GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Flächenfräse zur Entfernung von verklebten
Bodenbelägen, insbesondere eine Parkettfräse zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen,
sowie ein Verfahren zur Entfernung eines verklebten Bodenbelags mit einer derartigen
Flächenfräse.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Zur Bodenbearbeitung von Parkettböden existieren unterschiedlichste Bearbeitungsarten.
Zur sogenannten Bodenaufbereitung werden beispielsweise oftmals Poliermaschinen eingesetzt.
Eine weitere Bearbeitungsart stellt die Bodensanierung dar, wozu oftmals Fräs- oder
Schleifmaschinen eingesetzt werden, um einen Teil der obersten Parkettschicht abzutragen.
Eine Eindringtiefe in das Parkett ist dabei recht gering, d. h. in der Regel kleiner
als 2 mm vorgesehen.
[0003] Daneben existiert die sogenannte Bodenentfernung als weitere Bearbeitungsart. Hierzu
muss der Bodenbelag vollständig entfernt werden. Dies ist vor allem bei verklebten
Mehrschichtparkettböden bislang erschwert, denn moderne Parkettklebestoffe weisen
über ihre Lebensdauer hinweg eine hohe Flexibilität auf. Somit wird ein hoher Kraft-
und Zeitaufwand zur Entfernung derartiger Böden benötigt. Häufig ist ein Einsägen
der Paneele erforderlich, beispielsweise mit einer Handkreissäge. Erst im Anschluss
daran kann der Bodenbelag mit einem sogenannten Bodenstripper, d. h. einer maschinenangetriebenen
Schlagklinge, die seitlich an den Paneelen im Bereich des Klebstoffs ansetzt, partiell
entfernt werden. Insbesondere bei Mehrschichtparkettböden bleiben dabei jedoch aufgrund
der hohen Flexibilität des Klebstoffes, welcher die Schlagenergie absorbieren kann,
oftmals Reste der Trägerschicht der Paneele an dem Boden haften. Die Reste des meist
aus mitteldichten oder hochdichten Faserplatten bestehenden Trägers müssen dann in
mühsamer Nacharbeit entfernt werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0004] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Maschine zur Entfernung von verklebten Bodenbelägen, insbesondere Parkettbodenbelägen,
sowie ein verbessertes Verfahren zur Entfernung von verklebten Bodenbelägen anzugeben.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Flächenfräse mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
11 gelöst.
[0006] Demgemäß ist vorgesehen:
- Eine Flächenfräse zur Entfernung von verklebten Bodenbelägen, insbesondere Parkettfräse
zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen, mit: einer Basisstruktur; einer
Betätigungseinheit; einer an der Basisstruktur verstellbar gelagerten Werkzeugeinheit,
welche einen Antriebsmotor, der mit der Betätigungseinheit ansteuerbar ist, und ein
mit dem Antriebsmotor antreibbares Fräswerkzeug aufweist, wobei die Werkzeugeinheit
an der Basisstruktur in eine angehobene Ruhestellung und in eine abgesenkte Betriebsstellung
verstellbar gelagert ist; und einer Abhebevorrichtung, welche dazu eingerichtet ist,
die Werkzeugeinheit aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung abzusenken und bei
Betätigung der Betätigungseinheit in der Betriebsstellung zu halten, wobei die Abhebevorrichtung
ferner eingerichtet ist, die Werkzeugeinheit ohne Betätigung der Betätigungseinheit
selbsttätig in die Ruhestellung anzuheben.
- Ein Verfahren zur Entfernung eines verklebten Bodenbelags mit einer Flächenfräse,
insbesondere mit einer erfindungsgemäßen Flächenfräse, mit den Schritten: Betätigen
einer Betätigungseinheit zur gleichzeitigen Ansteuerung eines Antriebsmotors einer
Werkzeugeinheit und einer Rückhalteeinrichtung; Antreiben eines Fräswerkzeugs der
Werkzeugeinheit, insbesondere einer Fräswalze, mit dem Antriebsmotor; Absenken der
Werkzeugeinheit aus einer Ruhestellung in eine Betriebsstellung entgegen der Federkraft
einer Federvorspanneinrichtung; Rückhalten der Werkzeugeinheit mit der Rückhalteeinrichtung
in der Betriebsstellung zur Entfernung des verklebten Bodenbelags; gleichzeitiges
Anhalten des Antriebsmotors und Freigeben der Rückhalteeinrichtung bei Lösen der Betätigungseinheit;
und selbsttätiges Anheben der Werkzeugeinheit in die Ruhestellung durch die Federkraft
der Federvorspanneinrichtung.
[0007] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Erkenntnis besteht darin, dass eine
Fräsbearbeitung die Bodenentfernung in einem einzigen Schritt ermöglichen und somit
stark erleichtern kann. Dazu werden vergleichsweise sehr große Frästiefen zur Überwindung
der gesamten Paneeldicke des Bodenbelags benötigt. Beispielsweise können bei hochqualitativen
Bodenbelägen die Paneeldicken und entsprechend benötigte Frästiefen oftmals im Bereich
bis zu 20 mm, ggfs. sogar bei bis zu 30 mm liegen.
[0008] Die der Erfindung zugrunde liegende Idee besteht nun darin, eine Werkzeugeinheit
einer Flächenfräse höhenverstellbar an einer Basisstruktur zu lagern und funktional
mit einer Abhebevorrichtung über eine zur Steuerung des Antriebsmotors der Werkzeugeinheit
vorgesehene Betätigungseinheit zu verknüpfen. Die Steuerung der Abhebevorrichtung
über die Betätigungseinheit ist dabei derart ausgelegt, dass die Werkzeugeinheit bei
Betätigung der Betätigungseinheit in einer Betriebsstellung gehalten wird, in welcher
das Fräswerkzeug ebenfalls über die Betätigungseinheit angesteuert wird und mit dem
Bodenbelag in Eingriff steht, und ohne Betätigung der Betätigungseinheit selbsttätig
in die Ruhestellung rückgeführt wird, in welcher das Fräswerkzeug mit einem Bodenbelag
außer Eingriff steht. Auf diese Weise sind erfindungsgemäß eine hohe Betriebssicherheit,
eine hohe Arbeitssicherheit für einen Bediener sowie eine intuitive Bedienbarkeit
einer für derart große Frästiefen geeigneten Flächenfräse gewährleistet.
[0009] Vorzugsweise sind an der Basisstruktur Rollen angebracht, so dass die Flächenfräse
sowohl im Betrieb als auch in der Ruhestellung bewegbar ist. Beispielsweise kann zur
Steuerung der Bewegung ein höhenverstellbarer Stiel mit einem Zweihandgriff an der
Basisstruktur vorgesehen sein. Selbstverständlich sind auch andere Steuerungsmittel
denkbar, beispielsweise elektronische Steuerungsmittel für motorisch angetriebene
Rollen.
[0010] Die Eindringtiefe bzw. Frästiefe und die Fräsgeschwindigkeit können erfindungsgemäß
so eingestellt werden, dass die Leistungsaufnahme der Flächenfräse unterhalb der bei
Netzspannung zulässigen maximalen Leistung, beispielsweise in Europa 3680 W, bleibt.
Bevorzugt wird die Frästiefe entsprechend der zu erwartenden Bodenbelagsdicke eingestellt
und die Fräsgeschwindigkeit ggfs. daran angepasst. Der Antriebsmotor kann insbesondere
für eine solche bei Netzspannung maximale Leistungsaufnahme ausgelegt sein.
[0011] Die Ruhestellung wird insbesondere oberhalb des Bodenniveaus eingenommen. Ein zwischen
Ruhestellung und Betriebsstellung überwundener Hub ist somit größer als die Frästiefe.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform weist die Abhebevorrichtung eine zwischen der Basisstruktur
und der Werkzeugeinheit wirkende Federvorspanneinrichtung auf, welche durch Absenken
der Werkzeugeinheit aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung spannbar und durch
Anheben aus der Betriebsstellung in die Ruhestellung entspannbar ist. Auf diese Weise
ist eine selbsthelfende Betätigung des Verstellens ermöglicht. Insbesondere wird durch
die Federvorspannung die Gewichtskraft der Werkzeugeinheit zumindest ausgeglichen,
vorzugsweise leicht überkompensiert. Somit sind ein leichtgängiges Absenken der Werkzeugeinheit
mit geringem Kraftaufwand und ein selbsttätiges Anheben entgegen der Schwerkraft ermöglicht.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Federvorspanneinrichtung zum Anheben
der Werkzeugeinheit entgegen der Gewichtskraft aus der Betriebsstellung in die Ruhestellung
ausgelegt. Auf diese Weise wird zum Rückstellen aus der Betriebsstellung in die Ruhestellung
vorteilhaft kein zusätzlicher Aktuator benötigt.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung weist die Federvorspanneinrichtung eine Gasdruckfeder auf,
die durch Absenken der Werkzeugeinheit spannbar ist. Vorteilhaft ist eine Gasdruckfeder
in einfacher Weise individuell hinsichtlich ihrer Vorspannkraft einstellbar. Somit
ist es ermöglicht, unterschiedliche Konfigurationen der Werkzeugeinheit, insbesondere
mit unterschiedlichen Fräswerkzeugen, vorzusehen. Die Gasdruckfeder kann dann an die
jeweilige Spezifikation angepasst mit Gasdruck befüllt und so auf einfache Weise für
unterschiedliche Konfigurationen kalibriert werden.
[0016] Gemäß einer Ausführungsform weist die Abhebevorrichtung eine zwischen der Basisstruktur
und der Werkzeugeinheit wirkende Rückhalteeinrichtung auf welche durch die Betätigungseinheit
steuerbar vorgesehen ist. Entsprechend hält die Rückhalteeinrichtung die Werkzeugeinheit
bei Betätigung der Betätigungseinheit in der Betriebsstellung. Die Rückhaltekraft
wird dabei an der Basisstruktur abgestützt. Ohne Betätigung der Betätigungseinheit
gibt die Rückhalteeinrichtung die Werkzeugeinheit zum Anheben in die Ruhestellung
frei. Bei Lösen der Betätigungseinheit werden daher sowohl der Antriebsmotor als auch
die Rückhalteeinrichtung abgeschaltet.
[0017] Eine Rückhaltekraft der Rückhalteeinrichtung ist insbesondere derart ausgelegt bzw.
dimensioniert, dass sie nicht nur der Rückstellkraft der Abhebevorrichtung, insbesondere
der Federvorspannung der Federvorspanneinrichtung, sondern auch etwaigen im Betrieb
auftretenden Zerspankräften standhält. Auf diese Weise wird die Werkzeugeinheit während
des Betriebs sicher in der Betriebsstellung gehalten.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung weist die Rückhalteeinrichtung einen Elektromagneten und
ein ferromagnetisches Gegenstück auf, welche in einem betätigten Zustand eine Haltekraft
auf die Werkzeugeinheit aufbringen, die größer als die Differenz der Federkraft der
Federvorspanneinrichtung in der Betriebsstellung und der Gewichtskraft der Werkzeugeinheit
ist. Vorzugsweise ist die Haltekraft um einen Betrag größer als die Differenz der
Federkraft der Vorspanneinrichtung, der zumindest einer aus einem maximalen Drehmoment
des Antriebsmotors resultierenden maximalen an dem Fräswerkzeug anliegenden Zerspankraft
entspricht. Vorzugsweise ist zudem eine ausreichende Sicherheit zur Aufnahme etwaiger
Momentenschläge vorgesehen. Mit der Ausgestaltung der Rückhalteeinrichtung durch einen
Elektromagneten ist vorteilhaft eine sehr einfache Schaltbarkeit in Abhängigkeit von
einer Betätigung der Betätigungseinheit ermöglicht. Die Stromversorgung des Elektromagneten
kann insbesondere als eine Abzweigung der Stromversorgung des Antriebsmotors vorgesehen
sein. Beispielsweise kann zwischen der Abzweigung und dem Elektromagneten ein Netzteil
zur Transformation und/oder Gleichrichtung für die Versorgung des Elektromagneten
vorgesehen sein. Zusätzliche Schaltmittel sind dabei vorzugsweise nicht vorgesehen,
vielmehr wird der Elektromagnet durch die mit der Betätigungseinheit schaltbare Stromversorgung
des Antriebsmotors mit gespeist.
[0019] Der Antriebsmotor kann beispielsweise als Wechselstrommotor oder als Gleichstrommotor
ausgebildet sein. Im Falle eines Gleichstrommotors wäre es gemäß einer Ausführungsform
denkbar, eine direkte Kopplung des Elektromagneten mit der Gleichstromversorgung des
Antriebsmotors vorzusehen, sodass es keinerlei zusätzlicher Bauteile für die Versorgung
des Elektromagneten bedarf.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform ist die Abhebevorrichtung als Lineareinheit zum linearen,
insbesondere senkrechten, Verstellen der Werkzeugeinheit ausgebildet. Auf diese Weise
wird eine besonders einfache Bedienung der Abhebevorrichtung, beispielsweise mit einem
einfachen daran angebrachten Pedal, Griff oder Hebel, ermöglicht.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform weist die Abhebevorrichtung eine Einstelleinrichtung
zur einstellbaren Begrenzung einer Frästiefe auf. Insbesondere ist die Einstelleinrichtung
als eine den maximalen Hub des Fräswerkzeugs begrenzende Hubspindel ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Einstelleinrichtung auch mit der Rückhalteeinrichtung gekoppelt, sodass mit
der Einstelleinrichtung nicht nur die Frästiefe eingestellt sondern auch die Position
der Betriebsstellung mit angepasst wird.
[0022] Gemäß einer Ausführungsform weist die Abhebevorrichtung eine Stelleinrichtung auf.
Die Werkzeugeinheit ist dabei durch eine Stellbetätigung der Stelleinrichtung aus
der Ruhestellung in die Betriebsstellung absenkbar ausgebildet. Insbesondere kann
die Stelleinrichtung als Pedal ausgebildet sein. Die Werkzeugeinheit ist dabei durch
Fußbetätigung des Pedals aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung absenkbar ausgebildet.
Insbesondere kann die Stelleinrichtung bzw. das Pedal direkt an der Werkzeugeinheit
befestigt sein, sodass eine intuitive Bedienung ermöglicht ist. Alternativ oder zusätzlich
kann die Stelleinrichtung bzw. das Pedal an der Abhebevorrichtung oder an der Basisstruktur
gelagert sein, insbesondere schwenkbar, um mit einer Übersetzung an der Werkzeugeinheit
anzugreifen.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weist die Betätigungseinheit eine Zweihandschaltung mit
zwei unabhängigen Betätigungselementen auf. Zum Start ist die Betätigungseinheit nur
durch gleichzeitige Manipulation beider Betätigungselemente, insbesondere mit verschiedenen
Händen, betätigbar. Beispielsweise handelt es sich bei der Betätigungseinheit um einen
sogenannten Zweihandschalter, dessen Betätigungselemente derart angeordnet sind, dass
sie gemeinsam nicht mit einer Hand sondern nur mit zwei Händen bedienbar sind. Unbeabsichtigte
Starts des Antriebsmotors bzw. des damit angetriebenen Fräswerkzeugs werden somit
effektiv vermieden. Auf diese Weise ist ein besonders hohes Maß an Arbeitssicherheit
für einen Bediener bereitgestellt.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform eines Verfahrens zum Entfernen eines verklebten Bodenbelags
umfasst das Absenken der Werkzeugeinheit ein Kontaktieren des Fräswerkzeugs mit dem
Bodenbelag. Insbesondere wird ein Kontakt des Bodenbelags auf dem Weg aus der Ruhestellung
in die Betriebsstellung hergestellt. Das Fräswerkzeug taucht dabei in den Bodenbelag
ein, vorzugsweise so weit, dass es in der Betriebsstellung den Bodenbelag in seiner
vollen Dicke entfernt.
[0025] Gemäß einer Ausführungsform wird vor dem Betätigen der Betätigungseinheit eine vorbestimmte
Frästiefe eingestellt und das Rückhalten der Werkzeugeinheit bei Erreichen der vorbestimmten
Frästiefe vorgenommen. Vorzugsweise wird die Frästiefe durch die Dicke des zu entfernenden
Bodenbelages vorbestimmt und entsprechend eingestellt. Entsprechend wird bei dieser
Frästiefe die Betriebsstellung erreicht.
[0026] Sofern die Dicke des Bodenbelages nicht bekannt ist, kann beispielsweise zunächst
eine zu erwartende minimale Dicke eingestellt und das Fräswerkzeug bis maximal zu
dieser Dicke in den Bodenbelag eingeführt werden. Wird dabei der Bodenbelag nicht
vollständig durchdrungen, kann die eingestellte Frästiefe schrittweise erhöht werden,
beispielsweise in Schritten von 1 mm, bis der Bodenbelag vollständig durchdrungen
ist. Mit dieser Einstellung kann dann die Entfernung des Bodenbelages vorgenommen
werden.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform wird eine Stromversorgung des Antriebsmotors mit einer
Haushalts-Steckdose verbunden. Vor dem Betätigen des Betätigungselements wird eine
vorbestimmte Fräsgeschwindigkeit derart eingestellt, dass eine mit der vorbestimmten
Frästiefe und mit der vorbestimmten Fräsgeschwindigkeit benötigte Zerspanungsleistung
kleiner als eine bei Haushalts-Netzspannung maximal zulässige Leistung des Antriebsmotors
ist. Die Haushalts-Netzspannung liegt beispielsweise in Europa in der Regel bei 230
V. Eine maximal zulässige Stromaufnahme liegt dabei in der Regel bei 16 A.
[0028] Somit ist eine maximal zulässige elektrische Aufnahmeleistung auf 3680 W begrenzt.
Die abgegebene mechanische Leistung des Antriebsmotors ist aufgrund von Wandlungsverlusten
etwas geringer. Beispielsweise kann eine maximal zulässige abgegebene mechanische
Leistung des Antriebsmotors auf maximal 3 KW begrenzt sein. Zusätzlich kann eine Sicherheit
vor Spannungsspitzen oder dergleichen vorgesehen sein. Es kann daher beispielsweise
eine maximale elektrische Aufnahmeleistung des Antriebsmotors im Bereich von kleiner
oder gleich 3 KW und eine darunterliegende abgegebene mechanische Leistung, beispielsweise
von 2,6 KW, vorgesehen sein.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform der Flächenfräse wird als Fräswerkzeug eine Fräswalze
vorgesehen. Diese weist eine vorbestimmte Fräsbreite auf, welche die maximale Breite
eines mit einer Überfahrt der Fräswalze bearbeitbaren Bodenflächenabschnitts definiert.
Ferner ist eine Vielzahl von tangential an der Fräswalze angeordneten Schneidplatten
vorgesehen, die an der Fräswalze verteilt angeordnet sind, so dass bei einer vollständigen
Umdrehung der Fräswalze die gesamte Fräsbreite mit zumindest einer Schneidplatte bearbeitbar
ist und eine mit dem zu bearbeitenden Bodenflächenabschnitt gleichzeitig kontaktierbare
gemeinsame Breite der Schneidplatten stets kleiner als die Fräsbreite ist. Durch die
tangentiale Ausrichtung der Schneidplatten ist ein steilerer Keilwinkel der Schneidkante
der Schneidplatten realisierbar, sodass die Schneidplatten den Bodenbelag leichter
bzw. mit weniger Zerspanleistung trennen können. Ferner wird stets nur für die Zerspanungsleistung
des aktuell mit dem Bodenflächenabschnitt in Eingriff stehenden Teils der Schneidplatten
die Antriebsleistung benötigt. Diese Kombination senkt insgesamt die zur Entfernung
von verklebten Bodenbelägen benötigte Zerspanleistung und damit auch die benötigte
Antriebsleistung. Auf diese Weise wird der Einsatz einer Fräswalze zur Entfernung
von verklebten Bodenbelägen, insbesondere Holzbodenbelägen, vorzugsweise alle Arten
von Parkettbodenbelägen, besonders auch Mehrschichtparkett, bei herkömmlicher Haushalts-Netzspannung
mit der zugehörigen maximal zulässigen Stromstärke, beispielsweise in Europa von 230
V und 16 A, trotz der hohen benötigten Frästiefen von oftmals bis zu 20 mm, teilweise
sogar bis zu 30 mm, ermöglicht. Somit ist vorteilhaft mit einer Stromversorgung über
eine Haushalts-steckdose eine Entfernung des der gesamten Dicke des Bodenbelags in
einem einzigen Schritt des Fräsens ermöglicht.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform einer Flächenfräse weist der Antriebsmotor eine vorbestimmte
Antriebsleistung auf, wobei die einzelnen Schneidplatten zur Abtrennung eines vorbestimmten
Bodenbelags, insbesondere von Parkettboden, mit einer vorbestimmten maximalen Zerspanungsleistung
ausgelegt sind, die unter der vorbestimmten Antriebsleistung liegt. Bei der vorbestimmten
Antriebsleistung handelt es sich insbesondere um die bei Haushalts-Netzspannung maximal
erreichbare mechanische Antriebsleistung. Diese kann beispielsweise im Bereich kleiner
oder gleich 3 kW liegen. Auf diese Weise ist ein funktionssicherer Betrieb der Flächenfräse
bei Netzspannung ermöglicht.
[0031] Gemäß einer Ausführungsform weist die Flächenfräse eine vorbestimmte maximale Frästiefe
auf. Die einzelnen Schneidplatten sind jeweils zur Abtrennung des vorbestimmten Bodenbelags
bei maximaler Frästiefe mit der vorbestimmten maximalen Zerspanungsleistung ausgelegt.
Somit ist ein zuverlässiger Betrieb der Flächenfräse bei maximaler Frästiefe sichergestellt.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform liegt die vorbestimmte maximale Frästiefe in einem Bereich
von 3 mm bis 30 mm, insbesondere 5 mm bis 30 mm, vorzugsweise 10 mm bis 30 mm, besonders
bevorzugt 15 mm bis 25 mm, beispielsweise 20 mm. Insbesondere ist die tatsächliche
Frästiefe in dem durch die maximale Frästiefe begrenzten Bereich frei einstellbar.
Auf diese Weise ist eine vollständige Entfernung auch dicker verklebter Bodenbeläge
ermöglicht.
[0033] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0034] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- eine Vorderansicht einer Fräswalze;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Fräswalze;
- Fig. 3
- eine Längsschnittansicht einer Fräswalze;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer Fräswalze;
- Fig. 5
- eine Detailansicht eines Mantelflächenabschnitts der Fräswalze nach Fig. 2;
- Fig. 6
- eine perspektivische Seitenansicht einer Flächenfräse;
- Fig. 7
- eine perspektivische Vorderansicht einer Flächenfräse;
- Fig. 8
- eine perspektivische Rückansicht einer Flächenfräse;
- Fig. 9
- eine perspektivische Seitenansicht der Flächenfräse nach Fig. 8 ohne Schutzabdeckung;
- Fig. 10
- ein schematisches Funktionsschaubild einer Flächenfräse;
- Fig. 11A
- eine Vorderansicht einer Flächenfräse in Betriebsstellung; und
- Fig. 11B
- eine Vorderansicht einer Flächenfräse in Ruhestellung.
[0035] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0036] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0037] Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Fräswalze 1.
[0038] Die Fräswalze 1 ist zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen, insbesondere
auch Mehrschichtparkett, ausgelegt. Sie weist eine vorbestimmte Fräsbreite 2 auf,
welche die Breite eines mit einer Überfahrt der Fräswalze 1 bearbeitbaren Bodenflächenabschnitts
definiert. Zum Abtragen des Bodenbelags sind eine Vielzahl von tangential an der Fräswalze
angeordneten Schneidplatten 3 vorgesehen, die an der Fräswalze 1 verteilt angeordnet
sind.
[0039] Die Schneidplatten 3 sind axial und radial gleichmäßig an einer gemeinsamen Mantelfläche
4 der Fräswalze verteilt angeordnet, sodass bei einer vollständigen Umdrehung die
gesamte Fräsbreite 2 gleichmäßig bearbeitbar ist. Bei einer vollständigen Umdrehung
der Fräswalze 1 ist somit die gesamte Fräsbreite 2 mit zumindest einer Schneidplatte
3 bearbeitbar, welche jeweils deutlich schmaler als die Fräsbreite ausgebildet sind.
Beispielsweise kann bei einer Fräsbreite 2 von beispielhaft 200 mm die Breite 5 einer
Schneidplatte 3 beispielhaft 21 mm betragen. Selbstverständlich sind bei weiteren
Ausführungsformen Abweichungen möglich.
[0040] Die Schneidplatten 3 sind hier beispielhaft spiralförmig an der Mantelfläche 4 verteilt
angeordnet. Die axiale Verteilung ist dabei derart vorgesehen, dass zwischen zwei
benachbarten Schneidplatten in axialer Richtung eine Lücke 6 vorgesehen ist. Es handelt
sich daher um eine doppelspiralförmige Verteilung mit einem axialen Versatz um etwa
eine Schneidplattenbreite. Daher ist eine hier weitgehend verdeckte zweite Reihe von
Schneidplatten vorgesehen, welche die Bereiche der Lücken 6 zwischen den Schneidplatten
3 der ersten Reihe bei einer ganzen Umdrehung der Fräswalze 1 bearbeitet.
[0041] Bei weiteren Ausführungsformen sind selbstverständlich auch andere Formen der Verteilung
möglich. Die Verteilung der Schneidplatten führt jedoch stets zu einer im Vergleich
zu der Fräsbreite deutlich kleineren gesamten Eingriffsbreite der Schneidplatten 3
mit dem Bodenbelag. Mit anderen Worten ist eine mit dem zu bearbeitenden Bodenflächenabschnitt
gleichzeitig kontaktierbare gemeinsame Breite der Schneidplatten 3 stets kleiner als
die Fräsbreite 2.
[0042] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Fräswalze 1.
[0043] In der Seitenansicht ist ein Winkelabschnitt α eingezeichnet, welcher eine Beabstandung
der Schneiden der Schneidplatten 3 voneinander in Umfangsrichtung bezeichnet. Ein
freier Abstand β der Schneidplatten 3 in Umfangsrichtung voneinander ist dabei größer
als die Breite einer Schneidplatte 3 vorgesehen.
[0044] Die Schneidplatten 3 sind hier als sogenannte Wendeschneidplatten, d. h. mit Schneiden
an mehreren Seiten, ausgebildet. Beispielhaft sind die Wendeschneidplatten hier quadratisch
mit vier gleichen Schneiden ausgebildet. Dementsprechend ist der freie Abstand β zwischen
benachbarten Wendeschneidplatten von einer hinteren Schneide einer vorderen Wendeschneidplatte
zu einer vorderen Schneide einer hinteren Wendeschneidplatte größer als die Breite
einer Wendeschneidplatte bemessen. Auf diese Weise wird erreicht, dass ein zu bearbeitender
Bodenflächenabschnitt stets nur mit einer einzigen Schneidplatte 3 gleichzeitig kontaktierbar
ist. Daneben dient der freie Abstand β in Umfangsrichtung auch als Bauraum für eine
Spanaufnahmevertiefung 7 in der Mantelfläche 4.
[0045] Fig. 3 zeigt eine Längsschnittansicht einer Fräswalze 1.
[0046] Wie in dieser Schnittansicht zu erkennen handelt es sich bei der Mantelfläche 4 um
die Außenfläche eines gemeinsamen Walzenkörpers 9.
[0047] An der dargestellten oberen Seite der Mantelfläche 4 ist eine Schneidplatte 3 einer
ersten Reihe und an der unteren Seite eine Schneidplatte 3 einer zweiten Reihe vorgesehen.
Die Schneidplatten 3 weisen untereinander eine geringfügige axiale Überlappung auf,
welche insbesondere kleiner als 2 mm, hier beispielhaft mit 1 mm, vorgesehen ist.
Dies ist für alle weiteren Schneidplatten 3 der beiden Reihen gleichermaßen vorgesehen.
Somit wird die Abdeckung der gesamten Fräsbreite 2 gewährleistet.
[0048] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Fräswalze 1.
[0049] In dieser Darstellung ist die Anbringung der als Wendeschneidplatten ausgebildeten
Schneidplatten 3 in an die Spanaufnahmevertiefung 7 direkt anschließende Montageausnehmungen
8 der Mantelfläche 4 gut zu erkennen. Die Schneidplatten 3 sind dementsprechend unabhängig
voneinander an der Fräswalze 1 befestigbar. Jede Wendeschneidplatte ist in ihrer Montageausnehmung
8 an der Mantelfläche 4 mit einem eigenen Befestigungsmittel, beispielsweise einer
Schraube, in dem Walzenkörper der Fräswalze 1 befestigt. Durch Lösen der Schraube
kann jede der Wendeschneidplatten gedreht und durch Anziehen der Schraube wieder fixiert
werden. Eine Kante der Montageausnehmung 8 kann die Schneidplatte 3 dabei seitlich
abstützen und als Verdrehsicherung dienen.
[0050] Fig. 5 zeigt eine Detailansicht eines Mantelflächenabschnitts der Fräswalze 1 nach
Fig. 2.
[0051] Aus dieser Detailansicht geht hervor, dass die Schneidplatten 3 tangential an der
Mantelfläche 4 ausgerichtet sind. Selbstverständlich sind aber auch geringfügige Abweichungen,
insbesondere etwaige fertigungsbedingte Abweichungen, von einer exakten tangentialen
Ausrichtung möglich, beispielsweise im Bereich +/- 10°.
[0052] Ferner ist auch ein gewisser radialer Versatz der Schneidplatte 3 zur Umfangsfläche
möglich bzw. einstellbar. Auf diese Weise kann eine Spanstärke des abgetrennten Materials
eingestellt werden.
[0053] Erkennbar stehen die Schneiden der Schneidplatten 3 vor die Mantelfläche 4 vor, sodass
sie bei Eingriff in das Material eines Bodenbelags einen Span abtrennen. Zwischen
den benachbarten Schneiden ist im Bereich des freien Abstandes β dazu jeweils die
hier verdeckte Spanaufnahmevertiefung 7 angeordnet, um den abgetrennten Span aufzunehmen.
[0054] Dementsprechend greifen die Schneiden bei Rotation der mit der Mantelfläche 4 auf
einem zu entfernenden Bodenbelag laufenden Fräswalze 1 in das Bodenbelagsmaterial
ein und arbeiten dieses sukzessive spanend ab, wobei die Späne jeweils in die Spanaufnahmevertiefung
7 geschoben werden. Die aufgenommenen Späne können im Verlauf einer vollen Umdrehung
wieder aus der Spanaufnahmevertiefung herausfallen oder mit Hilfe einer Absaugung
abgesaugt werden.
[0055] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Seitenansicht einer Flächenfräse 10.
[0056] Die Flächenfräse 10 ist zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen ausgelegt
und dementsprechend als Parkettfräse ausgebildet. Sie weist neben der mit einer Absaughaube
34 abgedeckten Fräswalze 1 einen mit einer Betätigungseinheit 15 ansteuerbaren Antriebsmotor
11 zum Antrieb der Fräswalze 1 auf. Die Betätigungseinheit 15 ist als Doppelhandgriff
mit Zweifachschalter ausgebildet und an einem schwenkbar mit einer Strukturbasis 14
der Flächenfräse 1 gekoppelten Stiel 28 angebracht. Zur Höheneinstellung der Position
der Betätigungseinheit 15 ist der Stiel 28 zusätzlich mit einer stufenlos einstellbaren
und arretierbaren Blockierfeder 33 an der Strukturbasis 14 angelenkt.
[0057] Der Antriebsmotor 11 weist eine Stromversorgung 25 auf, die über eine zur besseren
Übersichtlichkeit nicht dargestellte Steckerverbindung zur Kopplung mit einer Haushaltssteckdose
vorgesehen ist. Entsprechend weist der Antriebsmotor 11 eine vorbestimmte Antriebsleistung
auf, welche durch die bei Netzspannung maximal zulässige elektrische Aufnahmeleistung
begrenzt ist. Bei europäischer Netzspannung von 230 V und maximal zulässiger Stromstärke
von 16 A beträgt diese maximal zulässige elektrische Aufnahmeleistung beispielsweise
3680 W. Selbstverständlich sind je nach Region bei anderen Netzspannungen entsprechend
andere maximal zulässige elektrische Aufnahmeleistungen vorgesehen, beispielsweise
4400 W bei 110 V und 40 A, und die vorbestimmte Antriebsleistung entsprechend anpassbar.
[0058] Entsprechend sind die einzelnen Schneidplatten 3 zur Abtrennung des vorbestimmten
Bodenbelags, hier von Parkettboden, mit einer vorbestimmten maximalen Zerspanungsleistung
ausgelegt, die unter der vorbestimmten Antriebsleistung liegt jedoch zu der für die
Belagsentfernung benötigten Frästiefe ausreicht. Da die elektrische Umwandlung stets
verlustbehaftet ist und eine gewisse Sicherheit vorgesehen werden sollte, liegt eine
vorbestimmte Antriebsleistung in der Regel kleiner oder gleich 3 kW, beispielsweise
2,6 kW bei 6500 U/Min.
[0059] Die Flächenfräse 10 weist eine vorbestimmte maximale Frästiefe, beispielsweise von
bis zu 30 mm, auf und die einzelnen Schneidplatten 3 sind jeweils zur Abtrennung des
vorbestimmten Bodenbelags bei maximaler Frästiefe mit der vorbestimmten maximalen
Zerspanungsleistung ausgelegt. Eine tatsächliche Frästiefe ist jedoch zwischen Null
und der maximalen Frästiefe mit einer Einstelleinrichtung 21 einstellbar. Die maximale
Frästiefe kann selbstverständlich bei weiteren Ausführungsformen abhängig von einer
Breite der Schneidplatten und einer Fräsgeschwindigkeit unterschiedlich ausgelegt
sein. Daran angepasst ist auch eine mit der radialen Schneidplattenposition beeinflussbare
Spandicke bemessen.
[0060] Die abgetrennten Späne können durch die Absaughaube 34 über einen Sauganschluss 35,
beispielsweise mit einem 70 mm Saugschlauch, abgesaugt werden.
[0061] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Vorderansicht einer Flächenfräse 10.
[0062] Es handelt sich dabei um die Flächenfräse 10 nach Fig. 6, wobei zur Gewährleistung
der Funktions- und Arbeitssicherheit nun eine Schutzabdeckung 29 im Bereich des Antriebsstrangs
vorgesehen ist.
[0063] Dementsprechend ist mit einer derartigen Flächenfräse 10 ein Verfahren zur Entfernung
eines Bodenbelags durchführbar, wozu die Fräswalze 10 zunächst mit einer vorbestimmten
Antriebsleistung angetrieben wird. Anschließend wird die Fräswalze mit dem Bodenbelag
12 kontaktiert. Zudem wird eine den Bodenbelag durchdringende Frästiefe 13 und eine
Fräsgeschwindigkeit derart eingestellt, dass eine Zerspanungsleistung kleiner oder
gleich der vorbestimmten Antriebsleistung ist.
[0064] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Rückansicht einer Flächenfräse 10.
[0065] Die Flächenfräse 10 ist ebenfalls zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen
ausgelegt bzw. als Parkettfräse ausgebildet. Sie weist ferner ebenfalls eine Basisstruktur
14 sowie eine Betätigungseinheit 15 auf.
[0066] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht der Flächenfräse 10 nach Fig. 8 ohne Schutzabdeckung.
[0067] Wie aus Fig. 9 ersichtlich ist hier eine an der Basisstruktur 14 linear in Höhenrichtung
verstellbar gelagerte Werkzeugeinheit 16 vorgesehen. Die Werkzeugeinheit 16 umfasst
sowohl den mit der Betätigungseinheit 15 ansteuerbaren Antriebsmotor 11 als auch ein
damit angetriebenes Fräswerkzeug 17.
[0068] Bei dem Fräswerkzeug handelt es sich beispielsweise um die Fräswalze 1.
[0069] Die verstellbare Lagerung der Werkzeugeinheit 16 dient der Verstellung zwischen einer
angehobenen Ruhestellung, in welcher das Fräswerkzeug 17 mit einem Bodenbelag außer
Eingriff steht, und einer abgesenkten Betriebsstellung, in welcher das Fräswerkzeug
17 mit dem Bodenbelag in Eingriff steht.
[0070] Zur mechanischen Umsetzung der Verstellung ist eine Abhebevorrichtung 19 vorgesehen.
Diese ist dazu eingerichtet, bei Stellbetätigung einer Stelleinrichtung 22, die beispielsweise
als fußbetätigbares Pedal ausgebildet ist, die Werkzeugeinheit 16 aus der Ruhestellung
in die Betriebsstellung abzusenken und bei Betätigung der Betätigungseinheit 15 in
der Betriebsstellung zu halten. Ferner ist die Abhebevorrichtung 19 dazu ausgebildet,
die Werkzeugeinheit 16 ohne Betätigung der Betätigungseinheit 15 selbsttätig in die
Ruhestellung anzuheben. Zur Realisierung dieser Ausbildung weist die Abhebevorrichtung
19 bei der dargestellten Ausführungsform eine zwischen der Basisstruktur 14 und der
Werkzeugeinheit 16 wirkende Federvorspanneinrichtung 18 auf, die hier beispielhaft
als an der Basisstruktur und an der Werkzeugeinheit angelenkte Gasdruckfeder ausgebildet
ist. Durch Absenken der Werkzeugeinheit 16 aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung
ist die Gasdruckfeder spannbar und durch Anheben aus der Betriebsstellung in die Ruhestellung
entsprechend entspannbar. Zur selbsttätigen Rückstellung ist die Gasdruckfeder zum
Anheben der Werkzeugeinheit 16 entgegen der Gewichtskraft aus der Betriebsstellung
in die Ruhestellung ausgelegt.
[0071] Zum Halten der Werkzeugeinheit 16 in der Betriebsstellung bei Betätigung der Betätigungseinheit
15 weist die Abhebevorrichtung 19 eine zwischen der Basisstruktur 14 und der Werkzeugeinheit
17 wirkende Rückhalteeinrichtung 20 auf, welche durch die Betätigungseinheit 15 steuerbar
ausgebildet ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Rückhalteeinrichtung
20 beispielhaft mit einem Elektromagneten 26 und einem ferromagnetischen Gegenstück
27 gebildet, welche in einem betätigten Zustand eine Haltekraft auf die Werkzeugeinheit
16 aufbringen, die größer als die Differenz der Federkraft der Federvorspanneinrichtung
18 in der Betriebsstellung und der Gewichtskraft der Werkzeugeinheit 16 ist. Zur Kompensation
von Zerspankräften ist diese Haltekraft mit einer entsprechenden Sicherheit deutlich
größer bemessen als diese Differenz. Auf diese Weise hält die Rückhalteeinrichtung
20 die Werkzeugeinheit 16 bei Betätigung der Betätigungseinheit 15 entgegen der Federvorspannung
in der Betriebsstellung. Ohne Betätigung der Betätigungseinheit 15 bzw. bei Ende der
Betätigung gibt die Rückhalteeinrichtung 20 die Werkzeugeinheit 16 zum Anheben in
die Ruhestellung automatisch frei.
[0072] Die Abhebevorrichtung 19 weist ferner die Einstelleinrichtung 21 zur einstellbaren
Begrenzung einer Frästiefe 13 auf, welche beispielhaft als Hubspindel ausgebildet
ist. Diese verschiebt die Höhenposition des eines Anschlags und des Elektromagneten
26.
[0073] Die Betätigungseinheit 15 ist ebenfalls als Doppelhandgriff mit einer Zweihandschaltung
ausgebildet. Daher sind an beiden Handgriffen voneinander unabhängige Betätigungselemente
23, 24 vorgesehen, wobei die Betätigungseinheit 15 zum Starten nur durch gleichzeitige
Manipulation beider Betätigungselemente 23, 24 betätigbar ist. Auf diese Weise ist
bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine Betätigung zum Start des Antriebsmotors 11 nur
mit verschiedenen Händen ermöglicht, sodass eine Zweihandbedienung notwendig ist.
[0074] Fig. 10 zeigt ein schematisches Funktionsschaubild einer Flächenfräse 10.
[0075] Die einzelnen Funktionselemente sind hier lediglich schematisiert bzw. als Kästen
symbolisiert dargestellt. An den jeweiligen Kästen sind die an dem jeweiligen Funktionselement
angreifenden Kräfte mit Pfeilen symbolisiert eingezeichnet.
[0076] Die an der Werkzeugeinheit 16 durch die Erdbeschleunigung angreifende Gewichtskraft
F
G wird durch die ebenfalls an der Werkzeugeinheit 16 angreifende Vorspannkraft F
V der Federvorspanneinrichtung 18 stets überkompensiert. In einer Ruhestellung, in
welcher das Fräswerkzeug 17 außer Eingriff mit einem Bodenbelag 12 steht und die Stellvorrichtung
22 unbetätigt bleibt, verbleibt das Fräswerkzeug 17 somit in der Ruhestellung. Entsprechend
gilt F
V > F
G.
[0077] Zum Einnehmen der Betriebsstellung wird zunächst das Betätigungselement 15 betätigt,
um das Fräswerkzeug 17 anzutreiben. Bei der dargestellten Ausführungsform weist der
Antriebsmotor dazu eine Ausgangswelle 30 auf, die über eine Übersetzung 31, die hier
beispielsweise als Zahnriementrieb ausgebildet ist, mit einer Antriebswelle 32 des
Fräswerkzeugs 17 gekoppelt ist.
[0078] Anschließend wird eine Stellkraft F
S auf die Verstelleinheit 22 ausgeübt. In Summe übersteigen die Stellkraft F
S und die Gewichtskraft F
G dabei die Vorspannkraft F
V, sodass gilt F
V < F
G + F
S.
[0079] Durch die Stellkraft F
S wird die Werkzeugeinheit 16 und damit das Fräswerkzeug entsprechend abgesenkt. Dabei
kommt es mit dem Bodenbelag in Kontakt, sodass das Fräswerkzeug 17 nach oben drückende
Zerspankräfte F
Z auf die Werkzeugeinheit 16 überträgt. Die Stellkraft F
S ist groß genug zur Überwindung der Zerspankräfte F
Z vorgesehen, sodass gilt F
Z + F
V < F
G + F
S.
[0080] Ist die Betriebsstellung erreicht und bleibt das Betätigungselement 15 weiterhin
betätigt, so greift zusätzlich die durch die Rückhalteeinrichtung 20, hier beispielhaft
den Elektromagneten 26 und das ferromagnetische Gegenstück 27, aufgebrachte Rückhaltekraft
F
R an der Werkzeugeinheit 16 an. Die Stellkraft F
S kann sodann weggenommen bzw. auf null reduziert werden. In der Betriebsstellung wird
der Bodenbelag abgefräst, sodass weiterhin Zerspankräfte F
Z wirken. Entsprechend gilt dann F
Z + F
V < F
G + F
R.
[0081] Wird die Betätigung der Betätigungseinrichtung 15 unterbrochen oder beendet, so wird
die Rückhaltekraft F
R gelöst. Dadurch gerät das Fräswerkzeug 17 auch außer Eingriff mit dem Bodenbelag
12, sodass keine Zerspankräfte mehr wirken.
[0082] Entsprechend gilt wieder F
V > F
G, sodass das Fräswerkzeug 17 selbsttätig in die Ruhestellung zurückgestellt wird.
[0083] Fig. 11A zeigt eine Vorderansicht einer Flächenfräse 10 in Betriebsstellung.
[0084] Die Betätigungselemente 23, 24 der Betätigungseinheit 15 sind hier betätigt. Die
Werkzeugeinheit 16 ist abgesenkt und durch den Elektromagneten 26 in der Betriebsstellung
gehalten, sodass das Fräswerkzeug 17 mit einer Frästiefe 13 mit dem Bodenbelag 12
in Eingriff steht.
[0085] Bei dem Fräswerkzeug kann es sich beispielsweise um eine Fräswalze 1 gemäß Fig. 1
bis 5 handeln.
[0086] Fig. 11B zeigt eine Vorderansicht einer Flächenfräse 10 in Ruhestellung.
[0087] Die Werkzeugeinheit 16 ist hier angehoben, sodass das Fräswerkzeug 17 mit dem Bodenbelag
12 außer Eingriff steht.
[0088] Mit einer solchen Flächenfräse 10 ist entsprechend ein Verfahren zur Entfernung eines
verklebten Bodenbelags 12 durchführbar, wobei zunächst die Betätigungseinheit 15 zur
gleichzeitigen Ansteuerung eines Antriebsmotors 11 der Werkzeugeinheit 16 und der
Rückhalteeinrichtung 20 betätigt wird. Entsprechend wird mit dem Antriebsmotor 11
das Fräswerkzeug 17, beispielsweise die Fräswalze 1, der Werkzeugeinheit 16 angetrieben.
Sodann wird die Werkzeugeinheit 16 aus einer Ruhestellung in eine Betriebsstellung
entgegen der Federkraft der Federvorspanneinrichtung 18 abgesenkt, insbesondere mittels
Stellbetätigung der Stelleinrichtung 22. Dabei umfasst das Absenken der Werkzeugeinheit
16 ein Kontaktieren des Fräswerkzeugs 17 mit dem Bodenbelag 12. Bei Erreichen der
Betriebsstellung wird anschließend die Werkzeugeinheit 16 mit der Rückhalteeinrichtung
20 zur Entfernung des verklebten Bodenbelags in der Betriebsstellung gehalten. Bei
Lösen der Betätigungseinheit 15, insbesondere eines der beiden Betätigungselemente
23, 24, wird gleichzeitig der Antriebsmotor 11 angehalten und die Rückhalteeinrichtung
20 freigegeben. Somit folgt ein selbsttätiges Anheben der Werkzeugeinheit 16 in die
Ruhestellung durch die Federkraft der Federvorspanneinrichtung 18.
[0089] Erkennbar liegt die Ruhestellung oberhalb des Bodenniveaus. Ein zwischen Ruhestellung
und Betriebsstellung überwundener Hub der Abhebevorrichtung 19 ist somit stets größer
als die Frästiefe 13.
[0090] Zur Anpassung an die Dicke des zu entfernenden Bodenbelags 12 wird vor dem Betätigen
des Betätigungselements 15 eine vorbestimmte Frästiefe 13 eingestellt. Ist diese nach
dem Kontaktieren des Fräswerkzeugs mit dem Bodenbelag 12 erreicht, wird die Werkzeugeinheit
16 auf der vorbestimmten Frästiefe 13 gehalten. Entsprechend wird die Betriebsstellung
durch die vorbestimmte Frästiefe bestimmt.
[0091] Auch bei dieser Ausführungsform wird eine Stromversorgung 25 des Antriebsmotors 11
mit einer Haushalts-Steckdose verbunden. Entsprechend wird vor dem Betätigen des Betätigungselements
15 eine vorbestimmte Fräsgeschwindigkeit derart eingestellt, dass eine mit der vorbestimmten
Frästiefe 13 und mit der vorbestimmten Fräsgeschwindigkeit benötigte Zerspanungsleistung
kleiner als eine bei Haushalts-Netzspannung maximal zulässige Leistung des Antriebsmotors
11 ist.
[0092] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
[0093] Beispielsweise wäre es denkbar, die Werkzeugeinheit nicht linear sondern über eine
Kinematik bzw. Übersetzung zu verstellen, um die zur Stellbetätigung notwendigen Stellkräfte
zu reduzieren.
[0094] Darüber hinaus sind alternative Rückhalteeinrichtungen 20 denkbar. Beispielsweise
könnte anstatt eines Elektromagneten auch ein durch Betätigung des Betätigungselements
gesteuerter Sperrschieber in eine die Werkzeugeinheit arretierende Stellung gebracht
werden, welcher bei lösen der Betätigung selbsttätig oder durch die Vorspannkraft
in eine nicht arretierende Stellung gebracht wird.
[0095] Selbst verständlich sind hinsichtlich der Verteilung der Schneidplatten an der Fräswalze
unterschiedlichste Verläufe oder Muster denkbar, solange dabei die gesamte Fräsbreite
abgedeckt wird.
[0096] Zur Anpassung der Fräsgeschwindigkeit kann auch eine Steuereinrichtung oder Regeleinrichtung
vorgesehen sein, die zur automatischen Anpassung der Fräsgeschwindigkeit an die Frästiefe
13 bei dieser maximal zulässigen Leistung ausgebildet ist.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 1
- Fräswalze
- 2
- Fräsbreite
- 3
- Schneidplatte
- 4
- Mantelfläche
- 5
- Breite
- 6
- Lücke
- 7
- Spanaufnahmevertiefung
- 8
- Montageausnehmung
- 9
- Walzenkörper
- 10
- Flächenfräse
- 11
- Antriebsmotor
- 12
- Bodenbelag
- 13
- Frästiefe
- 14
- Basisstruktur
- 15
- Betätigungseinheit
- 16
- Werkzeugeinheit
- 17
- Fräswerkzeug
- 18
- Federvorspanneinrichtung
- 19
- Abhebevorrichtung
- 20
- Rückhalteeinrichtung
- 21
- Einstelleinrichtung
- 22
- Stelleinrichtung
- 23
- Betätigungselement
- 24
- Betätigungselement
- 25
- Stromversorgung
- 26
- Elektromagnet
- 27
- ferromagnetisches Gegenstück
- 28
- Stiel
- 29
- Schutzabdeckung
- 30
- Ausgangswelle
- 31
- Übersetzung
- 32
- Antriebswelle
- 33
- Blockierfeder
- 34
- Absaughaube
- 35
- Sauganschluss
- α
- Beabstandung
- β
- freier Abstand
- FG
- Gewichtskraft
- FR
- Rückhaltekraft
- FS
- Stellkraft
- FV
- Vorspannkraft
- FZ
- Zerspankräfte
1. Flächenfräse (10) zur Entfernung von verklebten Bodenbelägen, insbesondere Parkettfräse
zur Entfernung von verklebten Parkettbodenbelägen, mit:
einer Basisstruktur (14);
einer Betätigungseinheit (15);
einer an der Basisstruktur (14) verstellbar gelagerten Werkzeugeinheit (16), welche
einen Antriebsmotor (11), der mit der Betätigungseinheit (15) ansteuerbar ist, und
ein mit dem Antriebsmotor (11) antreibbares Fräswerkzeug (17) aufweist, wobei die
Werkzeugeinheit (16) an der Basisstruktur (14) in eine angehobene Ruhestellung und
in eine abgesenkte Betriebsstellung verstellbar gelagert ist; und
einer Abhebevorrichtung (19), welche dazu eingerichtet ist, die Werkzeugeinheit (16)
aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung abzusenken und bei Betätigung der Betätigungseinheit
(15) in der Betriebsstellung zu halten, wobei die Abhebevorrichtung (19) ferner eingerichtet
ist, die Werkzeugeinheit (16) ohne Betätigung der Betätigungseinheit (15) selbsttätig
in die Ruhestellung anzuheben.
2. Flächenfräse nach Anspruch 1, wobei die Abhebevorrichtung (19) eine zwischen der Basisstruktur
(14) und der Werkzeugeinheit (16) wirkende Federvorspanneinrichtung (18) aufweist,
welche durch Absenken der Werkzeugeinheit (16) aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung
spannbar und durch Anheben aus der Betriebsstellung in die Ruhestellung entspannbar
ist.
3. Flächenfräse nach Anspruch 2, wobei die Federvorspanneinrichtung (18) zum Anheben
der Werkzeugeinheit (16) entgegen der Gewichtskraft aus der Betriebsstellung in die
Ruhestellung ausgelegt ist.
4. Flächenfräse nach Anspruch 2 oder 3, wobei die Federvorspanneinrichtung (18) eine
Gasdruckfeder aufweist, die durch Absenken der Werkzeugeinheit (16) spannbar ist.
5. Flächenfräse nach einem der vorangehenden Ansprüche 2 bis 4, wobei die Abhebevorrichtung
(19) eine zwischen der Basisstruktur (14) und der Werkzeugeinheit (17) wirkende Rückhalteeinrichtung
(20) aufweist, welche durch die Betätigungseinheit (15) steuerbar vorgesehen ist,
so dass die Rückhalteeinrichtung (20) die Werkzeugeinheit (16) bei Betätigung der
Betätigungseinheit (15) in der Betriebsstellung hält und ohne Betätigung der Betätigungseinheit
(15) zum Anheben in die Ruhestellung freigibt.
6. Flächenfräse nach Anspruch 5, wobei die Rückhalteeinrichtung (20) einen Elektromagneten
(26) und ein ferromagnetisches Gegenstück (27) aufweist, welche in einem betätigten
Zustand eine Haltekraft auf die Werkzeugeinheit (16) aufbringen, die größer als die
Differenz der Federkraft der Federvorspanneinrichtung (18) in der Betriebsstellung
und der Gewichtskraft der Werkzeugeinheit (16) ist.
7. Flächenfräse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abhebevorrichtung (19)
als Lineareinheit zum linearen, insbesondere senkrechten, Verstellen der Werkzeugeinheit
(16) ausgebildet ist.
8. Flächenfräse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abhebevorrichtung (19)
eine Einstelleinrichtung (21), insbesondere eine Hubspindel, zur einstellbaren Begrenzung
einer Frästiefe (13) aufweist.
9. Flächenfräse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Abhebevorrichtung (19)
eine Stelleinrichtung (22), insbesondere ein Pedal, aufweist und die Werkzeugeinheit
(16) durch eine Stellbetätigung der Stelleinrichtung (22), insbesondere eine Fußbetätigung
des Pedals, aus der Ruhestellung in die Betriebsstellung absenkbar ausgebildet ist.
10. Flächenfräse nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Betätigungseinheit
(15) eine Zweihandschaltung mit zwei unabhängigen Betätigungselementen (23, 24) aufweist,
wobei die Betätigungseinheit (15) zum Start nur durch gleichzeitige Manipulation beider
Betätigungselemente (23, 24), insbesondere mit verschiedenen Händen, betätigbar ist.
11. Verfahren zur Entfernung eines verklebten Bodenbelags (12) mit einer Flächenfräse
(10), insbesondere mit einer Flächenfräse (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
mit den Schritten:
Betätigen einer Betätigungseinheit (15) zur gleichzeitigen Ansteuerung eines Antriebsmotors
(11) einer Werkzeugeinheit (16) und einer Rückhalteeinrichtung (20);
Antreiben eines Fräswerkzeugs (17) der Werkzeugeinheit (16), insbesondere einer Fräswalze
(1), mit dem Antriebsmotor (11) ;
Absenken der Werkzeugeinheit (16) aus einer Ruhestellung in eine Betriebsstellung
entgegen der Federkraft einer Federvorspanneinrichtung (18);
Rückhalten der Werkzeugeinheit (16) mit der Rückhalteeinrichtung (20) in der Betriebsstellung
zur Entfernung des verklebten Bodenbelags (12);
gleichzeitiges Anhalten des Antriebsmotors (11) und Freigeben der Rückhalteeinrichtung
(20) bei Lösen der Betätigungseinheit (15); und
selbsttätiges Anheben der Werkzeugeinheit (16) in die Ruhestellung durch die Federkraft
der Federvorspanneinrichtung (18) .
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Absenken der Werkzeugeinheit (16) ein Kontaktieren
des Fräswerkzeugs (17) mit dem Bodenbelag (12) umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei vor dem Betätigen der Betätigungseinheit
(15) eine vorbestimmte Frästiefe (13) eingestellt wird und das Rückhalten der Werkzeugeinheit
(16) bei Erreichen der vorbestimmten Frästiefe (13) vorgenommen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei eine Stromversorgung (25) des Antriebsmotors (11)
mit einer Haushalts-Steckdose verbunden wird, wobei vor dem Betätigen des Betätigungselements
(15) eine vorbestimmte Fräsgeschwindigkeit derart eingestellt wird, dass eine mit
der vorbestimmten Frästiefe (13) und mit der vorbestimmten Fräsgeschwindigkeit benötigte
Zerspanungsleistung kleiner als eine bei Haushalts-Netzspannung maximal zulässige
Leistung des Antriebsmotors (11) ist.