[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schließsystem mit einem Schlüssel und einem
zugehörigen Schließzylinder.
[0002] Schlüssel für Schließzylinder und entsprechende Schließsysteme sind aus dem Stand
der Technik bekannt, bspw. aus
DE 1 137 341 A. Derartige Schlüssel weisen eine Schlüsselreide und einen sich von der Schlüsselreide
erstreckenden Schlüsselschaft auf, an dem Einschnitte zum Ausrichten von Zuhaltungen
ausgebildet sind, die an einem zugehörigen Schließzylinder vorgesehen sind. Derartige
Schlüssel haben sich bewährt, da diese u.a. aufgrund der hohen Anzahl individueller
Schließkombinationen für den Verbraucher eine hohe Sicherheit bieten.
[0003] Allerdings besteht Raum für Optimierungen. So hat sich in der Praxis gezeigt, dass
insbesondere bei doppelten Schließzylindern (Doppelzylindern), die ein Schließen von
zwei Seiten eines Zugangspunkts (bspw. von zwei Seiten einer Tür) ermöglichen, eine
Betätigung des Schließzylinders bisweilen nicht mehr möglich ist, obwohl sich die
Zuhaltungen durch den eingesteckten Schlüssel in Freigabestellung befinden. So kann
Verschleiß an der regelmäßig abgerundeten Schlüsselspitze des Schlüssels dazu führen,
dass die Kupplung des Schließzylinders, die einen Zylinderkern mit dem Schließbart
kuppelt, nicht mehr ausreichend betätigt wird. Dann kommt es zu einem "Durchdrehen"
des Schließzylinders, da sich der Zylinderkern mit dem Schlüssel drehen lässt, der
Schließbart jedoch nicht zugekuppelt wird. Ein zuverlässiger Betrieb ist somit nicht
mehr gewährleistet, so dass Schlüssel und ggf. auch Schließzylinder ausgetauscht werden
müssen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen konstruktiven Mitteln bei
Schließzylindern eine dauerhaft zuverlässige Betätigung zu ermöglichen.
[0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Schließsystem mit einem Schlüssel und
einem zugehörigen Schließzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Danach zeichnet
sich der Schlüssel dadurch aus, dass die Schlüsselspitze (am freien Ende) eine als
Ebene ausgebildete Stirnfläche aufweist, die orthogonal zur Axialrichtung orientiert
ist (Normalenvektor der als Ebene ausgebildeten Stirnfläche ist in Axialrichtung orientiert).
[0007] Durch Ausgestaltung der Schlüsselspitze mit einer als Ebene ausgebildeten Stirnfläche
ist die Schlüsselspitze nun nicht mehr über einen Punkt- oder Linienkontakt, sondern
durch die flächige Erstreckung der Stirnfläche über einen Flächenkontakt mit dem Kupplungselement
des zum Schlüssel zugehörigen Schließzylinders in Kontakt. Somit wird der Schlüsselschaft
infolge von durch den Schlüsselbetrieb entstehendem Verschleiß nicht oder nur in vernachlässigbarer
Weise verkürzt. Die Schaftlänge bzw. die Einstecktiefe bleiben somit über die Einsatzdauer
praktisch unverändert. Somit sind die Kupplungsfunktion und damit auch ein zuverlässiger
Betrieb über eine lange Einsatzdauer hinweg sichergestellt.
[0008] Die materialeinheitliche Ausgestaltung am Schlüsselschaft ist dahingehend zu verstehen,
dass Schlüsselschaft und Schlüsselspitze einstückig und aus dem gleichen Material
ausgebildet sind. Die Axialrichtung kann auch als Schaftlängsrichtung des Schlüsselschafts
bezeichnet werden. Unabhängig davon ist die orthogonale Ausrichtung zwischen Stirnfläche
und Axialrichtung dahingehend zu verstehen, dass diese auch eine Orientierung von
90° ± 5° zwischen Stirnfläche und Axialrichtung mit einschließt.
[0009] Der Schlüsselschaft weist an seinem der Schlüsselreide zugewandten Ende einen ohne
Einschnitte versehenen Schaftabschnitt auf ("Schlüsselschafthals" oder "Schlüsselschafthalm")
und hieran anschließend einen mit Einschnitten zur Ausrichtung von Zuhaltungen versehenen
Schaftabschnitt. Bei dem Schlüssel kann es sich um einen Profilzylinderschlüssel und
bei dem Schließzylinder um einen Profilzylinder handeln.
[0010] Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann die Stirnfläche eine orthogonal zur
Schaftlängsrichtung orientierte Höhe aufweisen, die mindestens 5 Prozent, vorzugsweise
mindestens 10 Prozent, weiter vorzugsweise mindestens 15 Prozent, weiter vorzugsweise
mindestens 20 Prozent, weiter vorzugweise mindestens 30 Prozent, weiter vorzugsweise
mindestens 40 Prozent der Höhe des Schlüsselschafts am der Schlüsselreide zugewandten
Ende des Schlüsselschafts beträgt. Durch eine solche Dimensionierung der Stirnfläche
hat Verschleiß keine oder nur vernachlässigbar geringe Auswirkungen auf die Schaftlänge
und eine mögliche Verschiebung des Kupplungselements. Die voranstehenden Höhenangaben
beziehen sich auf den ohne Einschnitte versehenen Schaftabschnitt ("Schlüsselschafthals").
In Richtung der Schlüsselstärke (Dicke des Schlüsselschafts) kann die Stirnfläche
in Verlauf und Materialstärke dem dortigen Schlüsselprofil entsprechen.
[0011] Weiter erfindungsgemäß weist die Stirnfläche eine orthogonal zur Schaftlängsrichtung
orientierte Höhe auf, die 5 bis 35 Prozent, vorzugsweise 10 bis 30 Prozent, weiter
vorzugsweise 15 bis 25 Prozent, der Höhe des Schlüsselschafts am der Schlüsselreide
zugewandten Ende des Schlüsselschafts aufweist. Auch durch eine solche Dimensionierung
der Stirnfläche hat der Verschleiß keine oder nur vernachlässigbar geringe Auswirkungen
auf die Schaftlänge und eine mögliche Verschiebung des Kupplungselements. Die voranstehenden
Höhenangaben beziehen sich auf den ohne Einschnitte versehenen Schaftabschnitt ("Schlüsselschafthals").
In Richtung der Schlüsselstärke (Dicke des Schlüsselschafts) kann die Stirnfläche
in Verlauf und Materialstärke dem dortigen Schlüsselprofil entsprechen.
[0012] Weiter erfindungsgemäß ist die Stirnfläche derart an der Schlüsselspitze angeordnet,
dass die Stirnfläche an die von den Einschnitten des Schlüsselschafts abgewandte Flachseite
des Schlüsselschafts ("Rückenfläche") angrenzt. Hiermit sind die Stirnfläche und damit
die Kontaktfläche zum Kupplungselement des zugehörigen Schließzylinders am oberen
Ende des Schlüsselschafts angeordnet, so dass eine Betätigung des Kupplungselements
ganz gezielt im oberen Bereich erfolgt. Dies kann ein Einführen des Schlüssels begünstigen,
da ein Schlüsselkanal üblicherweise an der von den Zuhaltungen abgewandten Seite (in
Einbaulage üblicherweise oben) am größten ist. Eine Anpassung an die Geometrie des
Kupplungselements ist damit möglich.
[0013] Nicht erfindungsgemäß kann die Stirnfläche derart an der Schlüsselspitze angeordnet
sein, dass die Stirnfläche von der von den Einschnitten des Schlüsselschafts abgewandten
Flachseite des Schlüsselschafts (Rückenfläche) beabstandet ist. Hiermit kann eine
bezogen auf die Mittellängsachse des Schlüsselschafts eher zentrische Betätigung des
Kupplungselements eines zugehörigen Schließzylinders erfolgen. Eine Anpassung an die
Geometrie des Kupplungselements ist damit möglich. Auch diese Ausgestaltung kann ein
Einführen des Schlüssels erleichtern, da der üblicherweise an einem Zylinderkern ausgebildete
Schlüsselfang durch die Anordnung der Stirnfläche wie bei herkömmlichen Schlüsseln
seine "Fangwirkung" entfaltet.
[0014] Weiter erfindungsgemäß ist die Stirnfläche als Kontaktfläche für ein Kupplungselement
des (zum Schlüssel zugehörigen) Schließzylinders eingerichtet und/oder bestimmt. Die
Stirnfläche ist somit eine am freien Ende des Schlüsselschafts angeordnete Fläche,
die beim Einstecken des Schlüssels mit dem Kupplungselement in Kontakt gelangt (Kontaktfläche)
und dieses zum Kuppeln des Schließbarts betätigt, d.h. in Schaftlängsrichtung bzw.
Schlüsselkanallängsrichtung verlagert (in Richtung des Schließbarts).
[0015] In vorteilhafter Weise können die Schlüsselreide und/oder der Schlüsselschaft aus
Metall ausgebildet sein. Hiermit ist eine stabile Ausgestaltung des Schlüssels möglich.
[0016] Zweckmäßigerweise kann der Schlüssel als Bartschlüssel ausgebildet sein. Ein Bartschlüssel
ist ein herkömmlicher Schließzylinderschlüssel, bspw. Profilzylinderschlüssel, der
nur in einer Orientierung in den Schlüsselkanal eines zugehörigen Schließzylinders
eingesteckt werden kann oder einsteckbar ist.
[0017] Zur weiteren Ausgestaltung des Schließsystems können die im Zusammenhang mit dem
Schlüssel erläuterten oder die in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschriebenen
Maßnahmen dienen.
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche
oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf.
jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Schlüssel für einen Schließzylinder gemäß Stand der Technik; und
- Figur 2a-2c
- verschiedene, nicht erfindungsgemäße Ausführungsformen eines Schlüssels für einen
Schließzylinder.
[0019] Figur 1 zeigt einen aus dem Stand der Technik bekannten Schlüssel für einen Schließzylinder,
der insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Der Schlüssel 1 weist eine Schlüsselreide
2 und einen sich von der Schlüsselreide 2 entlang einer Axialrichtung 3 weg erstreckenden
Schlüsselschaft 4 auf. Der Schlüsselschaft 4 weist eine materialeinheitlich mit dem
Schlüsselschaft 4 ausgebildete Schlüsselspitze 5 auf, die abgerundet ist. So weist
die Schlüsselspitze 5 in einer Seitenansicht eine bogenförmige Kontur auf.
[0020] Figur 2a zeigt einen Schlüssel für einen Schließzylinder, wobei der Schlüssel insgesamt
mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist.
[0021] Zudem ist teilweise auch ein zum Schlüssel 10 zugehöriger Schließzylinder 100 dargestellt.
Vom Schließzylinder 100 sind ein Kupplungselement 102 und ein Zylinderkern 104 mit
Kanälen 106 für Zuhaltungen dargestellt (die Zuhaltungen selbst sind nicht gezeigt).
Der Schlüssel 10 kann in einen Schlüsselkanal des Zylinderkerns 104 eingesteckt werden.
Der Schlüssel 10 weist eine Schlüsselreide 12 und einen sich von der Schlüsselreide
12 entlang einer Axialrichtung 14 (Schaftlängsrichtung) weg erstreckenden Schlüsselschaft
16 auf. Der Schlüsselschaft 16 weist eine materialeinheitlich mit dem Schlüsselschaft
16 ausgebildete Schlüsselspitze 18 auf (Schlüsselschaft 16 und Schlüsselspitze 18
einstückig und aus gleichem Material ausgebildet).
[0022] Der Schlüsselschaft 16 weist an seinem der Schlüsselreide 12 zugewandten Ende einen
ohne Einschnitte versehenen Schaftabschnitt 16' auf ("Schlüsselschafthals" oder "Schlüsselschafthalm").
Hieran schließt sich ein mit Einschnitten 20 zur Ausrichtung von Zuhaltungen versehener
Schaftabschnitt 16'' an. Die Schlüsselreide 12 und/oder der Schlüsselschaft 16 können
aus Metall ausgebildet sein.
[0023] Der Schlüssel 10 ist im Ausführungsbeispiel als Bartschlüssel (herkömmlicher Schließzylinderschlüssel)
ausgebildet. Somit kann der Schlüssel 10 nur in einer Orientierung in den Schlüsselkanal
des Zylinderkerns 104 des zugehörigen Schließzylinders 100 eingesteckt werden. Der
Schlüssel 10 kann als Profilzylinderschlüssel ausgebildet sein und der Schließzylinder
100 kann als Profilzylinder ausgebildet sein.
[0024] Die Schlüsselspitze 18 weist eine als Ebene ausgebildete Stirnfläche 22 auf, die
orthogonal zur Axialrichtung 14 orientiert ist. Anders ausgedrückt ist der Normalenvektor
der als Ebene ausgebildeten Stirnfläche 22 in Axialrichtung 14 orientiert bzw. parallel
zur Axialrichtung 14 ausgerichtet.
[0025] Die Stirnfläche 22 ist als Kontaktfläche für das Kupplungselement 102 des zum Schlüssel
10 zugehörigen (nur teilweise dargestellten) Schließzylinders 100 eingerichtet und
bestimmt. Ist der Schlüssel 10 mit seinem Schlüsselschaft 16 in den Zylinderkern 104
eingesteckt, wird über die Stirnfläche 22 das Kupplungselement 102 betätigt, indem
das Kupplungselement 102 in Richtung des Schließbarts verlagert wird (nicht dargestellt).
Somit können Zylinderkern 104 und der Schließbart (nicht dargestellt) drehfest miteinander
gekoppelt werden.
[0026] Die Stirnfläche 22 ist erfindungsgemäß derart an der Schlüsselspitze 18 angeordnet,
dass die Stirnfläche 22 an die von den Einschnitten 20 des Schlüsselschafts 16 abgewandte
Flachseite 24 angrenzt (in den Figuren nicht so dargestellt).
[0027] Bei dem in Figur 2a dargestellten Schlüssel 10 weist die Stirnfläche 22 eine orthogonal
zur Schaftlängsrichtung 14 orientierte Höhe 26 auf (Pfeil 26 repräsentiert die Orientierung
der Höhe 26), die ca. 15 Prozent der Höhe des Schlüsselschafts 16 am der Schlüsselreide
12 zugewandten Ende des Schlüsselschafts 16 aufweist (Schaftabschnitt 16').
[0028] Der in Figur 2b dargestellte Schlüssel 10 entspricht weitestgehend dem in Figur 2a
beschriebenen Schlüssel 10. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die voranstehenden
Ausführungen verwiesen.
[0029] Abweichend von der voranstehend beschriebenen Ausführung weist der Schlüssel 10 gemäß
Figur 2b eine vergrößerte Stirnfläche 22 auf. So weist beim vorliegenden Schlüssel
10 die Stirnfläche 22 eine orthogonal zur Schaftlängsrichtung 14 orientierte Höhe
26 auf (Orientierung der Höhe repräsentiert durch Pfeil 26), die ca. 20 Prozent der
Höhe des Schlüsselschafts 16 am der Schlüsselreide 12 zugewandten Ende des Schlüsselschafts
16 aufweist (Schaftabschnitt 16').
[0030] Der in Figur 2c dargestellte Schlüssel 10 entspricht ebenfalls weitestgehend dem
in Figur 2a beschriebenen Schlüssel 10. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf
die dortigen Ausführungen verwiesen.
[0031] Abweichend von der voranstehend beschriebenen Ausführung weist der Schlüssel 10 gemäß
Figur 2c eine nochmals vergrößerte Stirnfläche 22 auf. So weist beim vorliegenden
Schlüssel 10 die Stirnfläche 22 eine orthogonal zur Schaftlängsrichtung 14 orientierte
Höhe 26 auf (Orientierung der Höhe repräsentiert durch Pfeil 26), die ca. 25 Prozent
der Höhe des Schlüsselschafts 16 am der Schlüsselreide 12 zugewandten Ende des Schlüsselschafts
16 aufweist (Schaftabschnitt 16').
[0032] Zusammenfassend sind aus dem Stand der Technik Schlüssel für einen Schließzylinder
bekannt, die gerundete Schlüsselspitzen aufweisen. Dadurch ergibt sich beim Einschieben
des Schlüssels in den Schlüsselkanal des Schließzylinders zwischen (gerundeter) Schlüsselspitze
und dem Kupplungselement des Schließzylinders ein Linienkontakt.
[0033] Demgegenüber wird in der vorliegenden Anmeldung vorgeschlagen, die Schlüsselspitze
so auszubilden, dass sich zwischen Schlüsselspitze und Kupplungselement des Schließzylinders
eine Flächenkontakt oder eine Flächenberührung ergibt.
[0034] Durch die infolge der flächigen Ausgestaltung der Stirnfläche größere Berührungsfläche
zwischen Schlüsselspitze und Kupplungselement hat ein im Betrieb des Schlüssels entstehender
Verschleiß keine oder nur geringe Auswirkungen auf eine mögliche Verschiebung des
Kupplungselements.
[0035] Damit kann die Kuppelfunktion eines Schließzylinders auch nach einer langen Einsatzzeit
von Schlüssel und Schließzylinder sichergestellt werden. Dadurch kann das bei herkömmlichen
Schlüsseln mit abgerundeter Schlüsselspitze auftretende Problem vermieden werden,
dass die Kupplung in einem doppelten Schließzylinder durch einen verschlissenen Schlüssel
nicht ausreichend verschoben wird, wodurch es im Schließzylinder zu einem Durchdrehen
(Schließbart wird nicht zu gekuppelt) kommen.
1. Schließsystem mit einem Schlüssel (10) und einem zugehörigen Schließzylinder (100),
wobei der Schlüssel (10) eine Schlüsselreide (12) und einen sich von der Schlüsselreide
(12) entlang einer Axialrichtung (14) weg erstreckenden Schlüsselschaft (16) aufweist,
wobei der Schlüsselschaft (16) eine materialeinheitlich mit dem Schlüsselschaft (16)
ausgebildete Schlüsselspitze (18) aufweist, wobei die Schlüsselspitze (18) eine als
Ebene ausgebildete Stirnfläche (22) aufweist, die orthogonal zur Axialrichtung (14)
orientiert ist, wobei die Stirnfläche (22) eine orthogonal zur Schaftlängsrichtung
(14) orientierte Höhe (26) aufweist, die 5 bis 35 Prozent der Höhe des Schlüsselschafts
(16) am der Schlüsselreide (12) zugewandten Ende des Schlüsselschafts (16) aufweist,
wobei die Stirnfläche (22) als Kontaktfläche für das Kupplungselement (102) des Schließzylinders
(100) eingerichtet und bestimmt ist, so dass die Stirnfläche (22) beim Einstecken
des Schlüssels (10) mit dem Kupplungselement (102) in Kontakt gelangt und dieses zum
Kuppeln des Schließbarts betätigt, wobei die Stirnfläche (22) derart an der Schlüsselspitze
(18) angeordnet ist, dass die Stirnfläche (22) an die von den Einschnitten (20) des
Schlüsselschafts (16) abgewandte Flachseite (24) des Schlüsselschafts (16) angrenzt.
2. Schließsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (22) eine orthogonal zur Schaftlängsrichtung (14) orientierte Höhe
(26) aufweist, die mindestens 5 Prozent, vorzugsweise mindestens 10 Prozent, weiter
vorzugsweise mindestens 15 Prozent, weiter vorzugsweise mindestens 20 Prozent, weiter
vorzugweise mindestens 30 Prozent, weiter vorzugsweise mindestens 40 Prozent, der
Höhe des Schlüsselschafts (16) am der Schlüsselreide (12) zugewandten Ende des Schlüsselschafts
(16) aufweist.
3. Schließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsselreide (12) und/oder der Schlüsselschaft (16) aus Metall ausgebildet
sind.
4. Schließsystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel (10) als Bartschlüssel ausgebildet ist.
1. Locking system comprising a key (10) and an associated lock cylinder (100), wherein
the key (10) has a key head (12) and a key shaft (16) extending away from the key
head (12) along an axial direction (14), wherein the key shaft (16) has a key tip
(18) which is formed of the same material as the key shaft (16), wherein the key tip
(18) has an end face (22) which is designed as a plane and is oriented orthogonally
to the axial direction (14), wherein the end face (22) has a height (26) which is
oriented orthogonally to the shaft longitudinal direction (14) and is 5 to 35 percent
of the height of the key shaft (16) on the end of the key shaft (16) facing the key
head (12), wherein the end face (22) is designed and intended as a contact surface
for the coupling element (102) of the lock cylinder (100), such that the end face
(22), when the key (10) is inserted, comes into contact with the coupling element
(102) and actuates said coupling element to couple the lock bit, wherein the end face
(22) is arranged on the key tip (18) in such a way that the end face (22) is adjacent
to the flat side (24) of the key shaft (16) facing away from the notches (20) of the
key shaft (16).
2. Locking system according to claim 1, characterized in that the end face (22) has a height (26) which is oriented orthogonally to the shaft longitudinal
direction (14) and is at least 5 percent, preferably at least 10 percent, more preferably
at least 15 percent, more preferably at least 20 percent, more preferably at least
30 percent, more preferably at least 40 percent, of the height of the key shaft (16)
on the end of the key shaft (16) facing the key head (12).
3. Locking system according to either of the preceding claims, characterized in that the key head (12) and/or the key shaft (16) are made of metal.
4. Locking system according to any of the preceding claims, characterized in that the key (10) is designed as a bit key.
1. Système de fermeture comprenant une clé (10) et un cylindre de serrure (100) associé,
la clé (10) présentant un anneau de clé (12) et une tige de clé (16) s'étendant à
partir de l'anneau de clé (12) le long d'une direction axiale (14), la tige de clé
(16) présentant une pointe de clé (18) réalisée de manière unitaire avec la tige de
clé (16), la pointe de clé (18) présentant une surface avant (22) réalisée sous forme
de plan, qui est orientée orthogonalement à la direction axiale (14), la surface avant
(22) présentant une hauteur (26) orientée orthogonalement à la direction longitudinale
(14) de la tige, qui présente 5 à 35 % de la hauteur de la tige de clé (16) au niveau
de l'extrémité de la tige de clé (16) tournée vers l'anneau de clé (12), la surface
avant (22) étant agencée en tant que surface de contact pour l'élément d'accouplement
(102) du cylindre de serrure (100) et étant déterminée de telle sorte que la surface
avant (22), lors de l'enclenchement de la clé (10), vient en contact avec l'élément
d'accouplement, et l'actionne pour coupler le panneton de fermeture, la surface avant
(22) étant agencée au niveau de la pointe de clé (18), de telle sorte que la surface
avant (22) est contigüe à la surface plate (24) tournée à l'opposé des encoches (20)
du corps de clé (16).
2. Système de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface avant (22) présente une hauteur (26) orientée de manière orthogonale à
la direction longitudinale (14) de la tige, qui présente au moins 5 pour cent, de
préférence au moins 10 pour cent, de manière plus préférée au moins 15 pour cent,
de manière plus préférée au moins 20 pour cent, de manière plus préférée au moins
30 pour cent, de manière plus préférée au moins 40 pour cent, de la hauteur de la
tige de clé (16) à l'extrémité de la tige de clé (16) tournée vers l'anneau de clé
(12).
3. Système de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'anneau de clé (12) et/ou la tige de clé (16) sont réalisées en métal.
4. Système de fermeture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la clé (10) est réalisée sous forme de clé à panneton.