[0001] Die Erfindung betrifft einen Tampon mit Halter für die Verwendung in einer Tampondruckvorrichtung.
[0002] Beim Tampondruck wird in an sich bekannter Weise ein Tampon aus einem elastisch nachgiebig
verformbaren Material, insbesondere auf Silikonbasis, als Druckzwischenträger eingesetzt,
um ein zu übertragendes Druckbild von einem sogenannten "Klischee" aufzunehmen und
auf einen Gegenstand mit typischerweise unebener Oberfläche als zu bedruckendes Zielobjekt
wieder abzugeben. Dabei verformt sich der Tampon entsprechend der Oberfläche des zu
bedruckenden Gegenstands. Aufgrund von größeren Adhäsionskräften der Druckfarbe zu
dem zu bedruckenden Gegenstand als zu dem Tampon wird das Druckbild von dem Tampon
als Druckzwischenträger abgelöst und auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragen.
Da dies in modernen Tampondruckvorrichtungen automatisiert erfolgt, muss der Tampon
mit Stellkomponenten der Tampondruckmaschine lösbar verbunden werden können. Hierfür
wird ein Halter verwendet, der eine Schnittstelle zu der Tampondruckvorrichtung aufweist
und der mit dem Tampon bislang unlösbar verbunden ist. Typischerweise wird das den
Tampon bildende elastisch nachgiebige Material gegen eine üblicherweise ebene Seite
des Halters angegossen. Wenn der Tampon verschlissen ist, so wird die unlösbare Einheit
aus Tampon und Halter verworfen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Tampon mit Halter auf
nachhaltigere und kostengünstigere Weise, jedoch gleichwohl betriebssicher herzustellen,
so dass das Druckbild von dem Tampon exakt auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragen
werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Tampon mit Halter gelöst, der dadurch
gekennzeichnet ist, dass der Halter eine dem Tampon zugewandte ebene Seite aufweist
und dass der Halter auf der dem Tampon zugewandten ebenen Seite eine Mehrzahl von
in Richtung auf den Tampon vorstehender Vorsprünge aufweist, die sich in einer Richtung
im Wesentlichen orthogonal zu der ebenen Seite des Halters in Richtung auf den Tampon
erstrecken, und dass die Vorsprünge entlang ihrer Erstreckung eine Verdickung aufweisen,
die mit Material des Tampons einen formschlüssigen Hintergriff in dieser Richtung
ausbildet, und dass der Tampon eine Mehrzahl von Ausnehmungen aufweist, in welche
die Vorsprünge derart lösbar eingreifen, dass der Tampon für die bestimmungsgemäße
Anwendung des Tampondrucks definiert und unverschieblich am Halter fixiert ist, jedoch
bei Bedarf vom Halter wieder ablösbar ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird also davon Abstand genommen, den Tampon bzw. das den Tampon
bildende Material unlösbar mit dem Halter auszubilden, indem stattdessen eine lösbare
Halteverbindung gewählt wird. Mit der Erfindung wurde weiter festgestellt, dass sich
dies in der beanspruchten Weise durch Ausbildung von Vorsprüngen bei dem Halter und
komplementär hierzu angeordneten Ausnehmungen bei dem Tampon realisieren lässt. Hierbei
erweist es sich als vorteilhaft, wenn eine Vielzahl solcher miteinander zusammenwirkender
Vorsprünge und Ausnehmungen vorgesehen werden. Für mittlere Tampongrößen von ungefähr
5 bis 10 cm Durchmesser erweist es sich als vorteilhaft, wenn pro cm
2 Aufsichtsfläche auf den Halter wenigstens 1, insbesondere wenigstens 2, insbesondere
wenigstens 3, insbesondere wenigstens 4, insbesondere wenigstens 5 und weiter insbesondere
höchstens 10, insbesondere höchstens 9, insbesondere höchstens 8 Vorsprünge und eine
entsprechende Anzahl von Ausnehmungen pro cm
2 Aufsichtsfläche bei dem Tampon vorgesehen sind.
[0006] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, dass Vorsprünge vorgesehen sind, die sich
in einer Richtung im Wesentlichen orthogonal zu einer dem Tampon zugewandten vorzugsweise
ebenen Seite des Halters in Richtung auf den Tampon erstrecken. Im Wesentlichen orthogonal
bedeutet vorliegend, dass die Erstreckung der Vorsprünge entlang einer Richtung erfolgt,
die einen Winkel von 90° +/- 10°, insbesondere +/- 5°, insbesondere +/- 2° insbesondere
+/- 1° und vorzugsweise exakt 90° zu der dem Tampon zugewandten Seite des Halters
bildet. Vorzugsweise erstrecken sich alle Vorsprünge in einer Richtung im Wesentlichen
orthogonal zu der dem Tampon zugewandten Seite des Halters.
[0007] Weiter erweist es sich als vorteilhaft, dass die Vorsprünge entlang ihrer Erstreckung
eine Verdickung aufweisen, die mit Material des Tampons einen formschlüssigen Hintergriff
in dieser Richtung ausbildet. Dadurch, dass der Tampon naturgemäß aus einem elastisch
verformbaren Material gefertigt ist, lassen sich die Vorsprünge an dem Halter erfindungsgemäß
in die entsprechend angeordneten Ausnehmungen in dem Tampon eindrücken, wobei das
Tamponmaterial dabei geringfügig geweitet wird, sodass die Vorsprünge in die Ausnehmungen
eindringen können und darin klemmschlüssig und vorzugsweise auch formschlüssig gehalten
sind, indem das elastisch verformte Material des Tampons in die in der genannten Richtung
ausgebildeten Hinterschneidungen eindringt und so den formschlüssigen Hintergriff
ausbildet.
[0008] Hierbei erweist es sich als vorteilhaft, dass eine Verdickung bei den Vorsprüngen
von einem pilz-, kugel- oder ei-förmigen Bereich, insbesondere Endbereich, des betreffenden
Vorsprungs gebildet ist.
[0009] Obschon nicht zwingend notwendig, erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Vorsprünge
des Halters und die Ausnehmungen in dem Tampon komplementär zueinander gestaltet sind.
Dies kann insbesondere dadurch realisiert werden, dass die Ausnehmungen in dem Tampon
dadurch hergestellt sind, dass den Tampon bildendes Material gegen den die Vorsprünge
aufweisenden Halter gespritzt oder gegossen ist. Hierbei erweist es sich als vorteilhaft,
dass der Halter mitsamt seinen Vorsprüngen im Bereich eines Kontakts mit Material
des Tampons mit einer Antihaftbeschichtung versehen ist. Die Antihaftbeschichtung
kann beispielsweise auf Teflonbasis oder vergleichbaren Antihaftmitteln beruhen.
[0010] Es kann sich weiter als vorteilhaft erweisen, dass der Halter mitsamt seinen Vorsprüngen
aus Metall, insbesondere aus Edelstahl, gefertigt ist oder dass der Halter eine aus
Metall gefertigte Basis aufweist und die Vorsprünge aus einem Kunststoffmaterial gebildet
und an die Basis angespritzt sind. Es ist aber auch denkbar und für viele Anwendungen
vorteilhaft, wenn der Halter mitsamt seinen Vorsprüngen aus spritzbarem oder gießbarem
Kunststoff oder additiv (3D-Druck) gefertigt ist.
[0011] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Halter mit den Merkmalen des Anspruchs 9 für
einen Tampon als Teil einer Sachgesamtheit aus Tampon mit Halter für die Verwendung
in einer Tampondruckvorrichtung. Vorzugsweise ist der Halter so ausgebildet, dass
pro cm
2 Aufsichtsfläche auf den Halter wenigstens 1, insbesondere wenigstens 2, insbesondere
wenigstens 3, insbesondere wenigstens 4, insbesondere wenigstens 5 und weiter insbesondere
höchstens 10, insbesondere höchstens 9, insbesondere höchstens 8 Vorsprünge vorhanden
sind. Demgemäß ist dann eine entsprechende Anzahl von Ausnehmungen pro cm
2 Aufsichtsfläche bei einem mit dem Halter zusammenwirkenden Tampon vorgesehen. Weitere
bevorzugte Weiterbildungen des Halters sind Gegenstand der Ansprüche 10-12.
[0012] So erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn die Vorsprünge entlang gerader paralleler
Linien aufeinander folgend und mit gleichem Abstand von auf einer Linie liegenden
benachbarten Vorsprüngen voneinander angeordnet sind.
[0013] Erfindungsgemäß kann ein Halter bereitgestellt werden, der eine gegenüber einem daran
zu befestigenden Tampon größere flächenhafte Erstreckung aufweist, so dass der Tampon
an einer auswählbaren Stelle bezüglich des Halters an dem Halter lösbar fixiert werden
kann. Auf diese Weise kann gewissermaßen ein Baukastensystem geschaffen werden derart,
dass ein Halter vorgesehen werden kann, an dem verschieden große individuell auswählbare
Tampons an verschiedenen auswählbaren Stellen des Halters lösbar fixiert werden können.
Der Tampon und sein Halter bilden danach keine individuell aufeinander abgestimmte
Einheit mehr, die zusammen hergestellt und zusammen verworfen wird, sondern sie können
eigenständig und unabhängig voneinander hergestellt, vorgehalten und temporär zum
Einsatz gelangen. Insbesondere kann eine insbesondere kleinere Anzahl von verschieden
ausladend dimensionierten Haltern vorgehalten werden, an dem eine insbesondere größere
Anzahl von verschieden konfigurierten Tampons lösbar befestigt werden kann. Dabei
erweist es sich als besonders vorteilhaft, dass ein jeweiliger Tampon mit einer stets
gleichen Schnittstellenausbildung zu dem Halter gefertigt wird, also stets mit einer
der rasterförmigen Anordnung der Vorsprünge bei dem Halter entsprechenden Anordnung
von Ausnehmungen bei dem Tampon ausgebildet wird, wobei die von dem Halter abgewandte
aktive Druckfläche des Tampons entsprechend der individuellen Bedürfnisse der zu bedruckenden
Gegenstände individuell gestaltet wird. Es kann dabei für die Bereitstellung eines
Baukastensystems vorteilhaft sein, wenn eine Anzahl von insbesondere unterschiedlich
ausladenden rechteckförmigen oder polygonalen Grundformen von Tampons bereitgehalten
wird, wobei diese Grundformen einander nur hinsichtlich der Grundform und der Schnittstellengestaltung
entsprechen; die Ausbildung, Gestalt, Beschaffenheit, insbesondere Materialbeschaffenheit
der aktiven Druckfläche des Tampons kann dann stets individuell und entsprechend der
individuellen Bedürfnisse der zu bedruckenden Gegenstände vorgegeben werden.
[0014] Insbesondere erweist es sich als vorteilhaft, dass die Vorsprünge des Halters auf
Linien liegen, die einander in einem Winkel von 90° schneiden. Hierbei werden Linien
betrachtet, auf denen Vorsprünge mit geringstem Abstand voneinander liegen.
[0015] Es erweist sich weiter als vorteilhaft, dass die Vorsprünge anderer benachbarter
paralleler Linien derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass ein jeweiliger
Vorsprung orthogonal auf die benachbarte Linie projiziert (siehe Pfeil 30 in Figur
6) in der Mitte zwischen zwei Vorsprüngen der benachbarten Linie angeordnet ist. Insbesondere
und vorzugsweise ist das Raster der Anordnung der Vorsprünge an der ebenen Seite des
Halters derart, dass die Vorsprünge jeweils auf den Kreuzungspunkten voneinander orthogonal
schneidenden Geraden angeordnet sind.
[0016] Auf diese vorstehenden Weisen sind die Vorsprünge und Ausnehmungen derart regelmäßig
angeordnet, dass für die Gestaltung des Umfangs des Tampons weitgehende Freiheiten
gegeben sind. So ist es ohne weiteres möglich, dass der Tampon hinsichtlich seines
Umfangs derart konfiguriert wird, dass er problemlos in den Zwischenraum zwischen
den Vorsprüngen eingreifen kann ohne mit Vorsprüngen des Halters, die sich außerhalb
des in einer intendierten Montageposition am Halter angeordneten Tampons befinden,
derart zu kollidieren, dass ein Aufdrücken des Tampons behindert oder verhindert würde.
[0017] Es erweist sich als besonders vorteilhaft, wenn der Halter eine Länge L und eine
Breite B aufweist, die beispielhaft und vorzugsweise um wenigstens 25 %, insbesondere
um wenigstens 50 %, insbesondere um wenigstens 100 %, insbesondere um wenigstens 200
%, insbesondere um wenigstens 300 % und weiter insbesondere um wenigstens 400 % größer
ist als eine Länge und/oder eine Breite des daran lösbar festzulegenden Tampons. Auf
diese Weise ist eine Variabilität hinsichtlich des Orts der lösbaren Anbringung des
Tampons gegeben.
[0018] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Tampon mit den Merkmalen des Anspruchs
13 als Teil einer Sachgesamtheit aus Tampon mit Halter für die Verwendung in einer
Tampondruckvorrichtung.
[0019] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch eine Tampondruckmaschine mit einem
erfindungsgemäßen Tampon mit Halter nach Anspruch 14 sowie eine Verwendung nach Anspruch
15.
[0020] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten
Patentansprüchen und aus der zeichnerischen Darstellung und nachfolgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tampons mit Halter.
[0021] In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivischen Ansicht eines aufgeschnittenen erfindungsgemäßen Tampons;
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf die aufgeschnittene Seite des Tampons nach Figur 1;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Halters mit Vorsprüngen;
- Figur 4
- eine Schnittansicht durch den erfindungsgemäßen Tampon mit daran lösbar fixiertem
Halter;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform eines
Halters mit verschiedenen dimensionierten Tampons und
- Figur 6
- eine Draufsicht auf den Halter nach Figur 5 und die daran lösbar festgelegten Tampons.
[0022] Die Figuren 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Tampon 2 aus elastisch verformbarem
Material für die Verwendung als Druckzwischenträger bei einer Tampondruckvorrichtung.
[0023] Figur 3 zeigt einen Halter 4 mit einer Vielzahl von von einer Seite 6 einer beispielhaft
plattenförmigen Basis 8 des Halters 4 vorstehenden Vorsprüngen 10. Zum lösbaren Befestigen
des Tampons 2 an dem Halter 4 weist der Tampon 2 Ausnehmungen 12 auf, die so ausgebildet
und angeordnet sind, dass sich der Tampon 2 gegen den Halter 4 drücken lässt und dabei
Vorsprünge 10 des Halters in Ausnehmungen 12 des Tampons eingreifen. Im beispielhaft
und bevorzugt dargestellten Fall erstrecken sich die Vorsprünge 10 in einer Richtung
14 orthogonal zu der dem Tampon zugewandten Seite 6 der Basis 8 des Halters 4. Sie
weisen entlang ihrer Erstreckung eine Verdickung 16 auf, die im beispielhaft dargestellten
Fall ungefähr kugelförmig ausgebildet ist. Unterhalb der jeweiligen Verdickung 16
weisen die Vorsprünge 10 einen Stamm 18 auf, der hier beispielhaft konusförmig ausgebildet
ist, wobei sich die Konusform ausgehend von der Seite 6 der Basis 8 in Richtung auf
die Verdickung 16 verjüngt. Hierbei handelt es sich aber um eine rein beispielhafte
Ausführungsform des Stamms 18 bzw. des Vorsprungs 10; ein jeweiliger Stamm 18 könnte
auch eher stiftförmig oder zylindrisch ausgebildet sein. Im beispielhaft dargestellten
Fall sind die Ausnehmungen 12 bei dem Tampon 2 formkomplementär zu den Vorsprüngen
10 ausgebildet. Sie münden auf einer dem Halter 4 zugewandten ebenfalls vorzugsweise
ebenen Seite 20 des Tampons 2. Wenn der Tampon 2 in einer passenden Orientierung zu
den Vorsprüngen 10 des Halters 4 gegen den Halter 4 gedrückt wird, so gelangen die
Vorsprünge 10 mit ihren beispielhaft vorgesehenen jeweiligen Verdickungen 16 in Anlage
an die sich zunächst erweiternden Ausnehmungen 12 in dem Tampon 2. Beim Gegeneinanderdrücken
von Tampon 2 und Halter 4 wird das Material des Tampons 2 zunächst elastisch von den
Ausnehmungen 12 wegverdrängt, so dass ein jeweiliger Vorsprung 10 mit seiner Verdickung
16 in einen der Verdickung 16 komplementär entsprechenden erweiterten Bereich 22 der
jeweiligen Ausnehmung 12 einschnappen oder einrasten kann. Aufgrund der Eigenelastizität
des Materials des Tampons 2 gelangt dann das zuvor verdrängte Tamponmaterial in den
verjüngten Bereich unterhalb der Verdickung 16 um den jeweiligen Stamm 18 herum und
somit in enge Anlage an den jeweiligen Vorsprung 10. Hierdurch wird ein formschlüssiger
Hintergriff bezüglich der Erstreckungsrichtung 14 des jeweiligen Vorsprungs 10 ausgebildet,
welcher den Tampon 2 mit hoher Genauigkeit und Präzision an dem Halter 4 fixiert.
Diese erfindungsgemäße Fixierverbindung zeichnet sich dadurch aus, dass bei einem
Verschleiß des Tampons 2 der Tampon wieder von seinem Halter 4 gelöst und verworfen
werden kann. Der Halter 4 kann indessen weiter verwendet werden, indem daran ein neuer
Tampon in der vorstehend beschriebenen Weise lösbar befestigt wird.
[0024] Figuren 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tampons
2 mit Halter 4, wobei in diesem Fall der Halter 4 gegenüber dem bzw. den dargestellten
Tampons 2 flächenhaft ausladender ausgebildet ist. Er ist beispielhaft rechteckförmig
ausgebildet und weist eine Länge L und eine Breite B auf, die beispielhaft und vorzugsweise
um wenigstens 100 % größer ist als eine Länge bzw. Breite der Tampons. Auf diese Weise
lässt sich ein jeweiliger Tampon 2 an einer individuell auswählbaren Stelle des Halters
4 lösbar anordnen, so dass gewissermaßen ein Baukastensystem gebildet wird.
[0025] Man erkennt am besten anhand der Figur 6, dass die Vorsprünge 10 entlang gerader
paralleler Linien 24 aufeinanderfolgend und mit gleichem Abstand voneinander angeordnet
sind. Des Weiteren erkennt man, dass die Vorsprünge auch entlang gerader paralleler
Linien 26 angeordnet sind, wobei sich die Linien 24 und 26 in einem Winkel von 90°
schneiden.
[0026] Des Weiteren sind die Vorsprünge 10 derart angeordnet, dass sich weitere zueinander
parallele Linien 28 identifizieren lassen, wobei die Vorsprünge 10 zweier benachbarter
paralleler Linien 28 derart versetzt zueinander angeordnet sind, dass ein jeweiliger
Vorsprung 10 projiziert orthogonal auf die benachbarte Linie 28 (siehe Pfeil 30) in
der Mitte zwischen zwei Vorsprüngen 10 der benachbarten Linie 28 angeordnet ist.
[0027] Es wird also bei dem erfindungsgemäßen Halter 4 ein regelmäßiges Raster von Vorsprüngen
10 gebildet, wobei die Ausnehmungen 12 bei dem Tampon 2 in exakt dem selben Raster
ausgebildet sind, so dass sich ein betreffender Tampon an beliebig aus wählbarer Stelle
an dem Halter 4 lösbar befestigen lässt.
[0028] Der eine der beiden Tampons 2 in Figuren 5, 6 ist in der Draufsicht rechteckförmig,
d.h. er ist begrenzt von Umfangsabschnitten 32, wobei benachbarte Umfangsabschnitte
32 zueinander orthogonal verlaufen. Der andere Tampon 2 ist in der Aufsicht polygonal
ausgebildet und ist von Umfangsabschnitten 34 begrenzt, die - wenn man sie verlängert
- miteinander einen Winkel α von 45° einschließen.
[0029] Man erkennt aus Figur 6, dass bei einem regelmäßigen Raster von Vorsprüngen 10 bei
dem Halter 4 und einem entsprechenden komplementären Raster von Ausnehmungen 12 bei
dem jeweiligen Tampon 2, insbesondere und vorzugsweise der vorausgehend beschriebenen
Art, Tampons mit ein Rechteck bildenden Umfangsabschnitten 32 oder Tampons mit polygonaler
Außenform, wobei die Umfangsabschnitte 34 einander in einem Winkel α von 45° schneiden,
an beliebiger Stelle des Halters lösbar angeordnet werden können, ohne mit den Tampon
umgebenden anderen Vorsprüngen zu kollidieren.
1. Tampon (2) mit Halter (4) für die Verwendung in einer Tampondruckvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4) eine dem Tampon (2) zugewandte ebene Seite (6) aufweist und dass der
Halter (4) auf der dem Tampon (2) zugewandten ebenen Seite (6) eine Mehrzahl von in
Richtung auf den Tampon (2) vorstehender Vorsprünge (10) aufweist, die sich in einer
Richtung (14) im Wesentlichen orthogonal zu der ebenen Seite (6) des Halters in Richtung
auf den Tampon (2) erstrecken, und dass die Vorsprünge (10) entlang ihrer Erstreckung
eine Verdickung (16) aufweisen, die mit Material des Tampons (2) einen formschlüssigen
Hintergriff in dieser Richtung ausbildet, und dass der Tampon (2) eine Mehrzahl von
Ausnehmungen (12) aufweist, in welche die Vorsprünge (10) derart lösbar eingreifen,
dass der Tampon (2) für die bestimmungsgemäße Anwendung des Tampondrucks definiert
und unverschieblich am Halter (4) fixiert ist, jedoch bei Bedarf vom Halter (4) wieder
ablösbar ist.
2. Tampon mit Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass pro cm2 Aufsichtsfläche auf den Halter (4) wenigstens 1, insbesondere wenigstens 2, insbesondere
wenigstens 3, insbesondere wenigstens 4, insbesondere wenigstens 5 und weiter insbesondere
höchstens 10, insbesondere höchstens 9, insbesondere höchstens 8 Vorsprünge (10) und
eine entsprechende Anzahl von Ausnehmungen (12) pro cm2 Aufsichtsfläche bei dem Tampon (2) vorgesehen sind.
3. Tampon mit Halter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdickung (16) bei den Vorsprüngen von einem pilz-, kugel- oder eiförmigen Bereich,
insbesondere Endbereich, des betreffenden Vorsprungs gebildet ist.
4. Tampon mit Halter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10) des Halters (4) und die Ausnehmungen (12) in dem Tampon (2) komplementär
zueinander gestaltet sind.
5. Tampon mit Halter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (12) in dem Tampon (2) dadurch hergestellt sind, dass den Tampon
(2) bildendes Material gegen den die Vorsprünge (10) aufweisenden Halter (4) gespritzt
oder gegossen ist, insbesondere dass der Halter (4) mitsamt seinen Vorsprüngen (10)
im Bereich eines Kontakts mit Material des Tampons (2) mit einer Antihaftbeschichtung
versehen ist.
6. Tampon mit Halter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4) eine Länge L und eine Breite B aufweist, die um wenigstens 25 %, insbesondere
um wenigstens 50 %, insbesondere um wenigstens 100 %, insbesondere um wenigstens 200
%, insbesondere um wenigstens 300 % und weiter insbesondere um wenigstens 400 % größer
ist als eine Länge und/oder eine Breite des daran lösbar festzulegenden Tampons (2).
7. Tampon mit Halter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4) mitsamt seinen Vorsprüngen (10) aus Metall, insbesondere aus Edelstahl,
gefertigt ist oder dass der Halter (4) eine aus Metall gefertigte Basis (8) aufweist
und die Vorsprünge (10) aus einem Kunststoffmaterial gebildet und an die Basis angespritzt
sind.
8. Tampon mit Halter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4) mitsamt seinen Vorsprüngen (10) aus spritzbarem oder gießbarem Kunststoff
oder additiv gefertigt ist.
9. Halter (4) für einen Tampon (2) als Teil einer Sachgesamtheit aus Tampon (2) mit Halter
(4) für die Verwendung in einer Tampondruckvorrichtung nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4) eine dem Tampon (2) zugewandte ebene Seite (6) aufweist und dass der
Halter (4) auf der dem Tampon (2) zugewandten ebenen Seite (6) eine Mehrzahl von in
Richtung auf den Tampon (2) vorstehender Vorsprünge (10) aufweist, die sich in einer
Richtung (14) im Wesentlichen orthogonal zu der ebenen Seite (6) des Halters in Richtung
auf den Tampon (2) erstrecken, und dass die Vorsprünge (10) entlang ihrer Erstreckung
eine Verdickung (16) aufweisen, die mit Material des Tampons (2) einen formschlüssigen
Hintergriff in dieser Richtung ausbildet, und dass der Tampon (2) eine Mehrzahl von
Ausnehmungen (12) aufweist, in welche die Vorsprünge (10) derart lösbar eingreifen,
dass der Tampon (2) für die bestimmungsgemäße Anwendung des Tampondrucks definiert
und unverschieblich am Halter (4) fixiert ist, jedoch bei Bedarf vom Halter (4) wieder
ablösbar ist.
10. Halter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10) entlang gerader paralleler Linien (24) aufeinander folgend und
mit gleichem Abstand von auf einer Linie (24) liegenden benachbarten Vorsprüngen voneinander
angeordnet sind.
11. Halter nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10) des Halters (4) auf Linien (24, 26) liegen, die einander in einem
Winkel von 90° schneiden.
12. Halter nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (10) zweier benachbarter paralleler Linien (28) derart versetzt zueinander
angeordnet sind, dass ein jeweiliger Vorsprung (10) projiziert orthogonal auf die
benachbarte Linie (28) in der Mitte zwischen zwei Vorsprüngen (10) der benachbarten
Linie (10) angeordnet ist.
13. Tampon (2) als Teil einer Sachgesamtheit aus Tampon (2) mit Halter (4) für die Verwendung
in einer Tampondruckvorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche
1-8, dadurch gekennzeichnet, dass der Tampon in der Draufsicht eine rechteckförmige Erstreckung aufweist oder dass
er Umfangsabschnitte aufweist, die in einem Winkel von 45° oder 90° zueinander verlaufen,
wobei insbesondere aneinander angrenzende Umfangsabschnitte in einem Winkel (α) von
45° zueinander verlaufen.
14. Tampondruckmaschine mit einem Tampon (2) mit Halter (4) nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche.
15. Verwendung einer vorzugsweise plattenförmigen Basis (8) mit einer Mehrzahl von von
einer ebenen Seite (6) der Basis (8) vorstehenden Vorsprüngen (10) als Halter (4)
zum lösbaren Fixieren eines Tampons (2) bei einer Tampondruckmaschine, wobei die Vorsprünge
(10) einen in einer Richtung (14) im Wesentlichen orthogonal zu der ebenen Seite (6)
der Basis (8) und in einer Stellrichtung des Tampons (2) im Betrieb der Tampondruckmaschine
formschlüssig wirkenden Hintergriff mit Material des Tampons (2) ausbilden, so dass
der Tampon (2) in einer durch die Vorsprünge (10) definierten Position spielfrei an
dem Halter (4) fixiert werden kann und bei Bedarf wieder von dem Halter (4) abgelöst
werden kann, und wobei die Vorsprünge (10) entlang ihrer Erstreckung eine Verdickung
(16) aufweisen, die mit Material des Tampons(2) einen formschlüssigen Hintergriff
in dieser Richtung ausbildet, und wobei der Tampon (2) eine Mehrzahl von Ausnehmungen
(12) aufweist, in welche die Vorsprünge (10) derart lösbar eingreifen, dass der Tampon
(2) für die bestimmungsgemäße Anwendung des Tampondrucks definiert und unverschieblich
am Halter (4) fixiert ist, jedoch bei Bedarf vom Halter (4) wieder ablösbar ist.