaufnahme 37 und damit zugleich des
Sperrrings 25 in der Freigabestellung durch eine Konterplatte 41 fixierbar, wobei
die Konterplatte 41 insbesondere gegen die Schraubaufnahme 37 geschraubt werden kann,
vorzugsweise durch sich in axialer Richtung erstreckende Schraubelemente, die in entsprechende
Schraubbohrungen des Grundtragteils 5 eingeschraubt werden.
[0114] Der Sitzträger 3 weist hier außerdem ein Greifelement 43 auf, das den Sperrring 25
umgreift und mit dem Sperrmechanismus 23, hier insbesondere mit dem Sperrring 25 zu
dessen Betätigung wirkverbunden ist. Insbesondere ist das Greifelement 43 mit dem
Sperrring 25 drehmomentübertragend gekoppelt. Es weist vorzugsweise an einer Außenfläche,
insbesondere einer äußeren Umfangsfläche 45 eine Greifstruktur, insbesondere eine
griffige Oberfläche, vorzugsweise mit einer erhöhten Rauheit, oder eine Anordnung
von Vertiefungen und/oder Erhebungen auf, sodass das Greifelement 45 sicher und fest
durch einen Nutzer greifbar und bedienbar ist. In Figur 4 ist noch dargestellt, dass
der Sperrring 25 bevorzugt wenigstens eine Eingriffsnut 59, hier insbesondere drei
Eingriffsnuten 59, von denen zwei sichtbar sind, aufweist, in welche entsprechend
ausgebildete Vorsprünge des Greifelements 43 eingreifen können, um das Greifelement
43 mit dem Sperrring 25 drehmomentübertragend zu koppeln.
[0115] Der Stuhl 1 weist in hier nicht dargestellter Weise bevorzugt das Sitzkissen, sowie
eine Rückenlehne auf; weiter vorzugsweise eine Synchronmechanik, durch welche das
Sitztragteil 15 synchron mit der Rückenlehne verschwenkbar ist.
1. Sitzträger (3) für einen Stuhl (1), mit
- einem Grundtragteil (5), das eingerichtet ist, um den Sitzträger (3) aufzustellen
oder um den Sitzträger (3) mit einem Aufstellteil (7) zu verbinden; mit
- einem Sitztragteil (15), eingerichtet zur Anordnung eines Sitzkissens an dem Sitztragteil
(15), wobei
- das Sitztragteil (15) zwischen einem ersten elastischen Element (17) und einem zweiten
elastischen Element (19) angeordnet ist, wobei
- sich das erste elastische Element (17) an dem Grundtragteil (5) und das zweite elastische
Element an einem Gegenlager (21) abstützt, und mit
- einem Sperrmechanismus (23), der zwischen einer Sperrstellung und einer Freigabestellung
verlagerbar und eingerichtet ist, um
a) in der Sperrstellung eine elastische Verlagerung des Sitztragteils (15) relativ
zu dem Grundtragteil (5) zu sperren, und
b) in der Freigabestellung die elastische Verlagerung des Sitztragteils (15) relativ
zu dem Grundtragteil (5) freizugeben.
2. Sitzträger (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) diskret entweder in der Sperrstellung oder in der Freigabestellung
anordenbar ist.
3. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) einen axial verlagerbaren Sperrring (25) aufweist, der
vorzugsweise in der Sperrstellung das erste elastische Element (17) ringförmig, insbesondere
konzentrisch, umgreift, wobei der Sperrring (25) in der Freigabestellung beabstandet
von dem ersten elastischen Element (17) angeordnet ist.
4. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) in der Sperrstellung an dem Sitztragteil (15) anschlägt.
5. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) an dem Grundtragteil (5) gehalten ist.
6. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitztragteil (15) einen Tragkörper (27), eingerichtet zur Anordnung des Sitzkissens
an dem Tragkörper (27), und ein Anschlagteil (29) aufweist, wobei das Anschlagteil
(29) unter dem Tragkörper (27) angeordnet ist, und wobei der Sperrmechanismus (23)
in der Sperrstellung an dem Anschlagteil (29) anschlägt.
7. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) an einem ersten Teil, ausgewählt aus dem Sperrring (25)
und dem Grundtragteil (5), eine zumindest bereichsweise entlang eines Schraubenlinienabschnitts
verlaufende Führungsnut (33), und an einem zweiten Teil, ausgewählt aus dem Grundtragteil
(5) und dem Sperrring (25), das von dem ersten Teil verschieden ist, einen Führungsvorsprung
(35) aufweist, wobei der Führungsvorsprung (35) in die Führungsnut (33) eingreift
und in der Führungsnut (33) geführt ist.
8. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (33) zumindest an ihrem der Sperrstellung zugeordneten Ende einen
abgeflachten Nutauslauf aufweist.
9. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (33) in ihrem schraubenlinienabschnittförmigen Bereich eine Steigung
aufweist, bei der keine Selbsthemmung des Führungsvorsprungs (35) in der Führungsnut
(33) auftritt.
10. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine axiale Position des Sperrrings (25) an dem Grundtragteil (5) in der Freigabestellung
einstellbar ist.
11. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Greifelement (43), das mit dem Sperrmechanismus (23) zu dessen Betätigung wirkverbunden
ist und vorzugsweise an einer Außenfläche (45) eine Greifstruktur aufweist.
12. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Sperrmechanismus (23) eine der Sperrstellung zugeordnete Sperrstellungs-Halteeinrichtung
(47) aufweist, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus (23) in der Sperrstellung
zu halten, wobei vorzugsweise der Sperrmechanismus (23) eingerichtet ist, um durch
die Gravitation in die Freigabestellung gedrängt zu werden; oder
b) der Sperrmechanismus (23) selbsttätig in die Sperrstellung verlagerbar ist, wobei
der Sperrmechanismus (23) vorzugsweise eine der Freigabestellung zugeordnete Freigabestellungs-Halteeinrichtung
(49) aufweist, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus (23) in der Freigabestellung
zu halten.
13. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrmechanismus (23) eine Vorspanneinrichtung (51) oder eine Federeinrichtung
(52) aufweist, die eingerichtet ist, um den Sperrmechanismus (23) in die Sperrstellung
vorzuspannen oder in die Sperrstellung zu drängen.
14. Sitzträger (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Freigabestellungs-Halteeinrichtung (49) als Rastposition (55) für den Führungsvorsprung
(35) in der Führungsnut (33) oder als Raststelle (73) für ein Druckstück (61) des
Sperrmechanismus (23) ausgebildet ist.
15. Stuhl (1), mit einem Sitzträger (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.